In der neuesten Episode von Benzingespräche spricht Tim Klötzing mit Julian Wolter, dem Chief Sales Officer von Fahren, über die Entwicklung und die Zukunft des Auto-Abos in der deutschen Automobilbranche. Fahren hat sich zum Ziel gesetzt, Unternehmen zu Auto-Abo-Anbietern zu machen und damit den Mobilitätsmarkt nachhaltig zu verändern.
Fahren wurde vor über sechs Jahren von Daniel Garnitz gegründet, inspiriert durch die Entwicklungen in den USA und das Konzept von fair.com. Gemeinsam mit seinen Kommilitonen und Freunden startete er das Unternehmen mit dem Ziel, das Auto-Abo in Deutschland zu etablieren. Heute ist Fahren ein wichtiger Akteur im Bereich der Mobilitätsdienstleistungen.
Fahren selbst ist kein direkter Auto-Abo-Anbieter, sondern ermöglicht es anderen Unternehmen, in diesen Markt einzusteigen. Durch die Bereitstellung einer umfassenden IT-Architektur und Prozessdienstleistungen unterstützt Fahren Autohäuser, Autovermietungen, Hersteller und andere Akteure dabei, eigene Auto-Abo-Modelle anzubieten. Dies umfasst unter anderem Bonitätsprüfungen, Abrechnungen und die technische Infrastruktur.
Julian Wolter, ein leidenschaftlicher Automobilfan, kam vor dreieinhalb Jahren zu Fahren. Mit einem Hintergrund in BWL und umfangreicher Erfahrung in der Automobilbranche, war er beeindruckt von der kundenorientierten und digitalen Herangehensweise von Fahren. Seine Begeisterung für das Konzept des „Nutzen statt Besitzen“ spiegelt sich in seiner Arbeit wider.
Der Markt für Auto-Abos hat sich in den letzten Jahren stark verändert und weiterentwickelt. Julian Wolter sieht großes Potenzial in diesem Bereich, insbesondere durch die Flexibilität und den kundenorientierten Ansatz, den Fahren bietet. Die Möglichkeit, Fahrzeuge flexibel zu nutzen, ohne sie besitzen zu müssen, entspricht den Bedürfnissen vieler moderner Konsumenten.
Fahren hat sich als innovativer Dienstleister im Bereich der Auto-Abos etabliert und bietet Unternehmen die Möglichkeit, sich in diesem wachsenden Markt zu positionieren. Mit einem klaren Fokus auf Digitalisierung und Kundenorientierung ist Fahren bestens aufgestellt, um die Mobilitätsbedürfnisse der Zukunft zu bedienen.
📄 Vollständiges Transkript
Benzingespräche – der Branche- und Personality-Talk der deutschen Automobilwirtschaft. Der Podcast für und mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind, erzählt zu werden. Es geht um neue und verschiedene Blickwinkel auf die Autobranche und persönliche Meinungen zukünftiger Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, Content-Creator und freier Automarketing-Berater. Herzlich Willkommen zurück in meinem Podcast Benzingespräche und heute mit einem Unternehmens-Special und zwar mit Fahren. Ja, was macht Fahren? Welche Idee hat Fahren und wer steckt so dahinter? Dazu begrüße ich heute Julian Wolter, Chief Sales Officer von Fahren. Hallo Julian. Hi Tim. Ja Mensch, wir beide in einer ruhigen Umgebung. Ist das nicht mal was Neues? Das ist selten passiert bisher. Ich freu mich so zu sehen. Also mir fällt dabei spontan ein englischer Satz, I can’t get a hold on you, ein. Weil wenn wir uns sehen, ist es häufig Kongresse, irgendwelche Events oder so. Und das ist ja echt auch so, du bist ja auch der Netzwerker vor dem Herrn. Ich glaube, du kennst ja kaum jemanden nicht. Wenn du das so wahrnimmst. Ja, es ist ja wirklich immer ein großer, großer Zirkus und wirklich ein Wanderzirkus. Und wir sehen uns in so vielen Städten zu so vielen Anlässen am Ende des Tages. Muss ich immer sagen, macht es das aber auch wirklich aus. Also ich mag es einfach sehr. Bin da wirklich in der Branche auch wirklich gefühlt zu Hause. Absolut. Wir freuen uns, glaube ich, beide jedes Mal, wenn wir uns sehen. Und haben eigentlich immer eine sehr, sehr gute Zeit zusammen. Aber wie du sagst, selten in Ruhe. Ganz genau. Heute in Ruhe. Da geht es aber nicht um uns persönlich, um uns beide, sondern es geht um euer Unternehmen. Und ja, fünfjähriges Jubiläum in diesem Jahr. Respekt, Lobanerkennung und Gratulation. Danke, danke. Ja, es ist mit Sicherheit eine sehr, sehr spannende Zeit. Ja, am Ende des Tages ist es ganz interessant. Ich bin jetzt gerade aus Lissabon zurückgekommen. Ich war auf einem Web Summit Kongress. Und der Titel Startup, der war uns dann nicht mehr zugedacht. Du sprichst da von Grow ab fünf Jahren. Fand ich ganz interessant. Also eine schöne Erinnerung. Musst du da jetzt in die Nebenhalle, ja? Die Erwachsenenhalle. Ja, quasi. Ja, ja, genau. Du hast dann