Benzingespräche · Folge 82 · · 31 Min
Philipp Sayler von Amende, CEO und Co-Founder von Carwow

Kernaussagen
- Auto Shanghai ist die größte Automesse der Welt.
- Chinesische Marken zeigen eigenständige Designs und Technologien.
- Starker Fokus auf Elektromobilität und Komfort.
- Viele chinesische Hersteller planen die Internationalisierung.
- China ist ein bedeutender Akteur in der globalen Automobilindustrie.
Worum es geht
Auto Shanghai 2023 - Die wichtigste Automesse der Welt? Sollten deutsche (oder westliche) Autobauer Sorge haben, was da in naher Zukunft aus Asien / China auf Sie zukommt? Philipp sagt klar: ja. So antwortet Philipp Sayler von Amende spontan auf meine Frage. Wie kommt er darauf? Nun, Philipp ist gerade zurück von der noch laufenden "Auto Shanghai 2023", einer der internationalen Leitmessen im Automobilbereich. Im Grunde waren dort absolut alle Marken vertreten und zeigten, wohin die Reise geht. Wichtig dabei zu verstehen: Dort sind locker jenseits der 25 (!) und mehr chinesischen Marken vertreten. Welche Fortschritte und Trends gibt es bei EVs (reinen Elektrofahrzeugen), autonomen Fahren, Design, Qualität, Komfort und Entertainment? Philipp gibt einen Überblick und ordnet ein. Und was bedeutet das alles für den deutschen und europäischen Markt? Eine Menge. Also: Reinhören! Links: Philipp Sayler von Amende auf LinkedIn: www.linkedin.com/in/philipp-sayler-von-amende-5baa502/ Unterstützt durch: e-mobilio: führender Partner für 360° Elektromobilität. Gemeinsam mit dem Autohandel, Flottenbetreibern und Versicherungen ebnen wir den Weg in die E-Mobilität. www.e-mobilio.de
Zusammenfassung
In der neuesten Folge von ‚Benzingespräche‘ begrüßt Tim Klötzing Philipp Seiler von CarWow, um über die jüngsten Entwicklungen auf der Auto Shanghai 2023 zu sprechen. Diese Messe hat sich als eine der bedeutendsten Veranstaltungen der Automobilbranche etabliert und bietet einen faszinierenden Einblick in die Trends und Innovationen, die aus China kommen.
Die Bedeutung der Auto Shanghai
Philipp Seiler beschreibt die Auto Shanghai als die derzeit größte und bedeutendste Automesse weltweit. Im Vergleich zu traditionellen Messen wie der IAA in Frankfurt hat sich Shanghai als Zentrum für Innovation und Wachstum in der Automobilindustrie etabliert. Besonders nach den pandemiebedingten Einschränkungen der letzten Jahre war die Messe ein wichtiger Treffpunkt für Brancheninsider.
Chinas Automobilmarkt im Fokus
Ein zentrales Thema der Messe war die beeindruckende Anzahl neuer chinesischer Automarken. Während westliche Marken wie VW und Mercedes ebenfalls vertreten waren, stachen die chinesischen Hersteller durch ihre Vielzahl und Vielfalt hervor. Marken wie BYD, Nio und Xpeng zeigen, dass China nicht mehr nur als Kopist westlicher Modelle wahrgenommen wird, sondern als Innovator mit eigenständigen Designs und Technologien.
Technologische Innovationen
Ein weiterer Schwerpunkt der Messe lag auf technologischen Innovationen, insbesondere im Bereich der Elektromobilität. Chinesische Hersteller setzen verstärkt auf Elektrofahrzeuge und bieten Modelle mit beeindruckender Ausstattung, die den Komfort und das Fahrerlebnis revolutionieren. Von großen Bildschirmen bis hin zu umfassenden Entertainment-Systemen – die Fahrzeuge sind auf den modernen Nutzer ausgerichtet.
Internationalisierung und Zukunftsaussichten
Viele chinesische Hersteller verfolgen ehrgeizige Internationalisierungspläne. Die Messe verdeutlichte, dass Marken wie MG und Polestar bereits erfolgreich in Europa Fuß gefasst haben und weitere Marken folgen werden. Die Zukunft der Automobilindustrie scheint stark von chinesischen Innovationen geprägt zu sein, insbesondere im Bereich der Elektromobilität.
Fazit
Die Auto Shanghai 2023 hat gezeigt, dass China eine führende Rolle in der globalen Automobilindustrie einnimmt. Mit einem starken Fokus auf Elektromobilität, innovativem Design und einer Vielzahl neuer Marken stellt China eine ernstzunehmende Konkurrenz für etablierte westliche Hersteller dar. Die Messe bot einen faszinierenden Ausblick auf die Zukunft der Mobilität und die Rolle Chinas darin.
