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Benzingespräche · Folge 146 · · 37 Min

Alexander Sauer-Wagner, Volkswagen und Audi Partnerverband

Cover des Podcasts Benzingespräche

Alexander Sauer-Wagner

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Kernaussagen

  • Der Partnerverband vertritt 2000 Betriebe in Deutschland.
  • Herausforderungen der Branche: Digitalisierung und Elektromobilität.
  • Workshops bieten praxisnahe Unterstützung für Händler.
  • Der direkte Dialog mit Händlern ist entscheidend.
  • Die Transformation der Branche erfordert Flexibilität und Innovation.

Worum es geht

Umparken im Kopf! Die aktuelle Stimmung im VW- / Audi-Automobilhandel In meiner aktuellen Episode spreche ich mit Alexander Sauer-Wagner, dem Geschäftsführer des Volkswagen und Audi Partnerverbandes, über die spannende und vielschichtige Transformation der Automobilbranche. Alexander hat in diesem Sommer knapp 100 Autohäuser besucht und teilt seine Erfahrungen und Eindrücke – von den Herausforderungen, denen Händler gegenüberstehen, bis zu den Chancen, die sich in einer Branche im Umbruch ergeben. Ein zentrales Thema unseres Gesprächs ist die Stimmung im Automobilhandel. Der Markt ist in Bewegung, und Händler müssen sich nicht nur mit den Entwicklungen der Elektromobilität auseinandersetzen, sondern auch mit der Zukunft der Verbrennungsmotoren und den Potenzialen des autonomen Fahrens. Die Elektromobilität bietet viele Chancen, bringt aber auch Unsicherheiten mit sich – sowohl für Neuwagen als auch Gebrauchtwagen. Alexander teilt seine Einschätzung zur Anpassung der Prozesse in Autohäusern und warum neue Strategien und innovative Ansätze entscheidend sind, um im Markt wettbewerbsfähig zu bleiben. Trotz aller Herausforderungen betont er, wie positiv er in die Zukunft blickt und dass die Händler die Transformation der Branche als Chance sehen können. Partner dieser Folge: yareto: das unabhängige B2B-Portal für den Vergleich von Fahrzeugfinanzierungen für den Autohandel. www.yareto.de

Zusammenfassung

In der aktuellen Episode von „Benzingespräche“ begrüßt Tim Klötzing Alexander Sauer-Wagner, den Geschäftsführer des Volkswagen und Audi Partnerverbandes. Gemeinsam werfen sie einen Blick auf die Herausforderungen und Chancen, die sich für die Automobilbranche in der heutigen Zeit ergeben.

Der Weg von Alexander Sauer-Wagner

Alexander Sauer-Wagner, geboren 1983 in Chemnitz, startete seine Karriere im Autohandel mit einem dualen Studium. Nach Stationen bei der Volkswagen Group Retail entschied er sich 2012 für den Wechsel zum Volkswagen Audi Partnerverband. Hier hat er verschiedene Positionen durchlaufen, bis er schließlich Geschäftsführer wurde.

Die Rolle des Partnerverbandes

Der Volkswagen Audi Partnerverband vertritt die Interessen von rund 2000 Betrieben in Deutschland. Sein Hauptaugenmerk liegt auf der Beziehung zwischen Händlern, Servicepartnern und Herstellern. Der Verband bietet Unterstützung bei Vertragsverhandlungen und berät zu IT-Systemen und Prozessen.

Herausforderungen und Transformation

Die Automobilbranche steht vor großen Veränderungen. Themen wie Digitalisierung und Elektromobilität prägen den Markt. Sauer-Wagner berichtet von seinen zahlreichen Besuchen bei Autohäusern und den unterschiedlichen Herausforderungen, denen sich die Händler gegenübersehen.

Workshops und Weiterbildung

Der Verband bietet eine Vielzahl von Workshops und Seminaren an, um die Mitglieder in der Transformation zu unterstützen. Von M&A-Themen bis hin zur Ausbildung im Bereich der Elektromobilität – das Angebot ist vielfältig und praxisnah.

Fazit

Alexander Sauer-Wagner gibt wertvolle Einblicke in die aktuelle Situation und die Zukunft des Autohandels. Der direkte Dialog mit den Händlern und die Unterstützung durch den Verband sind entscheidend, um die Herausforderungen der Branche erfolgreich zu meistern.

Gespräch als Text

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00:00 Benzingespräche. Der Branchen- und Personality-Talk der deutschen Automobilwirtschaft. Der Podcast für und mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind, erzählt zu werden. Es geht um neue und verschiedene Blickwinkel auf die Autobranche und persönliche Meinung zukünftiger Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, Content-Creator und freier Automarketing-Berater. Dieser Podcast wird präsentiert von Jareto, dem Finanzierungsexperten für den Kfz-Handel. Auf jareto.de könnt ihr als Autohändler schnell und einfach Autokredite für eure Kunden vergleichen, anfragen und abschließen. Und das mit Top-Zinskonditionen. Euer Vorteil, sekundenschneller, transparenter Vergleich, eine einheitliche Antragsstrecke und vieles mehr.

