Einleitung
In der neuesten Episode von „Benzingespräche“ spricht Tim Klötzing mit Volker Tolksdorf, dem CEO der Peppermint-Gruppe und Host des Podcasts „The Digital Drive“. Volker teilt seine Einsichten zur Zukunft der Mobilität und der Rolle von Elektrofahrzeugen in der Automobilbranche.
Volker Tolksdorf: Ein Elektro-Car-Guy?
Volker Tolksdorf beschreibt sich selbst als „Electrified Petrohead“, was seine Leidenschaft für sowohl traditionelle Verbrennungsmotoren als auch die neue Welle der Elektromobilität widerspiegelt. Er erzählt, wie er durch das Ausprobieren eines Tesla Model Y Performance in die Elektromobilität hineingerutscht ist, obwohl sein Herz weiterhin für leistungsstarke Verbrenner schlägt.
Die Bedeutung von LinkedIn für die Automobilbranche
Mit fast 13.000 Followern auf LinkedIn nutzt Volker Tolksdorf die Plattform als Kommunikationsinstrument, um über die Zukunft der individuellen Mobilität zu diskutieren. Er betont die Wichtigkeit der Qualität des Austauschs und der Inhalte, die er teilt, und beschreibt, wie kontroverse Themen wie E-Fuels oft hitzige Diskussionen auslösen.
Persönliche Geschichten im Fokus
Volker und Tim diskutieren die Bedeutung von persönlichen Geschichten und Erfahrungen in Podcasts. Beide sind sich einig, dass es wichtig ist, die Menschen und ihre Geschichten in den Vordergrund zu stellen, anstatt reine Unternehmenswerbung zu betreiben. Dies schafft nicht nur eine authentische Verbindung zu den Zuhörern, sondern bietet auch wertvolle Einblicke in die Persönlichkeiten hinter den Unternehmen.
Fazit
Die Episode bietet einen spannenden Einblick in Volker Tolksdorfs Sicht auf die Automobilbranche und die Herausforderungen und Chancen, die die Zukunft der Mobilität mit sich bringt. Seine neutrale, aber leidenschaftliche Herangehensweise an das Thema macht ihn zu einem glaubwürdigen und inspirierenden Gesprächspartner.
Show Notes & Key Takeaways
Themen:
- Volker Tolksdorfs Karriere und Rolle in der Automobilbranche
- Die Bedeutung von Elektromobilität und E-Fuels
- Die Rolle von LinkedIn als Kommunikationsinstrument
- Persönliche Geschichten und ihre Bedeutung in Podcasts
- Die Zukunft der individuellen Mobilität
Key Takeaways:
- Volker Tolksdorf ist ein „Electrified Petrohead“ mit einer Leidenschaft für Autos.
- Elektromobilität und E-Fuels sind kontroverse, aber wichtige Themen in der Branche.
- LinkedIn ist ein wertvolles Tool für den Austausch in der Automobilbranche.
- Persönliche Geschichten schaffen Authentizität und Verbindung zu den Zuhörern.
- Die Zukunft der Mobilität bietet sowohl Herausforderungen als auch Chancen.
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Benzingespräche – der Branche- und Personality-Talk der deutschen Automobilwirtschaft. Der Podcast für und mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind, erzählt zu werden. Es geht um neue und verschiedene Blickwinkel auf die Autobranche und persönliche Meinungen zukünftiger Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, Content-Creator und freier Automarketing-Berater. Kurzer Hinweis auf meinen starken Partner auto1.com. auto1.com, Europas größte Handelsplattform für Gebrauchtwagen, hat richtig was zu bieten. Die meisten wissen es ja, als Händler könnt ihr Gebrauchtwagen kaufen und vermarkten. Aber jetzt kommt’s, denn seit einiger Zeit erhält man bei auto1.com sogar eine eigene Finanzierungslinie und kann Fahrzeuge mit einem Klick direkt nach der Auktion ohne Einsatz von Eigenkapital finanzieren. Das sogar mit einer 24-Stunden-Rückgabe-Auktion. Und für alle Remarketing-Spezialisten da draußen gibt es jetzt die neuen Händler-Auktionen, mit denen man in Zahlungnahmen, Leasingverläufer und Co. an über 60.000 Händler in 30 Ländern vermarkten kann. Schaut gern vorbei auf auto1.com. Herzlich Willkommen zurück bei meinem Podcast Benzingespräche. Und ja, heute indirekt live aus Berlin, da nehme ich euch mit. Und ich denke auch, das wird gar nicht so lange dauern, bis der Podcast draußen ist. Und dann ist der 28. Januar, wenn ich richtig gehe, gerade erst ein paar Tage her. Und da war in Berlin ein riesengroßes Event mit mehr als 1.000 Menschen. Das wird heute noch stattfinden und wir sind am Vormittag. Und ich habe das große Glück, jemand spontan gewinnen zu können. Aber der ist da auch offen für, weil er ein Profi ist. Ich habe nämlich den lieben Volker Tolksdorf hier vor mir. Hallo Volker erstmal. Hallo mein lieber Tim, schön, dass ich da sein darf. Ja, schön, dass wir uns hier treffen können. Ja, wer Volker kurioserweise nicht kennen sollte. Volker, das sind erstmal so, was macht der Volker? CEO von der Peppermint-Gruppe. Du bist der Macher hinter der Cars and Bites. Und du bist Host vom beliebten Podcast The Digital Drive. Deswegen bist du Experte hier für mich heute. Also wenn du mich als Experten bezeichnest, dann geht das runter wie Öl. Ist der Tag schon gelaufen? Eigentlich können wir schon aufhören. Vielen Dank für die Blumen. Du bist ja, was das Podcast-Thema angeht, deutlich weiter als ich. Viel länger im Business. Und wenn du mich da als Podcast-Experten bezeichnest und sagst, dass das ein beliebtes Format ist, dann sage ich vielen Dank für die Blumen, Tim. Ja, ihr habt ja auch da oder du in den Talks, machst das nett, kurzweilig. Und du hast auch von der, wie soll ich das sagen, von der Philosophie, die du auch in den Talks hast, du hast ja auch fast nur Interviews. Du stellst ja deine Gäste immer so in den Vordergrund. Und das mache ich auch gerne. Ich stelle gerne andere mit ihren Geschichten, mit ihren Lebensgeschichten, Unternehmergeschichten ganz gerne ins Schaufenster und möchte, dass das die Welt hört. Aber ich halte auch, ich mache das ja auch eigentlich alles nur für mich. Okay, dann sind wir uns da tatsächlich sehr einig. Also ich glaube, es gibt ja ganz viele verschiedene Herangehensweisen, was Podcasts angibt. Dafür gibt es halt auch ganz, ganz viele. Und ich glaube, jeder muss für sich so seine kleine Nische finden. Ich persönlich bin kein Freund davon, eine Werbeveranstaltung für ein Unternehmen zu machen oder eine Werbeveranstaltung, wenn es jetzt ein Einzelunternehmen ist, für einen Berater oder für, wie auch immer, einen Makler zu machen. Ich finde, mich interessieren auch tatsächlich die Geschichten dahinter. Mich interessieren die Protagonisten, die Personen. Und wir versuchen tatsächlich über die Personality so ein bisschen dann natürlich auch aufs Unternehmen zu kommen. Was ist dieser Person wichtig? Was hat sie gemacht? Um einfach, dass die Zuhörer auch ein bisschen was mitnehmen können. Und nebenbei soll es, das ist so unser Credo, maximal locker sein. Und einfach auch, es soll ein Gespräch sein unter zwei Leuten. Und ich snacke mich da quasi rein und kann einfach mal so, ich setze mich eigentlich mit an den Tisch und höre einfach mal zu. So soll es sein. Ja, das ist toll. Und das verstehe ich auch in so normalen Talks, die ich mache, geht es um den Menschen. Und ich schaue immer, wo ist möglicherweise ein Mensch oder eine Geschichte, eine Entwicklung im lebensfähigen Unternehmen, in einer Idee, die interessant ist. Und ich habe auch wirklich durchaus viele Anfragen. So, lass mal drüber sprechen. Wo ich dann echt erstmal so überlege, ist das was, was mich interessiert? Und ich merke ja auch, was so meine Hörer interessiert. Das merkst du ja auch irgendwann. Und das elektriere ich schon. Und ich habe ab und zu auch Unternehmensvorstellungen drin. Also kommerziell, muss man ganz klar sagen. Weil ich einfach über die Jahre so viele Anfragen hatte. So, lass mal über meine Unternehmen sprechen, weil es so interessant ist. Und da sind auch interessante Unternehmen mit tollen Lösungen bei. Warum soll ich die nicht vorstellen? Aber auch in den Formaten ist mir immer ganz wichtig, am Anfang die handelnde und vorstellende Person erstmal zu haben und sich vorstellen zu lassen, damit man weiß, was ist denn da die Triebfeder und wie arbeitet das zusammen? Auch mit einer Idee in einer Unternehmung nachher, die nach draußen geht. Also von daher gucke ich da auch so beide Seiten. Glaube ich, du bist aber da an der Stelle auch schon einen ganzen Tuck weiter. Deswegen glaube ich, bei dir ist es auch super glaubwürdig, wenn