Einleitung
In der neuesten Folge des Podcasts „Benzingespräche“ von Tim Klötzing, einem Experten der deutschen Automobilbranche, steht die Thiemeier-Gruppe im Mittelpunkt. Mit ihrer beeindruckenden Geschichte und innovativen Ansätzen zur Nachhaltigkeit setzt die Gruppe neue Maßstäbe im Autohandel.
Die Thiemeier-Gruppe: Ein Überblick
Die Thiemeier-Gruppe ist ein bedeutender Akteur im deutschen Autohandel mit 32 Standorten und rund 1900 Mitarbeitern, hauptsächlich im Ruhrgebiet. Gegründet vor 70 Jahren von Paulines Großeltern, hat sich das Unternehmen stetig weiterentwickelt und ist heute ein führender VW-Händler mit einem Umsatz von fast einer Milliarde Euro.
Nachhaltigkeit als Unternehmensphilosophie
Pauline Thiemeier, die zusammen mit ihrem Bruder Fritz in der dritten Generation in das Familienunternehmen eingestiegen ist, legt großen Wert auf Nachhaltigkeit. Ein bemerkenswertes Projekt ist die Initiative „Forest for Future“, bei der für jedes verkaufte Auto ein Baum gepflanzt wird. Diese Bäume werden von Azubis auf einer Fläche nahe Köln gepflanzt, was nicht nur der Umwelt zugutekommt, sondern auch das Bewusstsein der Mitarbeiter für ökologische Verantwortung stärkt.
Herausforderungen und Chancen der Nachfolge
Die Übernahme eines so großen Unternehmens bringt natürlich auch Herausforderungen mit sich. Pauline beschreibt den Druck, der mit der Verantwortung einhergeht, sieht darin jedoch auch eine enorme Chance, das Unternehmen in eine nachhaltige Zukunft zu führen. Ihre Projekte zur Mitarbeiterzufriedenheit und Unfallmanagement zeigen ihr Engagement für kontinuierliche Verbesserung.
Persönliche Einblicke
Neben ihrer beruflichen Tätigkeit ist Pauline auch im Reitsport aktiv, was ihr hilft, Disziplin und Durchhaltevermögen zu entwickeln. Diese Eigenschaften überträgt sie erfolgreich in ihren Berufsalltag und sieht darin eine wichtige Parallele zwischen Sport und Unternehmensführung.
Fazit
Die Thiemeier-Gruppe ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie Tradition und Innovation im Autohandel Hand in Hand gehen können. Mit einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit und Mitarbeiterengagement zeigt Pauline Thiemeier, dass die Zukunft des Autohandels nicht nur in technologischen, sondern auch in ökologischen und sozialen Innovationen liegt.
Show Notes & Key Takeaways
Themen:
- Geschichte und Entwicklung der Thiemeier-Gruppe
- Nachhaltigkeitsprojekte wie „Forest for Future“
- Herausforderungen der Unternehmensnachfolge
- Persönliche Einblicke in Paulines Alltag
Key Takeaways:
- Die Thiemeier-Gruppe ist ein führender VW-Händler in NRW.
- Nachhaltigkeit wird durch Projekte wie Baumpflanzaktionen gefördert.
- Die Nachfolge im Familienunternehmen bringt sowohl Druck als auch Chancen mit sich.
- Persönliche Interessen wie Reitsport können wertvolle Fähigkeiten für den Berufsalltag vermitteln.
- Der Erfolg der Gruppe basiert auf einer Kombination aus Tradition und Innovation.
- Pauline Thiemeier engagiert sich aktiv für die Mitarbeiterzufriedenheit.