01:10 Mit über zehn Banken für Absatzfinanzierung holt ihr einfach mehr für euch und eure Kunden raus. Jareto.de Herzlich willkommen zurück bei meinem Podcast Benzingespräche. Und gerade eben habe ich gesagt, geht das los. Heute mit einem Gast, wo ich schon oder wo wir schon ein bisschen länger irgendwie auf dem Sender haben, dass wir mal miteinander reden wollen hier. Und jetzt haben wir es endlich geschafft. Also herzlich willkommen Alexander Sauer-Wagner, Geschäftsführer des Volkswagen- und Audi-Partnerverbandes. Hallo Alex. Hallo Tim. Schön, dass ich hier sein kann. Danke. Ja, sehr schön. Also in den letzten Jahren sind wir uns immer wieder auf den Weg gelaufen und haben uns so ein bisschen kennengelernt und unsere Gespräche wurden irgendwie immer länger. Letztens in Würzburg standen wir noch, ich glaube bei einem bis sieben Kaffee so ungefähr und haben so über den Handel schwadroniert. Und dann haben wir jetzt nochmal telefoniert und ja, da habe ich dich den Reisenden genannt. Ja, wie geht es dir und wie viele Kilometer hast du in den letzten Monaten denn so abgerissen?

02:17 Gut, vielen Dank. Ja, Kilometer, ich habe sie ehrlicherweise nicht gezählt beziehungsweise zusammengerechnet, aber es waren dann doch schon ein paar Mitglieder unserer Organisation, Händler und Servicepartner. Ich glaube, es waren am Ende knapp 100 Autohäuser, die ich besucht habe jetzt über den Sommer und ja, glaube ich, es ist einfach wichtig, Gesicht zu zeigen, dem Verband, um Gesicht zu geben, die Leistung des Verbandes auch greifbar zu machen. Natürlich haben wir jetzt verschiedene Formate, Unternehmerkonferenzen oder auch unsere Partnerveranstaltungen, aber der direkte Dialog, auch wenn man einfach mal rausfährt und bei den Partnern ist, ist doch nochmal was anderes. Und auch das, ich habe ja meine berufliche Laufbahn auch irgendwann im Autohaus angefangen. Ich bin einfach gerne in Autohäusern. Ich mag die Atmosphäre, dort, das ist irgendwie, man kennt es und von daher macht mir das auch einfach viel Spaß. Und ja, dann natürlich, das kommt sicherlich auch noch dazu, wir haben dieses Jahr natürlich ein Wahljahr. Das heißt, das komplette Ehrenamt bei uns im Verband wird dieses Jahr auch neu gewählt. Und insofern war ich da jetzt viel unterwegs.

03:21 Zeigen sozusagen, ne? Genau.

03:26 Knapp 100 Händlerbesuche in diesem Sommer, also das ist schon eine Nummer, ne? War das regional oder ganz, also ganz in Deutschland unterwegs? Es war quer durch Deutschland. Natürlich hat man immer versucht, dann an einem Tag möglichst mehrere Partner einer Region dann hintereinander zu packen. Ansonsten ist es vom Reiseaufwand natürlich nicht zu stemmen. Auch es war deutschlandweit. Es waren Händler, es waren Servicepartner, groß, klein, einfach mal quer durch. Ich glaube, es gibt auch momentan ja genügend zu besprechen bei uns. VW und Audi Händlerverband. Ja, ich könnte mir vorstellen, dass der ein oder andere Themen hat. Aber, also das war das für später. Ja, Autohändler besuchen finde ich auch immer total spannend. Wobei ich auch sagen muss, ich wollte eigentlich mal wieder häufiger in Autohäusern einfach als Kunde unterwegs sein. Einfach, also da ich sowieso gerne Autos gucke, gucke ich mir gerne Autos dann auch im Handel an. Aber ich habe ab und zu echt immer so ein bisschen Angst, in die Autohäuser zu gehen, weil teilweise die Erlebnisse einfach nicht so geil sind. Wenn du irgendwo hinkommst und einen Termin hast, ist ja klar, wir sind wie empfangen und dann hast du deinen Gesprächspartner. Aber es gibt ja auch andere Erlebnisse, wo man halt kaum begrüßt wird und so. Das ist natürlich dann nicht so schön. Aber ich werde das mal wieder forcieren jetzt und gucken, wie toll die jetzt alle aufgestellt sind. Also das wirst du mir jetzt für wahrscheinlich nicht glauben und mir irgendwie Parteilichkeit unterstellen. Aber ehrlicherweise muss ich sagen, in jedem Autohaus, wo ich war, wird

04:53 ich ausgesprochen freundlich begrüßt. Und das war wirklich, war super. Ja, vielleicht hat sich da wieder was getan. Also ich habe ja genug hier im Umkreis. Ich werde mal wieder hier und da mal reinstiefeln und mal ein bisschen gucken. Autos gucken, das ist sowieso schön. So, fangen wir mal hier so klassisch in meinem Konzept an. Blick in den Rückspiegel. Und das fängt immer so mit dem Werdegang von meinem Gast an. Du bist im Baujahr, 83. Du bist verheiratet, hast eine Tochter. Du lebst in Leipzig, gebürtig aus Chemnitz. Und zu deinem Werdegang habe ich hier ab 2008 recherchiert, wo du Assistenz der Geschäftsleitung und Projektleiter im, ich nenne das jetzt mal Immobereich, bei Volkswagen Automobil Leipzig warst. Gibt es da noch was davor? Weil du sagst, es kommt aus dem Autohandel eher? Oder ist das…

05:44 Ja, ich habe 2005 angefangen, habe ein duales Studium gemacht. Das war damals eine Handelsgruppe und deren die Betriebe in Leipzig, beziehungsweise auch in Chemnitz, wurden dann von der Volkswagen Group Retail übernommen, also sprich von der Own Retail des Volkswagen Konzerns. Und so ist dann da die Volkswagen Automobile Leipzig draus geworden. Und da hatte ich, wie gesagt, das Ganze mein duales Studium, habe da auch mal alle Abteilungen mal kennengelernt, auch schon mal ein Auto verkauft. Und bin dann nach dem Studium, sag ich mal, ins Backoffice gegangen, hatte dann dort die Gelegenheit, ja, verschiedene Projekte zu begleiten, viel mit dem ganzen Thema Immobilien und Neuaufstellung der Wirtschaftsraumgesellschaft. Da konnte ich ein bisschen mitarbeiten, war eine super spannende Zeit und das habe ich dann ein paar Jahre gemacht.

