Einleitung
In der neuesten Folge von ‚Benzingespräche‘ spricht Tim Klötzing mit Wolfgang Ufer, dem CEO von Smart Germany. Das Gespräch bietet spannende Einblicke in die Transformation des Unternehmens in den letzten zwei Jahren und beleuchtet die Herausforderungen und Erfolge, die Smart auf diesem Weg erlebt hat.
Die letzten zwei Jahre bei Smart Germany
Wolfgang Ufer beschreibt die letzten zwei Jahre als eine aufregende Zeit voller Veränderungen und Herausforderungen. Seit der Einführung des Hashtag One, dem ersten Fahrzeug der neuen Generation, hat sich Smart kontinuierlich weiterentwickelt. Mit der Einführung des Hashtag 3 im letzten Jahr und dem aktuellen Game Changer, dem Hashtag 5, zeigt Smart eindrucksvoll seine Innovationskraft.
Herausforderungen in der Automobilbranche
Die Automobilbranche hat in den letzten Jahren zahlreiche Herausforderungen erlebt, darunter politische Veränderungen und Schwankungen im Markt für Elektrofahrzeuge. Ufer betont die Bedeutung klarer Verhältnisse und stabiler Rahmenbedingungen, um eine erfolgreiche Planung und Umsetzung neuer Modelle sicherzustellen.
Vertriebsnetz und Partnerschaften
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für Smart Germany ist das starke Vertriebsnetz, das eng mit Mercedes-Benz-Händlern verknüpft ist. Diese Partnerschaft ermöglicht es Smart, effizient im Markt zu agieren und Kunden optimal zu erreichen. Ufer hebt hervor, dass diese Struktur ein entscheidender Vorteil im Vergleich zu neuen Marken ist, die sich erst im deutschen Markt etablieren müssen.
Innovative Ansätze und Zukunftsperspektiven
Smart setzt auf eine Mischung aus Online- und stationärem Vertrieb, um den modernen Anforderungen gerecht zu werden. Mit über 180 Werkstätten und einem wachsenden Netz an Verkaufsstellen ist Smart gut aufgestellt, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein. Ufer zeigt sich optimistisch, dass das Unternehmen weiterhin wachsen und seine Position im Markt stärken wird.
Fazit
Das Gespräch mit Wolfgang Ufer verdeutlicht, wie Smart Germany die Herausforderungen der letzten Jahre gemeistert hat und welche Strategien das Unternehmen für die Zukunft verfolgt. Mit einem starken Team und innovativen Ansätzen ist Smart gut gerüstet, um die mobile Zukunft aktiv mitzugestalten.
Show Notes & Key Takeaways
Themen:
- Transformation bei Smart Germany
- Einführung neuer Fahrzeugmodelle
- Herausforderungen in der Automobilbranche
- Vertriebsnetz und Partnerschaften
- Innovative Vertriebsansätze
Key Takeaways:
- Smart Germany hat in den letzten zwei Jahren signifikante Fortschritte gemacht.
- Die Einführung neuer Modelle zeigt die Innovationskraft des Unternehmens.
- Ein starkes Vertriebsnetz ist entscheidend für den Erfolg im deutschen Markt.
- Politische und marktbezogene Herausforderungen erfordern klare Rahmenbedingungen.
- Smart setzt auf eine Kombination aus Online- und stationärem Vertrieb.
- Das Unternehmen ist gut aufgestellt, um in der Zukunft erfolgreich zu sein.
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Benzingespräche – der Branche- und Personality-Talk der deutschen Automobilwirtschaft. Der Podcast für und mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind, erzählt zu werden. Es geht um neue und verschiedene Blickwinkel auf die Autobranche und persönliche Meinungen zukünftiger Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, Content-Creator und freier Automarketing-Berater. Kurzer Boxenstopp bei meinem Partner dieser Folge. Claim Plus – Du willst eine einfache und sorgenfreie Schadensabwicklung? Diese soll am besten nichts kosten und Deine Mitarbeiter deutlich entlasten? Claim Plus macht’s möglich. 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Ich habe geschaut, wann wir letztes Mal gesprochen haben und bei dem ursächlichen Termin waren es fast auf den Tag genau zwei Jahre. Also das wäre geil gewesen. Das ist verrückt. Also wenn Du mir das heute erzählst, dass wir vor zwei Jahren gesprochen haben, dann denke ich, das war eigentlich gestern. Und wenn ich dann nachdenke, was eigentlich seitdem passiert ist, dann waren es fünf Jahre geflinkt. Also es ist ein ganz verrücktes Gefühl in mir gerade. Boah, Wahnsinn. Und damals vor zwei Jahren, das war ja schöne Grüße an Philipp Kroschke, der damals so diese Idee mit mir zusammen hatte, diese Sonderserie New Brands zu machen, wo wir mit neun Playern auf dem deutschen Markt Interviews geführt haben. Und da hatte ich damals irgendwie gesagt, ihr seid ja eine New Old Known Brand, aber ihr gehört da auf jeden Fall mit rein, weil damals wart ihr, glaube ich, mit dem ersten Fahrzeug mit Smart der neuen Generation da. Und jetzt ist das so weitergegangen. Du sagst schon, Wahnsinn, wo ist die Zeit geblieben, sehe ich auch so. Da ist natürlich erst mal meine wichtigste Eingangsfrage, lieber Wolfgang, wie geht es denn Dir so? Wie waren die letzten beiden Jahre zu Dir? Also man muss ich Dir ganz ehrlich sagen, auch hier Grüße an den Philipp Kroschke, der uns natürlich auch hier begleitet hat. Das war eine verrückte Zeit, wenn man sich auch nochmal die Autoindustrie vorstellt, was in den letzten zwei Jahren passiert