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Benzingespräche · Folge 3 · · 37 Min

Frank Levy, AUTOLEVY

Cover des Podcasts Benzingespräche

Frank Levy

0:00 / 37:16

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Worum es geht

Erfolgreiche Unternehmensführung, Generationswechsel & moderne Personalführung Wie verläuft der Generationswechsel in einem großen Traditionsautohaus? Mit welchen Ansätzen und Werten geht man voran? Welche Rolle spielt eine enge Verbindung mit der Marke Toyota? Wie wird man Top-Arbeitgebern des Mittelstandes 2018? Diese Fragen haben mich schon länger beschäftigt und so konnte ich das Gespräch mit Frank Levy endlich einmal in Ruhe führen und dies gleichzeitig als Podcast aufzeichnen, um es hier mit euch zu teilen. Herausgekommen ist ein höchst interessanter Talk, der Einblicke in die Philosophie von Frank Levy bzw. von dem Autohaus AUTOLEVY gibt! Nicht zu kurz kommt dabei aber auch der aktuelle Blick auf die Branche und ein Ausblick, was die Branche erwartet. Denn, Frank Levy ist bereits jetzt bestens aufgestellt und hat die Zukunft fest im Visier. Links: AUTOLEVY, Düsseldorf, Köln und Frechen: www.autolevy.de Tempus Akademia & Consulting, Jörg Knoblauch: www.tempus.de/

Zum Thema

Branding für Autohäuser

Passende Beratung

Marketingberatung: Für Autohäuser

Gespräch als Text

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00:00 Benzingespräche. Der Podcast führt mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind, erzählt zu werden. Es geht um verschiedene Blickwinkel und persönliche Ausblicke. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Online-Marketing-Experte und freier Berater für die Automobilbranche, Autoliebhaber und Agenturinhaber. Hallo und willkommen zur neuen Ausgabe der Benzingespräche. Heute bin ich unterwegs in Düsseldorf und stelle Ihnen jetzt erstmal kurz vor, bevor ich seinen Namen verrate. Ich bin geschäftsführender Gesellschafter von Autolevi, einem der größten Toyota- und Lexus-Händler in Deutschland, mit fünf Standorten in Düsseldorf, Köln und Frechen, gegründet vor 46 Jahren ursprünglich. Aber ich habe gerade gelernt, mit der Marke Toyota 1986 an den Start gegangen und er ist die zweite Generation im Familienunternehmen. In dem Familienunternehmen, da stellt ihr die Mitarbeiter stark in Fokus und das hat auch dazu geführt, dass Autolevi Top-Arbeitgeber des Mittelstandes 2018 in Deutschland, Österreich und in der Schweiz geworden ist. Und da möchte

01:26 ich auch mit ihm darüber sprechen. Willkommen, Frank Levy. Hallo. Hallo Tim, grüß dich. Schön, dass ich heute hier sein darf. Danke, dass du die Zeit genommen hast, weil du warst gestern noch unterwegs. Da warst du in Darmstadt bei dem Praxistag Neue Geschäftsmodelle und hast dich ausgetauscht mit Händlerkollegen und denen hast du auch Rede und Antwort gestanden, weil du auch dein Wissen geteilt hast. Und meine Frage, wie war es? Es war ein großartiger Tag, Tim, der mal wieder viel gebracht hat. Wir konnten viel mitnehmen und lernen. Uns treibt ja das Thema Wandel um. Gerade in unserer Branche und jeder, dass wir im Wandel uns befinden. Jeder ist der Meinung, dass das Geschäftsmodell entweder zusammenbreche oder sich grundlegend verändert. Und das ist natürlich Grund genug, sich mal um diese ganzen Themen zu kümmern.

02:20 Und das haben wir vor ein paar Jahren schon begonnen und sind da sehr, sehr aktiv und waren gestern dann Gast von Dr. Jörg von Steinecker, ein persönlicher Freund, auch von uns beiden, der das gestern wirklich großartig gemacht hat. War eine tolle Veranstaltung mit vielen, vielen Inputs. Sind wir da gestern Nachmittag dann nach Hause gefahren. Prima, schön. Der Podcast hat ja so ein bisschen, nicht nur ein bisschen, sondern direkten Autobezug und deswegen haben wir den Rückspiegel und das Fernlicht in die Zukunft. Beginnen wir mit dem Rückspiegel. Zu dir. Du bist auch ein wunderbarer Jahrgang, ein 75er. Wusste ich gar nicht, aber umso sympathischer natürlich. Verheiratet drei Kinder. Du lebst in Köln und da haben wir gerade schon kurz drüber geredet. Bei der Recherche über Xing habe ich Kölsche Jung entdeckt.

03:07 Da bist du im Verein Karnevalist. Großartig. Du hast eine Ausbildung zum Großauslandskaufmann gemacht, dann in Worm studiert, im Betriebswirt und warst auch in Tel Aviv. Da hast du auch eine Zeit lang studiert. Das war ein Auslandssemester oder was ganz anderes? Nee, das waren zwei Auslandssemester, die wir dann im Rahmen dieses Studiums in Deutschland dann dort verbringen konnten. Okay. Und du bist ja unmittelbar auch in den Autohandel eingestiegen und Schwerpunkt Toyota Lexus. Und du hast ja auch in den USA ein Praktikum gemacht, wenn ich das richtig da aus deinem Lebenslauf gezogen habe. Ja, ich habe nach der Ausbildung, die habe ich bei unserem Hersteller in Deutschland gemacht, bei Toyota Deutschland. Die sitzen ebenfalls in Köln, in Köln-Maasdorf, zum großen Auslandskaufmann.

