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Benzingespräche · Folge 153 · · 37 Min

K.I. Special mit Hans Piechatzek, GF der Digitalagentur move:elevator

Cover des Podcasts Benzingespräche

Hans Piechatzek

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Kernaussagen

  • KI revolutioniert das Marketing durch Effizienzsteigerung.
  • Digitalagenturen müssen sich transformieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
  • Autohäuser können durch KI-Prozesse optimieren.
  • Datenschutz bleibt eine zentrale Herausforderung.
  • Frühzeitige Anpassung an KI sichert langfristigen Erfolg.
  • Kontinuierliche Weiterbildung der Mitarbeiter ist unerlässlich.
  • Die Automobilbranche steht vor einer grundlegenden Transformation.

Worum es geht

Wie verändert künstliche Intelligenz das Marketing und die Arbeitswelt In diesem Podcast spricht Tim mit Hans Piechatzek, CEO von move:elevator, über die Veränderungen im Marketing durch Künstliche Intelligenz. Sie reflektieren über das Jahr 2024, die Herausforderungen und Chancen, die KI mit sich bringt, und die Notwendigkeit der Personalisierung in der Kommunikation. Hans teilt seine Erfahrungen und Einsichten aus der Transformation seiner Agentur und diskutiert die Auswirkungen von KI auf die Branche. In dieser Episode diskutieren Hans Piechatzek und Tim über die Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) und deren Auswirkungen auf Unternehmen. Sie reflektieren über Aha-Momente in der KI-Nutzung, die Automatisierung kreativer Prozesse und die Notwendigkeit, KI-Technologien in der Breite im Unternehmen zugänglich zu machen. Zudem wird ein optimistischer Ausblick auf 2025 gegeben, während gleichzeitig die Herausforderungen der Automobilbranche thematisiert werden. Takeaways Die Agentur hat sich auf die komplette Customer Journey spezialisiert. KI hat das Potenzial, viele Jobs zu ersetzen. Die Agentur hat eine KI-Transformation initiiert. Personalisierung ist entscheidend für die Kundenbindung. Die Anzahl der Werbebotschaften, die Konsumenten erreichen, steigt ständig. KI kann helfen, relevante Inhalte für Konsumenten zu erstellen. Die Transformation erfordert erhebliche Investitionen in Technologie. Die Zukunft des Marketings wird stark von KI geprägt sein. Automatisierung der Kreation erhöht die Produktivität. Wir müssen KI-Wissen in der Breite im Unternehmen teilen. Die Automobilbranche steht vor großen Herausforderungen. Es ist wichtig, die Technologie in der Breite zugänglich zu machen. Optimismus für 2025 trotz der aktuellen Herausforderungen. Partner dieser Folge: CLAYM+ Schadenmanagement GmbH & Co.KG: Die smarte Plattform für die gesamte Schaden­abwicklung im Autohandel. www.claym-plus.de

Zusammenfassung

Im aktuellen Podcast von ‚Benzingespräche‘ spricht Tim Klötzing mit Hans Picharczek, CEO der Digitalagentur Move Elevator, über die Rolle von Künstlicher Intelligenz (KI) im Marketing. Dabei werden sowohl die Chancen als auch die Herausforderungen beleuchtet, die KI für die Automobilbranche in den kommenden Jahren mit sich bringt.

Die Rolle von KI im Marketing

Hans Picharczek erklärt, dass KI bereits jetzt eine zentrale Rolle in der Marketingstrategie von Unternehmen spielt. Die Technologie ermöglicht es, Prozesse effizienter zu gestalten und personalisierte Kundenerlebnisse zu schaffen. Besonders im Bereich der Content-Erstellung und -Optimierung zeigt sich das Potenzial von KI, indem sie repetitive Aufgaben automatisiert und so den kreativen Köpfen mehr Raum für strategische Überlegungen lässt.

Transformation in der Digitalagentur

Move Elevator hat bereits frühzeitig auf die Veränderungen durch KI reagiert und einen umfassenden Transformationsprozess eingeleitet. Picharczek betont, dass es entscheidend ist, KI nicht als Bedrohung, sondern als Chance zu sehen. Die Agentur hat ihre Mitarbeiter geschult und Prozesse angepasst, um die Vorteile der Technologie optimal zu nutzen.

Chancen für die Automobilbranche

Die Automobilbranche kann von der Integration von KI in vielerlei Hinsicht profitieren. Vom verbesserten Kundenservice durch Chatbots bis hin zur Optimierung von Verkaufsprozessen bietet KI zahlreiche Möglichkeiten, die Effizienz zu steigern und die Kundenzufriedenheit zu erhöhen. Picharczek sieht hier großes Potenzial für Autohäuser und Dienstleister, sich durch den Einsatz von KI einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.

Herausforderungen und Zukunftsausblick

Trotz der vielen Vorteile gibt es auch Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Dazu gehören Datenschutzbedenken und die Notwendigkeit, Mitarbeiter kontinuierlich weiterzubilden. Picharczek ist jedoch optimistisch, dass Unternehmen, die sich frühzeitig mit KI auseinandersetzen und ihre Strategien anpassen, langfristig erfolgreich sein werden.

Fazit

Die Diskussion zwischen Tim Klötzing und Hans Picharczek verdeutlicht, dass KI im Marketing nicht nur eine vorübergehende Modeerscheinung ist, sondern eine grundlegende Transformation darstellt. Unternehmen der Automobilbranche sollten diese Entwicklung aufmerksam verfolgen und die sich bietenden Chancen nutzen, um sich zukunftssicher aufzustellen.