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Benzingespräche – der Branchen- und Personality-Talk der deutschen Automobilwirtschaft. Der Podcast für und mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind, erzählt zu werden. Es geht um neue und verschiedene Blickwinkel auf die Autobranche und persönliche Meinungen zukünftiger Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, Content-Creator und freier Automarketing-Berater. Bevor es nun losgeht, ein kurzer Hinweis auf einen starken Partner, der diesen Podcast möglich macht. CarWow! CarWow ist die führende Neuwagen-Plattform für Autokäufer, Händler und Automobilhersteller. Wussten Sie schon? Mit über 3 Millionen Besuchen pro Monat ist CarWow eine der einflussreichsten Automotive-Media-Brands und bietet Herstellern und Händlern Zugang zu Deutschlands größter Neuwagen-Audience. Mehr Infos auf carwow.de Herzlich Willkommen zurück bei den Benzingesprächen und heute wieder mit meiner Co-Host Juliane Schleicher. Hallo Juliane. Hallo Tim, freu mich. Ja, ich mich auch. Guten Morgen. Ja, heute sind wir wieder dabei zusammen und zwar du hast aus deinem Pink Network Interviews du ja immer spannende Gäste. Und da erstmal ganz kurz so die Frage, was ist das Pink Network und vor allem, wen hast du denn diesmal vor das Mikrofon bekommen? Ja, das Pink Network ist ein Event-Format oder ein Community-Format für Autohändlerinnen und Managerinnen in Auto- und Mobilitätshäuser. Das gibt es seit Ende letzten Jahres und wir treffen uns regelmäßig. Und dieses Mal habe ich Pauline Thiemeier getroffen von der Thiemeier-Gruppe und zwar am Vorabend unseres Neu-Mobility-Rockstars-Event in Köln. Das war ganz spannend. Wir haben uns eigentlich spontan dazu entschlossen, uns auf eine Bank zu setzen und draußen zu sitzen und ein bisschen zu plaudern. Es ist mal ein etwas anderer Podcast geworden, aber ich fand es sehr erfrischend. Mal was anderes als die sterile, digitale Aufnahme. Ja genau, online aufnehmen kann ja jeder. Genau. Und dann spontan, also ihr wart ja schon verabredet dazu und dann im Rahmen deines tollen Events habt ihr das dann auch aufgenommen. Ich bin auch schon sehr gespannt. Pauline, ich weiß, Thiemeier, ich bin aus dem Ruhrgebiet, da kennt man Thiemeier. Ein riesen, ja ich wollte jetzt beinahe schon Konzern sagen, ein riesen Autohaus-Gruppe und da ist Pauline auch in der Nachfolge. Die war ja auch bei deinem, ich sag mal, Nachwuchsevent. Da bin ich schon gespannt drauf. Da bestimmt einiges zu berichten. Das ist ja wahrscheinlich auch nicht ganz ohne. Ne, definitiv. Und ich habe sie auch gefragt, wie es ist, wie sie mit dem Druck auch umgeht. Das ist ja schon auch Druck und eine große Verantwortung, die sie und ihr Bruder haben. Und sie hat ja auch ein bisschen erzählt, was sie so in der Freizeit macht und wie ihr das auch hilft für ihr Berufsleben. Also sehr spannend, kurzweilig. Wie gesagt, eine besondere Situation. Man hört auch zwischendrin, dass wir draußen sitzen, laufen Kinder vorbei, Hunde und so. Aber es ist ganz nett. Ich höre gerne rein. Also ich fand es wirklich sehr, sehr, sehr spannend. Ganz genau. Ja, dann wollen wir da auch nicht lange drüber reden, sondern uns das anhören, was ihr da besprochen habt. Und von daher springen wir rein. Oder, Jule? Ja, los geht’s. Auf geht’s. Viel Spaß dabei. Ja, herzlich willkommen zur vierten Folge von meinem Pink Network Podcast. Heute ein ganz besonderer Podcast, denn ich sitze hier am wunderschönen Rhein in Köln, bei Sonnenuntergang mit Pauline Thiemeier von der Thiemeier-Gruppe. Wir unterhalten uns jetzt mal ein bisschen und ich freue mich, dass du da bist, Pauline. Ja, Juliane, vielen Dank für die Einladung. Ich