du sagst, du hast ein Standing aufgebaut mit deinem Podcast und sagst, jetzt haben wir spannende Firmen. Du präsentierst dann deiner Community diese Firma. Ich finde das völlig in Ordnung. Wir sind ja noch so ein bisschen im Aufbau und sind auch noch nicht so in der Phase der Kommerzialisierung. Also wir sind dann noch so ein Newbie, so ein Newcomer und müssen da noch so unseren Weg finden. Aber am Ende finde ich halt alle Wege gut. Ich finde persönlich immer nur, man sollte so seinen eigenen Weg irgendwie finden. Und du hörst ja sicherlich auch so ein bisschen anders. Also ich höre deine Sachen immer total gerne. Ich höre viele, viele andere Sachen, hole mir so ein bisschen Inspiration und denke, Mensch, das eine oder andere finde ich ganz gut. Das eine oder andere passt vielleicht jetzt nicht so zu mir. Und dafür funktionieren ja, glaube ich, zum Beispiel die Sachen, die wir machen, auch super gut nebeneinander. Also ohne, dass wir uns da ins Gehege kommen. Deswegen können wir auch ohne uns hier an die Gurgel zu gehen. Genau, wir streiten uns gar nicht. Würden wir sowieso nicht. Aber kannst du haben. Nein, dafür kennen wir uns ja auch schon viel zu gut und haben schon viel zu viel schönen Austausch gehabt. Deswegen auch solche Sachen, die funktionieren ja dann nebeneinander ganz gut, wenn jeder so ein bisschen seinen eigenen USP hat. Ja, absolut. Und ich meine, wir haben jetzt vor ein paar Minuten angefangen hier zu quatschen. Wir sitzen aber eigentlich schon fast eine Stunde irgendwie hier rum und reden über Gott und die Welt und über die eine und die andere Strömung und den einen oder anderen, ohne da jetzt ins Detail zu gehen. Lieber nicht. Lieber nicht. Aber wir haben natürlich nur Gutes über jeden gesprochen. Absolut. Und das war auch wirklich so. So, jetzt müssen wir mal irgendwie die Kurve kriegen. Also, Volker, du, ich nehme dich als in Klammern Elektro-Car-Guy wahr. So bezeichnest du dich auch. Du hast schon einen Plan von Automobilen und du bist ja auch echt, echt sichtbar in der deutschen Autobranche. Du hast inzwischen, ich habe nochmal nachgeguckt, fast 13.000 Follower auf LinkedIn. Respekt, Lob und Anerkennung. Also das ist schon eine irrsinnige Reichweite. Und das ist echt, da gucke ich, ich weiß nicht immer, ob das so eine anstrebbare, die Follower und so, aber Reichweite und Sichtbarkeit ist schon nicht verkehrt. Ja, absolut. Also ich glaube tatsächlich, das ist für uns oder für mich oder für uns dann im Paket auch natürlich ein Vermarktungstool, das muss man sagen, oder ein Kommunikationsinstrument, was jetzt am Ende des Tages 1.300, 13.000 oder 130.000 wirklich Aussagen, das vermag ich nicht zu sagen. Ich glaube, es kommt ja auch auf die Qualität des Contents an, es kommt auf die Qualität der Follower an, es kommt für mich auch auf die Qualität des gesamten Austausches an. Und da hat sich jetzt in der letzten Zeit ziemlich viel getan, das muss ich ganz ehrlich sagen. Also das letzte Jahr ist schon deutlich gewachsen. Auch an der einen oder anderen Stelle habe ich sehr kritischen Austausch gehabt. Ich habe auch tatsächlich das erste Mal wahrgenommen, dass ich so auch böse, private Nachrichten gekriegt habe. Ach, der Ebene. Ja, das ist insbesondere, du hast gerade was angesprochen, dieses Thema, das muss ich ein klitzeklein wenig korrigieren, ich bin kein Elektro-Car-Guy, ich bin eigentlich ein Car-Guy. Mir hat mal irgendwann einer diesen witzigen Namen gegeben, Electrified Petrohead, weil ich mich immer als Petrohead schon durch und durch bezeichnet habe. Dann bin ich irgendwann mal aus Interesse in das Thema Elektromobilität hineingerutscht, aus zwei Gründen damals. Ich wollte unbedingt Abo ausprobieren, weil ich fand das ganze Konstrukt irgendwie sehr kurios, weil ich bin jemand von klein auf, ich könnte mich tagelang in Konfiguratoren vergraben. I feel you. Und meine Frau hat immer schon eine Krise gekriegt, weil ich hatte dann seit ganz vielen Jahren, habe ich meine Autos immer nur zwölf Monate gehabt. Und ich habe quasi schon nach einem halben Jahr wieder angefangen zu konfigurieren. Welche Farbe, was harmoniert wo und wie. Und dann wollte ich Abo ausprobieren, weil das für mich sehr ungewöhnlich war, du kreuzt halt an. Und das war dann tatsächlich das erste Mal so, da konnte ich noch nicht mal die Farbe auswählen, sondern habe ich ein Auto bestellt. Und in dem Kontext war es dann auch, dass ich unbedingt mal diesen Tesla-Hype ausprobieren wollte. Und dann habe ich mir so ein Tesla Model Y Performance mal im Abo bestellt. Und dann irgendwann, das Auto hat mir jetzt gar nicht gefallen, das muss ich dazu sagen, bin dann aber durch diverse Umwege elektrisch verblieben. Obwohl mein Herz immer noch für Verbrenner, für tolle Verbrenner schlägt. Deswegen ist das jetzt so eine Doppel- oder so eine Coexistenz. Das interessiert mich insgesamt für Autos. Und natürlich das Thema, um wieder zurückzukommen auf das Thema LinkedIn, ja das Thema Elektromobilität. Oder eigentlich der viel wichtigere und größere Begriff ist Zukunft der individuellen Mobilität. Das ist das, worum ich mich gerne, also kümmere ist das falsche Wort, aber wo ich gerne so ein Stück weit mitrede und womit ich mich beschäftige. Und das ist ja nun mal ein vielfältiges Thema. Und ich meine, letztes Jahr mein reichweitenstärkstes Posting hatte zu tun mit dem Thema E-Fuels. Und dann weißt du schon genau aus welcher Ecke, und da kannst du dir auch vorstellen, was da drunter abgegangen ist. Und ich wurde auch nachher, Gott sei Dank nicht negativ direkt kontaktiert, aber eher, ob man mich nicht noch unterstützen könne, noch mehr für E-Fuels zu tun. Und da habe ich gesagt, du bist ein tolles Thema, welches man tanken kann, aber ich fühle mich jetzt nicht berufen, irgendwo ideologisch irgendwo reinzugehen. Und so nehme ich dich auch wahr, man merkt bei dir, dass du halt für Themen brennst. Kümmerst dich darum, aber du bleibst ja auch relativ neutral. Das versuche ich tatsächlich. Die Neutralität geht dann irgendwann so ein Stück weit verloren, wenn es wirklich in die Ideologie abdriftet. Und das passiert leider viel zu häufig. Und das passiert tatsächlich aber auch in beide Richtungen. Es gibt dann diese komischen Sachen, wenn dir einer sagt, ja du mit deinem Staubsauger stehst ja sowieso nur an der Ladesäule und im Winter kommst du gar nicht vom Hof, dann ist das ganze Thema mit dir. Diesel, Dieter und Co. und das ist ja auf den ersten Blick ganz witzig gemeint. Oder es hört sich witzig an, aber ist es ja am Ende des Tages nicht. Diese ganzen Diskussionen sind so ideologisch verseucht, das ist wirklich richtig ungesund, das muss man ganz ehrlich sagen. Und ich persönlich bin der Meinung, dass es, was die Zukunft der individuellen Mobilität angeht, wird es nicht nur diesen einen Weg geben. Ganz sicher, das ist meine Meinung, wird ein Großteil elektrisch sein, ohne Frage. Aber es wird einfach Parallelthemen dazu geben müssen. Und das alleine aus dem Grund der Bestandsflotte, die einfach so dermaßen groß ist, dass es zumindest ja nicht doof ist, sich über Alternativen Gedanken zu machen. Und ich verstehe es dann nicht, wenn man Alternativen von vornherein im Kern abwürgt oder schon am Start abwürgen möchte, ohne sich damit auseinanderzusetzen. Und natürlich sind gerade die Themen E-Fuels, Thema HVO100, das sind Themen, also ganz ehrlich, wenn du Lust hättest auf reichweitenstarke Posts, dann bist du damit, wenn das die Motivation wäre, bist du damit richtig aufgestellt. Aber es gehört halt ganz, ganz viel wirklich Austausch da rein und Kommunikation und ein bisschen Verständnis und ein bisschen über den Tellerrand hinaus gucken. Und das versuche ich so ein bisschen, mich in diesem Bereich zu bewegen. Ich versuche mal auf mein klassisches Konstrukt mit dem Rückspiegel und dem Fernlicht jetzt irgendwie das mal einzufangen. Rückblick, da fange ich immer gerne mit dem Werdegang an, aber ich würde ganz gerne heute mal, weil du gewohnt bist, mit dem Mikrofon zu sprechen. Wie ist dein Werdegang? Wo kommst du her? Was hast du gemacht in der Vergangenheit? Alles so, bis du hier an meinem Tisch sitzt. Damit meine ich nicht heute Morgen im Hotelzimmer aufgewacht. Okay, dann würde ich das