Einleitung

In der neuesten Episode des Podcasts „Benzingespräche“ tauchen wir tief in die Transformation und Wiedergeburt der Automarke Smart ein. Tim Klötzing, Experte für KI und Marketing im deutschen Autohandel, spricht mit Philipp und Wolfgang Ufer, dem CEO von Smart Deutschland, über die spannende Neuausrichtung der Marke in Zusammenarbeit mit Geely.

Smart: Eine Marke im Wandel

Smart, einst ein Pionier im Bereich der kompakten Stadtautos, hat sich neu erfunden. Im Jahr 2020 entschied sich Mercedes-Benz, das Konzept von Smart neu zu denken und holte Geely, einen renommierten chinesischen Automobilhersteller, als Partner mit ins Boot. Diese strategische Partnerschaft zielt darauf ab, Smart als führende Marke im Bereich der Elektromobilität auf dem deutschen Markt zu etablieren.

Die Rolle von Geely

Geely bringt nicht nur seine Expertise in der Entwicklung von Elektrofahrzeugen ein, sondern auch seine Plattformtechnologie, die in China entwickelt wird. Diese Zusammenarbeit ermöglicht es Smart, auf innovative Technologien zuzugreifen und gleichzeitig die Markteinführung neuer Modelle in Deutschland zu beschleunigen.

Ein Gespräch mit Wolfgang Ufer

Tim Klötzing hatte die Gelegenheit, Wolfgang Ufer, den CEO von Smart Deutschland, zu interviewen. Ufer, der eine beeindruckende Karriere bei Mercedes-Benz hinter sich hat, ist begeistert von den Möglichkeiten, die sich durch die Zusammenarbeit mit Geely ergeben. Er betont, dass die neue Smart-Generation nicht nur durch ihr Design, sondern auch durch ihre technologische Ausstattung besticht.

Ein Blick in die Zukunft

Smart zielt darauf ab, ein neues Kundensegment anzusprechen, das sowohl Wert auf Luxus als auch auf Nachhaltigkeit legt. Die neuen Modelle sind nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern bieten auch fortschrittliche Features wie ein interaktives Display mit einem Avatar, der mit den Fahrern kommuniziert. Diese Innovationen sollen den Alltag der Nutzer erleichtern und ein nahtloses Fahrerlebnis bieten.

Vertriebsstrategie und Marktreaktion

Ein weiterer spannender Aspekt der Neuausrichtung von Smart ist die Vertriebsstrategie. Die Fahrzeuge werden sowohl über Mercedes-Benz-Händler als auch über ein Netzwerk weiterer Händler vertrieben. Dieses hybride Modell kombiniert traditionelle Vertriebswege mit einer digitalen Antragsstrecke, um den Kaufprozess zu optimieren.

Fazit

Die Wiedergeburt von Smart als Elektroautomarke in Zusammenarbeit mit Geely ist ein faszinierendes Beispiel dafür, wie sich die Automobilbranche an die sich ändernden Bedürfnisse der Verbraucher anpasst. Mit innovativen Technologien und einer durchdachten Vertriebsstrategie ist Smart gut positioniert, um eine führende Rolle im Bereich der Elektromobilität in Deutschland zu übernehmen.

Themen:

  • Transformation von Smart durch die Partnerschaft mit Geely
  • Interview mit Wolfgang Ufer, CEO von Smart Deutschland
  • Neuausrichtung der Marke Smart im Elektroautomarkt
  • Vertriebsstrategie und Marktreaktion
  • Innovative Technologien und Features der neuen Smart-Modelle

Key Takeaways:

