Einleitung
Die Digitalisierung hat die Automobilbranche in den letzten Jahren stark verändert. In dieser Episode von ‚Benzingespräche‘ diskutieren wir mit Martin Seidel und Dr. Steven Zielke über die Herausforderungen und Chancen, die neue Technologien für das Kfz-Gewerbe bieten.
Der Digitale Tag in Schleswig-Holstein
Martin Seidel, stellvertretender Geschäftsführer des Verbands des Kfz-Gewerbes Schleswig-Holstein, spricht über den bevorstehenden Digitalen Tag, der am 25. April stattfindet. Diese Veranstaltung widmet sich den neuesten digitalen Entwicklungen und deren Anwendung im Kfz-Gewerbe. Ziel ist es, den Betrieben innovative Lösungen zu präsentieren, die ihnen helfen, zukunftssicher zu agieren.
Die Rolle der Verbände
Seidel erklärt, dass der Verband als starker Partner des Gewerbes fungiert, indem er aktuelle und zukünftige Entwicklungen bewertet und den Mitgliedern beratend zur Seite steht. Der Fokus liegt darauf, den Betrieben unnötige Aufgaben abzunehmen, damit sie sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können.
Künstliche Intelligenz im Autohandel
Dr. Steven Zielke, CEO von Mobile App, ist ein weiterer Gast des Podcasts. Er betont die Bedeutung von KI im Autohandel und erläutert, wie diese Technologie Prozesse effizienter gestalten kann. Zielke, der seit 28 Jahren im Bereich KI tätig ist, hebt hervor, dass die Technologie inzwischen so weit entwickelt ist, dass sie für den Autohandel produktiv einsetzbar ist.
Praktische Anwendungen und Seminare
Die Nachfrage nach KI-Seminaren im Kfz-Gewerbe ist groß, was zeigt, dass das Interesse an digitalen Lösungen wächst. Zielke und Seidel diskutieren, wie KI nicht nur für die Erstellung von Inhalten, sondern auch für die Optimierung von Geschäftsprozessen genutzt werden kann. Die Zuverlässigkeit der eingesetzten Technologien ist dabei ein entscheidender Faktor.
Fazit
Die Digitalisierung bietet dem Kfz-Gewerbe zahlreiche Chancen, erfordert jedoch auch Anpassungsfähigkeit und Offenheit für neue Technologien. Veranstaltungen wie der Digitale Tag helfen dabei, Wissen zu vermitteln und den Austausch zwischen Experten und Praktikern zu fördern.
Show Notes & Key Takeaways
Themen:
- Digitale Transformation im Kfz-Gewerbe
- Rolle der Verbände
- Künstliche Intelligenz im Autohandel
- Praktische Anwendungen von KI
- Veranstaltungen und Seminare
Key Takeaways:
- Der Digitale Tag bietet Einblicke in neue Technologien.
- Verbände unterstützen das Kfz-Gewerbe bei der Digitalisierung.
- Künstliche Intelligenz kann Prozesse im Autohandel optimieren.
- Die Nachfrage nach KI-Seminaren ist hoch.
- Zuverlässigkeit der Technologie ist entscheidend.
- Digitalisierung erfordert Anpassungsfähigkeit.
- Wissenstransfer durch Veranstaltungen ist wichtig.
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Benzingespräche – der Branche- und Personality-Talk der deutschen Automobilwirtschaft. Der Podcast für und mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind, erzählt zu werden. Es geht um neue und verschiedene Blickwinkel auf die Autobranche und persönliche Meinungen zukünftiger Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, Content-Creator und freier Automarketing-Berater. Herzlich willkommen zurück bei meinem Podcast Benzingespräche. Und heute haben wir mal wieder eine Aufnahme, einen Podcast mit direkt zwei Gästen. Und zwar mit Martin Seidel, stellvertretender Geschäftsführer vom Verband des Kfz-Gewerbes Schleswig-Holstein. Geil Martin, ohne Versprecher. Super, ich bin begeistert. Da haben wir gerade noch drüber geflaxt. Und der liebe Steven Zielke oder Dr. Steven Zielke. Wir haben uns ja auch schon auf der Bühne gesehen, da habe ich ja auch den Doktor einfließen lassen, die Zeit muss sein. Der Founder und CEO vom Mobile App. Hallo Martin, hallo Steven. Hallo, hallo. Ja, schön, dass wir hier heute zusammen sind. Und diese Runde ist jetzt so keine ganz alltägliche, weil wir sind zu dritt. Und ja, lieber Martin, was bringt uns denn zusammen hier? Also der Kern ist der Digitale Tag, der bei uns in Schleswig-Holstein demnächst stattfindet, im April. Und da gibt es einiges, was