ist. Und ich durfte da mittendrin sein und eine Transformation mitleiten. Du erinnerst Dich genau richtig an den Hashtag One, das war damals unser neues Auto. Alle haben uns angeschaut, wieso kommt Ihr im Kompaktwagensegment? Ganz klar, weil da einfach auch die Kunden waren und sind und haben seither das Auto erfolgreich eingeführt, haben das nächste schon den Hashtag 3 gebracht im letzten Jahr und stehen jetzt davor wirklich hier den Hashtag 5, den wir jetzt gestartet haben, unseren Game Changer als drittes Auto zu bringen. Das heißt jedes Jahr ein neues Auto, das ist aufregend pur, vor allem in diesem Marktumfeld, in diesem politischen Umfeld, kann ich Dir ganz entspannt sagen, uns ist es nicht langweilig gewesen, aber wir sind sehr happy und freuen uns, dass wir so stringent und konsequent unseren Weg gehen und es auch belohnt wird. Insofern, dass wenn ich heute jetzt durch die Straßen fahre, ich schon viele unserer Autos sehe und das macht mich natürlich persönlich auch sehr glücklich. Ja, absolut. Und wenn man so die letzten zwei Jahre Revue passieren lässt, Du hast gesagt in jedem Jahr ein neues Modell, in jedem Jahr war auch irgendwie mal wieder ein größerer Einschlag, da wurden mal irgendwie Subventionen gestrichen und dann wusste keiner, wo es so richtig lang geht. Totaler Einbruch im E-Markt, Regierungswechsel, Anfang des Jahres saßen wir alle in Berlin beim DAT ZDK und da war ja großer Wahlkampf, dann steht da der Herr Merz und sagt, nee Subventionen für E-Autos auf gar keinen Fall. Jetzt guckt man wieder rein und jetzt ist es dann irgendwie, irgendwas wird dann doch wieder passieren. Es ist agil, der Autohandel und Deutschland, das ist wirklich Spannung pur. Das kann ich nur sagen. Ich hoffe nur, dass alle, die verantwortlich sind, vor allem jetzt, wirklich schnell klare Verhältnisse schaffen, weil das ist das Einzige, was ich bitte jetzt. Was allerdings für mich sehr Halt gibt und uns auch in dieser ganzen dynamischen Zeit erfolgreich werden lassen hat, ist, dass mein Team so stark, auch mit Leidenschaft zusammen mit mir durch diese Zeit geht, muss ich wirklich sagen. Und dass unser Vertriebsnetz, das ist natürlich auch top, unser Smart-Vertriebsnetz zusammen in den Mercedes-Benz-Häusern, mit so Partnern kann man natürlich auch so eine Zeit gut durchhalten und bestehen und jetzt hoffen wir, dass, wie gesagt, da ein bisschen eine Voraussicht kommt und wir auch stabile Verhältnisse bekommen. Ich glaube, das kann jeder in der Autoindustrie jetzt wirklich. Wir benötigen das einfach, um sauber planen zu können. Wo du gerade das Vertriebsnetz ansprichst. Damals haben wir gesagt New Brands und ihr seid eigentlich Known Brand und ihr seid nah am Mercedes dran. Man sieht ja, dass wenn andere Marken nach Deutschland kommen, sagen wir mal aus dem chinesischen Bereich oder chinesischen Raum, wie dann gestruggelt wird, Direktvertrieb, machen wir ein Partnernetz. Das ist natürlich für euch, natürlich, da ihr mit den Mercedes-Händlern ja in den Netz quasi angedockt seid, natürlich schon ein wichtiges Asset und ein guter Vorteil, oder? Ja, wir waren vor zwei Jahren 25 Jahre und sind jetzt 27 Jahre im Markt und natürlich haben wir Umbrüche gehabt. Wir sind auch im echten Agenten-Direct-Sale. Das ist wirklich auch eine Vorausforderung vertrieblicher Natur. Aber ich sage dir ganz ehrlich, ich würde gar nicht wechseln wollen, weil das für uns der perfekte Zugang zum Kunden ist. Wir haben auch kein Problem, einen Markt zu orchestrieren. Wir haben auch überhaupt kein Problem mit der Preishoheit und Ähnlichem. Wir haben da auch ein sehr, sehr gutes Verhältnis zu unseren Vertragspartnern. Das ist was, was wirklich funktioniert. Aber wir haben schon echt viel, viel Innovatives jetzt umgesetzt und hingestellt und arbeiten da wahrscheinlich auch im modernsten Setup, was in Deutschland so verfügbar ist. Das würde ich schon so behaupten wollen. Mit dieser Mischung aus Online, Omnichannel und stationärem Vertrieb, exklusive Verkäufer, entsprechende, sage ich mal, tolle Autohäuser. Und wir wachsen auch im Netz, sehr gesund, aber wir bauen immer weiter auf, kontinuierlich. Und wir haben auch ein tolles Werkstattnetz mit über 180 Werkstätten mittlerweile. Also an der Stelle kann ich sagen, bin ich sehr, sehr glücklich. Okay, das war der Eingangstalk. Jetzt kommen wir ja erstmal hier in mein Konzept zurück. Blick in den Rückspiegel. Das machen wir diesmal ein bisschen verkürzter, weil die Show hatten wir ja schon. Aber es ist wichtig, irgendwie auch den Background von dir zu verstehen, weil das, ja, zieht auch oft dann die erste Frage danach ein. Du bist im Endeffekt, ja, Daimler-Benz AG Business Development Manager 2006 bis 2009 gewesen. Dann Mercedes-Benz Luxemburg Head of Marketing and Business Development 2009 bis 2013. Dann was Spannendes, wo ich auch gerade im Vorgespräch nochmal nachforschen musste. Das musste ich jetzt gleich auch nochmal erklären. Daimler-Benz AG Global Head of Smart Cities 2013 bis 2021. Das bitte einmal kurz erklären, weil das musste ich auch nochmal erfragen. Ja, das ist einfach. Ich bin jetzt wirklich zwölf Jahre schon bei Smart und