weglassen. Nein, ich glaube, es ist ganz, ganz viel passiert. Und ich fange mal da an, wo es vielleicht so ein Tucken losgegangen ist oder vielleicht auch, was meine jetzige Tätigkeit angeht, eigentlich auch eher ungewöhnlich war. Ich habe klassisch Abitur gemacht und wusste dann nicht so richtig, wohin mit mir. Ich wollte eigentlich damals mal unbedingt Kraftfahrzeugdesign studieren in Wolfenbüttel an der FH, weil das war so mein absoluter Traum. Leider sind meine künstlerischen, zeichnerischen, malerischen Fähigkeiten so dermaßen rustikal, Begrenzt. Sehr begrenzt. Begrenzt bis nicht vorhanden. Das heißt, das konnte ich mir sofort von der Backe machen. Ich habe einen Einberufungsbescheid gekriegt zur Bundeswehr und damals war W18. Und da sagte jemand zu mir, Mensch, du kannst dich jetzt auch bewerben. Dann kannst du 24 Monate machen, dann verdienst du wenigstens in zwei Jahren ein bisschen Zeit oder verdienst von Anfang an zumindest ein bisschen mehr Geld. Und so ist es dann auch gekommen, habe mich freiwillig gemeldet, war erst zwei Jahre und habe dann verlängert auf 13 Jahre, bin Offizier bei der Bundeswehr gewesen. Habe eine tolle Zeit gehabt, überragend gute Menschen kennengelernt. Echt, du warst so lange bei Mund? Interessant. Ja, ich war Offizier mit Hochschulstudium, so nannte sich das tatsächlich. Und alles sehr erfolgreich tatsächlich auch abgeschlossen. Cool, okay. Genau. Und dann war aber für mich irgendwann mal der Moment relativ klar, obwohl mein damaliger Dienstherr sehr, sehr gerne wollte, dass ich eigentlich mein Leben dort verbringe und Berufsoffizier werde. Da gab es für mich mehrere Gründe, die dagegen gesprochen haben. Insbesondere meine Familie, ich hatte zu dem Zeitpunkt dann schon zwei Kinder. Wir sind nie umgezogen, weil ich immer gesagt habe, Hannover ist und bleibt unser Lebensmittelpunkt und ich wollte die Familie da nicht rausreißen. So, und dann gab es einschneidende Momente. Ich habe zusammen dann an der Heeresunterwärtsschule die ersten Afghanistan-Kontingente mit ausgebildet und ich war dann auch mit dabei, als wir die ersten Zinkserge in Köln waren, abgeholt haben. Und das war dann der Moment für mich ganz klar, wo ich überlegt habe, du hast sehr wahrscheinlich genau ein Leben und du hast Familie und dann ist das jetzt eine Phase gewesen und so habe ich dann pünktlich, aber ganz normal nach 13 Jahren ist mein Vertrag dann ausgelaufen und dann habe ich mich so ins Getümmel der freien Wirtschaft begeben wollen. Okay, und dann standst du da, freie Wirtschaft und dann hast du dir überlegt, ich mache mal selber. Nee, noch nicht ganz. Also ich habe tatsächlich dann überlegt, was möchte ich denn gerne machen. Ich hatte schon immer so von Kindesbeinen an so ein Automobil-Fable und habe mich dann mehrfach beworben, was zur damaligen Zeit auch so für ehemalige Soldaten gar nicht so richtig einfach war. Ich kann sagen, da waren überragend gute Leute dabei, gerade was das Thema Menschenführung angeht, muss man ganz ehrlich sagen. Nichtsdestotrotz schwadronierte immer so das Gerücht so der Zivilversager und so, weißt du, wer nichts wird und geht halt so bunt und so Quatsch. Ich habe aber trotzdem gleich mein erstes Vorstellungsthema und mein erstes Assessment Center war ein Treffer. Das heißt, ich hätte bei einer großen nationalen oder internationalen Automobilvermietung, glaube Enterprise, glaube sogar international, hätte ich eine Trainee-Stelle bekommen und hätte da einsteigen können. Vertrag lag auch schon vor und dann auf einmal rief mich ein Mensch an, den ich schon ganz viele Jahre kannte und das ist mein damaliger und immer noch Geschäftspartner, der in einer Vereinschaftsagentur gearbeitet hat und die haben einen neuen tollen Job, ein neues Projekt aufgetan. Das war die damalige TUI Arena in Hannover, so eine Multifunktionshalle, so mit 13.000 Leuten. Die Agentur hat das übernommen, sämtliche Kioske, VIP-Bereich, Hospitality und jetzt brauchten sie jemanden, der sich darum kümmert und ein Teil meines Studiums war Personalmanagement und ich hatte durch meine Eltern einen gastronomischen Hintergrund und da gesagt sie immer, wir brauchen da jemanden, wie sieht es aus, willst du das mal anhören? Und dann habe ich mir das angehört und gut befunden und so ist es dann auch gekommen. Okay, das war dann der Drift Richtung Veranstalter. Genau, richtig. Und war das schon dann Peppermint? Ne, das war tatsächlich noch in einer anderen Konstellation, das Ganze hat ein Dreivierteljahr gehalten. Ich habe dann 85 Produktionen in dieser Arena gemacht, irgendwie gefühlt Tag und Nacht. Hunderte von Kilometern gelaufen, in allen Kiosken und so, das war wirklich sehr, sehr lehrreich, war sehr spannend. Nein, es war dann tatsächlich so, nach einem Dreivierteljahr haben mein Partner und ich zeitgleich, mein Partner hat so das ganze Projektgeschäft in der Agentur verantwortet und ich halt diese Location. Und wir hatten einen Chef, der, ja, der hat nicht ganz so gearbeitet, wie wir das irgendwie so für gut befunden haben. Der hat also mit beiden Händen das Geld, was wir eigentlich verdient haben, verjuxt und hat aber parallel die Dienstleister nicht so richtig bezahlt. Das heißt, wir haben permanent, haben wir das ausbaden müssen. Und wir hatten dann tatsächlich im Frühjahr 2004 war das, erste Veranstaltung im sogenannten Peppermint Pavillon gemacht, auf dem Expo-Gelände und das hat überragend gut funktioniert, also für uns eigentlich normal gut funktioniert. Und da sind wir von den Eigentümern angesprochen worden, ob wir uns nicht vorstellen könnten, diese Location öfter zu bespielen. Und wir haben meinen Partner und ich uns angeschaut und gesagt, das ist es jetzt und wir machen das. Ich habe ein Konzept geschrieben und dann haben wir beide zeitgleich gekündigt. Er per Fax und ich saß genau zeitgleich bei unserem Chef und habe gesagt, nee, das geht so nicht weiter. Und damit ist dann tatsächlich, sind wir im Peppermint Pavillon eingestiegen und das war so die Geburtsstunde unseres Event-Daseins zu zweit. Das war 2005? Genau, 2005 haben wir dann quasi gegründet und werden dieses Jahr 20. 20-Jähriges, sauber. Und wir sind noch zusammen, obwohl ich mit diesen Menschen, liebe Grüße gehen raus an Roman, wir haben mehr Zeit miteinander verbracht als mit unseren Ehefrauen, das muss man ganz ehrlich sagen. In Geschäftspartnerschaften passiert das, ne? Und ganz, ganz viele haben das irgendwie dann so lange nicht miteinander ausgehalten. Auch wir haben unsere Themen, wir haben mittlerweile eine extrem gute Streitkultur entwickelt und haben auch bis vor zweieinhalb Jahren uns ein Büro und einen Arbeitsplatz geteilt, waren ganz, ganz eng immer beieinander. Genau und das ist so 2005 und jetzt werden wir da 20. Wann kam denn die Connection mit der Autobranche? Also wir haben dann in dem Peppermint Pavillon angefangen und eigentlich ging es nur um diese Location, sind dann aber schon mit unserem ersten, unser erster Kunde hat uns quasi schon zur Agentur gemacht. Das war damals die Firma Siemens Medical Solutions, große Röntgengeräte, haben bei uns eine Roadshow gemacht und haben gesagt, okay, jetzt der nächste Termin ist in zwei Monaten in Köln, das hat so super mit euch geklappt, könnt ihr nicht mitkommen. Haben wir, okay, jetzt Kunde droht mit Auftrag, okay, dann machen wir das mal so. Dann haben wir uns eine Assistentin eingestellt, dann waren wir wirklich schon zu dritt. Und genau, und so ist dann klassischerweise das Agenturgeschäft entstanden. Wir haben parallel noch die ein oder andere Location mit dazu genommen in die Exklusivvermarktung. Und ich bin von klein auf ein Matchbox- und Ziggo-Fan, schon immer gewesen. Und mich konnte man für Autos total begeistern. Ich hätte zum Beispiel damals mal die Wette auch gewonnen, gab es bei Wetten das, als einer mit Augen zu die Autos an den Türen erkannt hat, beim Zuschlagen der Türen. Und mich hat solche Sachen, du hast neulich mal so was Schönes gesagt, wenn die Autos entgegenkommen. Da gab es auch eine Wette. Ehrlich? Ja, auch Wetten das. Im Dunkeln, 100 Meter weg, Lichter und Blinker zusammenspielen und dann die Marke raten. Aber ich glaube, heutzutage, die haben das Lichtdesign ja komplett neu erfunden, schwieriger. Aber