Einleitung

In der neuesten Episode von ‚Benzingespräche‘ spricht Tim Klötzing mit Ralf Marschke, dem neuen Geschäftsführer von Jareto, über die Rolle der Digitalisierung im Autohandel. Jareto ist ein marktführendes Kreditvergleichsportal, das Autohändlern hilft, durch innovative Lösungen den Verkaufsprozess zu optimieren.

Ralf Marschke: Ein digitaler Vordenker

Ralf Marschke bringt über 20 Jahre Erfahrung in der Digitalisierung mit, darunter Stationen bei Ebay und PayPal. Seine Karriere ist geprägt von der Transformation traditioneller Geschäftsmodelle hin zu digitalen Plattformen. Diese Expertise bringt er nun in die Automobilbranche ein, um Jareto als Vorreiter im Bereich digitaler Finanzierungsdienstleistungen zu etablieren.

Jareto: Mehr als nur ein Kreditvergleich

Jareto bietet Autohändlern nicht nur einen einfachen Zugang zu über zehn Banken für Absatz- und Einkaufsfinanzierungen, sondern auch eine transparente und schnelle Vergleichsmöglichkeit. Ziel ist es, den Verkaufsprozess zu vereinfachen und den Umsatz der Händler zu steigern, indem den Kunden maßgeschneiderte Finanzierungsoptionen angeboten werden.

Die Zukunft der Autofinanzierung

Ein zentraler Aspekt von Jaretos Strategie ist die vollständige Digitalisierung des Finanzierungsprozesses. Dies umfasst die Möglichkeit, Finanzierungsanträge komplett digital abzuwickeln, was den Prozess erheblich beschleunigt und vereinfacht. Marschke sieht hierin die Zukunft der Autofinanzierung, ähnlich wie die Transformation von Vorkasse zu digitalen Zahlungsmethoden im E-Commerce.

Fazit

Jareto steht für eine neue Ära im Autohandel, in der Digitalisierung und Kundenorientierung im Mittelpunkt stehen. Durch die Kombination von technologischem Fortschritt und einem tiefen Verständnis für die Bedürfnisse der Händler und Kunden, bietet Jareto eine Plattform, die den Autohandel revolutionieren kann.


Show Notes & Key Takeaways

Themen:

  • Vorstellung von Jareto und Ralf Marschke
  • Digitalisierung im Autohandel
  • Vorteile von Kreditvergleichsportalen
  • Zukunft der Autofinanzierung
  • Erfahrungen aus der E-Commerce-Branche

Key Takeaways:

  • Jareto bietet eine Plattform für Kreditvergleiche im Autohandel.
  • Ralf Marschke bringt umfangreiche Erfahrung in der Digitalisierung mit.
  • Die Plattform unterstützt Händler durch schnelle und transparente Finanzierungsoptionen.
  • Vollständige Digitalisierung des Finanzierungsprozesses ist ein zentrales Ziel.
  • Jareto kombiniert technologische Innovation mit Kundenorientierung.