  • Smart wird in Zusammenarbeit mit Geely neu aufgestellt.
  • Die Marke zielt auf ein neues Kundensegment im Bereich Luxus und Nachhaltigkeit ab.
  • Innovative Technologien wie interaktive Displays sind zentrale Features der neuen Modelle.
  • Die Vertriebsstrategie kombiniert traditionelle und digitale Ansätze.
  • Smart ist gut positioniert, um im Bereich der Elektromobilität erfolgreich zu sein.
📄 Vollständiges Transkript
Benzingespräche – der Personality- und Branchenpodcast der deutschen Automobilwirtschaft. Der Podcast führt mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind, erzählt zu werden. Es geht um neue und verschiedene Blickwinkel auf die Autobranche und persönliche Meinungen zukünftiger Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, Online-Marketing-Spezialist, Unternehmercoach und Agenturinhaber. Moin Philipp! Moin, moin lieber Tim! Hallo! So, wir sprechen heute weiter. Es geht weiter mit unserer Serie New Brands – Neue Automarken auf dem deutschen Markt. Philipp, um welche Marke geht es denn heute und warum ausgerechnet diese? Trommelwirbel! Heute geht es um Smart. Und jetzt werden sich unsere Hörer erstmal fragen, hä? Wir wollen doch über neue Automarken sprechen. Ja! Ich weiß nicht, ob es jeder von euch weiß, aber Smart stellt sich neu auf bzw. wurde neu aufgestellt und ist deswegen für uns eine neue Automarke. Vielleicht mal so ein paar Warum neu? Was ist neu? Heißt natürlich noch Smart, aber in 2020 hat man sich sozusagen entschieden, das neu aufzusetzen. Mercedes-Benz hat dazu einen Partner geholt, nämlich Geely, ein nicht ganz unbekanntes Unternehmen, auch aus China. Und übrigens auch beteiligt zu, ich glaube, 10 Prozent, der Li Shufu, der Eigentümer von Geely an Mercedes-Benz. Und hat sich überlegt, man setzt das komplett neu auf, wird auch übrigens in China entwickelt, auf einer Plattform von Geely und kommt jetzt endlich auf den deutschen Markt. Mit wem haben wir gesprochen, lieber Tim oder du vor allen Dingen? Ja, ich hatte das Glück, den Wolfgang Ufer, wirklich den CEO Deutschlands, dafür gewinnen zu können. Und das ist natürlich echt super wertvoll, weil wenn einer genau weiß, was in den letzten Jahren da an Aufwand betrieben worden ist und wo die Reise hingeht, dann ist es natürlich er. Und das war schon echt cool, darüber zu sprechen. Ein bisschen Historie haben wir auch gemacht, wie du sagst, ist kein neuer. Die sind schon einige Jahre am Markt, 25 um fast genau zu sein. Und das war schon spannend. Philipp, was interessiert dich denn an dieser Marke und jetzt speziell auch an deren Business Case auf dem deutschen Markt erstmal am meisten? Also zum einen ist es natürlich die spannende Frage, du hast eine Marke, die es eigentlich schon am Markt gibt. Und wir wissen ja auch, dass Smart nicht immer das Lieblingskind von Mercedes war. Man hat es geliebt, aber es hat auch so seine Problemchen mitgebracht. Und wie etabliert man jetzt quasi auch in der neuen Konstellation eine Marke, die es mal gab, wieder neu am Markt? Also mit was wird diese Marke jetzt neu aufgeladen? Wie wird der Verbraucher sie annehmen? Wir beide wissen ja, dass die Fahrzeuge schon so ein bisschen anders aussehen. Man zielt schon auch nochmal ein bisschen auf ein anderes Kundensegment ab. So ein bisschen auch in der Luxusebene, zwar im Familienbereich, aber doch höher preisig. Ich durfte das Auto schon Probe fahren. Super, super schönes Auto. Ein cooles Display mit einem Avatar, mit dem man sozusagen sprechen kann. Also auch so auf der technischen Stufe, wo man das jetzt viel in den Elektrofahrzeugen sieht. Ein richtig tolles Auto. Spannend, es wird eine Kombination natürlich auch geben für uns immer. Ich interessiere mich ja immer sehr, wie wird das Fahrzeug dann vertrieben? Es wird über Mercedes-Benz Händler und weitere Händler, tatsächlich also über den lokalen Vertrieb vertrieben. Es ist also kein vollständiges Direktvertriebsmodell, allerdings mit einer digitalen Antragsstrecke. Für uns also auch wieder spannend, wie reagiert sozusagen der Markt auf diese Art von Fahrzeugvertrieb. Ganz genau. Und das sind auch echt genau die Themen, wo der Wolfgang halt drauf auch zu sprechen gekommen ist. Auch das Entertainment in den Fahrzeugen. Ich habe mir auch die Frage gestellt, wie erklärst du denn das Fahrzeug jemand, der es noch nicht kennt? Das war schon sehr spannend, was wir da so hören. Ja, Philipp, wollen wir dann mal? Dann kann ich nur sagen, ich kann allen nur große Freude mit eurem Interview. Wolfgang ist ein super netter Typ, ich kenne ihn persönlich. Ich kann nur sagen, freut euch auf ein tolles Interview mit Tim und Wolfgang. Perfekt und so halten wir es auch, wir springen ins Interview. Viel Spaß. Herzlich willkommen bei den Benzingesprächen beziehungsweise dem Talk New Brands. Und dazu begrüßen wir heute den CEO von Smart Germany, Wolfgang Ufer. Hallo Wolfgang. Hallo Tim, freut mich, dass ich hier sein darf. Ja, und mich erst, sage ich mal ganz gerne. Und du sagtest gerade, einen Joke können wir nicht mehr bringen, weil den der Kollege von NIO schon gebracht hat. Benzingespräch mit Smart. Ich sage es mal, jeder Elektromobilitätsanbieter, der im Benzingespräch sein darf, der freut sich natürlich. Aber ich glaube, bei uns gibt es eher Kilowatt zu laden, als jetzt Liter zu tanken. Und das wird sich in der Zukunft auch nicht ändern. Ja, das ist richtig. Und ich werde immer wieder darauf angesprochen, ob