zu gewissen Bereichen, wirklich dann zu einem klassischen Startup-Bereich, hast du dann keinen Zugang mehr. Dafür gibt es eine Grow-Area. Fünf Jahre fahren. Kannst du mal an der Stelle schon mal ein bisschen vorgreifen und sagen, wie ist es denn zu fahren gekommen vor fünf Jahren? Also war das so, da ist jemand aufgewacht, Finger in die Luft, oh, ich mache jetzt fahren. Das ist der Daniel Garnitz. Daniel hat das Unternehmen vor mittlerweile mehr als sechs Jahren einfach nur aus der Idee heraus gegründet. Mit dem Blick in die USA. Damals gab es die Bewegung von fair.com, eigentlich so den ersten Subscription-Anbieter weltweit. Und ja, hat quasi aus dem E-Commerce-Studium heraus gemeinsam quasi mit Kommilitonen und Freunden das Unternehmen gegründet. Dann halt eben wirklich ja quasi, es gibt ja immer so eine Free-Phase und dann gründest du ja wirklich das Unternehmen aus. Und ja, Daniel, Maxi, Fabian und Konstantin sind heute ja letztlich die Menschen hinter dem Unternehmen mit mir gemeinsam, die letztlich ja jeden Tag daran arbeiten. Ja, dieses ganze Thema Auto-Abo ein Stück weit besser zu machen. Und ja, es ist eine ganz, ganz interessante Sicht eigentlich, weil der Markt sich zwölfmal verändert hat seitdem. Und der Ursprungsgedanke, den auch fair.com hatte und das Unternehmen gibt es heute in den USA so nicht mehr, ist vielleicht in den Grundzügen noch da. Aber ja, wir haben ganz, ganz viel Erkenntnis und ganz, ganz viel Veränderung. Und das ist schon ganz spannend. Hm. Bevor wir jetzt da den Deep Dive sozusagen bei Fahren machen und das Geschäftsmodell und was ihr da so tut im Auto-Abo-Bereich, erst mal so ein bisschen, lass uns noch ein bisschen über dich sprechen, weil mir ist immer wichtig, jetzt bist du heute hier im Podcast und nicht die Firma Fahren, die wird zwar vorgestellt, aber du bist als Person hier. Was ist denn oder wie ist dein Werdegang? Was waren denn so deine beruflichen Stationen vor Fahren? Vor Fahren, oh Gott, schönes Wortspiel. Vor Fahren. Im Grunde genommen bin ich ein unglaubliches Automobiler, das kenne ich seit Kindesbein an. Also wirklich mein erstes Wort und meine ersten Aktivitäten hatten schon immer mit Autos zu tun. Der Blick quasi auf die Taposkala, den habe ich als kleines Kind schon immer gemacht und war total erfreut, auf dem Tapo 260 stand. Ich bin wirklich als kleines Kind schon mit dem Parat zum riesigen Mercedes-Händler gefahren, der um die Ecke war. Ich bin in Norddeutschland groß geworden, Oldenburger Kind und war beim damaligen Mercedes-Autohaus Rosier. Bestimmt einmal die Woche mit dem Krawatt, kannte die Verkäufer, habe Benzingespräche eigentlich geführt. Und das zieht sich wirklich wie ein roter Faden durch mein Leben. Also ich bin auch Privatvegan, da treffen uns ja auch sehr Motorsport-Aschen. Das heißt, ich ertappe mich immer wieder, dass ich nach einer intensiven Woche am Wochenende zu Hause ankomme. Eigentlich sich die ganze Woche rund um Autos gedreht hat und ich freue mich, wenn ich die neue Ausgabe der Sportauto dann in der Hand habe. Das erste muss ich dann quasi in meinem Freizeitrest haben. Wir haben ja ein Verleibe. Das Auto ist, glaube ich, der Schlüssel und Mittelpunkt. Und wie das halt so ist, ich habe irgendwann BWL studiert, habe schon durch die gesamte Zeit meines Studiums immer für Autowerkstatter gearbeitet, habe verschiedene Projekte auch immer selbstständig gemacht, habe dann zum Beispiel auch die Einführung von der BMW GmbH begleitet, habe für Volkswagen, für Chevrolet, für General Motors, für verschiedene Hersteller auf verschiedenen Messen auch international gearbeitet. Und mir war immer klar, ich muss da irgendwas machen. Aber so richtig der Weg, Auto, Haus, war dann vielleicht für den ersten Moment etwas zu klein. Ich wollte noch ein bisschen raus in die Welt. Aber auf der anderen Seite konnte ich mir Konzernen immer nicht vorstellen. Ich bin über ein paar glückliche Fügungen und auch damals schon über mein persönliches Netzwerk zu einer Einkaufsgesellschaft gekommen, habe da ein Management Training Programm gemacht. Das ganze Thema Einkauf von Fahrzeugen, Beschäftigung von Fahrzeugen als Vermietprodukt und halt eben den Verkauf von Fahrzeugen dann quasi in die DNA übergehen lassen. Und das ist eigentlich wirklich der Weg dann am Ende des Tages auch wirklich konkret zu dem, was wir heute machen. Es ist Nutzen statt Besitzen. Ich bin ein riesen Fan davon, dass man das Ganze halt eben betriebswirtschaftlich ein Stück weit versteht