Gespräch als Text

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00:00 Benzingespräche. Der Branchen- und Personality-Talk der deutschen Automobilwirtschaft. Der Podcast für und mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind, erzählt zu werden. Es geht um neue und verschiedene Blickwinkel auf die Autobranche und persönliche Meinung zukünftiger Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, Content-Creator und freier Automarketing-Berater. Dieser Podcast wird präsentiert von Jareto, dem Finanzierungsexperten für den Kfz-Handel. Auf jareto.de könnt ihr als Autohändler schnell und einfach Autokredite für eure Kunden vergleichen, anfragen und abschließen. Und das mit Top-Zinskonditionen. Euer Vorteil, sekundenschneller, transparenter Vergleich, eine einheitliche Antragsstrecke und vieles mehr.

01:10 Mit über zehn Banken für Absatzfinanzierung holt ihr einfach mehr für euch und eure Kunden raus. Jareto.de Herzlich willkommen zurück zu meinem Podcast Benzingespräche. Und mein Gast heute macht gerade noch Faxen, deswegen muss ich lachen, aber egal. Ja, wir sind am Jahreswechsel angekommen. Jahresende 2024. Das Jahr 25 steht in Startlöchern oder hat vielleicht schon begonnen, wenn das kommt. Und ich hatte mir überlegt, zum Jahreswechsel nichts zu machen auf Deutsch gesagt. Ich bin immer so offen und ehrlich und habe mich dann aber anders überlegt, weil zum Jahreswechsel habe ich immer klassisch auch ein Gespräch mit meinem Gast der Folge 1 mit dem Jörg von Steinecker, mit dem ich immer so ein Jahreswechselgespräch mache. Und der ist natürlich super tief drin, was das Thema Digitalisierung und Co. angeht. Und auch seit neuestem, oder nicht seit neuestem, hat er auch schon lange dabei, künstliche Intelligenz. Und es gibt drei Folgen, drei Blickwinkel, drei Themenschwerpunkte. Aber der Jörg ist heute gar nicht der Gast. Das wollte ich nur so damit erklären. Heute ist nämlich mein Freund und der absolute Marketing- und KI-Experte Hans Piechatzek von der Digitalagentur Move Elevator dabei aus dem Ruhrgebiet. Hallo Hans.

02:23 Ja, hallo Tim. Vielen Dank, dass ich hier zu Gast sein darf. Immer wieder gern. Wir hatten ja auch schon mal in diesem Jahr gesprochen, weil wir ja die OMR in Hamburg mehr oder weniger, ja, mehr als weniger gemeinsam besucht haben und da mal so ein bisschen gequatscht haben. Wir sind ein paar Monate her und jetzt sind wir wieder weiter. Und diesmal möchte ich einfach mit dir so über die Veränderungen und aktuelles im Bereich Marketing-Kontext-KI sprechen, weil das ist ja voll so dein Thema. Aber bevor wir da einsteigen, sag doch erstmal oder stell dich nochmal erstmal vor, weil viele vielleicht dich nicht kennen. Wahrscheinlich sehr viele sogar. Ja, ich bin Hans Piechatzek. Ich bin einer der Gründer von Move Elevator, Digitalagentur. In meiner aktuellen Rolle bin ich CEO. Und ja, ich bin 53 Jahre alt. Ich bin ein Kind des Ruhrgebiets, wie der ein oder andere wahrscheinlich auch hören kann. Und ja, vielleicht auch noch ein, zwei Sätze zu Move Elevator.

03:23 Wir sind eine Digitalagentur. Wir haben rund 100 Leute. Wir machen rund 10 Millionen Euro Umsatz. Wir sind auch im Ranking der größten Digitalagenturen Deutschlands, haben wir es fast in die Top 50 geschafft. Also wir sind auf Platz 52. Aber ich lade jeden potenziellen Kunden ein, das im nächsten Jahr mit mir gemeinsam zu ändern. Aber Spaß beiseite. Also wir sind eine Digitalagentur. Wir betreuen wirklich die komplette Customer Journey. Wir machen natürlich Websites, Online Shops, Social Media, Performance Marketing und so weiter. Und in dieser Rolle... Achso, und vielleicht noch mal ganz kurz. Wir arbeiten für ganz, ganz tolle Unternehmen. Wir arbeiten beispielsweise für das Phantasialand, begleiten die auf der kompletten digitalen Transformation. Wir arbeiten für die Audi BKK. Also wirklich sehr, sehr viele, sehr, sehr große Kunden.

04:11 Und auch aus der Automobilbranche. Da arbeiten wir beispielsweise für Luke. Ist ja auch ein Unternehmen hier aus dem Ruhrgebiet, was ich persönlich sehr beeindruckend finde. So, und in meiner Rolle als CEO einer Digitalagentur beschäftige ich mich natürlich auch mit dem Thema KI. Ist ja klar. Ja klar, auf jeden Fall. Und hättest du es jetzt nicht gesagt, hätte ich auch den Connect mit der Luke-Gruppe hergestellt an die Kollegen hier aus meiner Heimatstadt in Essen, die ja auch nicht gerade klein sind, nicht gerade unbekannt sind und natürlich auch viel im Bereich Marketing natürlich machen und tun. Und als ich dann gehört habe, dass ihr dann die Luke-Gruppe auch betreut, dachte ich, ach, das finde ich gut. Ihr könnt da eine Menge bestimmt anrichten, positiverweise. Ja, okay. Ganz grundsätzlich.

04:59 Warum ist es eine gute Idee, sich mit dir über Marketing im Kontext KI zu unterhalten, lieber Hans?