man den Podcast nicht irgendwann umbenennen muss. Und ich sage immer wieder nein. Ich führe auch gerne an einem Smart One oder Smart Hashtag One gerne ein Benzingespräch über Form, Funktionen und Co. Das ist einfach bei mir so. Vielleicht ist es mein Ding, aber es ist halt so. Kein Problem. Spannend ist ja nur, dass du jetzt mit mir und mit uns, mit Smart redest. Und da kann das dann auch Benzingespräch heißen, da haben wir kein Problem. Aber ich hoffe schon, dass wir nach dem Gespräch vor allem die Zuhörer da einfach nochmal noch mehr Spaß oder Motivation haben, dass sie zukünftig Kilowatt laden. Okay, wir gehen mal rein. Wir fangen mal wieder wie üblich an. Wir machen erst mal den Blick in den Rückspiegel zu deinem Werdegang. Du bist im Baujahr 74. Du bist verheiratet. Du hast zwei tolle Kinder. Du lebst in Reutlingen. Aus Ebing bei Reutlingen in der Nähe von Stuttgart. Das wollte ich nochmal so ein bisschen dazu tun. Du hast erst mal ein Studium zum Diplom Betriebswirt gemacht International Business. Und hast dann bei der Daimler AG gestartet sozusagen im Business Development. Da warst du 2006 bis 2009. Danach Mercedes Luxemburg Head of Marketing and Business Development 2009 bis 2013. Dann wieder Daimler AG Global Head of Smart Cities 2013 bis 2021. Da kommen wir gleich noch drauf zu sprechen, weil ich habe es gelesen und musste erst mal so in Anführungsstrichen das Kleingedruckte lesen, um zu verstehen, was es denn ist. Weil Smart Cities hört sich an wie, wie mache ich denn Städte ein bisschen smarter. Aber darum geht es gar nicht. Nein, darum geht es gar nicht. Vor allem nicht, wenn du für den Hersteller smarter arbeitest in dem Sinne. Erkläre ich gleich. Ganz genau, super. Seit Januar 2021 bist du verantwortlich für Smart Deutschland, bist der CEO. Mit Blick auf deinen Lebenslauf. Das sieht so nach einem Stuttgarter Eigengewächs mit einem Stern aus. Und da scheint es ja, du fühlst dich wohl in diesem Konzern, oder? Ja, also das ist auf jeden Fall so. Also ein Mercedes-Benz AG ist natürlich ein fantastisches Unternehmen. Und auch die Marke ist ja sensationell. Also da muss man sich, glaube ich, nicht verstecken. Es ist auch, glaube ich, mit die beste Schule, die man durchgehen kann, um sich da zu rüsten für alles, was da an Herausforderungen dann kommt in der Automobilbranche. Vielleicht aber noch mal kurz rückblickend. Also ich bin natürlich jetzt nicht nur in Stuttgart gewesen nach dem internationalen Studium, sondern war nach fünf Jahren auch in Luxemburg dort in der Geschäftsleitung für die Themen. Und bin dann aus einer sehr, sage ich mal, Mercedes-geprägten Welt. Luxemburg ist ein super Premium-Luxusmarkt, muss man sagen. Hat mich die damalige Smart-Chefin akquiriert für Smart. Am Anfang konnte ich das noch gar nicht so richtig gut finden. Aber hat mich dann relativ schnell der Smart-Spirit gepackt. Ich habe eine ganz tolle Verantwortung bekommen. Smart Cities heißt in dem Zuge, ich durfte von der Zentrale aus 50 Metropolen steuern direkt. Die größten Händler, die Smart hatte weltweit. Das war eine unglaublich tolle Aufgabe. Und im Sinne des heutigen Direct-Sales, kannst du dir vorstellen, habe ich natürlich schon bestens gelernt. Weil ich hatte da dann die Sales & Marketing-Verantwortung jetzt zusätzlich mit den Vertriebsregionen. Und sichergestellt, dass wir da mit dem Fortwo sehr gut uns entwickelt haben. Du hast ja vor dieser Aufgabe schon lange, also das kratzt ja so ein bisschen dran, das Thema Connected Electric Cars. Das geht damit einher, denke ich mal. Gib uns doch mal so ein bisschen Verständnis, so ein bisschen tieferen Einblick, was du da gemacht hast. Ja, das ging eigentlich bei mir schon relativ früh los. Die, die schon ein bisschen älter sind, die erinnern sich an die Jahr 2000, an diese New Economy Zeit. Zu der Zeit bin ich auch eingestiegen bei Mercedes und habe damals das Internet mit ins Fahrzeug gebracht. Das war damals die E-Klasse, wo wir wirklich auch schon mit der Telekom zusammen wirklich super Inhalte gebaut haben und ins Fahrzeug gebracht haben. Dienste, vor allem Services über verschiedene Kanäle. Wenn man das jetzt schaut, wie sich das über die Jahre entwickelt hat, dann hat man natürlich bei Smart, konnte ich das in der Form fortführen. Da waren wir natürlich schon viel, viel stabiler unterwegs, auch mit mehr Möglichkeiten. Und wir haben da eigentlich von Anfang an mit einer tollen App, da waren wir auch mit einer der ersten, die da eine Fahrzeug-App eigentlich gestartet haben bei Smart. Wir haben dann einen Ladeservice eingebaut, als wir da voll elektrisch wurden und so weiter. Also haben das mehr und mehr ausgebaut, haben da zusätzlich aber den Kunden noch Services angeboten, wie beispielsweise bestellt ein Paket. Du bist nicht zu Hause, ist nicht schlimm, kann DHL das Paket in dein Auto reinlegen. Solche Services haben wir dann auch mitentwickelt bei Smart. Also wir waren da schon immer Pionier, haben Dinge ausprobiert und haben natürlich jetzt mit der heutigen Fahrzeug-Generation noch viel mehr Möglichkeiten. Weil das ist wirklich das ultimative Connected-Car. Wenn ich das so höre, dass du an einem Projekt bei Mercedes auch mit aktiv warst, wo man das Internet ins Fahrzeug connectet hat. An welchem Punkt in den letzten Jahren, sagst du denn, der Zugang und die Connectivity ist so explodiert? Dass das so bam, alles drin jetzt und ultraschnell. Irgendwann hat das