Benzingespräche · Folge 14 · · 31 Min
Als Automarketing-Experte auf der dmexco

Worum es geht
Was hält das digitale Marketing für die Autobranche bereit? Welche Trends und Innovationen gibt es? Was hält das digitale Marketing für die Autobranche bereit? Welche Trends und Innovationen gibt es? Und für mich persönlich: befasse ich mich bzw. wir uns mit der Agentur mit den innovativen Themen im (Online) Marketing? Offen gesprochen: es ist ein Spagat. Als Agenturmensch und Berater im digitalen Umfeld erwartet man die dmexco (und OMR) um zu schauen, was sich wie (und wie schnell) verändert und was es neues gibt. Als Automarketing-Experte hat man schon fast etwas… Angst. Grund: die Autobranche ist im digitalen Marketing weit hinterher und es braucht Jahre um neue starke Tools und Kanäle anzuwenden. Darum ist es eben wichtig, das Spezialisten da sind und daran arbeiten, die Themen in die Branche zu tragen und diese voran zu bringen. Ich berichte von meinen allgemeinen Eindrücken der Messe aber auch von spannenden learnings und Insights aus Seminaren und Gesprächen. Es geht um Kennzahlen und Entwicklungen der deutschen Digital- und Media-Wirtschaft, Fachkräfte Mangel, KI, Alexa & Co, GAFAs, Programmatic Advertising, Online Radio, die Deutsche Post, Podcasts… Und eben meiner Einordnung im Kontext der deutschen Autobranche. Links: dmexco, www.dmexco.com
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00:00 Benzingespräche. Der Podcast führt mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind, erzählt zu werden. Es geht um verschiedene Blickwinkel und persönliche Ausblicke. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Online-Marketing-Experte und freier Berater für die Automobilbranche, Autoliebhaber und Agentureinhaber. Hallo und herzlich willkommen zurück bei meinem Podcast Benzingespräche. Heute mal eine etwas andere Ausgabe, weil es ist kein Gast dabei, aber trotzdem echt ein spannendes Thema und zwar als Automarketing-Experte auf der DMEXCO in Köln. DMEXCO, für die, die es nicht ganz zuordnen können, das ist eine der Leitmessen in Deutschland für das digitale Marketing. Untertitel, was hält das digitale Marketing für die Autobranche bereit?
01:00 Welche Trends und Innovationen gibt es, die diese Branche unmittelbar betreffen, wie man es so nennen möchte? Kurz bevor wir einsteigen, zuletzt habe ich immer mehr Feedback und Fragen zum Podcast bekommen. Super, super klasse. Das freut mich total. Immer her damit. Wenn ihr Kontakt aufnehmen möchtet, besucht meine Website tim-klötzing.de oder meldet mir einfach unter klick at tim-klötzing.de. So, ein allgemeiner Teil. So, mein Eindruck vom Rundgang auf der Messe. Echt Wahnsinn. Welche Anbieter und welche Lösungen es inzwischen im digitalen Marketing gibt. Das ist wirklich irrsinnig und ohne da jemandem zu nahe treten zu wollen. Scheinbar gibt es da für das einen oder für die ein und dieselben Probleme und Anforderungen inzwischen x Lösungen. Von namhaften Brands mit ganz viel Shishi, aber auch tolle Lösungen, ganz klar. Viel mittelgroßen Firmen und noch mehr Startups. Immer leicht anderes Wording, ein bisschen anderes Branding, unterschiedliche Cases. So gesehen ist es quasi schon fast einfach, sich zu orientieren, aber gleichzeitig total schlecht zu überschauen, was das Richtige für einen selber ist, wenn man
02:24 nach einer Lösung sucht. Herausragend ist wie bei allen großen Messen sind die großen Player, die da sind. Große Stände, total aufwendig, Giveaways ohne Ende, lockere Getränke, freundliche Standpartys, die da schon, ja schon echt fett sind. So würde ich das jetzt im Ruhrgebiet mal so formulieren. Für die Automobilbranche Spezielles für die Branche war eigentlich nicht da. Hängt vermutlich aber auch damit zusammen, dass die Branche in weiten Teilen einfach nicht so weit ist und an solchen Messen maximal als Gast vielleicht teilnimmt und ja, Wissen zieht. Was ich da gar nicht so wahrnehmen konnte war, was da für ein Autohandelsbereich war. Also ist mir nichts aufgefallen. Wer da war, in der Tat war mobile.de beziehungsweise Ebay. Toller Stand, schick anzusehen, kompetentes Personal. Wir haben da einige Gespräche geführt und interessante Notiz am Rande.
