Einleitung
In der neuesten Folge von „Benzingespräche“ spricht Tim Klötzing mit Martina Staud, der Leiterin für Marketing und Kommunikation der Stiegelmeier-Gruppe. Martina teilt ihre außergewöhnliche Reise vom Servicebereich in die Welt des Marketings und gibt Einblicke in die Herausforderungen und Strategien, die sie und ihr Team verfolgen.
Martina Stauds Weg ins Marketing
Martina Staud begann ihre Karriere nicht im Marketing, sondern im Servicebereich eines Autohauses. Ihre Leidenschaft für Marketing entfachte, als sie die Möglichkeit erhielt, sich in diesem Bereich weiterzuentwickeln. Mit Unterstützung ihres damaligen Senior-Chefs nutzte sie die Chance, das Marketing der Stiegelmeier-Gruppe neu zu strukturieren.
Herausforderungen und Erfolge
Martina spricht über die Herausforderungen, denen sie im Marketing begegnet, insbesondere in Bezug auf die digitale Transformation und die Anpassung an neue Kommunikationskanäle. Sie betont die Bedeutung von Social Media und die Rolle von Corporate Influencing, um die Markenpräsenz zu stärken.
Zukunftsstrategien und Fokus für 2024
Für das kommende Jahr plant Martina, den Fokus verstärkt auf Videoinhalte zu legen und die Einbindung von Mitarbeitern in das Marketing zu intensivieren. Sie sieht darin eine Möglichkeit, authentische und ansprechende Inhalte zu schaffen, die die Kundenbindung stärken.
Fazit
Martina Staud ist ein inspirierendes Beispiel dafür, wie Leidenschaft und Engagement zu einer erfolgreichen Karriere im Marketing führen können. Ihre Geschichte zeigt, dass unkonventionelle Wege oft zu den größten Erfolgen führen.
Show Notes & Key Takeaways
Themen:
- Martina Stauds Karriereweg
- Marketingstrategien der Stiegelmeier-Gruppe
- Herausforderungen im Automobilmarketing
- Corporate Influencing
- Zukunftsstrategien für 2024
Key Takeaways:
- Martina Staud begann ihre Karriere im Servicebereich.
- Sie nutzte Chancen zur Weiterbildung im Marketing.
- Social Media ist ein zentraler Bestandteil ihrer Strategie.
- Corporate Influencing stärkt die Markenpräsenz.
- Für 2024 liegt der Fokus auf Videoinhalten.
- Mitarbeiterintegration ist entscheidend für authentisches Marketing.
- Martinas unkonventioneller Weg zeigt den Wert von Leidenschaft im Beruf.
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Benzingespräche – der Branche- und Personality-Talk der deutschen Automobilwirtschaft. Der Podcast für und mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind, erzählt zu werden. Es geht um neue und verschiedene Blickwinkel auf die Autobranche und persönliche Meinungen zukünftiger Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, Content-Creator und freier Automarketing-Berater. Bevor es nun losgeht, ein kurzer Hinweis auf einen starken Partner, der diesen Podcast möglich macht. CarWow! CarWow ist die führende Neuwagen-Plattform für Autokäufer, Händler und Automobilhersteller. Wussten Sie schon? Mit über 3 Millionen Besuchen pro Monat ist CarWow eine der einflussreichsten Automotive-Media-Brands und bietet Herstellern und Händlern Zugang zu Deutschlands größter Neuwagen-Audience. Mehr Infos auf carwow.de Herzlich Willkommen zurück bei den Benzingesprächen und heute wieder mit einer weiteren Folge des Pink Network Podcast mit der lieben Juliane Schleicher. Guten Morgen, Juliane. Guten Morgen, Tim. So, da sind wir heute nochmal. Und heute hast du eine gute, alte Bekannte