ja eine Dynamik angenommen, so meine Wahrnehmung. Das ist ja irrsinnig, oder? Ja, ich glaube viele können das gar nicht mehr nachvollziehen. Also ich erinnere mich noch an diese PDAs, kennst du die noch? Die Geräte, wo die Services drauf waren. Da musstest du erstmal eine Internet-Connection irgendwo finden, dass die dann den Inhalt zeigen konnten. Ich glaube, muss man ganz ehrlich sagen, das iPhone, das hat einfach da einen riesen Schub gegeben. Weil man plötzlich eine Bandbreite hatte und Display und konnte dann plötzlich Dienste mit anbringen, der App-Store und die ganzen Themen. Also ich glaube mit dem Moment hat es auch im Fahrzeug, vor allem in der Verbindung vom Kunden, vom User zum Fahrzeug hin, einen riesen Schub gegeben. Und ich glaube seither sind wir da wirklich auch gut unterwegs und spätestens jetzt auch mit dem Hashtag One können wir da wirklich sinnvolle Dinge anbieten. Weil es muss auch immer einen Mehrwert stiften. Ich finde es immer spannend, wenn man dann irgendwelche Apps entwickelt, die dann irgendwas tun, aber am Ende gucke ich es mir einmal an, nutze es aber nie. Und das Wichtige ist doch aber, dass es mich dann im Alltag unterstützt. Jeder hat hier viel zu tun, viel Stress und wenn ich dann noch Services bekomme, die mir helfen irgendwas zu tun oder mich erinnern, erleichtern, dann haben wir doch was zusammen gekonnt. Und das vor allem rund um die individuelle Mobilität, wie bei Smart jetzt zum Beispiel. Ja, da hast du definitiv recht. Wenn ich jetzt an mein Fahrzeug denke, im täglichen, ich weiß nicht wie viele Apps da drauf sind, wovon ich mit Sicherheit 80% nicht brauche. Aber dann hier und da man so denkt, hier wäre noch so ein Tick und so. Und dann muss man halt wieder warten, bis die Software dann auch je nach Fahrzeug dann wieder weiter ist. Oder ich habe noch ein anderes Fahrzeug, was sehr puristisch ist, weil es ein ganz leichter kleiner Sportwagen ist. Und die haben das einfach so gelöst, dass die ein Radio rausgebracht hat, wo vorne eine Schnalle dran ist und da kannst du quer dein iPhone reinstecken. Auch gelöst. Ja, das ist auch gelöst. Was wir jetzt beispielsweise so mit Mehrwerten, um da auch ein Beispiel zu machen, für uns ist das Smartphone eigentlich der Schlüssel. Also wir geben zwar einen Schlüssel mit dem Fahrzeug raus, aber das ist eigentlich eher der Ersatzschlüssel. Das heißt, unser Smartphone hat dann einen digitalen Schlüssel. Und wenn wir jetzt kommen zum Mehrwert, ich kann beispielsweise, wenn du sagst, du willst das Auto haben, dann kann ich dir das über das Smartphone zuschicken und kann dann das Auto teilen. Das ist ja auch eine der Kannwerte von Smart schon immer, dass wir unser Fahrzeug für Sharing zur Verfügung stellen. In dem Zuge denke ich jetzt nicht nur an irgendwelche Carsharing-Anbieter in der Stadt, sondern auch wirklich in deiner Nachbarschaft, in deiner Familie. Und das ist bei uns im Prinzip schon mit dem Auto möglich, wenn du es übernimmst. Tja, jetzt bist du also verantwortlich für die, jetzt dünnes Eis bei mir, für die alte, neue Marke Smart. Was ist alt, was ist neu? Ich weiß, das Wort alt ist nicht richtig. Weiß ich. Ja, also du hast ja auch jetzt diese Podcast-Reihe, heißt ja bei dir New Brands. Wenn du mit 25 Jahren Smart als New bezeichnest, gerne, wir fühlen uns immer noch super jung, jeden Tag, wo wir unterwegs sind. Denk nur mal dran zurück, was das für ein Paukenschlag war vor 25 Jahren, als dieser V2 kam. Das war ja wirklich eine Revolution. Und in dieser Logik haben wir uns eigentlich seither immer entwickelt, dass wir immer versuchen, hier vor der Welle unterwegs zu sein. Wir sind seit 2007, haben wir Elektrofahrzeuge, vor 25 Jahren war das schon elektrisch angedacht. Und 2019 sind wir der erste Hersteller, der also Verbrennerfahrzeuge im Angebot hat gewesen. Und wirklich auch voll umgestellt hat auf vollelektrische Fahrzeuge. Und da muss man einfach sagen, da war für uns die Frage, wenn wir jetzt in einer neuen Form nochmal wirklich mit Smart durchstarten wollen, wie gehen wir da weiter vor und in dem Zuge gab es einfach auch eine Neuordnung. Das heißt, wir haben zwei Shareholder, das ist Mercedes-Benz AG, wie gehabt, die Smart ja auch die letzten 25 Jahre nach vorne gebracht hat. Plus Chili als natürlich auch wichtiger Shareholder, der uns jetzt vor allem die Technologie ermöglicht mit der hoch innovativen Plattform, die wir da bekommen. Und zusätzlich bauen wir natürlich jetzt alles, was wir jetzt haben. Das ist auch ein toller Moment. Wie so eine grüne Wiese kannst du dir das vorstellen? Und wir haben uns überlegt, wie kann eigentlich ein kundenorientiertes Vertriebskonzept aussehen? Wie wünscht sich das der Kunde? Wie sollen unsere Produkte aussehen? Welches Produkt bringen wir als allererstes? Wie sieht unser Geschäftsmodell aus? Und in diesem Zuge haben wir jetzt eigentlich drei Jahre durchgearbeitet und haben im Januar jetzt auch wirklich mit dem Marktstart unser Fahrzeug in Deutschland eingeführt. Ist aber auch in der Tat eine ganz besondere Situation, wenn man eine Marke hat, die 25 Jahre alt ist oder 25 Jahre jung ist sozusagen und dann nochmal das Momentum bekommt, auf die grüne Wiese zu gehen. Normalerweise kommst du dann auf das sogenannte Brownfield und musst gucken, wie du damit umgehst. Ja, aber ich sehe das so. Entschuldigung, dass ich dich unterbreche. Aber für uns als Kollegen ist das eine wahnsinnige Lifetime-Chance. Also