03:56 Und nachdem ich die erfolgreich beendet hatte und bevor dann das Studium begann, habe ich die Zeit genutzt und hatte die Wahnsinnsmöglichkeit bekommen, nach Amerika zu gehen, um dort ein Praktikum zu machen bei Longo Toyota und Longo Lexus. Das ist der größte Toyota- und Lexus-Händler der Welt, sitzt bei Los Angeles in El Monte. Und dort konnte ich ein Praktikum machen und das war natürlich eine herausragende Lernkurve, die man da dann gemacht hat. Wie alt warst du da? Ja, da war ich halt auch sehr, sehr jung. Das war halt direkt nach der Ausbildung. Da muss ich 23 gewesen sein, 22, 23. Dann ist erst mal alleine von zu Hause wirklich weg. Los Angeles ist echt weit weg von Köln. Ja, hat mich erwachsen werden lassen wahrscheinlich.

04:51 Okay. Wie lange warst du da? Drei Monate. Drei Monate. Ja, das ist schon dann ein Tapetenwechsel, das ist untertrieben, ne? Ja, ich wage auf dieser Hollywood-Schriftzug, kennt ja jeder. Und ich war genau auf der Rückseite dieses Berges, habe ich gewohnt. Und ja, war eine interessante Zeit, wenn du so als 22, 23-Jähriger dann da hinfliegst, dir dein Auto mietest und dann in dieser unfassbar großen Stadt völlig alleine bist. Ja, wurde mir auch erst mal schlecht. Da musste man sich auch erst mal zusammenreißen. Okay. Ihr seid ja hier ein waschechtes Familienunternehmen, was du jetzt in der zweiten Generation führst. Wie verlief denn oder wie verläuft denn da so die Übergabe? Das würde mich interessieren.

05:38 Also die Übergabe verläuft fließend, aber eins ist nicht richtig. Ich führe das nicht alleine, sondern ich habe ja auch noch einen Bruder. Der ist auch Geschäftsführergesellschafter. Wir führen das zusammen. Allerdings ist mein Vater nach wie vor auch im Unternehmen drin. Von daher war das immer schon so ein fließender Übergang über die letzten 15 Jahre. Okay. Ja, deinen Bruder habe ich noch gar nicht wahrgenommen. Oder was heißt nicht wahrgenommen, sondern gar nicht im Gespräch gehabt. Direkt deswegen habe ich ihn jetzt gerade gar nicht erwähnt. Ich wollte ihn nicht unter den Tisch fallen lassen. Nee, ist alles gut. Der ist filialverantwortlich für Heuskirchen und verbringt dann natürlich die meiste Zeit dort und kümmert sich strategisch gerade um unsere Bauprojekte. Wir bauen ja nochmal zwei Standorte gerade komplett neu auf. Da ist er auch sehr aktiv. Fleißig, fleißig, fleißig, die Levis. So kenne ich euch. Du hast ja unmittelbar deine Karriere im Autohandel gestartet und gab es da eigentlich jemals so einen Gedanken, was anderes zu machen?

06:36 Witzig, dass du das fragst. Also als ich in Tel Aviv war, und das würde ich nach wie vor als das beste Jahr meines Lebens bezeichnen, da gab es natürlich den Gedanken, auch in dem Land zu bleiben. Dort gab es auch die konkrete Chance. Ich wurde angesprochen, hatte ein Jobinterview in der Hightech-Branche und als Deutscher wäre es jetzt wahrscheinlich nicht so schwierig, in Israel einen Job zu finden. Schon alleine wegen der Sprachkompetenz. Ja, und hätten wir dieses Familienunternehmen nicht hier gehabt, wäre ich dort geblieben. Okay, dann wärst du ein Techie geworden. Genau, dann wäre ich wahrscheinlich ein Techie geworden, wahrscheinlich wäre ich dann zwei Jahre später dann arbeitslos geworden, weil dann platzte ja diese Blase in der Tech-Branche.

07:23 Ja, aber dann wäre das Leben anders zu laufen. Ja, es gibt Momente im Leben, wo es so Abzweigungen gibt, wo man später darüber nachdenkt, was wäre, wenn. Ich hatte zwei in meinem Leben. Eine hat mit Fußball zu tun in der Tat, weil ich als Jugendlicher sehr, sehr gut war und da auch irrsinnig Spaß dran hatte. Und dann kam so ein kleines Holzbrett, Skateboard um die Ecke und dieser Teamsport ist dann so bei mir abgelöst worden über Individualität. Und das hat mich total geprägt. Aber es gibt die Frage nach wie vor, was wäre, wenn. Wir sind aber noch nicht beisammen, Tim, weil wenn du in der Vergangenheit, in deinen jungen Jahren sehr, sehr, sehr, sehr gut im Fußball warst, dann wirst du ja beim 1. FC Köln gespielt haben. Ich komme ja nicht wirklich aus der Gegend Köln. Von daher nein.