diese Station, also das Head of Smart Cities, war wirklich eine sehr, sehr innovative Idee, dass ich die Verantwortung bekommen habe für die 40 größten Metropolen auf der Welt, um nicht den Marktanteil, sondern den Stadtanteil zu managen für den damaligen Smart For Two. Das ist nämlich das Geniale, weil den verkaufst du natürlich in Rom 10.000 Mal und jetzt auf, sage ich mal, auf Land schon auch, aber nicht in dieser Dichte und ich hatte da wirklich 40 Städte, teilweise 50 Städte weltweit in der Verantwortung, die ich gesteuert habe, um wirklich hier ganz, ganz viele For Twos zu verkaufen und auch genau mit diesen Partnern international zusammenarbeiten. War eine ganz tolle Zeit. Ich könnte jetzt eine Stunde drüber reden. Total spannend. Du hast gesagt, 40 Metropolen weltweit. Ja. Da warst du ja, sagen wir mal gelinde gesagt, viel unterwegs. Da war ich viel unterwegs und habe auch sehr viel gelernt. Also von einem, sage ich mal, Handelshaus in San Francisco bis unter anderem die 15 Städte, die ich in China leiten durfte. Wir hatten in Japan, wir hatten Kanada, wir hatten Mexiko, wir hatten in Europa im Prinzip alle Hauptstädte. Das war wirklich eine Community auch zusammen, dieser Geist. Das war wirklich ganz besonders, muss ich sagen, und da habe ich persönlich auch sehr, sehr viel gelernt. Am Ende des Tages war das jetzt aber nicht nur nett, sondern wir haben auch richtig tolle Geschäfte gemacht. Das heißt, das Thema hat sich wirklich jedes Jahr weiterentwickelt und wir haben tolle Wachstumsraten zeigen können. Ja, echt verrückt. Also ich habe gerade nochmal so reflektiert. Ich glaube, ich habe so noch nicht von jemandem gehört, dass er einen ähnlichen Job hatte wie du. Das ist schon außergewöhnlich. Da bin ich auch ein bisschen neidisch, muss ich fairerweise sagen. Ein bisschen Fernweh habe ich dabei. Ja, dann Smart Deutschland, da bist du CEO seit Januar 2021. Okay, so vor zwei Jahren war meine erste Frage. Du fühlst dich, ich sage mal, im Konzern zu Hause. Jetzt sind wir zwei Jahre später. Ich würde sagen, du bist weiterhin auf Posten. Du fühlst dich weiterhin wohl. Ich fühle mich absolut wohl und mir macht es auch ganz viel Spaß, auch mit den Menschen, mit denen ich jeden Tag arbeiten darf. Ich muss dich in einer Sache nur berichtigen. Ich glaube, meine Aufgabe, spätestens seit ich jetzt in dem neuen Setup bin, hat mit einem Konzern genau gar nichts zu tun. Im Gegenteil, wir sind wirklich so eine kleine, feine Truppe. Das würde dich überraschen. Also wir sind damals, bin ich wirklich original alleine gestartet, zusammen mit meinen europäischen Kollegen. Dann haben wir erst mal mit zehn Leuten und wir sind jetzt vielleicht so knapp unter 30. Also ich bin sicher, wir sind mit einer der effizientesten Automarken, die da draußen ist. Also Konzern wäre genau das Gegenteil davon. Jetzt meine ich gar nicht wertend. Und in dem Zuge macht es mir wahnsinnig Spaß, was wir hier bewältigen dürfen. Wir haben gerade über die Herausforderung, die Aufgaben gesprochen. Aber da wir das alles aus unserer Sicht positiv bewältigen, macht es Spaß. Und wir können ganz viel selber gestalten und wir wissen natürlich auch, was wir noch vorhaben. Und das wollen wir unbedingt erreichen und umsetzen. Deswegen fühlen wir uns sehr wohl und ich mich ganz besonders. Ja, klasse. Ich meine, vor zwei Jahren gab es ja diese Sonderserie mit den New Brands. Und die Wahrheit gehört auch dazu, dass ich glaube von den sechs oder acht Folgen, das waren immer die CEO, Deutschlands CEOs oder sowas, da ist kaum noch einer von auf dem Posten. Also das ist schon ein anspruchsvolles Thema, mit einer aufländischen Marke auf den deutschen Markt zu kommen und da wirklich Fuß zu fassen. Ja Tim, das muss ich bei aller Positivität schon auch sagen. Das sind wirklich herausfordernde Zeiten und da muss man schon auch einen Plan haben und in einem verlässlichen Umfeld agieren können. Und das über alle Stufen hinweg. Und da gibt es wirklich auch schwierige Momente, die man durchlaufen muss und wo man Lösungen braucht und muss pragmatisch sein. Man muss vor allem sehr schnell sein, schnell in der Umsetzung, sich schnell anpassen können. Ich glaube, das war jetzt die letzten Monate und Jahre wirklich auch der Erfolgsfaktor. Und man braucht natürlich auch eine Produktsubstanz. Und ich glaube, da sind wir wirklich bei Smart auch gesegnet, dass unsere Fahrzeuge wirklich sehr, sehr gut ankommen. Die sehen wunderschön aus, die haben eine tolle Technologie. Und wenn du dann jetzt sogar sowas wie einen Hashtag 5 in den Markt bringen darfst, der wirklich so eine Art Game Changer ist, auch mit seiner 800-Volt-Technologie, was der so mitbringt und bietet, das macht einfach viel Spaß. Und auf dieser Welle kommt man dann auch über die fünf Jahre auf Sonnenposten. Du baust mir mehrere Brücken, wo fange ich an? Ich habe den Hashtag 5 live gesehen auf der Flotte in Düsseldorf, wo wir uns auch kurz getroffen haben. Und das war einer. Jetzt muss ich gestehen, ich kenne jetzt nicht von jedem europäischen, amerikanischen Hersteller das allerneueste E-Fahrzeug von innen. Von außen ja, von innen nicht. Was mir bei