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Benzingespräche · Folge 195 · · 28 Min

Peter Heid, Geschäftsführer Fuhrwerk+ / CarCharter

Cover des Podcasts Benzingespräche
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Worum es geht

In dieser Folge spreche ich mit Peter Heid von der Fuhrwerk plus GmbH über ein Thema, das viele noch nicht kennen: Wie Angestellte per Bruttogehaltsumwandlung deutlich günstiger an einen Firmenwagen kommen und warum das längst nicht nur fürs Fahrrad gilt. Wir beleuchten die Chancen, die dieses Modell für Unternehmen und Mitarbeitende bietet, und wie Elektromobilität und flexible Auto-Abos die Arbeitswelt verändern. Außerdem diskutieren wir, warum Steuerberater oft noch nicht auf dem Schirm haben, was wirklich möglich ist, und welche Rolle Nachhaltigkeit und neue Mobilitätskonzepte für die Zukunft der Branche spielen. Wenn du wissen willst, wie du mit deinem Arbeitgeber günstiger mobil wirst und was die nächste Generation der Mobilität ausmacht, solltest du unbedingt reinhören!

Gespräch als Text

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00:00 Benzingespräche. Der Branchen- und Personality-Talk der deutschen Automobilwirtschaft. Der Podcast für und mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind, erzählt zu werden. Es geht um neue und verschiedene Blickwinkel auf die Autobranche und persönliche Meinung zukünftiger Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, Content-Creator und freier Automarketing-Berater. Herzlich willkommen zurück bei den Benzingesprächen. Und heute haben wir einen speziellen Gast, ist nämlich ein Franke. Da müssen wir wirklich aufpassen, ob wir alles verstehen. Aber ich glaube, er ist stets bemüht, auch Hochdeutsch zu sprechen, oder?

01:00 Stets bemüht. Sehr schön. Ja, herzlich willkommen, Peter Heid von der VORBEC Plus GmbH. Hallo, Peter. Grüß dich, Tim. Hi. Ja, auf jeden Fall. Sehr gerne. Und heute auch mal so im Bild. Und ja, wir kennen uns ja schon ein paar Tage, weil wir zusammenarbeiten. Korrekt. Und ich habe mir immer eine Frage gestellt, weil du hast ja eine lange Vermieterhistorie beruflicherweise. Ich habe immer so eine Abschlussfrage und da wird es immer so nachdenklich. Aber jetzt ist das eine gute Frage am Anfang. Wie viele Autos hast du in deiner beruflichen Laufbahn schon vermietet, in etwa?

01:44 Viele, würde ich sagen. Viele? Nee, das ist toll. Ich... Heißt ja, inzwischen 20 Jahre. Sechsstellig? Sechsstellig? Ja. So was ist ja nicht bestimmt, ja. Du hast mir vorhin verraten, du hast das versucht zu überschlagen. Erzähl mal. Weil die Zahl war schon... Ich habe das schon mal versucht. Aber mit einem durchschnittlichen Fuhrparkbestand, über die vielen Jahre mit einer Auslastung um die 200.000 Vermietungen bestimmt, ja. Wow. Ich... Also, war ja eine offene Frage. Ja. Und ich habe mir aber auch überhaupt keine Gedanken gemacht, wie die Zahl sein kann. Aber ich... Ja, über 20 Jahre. Wahnsinn. Das ist ja total krass. Also hast du halt Deutschlandmobil gehalten. Und darüber hinaus.

02:29 Und darüber hinaus. Ja, prima. Haben wir das erstmal geregelt. Heute für den Talk mich interessieren ein paar Dinge, die so ganz pauschal mit dem Thema Bereitstellung von Mobilität zu tun haben, was ihr hier so macht. Und da vor allem ein Modell, wie Angestellte einen Firmenwagen fahren können, aber viel weniger dafür bezahlen. Da kommen wir auf jeden Fall gleich drauf, weil in unserer Zusammenarbeit habe ich das Thema kennengelernt. Ja. Und dachte so, hä? Das geht? Ja. Aber es weiß irgendwie keiner. Oder es wissen wenige. Ja, es wissen wenige. Also wir werden... Beziehungsweise wissen es schon einige, aber sie wissen es nicht, dass es mit Autos gleichermaßen funktioniert.