06:40 Ja, bis 2012. Genau, bis 2012 warst du dann da. Du warst halt doch bei der Volkswagen Retail, hast du gerade schon gesagt, auch immobilienlastig unterwegs. 2012 bis heute bist du beim Volkswagen Audi Partnerverband, auch in verschiedenen Positionen. Da habe ich mir notiert, Fachreferent, Business Management und ja, Geschäftsführer und Sprecher der Geschäftsführung. Jetzt müssen wir erst mal ganz kurz einen Schlenker machen. Berichte mal, was macht denn klassisch ein Partnerverband genau? Ja, der Volkswagen Audi Partnerverband ist erst mal ein Verein und Mitglied in dem Verein sind die deutschen Volkswagen, Audi und Volkswagen Nutzfahrzeuge, Händler und Werkstätten. Das heißt, wir vertreten knapp 2000 Betriebe in Deutschland und unsere Aufgabe ist es, deren Interessen, wie schon gesagt, zu vertreten in allererster Linie in Richtung der Hersteller. Das Thema Vertretung in Richtung Politik ist sicherlich an manchen Stellen auch mal Teil unserer Aufgabe, ist nicht der Hauptfokus. Hauptfokus ist wirklich die Händler-Hersteller-Service-Partner-Hersteller-Beziehung. Und das fängt dann an bei den großen Themen, die man dann, oder die auch eine gewisse Aufmerksamkeit sicherlich immer haben, die Neuverhandlungen von Händlerverträgen, Serviceverträgen oder Agenturverträgen. Auf der anderen Seite geht das aber dann auch

08:09 teilweise sehr weit ins Detail, wo man dann über bestimmte IT-Systeme spricht, bestimmte Aktionen, Prozesse, alles das, was man dann gemeinsam mit dem Hersteller austauscht. Und wir versuchen ihn dabei eben zu beraten. Beraten daher, wir sind jetzt keine Tarifpartei, wir sind keine Gewerkschaft oder Betriebsrat oder können irgendwo dann irgendwie streiken. Insofern, wir haben eigentlich immer nur die Möglichkeit eben über oder mit guten Argumenten und mit besseren Lösungen zu überzeugen und zu beraten. Das ist so die eine Seite. Die andere Seite, ich habe ja 2012 im Verband angefangen, das heißt, ich habe jetzt auch die acht Jahre Dauerkrise, die wir eigentlich so seit 2015, 2016 haben, jetzt auch voll mitgenommen. Und das war natürlich auch eine Frage für den Verband, ganz, ganz entscheidend. Was ist eigentlich die Rolle eines Händlerverbandes oder unseres Verbandes in dieser Transformation?

09:11 Es war ja irgendwann klar, es verändert sich alles, die Mobilität verändert sich, wie bei Autos verkaufen. Verändert sich vielleicht, Stand heute ist jetzt vielleicht aus der, oder hat die Transformation ja doch nicht alles so komplett neu gemacht, wie wir vor ein paar Jahren es immer mal avisiert oder gedacht haben.

09:31 Und damit haben wir uns sehr stark beschäftigt und haben dann auch in den letzten Jahren noch Tochtergesellschaften aufgebaut, haben Formate entwickelt, einfach mit dem Ziel, unsere Partner in dieser Transformation zu begleiten und bestimmte Impulse mitzugeben. Also wir haben einfach, um ein, zwei Zahnen zu nennen, wir haben pro Jahr jetzt mittlerweile auf den verschiedenen Workshops und Seminaren, die wir machen, rund 11.000 Teilnehmer immer. Und ja, da versuchen wir eben ein Stück weit all die, ja, die Kenntnisse, die wir irgendwo aufnehmen oder die Beobachtungen, die wir machen, das ein Stück weit auch unter die Partner zu tragen, damit denen einfach es leichter fällt, bestimmte Entscheidungen zu treffen, bestimmte Sachen auszuprobieren. Ja, so ein bisschen Erfahrungsaustausch. Und natürlich haben wir auch ein Netzwerk an Partnern, mit denen wir das machen. Was für Themen macht ihr in den Workshops?

10:24 Das ist ganz unterschiedlich. Wir haben Themen aus dem M&A-Bereich, wo wir das Thema mal, wo wir damit gestartet sind. Wir hatten zwischenzeitlich eine Ausbildung zum Prüfen von Ladekabeln, als das noch nicht in der Breite verfügbar war. Es ist wirklich von bis einmal quer durch unsere Branche durch. Okay. Ja, spannend. Also da seid ihr ja wirklich echt hart an der Basis so dran und wisst ja, wie der Pol so schlecht. Kommen wir gleich noch zu. Weil das interessiert mich wirklich sehr, wenn jemand da auch den Sommer über bei so vielen Händlern war. Aber kommen wir noch mal zu dir erst noch. Du bist ja ursprünglich erst im Handel so gestartet. Ich habe hier irgendwie Konzern aufgeschrieben. So halbe halbe. Aber bist dann irgendwie zum Verband gewechselt. Aber scheinbar, du wolltest ja unbedingt irgendwie in der Autobranche dabei sein und hast dann auf den Seiten gearbeitet. Wie kam es denn zu dem Wechsel in den Verband?