Links aus der Folge
Gespräch als Text
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00:00 Benzingespräche. Der Branchen- und Personality-Talk der deutschen Automobilwirtschaft. Der Podcast für und mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind, erzählt zu werden. Es geht um neue und verschiedene Blickwinkel auf die Autobranche und persönliche Meinung zukünftiger Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, Content Creator und freier Automarketingberater. Bevor es nun losgeht, ein kurzer Boxenstopp bei meinem starken Partner Immobilio. Mit Immobilio erzielen Sie attraktive Zusatzerlöse und decken alle Aspekte der Elektromobilität umfassend ab. Egal ob passende Wallbox, der richtige Tarif, die maximale Förderung oder der CO2-Bonus. Perfekte Beratung dank des digitalen E-Kaufberaters. 350 Autohauspartner mit über 1500 Standorten nutzen diesen bereits. Wechseln Sie mit Immobilio auf die Überholspur.
01:18 Mehr Informationen unter www.e-mobilio.de Herzlich willkommen zurück bei den Benzingesprächen und heute mit so einer kleinen Sonderausgabe, weil quasi noch tagesaktuell. Erstmal zu Gast Philipp Sayler von Amende, CEO und Co-Founder von Kawau. Hi Philipp. Hi Tim. So, erste Frage. Noch Jetlag? Nee, hatte ich gar nicht. Ja, Profi. Okay. Sehr schön. Worum geht es heute in unserem Podcast? Konkret, du warst letzte Woche in Shanghai bei der Auto Shanghai. Für viele, weit weg im doppelten Sinne, ordne uns doch vielleicht als allererstes mal die Messe doch so ein bisschen international ein.
02:04 Ja, die Auto Shanghai. Im Endeffekt, wir kennen alle die Automessen noch von früher. Detroit, Frankfurt, Paris gibt es ja heute auch noch. Sind heute nicht mehr ganz so beliebt im Westen, würde ich sagen. Schauen wir aber in Richtung China, ist es heute, würde ich sagen, die bedeutendste Messe im Autobereich. Die größte auch, mit Abstand. Und das war für mich der Grund, einfach nach dem drei Jahre Lockdown in China auch mal wieder rüber zu fliegen. Okay. So, äh, verglichen mit einer IAA, ist das so die Größe oder ist das noch größer, die Messe? Ich, ich fand's, gefühlt war es nicht größer als früher Frankfurt, ne? In den guten Tagen.
02:52 Ewig gelaufen. Das Schöne ist, das Convention Center in Shanghai ist mega praktisch, also sternförmig angelegt. Deshalb hat man nicht das Gefühl, man läuft immer so weit. Ich habe aber gelesen, dass es mit Abstand die größte, was die Fläche und Ausstellung angeht, die größte Automesse der Welt ist. Hm, okay. Ja, springen wir mal rein in den Fragenkatalog, den ich mir ganz schnell mal zusammengebaut habe, weil es mich echt total interessiert, weil die Messe läuft noch in der Tat und du warst da und du bist ja auch echt ein Insider und kennst dich aus. Was sind denn deine Eindrücke? Welche Top-Trends gibt es da? Also ich denke, mit dem ersten Eindruck, den ich eigentlich mitgenommen habe, ist, wir kennen ja alle, so sagen wir mal, die gängigen westlichen Marken. Die waren ja auch alle dort vertreten. Was aber so mit Abstand herausgestochen ist, ist die brutale Anzahl an Marken und Modellen, die aus China kommen. Also nehmen wir einfach das, was wir so gewohnt sind bei unserem Kopf an Marken und nehmen wir das mal drei und dann haben wir noch China. Ja, und das ist einfach so, das, was am meisten rausgestochen ist, ist die schiere Größe oder Anzahl an Marken, die es gibt.
04:00 Ich habe einen starken Fokus auch darauf gelegt, habe mir weniger die VWs, Mercedes und Smarts angeschaut, sondern sehr viel mehr genau das. Was ist anders? Was sind die neuen Marken? Und da sind so ein paar Dinge sehr stark hervorgestochen. Das eine, wenn man vor drei oder fünf oder zehn Jahren in China war, dann waren das alles, ja, hat man das Gefühl so, ja, die kopieren eben den besten. Die Designs waren sehr bekannt, es sah aus wie Copycats. Heute, Auto Shanghai, keine einzige Copycat mehr. Das war so das Erste, was aufgefallen ist. Alle haben sehr frische, moderne Designs. Man könnte sagen, es sieht aus wie moderne Autos bei uns. Und das ist eine große Veränderung. Die andere Riesenveränderung gegenüber früher in China, ist, wenn man die Fahrzeuge reinsetzt, die Qualität hat enorm zugenommen. Eine enorm hohe Qualitätsanmutung, hochwertige Materialien, die sie verwenden. Und natürlich noch eins, großer Unterschied zu uns, ist, absoluter Fokus auf Entertainment. Also die Autos sind gefühlt voll mit Screens. Und wenn wir staunen über einen Tesla-Screen, wow, der ist ja groß, dann sage ich, ist so Mindeststandard, Mindestanforderung in China. Teilweise zwei, drei Screens. Teilweise in der, ich sage mal, Sonnenblende im Screen drin. Und also wirklich innovativ, weil alles ist darauf ausgelegt, die, ja, die
05:27 Passagiere zu, mitzunehmen und das Reisen so angenehm wie möglich zu machen. Und weiterer Trend für China spezifisch. Alle haben über autonomes Fahren gesprochen. Autonomes Fahren in China, was natürlich neues Ökosystem ist. Weniger relevant jetzt, was sie in den Westen bringen wollen, aber sehr, sehr wichtig in China. Und was haben wir noch? Final, ich glaube, was auch ganz klar wurde in China, ist, wie wichtig Komfort ist. Also es ist alles an den Passagieren ausgerichtet. Ich habe schon gesagt, im Infotainment kann man die Screens drehen. Man kann dann eben den Mittelscreen auch auf den Beifahrer drehen, dass er einen Film anschauen kann. Aber auch die Sitze haben eigentlich alle Massagefunktionen, alle Lüftung. Es sind sehr viel mehr darauf ausgelegt, dass man sich auch ausruhen kann im Auto, wenn man nicht fährt. Und das sind eigentlich so Dinge, die einfach anders sind vom User.
