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Benzingespräche · Folge 128 · · 25 Min

Katrin Lehmann, Prokuristin Schneider Gruppe

Cover des Podcasts Benzingespräche

Katrin Lehmann

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Kernaussagen

  • Die Schneider Gruppe setzt auf Wachstum und Innovation.
  • Marketing und Sponsoring sind zentrale Elemente der Unternehmensstrategie.
  • Ausbildung ist entscheidend zur Sicherung der Zukunft des Unternehmens.
  • Digitalisierung und KI bieten neue Chancen und Herausforderungen.
  • Klare Unternehmenswerte und Führung sind essenziell für den Erfolg.

Worum es geht

PINK NETWORK Special mit Juliane Schleicher supported by carwow Ihr Herz schlägt ganz laut für Marketing! Katrin Lehmann ist Geschäftsleiterin und Prokuristin der Schneider Gruppe im sächsischen Chemnitz. In den letzten Jahren ihres Schaffens hat sie eine steile Karriere in dem Mehrmarken-Unternehmen absolviert. Welches für sie aktuell die größten Herausfordernden im Handel sind und welche Art der Führungskultur es in diesen Zeiten braucht, bespricht Katrin in der neuen Folge mit Host Juliane Schleicher, wie immer unterstützt von carwow Deutschland! Links: Katrin Lehmann auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/katrin-lehmann-aa59a91b5/ Juliane Schleicher auf LinkedIn: www.linkedin.com/in/julianeschleicher/ Unterstützt durch carwow: www.carwow.de

Zusammenfassung

In der neuesten Folge des Podcasts ‚Benzingespräche‘ begrüßt Tim Klötzing die Geschäftsführerin der Schneider Gruppe, Katrin Lehmann. Im Gespräch beleuchtet Lehmann die Herausforderungen und Erfolge der Automobilgruppe sowie ihre Visionen für die Zukunft der Branche.

Die Schneider Gruppe: Ein Überblick

Mit 16 Standorten und über 520 Mitarbeitern hat sich die Schneider Gruppe zu einem bedeutenden Akteur in der Automobilbranche entwickelt. Die Gruppe ist hauptsächlich in Sachsen aktiv, hat aber auch Standorte in Bayern. Die Marken Renault, Dacia, Seat und Cupra bilden das Rückgrat des Unternehmens.

Marketing und Sponsoring

Marketing ist das Herzstück von Katrin Lehmanns Arbeit. Unter ihrer Führung hat die Schneider Gruppe ihre Marketingstrategien kontinuierlich weiterentwickelt. Ein bemerkenswertes Engagement ist das Sponsoring der Chemnitzer Niners, einer Basketballmannschaft, die in der Bundesliga spielt. Dieses Sponsoring stärkt nicht nur die Markenbekanntheit, sondern fördert auch die Mitarbeiterbindung durch exklusive Vorteile wie Freikarten.

Fokus auf Ausbildung und Nachwuchs

Mit rund 60 bis 70 Auszubildenden investiert die Schneider Gruppe stark in die Zukunft. Lehmann betont die Bedeutung einer soliden Ausbildung, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und qualifizierte Mitarbeiter langfristig zu binden.

Digitalisierung und KI im Fokus

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Digitalisierung. Die Schneider Gruppe setzt verstärkt auf Künstliche Intelligenz, um Prozesse zu optimieren und die Effizienz zu steigern. Lehmann ist überzeugt, dass die Geschwindigkeit der technologischen Entwicklung weiter zunehmen wird und sieht darin eine große Chance für die Automobilbranche.

Fazit

Katrin Lehmanns Ansatz kombiniert traditionelle Werte mit modernen Technologien, um die Schneider Gruppe erfolgreich in die Zukunft zu führen. Ihr Engagement für Ausbildung, Digitalisierung und innovative Marketingstrategien macht sie zu einer inspirierenden Führungspersönlichkeit in der deutschen Automobilbranche.

Gespräch als Text

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00:00 Benzingespräche. Der Branchen- und Personality-Talk der deutschen Automobilwirtschaft. Der Podcast für und mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind, erzählt zu werden. Es geht um neue und verschiedene Blickwinkel auf die Autobranche und persönliche Meinung zukünftiger Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, Content-Creator und freier Automarketing-Berater. Bevor es nun losgeht, ein kurzer Hinweis auf einen starken Partner, der diesen Podcast möglich macht. CarWow. CarWow ist die führende Neuwagenplattform für Autokäufer, Händler und Automobilhersteller. Wussten Sie schon? Mit über drei Millionen Besuchen pro Monat ist CarWow eine der einflussreichsten Automotive-Media-Brands und bietet Herstellern und Händlern Zugang zu Deutschlands größter Neuwagen-Audienz. Mehr Infos auf CarWow.de Herzlich willkommen zurück bei den Benzingesprächen und herzlich willkommen zurück bei einer weiteren Pink Network-Folge mit der lieben Juliane Schleicher. Hallo Juliane.