meine Freundin, wenn ich der sage, spontan, was da für ein Auto kommt aus solcher Situation, wo sie es noch gar nicht wahrgenommen hat und ich sage, da kommt jetzt ein 5er BMW, könnte ein M sein. Alles klar, war einer. Ich musste da sehr schmunzeln, als ich deinen Podcast gehört habe vor gar nicht allzu langer Zeit und du genau dieses Thema erzählt hast, da habe ich gesagt, Tim und ich, wir ticken da sehr, sehr gleich. Heute, glaube ich, geht das, als mit den ganzen LED Lichtsignaturen und so, geht das, glaube ich, nicht mehr. Aber früher ging das, genau. Und ich hatte halt schon immer ein riesengroßes Interesse am Thema Automobil und darum habe ich auch dann im Rahmen unserer vertrieblichen Agenturtätigkeiten ganz viel Wert drauf gelegt oder versucht natürlich, Automobilkunden für uns zu begeistern. Das heißt, wir haben ganz, ganz viel Fahrzeugpräsentation gemacht, Kundenworkshops gemacht und da waren dann absolute Highlights. Wir haben dann relativ viel mit der Firma Kamps gemacht, was dann Bugatti, McLaren angeht und Bentley. Wir haben 100 Jahre Bentley Deutschland gemacht. Wir haben dann viel mit Ferrari gemacht, mit der Firma Moll auch in Hannover und ganz, ganz viel mit BMW. Und das sind solche Sachen, das ist für mich, ganz ehrlich gesagt, das ist für mich überhaupt keine Arbeit. Das ist für mich purer Spaß. Und so habe ich dann halt dieses ganze Automotive-Thema so ein bisschen mit in die Agentur eingebracht. Viele, die den Podcast jetzt hören, sind wahrscheinlich aus der Autobranche. Ihr seid aber mit der Peppermint ja nicht nur in der Autobranche tätig. Ihr habt doch andere Branchen, die ihr gut bedienen. Genau, mittlerweile besteht die Unternehmensgruppe, die Holding aus vier Gesellschaften. Das ist eine klassische Veranstaltungsagentur mit eigenen Locations. Da arbeiten wir über Deutschland und europaweit. Wir haben eine eigene Personalagentur mit gewerblicher Arbeitnehmerüberlassung, eine Gastronomiegesellschaft und wir haben, das ist unser jüngstes Baby in der Holding seit zweieinhalb Jahren, seit zweieinhalb Jahren jetzt die Peppermint Digital GmbH, mit der wir Videocontent produzieren, Software machen, Software bauen und halt all solche digitalen Themen. Also seid ihr wirklich breit aufgestellt. Und was ich auch notiert habe, du bist ja jetzt quasi nicht nur, ich sag mal, Familienunternehmer. Ja. Dein Sohnemann ist am Start. Richtig, genau. Wenn ihr das sehen könntet, ein ganz breites Lachen. Ja, da bin ich auch riesig glücklich. Wir haben schon, er wird übrigens morgen 30, also nach der Ausstrahlung. Also nachträglich, in der Zukunft. Genau. Und wir haben schon damals überlegt und da haben wir uns glücklicherweise dagegen entschieden. Der hat Abitur gemacht und dann war so dieses klassische, ich weiß nicht, Ich wusste nicht so richtig, wohin mit mir und dann die ganze Bewerbungsprozedere sehr lahm, weil er sich glaube ich gedacht hat, ach, Papa bildet ja auch aus und zur Not wird das schon gehen und das wollte ich auf gar keinen Fall. Glücklicherweise hat er einen anderen Weg, ist dann in der Bank gelandet, hat so ein bisschen Bankinggeschäft gemacht, um sich dann aber nach ein paar Jahren mit seinem besten Freund selbstständig zu machen, eine Agentur zu gründen und die waren ja klassisch im Social Media Marketing, Influencer Marketing und so weiter. Ich habe das Ganze so ein bisschen unterstützt, das lief richtig gut an, dann haben wir relativ schnell aus der GbR mit den Jungs zusammen noch mit einem anderen Partner in der GmbH gebaut und dann während Corona haben die Jungs, wobei dann zu dem Zeitpunkt war der beste Freund von meinem Sohn schon raus, ganz, ganz viel für uns, für Peppermint tatsächlich gearbeitet. Und dann vor zweieinhalb Jahren oder jetzt ziemlich genau vor drei Jahren, waren wir dann so gut in diesen ganzen digitalen Themen, dass ich überlegt habe, okay, wir bauen dann eine eigene Gesellschaft draus und irgendwann soll der Junior sowieso mal in diese Fußstapfen treten und dann habe ich ihn mit viel Bier und Bratwurst auf der heimischen Terrasse dazu gebracht zu sagen, okay, jetzt machst du mal den Schritt vom geschäftsführenden Gesellschafter mal runter zum Angestellten deines Vaters. Hört sich ja nicht ganz zwingend immer so super attraktiv an, aber wir sind super glücklich, dass wir diese Entscheidung getroffen haben. Wir haben, und das finde ich wirklich, hätte ich mir nicht gedacht, wir trennen Berufliches und Privates ganz hart und er ist mittlerweile bei uns Head of Marketing und Head of Communication, ist aber viel, viel mehr. Das ist total toll und macht mich super, super happy. Ja, das freut mich immens. Und seine Mutter, meine Frau übrigens an der Stelle auch. Grüße gehen raus. Ja, absolut. Ich erinnere mich in der Tat, dass wir, wenn er mit der Holding ungefähr zweieinhalb Jahre her ist, hatten wir, glaube ich, vor zwei Jahren in dem Bereich, als du das gemacht hast, haben wir mal lange telefoniert. Da weiß ich noch, da war ich auf dem Weg, im Auto habe ich gesessen, nach Holland, nach Zandvoort auf die Rennstrecke. Egal. Und da sprachen wir noch so über Unternehmensentwicklung, Ausgestaltung von Unternehmen und da weiß ich halt auch, dass du da sehr, ich sage mal, sehr weit vorne bist, was Ausgestaltung von Unternehmen, Holdingstrukturen, Unternehmengliederungen und so. Und da haben wir damals drüber gesprochen, da ist mir auch so bewusst geworden, weil du im Kontext auch deine Familie erwähnt hast, dass ihr da echt ein tolles, ich sage mal, Familienunternehmen mit einer scheinbar geregelten Unternehmensnachfolge schon habt und dass das gut aufgegleist ist, Trennung von Geschäftsbereichen. Und da wusste ich so, der Volker ist gekommen, um zu bleiben. Ja, also wir sind ja mittlerweile auch in so einem Alter, auch wenn sich das noch lange nicht so anfühlt, wo man sich über das Thema Nachfolge auch mal Gedanken machen muss. Zumal, wenn man sich wirklich so ein bisschen mit Unternehmensentwicklungsthemen beschäftigt, sieht man ja auch, wie viele Leute auch im Autohauskontext wirklich auch Probleme haben mit der Nachfolge. Und da ist eher früher denn später sich darüber Gedanken zu machen. Bei meinem Partner ist das so, der hat keine Kinder, da stellt sich die Frage nicht, der würde einfach mal gucken, was machen wir dann mit den Anteilen. Und deswegen sind wir da schon ab und an mal im Austausch mit Chris, also mit meinem Sohn ist ja jetzt so der erste Schritt mal getan schon in diese Richtung und der macht das großartig, kann ich an der Stelle nur sagen, das finde ich toll. Klasse, das finde ich richtig gut. Und dann, was so in der Branche natürlich für Aufmerksamkeit gesorgt hat, war natürlich, da ist ein neuer Event entstanden, mein Gott, da ist ein neuer Event entstanden vor einigen Jahren. Und da wussten viele nicht, was ist denn das jetzt? Das war auch, ich glaube, der erste Event war nach Corona, direkt relativ zeitnah oder noch halb in Corona. In Corona 21. Genau, noch digital rein, der erste. Da ist was Neues und damals war es ja wirklich, Freibremse war da und die Autobranche lebt ja auch viel von Veranstaltungen, sich treffen, persönlich sprechen und dann war ja halt der Keil da drin, dass es nicht mehr ging und da sind neue Formate entstanden, die es zum Teil noch gibt und ihr seid auch einer davon. Was hat dich denn damals bewogen, so für die Branche ein Event aus dem Boden zu stampfen, auf Deutsch gesagt? Also das war schon, also es ist so ein bisschen mehrgleisig. Wir sind in 2020 natürlich im ersten Quartal, haben wir natürlich so ein richtiges Bauchschmerzthema gehabt. Mit Corona. War natürlich für Live-Kommunikationsunternehmen der Super-GAU. So, da haben wir überlegt, was machen wir daraus? Sind immer wieder auf das Thema gekommen, eigentlich ist unser Job, Menschen zusammenzubringen. Und wir wollen jetzt auch nicht komplett umschwenken. Und dann haben wir gesagt, okay, das Einzige, wie wir Menschen noch zusammenbringen können, ist sie thematisch zusammenzubringen, ohne sie quasi physisch zusammenzubringen. Das heißt, wir machen das Ganze halt digital. Und so haben wir dann damals den Peppermint Pavillon in einem Streamingstudio umgebaut, waren zum Glück relativ schnell dabei und