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Benzingespräche · Folge 177 · · 38 Min

Thomas Schelske, Audi Neuwagen- und Gebrauchtwagenverkäufer

Cover des Podcasts Benzingespräche

Thomas Schelske

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Kernaussagen

  • Disziplin ist entscheidend für den Vertriebserfolg.
  • Jeder Lead ist eine Chance, nicht nur ein Glücksspiel.
  • Krisen bieten Möglichkeiten zur Weiterentwicklung.
  • Regelmäßige Marketingaktivitäten sind notwendig.
  • Die Zusammenarbeit zwischen Marketing und Vertrieb muss gestärkt werden.
  • Kundenpflege ist ein kontinuierlicher Prozess.

Worum es geht

Die Herausforderungen im Automobilverkauf 2025: Ein Blick hinter die Kulissen In diesem Gespräch reflektieren Tim Klötzing und Thomas Schelske über die Entwicklungen im Automobilverkauf, die Herausforderungen und Chancen, die sich aus der aktuellen Marktsituation ergeben. Thomas teilt seine Erfahrungen als Verkaufsberater und spricht über die Bedeutung von Disziplin, Motivation und Kundenpflege. Zudem diskutieren sie die Rolle von Elektromobilität und die Zukunft der Branche. takeaways Die Krise bietet Chancen zur persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung. Höchstleistung ist eine Grundvoraussetzung für den Erfolg im Automobilverkauf. Jeder Lead ist eine Chance, die man nutzen sollte. Motivation ist wichtig, aber Disziplin ist entscheidend für den Erfolg. Kundenpflege ist essenziell für die Loyalität und den Verkauf. Sportliche Herausforderungen stärken die Disziplin im Berufsleben. Ziele sollten ambitioniert gesetzt werden, um sich selbst zu motivieren. Elektromobilität wird zunehmend wichtiger, aber nicht jeder Kunde ist bereit umzusteigen. Die richtige Einstellung und Leidenschaft sind entscheidend für den Erfolg im Verkauf. Die Zukunft der Automobilbranche ist vielversprechend, wenn man die richtigen Schritte unternimmt. Links: Thomas Schelske auf LinkedIn: www.linkedin.com/in/thomas-schelske-6791aa197/

Zusammenfassung

In der neuesten Episode der ‚Benzingespräche‘ spricht Tim Klötzing mit Thomas Schelske, einem erfahrenen Audi Verkaufsberater, über die aktuellen Herausforderungen und Chancen im Automobilvertrieb. Die Diskussion beleuchtet die Bedeutung von Disziplin, den Umgang mit Leads und die Rolle von Krisen in der Branche.

Die Rolle der Disziplin im Automobilvertrieb

Thomas Schelske betont, dass Disziplin ein entscheidender Faktor für den Erfolg im Automobilvertrieb ist. Während Motivation flüchtig sein kann, ist es die Disziplin, die Verkäufer langfristig erfolgreich macht. Schelske stellt fest, dass viele Verkäufer Schwierigkeiten haben, einfache, aber entscheidende Aufgaben wie das tägliche Anrufen von Kunden konsequent durchzuführen.

Leadmanagement: Eine Chance, kein Glücksspiel

Ein weiteres zentrales Thema des Gesprächs ist das Leadmanagement. Schelske vergleicht Leads mit Losen, die potenziell wertvoll sein können, wenn man sie richtig behandelt. Er widerspricht der weit verbreiteten Meinung, dass viele Leads von geringer Qualität seien, und sieht in jedem Lead eine Chance, die es zu nutzen gilt.

Krisen als Chance zur Weiterentwicklung

In der Automobilbranche gibt es kaum ein Jahr ohne Herausforderungen. Schelske sieht in Krisen jedoch auch eine Möglichkeit, sich zu beweisen und weiterzuentwickeln. Diese Einstellung hilft ihm, in einem sich ständig wandelnden Markt erfolgreich zu bleiben.

Marketing und Vertrieb: Ein notwendiges Zusammenspiel

Die Zusammenarbeit zwischen Marketing und Vertrieb ist ein weiterer wichtiger Punkt. Schelske betont, dass eine regelmäßige Präsenz in digitalen Medien notwendig ist, um langfristig sichtbar zu bleiben. Dies erfordert Geduld und eine kontinuierliche Anstrengung von beiden Seiten.

Fazit

Das Gespräch mit Thomas Schelske zeigt, dass der Automobilvertrieb weit mehr als nur das Verkaufen von Autos umfasst. Es erfordert Disziplin, eine positive Einstellung zu Leads und die Fähigkeit, Krisen als Chancen zu sehen. Diese Elemente sind entscheidend, um in der heutigen Automobilbranche erfolgreich zu sein.

Gespräch als Text

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00:00 Benzingespräche. Der Branchen- und Personality-Talk der deutschen Automobilwirtschaft. Der Podcast für und mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind, erzählt zu werden. Es geht um neue und verschiedene Blickwinkel auf die Autobranche und persönliche Meinung zukünftiger Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, Content-Creator und freier Automarketing-Berater. Herzlich willkommen zurück bei den Benzingesprächen. Heute gibt es quasi einen Wiederholungstäter.

00:55 Und zwar sprach ich mit ihm zuletzt hier im Podcast im März 2023. Das ist erstmal krass, wie lange das her ist, oder? Wie die Zeit vergeht. Zweieinhalb Jahre. Unfassbar. Wahnsinn, ne? Und ich habe das, gleich kommt natürlich die Vorstellung, wer es ist. Ich habe das so in Erinnerung geblieben, ist mir so, ist mir ein Gefühl, dass bei diesem Mann würde ich mich als Autokäufer wohlfühlen. Also, herzlich willkommen, Thomas Schelske, Audi-Verkaufsberater beim Autohaus Röder in Duisburg. Hallo Thomas. Hallo Tim. Ja, da bin ich wieder. Ja, krass. Ich habe auch gerade mal so geschaut. Das muss so die Phase noch gewesen sein. So das Ende, die Auslaufzeiten von Corona muss das so fast gewesen sein, wo alles noch relativ ruhig war in den Showrooms, wo alles wieder angelaufen ist. So die Phase muss das gewesen sein eigentlich, ne?