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Benzingespräche – der Branche- und Personality-Talk der deutschen Automobilwirtschaft. Der Podcast für und mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind, erzählt zu werden. Es geht um neue und verschiedene Blickwinkel auf die Autobranche und persönliche Meinungen zukünftiger Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, Content-Creator und freier Automarketing-Berater. Herzlich Willkommen zurück in meinem Podcast Benzingespräche und heute mit einem Unternehmensspecial und zwar mit Jareto. Und um euch das Unternehmen, die Dienstleistungen und Ziele von Jareto vorzustellen, begrüße ich heute den neuen Geschäftsführer Ralf Marschke. Hallo Ralf. Hallo. Hallo Tim, grüß dich. Schön, dass wir da sind. Absolut. Was könnte es Besseres geben. Ja, absolut, sehe ich auch so. Ja Mensch, ich freue mich, dass wir uns heute hier unterhalten können, weil in der Vergangenheit hatte ich schon einige Berührungspunkte. Ich kenne einige auf seinem Team ganz gut und du bist jetzt noch nicht so lange dabei. Wir kennen uns noch nicht. Umso besser, dass wir sprechen können. Du bist jetzt seit Anfang des Jahres dritter Geschäftsführer des marktführenden Kreditvergleichsportals für Kfz-Händler. Lass uns ein wenig über dich sprechen. Wie ist dein Werdegang und was waren denn deine beruflichen Stationen bisher? Sehr gerne. Ich habe im Grunde genommen in den letzten 20 Jahren mich sehr viel um Digitalisierung verschiedenster Themen gekümmert. Grob 13 Jahre davon war ich im E-Commerce, unter anderem bei Ebay, wo es darum ging, in der Immobilienbranche das Thema Immobilien online zu bekommen. Also wie schaffe ich es, dass ich Immobilien eben nicht nur offline verauktionieren kann oder in einem Anzeigenformat in Zeitungen habe, sondern das Ganze auch auf die E-Commerce-Plattform zu bringen. Das war sehr spannend. Von dort bin ich zu Shopping.com gewechselt. Das ist die Preisvergleichsplattform von Ebay zu der Zeit gewesen. Da ging es natürlich darum, E-Commerce-Händlern neue Möglichkeiten zu geben, Marketing zu treiben, an neue Zugangskanäle und an neue Kunden zu kommen. Und von dort bin ich zu PayPal und habe da im Grunde genommen mitgeholfen, das B2B2C-Geschäft aufzubauen. Also wie schaffen wir es, dass wir Händler davon überzeugen, PayPal zu nutzen? Denn als ich angefangen habe, war Vorkasse noch ein totales Thema im E-Commerce. Wenn ich das heute meinen Kindern erzähle, die können da nichts mit anfangen. Die verstehen auch das Prinzip gar nicht so richtig, wenn ich ganz ehrlich bin. Als ich dann gegangen bin, sah es natürlich anders aus. Also das lag jetzt nicht nur an mir, keine Frage, aber das hat sich natürlich wahnsinnig viel getan in der Zeit. Vorkasse im E-Commerce, das kann man wirklich gerne mal probieren, der jungen Generation zu erklären. Absolut, wie gesagt, ich bin gescheitert, vielleicht gelingt es dir ja besser, aber die gucken mich in die großen Augen und sagen, warum hat man das gemacht? Da sage ich, ja, damals war es halt ein bisschen anders. Ich bin von da aus dann zu einem großen Versicherer gewechselt. Meine Idee war, all das, was ich im E-Commerce gelernt habe, zu versuchen, bei den jeweils etwas etablierteren Industrien anzuwenden. Und das war auch genau der Auftrag, zu versuchen, die Ergo zu digitalisieren in allen ihren B2B2C-Geschäften, die sie zu dem Zeitpunkt hatten. Und das hat natürlich auch extrem Spaß gemacht, da zu schauen, wie kann man das ganze Thema digitalisieren, wie schafft man es, mit digitalen Playern zusammenzuarbeiten. Da sind große Kooperationen entstanden, das war extrem spannend. Und ich war zuletzt jetzt die letzten Jahre in München bei einem großen SaaS-Plattform-Anbieter, der Xenposagie, die sich um die Digitalisierung von Vorsorge-Themen kümmert. Vorsorge, großes Thema, nicht nur in Deutschland, sondern auch international. Und vor allen Dingen eins der sehr interessanten Sparten für die Sparte-Lebensversicherung der Versicherer, weil es ein dauerhaftes, sehr langfristiges Geschäft ist. Und da haben wir einfach versucht, durch Digitalisierung die Nutzung zu erhöhen, würde ich