und verkörpert. Und ja, das ist eigentlich der gerade Weg raus aus dem Studium rein in die Arbeitswelt. Und vielleicht haben wir es am Anfang immer noch Langzeitmiete genannt. Dann hatte ich den Neidzeitmietstempel auf der Stirn. Heute sehen Sie das Ganze etwas anders. Aber da komme ich her. Das ist mein Grundrüstzeug und meine Heimat. Okay. Wie lange bist du schon bei Fahren? Auch schon länger. So lange, wie wir uns kennen, kenne ich dich bei Fahren. Dreieinhalb Jahre jetzt gut. Also wir sind … Dreieinhalb? Ja, genau. Auch in einer guten Phase dazu. Ja, absolut. Wir waren sechs, sieben Leute damals. Also inklusive der Gründer. Und wirklich auch noch ganz, ganz früh. Das war wirklich ein Beratungsmandat, was mich da hingetragen hat. Ich hatte den Daniel schon weit vorher kennengelernt. Eigentlich in dem Monat der Gründung von Fahren war er immer im Austausch. Aber eine Kooperation einzugehen oder da miteinander zu arbeiten, daraus ist dann irgendwann der Weg zu einem Beratungsmandat gekommen. Ich habe in der Zeit das Unternehmen sehr, sehr gut kennengelernt und war eigentlich total beeindruckt mit meiner Autobrille, wie Fahren an das Thema herangegangen ist. Also man hat grundlegend immer den Kunden zentriert und hat nicht von vornherein überlegt, wie das sein müsste, weil man es ja in der Autobranche schon immer ganz genauso macht, vielmehr der Blick vom Kunden hin zum Produkt. Ja, für mich war es beeindruckend, wie digital das Unternehmen halt eben auch aufgestellt war mit neuen Tools, die ich in meiner Arbeitswelt so auch nicht zur Verfügung hatte. Und der Drive hat gepasst. Und ich weiß noch, dem einen oder anderen habe ich erzählt, ich gehe jetzt in einen Startup. Nach einigen guten Jahren, vielleicht auch dem einen oder anderen guten Titel, war das für den einen oder anderen nicht ganz so nachvollziehbar, wie man sich für ein Abenteuer stecken kann. Und das war es auch in der Tat. Also wirklich, du hast ja für nichts einen Unterbau. Du hast ja für nichts irgendwo. Also wenn man Strukturen im Unternehmen gewohnt ist, dann ist das schon ganz, ganz, ganz besonders, wenn du halt bei null wieder quasi beginnst und die Frage stellst, wer macht denn das bei uns? Im Zweifel machst du das dann selbst. Und ja, die Reise ist super spannend seitdem. Fühlt sich allerdings auch überhaupt nicht an wie dreieinhalb Jahre. Also ich würde auch blind 15 Jahre unterscheiden, weil das vielleicht irgendwie intensiver wird, so wie mit Hundejahren. Aber ihr habt euch, so empfinde ich das, also wenn ich euch so irgendwo zusammen auch sehne, ihr funktioniert ja auch super menschlich zusammen. Das ist, also das finde ich immer bemerkenswert, wenn ihr irgendwo auftretet. Toll, dass du das so wahrnimmst. Es ist in der Tat auch so, wir legen uns ja auch alle sehr, sehr nah beieinander. Also ich bin für den Job letztlich dann auch nach Würzburg gezogen und wir, also Würzburg ist grundlegend eine sehr, sehr lebenswerte Stadt. Aber du hast halt so drumherum ja eigentlich auch sehr, sehr viel freundschaftliche Connection in dem Hintergrund. Also wir machen viel zusammen. Wir legen, glaube ich, alle dieses Unternehmen. Das ist halt eben dann doch etwas, was uns allen sehr, sehr am Herzen liegt. Und das teilen wir halt eben privat wie beruflich. Und ja, in so einem kleinen Unternehmen oder eben in so einer starken Wachstumsphase hast du auch nicht unbedingt das klassische Wochenende und lässt am Freitag um 16 Uhr den Hammer fallen. Sondern das begleitet dich halt eigentlich sieben Tagen die Woche und auch über weite Teile des Jahres hinweg ist das halt einfach etwas, was du dann halt auch verkörpert. Na, schön. Ja, okay, let’s talk Fahren. Was ist denn, ich frage immer so ganz forsch, was ist denn euer Elevator-Pitch? Bring mal auf den Punkt, was Fahren tut. Wir machen Unternehmen zu Auto-Abo-Anbietern. Und in jedem Elevator-Pitch ist für mich immer ganz, ganz wichtig und ganz, ganz stark unterstrichen, wir selbst sind kein Auto-Abo-Anbieter. Das ist immer das so mit wir vergleichen werden, wo man uns quasi in den Topf wirft und sagt, die Auto-Abo-Anbieter, das sind die, das sind wir eben nicht. Wir bringen Unternehmen dazu. In allererster Linie Autohandelsbetriebe, Autovermietgesellschaften, aber auch eben Autohersteller, Banken, Versicherer. Wir bringen diese Unternehmen letztlich in die Situation, selbst Abo-Anbieter zu werden. Das heißt, das gesamte Thema der IT-Architektur, sprich die Software, die wir zur Verfügung stellen, in