mitgebracht. Alt im Sinne von wir kennen sie beide sehr gut. Und zwar die liebe Martina Staud von der Stiegelmeier-Gruppe. Ich freue mich sehr, wo du mir geschrieben hast, die Martina ist dabei. Erzähl mal, du hast jetzt auf bayerischen Podcast abgeliefert, den wir Norddeutscher nicht verstehen. Ja, es ist auf jeden Fall eine Bayern Edition, würde ich sagen, aber ich glaube, wir haben es ganz gut hingekriegt, alle beide, dass man es gut versteht. Martina habe ich persönlich getroffen, was mich ja immer sehr freut, wenn ich in die Autohäuser direkt rein darf und ein bisschen gucken kann. Sie hat mir das Autohaus gezeigt und wir haben ein bisschen gequatscht zusammen. Es war wieder wunderbar. Okay, welchen Schwerpunkt habt ihr? Weil sie hat ja auf der Visitenkarte Leiterin Marketing und Kommunikation und zertifizierte Online-Marketingmanagerin, also sie ist ein Marketeer. War das auch der Schwerpunkt oder worum ging es? Definitiv. Also im Pink Network Podcast geht es natürlich auch so ein bisschen um die Personality. Also mich hat natürlich interessiert, was für eine Vita hat Martina und es hat mich überrascht, dass sie gar nicht aus dem Marketing ursprünglich kommt, sondern den Weg erst später eingeschlagen hat. Aber sie ist definitiv ein automobiler Marketeer und sie liebt Marketing. Das hört man auch im Podcast und gerade beim Thema Corporate Influencing kann man sich an ihr ein gutes Beispiel nehmen, weil sie ist nämlich in meinen Augen ein Corporate Influencer für die Stiegelmeier Gruppe. Und darüber haben wir auch ein bisschen gesprochen und wie gesagt, war wieder schön und hat Spaß gemacht. Und ich würde sagen, Tim, was machen wir? Wir hören rein, aber ich habe gerade noch viel zu sagen. Aber nein, wir hören rein. Los geht’s. Auf geht’s, viel Spaß damit. Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe des Pink Network Podcast. Ich sitze heute im wunderschönen Pfaffenhofen an der Ilm in Oberbayern, weil meine bayerische Freundin Martina staut, Autor Stiegelmeier. Hallo Martina. Hallo Jürgen. Schön, dass ich hier sein darf. Ich finde es ja immer ein bisschen schöner, wenn man vor Ort dann auch mal in die Autohäuser schauen kann und nicht immer nur digital, dann ist es immer ein bisschen schöner für mich. Und freue ich mich, dass ich heute bei dir sein kann und wir ein bisschen plaudern über dich, deine Arbeit im Autohaus, was dich so bewegt, was dich so herausfordert. Deine Themen freue ich mich. Stell dich doch gerne erstmal vor und auf dein Autohaus auch. Das mache ich sehr gerne und ich freue mich ganz riesig, dass du heute da bist, Juliane, dass wir uns einmal wieder persönlich sehen. Schreiben wir uns öfters mal, aber so gegenüber sitzen und mal Zeit haben zum quatschen, das ist tatsächlich immer mangelbar. Ja, das stimmt. Deswegen gerne immer persönlich. Also ich stelle mich noch einmal ganz kurz für die Hörer vor. Mein Name ist Martina Staud. Ich bin eine Leiterin für Marketing und Kommunikation in der Stiegelmeier-Gruppe. Ich mache das Ganze jetzt seit zwölf Jahren im Unternehmen. Vielleicht ganz kurz zu mir, zu meiner Person. Ich bin 52 Jahre alt, habe zwei wundervolle Kinder im Alter von 21 und 25, habe einen wunderbaren Mann an meiner Seite, der mich unterstützt. Ich sage mal, der Job, den ich mache, der ist schon herausfordernd, der macht mir aber auch wahnsinnig Spaß, sonst würde ich ihn jetzt