wenn du so eine wahnsinnig tolle Marke hast und es ist auch eine wahnsinnige Chance. Alle, die für Smart gearbeitet haben oder arbeiten, die haben so einen Smart Spirit. Das heißt, das ist auch wirklich eine Connection, die baut sich auf, die ist dann auch immer da. Das merke ich überall, wenn ich irgendwo ins Vertriebsnetz gehe oder mit Menschen spreche, die schon mal für Smart gearbeitet haben. Und jetzt die Chance zu haben, uns in die nächste Generation zu bringen, das ist schon großartig. Da sind wir alle sehr begeistert, dass wir dabei sein dürfen. Ja, das klingt auch für mich sehr anziehend, muss ich sagen, wenn das so ein Spirit hat in so einem Team. Super schön. Wie funktioniert oder funktionierte denn die Entwicklung eines neuen Elektroautos in auch einer neuen Konstellation Geely Mercedes-Benz? Ja, also Kooperationen in der Herstellerwelt sind ja nicht immer konfliktfrei. Und da muss ich sagen, da kann ich Gutes vom melden. Da haben wir ein perfektes Szenario. Du musst dir das so vorstellen, Mercedes-Benz ist quasi jetzt in der frühen Phase der Konzeption und dann vor allem auch in dem Designprozess zuständig. Das sind, Tim, wirklich die ehemaligen ForTwo-Designer, die mit einer Passion die neuen Smarts designen, dass da nur was ganz Tolles rauskommen kann. Und du siehst ja den Hashtag One, also wenn ich jetzt mit Kunden spreche, dann sind sie wirklich mehrheitlich wirklich begeistert, wie wunderschön das Fahrzeug geworden ist. Der Hashtag Drei, unser Nexus-Fahrzeug, ist nicht weniger schön anzuschauen. Und das sind natürlich Fahrzeuge, die wirklich auch eine tolle Designsprache haben. Und dann gehen die über die Designer zu unserer eigenen Smart-Entwicklung. Und die bedienen sich dann dieser wirklich tollen Plattform, die wir von Geely bekommen, wo wir einfach Zugang zu Technologie haben, wie wir es bisher nicht hatten als Marke. Das muss man mal klar sagen. Also, perfektes Zusammenspiel. Das hört sich wirklich sehr interessant an. Und vor allem auch, die Entschuldigung, wenn ich noch mal auf einen Punkt kommen darf, vor allem wie schnell wir auch agieren können. Das bedeutet, wir können ein Fahrzeug entwickeln in einer Geschwindigkeit, das ist wirklich unfassbar. Heißt aber auch, wenn es dann da ist, dass wir nicht aufhören. Das heißt auch genau gerade softwarebezogen, da wird so viel gemacht und weiterentwickelt, dass es wirklich eine Freude ist, auch für mich jetzt, der natürlich in Deutschland auch die Kunden begeistern wird. Wow, ja cool. Du bist ja seit Anfang 2021 für Smart in Deutschland verantwortlich und begleitest ja die grüne Wiese, das Greenfield, die Neuaufstellung der Marke. Welches sind denn dabei so die größten Herausforderungen? Ja, also wir sind, wenn ich vorher von dem Greenfield gesprochen habe, dann ist das tatsächlich so, dass wir ganz neu gestartet sind und da kann man schon auch von einem Startup sprechen. Das bedeutet, dass man relativ schnell in kleinen Teams Dinge aufbauen muss und die auch, sage ich mal, über verschiedene Prozessschritte verbinden. Jetzt könnte beispielsweise als kleines Beispiel, Philipp Groschke, der ist da auch mit eingebunden jetzt über den DAD und so weiter, dass alles voll digital nachher funktioniert. Das ist ja auch ein Thema, über das wir heute reden wollen, Digitalisierung. Da haben wir im Prinzip eigentlich alles hinbekommen, aber wenn du ganz früh startest, dann musst du es natürlich im ersten Durchlauf einmal zusammenbringen und das ist natürlich schon eine Herausforderung, die wir jetzt im Moment gerade erfolgreich gemeistert haben, erfolgreich meistern. Sowieso als erster Markt in Europa, übrigens in Deutschland, an dem wir am Start sind, üblicherweise startet man eher in Norwegen oder in anderen Ländern. Da haben wir uns schon sehr selbstbewusst auch gleich Deutschland vorgenommen. Interessant. Ich hatte vor ein paar Wochen die Chance mit dem Dr. Christian Richter, Head of Global Automotive von Google gesprochen und der sprach immer von Holland, von so einem schönen Testmarkt, weil es ist so überschaubar groß, hat doch eine gewisse Relevanz und seinen Anspruch und wenn es da funktioniert, kann man gute Learnings rausziehen, kann man positiven Weben negativ und dann rausrollen. Deswegen umso schöner, dass ihr jetzt doch den, also für unseren Heimatmarkt dafür gewählt habt. Ja und wir wissen ja beide glaube ich, dass Deutschland jetzt auch ein herausfordernder Fahrzeugmarkt ist und dem haben wir uns direkt gestellt. Sind da natürlich, ich sage es auch ganz ehrlich, jeden Tag noch dran, alles besser zu machen. Also niemand klopft sich jetzt hier auf die Schultern, im Gegenteil, wir sind kontinuierlich dran, uns zu verbessern. Aber wir wussten, dass wir es hinbekommen, deswegen sind wir direkt in Deutschland gestattet. Ja, genial. Wie beschreibst du denn einem Fremden den Smart Hashtag One und vielleicht die zukünftigen Modelle in Klammern? Ja, also ich würde das so formulieren, dass wir als Smart, wollen wir eine Mehrproduktmarke sein für Elektrofahrzeuge. Klar, da bleiben wir uns treu, das sind hochwertige, wunderschöne Premiumfahrzeuge, die wir anbieten werden, die haben tolle Lade-Power-Eckdaten, wie beispielsweise jetzt unser Hashtag One, der einen AC-Laden hat mit 22 Kilowatt, DC-Laden mit 150, das ist schon nicht schlecht. Die sind auch performant, das heißt nicht, dass wir Rennwagen sein wollen, Rennfahrzeuge anbieten wollen, aber