08:10 Aber es war schon so, dass führende Essener Fußballclubs, die waren ja auch mal ein bisschen größer, haben mich damals schon als Jugendlicher zum Training abgeholt. Das war natürlich schon echt eine Nummer und mit Auswahl allem drum und dran. Aber ich habe dann, ich habe das Letzte schon erzählt, ich habe dann echt lieber stundenlang so einen verdammten Olli geübt auf der Straße alleine, weil ich das können wollte. Und das hat mich da total rausgezwungen. Meine Mutter sagt bis heute, wärst du mal Fußballer geblieben, hätten wir weniger finanzielle Sorgen gehabt. Aber gut, es geht um dich. Zurück zu deinem Unternehmen. Ihr seid von der Philosophie, wie ich euch kennengelernt habe, ihr seid sehr auf eure Mitarbeiter ausgerichtet. Da tut ihr eine Menge. Ich habe das ja auch schon im Intro erwähnt, dass ihr Top-Arbeitgeber des Mittelstandes 2018 geworden seid.

08:57 Und das wird man ja nicht von ungefähr. Da gibt es ja einen Weg hin. Wie kam das, dass die Philosophie der Zuwendung Richtung eurer Mitarbeiter so stark bei euch gelebt wird? Gab es da einen Auslöser oder gab es da eine Entwicklung? Kannst du das irgendwie beschreiben? Ja, da gab es natürlich den Auslöser im Sinne von, dass wir gerade abhängig sind von sehr guten Mitarbeitern. Und wenn man die nicht hat, dann kommt man in ernsthafte Probleme. Und dann hatten wir die Situation, dass wir immer auch wieder Mitarbeiter verloren haben. Und dann habe ich mich mit diesem Thema Recruiting beschäftigt. Was muss man da tun? Was sind die Erwartungen der Bewerber?

09:44 Was muss man tun, um gute Mitarbeiter auch zu halten? Und dann bin ich auf verschiedene Seminare, Kongresse aufmerksam geworden. Und dann ist mir eine Firma, eine Beratungsfirma ganz besonders ins Auge gefallen. Das war die Firma Tempus mit dem Professor Knoblauch, mit dem wir dann über viele, viele Jahre ganz, ganz viele Seminare besucht haben. Projekte gemeinsam gemacht haben und dann einfach diese Strategie komplett entwickelt haben, uns als Arbeitgebermarke, als Leuchtturm in der Branche zu fungieren. Das hat ein paar Jahre gedauert. Mittlerweile sind wir gut angekommen. Würde so fertig klingen. Ich glaube, das ist ein Prozess, da ist man nie fertig.

10:32 Erst gerade heute habe ich eine E-Mail an alle Mitarbeiter geschickt. Es gibt hier gerade einen Riesen-Impact. Wir haben uns heute zur Du-Kompanie erklärt. Das heißt, wir duzen uns ab heute alle über alle Hierarchie-Ebenen hinweg. Und noch ganz viele andere Benefits. Wir haben jetzt bis zu 33 Urlaubstage und die E-Mail ist gerade raus. Und deswegen ist ja gerade so eine positive Unruhe im Team, dass wir das gerade alles noch gar nicht fassen können. Prima. Also eine gute Stimmung habt ihr hier immer. Ich bin ja ab und zu mal hier und das ist mir immer aufgefallen. Ihr habt einen wunderbaren Empfangsbereich und man wird super aufmerksam empfangen, vom Empfang selber. Aber was auch auffällig ist, wenn man durchs Autohaus geht, ist ja nicht gerade klein hier.

11:18 Man wird auch angesprochen von Verkäufern. Das ist nicht überall so. Das ist häufig sogar ein großes Manko. Das ist aber hier wirklich ein Gegenteil da. Seid ihr schon im Team echt super. Und jetzt so eine Mail, das macht natürlich auch Spaß. Und ich sehe jetzt an deiner Reaktion, die Hörer können es nicht sehen, aber du wirkst sehr entspannt und sehr happy. Ja, weil die Mitarbeiter sind gerade alle sehr, sehr glücklich und das macht mich natürlich auch sehr stolz. Die E-Mail ist von einer halben Stunde rausgegangen. Ich habe jetzt schon 27 Antworten bekommen von Mitarbeitern. Also eine Riesenreaktion gerade. Hallo Frank. Super. Das ist schon, ja macht Spaß und wir sind da fest von überzeugt, dass wir da den richtigen Weg gehen, uns auf die Mitarbeiter zu fokussieren.

12:04 Wobei auf die Mitarbeiter zu fokussieren ist nicht ganz richtig. Wir wollen uns auf die richtigen Mitarbeiter fokussieren. Das heißt, das ist uns natürlich wichtig, dass wir die richtigen Mitarbeiter haben, die mit uns gemeinsam unsere Ziele erreichen, die Leistung bringen wollen, die vorne sein wollen und Ziele zu erreichen. Das sind die Mitarbeiter und die möchten wir natürlich dann hegen und pflegen. Wie viele Mitarbeiter habt ihr all over? Wir haben jetzt insgesamt bei der Auto-Levy rund 200 Mitarbeiter beschäftigt. Die Top-Arbeitgeber-Auszeichnung, wie kam es dazu?