mal grob zusammenschreiben. Also, mir liegt es auf der Zunge, du bist ein digitaler Jung, ne? Ein bisschen kann man das so zusammenfassen, ja. Ich bin sicherlich nicht so aufgewachsen wie meine Kinder mit digitalen Möglichkeiten, die es heute gibt. Aber ich war, ich würde sagen, hatte das Glück, dass ich in dieser Phase sehr stark involviert war, wo dieser Umbruch passiert ist. Von sehr stationär zu digitalisierten E-Commerce und so weiter und so. Ja, höchst spannend, was du da erzählt hast. Also, da hätte ich tausend Fragen zu. Die passen aber alle gerade nicht voll in den Podcast rein, weil es geht ja nicht um die Unternehmen, sondern es geht um die Funktionen, um das jetzige Unternehmen, Yareto. Bevor wir da tiefer einsteigen, ja, ich habe jetzt gesagt, du bist ein digitaler Jung. Mit Blick auf deine Vita, was hat dich denn jetzt in die Autobranche getrieben? Bist du wahnsinnig? Also, ich glaube, die Brücke dazu ist sicherlich, auch in der Autobranche gibt es sicherlich Themen zu digitalisieren. Da findet sich auf jeden Fall eine große Schnittmenge. Ja. Ist ja auch genau das, was wir bei Yareto machen. Aber unabhängig davon, ich glaube, ich habe einen sehr engen Bezug zu Autos einfach. Also, ich bin ein bisschen auf dem Land aufgewachsen und da war das Größte mit 18 natürlich den Führerschein zu besitzen. Und dann die Freiheit zu genießen, die da mit einhergeht, wenn man so will. Also, größere Distanzen hinzubekommen, andere Orte zu besuchen. Und ich habe auch unterschiedlichste Autos schon besessen bis heute, weil ich das sehr spannend finde, sich da reinzuarbeiten. Mein erstes Auto hat, glaube ich, 50 Mark gekostet. Ich meine, ich habe es sogar für 60 Mark verkauft. Das war wahrscheinlich das beste Geschäft, was ich je gemacht hatte, was den Autohandel angeht. Das ist nie wieder so gut gewesen. Was war es? Es war ein Opel Kadett J. Okay, alles klar. Du warst die Opel Fraktion. Das war einfach sehr praktisch. Nicht, dass ich nach dem Auto gesucht habe, sondern der Nachbar wollte es verkaufen und ich hatte 50 Mark Deal. So einfach muss man sich das vorstellen. Großartig, ja. Ich bin zu dem Zeitpunkt noch zur Schule gegangen, da war 50 Mark viel Geld. Von daher war ich da sehr glücklich, dass das so geklappt hat. Und im Grunde genommen ist es so, das zieht sich auch durch die Familie, wenn man so will. Ich habe jetzt in meinem engeren Familienkreis Leute, die auch noch Oldtimer sammeln, das ist übertrieben, aber besitzen. Und auch das finde ich extrem spannend. Ja, Oldtimer, wir hatten schon mal kurz vorher gesprochen, auch durchaus große Erlebnisse. Mille Miglia ist dein Stichwort gewesen. Genau. Also das ist ja nicht nur ein gestreiftes Thema bei dir, dass du ein Herzchen dafür hast. Absolut, genau. Also meine Frau ist auch bei der Mille Miglia mitgefahren, mein Schwiegervater schon mehrfach. Ich bisher sozusagen nur als Zuschauer, wenn man so will. Aber das ist natürlich unfassbar, was das für eine Veranstaltung ist. Die ist schon sehr besonders. Jeder, der mal Zeit, Lust und sich dafür interessiert, kann ich nur empfehlen, das zu tun. Wir sind damals mit einem Austin Healy aus den 50ern gefahren. Also bei der Frau und meinem Schwiegervater, das ist natürlich eine wahnsinnige Geschichte, wenn man das alles mal so nachvollziehen kann. Das ist schon echt cool. Für sowas kann man sich begeistern, absolut. Ja, geil. Und jetzt hast du so ein bisschen bei Jareto, normalerweise der Werbespruch ist drei Wünsche auf einmal. Jetzt haben wir hier so zwei. Ein digitales Thema und Auto. Genau. Ich glaube, da kommen wirklich dann zwei Leidenschaften, wenn man so will, zusammen. Und das ist auch genau das, was mich gereizt hat, mit Jareto zusammenzukommen. Beziehungsweise die Gespräche sind sehr schnell in diese Richtung gegangen, dass ich dachte, Mensch, das ist eigentlich genau das, was vielleicht noch fehlt in meinen Bausteinen, in meiner beruflichen Entwicklung soweit. Schön, schön. Also, jetzt sprechen wir ein bisschen über Jareto. Jareto, ich frage mal gerne erstmal so, was ist denn euer Elevator-Pitch? Also, Jareto ist, ich würde sagen, das erste Kreditvergleichsportal