haben dann, ohne zu wissen, funktioniert das überhaupt, können wir das, will das jemand, braucht das jemand, hat das überhaupt Zukunft, haben wir einfach mal losgelegt. Und das Ganze hat gut funktioniert. Wir sind nach zwei Jahren mit 500 Veranstaltungen ausgelaufen und haben eine Auszeichnung bekommen als beste Streaming-Location im Dachraum usw. Was aber in Summe viel, viel schöner war, war für uns, weil wir natürlich auch richtig Angst gehabt haben um uns und um unsere Mitarbeiter, ganz klar. Um uns herum haben in der Branche sich alle verkleinert, Leute entlassen usw. Bei uns war es genau andersrum. Wir haben eher noch Leute dazugenommen und haben relativ schnell, waren wir nicht nur diejenigen, die bei einer Veranstaltung eine Kamera hinstellen, sondern wir waren wie die Agentur, wir konnten richtig beraten. Und in dem Zusammenhang war natürlich das ganze Thema für die Automobilbranche. Autosalon Genf abgesagt, IAA abgesagt, Essen Motorshow abgesagt, diese ganzen Themen, Autohäuser geschlossen, nur noch Flatter-Bahn. Und das gerade in der Phase der, wie wir alle wissen, größten Transformation überhaupt mit brutal hohem Kommunikationsbedarf. Und da habe ich mir gedacht, warum machen wir nicht eigentlich jetzt mal eine Veranstaltung für die Automobilbranche? Und mein damaliger Partner, wir haben mit Sidney Hoffmann, liebe Grüße gegen Rosted, haben wir ganz, ganz viel schon zusammen gemacht und haben überlegt, wollen wir sowas mal aufgleisen? Und da haben wir dann Ende 2020, gab es einen Working Title, der hieß Cars and Bites, wo wir gesagt haben, Cars and Bites hört sich eigentlich ganz gut an, Cars and Bites für das Digitale. Das ändern wir dann irgendwann nochmal in den richtigen Titel und so lassen wir es doch mal starten. Genau, und so kam es dann 2021 mit der ersten Veranstaltung, voll digital, 50 Leute vor Ort, also Techniker und Speaker, das war halt alles. Und das war quasi so ein Testballon. Damals, glücklicherweise, hat mich die Firma ZF massiv unterstützt, BMW Hannover, Partner der ersten Stunde. Es war ganz, ganz viel ist da passiert. Und wir haben gemerkt, dass wir ja schon einen Need treffen, was wir von Anfang an anders machen wollten. Und das ist bis heute auch noch Teil des Konzeptes. Wir sind mehr als ein reines Automobilthema. Wir wollen gerne ein bisschen größer sein. Das ist an der einen oder anderen Stelle aber erklärungsbedürftig, weil viele sagen, das ist so ein bunter Blumenstrauß und ihr wisst gar nicht so konkret, was jeder macht. Das hören wir tatsächlich immer wieder. Und wir wollen, und das ist das zweite Charaktermerkmal, wir wollen unbedingt heterogen sein. Wir wollen Leute zusammenbringen, die nicht unbedingt einer Meinung sind, damit sich auch was bewegt. Also keine Leute, die sich alle gegenseitig sagen, ja, ich finde das auch toll, was du sagst, super. Und dann gehen wir nach Hause und nichts ist passiert. So, das sind die Themen. Aber eigentlich wollten wir ein Kommunikationstool bieten für die Branche. Da fällt mir eine kleine Anekdote ein. Ich glaube, vor zwei Jahren, als ich da war, war auch der, wie heißt denn der Elektromobilitätsinfluencer, der Karmaniac. Karmaniac war da und ich glaube auch sein Manager. Ahmad. Ja. Und ich kannte ihn, also beide. Den Manager ja noch weniger und den Karmaniac ja auch nicht. Und wenn man reinkommt, links in einem kleinen Café, da habe ich mich getroffen und da hast du mich dem vorgestellt. Und Karmaniac war irgendwie so, ja, alles klar, kurz gequatscht und der Manager so, ja, kennst du uns denn? Und ich so, ja, nee. Und dann konnte der überhaupt nicht verkraften irgendwie. Der ist ja ein relativ großes Ego, habe ich so wahrgenommen im Raub. Und ich so, ja, nee. Wie das denn sein kann? Weiß ich nicht, weil ich nichts mit dem Thema so richtig anfangen kann. Also da hast du auf jeden Fall Menschen zusammengebracht. Ja, absolut. Aber das ist ja so ein Thema, das passiert dir ja öfter, ne Tim? Bei mobile.de war auch lustig. Richtig, ne. Das war auch so ein bisschen, kenne dich gar nicht. Ja, unter dem Video nachher bei mobile.de, das haben ja, er macht ja bei mobile.de ein bisschen was und da gab es auch eine Querverlinkung, das ist auch gut gesehen worden. Und da gab es wirklich mindestens ein Kommentar, der Moderator hätte sich ja mal vorbereiten können. Ich habe kurz überlegt, ob ich das kommentiere, aber habe es mal gelassen. Nein. Aber das übrigens, also so ein kleiner Sidekick, ich fand das super sympathisch, ne. Ich weiß doch genau, als ich… Tim, du warst im Raum. Ja, klar. Ich habe da vorhin natürlich gesagt, Mensch Tim, das ist total gut, sag mir mal Bescheid, weil ich auch eigentlich einen Termin noch mit ihm machen wollte, wenn Omid kommt. Wer? Ja, Omid. Ja, kenne ich nicht. Schöne Grüße. Aber trotzdem, euer Talk war super und er hat auch richtig gut reagiert und ich fand es aber auch echt stark, dass du mal so flapsig gesagt auch die Eier gabst, dass ich kenne dich jetzt nicht. Du hättest ja auch sagen, ja klar, weiß ich schon, weißt du. Aber du hast so, nö, kenne ich nicht. Und er ist aber super mit umgegangen. Total. Und das Ergebnis des Gesprächs war total cool. Ja, wir haben ja ganz kurz vor der Aufnahme Handshake und da habe ich ihm schon gesagt, so du hör mal, die haben dich den ganzen Tag bei mir angepriesen, gemacht und getan. Ich muss ehrlich sagen, ich habe keine Ahnung, wer du bist, aber ich freue mich drauf. Stark. Und dann sagte er, ja okay, witzig, sollen wir jetzt eben noch oder sollen wir einfach gleich live? Ja, machen wir gleich. Entspann dich, machen wir gleich. Und er ist ja auch Profi einfach. Ich saß in der ersten Reihe, ich habe es sehr genossen. Ich fand es echt toll. War echt lustig. Okay, Cars & Pies, Menschen zusammenbringen, thematisch. Ja genau und das ist so 2021 gestartet, an einem Tag und dann hat sich das Ganze sehr positiv entwickelt. Wir gehen jetzt in 2025 ins fünfte Jahr, quasi ein kleines Jubiläum. Wir sind zwei Tage, mittlerweile ist es auch so ein kleines Ökosystem drumherum gewachsen. Wir waren damals aus einem Livestream, hatten wir im letzten Jahr sechs Streams parallel. Es sind weitere Locations dazu gekommen. Wir haben ja vor zwei Jahren ein Werkstattstudio gebaut in Hannover-Langenhagen, wo wir mit der Digitalagentur sitzen. Dort werden wir ganz viel praktische Anteile machen, die wir jetzt entweder jetzt schon bereits vorproduzieren oder live mit reinnehmen. Wir haben dann seit dem letzten Jahr eine ganz tolle Neuerung, wie ich persönlich finde, um einfach der Veranstaltung selber, also zumindest für die Gäste vor Ort, nochmal ein E-Tipp für Sie zu bieten. Das ist das ADAC-Versicherheitszentrum. Da haben wir letztes Jahr so ein bisschen wilde Sau gespielt. Wir sind ein bisschen mit dem gemachten RS3 und dem gemachten M4 so ein bisschen quer gefahren mit zwei Jungs. Wenn du dann noch Bedarf hast an Fahrern. Haben wir. Sprechen wir, Tim. Alles klar. Ich weiß ja von deiner Geschichte, dass du sehr gerne schnell auch mal so um die Kurve fährst. Richtig. Da wird tatsächlich auch dieses Jahr wieder was passieren. Wir sind letztes Jahr, die haben auch so einen tollen Geländeparcours, haben wir parallel dazu benutzt, den INEOS Grenadier vorzustellen und sind da so ein bisschen gefahren. Genau. Also es hat sich insgesamt viel getan, was wir aber unbedingt halt beibehalten wollen und werden. Wir sind sehr vielschichtig in den Themen. Wir wollen auch unterschiedliche Leute miteinander zusammenbringen, ins Gespräch bringen, die jetzt aber nicht nur aus dem Autohandel kommen, die nicht nur vom OEM kommen oder, oder, oder, sondern tatsächlich die aus verschiedenen Bereichen kommen, Zulieferer, Dienstleister, Autohäuser, Dieses Jahr wird es ganz spannend mit zwei Awards und es geht immer darum tatsächlich auch dieses Netzwerken. Das ist, ich glaube, ein ganz elementarer Part Leute, wo der große Zusammenhang schon da ist durch das Thema Automotive Mobility, irgendwie so im Großen, aber trotzdem in den kleinen Sequenzen sind sie doch anders unterwegs, um einfach selber so ein bisschen Inspiration für sich rauszuziehen, um mal andere Leute kennenzulernen und gucken, wie machen die denn das. Und tatsächlich auch Kooperationen anzubauen, also es