01:29 Hallo Tim. So, da sind wir wieder am Start und du warst wieder fleißig und du hast uns heute wieder eine neue Gästin, wenn man das so sagen darf. Ich weiß gar nicht, wie man es richtig sagt, mitgebracht. Wen hast du diesmal dabei? Ich habe in dieser Folge ans Mikro eingeladen die Katrin Lehmann. Sie ist Geschäftsführerin der Schneider-Gruppe in Chemnitz. Auch eine ganz interessante automobile Persönlichkeit. Tolle Unternehmerin oder tolle Managerin. War ein ganz witziges Gespräch, was wir in München aufgezeichnet haben. Tatsächlich hinter einem Vorhang an der Rezeption, weil wir den Meeting noch nicht bekommen haben, den wir eigentlich wollten. Also ich hoffe, man sieht es uns in der Aufnahme ein bisschen nach. Man versteht uns trotzdem ganz gut. Und ja, wir haben so ein bisschen über Themen gesprochen. Also Marketing ist natürlich Katrin Steckenpferd. Dafür schlägt ihr Herz. Das merkt man auch in dem Podcast. Zum Beispiel sind sie jetzt seit kurzem oder seit einem Jahr, glaube ich, Sponsor der Chemnitzer Niners.

02:40 Das ist eine Basketballmannschaft in der Bundesliga auch, die spielen. Das ist auch ein super Engagement, was sie da gemacht haben. Da haben wir ein bisschen drüber gesprochen. Auch das Thema Leadership. Ja, alles, was sie so bewegt. Ja, ich habe schon reingehört. Also man hört nicht, dass ihr in einer hochfrequentierten Bahnhofshalle sitzt. So schlimm ist es wirklich nicht. Ja, keine Sorge da draußen. Und schön, dass ihr euch da live treffen konntet. Und ja, Schneidergruppe, habe schon ein bisschen, glaube ich, auch ihren Werdegang so ein bisschen. Hat sich ja wirklich über die Jahre wirklich entwickelt. Ja. Und es ist ja sehr spannend. Eine Schneidergruppe, 16 Standorte, x-hundert Mitarbeiter. Das ist schon eine Nummer. Und an der Stelle unterbrichst du mich normalerweise und sagst, wollen wir nicht reinhören?

03:28 Ja, würde ich auch sagen. Wir plaudern jetzt nicht mehr so viel, sondern jetzt reinhören. Alles klar. Auf geht's. Viel Spaß damit.

03:36 Ja, herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Pink Network Podcasts. Ich sitze heute hier in München und direkt neben mir sitzt Katrin Lehmann. Sie ist Geschäftsleiterin der Schneidergruppe in Chemnitz. Und ich freue mich, dass Katrin sich heute Zeit genommen hat für mich, für ein kleines Gespräch. Hallo Katrin. Hallo, guten Morgen, Juliane. Schönen, vielen Dank für deine Einladung. Hat mich sehr gefreut. Katrin, zu allen, die dich nicht kennen, stelle ich doch gerne einmal kurz vor. Also Katrin Lehmann, mein Name. Ich bin jetzt 42 Jahre alt und seit zwölf Jahren in der Schneidergruppe. Ich habe damals das Marketing übernommen. Wie das so ist, lief das ein bisschen nebenbei vor zwölf Jahren. Wir waren dann auch relativ in einer überschaubaren Größe. Acht Häuser, 150 Leute und entsprechend dann zwei Azubis im Marketing. Und das war dann meine Ausgangsvoraussetzung, da was draus zu machen und den Bereich entsprechend zu entwickeln.

04:28 Das ist über die letzten zwölf Jahre gut gelungen. Ich glaube, wir haben dann eine sehr, sehr gute Arbeit gemacht. Ich bin dann 2014 in die Geschäftsleitung berufen worden. Das war jetzt nicht mein erklärtes Ziel. Aber ich habe mich natürlich sehr gefreut. Ich habe die Herausforderung dann angenommen und überlegt, okay, gehst du den Schritt weiter. Aber eigentlich nicht lange überlegt, sondern schon natürlich die Chance genutzt, da entsprechend mal auf einer anderen Ebene mitgestalten zu können, das Unternehmen. Und letztlich dann 2019 nochmal der nächste Schritt in die Procora. So ist mein Betätigungsfeld in der Schneidergruppe. Tonner Werdegang. Schneidergruppe ist, glaube ich, vielen ein Begriff, aber zählt auch gerne ein bisschen was über eure Gruppe. Wie viele Mitarbeiter, an wie sie Standorte machen, etc. Wir sind jetzt 16 Standorte. Da sind 520 Mitarbeiter beschäftigt. Also auch das ordentlich gewachsen. Wir sind hauptsächlich in Sachsen anzutreffen, quasi im ganzen Marktgebiet von Freiberg, allerdings auch jetzt bis Hof.