für den Autohandel mit einer großen Auswahl an Banken für Absatzfinanzierung und auch für Einkaufsfinanzierungsthemen. Wobei wir einen großen Fokus darauf legen, dass unsere Nutzer sekundenschnell und sehr transparent den Vergleich sehr offensichtlich mitbekommen und wissen, okay, das sind alle die Banken sozusagen, die angeboten werden, das sind alles die Themen, die meinen Kunden, der mir gegenüber sitzt, interessiert. Und das Ganze dann in eine sehr einheitliche, einfache Antragsstrecke bringen, sodass es dem Autohändler sehr schnell gelingen sollte, eine Finanzierung hinzubekommen. Okay. Welches Problem im Autohandel löst ihr konkret? Relativ platt gesetzt Umsatz. Also, am Ende des Tages willst du ja Autos verkaufen als Autohändler. Und was ich sicherlich bei PayPal gelernt habe, ist an der Zahlung solltest du scheitern. Also, du musst am Ende des Tages sicherstellen, welche Parameter sind wichtig für dein Gegenüber, die du erfüllen musst, damit er am Ende des Tages mit seinem Wunschauto, dass er gerade mit dir sich angeschaut hat und die Emotion dafür erweckt hat, dass er das auch entsprechend kaufen kann. Und da wollen wir unterstützen, dass das funktioniert. Eben nicht mit einer Bank, sondern mit einer Auswahl von vielen Banken. Okay. Da seid ihr quasi, ja, eine Antragsstrecke. Ich habe mal so ein Stichwort One-Stop-Shop aufgefasst. Finanzierung, Versicherung, also das alles in einem Package. Ganz genau. Im Grunde genommen ist es so, dass wir heute mehr als 15.000 Händler eben diese, wie du schon sagst, One-Stop-Shop-Solution anbieten, dass ich zum einen die Finanzierung anbieten kann. Darüber hinaus aber sinnvolle weitere Add-ons, würde ich es mal nennen, wie eine Versicherung, hinzubekommen, sodass ich eigentlich mit dem sehr konkreten Gesamtpaket eine Finanzierung des entsprechenden Autos hinbekommen kann. Zwei Drittel der Fahrzeuge ungefähr, was wir heute, werden finanziert. Wenn ich ein überzeugendes Angebot meinen Kunden anbieten kann als Händler, dann denke ich, dass ich schon eine gute Chance habe, zum Abschluss zu kommen. Ja, absolut. Und ihr habt ja, also das, wie soll ich das sagen, oder andersrum, weil wir sind schon fast eingestiegen. Was bietet Jareto ganz konkret? Du hast gesagt, Finanzierungspartner verschiedene, ein sehr schneller Vergleich. Vielleicht machen wir noch so, das ist euer Angebot, dass wir das noch ein bisschen aufdröseln, bevor ich meine Fragen stelle, vielleicht sinnvoller. Ja, sehr gerne. Also bei uns findest du eben nicht nur eine Bank, sondern mehr als zehn Banken aktuell auf dem Portal, die alle in Deutschland sehr bekannt sind. Also was so Absatzfinanzierung angeht, ist schon sehr hilfreich. Darüber hinaus ist es so, und das wird auch die Zukunft sein, dass wir Finanzierungspartner haben, die das auch voll digital anbieten können heute schon. Also wir bieten natürlich grundsätzlich die Technik, aber sowohl die Startposition als auch der, der es dann verarbeiten muss, nämlich die Bank, müssen ja auch in der Lage sein, die einzelnen Nullen, die wir da liefern, verarbeiten zu können. Und es gibt also auch schon Partner, heute Bankpartner, die voll in diese Finanzierungs-, also in die Ende-zu-Ende-Lösung voll digital das Ganze abwickeln können. Und das ist auch das, glaube ich, nochmal, wo ich die Zukunft sehe, wenn ich das Beispiel jetzt nochmal nehme von meinen Kindern bezüglich Vorkasse im E-Commerce. Zukünftig will ich auf meinem iPhone unterschreiben und nicht mehr Dinge ausdrucken und Papier von A nach B liefern. Das können wir also auch schon. Darüber hinaus ist es so, dass wir aufgrund der Auswahl der unterschiedlichen Banken natürlich eine hohe Attraktivität an Zins gewährleisten können. Jeder hat seinen eigenen Zins, der ist dynamisch, der verändert sich mal. Alles das können wir entsprechend abbilden. Wir haben eine sogenannte Schufa-neutrale Kreditanfrage. Vielleicht erkläre ich das mal ganz kurz. Was wir machen ist, es gibt natürlich Parameter, die die Bank nutzen muss, um die Validität sozusagen des Gegenübers erklären zu können. Also ist das der richtige Partner, mit dem ich die Kreditanfrage machen möchte