Einleitung
Willkommen zu unserem Rückblick auf die OMR 2024, das Event, das erneut die führenden Köpfe der Online-Marketing-Welt zusammenbrachte. In diesem Beitrag werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Erkenntnisse und Highlights der Veranstaltung, insbesondere im Hinblick auf die Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) und deren Auswirkungen auf die Automobilbranche.
Die Bedeutung der OMR für die Automobilbranche
Die OMR, oder Online Marketing Rockstars, ist mehr als nur eine Konferenz – sie ist ein Schmelztiegel für Innovationen und Trends, die das Marketing von morgen prägen werden. Für die Automobilbranche, die sich inmitten eines tiefgreifenden Wandels befindet, bietet die OMR wertvolle Einblicke in neue Technologien und Strategien, die genutzt werden können, um im digitalen Zeitalter wettbewerbsfähig zu bleiben.
KI im Fokus: Ein Jahr nach dem großen Durchbruch
Im vergangenen Jahr stand die OMR ganz im Zeichen der Künstlichen Intelligenz. 2024 wurde deutlich, dass KI nun fest im Marketing verankert ist. Hans Bichartsek, ein Experte auf diesem Gebiet, betonte, dass KI nicht nur ein Trend, sondern ein entscheidender Faktor für die Zukunft der digitalen Kommunikation ist. Unternehmen, die frühzeitig auf KI setzen, können sich entscheidende Wettbewerbsvorteile sichern.
Reddit: Der Schlüssel zur Sichtbarkeit bei ChatGPT
Ein überraschendes Learning der OMR 2024 war die Rolle von Reddit in der Sichtbarkeit bei ChatGPT. Da ein Drittel der Trainingsdaten von ChatGPT aus Reddit stammt, wird es für Unternehmen immer wichtiger, auf dieser Plattform präsent zu sein, um in den Suchergebnissen von KI-Systemen berücksichtigt zu werden. Dies eröffnet neue Möglichkeiten für die Automobilbranche, ihre Produkte und Dienstleistungen effektiv zu positionieren.
Networking und Prominenz: Ein zweischneidiges Schwert
Die OMR 2024 war nicht nur eine Plattform für Fachwissen, sondern auch für Networking. Während einige die prominenten Redner wie Kim Kardashian und Christian Lindner als Bereicherung sahen, kritisierten andere die Abkehr von reinen Fachvorträgen. Dennoch bot die Veranstaltung zahlreiche Gelegenheiten, wertvolle Kontakte zu knüpfen und sich mit anderen Branchenexperten auszutauschen.
Fazit: Vorbereitung auf die Zukunft
Die OMR 2024 hat gezeigt, dass die Zukunft des Marketings digital und datengetrieben ist. Für die Automobilbranche bedeutet dies, dass eine frühzeitige Anpassung an neue Technologien und Plattformen entscheidend für den Erfolg sein wird. Unternehmen sollten die Erkenntnisse der OMR nutzen, um ihre Strategien zu überdenken und sich optimal auf die kommenden Herausforderungen vorzubereiten.
Show Notes & Key Takeaways
Themen:
- Einfluss der OMR auf die Automobilbranche
- Rolle der KI im Marketing
- Reddit als Schlüssel für ChatGPT-Sichtbarkeit
- Networking und prominente Redner
- Strategien für die Zukunft
Key Takeaways:
- OMR bietet wertvolle Einblicke für die Automobilbranche.
- KI ist ein entscheidender Faktor im modernen Marketing.
- Reddit spielt eine zentrale Rolle in der Sichtbarkeit bei KI-Systemen.
- Networking ist ein wesentlicher Bestandteil der OMR.
- Unternehmen sollten sich frühzeitig auf digitale Trends vorbereiten.