einen guten Grund liefert, dass wir uns darüber unterhalten. So ein bisschen ist natürlich KI überall drin, das werden wir auch merken. Okay, ja, Digitaler Tag verrät es ja schon. Und die Herausforderungen im Kfz-Gewerbe durch neue Technologien, das bekommt ihr ja als Verband auch hautnah mit. Das ist schon ein Brett. Ja, das stimmt. Und ich glaube, das ist auch eine typische Aufgabe von einem Verband, wenn er gut das macht, dass er sich überlegt, was wird die Zukunft für die Betriebe bringen und ein Stück weit vordenkt. Sodass, wenn das dann wirklich eintritt, dass dann auch schon ein paar Antworten in der Tasche sind und man nicht dann erst überhaupt feststellt, oh, da gibt es ein Problem. Ja, euer Verband, der versteht sich ja auch als starker Partner des Gewerbes, des Kfz-Gewerbes und ihr beratet und bewertet aktuelle oder zukünftige Entwicklungen für den Autohandel. Beschreibt das doch ein bisschen näher, was ihr da so macht und welche Initiativen und so. Ja, wenn man so ganz einfach rangeht, dann kann man sagen, wer eine freie Werkstatt hat, der hat eigentlich Bock dazu, für Kunden die Autos in Schuss zu bringen oder in Stand zu halten oder wie auch immer. Das ist sein Kerngeschäft, da hat er Lust zu. Und jemand im Autohaus, der hat eben eine Idee, wie er mit dem Handel sein Geld verdient. Das ist seine Kernidee. Und dann gibt es eine Menge Kram, was drumherum passiert. Das muss er im Auge behalten, aber das ist nicht seine Liebe. Und das ist eigentlich unser Job. Also wir wollen bestimmt nicht unseren Mitgliedern das Kerngeschäft erklären. Da wären wir auch irgendwie blöd. Die sind ja schlauer als wir da. Aber ihnen das Unnötige von der Hand halten, das ist, glaube ich, eine wichtige Aufgabe. Also bei uns gibt es eine Technikabteilung, die kann dann zur AÜK zum Beispiel was sagen. Wir haben eine Rechtsabteilung, die kann zum Thema Arbeitsrecht was sagen. Oder wir haben auch Seminare für Führungskräfte. Also das sind so typische Dienstleistungen, die wir bringen. Und wie du es ja weißt, bei uns muss man nicht Mitglied sein wie bei der IHK oder der Handwerkskammer, sondern bei uns bist du Mitglied, weil du überzeugt bist, dass das Leistungsspektrum für dich was bringt. Und es muss mehr bringen, als es bei uns kostet. Ja, das hast du schön gesagt. Sehr vielfältig, viele Themen. Wenn du da gerade auch Rechtsberatungen und so auch noch rausholst, was ihr da so leistet. Jetzt sind wir aber eher mit dem anderen Thema ja hier unterwegs. Und Stichwort Digitalisierung. Alles rund um die Digitalisierung. Ist jetzt auch kein ganz neues, vom Himmel gefallenes Thema. Das ist ja schon einige Jahre länger in der Branche auch voll da. Und jetzt habt ihr euch überlegt, wir widmen diesem Thema einen ganzen Tag, eine ganze Veranstaltung. Was habt ihr da vor und wann? Ja, also 25. April findet das Ganze statt. Ist nicht das erste Mal. Wir haben bereits vor Corona auch zwei Veranstaltungen gehabt. Und unser Ziel ist eigentlich immer etwas zu zeigen, was so vielleicht den Betrieben noch nicht bekannt ist. Aber auf der anderen Seite auch dafür zu sorgen, dass das Produkt, was da vorgestellt wird, auch eine faire Chance hat, am Markt etabliert zu bleiben. Also es nützt nichts, jetzt irgendwie ein Start-up zu zeigen. Und leider zwei Jahre später gibt es das schon nicht mehr. Also insofern setzen wir auch gerade in diesem Jahr doch auf Player, wo wir sagen, ja, die sind dem Kfz-Gewerbe verschrieben. Die haben aber auch eine gewisse Etablierung drin. Und sie haben was Neues. Also sie haben irgendein Produkt, wo sie sagen, komm, das haben wir ganz speziell für das Kfz-Gewerbe entwickelt. Und da habt ihr den ganzen Tag ein Programm aufgesetzt. Und digitaler Tag, sagt es ja schon. Also wirklich Fachthemen aus der Digitalisierung, wo ihr Speaker habt. Genau. Und das ist aber auf der anderen Seite so, es reden die Leute, die es entwickelt haben. Also von daher haben sie auch Ahnung von dem, was da vorgestellt wird. Auf der anderen Seite ist es meistens so, dass wir sagen, 20 Minuten, da muss das irgendwie auch rübergebracht haben. Und wer dann sagt, oh, das