05:07 Also ich könnte jetzt sagen, weil ich ja anerkannter KI-Experte bin, ich sage das so ein bisschen mit dem Augenzwinkern, weil einerseits stimmt's, ich habe in den letzten zwei Jahren auf, ich glaube, rund 50 Bühnen gestanden und Vorträge zum Thema KI gehalten, auch zum Teil vor sehr großen Runden. Das heißt, ich bin offensichtlich ein gern gebuchter Redner, der da eine Menge zu zu sagen hat. Aber vielleicht mal anders gefragt, wie bin ich denn überhaupt dazu gekommen, Speaker zum Thema KI zu werden? Weil fairerweise muss man sagen, vor zwei Jahren, im Dezember 2022, hatte ich überhaupt keine Ahnung von KI. Ich bin mehr wie die Jungfrau zum Kind gekommen, als ein Kunde zu mir sagte, Ja, ja, sie kennen sich ja immer mit den aktuellen Themen aus, wie hier mit ChatGPT zum Beispiel.

05:56 Und ich dachte, ChatGP, was? Und habe dann nach dem Telefonat, der hat zum Glück keine Frage gestellt. Und ich habe dann nach dem Telefonat erst mal gegoogelt, was das ist. Habe gedacht, mein lieber Mann. Und bin dann auch über die Weihnachtsferien, habe ich mich mit dem Thema auseinandergesetzt. Und dann hat eigentlich im Januar 2023 meine KI-Reise begonnen, weil mir relativ schnell klar geworden ist, alles das, was wir als Digitalagentur machen, sprich Strategie, Content Creation, also Texte erstellen und entwickeln, programmieren, alles das kann KI auch. Und da habe ich mich gefragt, wo ist eigentlich als Agentur unsere Rolle in der Zukunft? Und am Ende haben wir dann das ganze Unternehmen direkt schon im Januar 2023 auf eine KI-Transformation geschickt, weil einer von den Silicon Valley-Größen hat ja mal gesagt, nicht KI wird deinen Job ersetzen, sondern jemand anders, der KI besser bedienen kann als du.

06:56 Und da haben wir gesagt, in diesem Sinne möchten wir die Agentur sein, die KI besser bedienen kann als andere Agenturen und im Zweifel auch als unsere Kunden, weil dann glauben wir, haben wir auch in Zukunft noch eine Daseinsberechtigung. Und deswegen machen wir seit zwei Jahren als Unternehmen sehr, sehr viel, um eben diese Agentur zu werden. Und das ist eigentlich auch das Thema, worüber ich in meinen Vorträgen spreche. Und das Lustige ist, dass wir inzwischen von einer ganzen Reihe von Unternehmen auch gebucht werden, gar nicht mehr nur als Digitalagentur, sondern als Transformationsbegleiter, weil wir denen dabei helfen, eben die Technologie im Unternehmen voranzutreiben und dafür zu sorgen, dass das Unternehmen in ein, zwei Jahren sagen kann, wir als Unternehmen nutzen KI produktiv in der Breite.

07:47 Ja, das finde ich, da muss ich ganz kurz was einschieben, weil vielleicht der ein oder andere Hörer, die sind ja immer sehr, ich sag mal, starken Automobil-Content gewohnt. Und die denken sich jetzt, ah, jetzt hat der Tim da irgendwie einen Freund von einer Marketingagentur und was geht mich das an? Ich finde das so interessant, weil der Autohandel und auch so die Dienstleister drumherum, ob das jetzt digitale Dienstleister sind oder Werkstattdienstleister, was auch immer, die unterliegen ja letztendlich auch so einer Transformation. Und den Impact KI, ich greife mir jetzt mal das Autohaus raus, ist ja immens, weil da kann man Prozesse mit optimieren, man kann ganz viele Sachen machen und da werde ich ja auch noch mit zwei anderen Gästen noch weiter drüber sprechen, Chatbots, Voicebots und sowas.

08:36 Und ich wollte da mit dir drüber sprechen, weil du hast es gerade schon angedeutet, ihr habt einen Transformationsprozess bei euch in einer Marketingagentur, sage ich jetzt mal, angestoßen. Und da ist auch in der Breite eine Diskussion durchaus losgetreten. Oder das höre ich immer wieder, wenn es so, ich habe jetzt mit einem Freund von mir im Vorklapp für diesen Podcast gesprochen und der sagte so, ja, ja, die Marketingagenturen, die werden ja auch total ersetzbar, wenn die ganze Technologie mal Einzug hält. Mal gucken, was die ganzen Mitarbeiter dann machen. Also ist so ein bisschen vorurteilsbehaftet, aber da ist ja auch irgendwo was dran. Und die Ängste der Menschen oder die Vorurteile sind ja jetzt, ob es eine Marketingagentur ist oder das Autohaus ist oder ein Digitaldienstleister, ja nun mal doch ähnlich.

09:26 Und deswegen wollte ich genau mit dir sprechen, weil ihr seit ja fast zwei Jahren auf dem Weg in dieser Transformation seid. Hattest du denn, wo du den ersten Touchpoint hast, hast du ja gerade schon so ein bisschen beschrieben, hattest du da sofort das Gefühl, oh, what, was ist denn da? Ich bin total neugierig darauf, was da kommt oder hattest du ein bisschen Sorge vielleicht sogar?

09:55 Ja, also danke für diese Frage, die geht ja sehr tief rein und da muss ich auch sagen, da kann ich am liebsten mit einem Songzitat beantworten. Er fängt an zu singen, Leute, mach laut. Fettes Brot, Jein, ich weiß nicht, ob du dich noch erinnerst. Engel, links, Teufel, rechts, rechts. So, ich habe da wirklich Engelchen und Teufelchen auf meiner Schulter.

