Benzingespräche · Folge 148 · · 39 Min
Christian Dietsch, Managing Director Peugeot Deutschland

Kernaussagen
- Vielfältige Erfahrungen in der Branche sind entscheidend.
- Kundenorientierung ist der Schlüssel zum Erfolg.
- Die Elektromobilität bietet sowohl Herausforderungen als auch Chancen.
- Flexibilität und Anpassungsfähigkeit sind in der heutigen Mobilitätslandschaft unerlässlich.
- Ein tiefes Verständnis der Kundenbedürfnisse ist essentiell für die Entwicklung erfolgreicher Strategien.
Worum es geht
Vom Fahrzeugbauer zum Peugeot Deutschland-Chef In dieser Folge mit Christian Dietsch, dem Managing Director von Peugeot Deutschland, geht es um seine langjährige Erfahrung in der Automobilbranche und seine Karriere. Er erzählt von seiner Ausbildung zum Karosserie- und Fahrzeugbauer, seinem Einstieg in den Autohandel und seinen verschiedenen Stationen bei Mercedes, Renault und Peugeot. Dietzsch betont die Bedeutung von Teamarbeit und Kundenzufriedenheit in seiner Arbeit. Er spricht auch über die aktuellen Herausforderungen in der Automobilbranche und die Strategien von Peugeot, um den Kunden individuelle Mobilitätslösungen anzubieten. Der deutsche Markt bleibt attraktiv für neue Marken, auch aus Asien. Peugeot sieht den deutschen Markt als Referenzmarkt und arbeitet an neuen Vertriebsmodellen. Die Marke vereint Leidenschaft und Performance im Motorsport und überträgt diese Technologien auf ihre Serienmodelle. Elektromobilität wird zum Standard, aber Peugeot bietet weiterhin verschiedene Mobilitätslösungen an. Der stationäre Autohandel entwickelt sich weiter, aber der Service und die kompetenten Ansprechpartner bleiben wichtig. Die Einführung von komplett autonomen Autos ist noch eine große Herausforderung, aber Peugeot arbeitet an teilautonomen Assistenzsystemen. Takeaways Erfahrung im Autohandel und Kundenzufriedenheit sind wichtige Faktoren für den Erfolg in der Automobilbranche. Die Automobilbranche steht vor großen Herausforderungen, wie der Elektromobilität und dem Eintritt neuer Marken auf den Markt. Peugeot setzt auf Tradition, Erfahrung und Innovation, um den Kunden individuelle Mobilitätslösungen anzubieten. Teamarbeit und effiziente Strategien sind entscheidend, um in der Automobilbranche erfolgreich zu sein. Der deutsche Markt bleibt attraktiv für neue Marken, insbesondere aus Asien. Die Marke vereint Leidenschaft und Performance im Motorsport und überträgt diese Technologien auf ihre Serienmodelle. Elektromobilität wird zum Standard, aber Peugeot bietet weiterhin verschiedene Mobilitätslösungen an. Der stationäre Autohandel entwickelt sich weiter, aber der Service und kompetente Ansprechpartner bleiben wichtig. Partner dieser Folge: CLAYM+ Schadenmanagement GmbH & Co.KG: Die smarte Plattform für die gesamte Schadenabwicklung im Autohandel. www.claym-plus.de
Zusammenfassung
In der neuesten Episode von „Benzingespräche“ spricht Tim Klötzing mit Christian Dietzsch, dem Managing Director von Peugeot Deutschland. Mit über 20 Jahren Erfahrung in der Automobilbranche teilt Dietzsch seine Einsichten über die Herausforderungen und Chancen der Branche, seine persönliche Karriere und die Zukunft der Mobilität.
Ein Blick in die Vergangenheit
Christian Dietzsch, geboren in Wesel und aufgewachsen in Duisburg, begann seine Karriere im Automobilsektor nach einer Ausbildung zum Karosserie- und Fahrzeugbauer. Seine ersten Schritte im Autohandel machte er bei Berns, wo er vom Verkäufer zum Betriebsleiter aufstieg. Diese Erfahrungen prägten seine Sichtweise auf die Kundenbedürfnisse und die Bedeutung von Kundenorientierung.
Erfahrungen im Autohandel und ihre Bedeutung
Dietzsch betont, wie wichtig es ist, alle Seiten der Branche zu verstehen. Seine Zeit im Autohandel hat ihm geholfen, die Bedürfnisse der Kunden besser zu verstehen und Strategien zu entwickeln, die auf den Endverbraucher ausgerichtet sind. Diese Perspektive ist entscheidend, um erfolgreiche Angebote und Geschäftsmodelle zu entwickeln.
Der Weg zur Spitze bei Peugeot
Nach verschiedenen Stationen bei Mercedes und der Renault Retail Group übernahm Dietzsch die Rolle des Managing Directors bei Peugeot Deutschland. Er sieht seine Hauptaufgabe darin, die Marke Peugeot in einer sich wandelnden Mobilitätslandschaft zu positionieren und die Herausforderungen der Elektromobilität zu meistern.
Die Zukunft der Mobilität
Dietzsch spricht über die Veränderungen in der Mobilität und die steigende Nachfrage nach flexiblen Nutzungskonzepten. Er betont die Bedeutung der Elektromobilität und wie Peugeot darauf reagiert, um den Anforderungen der Kunden gerecht zu werden.
Fazit
Christian Dietzschs Karriereweg zeigt, wie wichtig es ist, vielfältige Erfahrungen in der Automobilbranche zu sammeln. Seine Einsichten und Strategien bieten wertvolle Lektionen für alle, die in dieser dynamischen Branche erfolgreich sein wollen.