freue mich auch, dass wir hier zusammen sind. Und ich glaube, einen schöneren Ort hätte es gar nicht geben können für einen Podcast. Ja, genau. Mal was anderes. Mal was anderes als immer nur online. Wir sitzen uns gegenüber und wir sehen uns und das ist wunderbar. Thiemeier-Gruppe, glaube ich, brauche ich jetzt nicht so erwähnen, wer ihr seid oder was ihr macht. Die meisten kennen euch, aber nochmal ganz grob, wie groß seid ihr? Wie viele Standorten, wie viele Mitarbeiter habt ihr? Was ist die Thiemeier-Gruppe? Ja, wir haben 32 Standorte, mittlerweile um die 1900 Mitarbeiter und sind in ganz Nordrhein-Westfalen eigentlich verteilt. Schwerpunkt ist Ruhrgebiet. Kommen aus Bochum, also der Hauptbetrieb ist in Bochum gewesen und haben dann über die letzten Jahre vor allen Dingen immer weiter expandiert und größere Gruppen auch übernommen. Wir haben jetzt als aktuellste Übernahme vor kurzem die Damas-Gruppe übernommen, auch mit dem Standort in Bochum. Wir haben also nochmal 200 Mitarbeiter rund mehr jetzt. 10 Standorten auch im Ruhrgebiet, jetzt mit der Marke Hyundai vertreten. G-Piad-Abrad gehört auch noch dazu. Ja, sonst sind wir eigentlich ein reiner VW-Händler. Also wir haben die Marken Audi, Skoda, Seat, Volkswagen-Nutzfahrzeuge. Wir machen jetzt wahrscheinlich knapp 900 Millionen Umsatz und werden jetzt mit Damas die Milliarde wahrscheinlich knacken. So sind wir erst mal aufgestellt. Das Unternehmen gibt es seit 70 Jahren. Ich habe meine Oma gegründet mit meinem Opa zusammen und der ist dann verstorben, als mein Vater 17 war und dann hat meine Oma alleine mit meinem Papa die Geschäfte weitergeführt oder das Geschäft und das dann übernommen von der Oma. Und jetzt sind dein Bruder Fritz und du sozusagen in der dritten Generation schon dabei und auch schon fest integriert als Mitarbeiter. Was machst du? Genau, also ich studiere noch dual den Master an der FADW in Bergisch Gladbach. Ich mache den Master in Automotive Management, nennt sich das, und mache bei uns im Unternehmen das Thema Projekte. Habe verschiedenste Projekte, wie zum Beispiel Unfallmanagement, Erhöhung der Mitarbeiter, Anwesenheit und der Mitarbeiterzufriedenheit. Und ja, immer das Thema Nachhaltigkeit, immer zu verschiedenen Themen Projekte, für die ich dann hauptverantwortlich bin und arbeite dann mit den Abteilungen fachspezifisch zusammen. Und das ist so derzeit meine Aufgabe bei uns im Unternehmen neben meinem Studium halt. Okay, das klingt ja nach vielseitigen, unterschiedlichsten Aufgaben. Ja, es ist auf jeden Fall sehr spannend und generell dieses Thema Projektkultur war bei uns bislang noch nicht so verankert und deswegen macht das Spaß, das dann auch zu fördern und da auch mit den Mitarbeitern dann auf einer anderen Ebene nochmal zusammenarbeiten zu können. Wie groß ist der Druck oder die Verantwortung, die man empfindet, wenn man als Nachfolgegeneration sozusagen in so einen riesen Autohandel reinwächst? Also es wäre falsch zu sagen oder es ist nicht richtig zu sagen, dass man keinen Druck hat. Also natürlich macht man sich den Druck selber. Das ist, denke ich, jedem klar, wenn man die Verantwortung von so vielen Menschen irgendwann mal übernehmen soll und deren Familien, die da dranhängen. Aber auf der anderen Seite muss man natürlich auch sagen, dass mein Bruder und ich natürlich auch eine große Chance haben, überhaupt die Möglichkeit zu haben, in so ein Unternehmen mit einzusteigen. Ja, auch so ein Unternehmen dann wirklich mit voranbringen zu dürfen. Aber natürlich, klar, der Druck, den macht man sich. Aber ich denke, das kann jeder verstehen, der von seinem Papa dann ein sehr, sehr gut geführtes und gut aufgebautes Unternehmen irgendwann mal