03:15 Ja, okay. Das Thema mit Fahrrädern ist sehr bekannt. Ja. Also jetzt könnt ihr schon erahnen, in welche Richtung das geht. Die Abkürzung ist BGU, aber den Rest beklären wir gleich.

03:26 Der Klassiker in den Benzingesprächen. Wir haben immer erstmal den Blick in den Rückspiegel und gucken ein bisschen zurück. Und da würde ich erstmal bitten, sag uns doch mal ein paar Sätze zu dir. Wer bist denn du eigentlich, Peter? Na, ich bin Franke. Du bist Franke. Herzlich Willkommen. Ich bin in Nürnberg geboren. Wohne auch nach wie vor in Nürnberg. Schöne Stadt. Bin inzwischen 50 Jahre alt. Zwei Kinder. Ein vorpuppertierend, ein nachpuppertierend. Ein Hund, eine Frau. Ganz klassisch. Der vorpuppertierende ist jetzt kurz vorm Urlaub, vor dem ersten eigenen Urlaub. Oder alleinig. Das ist doch schon der fast nachpuppertierende. Wird spannend. Viel Erfolg. Spannend für ihn. Wir werden sehen. Ausland Krankenversicherung, alles da, ne? Alles dabei. Okay, alles klar. Alles gut. Ja, ansonsten, ich habe mal vor langer, langer Zeit eine Ausbildung zum Versicherungskaufmann gemacht.

04:16 Habe dann ein BWL-Studium noch drauf gesetzt. Aber beruflich war ich immer im Automotive-Sektor unterwegs. Also neben dem Studium BMW Air Berlin, war jetzt eine gute Fluggesellschaft. Und danach Autovermietung, Autovermietung, Autovermietung, Filialleiter, Area Manager, Fuhrparkleiter. Um dann in den Vertrieb rüber zu gehen, dann bin ich zu meinem ehemaligen Arbeitgeber, zu Choice AG, hieß vorher CC und Rensystem GmbH. War dafür das komplette operative Geschäft auf Geschäftszeitungsebene verantwortlich. Durfte dann parallel als Geschäftsführer die VWL Plus übernehmen. Und vor jetzt, vor eineinhalb, zwei Jahren, sind beide Bereiche deutlich größer geworden. Und durfte mich dann entscheiden und habe mich natürlich für die VWL Plus, für mein Herzensprojekt entschieden.

05:06 Okay, das machst du jetzt, wie gesagt, ein paar Tage. Und ihr kümmert euch ja in der VWL Plus. Man muss das ein bisschen einmal erklären, weil es so zwei, ich wollte jetzt Geschäftsbereiche sagen. Es ist sehr ähnlich, aber doch anders, weil die VWL Plus, die kümmert sich um Mobilitätsangebote für Hersteller. Hersteller und Importeure. Hersteller und Importeure, ja. Was macht ihr da genau? Also welche Probleme löst ihr da? Ja, wir sind eine Ansammlung an Mobilitätsexperten, alle aus der Vermietung oder alle aus dem Mobilitätsumfeld. Wir arbeiten für Hersteller und Importeure und kreieren deren Mobilitätsangebote, also beraten, implementieren und betreuen sie auch in deren Namen operativ.

05:58 Und das kann vielfältig sein, dass wir machen beispielsweise Händlernetzwerke. Das heißt, wir befähigen die Handelslandschaft, Mobilität anzubieten. Wir machen die Poolverwaltung. Wir unterstützen das Assistenzgeschäft. Das ist sehr vielfältig. Wir haben bei der Einführung von Abo-Produkten geholfen. Und immer im Namen und im Auftrag von Hersteller und Importeuren, auch von Leasinggesellschaften, waren da der White-Label-Dienstleister dahinter. Oder es sind der White-Label-Dienstleister dahinter. Spannend. Ich liebe diese Autobranche ja. Ich glaube, da haben wir am Anfang auch mal darüber gesprochen, weil man denkt an die Autobranche. Dann gibt es einen Hersteller, dann gibt es einen Händler, dann gibt es noch eine Leasinggesellschaft oder eine Bank. Aber man lernt ja in den Jahren immer wieder so, da gibt es einen White-Label, also einen White-Labeler, der für die Hersteller Mobilität bereitstellt.