06:15 Geht das schon, wenn ich kurz unterbrechen darf, geht das schon so ein bisschen auch in die Denke, Service as a, nicht Software as a Service, sondern so diese Services on demand, die man dazu buchen kann, dass die Fahrzeuge wahrscheinlich voll ausgestattet daherkommen, Massagesitze und sowas, alles, wo man dann softwaretechnisch das zubuchen kann, weil es ist ja auch so ein, hört man bei Audi, schon, dass sie sowas vorbereiten und planen oder kommen diese Fahrzeuge einfach, ich sage mal fett ausgestattet schon daher in China. Und was ich mitbekommen habe, ist, die richten sich einfach am Kunden aus und der Kunde möchte das haben. Die denken nicht vom Business, kann ich damit Geld machen, sondern die denken eher, womit erfülle ich den Kundenwunsch. Ich glaube, das ist Umsetzung. Ja, es ist voll ausgestattet oder sagen sie, gewisse Dinge sind zubuchbar.
07:02 Ich glaube, das sind Details in der Umsetzung. Aber wichtig ist, sie sagen, wir bieten es alle an. Und wir haben im Endeffekt den maximalen Komfort, wir wollen es so angenehm wie möglich machen für die Passagiere. Okay. Wie viele Marken, China-Marken, China-Marken ist jetzt nicht das richtige Wort, aber asiatische Marken, wie viele Player kommen denn da auf uns zu? Du sagtest so, nimm mal hier die Marken, die du so kennst, mal drei. Ich kann mir das nicht vorstellen. Ja, ich meine, ich habe das mal so, ich habe es für mich mal versucht zu strukturieren, weil die letzten Wochen in der Vorbereitung habe ich schon, jede Woche kam eine neue Marke dazu und ich so, was machen die jetzt und sind die wirklich ernsthaft? Also das ist wirklich schwierig zu differenzieren. Daher habe ich für mich so drei Kategorien gebildet. Also eine sind so die traditionellen chinesischen Hersteller.
07:50 Ja, die klassischen, die, sagen wir, ja auch in den Joint Ventures mit den westlichen Marken kooperiert haben oder eigene Marken schon über die letzten 10, 20 Jahre aufgebaut haben. Da reden wir von BYD, Build Your Dream, BAIC, also Beijing Automotive, GAC, Cherry, Changan, Dongfeng, FAW, Great Wall, Cyc, Ceres, also ich zähle gerade nur auf, das sind ja schon ein Dutzend traditionelle Hersteller. So, die haben alle Internationalisierungspläne und auch das war ein großer, großer Trend in Shanghai. Alle haben über Internationalisierung gesprochen. Die zweite Gruppe für mich sind so die neuen chinesischen Player und vor allem, die in den letzten, ja, in den letzten Jahren erst geboren wurden und sehr stark aus, direkt aus dem EV-Segment, also aus dem Elektroauto-Segment rauskommen.
08:42 Das sind die chinesischen Startups, nenne ich sie jetzt mal, ja. Das ist ein Li-Auto. Li-Auto, der einzige, der momentan noch nicht internationalisieren möchte, wie ich es so wahrgenommen habe. Ein Link & Co., ein Hi-Fi, ein NIO, ein Xpeng, ein Zika, also auch da haben wir schon wieder fast zwei Hände voll an neun Marken, neun Player am Markt. Und dann gibt es noch eine dritte Kategorie und die ist für mich so diese, die versuchen eine relativ kleine, aber smarte Nische, die im Endeffekt Westen, also die westliche Marken mit chinesischen Herstellungen kombinieren. Das ist ein MG, die ja heute schon sehr erfolgreich auch in Europa verkaufen. Ein Polestar, ein Smart, die sagen, wir nutzen das Beste beider Welten. Wir nehmen eine westliche Marke und vertrauen damit auch in die Konsumenten und nutzen aber dann den Vorteil, günstig in China zu produzieren und an die Technologie zu kommen, weil ja über die letzten Jahrzehnte wirklich massiv in das Thema Elektromobilität, Batterien investiert wurde in China.