05:20 Das heißt jetzt, das ist auch schon eine ganze Weile. Wir sind den Arm nochmal nach Bayern gegangen und sind dort mit Renault, Dacia, Seat und Cupra vertreten. Und das macht so unser Marktgebiet aus. Wie sind wir dabei, Job? 520. 520. Ja, genau. Und wie viele davon an Auszubildende? Das sind roundabout 60 bis 70 Auszubildende. Also wir gucken da schon, dass wir auch in den Nachwuchs entsprechend investieren und natürlich auch den Fachkräftemangel, den wir ja alle irgendwo kennen und haben, schon auszugleichen. Ich glaube, wer da jetzt auch nicht zeitig genug angefangen hat, hat da wahrscheinlich jetzt ein bisschen mehr zu tun. Also gucken schon, dass wir auch gerade in der Mechanik, dort die Azubis gut ausbilden, entsprechend eben auch halten und übernehmen können. Und das gelingt uns auch zu großen Teilen. Als Geschäftsleiterin, was sind speziell deine Aufgaben? Ich habe ja gelesen, bei LinkedIn gab es letztens auch ein Update.

06:07 Genau, also wir sind mal in der Geschäftsleitung so organisiert, dass wir sechs Geschäftsleitungsmitglieder sind, Vertriebsservice, Personal, Finanzen, Teiledienst und entsprechend Marketing. Und der Marketingbereich, glaube ich, müssen wir nicht darüber reden, der hat sich in den letzten Jahren natürlich sehr geändert, sehr im Wandel, in einer sehr, sehr hohen Geschwindigkeit. Und der hat sich bei mir auf der Verantwortungsbereich insofern ausgedehnt, dass noch ein zweiter oder ein dritter Bereich dazu gekommen ist, den wir sozusagen kombinieren wollen. Das Marketing mit dem Kunden Service Center, da sind sehr, sehr viele Synergien möglich, die wurden abgetrennt geführt. Da hat es die Entscheidung getroffen, das zusammenzulegen unter meiner Führung. Den dritten Bereich, das ist noch eine kleinere Abteilung, die gerade im Wachstum ist. Unsere Online Sales, letztendlich auch die intensivere Betreuung der Börsen. Also macht das alles in Summe Sinn, wenn wir das unter die Leadgenerierung, Leadqualifizierung, Leadsteigerung setzen wollen, dort alles in einer Führung und einer Hand zu haben, um den Bereich entsprechend nach vorne zu bringen.

07:04 Das heißt, Marketing ist dein Steckenswert. Also ja, klar, das ist mein Baby, da komme ich her. Aber ich habe halt einen sehr, sehr guten Mitarbeiter, der jetzt schon viele Jahre die Teamleitung gemacht hat. Und da ist jetzt die Entscheidung gefallen, dass wir das nochmal ein Stück sortieren, nochmal ordnen. Wenn er jetzt auch die Marketingleitung in Gänze übernimmt, das bedeutet natürlich die vollständige Frage dann auch für Budgetplanung, für Personalplanung, das operative Geschäft komplett auszusteuern. Dass man jetzt so der Switch, den du auf LinkedIn verfolgt hast, gesehen hast, in Summe eine sehr, sehr gute Entscheidung, mich natürlich auch dann freier zu machen für die Aufgaben der Geschäftsleitung. Weil wir uns da auch noch ein bisschen anders aufstellen, die Häuser nochmal in einer direkten Führung auch zu haben. Nicht irgendwie alle machen alle, sondern dann klar aufzuteilen, okay, wer übernimmt jetzt mal als Ansprechpartner auf welchen Standort. Und ihr seid ja sehr aktiv, was ich immer so verfolge, auch auf LinkedIn im Bereich Sponsorings, Sport, Sponsorings.