06:51 Wo ich so denke, was gibt es nicht alles? Das ist, finde ich, immer wieder erstaunlich, was es rund um Mobilität alles gibt. Ja, aber die Entscheidung ist immer das Gleiche. Mache ich es selber oder kaufe ich es mir ein? Und wenn es jemand anders gut tut und abbilden kann und die Arbeit lange Erfahrung hat, dann wird es häufig dann eben auch gekauft. Und wir sind bei vielen Herstellern seit vielen Jahren aktiv. Das heißt, so richtig verkehrt haben wir es auch nicht gemacht. Okay. Das ist so der eine Part. Und es gibt ja quasi eine spannende Eigenmarke, Card Charter. Ja. Und da bietet ihr auf der einen Seite Flottenlösungen und andere individuelle Lösungen an. Worum dreht sich es bei der Card Charter? Ja, Card Charter ist ein Abo-Produkt und es gibt ja mehrere Abo-Anbieter im deutschen Markt, aber keiner hat sich speziell auf den Gewerbekunden, also das B2B-Geschäft spezialisiert.

07:49 Und wir wollen mit Card Charter eben genau diese Lösung anbieten, dass wir speziell für Gewerbekunden, für B2B-Kunden Lösungen anbieten, Mobilitätslösungen, Abo-Lösungen anbieten und haben uns eben genau in dem Bereich fokussiert und haben zwei Produktlinien. Einmal Fleet und einmal Benefit, Fleet ist im Endeffekt adressiert an dienstwagenberechtigte Fahrer, an die Fuhrparkleiter, die wir genau versuchen, die Bedürfnisse zu treffen. Also dass es für den Fuhrparkleiter entspannt ist, dass es sich einfach und rechtssicher bewegen kann und für den dienstwagenberechtigten Fahrer, dass wir genau die Angebote haben, die er braucht. Aber Auto-Abo, nicht Leasing, nicht Finanzierung? Nein, alles unterhalb vom Leasing, also sechs bis zwölf Monate und sehr flexibel.

08:34 Wir bieten auch vier Monate einmal herstellerübergreifend, unabhängig, gut ausgestattete Fahrzeuge, alles in dem Online-Shop, digital abrufbar, digital buchbar, schnell verfügbar. Tja, also sehr neudeutsch, smooth. Okay, und dann halt für große, aber auch für kleine Unternehmen, da macht ihr keinen Unterschied. Ich bin kurioserweise, du hast es gerade so gesagt, Auto-Abo im Kontext B2B. So bei einer Laufbahn habe ich das auch nie wahrgenommen. Das war immer, wenn es so um Dienstwagen, Firmenwagen ging, das war immer automatisch irgendwie Leasing. Und das war nie so Kurzzeit. Ah ja, gut, es war Leasing und Langzeitmiete, es gab schon dieses Produkt der Langzeitmiete. Und jetzt, das Abo ist halt deutlich flexibler und der Unterschied zur Langzeitmiete ist, dass man ein spezielles Auto buchen kann.

09:23 Also man sagt wirklich, ich brauche diesen VW Passat oder diesen Kaihon oder diesen, was weiß ich, möchte ich genau dieses Fahrzeug haben. Das ist dann ein Abonnement und die Laufzeiten sind aber flexibel. Also ich kann auch von vier bis zwölf Monaten wählen und gibt eine große Daseinsberechtigung für dieses Produkt unterhalb vom Leasing. Das eine ersetzt nicht das andere, aber es ergänzt. Okay. Gehen wir mal weg von der Flotte und gehen wir mal zu dem Aufhänger von dem Gespräch, weshalb ich mal mit dir sprechen wollte. Weil ich finde, das ist ein besprechenswertes Thema einfach und es ist mir bis dato noch nirgendwo anders, bin ich noch nie in Berührung gekommen. Da habe ich etliche Fragen zu, warum das so ist auch. Ihr bietet quasi auch, ich nenne das jetzt mal Automobilität, ein Auto-Abo, im Rahmen einer Brutto-Gehaltsumwandlung an.