nicht schon seit zwölf Jahren machen. Ich war vorher auch in einem anderen Unternehmen, in einem Autohaus, in einem kleineren Seatbetrieb, so muss ich sagen, war da zuständig für Schadensabwicklung. Ich komme eigentlich aus dem Service, war Serviceassistentin in dem Haus und habe dann eigentlich vorgehabt, den Sprung zur Serviceberaterin zu machen. Dann ist mir dieser Job angeboten worden und dann habe ich tatsächlich so ein bisschen hin und her überlegt und habe gesagt, Marketing hat mich immer schon interessiert, ich mache den Sprung. Dann bin ich vor zwölf Jahren in die Stiegelmeier-Gruppe gegangen. Damals hat es geheißen, das Marketing muss neu strukturiert werden und zentralisiert werden. Die Herausforderung habe ich angenommen, mache jetzt dafür die fünf Betriebe an drei Standorten. Also wir sind in Pfaffenhofen, Schubenhausen, Hülpolstein, den kompletten Bereich Marketing. Das Unternehmen selber sind 280 Mitarbeiter, davon sind 50 Azubis hier im Unternehmen beschäftigt. Wir haben die Marken Audi, VW, VW-Nutzfahrzeug im Handelsbereich und Seat, Skoda und Cobra im Servicebereich. Das heißt, du kommst ja gar nicht aus der Marketing-Ecke. Das überrascht mich jetzt persönlich. Wie kommt man aus dem Service ins Marketing? Hat es dich eigentlich schon immer interessiert oder immer schon dein Herz dafür geschlagen? Wie kam das? Ja, das fragen sich tatsächlich sehr viele. Es ist heutzutage echt ein sehr ungewöhnlicher Werdegang. Ich weiß, die jungen Leute sind ja jetzt alle irgendwo studiert in dem Bereich und haben eine Ausbildung. Nein, das hatte ich tatsächlich nicht. Mein damaliger Senior-Chef, der hatte die Auswahl. Der hatte einen Mann schon im Portfolio, der die Marketinglehre gehabt hat und mich aus dem Service. Unser Senior-Chef hat damals gesagt, er hätte gerne jemanden, der weiß, wie der Laden läuft und alles andere kann man lernen. Und dafür bin ich ihm heute noch total dankbar, weil in dem Unternehmen, wo ich vorher war, habe ich immer schon geschaut, wie kann man gut nach außen den Außenauftritt optimieren. Plakate gemacht habe, Aktionen gemacht. Das hat mich schon immer gebitzelt und das war schon immer so ein bisschen meine Leidenschaft. Dass mir damals unser Senior-Chef mehr oder weniger die Chance gegeben hat, war eine tolle Sache und ich liebe Marketing. Ja, das kann ich bezeugen. Wenn du ja gar nicht so daherkommst, wie bildest du dich dann weiter oder hast du dir das dann alles selber angeeignet oder hast du nochmal eine zusätzliche Ausbildung oder eine Weiterbildung gemacht? Also ich habe, wo ich eingestiegen bin, damals tatsächlich die Möglichkeiten gehabt, über Audi die Qualifizierung machen zu können, diese Marketingqualifizierung. Über VW hat es diverse Schulungen gegeben. Ich habe Grafikschulungen gemacht. Also ich habe ein bisschen Photoshop gemacht. Aber das war es dann auch schon. Da habe ich halt dann einiges gemacht. Ich habe dann vor einigen Jahren nochmal den Online-Marketing-Manager draufgesetzt. In München habe ich den gemacht. Ich sage mal, Marketing lernt man sowieso nicht aus. Man muss im Marketing immer am Ball bleiben. Also ich lese viel, informiere mich viel. Ich höre viele Podcasts. Tatsächlich, da nimmt man immer wieder was mit. Ja, man muss immer Augen und Ohren offen haben. Ja, und Learning by Doing, glaube ich, auch gerne ausprobieren. Absolut. Wie sieht denn Marketing bei