10:18 Und da ist beides. Also das eine ist natürlich schon die Sorge und ich will da gar nichts beschönigen. Ich glaube schon, dass KI für sehr, sehr große Umwälzungen sorgen wird. Also das Thema mit den gesellschaftlichen Veränderungen wollen wir mal gar nicht aufmachen. Auch darüber könnte man einen eigenen Podcast machen. Reden wir nur mal über die Wirtschaft. Ich glaube schon, dass Jobs überflüssig werden, weil KI die übernimmt. Also das einfachste Beispiel, ich habe jetzt neulich auf YouTube ein Video gesehen, es gibt jetzt eine Software, die macht Callcenter-Anrufe, Outbound-Telefonie. Da kann ein Rechner 800 Telefonate gleichzeitig machen und die Leute, die angerufen wurden, haben gar nicht mitbekommen, dass sie mit einem Roboter gesprochen haben.

11:04 Also wie unfassbar ist das denn? Und ich glaube, da müssen wir ganz ehrlich sein, es werden Jobs wegfallen und ich glaube, wenn man in so einer Kompetenzpyramide denkt, die einfachen Jobs ganz unten und oben, die hochspezialisierten Jobs, dann glaube ich, dass KI diese Pyramide von unten wegknuspern wird. Und deswegen überlegen wir als Unternehmen, wie können wir uns so entwickeln, dass wir in der Pyramide weiter nach oben wandern, dass wir mehr, höherwertige Dienstleistungen anbieten, damit uns das nicht so tangiert, wenn unten was weggeknuspert wird. Also diesen Teil der Sorge, den habe ich auch. Da wird was passieren. Da sollten wir uns nichts vormachen.

11:51 So, aber ich habe auch noch Engelchen auf meiner Schulter und Engelchen ist halt komplett fasziniert von den Möglichkeiten, die sich daraus ergeben. Und ich merke das jetzt schon. Ich meine, wir können ja gleich auch nochmal darüber reden, wo wir schon in der Agentur überall KI nutzen. Aber ich kann dir sagen, wir merken jetzt schon, dass wir mit KI Sachen viel, viel schneller machen können. Teilweise auch besser.

12:22 Ich merke aber vor allen Dingen noch was ganz anderes. Ich glaube, gehen wir mal jetzt raus aus der Agenturrolle, gehen wir mal in unsere persönliche Sicht. Tim, Frage an dich. Bekommst du regelmäßig E-Mail-Newsletter? Aber natürlich, ich bin auch stets bemüht, die Summe der über die Jahre angesparten Newsletter auszudünnen, ja. So, genau. Die Frage wäre nämlich, liest du die alle?

12:52 Also, das muss schon sehr interessant sein irgendwie. Genau. So, jetzt kommt der Punkt. Warum liest du die nicht? Oder warum liest du nur manche? Warum liest du? Weil die zu allgemein sind und mich nicht ansprechen. Also in der Tiefe dann. Genau. Ich glaube, dass wirklich gerade ein Content-Tsunami über uns alle hereinbricht. Wir werden so zugespampt mit Informationen, und am Ende fragt sich doch jeder von uns, was hat das bitte schön mit mir zu tun? Die meisten Sachen, die wir bekommen, sind nicht relevant. Und ich glaube wirklich, das gilt für alle Branchen, für Automobil sowieso, das Kundenerlebnis der Zukunft wird davon abhängen, ob es für mich als Konsument relevant ist oder nicht.

13:44 Ich glaube, wir müssen in der Kommunikation, wenn wir überhaupt diese Wahrnehmungsschwelle der Menschen erreichen wollen, müssen wir persönliche Relevanz erzeugen. Also vielleicht diese Zahl geistert ja schon seit Jahren durch die Medien. Man hat irgendwann vor ein paar Jahren gesagt, jeder von uns wird am ganzen Tag mit 6000 Werbebotschaften konfrontiert. Das ist die Werbung in der E-Mail, das sind die 23 Banner, wenn ich auf Spiegel Online gehe, das ist der Bus, der vorbeifährt mit der Werbung, die 23 Plakatwände, die ich schon gesehen habe, 6000 Werbebotschaften. Vor zwei, drei Jahren habe ich dann gelesen, dass es 8000 sind. Dieses Jahr habe ich gelesen, dass wir inzwischen 10.000 Werbebotschaften pro Tag bekommen. Und wir erinnern uns am Ende des Tages an sechs.

14:31 Welche sechs sind das? Die, die etwas mit mir zu tun haben. Und jetzt spinne ich den Bogen zur KI. Ich glaube, dass die KI allen Werbetreibenden, auch allen Autohäusern und so weiter und Autohändlern, Herstellern, was auch immer, die Chance gibt, die persönliche Relevanz in der Kommunikation zu erhöhen. Einfach mal als Bild im Kopf. Wir können so tun, als würde im Autohaus eine Person sitzen, die heute Morgen dir, lieber Tim, einen persönlichen Brief geschrieben hat und gesagt hat, Tim, ich freue mich, dass du seit zehn Jahren deine Autos bei uns kaufst. Und mir ist aufgefallen, vor ein paar Jahren hattest du noch die Familienkutsche, jetzt dürfen es lieber die Sportwagen sein.

15:17 Und da ist gerade was Tolles reingekommen. Und dir ist ja auch Umwelt wichtig. Da ist mit Hybridantrieb, der macht Krach und ist schnell, möchte sie nicht mal vorbeikommen. Und sowas automatisiert für alle Konsumenten, für alle Zielgruppen zu erstellen, das ist etwas, was wir mit Menschen nicht hinbekommen könnten. Und da sehe ich eine Riesenchance, wie wir eben als Werbetreibende mit KI unsere Kommunikation auf ein neues Level heben können.