ist was für mich, der kann dann ja in den vielfältigen Pausen, die wir anbieten, sich dann auch nochmal mit demjenigen speziell unterhalten. Und das ist, glaube ich, auch ganz im Sinne unserer Partner. Die wollen ja auch diese tiefer gehende Gespräche mit den Einzelnen haben. Ja, da haben wir jetzt ja heute auch direkt einen der Speaker des Events dabei, den lieben Steven. Und das ist ja auch jemand, der schon länger auch in der Automotive-Branche unterwegs ist. Und auch ich bin mir sicher, der ist nicht in ein, zwei Jahren wieder weg. Da habe ich so eine Ahnung. Steven, du darfst mit einem deiner Lieblingsthemen auf die Bühne. Das ist doch wieder geil, oder? Ja, absolut. Und ich habe neulich mal ausgerechnet, das Thema KI begleitet mich seit jetzt 28 Jahren. Und endlich ist es so weit, dass jeder drüber redet. Wahnsinn, oder? Ja, es ist faszinierend, auf jeden Fall, ja. Ja, also, wenn du 28 Jahre schon damit unterwegs bist, mag sich jetzt vielleicht der eine oder andere denken, so, ah, KI, das gibt es ja erst seit zwei Jahren. Nee. Also, ich sage mal, es ist tatsächlich in den Medien seit zwei Jahren sehr, sehr publik geworden. Es gibt es schon lange und es gibt auch viele Modelle und viele Anwendungen, die es schon sehr, sehr lange gibt. Die Effizienz ist natürlich in den letzten Jahren, in den letzten zwei Jahren massiv hochgegangen. Und das finde ich gerade so spannend, weil das Ganze sehr, sehr menschlich geworden ist. Also, die Art, wie man mit KI umgeht, ist sehr menschlich. Und ich glaube, wenn man den richtigen Zugang dazu findet, also auch viele der Kollegen werden feststellen, dass sie mit KI wahrscheinlich besser umgehen können als mit anderen digitalen Prozessen, weil man es doch in der natürlichen Sprache teilweise ausdrücken kann. Das, was wir in den letzten zwei Jahren erlebt haben, ist ja die Entwicklung der Large-Language-Modelle, der Sprachmodelle. Und genau da setzt das ja an, dass wir über normale Sprache dann mit einem Computer in Anführungszeichen reden können und ihm auch sagen können, welche Aufgaben wir von ihm erwarten. Und das ist das Faszinierende, dass wir jetzt eine Technologie haben, die eben diese Digitalisierung den Anwendern deutlich einfacher und verständlicher macht. Ja, das ist ja, wo du gerade sagst, das ist einfacher zugänglich. Also, es gibt quasi neue Schnittstellen, die es vielen Menschen viel einfacher machen, damit umzugehen. Weil ich denke mal, wenn du dich schon seit 28 Jahren damit beschäftigst, war es ja vorher wahrscheinlich ein Fachthema, wo du mindestens programmieren können musstest, schätze ich mal, um ansatzweise mit einer KI zu interagieren. Ja, absolut. Es ging um Daten, Datenmodelle. Da gab es Data Scientists und so weiter und das war extremst aufwendig und auch umständlich in einer gewissen Art und Weise. Natürlich effizient am Ende des Tages, aber für den Laien kaum wirklich begreifbar. Das hat sich jetzt geändert und was ich gerade zum jetzigen Zeitpunkt so wichtig finde, ist also der Transformationsprozess von, es ist cool, es ist interessant, es sieht toll aus, wir können tolle Bilder machen. Das, was wir in den Medien sehen, zu wann ist es wirklich produktiv einsetzbar für den Autohandel und an dieser Stelle sind wir. Und ich denke, wir werden Martin und ich da ganz tolle Beispiele auch zeigen können, wo es wirklich konkret wird, wo wir auch wirklich sagen können, das ist etwas Produktives. Und da ist auch das, was nachher den Händler interessiert, ist nicht irgendwie bunte Bilder vom Papst auf dem Esel zu zeichnen, sondern wirklich produktiv das einzusetzen. Und das ist auch so verständlich, dass am Ende sieht, da kann ich meine Prozesse vereinfachen, da kann ich Geld sparen, Kosten sparen oder auch meine Mitarbeiter effizienter einsetzen an anderen Stellen, wo sie sich dann nicht mit so einfachen, langweiligen Themen entsprechend abfinden müssen. Sind denn da, die Frage in Martin, deine Richtung, ihr habt ja viel mit dem Handel einfach zu tun, wird das bei euch schon aktiv, ich sag mal, angefragt, so aus dem Handel, wir brauchen da Hilfe, wir brauchen da