der Stiegl-Meier-Gruppe aus? Was sind deine Aufgaben und wie seid ihr im Marketing aufgestellt? Also meine Aufgaben, wenn du mich so direkt fragst, da weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Pippa, was am liebsten machst du vielleicht? Social Media. Das mache ich tatsächlich am liebsten. Das ist schon so ein bisschen mein Steckenpferd. Bei uns im Marketing landet alles, was in der Außendarstellung für das Unternehmen zeigbar ist. Also alles, was mit einem Logo ist. Ich fange vielleicht anders an. Ich habe eine wunderbare Kollegin bei mir im Team, eine Halbtagsdame, die Anna. Sie macht hauptsächlich das komplette Grafische und die ganzen Internetseiten, die wir pflegen müssen. Ich mache tatsächlich viel Organisatorisches, den kompletten Social-Media-Bereich. Wir haben keine Agenturen daheim. Wenn einer von den Abteilungsleuten auf uns zukommt und sagt, die Aktion haben wir, dann setzen wir uns zusammen. Dann bereiten wir vor, wie wir das umsetzen wollen und dann teilen wir die Aufgaben auf und dann legen wir los. So ist jetzt mal der Stand der Dinge. Wenn wir mal eine größere Aktion haben, dann wollen wir uns natürlich auch mal eine externe Agentur, wenn wir mal einen Messestand brauchen oder sowas. Das wickeln wir selber nicht mehr ab. Aber ansonsten versuchen wir zu 90 Prozent alles selbst darzustellen, also online und offline. Das ist sehr sportlich mit eineinhalb Positionen. Ja, es ist definitiv sportlich. Ich muss aber immer noch dazu sagen, wir haben auch in den Betrieben noch Kollegen und Kolleginnen sitzen, die auch im Teilbereich, also gerade so Mailings, Hersteller-Mailings und so weiter, das wickeln die tatsächlich in den Häusern ab. Die haben da die Kundendaten und kennen die Kunden besser als wir im Marketing und da kann das ordentlich abgewickelt werden. Was sind denn für dich im Bereich Marketing aktuell die größten Herausforderungen? Pkw, ANV, KV. Eine tolle Herausforderung in den letzten Wochen und Monaten. Aber mittlerweile sind wir ja jetzt auf einem guten Weg, dass wir das Ganze wieder strukturieren und umsetzen und ein bisschen wissen, wo die Reise hingeht. Ja, das war jetzt schon tatsächlich sehr, sehr spannend. Und ansonsten haben wir viele Themen, die uns beschäftigen. Wo geht der Weg hin? Wie erreiche ich meine Kunden? Nicht nur vom Gießkannenprinzip, sondern wirklich direkt den Kunden ansprechen mit den Bedürfnissen, die er hat, dass wir die abdecken können. Mitarbeiter finden, das ist auch ein Thema. Das Personalrecruiting, Marketing technisch begleiten, das landet natürlich auch bei mir. Das sind schon viele spannende Themen. Und wo sagst du liegt bei dir im Marketing 2024 so der Fokus? Also es sind viele kleinere Baustellen, die wir aktuell haben. Der Fokus ist tatsächlich bei mir, mehr Videos zu machen. Also das haben wir heuer auf meine Agenda geschrieben. Nicht nur ein Bild, sondern tatsächlich auch mal vor die Kamera stehen und ein bisschen was machen. Dann bin ich noch ein bisschen scheu. Ich übe mich darin. Ja, das ist aber schon fleißig. Und noch mehr die Mitarbeiter mit einbinden, das machen wir ja schon seit Jahren, dass wir das komplette Marketing mit den eigenen Mitarbeitern machen. Also meine Kolleginnen und Kollegen stehen fleißig vor der Kamera und das funktioniert sehr gut. Wir können ein authentisches Bild nach außen abliefern. Und da stürze ich mich 2024 