oder nicht? Und es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, auf welche Parameter ich achten kann. Eins davon ist klassischerweise, kennt wahrscheinlich jeder Schufa. Jetzt kann ich aber bei Schufa sehr unterschiedliche Dinge machen. Ich kann eine ganz tiefe Schufa-Anfrage stellen, die, wenn ich das gleichzeitig oder in einem kurzen Zeitraum bei mehreren Instituten mache, das einen Einfluss auf mein Scoring haben kann. Was wir machen ist, wir haben mit unseren Partnern das vereinbart, dass sie nur eine Vorab-Anfrage machen, also auf einem gewissen Meta-Level die Anfrage starten, das ihnen aber reicht, um eine Einschätzung zu geben und hat keinen Einfluss auf das Schufa-Scoring. Das ist genau das, was wir erreichen wollen. Dass wir gleichzeitig bei mehreren anfangen können und die Schufa-Bonität wird davon nicht beeinflusst. Das können wir also auch. Und wir haben natürlich die Möglichkeit, dass selbst wenn mal was schief läuft, dass der eine ablehnt, ich aufgrund der Anzahl der unterschiedlichen Banken, die ich anbiete, immer eine Alternative habe. Ich kann sagen, okay, die möchte nicht, aber die folgenden ein, zwei, drei möchten. Ich habe also immer eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass ich jemanden finde, mit dem ich das zusammenfinanzieren kann. Cool. Und dann sind es sicherlich noch so Themen wie Sonderaktionen, Zusatzprovisionen. Je mehr Banken du hast, desto mehr. In der Regel hast du natürlich auch genau solche Themen. Das ergibt sich auch daraus. Und was ganz spannend ist, wir merken schon, dass die Händlerschaft, einer gewissen Größe würde ich mal sagen, aber ein großes Interesse daran haben, sich in Richtung Finanzierung weiterzuentwickeln und weiterzubilden. Also wir bieten eine Lareto Academy an, die haben wir ins Leben gerufen, wo ich unterschiedliche Module durchlaufen kann, um den Händlern noch mehr Sicherheit zu geben, die richtigen Argumente an die Hand zu geben, worauf sein Kunde achten sollte, wenn er die eine oder andere Finanzierung machen möchte. Das tun wir auch. Geil. Finde ich gut. Ja. Huh. Huh. Geschweige gehabt. Genau. Ja, einige Fragen. Ist natürlich erstmal echt Gold wert, wenn der Kunde vor mir sitzt, theoretisch sehr schnell agieren zu können. Und dann habe ich ein Tool an der Hand, wo ich halt bis zu zehn Angebote oder auch die eine oder andere Ablehnung vielleicht bekomme und dann halt agieren kann und dann am besten noch aus einer Auswahl sagen kann, was hätten Sie denn gern davon, was passt Ihnen denn? Und es wird immer digitaler. Du hast gesagt, zwei Banken machen das schon End-to-End wirklich digital. Ich muss mir das dann vorstellen, dass quasi am iPad vor Ort digital signiert wird. Ganz genau so ist es. Und dann ist es finanziert. Punkt. Fertig. Genau. Es kommt dann auch darauf an, was der Prozess sozusagen der Bank vorsieht. In der Regel musst du noch einen ID-Prozess hinbekommen. Das kannst du aber mittlerweile auch über das Post-Ident-Verfahren. Ja, ist ja easy. Musst ja nicht mehr zur Post laufen, sondern kannst du per Web-ID machen. Alles das kannst du vor Ort bei deinem Händler machen, völlig unproblematisch. Und in der Regel hast du einfach dein eigenes iPhone, was du dafür benutzen kannst, wenn es um die Unterschrift geht. Das ist es. Ja, krass. Und das in Sekundenschnelle oder in Minutenschnelle? Ganz genau. Also erstmal in Sekundenschnelle, dass ich das Angebot habe. Dann sage ich, das Angebot möchte mein Kunde nutzen und starte sozusagen den Weg. Und wenn es der elektronische Weg ist, generiere ich damit einen Link. Den kriegt mein Kunde. Mein Kunde füllt alles aus. Kann ja unterschreiben, kann die Web-ID-Geschichte machen, fertig. Und ich gehe raus mit dem Finanzierungsvertrag, dem Auto und bin am Ende des Tages hoffentlich ein glücklicher Kunde. Ja, ich bin so, ich stelle gerade so in der Vergangenheit vor, was weiß ich, einer halben Lebenslänge so ungefähr, als ich selber früher die ersten Autos irgendwie finanziert habe und was weiß ich nicht, was für ein Akt. Das war, das hat ja teilweise noch dann Tage gedauert, bis du irgendwie vielleicht eine Zusage hattest und alles völlig