Links aus der Folge
Gespräch als Text
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00:00 Benzingespräche. Der Branchen- und Personality-Talk der deutschen Automobilwirtschaft. Der Podcast für und mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind, erzählt zu werden. Es geht um neue und verschiedene Blickwinkel auf die Autobranche und persönliche Meinung zukünftiger Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, Content Creator und freier Automarketingberater. Kurzer Boxenstopp bei meinem Partner dieser Folge. Claim Plus. Du willst eine einfache und sorgenfreie Schadensabwicklung. Diese soll am besten nichts kosten und deine Mitarbeiter deutlich entlasten. Claim Plus macht's möglich. Claim Plus bietet eine komplett digitale All-in-One-Plattform von der Gutachtenerstellung über die Rechtsdienstleistung bis hin zur Abwicklung mit den Versicherern. Alles wird automatisch erledigt. Und das Beste dabei. Claim Plus kümmert sich auch um deinen Cashflow und bietet Schnittstellen zu allen relevanten Systemen in deinem Auto aus. Einfacher geht's wirklich nicht. Infos auf www.claim-plus.de.
01:25 Herzlich willkommen zurück bei den Benzingesprächen und heute mit einem Gast, der locker mehr als 20 Jahre Erfahrung in der deutschen Automobilbranche mitbringt. Das haben ja viele inzwischen, aber das ist wirklich spannend, die Geschichte. Auf Händlerseite als auch auf Herstellerseite. Herzlich willkommen, Christian Dietsch, Managing Director Peugeot Deutschland. Hi. Hi Tim. Danke, dass ich euch hier sein darf. Ja, ich freue mich auch. Wir haben einen etwas längeren Vorlauf gehabt, weil das irgendwie terminlich irgendwie nicht so richtig ging und das war irgendwie, hat jetzt einfach länger gedauert, aber umso schöner, dass wir hier sind. Den Auftakt hatten wir vorhin schon mal. Dem Rückblick so ein bisschen vorweggegriffen. Du bist jetzt schon etwas mehr als ein Jahr auf dem verantwortungsvollen Posten des Managing Directors bei Peugeot in Deutschland. So eine ganz platte Frage. Du bist ja auch Ruhrpottler aus Duisburg. Hast du alles im Griff oder hast du schon noch graue Haare?
02:25 Ich glaube, Tim, graue Haare, ja klar, die habe ich schon. Die hatte ich auch schon vorher. Ein, zwei sind vielleicht auch noch gerne dazugekommen, aber das ist, glaube ich, mehr geschuldet dem, sagen wir mal, dem fortlaufenden Alter hier. Ja, nee, alles im Griff. Ich glaube, ja, doch, das kann ich sagen. Klar, alles ist im Griff. Wir sind ganz gut unterwegs und ja, es ist eine herausfordernde, eine herausfordernde, aber sagen wir mal, auch super interessante Zeit. Mobilität verändert sich stark. Unsere Kunden legen immer mehr Wert natürlich auf Flexibilität, Vernutzung, aber auch die Elektromobilität, die natürlich viele Herausforderungen uns gibt. Ja, nee, im Griff würde ich sagen, Primarkaprio haben wir doch alles hier. Das gefällt mir. Das finde ich erst mal gut. Wir haben ja auch schon gerade ein bisschen gequatscht und du wirkst relativ entspannt. Das finde ich noch besser.
03:18 Ja, fangen wir erst mal mit dem Rückspiegel an. Du bist ein Baujahr, 79, geboren in Wesel und lebst in Duisburg, also hier next to Essen, das ist nicht weit weg. Dann hast du eine Ausbildung gemacht zum Karosserie- und Fahrzeugbauer und da hast du gerade gesagt, das fand quasi noch in einer Schmiede statt, richtig? Ja, was möchte ich sagen, fand noch in einer Schmiede statt, sondern der Ursprung des Betriebes ist historisch gesehen eine Schmiede. Es waren natürlich noch alte Schmiede-Werkzeuge auch noch in der Werkstatt vorhanden, aber heutzutage in dritter Generation, aber damals in der zweiten Generation hat der Karosseriebaumeister damals den Betrieb von seinen Eltern übernommen und hat das dann quasi zu einer Karosserie- und Fahrzeugbauerwerkstatt natürlich dann umgebaut oder umgewandelt, aber die Metallverarbeitung wurde da noch vollumfänglich gelernt in meiner Ausbildung, ja.
04:18 Okay, dann hast du einen kurzen Ausflug in die Gastro gemacht, dann bist du aber zu Berns schon gegangen als Verkäufer und hast dich da also noch ausbilden lassen. Bei Berns hat aber auch ein langer Teil deiner, ich sag mal, beruflichen Karriere ja stattgefunden. Du bist dann Betriebsleiter bei Berns gewesen 2000 bis 2010, bist dann zu Mercedes gegangen 2010 bis 2013 als District Sales Leiter, wie auch immer man das so genau formuliert. District Sales Manager damals schon, das war eine Kombination aus Händlerbetreuung, aber auch Kundenbetreuung in dem Distrikt, also selber auch Autos verkauft, aber auch die, sagen wir mal, Servicebetriebe, die keinen eigenen Vertriebsauftrag hatten, mitbetreut. Eine sehr spannende Zeit.
05:05 Kurz aber Rückblick zu den Berdegangen, möchte ich auch auf eine Sache eingehen. Gastronomie begleitet mich schon mein ganzes Leben. Viele Leute fragen sich, okay, Gastronomie, passt das zusammen? Meine Eltern waren selbstständig und haben lange Jahre ein Restaurant betrieben und somit war, dadurch, dass wir auch im Restaurant leben, die Gastronomie immer ein Teil von uns und welches ganz schön, auch eine super, ja sagen wir mal, eine super Schule war, um Kundenorientierung, aber auch um das ganze Thema Selbstständigkeit und wirklich zu erlernen. Hat mir viel gegeben. Ah, schön. Ja, richtig schön. Okay. Nach Mercedes bist du dann aber erstmal zu, bist du nochmal gewechselt, du warst dann Head of Sales, Fleet and Business Clients. Meine Güte, das gibt ja Wortschlang.