10:14 Und ja, mehr sogar, also hier unterscheiden wir nicht mehr zwischen Abo und Leasing, sondern wir bieten Laufzeiten von vier bis achtundvierzig Monaten an. Okay. In der Entgeltumwandlung korrekt mehr. Okay. Also erstmal, Brutto-Gehaltsumwandlung. Erklär erstmal, was ist das? Vielleicht anhand des Fahrrads kann man es ein bisschen relativ leicht erklären, weil das ist irgendwie gängiger. Also was ist das und wie funktioniert das? Herr Brutto-Gehaltsumwandlung, wie du sagst, Jobrad, glaube ich, ist hier ein Begriff. Im Endeffekt wandelst du über dein Gehalt ein Fahrrad um und wir sind eben nicht auf zwei Rädern, sondern auf vier Rädern. Also wir wandeln über das Gehalt ein Pkw um. Vornehmlich Elektro- und Hybridfahrzeuge, weil sie die höchste steuerliche Vergünstigung haben. Haben hier ein breites Angebot, verschiedenste Hersteller, verschiedenste Modelle.

11:02 Und das Fahrzeug wird im Endeffekt über das Gehalt umgewandelt und durch den steuerlichen Effekt und durch die Sozialversicherungseinschwerung ist es deutlich attraktiver. Also bis zu 40 Prozent günstiger, als würde ich ein Fahrzeug der gleichen Couleur über mein Netto-Gehalt beziehen. Okay, also nochmal konkreter der Aufhänger. Also, wenn ein Angestellter kann über eine Brutto-Gehaltsumwandlung einen Firmenwagen bekommen, und dafür quasi 40 Prozent weniger zahlen, als wenn er das selber machen würde. Das ist nicht immer 40 Prozent. Ungefähr, sagen wir mal bis zu. Der Klassiker, bis zu. Aber es ist genau so, kann sich ein Modell ein Hersteller auswählen, wenn der Arbeitgeber natürlich mit uns einen Rahmenvertrag schließt.

11:50 Diese Fahrzeuge werden im Onlineshop dargestellt. Der Mitarbeiter bucht dieses Fahrzeug, der Arbeitgeber bestätigt diese Buchung. Dann vermieten wir dieses Fahrzeug an den Arbeitgeber und der Arbeitgeber überlässt es dem Arbeitnehmer. Und über das Gehalt wird dieses Fahrzeug gewandelt. Und es ist wie eine Betriebsrente, wie ein Jobrad, wird eben auch das Auto gewandelt. Und durch diese steuerlichen Effekte ist das Fahrzeug für ihn deutlich attraktiver, wenn er es über das Gehalt wandelt, als würde er es selbst beziehen. Privat, außen Netto-Gehalt. Okay. Aber auch wieder das Abo-Modell. Also du hast das vier bis 48 Monate? Nee, es ist nicht nur Abo. Also wir können sowohl Leasing wandeln, als auch Abo. Und je nachdem, was der Arbeitnehmer eben möchte, ist alles dabei. Also es gibt natürlich die Arbeitnehmer, die sagen, sie möchten die Technologiesprünge mitnehmen.

12:35 Ich möchte immer das neueste Modell fahren. Ich möchte immer den Hersteller wechseln. Ich möchte immer die neueste Batterietechnologie sehen. Also diese Innovativen, die Treiber, die nehmen dann natürlich lieber das Abo. Die sagen, nach sechs Monaten tausche ich das Fahrzeug aus. Und nach zwölf Monaten, und ich weiß noch nicht, wie meine Lebenssituation in zwölf Monaten ist. Vielleicht arbeite ich nicht mehr in Deutschland. Vielleicht habe ich einen anderen familiären Kontext. Und die entscheiden sich eher für das Abo. Es gibt aber auch andere, die natürlich sagen, Mensch, ich habe eine Sicherheit. Ich habe eine Beständigkeit. Ich wohne in diesem Ort. Ich möchte einen 36-Monats-Leasing-Vertrag. Dann können sie natürlich auch dieses Fahrzeug nehmen im Leasing und genauso wandeln wie das Abonnement. Also ich habe etliche Fragen dazu. Wie lange gibt es das schon? Dass das so funktioniert.

13:20 Weil, wie gesagt, mir ist das Thema noch gar nicht entgegengekommen.