es sind einfach Fahrzeuge, die mich wirklich toll von A nach B bringen. Wir haben ein super Innenraumkonzept, wo wir auch wiederum diesen ganz wichtigen Wert von Smart, nämlich die Ausnutzung, die tolle Raumnutzung zeigen, das heißt der Smart Fortusa mit 2,69 Meter Raumwunder. Wir haben jetzt ein bisschen über 4,20 Meter und bieten da im Prinzip Platz von einer großen Mittelklasslimousine. Das sind Sachen, die wir weiterhin auch mit allen Fahrzeugen zeigen werden. Wir haben super digitale Assistenzsysteme, die mich schützen, die mich bequem durch die Straße fahren lassen. Infotainmentsystem, was auch ein bisschen anders ist als bei anderen. Wir haben sogar einen Avatar, der sich aktiv mit einem dann unterhält, da sind wir auch anders als andere. Ja, und dann haben wir natürlich eins, das wir sagen, wir wollen unsere Kunden nicht verwirren. Wir wollen ein sehr simples, einfaches Angebot haben. Das wir Stand heute mit drei Lines eigentlich im Angebot sind, der Kunde muss sich da nicht stressen, der ist relativ schnell sortiert. Er muss sich natürlich über die Farbgebung noch Gedanken machen, aber ansonsten kann der innerhalb von 15 Minuten das Auto on- oder offline kaufen, inklusive Leasing. Da sind wir sehr, sehr einfach und simpel gestrickt, sodass der Kunde da keinen Frust hat bei der Bestellung. Ja, auch Vertrieb und Service, kommen wir gleich dazu sprechen, wo du es vorhin sagtest, ja, wir brauchen jetzt hier keinen Sportwagen, ich muss teilweise auch so ein bisschen schmunzeln, wenn es neue Fahrzeuge, E-Fahrzeuge gibt, die eine klassische Limousine sind und die dann auf einmal Beschleunigungsrennen gegen einen Bugatti Chiron gewinnen. Da frage ich mich immer so, ist das wirklich das wichtige Merkmal für E-Mobilität? Tim, wir haben jetzt auch ein Brabus. Unsere Top-Line ist der Smart Brabus, kommt auch dann nicht weit von deiner Heimat, glaube ich, ursprünglich. Der hat auch 3,9 Sekunden auf 100, das ist schon Wahnsinn, was das Fahrzeug kann, weil es einfach auch die Antriebsform ermöglicht. Das ist aber nicht der Punkt. Wenn ich mit einem Elektroauto fahre, dann habe ich eher ein anderes Gefühl damit, dass ich ansatzlos und ohne, dass ich damit Stress verbinde, beispielsweise überholen kann oder mal einen Spurwechsel machen kann. Und das finde ich für mich so toll, wenn du jetzt ein Verbrennerfahrzeug hast, also ich fahre jetzt hier nicht so ein hochvolumiges AMG-Fahrzeug, wenn ich das vergleiche in meinem Vergleich hier, sondern dann habe ich einfach nochmal eine andere Beschleunigungssituation und das finde ich so toll und begeisternd an einem Elektrofahrzeug. Jetzt ist der Hashtag One draußen und ich könnte mir vorstellen, ihr wart früher bekannt für kleinere Autos, ich sage das mal vorsichtig so. Und du hast gerade vier Meter und ist der Hashtag One lang. Wenn wir früher von dem kleinen, gelernten Smart ausgehen, ist der ungefähr halb so lang. Werdet ihr denn so groß bleiben oder werden in Zukunft auch Lines kommen, die vielleicht in eine kleinere Richtung tendieren wie früher? Also wir haben den Hashtag One jetzt in einem Segment gebracht, was einfach das boomende Elektrosegment ist. Da sagen auch alle Eckdaten, dass dieses Segment sich weiterentwickeln wird. Weil wir können viel über Elektromobilität diskutieren, dass es in diesem Kompaktwagensegment sehr viel Sinn macht. Ich glaube, da sind wir uns einig. Und deswegen sind wir da auch genau richtig sortiert. Das nächste, zweite Fahrzeug ist der Hashtag Drei. Der ist im Prinzip vergleichbar groß wie der Hashtag One, ist aber ein bisschen mehr sportlicher, so ein Crossover-SUV und flacher von seinem Außendesign. Wir sind alle Fortwo-Fans. Ich kann dir heute nicht sagen, ob und wann ein Fortwo kommt, aber mein Herzenswunsch wäre es zumindest, dass ich auch als jemand, der so lange schon bei Smart ist, das auch nochmal hinbekomme. Und dann kannst du dir jetzt nochmal überlegen, ob eigentlich das zweite Auto bei Smart nicht Hashtag Zwei heißt, sondern Hashtag Drei. Das liegt aber an dir, das zu interpretieren. Okay, dann gucken wir mal, was da noch kommt. Ich muss gerade, wo du sagtest, alle haben noch den Fortwo im Kopf. Ich habe letztens auf einem Hänger einen Fortwo. War es Cross oder Fireblade gesehen, den offenen, kleinen, ohne Türen? Crossblade. Crossblade? Ja, ja, verrückt, ja. Boah, den für den Stadtverkehr im Sommer wäre genial. Ja, ja. Aber das ist, glaube ich, inzwischen eine Rarität. Absolut, auch die Roadster, wenn du dich noch erinnerst an die Smart Roads usw. Das sind alles Fahrzeuge, die haben wirklich Sammlerwert. Der Fortwo ist ja auch noch zu haben, das wollte ich vielleicht noch dazu sagen. Der aktuelle Smart Fortwo, den kann man heute noch kaufen. Okay. Vertrieb und Service-Ansatz von euch. Bleibt der Vertrieb und der Service im Grunde wie früher? Sprich, es gibt Smart-Standorte, die sind integriert in Mercedes-Häuser. Ist das so, bleibt das so? Also erstmal sind wir natürlich in einem Agenturmodell. Ja, jetzt mit Smart, vor allem auch mit dieser sehr digitalen Online-Stricke, die wir da haben. Aber, und ich bin auch ganz persönlich ein Verfechter, dass man ein starkes Vertriebsnetz braucht. Nicht nur, um als Marke erfolgreich zu sein, sondern auch für die ganzen Kunden. Ich finde, viele, viele Menschen haben immer noch das Bedürfnis, dass sie das Fahrzeug sehen, dass sie das Fahrzeug mal fahren, dass sie jemanden haben, mit dem sie da sehr