11:27 Du bist unzufrieden mit deinen Marketing-Ergebnissen. Jetzt mal aufgepasst. Ihr kennt mich als euren Podcast-Host und Experten für die deutsche Autobranche. Aber wusstet ihr auch, dass mein eigentliches Business die Tim-Klötzing-Marketing-Beratung ist? Im Grunde mache ich den Job schon seit über 20 Jahren. Ich unterstütze Autohäuser und Dienstleister rund um den Autohandel mit meiner Marketing-Erfahrung in der Autobranche. Was mache ich da genau? Ich berate meine Kunden von der Pulsionierung, Strategie, Marketingplanung, Agentursteuerung, Lead-Optimierung, Online-Marketing und so weiter und so fort. Kann man sich auch ein bisschen wie einen externen Marketingleiter, externen CMO vorstellen. Das Beste dabei, mein Wissen und Leidenschaft für Automotive-Marketing kann man buchen. Also, wer Bock hat, sein Marketing zu verbessern und mehr Umsatz zu machen und das mit einem Partner, der die Branche genau kennt und sich genauso reinkniet wie du, schau mal auf meiner Website vorbei. www.tim-klötzing.de Es war jetzt nicht der große Masterplan dahinter. Ich glaube, man hat ja bis zu einem bestimmten Punkt auch in der

12:55 Handelswelt gar nicht mal so die Berührungspunkte mit dem Verband. Ich habe einfach ehrlicherweise die Stellenanzeige gesehen, habe mir überlegt, was das sein könnte und das klang eigentlich spannend, weil das, was ein Verband ja bietet, ist ja ein unglaublich vielfältiges Themengebiet. Man hat ja wirklich von bis 1000 Themen, die man bearbeitet. Man lernt jede Menge Leute kennen und insofern hat das, klang das absolut absolut reizvoll für mich und ich bereue es auch nicht. Ich bin ja auch nach wie vor noch mit vollem Engagement und Herzblut im Verband bei der Sache. Für mich stand einfach nur fest zu dem Zeitpunkt, dass ich der Branche treu bleiben will, Handel, Handwerk, Automobil. Ja, wie gesagt, die Aufgaben haben mich dann gereizt und überzeugt und so habe ich dann einfach gesagt, ich probiere es aus. Hatte ich von Anfang an den Plan, zwölf Jahre beim Verband zu bleiben? Weiß ich nicht, aber da ist einfach auch viel passiert. Ich meine, es war ja vieles gar nicht vorstellbar, auch so ein Thema wie jetzt den Dieselskandal, den wir 2015 hatten und wenn man überlegt, was seitdem alles passiert ist, ich glaube, das war ja vorher gar nicht absehbar. Aber insofern, es ist einfach ein super spannendes Arbeitsumfeld. Okay. Ja, jetzt haben wir es gerade schon angedeutet, Sommerhändler-Tournee. Ja. Gut, 100 Händler

14:24 besucht, wirklich vor Ort gewesen und gesprochen. Jetzt würde ich mal unterstellen, dass du schon ganz gut weißt, wie aktuell so die Stimmung bei den VW und Audi-Betrieben so da draußen ist. Ja, wie, lass uns mal darüber sprechen. Wie ist sie denn so? Was hast du erlebt? Es ist vielschichtig. Ich weiß, die Antwort hilft dir jetzt so gar nicht, aber es ist in der Tat vielschichtig. Wir haben noch Zeit. Ja, okay. Wir hatten die letzten Jahre, glaube ich, sehr, sehr gute Situationen im Automobilhandel. Wir haben wirklich einen absoluten Vollvermarkt gehabt. Sehr viele Partner haben auch entsprechend gute Ergebnisse in den letzten Jahren gehabt. Das fing dann an, Mitte letzten Jahres zu drehen. Und jetzt sind wir wieder so in den Anführungsstrichen in der alten Welt. Wir haben wieder einen gesättigten Markt. Wir sehen wieder, dass die Preise sinken bei den Gebrauchtwagen. Wir sehen, dass die Nachlässe wieder im Markt sind. Und insofern ist da auch eine gewisse Anspannung. Zumal wir hatten in den letzten Jahren sicherlich gute Ergebnislage. Aber was man ja auch nicht vergessen darf, wir hatten ein unglaublich komplexes Geschäft mit sehr, sehr vielen Herausforderungen. Es war ja nicht so, dass es jetzt wirklich einfach war, auch diese ganzen Themen von Auto kommt nicht, kommt vielleicht doch, dann noch eine Verschiebung. Das alles immer so zu managen und dabei auch den Kunden am Ende noch zufrieden zu erhalten, war, glaube ich, auch nicht alles immer so einfach.

15:53 Die Komplexität ist leider auch nicht wirklich zurückgegangen. Dafür die Ergebnislage insofern, ja, angespannte Situation. Dazu kommen ein paar Unsicherheiten. Wir sehen die aktuelle Medienlandschaft, die Nachrichten natürlich eben über verschiedene OEMs. Auf der anderen Seite auch das Thema Elektromobilität, dass es nochmal so eingebrochen ist, ist, denke ich, schon überraschend. Jetzt schauen wir mal, wie das Thema weitergeht, ob es da nochmal irgendeine Förderung geben wird. Insofern momentan, glaube ich, ist es geprägt von einer gewissen Unsicherheit. Auch Unsicherheit, wie ich mich als Autohändler dann selber aufstelle. Was mache ich zum Beispiel mit chinesischen Marken? Das war ja auch in aller Munde. Geht man da rein, geht man nicht da rein? Das sind also eine ganze Menge Themen. Jetzt haben wir wieder die Diskussion über das Vertriebsmodell.