übernehmen will, dass das schon mit einem Druck verbunden ist. Aber meist macht man sich den tatsächlich selber. Das stimmt, ja. Das höre ich sehr oft. Du erwähntest gerade eben das Thema Nachhaltigkeit als ein Projekt, worum du dich drum kümmerst. Oder ich glaube, dein Bruder auch. Kannst du ein paar Beispiele nennen? Ja, genau. Also das Thema Nachhaltigkeit freuen wir mit einer eigenständigen Firma. Also wir haben eine Firma gegründet, die nennt sich Forest for Future. Und wollen natürlich auch als Autohandel was für das Thema machen, weil das liegt uns sehr am Herzen. Da auch den grünen Aspekt mit drin zu haben. Pflanzenbäume oder Pflanzenbaum für jedes verkaufte Auto. Also der Kunde kriegt dann ein Zertifikat. Und die Bäume, also wir haben eine Fläche nähe Köln. Da pflanzen derzeit in so bestimmten Abschnitten unsere Azubis Bäume. Also immer dann, wenn der Förster auch sagt, dass das in Ordnung ist und nicht die ganzen jungen Bäume eingehen, weil es dann zu trocken ist oder weil es nicht die richtige Struktur gerade hat. Schon mit Sinn und Verstand. Mit Sinn und Verstand, genau. Aber das wäre so ein Nachhaltigkeitsprojekt, was wir total vorantreiben. Wir nehmen das auch ernst und es kommt auch immer wieder positives Feedback von den Kunden, die das wirklich klasse finden, was wir da machen. Und ja, unsere Azubis finden das auch super. Man kann sagen, das kommt auch bei denen sehr gut an, weil das mal was anderes ist. Die meisten kommen aus der Innenstadt oder aus städtischen Gebieten, wo wir auch angesiedelt sind. Und dann einen Baum zu pflanzen, in der Natur zu sein, das hat auch sowas sehr Schönes. Ja, und das finde ich einfach wichtig, dass man so seinen grünen Fußabdruck hinterlässt. Also gerade auch für eure Generation, dass man glaube ich da… Ja, wir haben da ja auch eine riesen Verantwortung und versuchen natürlich das Thema Nachhaltigkeit einfach dann auch zu spielen. In diesem Bereich Bäume pflanzen oder wir haben auch so Brutkästen, die wir in der Stadt aufhängen. So Tiegmeier Brutkästen, Brutkasten für Vögel in Verbindung mit dem Naturschutzbund. Wollen wir noch ein Projekt machen, wo dann in Bochum an ausgewählten Bäumen von der Stadt so einen Brutkasten aufgehangen wird. Ja, Nachhaltigkeitsthemen, also sind wir immer super daran interessiert und es macht uns auch Spaß und nehmen wir auch ernst. Und wir wissen auch die Verantwortung, die wir darum haben. Okay, also nicht nur Greenwashing oder so. Ja, genau. Für die Öffentlichkeitswirkung, wir tun was und dann nicht… Glaubt ihr, dass das dir das am Herzen liegt? Ja, das liegt uns wirklich am Herzen. Wenn wir bei Brutkästen sind, komme ich auf Tiere zu sprechen. Ich habe gegoogelt tatsächlich, dass du im Reitsport aktiv bist als Amateurin oder? Ja, im Amateursport. Auch erfolgreich? Ja, zur Zeit meiner Ausbildung habe ich das noch ein bisschen intensiver betrieben, weil ich da natürlich mehr Zeit hatte. Also zur Schulzeit und noch mehr, aber jetzt in der Ausbildung hatte ich da etwas mehr Zeit als jetzt im Studium und mit dem Job. Aber immer noch im Amateurbereich, habe auch an Meisterschaften teilgenommen und war im Kader. Ja, das ist ein sehr zeitintensives Hobby, aber doch eine schöne Entspannung dann zum stressigen Büroalltag. Was kannst du so aus dem Reitsport für deine Arbeit oder dein Berufsleben mitnehmen? Kann man da Parallelen ziehen oder ziehst du dir auch vielleicht Kraft raus oder so ein paar Sachen, wo du sagst, so wie ich den Reitsport mache, mache ich es auch vielleicht im Job oder so. Gibt es da Beispiele? Ja, auf jeden Fall. Ich meine, ich habe mir einen Sport ausgesucht, wo man mit dem Tier zusammenarbeitet und agiert. Da hat man einfach