12:38 Wir haben ein Strategie-Papier, das nennt sich unser Temp-House. Auch das kommt von der Firma Tempus, wo wir das Unternehmen in vier Bereiche gliedern und ein Bereich sind die Erwartungen der Mitarbeiter.

12:54 Und wir haben natürlich immer die Situation, dass man glaubt, im gleichen Unternehmen zu sein wie der Mitarbeiter. Und damit wir das auch mal objektiv überprüfen können, haben wir verabschiedet, dass wir uns jedes Jahr auch einer externen Umfrage teilnehmen, um dann auch die externen Ergebnisse zu bekommen. Weil nichts ist schlimmer, als dass wir denken, gut zu sein. Und die Mitarbeiter sehen das aber ganz anders. Und deswegen haben wir für uns definiert, dass wir einmal im Jahr an der Befrage von Top-Job teilnehmen. Das haben wir jetzt gewonnen. Und im Folgejahr an Great Place to Work. Und das immer im Wechsel, um dann auch zu lernen und immer besser zu werden.

13:41 Und deswegen haben wir uns jetzt auch angemeldet für Great Place to Work. Und die Umfrage, die wir dann hier stattfinden, das wird im September passieren. Ja, prima. Drücke ich schon mal die Däumchen für. Dankeschön. Deine Karriere ist ja neben dem Familienunternehmen ja auch geprägt von der Marke Toyota. Da seid ihr seit vielen Jahren einer der stärksten Händler in Deutschland. Wie ist denn da, wenn man so lange aus seiner Ausbildung da gemacht hat, wie ist denn da so die Zusammenarbeit? Da hast du wahrscheinlich den heißen Draht mit dem roten Telefon in die Zentrale? Oder du kennst da wahrscheinlich alle irgendwie auch sehr eng und sehr lange schon. Ja, also natürlich, das ist ja auch jetzt lange her. Das heißt, über die natürliche Fluktuation sind natürlich ganz, ganz viele Mitarbeiter von damals auch nicht mehr da.

14:27 Aber es gibt durchaus auch noch Mitarbeiter von damals. Es gibt jetzt auch Mitarbeiter, die mit mir zusammen die Ausbildung gemacht haben, die mittlerweile auch in leitenden Positionen sind. Das ist natürlich schön. Und grundsätzlich müssen wir schon sagen, Toyota war und ist schon immer anders als andere Automobilhersteller. Wir waren schon immer und haben uns immer schon als eine gemeinsame Familie verstanden mit dem Hersteller. Wir hatten immer einen engen Draht, auch zur Bank. Das ist ja nicht nur der Toyota Deutschland, sondern wir haben auch die Toyota Kreditbank und den Toyota Versicherungsdienst. Und zusammen waren wir eigentlich immer eine große Toyota-Familie mit einer engen Beziehung. Und wie das immer so ist in der Familie, da hat man auch mal Meinungsverschiedenheiten.

15:15 Aber das klärt man dann auch innerhalb der eigenen vier Wände. Ja, prima. Wir waren letztes Jahr in San Francisco zu der Akademie. Da komme ich gleich noch. Aber da hat man ja auch gemerkt, da waren ja einige Kollegen von dir oder Ex-Kollegen von Toyota dabei. Und damals wusste ich aber nicht um deinen Werdegang, dass du eine Ausbildung da gemacht hast und so. Das wusste ich nicht. Mir ist halt nur aufgefallen, welche Nähe da herrscht. Und du sagst es, wie familiär der Umgang da war. Auf der Reise war auch die Du an Sprachreform. Das wurde ja auch sofort geklärt. Das hat man schon gemerkt, dass da echt ein super Verhältnis war. Das ist mir echt aufgefallen. Ja, langweilig wird dir, wenn du 200 Mitarbeiter, fünf Standorte jonglierst. Ja, sowieso nicht. Aber anscheinend hast du ja noch Zeit und Energie und den Willen, andere Projekte ranzuschieben.

16:07 Die Autolevi Akademie. Da interessiert mich doch mal, bevor wir auf den Ausflug im letzten Jahr und was da noch kommt, ansteht. Was hat dich denn da geritten, würde ich beim Ruhrgebiet sagen? Also auch das kam über die Firma Tempus, die eine Silicon Valley Reise veranstaltet hat zu verschiedenen Unternehmen, Startups. Wo Nico Heinemann, auch ein Geschäftsführer von uns und ich, daran teilgenommen haben. Und diese Reise hat uns sehr, sehr bewegt und ganz, ganz viele Momente beschert, über die wir noch lange nachgedacht haben. Gerade in Bezug auf, wie sich die Welt doch schnell verändert und wie diese veränderte Welt dort in der Realität schon angekommen ist, wovon wir hier in Deutschland nur sprechen.

17:01 Ja, das hat uns doch nachhaltig bewegt, diese Reise. Und dann haben wir gesagt, Mensch, so eine Reise wäre eigentlich toll, noch mal zu machen, aber mit einem größeren Bezug zu unserer Branche, also zur Automobilbranche. Und haben gedacht, okay, dann wäre das vielleicht eine Idee, das selber zu machen und haben uns dann die Kontakte genommen, die wir dann im letzten Jahr dort geknüpft haben und sind dann dort tatsächlich als Veranstalter an den Start gegangen und haben dann diese Automobilstudienreise in Silicon Valley veranstaltet. Wir waren jetzt knapp 30 Leute und das war eine ganz, ganz spannende Zeit. Du warst ja dabei. Genau. Wir haben auch da tolle, spannende Firmen besucht.