01:51 Ja, da ging es langsam wieder los. Die Lieferzeiten haben sich so ein bisschen eingependelt. Und ja, wie schnell die Zeit jetzt umging, mein lieber Schwan. Ich habe nachgeguckt, also hättest du mich jetzt spontan gefragt, hätte ich gesagt, es war Anfang letzten Jahres, aber nicht, dass das Anfang vorletzten Jahres war. Wahnsinn. Also fast drei Jahre her. Meine Güte. Ja, ich habe noch so eine Notiz von letztem Mal gefunden, als wir gesprochen haben. Der Thomas, der liebt seinen Beruf. Ist das nicht wahr? Das ist so, ja. Und ja, und die Liebe hört auch nicht aus. Ja, das habe ich damals schon so empfunden. Da hatten wir auch einen sehr intensiven, sehr coolen Talk, weil da saßen wir damals in einem Audi Q5, glaube ich, und haben in einem Auto, glaube ich, aufgenommen.

02:43 Bei euch im Autohaus. Das war auch so ein bisschen Premiere, weil das Setting, was ich habe zum Podcasten, ist grundsätzlich eigentlich ein mobiles, deswegen ist es egal. Aber in einem Auto aufzunehmen, da wusste ich nicht, was macht die Akustik und Co. Aber das war echt total cool und das war richtig schön. Das habe ich echt noch in Erinnerung. Hat mir auch Riesenspaß gemacht, denn alles, was ich noch nicht gemacht habe, bereichert mich. Ja, absolut. Du machst da eine Menge. Du machst da auch, kommen wir gleich noch, du bist sportlich extrem hart unterwegs, muss man ja schon so sagen, das, was ich da so letztes Jahr auch verfolgt habe. Aber bevor wir da überall drauf eingehen, weil ich habe viele Fragen, vor allem zu deiner beruflichen Seite auch als Verkaufsberater oder Automobilverkäufer.

03:30 Sag uns da noch mal ganz kurz zwei, drei Sätze zu dir. Stell dich da noch mal ganz kurz vor. Ja, ich bin der Thomas Schelske. Ich bin seit gut 25 Jahren in der Automobilbranche tätig und davon waren zweieinhalb Jahre meine Ausbildung. Dann war ich gute sieben Jahre bei Volkswagen gewesen und den Rest der Zeit verkaufe ich jetzt Audi-Neufahrzeuge hier bei uns im Autoforum Röder in Duisburg. Okay, alles klar. Also, letzter Podcast 2023. Jetzt ist wieder ein bisschen, ich sag mal, Zeit ins Land gegangen. Es gibt ja auch in der Automobilbranche eigentlich auch kein Jahr ohne irgendeine Krise. Das muss man ja einfach mal so sagen. Oder wann hast du letztes Mal gedacht, boah, ist langweilig gerade?

04:24 Also noch gar nicht. Die Krise ist ja das Schöne daran, in den Krisen kann man sich beweisen und challengen. Ja, absolut. Ich habe etwas Kontroverses mitgebracht, weil bevor wir vielleicht auch so ein bisschen deinen Blick auf die Branche haben, du bist Automobilverkäufer. Und was immer so ein bisschen durchschwingt ist so, ich sag mal einfach meine These. Der Automobilverkäufer, Prügelkind der Branche, zwischen Höchstleistung und Tiefschlaf.

05:00 Er guckt mich fragend an so ein bisschen. Ja. Was sagst du dazu? Den Tiefschlaf lasse ich komplett raus. Und die Höchstleistung, die ist auf jeden Fall Grundvoraussetzung, um in der jetzigen Zeit als Automobilverkäufer zu bestehen. Und ganz klar, wer hier nur hinkommt oder versucht, versucht Autos zu verkaufen und nicht diese Höchstleistung als Ziel sich selbst setzt, da alles zu geben, der kommt heutzutage nicht mehr weit. Die Zeiten haben sich geändert. Und den Tiefschlaf, wüsste ich jetzt nicht. Nein, also kann ich überhaupt nicht. Wer tief schläft, der verkauft nicht. Weder Autos noch sonst irgendwas.

05:47 Absolut. Ich bin ja Marketing. Ich komme ja aus der Marketing-Ecke. Und was ja überall nach wie vor bei sämtlichen Veranstaltungen und Co. ist ja mindestens einmal das Thema irgendwo auf dem Panel. Lead-Verwertung, Lead-Management. Wie werden die Leads bearbeitet? Welche Reaktionszeiten und Co. Und da gibt es immer so zwei Richtungen. Die einen sagen, ja, die Lead-Qualität ist ja, ist ja eigentlich total schlecht. Deswegen kann ich ja machen, was ich will. Die Leads sind so schlecht. Deswegen funktioniert nichts. Auf der anderen Seite wird dann gern gesagt, wir machen total viele Leads, qualifizieren die vor. Aber im Verkauf ist man, ich will nicht sagen, zu schade. Mir wäre es beinahe rausgerutscht. Aber die Verwertung läuft nicht. Also der Verkauf läuft nicht. Und jetzt habe ich ja mal genau jemanden auf der anderen Seite da, dass das bei dir wahrscheinlich nicht so ist. Aber du hast ja, wenn ich deine LinkedIn-Postings ja auch sehe, du guckst ja auch quer so durch die Branche und auch über deine Gilde hinweg. Wie nimmst du das wahr?