intransparent irgendwie, das ist natürlich genial, also das ist natürlich ein super Service und ich finde es auch cool, dass ihr mit der Yareta Academy, das ist ja jetzt ein neues Thema für mich, finde ich gut, dass ihr letztendlich ja euer Wissen teilt, klar, das zahlt natürlich auf die Kundenbindung ein, aber es stiftet ja auch Wissen im Handel. Genau so ist es, absolut und natürlich ist das ein Stück weit vielleicht auch saisonbedingt, aber ich glaube, dass die Finanzierung das immer ein wesentlicher Punkt, je nachdem wie die Finanzsituation ist, achtet der eine stärker auf den Zinssatz, der nächste achtet stärker auf den, ich kann mir im Monat genau x Euro leisten, dann hat das was mit der Laufzeit zu tun und so weiter und so fort. Wenn du die Parameter einmal verstanden hast, dann hast du die Grundbasis glaube ich gut verstanden, was wir in der Academy machen ist noch on top, worauf kannst du noch achten, was sind wichtige Themen, die du darüber hinaus mit deinem Kunden besprechen kannst, so einfach kann das am Ende des Tages sein. Wenn man mit euch zusammenarbeitet. Zum Beispiel. Sehr geil, du hast es vorhin schon einmal untergebracht, Thema Absatzfinanzierung ist auch ein Service. Genau, wir unterscheiden ja zwischen zwei Dingen, einmal der Absatzfinanzierung und der Einkaufsfinanzierung. Entschuldigung, ich meinte die Einkaufsfinanzierung. Alles gut, habe dich glaube ich schon verstanden, aber am Ende des Tages ist es ja genau richtig, was du sagst. Im Grunde genommen versuchen wir in der Wertschöpfungskette des Händlers, ihn noch stärker zu unterstützen als nur beim Verkauf des Autos. Ich muss ja auch am Ende des Tages Ware anschaffen, ich muss ja auch Ware auf den Hof stellen können und ein Auto kostet halt in der Regel mehrere tausend Euro, das ist also schon ein gewisses Investment, was ich da tätigen muss. Auch da unterstützen wir mit Partnern, die sehr gute Angebote haben, wie ich finde, um das hinzubekommen und auch keine Abhängigkeiten damit verboten sind. Wenn ich mit dem einen die Einkaufsfinanzierung mache, kann ich durchaus mit dem anderen die Absatzfinanzierung machen, das muss nicht einer derselbe Partner sein. Ja, cool. Zu Jareto noch, wie seid ihr denn aufgestellt? Wo sitzt ihr? Außendienststruktur? Kannst du da mal ein paar Insights geben, welche ich hier gerade schon habe? Ja, ja, sehr gerne. Wir sind so rund 70 Mitarbeiter mit unserem Sitz in Neuss. Wir haben dort vor Ort alles, was man braucht sozusagen, um das Geschäft vorantreiben zu können. Wir haben unseren Vertrieb zweierlei aufgestellt, würde ich sagen. Der eine Teil ist vor Ort, der sich sehr stark um Themen kümmert, die ich am besten vor Ort klären kann. Also im Sinne von im Büro, weil ich da auf alle Daten zugreifen kann, weil da bestimmte Themen sozusagen nochmal geklärt werden können. Das ist der Vertriebsteil, der sogenannte Inside-Sales-Teil oder Vertriebscenter, ja, also die wir vor Ort haben, die Leute. Und dann haben wir nochmal Leute, die in den Regionen unterwegs sind, ja, und in den Regionen wirklich in ganz Deutschland, weil natürlich das eine oder andere Thema viel besser im Eins-zu-Eins-Augenkontakt zu klären ist, als zu versuchen, das irgendwie technisch hinzubekommen. Also da achten wir sehr darauf, dass wir über, sagen wir mal, die wichtigsten Kanäle sehr gut erreichbar sind für unsere Kunden. Eben dieses Vor-Ort-Thema als auch das Thema, dass wir das Ganze auch mit dem großen Inside-Sales-Team lösen können. Also habt ihr quasi ein vertriebliches Rundum-Wohlfühl-Paket. Genau, so ist der Plan, sodass wir die komplette Expertise, die wir haben, genau wie du es vorhin schon mit der Academy gesagt haben, bestmöglich an unseren Kunden weitergeben können. Cool, und da, wie gesagt, Einkaufsfinanzierung, Gewerbefinanzierung, sowas macht ihr auch alles? Ganz genau. Vor allen Dingen bei der Gewerbefinanzierung, das ist ja nochmal ein spezieller Case. Also wenn wir heute dein Auto finanzieren würden, du als Privatperson, dann gibt es da andere Anforderungen, als wenn du das für dein Gewerbe kaufen möchtest. Und die Themen sind sehr spannend. Das ist im Moment noch unterschiedlich, wie