Kombination mit Prozessdienstleistungen. Und das sind in der Tat all die Themen und Dinge, um die wir uns da kümmern, die für das Autohaus, wenn wir jetzt mal konkret über das Autohaus sprechen, halt eben nicht vorgehalten werden oder eben auch auswendig vorzuhalten wären. Das heißt, das ganze Thema Bonitätsprüfungsprozess, Abrechnungen, wirklich das Geld beim Kunden einzuziehen und dann halt eben zu transferieren. Das ganze Thema Website-Prozesse, Schnittstellen, alles, was dazu gehört, das kommt aus unserem Hause, ist aber immer ein White-Label-Produkt. Das heißt, wir haben mit dem Wort Fahren eigentlich immer das Ziel, dass dieser Name gar nicht auftauchen muss, sondern wir wollen immer bewusst in der zweiten oder dritten Reihe stehen und einem Unternehmen die Möglichkeit geben, mit dem eigenen Namen voranzustehen. Und gerade ich finde, dass das Autohaus plastisch immer gut greifbar ist. Das Autohaus ist regional so wahnsinnig stark und hat regional halt eben eigentlich in der Regel auch immer einen familiären Namen, der für eine Automarke steht und nicht anders. Und wenn wir über das Autohaus Müller sprechen, dann sind wir derjenige, der in der zweiten Reihe letztlich das Autohaus Müller zu einem Müller-Auto-Abo befähigt und einem Müller-Selbstkunden quasi halt selbst das Abo auf eigene Rechnung anbietet und am Ende des Tages eben zum ersten Mal auch E-Commerce-Anbieter in dem Falle dann ist. Okay. Ich lasse dir den langen Elevator-Pitch in Anführungsstrichen durchgehen, weil der war ja kurz und prägnant. Du hast so ein bisschen meine nächste Frage auch so ein bisschen vorgegriffen. Welches Problem löst ihr im Autohandel? Da war ja schon so ganz viel bei. Willst du da noch was hinzufügen? Welches Problem löst ihr? Also grundlegend gibt es eine Veränderung. Also es ist gar nicht das Problem, das wir lösen, sondern wir sprechen eine Kundenzielgruppe an, die heute aus verschiedenen Beweggründen digital konsumiert. Und das ist heute dem Autohaus beziehungsweise unserer Branche halt eben, wir wissen noch nicht ein Usus-Thema und das ist nichts, was tagtäglich praktiziert wird, sondern am Ende des Tages ist ein Leasing-Vertrag etwas sehr physisches, was ausgedruckt wird und unterschrieben wird. Eine Finanzierung funktioniert sehr, sehr stationär am Point-of-Sale. Klar gibt es hier das eine oder andere digitale Produkt, aber grundlegend ist der Kauf eines Autos sehr, sehr, sehr physisch. Und wir sprechen eine Zielgruppe an, die letztendlich, und das sind wir alle, wir hören jetzt gerade einen Podcast über einen Streaming-Dienst. Wir sind es gewohnt, über Booking.com unser Hotel zu buchen. Es gibt so viele Beispiele, wie wir heute digital shoppen. Jeder von uns ist es selbstverständlich gewohnt, seine Daten einzugeben, anschließend seine Kreditkartendaten zu bestätigen und auf drei AGBs zu akzeptieren und dann auch verbindlich buchen zu klicken. Und genau diesen Prozess, den bringen wir halt eben letztlich zum Kunden beziehungsweise den Kunden zum Autohaus und dementsprechend sind wir in allererster Linie jemand, der eine neue Zielgruppe anspricht und die ist wirklich stark steigend und wirklich nicht zu vernachlässigen. Ich habe da mal, finde ich mal, ein gutes, gleichbares Beispiel, das Thema Reisebüro im Kopf. Also wenn ich sehe, wie man heute eine Reise bucht, wie auch wirklich hochwertige Flüge selbstverständlich in der Lufthansa App oder sonst wo gebucht werden. Wie gesagt, das Beispiel des Hotels und Booking ist, glaube ich, für jeden geläufig. Das Ganze war aber vor 20 Jahren nicht selbstverständlich und die Reise, die Sternreise in die USA oder nach Mallorca, die wurde im Reisebüro gebucht und wir als Kunde haben es gelernt und sind so grundlegend auch digital erzogen worden, dass wir heute halt eben mit diesem Prozess letztlich selbstverständlich auch hohe vierstellige, fünfstellige Beträge letztlich über genau so einen Prozess bieten und genau diese Idee bringen wir zum Auto beziehungsweise wie der Kunde, der es heute convenience gewohnt ist, den bringen wir halt eben zum Autohaus. Okay, leitet so direkt über so in meine nächste Frage auch. Was bietet Fahren denn ganz konkret an, wenn ihr, ich sag mal, ich nehme nochmal bewusst so diese Verwechslung. Fahren ist ein Auto-Abo-Anbieter und den kann ich jetzt quasi als Händler dazu buchen, dass die jetzt Auto-Abo für mich machen. Löst das mal richtig auf, bitte. Gerne. Wir bieten an, dass das Fahrzeug, das heute mit einem Barpreis, mit einer Leasingrate oder