16:49 Was ist denn jetzt die Vertriebsstrategie? Jetzt haben wir die Marken, die aus der Agentur wieder aussteigen, was ja über lange Zeit, als das eine neue Vertriebsmodell schon vor sich hergetragen wurde. Das alles sorgt natürlich für eine gewisse Unsicherheit. Das trifft es ganz gut. Auf der anderen Seite muss man sagen, erlebe ich aber genauso auch jetzt. Es ist keine Unsicherheit im Sinne von Verzweiflung. Wir haben momentan einen super Job. Wir haben auch gerade, wenn wir jetzt mal, eigentlich immer dazu, so sehr stark auf die Neuwagen zu schauen, wenn man die anderen Geschäftsbereiche schaut. Wir haben eine super Auslastung in den Werkstätten, haben da sicherlich das Thema Personal, haben das Thema Krankenstand dort sehr stark, der doch seit Corona jetzt auch dauerhaft massiv gestiegen ist. Das sind sicherlich Themen, mit denen wir uns dort beschäftigen, haben aber in Summe eine hervorragende Auftragslage.

17:44 Von daher diese Vielschichtigkeit, die ich am Anfang angesprochen habe.

17:51 Merkst du denn jetzt so in der Breite, man liest ja immer wieder, Händler XY nimmt Marke XY dazu. Merkst du auf ganzer Breite oder nur selektiv eine gewisse Offenheit für neue Marktteilnehmer, für neue chinesische Marken, wenn man das mal so ausformulieren möchte? Oder ist das so ein Notnagel? Ich habe keine Ahnung, wie ich es jetzt formulieren soll. Also ich glaube erstmal, dass eigentlich jeder Partner sich mit diesen Themen beschäftigt hat. Ich glaube, das ist auch richtig, weil es ist in aller Munde, man hört jetzt, da kommen irgendwo neue Mitbewerber. Und ich glaube, es ist einfach wichtig zu wissen, was passiert da am Markt, dass man im Zweifelsfall auch aussagefähig ist. Auch wir haben als Verband ein entsprechendes Angebot gemacht und unsere Partner konnten, wenn sie das wollten, einen Tag lang auf einem Testgelände einfach mal zehn, zwölf von diesen Fabrikaten fahren und den ganzen Tag eben entsprechend auch erfahren. Ich glaube, da braucht man auch eine gewisse Offenheit, dass man damit umgehen kann. Ist es eine Lösung für das eigene Autohaus?

18:58 Ich glaube, das ist gar nicht so einfach zu beantworten. Es ist auch die Frage, auf welche Marke schaue ich. Ist es eine der etablierten Marken? Dann sind die Anforderungen, da natürlich einzusteigen, schon sehr hoch. Es ist schon dann ein deutliches Investment. Auf der anderen Seite spiele ich mit dem Gedanken, eine der neuen Marken, eine der chinesischen Marken aufzunehmen. Das Investment natürlich deutlich geringer, auf der anderen Seite ist das Risiko umso höher. Am Ende ist es Pionierarbeit. Natürlich kann ich Autos verkaufen, das mache ich dann aber meistens auch über meine Handelsmarke und dementsprechend muss ich dann auch Lösungen finden, wenn das Auto steht, das Teil nicht kommt oder der Hersteller plötzlich nicht mehr am Markt ist. Das sind natürlich Risiken, die ich dann sicherlich habe. Und das, was man auch beobachtet, ist, dass viele Chinesen eben momentan zwar die Neuwagen haben, aber im Servicebereich noch nicht so aufgestellt sind, auch im Gebrauchtwagenbereich. Und das sind natürlich alles Themen, die dann irgendwo mit reinspielen. Und was man an der Stelle eben dann auch ganz offen sagen muss, wie gesagt, ich glaube, es ist vollkommen richtig, dass man sich als Händler damit beschäftigt. Man muss eben dann einfach wirklich sehr realistisch das ganze Thema abwägen. Und da muss man auch sagen, Betriebe in unserer Organisation sind ja alle ausgerichtet auf einen sehr hohen Marktanteil. Wir haben ja mit Volkswagen, Audi-Volkswagen-Nutzfahrzeuge

20:24 wirklich auch Volumenmarken in ihren Segmenten an Bord. Und je nachdem, jetzt sind viele unserer Partner auch Händler mehrere Konzernmarken. Wenn ich am Ende alle Marken unseres Konzerns vertrete und bin irgendwie auf 40, 50 Prozent Marktanteil in meiner Region eingestellt, dieser Bestand erfüllt mir die Werkstatt. Aus diesem Bestand verkaufe ich neue Fahrzeuge. Dann wird, glaube ich, auch sehr deutlich, dass ich vielleicht, wenn ich das möchte, mir so eine chinesische Marke mal zur Beimischung mit reinnehmen kann. Aber sie wird ja nie eine Alternative sein. Wenn wirklich mein angestammter Hersteller schwächeln sollte, wie viele Marken, wie viele Chinesen, soll ich mir denn ins Autohaus stellen, um da irgendetwas noch auffangen zu können. Von daher, es wird sehr, sehr, sehr unterschiedlich gesehen in der Organisation auch. Aber es gibt viele, die sagen, sie probieren es eben aus. Und dann sind wir gespannt, was sie für Erfahrungen haben.

21:18 Im Vorgespräch letztens sprachen wir auch über den Agenturvertriebsagenturmodell. Und da hattest du einen Begriff benutzt, den ich zumindest noch nicht kannte, die atmende Fabrik. Sag mir doch mal was zur Atemfabrik und Kontext Handel. Ja, gemeint. Ursprünglich ist ein Ausspruch, der immer wieder mit dem Agenturmodell zusammenkommt. Jürgen Stackmann ist auch regelmäßig bei dir im Podcast, hat ihn auch sehr oft gebracht im Zusammenhang mit der Agentur. Eine Agentur ist ein schwieriges Vertriebsmodell, wenn ich den absoluten Volumendruck habe. In dem Moment, wo ich mich anpassen kann auf die Nachfrage, in dem Moment kann eine Agentur natürlich sehr preisstabil verkaufen. Und so ist der Begriff entstanden, der atmende Fabrik, die sich an die Nachfrage anpasst. Das, was wir sehen, ist eigentlich, dass das in einem Industriekonzern kaum möglich ist. Dass wir stattdessen, und so ist es ja eigentlich auch typisch im Handelsgeschäft, die atmende Fabrik ist eigentlich die Handelsorganisation, die eben entsprechend eigene Bestände hat, die damit auch entsprechend vorhält und damit auch entsprechend kurzfristige Kundenbedarfe erfüllen kann oder auf der anderen Seite ein Auto auch mal eine Weile stehen kann oder eben auch mal eine größere Menge abnimmt.