viele privat und wie viele gewerblich sozusagen zum Autohandel kommen, aber wir sind gerade dabei, diesen gewerblichen Teil auch vollends abbilden zu können, sodass du nicht nur als natürliche Person, sondern auch als juristische Person sozusagen den ganzen Kauf tätigen kannst. Genau, das wird ein der Themen sein im Übrigen, bei denen wir gerade dabei sind, die noch für uns zu optimieren, um eben auch diese Bandbreite anbieten zu können. Ja, cool. Also da kann man nur sagen, ihr bietet da wirklich schon ein Hammer-Tool oder Tool-Kit an, in Neudeutsch, was den Handel nach vorne bringt. Effizienzgewinn, mehr Abschlüsse und wie ich auch aus meiner eigenen Erfahrung, das macht es einfach viel smoother. Und es gibt ja auch meistens ja quasi nur noch einen Besuch im Autohaus und der muss sitzen. Genau, im besten Fall ist es exakt so, wie du sagst. Und was sicherlich hilft ist, wenn du alles an der Hand hast, wie du es als Tool-Kit beschrieben hast, um bestmöglich das Ganze umsetzen zu können. In dem Moment, wo der Kunde da ist, weil das ist Neudeutsch der Point of Relevance, wo er sich für das Auto interessiert, er will im besten Fall eine Entscheidung treffen. Wenn wir dabei der Finanzierung unterstützen können, dann ist das genau die Rolle, die wir spielen können. Welche Herausforderungen und Chancen siehst du denn so aktuell im deutschen Markt? Ja, also ich würde sagen, grundsätzlich unterliegen wir natürlich allen Herausforderungen, die in der Branche aktuell das Wachstum, wie soll ich sagen, erschweren. Thema Zinsanstieg zum Beispiel im Finanzmarkt ist sicherlich etwas, was gerade die Branche in dem letzten Jahr sehr stark begleitet hat. Wir versuchen aber diese Themen für uns auch immer so hinzubekommen, dass wir da eine Chance draus sehen. Und die Chance bei uns besteht natürlich dahin, dass wir sagen, wir haben eben nicht nur ein Angebot, wo der Zins sich jetzt über die letzten Monate dummerweise nach oben entwickelt hat, sondern wir haben eben mehrere Angebote und die können unterschiedlich super interessant sein für die eine oder andere Kundengruppe. Also das heißt, aus der Herausforderung vielleicht keine Tugend zu machen, aber eine Chance zu sehen, um die entsprechend auch der Automobilbranche wieder zur Verfügung zu stellen. Und natürlich versuchen wir auf der anderen Seite auch durch unsere Plattform Banken, die heute vielleicht noch nicht in der Automobilbranche tätig sind, Zugang zu der Branche zu geben. Also ich muss nicht versuchen, selber Akquisitionen zu treiben, an Händler zu kommen, das Endkundengeschäft voranzutreiben und so weiter und so fort, sondern die können uns als Aggregator nutzen, wenn man so will, als Marktplatzmöglichkeit, als weitere Möglichkeit, mit ihrem Angebot im Markt aufzutreten. Und wir haben eben den Zugang zu den vorhin schon angesprochenen 15.000 Händlern, die wir mitbringen. Ja, klasse. Finde ich gut. Sehr gut. Sehr gut. Im Grunde habe ich schon eine Abschlussfrage. Okay. Ja. Jetzt du da, neuer Geschäftsführer, was können denn eure Kunden so erwarten, jetzt wo du dich da einmischst? Wohin geht die Reise von Jareto? Was ist geplant? Was ist so ein bisschen die Roadmap, die du verraten darfst? Ja, klar. Natürlich ist mit meinem Dazukommen auch eine gewisse Verantwortung beziehungsweise eine gewisse Erwartungshaltung verknüpft damit. Und in meinem Bereich sind sozusagen hauptsächlich erstmal die Themen Plattform, Prozesse, Automatisierung, also Themen, die uns als auch unseren Nutzern extrem hilft, Prozesse einfach zu vereinfachen, zu beschleunigen. Wir haben vorhin schon über die voll digitale Lösung gesprochen. Das ist eins der Themen sicherlich, die wir weiter verfolgen werden. Aber ganz konkret werden wir versuchen, dass wir einfach die Nutzer über weitere Features, die wir noch anbieten und auch die in den kommenden Wochen live gehen werden, da sind wir schon sehr weit mit vielen dieser Themen, versuchen, den Nutzern noch mehr Transparenz an die Hand zu geben, sodass er die Möglichkeit hat, aus den Themen, die er bei uns findet, einfach noch selbst mehr zu machen. Wir haben vorhin über die Academy gesprochen. Die