17:47 Ich erinnere mich mal an Zen Drive, wo wir da waren und dann erst mal meditieren durften mit Gongschlag und dann haben sie uns ihr Geschäftsmodell erklärt, wie sie einfach Daten über das Handy in der Tasche abgreifen, wenn man gerade im Auto sitzt und so einfach die Daten sehen, wie stark beschleunige ich jetzt, wie stark bremse ich jetzt, um dann mit diesen Daten nachher auch Geld zu verdienen, um Unfallforschung zu betreiben. Also das war schon, das war schon wieder spannend und eine tolle Reise und natürlich in Gründen und der Abschluss, diese Fahrt unter der Golden Gate Bridge war natürlich atemberaubend. Atemberaubend. Zen, ich habe gerade so die Gedanken gehabt, vielleicht machen die das mit der Meditation absichtlich, wenn Europäer rüberkommen, damit man die erstmal so ein bisschen einordnen und zur Ruhe kommen lässt, bevor man denen sagt, dass man quasi ein System hat, wie man quasi die Bewegung vom Auto irgendwo misst, ohne nur einen Sensor im Auto anzusteuern.

18:50 Das stimmt. Ehrsinnig. Aber spannend war die Meditation auch und jeder hat mitgemacht. Ja, genau. War auch ein tolles Office. Das war so dieser San Francisco Silicon Valley Style einfach voll und ganz. Also nimmst mir jetzt die nächste Frage vorweg, welches so eins deiner Highlights war. Klar, Zen, jetzt hast du auch die Abschlussfahrt unter der Brücke noch. Das war ja wirklich ein Traum. Aber das interessiert die Jungs hier, die sich das alle anhören und die Mädels wahrscheinlich weniger. Ja, das war auf jeden Fall natürlich eine erfolgreiche Reise, die hat echt Spaß gemacht. Und jetzt im Mai kommt... Ja, jetzt im Mai kommt die Fortsetzung Teil 2. Und da haben wir uns überlegt, bieten wir etwas an, wo die meisten keinen Zugang zu haben.

19:37 Und wir fliegen nach Israel, nach Tel Aviv, Jerusalem. Also meine Stadt, wo ich studiert habe, wo ich den direkten Zugang dann dazu auch habe und wo sich ganz, ganz viele interessante Startups tummeln und die Presse so verfolgt. Gerade in den letzten Monaten, der sieht, dass sich immer mehr, insbesondere auch deutsche Automobilhersteller, dahin stürzen, Startups übernehmen, kaufen, einsteigen. BMW ist gerade eingestiegen, in Mobileye zum Beispiel, ein Unternehmen, welches wir auch besuchen werden. Waze, auch ein Unternehmen, was vielleicht mittlerweile bekannt ist, weil es von Google gekauft wurde, werden wir auch besuchen. Also das wird auch eine ganz, ganz spannende Reise vom 20. bis zum 26. Mai.

20:24 Dein Partner kommt auch mit. Ganz genau. Ich schaffe es leider nicht und da teilen wir uns auch so ein bisschen auf. Weil letztes Jahr konnte er familiär, San Francisco, hätte der zu Hause, glaube ich, in rote Karte gekriegt. Und ich kriege zwar gerade keine rote Karte zu Hause, aber auf andere Gründe. Und wir arbeiten ja auch mit euch zusammen und da war relativ schnell klar, der klang immer, zack, Hand hoch, bin dabei. Der freut sich auch schon irrsinnig drauf. Und der Riesenvorteil ist, abseits dieser Startup-Szene kenne ich natürlich auch so die eine oder andere Lokalität, wo man dann auch nochmal abends hingehen kann. Ja, ich denke auch. Also der Olli freut sich total drauf. Der verbindet das aber auch in der Tat noch mit einer zweiten Sache. Der Olli und ich, wir sind ja bei Skate Aid mit dem Titus Dittmann in der Stiftung aktiv.

21:12 Und wir haben einen Unterverein, der sich nur um Fundraising kümmert. Und Skate Aid macht oder baut Skateparks. Unter anderem ist ein Skatepark, jetzt muss ich aufpassen, ich glaube, der ist in Jerusalem. Und der Olli wird am letzten Tag, wo ihr mit dem Programm durch seid, ich glaube, der fliegt einen Tag später zurück. Der nimmt, glaube ich, 20, 30 Skateboards mit und wird dann den Skatepark besuchen und wird den Skatepark da noch supporten. Und wird da in seiner Funktion als Vorsitzender von dem e.V. da mal aufschlagen. Sich das natürlich angucken, auch mal da rollen, aber wird dann auch was, ja, was Gutes tun, ist jetzt immer so. Aber der wird den Kids ein bisschen Freude da spenden, da freut er sich auch schon drauf. Also das ist auch eine super Verbindung. Persönlicher, nein, persönlicher, aber so ähnlich, ne, Frank.