07:56 Kannst du dazu was sagen? Das ist im vorletzten Jahr passiert. Wir haben eine sehr, sehr gute Mannschaft in Chemnitz, die Niners, die auch eine sehr, sehr hohe Bekanntheit inzwischen auch einfach haben. Klar, das ist im ganzen Bundesgebiet. Wir spielen ja auch in der ersten Bundesliga, was natürlich jetzt gerade wunderbar zusammenpasst und sind dann in dieses Sponsoring mit eingestiegen und wollten natürlich im Ziel der Automobilpartner auch sein. Für die Niners können natürlich jetzt aus diesem Sponsoring den Mehrwert auch für uns generieren. Bekanntheit, alles was eben dann marketingseitig da rüber mit auch zusammenhängt. Und ja, macht natürlich auch Laune für die Mitarbeiter. Gibt immer mal ein paar Freikapfen, die heiß begehrt sind. Aber das ist natürlich nur ein Aspekt im Gesamtsponsoring. Wie sieht ansonsten euer Marketing-Mix aus? Du sagst, das ist ja gerade digital.

08:42 Stellt ihr euch jetzt gerade auch mal verstärkt auf. Wo geht ihr dann aber nun auf die Reise hin, auch bei euch in der Schneidergruppe? Die Reise wird meiner Meinung nach eindeutig in die KI gehen, mit der wir uns natürlich auch schon seit ein, zwei Jahren intensiver beschäftigen. Die ist ja nicht erst seit zwei Jahren da, aber natürlich dort auch das Team zu befähigen. Ich glaube, das macht den Unterschied aus, nicht nur davon zu hören und zu reden, sondern wirklich anzufangen, auszuprobieren. Und viel, ja, einfach auch zum Probieren, wie ich es gerade gesagt habe. Und das wird uns in den nächsten Jahren intensiver beschäftigen. Ich glaube einfach, dass die Geschwindigkeit sich nochmal erhöhen wird, ganz gewaltig. Und dort einfach das Team am Ball der Zeit zu halten, zu lassen und sich dann entsprechend auf den Zielen der Firma zu rednen. Ich glaube, wie gesagt, die Geschwindigkeit dreht hoch. Dem Anforderungen auch aus den Häusern standzuhalten, da brauchst du natürlich neue Skills, mit denen du dich permanent beschäftigst.

09:30 Und seid ihr aber im Marketing-seitig schon zentral aufgestellt? Also was Euphangas und Häusern betrifft? Oder ist dann jedes Haus eigenverantwortlich? Nein, das ist natürlich zentral. Also das würde in der Größe nicht mehr gehen. Das war in den Anfangszeiten, war das so. Da war es zwar auch schon zentral, aber es musste aufgebaut werden. Da hat natürlich jedes Haus noch irgendwie versucht, so seine Sachen zu machen, wie man es gewöhnt war. Mal da ein Event und dort ein Flyer. Also das kannst du nicht mehr machen in der Größe, wenn du natürlich auch eine Markenausrichtung vorhast, dort Dinge siehst, wie das in Summe mal auszusehen hat. Und wenn du auch eine Firma gestaltest, da brauchst du natürlich klare CI-Vorgaben. Die sind jetzt auch im letzten Jahr nochmal intensiver geworden bei uns. Wir haben einen Style Guide herausgebracht seitens Marketing, an dem sich die Häuser auch halten müssen. Klare Vorgaben, aber natürlich auch eine Orientierung bietet, weil wir auch sagen, okay, ihr könnt natürlich vor Ort auch mal mit einer Agentur zusammenarbeiten.

10:20 Warum nicht? Das muss nicht alles aus Chemnitz kommen und dann in die Belieferungen gehen, sondern da behelft euch gerne vor Ort. Aber hey, habt ihr klare Richtlinien, wie das Ganze auszusehen hat und dann entsprechend, wie wir es auch am Point of Sale wiederfinden wollen. Wir waren ja kürzlich bei Pink Network in München. Da ging es um das Thema starke Marken, also starke Autohausmarken. Was macht deiner Meinung nach die Schneidergruppe als Marke aus oder was sind eure Werte auch oder was ist euer Claim? Wofür steht ihr? Das ist eine sehr schöne Frage. Du hast dann die Herleitung gemacht zu Copra. Das habe ich mir tatsächlich letztes Jahr an der Copra Academy auch schon angeschaut. Da waren wir eingeladen. Fand ich super interessant, wie dort eben diese klare Markenausrichtung auch ist und was man erreichen kann. Wenn man sich diese C setzt, in meinetwegen fünf Jahren möchten wir dort stehen und gehen konsequent diesen Weg.