09:39 Und dann gibt es noch ein paar ganz crazy, ja, sagen wir mal so, es gibt doch so ein paar andere, die noch under the hood sind, die wir noch gar nicht kennen, Ein Beispiel Aito ist ein Auto, was von Huawei und Ceres in der Partnerschaft gebaut wird. Ich fand ja auch mega spannend, dass Huawei als eigentlich riesengroßer Telekom-Konzern auch ein Auto auf den Markt bringt, aber momentan nur in China verfügbar. Aber scheinbar überholen die noch ein mögliches Apple-Auto, Apple-Car, was ja irgendwie, man weiß es nicht, ne? Naja, sie haben schon zwei Autos auf der Straße in China, die sie verkaufen sehr erfolgreich und haben in der Pipeline. Und auch das war für mich ein absoluter Wow-Moment bei allen, mit denen ich gesprochen habe.
10:24 Wenn sie dann mal so die vertraulichen Folien aufmachen, was da an Produktportfolio in den nächsten zwei Jahren kommt, dann fällst du um. Okay, okay.
10:35 Alles primär im EV-Bereich oder gibt es noch Verbrennermodelle, neue? Gibt natürlich auch Verbrennermodelle. Ich meine, gerade, wie gesagt, diese traditionellen chinesischen Marken haben natürlich alle Verbrenner laufen. Wenn wir aber über, oder wenn sie über Internationalisierung sprechen, sprechen sie zu 90 Prozent über Elektromodelle. Okay, spielt da, also, oh, das ist eine Automesse, aber spielende E-Fuel sieht eine Rolle? Gar nicht bisher. Also habe ich nicht einmal gehört auf der Messe. Es ging hauptsächlich um das Thema Elektro und über das Thema Hybrid, die über Hybrid anders denken. Für die ist es Elektro mit Range Extender und nicht wie wir, die eigentlich von einem Verbrenner kommen und Elektro kombinieren. Dann die sagen, hey, wir bauen ein Elektro und wir kombinieren dann noch, verlängern die Range mit einem kleinen Motor, ähnlich wie es eigentlich BMW mit dem i3 damals gemacht hat, um die Batterie zu laden.
11:28 Aber ganz, ganz klarer Fokus auf Elektro, was die Zukunft ist und da kommt auch das krasse Wachstum in China gerade her. Okay, gibt es denn, also bei, wenn ich an Elektroautos denke, so ganz pauschal, dann fällt mir häufig eins auf, dass die Designsprache von vielen Elektroautos doch relativ ähnlich ist. Sei es einem CW-Wert geschuldet, sei es dem Lichtdesign, auch so ein bisschen schmale Lampen, so ein Lichtschlitz vorne und so. Bei so vielen neuen Fahrzeugen, bei so vielen neuen Marken, von denen du berichtet hast und dann von so, so vielen neuen Modellen. Was kommt denn da designtechnisch auf uns zu? Ich würde das gar nicht so verallgemeinern, eine ähnliche Designsprache. Also ich war eher überrascht, wie viele unterschiedliche Designsprachen ich gesehen habe.
12:14 Klar setzen viele, sagen wir mal, am Anfang auf eine große Limousine. Das ist aber eher dem geschuldet, dass das einer der großen Märkte noch in China ist. Sehr viel aber auch Crossover, Crossover SUV, große wie kleine. Selbst nehmen wir eine Marke wie Voya von Dongfang, die ja auch in dem Bereich Elektro jetzt in den Nordics startet. Mega spannend, weil die kommen eigentlich mit großen SUVs und mit selbst einem Minibus mit viel Luxus drin. Also man sieht eigentlich designmäßig alles und sehr frische, neue Designs, wie aber auch natürlich Designs, die inspiriert sind von Klassikern. Also ich würde gar nicht sagen, dass man da das eine oder andere oder sehr ähnlich ist, sondern dass wir eine sehr, sehr bunte Mischung auch kriegen.
13:03 Wie ist das Gegenteil vom großen SUV, Kleinstwagen? Kommt da auch ein bisschen mehr Bewegung ins Spiel? Weil das ist ja von vielen so, hey, Städte, Kleinwagen, Elektromobilität, Widerspruch. Ja, nein, vielleicht, kommt es mal. Ich glaube, das war eine der größten Fragen, die die Chinesen an mich hatten. Was ist denn das Segment, mit dem wir kommen sollen? Weil die alle groß denken. In China leben meistens zwei, wenn nicht sogar drei Generationen zusammen in einem Haushalt. Deshalb denken die große SUVs, denken die große Limousinen, um eben die Familie mitzunehmen. Was aber spannend ist, wenn man sich die Verkaufszahlen auch anschaut, wirklich Mini-Autos, also wirklich so, sagen wir mal, alter Smart 4-2, haben brutal hohe Absatzzahlen im Elektro-Bereich. Da gibt es auch ein, zwei Player.