professionell und auch gut über das Fahrzeug sprechen können. Und da freue ich mich umso mehr, dass wir als Smart weiter in wahrscheinlich dem besten Vertriebsnetz in Deutschland sein können, nämlich in dem Mercedes-Benz Vertriebsnetz. Aber eigene Smart-Experts, wie wir sie nennen, haben, die auch wirklich dafür trainiert sind und ausgebildet sind, dass sie über das Produkt alles wissen und auch natürlich im Showroom eine eigene Ecke haben, sagen wir mal, unseren Smart-Store und dort agieren können. Und ich finde das perfekt. Das bedeutet, der Kunde, der kann jetzt tatsächlich sagen, ich starte online, konfiguriere, suche mir das Fahrzeug aus, gehe dann in den Betrieb, kann dort mit einem Smart-Expert sprechen und es dort bestellen. Oder er kann es auch andersrum machen. Oder er kann dann, nachdem er die Testfahrt gemacht hat, immer noch nach Hause gehen und zusammen mit seiner Partnerin oder mit seinem Partner das Auto bestellen. Das ist überhaupt kein Problem, da geben wir nichts vor. Und das finde ich die Zukunft. Das meinte ich vorher mit der grünen Wiese. So ein Modell jetzt in der Umsetzung zu haben, das ist wirklich eine Freude. Und auch weil wir es immer weiter entwickeln jetzt, nachdem wir die ersten Themen gesehen haben, glaube ich, sind wir da absolut richtig unterwegs. Okay. Und da kommt noch ein zweites Thema. Aftersales, das ist wahrscheinlich, wäre jetzt eine Frage gewesen. Genau. Das gehört genauso dazu. Wenn wir uns von knapp 100 Stores, 92 ganz genau in Deutschland, uns überlegen, wo wir sind, dann haben wir uns überlegt, dass ein Kunde womöglich für das Autokaufen eine Stunde oder so maximal fahren will, wenn er es nicht online macht. Sehen wir es beim Aftersales ganz anders. Ein Aftersales-Betrieb sollte näher sein, deswegen haben wir deutlich mehr Aftersales-Standorte geplant und werden da mal denke ich mehr als 150 Standorte anbieten, auch Mercedes-Benz. Das ist übrigens dann auch Mercedes-Benz, die das für uns machen, den Smart Service. Und da kann man besser nicht aufgestellt sein, da gibst du mir recht. Also da haben wir wirklich alle Asse in der Hand, um eine tolle Customer Experience zu ermöglichen. Okay. Jetzt verlassen wir schon fast so ein bisschen den Blick in den Rückspiegel und eigentlich sehen wir jetzt schon so ein bisschen das Fernlicht, weil wenn ich frage, was sind so eure Ziele in den nächsten Jahren, dann gucken wir ganz klar nach vorne. Ja, also wie ich es dir schon gesagt habe, wir wollen ein wichtiger Player für Elektromobilität werden, weg von einem Produkt zu mehr Produkten, die wirklich auch designorientiert hochwertige Premium-Fahrzeuge sind in diesem Elektrofahrzeugsegment, aber immer mit einem urbanen Einsatz. Das wird für uns weiter das Wichtige sein. Und wir wollen uns natürlich auch immer abheben mit einer innovativen Form, wie wir am Markt sind. Jetzt hier mit dieser Omnichannel-Präsenz, aber auch mit unseren Produkten selber, mit den Lösungen. Ich habe es vorher gesagt, wie wir mit dem Infotainment auch andere Wege gehen. Ich glaube, das ist unser Ziel. Und, und das ist vielleicht auch nochmal ganz wichtig zu sagen, da wir voll elektrisch als Anbieter am Markt sind, wollen wir natürlich auch darüber hinaus ein nachhaltiges und profitables Geschäftsmodell haben. Und das ist ja dann auch eine Aufgabe. Sehr, sehr spannend. Wir kommen im Grunde jetzt schon zu den Abschlussfragen. Und die Fragen passen absolut hier auch rein, weil das war immer so Bestandteil von ein paar Antworten. Drei Stichworte und meine Bitte um deine Meinung. Digitalisierung. Digitalisierung ist für mich schon gegeben. Quasi eine Online-Stellung von Inhalten, Automatisierung. Da sage ich dir nur eins dazu. Teilweise sind die Menschen überrascht, wie digital wir schon sind. Vertriebsnetzkunden, die fragen dann öfter mal noch nach Papier. Da müssen wir aufpassen, dass wir es nicht übersteuern. Aber für mich die Zukunft, sofern sie wirklich auch freundlich gestaltet ist, ja, und irgendwo auch einen Mehrwert bietet. Digitalisierung, absolutes Mast. Agenturmodell oder Agenturvertrieb. Ja, macht dann Sinn, wenn man es Omnichannel umsetzt, so wie wir es tun. Da ist der Vertriebspartner übrigens wahnsinnig wichtig. Ist für mich auch kein Widerspruch. Im Gegenteil, wenn es der Vertriebspartner richtig annimmt, dann ist das auch seine gute Zukunft, die er sich da schaffen kann zusammen mit dem Hersteller. Und ich glaube, bei Smart haben wir da eine tolle Zusammenarbeit mit unseren Vertriebspartnern. Und deswegen ist das Agenturmodell was Gutes. Also in eurem Fall wirklich volles, also echtes Agenturmodell, Omnichannel voll, also online bestellbar, vor Ort bestellbar, sodass der Kunde quasi so mit euch in Kontakt und ins Geschäft treten kann, wie er das möchte. Richtig, genau, so ist das. Okay, dann, ja, eigentlich fast überflüssig, aber vielleicht auch deine persönliche Meinung, Antriebskonzepte. Ich lasse mich da nicht abbringen von irgendwelchen Institutionen oder Parteien, die meinen, sie müssen da irgendwelche Vorschläge noch mal nachträglich verändern, um es mal klar zu sagen, ich bin da sehr physikalisch geprägt über Wirkungsgrad. Und wenn eine Technologie über 100 Jahre es nicht schafft, mal ansatzweise in diese Höhe zu kommen wie Elektromobilität, die da einfach vom Wirkungsgrad höher ist, dann, finde ich, hat die Elektromobilität für mich es auch verdient, da eine Zukunftstechnologie zu sein. Und