15:49 Ja, super interessant, weil wir sind da auch gar nicht so theoretisch geblieben, weil die Frage war ja schon sehr groß und sehr global. Ja. Super cool, dass du es da auf konkrete Beispiele so gebracht hast.

16:03 Ich weiß gar nicht, was ich dir mit hinzufügen soll. You nailed it. Also echt perfekt. Ich würde vielleicht an der Stelle noch mal anders rangehen. Und zwar, jetzt sind wir ja, ihr habt mit Anfang 23, habt ihr so euren Weg begonnen. Jetzt sind wir Ende 24. Und da habe ich so drei Frägelchen. Die eine ist erst mal ein bisschen persönlicher. Wie war in deinem Jahr so? Boah.

16:33 Also jetzt 24, meinst du? Ja. Ja. Und wahrscheinlich meinst du ja beruflich. Also ich würde sagen, wir haben ein sehr spannendes berufliches Jahr hinter uns, ein sehr forderndes. Dazu kann man vielleicht schon mal vorweg sagen, wirtschaftlich ist das ein erfolgreiches Jahr. Also wenn wir in ein paar Tagen die Bücher schließen, dann werden wir mit diesem Jahr zufrieden sein. Und ich glaube, wenn man sich die Nachrichten anschaut und so weiter, dann ist das schon etwas, das macht mich ein Stück weit demütig und dankbar, weil das nicht selbstverständlich ist. Absolut. Trotzdem habe ich aber schon gesagt, es war ein hartes Jahr, weil zum einen macht das Thema KI-Transformation bewegt uns auch.

17:18 Das frisst einfach Energie, das frisst Zeit, das frisst ja auch Geld. Also was wir inzwischen für das Unternehmen an Lizenzen ausgeben, bei Adobe, bei OpenAI, dann nutzen wir Perplexity und was nicht noch alles. Also das sind ja auch Kostenfaktoren. Also diese Transformation an sich bewegt uns. Uns bewegt aber auch, dass wir spüren, dass es vielen unserer Kunden nicht gut geht. Also das ist, wir haben ja unterschiedliche Branchen. Ich möchte jetzt nicht so konkret werden und eben über unsere Kunden da reden, aber wir arbeiten für unterschiedlichste Branchen und ich merke, dass in sehr, sehr vielen Branchen die Leute wirklich zu kämpfen haben und das tangiert uns natürlich auch als Agentur, weil dann werden Projekte verzögert oder vielleicht sogar gestoppt oder aufs nächste Jahr geschoben.

18:12 Das Geld sitzt da einfach nicht so locker und deswegen haben wir auch als Agentur in diesem Jahr mehr Energie in Akquise stecken müssen. Das kostet ja auch zusätzlich Energie und konnten halt das, was im Bestandskundengeschäft, wir haben keine Kunden groß verloren, aber viele Kunden haben Budgets reduziert und diese Reduktion konnten wir ausgleichen durch Neukunden und deswegen sind wir unterm Strich zufrieden. Aber Tim, ganz ehrlich, ich bin auch ein bisschen froh, wenn ich am 20. Dezember, das ist mein letzter Arbeitstag, wenn ich dann das Büro abschließe und mich einfach zurücklehne für zwei Wochen. Ja, wir sind ja regelmäßig im Austausch und ich bekomme ja mit, was für ein Pensum auch vor allem du machst, neben dem, dass du da Geschäftsführer, CEO von einer großen Agentur bist, mit vielen Menschen, mit den gerade angesprochenen Herausforderungen und gleichzeitig, ich weiß ja auch, wie viel du unterwegs bist, du bist gern gebuchter Redner und dann quasi meistens abends, nachmittags noch Workshops reden und so.

19:16 Da kann ich mir vorstellen, dass du, um im Thema zu bleiben, irgendwann jetzt im Dezember auf der Felge läufst. Ja, aber ich glaube, ich bin da nicht alleine. Ich glaube, das Jahr war für viele Menschen sehr, sehr fordernd und deswegen kann ich auch nur sagen, ich wünsche allen, dass sie die Zeit zwischen den Jahren nutzen können, um einfach mal innezuhalten, durchzuatmen, Batterien zu laden, weil das neue Jahr kommt schneller, als wir gucken können. Ich fürchte. Ich fürchte. Also, okay. Jetzt hast du schon so meine zweite Frage so fast mit beantwortet. Welchen, also dein Jahr, das Jahr beruflich mit der Agentur, kannst du vielleicht da nochmal sagen, jetzt konkret so in diesem Jahr hat KI nochmal einen größeren Impact auf die Prozesse, euren Workflow, euer Unternehmen gehabt und gab es irgendwie in diesem Jahr nochmal so einen Aha-Moment, wie, ich weiß damals, als du ChatGPT ein Bild generiert hast, dass dein Team im Intranet gesagt hat, hör mal, das ist ein Fake, der verarscht uns, gab es so einen Moment in diesem Jahr nochmal?

20:21 Jetzt nicht eins zu eins, aber ich würde sagen, wir hatten sogar zwei Aha-Momente in diesem Jahr bezogen auf KI. Der erste war schon in der ersten Jahreshälfte, dass wir wirklich gesagt haben, okay, wir erklimmen ein neues Level im Jahr 2023 haben wir eigentlich KI als Handwerkszeug genutzt, also ein Texter hat selber ein Prompt geschrieben und hat den jedes Mal neu kreiert und hat dann das Ergebnis gehabt oder ein Designer hat jedes Mal ein Prompt geschrieben oder hat dann bei Adobe Firefly irgendwie einfach nur seine, das, was er normalerweise mit den Händen macht, beschleunigt. Und im ersten Halbjahr 2024 haben wir dann das erste Mal wirklich Anwendungen produktiv, also gebaut und produktiv genutzt, wo wir Kreation automatisieren, wo wir mit Schnittstellen arbeiten, wo automatisiert Dinge hingeschickt werden zur KI und zurückkommen und Kreativität, Texte, Bilder, was auch immer erzeugt wird, ohne dass Menschen prompten müssen.