Unterstützung oder ist das da noch nicht so und ihr geht da in Vorleistung? Ich glaube, wichtig ist, dass wir mehr als zwei Schubladen aufmachen, nämlich die einen, die sich immer beschäftigen und die anderen, die sich nie beschäftigen, sondern wir haben durchaus Unternehmen, die haben das erkannt. Um überhaupt solche Trends zu erkennen, muss man natürlich aus dem Alltag sich rausbewegen. Ich kenne viele Unternehmer, die sind so damit beschäftigt, oh nein, hier ist wieder ein Mitarbeiter krank und da muss ich hier noch mit dem Hersteller was machen. Die haben nicht die Zeit, um sich mit Zukunftsfragen auseinanderzusetzen. Das halte ich im Moment für gefährlich. Also ganz nach diesem Eisenhower Viereck, dringend und wichtig, das sollte man schon erkennen können für sein Unternehmen. So, aber wenn wir das mal als Vorrede nehmen zum Kern, gibt es Unternehmen? Ja, die gibt es. Wir merken es daran, dass unsere KI-Seminare die am besten gebuchtesten Seminare in diesem Jahr sind. Also, dass die Betriebe möchten und die Führungskräfte möchten wissen, was bedeutet das? Und da bin ich ganz bei dir, Steven. Sie wollen natürlich ganz klar wissen, einen sicheren Prozess. Also eine Sache, wo, wenn ich montags das mache, dann muss es funktionieren, aber Donnerstag muss es immer noch genauso funktionieren. Und da sind reine Large-Language-Modelle, so wie JGBT, muss man sagen, manchmal auch ein bisschen zickig. Also ich habe jetzt gerade gelesen, dass JGBT 4.0 launisch ist und faul. So, und das kannst du natürlich nicht gebrauchen, wenn diese Eigenschaften mit einem Kunden gerade zutage treten. Insofern, wir müssen da glaube ich schon so ein bisschen immer darauf achten, dass das, was wir rausgeben, wirklich zuverlässig ist. Das ist die große Herausforderung. Ich glaube, Steven, das ist auch unser Ding, an dem wir im Moment arbeiten, diese Zuverlässigkeit zu geben. Hm. Ist das schon krass, wenn du so fast ungefragt sagst, die Webinare, Vortragsreihe zum Thema KI, das hast du gerade so genannt, ist bestgebucht. Das Thema ist ja noch gar nicht so alt und das ist das schon, also Steven, du bist ja auch viel unterwegs. Das Thema ist echt voll in der Breite im Autohandel gerade da. Das ist ein Oberthema, ne? Ja, natürlich. Es ist ein Oberthema auf jeden Fall, weil jeder natürlich erstmal schauen will und schauen möchte, wo kann er ansetzen und wo kann er sofort loslegen. Und das Schöne ist ja in vielen dieser Beispielen, die wir dann auch geben, man kann im Kleinen schon sehr, sehr schnell anfangen. Man kann sehr schnell schon kleine Effekte erzielen. Man muss nicht immer gleich nach den Sternen greifen, diese Riesenprojekte angehen, wo man alles digitalisiert und alles auf einmal macht. Es gibt so viele kleine Bereiche im Unternehmen, die einfach Zeit kosten, die müßig sind und vor allem, und das ist jetzt eine große Chance für diese Branche, die Branche hat ja eine Herausforderung, die sind diese unglaublich alten Schnittstellen. Da gibt es ja jetzt schon gute Möglichkeiten durch die neuen KIs dann auch entsprechend eine Digitalisierung möglich zu machen, die vorher nicht möglich war. Über Robotik und ähnliches auch mal auf Daten zuzugreifen und automatisieren, was vorher nicht möglich war und einfach mal ein bisschen Zeit zu sparen. Ich habe so viele Kunden, die dann in den Terminen, die wir haben, mit mal sagen, da ist mir jetzt was eingefallen, geht das so? Und dann reden wir kurz drüber und dann haben sie nach einer halben Stunde eine Lösung und sagen, das probiere ich mal aus. Und das muss ja nicht hier gleich so sein, dass es irgendwie 1000 Stunden im Monat spart, aber wenn schon alleine beim Mitarbeiter 5 oder 10% seiner Zeit spart, ist das schon eine Menge. Und wir wissen einfach, im Handel gibt es unglaublich viel Interaktion mit Kunden. Das heißt, da passiert ganz viel, da sind ganz viele E-Mails, die kommen, ganz viele Anrufe, die getätigt werden, ganz viel Interaktion mit dem Kunden, ganz viele Rechnungen, die geschrieben werden, ganz viele Aufträge, die verarbeitet werden. Da ist immer sehr, sehr viel Masse und überall da, wo Masse und wo