11:05 So ist es im Handel natürlich ein bisschen schwieriger, wenn du mehr Markenhändler bist, dort ganz klar deine Strategie zu befolgen. Aber natürlich ist es ohne Ansatz, die Schneidergruppe als Marke zu platzieren, zu etablieren, das Employer Branding, also so rauszustellen, dass man auch eine Anziehungs- und eine Strahlkraft hat. So, das merken wir. Das ist halt die Arbeit der letzten Jahre, da auch sehr konsequent daran gearbeitet zu haben. Und du merkst einfach, dass auf dem Bewerbungsprozess, wen ziehst du an, wer beschäftigt sich wie. Du hast den ersten Eindruck immer auf einer Webseite, Social Media, so. Und das wird natürlich auch mal in der Gesamtfirma manchmal so ein bisschen, ja, okay, Social Media. Aber es ist der erste Eindruck, den du von der Firma, auf die du dich bewirkst, kriegst und hast. Okay. Und das hat uns in vielen Bewerbungen auch wieder gespiegelt. Mensch, das ist sowieso so menschlich. Man kann euch, also ohne dass die es genau benennen können, aber man kann euch auch ein Stück fühlen und greifen, wie ihr wahrscheinlich tickt, wie ihr seid.

11:56 Zumindest hat man das erste Gefühl dafür. Und das ist unsere Aufgabe, so besteht natürlich unser Marketing, dort die Marke zu kreieren, zu gestalten. Was sind aktuell auch beim Thema Stärkung der Eigenmarke, Fachkräftemangel, was sind so aktuell eure größten Herausforderungen in 2024? Du bist unzufrieden mit deinen Marketing-Ergebnissen. Jetzt mal aufgepasst. Ihr kennt mich als euren Podcast-Host und Experten für die deutsche Autobranche. Aber wusstet ihr auch, dass mein eigentliches Business die Tim-Klötzing-Marketing-Beratung ist? Im Grunde mache ich den Job schon seit über 20 Jahren. Ich unterstütze Autohäuser und Dienstleister rund um den Autohandel mit meiner Marketing-Erfahrung in der Autobranche.

12:41 Was mache ich da genau? Ich berate meine Kunden von der Positionierung, Strategie, Marketingplanung, Agentursteuerung, Lead-Optimierung, Online-Marketing und so weiter und so fort. Kann man sich auch ein bisschen wie einen externen Marketingleiter, externen CMO vorstellen. Das Beste dabei, mein Wissen und Leidenschaft für Automotive-Marketing kann man buchen. Also, wer Bock hat, sein Marketing zu verbessern und mehr Umsatz zu machen und das mit einem Partner, der die Branche genau kennt und sich genauso reinkniet wie du, schau mal auf meiner Website vorbei. Also schon, natürlich die Personalarbeit, die Krisen in den letzten drei Jahren, die haben natürlich auch gesellschaftlich was gemacht mit den Mitarbeitern.

13:31 Ich denke, das können viele nachvollziehen, das wird nicht nur bei uns so sein. Da auch nur Ruhe reinzubringen, eine Sicherheit auszustrahlen. Es gibt natürlich auch klare Fragen, wie ist mein Arbeitsplatz sicher? Wie geht es dem Unternehmen, dass wir dort sehr, sehr transparent kommunizieren? Also, klar sagen, okay, wir haben vielleicht mal jetzt einen Monat, der nicht so gut läuft, packt alle mit an. Wir brauchen hier jeden Einzelnen, um das Gesamtziel zu erreichen. Aber letztendlich natürlich wirklich diese Sicherheit zu geben und zu sagen, hey, wir brauchen euch und wir kommen da durch und wir werden das gemeinsam packen. Also, auch dort Werte basiert, was du schon auch angesprochen hast. Was sind unsere Werte? Apropos Werte. Auf eurer Website sind ja unter anderem auch eure Unternehmenswerte und die Philosophie niedergeschlagen. Wie lebt ihr diese Werte im Alltag intern und auch im Umgang mit euren Kunden? Werte beschäftigen uns wirklich auch schon sehr, sehr lange.

14:19 Es ist, glaube ich, erstmal sehr, sehr gut, die zu haben. Also, für dich selber eine Identifizierung zu finden. Wofür stehen wir eigentlich? Was ist unsere Message? Was ist das Ziel? Wo wollen wir hin? Wir wollen miteinander leben. Wir wollen miteinander arbeiten. Wie ist der Umgang untereinander? Wie ist der Umgang mit unseren Kunden? Wie ist der Umgang aber auch mit unseren Geschäftspartnern? Ich glaube, wenn du das nicht hast, dass du das für dich einmal durchdefinierst, dann hast du auch für dich keine Orientierung oder keine Leitlinie. Das ist auch nicht gemacht, dass du jetzt irgendwo in jedes Haus ein Plakat hängst oder jetzt untertreiben wir alle auf unseren Werten. Das ist sicherlich ein erster Startschuss, wo man das optisch vor sich hat und erstmal weiß, aha, okay, das sind unsere Werte. Und dann lebt das in dem gesamten Prozess. Also, das geht bei uns im Onboarding los, wenn neue Mitarbeiter kommen, dass die überhaupt erstmal wissen, es gibt Werte, schaut ihr euch mal an, was sind eigentlich ihre Werte.