21:30 Und das war schon ein riesiger Aha-Effekt, weil du dir ja vorstellen kannst, dass das das Thema viel leichter zugänglich macht und da auch die Produktivität erheblich erhöht. Also dieses Thema Automatisierung der Kreation war ein Schritt. Ich möchte aber direkt sagen, natürlich arbeiten ja bei uns 100 Menschen, die jeden Tag trotzdem kreative Sachen machen. Es geht nicht so, dass unser ganzes Geschäft jetzt automatisiert abläuft. Das sind so Leuchtfeuer, die wir haben, wo wir Sachen ausprobieren, wo wir uns freuen, wo wir sehen, in welche Richtung das gehen wird. Aber das ist jetzt noch nicht, dass unser Geschäft dadurch, also dass wir jetzt alle uns zurücklehnen und der KI beim Arbeiten zugucken. Das denken ja viele. Ja, ja, aber da sind wir noch lange nicht.

22:17 So, das ist das eine. Aber das führt mich auch zu der anderen Seite, weil wir uns natürlich auch fragen, wie gehen wir denn als Unternehmen wirklich mit dem Thema KI um und wie ändern wir unsere Arbeitsweisen? Also zum einen kann ich dir sagen, ich bin regelmäßig beeindruckt, wenn ich von unseren Teams vorgestellt bekomme, wo einzelne Leute KI nutzen. Also vielleicht einfach mal zwei Beispiele. Wir haben eine Texterin, Joanna, die schreibt, die baut sich eigene Custom GPTs. Tim, wirklich, ich muss es dir mal zeigen, du lachst dich schlapp. Du lachst dich wirklich schlapp, was die auf die Beine stellt.

23:03 Die hat sich zum Beispiel jemanden gebaut, der Texte rezensiert. Also wenn sie Texte schreibt, lädt sie die hoch und bittet um Verbesserungsvorschläge. Und dann hat sie aber diese Person, sie hat wirklich eine reale Person, die es gibt, keine Namen an dieser Stelle, hat sie als Vorbild genommen, hat die Charaktereigenschaften dieser Person da reingestellt, hat gesagt, ich möchte gerne im Stile dieser Person mein Feedback bekommen. Ey, du lachst dich so schlapp und da siehst du erst mal, was KI kann. Da kommen sprachliche Bilder, da kommt Ironie, da kommt Zynismus, Sarkasmus. Du lachst dich komplett schlapp. Also das einfach mal als ein Beispiel. Wir haben da richtige Zauberer im Team.

23:48 Und dann haben wir jemand anders, den Felix, der macht bei uns SEO, der baut sich auch Custom-GPTs, die machen für den komplette SEO-Analysen, SEO-Strategien, Keyword-List, ich weiß nicht, was die da alles machen. Da kommt Zeug raus, da geht mir die Kinnlade runter. So, und das war halt mein Aha-Effekt, in der zweiten Jahreshälfte zu sehen, dass wir Leute haben, die wirklich KI-Zauberer sind, die unglaublich tolle Sachen machen, aber das sind ja nur ganz kleine Inseln. Das sind einzelne Leute von 100. Und als Unternehmen ist das einerseits toll, wenn wir solche Leute haben, die da wirklich so eine Spitzenleistung bringen.

24:34 Auf der anderen Seite müssen wir uns aber fragen, wie können wir dieses Wissen in die Breite bringen und wie können wir diese Fähigkeiten allen zur Verfügung stellen. Das ist auch ein Thema, mit dem ich mich gerade beschäftige, wo wir auch Dinge lernen. Und das ist dann auch eine der Sachen, die, wenn wir von Unternehmen gebucht werden, dass wir sie bei der KI-Transformation begleiten. Das ist dann eben auch eine Sache, wo wir den Leuten dabei helfen, erstens diese, wir nennen das Evangelisten, zu finden und zu fördern und dann aber den Wissenstransfer herzustellen, dass dieses Wissen auch in der Breite zur Verfügung stellt. Das ist so mein großer Aha-Moment gewesen vom zweiten Halbjahr. Ja, okay.

25:20 Ja, ich musste gerade schmunzeln, weil, dass die Kollegin da sich Custom-GPTs baut, die so antworten, wie ein echter Mensch, so auf Deutsch gesagt. GPT hat ja auch eine, wenn man die bezahlte Version hat, in der App kannst du ja auch inzwischen mit GPT sprechen. Und wenn du Slang rein sprichst, wenn du so ein bisschen bayerisch vorgibst, bei dem sagst du, hör mal, ich brauche mal die Antwort auf bayerisch, weil der versteht es nicht anders, dann spricht die sofort bayerisch mit dir. Ich bin fast geneigt, mein Telefon hier zu nehmen, das irgendwie fortzuführen. Das ist total crazy. Aber das ist nur, das wäre so eine Spaßanwendung. Ja, wie blickst du auf 2025, um jetzt mal die Brücke ins nächste Jahr zu schlagen?

26:06 Was wird so kommen und wie blickst du da so ins nächste Jahr? Also ich blicke erst mal optimistisch ins neue Jahr.