06:52 Ja, also zum einen, also zu dem ersten Teil der Leads, dass da keine Qualität ist etc., das weiß ich vorher nie. Im Endeffekt, ich möchte nicht sagen, es ist wie an einem einarmigen Banditen. Ich ziehe dran, da können drei Sieben kommen, dann ist top der Hauptgewinn oder da kommen drei Luschen und ich habe gar nichts. Bei dem Lead ist es gerade das Spannende, so müsste man sich das vorstellen. Man bekommt ein Los und du machst es dann auf. Und je nachdem, wie du mit dem umgehst, ja, also du kannst sogar noch was draus machen. Eigentlich ist es besser als ein Los, du hast immer ein Freilos. Es war nicht immer den Hauptgewinn, aber den kannst du dir da rausholen. Also deswegen auch die Thema unqualifizierte Leads etc., die gibt es eigentlich gar nicht. Ein Lead ist ein Lead und jeder Lead ist eine Chance.

07:40 Okay, haben sich dann so viele dran gewöhnt, dass es eigentlich zu einfach, also einfacher sein müsste Autos zu verkaufen und keinen Bock mehr haben zu arbeiten? Ja natürlich, ja klar, ganz klar. Ich habe die Zeiten teilweise noch miterlebt, Ende der 90er, Anfang der 2000er Jahre.

08:00 Da sitzt der Verkäufer und probiert nur oder hätte es am liebsten nur, dass er reagiert und das war es. Also einfach aufschreiben. Und ja, da bist du heute komplett auf dem falschen Dampfer, wenn du heute noch so verkaufst. Du verkaufst ja dann gar nicht mehr. Ja, das ist ja so eine Denke wie, da wurden Autos ja quasi verteilt. So ähnlich wie bei dem Gebrauchtwagenmarkt. Ein gebrauchtes Fahrzeug, was verkauft wird, wird meistens auch aufgeschrieben. So nennen wir das, ja. Dann wird da drei Stück aufgeschrieben. Okay, aber wenn du so mal so ein bisschen über die Branche hinweg guckst, wie nimmst du das wahr?

08:50 Weil ich, wie gesagt, ich sehe immer, also da können wir auch drüber sprechen, ich habe immer so Berührungspunkte so aus der Marketing-Ecke zum Verkauf, zum Vertrieb. Und Marketing und Vertrieb in einem Unternehmen, gerade im Autohandel, das ist ein spezielles Thema. Die einen sagen, ah, die Jungs da mit den bunten Bildern, lass uns mal machen. Und die Marketing-Leute sagen immer, ihr liefert mir irgendwie eine unqualizierte, nicht ausgefüllte Preistabellen. Wie soll ich damit vom Marketing machen? Also das gesunde Miteinander ist immer noch relativ. Ja, weil wir Verkäufer oder auch die Autohäuser, die sind ungeduldig. Man möchte immer sofort das Erfolgserlebnis. Ist ja auch klar, das ist ein schönes Gefühl. Aber gerade, wie du jetzt sagst, im Marketing, in der Digitalisierung, in dem digitalen Bereich, ist es wichtig, dass man das regelmäßig in den sozialen Medien, in den Printmedien, nehme ich mal fast schon außen vor, regelmäßig erscheint.

09:51 Dass man visuell sichtbar gemacht wird. Ja, das ist keine Sache von heute auf morgen, auch nicht von 24 auf 25, 25 auf 26. Das ist dauerhaft. Und da liegt es jetzt dran, dass wir die Transformation, das hat mit dieser Transformation zu tun, wo alle drüber sprechen. Geht nicht darum, dass... Transformation ist ja quasi eine Never-Ending-Transformation. Ja, aber das ist die Transformation. Nicht, dass die Raupe noch schöner wird. Bringt uns nichts weiter. Die Raupe wird zum Schmetterling irgendwann einmal. Okay. Und das dauert nur seine Zeit und dann ist es auch, es läuft ja auch schon.

10:37 Was ich auch wahrnehme, ist zumindest in der LinkedIn-Autohandelsbubble in Deutschland, es wird unheimlich viel getrommelt zum Thema, ich sag mal, Mindset, Weiterbildung, wie verkaufe ich Autos, in Klammern besser. Also es ist diverse Trainingsangebote, Coaches und Co., die jetzt ausgemacht haben, den Automobilverkäufer besser zu machen. Also erstmal muss ja theoretisch ein Markt da sein. Ich könnte mir vorstellen, dass der da ist, weil du sagst ja, du von dir, du Höchstleistung, da schreibe ich sofort, du bist so jemand. Aber es scheint ja da draußen auch ganz viel anderes zu geben. Was ist denn da los? Du bist neugierig, wie sich künstliche Intelligenz auf die Autobranche auswirken wird?

11:25 Du möchtest konkretes Wissen zu Tools und Anbietern? Du bist Führungskraft und möchtest Impulse zum Thema KI und Change Management? Perfekt. Dann habe ich ja das für dich. Ich mache einen weiteren Podcast, der sich genau auf KI und die Autobranche konzentriert. Er heißt Umparken im Kopf. KI-Wissen für die Autobranche. Aktuelle Themen, Trends, Interviews und Stories, die dir bestes Wissen frei Haus liefern. Wer darüber hinaus Fragen zum Thema KI und Marketing in der Autobranche hat, ich berate Unternehmen auf diesen Gebieten in strategischen Fragen. Also, wer Bock auf diese Themen hat, hört mal rein. Oder wer mit zusammenarbeiten möchte, meldet sich ganz einfach bei mir. Mehr Infos auf www.tim-klötzing.de Ja, der Markt ist auf jeden Fall da.