21:59 Ich weiß, dass du, du hast viel Drive und viel Power und da würde mich mal so interessieren, was ist denn so dein Antrieb, was sind denn so deine Werte, was macht dich erfolgreich? Da haben wir in San Francisco übrigens auch schon kurz drüber gesprochen damals. Ja, das ist natürlich, Tim, jetzt eine sehr, sehr breit angelegte Frage. Was sind meine Werte, was macht mich erfolgreich? Ich denke, das ist die, da gibt es nicht diese eine Antwort und da gibt es nicht diesen einen Wert oder dieses eine Adjektiv, was das beschreiben würde. Ich glaube, du musst deine Menschen lieben um dich herum, also du musst einen Zugang finden zu deinen Mitarbeitern. Du musst erfolgreich sein wollen, du musst fleißig sein wollen und das Ganze musst du halt dauerhaft und nachhaltig umsetzen können.

22:53 Du musst ganz bestimmt diszipliniert sein und Grenzen kennen und auch aufzeigen und auch einfordern von deinen Mitarbeitern. Und du möchtest nach vorne gehen und dann brauchst du ein Team, das diese Werte teilt. Und dann kommt da was Vernünftiges, Gutes bei raus, glaube ich. Das war ziemlich genau das, wo wir in San Francisco auch drüber gesprochen haben. Das ist mir auch so im Gedächtnis geblieben. Deswegen habe ich das nochmal angesprochen. Und jetzt, wo wir hier in deinem Büro sitzen, lese ich da oben noch die Extrameile gehen. Ja, das ist immer unser Motto, die Extrameile zu gehen, richtet sich insbesondere an unsere Mitarbeiter, dass wir hier die Extrameile gehen für unsere Kunden, für unsere Gäste.

23:42 Und nicht einfach nur Standardservice und Karo einfach, sondern immer auch über den Tellerrand hinaus. Immer versuchen, Kundenwünsche zu antizipieren, Kunden zu begeistern, zu überraschen und ihnen Erlebnisse zu bieten, die sie eigentlich jetzt so in einem Autos nicht erwartet hätten. Okay. Ist das auch das Rezept für deinen Halbmarathon gewesen? Halbmarathon war auch so eine irre Sache. Also jeder, der mich kennt, weiß, Sport an sich ist eher schwierig. Ich habe jetzt vor zwei Monaten zusammen mit der IRA mich zum Reece Motivation Profile Master ausbilden lassen. Da geht es um die 16 Lebensmotive eines Menschen.

24:27 Darunter ist auch Sport. Dann haben wir erstmalig verstanden, dass Sport eben gar kein Lebensmotiv von mir ist. Also eher ein Motiv ist, was mich sehr, sehr anstrengt, um es einfach zu sagen. Wenn ich die Wahl habe zwischen Couch und Sport, entscheide ich mich natürlich für die Couch. Auf der anderen Seite gibt es natürlich diese Willenskraft, das Gehirn, das weiß, dass Sport durchaus sinnvoll sein kann. Das hält dich fit, macht gesund und reguliert im Idealfall auch das Gewicht. Das klappt bei mir immer noch nicht so, aber das ist, glaube ich, ein Prozess, der auch nie endet. Und so habe ich mal angefangen, mich sportlich zu betätigen, zu joggen, was für mich absolute Quälerei war und ist, aber über eine Willenskraft ist durchgezogen.

25:18 Und dann kamen wir irgendwann auf diese dumme Idee, einen Halbmarathon laufen zu wollen. Und die längste Strecke, die ich jemals gelaufen bin vorher, waren dann ungefähr zwölf Kilometer. Und ich kam völlig untrainiert. Und du weißt, wir waren vier Wochen vorher im Silicon Valley, dann sind wir über die Golden Gate Bridge gelaufen. Genau. Das sind 2,98 Kilometer, werde ich nie vergessen, eine Strecke. Und ich war fix und alle auf der anderen Seite. Sicherlich nochmal gepaart mit meiner Höhenangst, die dazu kam. Oh Gott, das wusste ich gar nicht. Und ich konnte nicht mehr und wollte mir ein Uber bestellen, um von der anderen Seite dann zurück ins Hotel zu fahren. Und dann kam ja kein Uber, also blieb mir gar nichts anderes übrig, als diese 2,98 Kilometer auch nochmal zurück zu rennen.

26:05 Dann sind wir zurück nach Deutschland. 14 Tage später war dann Oktoberfest in München, wo wir dann erstmalig mit der Geschäftsleitung waren und hatten Strategie-Wochenende und natürlich Besuch auf der Wiesn. Und weitere 14 Tage später war dann dieser Köln-Marathon. Und ich bin im Leben nicht davon ausgegangen, den durchzulaufen, sondern habe mir Geld mitgenommen, in die Tasche gesteckt und habe gedacht, okay, egal wo du nicht mehr kannst, dann hast du halt Geld für ein Taxi, kannst du nach Hause. Super Trick, ja. Und hatte meinen Laufpartner, der Nana, das ist ja ein ganz Verrückter, der kann ja auch 100 Kilometer, glaube ich, laufen und der hat mich dann da tatsächlich durchgepusht. Und ja, die letzten 2 Kilometer, glaube ich, Dauer angeschrien.