euch aufgefallen ist, das, was chinesische Fahrzeuge häufig haben, dass das Entertainment-System auch so stark erweitert auf dem Beifahrersitz ist. Das ist mir bei dem Fahrzeug halt so aufgefallen. Ich habe so reingeschaut und gedacht, ja, irgendwie Cockpit, alles klar, alles, wo es hingehört, schön, nice, aufgeräumt. Und dann so diese Verlängerung, nicht nur bis in die Mittelkonsole, sondern komplett durch. Ist das der chinesische Einfluss? Oder ist das das Machen des Fahrzeuges für den chinesischen Markt? Oder ist das euer Glaube, dass Fahrzeuge in Zukunft anders genutzt werden? Das ist jetzt ein bisschen hochgegriffen. Ja, weiß ich, was du meinst. Also das Auto ist ja konzipiert in Sindelfingen. Ja, so musst du es dir vorstellen. Du hast ja auch gesehen, dass der Innenraum wirklich sehr, sehr liebevoll und leidenschaftlich designt ist. Und das ist alles aus einer Feder und mit einer Logik von unseren tollen Mercedes-Benz Smart Designern gestaltet worden. Und hier geht es vor allem darum, dass die Rolle des Beifahrers etwas aktiver sein kann. Beispielsweise jetzt, wenn es darum geht, im Routing zu unterstützen und Navigationsthemen zu lösen und dann wirklich mit drei Fingern swipe rüber auf das Zentraldisplay. Das Ganze geht aber auch mit Musik. Ich kann zum Beispiel hier Spotify bedienen oder Ähnliches und kann dann wieder swipe in die Mitte schieben. Das Gleiche gilt übrigens auch mit Videostreaming während der Fahrt, wo ich einen Film anschauen kann. Natürlich das jetzt auf dem Beifahrersitz sehe, womöglich sogar von einem Rücksitz. Wichtig ist hier nur, dass man natürlich auch entsprechende Überwachungssysteme jetzt mal in Anführungsstrichen eingebaut hat, dass ein Fahrer fahren muss und auch wirklich sein Gesicht da hat, wo er es haben sollte. Ansonsten wird das Video nämlich angehalten mit dem Hinweis an den Beifahrer, check mal deinen Fahrer, dass der fährt und freue dich erstens weiter. Ja, okay, alles klar. Krass, wirklich ein schönes Fahrzeug und ich werde es mir versprochen. Letztes Mal haben wir nämlich gesprochen, dass ich mir den Hashtag 1 anschaue und jetzt den Fünfer, da geht kein wenig dran vorbei. Ich meine, hier in Essen sitzt ein großer Händler, den ich auch gut kenne und um die Ecke ist ja auch die Brabus-Version erweitert worden. Das möchte ich nämlich auf jeden Fall sehen. Das musst du machen und da hast du ja einen ganz tollen Partner hier mit dem Luke Haus und die haben natürlich für dich die Autos sofort zur Verfügung. Ich glaube, den gehe ich mal auf den Nerv, das mache ich demnächst mal. Du hast aber gerade noch was anderes gesagt, dass so in eurer Agilität der Unternehmensgröße, ich nenne das jetzt mal absichtlich so, Und auch mit der Verbindung nach China hatten wir vorhin so dieses Stichwort Chinese Speed. Dass du da sehr glücklich bist, in einem Unternehmen zu sein, was nicht ewige Entscheidungswege hat, was alles durch 17 Gremien peitschen muss, sondern dass ihr eine andere Agilität im Unternehmen hat. Kannst du da ein bisschen was zu erzählen? Ich glaube, der Vorteil ist auf jeden Fall, in einem Unternehmen, wenn man nicht zu groß ist, dann sind Einzelne einfach auch mehr zuständig und verantwortlich. Und es gibt gleichzeitig, wenn die Menschen auch bereit sind, dann Dinge zu entscheiden, eine Grundgeschwindigkeit. Ich glaube, dieses Gesetz, das gilt. Das gilt auch bei uns. Und gleichzeitig muss man jetzt noch sagen, dass wir und der Speed, der ist einerseits inhaltlich. Also jetzt beispielsweise, wenn wir hier an alle möglichen Sales und Marketing Themen in Europa denken oder ich jetzt in Deutschland, die können wir sehr schnell und eigenständig eigentlich entscheiden und auch lokal vor allem auch entscheiden. Das ist ganz, ganz wichtig an der Sache. Das Nächste ist das Thema innerhalb der Produktwelt. Wenn ich zum Beispiel sehe, Kunden, und das passiert sehr oft, Kunden treffen sich und wir haben ja Communities hier, die sich treffen. Das Nächste ist Ende Mai beispielsweise, wo die mich auch einladen und ich stehe dann mit allen zusammen und die erzählen mir dann, was alles toll ist, aber die haben auch Vorschläge beispielsweise. Dann höre ich mir das an und dann frage ich wirklich in die Runde, seht ihr das alles so? Und dann kommen da wirklich Features und Ideen raus, das würdest du nicht glauben, wie spannend das ist. Und dann nehme ich das wieder mit und dann kann ich das wirklich zum Beispiel auch unserer Entwicklung mitteilen und die schauen dann, was sie machen können und die haben in der Regel immer wirklich auch den eigenen Impuls, Dinge besser zu machen, einfach wirklich strategisch sich richtig zu positionieren, die digitalen Services zu entwickeln, auch das Bedienkonzept des Fahrzeugs. Und das heißt, ich kann dann beispielsweise Ende Mai wieder stehen bei den Kunden und sagen, Leute, was ihr mir das letzte Mal mitgegeben habt, habt ihr jetzt im Auto. Und das ist das Schöne, das heißt wirklich auch innerhalb von Monaten kannst du hier Bedienungen im Auto oder neue Funktionen bringen von, wir haben irgendwie eine Lenkradheizung, die wir live stellen oder wir können jetzt über das Auto das E-Bike