05:53 Und dann anschließend ein Geschäftsführer bei Renault Retails Group Deutschland 2013 bis 2019. Dann zur RCI Bank ist Renault, ne? Gehört auch zum Renault-Konzert, 100%ige Tochtergesellschaft der Renault-SA. Und bietet, heutzutage nennt es sich Mobilized Financial Services und bietet die komplette Refinanzierung, Leasing, Servicegeschäft und das New Business von der wanderten Seite dann an. Da warst du, ne, Captive, genau. Da warst du Director Fleet und Head of Dealer Service and Director Dealer Services 2019 bis 2023. Das sind die verschiedenen Stationen halt, ja, das Director Sales oder Fleet.
06:42 dann eben halt das Netz betreut als Planungsleiter und nachher dann als Direktor für den gesamten Bereich Netz- und Kreditvergabe zu verständigen, natürlich. Ja, und dann Mai 2023 bis heute, ja, Managing Director Peugeot Deutschland. Das, ja, Respekt, gut gemacht. Danke. Gut, das von anderen zu hören. Ja, soll so sein. Was mich dann immer so interessiert, ja, oder sagen wir so, im Rückspiegel, erst mal so gesehen, wie bist denn du so in den Bann des Automobils geraten?
07:28 Also was hat dich denn da so, wenn du sagst, die Familie war gastronomisch unterwegs und du bist aber dann hast du ja doch eine ziemlich eindeutige Automobilkarriere hingelegt. Was war denn da los? Was war da los? Jetzt könnte man immer anfangen, Technik und Autos. Klar, die haben mich schon immer interessiert als Junge. Ob das quasi früher angefangen. Ich glaube, wir kennen doch alle Top-Us, Quartett oder eben halt Matchbox-Autos. Das ist natürlich etwas, was mich als Heranwachsender begleitet haben und wo man natürlich dann schon tolle Autos oder andere Dinge gesehen hat. Aber auch, man muss wissen, dass ich bin sehr ländlich aufgewachsen, also ich bin erst später nach Wüßburg gezogen, wir haben Niederrhein aufgewachsen und ich sage mal, eine individuelle Mobilität, will man das heute nennen, war da immer schon wichtig, weil da fährt nicht viel Bus und wenn man irgendwo mit Freunden und Bekannten damals in der Klicke oder wie man es heute sagt im Freundeskreis dann unterwegs sein wollte, da musste es so mobil sein.
08:32 Das fing damals bei uns an, klassisch mit dem Fahrrad, also mit der Fizz, aber dann eben halt später mit der Mofa, mit dem Roller und dann nachher zum ersten Auto hinüber und da war da Mobilität oder auch das Motorisierte, damals war ja die Elektromobilität leider noch nicht vorhanden in dem Umfang, war eben halt ein Teil unserer Jugend und damit haben wir uns die Welt erschlossen und die Freiheit. Und deswegen eben halt der, vielleicht an der Stelle die schnelle Bindung hin und aber auch dann den Spaß daran gefunden, zum Teil selber die Instandhaltung oder eben halt das Moped selber zu unterhalten und zu schrauben. Du kommst ja so vom Lebenslauf her, kommst ja ursprünglich aus dem Autohandel und hast ja lange gearbeitet, wie blickst du so auf diese Zeit zurück und wie helfen dir genau diese Erfahrungen heute auf der Herstellerseite?
09:38 Also ich finde es grundsätzlich immer gut, wenn man alle Seiten gesehen hat und erlebt hat und auf seine Erfahrung einfach aufbauen kann. Direkt am Kunden gearbeitet zu haben und diesen, ja, diesen selber zufriedengestellt zu haben von, sagen wir mal, vom Interessentenprozess über die Probefahrt bis hin zum Kaufvertrag und nachher ihn wirklich zu seinem Traumauto verhelfen zu haben. Ja, das ist eine Erfahrung, die hilft einem schon sehr und die hilft mir auch heute noch, sagen wir mal, die Angebote oder auch bei der Erstellung von Strategien nie nachher den aus dem Auge zu verlieren, der quasi nachher davon überzeugt werden möchte und den nachher wirklich in meinen Augen durch den Handel oder durch den Verkäufer, durch das Angebot, durch das, ja, Online-Sales-Tool, wie auch immer wir den Kunden nachher das Auto verkaufen, aber wirklich auch die Auswahl zu geben und auch die Möglichkeiten zu geben, das Auto für sich zu erwerben zu können. Das ist nicht nur immer die richtige Farbe, um die Produktion zu geben oder die Ausstattung, sondern heute primär auch die richtige, ja das richtige Angebot zu erstellen, wie er das Fahrzeug auch kaufen kann.
11:10 Du bist unzufrieden mit deinen Marketing-Ergebnissen. Jetzt mal aufgepasst. Ihr kennt mich als euren Podcast-Host und Experten für die deutsche Autobranche. Aber wusstet ihr auch, dass mein eigentliches Business die Tim-Klötzing-Marketing-Beratung ist? Im Grunde mache ich den Job schon seit über 20 Jahren. Ich unterstütze Autohäuser und Dienstleister rund um den Autohandel mit meiner Marketing-Erfahrung in der Autobranche. Was mache ich da genau? Ich berate meine Kunden von der Positionierung, Strategie, Marketingplanung, Agentursteuerung, Lead-Optimierung, Online-Marketing und so weiter und so fort. Kann man sich auch ein bisschen wie einen externen Marketingleiter, externen CMO vorstellen. Das Beste dabei, mein Wissen und Leidenschaft für Automotive-Marketing kann man buchen. Also, wer Bock hat, sein Marketing zu verbessern und mehr Umsatz zu machen und das mit einem Partner, der die Branche genau kennt und sich genauso reinkniet wie du, schau mal auf meiner Website vorbei. www.tim-klötzing.de Vielfältig. Definitiv. Das ist, ja, vielfältig.