13:50 Ich glaube, es ist momentan gerade so die Findungsphase, mit was sie kommen und wie sie auch den europäischen Markt verstehen lernen. Ich denke aber, der Markteintritt findet bei den meisten eben eher von oben statt. Also eher mal erst mit einem SUV zuerst zu kommen oder mit einer großen Limousine oder einem Crossover ist sehr beliebt. Und ich meine, wir haben es gehört, NIO hat ja dann auch announced, oh, wir haben gelernt, vor Europa brauchen wir auch ein kleineres Auto. Aber auch da sind wir wieder bei den Chinesen, die sind einfach schnell. Die merken, wir brauchen eins und heißt, okay, wir entwickeln eins. Gar kein Problem. Dann haben wir eben in zwei Jahren ein kleineres Auto. Und das ist eigentlich so diese Geschwindigkeit, in denen Dinge in China passieren, ist auch faszinierend. Ich hatte zuletzt das Glück, den Wolfgang Ufer, CEO Smart Deutschland, zu interviewen. Und die sind ja auch, ich sage mal so, Entwicklungen, also Design und Co. Deutschland, Gili da unten, die Technologie und Co.
14:43 Und der sagte auch, die Irrsinnige, also eine Offenheit in der Produktion und die Geschwindigkeit, was da passiert, sei enorm. Kann man das irgendwie in Worte fasst, kann man das irgendwie beschreiben oder erstaunen als Europäer? Ich glaube, wir Europäer, wir gehen ja alle, oh, lass uns mal über vier Tage Woche nachdenken und nur noch 30 Stunden die Woche arbeiten. Und ich glaube, das ist ein Kontrastprogramm in China, lachen alle drüber inzwischen, 996. Du arbeitest von neun bis neun sechs Tage die Woche. Es ist Standard, also es ist einfach ein ganz anderer Drive dort, viel zu arbeiten und viel zu erreichen. Also es ist ein ganz anderer Wille dort, erfolgreich zu sein, vorne zu kommen. Ich glaube, das ist eins, was schon eigentlich verbildlicht, was für Ambitionen dahinter sind.
15:34 Die arbeiten wahnsinnig hart und sind sehr, sehr flexibel. Die sagen, wir passen halt an. Wir gucken, was wir von Kunden hören und dann passen wir an. Also eine andere Denke als die Wasserfalldenke, eher so, wir gehen jetzt raus, holen Feedback vom Kunden. Und ja, wenn es nicht ist, dann passen wir es einfach an. Wir ändern einfach wahnsinnig schnell. Da fällt mir noch was ein. Und denjenigen hast du durch Zufall noch nicht in München getroffen, aber in Shanghai, der Ralf, der Ralf Kranz, schöne Grüße. Der berichtete auch von NIO. Er hat ja auch als Europäer, als Deutscher mit einer chinesischen Marke zu tun. Und der sagte, dass gerade NIO auch in der Führungsetage kulturell eine unheimlich hohe, wie soll man es sagen, Bereitschaft zur Flexibilität hat.
16:19 Und mag sein, dass das nicht überall so ist, dass das vielleicht bei NIO kulturell genau einmal so matcht oder so. Aber das hat er gesagt, dass das wirklich, wenn die in Europa oder wenn er in Deutschland irgendwo Bauchschmerzen hat, das geht ruckzuck und dann geht es weiter. Ja, also ich glaube, das ist grundsätzlich die Einstellung von jungen Unternehmen, aber vor allem auch in China. Wenn du wieder zurück zu meiner Segmentierung gehst, das ist genau dieses Segment der Auto-Startups, würde ich sagen. Ja, das sind die Nios, die Xpengs, die Seekers, die einfach super flexibel und schnell denken. Die sehen sich auch nicht als traditionelle Autohersteller. Die sehen sich auch wirklich als Tech-Unternehmen und als Startup sozusagen. Und auch da großer Unterschied im Erlebnis. Die zu treffen, top ausgebildete, internationales Management, sehr flexibel, sehr offen.
17:05 Treffen wir die traditionellen, das ist ein bisschen wie wenn man bei uns die traditionellen Marken trifft. Da war Englisch teilweise schon top eben eine echte Herausforderung. Und die sind auch schnell und flexibel, aber doch noch viel, viel hierarchischer getrieben. Okay. Ich wollte noch mal ein bisschen zurück zum Produkt Auto. Du hast gesagt, Entertainment, super viele Screens. Du hast im Vorgespräch auch gesagt, so starke Software-Integration. Ist da ein anderes Level, der, ja, dass man das Auto vielleicht dann noch näher an den Kunden bringt, neben dem rein Beförderungsmittel? Ne Denke? Ja, also ich glaube, da spielt auch so ein bisschen der Kontext eine Rolle. Und vielleicht hier auch mal so ein bisschen ausbrechen aus Auto. Wenn man sich in China bewegt, ist das alles digital.