laden und so weiter. Das haben wir alles runterjährig letztes Jahr einfach mal so live gestellt, aber auch andere Hinweise, die Kunden hatten. Kommen denn auch, ich sag mal, aus eurem chinesischen Team teilweise Innovationen oder Vorschläge, wo dann ihr so denkt so, oh, was? Also so dieses Überraschungsmoment, wo man sagt so, nee, haben wir irgendwie noch nicht drüber nachgedacht. Also ich, es ist ganz klar, weißt du, wir haben für Europa natürlich schon eine eigene Produktpolitik und wollen, können teilweise auch gar nicht alles mitmachen, weil wenn du auf dem chinesischen Markt im Angebot bist und Fahrzeuge anbietest, dann hast du einen super hohen Anteil an Top Features. Ich spreche jetzt mal von entsprechenden tollen Sitzen, die wirklich alles Mögliche an aktivem Support haben oder du hast eine Luftfederung und so weiter. Das sind so übliche Themen, die in China einfach Standard sind. Das hast du hier in Europa nicht, weil wenn du die auch bepreisen würdest, würdest du automatisch wieder aus dem, sag ich mal, normalen Preisgefüge rauskommen. Das sind so Sachen, aber auch digitale Features. Wir haben ja so einen kleinen Avatar im Fahrzeug, der immer reagiert, wenn du ihn ansprichst und den kannst du jetzt beispielsweise auf dem chinesischen Markt auch anders anziehen oder irgendwie eine Mütze dazu packen und so weiter. Oder du hast einen Music Modus, wo das Auto reagiert auf Musik und entsprechend mit dem Licht reagiert und so weiter. Die haben da einen anderen Bezug und sind da noch mal ein bisschen emotionaler in solchen Features, wie wir jetzt üblicherweise in Europa. Deswegen gibt es da schon eine Unterscheidung. Absolut. Okay. Vorhin haben wir das schon so ein bisschen angesprochen, die letzten beiden Jahre, agile Jahre. Wenn wir jetzt noch mal so Revue passieren lassen, welche Herausforderungen hattet ihr denn als Unternehmen wirklich so in den letzten beiden Jahren so ganz konkret oder welche waren die schwierigsten? Und da würde mich auch so ein bisschen der Blick so auf den Handel, weil viele der Hörer kommen eher so aus der Handelsbubble, vielleicht in dem Kontext. Vielleicht kannst du das mal ein bisschen beschreiben. Ja, wenn wir zurück schauen, da muss ich natürlich die Elektromobilität auch erwähnen, weil wir vollelektrisch sind und wie du weißt seit 2019. Und ich würde mal sagen, wenn du heute ein vollelektrischer Anbieter bist, dann hast du wirklich auch das harteste Programm zu stemmen, weil du natürlich auch aus einer Wirtschaftlichkeit heraus in einem ganz anderen Setup unterwegs bist. Gleichzeitig so eine Produktsubstanz zu bieten, wie wir tun, das ist schon eine Herausforderung. Und dann hat das natürlich schon einen Impact, wenn beispielsweise mal eine Förderung wegfällt oder wenn die Restwerte da entsprechend reagieren, weil, sage ich mal, andere Wettbewerber dann entsprechend auch Preismoves machen, die vielleicht ein bisschen fragwürdig sind. Das ist ein Thema, was auf jeden Fall eine Challenge ist. Aber auch Handelsbarrieren beispielsweise, die noch zusätzlich einfach auch Geld kosten oder uns, sage ich mal, in gewisse Herausforderungen setzen. Das ist was, was uns wirklich die letzten Monate, Schrägstrich jetzt zwei Jahre, beschäftigt hat. Nie so richtig eigentlich die klassischen Themen, weil die haben wir eigentlich super unter Kontrolle. Das hatte ich vorher auch gemeint mit externen Einflüssen, die einfach auf uns da eingehen. Und ich finde, wenn wir jetzt auch mal auf das Thema Elektromobilität schauen, dann sind wir sicher vor zwei Jahren auf einem hohen Peak gewesen. Und jetzt auch wirklich politisch, aber auch jetzt, was die Wahrnehmung angeht, wirklich auch so ein bisschen wieder auf den Boden gekommen. Da stehen wir und ich habe das Gefühl, das sehen wir ja auch jetzt in den Zulassungszahlen dieses Jahr. Wir haben ja etwa 30 Prozent Wachstum schon in dem Segment. Ich glaube, jetzt kommen wir langsam wieder in ein gesundes, neues, positiven Trend, wo wir natürlich auch eine große Rolle spielen wollen. Okay. Die Modellpalette, die wächst ja stetig weiter. Wie oder was kannst du darüber sagen, diese Joint Venture, was im Hintergrund nur mal eine Rolle spielt, wie reibungslos funktioniert das oder gibt es da auch durchaus mal Reibung? Ich glaube, es gibt überall immer Reibung und ich finde die Reibung übrigens gar nicht schlecht, weil daraus entsteht in der Regel dann was Gutes. Und ich kann ganz speziell auch für diese Kooperation sagen, weil Kooperationen im Autogeschäft sind schon spannende Themen, die funktionieren nicht zwingend. Und hier haben wir aber ein Setup, wo wir unsere Shareholder sich optimal ergänzen. Mercedes einerseits mit starkem Europa-Fokus, ist ganz stark involviert in dem Fahrzeugdesign, Konzeption von Fahrzeugen. Da kriegen wir unfassbar viel an tollen Ideen und tollem Design, wie gesagt aus Made-in-Sindelfingen. Das zum einen und zum anderen, wenn wir dann wiederum über unsere eigene Entwicklung bei Smart dann auf eine Plattform wie von Chili, die uns zur Verfügung gestellt wird, zugreifen dürfen, kann ich dir sagen, da sind wir gesegnet, weil wir sowas in Europa so nicht bekommen