da muss man auch drauf setzen. Tim, ich sagte aber an dem Thema Batterie und Energiedichte, da würde ich mir dann schon noch mal 10 Jahre Entwicklung wünschen, wie es vielleicht früher für die Verbrennerthemen war und auch die gleichen Gelder. Und ich glaube, dann kommen wir da auch an der Stelle weiter, weil das ist das letzte Thema. Was wir noch brauchen am Auto. Zusätzlich haben wir natürlich Aufgaben, Ladeinfrastruktur und so weiter aufzustellen. Ich glaube, da passiert auch ganz viel schon und wird auch die nächsten Monate, Jahre passieren, sodass ich mir da keine Sorgen mache. Also da ist deiner Meinung nach die Entwicklungskurve von Batterie- und Antriebstechnologie nicht zu Ende oder noch gar nicht erreicht? Auf keinen Fall. Ich glaube, da hat die Elektromobilität noch eine tolle Zeit vor sich. Es heißt nicht, dass ich nicht sage, dass es für Einzelanwendungen oder Lastkraftwagen und so andere Lösungen geben muss. Da bin ich aber auch der Falsche. Ich sehe das positiv und freue mich, dass wir als Smart so klar und gut aufgestellt sind für diese Zukunft. Ja, prima. Die wohlbekannte Abschlussfrage. Wann sitzt du das erste Mal in einem komplett autonomen Auto? Also wirklich einsteigen, du sagst dein Ziel, Füße übereinander schlagen, Zeitung aufschlagen, kommst dann da an, wo du hinwolltest. Tim, jetzt bist du ja vielleicht mit mir im Auto. Wo würden wir denn fahren? Das wäre der Unterschied, der Antwort. Wenn wir in Asien fahren, dann fahren wir wahrscheinlich etwas früher schon in Europa. Allein schon wegen der Gesetzesregularien. Ich sage nicht, dass es schlecht ist, wird es wahrscheinlich ein bisschen länger dauern und das ist, glaube ich, eine sehr schwierige Frage. Ich glaube, in Wahrheit sind wir schon weiter, als wir glauben. Ich meine, Mercedes hat es ja gezeigt mit dem Level 3 schon. Es ist ja unglaublich, was da schon möglich ist. So richtig Level 4, wo wirklich alles passiert, ich glaube, in Europa fünf bis zehn Jahre. Ich hoffe, das ist nicht zu unkonkret für dich. In Asien schneller, das weiß ich. Okay, wobei, das ist also erstmal diese Abschlussfrage mit einer Gegenfrage eröffnen, hatte ich auch noch nicht und du bist jetzt, glaube ich, Folge 78 oder so. Das ist Premiere, da muss ich gerade erstmal schlucken, was sagst du denn jetzt? Egal. Aber Asien, finde ich, eine interessante Antwort. Wenn man sich mal an Städte wie, weiß ich, Singapur und was weiß ich nicht, da haben wir ja, sagen wir mal, einen erhöhten Scooter-Traffic. Das würde auf jeden Fall für autonome Autos auch eine Herausforderung darstellen. Auf jeden Fall. Ich glaube, allein schon das Thema Innenstadt ist sowieso der absolute Showdown für das Thema. Aber wenn du jetzt hier denkst, Landstraßen oder Bundesstraßen, Autobahnstraßen, das ist was, was relativ schnell möglich ist. Das weiß ich sogar, dass das dort schon möglich ist und wir sicher auch da schnell, gut, wir sehen es ja, wie gesagt, beim Level 3, das geht ja in die Richtung. Das ist schneller, als wir glauben und trotzdem sage ich jetzt für Europa 5 bis 10 Jahren, weil ich einfach glaube, Reguliergesetze und Co., das wird länger dauern, womöglich als die Technologie. Ja, das drumherum. Ich erinnere mich gerade auch noch, ein Gespräch war vor ein paar Jahren mit einigen Autohändlern im Silicon Valley und da hatten wir unter anderem das Glück, einen der Chefentwickler von Toyota für autonomes Fahren mal zu treffen und der hatte auch ein tolles Video dabei, dass sie mit so einem autonomen Auto auch schon auf einer Rennstrecke waren. Also das funktioniert ja auch weitgehend und dann kam auch so die Frage Richtung Stadtverkehr und dann sagte er so, ja, also er wird einen Test in New York City mit dem Auto noch nicht befürworten, weil entweder bleibt es, also der beste Fall ist, es wird einfach stehen bleiben und dann weiß man auch schon, wenn so viele, da passiert ja so viel im Auto, das ist ja so wahnsinnig. Ja, schauen wir mal, was uns da in den nächsten Jahren noch so blüht, wo die Technologie uns hinführt. Ja, damit, lieber Wolfgang, ja, du wolltest noch was sagen. Ich sag nur, ich freue mich darauf, weil ich bin jetzt nicht der, der unbedingt noch selber lenken mit Schaltgetriebe so das Auto füllen muss. Ich freue mich, wenn die Technologie kommt. Das wird, glaube ich, absoluter Wahnsinn, wenn ich mir nur vorstelle, auch was für Geschäftsmöglichkeiten, Geschäftsmodelle daraus entstehen. Das ist spannend. Das ist eine tolle, spannende Entwicklung, die wir da vor uns haben. Ja, lieber Wolfgang, ganz herzlichen Dank, dass du mir beziehungsweise uns so in Gedanken, auch dem Philipp Kroschke, mit ein paar Fragen, die er so hier auch bezuschusst hat oder bezuschusst, nicht im Sinne von bezuschussen, sondern hineingegeben hat, Rede und Antwort gestanden bist, was ihr mit Smart jetzt auch mit dem Hashtag One hier auf dem deutschen Markt, wie ihr ankommt, was ihr vorhabt, das ist echt sehr interessant. Ganz herzlichen Dank, dass du in deinem engen Terminplan dir die Zeit genommen hast und schauen wir, was da kommt. Danke. Dankeschön, Tim. Und viele Grüße auch von mir an Philipp. Hat mich sehr gefreut, dabei zu sein. Ganz genau. Ja, und für alle Hörer da draußen, vielen Dank fürs Zuhören. Und wir sprechen uns auch schon bald wieder in den normalen Folgen, auch in anderen New Brands Folgen. Und wir werden die Themen der Zukunft auf jeden Fall weiter beleuchten. Macht’s gut. Tschüss.