viele Daten sind, gibt es auch viel Potenzial, Zeit zu sparen. Und im Zeitalter des Fachkräftemangels, was ja parallel dazu kommt, brauchen wir das. Also wir brauchen ja die Fachkraft als Fachkraft und nicht als eine Kraft, die dann missbraucht wird, um irgendwie wiederkehrende Aufgaben zu tätigen, die dann auch eine KI machen kann. Also wir müssen nicht immer gleich so weit denken und sagen, jetzt erlöst es die und dieses Personal oder das wird es in Zukunft nicht geben. Darum geht es gar nicht. Es geht darum, dass wir dem Menschen, der dahinter steckt, in der Fachkraft, also ein bisschen Potenzial noch geben, sich mehr auf das Fachspezifische zu konzentrieren. Und ich glaube, damit ist dann allen auch geholfen. Ja, also ich finde es auch. Zumal ja dieses Ausprobieren fast überhaupt nichts kostet. Also nimmst du jetzt für jemand im HR-Bereich, sagst du, guck mal hier, nimm mit JGT 4.0 und experimentiere mal damit, inwieweit es dir in deinem Alltag nützlich sein kann, beim Schreiben von Zeugnissen oder irgendwelchen Sachen. Und die gesamte Infrastruktur ist ja da. Also wir haben Datenleitungen, wir haben Endgeräte, wir wissen, wie wir mit den Dingern umgehen. Das heißt, eigentlich brauchst du gar keine zusätzlichen Investitionen zunächst einmal tätigen, sondern es geht einfach nur darum, es zu wagen. Du nimmst ein Programm und du brauchst so ein bisschen dieses Bock auf Lernen und mal ausprobieren. Das muss man. Mitarbeiter haben. Aber dann geht’s ruckzuck los und in unserer schönen Welt für Anwenderschulung gehen wir eigentlich davon aus, schick einen zum Verband, der lernt und dann geht er in sein Unternehmen und erzählt allen anderen, was er erlebt hat. Und dann sind die alle infiziert und letztendlich, jedenfalls Harvard Business Manager ist der Meinung, nach einem halben Jahr musst du ihn wieder hinschicken zum Verband, zum Seminar, weil sich so viel geändert hat, dass der wieder aktualisiert wird. Und unser Job ist eben in diesem halben Jahr dafür zu sorgen, alles mitzuschneiden, was es Erneuerung gibt und dann das Entscheidende für die Anwendbarkeit im Betrieb dann zu liefern. Also immer wieder nach einem halben Jahr die neuen Dinge darzustellen oder auch zu sagen, dieses Tool ist so bewährt, nutze es weiter. Ja, ist auch, also ich denke gerade so, ich wollte gerade beim Steven schon einmal fast reingerätschen, weil ich hatte so ein bisschen die Erinnerung, Thema Digitalisierung im Autohandel war ein in den letzten Jahren, auch das reicht ja noch bis vor Corona zurück, ein unheimlich intensives Thema für die Händler. Von analogen Lösungen weg, digitaler zu werden, Datenbanken, jetzt sagtest du gerade Martin, ja Mensch, wir haben ja schon alles da. Die Leitung ist da, das Tool ist da, die Server laufen irgendwo, du brauchst da in Anführungsstrichen deine Fragen eingeben und kriegst Antworten. Die Einfachheit von dem Zugang zu dieser Technologie, macht die es auch einfacher für jeden und den Autohandel das schneller umzusetzen? Ja, also würde ich jetzt mal behaupten, ja auf jeden Fall, muss es ja auch letzten Endes. Also es geht schon darum, dass gewisse Prozesse, die wir sehr, sehr schwierig nur in den Griff kriegen mit den bisherigen Technologien, ich sage mal ganz einfache Lead-Anfragen aus Mobile und Ähnliches, die sehr aufwendig sind, die umständlich bearbeitet werden, die in unterschiedliche Systeme rein müssen, die von Lead-Management zu CRM-Systemen weitergeleitet werden, dass wir da etwas zwischenschalten können, was eine gewisse Intelligenz hat und gewisse Vorselektionen, Antworten entsprechend für uns vornimmt und das Ganze dann natürlich dann wesentlich einfacher gestaltet. Und die Nutzung dieses Ganzen ist halt so einfach, dass man eben nicht jetzt irgendeine Agentur braucht, die sich seit Jahren mit KI auskennt, sondern das können die eigenen Mitarbeiter machen. Ich hatte ein Beispiel mit einem Kunden, der die Idee hatte und ganz einfach sagt, die Leads kommen hier rein, wie kann ich die ganz simpel vorqualifizieren, um sie in drei Töpfe zu packen. Er hat gesagt, du schickst sie durch Chat-GPT, gibst die