könnten. Und deswegen können wir solche Autos wie beispielsweise den neuen Smart Hashtag 5 vorstellen, der ein Bombendesign hat, innen wie außen super hohe Wertigkeit und gleichzeitig mit 800 Volt hier Sachen veranstaltet, dass ich das Auto mit einer 100 Kilowatt-Ballerie in 18 Minuten auf 80 Prozent lade. Auch nochmal zurück den Schwenk zur Elektromobilität. Damit wird die Elektromobilität auch wirklich bereichert, weil natürlich viele sagen, das ist ein Auto, das will ich fahren. Ich habe den Platz, bin Familienvater, ich will in Urlaub fahren und kann gleichzeitig dann noch so schnell laden und habe eine tolle Reichweite. Das macht den Unterschied und das macht uns dann auch sehr viel Spaß. Wie gesagt, ich bin nicht so super tief in dem Elektrofahrzeug-Game drin, muss ich da gestehen. Als ich in China war, Anfang März, da waren wir bei einer Marke und die hatten schon sogar ein 900-Volt-System, das hat mich so überrascht, weil ich glaube, in Europa, in Deutschland, gibt es gar nicht viele Fahrzeuge, die auf 800 Volt stehen. Es ist vor allem immer wichtig, dass du die 800 Volt auch wirklich nutzt. Es bringt ja nichts, wenn du jetzt ein 800-Volt-Auto hast und lädst dann trotzdem nur mit 200 KW. Wir haben eine 400-KW-Peak. Das bedeutet, wenn wir eine normale Ladesäule geben, die zum Beispiel 350 Kilowatt lädt, so eine INBW oder so ein Ionity-Charger, den du wirklich in Deutschland schon sehr oft findest, dann haben wir gar keine richtige Ladekurve, weil wir eigentlich noch höher laden können, sondern wir haben eher so ein Lade-Rechteck. Das Fahrzeug hängt da von der ersten Sekunde und zieht da Vollgas den Strom. Das ist das Schöne, dass du mittlerweile halt 18 Minuten brauchst und in 18 Minuten, die gehen relativ zügig um. Manchmal brauchst du es gar nicht, weil du vielleicht schon mehr Akku hattest vorher, sodass das in Richtung Tankstopp immer weiter geht. Das ist im Prinzip das Tolle an dem ganzen Thema. Wir blicken mal nach vorne mit Fernlicht in die Zukunft. Ja, wo steht Smart im Jahr 2025? Habe ich mir hier aufgeschrieben, aber eigentlich ja, wo steht Smart 2025? Aber viel interessanter ist ja, was sind denn eure nächsten Meilensteine? Wenn man jetzt so weiß, in den letzten zwei Jahren drei Modelle oder sind es gerade noch beim dritten Modell. Was haben wir denn von euch, von dir so zu erwarten? Also erstmal sind wir sehr, sehr glücklich über die Positionierung der Fahrzeuge, weil wir schon auch hier eine hochwertige Positionierung erarbeiten konnten. Die Autos sind wunderschön, die können richtig was bieten. Und deswegen sind wir auch in einer Marktpositionierung, wie wir agieren können am Markt eigentlich in einem sehr gesunden Verhältnis. Um es mal andersrum zu sagen, wir verkaufen die Autos sehr stark zum Beispiel an Endkunden und weniger jetzt an Kanäle, die irgendwie teurer sind, um irgendwelche Statistiken zu schüren. Das können wir in Direct Sales gar nicht, würde gar nicht funktionieren. Auch das Thema Eigenzulassung, sowas machen wir nicht. Das heißt, das ist eigentlich was sehr, sehr Schönes, dass wir uns aus diesem Thema heraus weiter positionieren und stärken. Und wenn du dir vorstellst, dass wir ein Hashtag 5 haben, im Segment nochmal eine Stufe nach oben gehen, das ist dann wirklich auch unsere, wie ich sage, immer Außengrenze, dann wollen wir das natürlich genauso bespielen und darin wachsen. Das heißt, in Summe haben wir vor, jetzt diese Fahrzeuge weiter im Markt zu stärken und auszubauen. Und dann haben wir natürlich weiter immer wieder neue Ideen und werden da sicher auch nicht müde zu überraschen mit Neuigkeiten, womöglich sogar neu in diesem Jahr. Aber es wird nicht langweilig und wir werden natürlich weiter Autos in den Markt bringen. Okay, dann sind wir da mal gespannt. Und ja, ich habe vorhin schon gesagt, der Podcast wird ja viel in der Automobil- oder Autohandelsbubble gehört. Blicken wir mal so auf den deutschen Automobilmarkt. Wie blickst du aktuell auf die Entwicklung, ich sage es mal ganz offen, der Mobilität in Deutschland? Was ist so dein Eindruck? Wie blickst du da in die Zukunft? Ja, ich glaube, dass wir, ja, wir sind hier mitten im großen Umbruch. Es gibt, wie gesagt, neue Hersteller, neue Marken. Ich glaube, das Thema Antriebsform ist wahrscheinlich mit eines der größten Themen, was uns da beschäftigen wird. Da fühle ich mich sehr, sehr klar und sauber positioniert. Ich denke, da müssen wir uns jetzt keine großen Gedanken machen. Ich denke, das Thema Elektromobilität wird weiter wachsen. Das werden wir sehen. Wir werden sicher an der einen oder anderen Stelle auch eine Beruhigung bekommen, wo wir einfach durch diese Problematiken, die wir die letzten zwei Jahre hatten, die werden jetzt langsam aber sicher auch abgebaut. Ich rede gerade zum Beispiel über einen Gebrauchtwagenmarkt, wo man irgendwo jetzt auch mal einen Level findet, der einfach auch in einer gewissen Weise handelbar ist. Das ist ein ganz wichtiger Aspekt, denke ich. Und wenn wir von der Politik hier klare Rahmen bekommen, und das traue ich der neuen Regierung zu, dann glaube ich, haben wir alle zusammen eigentlich eine positive Zeit