hat sich schon so viel getan, das finde ich immer total spannend, wenn Leute sich dann da zusammenfinden und ein Geschäft generieren. Also dafür soll es halt auch unbedingt da sein. Ich glaube, das ist erklärungsbedürftig. Ich sage mal spontan, was ich denke. Ich glaube, es ist erklärungsbedürftig, solange man nicht vor Ort ist selber. Richtig. Weil, wenn du vor Ort bist und dann lernt sich jemand kennen, ich sage mal so, ich sage jetzt mal, meiner Marketingausrichtung und Automotive, das ist so mein Korridor und dann kommt jemand so von der Seite, ist das ja nicht uninteressant, sondern du kriegst ja gerade so Anregungen ja auch so ein bisschen quer. Von daher verstehe ich das. Ist aber schon vor, wie du auch gesagt hast, ihr werdet immer wieder gefragt, was sind das eigentlich? Ich kann mir auch vorstellen, du hast ja auch Partner an Bord, die Sponsoren sind. Auf der anderen Seite wirbst du ja auch um Partner, die was vortragen oder so. Die werden ja regelmäßig fragen, ja, auf welche Zielgruppe treffe ich denn da? Und die Zielgruppe ist ja glaube ich auch nicht nur die Leute vor Ort, die sich dann vernetzen, sondern ihr streamt ja auch nach wie vor nach außen und geht ja in die Welt damit. Genau richtig. Also wir sind ja damals voll digital gestartet und haben schon im ersten Jahr, muss ich ganz ehrlich sagen, da Zahlen erreicht, mit denen wir nicht unbedingt gerechnet haben, muss man ganz ehrlich sagen. Großer Dank geht an der Stelle natürlich raus an die Autobild-Kommunikationspartner, die uns von Tag 1 an massiv unterstützen und dass wir halt ganz, ganz themenbereit sein können, alles on demand, dass die Leute sich dann natürlich auch im Nachklamm das raussuchen können, was sie gerne wollen. Grundsätzlich muss ich sagen, warum ich auch dieses Konzept so beibehalten will, ist auch eine Situation, die zum Beispiel bei der ersten CarSendBytes entstanden ist, was halt total spannend war, was sonst auf einer anderen Veranstaltung so nicht passiert wäre. Ich habe ein junges Startup dabei gehabt, die haben Leidersensoren programmiert und die haben mir damals, hat der gute Herr mir in einem Videocall erklärt, wie das technisch funktioniert, also studierte Elektrotechniker mit Dings. Und ich habe zu ihm gesagt, bitte erklär das so für jemand in so dritte Klasse, dann hat er gesagt, ich versuche es mal so einfach wie irgend möglich. Ich war in Minute eins echt raus und so ein Brain, so ein toller Typ und die haben ihr Konzept fertig und waren dann natürlich in der folgenden Zeit auch ein bisschen auf Partnersuche. Verkaufe ich das irgendeinem OEM, wie auch immer. Und auf der Veranstaltung hat er dann gepitcht und hat das gezeigt und so weiter. Und damals war es so, dass es dann zu einer Kooperation mit ZF gekommen ist, weil die halt dort waren. Parallel war damals BMW schon mein Partner und jemand aus einer ganz anderen Branche hat abends beim Gin Tonic zwei Minis bestellt. Und ich fand einfach diese Thematik irgendwie so spannend, gerade die Leute jetzt zusammenzubringen, ob es jetzt Zufall war oder nicht, weiß ich nicht so genau. Und darum sind wir thematisch einfach so breit, um einfach auch für alle Teilnehmer wirklich für Inspiration zu sorgen und nicht zu sagen, okay, da sind sowieso nur die gleichen wie immer, sondern man hat mal andere Sachen. Insbesondere in diesem Jahr wird es super spannend. Wir werden halt ein Thema machen, was eigentlich alle machen, aber auch das werden wir anders machen. Das ist halt das Thema AI. Jeder redet darüber. Dann gibt es so die eine oder andere Situation, wo dir jemand zeigt, Mensch, guck mal, AI ist schon so schlau. Dann sitzt halt Bundeskanzler Scholz in der Wüste auf dem Esel und alle sagen, guck mal, wie witzig. Ja, das ist witzig, aber das hat ja keinen Impact. Und es gibt so schlaue Leute, die gerade jetzt auch in diesem Automotive- und insbesondere auch im Autohaus-Kontext AI wirklich schon in der Anwendung haben. Und sowas wollen wir machen, wo man wirklich reingeht, was bringt das wirklich? Wie kann es wirklich helfen? Wir werden verschiedene Formate machen bis hin zu sogenannten Co-Creations. In einer ganz kleinen Runde ein sehr honoriger Speaker und zehn Gäste. Nicht live, nicht aufgezeichnet, sondern so ein, wie sagt man im Marketing-Speech, ein Deep Dive. Da wollen wir mal reingehen. Es wird jetzt ein Partner dazukommen, das ist der erste Anwender in Deutschland, der jetzt das Thema Werkzeug mit AI verbindet. Habe ich zum ersten Mal gehört. Superspannend. Solche Sachen, die ergeben sich dann und auch so thematisch so breit wollen wir sein. Es sind aber auch Ladeinfrastrukturanbieter dabei und es wird jemand auch dabei sein, der übrigens eins der, wie ich finde, allerstärksten Elektromotorräder jetzt baut. Und es kommen aber auch noch Leute dabei, die klassischerweise Autos, die glaube ich sehr in deinen Geschmack treffen, verkaufen, wirklich Supersportwagen vermitteln weltweit. Und das gehört für mich alles, das ist immer noch für mich diese große Familie Automobil, Mobilität und die will ich zusammenbringen. Und das ist so das Konzept und in der Tat ist es sehr erklärungsbedürftig. Und ganz oft hören wir dann den Satz, wenn die Leute dann das erste Mal zu uns reinkommen, stehen in der Location und sagen, ach jetzt weiß ich, was du gemeint hast. Und daran arbeiten wir immer noch, es bestmöglich zu erklären, aber es ist eine Herausforderung. Ja, ich war ja vor Ort und das ist schon beeindruckend. Und nicht nur der Ort, das Team, was da arbeitet, ist wirklich toll. Also da fühlst du dich sofort wohl. Ich grüße dein gesamtes Team und da ist immer eine verantwortliche Kollegin. Jetzt komme ich nicht auf den Namen. Egal, die grüße ich auch. Liebe Grüße gehen raus an Kim und gute Besserung, die liegt nämlich leider mit Grippe da nieder. Das wollen wir nicht. Das merkt man und dann auch den Grad der Technologie, die ihr da habt, die Ausstattung und so und dann weiß man schon, das wird hier schon echt groß. Das ist echt toll organisiert, also da weitermachen, Gas geben. Wir geben unser Bestes. Ja und wie gesagt, ich höre das auch über Dritte so, ja Casio und Peits kann ich nicht so einordnen, weil aber viele halt so auf diese sehr eingefahrenen Event-Linien halt da gehen. Was ja auch gut ist und immer mehr Events, ich meine die Event-Landschaft in der Autobranche ist ja nun mal echt heftig, also wenn wir nicht nur die freien Events, Verlage und freie Anbieter nehmen, sondern dann kommen auch noch die Hersteller mit ihren Events und so dazu. Dann gibt es noch irgendwelche Roadshows von Anbietern, von Dienstleistern. Dann kannst du ja, wenn du willst, jeden dritten Tag, wenn du willst, als Autohausinhaber auf einem Event sein und das funktioniert ja nicht. Ich finde aber auch genau das Gegenteil von dir halt sehr gut. Ich mache jetzt mit der Juliane Schleicher zusammen ein Event, wo es nur um Marketing im Autohandel geht und eingeladen sind die Marketing-Mitarbeiter und Verantwortlichen im Autohandel, kein anderer. Das ist dann super spitz und da wollen wir ja genau diesen super Fachaustausch haben und ihr vernetzt halt viel miteinander, aber macht dann halt auch diese Deep-Dive-Tische okay, aber wir wollten das so ganz spitz haben. So als andere in der Fahnenstange und andere Event-Formate, glaube ich, ich weiß nicht, ob ich das so sagen soll, aber ich spreche mal gerne Klartext, sind, glaube ich, eher am Ende ihres Lifecycles, nennen wir es mal so, weil es kommen einfach keine Händler mehr. Das ein offenes, bekanntes Problem ist. Also das, was du zum Beispiel mit Jule machst, das ist, du hast es genau entgegengesetzt, das ist super spitz, super spezifisch und super konkret, finde ich, aber hat seine absolute Daseinsberechtigung, ohne Frage. Denn was ihr macht, machen wir halt auch. Ich weiß nicht, ob es andere Leute nicht so machen. Man muss das Thema andersherum angehen und wir kommen halt aus der Live-Kommunikation. Wir haben schon immer mit unseren Kunden besprochen, wenn ein Kunde bei uns eine Weihnachtsfeier angefragt hat, dass man provokativ immer die Frage stellt, warum? Warum machst du eine Weihnachtsfeier? Man muss sich einfach mal, was ist denn mein Kommunikationsziel, was will ich denn damit überhaupt