13:28 Du bist unzufrieden mit deinen Marketing-Ergebnissen. Jetzt mal aufgepasst. Ihr kennt mich als euren Podcast-Host und Experten für die deutsche Autobranche. Aber wusstet ihr auch, dass mein eigentliches Business die Tim-Klötzing-Marketing-Beratung ist? Im Grunde mache ich den Job schon seit über 20 Jahren. Ich unterstütze Autohäuser und Dienstleister rund um den Autohandel mit meiner Marketing-Erfahrung in der Autobranche. Was mache ich da genau? Ich berate meine Kunden von der Positionierung, Strategie, Marketingplanung, Agentursteuerung, Lead-Optimierung, Online-Marketing und so weiter und so fort. Kann man sich auch ein bisschen wie einen externen Marketingleiter, externen CMO vorstellen. Das Beste dabei, mein Wissen und Leidenschaft für Automotive-Marketing kann man buchen.

14:18 Also, wer Bock hat, sein Marketing zu verbessern und mehr Umsatz zu machen und das mit einem Partner, der die Branche genau kennt und sich genauso reinkniet wie du, schau mal auf meiner Website vorbei. www.tim-klötzing.de Ich kann dir ehrlich gesagt nicht sagen, wie lange es es schon gibt. Ich weiß, dass es jetzt verstärkt aufkommt und dass natürlich auch das Thema Nachhaltigkeit eine große Rolle spielt, dass das Thema CO2-Fußabdruck bei den Arbeitgebern eine große Rolle spielt, dass es darum geht, Benefits für Mitarbeiter zu bieten. Attraktive Arbeitgeber wollen eben immer mehr Werte schaffen für ihre Belegschaft und deswegen stößt man bei vielen Unternehmen offene Türen ein. Man muss natürlich ein paar Dinge auch mit ihnen besprechen, aber dann ist das wirklich ein schönes Produkt.

15:05 Und mit Jobrad ist es eigentlich in vielerlei Munde. Also, viele Unternehmen kennen das Thema schon und das Auto wird immer mehr erschlossen jetzt. Ja, Wahnsinn, weil wir sprachen ganz kurz vorher drüber. Ich stelle mir so in mir drin, ich hoffe, davon hören jetzt nicht genug zu, die Frage, warum erklärt das einen Steuerberater nicht? Du hattest vorhin eine sehr abrupte, spontane Kurzantwort. Gott, die müssen wir jetzt nicht doch mal auspacken, aber es, die wissen es nicht besser, scheinbar. Die kennen es nicht. Ja. Das ist halt ein bisschen krimisch, aber jeder, der es jetzt doof findet, er wendet sich an mich. Ich habe es in die Runde geworfen, also von daher, das ist nicht dein Ball.

15:50 Also, das bucht der Arbeitgeber, also die Unternehmen, denen macht ihr einen Rahmenvertrag und dann bekommen die einen Zugang zu einem Shop, hast du gesagt, wo die halt sich Fahrzeuge aussuchen können. Und dann ist aber auch der Weg dann weiter. Also, die werden dann schon von euch an die Hand genommen, wie das inhaltlich und vom Ablauf her funktioniert. Und wie es auch, ich sage mal, Richtung HR, wahrscheinlich in der Verrechnung und Co. läuft. Ja, das Setup ist relativ, also das Setup ist wichtig. Man muss mit dem Arbeitgeber besprechen, welche Mitarbeiter dürfen teilnehmen. Dürfen alle teilnehmen? Dürfen nur bestimmte Mitarbeitergruppen teilnehmen? Welches Angebot soll angezeigt werden? Wollen wir Leasing und wollen wir AVO? Wollen wir nur eins von beiden? Welche Hersteller, welche Modelle, welche Antriebsformen?