vor uns. Auch wenn es natürlich weiter anspruchsvoll bleibt, weil der Wettbewerb wird weiter stark sein. Und da werden auch nur die Schnellen mit der wirklich zukunftsgerichteten Strategie gewinnen können. Also ich sage mal so jetzt mal kurz meine Meinung. Auch wenn ihr ein Unternehmen seid, die nur reine Elektromobilität anbietet. Was ich nicht mochte in den letzten Jahren war, dass das sehr hart ideologisch eine Entweder-oder-Geschichte, die wurde da so aufgebaut, die fand ich nicht so geil. Und was jetzt im Moment ja passiert, ist, dass die Elektromobilität immer praktikabler wird, die Fahrzeuge immer besser werden. Wenn man jetzt auch so die letzten Nachrichten aus Shanghai, was da für Lade-Dinger kommen. Es ist auch einfach gut, dass alle Produkte gut sind. Und wenn wir jetzt auch sehen, dass andere Hersteller wieder in ihre Elektroplattformen Verbrenner einbauen. Hey, so what? Wenn der Markt irgendwie gerne ein Fahrzeug als Verbrenner haben möchte, dann soll er es doch bitte kaufen können. Und das ist halt so eine und. Also eine persönliche Entscheidung werden darf und nicht eine ideologische. Absolut, Tim. Das will ich auch ganz deutlich sagen. Natürlich bin ich ein Elektro-Fan. Wäre sonst ein bisschen komisch, wenn ich so eine Aufgabe habe, die ich auch wirklich mit Überzeugung führe und leite. Gleichzeitig sage ich aber auch, jeder, der lieber einen Verbrenner fährt, soll das tun. Solange das halt geht und es auch passt. Also wenn ich jetzt ein Außendienstkollege bin, der einfach 40.000 Kilometer fährt, dann soll der gerne einen Verbrenner, der dafür geeignet ist, fahren. Ich würde ihn da nicht umstimmen wollen, wenn das für ihn das Richtige ist. Ich kann dir nur sagen, meine Beobachtung ist, dass alle, die es zumindest mal ausprobieren, elektrisch zu fahren und vor allem in diesen neuen Generationen von Fahrzeugen unterwegs sind, jetzt nehmen wir mal den Hashtag 5, da wird es ein bisschen spannend danach zu hören, ob sie sich das nicht wirklich vorstellen können. Ich habe dann eher das Gefühl, dass da wirklich Leute auf mich zukommen, die sich das vorher gar nicht vorstellen konnten. Ich habe dasselbe in der Nachbarschaft sogar, Tim, dass jetzt mit dem neuen Auto plötzlich Leute rüberkommen und dann sagen, was ist denn das und erklären wir mal mehr dazu. Das freut mich auch selber persönlich, aber ich gebe dir recht, es sollte niemand in Anführungsstrichen verteufelt werden, nur weil er weiter Verbrenner fährt. Da bin ich auch überhaupt kein Fan davon. Ja, absolut. Man müsste jetzt auch wirklich lügen, wenn man sagt, dass ein Verbrennermotor nicht hoch entwickelt ist und auch eine gute Effizienz hat. Das wurde ja sehr verteufelt und so. Ich denke auch, ich habe gerade gestern erst im privaten Umfeld mit jemandem darüber gesprochen, Vorlieben, Verbrenner, Elektromobilität und hin und her. Und dann sagte ich auch, diese Reichweitenangst, es wurde ja unheimlich viel mit Beschleunigungswerten vermarktet, was ja totaler Schwachsinn ist. Auf Deutsch gesagt, es ist ja die Reichweite, die interessanter wird. Und da habe ich so gesagt, wie häufig steht denn mein Verbrenner jeden Morgen vollgetankt vor der Tür? Das stimmt. Ja, nie. Das muss man sich mal überlegen. Und wenn ich überlege, ja, ich bin jetzt häufiger mal Langstrecke unterwegs, aber wenn ich mal nicht Langstrecke unterwegs bin, komme ich doch selbst mit 300 Kilometern eine Woche aus. Das ist überhaupt gar kein Problem. Diese Gespräche sind ja eigentlich viel interessanter als über Beschleunigung und Ideologie zu sprechen. Also, na ja, das sind meine kleinen Denken. Und bei der Frage Mobilität, das wird schon hier deutlich Spuren hinterlassen. Und da werden wir sicher eine Entwicklung sehen, die einfach auch mit einer Substanz kommt und weniger mit einem Zwang. Ja, also man sieht es ja auch. Jetzt wollte ich gerade sagen, jetzt nenne ich mal eine andere Marke. Mercedes mit dem CLA, das ist jetzt bei euch im Bruder quasi, dass sie auch ein ganz brandneues Fahrzeug dahin stellen, was du entweder oder nehmen kannst und was hocheffizient in beiden Versionen ist. Richtig, das stimmt. Ja spannend, im Grunde, siehst du noch irgendwas für den Handel, nur mal so ganz pauschal gefragt. Richtig, ich bin ja ein absoluter Handels-Fan, wobei wir jetzt mit dem echten Agenten, wir nennen die jetzt nicht Händler, sondern Agenten, aber ich bin wirklich und ich habe da auch ein ganz tolles Verhältnis, zumindest sehe ich es aus meiner Sicht so, aber ich glaube, die Kollegen bestätigen das, weil das ist, finde ich, ganz wichtig. Erstens mal bekenne ich mich dazu, dass unsere Kunden einen Handel brauchen, wir brauchen einen stationären Vertrieb, wir brauchen da begeisternde Leute, die wirklich auch die Autos verstehen und die Autos auch dem Kunden erklären können. Ein Kunde, der online startet, der will eine Bestätigung bekommen, wenn er ins Auto rauskommt, dann hat er vielleicht nochmal offene Fragen oder auch die Möglichkeit, ihn zu begeistern. Das ist das, was ich eigentlich erwarte und das auch bei uns sehr, sehr gut funktioniert. Das ist eins und gleichzeitig muss ich dem Handel auch die Möglichkeit