03:36 Genau an diesem Tag hat mobile.de in der Mobile App ein AR-Projekt gelauncht, was man am Stand testen konnte. Das war schon ganz nice, wobei man natürlich sagen muss, AR, Argumented Reality, ist so gesehen nichts Neues. Was aber interessant war, dass es als Werbemittel ohne eine extra App in der mobile.de App auf der Startseite integriert war, das war schon ganz abgefahren. Also wenn man selber testen möchte, mobile.de App aufrufen, da gibt es einen Button auf der aktuellen Opel-Werbung mit AR, Argumented Reality, draufklicken und dann muss man mal ein bisschen das Handy bewegen und schauen und da hat man auf einmal ein Auto im Raum. Das war schon schön zu sehen. Muss man immer fragen, welchen Sinn macht es, welchen Sinn macht es nicht. Ich denke schon, dass es ein ein bisschen aussehenerregen wird. AR ist ein komplexes Thema, also in der Komplexität der Umsetzung schon schwierig und da es auf der Startseite bisher nur eingebunden wird. Die Startseite ist natürlich immer das Hauptportal, hat eine riesen Reichweite. Dementsprechend ist das alles teuer und von daher wird das weniger ein Handelsthema als vielmehr ein Hersteller beziehungsweise Markenthema sein. Aber dennoch interessant, was sich da so entwickelt. Was
05:06 mir sonst noch aufgefallen ist und was echt fast in jedem Seminar im Intro oder im Abspann sogar kam und an jedem Stand stand es auch, wir suchen Mitarbeiter. Wer jemand kennt, der jemand kennt, soll doch bitte am besten Visitenkarte da lassen. Da wird wirklich um die Talente, sie nannten es da War of Talents. Wahnsinn. Und welchen Aufwand und was da alles für Niveau gesucht wird an Personal. Das war schon eindrucksvoll. Ich stehe ja da auch so ein bisschen auf der Agenturseite. Mein Eindruck war irgendwann, da muss ich die Autobranche schon strecken, um wirklich gute Online-Marketer für sich gewinnen zu wollen. Das, da wird man sich die Leute teilen müssen. Und jetzt mit ein paar Tagen Abstand, wo ich das Revue passieren lasse, wird das wirklich ein Problem. Die Marketingbranche selber sucht wie wild nach Online-Spezialisten, um ja selber Schritt zu halten und die Digitalisierung mitzugehen und die Diversifizierung der Kanäle, die da stattfindet. Ja, das müssen wir Agenturen ja auch sicherstellen und leisten, dass wir auch nicht nur nach hinten arbeiten, nur nach vorne arbeiten und Trends aufspüren und das umsetzen können und das an die Kunden weitergeben und ja unsere
06:31 Kunden ja auch halten und entwickeln müssen. Gleichzeitig nehmen wir aber natürlich den Trend wahr, Marketing zu Inhausen. Sprich, viele Kunden oder Kunden suchen, Kunden möchten dieses Marketing-Know-how im eigenen Betrieb ansiedeln. Und ja, das kollidiert natürlich in gewisser Weise und das wird eine spannende Zeit, meine Meinung und es ist schwer abzusehen, was da rauskommt und vor allem was besser ist. Aus zwei Seminaren möchte ich aber Konkretes mit euch teilen, weil das waren wirklich sehr interessante Seminare. Es gab, ich habe da viele Seminare mir rausgesucht und habe dann echt so geschaut, Mensch, was bringt mir so was für mich und für die Branche vielleicht, wenn man so möchte. Da gab es hunderte, glaube ich, von Seminaren und
07:36 von allem etwas, um da jetzt mal so nicht zu tief einzugehen, dass möglicherweise das Programm vorzulesen. Ich war auf jeden Fall in einem Seminar vom BVDW, vom Bundesverband der digitalen Wirtschaft und die haben den FOMA Trend Report 2019 vorgestellt. Das ist von der Fachgruppe der Online-Media-Agenturen und das haben die zusammen durchgeführt mit einer anderen Organisation. Zweite Organisation der Medienagenturen in Deutschland. Das ist eine Befragung, die ist auch wirklich erst aus August 2019 ganz aktuell. Da wurden 45 Vertreter befragt zu deren Meinung, die in sich, diese 45 Vertreter, 90 Prozent des Media-Volumens in Deutschland repräsentieren.