12:23 Überfordernd. Definitiv. Will jetzt nicht sagen, dass ich ab und zu den Eindruck habe, dass das der eine oder andere ab und zu aus den Augen verliert, wie Menschen da draußen, die nicht mit unserer Branche so direkt zu tun haben, wie die mit dem, ich merke das immer wieder im Freundeskreis, ganz kurzer Exkurs dazu nur. Zwei in meinem Freundeskreis. Eine Freundin, Ende 20, träumt jetzt davon, ihr erstes Auto richtig zu kaufen. Ein BMW, ein Zweier Cabrio oder sowas. Und es ist ihr Traum, ne? Dann sagt sie, ja, hm, ja, aber neu kaufen, das kann ich mir nicht leisten und nicht überlegen, gebrauchten zu kaufen. Und dann sagt ein Freund so, ey, du kannst doch kein gebrauchtes Auto kaufen.
13:12 Das geht nicht. Das ist doch kaputt. Das hat jemand schon besessen. Da weißt du nicht, was du kaufst. Das geht nicht. Also du schmunzelst, ja, aber manche, das ist, ich finde so viele Mythen. Das ist einfach die, ich glaube ganz einfach, das ist eben, wie gesagt, es gibt so wie, wie es verschiedene Geschmäcker, verschiedene, gibt es natürlich verschiedene Sichtweisen und auch verschiedene, ja, vielleicht auch verschiedene Schichten der Bevölkerung, die einen sagen, okay, ich kaufe mir nur einen neuen. Aber ich glaube ganz einfach, wenn man mal guckt, immer noch 80, 90 Prozent der Nutzer oder der Heranwachsenden, die fangen doch erstmal mit einem gebrauchten Auto an. Was ja auch absolut richtig ist, auch ökonomisch absolut richtig ist, dass ein Auto ja heutzutage auch Jahre immer noch halten soll und auch Fahrzeuge heute noch einen gewissen, ja, bei den Preisen, die wir haben und auch bei den Herstellungen und auch was so ein Auto eben halt einfach darstellt, der muss eben halt auch einfach drei, vier Lebenszyklen muss der mindestens mal durchleben, damit dieses Fahrzeug sich auch in der Mobilität verdient gemacht hat.
14:23 Mhm, richtig. Und da gehört doch ganz bestimmt auch ein BMW 2er Cabrio als gebraucht für eine N20-Jährige oder eben halt so, wie deine Freundin sich da gerade Gedanken macht. Ja, klar. Also auf jeden Fall, warum nicht ein gebrauchtes Auto an der Stelle? Ich hatte das nur so gehört so und dann bin ich so in die Diskussion so, so, hab mir so reingeguckt, und ich denke so, warum? Du kannst, wo ist denn das Problem? Gerade in der heutigen Zeit, wo die Autos ja nun mal noch perfekter gebaut sind und noch länger halten meistens. Ja, aber es war irgendwie so eine Sicht der Dinge. Aber anyway, zu dir zurück. Deine Karriere deckt ja unterschiedlichste Stationen in der Autobranche ab und hat dich da an die Spitze von Peugeot Deutschland gebracht.
15:13 Was hat dich denn da so angetrieben und was sind so deine Werte, die dich da begleiten und ja, dahin gebracht haben, wo du bist? Gute Frage. Mir sagt man nach, dass ich schon immer mit viel Ehrgeiz und Leidenschaft dabei war und für das Automobil und vor allem aber auch mit den Menschen. Also für mich ist immer sehr wichtig, Tim, natürlich ehrgeizige Ziele, viele Energien in Dinge reinzustecken, aber vor allen Dingen mit Menschen große Herausforderungen, Aufgaben gemeinsam zu meistern, das treibt mich schon extrem an. Das ist eben halt, das ist immer, jetzt können wir mal einen Rückblick auf die Gastronomie nehmen, an einem Essen, da arbeitet nie ein Koch alleine meistens, sondern immer ein Team davon.
16:00 Und damit es wirklich gut schmeckt, es gibt natürlich den Spruch, viele Köche verderben den Brei, aber ich glaube, ein eingespieltes Team kann großes und auch kulinarische Highlights hier bewegen. Und so können wir genauso gut auch in jedem Job, wenn das Team, und ich bin klar für die Marke Peugeot in Deutschland verantwortlich, aber ohne das Team, welches mitgenommen werden will und welches im Hintergrund oder mit mir gemeinsam an vielen Themen da arbeitet, würden wir niemals das erreichen können oder könnte ich niemals das erreichen, was wir gerade erreichen und was wir auch auf die Pfanne geschrieben haben für die Zukunft. Also zusammengefasst, Ehrgeiz, Leidenschaft und im Team die Aufgaben anzunehmen, die Herausforderungen zu meistern und das macht mir einfach Spaß und ja, helft mir ja auch viele Herausforderungen, wie zum Beispiel ja, Heranstehenden und Transformationen mitzugehen, Zuverlässigkeit, Performance, allen Beteiligten im Handel, Mitarbeiter, aber dann eben halt, vorhin sprachen wir über das richtige Angebot für den Kunden, ja das richtige Produkt für den Kunden nachher hier bereitzustellen im Deutschen Markt.