eine riesen Verantwortung und man muss einfach die Disziplin dann auch haben. Jeden Tag, egal wie lange man im Büro war, wie stressig der Tag war bei Wind und Wetter, ob es warm ist, ob es nicht warm ist, dahin zu fahren und sich zu kümmern. Man hat einfach eine riesen Verantwortung. Und natürlich ist es auch so, dass man auch einfach Niederlagen in Kauf nimmt, weil das Pferd ist mal nicht gut drauf, der Reiter ist mal nicht so gut drauf, es ist nie immer gut. Das werden andere aus ihrem Leistungssport oder die Leistungssportmacher auch kennen. Da nimmt man schon dieses Wiederaufstehen, sich wieder aufraffen und weitermachen und weiterkämpfen. Also das habe ich immer extrem mitgenommen, weil wenn man runtergefallen ist, das beste Beispiel, mit körperlichen Schmerzen meist verbunden, dann wieder aufzustehen und weiterzumachen. Das hat mich schon im Leben sehr geprägt. Auch begleitet über die letzten Jahre, wenn mal was nicht so gut lief oder wenn ein Projekt in die falsche Richtung lief, dann einfach das zu erkennen, sich selbst auch zu reflektieren. Auch das hat man oder habe ich durch den Reitsport auch gelernt. Den Fehler nicht immer beim anderen suchen, sondern bei sich selber auch mal anzufangen. Also diese Selbstreflektion und dann einfach aufstehen und weitermachen, bis man wieder den Erfolg hat, den gewünschten Erfolg erzielt hat. Also du sagst, das hat dich schon sehr diszipliniert. Ja, das hat mich auf jeden Fall sehr diszipliniert. Und wenn man mit so einem Tier zusammen eine Einheit bildet, ein Team bildet, dann ist das schon was ganz Besonderes. Und dieses Zusammenarbeiten ist auch nochmal was ganz anderes. Das hat mich auf jeden Fall auch weitergebracht. Die Disziplin, die man bringt, also in vielen Themen, war das sehr lehrreich. Und wie du ja auch sagst, es funktioniert nur, wenn ihr beide als Team zusammenarbeitet. Genau, also man muss sich jetzt vorstellen, ich mache jetzt zum Beispiel hauptsächlich Springreiten, aber wenn man da so einen Sprung hat, der 1,35 Meter oder 1,40 Meter hoch ist, kein Tier springt da rüber, wenn das kein Vertrauen zu seinem Reiter hat. Weil es natürlich weiß, wenn da jetzt was schief geht, kann es für beide richtig blöd enden. Deswegen, also dieses Thema Vertrauen, das muss man sich da auch erarbeiten. Und ich denke, das kann man ganz gut auf ein Unternehmen, auf Mitarbeiter dann vielleicht auch hier und da mal übertragen. Dass man da auch dann konsequent sein muss in vielen Dingen, aber dann auch wieder Vertrauen geben muss, sich immer wieder selbst reflektieren muss. Und vor allem, dass es auch nicht heißt, nur weil ich jetzt oben sitze, dass ich dann sozusagen meinen Willen durchdrücke, sondern das wäre dann auch nur eine Meinung. Genau, so ungefähr. Und apropos Team, du sagtest vorhin, bei deiner Projektarbeit kümmerst du dich auch um Mitarbeiterförderung oder Mitarbeiterzufriedenheit. Was sind da so die größten Herausforderungen? Ja, wir stehen natürlich vor der sehr großen Herausforderung, dass das Recruiting der Mitarbeiter immer schwieriger wird. Und wir haben nun mal im Bereich Vertrieb vor allen Dingen nicht die Möglichkeit, großartig Homeoffice anzubieten. Also dann die Arbeitszeiten, auch mal Samstagsarbeiten bei uns im Vertrieb, das ist halt normal in diesem Bereich. War schon immer so? Genau, das war schon immer so. Und in der Werkstatt ist es dasselbe. Auch da können wir kein Homeoffice anbieten. Es gibt halt nicht nur Jobs, wo du im Co-Worker-Space in Berlin mit einem Chai Latte am Laptop sitzen kannst, sondern es gibt halt auch noch die Jobs, wo du einfach vor Ort sein musst, mit den Leuten sprechen musst, mit Kunden sprechen musst. Und da ist es halt die