12:15 Und wenn ein Markt da ist, wo es viele Leute gibt, die in dem Markt eben sind, gibt es auch viele Coaches. Ob diese Coaches dann aber wirklich die Verkäufer verbessern, motivieren, das sei immer dahingestellt. Weil das ist auch ein ganz, ganz großes Thema und da spreche ich wirklich von der Front aus. Ich erlebe es seit nunmehr über 20 Jahren. Die Motivation ist da, aber die ist nicht jeden Tag da. Ich bin auch nicht jeden Tag motiviert. Das A und O ist Disziplin. Disziplin. Und Disziplin, ja, kann man lernen, auch beibringen.

13:03 Aber wenn man die hat, sich da drauf fokussiert, ja, dann wird man auch erfolgreich. Und Motivation kann ich dir geben. Die Motivation gebe ich dir für drei, vier, fünf Stunden, vielleicht bis morgen, aber dann ist sie wieder weg. Dann stehe ich morgens auf und bin selbst nicht motiviert. Ja, und ich bin trotzdem diszipliniert und ziehe die Sache durch. Wenn ich dir ein Beispiel nennen darf, sag mal einem Autoverkäufer, der soll über 365 Tage oder sagen wir sind dann 220 Arbeitstage, jeden Tag einen Kunden anrufen. Das ist eine Challenge. Da wette ich mit dir von tausend, zieht keiner durch. Keiner. Das ist Disziplin. Das ist Disziplin. Ein Kunden anrufen. Ein Kunden anrufen.

13:50 Der soll sich vornehmen, einen Kunden oder Interessenten anzurufen, der ihn aber nicht sprechen wollte. Jeden Tag, aber jeden Tag. Ich bin gerade so ein ganz kleines bisschen sprachlos, weil das Beispiel ist eigentlich, glaubst du, das ist eine Herausforderung, einen Tag, also jeden Tag einen Kunden anzurufen? Ja, das ist ja die Aufgabe, die wir gerade in unserer Branche lösen müssen, dass alle Welt denkt, das ist total einfach. Ja, natürlich ist das eine Aufgabe. Wenn ich dir sage, von tausend macht keiner. Vielleicht machen es fünf. Okay. Hätte ich, also das hätte ich jetzt echt nicht erwartet, weil, gut, ich bin kein Automobilverkäufer, das ist für mich immer, aber ich kenne die Branche ganz gut, aber ich bin davon ausgehend, dass da unheimlich viel halt übers Telefon läuft permanent.

14:38 Läuft auch. Es ist immer viel erzählt und gesagt als gemacht. Und da trennt sich auch die Spreu vom Weizen und so ist es auch bei uns. Wie du schon oder wie wir vorhin kurz angeschnitten haben, wenn ich jetzt hier 200, 300, 400, 500 gebrauchte Fahrzeuge stehen habe, brauche ich nicht einen Kunden anrufen. Die rufen mich an, dann schreibe ich das Auto auf, dann ist er verkauft. Wenn ich ein neues Auto verkaufen möchte, sei es bei Audi, bei BMW, bei Mercedes, bei Porsche, bei Opel, bei Ford, der kann sich überall das Auto bestellen, der Kunde, in ganz Deutschland. Da musst du, natürlich, wenn der nah an dir dran ist, bist du der erste Ansprechpartner, aber das heißt lange nicht, dass er bei dir das Auto kauft. Kundenpflege und ja.

15:26 Ja, Kundenpflege geht bei mir sofort zu dieses Thema Kundenloyalität einer Marke und dann noch vielleicht sogar im besten Fall eines Händlers gegenüber. Das ist wahrscheinlich schon irrsinnige Arbeit, um die, ich sage mal, Bestandskunden da auch bei dir zu halten, oder? Ja, die müssen bei Laune gehalten werden. Nicht immer ist nur die Person entscheidend. Die spielt natürlich einen riesen, riesen Unterschied. Das kommt natürlich auch auf die Modelle an. Das ist auch ganz klar. Das muss passen. Und ich erlebe es auch häufig. Es ist so, Audi, BMW und der Mercedes, die spielen so in einer Liga. Und da weiß man schon, wo man seine, ja, seine Konkurrenz hat, Konkurrenz belegt das Geschäft, aber wo man vielleicht mal jemanden abwirbt, aber auch mal den einen oder anderen verliert.

16:12 Also das gehört zum Spiel dazu. Du kannst nicht nur gewinnen. Okay. Man spielt eben dauerhaft. Und hier, das ist eben unser, ja, unser Spielfeld. Die Automobilbranche ist mein Spielfeld. Und, ja, man hört immer mehr. Und am Ende, ja, sieht es oft anders aus, als es dargestellt wird. Auch in den Medien. Hm, okay. Also wird da schon viel drumherum getrommelt, was, ich sag mal, der Realität nicht entspricht, oder? Ja, was heißt nicht der Realität? Also man macht es sich gerne so, wie man es gerne hätte. Ich rege mich total über unsere Medien auf, über die Medienwelt, wie schlecht alles in der Automobilbranche gemacht wird.

16:59 Und der VW macht wieder Verluste. Audi hat die größten Verluste, die sie jemals hatten. Na klar, aber ich muss das doch nicht so hochbauschen, dass das überall auf Seite 1 ist. Leute, wir sind noch da und verkaufen weiter. Und wo es runter geht, da geht es auch wieder bergauf. Es wäre doch langweilig, wenn es immer nur so geht. Sehen wir doch in der Fußball-Bundesliga, Bayern München immer um. Ist doch total langweilig. Alle Welt beschwert sich. Es gehört dazu. Es ist alles ein Auf und Ab. Hm, okay. Du bist ja jemand, ich möchte zwei Challenges von dir ansprechen. Weil du bist jemand, du hast vorhin schon gesagt, Höchstleistung. Wer dich kennt, wird das irgendwie auch mitbekommen haben, dass du sehr sportlich bist. Und das hat, glaube ich, vor anderthalb Jahren, glaube ich, so angefangen.