17:11 Jetzt bist du seit Mai 2023 in Amt und Würden. Ich liebe dieses Sprach, ich liebe dieses geflügelte Wort. Wie stelle ich mir denn so deinen Alltag so vor? Bist du der Reisende und immer auf Achse? Wie hoch ist so der Druck? Ja, wie muss ich mir das vorstellen?
17:37 Das ist eine gute Frage. Wie sieht der Alltag aus? Der Alltag ist voll und ehrlich gesagt, ist es einfacher zu fragen, wie meine Freizeitgestaltung aussieht, denn die ist knapper geworden. Okay. Also ich pendle zwischen Duisburg und Rüsselsheim, Homeoffice begleitet mich und ich versuche so viel wie möglich auch beim Handel draußen zu sein, so wie die Termine und die Meetings es hergeben. Die Nähe zum Handeln ist mir da wirklich sehr wichtig, denn ja, da wird das Geschäft nachher gemacht, neben verschiedenen anderen Online- und anderen Dingen, aber da wird das Geschäft gemacht halt. Der Druck ist wie immer groß. Also es ist natürlich, wäre gesagt, das macht sich alles so einfach, sondern die Organisation, die muss stimmen.
18:23 Bislang waren es schon bis jetzt 40 Hersteller, die sich um den deutschen Markt bemühen und Fahrzeuge verkaufen möchten. Jetzt kommen neue Herausforderungen dazu. Ich nenne mal ein Beispiel aus China oder auch aus anderen asiatischen Ländern kommen neue Marken dazu. Alle wollen sie ein Stück vom Bogen abhaben. Und da ist es schon wichtig, wirklich zu priorisieren, sich zu positionieren. Unsere Stärken der Marke Peugeot, welche ganz klar meinen auch Tradition, Erfahrung, Mut zur Innovation, wenn man sich die Marke anguckt, eben halt diese Themen auszuspielen. Und das gelingt uns aktuell ganz gut mit den neuen Modellen, mit der Vielfältigkeit an Antrieben und auch Elektromobilität, aber auch eben halt allen Multi-Hybriden, Plug-In-Hybriden, die wir bieten, den Kunden das hier in Deutschland bereitzustellen und die Mobilität, die auf ihre individuellen Ansprüche passen, das ist ein Thema, das wir voll und eng empfänglich halt einfach darstellen wollen.
19:31 Arbeiten, das haben wir immer schon viel in der Branche. Und ich glaube, das wird auch nicht weniger. Wir müssen effizient sein, wir müssen weiter nach vorne gucken und die richtigen Strategien, die richtigen Angebote halt erstellen und Lösungen den Kunden bereitstellen. Dann geht es gut vorwärts. Und eins wissen wir, es wird wahrscheinlich nie langweilig in dieser Branche. Wäre ja schlimm, wenn es würde. Überleg mal, was machen wir denn? Man kann einfach arbeiten so. Einfach arbeiten tun wir ja eh. Aber ich sage mal, ich glaube, das, was wir dann bewegen dürfen momentan, das ist schon, ist eine, es ist eine wilde Zeit, aber die versuchen wir mit unserer Souveränität dem entgegenzustehen und mit unserem Schabtwissen über die Jahrzehnte, die wir hier im Handel unterwegs sind.
20:31 Ich hätte mal eine spontane, abweichende Frage. Bekommst du auch mit von deinen, ich sage mal, Country-Manager-Kollegen aus, was weiß ich, Frankreich, Niederlande und Co. Ist das bei denen in den Märkten auch so? Also sind die Märkte da so vergleichbar unter Druck, auch von, ich sage mal, asiatischen Marken? Oder ist das im Moment eine Phase, wo die Asiaten stärker auf den deutschen Markt drängen, um hier erstmal den Fuß zu fassen, weil viele nennen es ja so, wer in Deutschland Fuß fasst, kann überall hingehen. Ist das ein Unterschied europäisch gesehen in andere Länder? Hast du da irgendwie einen Erfahrungswert? Ich glaube, dass der deutsche Markt immer noch ein Referenzmarkt ist und auch der schwierigste. Oder ich glaube, jeder spricht, jeder Managing-Direktor spricht immer von seinem Markt, dass der nicht schwierigste ist, weil mit dem befassen wir uns eben halt.
21:21 Aber ja, wir wissen, dass der deutsche Automobilmarkt der größte ist in Europa. Wir wissen, dass wir Premium und eben halt domestikmäßig mit deutschen Premium-Marken den Markt uns hier teilen und dass es immer ein Fokusmarkt sein wird. Und dass natürlich dieser Markt eine große Attraktivität für neue Marken, um sich zu beweisen und um ja auch visuell in Europa stattzufinden. Ich glaube aber, dass die Ansätze auch von diesen Marken, die jetzt auf die Märkte drängen, immer auch ein skalierter, allgemeiner Markt ist. Und ich glaube, dass die überall versuchen. Wir sehen ja auch, dass in Italien, in anderen Ländern die Marken auch auf den Markt wollen.
22:06 Deswegen glaube ich, möchte ich mir jetzt nicht anmaßen, dass der deutsche Markt an dieser Stelle vielleicht der schwierigste ist. Aber er ist immer noch für alle Investoren einer der interessantesten. Und somit auch immer einer der ersten, der, glaube ich, ganz einfach erobert werden möchte.