15:06 Das wird im Gespräch schon abgeklopft und dann findet man ja schon so einen ersten Abgleich, der findet da einfach schon statt. Dass wir das wissen, okay, passt der Bewerber zu uns? Der Bewerber kriegt aber auch ein Gespräch mit, aha, irgendwie, aha, hier geht es in die Richtung, vielleicht passe ich gar nicht dazu oder aber gerade wird besonders gut. Und das ist dieses Leben und natürlich, es geht einem Vorleben los. Also, wenn wir in der Geschäftsleitung das nicht halten oder in der Geschäftsführung, dann ist es, glaube ich, sehr, sehr schwierig, das durch alle Ebenen durchzudeklinieren. Das ist ein dauerhafter Prozess, aber auch für uns eben wichtig zu sagen, hey, wie gehen wir auch mit Ausnahmen um? Wo ist da unser Versprechen an die Mitarbeiter und wie konsequent können wir das halten? Dafür sind Werte meiner Meinung nach super, super wichtig, um Organisationen auch aufzustellen. Ja, ich finde, da war die große Herausforderung, diese Werte nicht nur niederzuschreiben, also als Schlagwort oder als Passwort, sondern dann wirklich auch zu schauen, was passt zu mir, was unsere Identität ja im Prinzip dann auch als Markt war.

16:05 Man muss es ja konsequent durchziehen und durchleben auch. Absolut. Und wir haben ja auch sehr, sehr viele Mitarbeiter, die jeden Tag Entscheidungen treffen. Die können ja nicht immer alle mit uns abstimmen, das ist auch gar nicht unser Ziel, sondern wirklich die Leute auch zu befähigen, im Sinne der Firma Entscheidungen zu treffen. Und da finde ich Werte auch wichtig, dass man sich jeden Tag selber abgleichen kann. Handle ich jetzt gerade im Sinne der Firma oder geht es ein bisschen vorbei? Also da hat es nicht eine strenge Vorgabe, sondern wirklich diese innere Orientierung zu sagen, dort wollen wir hin und ich kriege es auch hin. Das ist eine große Herausforderung gerade in der jetzigen Zeit, aber nochmal zum Thema Marke. Das ist, glaube ich, ein Kern einer starken Marke, die eigene Identität eines Unternehmens zu finden oder auch herauszustellen dann auch. Ja, also wir haben ja auch schon eine klare Vision, wie auch gerade unsere Geschäftsführer Marco Schneider das sieht, der sehr menschlich agiert und für ihn der Herzenswunsch ist, dass wir menschlich bleiben bei aller Digitalisierung.

17:00 Das ist ja, glaube ich, gerade der Switch, in dem wir alle sind, wie digital werden wir, wir brauchen die Digitalisierung, um die Geschwindigkeit zu halten, um natürlich auch dieses Kundenerlebnis einfach in einem schönen, einfachen Prozess darzustellen. Aber dort genau die Emotionen reinzugeben, weil ich glaube, das macht dann genau die Würze aus, wie emotional ist der digitalisierte Prozess und wie ist ja auch hier zurückgekommen auf die Marke, wie ist unsere Unterscheidung im Wettbewerb, warum soll der Kunde am Ende noch zu uns kommen? Also Autos korrigiere ich, aber ich glaube, die sind alle irgendwie gut, die sind in einer gewissen Weise vergleichbar. Wir sind dort im Produkt vom Hersteller ja auch abhängig, aber was macht dann den Unterschied aus, um zu uns zu kommen? Und das sind die Herausforderungen und die Aufgaben, also auch schöne Aufgaben, vor denen wir gerade stehen, das im Autohaus zu gestalten oder in der Firma zu gestalten, um da zu sagen, ja, okay, genau deswegen kommen die Kunden zu uns, weil sie eine gewisse Herzlichkeit erleben, weil sie wahrscheinlich, das ist zu großen Teilen schon so, will ich nicht zu 100 Prozent unterschreiben, aber einen schönen Kundendienst, Kundenservice erleben und weil sie als Menschen gesehen und behandelt werden und da sind wir im Kundendienst.