22:48 So war das gemeint mit der Atmen in den Fabrik. Und das Thema Agenturmodell, wie gesagt, ich bin gar nicht pro oder kontra Agenturmodell. Ich glaube, das Handelssystem hat viele Vorteile, wie einige Nachteile. Und bei der Agentur gilt das Gleiche. Entscheidend ist ja am Ende, einerseits habe ich irgendwo einen Transaktionspreis, zu dem der Kunde kauft. Ich denke, es ist eine absolute Fehlannahme, auch die ein Stück weit von der Situation, die wir in den letzten Jahren hatten, da irgendwo heraus entstanden ist, dass man den Aktionspreis beliebig nach oben setzen kann. Das wird nicht funktionieren. Der Kunde wird irgendwann einfach eine Grenze setzen und wird nicht mehr Geld für ein Fahrzeug ausgeben. Das ist so der eine Fixpunkt. Und der andere ist, eine Handelsorganisation braucht immer auch eine entsprechende Rendite, von der sie überleben kann, von der sie auch investieren kann, nachhaltig erfolgreich zu sein. Und jetzt ist ja die Unterscheidung Handelssystem oder Agentursystem ja einfach nur, wie man sich an diese beiden Punkte annähert. So, vom Kern her. Da gehen sicherlich beide Möglichkeiten. Entscheidend ist, und das ist das, was wir, glaube ich, auch jetzt aus den verschiedenen Presseberichten, aus den Erkenntnissen, dass die eine oder andere Marke vielleicht auch wieder aussteigt, ja sehen. Wenn ich darüber rede, Aufgaben von einem Partner zum anderen zu verschieben, dann müssen eben beide Seiten dann auch in der Lage sein, die jeweilige Aufgabe zu übernehmen. Ich glaube, das wurde ein Stück weit unterschätzt. Wenn ich die

24:16 Fahrzeuge selber verkaufen will und dann auch Ansprechpartner bin für den Kunden, in ganz, ganz vielen Themen, wo es dann vielleicht mal ein Problem ist, das Leben im Handel ist ja durchaus sehr vielfältig. Und dann brauche ich dafür Prozesse, ich brauche Know-how als Hersteller und am Ende brauche ich dafür Personal. Ich glaube, was wir auch gesehen haben, auch das ist natürlich ein Thema, ein Händler bringt halt immer sehr viel Kapital mit. Er hat eben den eigenen Bestand, das ist das Thema gerade atmende Fabrik. Die Zinserhöhung, die kam, waren sicherlich jetzt für viele Hersteller auch nicht unbedingt das Argument, was die Agentur zum Erfolg führt. Insofern muss man sehen, wie es jetzt weitergeht. Wie gesagt, viele Hersteller überlegen sich das. Es gibt allerdings auch Hersteller, die nach wie vor an der Händler zu halten. Ich glaube, dass beide Systeme funktionieren können, wenn eben die Rahmenbedingungen so sind und wirklich auch diese Aufgaben erfüllt werden, kontinuieren.

25:14 Ich würde an der Stelle jetzt schon so halb den Blick aus dem Rückspiegel rausnehmen und ein bisschen Fernlicht anmachen. Geht aber jetzt auch in beide Richtungen so das nächste, weil du hast letztens auch gesagt, im Grunde stehen wir doch an der gleichen Stelle wie 2019. Aber jetzt haben wir auch eine schwächelnde Wirtschaft dazu. Wie schaust du Stand jetzt in die Zukunft für den Handel oder für euch, wie auch immer? Also, per se sehe ich das Thema positiv. Fahrzeuge müssen nach wie vor vertrieben werden und Fahrzeuge müssen gewartet werden. Und in beiden haben wir entsprechende Chancen. Ja, wir hatten jetzt gerade die Diskussion um Agentur. Das ist ja alles sehr stark immer auf die Neuwagen geschaut. Das Thema wird sicherlich weiter funktionieren. Ich glaube nicht, dass der Neuwagenbereich sich in den nächsten Jahren zum großen Renditebringer entwickelt wird. Das glaube ich ehrlicherweise nicht. Aber wir haben ja noch eine Menge andere Geschäftsfelder, die natürlich auch immer durch die Neuwagen entsprechend mitgefüttert werden. Und da bin ich durchaus optimistisch. Ich sehe das Thema Service auch für die Zukunft weiter gut. Aber da kam jetzt das Thema auch der Vergleich zu 2019 so ein bisschen. Wir haben natürlich auch unsere Hausaufgaben dort. Wir müssen im Service natürlich irgendwann attestieren, dass wir