22:27 Bei Peugeot, wie steht es da bei euch? Ihr gehört ja zum Stellantis-Konzern. Wie steht es da um den Agenturvertrieb? Ja, Agenturmodell, ja. Ein Thema, an dem wir arbeiten und uns mit allen Beteiligten austauschen natürlich. Natürlich auch dem Handel gegenüber. Wir arbeiten mit unseren Kollegen in der Netzentwicklung daran, aber wir arbeiten daran. Okay. Ja, wird wahrscheinlich noch ein paar Tage dauern. Das sieht man ja auch auf breiter Front. Ich persönlich, nur eine kleine persönliche Meinung, brauchst du auch nichts zu sagen. Vor einigen Jahren so Agenturmodell, Riesensache, Wertschöpfung hier komplett bei uns rein und tschakka und dann ein bisschen ruhiger.
23:14 Und jetzt, während sich so Nachrichten kommen, das dauert noch ein bisschen. Wir schauen mal und warten mal ab.
23:23 Nochmal, wie gesagt, wir arbeiten dran und wir werden die richtigen Entscheidungen, aber natürlich im allerersten Moment in der Kommunikation und auch mit dem Handel zusammen werden wir da alle Ansätze, wenn treiben. Peugeot ist ja auch eine besondere Marke. Das ist ja, ich bin ja wirklich motorsportaffin. Und da kommt man an Peugeot ja eigentlich nicht dran vorbei, weil Peugeot ja wirklich absoluter High-End Motorsport ist. Die LMP-Modelle, die aussehen kurz vorm UFO, die da in Le Mans rumdonnern und das ist ja Wahnsinn. Und auf der anderen Seite Peugeot, eine Marke, Volumenmodelle, bodenständig, emotional.
24:14 Das ist ja schon eine ziemlich große Spannweite. Wie geht das denn in einem Konzern so zusammen? Ich finde, das passt sehr gut zusammen. Leidenschaft, gepaart mit Performance, das bieten wir nachher auch in unseren Volumenmodellen an. Und auch unser Hypercar aus der WEC ist, glaube ich, an der Stelle ein sehr gutes Beispiel. Wir nutzen die Hybrid-Technologie auf dem Langstreckenrennen und können somit unsere Erkenntnisse auch für unsere Motorenentwicklung, für die Volumenmodelle oder für unsere, sagen wir mal, Alltagsmodelle auf der Straße sehr gut nutzen. Das Spiel natürlich an der Stelle ist immer Aerodynamik, Performance, Technologie.
24:59 Das ist super wichtig, um effiziente Technologien zu entwickeln, effiziente Motoren zu entwickeln. Und dazu bietet der Motorsport die richtige Plattform. Wir generieren im Motorsport, der auch immer noch heute viele Fans hat. Sehr viele. Und ich glaube, Deutschland immer noch sehr emotional zum Motorsport verbunden ist. Was natürlich auch uns in gewisser Weise auch im Image weiterträgt, wenn wir hier stattfinden, wenn wir hier präsent sind. Interessante Autos bauen, die nicht nur gut aussehen, sondern auch technologisch weit vorne sind an der Stelle. Und wir mit diesen Themen natürlich auch viele unserer Technologien verbessern können und dann in die normale Serienmodelle auch einschließen lassen können.
25:52 Was bringt einen zum Motorsport? Ich glaube, uns alle aus dem Alter, das war so Formel 1, das waren die deutschen Fahrer, Prenzen, Schuhmacher, die für uns Ideole geworden sind, die uns auch zum Teil angefixt haben, Motorsport und Autos interessant und auch cool zu finden. Das hilft natürlich heute immer noch, auch wenn da vielleicht die Begeisterung nicht mehr so groß ist wie zu Zeiten der Hochzeiten der Formel 1. Ja, das hat sich in der Tat irgendwie ein bisschen verändert, muss ich auch zugeben. Ich habe auch, wo du gerade sprachst, Ich finde es auch sehr cool, dass du den lieben Heinz-Harald-Frenzen vorm Schuhmacher Michael und so genannt hast, weil das war ja schon eine geile, geile Zeit damals, absolut.
26:44 Das hat wirklich großen Spaß gemacht und das ist halt ruhiger geworden. Irgendwie, ich, also der Formel 1 kann ich nicht mehr so folgen, weil die so extrem weit weg von Autos sind irgendwie auch. Das ist, da komme ich nicht mehr mit klar. Ich verfolge lieber sowas auf dem Nürburgring. die Langstreckenrennen, wo du noch Fahrzeuge hast, wo du weißt, ah, alles klar, da war mal das und das Auto da drunter. Da fährt auch noch ein Opel Manta mit, mit seinem Fuchsschwanz, das legendäre Auto. Und dann wird immer jedes Jahr mehr oder weniger der Abgesang auf dem Motorsport und das Tuning, das darf ja, ist ja alles Unsinn, schlimm. Und dann ist in so einem verregneten Eifel-Wochenende, wo es 24-Stunden-Rennen sind, ich glaube, letztes Jahr waren, glaube ich, knapp unter 300.000 Menschen da.
27:32 Das ist immer noch wie, es gibt ganz viele Menschen, auch selbst die Motor Show in Essen, die hat jedes Jahr im Moment immer mehr Zulauf. Das ist ganz toll. Und da findet ja auch Elektromobilität statt. Das heißt ja gar nicht, dass da ja nur Menschen hingehen, die die geilsten Verbrenner sehen wollen. Das langsam, aber da geht es auch rein und los. Ich glaube, ich glaube, dass Motorsport, du sprachst jetzt die Essener Motor Show an, dass das immer schon Messen und auch Plattformen waren, um natürlich neue Technologien dem Kunden zu präsentieren, aber natürlich auch Akzeptanz für Neues zu bringen und auch Lust auf Neues zu machen. Und deswegen glaube ich ganz einfach, dass die Formel 1 natürlich weit weg ist, aber immer noch auch Technologien, auch dort Technologien noch weiterentwickelt werden, so wie wir in der WEC und da ist mir die WEC auch lieber, einfach die ganz einfach auch den Kunden Lust auf neue Technologien und vor allem auf unsere Technologie und auch die Marke Peugeot machen.