Challenge als Autohandel, weil man halt diese Randbedingungen einfach hat, sich so auszurichten, wie man es dann doch vielleicht besonders attraktiv für die Mitarbeiter machen kann. Das sind halt die größten Herausforderungen, dass die Randbedingungen einfach im Autohandel so gegeben sind. Und da lässt sich auch nur schwer dran rütteln. Aber das dann so mitarbeiterfreundlich, wie es geht zu gestalten, dass man Mitarbeiter bindet und auch wieder neue Mitarbeiter findet. Und wie schwierig ist das jetzt gerade im Ausbildungsbereich? Wie viele Azubis habt ihr? Oder habt ihr auch Probleme, Azubis zu finden, überhaupt jetzt? Also generell haben wir eigentlich immer einen sehr, sehr guten Zulauf an Bewerbung für Auszubildende. Nichtsdestotrotz muss man sagen, dass das in diesem Jahr schon ein bisschen schwächer geworden ist. Auch im letzten Jahr etwas schwächer war es schon. Und wir haben roundabout immer so um die 100 bis 120 Auszubildenden. Wir machen ja kaufmännisch, Lagerist, dann Mechatroniker. Also wir haben ja verschiedenste Ausbildungsberufe. Aber auch das wird immer anspruchsvoller. Da die Azubis passend abzuholen, auch attraktiv für die als Arbeitgeber zu sein und präsentieren uns da auf Messen in den Schulen, auf Social Media. Da erreicht man die, glaube ich, am besten mittlerweile. Aber das ist tatsächlich so, dass wir auch am liebsten unsere Auszubildenden übernehmen, weil die natürlich das Unternehmen kennen. Also wir übernehmen von allen Auszubildenden, ich sage mal, 98 Prozent. Okay, das ist viel. Weil wir selbst merken, die besten Mitarbeiter sind meist die, die man selber ausbildet. Weil die das Unternehmen kennen, weil die die Strukturen kennen, die Prozesse, die Mitarbeiter im Unternehmen. Und wir übernehmen einen Großteil der Auszubildenden immer. Weil wir einfach die Erfahrung gemacht haben, dass das auch die sind, die am besten bei uns funktionieren und die auch lange bei uns bleiben. Also Mitarbeiterloyalisierung sozusagen schon von Anfang an. Genau, Mitarbeiterloyalisierung von Anfang an. Ja, wunderbar. Das ist ja der Podcast von Pink Network, das heißt es geht ja auch ums Thema Netzwerken. Wie wichtig sind für dich Netzwerke vor allem auch im Wissensumfeld? Ja, da gibt es ja so ein schönes Sprichwort, ich glaube das geht so ähnlich wie über Kontakte oder man beschwert sich nur, wenn man keine Kontakte hat. Man beschwert sich nur der, der keine hat. Genau. Bist du eine Netzwerkerin oder sagst du, ja, muss ich ab und zu, aber eher lieber nicht? Also ich netzwerke schon gerne und vor allen Dingen nehme ich auch gerne so Veranstaltungen wahr, wo das möglich ist. Also bei LinkedIn bin ich nicht super aktiv, aber versuche schon immer wieder was zu teilen, zu posten, mich da auch zu vernetzen. Aber ich finde natürlich den persönlichen Kontakt über so Veranstaltungen wie heute, die geben einem nochmal einen ganz anderen Input und auch einen Mehrwert. Aber das Thema Vernetzen ist sehr, sehr wichtig in unserer Branche. Gerade vor dem Hintergrund, dass wir einfach sehr, sehr herausfordernde Zeiten haben. Und das wird an Bedeutung auch zunehmen, auch im Hintergrund auf Mitarbeitergewinnung und Findung. Das heißt, Netzwerk ist ein ganz, ganz wichtiger Teil in unserem Business. Ja, definitiv. Ja, Pauline, das war unser schöner, lauschiger Podcast. Ja. Ich hoffe, es hat dir gefallen. Ja, sehr. Vielen Dank dafür. Gerne nochmal. Auf jeder Zeit. Und wie gesagt, live von den Fahrern am allerliebsten. Ja, das war auch sehr schön, dass wir das live machen konnten. Dann bis zum nächsten Mal. Vielen Dank, Juliane, und bis zum nächsten Mal. Tschüss. Ciao.
Diese Episode ist Teil des Podcasts Benzingespräche von Tim Klötzing.