08:26 Sprich, schon sehr, sehr umfassend. Das wird zwar seit 2017, gibt es diese Befragung und da kann man so in diesem Jahr schon so die ersten historischen Entwicklungen und Trends erkennen. Sehr spannende Geschichte und da habe ich ein paar Learnings mitgebracht, die wollte ich mal so teilen. Nachfrage, also fangen wir mal an so mit so einer Fragestellung. Das sind durchaus einige. Ich versuche das auch nicht zu detailliert zu machen. Aber das fand ich schon spannend, was ich da rausgesucht habe. Und zwar die Nachfrage nach digitaler Werbung. Bleibt die so? Wächst die? Welche Potenziale hat die? Und da war ganz klar, digitale Werbung, also fast, was haben wir hier, 50, 90 Prozent sagen eher stark nachgefragt oder sehr stark nachgefragt.
09:19 Sprich, die Kunden wollen stärker in die digitale Werbung gehen und die Frage, so in die Zukunft auch gesehen, gibt es noch Potenziale? Und da sagen mehr als die Hälfte, 55 Prozent, wenn man noch alle anderen Cases aufmacht, fast 70 Prozent. Das ist ein Riesenmarkt, da gibt es ganz große Potenziale. Dann eine ganz interessante Geschichte und zwar die Komplexität. Das, was wir auch im täglichen Jahr arbeiten mit unseren Kunden erteilen. Es gibt so viele Kanäle, es wird immer komplexer. Und das nimmt im Moment in der Tat auch weiter zu. 70 Prozent sagen, das ist echt eine große bis sehr große Herausforderung, die Komplexität schon für uns zu bewältigen.
10:09 Ja, wenn es schon so komplex ist, gehen die Themenfelder auf. Da kommen wir zu dem Buzzword, was ich vorhin schon genannt hatte, War of Talents. Wie ist der Fachkräftemangel im Agenturumfeld? Und da sagen 89 Prozent der Befragten, dass das eine große bis sehr große Herausforderung ist für uns Agenturen schon. Und da würde ich auch schon sagen, dass die Autobranche in dem Kontext da möglicherweise noch ein bisschen weiter hinten ansteht, wenn die ganze Digitalbranche schon so stark das Problem erkennt oder erkannt hat und da so hinterher ist. Ein weiteres Thema ist die DSGVO-Problematik, Privacy-Themen. Und da sagen auch, das ist nach wie vor ein großes Thema und damit müssen wir uns befassen.
11:09 Das ist echt eine Herausforderung. Von 2018, wo es ja eingeführt wurde, die EU-Privacy, da waren es noch mehr Prozent, aber immer noch in diesem Jahr sagen die Hälfte aller Befragten. Das ist immer noch ein großes Thema. Umgehen mit den Cookies, mit den Cookie-Verboten, die man nicht nutzen darf. Das ist weiter eine echte Herausforderung. Dann ist definitiv erkannt, wir müssen sicherstellen, dass im digitalen Marketing die Qualität stimmt. Und da wurde halt gefragt, was ist da die große Herausforderung? Und da ist die Qualitätssicherung mit immer noch 64 Prozent eine große bis sehr große Herausforderung, wo alle gefragt sind, dass wir das im digitalen Marketing auch richtig gut machen und auch eine gewisse Transparenz haben.