einer Finanzierungsrate dem Kunden zum Kauf angeboten wird, eine zusätzliche Rate erhält und das ist dann die Abo-Rate. Wir müssen grundlegend, wenn wir über das Abo sprechen, viel weiter in den Besitzmarkt blicken, als dass wir diese Konnotation in Richtung Autosanbietung haben. Das Auto, das wir heute oder das vielmehr unser Partner seinen Endkunden anbietet, ist ein Fahrzeug, das halt genauso in anderen Finanzierungsformen zur Verfügung steht. Und wir haben eigentlich die Möglichkeit, ein Bestandsfahrzeug, ein Fahrzeug, das halt eben im Vorlauf ist, ein Lagerfahrzeug, wie auch immer, halt eben mit dieser Rate auszustatten. Und diese Rate wird wiederum in Schaufenstern, um das plastisch zu sagen, in Schaufenstern zur Verfügung gestellt und diese Schaufenster sind sogenannte White-Label-Shops, in der das genannte Beispiel Autohaus Müller, jetzt unter müller-abo.de beispielsweise, Dieses Fahrzeug dann halt eben in einem komplett digitalen Buchungsprozess zur Verfügung stellt. Und da geht es immer um die Kundenbeziehung zwischen dem Autohaus, dem eigenen Auto und dem Kunden. Und wir sind am Ende des Tages nur das Vehikel, das in der zweiten Reihe diese Prozesse zur Verfügung stellt und diese vierte Finanzierungsform beziehungsweise dritte Raten, die das Auto erhält, halt eben somit dann ermöglichen. Aber es ist halt wirklich, und das ist, glaube ich, ganz, ganz interessant, und davon sind es wahrscheinlich alle vor fünf Jahren auch nicht ausgegangen, es ist in der Tat so, dass das Auto-Abo, wenn wir alle Fahrzeuge auswerten und alle Autos zusammen in einen Topf werfen und eine Durchschnittslaufzeit analysieren, dann wird das Auto-Abo im Durchschnitt für 13,5 Monate bei uns gebucht, beziehungsweise beim Partner. Und diese 13,5 Monate sagen was ganz, ganz anderes als spontaner Zweck, als Vermietung, als ich brauche ein Fahrzeug letztlich für einen konkreten Anwendungsfall, wenn ich jetzt eine Transporter-Miete, wenn ich umziehe, dann macht eine Autovermietung an der Stelle ganz, ganz, ganz viel Sinn. Wenn ich aber ein Auto für 13,5 Monate kaufe, dann ist das eigentlich nichts anderes als mein Besitzfahrzeug. Ich sage das ganz bewusst so überspitzt, denn der Kunde ist genau dieser Kunde, der halt eben dann den Aufkleber seiner Lieblingsinsel oder seines Fußballvereins auf die Heckklappe klebt. Dem Kunden ist es nicht egal, welche Farbe oder welche Felge oder welche Ausstattung, welche Motorisierung das Auto hat, sondern das ist halt genau dieser klassische Kunde, der eigentlich mit dem Thema Abo eine alternative Finanzierungsform bucht und das Auto aber ganz klar als sein Auto titulieren würde. Ich finde auch ganz greifbar das Beispiel, wenn wir beide jetzt nach Mallorca fliegen, was wir gerne mal tun können, dann machen wir das für fünf Tage und wir buchen uns ein Hotelzimmer und sagen die Menschen, um da hinzukommen brauchen wir ein Auto. Dann buchen wir uns eine Kategorie bei irgendeinem dieser großen Auto-Zermieter, die es dort auf der Insel gibt und das, was wir aussuchen oder auswählen, ist im besten Falle die Konfiguration, es ist ein Cabrio oder nicht Cabrio und es ist vielleicht ein Automatikfahrzeug oder nicht Automatikfahrzeug. Aber das war es. Wenn wir einen schwarzen 4er Cabrio mit M-Paket bekommen, dann freuen wir uns beide wahrscheinlich. Wenn es ein blauer VW Tiguan in Basisausstattung oder ein Tiguan Cabrio ist, mögen wir das Fahrzeug vielleicht nicht ganz so gerne wie das andere genanntes Beispiel. Und das ist halt für mich der Anwendungsfall. Vermietung interessiert uns eigentlich gar nicht unbedingt ganz, ganz doll im Detail, welche Ausstattung, welche Variante wir da jetzt gerade bekommen, sondern wir haben einfach einen Anwendungszweck und wollen mit diesem Auto über diese Insel fahren. Wenn wir beide jetzt aber für ein Jahr nach Mallorca gehen und sagen, wir machen Tim und Julian machen … Da sieht die Sache anders aus. Wir machen einen neuen Startup da und du brauchst deinen eigenen Dienstwagen quasi, um auf der Insel dein Geschäft machen zu können, dann sind dir all diese Attribute nicht egal. Und das ist genau das, was wir halt eben bei diesem Kundenmuster, Auto-Abo-Kunden komplett analysieren und sehen. Es ist halt ein Kunde, der mit den gleichen Fragen das Autohaus adressiert, wie er es eben genauso bei der Finanzierungsform oder bei einem Barkauf machen würde. Und dementsprechend muss man einfach gedanklich eine Trennschärfe da reinbringen und sagen, das Thema Autovermietung, das