Antwort raus und dann wird das vorselektiert. Das Ding war innerhalb von einer Stunde umgesetzt und unterstützt jetzt an der Stelle. Das sind so einfache Sachen und man muss auch vor allem bei einer Sache, glaube ich, aufpassen, weil viele fangen dann an, bei KI die Bedenken zu haben in die Richtung, ja, aber wir können euch jetzt nicht vollautomatisch eine E-Mail rausschicken zum Kunden. Darum geht es auch gar nicht. Das kannst du in Schritt 5 machen. Fang doch erstmal an, eine E-Mail vorzuschreiben. Fang doch erstmal an, gewisse Aufgaben vorzuarbeiten. Geh doch mal runter von deinen drei Minuten, die du brauchst, um ein Lied zu bearbeiten, auf 30 Sekunden, die du brauchst. Nicht auf null. Bleib mal bei 30 Sekunden. Sammle deine Erfahrungen, aber spar dir deine zwei Minuten mal pro Vorrang und guck mal, wie glücklich du damit wirst mit dem Ergebnis. Und dann bist du schon drin. Und wenn du dann erstmal drin bist, glaube ich, dann kommen die anderen Ideen und dann kommen die anderen Prozesse von deinem Heim. Ja. Okay. Martin, du wolltest gerade auch noch was sagen. Genau. Ja, ich stimme dir zustimmend. Letztendlich brauchen wir, glaube ich, die fremden Jungs, also dich oder auch Antonio bei uns, die brauchen wir manchmal bei dem Finden zur Lösung. Welche Module muss ich jetzt eigentlich zusammenstecken, um zu einem bestimmten Ergebnis zu kommen? Also habe ich nur zweimal Chachibit drin und einmal Säbchen oder so? Ich glaube schon, dass man manchmal ein bisschen Kompetenz braucht, aber die Betriebe sind nicht auf ewig abhängig von den Dienstleistern. Ich glaube, wir liefern immer neue Impulse, zeigen, wie es geht und dann kann der Betrieb wieder losarbeiten. Das ist, finde ich, total gut, weil es ja auch finanziell eine ganz schlanke Lösung ist. Also schwierig wird es nur da, wo Mitarbeiter kein eigenständiges Arbeiten gewohnt waren, sondern für jeden Arbeitsschritt den Chef hinter sich wünschen, der sagt, jetzt mach dies oder das. Das sind Betriebe, die haben ein Problem, weil alles, was mit KI irgendwie zu tun hat, da musst du irgendwie auch selber mal gucken und machen und wie du schon sagst, auch mal ausprobieren und sehen, ach guck mal, wenn ich das vorqualifiziere, dann habe ich hier eine Zeitersparnis. Wenn ich da erst zum Chef gehe und sage, sag mal, darf ich das? Dann ist es ja schon wieder weggefressen, die Zeit, die ich brauche, um den Chef zu finden. Okay. Ja, Steven, wir beide hatten ja schon mal das Vergnügen, zu dem Thema mal gemeinsam zu referieren. Das war, wie ich nachher hörte, sehr humorvoll und informativ. Da haben wir, glaube ich, ganz gut abgeliefert. Das ist jetzt allerdings auch schon, das war im November, da ist jetzt ein bisschen Zeit dazwischen und nur mal so, um die Geschwindigkeit der Veränderung mal zu beschreiben. Der Vortrag, den wir damals da gehalten haben und vor allem du auch mit deinem Part, mit Beispielen und Co., das ist nicht mehr der gleiche Vortrag heute, wie vor ein paar Monaten. Absolut nicht mehr, was auch gut ist. Wir haben ja damals Zitatsausschlüsse über Chat-GPT gesprochen. Das muss man heute nicht mehr und ich finde, das sollte man vielleicht auch nicht mehr und man sollte auch über die europäischen Alternativen sprechen. Man kann auch jetzt inzwischen viel mehr über das Thema Datenschutz sprechen und ähnliche Sachen, die für uns in Europa natürlich auch wichtig sind. Insofern, da haben sich sehr viele Modelle entwickelt. Da ändern sich Preisstrukturen auch natürlich ganz klar und auch Möglichkeiten. Es ist natürlich schon so, dass wir ein bisschen schauen, was da alles noch auf uns zukommt. Da gibt es dann ein Chat-GPT5 und Parallelen von anderen Anbietern. Ist natürlich spannend zu gucken, aber ich glaube, da brauchen wir jetzt gar nicht hinzuschauen. Lass dich mal machen, was die da entwickeln und wir sind dann erstaunt, was da kommt. Wir können mit dem, was wir heute haben, unglaublich gut arbeiten. Wir haben Konkurrenz im Markt und vor allem, das ist das, was ich am Anfang gesagt hatte, wir lernen gerade alle, das produktiv einzusetzen. Wir waren am Anfang in sehr Euphorie, du