17:44 Da hast du mal gesagt, ich gehe mal laufen. Und rausgekommen ist Forrest Gump aus Duisburg. Ja, lauf Thomas, lauf Thomas, lauf. Ja, tatsächlich. Also, du hast angefangen zu laufen und hast dann, ich glaube, am Anfang hast du gesagt, du gehst, glaube ich, wie war das, 30 Tage am Stück, glaube ich, war das erste? Nee, ich bin angefangen und habe gesagt, ich werde 100 Tage hintereinander laufen. Und ja, dann habe ich die 100 geschafft. Habe ich gesehen, ja. Und habe mir gedacht, wie es so oft bei einer Zielerreichung ist, ja, das war es jetzt. Ich mache jetzt 365 daraus. Habe dann 365 Tage jeden Tag gelaufen mit einer Gesamtkilometerlaufleistung von über 4.200 Kilometern. Fahren manche mit dem Auto nicht.

18:31 Nein, ja, also in der Tat. Also, es ist, boah, Wahnsinn. Und habe da meine Disziplin nochmal bestätigt. Also, es ging da für mich selbst für dieses Mindset, um zu gucken, ob das möglich ist. Dass man trotz einer Erkältung, hätte ich jetzt 40 Fieber gehabt, Tim, wäre ich nicht gelaufen, keine Frage. Aber ich bin da so durchgekommen, weil ich gemerkt habe, der Mensch ist zu allem fähig, wenn er etwas wirklich will. Und wirklich, ja, darauf absolut fokussiert ist. Und ja, war ein Riesenevent am Ende und war mega. Wahnsinn. Du hast ja gerade gesagt, du bist auch gelaufen, wenn du mal Erkältes warst. Ich habe mir irgendwann die Frage gestellt, weil ich laufe auch total gerne.

19:20 Ich bin aber immer so zwischen den Welten mit Fahrradfahren, Mountainbiken, Rennradfahren und so. Und ich habe immer so meine Phasen. Im Sommer bin ich echt gerne laufen, Fahrradfahren. Im Winter, boah, Laufen gehen. Ich habe mein Rennrad hier drin auf der Rolle. Dann bin ich dreimal die Woche mit dem Rennrad unterwegs, aber in virtuellen Welten ungefähr. Aber ich habe mich so gefragt, was ist denn mit Verletzungen und Co.? Also, wie bist du denn da so durchgekommen? Also, hört sich jetzt vielleicht krass an. Ich habe die Verletzung quasi rausgelaufen. Ich hatte, wo ich angefangen habe, die schwerste Zeit oder mittenschwerste Zeit war so zwischen Tag 15 und Tag 35. Da hatte ich extreme Achillessehnen-Probleme.

20:06 Und da haben viele auch gesagt, hör auf und so. Nee, ich habe einfach weitergelaufen. Und meine Achillessehne hat sich akklimatisiert. Die Schmerzen gingen weg. Dann kamen Knieschmerzen, Fußschmerzen, ein Zehennagel ist abgefallen. Bleibt natürlich nicht aussehen und so viel. Und ich bin einfach immer weitergelaufen und habe dann nach der Challenge gemerkt, wo ich mal drei, vier Tage nicht gelaufen habe, dass da schon was fehlt. Also, ich habe durchgezogen. Der Schmerz ist nur so, wie man ihn sich annimmt. Ich werde gar nicht mehr krank. Also, ich klopfe jetzt hier absolut auf Holz. Seitdem nicht mehr krank. Eine Geschichte möchte ich gerne erzählen. Da war die Challenge, ich sage mal, bei Tag 213. Ging es mir abends nicht gut.

20:52 Habe ich mich übergeben. Habe mich nachts dann nochmal übergeben und nochmal übergeben. So gegen zwei Uhr und drei Uhr nochmal. Und es sei dazu gesagt, ich bin immer so gegen fünf Uhr morgens laufen gegangen. Und ich bin trotzdem gegangen. Ich bin laufen gegangen. Und danach habe ich mich wieder... Ich glaube, das hätten viele nicht gemacht. Würde ich auch nicht empfehlen. Aber ich war so im Tunnel und habe das dann durchgezogen. Und übertrage das auch in meinen Job hier. Ja, ist einfach Wahnsinn, was alles möglich ist. Und ich war kein Läufer, davon ab. Ich war nicht unsportlich, aber Laufen war für mich immer... Ja, okay. Ich erinnere mich vor... Das ist leider aber auch schon knapp acht Jahre her. Ich bin mit dem Mountainbike dreimal über die Alpen gefahren.

21:39 Und eine Trans-Majorca bin ich gefahren. Und da muss natürlich auch echt Gas geben. Und das war auch wirklich eine extreme Zeit, wo du im Winter, im Dunkeln, wenn es geschneit hat, mit dem Fahrrad unterwegs sein. Es wünschte dir halt auch nicht zwingend. Oder auf Berg hochfahren, auf einer vereisten Straße umkippen, auf die Hüfte fallen. Auch nicht cool, aber du machst es irgendwie. Und du hast so das Ziel da vor Augen und dann kommst du irgendwann an dem Ziel an und das beflügelt halt. Und was ich da mitgenommen habe, ist auch eine wirklich Zielstrebigkeit. Wenn ich mir was vornehme, dann wird das auch gereicht. Das hatte ich, glaube ich, vorher nicht so ausgeprägt. Da hat der Sport schon echt was...