26:53 Im Silicon haben wir darüber gesprochen, was du da vorhast und ich dachte nur so, Respekt, also dafür, dass das in ein paar Wochen ist, würde ich sagen, way to go, im Training noch. Und ich habe aber da gewusst, das ziehst du durch, weil du jemand bist mit einem wirklich großen Willen. Dann hast du das vor mir gewusst. Ich habe das vor dir gewusst, ja. Und der Nala, ich habe dieses Zieleinlauf-Video gesehen, mit so einem Motivator dabei hast du ja auch kaum eine Möglichkeit stehen zu bleiben. Und der Trick mit dem Geld in der Tasche, ich fahre viel Mountainbike und ich habe immer irgendwie einen Zehner in der Tasche, damit ich im Zweifel, wenn man eine Panne hat oder so, zurückkomme.

27:41 Aber den Zehner in Essen gibt es den Baldeneysee, eine Runde sind zwölfeinhalb Kilometer in etwa und da habe ich mich nie herangetraut. Und das erste Mal, wo ich mich herangetraut habe, war mit einem Zehner in der Tasche. Das ist echt ein witziger Trick, habe ich nie gebraucht. Aber es ist echt schön. Und ja, deine Lauferei hat dich über die Golden Gate Bridge gebracht. Ein Eindruck, der wahrscheinlich bleibt. Wir hatten ja ein Traumwetter. Ich war am selben Morgen ja auch da laufen. Und hat dich auf die Zielgrabe vom Köln-Marathon, vom Halbmarathon gebracht. Ja, das zeigt mal wieder, was durch Willenskraft alles erreichbar ist. Ja, Wahnsinn. Man muss Wollen und Ziele haben. Klicken wir mal oder schauen wir in eine andere Richtung, klicken das Fernlicht an. Gehen wir mal so ein bisschen in die Zukunft. Du bist ja sehr intensiv daran, das hat ja auch dein Auftritt gestern als Speaker da bei der Veranstaltung gezeigt, Autolevi fit für die Zukunft zu machen.

28:32 Da sind natürlich Themen wie die Mitarbeiter mitnehmen natürlich eine wichtige Sache. Aber wir haben natürlich Digitalisierung, neue Vertriebswege, die sich da setteln. Vielleicht kannst du uns dann einen kleinen Einblick geben, wie ihr da aufgestellt seid oder wo die Reise so gerade bei euch hingeht. Ja, vor zwei Jahren sind wir gestartet und haben gesagt, okay, wir würden gerne ein digitales Geschäftsmodell aufbauen und möchten unseren Kunden digital die Möglichkeit bieten, sonntags um 17 Uhr von der Couch alles das mit uns zu machen, was der Gast auch während der normalen Öffnungszeit montags bis freitags mit uns machen kann. Und haben uns dann auf die Reise gemacht, haben ein Lastenheft definiert.

29:20 Was bedeutet das, was müssen wir alles leisten können, haben das dann lange zusammengeschrieben, haben dann einen umfangreichen Agentur-Pitch gemacht, sind dann an eine gute Agentur gekommen, die uns das umgesetzt hat oder dabei ist umzusetzen. Wir sind jetzt ungefähr bei der Halbzeit dieses digitalen Geschäftsmodells. Wir haben also erstmal eine schicke neue Homepage. Wir haben jetzt eine Portallösung und wir werden zukünftig dann dafür auch Sorge tragen, dass wir digital ohne Medienbruch bei uns auf der Seite Autos verkaufen, ankaufen, finanzieren und leasen können. Das ist so mal ein Einstieg in den Umbruch. Dann gibt es ja viele weitere Entwicklungen, die gerade parallel laufen.

30:09 Stichwort Mobilitätsanbieter, Carsharing, Ridesharing. Auch da, und das war gerade gestern nochmal ganz, ganz spannend, wie Händlerkollegen da schon am Start sind oder kurz davor sind, an den Start zu gehen. Berese hat einen unfassbar guten Vortrag gehalten, die jetzt als Carsharer in Münster operieren werden mit Woody und 200 e-Smarts. Das war ein sehr inspirierender Vortrag, aber auch kleine Händler, die da schon unterwegs sind im Bereich Mietmodelle, Abo-Modelle, Carsharing-Modelle. Ja, und das sind natürlich alles, alles Themen, die wir uns auch intensiv ansehen, mit denen wir uns beschäftigen und wo wir natürlich auch für uns versuchen zu erkennen, wo ist die Geschäftsidee, wo ist das Geschäftsmodell.

30:59 Weil die Welt im Automobilhandel, die wird sich zwangsweise verändern und dann wollen wir lieber einer sein, der vorneweg mitgeht, als einer, der hinten überfällt. Neue Mobilität, da jetzt gerade ganz aufmerksam zugehört, dann kam ja so die Idee, als wir in San Francisco waren, E-Scooter, was ja gerade hier so ganz aktuell durch die Medien getrieben wird, dass es jetzt zugelassen wird, weil er in San Francisco ergangen und gäbe, dass die da, ich will schon beinahe sagen, rumgeballert sind auf der Straße mit, weil 25 sind die teilweise nicht gefahren, sondern deutlich schneller. Die fahren schon seit Jahren durch Tel Aviv und du wirst es nicht erleben, aber Olli, und dann fahren die mit Geschwindigkeiten, da wird dir schlecht, 50, 60 fahren die ohne Helm, geht da alles.