12:03 Dann eine Fragestellung, die hätte man fast gar nicht machen müssen, meiner persönlichen Meinung nach. Wie ist denn die gefühlte Dominanz der GAFAs? Google, Apple, Facebook und andere, die da eine Rolle spielen. Und das ist nach wie vor eine richtig große Herausforderung, weil auch die Hälfte der Media-Agentur-Vertreter sagt, Ja Mensch, das ist echt, wir müssen schauen, wie wir mit dieser Dominanz da umgehen, weil die ihren Werbemarkt so ein bisschen separieren und wir die buchen können, aber schon auf die angewiesen sind, weil die einfach die Reichweite haben. Ein Thema, was sich ein bisschen komisch anhört und zwar Automatisierung, Automatisierung, ob die Werbeagenturen oder die Online-Agenturen bedroht.
12:50 Und da sagen ganz viele, nee, das tut es nicht. Das deckt sich auch so ein bisschen mit dem Blick auf die Dinge, die ich so habe, weil ja, es wird digitaler, es wird komplexer, es wird schneller. KIs lernen dazu und unterstützen dabei, aber die machen noch nicht die kreativen Prozesse. Die führen aus, das was wir Kreative uns ausdenken. Es gibt auch schon erste Tests mit dem, glaube ich, Nissan-Werbespot, wo eine KI mit unfassbar vielen Daten historisch gefüttert wurde, worauf Wert gelegt wird in Werbespots. Und dann hat die einen Werbespot geschrieben, aber der ist auch nicht toller als alle anderen. Und da sind einfach Kreative, sprich der Mensch gefragt, mit dem Wissen und Kreativität die Kampagnen zu entwickeln und dann mit KIs und Automatisierung das zu unterstützen und weiter rauszuarbeiten.
13:44 Dann haben wir auch eine, die Folie heißt schon wirklich, was sind denn die Herausforderungen bei, was ist der Herausforderungsspitzenreiter? Da sind zwei Sachen interessant und zwar die Verbindung und die komplexe Integration von Online und, siehe da, Offline-Maßnahmen. Das ist ja auch immer, man spricht immer so, ja, wir müssen offline, wir machen Print und da sind wir auch deutlich hinterher. Und dann gibt es die Online-Welt, aber wir müssen uns ja auch versuchen damit zu beschäftigen, wie kommt das eine mit dem anderen in Berührung und wie zahlt das eine auf das andere ein? Und wenn wir schon bei Einzahlen sind, sagt auch eine überwältigende Mehrheit, dass die Messbarkeit, was wir da machen, halt echt eine Herausforderung ist, das zu transferieren, dass das Marketing, das digitale Marketing messbar wird.
14:41 Bei Google, ja, da machen wir Kost per Klick, dann, manche reden dann schon, der Klick ist ein Lied und der kommt dann irgendwo auf der Website an und also das ist immer noch ein schwieriges Thema und eine Herausforderung, das, ja, den Werbetreibenden zu erklären und selber auch das aufzuklären und besser messbar zu machen. Dann wurde gefragt, was sind denn die Top-Antreiber im Digital-Marketing für 2020 und da gibt es verschiedene Disziplinen, wie, ich sag mal in Kürze, das, was bei Google läuft, also im Search oder im Display, sprich Bannerwerbung, Social Media, verschiedene Sachen, die aber alle digital gelagert sind. Und da möchte ich nur zwei rausnehmen, die wirklich absolute Ausreißer sind und das eine ist Digital Audio, sprich alles, was wir im digitalen Bereich machen können, aber halt über den Kanal Audio.