26:42 diese Preisschraube, die ja durchaus ist sowohl im Teile wie im Rechnungssatzbereich, nicht ewig weiterdrehen können. Auch dafür brauchen wir einfach Lösungen. Und das war eine Diskussion, die auch sehr stark eben in 18 und 19 geführt wurde. Und jetzt hatten wir ein paar sehr gute Jahre, ohne dass wir eigentlich an diesen Themen weitergearbeitet haben. Da sehe ich eine der Hauptaufgaben. Ansonsten haben wir einfach, beim Service zu bleiben, wir werden Effekte aus der Elektromobilität sehen. Natürlich, die Fahrzeuge haben einen anderen Wartungsaufwand. Daneben haben wir einen alternden Bestand an Verbrenner, der wiederum Chancen bietet. Wir brauchen da jetzt, wie gesagt, entsprechende Maßnahmen, um Kunden zu loyalisieren. Wir müssen unsere Prozesse an der Stelle einfach absolut sauber haben. Aber grundlegend sehe ich dann einfach damit auch eine positive Zukunft oder sehe positiv in die Zukunft in dem Bereich. Und das Gleiche auch dann Richtung Gebrauchtwagen. Da wird sich auch viel verändern. Wir müssen auch schauen, was ist denn jetzt eigentlich so die Lebenserwartung eines Gebrauchtwagen. Wir haben ja Stand heute immer noch die Situation, dass viele Gebrauchtwagen, gerade wenn sie jetzt viele Kilometer runter haben, dann irgendwo auch in den Export gehen, wo wir uns die Frage stellen müssen, haben wir denn diese Exportmärkte zukünftig auch noch für die Elektrofahrzeuge? Insofern, da wird es Verschiebungen geben.

28:01 Aber auch da habe ich als Händler über einen vernünftigen Einkauf, über Synergien, über Bestandsführung, über saubere Prozesse nach wie vor viele Chancen. Von daher, ich blicke per se positiv in die Zukunft. Es wird noch eine ganze Menge an Themen geben, die uns bewegen werden. Jetzt erstmal kurzfristig, glaube ich, das ganze Thema Elektromobilität hat noch etwas Potenzial, ja, Frustration oder wie auch immer man es nennen möchte. Ja, du hast bei der Elektromobilität hast ja einfach den Punkt, dass ja so gesehen junge, gebrauchte E-Autos viel schneller alt sind, weil wir einfach technologietechnisch die Entwicklung noch so immens haben in Reichweite und Ladegeschwindigkeiten.

28:47 Ja, also ich befürchte, dass da irgendwo der ganz große Knick noch kommt. Ehrlicherweise haben wir in den letzten Jahren das ja noch nicht so gesehen. Der ganz große technische Fortschritt, wie es zwischendurch immer hieß, dann plötzlich die Feststoffbatterie und tausende Kilometer Reichweite, das haben wir ja noch nicht. Aber das kann natürlich passieren. Und dann haben wir sicherlich da auch ein Restwertproblem. Keine Frage. Generell, ich glaube, das Thema Restwert ist generell nicht zu unterschätzen. Da brauchen wir entsprechend Lösungen, wie wir damit umgehen. Ich glaube, dass da auch ein Stück weit Kaufzurückhaltung herkommt. Und diese Kaufzurückhaltung bei der Elektromobilität sind wir gezwungen, nicht nur wir, die Hersteller, entsprechend aufzulösen. Natürlich kennen auch viele Partner, die Elektromobilität gar nicht sehen und die für sich ja weiter den Verbrenner auch in der Zukunft sehen. Man muss ja aber ehrlicherweise sagen, die Automobilhersteller haben ihre Investitionen in diese Richtung allokiert. Jetzt, manche sprechen nicht so offen drüber, manche haben sie sehr vor sich her getragen. Aber wir dürfen nicht der Fehlernahme aussitzen, dass nur weil wir hier gerade keine Nachfrage danach haben, dass es dann nicht kommt. Weil weltweit ist die Elektromobilität eben auf den Vormarsch. In fast allen anderen Märkten steigen, haben wir dort steigende Raten. Und natürlich wird ein Volumenhersteller, der weltweit

30:16 ausliefert, auf diesen Zug aufspringen. Und wir haben gerade im nächsten Jahr jetzt durch die Absenkung der Grenzwerte von 115 Gramm CO2 pro Kilometer auf 98 im Flottenverbrauch. Das wird nur funktionieren, indem wir deutlich mehr Elektrofahrzeuge verkaufen. Boah, das gleichzeitig zu dem, ich sag mal, so ein bisschen verspielten Vertrauen beim Endverbraucher. Das wird natürlich echt spannend. Das ist eine absolut herausfordernde Aufgabe. Aber die Alternative sind horrende Strafzahlungen. Das muss man halt einfach ganz offen sehen. Und dann sind die Hersteller schon gezwungen einfach den BEV-Anteil hochzufahren.

31:01 Welche Möglichkeiten bleiben? Wir sehen ja jetzt gerade schon mal wieder eins. Teilweise gehen die Preise von Fahrzeugen hoch. Die Raten im Gegenzug kurioserweise runter. Und wo du auch 2019 so ins Spiel brachtest. Ich sag immer so gern, dass das Beispiel, ist jetzt Zufall, dass es VW ist, aber sag ich auch bei anderen Marken, guck mal, dann gibt's den GTI schon wieder für 69 Euro. Und das ist ja irgendwie, jetzt in den letzten Jahren war es eher enger. Und ich habe das Gefühl gehabt, subjektiv, die Menschen werden langsam wieder dran gewöhnt, dass ein Produkt, was, wenn es kauft, 40.000, 50.000 Euro kostet, nicht 69 Euro kosten kann, sondern das Geld kostet, was es eigentlich kosten würde. Und jetzt hat man wieder so einen, an der Schraube ist man dran. Und auch wenn man die Elektromobilität ja jetzt in die Breite bringen will, welche Möglichkeiten haben die Hersteller denn außer über dem Preis? Und die Hoffnung, dass möglicherweise nochmal Förderungen kommen?