31:44 Aber ja, es ist jetzt glaube ich gerade durchs Kabinett durch die Thematik E-Scooter und das ist auch ein Begriff, den ich mir gestern dick aufgeschrieben habe, den habe ich mir gestern von Darmstadt nach Düsseldorf mitgenommen und werde mich jetzt nochmal mit diesem Thema beschäftigen. Sucht ihr schon ein Ladenlokal für einen Citystore? Naja, wir haben ja größere Ladenlokale schon da. Okay, ja könnte man ja ein paar Scooter hinstellen. Genau. Und ein bisschen noch stärker auf Lewy aufmerksam machen. Zumindest habe ich es mir gestern aufgeschrieben, das Wort. Sehr gut. Jetzt so eine wirkliche Zukunftsfrage. Was glaubst du, was die Autobranche so in drei bis fünf Jahren entwickelt, wie sie sich entwickelt, was da Neues kommt?

32:36 Wir haben mit unterschiedlichen Entwicklungen zu tun, gerade in der Automobilbranche. Wir haben Entwicklungen in dem Bereich der Technologie. Also was sind Antriebe, Hybrid, E-Mobilität, Wasserstoffmobilität, andere Themen. Das wird jetzt stark passieren. Wir haben das Thema, worüber wir gerade gesprochen haben, Mobilitätsdienstleistung, Carsharing. Wir sehen im Moment, dass das Thema Abo-Modelle zunimmt. Also Kunde mietet für einen Monatsbetrag sich Mobilität und ist super flexibel, kann das Auto quasi jederzeit auch zurückgeben.

33:22 Wir erleben eine Situation, wo alle Hersteller oder die allermeisten Hersteller die Händlerverträge gerade kündigen und mit den jeweiligen Verbänden neu verhandeln, so eben auch mit Toyota. Ich bin ja auch noch Präsident vom Händlerverband der Toyota und Lexushändler in Deutschland. Da stehen wir gerade in der Verhandlung. Und da erleben wir natürlich auch der Wunsch des Herstellers. Wie sieht er die Zukunft? Und es wird alles deutlich digitaler. Und insofern müssen wir schauen, welche Rolle hat zukünftig noch der Hersteller und welche Rolle hat zukünftig noch der Handel. Ich glaube, dieses Rollenverständnis ist gerade noch nicht so klar. Dann eine ganz tolle Frage mit den Erfahrungen aus dem Silicon Valley.

34:10 Wann sitzt du das erste Mal in einem komplett autonomen Auto? Ja, da muss ich sagen, da war ich dann doch eher etwas beruhigt. Da waren wir ja beim Toyota Research Institute und hatten ja einen super spannenden Vortrag vom JAS, der uns dann mal die Zukunft erklärt hat. Und der uns ganz klar zu verstehen gegeben hat, dass mit dem komplett autonomen Fahren, das dauert eben doch noch länger. Da hat man sich wahrscheinlich so ein bisschen zu früh gefreut nach dem Motto, dass das jetzt kurz vor der Tür stünde. Dem ist nicht so. Also komplett autonomes Fahren ist eine Technologie, die eher 2035 und später auf uns zukommt, als innerhalb der nächsten 15 bis 20 Jahre.

34:57 Alles, was vorher jetzt in der Richtung schon kommuniziert wird, ist einfach Testbetrieb und nicht realitätsnah. Auch da wird es nicht den Lichtschalter geben und plötzlich fahren wir alle autonom, sondern auch das wird Entwicklungen sein. Wir haben heute Morgen erst darüber gesprochen, da war der Präsident von Toyota Deutschland hier, weil wir unsere Bilanz vorgestellt haben bei den Banken. Und das wird erst mal so beginnen mit so sehr geschützten Umgebungen. Also zum Beispiel am Flughafen, wo du von A nach B kommst, dann werden wir Mobilität erleben ohne Fahrer in solchen Bereichen. Wir brauchen mindestens 5G flächendeckend, um überhaupt in der Lage zu sein, dieses Datenvolumen, was da produziert wird.

35:46 Und wenn du das mal so ein Verhältnis hast, ein Fahrzeug im vollautonomen Betrieb sammelt innerhalb von einer Minute mehr Daten als ein Vier-Personen-Haushalt in einem Jahr produziert. Also damit man ungefähr eine Vorstellung hat, über was für ein Datenvolumen wir sprechen. Und das werden wir noch über Jahrzehnte nicht flächendeckend in der Bundesrepublik aufbauen können. Da wird es Teilbereiche geben, wie zum Beispiel Autobahnabschnitte, wo das dann gegeben sein kann. Wo man dann sicherlich mal 100, 200, 300, 400 Kilometer über der Autobahn autonom fahren werden kann. Aber man wird sicherlich die Strecke bis zur Autobahn oder von der Autobahn runter bis zu seinem Ziel eben in einem anderen Modus noch unterwegs sein.

36:35 Also das ist sicherlich eine Technologie, die kommen wird, keine Frage. Aber so schnell wie vor zwei, drei Jahren vermutet eben auch noch nicht. Frank, vielen Dank, dass du dich meinen Fragen rückblickend und ausblickend gestellt hast. Wir sind jetzt soweit durch und ja, danke für die Zeit. Gerne Tim. Und wir quatschen gleich noch in Ruhe weiter über das eine oder andere, was nicht in den Podcast gehört. Weil die Tel Aviv-Geschichte interessiert mich dann doch sehr. Ja, vielen Dank. Das war es für den Podcast heute und wir hören uns. Tschüss. Tschüss.