16:35 Und wenn das Setup einmal stimmt, machen wir einen Rahmenvertrag und dann setzen wir im Endeffekt einen geschlossenen Shop für die Mitarbeitenden auf. Also, in diesem Shop sind dann diese Angebote inkludiert und ab dann können die Mitarbeiter online diese Fahrzeuge bestellen. Man kann auch eine Freigabeschleife einbauen, sodass der Arbeitgeber dem Ganzen nochmal zustimmt. Und dann wird das Fahrzeug über uns bestellt und einem Mitarbeiter in einem späteren Zeitpunkt ausgeliefert. Wichtig ist, dass man die Mitarbeiter vernünftig aufklärt. Das kann sein durch Informationsbriefe, das kann Kantinengespräche sein. Das können über das Intranet sein. Das sind verschiedenste Möglichkeiten, aber das bespricht man im Endeffekt mit den Arbeitgebern. Und man muss hier auch mehrere abholen. Also man muss nicht nur mit der Geschäftszeitung sprechen, sondern schlagen mit dem Betriebsrat, mit der Gewerkschaft.

17:22 Ganz wichtig ist auch mit der Personalabteilung, mit der HR, weil natürlich dann die Schnittstellen geschaffen werden, damit wir alle Informationen übersenden dürfen, sodass es natürlich dann auch richtig an die Geistung haben kommt. Ja, ganz genau. Ja, du hast mehrere Beteiligte, aber das ist ja alles geregelt oder ist ja alles schon durchgespielt. Das ist kein Hexenwerk. Deswegen müssen Sie die Steuerberater eigentlich wissen. Ja, okay, nächstes Thema. Du hast das vorhin im Nebensatz angedeutet, was der Arbeitgeber ja noch davon hat. Also sprich, ein Benefit für den Arbeitnehmer. Aber das Thema, jetzt muss ich sortieren, ESG, CSR, D. Also was hat der Unternehmer quasi noch davon?

18:10 Weil es hat ja auch mit dem Thema Nachhaltigkeit zu tun, weil das, was ihr ja in die Flotten bringt oder in die Belegschaft für Mobilität bringt, ist ja vornehmlich, hast du gesagt, Elektromobilität oder auch Hybride, was ja Vorteile für die Unternehmen wieder hat. Ja, zum einen werden die Unternehmen grüner. Der CO2-Fußabdruck reduziert sich dadurch, weil die Mitarbeitermobilität, also der reine Arbeitsweg zählt zum Scope 3 eines Unternehmens. Und es gab Berichtspflichten für Unternehmen, die sollten eingeführt werden, wurde jetzt im Zuge der Wirtschaftlichkeit oder unserer wirtschaftlichen Leistungsbilanz des Unternehmens von Deutschland jetzt wieder ein Stück weit zurückgestellt.

18:57 Aber jeder innovative Unternehmer weiß, dass Nachhaltigkeit ein Thema ist, wo er sich zukünftig damit beschäftigen muss und lieber heute als morgen. Und grüner zu werden, dieses Thema anzugehen, macht nur Sinn. Und dann tut er seinen Mitarbeitern ja auch noch was wirklich Gutes. Also dieser Benefit-Gedanke ist wirklich immens. Und wer da noch nicht überzeugt ist, der Unternehmer spart sich auch was, weil durch die reduzierten Sozialversicherungsbeiträge muss der Unternehmer natürlich auch weniger Lohnnebenkosten bezahlen, die er wiederum reinvestieren könnte, beispielsweise in eine Betriebsrente, wo er wiederum den nächsten Benefit für seinen Mitarbeiter hat. Also es ist wirklich, das Thema ist hochspannend und wir empfehlen jedem Unternehmer, das zu machen und mit 90 Prozent, wo wir auch ins Gespräch kommen, sagen, das ist hochinteressant.

19:49 Genau deswegen wollte ich mit dir darüber exakt sprechen. Und da haben wir jetzt auf jeden Fall eine Menge zugelernt. Vielen Dank dafür. Und jetzt nehmen wir nämlich den Blick aus dem Rückspiegel raus und machen ein Fernlicht an und gucken mal ein bisschen in die Zukunft. Und da habe ich ja mit dir jemanden, du hast gesagt, du bist seit 20 Jahren gut in der Branche tätig. Und du hast ja immer wieder im Kontext der Fahrzeugvermietung immer gearbeitet. Da habe ich aber, und da gibt es ja auch immer wieder Strömungen und da habe ich so eine Frage. Und zwar verändert sich das Thema Ownership, also Kauf eines Fahrzeuges versus Nutzung eines Fahrzeuges.