geben, dass er tut, was er soll und entsprechend auch aus meiner Verantwortung des Herstellers alle Möglichkeiten zur Verfügung stellen. Da gehört eine IT dazu, da gehören Informationen dazu, da gehört auch mal ein Besuch dazu. Du musst da auch mal vor Ort sein mit den Leuten, Auge in Auge stehen, das ist mir auch sehr, sehr wichtig und ich glaube, das Allerwichtigste ist, dass man im Prinzip sagt, was man tut und dann auch tut, was man sagt und es klingt so simpel, aber das ist am Ende das Erfolgsrezept. Ja, da hast du eine Resonanz in mir, weil ich arbeite ja hauptsächlich für den Handel im Marketingbereich und was ich da häufig erlebt habe in den letzten zig Jahren, ist, dass es vermeintlich partnerschaftlich aufgehangen ist, aber nicht partnerschaftlich betrieben wird und das ist dann leider schade und deswegen, wenn ich da mit Händlern zusammenarbeite, ich arbeite, also ich ist immer Eigenmarke first und das andere dann second, aber nur meine kleine Meinung. Ja, wir sind im Endeffekt, habe ich dich gelöchert? Ich habe ein schönes Update von dir bekommen, was bei dir so los ist, was bei Smart los ist, was ihr da an Errungenschaften auf dem Markt gebracht habt und was noch kommen wird und auch so diese Connection von Konzernzugehörigkeit, wie es hinter den Kulissen läuft, auch chinesischer Einfluss, super, vielen Dank, das war total interessant. Ich habe im Endeffekt noch eine Abschlussfrage, die gilt schon. Wann sitzt du zum ersten Mal in einem komplett autonomen Auto im Straßenverkehr in Deutschland? Ich erinnere mich an die Frage beim letzten Mal schon, weil das ist ja deine Schlussfrage. Da habe ich drüber nachgedacht, was ist denn wirklich der aktuelle Stand gerade? Folgendes, wir haben in China heute schon Smart-Fahrzeuge, die etwa einem Level 3 entsprechend durch die Gegend fahren. Die messen das nicht mit Level 3, aber du kannst da eigentlich einsteigen und ein fettes Auto, das schon deutlich auf die Autobahn, aus der Autobahn wieder raus und dann auch in den Teil der Ortschaften, jetzt nicht in den High Traffic, aber das kann das Auto heute schon problemlos. Wir haben hier in Europa eher regulatorische Themen, auch nicht unberechtigt, weil du natürlich in der Technologie, die gerade so gegeneinander läuft, das eine ist ja Videosensorik, das andere ist also die Radartruppe und ich bin auch eher im Team Radar. Das sind Sachen, die muss man wirklich 100 Prozent hinstellen, weil da geht es einfach auch um viel und vor allem wenn es um Menschenleben geht, sollten wir da keine Experimente machen. Aber in einem Testbetrieb, glaube ich, werden wir in den nächsten zwei, drei Jahren hier schon wirklich was sehen. Ich glaube, was da auch immer noch eine große Rolle spielt, ist die Finanzierbarkeit, weil so Systeme im ersten Moment schon mal richtig Geld kosten. Das sehen wir auch jetzt bei so amerikanischen Piloten, was so ein Auto eigentlich dann tatsächlich kostet, wenn es da durch San Francisco fährt. Aber wir müssen ja mal schnappen und das dann runterbekommen. Kennst du die Zahl? Kannst du uns ja mal aushelfen? Ich wollte mich gerade fragen, weil in letzter Zeit sehe ich immer häufiger, irgendwelche Leute sind in San Francisco irgendwo in den USA, in den Osten oder was weiß ich nicht und sind da irgendwie mit dem Jaguar von Waymo irgendwo unterwegs und berichten. Ich gucke mir das so an. Ich glaube, das ist eine sechsstellige Zahl und ich bin aber jetzt auch nur Leser und ich bin jetzt nicht in Österreich an der Information, aber das sind halt auch durch die Stückzahl, das ist für mich ganz klar, wenn du das Development umlegst, dann die Autos, also das ist schon nochmal Technologie, die man erstmal noch skalieren muss, aber so muss es ja auch am Ende starten und wir werden in Europa sicher hier auch jetzt immer mehr Gas geben und ich wollte einfach nur sagen, dass Mart eigentlich schon jetzt gerade in Asien mit so Level-3-Fahrzeugen durch die Gegend fährt und das auch kann und wir auch Leader und Top-Themen auch wirklich meine Kompetenz zeigen und dann denke ich mal zwei, drei Jahre kann ich mir schon vorstellen, wobei immer die Frage ist, voll autonom, was das bedeutet, aber so ein Level-3-Plus kann ich mir schon vorstellen. Okay. Ja, herzlichen Dank, lieber Wolfgang. Das war mir ein Fest, wieder mit dir sprechen zu können. Letztes Mal auf der Messe in Düsseldorf war so zwischen Tür und Angel, alle wollten dein Auto sehen und du standst da so, boah, krass Resonanz hier, ich muss weiter. Deswegen vielen Dank, dass du dir heute da für uns die Zeit genommen hast. Dankeschön. Danke für die Einladung und ich freue mich auf das nächste Update dann und dann ist sicher wieder viel passiert. Dankeschön. Das nehmen wir hiermit ernst und wird notiert. Sehr gut. Okay, dann vielen Dank auch an euch da draußen, die zugehört habt und ich würde sagen, wir hören uns demnächst irgendwann wieder und ich sage bis dahin Tschüss und der Wolfgang sagt wahrscheinlich auch noch was Nettes. Tschüss, macht’s gut und bis bald und probiert unbedingt den Hashtag 5. Macht’s gut. Ciao, ciao.
Diese Episode ist Teil des Podcasts Benzingespräche von Tim Klötzing.