noch mehr drauf und versuche, wie gesagt, videomäßig das noch mehr und besser darstellen zu können. Und wie seid ihr so schnell? Auf welchen Kanälen seid ihr aktiv? Wir sind auf Facebook. Das war der erste Kanal. Vor zwölf Jahren hat es den Kanal schon gegeben bei uns. Den haben wir ausgebaut. Dann Instagram natürlich. Instagram ganz wichtig. LinkedIn. YouTube. Aber YouTube noch nicht so, wie ich ihn gern befüllen würde. Wie gesagt, da arbeite ich dran. Ja, TikTok haben wir bislang noch nicht. Das habe ich tatsächlich hinten angestellt. Das kriegen wir personell nicht hin. Ich selber bin da auch nicht mehr die Richtige für TikTok. Da brauchen wir tatsächlich jemand Jüngeren im Haus. Ich verstehe es auch nicht. Ich befasse mich tatsächlich viel mit dem Kanal. Ich habe selber einen TikTok-Account und schaue viel an, was andere Betriebe so machen. Aber ich habe für mich und für das Unternehmen noch nicht die richtige Strategie nach außen gefunden. Und darum stelle ich das tatsächlich zurück. Und lieber befülle die Plattformen, die ich habe, ordentlich und dauerhaft mit gutem Content. Und mache dann lieber eine Plattform weniger. Ja, das ist ja nicht konsequent und vernünftig. Und du bist ja auch eine Art Corporate-Influencer. Du bist ja selber auch sehr aktiv, gerade auf LinkedIn, was ich immer so mitbekomme. Und das finde ich auch immer ganz spannend, dass du ja nicht als Rolle einer Geschäftsführerin oder Inhaberin sozusagen vor der Kamera stehst, sondern ja als Marketingleiterin und da schon sehr aktiv bist. Das stimmt. Das finde ich immer ganz spannend so. Wie kommt das an? Wie wird das wahrgenommen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern? Ja, schon sehr gut. Also ich werde wirklich oft absprochen, dass ich so aktiv bin. Ich habe durch das jetzt auch einige Kolleginnen und Kollegen schon ein bisschen mitreißen können. Also es hat jetzt doch der eine oder andere jetzt schon mal einen LinkedIn-Account. Sehr gut, weitermachen. Ich hoffe, ich schaffe es irgendwann noch, dass sie selber ein bisschen aktiver sind in dem Bereich, was ich als eine total wichtige Plattform finde. Also gerade zum Netzwerken finde ich es wow. Also was seit der Zeit, seitdem ich auf LinkedIn bin, schon entstanden ist. Also es ist echt krass, ob es jetzt auf der Bühne mal war bei der Cars and Bites oder ja schon ein paar Podcasts. Also das ist jetzt der dritte. So ein bisschen kriege ich jetzt schon langsam die Erfahrung. Ja, das ist ein alter Podcast-Hase. Ja, klar. Die Wahrnehmung, glaube ich, ist schon dann eine andere. Ich finde es schön, dass dann auch die Mitarbeiter das so mitkriegen und dann auch dich vielleicht zum Vorbild nehmen und sagen, komm, dann mache ich auch jetzt mal was. Man kann nicht nur von den Kollegen und Kolleginnen fordern, man muss sich ein bisschen selber zeigen. Am Anfang waren das schon die ersten Posts, die ich gemacht habe, habe ich fünfmal durchgelesen und überlegt, kann ich das machen? Kann ich das Bildmaterial verwenden? Keine Ahnung, wir Frauen sind ja da eh. Ja, skeptisch. Mittlerweile haut man dann einfach mal raus und sagt sich, ach komm. Ja, also mittlerweile ist es tatsächlich so, dass ich einen Gedankenblitz habe oder irgendwie ein Erlebnis im Unternehmen. Das regt mich dann zu überlegen und dann denke ich mir, Mensch, eigentlich geht es uns doch alle gleich und dann mache ich halt mal wieder