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Benzingespräche – der Branchen- und Personality-Talk der deutschen Automobilwirtschaft. Der Podcast für und mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind, erzählt zu werden. Es geht um neue und verschiedene Blickwinkel auf die Autobranche und persönliche Meinungen zukünftiger Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, Content-Creator und freier Automarketing-Berater. Dieser Podcast wird präsentiert von Yareto, dem Finanzierungsexperten für den Kfz-Handel. Auf Yareto.de könnt ihr als Autohändler schnell und einfach Autokredite und Leasingkonditionen für eure Kunden vergleichen, anfragen und abschließen. Und das mit Top-Zinskonditionen. Euer Vorteil? Sekundenschneller transparenter Vergleich, eine einheitliche Antragsstrecke und vieles mehr. Mit über 10 Banken für Absatzfinanzierungen holt ihr einfach mehr für euch und eure Kunden raus. Yareto.de Herzlich willkommen zurück bei meinem Podcast Benzingespräche. Und heute mit einem Freund und absoluten Marketing- und KI-Experten. Hans Bichartsek von der Digitalagentur MoveElevator. Hallo Hans. Ja, hallo Tim. Schön, dass ich heute hier sein darf. Ja, bestens. Ich freue mich auch, weil wir beide haben ja vor kurzem einen kleinen Ausflug gemacht zur OMR. Und da waren wir relativ viel unterwegs zusammen und ich habe auch neben dir natürlich ganz viele, ich sage mal Automobilisten noch an meiner Seite gehabt. Aber ich wollte heute mal mit dir sprechen, weil du halt auch Marketer bist. Du kennst dich unheimlich gut im Thema KI aus. Da gehen wir gleich drauf ein. Und wollte mal mit dir so ein bisschen OMR Online Marketing Rockstars 2024 Nachlese machen. Aber erst mal, wer bist denn du überhaupt? Ja, ich bin der Hans, Hans Bichartsek. Das hast du ja schon gesagt. Ich bin einer der Gründer und Geschäftsführer von MoveElevator. Also MoveElevator ist eine Digitalagentur. Wir haben vor inzwischen 24 Jahren in Oberhausen gegründet. Inzwischen gibt es uns in Oberhausen und in Dresden. Wir haben knapp 100 Leute. Wir arbeiten wirklich für ganz, ganz tolle Marken. Beispielsweise für Audi, für EDK, für Buchbinder, für das Phantasialand, für Rotkäppchen, MUM, Stepstone. Also wirklich ganz, ganz tolle Marken. Und was machen wir da? Wir bilden eigentlich die gesamte digitale Customer Journey ab. Also auf Deutsch, wir machen natürlich Websites, aber wir machen auch Leadgenerierung. Wir machen Social Media, wir machen natürlich Suchmaschinenoptimierung. Wir machen aber auch Online-Shops, Kundenportale. Also alles das, womit sich ein Unternehmen im Jahr 2024 digital präsentiert und seinen Kunden gegenüber zeigt. Und da bist du natürlich, das sind Marketingthemen, ganz klar. Du bist aber auch gefragter Gesprächspartner, muss ich noch erwähnen, zu Führungsthemen ein. Du warst ja auch schon in diversen Podcasts unterwegs zu Führungsthemen, Teamleads und Co. Aber seit ein, zwei Jahren, sind es ein, zwei Jahre, keine Ahnung, muss ich gleich sagen, bist du ja auch unheimlich im KI-Game. Das hat dich ja anscheinend sehr am Anfang auch gefesselt und gepackt, das Thema. Und das ist ja nicht nur irgendwie, sag mal, dein persönliches Hobby, sondern du bringst das ja auch aktiv in dein Unternehmen ein. Und du bist ja auch gefragter Redner zu dem Thema. Was ist denn da los? Ja, was ist da los? Also ich glaube, dahinter steckt vor allen Dingen eine persönliche Eigenschaft von mir, das ist die Neugierde. Also ich bin unglaublich neugierig. Ich interessiere mich immer für das, was so um mich herum passiert. Und das kann für meine Mitmenschen auch manchmal ganz schön anstrengend sein, weil ich immer sehr, sehr viele Fragen stelle. Aber das ist natürlich dann auch so, dass ich halt sehr, sehr stark auf Trends reagiere, die um uns herum passieren. Also wir haben zum Beispiel als Agentur mal angefangen, als Printagentur. Wir haben Kundenmagazine gemacht, dann kamen irgendwann Broschüren, dann kamen Kampagnen, dann kamen Websites und dann kam halt immer mehr. Unterwegs habe ich mich für das Thema agile Organisationen interessiert. Also deswegen haben wir dann auch unsere Firma als agiles Unternehmen aufgestellt. Ich glaube, da waren wir auch ganz weit vorne, so in Deutschland. Und dann war ich eine Zeit lang auch da mit als Speaker unterwegs. Und vor etwas über einem Jahr, also im Weihnachtsurlaub 22, 23, habe ich die Zeit genutzt und bin tief in dieses KI-Thema eingetaucht. Und