15:43 Also digitale Werbespots, Werbespots, die wir nicht mehr im, ich sag mal, normalen Radio schalten, sondern wirklich in Online-Radios, auch mit den ganzen Tracking-Möglichkeiten, die man da hat, springt hier in der Meinung, wie wird sich das verändern? Also von 2018 auf 2019 sagten das im Digital Audio 8 Prozent, das ist schon nicht schlecht und jetzt sagen von 2019 auf 2020, sagen 21 Prozent, dass sich das wirklich stark verändern wird. Der zweite musste ich auch erst so ein bisschen überlegen, weil wir da bisher noch mit der Agentur noch nicht so ganz viel Berührungspunkte gehabt haben, das aber schon gemacht haben und zwar Addressable TV, sprich wir machen Bannerwerbung, stellen die bereit, weiß nicht, der ProSieben Media Group oder so und die spielen das wirklich auf den IP-TVs auf, die Kabelanschlüsse haben, wo wir identifizieren können, wo spielen wir das hin?
16:41 Und da ist die Veränderung letztes auf dieses Jahr 17 Prozent gewesen, schon nicht wenig, aber im nächsten Jahr, die Veränderung sagen 20 Prozent und da haben wir jetzt zwei Kanäle, wo wir schon in einer Veränderung, wo wir sagen, hey Mensch, das ist wirklich, da müssen wir nicht aufpassen, aber da legen wir ein besonderes Merkmal drauf, zwei Kanäle 40 Prozent, wow, das ist schon allerhand. Dann war eine Fragestellung, Programmatic Advertising, ob sich das durchsetzt. Programmatic ist halt ein anderer Weg, Werbung zu platzieren über Plattformen, wo man auf Restwerbeflächen bietet und eine irrsinnige Reichweite erreichen kann, weil man auf Interessen und Interessen der Nutzer filtern kann.
17:30 Man kann gewisse Websites einstellen, wo das Interest genau das ist, was meine Zielgruppe sucht. Man kann nach wie vor auch auf Cookie-Daten, die noch zur Führung stehen, die Nutzerinteressen. Und das ist wirklich erstaunlich, dass da auch durch die DSGVO kein Dämpfer kam und nach wie vor wirklich ein großes Wachstum. 2019, 2018 haben sich, haben 35 Prozent der Vertreter gesagt, ja hey, das wird sich durchsetzen. 2019 sagen es 43 Prozent, dann haben die mal gefragt, wie sieht es denn so 2022 aus, ein etwas größerer Zeitraum. Und da sagen 57 Prozent, Programmatic Advertising setzt sich durch, hat sich durchgesetzt gegenüber der normalen Direktbuchung.
18:19 Da, das riss ein bisschen aus der Präsentation raus, aber fand ich ihn ganz interessant. Da wurde gefragt, gespaltenes Verhältnis zur Werbung, das, wie, da waren so drei Fragen. Merken Sie als Vertreter Anzeichen von Werbeverdruss auf der Empfängerseite? Da sagen 77 Prozent, ja, stimme ich zu. 77 Prozent haben nicht so recht Lust auf den Konsum von Werbung, wenn man so möchte, im digitalen Bereich. Und dann wurde auf der anderen Seite gefragt, so Mensch, ihr Werbetreibenden, bezahlt ihr lieber für Werbung? Und da sagen 70 Prozent, ja. Das ist auch echt Wahnsinn. Eine andere Frage, die dritte Frage noch, wird personalisierte Werbung eher als aufdringlich, als maßgeschneidt empfunden?
19:08 Und da war das nicht eindeutig. Da sagen 45 Prozent, nee, das empfinde ich nicht als aufdringlich. Und 48 Prozent sagen, doch, empfinde ich als aufdringlich. Also die Prozente sind schon nah aneinander. Und das ist ja, wenn man sich umschaut oder im Freundeskreis sich mal umhört bei Nicht-Marketern, auch echt ganz unterschiedlich. Ich selber sage immer gerne, ja, wenn ich im Internet oder so unterwegs bin oder Fernseh schaue und da noch ein Werbeblock kommt oder mich was erreicht, dann hätte ich das schon lieber, dass das vielleicht eine Automobilwerbung ist in meinem Fall, als jetzt, weiß nicht, eine Werbung für einen Damenduft, weil das einfach nicht für mich relevant ist. Da kann ich mir Zeit sparen. Aber das ist 45 zu 48 Prozent halt dann auch Geschmackssache.