einen Post zu dem Thema und hinterfrage das Ganze und das kommt echt total gut an. Da kriege ich wirklich super gutes Feedback. Wenn es nicht so ist, dann bitte auch gerne rückspiegeln. Nein, ich kann das nicht wiedergeben und das ist auch nur wieder ein Aufruf auch von uns beiden, glaube ich, zu sagen, traut euch, versucht es. Wenn es ums Netzwerken geht und so ein bisschen um die eigene Sichtbarkeit und auch die Reichweite des Unternehmens, dann auf der anderen Seite wieder, lohnt sich auf jeden Fall Social Media oder respektive LinkedIn, auf jeden Fall. Es gibt viele Personen, die ich jetzt über LinkedIn kennengelernt habe, die sagen, vorher haben wir das Unternehmensstigma ja nicht gekannt und jetzt haben wir da ein Bild und wir wissen auch so ein bisschen, wer dahinter steckt und es macht sowas für die Bekanntheit auch des Unternehmens. Daher Corporate Influencer bist du. Ein anderer Lieblingsbereich von dir im Marketing ist das Thema Events. Seid ihr auch ganz fleißig und macht ganz viel, sowohl für Mitarbeiter als auch für eure Kunden. Wie wichtig ist dir das Thema und was macht ihr so für Events? Nenne doch gerne mal ein paar Beispiele. Kundenbindung, Mitarbeiterbindung, das geht gar nicht ohne Events. Das muss unbedingt sein. Wir haben mit Corona lang aussitzen müssen und die Anlaufphase war tatsächlich wieder etwas schwierig, aber wir haben viele gute Kooperationspartner, langjährige Vereine, mit denen wir schon ewig zusammenarbeiten. Da versuchen wir tatsächlich immer mal wieder, was Schönes auf die Beine zu stellen. Wir haben zum Beispiel letztes Jahr Modenschau in Pfaffenhofen gehabt, die nicht wir veranstaltet haben, sondern die Stadt hat das veranstaltet. Da waren sämtliche Händler vom Hauptplatz quasi beteiligt und das war ein Riesending. Da hatten wir das große Glück, dass wir als Kooperationspartner mit einsteigen durften. Wir haben dann dort unsere Fahrzeuge ausgestellt und haben einen ID-Bus mit einer tollen Beklebung gemacht, haben da die Models zur Bühne gefahren, zwischen der Menschenmenge durch, mit fetziger Musik. Das ist so gut angekommen. Wir haben ein bisschen Werbemittel verteilt, Thema Nachhaltigkeit, Glasstrohhalme, die gebrandet waren. Zum Beispiel fällt mir jetzt gerade so spontan ein, das ist auch richtig gut angekommen. Wir sind dann vor Ort mit den Leuten ins Gespräch gegangen und das war ein wirklich wunderschönes Event, das uns auch jetzt nicht Unsummen gekostet hat. Mitarbeiter, das liegt mir persönlich total am Herzen. Wir haben ein Sommerfest, wir haben eine Weihnachtsfeier, wir haben zwischendurch mal so kleinere Feiern, aber ich versuche immer einmal im Jahr, ein cooles Event auf die Füße zu stellen und wir machen eigentlich immer so Motto-Partys. Lieblich, Motto-Partys. Im Dezember haben wir eine Ugly-Sweater-Party gehabt, das war der Burner schlechthin. Was ist das Gute an Motoparty? Da macht sich jeder Gedanken und ist irgendwie mit Freude dabei und nimmt sich ein cooles Outfit aus, kommt auch vielleicht eine ganz andere Stimmung rüber. Die waren alle, die haben sämtliche Läden leergekauft. So war der Gesprächsstoff überhaupt, die Unternehmen mussten sich’s durchholen. Genau. Und wir haben dann an dem Abend ja auch die besten Sweatshirts natürlich nominiert, die haben dann alle noch mal Pizza essen gehen dürfen, also das war noch mal ein Riesenhype. War sehr cool. War