22:26 Das macht was mit allem. Das Ziel muss klar sein. Ganz klares Ziel. Und dann, dass du den Weg hast. Der Weg ist ja das Ziel. Die Sachen, die dann auf dem Weg passieren, sind ja sensationell. Du lernst Leute kennen. Ich war im Radio gewesen. Also das ist einfach... Das ist toll. Einfach toll. Und jetzt habe ich ein neues Ziel sportlich. Dann haben wir das Thema auch durch. Und zwar werde ich am 5.7. bei der berühmten Challenge Rot teilnehmen als Triathlet. Ich habe ein Ticket bekommen. Also kriegt man normalerweise, ist es nicht möglich. Und da sind über 300.000 Zuschauer. Und das ist nach dem Ironman auf Hawaii. Wenn nicht, sogar die Challenge Rot ist vielleicht sogar der größte Triathlon-Wettbewerb der Welt. Ich glaube, ist sogar noch größer.

23:12 Oh, nächstes Jahr im Sommer? Eben am 5. Juli. Hey, geil. Kleine private Anekdote haue ich auch mal eben raus. Einige Jahre her, Freunde von mir haben sich, haben im Garten einen Pool umgebaut. Die sind Triathleten. Der Pool war vorher irgendein Schwimmteich. Danach hatte der Pool die Ausmaße 3 mal 25 Meter. Die haben sich einfach mal eine Schwimmbahn in den Garten gebaut. Und zur Einweihung haben die einen Freundeskreis Triathlon veranstaltet. Das war, weiß ich nicht, 250 Meter, 200 Meter Schwimmen, dann ein bisschen laufen und ein bisschen Fahrrad fahren. Und ich war damals voll im Saft durch den Alpencross. Einzige Problem ist, also ich kann schwimmen.

23:59 Ich konnte damals auch schwimmen, aber nicht schnell. Ich war so schlecht, dass ich im Wasser mit den Zuschauern zusammen gelacht habe und gar nicht richtig vorwärts gekommen bin. Und dann beim Lauf- und Fahrradfahren habe ich wieder was rausgeholt. Dann saß ich abends mit denen zusammen und habe denen gesagt, wo ist denn mal hier so ein Volkstriathlon? Ja, dann und dann und da und da. Ich sage, hier, Schlag ein, mache ich. Und dann habe ich einen Winter lang, bin ich alle drei Tage ins Schwimmbad und habe Kraulen wirklich gelernt. Schön, ja. Und dann habe ich das Ding auch dann zweimal gemacht, aber das Kleine nur. Das, was du davor hast, ja, alles klar, ist wieder extrem. Stark. Viel Spaß beim Schwimmen und so. Merci, ich bin im Training, zwölf Wochen habe ich jetzt trainiert. Ich kann mittlerweile wenigstens gerade auskraulen.

24:44 Das bringt schon mal eine Menge. Genau. Kommen wir von Sportlichkeit zu einer anderen Challenge. Du hast dir in diesem Jahr, ich habe gerade noch mal was gelesen, quasi gesagt, so, Neuwagen, ich setze mir mal ein Ziel in 2025. Da stand erst mal so eine 85 Neuwagen, die du verkaufen wolltest. Du hast dann gesagt, Mensch, Ziele sind ja da, um größer gefasst zu werden. Ich verkaufe in diesem Jahr 100 Neuwagen.

25:12 Wie bist du denn erst mal auf die Idee gekommen und wie ist es gelaufen, wo stehst du und was haben wir dazu erwarten? Also im Moment ist es so, wir bekommen von Audi eine Zielvorgabe. Meine Zielvorgabe für dieses Jahr, im letzten Jahr waren es 72 Einzelkunden, Neuwagen Einzelkunden. Kurz noch dazu gesagt, ein Großkunde ist ein Kunde. Da fragen mich auch viele bei LinkedIn dann zum Beispiel, ja, aber das ist ja nicht viel. Klar, wenn ich jetzt die Polizei bei mir in einem Vertrag habe, die bestellen 300 Autos. Dann hätte ich 300 Autos verkauft. Großkunden zählen nicht. Alles klar. So Einzelkunden. Und die Vorgabe dieses Jahr war 85, was für unsere Betriebsgröße schon relativ groß ist. Und dann habe ich mir gesagt, komm, 85, um die 85 zu erreichen, dass ich die safe mache, muss ich mir ein größeres Ziel selbst anheften.

26:04 Und habe mir klar, so eine geile Zahl, die 100 gesetzt. Habe gesagt, ich mache die 100, ja, und bin jetzt, gestern habe ich die Nummer 89 aufgeschrieben, habe jetzt 89 Fahrzeuge, habe somit das offizielle Ziel erreicht und bin weiter auf der 100, aber bin da quasi in der Kür. Da setze ich mich nicht jetzt massiv unter Druck, sondern weil ich sage, in dem Fall ist es so, wenn du dir deine Ziele oder wenn du alle deine Ziele erreichst, dann hast du sie dir zu niedrig gesetzt. Heißt, wenn ich jetzt die 100 schaffe, bin ich richtig, freue ich mich sehr und wenn ich, ist es nicht dramatisch. Ja, 89, ich darf das Datum verraten, wo wir aufnehmen, Anfang Dezember, 5. Dezember, also ein paar Tage sind da noch.

26:55 5. Dezember, ja. Und drück dir da die Daumen und, ja, ist ja schon eine Nummer, Neuwagen verkaufen und dann ein Kunde zählt einfach, ne, das sind die Spielregeln, ne. Das sind die Spielregeln, ein Kunde zählt einfach und wir haben hier einen Bestand an Neuwagen, die sofort verfügbar sind, haben wir immer gut 50 Fahrzeuge. Also es ist auch nicht so, dass ich jetzt hier über 1000 Autos abrufen kann. Zum größten Teil sind die Fahrzeuge bestellt beim Hersteller. Okay. Da passiert ja auch gerade, wir switchen gleich, kommen wir gleich drauf, passiert ja auch gerade wieder einiges am Markt, neue Elektroprämien und so, die da aufgerufen werden, die hoffentlich nicht dazu führen, dass die Leute jetzt möglicherweise nicht mehr zuschlagen und abwarten.