19:55 Dann wurde gefragt, stimme ich zu, stimme ich nicht zu, Alexa und Co. auf dem Vormarsch. Nach wie vor glauben, dass knapp 60 Prozent, dass Alexa und Co. sich in drei bis fünf Jahren in der breiten Masse etabliert haben werden. Und 45 Prozent oder 55 Prozent glauben sogar, dass es keine Seltenheit wird, dass wir in der Zukunft, in der nahen Zukunft nicht mehr selber im Restaurant anrufen und einen Tisch buchen werden, sondern das bequem zu Hause sagen, unserem Assistenten aufgeben, bitte reservieren wir dann und dann, da und da einen Tisch und dann reden wir gar nicht mehr selber mit dem Restaurant. Spannend. Hier ist noch ein anderes Thema integriert worden, weil es in den letzten Jahren relativ groß war und zwar das Thema Virtual Reality und Argumented Reality über VR-Brillen, Brillen, Brillen, klar.
20:47 Da glauben nur noch, also, dass das auf dem Vormarsch ist, da stimmen inzwischen 61 Prozent nicht mehr zu und 34 Prozent stimmen dem noch zu. Das ist in der Tat ein interessanter Shift, den ich so nicht erwartet hätte. Dann noch ein Learning, was ich selber interessant fand, weil ich ja auch schon nicht mehr 20 Jahre alt bin und mit dem Thema Video on Demand quasi groß geworden bin. Aber das sind Wahnsinnszahlen, wird Video on Demand zum Standard? Sprich, es wird nur noch, es werden Filme nur noch oder Serien nur noch konsumiert, wenn ich will. Und da sagen, das wird in drei Jahren oder noch früher passieren, das sagen 23 Prozent. Dann andere, nächste Zeitslots sind drei bis fünf Jahre, das sagen 36 Prozent.
21:35 In fünf bis zehn Jahren 32 Prozent. Und rechnet man das mal jetzt nur in fünf Jahren aus, jeder Zweite, für den ist klar, wenn ich was gucken möchte, dann gucke ich das. Und zwar dann, wann ich möchte und wahrscheinlich auch ohne Unterbrechung und über den Kanal, den ich möchte. Schon für das normale TV und Werbetreibende im normalen TV schon ein Wahnsinns-Shift. Dann war ich noch in einem anderen Seminar, um jetzt das mal zu beenden hier mit den vielen Zahlen. Ich hoffe, das war einigermaßen verständlich. Ich war noch beim Seminar von der Deutschen Post und da ist natürlich, kann man natürlich erst mal wunderbar die Frage stellen, was macht die Deutsche Post auf einer Digitalmesse? Ist auch irgendwo richtig, wenn man es so historisch sieht, aber die schlafen nicht.
22:23 Absolut nicht. Also die haben da in den letzten Jahren an Lösungen gearbeitet, die natürlich echt sehr aufwendig sind. Die haben natürlich eine immense Erfahrung über die Menschen in Deutschland. Die Postboten, die kennen quasi jede Haustür und wissen ganz genau, was da möglich ist. Und jeder, der sich ein bisschen mit Marketing beschäftigt, weiß auch, was man, ich sag mal, im klassischen Mailing- und Verteilbereich mit der Deutschen Post da schon so filtern kann. Was die Deutsche Post, ich nehme jetzt mal eine Lösung raus, die da vorgestellt wurde, die nennt sich Concentric. Und da geht es darum, das klassische Print mit den Online-Medien zu verbinden. Und das ist schon wirklich eine Neuerung, dass man sagt, im Online-Bereich möchten wir gewisse Aktionen auf den Websites von Werbetreibenden als Trigger nutzen und dann klassisch diese Nutzer im Print ansprechen.