20:35 Weil gerade, jetzt machst du viel B2B, ja, aber jetzt gucken wir mal so ein bisschen über den Tellerrand, auch B2C. Wie verändert sich das gerade? Weil da wird immer so viel für das mit dem Fahrzeug, das soll jetzt so ein Convenience-Ding wie Netflix werden und das Auto-Abo wird auch gerne damit so in einen Topf geworfen. Verändert sich da was? Ja, es hat beides eine Daseinsberechtigung. Es würde auch zukünftig den Fahrzeugkauf geben, den klassischen, aber es gibt einen klaren Trend. Und der Trend hin zum Nutzen statt Besitzen ist schon da. Und die jungen Leute wollen heute nichts mehr besitzen. Sie wollen aber alles nutzen. Und es ist eben diese, in Anführungszeichen, Netflix-Generation, die sagt ja, wenn ich auf alles Zugriff habe, warum muss ich es dann besitzen? Also wir früher haben ja noch eine Schallplatte gekauft, eine CD gekauft, die man füßig hatte, das war dann ein Stück meine Musik und jetzt streamt man diese Dinge.

21:29 Und bei der Mobilität ist es genauso. Solange ich immer und überall auf Mobilität zugreifen kann, muss ich das Fahrzeug auch nicht mehr besitzen. Und deswegen gibt es nach wie vor auch einen Bereich für Kauf, wenn ich das Fahrzeug umbauen muss, wenn ich es langfristig halten muss als Unternehmer, wenn ich weiß, dieses Wirtschaftsgut habe ich 20 Jahre. Aber der Trend zum Nutzen wird immer mehr und der Besitz wird weniger. Es wird sich nicht komplett auflösen, aber der Trend ist ungebrochen und wird aus meiner Sicht auch nicht mehr ab. Okay, es gab in den letzten Jahren auch durchaus mal Bestrebungen, jetzt könnte man überlegen, ob das mit dem Agenturvertrieb, wo etliche Hersteller ja so in den Agenturvertrieb wollten und dann ja das ganze Thema irgendwie bei sich belassen wollten und die VW hat eine VW Financial oder wie auch die ganzen eigenen Banken und so heißen.

22:29 Da meine ich mal mitbekommen zu haben, dass so der Trend zumindest eine kurze Zeit lang so da war, dass Hersteller ein Fahrzeug gar nicht mehr veräußern, sondern versuchen so über den ganzen Lifetime-Cycle über die verschiedenen Steps eigentlich im eigenen Bestand zu haben und immer wieder weiter zu verwerten, aber im eigenen Bestand.

22:51 Ja, diese Bestrebung war da und es wurde auch vielfach gemacht. Das Agenturgeschäft, manche Hersteller haben es eingeführt, wieder eingestampft, andere Hersteller machen es nach wie vor, aber wir haben in Deutschland eine Struktur von unfassbar vielen Händlern, einer guten Handelsorganisation, die einen sehr guten Tat zu ihren Kunden haben und warum muss man Dinge, die bewährt sind und die gut funktionieren, denn so leichtfertig aufgeben. Also die meisten kehren wieder zurück, haben verstanden, wie wichtig die Händler sind. Also beispielsweise haben ja viele deutsche oder europäische Hersteller auf ihre Händler oder ihre Handelsbeziehungen verzichtet und dann kamen die Asiaten und haben genau diese Händler als Vertriebskanal genutzt und ich glaube, es wurde erkannt, dass die Händler nach wie vor ein großer Bestandteil sind und wichtig sind für den Vertrieb der Fahrzeuge, ob es jetzt im Abo ist, ob es im Leasing ist oder ob es im Verkauf ist.

23:47 Okay. Nochmal ein bisschen das Thema ganz kurz BGU in der Zukunft, weil wenn man in einen Fahrradladen geht, kommst du eigentlich am Tresen kaum daran vorbei, dass da mindestens ein Flyer steht, der dir auch das Jobrat oder ich weiß nicht, wie die alle einen Job leasen, keine Ahnung, wo das angeboten wird. Das ist ja im Autohandel nicht so. Glaubst du, dass sich die Bruttogehaltsumwandlung in der Breite auch so durchsetzen wird? Ja. Okay. Punkt. Alles klar, danke. Wir können jetzt cut. Danke. Nein, also ja, ich glaube das schon. Also wir sind jetzt hier am Anfang und aus meiner Sicht würde es sich durchsetzen. Also ich kann das nur mit einem klaren Ja beantworten.