27:42 Ne, also das, also zum Thema Elektro, zum einen, ich würde nie jemanden auf ein Elektroauto bringen, der gerne Verbrenner fährt und zum anderen, was ich persönlich, persönlich, ist immer nur meine Meinung, nicht gut finde. Wenn man eine Sache durch eine staatliche Prämie subventionieren muss, frage ich mich immer, ist das so richtig, um etwas künstlich in den Markt zu drücken, weil dadurch die ganze Preispolitik für die Fahrzeuge, wenn die dann zurückkommen etc., es ist immer relativ schwierig. Und das finde ich schade, macht es mega, mega viel Spaß, mit diesen Elektroautos zu fahren und wir im Audi-Bereich bei uns haben auch sehr schöne neue Autos, die auch mittlerweile die Reichweite 500 locker schaffen.

28:31 Und da ist, habe ich gemerkt, die warten nicht. Gestern, der 89. war ein Audi Q6 gewesen übrigens, ein Audi Q6, da gibt es um diese Prämie vom Staat, der soll die ja eh nicht kriegen, der Unternehmer. Ich glaube, das soll eine Prämie sein, Bruttoeinkommen um die 3.800 Euro, so wie ich mich da informiert habe. Da soll es dann liegen. Das ist dann eher eben vielleicht auch nicht das Audi-Segment. Also kann man ruhig so krass sagen. Und ja, die Elektroautos im Geschäftsbereich laufen besser als letztes Jahr. Weil die Autos auch da sind. Weil wir jetzt eben auch schöne Autos haben. Ja, absolut. Also ich will gerade so ein bisschen, ich versuche gerade den Bogen zu spannen, so in dem Blick auf die Branche. Jetzt haben wir so deine sportliche Challenge mal besprochen, deine berufliche Challenge, wo du echt super auf dem Weg bist.

29:33 Jetzt waren wir gerade schon bei der E-Prämie und Co., die da wieder kommen soll. Übrigens Anfang des Jahres, ich glaube Januar 2025 ist in Berlin immer DAT-ZTK, der Jahresauftakt. Da war ja noch Wahlkampf. Da war unter anderem ein gewisser Herr Merz noch da und sagte Subventionen für E-Automobilität und so. Subventionen, da hält der ja gar nichts von, weil bla bla bla, dies und das. Naja, okay. Jetzt sind wir wieder ein paar Monate weiter und genau dasselbe wie früher wird wieder gemacht. Genau, es macht ja nicht Merz alleine, muss man auch sagen. Das ist der Ausschuss und ja, ich weiß gar nicht, ob Merz das überhaupt wollte. Aber es ist ein anderes Thema, ein politisches Thema. Gesträubt hat er sich aber offiziell auch nicht. Nein, weil er es ja dann machen muss. Ich bin mal gespannt, es wird kommen, das steht fest, aber ich glaube, für uns jetzt in dem Segment, für unsere Audis, wird sich da nicht viel tun.

30:28 Und deswegen glaube ich, haben wir auch in diesem Jahr oder in dem letzten Quartal jetzt auch verbessert, unsere E-Fahrzeuge an den Mann und an die Frau gebracht. Und eins muss noch gesagt, dann lichte ich immer nur an der Reichweite, sondern an der Schnelligkeit der Ladefunktion. Ah, okay. Ja, okay. Wenn du so allgemein aktuell so auf die Branche blickst und vielleicht auch schon so den Blick auf 2026 so mal einstellst, wie blickst du das? Wie empfindest du unsere geliebte große Familie, den Autohandel und wie blickst du in die Zukunft? Ja, ich blick, also das ist für mich so. Ich habe nie den absolut weitesten Blick, weil ich ein Mensch bin, der eigentlich im Hier und Jetzt lebt.

31:16 Natürlich, um dann up-to-date zu sein, aber wenn ich jetzt auf 26 blicke, mache ich mir überhaupt keine Sorgen. Eher ganz im Gegenteil, weil ich weiß, was ich kann. Ich weiß, was wir als Hersteller können, was Audi kann, was unsere Familie Röder, die wir hinter uns stehen haben, können. Und ich glaube sogar, ja, mindestens so gut wie 25. Und 25 war schon krass. Okay. Ja, und... Hört man nicht überall. Also, das muss man ja auch mal so sagen. Du musst die richtigen Leute an deiner Seite haben. Also, wie wir, oder wie du es eingangs schon gesagt hast, man sollte seinen Beruf lieben. Das ist nur mal so als Geschichte. Wenn jetzt jemand, ich sage mal, der macht, ist im Landschaftsbau oder als Gärtner beschäftigt, der zupft, der mäht aber nur Rasen, der macht Dienstagvorschriften.

32:12 Aber dann gibt es die Gärtner, die lieben die Blumen. Der gießt die, der guckt, wie die wächst, etc. Und ja, dann blüht die Blume. Und den kannst du nicht, der ist nicht zu ersetzen, diese Person. Und genau so sind wir. So müssen wir uns vorstellen. Sind wir im Autohaus. So ist der Hersteller. Wenn alles mit Liebe gemacht wird, also, ich sehe jetzt hier nicht die bunten Blumen, nicht falsch verstehen, aber im übertragenen Sinne, denke ich, weißt du, was ich meine. Also, wenn man das mit Liebe macht und das wirklich auch von Herzen macht und nicht nur macht, weil ich jetzt 3,50 Euro oder 10.000 Euro verdiene, dann, ja, und wenn dann die richtigen Leute da sind. Also, es geht eigentlich nur mit der richtigen Manpower. Ist einfach so. Ganz einfach. Und da ist ganz viel aufzuholen. Und da ist ja jedes, jeder seines Glück geschieht.