23:20 Die Details würden den Podcast jetzt sprengen, das lasse ich mal so. Aber so viel mit dem Tool kann man DSGVO, also datenschutzkonform, Website-Besucher identifizieren und nach einem Besuch der Website mittels Print-on-Demand ein Mailing zukommen lassen, in dem auch die passenden Angebote oder Themen sind. Das geht je nach Umsetzung, teils sogar volladressiert oder auf Mikrozellenbasis, was heißt, ich mache es nur teiladressiert, aber die Teiladressierung geht runter bis auf sechs Haushalte genau. Das ist schon spitz und ich werde das Thema definitiv im Auge behalten, weil ich weiß, dass gutes Print-Marketing weiterhin Sinn macht und wenn das so aufgeladen ist, echt eine Erweiterung.
24:11 Jetzt muss man schauen, solche neuen Lösungen haben ihren Preis und haben auch noch gewisse Hemmschwellen. Da muss man einfach mal schauen, wie man das jetzt auch speziell für den Autohandel anwenden kann. Von den Seminaren ist es das erstmal. Ich habe aber noch so eine Frage hier mir notiert, was ist mir sonst noch aufgefallen? In den Seminaren mit den vielen Kennzahlen vom BVDW war das Thema Digital Audio Marketing als der sich am stärksten entwickelnde Kanal identifiziert. Dem folge ich auch. Ich persönlich finde das Thema irrsinnig spannend und bin seit einem dreiviertel Jahr auch echt den, ich sage mal, Entwicklungen auf der Spur und verfolge das ganz aufmerksam.
24:56 Wenn man aber da auf der, ich empfand das im Messebereich als eigentlich dafür unterrepräsentiert. Also da waren kaum echte Lösungen dafür. Das war nicht so stark ausgeprägt. Das war so ein gewisser Bruch, den ich da so wahrgenommen habe. Das wird wahrscheinlich, letztes Jahr war es mehr, habe ich gehört, von einigen Kontakten, die ich da getroffen habe. Nächstes Jahr wird es wahrscheinlich auch wieder viel stärker da sein. Das Thema Pogomatic Advertising im Display-Bereich und Online-Radio, das ist voll da. Das wird noch stärker werden und das muss man drauf haben. Beziehungsweise als Kunde sollte man sich damit oder als Werbetreibender, sollte man sich damit befassen oder mindestens einen Partner haben, der es drauf hat.
25:41 Weil dieses mächtige Tool mit all seinen Targeting-Möglichkeiten und, wenn man es geschickt auch einsetzt, günstigen Preisen gegenüber einer Direktbuchung, das sollte man nicht anderen überlassen. Und auch wenn das vielleicht der ein oder andere Marken- oder Herstellervertreter nicht gerne hört, die Marken und Hersteller, die machen das auch schon seit Jahren. Die geben das aber quasi nicht eins zu eins so an den Handel weiter als Tool, weil es halt auch schon echt komplex ist und viele darüber gefragt sind. Aber das angucken, mitmachen. Für unseren Teil kann ich nur sagen als Agentur, wir setzen seit über zweieinhalb Jahren auf diese programmatischen Wege, Werbung zu schalten im digitalen Bereich und führen auch kaum noch einzelne Direktbuchungen durch.
26:30 Und das ist einfach gut. Wir haben da gute Kennzahlen, gute Reichweiten, angemessene Preise und das ist eine gute Sache. Thema Podcasting. Ja, wir hören hier einen Podcast. Ich mache gerade einen Podcast. Wir sind also voll dabei und kennen uns wahrscheinlich so ein bisschen aus alle. Ich habe mich mit dem Ökosystem rund um den Podcast gar nicht wirklich befasst, sondern eigentlich nur damit, ich möchte einen Podcast machen, weil ich es spannend finde und auch für die Branche geil finde. Und wie mache ich ihn? Da habe ich ein paar Gespräche geführt und hatte da mich hauptsächlich mit der Technik. Wie nehme ich es auf? Wie mache ich das letztendlich und wie bearbeite ich das und wie publiziere ich das? Auf der Demexco war in der Tat ein Seminar zu dem Thema. Da dachte ich mir, Mensch krass, da muss ich mal reingucken.