28:40 Okay. Jetzt nehmen wir mal den Blick aus dem Rückspiegel raus, machen das Fernlicht angucken, mal in die Zukunft nach vorne. Der Automarkt in Deutschland war in den letzten Jahren vorsichtig ausgedrückt sehr agil und er bleibt es scheinbar auch. Wie blickst du denn in die Zukunft bei den folgenden drei Stichworten? Elektromobilität. wird Standard und wir müssen an der, wir alle, also das Land, alle müssen an der Infrastruktur arbeiten, damit diese Standardtechnologie einfach auch genutzt wird. Peugeot bietet aber weiterhin dem Kunden in dieser Übergangsphase alle Möglichkeiten an.
29:27 Aber Elektromobilität ist in meinen Augen etwas, was wir in der Zukunft und wir sind eine hundertprozentig elektrische Marke über alle Modelle, also auch der 408E kommt jetzt und somit werden wir ein komplett elektrifiziertes und rein elektrisches Angebot haben, bieten aber dem Kunden natürlich immer noch auch die Möglichkeit, seine individuelle Mobilität bei uns zu kaufen. Also, sehr offen und sehr positiv zur Elektromobilität. Okay. Vertriebsmodelle. Jetzt haben wir ja vorhin schon so ein bisschen Agenturvertrieb. Du schmunzelst. Vertriebsmodelle ist halt ein bisschen offener gehalten. Wir müssen gut sein. Wir müssen gut sein. Vertriebsmodelle müssen gut sein. Der Markt wird nicht einfacher und wir müssen als Peugeot wettbewerbsfähig bleiben und werden das Richtige machen.
30:17 Ja, okay. Wie stehst du denn oder ja, hatten wir vorhin auch schon so ein bisschen gestritten, gestritten, gestritten, neue chinesische oder asiatische Marktteilnehmer? Sind Mitbewerber, wie alle anderen auch. Spannend. Wettbewerb bleibt, muss bleiben. Wettbewerb spannend. Ist aber auch krass, ne? Also, welche, wie viele Marken es alleine in China gibt, die sich jetzt aber auch schon im eigenen Markt, sagen wir mal so, nicht durchsetzen. Wer rüberkommt. Letztes oder vor, warte, jetzt muss ich mal hinterher. Letztes Jahr, vor der IAA, kurz vor der IAA kam die Marke HiFi hier an, in Europa, in Deutschland.
31:05 Und da haben ganz viele den ersten Berührungspunkt mit der Marke gehabt, während der IAA in München am Flughafen. Ich weiß nicht, ob dir das vielleicht auch so gegangen ist, weil die eine Ausstellungsstelle hatten da zwischen den Terminals. Und da ist man so dahergelaufen und man dachte so, hm, was ist denn das? Und dann hatten die so ein total futuristisches Auto da, was du auch kaufen konntest. Und da dachte ich so, boah, krass, das ist mal was Besonderes, weil das Design so auffällig war. Ja, jetzt sind wir ein Jahr weiter und die gibt es schon nicht mehr im Markt. Also nicht in Deutschland, ich glaube, in China sind die, glaube ich, komplett insolvent. So schnell kann es gehen. Absolut hin. Absolut hin. Wie gesagt, wir hatten vorhin über den Markt in Deutschland gesprochen, welcher schwer umkämpft ist. Ich glaube, dass der gesamte Automobilmarkt ein interessanter, ein Markt im Wandel ist und den muss man sich stellen.
31:57 Aber das ist auch nicht einfach mit, ich bin hier, getan, um überall zu überleben und auch dauerhaft Geschäft zu machen. Deswegen, nochmal, wir müssen jeden Hersteller und jeden Wettbewerb nehmen wir ernst. Wir gucken uns alle an. Aber, wie gesagt, es wird immer Wettbewerb geben und deswegen müssen wir uns da auch nicht, wie sagt man so schön, ins Boxhorn jagen lassen. Weil Peugeot hat sich diesen Wettbewerb auch vor. Seit Gründung, wir sind der älteste Automobilwersteller uns immer gestellt und wir sind heute noch hier und wir werden morgen noch Gase. Weil du ja ursprünglich aus dem Handel kommst. Was glaubst du, wohin entwickelt sich so der stationäre Autohandel in den kommenden Jahren?
32:46 So, ich gebe mal vielleicht noch so eine Flanke, nur noch zentrierte, große Händler und kleine Satelliten auf dem Land oder bleibt das so wie es ist. Hast du da eine Meinung zu? Ja, das ist schwierig. Ich denke, es ist immer wichtig, nah am Kunden zu sein. Nur wir müssen alle, auch der Handeln muss und die Händler selber müssen entscheiden, wie nah und wie dicht das Netz nachher sein muss. Das werden wir überprüfen, wir gucken uns das permanent an und wir entscheiden, das wird der Netzentwicklung oder bei uns in der Händlernetzentwicklung immer wieder, wo wir stattfinden wollen und wo wir uns auch nötig sehen, wo wir sein müssen. Vielleicht sind wir auch irgendwann mal so weit, dass wir alle Autos im Internet bestellen und die werden dann nach Hause geliefert. Das geht ja auch heute schon.