richtig, richtig toll. Und das Event haben wir im Haus gemacht, also das ist auch wieder der Kostenfaktor. Muss natürlich alles ein bisschen im Rahmen bleiben, aber wir haben eine nette Deko gehabt, wir haben einen DJ gehabt, Getränke, ein bisschen Catering. Also eigentlich, wenn ich auch extern gehe, brauche ich auch Geld. Somit haben wir es intern im Haus gehabt. Es hat jeder von uns einen Auslieferungskeller oder die Räumlichkeiten haben wir ja alle dazu. Ja, definitiv. Und wir machen da auch immer viel selber, also Deko und so, das machen meine Kollegen und ich, da helfen wir dann alle zusammen, Hausmeister und Co. Und haben dann halt vorher schon mal einen Spaß und das ist richtig gut angekommen. Kann ich eben nur empfehlen. Ja, unbedingt. Und das ist ja auch eine Wertschätzung für die Mitarbeiter, wenn man wirklich ein besonderes Event macht, was auch so in den Köpfen bleibt. Und du tust das ja dann auch am Ende wieder in den sozialen Medien, dann auch wieder so ein bisschen veröffentlichen, dann redet man darüber und andere können sich Beispiel vielleicht auch dran nehmen. Das finde ich ja dann auch mal ganz gut. Du hast mir letztens von einer ganz schönen Geschichte erzählt, einer Autorin, die ja auch aus einer Netzwerkveranstaltung, aus einem Event heraus entstanden ist. Warum ging es da? Eine schöne Geschichte? Ja, das ist tatsächlich eine sehr schöne Geschichte. Ich war privat auf einer Lesenacht bei uns in Pfaffenhofen. Da war meine Lieblingsautorin, die Amelie Fried, vor Ort und hat ihr Buch vorgelesen oder einen Teil des Buches vorgelesen. Und ich habe dann im Nachgang mit ihr ein kurzes Gespräch geführt, habe ihr noch ein Buch signieren lassen und bin dann heimgegangen und war dann glücklich, dass ich sie getroffen habe. Und dann dauert es ein paar Tage und dann bekomme ich auf LinkedIn eine Anfrage von ihr. Es ging darum, dass sie für ihr neues Buch Recherchearbeiten tätigt und sie hat mich gebeten, da sie gelesen hat, dass ich in einem Autohaus arbeite, ob ich ihr nicht helfen könnte. Da habe ich gesagt, ja selbstverständlich, ganz klar. Und dann habe ich sie eingeladen, sie und ihr Mann waren bei uns im Autohaus und dann haben sie sich mit meiner Geschäftsführung ausgetauscht, weil die können natürlich da wesentlich mehr sagen als ich. Es geht um eine Autohausfamilie. Witzig. Ja. Dass man auch erstmal drauf kommt. Ja, Klimaklima und vieles drumherum. Also echt ein tolles Buch, das jetzt auch Mitte März erschienen ist. Das auch vorab zum Lesen gekriegt von ihr und war für mich eine totale Ehre. Und wie gesagt, jetzt ist es erschienen, kann ich allen nur empfehlen, der längste Sommer ihres Lebens. Okay. Von Annelie Fried unbedingt. Da die Geschichte eigentlich so schön ist, haben wir auch gesagt, eigentlich könnte man da ein Event daraus schicken. Und jetzt haben wir im November eine Lesenacht bei uns im Autohaus. Die Autorin kommt zu uns und wir machen heute ein bisschen ein Happening drumherum mit Getränke und so weiter und so fort und Buchverkauf und Signieren und wir freuen uns schon wahnsinnig drauf. Also wir können auch unsere Kunden mal wieder was Gutes tun. Wir laden natürlich die Kunden ein, wir werden aber ein offenes oder ein freies Ticketverkauf machen. Ah ja, okay. Das ist jetzt auch noch geplant. Ja, aber es ist auch wieder ein gutes Beispiel, wie du vorhin schon gesagt hast, ihr habt ja