18:06 Wir haben jetzt gerade eine schöne Service-Schulung für die Mitarbeiter angefangen, mit dem Titel Service ist eine Haltung, fand ich besonders gut, eine sehr, sehr starke Aussage. Und wenn das flächendeckend, nicht nur der Service, auch der Vertrieb, alle die in der Verwaltung, also jeder hat irgendwo jeden Tag mit Kunden, Partnern, wir um uns zu tun und dort diese Haltung an den Tag zu nehmen, dass wir mit Menschen zu tun haben. Du Zeifer bist ja das Kundenservice-Center. Wie arbeitet dieses Center bei euch? Was verbirgt sich da? Ja, das ist ein Team, das besteht aus sechs Mitarbeitern, Mitarbeiterinnen, die haben letztlich den ganzen Tag mit der eingehenden Telefonie zu tun. Also sind immer am Kunden, ganz intensiv dran und aber natürlich auch in der Leadbearbeitung. So alles, was an Börsen, was an Lead-Eingang in irgendeiner Form möglich ist, wird da hingesteuert.

18:52 Wir haben jetzt auch seit zwei Jahren ein System AutoCM eingeführt, was für uns echt wichtig war in der Messbarkeit. Also was kommt denn überhaupt rein, wie qualifiziert sind wir da unterwegs und dann letztlich die Verteilung in die Häuser. Das endet jetzt aktuell bei der Verteilung. Also mein klares Ziel ist dort, eine Qualifizierung hinzukriegen und natürlich auch eine gesteigerte Lead-Conversion-Rate. Große Aufgabe. Ja. Stichwort Pink Network. Wie wichtig ist dir der Zwergen im beruflichen Umfeld? Also ich finde es sehr, sehr wichtig, da auch wirklich Kontakte zu haben, den Austausch zu haben zu anderen in der Branche, zu den Themen, die alle irgendwo bewegen. Auch da mal festzustellen, okay, sind es nur wir, die gerade diese Herausforderungen haben? Ach nein, okay, es geht irgendwie allen gleich. Oder eben doch mal unterschiedlich, wo müssen wir vielleicht auch nochmal nachschärfen. Insofern Netzwerk auf jeden Fall wichtig, natürlich auch innerhalb der Stadt, dort in einem guten Netzwerk aufgestellt zu sein.

19:42 Ehrlicherweise ist mir das vor den Kindern ein bisschen besser geworden. Jetzt sind die ja schon im Wachstum oder sind ein bisschen größer, jetzt geht das wieder mal mehr, sich da auch wieder mehr einzubringen. Deswegen aber auch nochmal der Bogen jetzt zum Anfang, das Pink Network, finde ich eine hervorragende Idee. Deswegen auch gleich leidenschaftliche Teilnahme meint. Einfach wirklich Frauen auszutauschen. Das ist ja auch mein Daily Business, dass wir natürlich sehr, sehr viel in der Männerwelt sind, was ich jetzt überhaupt nicht werten will oder auch überhaupt nicht schlimm finde. Manchmal ist das ja auch angenehm. Ja. Aber natürlich ist es schon manchmal sehr unterbesetzt. So, da wünsche ich mir hier und da doch mal irgendwie eine Frau im Austausch, weil Frauen teilweise doch anders sehen, sicherlich auch manchmal anders entscheiden und andere Antennen mit reinbringen. Dieses ganzheitlich zu betrachten und das macht mir ja große Freude, in dem Netzwerk unterwegs zu sein und entsprechend mal in der Mehrheit zu sein.

20:35 Sehr schön. Als Führungskraft, was sind für dich wichtige Aspekte deiner Führungsarbeit? Jetzt habe ich ja in dem Bereich zwölf Jahre Learning hinter mir. Ich bin durch verschiedene Lernkurven gegangen und was mir schon immer eigen ist, das Sehen des Mitarbeiters, das Rausfinden des Talentes, was kann wer, wer hat wo seine Stärken. Das mache ich an sich schon immer so. Ich glaube, dass vielen Führungskräften erst irgendwo unterwegs aufgefallen, dass man die Mitarbeiter am besten auf einer Stärken einteilt und nicht einfach irgendwas machen lässt, damit das letztendlich alles ins Ziel geht, sondern das wirklich rauszufinden und zu jonglieren. Wäre da natürlich jetzt nicht, das kann sich jetzt nicht jeder rausholen, was er gerade besonders gerne macht und eben das liegen lässt, was eigentlich so liegt. Natürlich muss eben so alles irgendwo angefasst werden und wirklich dieses Sehen des Mitarbeiters, des Menschen in Qualifikationen und dann da entsprechend weiterzuentwickeln, ausprobieren lassen.