24:37 Okay. Wer ist denn da, wenn du jetzt so ein bisschen in den Alltag reinreflektierst, wo ist gerade die, gibt es ein Problem in dem, wie sagt man, im Hochfahren dieser Bruttogehaltsumwandlung, dass das in die Breite kommt? Sind da Unternehmer eher die Bremser oder die Angestellten, die vielleicht Ängste haben? Nein, also der große Treiber natürlich für das Thema BGU mit PKWs ist die Elektromobilität. Die Fahrzeuge sind steuerlich vergünstigt und die Elektromobilität hat jetzt erst vor kurzem wirklich richtig Fahrt aufgenommen. Und jetzt haben wir erstmalig in Deutschland seit ein paar Monaten mehr Zulassungen im Elektrobereich, also im B2B-Kontext, als normale Verbrenner.

25:25 Und deswegen wird in diesem Zuge das Thema BGU auch immer relevanter werden.

25:33 Ich bin echt gespannt. Ich kriege die schon ohne dazu. Ja, ich muss gestehe, ich wollte auch gerade irgendwas in die Richtung sagen. Aber ich glaube, meine Hörer wissen ja auch, was ich für Vorlieben habe für Antriebsmodelle. Aber vielleicht ist es ja mal ein interessanter Test. Ja, auch der Name deines Podcasts. Oh, tell me something new. Schon tausendmal gehört, aber ich sage es nochmal, wenn wir an einem Auto stehen, ist egal welcher Antrieb, dann ist das, also ich weiß nicht, ob es überall in Deutschland so war, aber im Ruhrgebiet ist es einfach ein Benzingespräch. Reden am Auto über ein Auto. Ja, wenn da kein Benzinantrieb drin ist, ja, mein Gott. Ich habe schon so viel lustige LinkedIn-Nachrichten dazu gekriegt.

26:19 Glaubst du nicht? Das ist so. Ja, ja. Jetzt habe ich es auch nochmal formuliert. Schöne Grüße an alle. Gut, haben wir das auch besprochen. Jetzt kommen wir zu der klassischen Abschlussfrage. Ja. Wann sitzt du das erste Mal in einem komplett autonomen Auto? Und da muss ich noch den Zusatz machen. Nicht in Dallas, San Francisco oder wo auch immer, sondern in Deutschland, einfach so, da kommt ein Auto, das ist autonom, du steigst ein, lässt dich zur Arbeit fahren, machst eine Zeitung auf und steigst wieder aus, bist da. Ich habe schon alle Ausreden gehört, deswegen muss ich eingrenzen. Nein, nein, ich teile die Frage in zwei. Also ich glaube, wir waren alle schon in einem gesessen. Weil das Auto kann es. Ja. Aber die wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen sind eben nicht gegeben.

27:07 Das ist das große Problem in Deutschland. Also wir haben es nicht reguliert, die Infrastruktur ist nicht ausgebaut und deswegen, auch wenn es das Auto kann, glaube ich, zehn Jahre. Also 2036. Ja. Alles klar. Nämlich. Also flächendeckend. Flächendeckend, ja. Das ist einfach funktioniert. Das ist zugelassen, das funktioniert. Okay, ist notiert. Wir sprechen in zehn Jahren. Alles klar, machen wir so. Damit sind wir auch schon durch für heute. Das war doch ein super netter Talk. Ich habe, ich wusste ein paar Sachen vorher, aber ich habe wieder was dazugelernt. Das ist das Gute. Das ist immer so Ziel der Übung und das ist auch mal schön, das höre ich so aus der Hörerschaft. Wenn Tim, der kleine Tim das verstanden hat, dann haben die meisten das auch verstanden.

27:52 Deswegen ist es ganz gut. Vielen Dank für die Zeit. Vielen Dank, dass du das Wissen geteilt hast. Ja, danke, dass ich da sein konnte. Alles klar. Dann sind wir für heute mit dem Podcast durch und vielen Dank da draußen und wir hören und sehen uns bald wieder. Macht's gut. Ciao. Tschüss.