erreichen? Das ist eine schwierige Frage, die ist eigentlich so einfach, aber gleichzeitig schwierig und die richtige Antwort ist nicht, das haben wir schon immer gemacht. Und wenn man sich jetzt überlegt, warum? Die richtige Antwort ist auch nicht, weil wir damit Geld verdienen wollen. Das ist übrigens auch richtig, aber es gibt so verschiedene Antworten darauf und jeder kann sich vielleicht auch, wahrscheinlich gibt es auch gar keinen unbedingt richtig und falsch, das ist so individuell. Aber schau mal, das, was ihr halt tut, das hat einen richtig messbaren Output, ganz klare Geschichte. Ist es bei uns auch, nur die Herangehensweise ist anders. Und man muss sich halt nur vorher, finde ich, überlegen, was will man denn damit erreichen? Und du hast es angesprochen, es gibt eine Masse an x-tausend Veranstaltungen, ohne Frage. Und wir müssen einfach gucken, wie wir da so unseren Weg finden. Und darum ist es bei uns, dadurch, dass es halt so breit ist, ist es nicht so, weil wir keine Zielgruppe definieren können, weil wir dazu nicht imstande sind, dazu sind wir schon imstande. Wir machen das ja absichtlich so. Und deswegen sind wir jetzt aber auf einem ganz guten Weg, dadurch, dass wir ins fünfte Jahr gehen, immer mehr dazukommen und immer mehr Leute aus unserem Umfeld, wie zum Beispiel du, wenn dich jemand fragt, das hört sich an wie ein bunter Blumenstrauß, kannst du sagen, ja, theoretisch hast du schon recht, aber weil du es auch selber erlebt hast. Und wir haben dann so Sachen, die uns dann auf dem Weg natürlich extrem bestärken. Wir haben jetzt drei tolle Entscheidungen gehabt innerhalb der letzten Wochen. mobile.de wird mit uns die goldene Batterie wieder verleihen, haben sie letztes Jahr das erste Mal ausgelobt. Super wichtiges Projekt, gerade auf dem Weg des Hochlaufs der Elektromobilität, da die entsprechenden guten Verkäufer auszuzeichnen. Wir werden erstmalig, und auch da sind wir angesprochen worden, wenn wir den Connected Car Award der Autobild bei uns machen, der schon diverse Male in Vegas stattgefunden hat, finde ich jetzt auch nicht so richtig schlimm. Wo jetzt, das steht noch nicht ganz fest, sieben bis zehn Kategorien wird es geben und dann wirklich OEMs und so weiter. Also Technikvorreiter ausgezeichnet, das ist ja ein Award in Kooperation mit der Computer Bild. Das sind Sachen, die uns freuen. Wenn wir unseren neuen Präsentator bestätigen können, gehen wir jetzt große Schritte zusammen mit dem Team von CarWow. Und das sind solche Sachen, die uns insgesamt in der Ausrichtung schon bestärken, das so zu tun und es ganz vorsätzlich nicht so zu tun, wie man es vielleicht unbedingt kennt. Ohne zu sagen, dass andere Formate nicht ihre Berechtigung haben. Das mag sich jeder sein Urteil darüber bilden. Unser Weg ist jetzt der, den wir so gewählt haben. Klasse, danke, schön, dass wir es mal besprechen konnten. Sehr gerne, Tim. Schauen wir ein bisschen, wir sind schon relativ lange dran hier, mit dir ist ja auch so entspanntes Quatschen. Machen wir mal das Fernlicht an, gucken wir mal so ein bisschen in die Zukunft. So ganz allgemein gesprochen und das ist so eine Frage, die zielt eigentlich so ein bisschen so auf deine Meinung, Gefühlswelt so ein bisschen ab, weil du auch unheimlich nah an der Autobranche dran bist. Ich meine, dass die letzten Jahre agil und interessant waren, das ist nicht unbekannt da draußen. Jetzt laufen wir in 2025 rein, wir sind noch am Jahresanfang und die Anzeichen mehren sich, dass dieses Jahr irgendwie nochmal eine Besonderheit bekommt durch verschiedene Aspekte. Wie schaust du so für die Autobranche so in die nahe Zukunft? Was für ein Gefühl hast du da? Zwiegespalten. Zwiegespalten. Es muss sich was tun, da sind wir uns einig. Ich gucke halt sehr, sehr gerne auf die Deutschen, auf unsere OEMs. Da bin ich halt auch Patriot und habe ein riesengroßes Interesse, dass das schon weiter besteht. Nicht alleine, weil wir halt auch aus Hannover kommen, aus Niedersachsen. VWN ist bei uns mit 14.000 Mitarbeitern, Wolfsburg ist in Niedersachsen und es wäre schon fatal, wenn das alles so kommt, wie es sich teilweise jetzt auch schon andeutet. Also es muss was passieren. Wir brauchen eine deutliche Entschlackung, wir brauchen eine Beschleunigung in Prozessen und wir brauchen auch insgesamt, aber auch das in eine andere gesellschaftliche Wahrnehmung. Auch das ist so ein Thema, was ich sehr, sehr schwierig finde. Wir sind konfrontiert unter anderem mit dem ganzen Thema Chinaspeed. Ja, das ist tatsächlich auch so. Und wir haben das Thema Tesla. Die sind alle schneller als wir, aber wir vergessen oder wir dürfen halt auch eins nicht vergessen und das ist immer dieses neue Wort. Unsere Unternehmen sind halt als Legacies. Wir haben halt kein Greenfield. Wir haben halt nicht einfach gesagt, wir machen jetzt einfach mal. Das sind wir nicht. Wir haben halt versucht, diese riesigen Tanker irgendwie umzudrehen auf Elektro. Dann haben wir es gemacht, dann hat das aber nicht so funktioniert, warum auch immer. Aktuell geben alle Leute oder ganz, ganz viele geben den OEMs die alleinige Schuld oder der Politik. Der Markt hat einfach nicht mitgemacht, aus vielerlei Gründen. Und darum wird es super spannend zu beobachten sein, was jetzt gerade dieses Jahr passiert. Es gibt ja erste Stimmen, die jetzt sagen, dass die Emissionsgrenzen jetzt doch nochmal eventuell gekippt werden. Ich habe den Jürgen Stackmann neulich bei der lieben Andrea Patzelt gehört. Der war sich ziemlich sicher, dass da nochmal was passiert. Auch das ist eine sehr, sehr hitzige Diskussion im Moment. Ich hoffe, dass wir so ein bisschen, auch gerade so die Deutschen, die Pobacken zusammenkriegen. Erste Vorläufer sind ja da. Wir müssen an die Preise, wir müssen an die Kalkulationen, die Fahrzeuge müssen günstiger werden und wir müssen einfach auch ein Stück weit wieder selbstbewusster sein. Wir machen uns in vielen so klein, ganz oft lesig. Ja, der Zug ist abgefahren und China ist weg und jetzt können wir uns hinten anstellen. Ja, wir haben sicherlich ganz viel verpasst, ohne Frage. Jetzt geht es aber auch sicherlich erstmal, finde ich, nicht darum zu gucken, jetzt unbedingt wer hat jetzt Schuld, das bringt uns gar nicht mehr weiter, sondern was ist jetzt zu tun. Und erste Vorboten sind da. Ich glaube, wenn man mal insbesondere auf Volkswagen guckt, so die haben jetzt mit der Software schon richtig was getan. Also jetzt kommen erste gute Leasingangebote, ich hatte es dir vorhin schon erzählt, so ist ID.3 für 169 brutto und ich glaube, es wird insgesamt richtig viel passieren. Wir müssen in uns selber investieren, in Schulung, das ganze Mindset muss sich verändern. Also es ist insgesamt echt viel zu tun. Ich bin aber positiv, mein Glas ist halb voll und ich bin sehr sicher, dass sich da noch was tun wird, zumal, und da schlägt mein Herz einfach auch, ich glaube, es gibt immer noch ganz, ganz viele, und für die ist das Auto nicht nur ein reines Fortbewegungsmittel, sondern es ist immer noch, und nicht nur Mittel zum Zweck, sondern es ist auch ein Stück weit Hobby, ein Stück weit Passion. Und es gibt so viel gute und schlaue Leute, auch bei uns. Wir müssen ein bisschen aus der Lethargie raus, weil wir nun jahrzehntelang sicherlich gemerkt haben, so uns kann keiner was. Das ist jetzt anders, jetzt gibt es halt Player, die massivst auf dem Gas- oder Strompedal stehen. Da müssen wir halt was tun. Ich glaube, das ist alles noch nicht verloren, aber anspruchsvoll wird es allemal in 2025. Definitiv, auf Hersteller-Ebene und im Endeffekt Handelsebene auch. Verschiedene Herausforderungen und da darf man auch echt gespannt sein, was so die erste, ich sag mal grob, Leasing-Rückläuferwelle im Handel jetzt auslöst. Ein paar Marken oder ein paar Händler haben Glück, weil die Marken im Agenturvertrieb sind, in dem Bereich. Das habe ich gestern noch mit dem Händler darüber gesprochen, dass die da gerade drei Kreuze machen, dass das in diesem Jahr die noch nicht so betrifft. Aber bei anderen Marken, also gebrauchte E-Fahrzeuge, da haben wir vorhin im Vorgespräch auch darüber gesprochen, dass da ja nach drei Jahren sind ja Elektroautos auch nicht kaputt. Nein. Nur die Kommunikation nach draußen muss sich