und ich. Wir haben ja da Videos erstellt und Bilder erstellt und haben uns selbst dann in ganz komische Umfelde gebracht, visuell, weil wir es lustig fanden. Aber wir mussten selbst erst nochmal die Anwendungsfelder finden. Inzwischen ist es so, dass ich mit den Händlern spreche und wir finden sehr viele Anwendungsfelder, die extrem produktiv sind und wo es wirklich rein um Produktivität geht und wo es überhaupt nicht darum geht, eine Spielerei zu schaffen. Es wird, wie der Amerikaner sagt, mehr mature, also mehr reifer und das finde ich viel wichtiger als dieses ständige Schauen, was ist jetzt das Ding, was besser ist als Chat-GPT? Was ist das, was jetzt noch kommt und wie sieht die Welt im halben Jahr aus? Wir haben jetzt genug, was wir nutzen können für Produktivität und ich glaube, das ist das, was ich jetzt auch wirklich spüre, der Wille und der Drive entsprechend dann, was Produktives aus dem Ganzen zu machen. Ja, echt spannend, was sich da in solcher Kürze wirklich tut. Ich finde es auch, wenn man sich damit beschäftigt, echt schwierig, inzwischen in allen Richtungen so noch zumindest wahrzunehmen, was sich da parallel so entwickelt in der Breite und wenn wir, die sich da so mit auskennen, schon teilweise an die Grenzen kommen, das nachzuvollziehen, ist ja auch klar, wie soll der Handel das alleine auch schaffen und deswegen ist es ja umso wertvoller, dass ihr als Verband da ja auch vorneweg geht. Ja, vielen Dank. Ja, ich glaube auch. Also es gibt eine Menge, was man noch machen könnte, aber wie schön, wenn man auch die Leute nicht aus ihrem Geschäft ablenkt. Also die haben ja im Moment wirklich so viele Baustellen, die auch gerade von Herstellerseite kommen, sodass sie auch froh sind, wenn sie hören, bei Steven weiß ich, das Angebot ist so und so und das funktioniert danach, dann ist es ja auch ein Vertrauen, was da aufgebaut wird und ich glaube, das ist für einen Verband zumindest die höchste Währung, Vertrauen. Also das, was wir sagen, da müssen wir auch noch nach zwei Monaten stehen können und in der Tat in der Innovation ist das ganz schön schwierig abzuschätzen. Da würden wir eigentlich auch gar nicht so gerne eine Prognose rausgeben, was Chachibiti 5.0 vielleicht kann, wo wir noch gedacht haben, da werden wir gebraucht, um noch irgendwie eine Schnittstelle herzustellen und dann im nächsten Schritt ist sie schon da. Das hatten wir ja zum Beispiel bei Voice-to-Text. Also in den ersten Versionen haben wir überlegt, wie können wir Chachibiti reden lassen und nachher war es im System komplett drin. Das sind natürlich Entwicklungen. Schade, wenn das Geschäftsmittel darin bestanden hätte, genau das bieten zu wollen. Also wir sind nicht so sehr auf der Idee, dass wir irgendwas entwickeln müssten als Verband, sondern eigentlich sagen wir einfach, die großen Modelle, die sind entwickelt und die haben ja auch ganz andere Manpower und Kapital dahinter, die liefern und dann müssen wir uns zusammen überlegen, was wird dafür den Kfz-Betrieb Nutzen bringen. Ich glaube, Steven, du hattest gerade noch die Hand gehoben. Ja, es geht auch nicht nur darum, was der Händler selbst mit Krediten umfasst, sondern was auch die Dienstleister momentan. Die Dienstleister sind sehr stark gefordert momentan und es gibt auch so viele Anwendungsfelder, die im Bereich Lead Management, CRM-System und so hineingehen, wo die sich auch jetzt schon darum kümmern. Ja, klar, manche schneller als die anderen und da sind dann wiederum die Händler gefordert, ihre Dienstleister unter Druck zu setzen und das auch einzufordern. Also auf der einen Seite informieren wir den Händler, dass er so informiert ist, dass er die richtigen Wünsche auch gegenüber den Dienstleister stellen kann und ihn dann unter Druck setzen kann. Ich erlebe es aber auch mit den vielen Dienstleistern, mit denen ich spreche, mit denen ich zusammenarbeite, wie massiv die jetzt in solche Themen investieren und ich glaube, da werden sich auch ganz viele Tools auftun, Erweiterungen und nutzbare Elemente in den vorhandenen Software, die eingesetzt werden, dann auch auftun, wo dann KI zum Einsatz