33:02 Das ist einfach so. Also, kann ja eigentlich jeder selbst entscheiden. Ja, klar. Ich kann mich jetzt schon stöhnen wieder und sagen, boah, wird nicht gut. Ja, es gibt immer verschiedene Blickwinkel. Und du bist, mir fällt es auch schwer, andere Blickwinkel mit dir zu besprechen, weil du so grundpositiv bist. Genau, und das ist nämlich, genau, und diese Einstellung, ich habe, hört sich jetzt vielleicht krass an, also, Gedanken sind wie Wolken am Himmel. Ich bin der Himmel und die Wolken sind die Gedanken. Und wenn der Gedanke blöd ist, dann denke ich den gar nicht, dann habe ich den gar nicht in meinem Kopf. Weißt du, wie ich das meine? Ja. Dann funktioniert es einfach. Einfach die Wolke weggeschoben, ne? Ja, genau. So. Ja. Und du machst dann genau so. Will ich gar nicht hören. Das möchte ich gar nicht hören. Weil dann kann ich mich da reinsteigern und dann geht es hinterher wirklich nicht.

33:50 Ich finde, ich finde das, ich habe ja wirklich in den letzten paar Tagen und Wochen habe ich bei dir ja quasi, war ich ja mehrfach vorstellig, ob wir diesen Podcast aufnehmen können. Und du sagtest, ey, du, ich bin voll unter Dampf. Ich habe hier meine Ziele. Ich gebe hier Vollgas. Jetzt habe ich dich doch noch eben erwischt. Weil mir war es total wichtig, in diesem Jahr noch einen Podcast aufzunehmen von jemand, der wirklich im Verkauf mit Kunden arbeitet. Nicht mit einem Theoretiker, der irgendwo in der Marke, irgendeinem Marktverantwortungsgebiet und Theorie, ne? Sondern mit jemand, der da wirklich Gas gibt, zu sprechen. Weil ich wollte, ich wusste ja auch ungefähr, was mich bei dir erwartet. Ich wollte diesen Spirit noch einmal hören in diesem Jahr und das auch noch einmal nach draußen sehen, dass es so rumgeht.

34:38 Und soll ich dir was sagen? Das ist schön zu hören, Tim. Und glaub mir, deine Hartnäckigkeit. Ich wollte eigentlich keinen Podcast mehr machen dieses Jahr. Kannst du mir auch glauben. Ja, ich weiß es. Kannst dir vorstellen. Wir haben die ganze Zeit die Nachrichten. Dann haben wir gesagt, boah, der Tim ist so hartnäckig. Ich mache es. Keine Frage. Also, auf jeden Fall. Ja. Ich habe aber auch noch ganz tricky die Karte mit dem Ausdauersportler gemacht. Ja. Und Hashtag dranbleiben. Ja, geil. Ich habe gleich noch eine Abschlussfrage an dich. Ich würde aber vorher noch sagen, erst mal total cool, dass das geklappt hat, weil das, wie gesagt, es war mir wichtig, einfach nochmal so eine Botschaft in den Äther rauszusenden in diesem Jahr, wo viele darüber gestöhnt haben, schwieriges Jahr und wieder eine Krise und dies und Veränderung und dies und das und das.

35:27 Und mit so einem grundpositiven Menschen dazu sprechen, der dir die Chancen da sieht und nicht permanent guckt, wo das HANA-Suppe ist. Vielen Dank, dass wir das nochmal machen konnten. Ja, gerne. Danke für das Gespräch. Und jetzt kommt eine Abschlussfrage. Ich habe ja immer eine Standardabschlussfrage, aber die ist ja inzwischen irgendwie, ich weiß nicht, wann fährst du erstmal im vollautonomen Auto. Das bringe ich nur noch dann an, wenn ich weiß, also wenn ich erahnen kann, dass die Antwort interessant wird. Die habe ich dir schon mal gestellt, deswegen frage ich dich, du kennst die nämlich auch noch nicht. Wann verkaufst du den letzten Verbrenner in deiner Karriere? In 20 Jahren, weil ich dann in Rente gehe. Alles klar, 20 Jahre, alles klar, weit über 20, 35 hinaus.

36:14 Ja, glaube ich schon, ja. Okay. Ja, du hast mich gefragt, ich habe dir die Antwort gesagt. Finde ich gut. Ja, du bist jetzt natürlich mit Audi auch bei einer Marke, die durchaus vor ein paar Jahren sich ziemlich breit aufgestellt hat und gesagt hat, wir bauen nur noch Elektroautos. Ja, aber manchmal muss man auch zurückrudern und das zeugt ja auch eine große Marke, dass man dann sagt, oder das zeugt von Größe, dass man sagt, so war doch nicht so richtig, wir machen es doch ein bisschen anders. Finde ich, zeige Größe und nicht wie viele sagen, das hat mit Angst zu tun oder jetzt überwenden uns alle. Nein, ist nicht so. Wir gehen da schon den richtigen Weg. Alles klar. Ja, supergeil. Lieber Thomas, ganz herzlichen Dank. Ich sage jetzt am Anfang Dezember, 5. Dezember, eine schöne vorweihnachtliche Zeit. Nicht komplett ausruhen. Theoretisch gehen da noch elf Stück, ne, Kollege?

37:07 Und dann kommst du irgendwann gut in die Weihnachtstage und dann auch gutes neues Jahr. Das wünsche ich dir schon mal alles. Danke ich dir. Das wünsche ich dir auch alles, Tim. Und ja, mach weiter deinen Podcast. Mitgemacht. Und weiterhin viel Erfolg, ne. Alles klar. Und Hashtag dranbleiben. Genau, Hashtag dranbleiben. Alles klar. Dann fahrt viel bei uns. Durchhalten und durchziehen, ja. Ganz genau. Vielen Dank. Macht's gut da draußen. Wir hören uns bald wieder und dann geht's mit spannenden Folgen weiter. Ciao, macht's gut. Ciao. Ciao.