26:18 Wenn ich das sage, zuckt es trotzdem mit mir zusammen, weil ich möchte, das ist jetzt meine professionelle Perspektive, wenn ich da privat drauf gucke, was gerade politisch in Deutschland passiert, in der Welt. Schwierig. Das macht mich schon sehr, sehr nachdenklich. Und ich sage mal, das wäre ein eigener Podcast. Wenn wir jetzt einfach mal hier bei unserem Thema bleiben, bei dem beruflichen Fokus, da gucke ich optimistisch in die Zukunft, weil ich glaube, wir haben als Unternehmen einen guten Plan, wie wir in dieser KI-Transformation die Möglichkeiten nutzen. Wir haben ein paar coole Angebote, wie wir unseren Kunden helfen, KI zu nutzen.

27:06 Und ich merke einfach, dass wir aktuell einfach ein Angebot haben, was der Markt braucht, was der Markt nachfragt. Und deswegen freue ich mich auch auf 2025.

27:23 Ja, ich weiß nicht. Also ist das eine erschöpfende Antwort? Sagen wir mal so, nee, kann ich mit arbeiten. Hast du denn, siehst du, du bist ja sehr tief da in dem Thema drin, siehst du jetzt noch Technologien sich gerade entwickeln oder KI in Bereichen sich entwickeln, wo du sagst, ja, ich sag mal, im nächsten Jahr wird es da nochmal einen größeren Impact an der und der Stelle möglicherweise geben? Also, Tim, du weißt das ja, ich rede da gerne drüber, mein wichtigster Fortbildungskanal in Sachen KI ist ja YouTube. Dito, meiner auch, exakt. So, weil da ist das krasse, du liest nicht nur darüber, sondern immer, wenn neue Tools vorgestellt werden, zeigen die das direkt im Video, wie die Oberfläche aussieht, was dabei rauskommt und so weiter.

28:15 Und deswegen kann ich auch nur jedem empfehlen, wenn ihr wissen wollt, was so der neue, dieses Wort, du weißt, der heißt, Der heiße Scheiß, komm, in den Ruhrgebiet. So, was so der neue heiße Scheiß ist, dann kann man einfach sich mal zwei, drei Videos zu KI auf YouTube angucken. Der Algorithmus wird dafür sorgen, dass du alle anderen heißen Sachen auch direkt zu sehen bekommst. Und wenn man das macht, dann sieht man, es kommt so krankes Zeug, auch was Videogenerierung und so weiter angeht. Virtuelle Charaktere, mit denen du dich in Echtzeit unterhalten kannst, wo du sagen kannst, worüber die reden sollen, wie die mit dir umgehen sollen und so weiter, könnte man stundenlang drüber reden. Ich halte das aber nicht für so entscheidend, Tim. Ich habe so das erste KI-Jahr, habe ich auch immer gedacht, man muss ganz vorne dabei sein, man muss sich immer die neuesten Tools angucken und man muss da sprechfähig sein.

29:09 Das sehe ich inzwischen anders. Ich glaube, wenn wir es aus einer professionellen Sicht betrachten, ist es viel, viel wichtiger, dass ich die Technologie in der Breite ins Unternehmen bringe, dass ich wirklich meine Menschen in der Breite befähige, diese Tools zu nutzen. Klar ist gut, wenn man ein, zwei Leuchttürme hat, die in ihrem Bereich, SEO, Text, Design, die ganz weit vorne sind, die auch die Impulse setzen. Aber ich setze meinen Fokus darauf, die Leute in der Breite mitzunehmen. Und Tim, ich habe einen Satz geprägt, den teile ich gerne mit dir. Ich habe gesagt, mein Wissen oder meine Erkenntnis ist eigentlich, wir müssen nicht alle Prompt-Experten werden. Viel wichtiger ist, dass wir KI im Unternehmen so zugänglich machen, dass es für alle einfach benutzbar ist.

29:59 So wie der Fahrstuhl oder das Wi-Fi. Nutzen wir alle jeden Tag, denkt aber kein Mensch mehr drüber nach. Das ist, finde ich, die Aufgabe der Unternehmen, KI so zur Verfügung zu stellen, dass alle Leute, ohne dass die morgen als neuer Mensch geboren werden müssen, also als der Mensch, der sie heute sind, diese Tools nutzen können. Das, finde ich, ist Prio 1. Darauf fokussiere ich mich. Der Rest kommt von allein. Perfekt. Genau so unterschreibe ich. Und dabei ist halt nur, wenn ich jetzt wieder so auf die Autobranche blicke,

30:34 Ja, wie soll ich das jetzt formulieren, wie da mein Eindruck ist? Natürlich interessieren sich alle irgendwie für KI. Man müsste lügen, wenn das Thema jetzt nicht auch das Thema des Jahres ist, natürlich. Letztes Jahr war es so dieses Rumspielen und in diesem Jahr wird es professioneller. Und auch das Thema Automatisierung und Co. Als Beispiel, ich habe für mich einen Workflow hingekriegt, dass ich ein Foto von Texten mache, die abgespeichert werden, automatisch in mein Voice-Klon laufen, das vertont wird mit meiner Stimme, danach in mein Video-Klon läuft und danach hinten ein Video rauskommt. Und ich muss im Grunde fast nichts mehr selber machen. Und das habe ich jetzt getestet und habe das in einem Prozess bei einem Kunden, wo ich etwas erklären musste, damit die quasi, es ging um Unternehmensleitbilder und Co., einfach damit die ein bisschen Wissen haben, habe ich denen das an die Hand gegeben und dann habe ich mit denen weitergearbeitet und eine gewisse Zeit später, nicht direkt danach, habe ich die gefragt, ob das okay war.