Thema, ich sag mal, in der Folge als Überbegriff Mobility, ist für viele so kommuniziert, dass du sagst, Carsharing, Autovermietung, Auto-Abo, das pack ich da mal alles rein. Und dann gibt es eine gegensätzliche Seite im Autohaus und die heißt Leasing, Finanzierung, Verkauf, Verkaufsarbeitsplatz des Autoperkäufers. Das sind aber Dinge, die werden nie miteinander vermengt. Und wenn wir das klug ansetzen und Beratung ist ein Teil unserer Tätigkeit, dann muss man immer ganz klar sagen, es ist ganz, ganz klar die Finanzierungsform an der Stelle und das Fahrzeug ist ein Bild für das Fahrzeug. Okay. Ja, höchst spannend. Ich will nochmal auf den Anfang so eingehen. Dass es halt wirklich so wichtig ist, dass klar wird, dass ein Abo, dass ihr quasi, ich sag mal, auf der einen Seite beratend, also ihr beratet ja den Handel, wie kann man denn ein Abo umsetzen und ihr liefert ja quasi, ich sag mal, die Technologie dazu, dass er seine Produkte, seine Fahrzeuge regional im Zweifel in ein Abo bringen kann und so halt die Fahrzeuge auf den Straßen noch bringt. Und nicht, das ist nicht, die Fahrzeuge werden nicht an euch verkauft oder sowas, das passiert ja alles eben nicht. Das ist das Wichtige, das wollte ich nochmal so ein bisschen rausstellen. Ja. Da hast du auch noch gerade so den Kunden so beschrieben, so den klassischen Kunden, wie lange der so Fahrzeuge nimmt. Habt ihr auch Ahnung darüber, wie alt so Kunden sind? Ja, und das ist auch ganz interessant. Schätz doch mal, was sagst du, Tim? Boah, die, spontan hätte ich relativ jung getippt, das glaube ich aber gar nicht unbedingt. Ich glaube, dass das im Durchschnitt, Ende 20 so die Ecke, Kante 30. Höre ich dann so an. Es ist in der Tat 39. 39? Ist 39 Jahre alt. Krass. 39 Jahre alt und gibt im Durchschnitt 680 Euro im Monat für das Auto-Abo aus. Okay. Das würde ich, wenn man das einfach mal bewertet, recht attraktiv finden. Ja, also den Wert hätte ich nicht geschätzt, sage ich ganz ehrlich. Da bin ich aber, das ist ja immer sehr subjektiv. Also ich hätte da die magische 500 irgendwo so im Blick gehabt, wobei da natürlich auch leicht zu argumentieren ist, ja, aber denk, da kommt die Versicherung noch zu, Steuer irgendwie noch zu. Ist ja alles inklu, dennoch. Aber welche, vielleicht noch, welche Fahrzeugkategorien seht ihr denn, die Autohändler so in der Breite erfolgreich ins Abo bringen? Ist das so der ausgelutschte Twingo oder, keine Ahnung, das Gegenteil? Wir sehen wirklich alles. Also das Gebrauchtfahrzeug, das Neufahrzeug, das Luxusfahrzeug, der Kleinstwagen, das Portfolio, die Bandbreite ist wahnsinnig groß. Wir sehen und sind auch relativ professionalisiert an dem Punkt, die Gesamtwertschöpfungskette des Fahrzeugs in den Fokus zu stellen und ein neues Fahrzeug zu einem Gebrauchtfahrzeug zu produzieren. Das heißt, du schickst dieses Auto-Abo-Fahrzeug für zwölf Monate auf die Reise, um das zu vereinfacht sagen oder die Zahl zu vereinfachen. Und dieses Fahrzeug kommt nach zwölf Monaten zurück und ist quasi mit den Grundparametern und Grundwerten ein optimales Gebrauchtfahrzeug. Also sprich, der Kunde, der im Durchschnitt 1250 Kilometer im Monat fährt, erzeugt ein Schadensbild, erzeugt halt all die Rahmenbedingungen, die sehr, sehr attraktiv sind, um so ein Fahrzeug für den Zweitverwendungszweck vermarkten zu können. Und da sehen wir einen großen, großen Geber. Der Markt dreht gerade rasant oder dreht sich rasant. Wir kommen aus einer Zeit mit Chip-Shortage und Co., wo wir halt wirklich wenig Fahrzeugverfügbarkeiten hatten. Das ist aktuell komplett sich verändernd. Und wenn man da halt wirklich den gesamten Blick auch auf die Wertschöpfungskette legt, dann ist es super attraktiv, ein Fahrzeug vorne halt eben zu beschäftigen, ein Profit-Center da reinzunehmen, einen Deckungsbeitrag zu erwirtschaften und das Fahrzeug nach zwölf Monaten dann halt in die Zweitverwendung zu geben und es dann halt eben zu verkaufen. Der Kunde, der das AutoAbo fährt, der kommt in der Regel zu ganz, ganz hohen Prozentualensätzen auch wieder und shared das Fahrzeug halt noch mal, beziehungsweise sucht wieder ein AutoAbo für weitere zwölf Monate. Allerdings ein anderes Auto. Dementsprechend ganz, ganz attraktiv, aus Autohausperspektive da einen Grundcase zu bauen. Okay. Ja, okay. Vielen Dank da erstmal für, dass du das mal so genau beschrieben hast, weil das ist, glaube ich, durchaus nicht unwichtig. Wie, jetzt nochmal zu eurem Unternehmen, wie seid denn ihr so aufgestellt, frage ich immer so