17:51 Und es ist so viel digitaler, dass man sich eigentlich schon gar nicht mehr bewegen kann, wenn man nicht in einem digitalen Ökosystem drin ist. Ja, also ich kann mir nicht mal ein U-Bahn-Ticket kaufen mit einer Kreditkarte oder Bar, sondern es geht nur über deren Payment Solutions. Und es wird eigentlich alles digital abgewickelt. Und da denken eben die chinesischen Hersteller sehr viel mehr vom Kunden. Es ist eine Erwartung, dass du einfach voll integriert bist. Es ist eine Erwartung, dass ich alles, was ich auf meinem Telefon habe, auch in meinem Auto habe. Es ist eine Erwartung, dass ich dort meine Filme anschauen kann, dass ich dort im Internet surfen kann. Es ist nicht wie bei uns, wo das so nach und nach reinkommt, sondern die denken digital first inzwischen. Und daher denke ich, kommt natürlich auch dieser massive Treiber im Auto sehr viel mehr anzubieten. Ich glaube, die große Herausforderung wird werden, wie übersetzen Sie das in die westliche Digitalwelt?
18:39 Ja, weil es ja komplett andere Anbieter sind. Vom Browsing über Video über alles andere Anbieter. So wie wir, sagen wir mal Deutschen, uns schwergetan haben, in die chinesischen Ökosysteme zu kommen, wird das natürlich für die auch eine Herausforderung werden. Wie übersetzen Sie das? Und es fängt schon an mit der Sprachsteuerung. Die muss dann eben auch Deutsch können. Und Sprachsteuerung ist nicht wie bei uns so ein paar Features, sondern alles. Also die lassen die Fensterheber damit runter. Die machen den Massagesitz damit an. Es wird eigentlich bei jedem Hersteller, habe ich das erlebt, alles über Sprache gesteuert.
19:12 Okay, ja krass. Noch ein Punkt, den ich nochmal rauspicken wollte. Autonomes Fahren, hast du vorhin auch so gesagt, dass das ein Trending-Topic ist, nehmen wir es mal so. Wie weit sind die Autos mit LIDA-Systemen ausgestattet, sind im Endeffekt auf dem neuesten Stand der Technik. Ich glaube, was sie für einen Vorteil haben in China, ist halt wiederum die Offenheit der Regierung, so etwas schnell umzusetzen. Da sind wir auch wieder bei Offenheit und Schnelligkeit. Und allen ist aber bewusst, dass sie das nach Europa wahrscheinlich erstmal nicht bringen werden, weil die Gesetze das gar nicht erlauben. Dass autonomes Fahren sicher halt sehr viel schwieriger in Europa ist. Aber in China haben die einen Anspruch, sehr schnell auf Level 3 und 4 zu kommen.
19:59 Auch wieder da der Convenience-Gedanke. Wenn ich auf langer Strecke fahre, ist es alles sehr, sehr kontrolliert. Auch heute schon auf der Straße. Ich sehe alle drei Sekunden Blitz, weil überall Bilder gemacht werden von einem. Fahre ich zu schnell, fahre ich zu langsam. Es ist ja alles voll kontrolliert. Und da glaube ich, dass die deutlich schneller vorangehen werden, weil, wie gesagt, die Regierung ist auch einfach pusht. Okay. Okay, was hast du noch so Tolles erzählt vorhin? Announcement-Internationalisierung. Sollte sich der europäische und deutsche Markt warm anziehen? Absolut. Okay. Ich hätte Angst, wenn ich ein europäischer oder westlicher Hersteller wäre. Vor allem im Volumen-Segment. Ich glaube, was mich schon echt beeindruckt hat, so von vielen wusste man ja schon, die haben Internationalisierungswillen.
20:49 Nehmen wir eine Firma wie Cherry, traditioneller chinesischer Hersteller. Hat schon vor Jahren in Frankfurt ein R&D-Center aufgebaut. Die haben eine eigene Marke für Europa entwickelt. Also die haben ein Ready-Product-Crash-Test alles schon gemacht. Und also auch massive Investors, die da rein sind. Und die produzieren einfach mit einem brutalen Kostenvorteil in China. Plus sie haben Zugang zu Ressourcen, weil die Regierung sich sehr früh eben Ressourcen für Batterietechnologie und Batterietechnologie auch führend ist. Und ich glaube, gerade in dem Segment müssen wir uns echt warm anziehen, weil da sehr, sehr gute Autos mit zu einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis kommen werden. Ja, das ist dann natürlich immer noch so die Frage, ich wollte schon so fragen, was glaubst du, wie viel Prozent so chinesische oder asiatische Marken in zwei, drei Jahren im deutschen Markt haben könnten?
21:40 Das ist natürlich eine super Glaskugel.
21:44 Aber die Nutzer müssen es ja kaufen. Und jetzt gerade deutsche Nutzer sind ja nicht alle durchweg. Die warten ja nicht drauf, dass sie endlich den, oh, wer hat das denn letztens gesagt? Oh, das war lustig. Das war auf einer Tagung der Hannes Brachert. Ich glaube, der kommt ja aus dem Ländle, ne? Irgendwo aus dem Schwaben. Der sagte, ja, das ist ja bei uns, ticken die Uhren ja anders, wenn mein Nachbar Mercedes fährt und ich mit so einem chinesischen Auto um die Ecke kommen, was vielleicht genau alles kann und besser ist und so. Es muss ja mindestens 7.000 Euro weniger gekostet haben, damit ich es meinem Nachbarn erklären kann. Eigentlich eine lustige Anekdote so, ne? Wie nimmt der deutsche Kunde oder Europäer das an? Also spannend ist, wir haben erst letztens eine Umfrage gemacht, auch über alle Märkte, also in England, Deutschland und in Spanien, um mal unsere User auf der Plattform zu fragen, die auf der Suche nach einem Neuwagen sind, gerade auch Autos anschauen und vergleichen, wie offen seid ihr dann den chinesischen Marken gegenüber?