hilft natürlich, um weiteres Wissen aufzubauen. Unabhängig von der Academy kannst du aber auch durch Features, die wir auf die Seite bringen, einfach versuchen, noch stärker zu verstehen, wo stehe ich denn heute? Also wie viel Finanzierung habe ich über Jareto heute gemacht? Bei welchen Banken? Wie viel sind gerade noch offen? An welcher Stelle kann ich noch versuchen, den Prozess voranzutreiben? Was könnte mein Ziel sein? Das sind alles Themen, wo wir noch stärker in die Transparenz gehen werden, sodass wir es dem Händler noch einfacher machen werden, sich mit unserer Plattform auseinanderzusetzen. Das ist sicherlich ein wichtiges Thema und da werden einige Themen in den kommenden Wochen live gehen. Das zweite Thema ist, wir werden sicherlich darüber hinausschauen, wie wir weiterhin kontinuierlich unsere Kundenprozesse optimieren können. So, dass wir das, was wir jetzt schon ein paar Mal angesprochen haben, wie schaffen wir es bestmöglich, an den sinnvollen Kontaktpunkten mit unseren Händlern das Wissen mitzugeben, was ihnen hilft. Das ist eigentlich eine Daueraufgabe, wenn man so will, aber da gibt es schon ein paar Punkte, wo wir gerade sehen, da verändert sich ein Stück weit das Verhalten, da verändert sich ein Stück weit auch der Markt und da müssen wir gucken, dass wir entsprechend darauf reagieren, sodass wir noch besser das Thema, alles rund um Finanzierung, sei es Einkaufs- oder eben Absatzfinanzierung, dass wir da stärker noch unterstützen können und auch die richtige Verfügbarkeit haben, proaktiv und reaktiv. Und ganz grundsätzlich würde ich mal sagen, unsere Aufgabe ist, mit dem, was wir anbieten, Schmerzpunkte zu minimieren. Es gibt bestimmte Schmerzpunkte, die wir kennen. Finanzierung ist sicherlich ein wichtiger Teil, in der Wertschaffungskette ein Auto verkaufen zu können, weil in der Regel eben der Preis höher ist als wenige 100 Euro, sondern er meistens eben im Tausenderbereich ist. Alles, was wir tun können, um da zu unterstützen, werden wir versuchen, vor allen Dingen dahingehend, dass die Auswahl sinnvoll ist, dass der Zinssatz attraktiver ist, dass die Laufzeiten interessant sind, dass die Prozesse, die dahinter sind, so einfach und so unkompliziert wie möglich sind. Doch, weil die rein digitale Abschlussstrecke als Beispiel genannt, das sind alles Themen, die wir sukzessive stärker auch in diesem Jahr noch in den Fokus rücken werden. Und nichts zu vergessen, das Thema Einkaufsfinanzierung. Ich glaube, das ist ein großes Asset, wo viele Händler, merken wir immer wieder, große Nachfrage haben. Auch da werden wir versuchen, dass wir unsere Angebote erweitern werden. Da ist Anfang des Jahres jetzt schon viel passiert. Da sind wir noch in der Testphase, würde ich mal sagen. Sobald wir damit abgeschlossen haben, gehen wir da auch stärker mit in den Markt rein. Aber da merken wir, wie auf die Themen, auf die wir uns da fokussiert haben, dass es genau die richtigen Themen sind, würde ich mal zusammenfassen. Okay. Ja, cool. Ich sage mal, Dankeschön für die ganzen Informationen. Ich habe wieder was dazugelernt. Normalerweise bin ich häufiger dabei und stelle so Fragen so rein, während meine Gäste reden. Die schätzen es oder hassen es vielleicht auch. Keine Ahnung. Aber das hast du so schön irgendwie erzählt, Ralf. Ich glaube, also ich habe es verstanden und ich denke dann die Hörer da draußen auch. Ja, vielen Dank. Es war mir eine große Freude und ich hoffe, dass ich dem einen oder anderen da Anregungen mitgeben konnte. Danke. Ja, cool. Also ich fand es echt spannend und es ist ein gutes Tool, wenn man so möchte. Ist vielleicht nicht ganz richtig der Ausdruck, aber ich glaube, es versteht jeder, was ihr da für eine Leistung bringt und das die Händler nach vorne bringt. Cool. Ralf, ganz lieben Dank, dass du dir die Zeit heute genommen hast, dass wir heute darüber sprechen konnten und ich sage mal bis bald. Wir sehen und hören uns und ich sage schon mal Ciao für heute und denke du auch. Genau, das sage ich auch. Ciao. Vielen Dank, Tim. Es war mir eine große Freude. Bis zum nächsten Mal.


Diese Episode ist Teil des Podcasts Benzingespräche von Tim Klötzing.