33:32 Wir wissen das, wir sehen das, das wird auch von einigen vorrangig, aber jüngeren Kunden oder Kundengruppen bereits heute angenommen. Aber der Service muss bleiben. Die Autos werden einen Service haben, die Service werden bleiben. Wir brauchen dazu kompetente Ansprechpartner, wir brauchen dazu Orte, die dem Kunden das Vertrauen geben, dass die Auto dort repariert werden kann und das müssen sie auch in der Nähe finden. somit auch hier etwas, was in der Entwicklung und auch in der stetigen, sagen wir mal, ja, es entwickelt sich einfach, wie ein Netz aussehen wird. Wir müssen das auch immer wieder für die Zukunft annehmen. Es gibt heute kein, glaube ich, keine gesetzte Karte, die in der Zukunft oder für die nächsten 10, 15 Jahre einfach einen totalen Bestand haben wird.
34:24 Sondern, das werden wir sehen, Unternehmen, Autohäuser, auch Nachfolgegenerationen, die weitergeführt werden wollen und somit wird das immer ein dynamischer, ja, sagen wir mal, eine dynamische Entwicklung machen. Okay. Wir kommen zu unserer Abschlussfrage, der Klassiker. Wann sitzt du das erste Mal in einem komplett autonomen Auto? Und da ergänze ich zu, in Deutschland, nicht in einem Testvehikel, von Peugeot zum Beispiel, guck mal, jetzt fängt er an zu überlegen. Wirklich, du bist zu Hause, bestellst dir irgendwie ein autonomes Taxi und sagst so, fahr mich nach Rüsselsheim, steigst ein, Füße hoch, Zeitung auf, ein Nickerchen, kommst dann entspannt im Büro an und hast nichts getan die ganze Zeit lang.
35:11 Ja, eine spannende Frage und ein großer Schritt. Das liegen gerade vielleicht auch eben, Tim, du hast es richtig gesehen, nochmal so der Blick nach oben und okay, jetzt nochmal nach. Ich hoffe, ich kann das noch in meiner aktiven Arbeitszeit oder in meinem Arbeitsalltag noch nutzen, weil das würde ja dann auch bedeuten, dass ich eventuell nicht nur die Füße holen kann, sondern dass ich wirklich auch konzentriert und sicher vor allen Dingen meine Arbeit machen kann. und ich glaube, das ist ein guter Punkt, zu dem ich gleich nochmal komme. Die ersten teilautonomisierten oder teilautonomen Assistenzsysteme, die haben wir ja. Spurwechsel, Überholassistenten, das bieten wir heute alle schon an.
35:58 Das ist auch gut so, weil das hilft uns mehr Sicherheit und nachweislich mehr Sicherheit auf Straßen herbeizufügen. Ich glaube, das ist auch das Ziel damit, dass bei immer mehr Verkehr und auch bei immer mehr Situationen natürlich immer mehr Sicherheit herbeizufügen. Wir wollen ja, dass unsere Autos die Kunden sicher von A nach B bringen. So, das ist auf der Autobahn oder sagen wir mal, du sprachst gerade eben von abgesperrten Situationen, vielleicht ganz schön einfacher, auch die Autobahn ist da vielleicht etwas einfacher, weil hier haben wir nicht so viele Variablen, aber vor allen Dingen in Städten, da wo doch viel Verkehr und auch viele Autos aufeinander zweifeln während verschiedensten Baujahre und Generationen, da ist das ganze Thema glaube ich noch viel, viel herausfordernder.
36:45 Dort gibt es immer noch Umwegsamkeiten und Systeme, die eben halt entwickelt müssen und damit sicher funktionieren wird in der Zukunft und auch unter niedrigsten Umständen sicher funktioniert. Deswegen ist es eine sehr spannende Frage, wie sich das Autofahren und der Nutzen sich dann verändern wird. Wie gesagt, ich hoffe, dass ich es noch in meinem Arbeitsalltag irgendwann mal erleben kann, aber das ist natürlich auch immer auch eine große rechtliche Frage an der Stelle, wann das dann auch, nur weil die Technologie dann zur Verfügung steht, auch dann irgendwann zugelassen sind, weil da müssen auch im Hintergrund nicht nur die Themen der Entwicklung der Automobile geklärt werden, sondern auch ganz andere Themen.
37:29 jetzt ist es hier so, dass hier keiner ohne eine Zahl rauskommt. Hau mal einen raus. Ach, ich glaube, da möchte ich auch gar keinen großartig raushauen, weil wer weiß, wann das so sein wird, da möchte ich jetzt gar nicht eine Wette abgeben, die ich einfach nicht an der Stelle habe. keine Sorge, ihr wettet keiner gegen, also es ist nur so ein Gefühlsding. Okay, ja, du, Christian, ganz herzlichen Dank, dass du dir die Zeit heute genommen hast und Rede und Antwort gestanden hast, fand ich wirklich total spannend, weil du durch so, durch den Handel dich so, die Stationen hochgearbeitet hast und wirklich auch handwerklich gelernt hast und heute wirklich eine große Marke repräsentierst, das ist ein ganz toller Werdegang und da war ich ganz neugierig drauf, wer das denn geschafft hat und es war mir eine ganz große Freude, dich heute mal sprechen zu dürfen.
38:28 Dankeschön dafür. Danke, Tim, danke, dass ich hier sein durfte, danke, dass ich die Geschichte und von dir auch die Marke Pujudio in deinem Podcast hier präsentieren durfte, auch für mich eine spannende Erfahrung und ja, wir haben uns bestimmt in Zukunft irgendwann wieder. Das würde ich auch sagen, gerade wenn du in Duisburg zu Hause bist und nicht in Essen, da sollten wir mal irgendwann noch mal einen Kaffee hinkriegen und dann noch mal persönlich sprechen, das kriegen wir hin. Danke. Okay, alles klar, dann sind wir für heute mit dem Podcast am Ende. Vielen Dank, dass ihr zugehört habt und hoffentlich so viel Spaß hattet wie ich und von daher würden wir uns jetzt verabschieden, wir sind dann raus, macht's gut, bis bald, tschüss.