22:39 Und ich war mega überrascht, ne? 30 Prozent sagen direkt total offen. Und dann fragen wir auch ja, was sind denn so die Gründe der, also was wären Features oder eben Vorteile, die gegeben sein müssen? Und eins ist schon klar, am Ende ist es das Preis-Leistungs-Verhältnis. Wenn ich ein Auto für ein Elektroauto zu einem akzeptablen Preis unter all meinen Wettbewerbern in Europa kriegen kann, dann ist das ein Argument in dem Segment. Denken wir Premium, glaube ich, wird es deutlich schwieriger werden. Wir wissen ja auch, wie sich ein Lexus oder andere Marken in Deutschland schon immer schwer getan haben. Aber wenn ich hier wie ein Neu oder andere eben mit einem anderen Ansatz, mit Batterieswapping-Community, mit wirklich einem komplett neuen Gedanken überzeugen kann, kann es auch funktionieren.
23:26 Ich glaube, was wir inzwischen echt in den Hintergrund stellen können, ist, es ist kein Bedenken mehr über Qualität, was ja früher immer die Bedenken waren von Autos, die aus dem Ausland kommen. Qualität vor allem in der Elektromobilität ist kein Argument mehr. Die kommen alle, haben ihre Hausaufgaben gemacht, haben ihre Crash-Tests gemacht, sind alle super safe. Es ist höchstens noch die Frage, und das haben wir auch schon in den letzten Monaten gelernt, Aftersales. Wo kriege ich mein Aftersales? Wo ist mein Händler? Also es wird schon diejenigen, die das schaffen, mit den richtigen Partnern am Markt zu sein, werden eine höhere Chance haben zu gewinnen, als die, die eben kein flächendeckendes Netz haben. Eine naive Frage, ich müsste es eigentlich besser wissen. Das Battery Swap von NIO, ist das eine Technologie, die nur NIO hat, oder kommen andere auch mit einem ähnlichen Ansatz oder möglicherweise auch einem gescherten Ökosystem von NIO?
24:22 Ich habe es bisher nur von NIO gehört auch, in der Tat. Also ich habe auch kein anderer Player darüber gesprochen. Es war bisher schon ein USB von NIO. Ich bin da ehrlich gesagt ein bisschen traurig, weil ich finde den Ansatz echt cool. Ich durfte es erleben in Berlin, in so einem geschlossenen Swapping Station.
24:44 Und es ist ja, wenn ich jetzt sage, geiler als tanken, bitte versteht es nicht falsch. Ich finde tanken nicht geil. Aber es ist ja noch, du fährst da hin, das Auto fährt dich allein da rein. Ich glaube, vier Minuten 36 hat es bei mir gedauert. Dann kannst du rausfahren und weiter. Also wie geil ist das denn? Aber es ist sehr toll, wenn das in die Breite ginge. Aber es ist nur meine zwei Cent zu dem Thema. Die andere Frage, was mich auch teilweise echt überrascht hat, ist, mit was für Leistungsdaten die kommen. Also mit was für Reichweiten und was für Ladegeschwindigkeiten. Und ich glaube, dort wird ja die Entwicklung auch nicht aufhören. Und wenn wir mit Reichweiten von 600, 700 Kilometern über Reichweiten und 600, 700 Kilometern sprechen und wirklich dann auch in den Bereich kommen, in 15 Minuten von 20 auf 80 Prozent aufladen, dann ist das auch nicht mehr so eine große Hürde.
25:33 Also ich glaube, es gibt verschiedene Wege. Ich finde Neo als ein Beispiel mega spannend. Aber wenn ich schaffe, als Hersteller auch schneller meine Ladegeschwindigkeit zu erhöhen und auch meine Reichweite zu erhöhen, dann wird das immer weniger ein Problem werden. Und parallel wird ja auch die Infrastruktur ausgebaut. Also das sind schon verschiedene Faktoren, die da zusammenkommen. Ja, absolut. Was bedeutet das denn? Du bist ja, ne? Kar-Wow. Was bedeutet das denn für euch? Naja, für uns bedeutet das erstmal, warum es mich so fasziniert ist, ist, wir können Kunden mehr Auswahl anbieten. Und alles, was für den Kunden gut ist, ist, woran wir uns auch orientieren. Mehr Auswahl, vor allem im Elektrobereich, mehr Varietät ist gut. Wer am Ende davon überlebt oder nicht, bleibt in den Sterne geschrieben.