21:24 Also, auch wenn das mal die eigene Meinung vielleicht nicht widerspiegelt. Klar muss es eine insgesamte Strategie geben, wo man hin will und dass man auch ein gemeinsames Ziel hat, aber es muss nicht immer mein Weg, der komplett richtige und eigene sein, um da hinzukommen. Also, man hat ja viele schöne Überraschungen, die man da unterwegs erlebt, wenn man die neuen Mitarbeiter machen lässt und auch an ihren eigenen Ideen sich einsahen lässt und dann entsprechend auch mal sagt, okay, ich gehe mal dritt zur Seite und lasse vorbei. Ja, das finde ich eine große Führungsstärke, dass man lernt, tatsächlich. Das ist ja auch mit einem eigenen, vielleicht auch hier und da mal kleinen Schmerz verbunden, die Dinge auch loszulassen, anders machen zu lassen und dann aber zu sehen, wie schön, was raus werden kann. Und gar nicht immer für alles die komplette Verantwortung tragen zu müssen, sondern die eben auch verteilen zu können. Man lernt ja auch immer nie aus, was für Kraft ist und weitergehen.

22:11 Lass uns mal in zehn Jahren darüber unterhalten, als würde ich wieder neue Ansätze. Genau. Abschließend nochmal die Frage, 2024 ist ja schon alle ein herausforderndes Jahr, aber wie bewertest du das? Unsere Herausforderungen im Handel, die sehe ich schon natürlich resultiert aus den letzten zwei, drei Jahren, die uns ja schon massiv gefordert haben. Was jetzt an Produktionsstopp, will ich nicht sagen, aber natürlich in einer gewissen Unterversorgung stattgefunden hat, dreht sich jetzt ja gerade wieder in den Überbestand. Also wir haben ja ein paar intensive Monate, wo einfach die Lieferfähigkeit schwierig war. Jetzt kommt gerade wieder in eine andere Situation. Das war natürlich wieder ein neues Pricing. Wir sind immer natürlich auf das Wohlbeulen der OEMs angewiesen. Was gibt es gerade an Bonusprogrammen? Wir haben jetzt auch einige Händler-Vertragskündigungen hinterher gehabt, die uns natürlich auch massiv gefordert haben.

23:00 Welche Preispolitik können wir unseren Kunden anbieten, dort wieder in ein machbares Gefüge zu kommen? Die Branche war schon sehr gebeutelt, was natürlich auch hohe Preise betrifft. Die Autos wurden teurer, die Kunden waren sehr zurückhaltend in ihren Kaufentscheidungen. Die gesellschaftliche Entwicklung, die gesellschaftlichen Krisen, die Inflation dazu. Das sind natürlich die Herausforderungen, die wir alle haben. Ich glaube auch nicht nur in der Branche, sondern generell. Dann immer die Personalsituation. Auch wir haben gewissen Fachkräftemangel. Das ist noch okay, weil wir, wie gesagt, auch schon gut vorbesorgt haben. Aber natürlich durch die Qualifizierung auch der Mitarbeiter zu halten. Und gerade auch wieder hier in Kombination mit Digitalisierung. Da merkst du schon natürlich den älteren Mitarbeitern, fällt es hier und da schwer, auf die Systeme umzuspringen. Wenn es das digitale Autohaus einführt, da ist es schon schwierig.

23:48 Dass es manchen Mitarbeitern einfach leichter fällt, ihre Abläufe jetzt neu zu organisieren. Anderen fällt es ein bisschen schwer, also diesen Switch hinzukriegen und zu sagen, okay, wir können alle einbinden und anbinden an diesem Prozess, die neuen Technologien natürlich zu nutzen. Und uns da auch wirklich in Geschwindigkeit und Kundenanforderungen neu aufzustellen. Wir haben Salesforce eingeführt. Oh, hat uns jetzt über ein anderer Teil. Ja, also das Projektteam ohne Nerven gekünstelt. Aber natürlich auch dort ein mega Wachstum hingelegt, wie man dieses Projekt überhaupt anpasst, wie man es stimmt, wie man es implementiert. Wir haben unfassbar viel schlechte Daten gehabt. Das war uns, wenn wir in einer grauen Suppe schon bekannt. Und du als Mehrmarkenhändler hast ja nicht dieses eine CRM-System, wo eben alle Daten reinlaufen. Das haben wir jetzt mit ganz vielen Schnittstellen, die da im Hintergrund passiert sind, wo wir jetzt sagen können, okay, jetzt kommen wir in eine machbare, überhaupt erst mal Kundebeziehung, um alle Daten an einem Ort zu haben.

24:44 Ja, das ist eine Riesenchance, vor der wir gerade stehen, ob ich mich unfassbar darauf freue, jetzt mit unseren Kunden wirklich in einen anderen Beziehungslevel einzutreten. Und das wird eine ganz, ganz neue Reise in unserem Kundenbeziehungsmanagement sein. Ja, liebe Katrin, vielen Dank. Vielen Dank, Juliane. Ja, ich danke dir für deine Zeit. Hat Spaß gemacht. Bis zum nächsten Mal. Alles Gute für euch. Na, sagen wir mal. Tschüss.