halt so hingehend verbessern. Das war auch gestern ein großes Thema im Gebrauchtwagenvertrieb bei dieser Gruppe, wo das Thema eigentlich nicht angefasst werden möchte, aber irgendwie dann doch im Gespräch auch mit den ganzen Kollegen ja irgendwie klar ist, also da kann man sich jetzt nicht vor verschließen. Also das wird schon dieses Jahr echt interessant, herausfordernd. Aber man merkt auch, es ist ja wie überall. Manche möchten einer Veränderung aus dem Weg gehen, weil es weh tut, auf Deutsch gesagt. Und manche nehmen den Kopf halt wirklich, gehen aus der Deckung und sagen so, wie mache ich es denn jetzt? Die packen es an und das ist der einzig richtige Weg. Und da muss man nach vorne blicken und positiv sein, definitiv. Also ich glaube, wegducken ist keine gute Idee. Es aussitzen ist keine gute Idee. Das Problem löst sich damit nicht. Und gerade du hast einen ganz wichtigen Punkt angesprochen, das sind jetzt die ganzen dreijährigen 22er Leasingautos, die zurückkommen. Das ist ein Riesenthema. Aber ich glaube, auch das kann man gut in den Griff bekommen. Es muss jetzt ganz, ganz viel Aufklärung rein. Und Aufklärung hat tatsächlich auch begonnen, wirklich vorne am Point of Sale, nämlich beim Verkäufer. Du hast halt gemerkt, dass viele sich auch mit dem Thema Elektrofahrzeug nicht so richtig anfreunden wollen. Hat auch was mit Provision zu tun. Hat was damit zu tun, ich erkläre ja nicht nur ein Auto, sondern ich muss ja ein ganzes Ökosystem erklären. Das ist wesentlich aufwendiger. Es kommen viel, viel mehr Fragen. Die Leute verstehen es vielleicht im Zweifel noch nicht so. Und dadurch, wenn ich dann auch so ein bisschen auf Quantität umgehe, … wie gedrillt bin, was ja völlig legitim ist für einen guten Salesman, dann nehme ich doch das, was mir schneller mehr Impact bereitet. Und da muss ganz, ganz viel rein und ich glaube wegducken ist keine Idee. Und wenn du auf jemanden ansprichst, wenn zum Beispiel Volkswagen jetzt noch, die Händler, in dem Moment noch Glück, das ist noch Agentur, ja ab 26 hat sich das erledigt und dann haben wir das Risiko schon wieder dort. Das heißt, da muss ganz, ganz viel passieren. Aber auch da muss man, glaube ich, jetzt auch unbedingt noch mal rein. Es muss Aufklärung her und die Aufklärung kann nicht so sein, dass auch seitens der E-Bubble habe ich das ganz, ganz oft, wo ich auch immer kritisch sehe und sage, ihr macht das nicht schlau, wo immer versucht wird, Diesel, Dieter und den und den schlecht zu reden und zu missionieren. Wir müssen einfach die Vorteile der Elektromobilität viel, viel deutlicher nach vorne stellen. Und vor allen Dingen muss jetzt mal klar werden, weil mittlerweile ist es mehr als plakativ. Nein, die Autos sind nach drei Jahren nicht kaputt. Nein, es hat nichts damit zu tun, dass es wie eine Handybatterie ist. Es gibt mit ganz einfachen Mitteln ein State of Health zu machen und so weiter. Diese Fahrzeuge sind sehr langlebig und mittlerweile gibt es so viele Tests, die dann sagen, die Batterien sind sogar noch deutlich langlebiger, als man auch schon positiv mal angenommen hat. Das heißt, auch heutzutage sowas zu erwerben ist kein Risiko und da muss einfach ganz viel Aufklärung rein und dann wird das auch passieren. Aber man muss es natürlich auch wollen und wir müssen es einfach forcieren, weil anders wird es nicht gehen. Ja, dieses Wegducken, das geht mir gerade die ganze Zeit nicht aus dem Kopf. Es gab in der Vergangenheit sicher Themen, wo man sich mal galant wegducken konnte und dann lief das weiter. Ich glaube jetzt in diesem Jahr den Versuch zu wagen, sich vor diesen Herausforderungen, mannigfaltigen Herausforderungen wegzuducken, wäre sehr gefährlich. Es ist mein Gefühl und machen. Wir brauchen Macher und machen und da möchte ich jetzt auch an der Stelle mich erstmal bewenden lassen und wenn das Glas mal nur noch ein Viertel gefüllt ist, ist es ein Viertel voll, oder? Ja, genau. So sehe ich das nämlich auch. Absolut. Wir kommen zur klassischen Abschlussfrage. Ja, lieber Volker, wenn du dir ein Traumauto für deine Garage aussuchen könntest, unabhängig von dem Antrieb, das lassen wir mal alles schön außen vor, political correctness, Antriebsart und Co., kommt dir vielleicht alles bekannt vor, was würdest du dir denn unabhängig von den Kosten in deine Garage stellen, wo du samstags vormittags hingehst, die geht auf und du stehst da und sagst, yes, das ist total einfach, Ferrari Enzo. Das ist alles, was es verkörpert. Es ist sexy, es ist höllisch laut, es ist super performant, es ist sozial völlig unverträglich, aber du hast mir ja gerade versprochen, es ist egal. Du hast völlige Nachenfreiheit. Das Problem wäre nur, ich bräuchte eine neue Garage, weil ich habe ein etwas älteres Haus und da hat man die Garagen so halbtief, so eine halbe Tiefgarage und da passt schon mein Auto, kommt da den Berg nicht runter, also der Berg hört sich jetzt komisch an. Da müssen wir uns was überlegen, aber das wäre es. Ich war letztes Jahr in Italien mit meiner Freundin unterwegs und da waren wir im Ferrarimuseum in, es gibt zwei, da muss man aufpassen, ich glaube in Modena waren wir, und da stand der relativ zentral im ersten Raum der Ausstellung und es ist, ich glaube das Einzige, was es trifft, ist Ikone. Definitiv. Ja und das ist, ich war auch schon in Maranello im Museum damals. Oder war ich in Maranello, ich weiß nicht mehr. Ja und das ist halt das ganze Thema, das ist halt Mythos-Ferrari, das ist halt brutal toll und ist halt aber tatsächlich, finde ich, in Deutschland das Einzige, was sozial noch unverträglich ist, ist ja, glaube ich, Lamborghini, ansonsten wäre das schon toll und auch wenn man es nicht haben wird, aber, gut, Enzo war es jetzt noch nicht, aber ich durfte das eine oder andere Auto schon mal fahren in Form von Fahr-Events und das sind schon Sachen, die reichen dann im Zweifel vielleicht schon aus, haben muss man es vielleicht nicht, aber du hast mir das ja gerade so angeboten, dann würde ich zuschlagen. In der Ausstellung standen auch ein bisschen weiter sehr alte Ferraris, die nicht so Sportwagen-like waren, sondern die waren so eher so Fiat-Coupés, so mit stehender Motorhaube, ich weiß nicht, wie die hießen, aber schon relativ alt und dann habe ich da noch einen gesehen in Silber, ganz ungewöhnlich, in Silber und dann halt eher wie so ein älterer Fiat als Coupé-Form. Boah, auch geil. Ich glaube, wir könnten jetzt eine Stunde weitermachen. Könnten wir auch, definitiv. Ich sehe uns beide da auch, da so ein bisschen durch die Reihen zu schlendern und wie kleine Jungs, guck mal hier, guck mal da, guck mal hier, guck mal da, ist toll. Dann sollten wir uns möglicherweise mal anschauen, wann die nächste Techno-Klassiker ist. Unbedingt. In Essen ist das, ne? Ja, sicher, vor meiner Haustür. Komme ich. Alles klar, haben wir einen Deal. Haben wir. Okay, ihr habt jetzt leider keine Verabredung mit uns, wir sind aber froh, dass ihr uns so lange zugehört habt, weil ich würde jetzt sagen, jetzt machen wir mal irgendwie, wie sagt man, den Sack zu. Du bist der Chef. Und ja, das hat mir sehr viel Spaß gemacht, lieber Volker, dass wir das jetzt mal in meinem Format geschafft haben, was das andere ja auch nicht ausschließt. Auf keinen Fall. Ich bin ja immer zurückhaltend mit, wenn Leute, wenn ich, am Anfang hast du es beinahe geschafft, so ein bisschen das Gespräch in meine Richtung zu, über mein Format zu drehen übrigens. Ehrlich? Ich habe gedacht, Moment, Moment, wir reden über dich Volker, nicht über mich. Okay. Da schauen wir mal. Nein, vielen Dank, dass ihr zugehört habt, es war hoffentlich kurzweilig und wir haben jetzt noch eine Menge Termine heute und werden mal so durch die, durch unsere Kontakte gleich ziehen auf dem Jahresauftakt der Branche. Ja, lieber Tim, das war toll, vielen Dank für die Einladung, war mal eine andere Perspektive, hat riesig Spaß gemacht und wann immer du möchtest, Gegeneinladung steht natürlich und dann gucken wir mal, wie du dich so als Gast verhältst. Ja, ich gebe mein Bestes, stets bemüht, sage ich da mal gerne. Absolut. Und damit würde ich sagen, sind wir raus für heute, vielen Dank, macht’s gut, tschüss.
Diese Episode ist Teil des Podcasts Benzingespräche von Tim Klötzing.