27:17 Und da muss ich auch sagen, ja krass, was sich da in diesem Kosmos entwickelt. Da gibt es große Formate und wo Big Player wie Spotify halt draufgehen, die exklusiv einkaufen und da richtig Sponsoring machen. Das gibt es nur bei Spotify und da wird mit Sicherheit der ein oder andere Euro auch fließen an die Macher. Aber sei es drum, seid Sponsoring. In dem Seminar wurde aber auch so rausgearbeitet, dass es auch ganz viele kleine Formate gibt und da auch eine irrsinnige Wertschätzung inzwischen herrscht. Und wo kleine Formate, die sich Mühe geben, die eine enge Zielgruppe haben, echt wahrgenommen werden. Und da geht es auch um Qualität der Aufnahmen und ist das geskriptet oder nicht. Riesenfeld. Da gibt es Produktionsagenturen, die haben auch an dem Panel teilgenommen.
28:06 Für Corporate Podcasts, wo Companies quasi Themen vorgeben und dann wird komplett produziert und aufgenommen und vertrieben, gemacht und getan. Ich persönlich fand das so ein bisschen strange, weil meine Meinung ist, es geht dabei darum, authentisch zu bleiben. Wenn ich das für mich mache, dann mache ich das, weil ich da Bock drauf habe, weil ich darüber reden möchte und einfach das mal raushau und vielleicht das andere auch interessant finden. Und wenn ich das als Company machen würde, würde ich über mich reden. Und das ist Authentizität mein Lieblingswort. Da habe ich noch, muss ich gerade in meinen Notizen, stolper ich noch über ein schönes Buzzword, was man beim Buzzword Bingo auch mal nutzen kann. Laberpostcasts.
28:52 Was es nicht alles gibt. Ein bis zwei Personen reden einfach. Kein Skript, kein großes Ziel. Ja, kann man mal machen. Wenn es gehört wird, ist ja auch alles gut. Ist jetzt nicht so meins. Also ich finde das schon, wenn man da so ein Thema verfolgt. Also ich finde es ein bisschen zielgerichter, ein bisschen besser. Ist auch eine super Überleitung. Laber, Podcast. Ich habe jetzt eigentlich genug gelabert für heute und hoffe, dass ich da meine Gedanken von dem Max Co. im Kontext der Autobranche so ein bisschen mit euch teilen konnte, ohne euch zu langweilen. Und demnächst müsste er mich nicht nochmal alleine ertragen. Dann habe ich nämlich wieder einen spannenden Gast. Der steht quasi schon auf der Pole Position.
29:38 Da geht es nämlich auch unter anderem wieder wie zuletzt sportlich zur Sache. Und der letzte Podcast-Gast war bei Veröffentlichungen, nämlich in China. Und da hat der IDR von VW nämlich den nächsten Rekord abgeräumt. Ja, wenn ihr Feedback oder Fragen noch habt zum Podcast, also ich habe mich echt gefreut, was in letzter Zeit da so zurückkam und dass da schon eine gewisse Aufmerksamkeit herrscht. Kommt auf meiner Website vorbei, ruft mich an, wenn irgendwas ist oder Fragen sind. Oder mailt mir, tick at tim-klötzing.de. Ich bin da und werde auch weitermachen. Von daher wärt er mich auch nicht los. Also ich meine, liegt ja an euch. Könnt ihr ja abwählen oder weiterempfehlen. Ich freue mich. Vielen Dank und bis dahin.
30:25 Macht's gut und wir hören und sehen uns.