die Räumlichkeiten hier. Ihr habt alles, was man braucht für die Organisation einer Veranstaltung. Die Buchlesung hat ja zwar im ersten Moment überhaupt nichts mit Autoverkauf zu tun, aber du bringst ja trotzdem Interessenten oder Kunden in dein Autohaus dann rein. Auch in einem anderen Kontext. Von daher finde ich diese Lesenacht eigentlich ein tolles Beispiel, was man alles für Eventmöglichkeiten hat, was jetzt nicht immer unbedingt sofort mit dem Autoverkauf zu tun hat. Nee, muss absolut nicht. Und es wird an diesem Abend unser Team vollständig da sein und da gehst du in den Austausch mit den Gästen, die dann im Haus sind und das ist ja genau das, was wir wollen. Also das passt perfekt. Und es ist, glaube ich, auch kein großer finanzieller Aufwand, weil ja oft die Diskussion ist, was kosten Events, kann ich mir das leisten? Aber ihr verkauft ja gegebenenfalls auch die Tickets, das kann man ja auch machen. Es ist überschaubar, sage ich jetzt mal. Wir schauen auch, dass wir, wie gesagt, auch wieder über Kooperationen, Bestuhlung und so Geschichten. Also man muss halt schauen, wir können uns da unterstützen und dann funktioniert das ganz gut. Deswegen ist Netzwerken ganz, ganz wichtig. Ich habe einen dann daraus so tolle, coole Sachen entstehen und du sogar da mitgeholfen hast bei dem Buch. Ja, wir beide kennen uns ja auch über Pink Network, das Frauennetzwerk aus der Autobranche. Was nimmst du immer so mit? Du bist ja oft dabei auch. Und nochmal auf das Thema, wie wichtig ist dir das persönlich auch, das Netzwerken? Also für dich auch im Austausch mit anderen Händlerinnen oder mit anderen Managerinnen? Also Pink Network ist eine tolle Einrichtung, die du da ins Leben gerufen hast, Juliane. Danke. Absolut. Ich habe mich auch damals irrsinnig gefreut, als du mich das erste Mal eingeladen hast, weil es sind ja viele Unternehmerinnen. Und ich bin ja keine Unternehmerin, ich bin ja reine Marketingleitung. Aber dennoch ist es immer wieder spannend in den Austausch zu gehen. Und vielleicht auch gerade deswegen, dass wir nicht nur reine Marketingleute sind. Du kriegst wieder ein bisschen einen anderen Blickwinkel oft. Und gerade das Persönliche, das ist mal schön, wenn man telefoniert. Ich habe ja auch ein Netzwerk, da will ich mich anrufen können, wenn es brennt. Und sagen, wie löst du dieses Thema? Aber einfach mal sich Zeit nehmen, an einem Tisch sitzen, über die alltäglichen Herausforderungen sich austauschen, also super, super wichtig. Und auch mal aus dem Alltag, aus dem Arbeitsalltag rausgehen. Sich Zeit nehmen und wirklich mal fern vom Büro ins Gespräch gehen. Da wirst du nicht gestört, da ist das Handy in der Regel aus und du kannst dich voll und ganz konzentrieren. Du hast ja auch immer tolle Unternehmen, wo wir sind. Das ist ja auch immer ein Riesenmehrwert. Oft müssen auch irgendwelche reden und es ist sehr informativ. Also doch, ich bin gerne wieder dabei. Ja, ich würde es auch gerne, das nächste Volk zu berechnen. Vielleicht mal bei uns. Ja, wunderbar. Martina, vielen Dank für deine Zeit und für den guten Austausch. War sehr interessant, ein bisschen noch mehr über dich zu erfahren und über deine Arbeit. Freue mich, wie gesagt, dass ich hier sein durfte. Sehr, sehr gerne. Dann alles Gute und bis zum nächsten Mal. Bis zum nächsten Mal. Ciao.
Diese Episode ist Teil des Podcasts Benzingespräche von Tim Klötzing.