31:34 Ja, ja, alles super. Die haben das noch nichtmals gemerkt. Völlig crazy. Ein Video von mir. Die haben es nicht gemerkt. Und es gibt so High-End-Anwendungen, das ist so in diesem Jahr mit den Prozessen und so. Womit hast du das gemacht? Mit HeyGen oder Runway? Nee, Moment, andersrum. Erst Eleven Labs, Stimme und dann HeyGen Video. Weil das Voice-Cloning in HeyGen ist nicht so gut wie Eleven Labs. So für alle Kenner unter euch, schöne Grüße. Und der Punkt ist halt echt der, wie kriegst du das Wissen in die Breite, ins Unternehmen, ohne zu überfordern, ohne abzuschrecken. Und das kann ich wirklich allen nur echt empfehlen, ob das jetzt auf Geschäftsführer-Ebene ist, weil es hat ja auch immer noch was von Vorleben.

32:27 Und wenn auf Geschäftsführer-Ebene ein Interesse, ein grundsätzliches Interesse dafür besteht, ist das schon mal echt gut. Wenn da eine Aversion gegen entsteht, ist es nicht gut, meiner Meinung nach, weil das fährt sich dann aufs Team ab. Und da braucht es einfach Impulse, die Angst vor der Materie nehmen. Und jetzt bin ich noch nicht mal bei dem Marketing-Thema, was im Autohandel leider auch ein, ich sage es einfach, was ich denke, ein unterbelichtet ist, leider nach wie vor. Es gibt natürlich Ausnahmen. Also große Gruppen, auch Luke und so, die haben da eigene Abteilungen, die machen einen guten Job. Wobei hier und da auch noch Luft nach oben ist. Alles meine persönliche Meinung, ihr könnt mich gerne danach zerreißen, wie auch immer, ist mir auch egal.

33:12 Aber in vielen Häusern ist auch das Marketing-Thema echt noch nicht so richtig gut aufgestellt. Und wenn dann KI auch noch links überholt, man muss halt gut die Themen eingliedern und sich im Zweifel Wissen von außen holen. Weil von innen heraus sind die Veränderungen, Veränderungen sind auch immer ein bisschen Schmerzen und so. Also da kann ich echt nur allen empfehlen, sprecht mit Leuten im Umfeld, die es drauf haben und holt euch Wissen dazu, wenn ihr nicht sicher seid. Und es kann ja auch sein, dass KI und so ein ganz tolles, buntes Thema ist, aber nicht bei euch passt. Gibt es ja auch. Man muss ja nicht auf Biegen und Brechen alles irgendwie KI-isieren. Ja, also Tim, ich glaube, man muss auch wirklich fairerweise einfach sagen, die Automobilbranche ist eine Branche, die auch jetzt gerade vor riesigen Herausforderungen steht.

34:04 Wir haben einmal den Markt an sich, wo wir ja wissen, dass es da sehr viel Verunsicherung gibt, Sparquote in Deutschland sehr, sehr hoch, gerade 11 Prozent. Und der Euro sitzt halt gerade nicht locker. Also wir haben die Marktherausforderung, wir haben aber auch die strukturellen Herausforderungen, hier Umstellung, Agenturmodelle, womit ja auch viele kämpfen und so weiter. Und ich verstehe auch, dass gerade im Automobilbereich viele einfach gerade sagen, wir haben heute andere Probleme. Wir müssen jetzt erstmal das Operative, das Tagesgeschäft klarkriegen, bevor wir uns um die Zukunft kümmern können. Kann ich total verstehen, würde ich auch gelten lassen. Trotzdem muss man natürlich auch sagen, die Zukunft ist immer schneller da, als man gucken kann.

34:51 Und das, was du gesagt hast, würde ich auch unterschreiben, wenn ich die Kapazitäten habe, zu überlegen, wie komme ich denn wieder nach vorne, wie komme ich denn vor den Markt, wie kann ich mich vom Wettbewerb differenzieren, wie kann ich neue Kommunikation aufbauen, um vielleicht auch vom Marktanteil her zu wachsen. Denn dann kann ich auch vielleicht in einem schrumpfenden Markt trotzdem mehr Umsatz machen. Wenn man darüber nachdenken kann, weil man die Kapazitäten hat, dann kommt man meiner Meinung nach nicht um KI drumherum. Und dann bin ich auch bei dir. Ich mache das auch so. Alles, was ich nicht selber weiß, rufe ich jemand an, der es weiß. Exakt. So ist das. Hans, ganz herzlichen Dank, dass du dir in deinem, mir ist bekannt, dass dein Terminplaner im Moment schwierig ist, dass du uns da hier noch einbauen konntest.

35:40 Ganz herzlichen Dank, dass wir wieder mal drüber schnacken konnten sozusagen. Ja, dann würde ich sagen, sind wir für heute mit der Folge hier soweit durch. Und ja, Hans, jetzt müssen wir noch das, jetzt musst du noch zehn Tage durchhalten, ne? Ganz genau. Ja, ich sage dir auch, danke für die Einladung. Danke, dass ich hier sein durfte. Hat auf jeden Fall Spaß gemacht. Und ich wünsche dir und natürlich auch allen Hörern frohes Weihnachtsfest, schöne Festtage, guten Rutsch, alles, was dazugehört. Und natürlich ein erfolgreiches und tolles Jahr 2024. Exakt. 25. 25. Ah, Hans ist schon durch. Alles klar, ich von meiner Seite, ich kann mich dem nur anfügen und sage euch, macht's gut, guten Jahreswechsel auf ein tolles 2025 und wir hören uns bald wieder.

36:32 Macht's gut da draußen. Ciao. Ciao.