31:59 Ja, wir hatten jetzt natürlich eine Entwicklung. Einerseits hatten wir einfach Preiserhöhungen in den letzten Jahren, die wir bei den Fahrzeugen gesehen haben. Dazu kommt, dass wir die Zinsentwicklung haben, die natürlich auch entsprechend bei der Finanzierung, bei den Raten mit reinstellen. Die die Autos natürlich deutlich teurer machen. Die Frage ist auf der anderen Seite, wie viel wird das? Ja, Förderung gibt es. Und da sei es jetzt Förderung aus dem Handel, dass dort einfach ein entsprechender Nachlass gegeben wird, oder eben vom Hersteller oder von der Politik. Das wird sich jetzt zeigen, aber irgendwie man muss das Thema dann auflösen. Das ist zweifels ohne so. Schauen wir mal, was da passiert. Ja. Wir haben beide keine Glaskugeln, ne? Nein, das nicht. Ich möchte jetzt auch nicht zur Schleuderei aufrufen. Also um Gottes Willen. Also man kann sicherlich eine Sinnfrage stellen, wie werthaltig es ist, ein Fahrzeug, was 70.000, 80.000 Euro kostet, am Ende irgendwo für 70.000, 80.000 Euro zu verkaufen. Aber das ist am Ende, es ist Wettbewerb und von da jetzt auch nicht irgendwie weiter zu kommentieren. Aber sicherlich kann man die Sinnfrage stellen.

33:21 Okay. Wir kommen schon zu meinen Abschlussfragen. Da habe ich mal geschaut, was ich da so im Regal habe. Das eine würde mich in der Tat interessieren, weil wir gerade auch viel über E-Autos gesprochen haben. Du sagtest auch, dass einige Händler wirklich noch sehr fokussiert auf dem Verbrenner sind. Wie lange werden deiner Meinung nach Verbrenner noch gebaut und spielen eine wesentliche Rolle im Straßenverkehr in der Zukunft? Also wenn wir jetzt wirklich von Volumen sprechen, also wesentliche Rolle, dann glaube ich, wird es bis, je nachdem, ob da jetzt der Ausstieg nochmal seitens der Politik angefasst wird, mit der Anfang der 30er Jahre jetzt. Das wird so das Enddatum sein. Wie gesagt, wenn die Politik da irgendwo nochmal was tut, dann verschiebt sich das vielleicht nochmal. Aber ich glaube, dann werden die Verbrenner an der Stelle wirklich auch das Ende ihrer Zeit erleben. Gebrauchtwagen werden wir noch deutlich länger auf den Straßen sehen, bin ich fest von überzeugt. Ich kann mir auch vorstellen, dass wir den ein oder anderen Verbrenner, mein wegen im Sportwagenbereich oder wo auch immer, dass es den vielleicht auch noch länger geben wird über irgendwelche Ausnahmeregelungen. Aber wenn man jetzt wirklich schaut, was ist die Rolle oder die wesentliche Rolle im Verkehr, wie du es ja ausgedrückt hast, dann glaube ich, ist das 20, 35 plus

34:51 minus ein paar Jahre wirklich. Du bist ja auch da mit E-Autos Testing und mal gucken, was die ganzen Marken da so haben. Du hast ja gesagt, dass ihr da so ein Testgelände glaube ich habt, wo eure Partner die Fahrzeuge ausprobieren können. Wann sitzt du das erste Mal in einem komplett autonomen Auto? Nicht auf einer Teststrecke, sondern wirklich zu Hause. Du rufst dir ein Robotaxi, wie auch immer und wirst dann abgeholt, setzt dich rein, liest die Zeitung, fährst zur Arbeit oder zum Händler und steigst dann wieder aus, ohne auf etwas geachtet zu haben. Wann wird das soweit sein? 24, 16 Uhr. Wir waren in der Tat in diesem Jahr Ja, in Deutschland.

35:37 Ah, in Deutschland, ich dachte, okay. Entschuldigung, ich wollte gerade sagen, Scheiße, was hat er da getan? Hier in Deutschland. In anderen Ländern ist das ja gang und gäbe. Kann man ja jetzt aktuell schon ausprobieren entsprechend. In China vorrangig. Mein dort Auto X, glaube ich, sind fünf Städten über 1.000 Fahrzeuge im Einsatz, wo man diese Robotaxis machen kann. Das funktioniert ja schon. In Deutschland, ich glaube, es ist in allererster Linie ein regulatorisches Problem. Aber ich denke, das sollten wir bis... Also in den nächsten fünf Jahren sollte es auf jeden Fall möglich sein. Alles klar. Fahren wir in fünf Jahren mal gemeinsam ein Robotaxi durch die Gegend und machen einen weiteren Podcast. Das können wir gerne machen.

36:23 Okay. Ja. Was bleibt mir dazu sagen? Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast. Und schön, dass du wieder irgendwo gelandet bist und nicht die ganze Zeit die Gegend hetzt. Und... Dankeschön. Ja, vielen Dank. Hat Spaß gemacht. Absolut. So soll das sein. Und dann nächstes Mal, wenn wir uns wieder treffen, dann quatschen wir weiter. Letztes Mal auch wieder hervorragend dich zu treffen. Und das wird bald wieder der Fall sein. An der Stelle da draußen. Euch hoffe ich auch irgendwann zu treffen. Das macht immer Spaß, wenn ich mit Menschen spreche, die den Podcast hören. Das ist immer schön, das Feedback zu hören. Aber an der Stelle, wo auch immer ihr ihn hört, im Auto, gute Fahrt, Augen geradeaus. Und wir hören uns bald wieder.

37:09 Ich sage Tschüss und der Alex sagt auch einfach mal... Tschüss. Macht's gut. Alles klar. Ciao.