26:22 Aber ich glaube, aus Kundensicht ist es erstmal sehr, sehr gut, wenn es viele neue Player gibt, weil Wettbewerb belebtes Geschäft, verbessert normal auch über die Zeit natürlich die Produkte und die Performance der Produkte. Und das war für mich auch ein Ansatz, wo ich gesagt habe, muss ich sehen und will ich sehen. Und auf der anderen Seite für uns natürlich auch ein gutes Geschäft, weil wir neue Marken haben bekanntlich keine Bekanntheit in dem Markt und müssen erstmal viel in Media und Marketing investieren. Und das ist ja auch ein sehr, sehr stark wachsender Bereich bei uns, was natürlich auch gewisse Synergien hat mit neuen Marken, die am Markt kommen. Ja, super spannend auf jeden Fall. Hast du denn sonst noch, wenn du so die, du glaubst, ich glaube, du warst eine knappe Woche da, Dinge jetzt aus der Messe oder aus dem Umfeld von der Reise, so Dinge, die du mitgenommen hast, die so in Resonanz mit dir gehen, wo du sagst so, wow, das hat mich beeindruckt.
27:15 Positiv wie auch negativ vielleicht.
27:18 Ich glaube, also positiv beeindruckt hat mich dieses Thema, wie weit die Kunden und Kundinnen schon sind, was das Thema Digitalisierung angeht. Also ich habe mich auch mit Wettbewerbern oder, sagen wir mal, vergleichbaren Playern ausgetauscht, wie zum Beispiel Auto Home in China, die ja in Europa gescheitert sind. Und die haben ganz offen gesagt, ja, wir haben unterschätzt, dass wir nicht chinesische Dinge einfach nach Europa exportieren können, weil die User dort einfach viel digitaler sind. Die bauen als Beispiel, die bauen gerade Stores in Städten auf, wo die Kunden reinholen, die mit 3D-Brillen Autos konfigurieren und erleben. Sie bauen wirklich so eine Metaverse auf und die Kunden sind total offen dafür. Ich sehe den deutschen Neuwagenkäufer mit Mitte 50, männlich, nicht in einen Pop-Up-Store in der Stadt gehen, eine 3D-Brille aufzusetzen, sagen, ich probiere jetzt mal verschiedene Autos aus und fahre die Probe virtuell.
28:06 Also ich glaube, das sieht man einfach, das hat mich fasziniert, wie weit die Kunden da sind, wie offen die gegenüber digital sind und Gamifizierung versus wo wir halt stehen. Also sie sind wirklich dort deutlich, deutlich weiterentwickelt. Ja, was scary ist, ist natürlich, sagen wir mal, die politische Komponente in China. Ich meine, es ist ein closed system, man ist komplett transparent. Die Regierung wusste zu jeder Sekunde, wo ich war, was ich gemacht habe. Und so cool das ist, digital alles verbunden zu haben, so sehr sind wir eben auch transparent. Aber was ich eben erschreckend finde, ist die Distanz würde wieder größer zwischen dem Osten und dem Westen dadurch, weil die natürlich in einem eigenen Ökosystem leben versus uns. Wir leben in unserer Google, Apple, Meta-Welt und die leben in ihrer Alibaba, WeChat-Welt und das geht ganz, ganz stark auseinander und ich glaube, das wird schon eine Herausforderung werden in den nächsten Jahrzehnten auch, wie überbrücken wir das kulturell.
29:01 Spannend. Ja, danke für diese ganzen Eindrücke, dass wir haben kurz vor deiner Reise gesprochen und da habe ich noch gesagt, so im Himmels Willen, ich will mit so ungefähr und da war mir aber klar, sobald du wieder hier bist, ich habe dir ja sogar vorgeschlagen, hey, wenn du am Flughafen sitzt oder wenn du da irgendwie eine ruhige Minute hast, lass schon mal irgendwie aufnehmen, aber jetzt bist du wieder da, jetzt haben wir mehr Ruhe. Das war auch echt schön und auch interessant zu hören, was diese ganzen Eindrücke dann für dich als Unternehmer ja auch machen, was du davon mitnimmst, welchen Einfluss das direkt auf euer Business hat und wie du dann vielleicht Learnings mitnimmst in der Steuerung deines Unternehmens halt. Absolut. Absolut. Also war eine mega, mega lehrreiche Woche auch und mega spannend einfach zu sehen, was da alles passiert und wie es die Branche auch vorantreibt, ja.
29:55 Ich habe da so ein Gefühl. Irgendwann werde ich nicht sagen, hups, du fährst da hin, ich nämlich auch dann. Dann machen wir das zusammen. Ganz genau. Ja, super. Du, ganz lieben Dank, dass du uns so schnell hier Rede und Antwort gestanden bist und deine Erfahrung mit uns geteilt hast, weil das ist echt wertvoll und ich finde, das gehört so in die Breite, dass alle mal grob wissen, was da los ist. Ich danke dir, Tim. Hat mich total gefreut. All right. Ja, damit sind wir dann heute mit der Podcast-Ausgabe am Ende und super vielen Dank fürs Zuhören. Ich hoffe, es hat euch gefallen und bald geht's auch weiter. Der Philipp und ich sagen Tschüss. Ciao.