kommt und der Händler dann davon profitiert. Also es muss nicht alles selbst gemacht werden, sondern ich glaube, die Branche hat schon sehr, sehr schiffige Dienstleister, die dort schon aktiv sind und sich dann auch weiterentwickeln, ganz klar. Absolut. Mit dem Event allein ist es ja aber nicht getan, was KI im Autohandel angeht. Martin, was ist denn da bei euch im Verband noch alles im Köcher? Also neben dem, was im Moment unser Tagesgeschäft ist, nämlich Anwendbarkeit zu erklären, haben wir noch ein Projekt mit der FH Kiel laufen und da geht es darum, Vorhersagen treffen zu können. Also Kunde ruft an, also typische Situationen im Service und sagt, ich möchte eine Inspektion haben und dann gibt es ja immer die Frage, was könnte noch an diesem Fahrzeug sein und wir haben jetzt ein Projekt laufen, wo wir eine Exit-Tabelle, um es jetzt ein bisschen bildlich zu machen, mit 2,9 Millionen Feldern haben und die sind mit den Daten gefüllt von Rechnung, von Digitalrechnung und dem haben wir gegenübergestellt eine Rechnung, eine Tabelle, wo wir die ganzen Informationen reingenommen haben. Wenn der Kunde sagt, es klappert vorne rechts, was könnte es dann sein? Oder umgekehrt, wenn die Antriebswelle vorne rechts defekt ist, was macht sie für ein Geräusch, was der Kunde wahrnimmt? Diese Informationen, die sammeln wir und lassen sie dann eben auch über eine Form künstlicher Intelligenz auswerten. Das ist natürlich kein Transformer, da taucht er überhaupt nicht für und wir hoffen damit, die Assistenten vorne im Empfang für den Aftersales zu befähigen, bessere Prognosen geben zu können. Warum ist das wichtig? Wenn ich weiß, dass neben der Inspektion, die, was weiß ich, zweieinhalb Stunden dauert, wenn ich dann auch weiß, es könnte sehr gut sein, dass das Geräusch, was der Kunde beschreibt, dass das die Antriebswelle ist und dann brauche ich nochmal zwei Stunden extra und ich weiß auch, was ich schon mal dem Serviceannehmer sage, wo er schon mal gucken soll, dann ist das eine super Qualifizierung, die wir anbieten. Das sind für uns so Projekte, die wir eben auch machen, dass wir uns überlegen, was könnte es für Tools geben, um unsere Betriebe zu befähigen und dann sind wir natürlich auch nicht scheu, solche Produkte anzubieten, aber es ist nicht unser alleiniges Spielfeld. Also wir möchten eigentlich immer in dem Bereich bleiben, was die Autohäuser und Werkstätten von uns wünschen, dass wir in allen Bereichen kompetent auch liefern können. Aber eine Sache ist eben auch die Entwicklung von solchen Prognosen. 2,9 Millionen Felder in der Datenbank. Ich habe gerade schon die Leuchten in den Augen beim Steven gesehen und dann auch noch so selektiv aus einer Branche. Da hättest du auch, komm, geht sofort die Rübe an, sagt man im Ruhrgebiet, was man daraus also bauen kann. Cool, Martin, sehr schön. Also auf euch kann man bauen und da muss man ja sagen, entweder beim digitalen Tag teilnehmen oder und das fand ich auch so nett, was du vorhin gesagt hast, Martin, einfach direkt bei euch melden, mit euch sprechen. Ob Mitglied oder nicht Mitglied, erstmal Kontakt aufnehmen. Guck mal, da geht sogar noch ein Handy. Ja, da sieht man mal, wie er super professionell vorbereitet ist. Vor allem, das setzt es so ein, weil wir echt am Ende des Podcasts sind, das war die Ab-, die Ausklangmusik. Ja, und es ist natürlich Arne Joswig gewesen, Präsident, also von daher passt ja alles. Ja, Grüße gehen raus. Auf den bin ich auch scharf, mit dem werde ich auch mal demnächst sprechen, weil der macht auch echt einen guten Job da in Berlin. Ja, ihr Lieben, ganz, ganz herzlichen Dank, dass wir über die Themen, über das Thema KI und den digitalen Tag bei euch vom Verband sprechen konnten und ich sage mal so, das wird gut, das wird toll. Ja, ich freue mich da auch schon sehr drauf und vielleicht können wir nochmal nachbesprechen. Alles klar, ganz genau. Ihr Lieben, vielen Dank, dass ihr da wart und vielen Dank nach da draußen fürs Zuhören und ich würde sagen, wir hören uns demnächst wieder. Macht’s gut. Ciao.
Diese Episode ist Teil des Podcasts Benzingespräche von Tim Klötzing.