ganz platt aus dem Ruhrgebiet. Standort Würzburg hast du, glaube ich, schon verraten. Wie viele Mitarbeiter seid denn ihr jetzt im bereits fünften Jahr? Wie würdest du sagen, was ist denn so euer Wunschkunde? Unser Wunschkunde ist eigentlich jedes Autohaus. Gerade dieser Fokus Autohaus ist für uns ganz, ganz interessant. Wir haben ein Produkt, also wie sind wir aufgestellt? Wir haben etwas mehr als 40 Leute heute. Wir konzentrieren uns auf dieses eine Produkt und das ist das Befähigen zum AutoAbo-Anbieter-Dasein. Und das machen wir, in dem Gehalt eben über verschiedene Strukturen, sprich begonnen in der Buchhaltung, Finanzabwicklung des einzelnen Fahrzeugs über quasi Marketing, als Marketing-Tools und Lösungen, die wir dem Autohaus zur Verfügung stellen, über natürlich eine ganz große Bandbreite an Product und Software-Development. Das heißt, wir entwickeln unsere Software komplett selbst, schreiben diese Software komplett selbst und die Kollegen kommen mit der Idee vom Autohaus zurück in unsere Organisation, skizzieren daraus ein Produkt und das entwickeln wir dann selbst und geben es dann quasi über die Struktur Key Account Management und Operations dann wieder zurück zum Kunden und dort betreiben wir das Ganze. Ja, also wirklich alles Inhouse, was ihr da entwickelt und beratet dann auch. Absolut, ja. Cool. Exakt. Ich glaube, dass diese Betreuung und genau diese partnerschaftliche Nähe, die wir halt im grundlegenden Produkt haben, ein ganz wichtiger Schlüssel ist. Also wir arbeiten mit den meisten Autohäusern, mit denen wir heute zusammenarbeiten, immer langfristig in einer quasi Entwicklungsphase zusammen und ein Autohaus so zu entwickeln, machen wir beispielsweise über eine ganz, ganze Key Account Struktur, über eine Business Development Struktur. Das heißt, die Kollegen sind verantwortlich für ein Autohaus und entwickeln dieses Autohaus letztlich dem eigenen Auto aber Produkt, das ja am Ende des Tages immer wieder dann, so wie auch jedes Autohaus sehr, sehr individuell ist, eine eigene Note bekommt. Und das begleiten wir eng und dass es nicht kurzfristig ist und das ist nicht, was man mal eben kurz mitmacht, weil das ein schöner Trend ist, sondern wir versuchen es eben halt eben nachhaltig zu entwickeln. Und da haben wir gute Beispiele. Und was ist unser Lieblingskunde? Das ist vollkommen egal. Es gibt die kleinen Marmen Pub Handler, die mit uns sehr, sehr erfolgreich zusammenarbeiten. Wir haben aber auch Größenordnungen, wie die Amag in der Schweiz, als einer der ganz großen Kunden in unserem Portfolio. Dort arbeiten wir über 85 Autohäuser in der gesamten Schweiz hinweg. Also sprich, von groß bis klein ist da wirklich alles dabei. Und es gibt nicht das Autohaus, das jetzt eine schlechte Grundvoraussetzung dafür hat, selbst Auto-Abo anbietet zu sein. Jedes Autohaus, das halt eben letztlich eine Leasing-Rate und eine Schienenbeziehungs-Rate anbietet, kann am Ende des Tages auch eine Abo-Rate anbieten. Und das können wir über einen ganz, ganz einfachen Weg eigentlich herstellen und dann eben auch so educaten, dass es dann für das Autohaus halt auch einfach abwickelbar ist. Und das ist eigentlich immer die Grundidee. Wir versuchen die Lösungen im Hintergrund zu machen, die für das Autohaus halt eben schwer umzusetzen wären. Okay. Noch so eine etwas allgemeinere Frage, aber schon so Fokus Auto-Abo. Welche Herausforderungen und Chancen siehst du im deutschen Markt für das Auto-Abo, sag ich mal? Also wie sind so deine Erfahrungen und was siehst du so auch ein bisschen kommen? Es ist ja wirklich interessant, wenn du ein E-Commerce-Unternehmen bist, dann kannst du ja natürlich alles auswerten. Und wenn wir sehen, wie viel Such-Anfragen und letztlich über Google Anfragen über den Marktplatz von Farben gibt, dann siehst du, dass das ein wahnsinniger Wachstumsmarkt als solcher ist. Und dieser Kunde, das, was ich vorhin schon mal meinte, das ist einer, der fragt kein anderes Produkt nach, sondern der sagt, hey, ich habe Convenience online gesehen, da gibt es ein Auto-Abo. Da ist man über den Sub-Algorithmus Google letztlich auf eine Seite gekommen und bucht dieses Fahrzeug. Und dieser Kunde, den adressiere ich oder den bekomme ich als Autohaus im Zweifel nicht und verliere ihn an einen etwaigen Auto-Abo-Anbieter, wenn ich diesen Kunden so nicht anspreche. Und das ist immer das, was wir vermeiden wollen. Und da dreht der Markt sich halt eben auch komplett hin. Und die Chancen, die sind da groß. Gerade wenn ich sehe, im Kontext Elektromobilität, eine Unsicherheit im Markt. Wir haben so viele neue, disruptive Veränderungen im Markt. Da ist das Auto-Abo als niedrige Eintrittszüge beispielsweise für ein Elektrofahrzeug ein total attraktiver Case. Und für einen Kunden am Ende des Tages total leicht nachverziehbar. Okay, also eher Chancen als … Ich habe ja nicht nach dem Gegenteil Probleme gefragt, sondern Herausforderungen und Chancen. Also von daher bist du wirklich positiver Dinge, ne? Ja, total. Muss man auch wirklich sagen. Die Jahre, wie ich es gerade schon gesagt habe, in Corona, in Ship Shortage etc. pp. Salopp gesagt, wir hatten eine tolle Idee. Wir haben ein tolles Produkt. Wir sind toll skaliert mit einigen Partnern. Aber der ganz große Beschleuniger, der ist natürlich dadurch, dass keine Fahrzeuge im Markt verfügbar waren, auf die letzten zwei, drei Jahre halt eben ausgeliehen. Und das ist zum Glück gerade so, dass sich das stark verändert hat. Also wenn man bei uns auf dem fahren.com-Marktplatz schaut, dann gibt es mehrere tausend Fahrzeuge, die support-verfügbar sind, die jetzt direkt gebucht werden können. Und ja, da ist auf jeden Fall, glaube ich, noch viel Musik drin. Und da passiert gerade ganz, ganz viel. Ja, okay. Du hast noch die Plattform erwähnt. Und ich sage jetzt mal nur Plattform. Sag mal was zu der Plattform, die du erwähnt hast. Das scheint ja nicht so eine Kleinigkeit zu sein. Nee, das ist schon unser wichtigstes Vehikel. Das ist fahren.com. Das ist unser Marktplatz. Und am Ende des Tages halt eben genau unsere Reichweitengenerierungsmaschine. Das heißt, unsere Partner stellen die Fahrzeuge nicht nur auf ihre eigene Homepage, sondern eben auch auf diesen fahren.com-Marktplatz. Und das ist salopp gesagt eigentlich Deutschlands größter Auto-Abo-Marktplatz mittlerweile. Und entsprechend finden wir damit, wenn der Kunde ganz, ganz klassisch über Google Auto-Abo eingibt, kommt er relativ schnell auf den fahrenden Marktplatz und findet dort halt eben, ich glaube, wir haben aktuell rund 4.000 Fahrzeuge sofort verfügbar auf dieser Plattform. Dann haben wir noch so etwas wie 250 verschiedene Modelle. Entsprechend hat der Kunde natürlich ein wahnsinnig breites Feld an Überblick und kann natürlich wirklich regional in ganz Deutschland das passende Auto-Abo-Fahrzeug beim Händler für ihn selbst finden. Und da ist der Marktplatz für uns auch immer wirklich ein ganz, ganz wichtiges Vehikel für die Zusammenarbeit mit dem Autohaus. Weil das Autohaus darüber natürlich letztlich neue Kunden bekommt und in unserem Geschäftsmodell halt eben etwas, was keine zusätzliche Gebühr bei uns kostet. Also sprich für den Händler ein sehr, sehr dankbares Tool. Und ja, man kann gut sagen, dass 80, 85 Prozent der Buchungen über diesen Marktplatz kommen und der Rest halt quasi in der eigenen Peripherie des Autohauses halt eben gespielt wird. Okay, ja cool. Danke, dass du das mal erläutert hast. Okay. Ja, gerne. Ja, Julian, ganz lieben Dank, dass du meinen bohrenden Fragen über und in eurer Unternehmen so toll beantwortet hast. Jetzt ist Zeit für die Abschlussfrage, den Klassiker. Den wirst du kennen. Wann sitzt du das erste Mal in einem komplett autonomen Auto? Irgendwie bestellen, es kommt, du legst dich rein, liest was, steigst deine Arbeit wieder aus. In Deutschland. Und damit ist die Frage galatt komplex geworden. Hättest du gesagt in Shanghai, hätte ich mir das jetzt gut vorstellen können. Nein, ich glaube, das dauert noch ein paar Jahre. Ich gehe davon aus, dass das ganze Thema rechtlich nicht ganz so einfach umzusetzen sein wird, wenngleich diese Autos ja heute schon wahnsinnig autonom fahren können. Wenn ich sehe, ich habe es in Stuttgart erst gesehen, beim Stuttgarter Flughafen, was Mercedes da auf die Beine stellt etc. Das ist ja schon begeisternd und möglich ist es ja. Von daher kann ich mir das recht schnell vorstellen. 2030, 2035, aber nicht ohne das Recht. Also dann realistisch in der Breite, du kommst nach Düsseldorf ins Ruhrgebiet wie auch immer und willst autonom fahren, dann im Jahre? 2035. Okay. Bin Optimist. Okay. So gehen wir aus der Show raus. Vorhin auch schon so positiv, wo ich mich bedankt habe, jetzt auch so positiv, bedanke ich mich nochmal. Dankeschön, dass du Rede und Antwort bestanden hast und mit dem Podcast sind wir für heute durch. Und ich sage, macht’s gut da draußen, tschüss und auf Wiedersehen und der Julian sagt. Danke, lieber Tim und es ist ganz bald, ich freue mich. Alles klar. Ciao. Ciao.