mir ist relativ schnell klar geworden, dass das unseren Job als Agentur komplett verändern wird. Und mir war dann auch relativ schnell klar, dass ich sagen kann, okay, ich setze mich erstmal hin, ich gucke erstmal vom Spielfeldrand zu. Aber dann wird es vielleicht schwierig, wieder aufzuholen und in das Thema mit reinzugehen zu einem späteren Zeitpunkt. Und deswegen bin ich direkt im Januar 2023 ins Unternehmen zurückgekommen aus dem Weihnachtsurlaub. Habe gesagt, Leute, hier kommt ein Riesenthema auf uns zu. Wer hat Bock, sich damit auseinanderzusetzen? Und dann hatte ich das Glück, dass einfach auch in unserer Agentur viele Leute sind, die richtig Bock haben auf solche neuen Themen. Und dann haben wir uns intensiv damit auseinandergesetzt. Ich glaube, wir waren auch eine der ersten Agenturen in Deutschland, die wirklich KI produktiv auch eingesetzt haben. Und dann ging es eigentlich relativ schnell, dass ich dann auch von anderen angesprochen wurde, ob ich mal einen Vortrag halten kann. Und ich glaube, alleine 2023 stand ich auf rund 40 Bühnen in Deutschland und habe dann in verschiedenen Größenordnungen darüber berichtet, wie wir als Unternehmen mit dem Thema KI umgehen. Und vor allen Dingen, worauf wir uns vorbereiten, was da möglicherweise noch kommt. 40 Bühnen, dieses Jahr auch noch etliche Bühnen. Da reden wir ja über hunderte von Menschen. Und jetzt nicht hunderte von Menschen, die irgendwie in der Innenstadt standen und nichts zu tun hatten, sondern alles im Grunde her Unternehmer. Ja, also vielleicht nicht nur Unternehmer, aber ich würde mal sagen, das waren alles Marketing-Experten. Das waren teilweise Unternehmer, Marketing-Leiter, aber teilweise auch Young-Professionals. Aber das waren fast alles Marketing-Leute, die natürlich auch alle ganz neugierig sind, was da auf sie zukommt und die sich natürlich bestmöglich für die Zukunft aufstellen wollen. Das auf jeden Fall. Okay. Ja, jetzt so mit dem Intro. Mir war das jetzt erstmal wichtig. Du bist ja nicht ausgewiesen hier in der Autobranche unterwegs, wo die meisten Hörer herkommen. Das ist erstmal so ein bisschen so. Wir haben jetzt erstmal den Rahmen um den Hans gehängt. Ja, OMR 2024. Da habe ich jetzt echt hin und her überlegt, gibt es da eine Sonderausgabe vom Podcast zu Ja oder Nein? Und ich denke Ja, weil das werden wir gleich noch ein bisschen diskutieren. Die OMR hat so mehrere Approaches und das wollte ich einfach mit dir besprechen. Und mir ist so wichtig, dass von der Autobranche waren einige da und ganz viele nicht. Und da können wir gleich nochmal zu sprechen kommen. Aber erstmal, OMR 2024 ist die Online-Marketing-Rockstars-Messe-Festival, irgendwas dazwischen im Mai 2024 in Hamburg gerade stattgefunden. Okay. Da waren wir viel zusammen unterwegs. Und da würde ich erstmal so ganz global dich fragen, was waren denn, wenn du unsere Revue passieren lässt, so deine Aha-Momente? Also Aha-Momente hatte ich grundsätzlich erstmal jede Menge. Ich nutze die OMR grundsätzlich wirklich als Inspirationsformat. Ich gehe da hin und ich versuche mir wirklich die besten Speaker rauszupicken, um eben dort wirklich von den Großen der Branche, auch von den internationalen Stars, wirklich das aktuelle Wissen abzuholen und einfach mal zu schauen, worüber reden die eigentlich? Und jetzt möchte ich ein ganz klein wenig das Wasser eintrügen mit dieser OMR. In diesem Jahr war ich da nicht ganz so happy wie in vorangegangenen Jahren. Wobei ich mich manchmal frage, ob das vielleicht auch ein bisschen unfair ist. Weil letztes Jahr war das Jahr der KI. Auf allen Bühnen wurde über das Thema KI gesprochen. Da wurden Tools vorgestellt. Und man muss fairerweise sagen, das meiste hatten wir A noch nicht gesehen. Und man konnte es sich bis dahin auch nicht vorstellen. Also man wurde quasi permanent in den Sessel gedrückt und dachte, Wahnsinn, was hier gerade passiert. Das war in diesem Jahr nicht so. Dieses Jahr war dann doch wieder ein bisschen mehr back to business. Und ich hatte auch das Gefühl, dass das Thema Promis ein bisschen wichtiger war als Fachexperten. Also wir haben Robert Habeck gesehen, wir haben Christian Lindner gesehen, wir haben Gregor Gysi gesehen, wir haben Kim Kardashian gesehen. Das sind ja jetzt alles nicht die ausgewiesenen Fachexperten für Online-Marketing. Und ich glaube, die würden sich selber auch nicht als Online-Marketing-Rockstars bezeichnen. Und insofern musste man, glaube ich, ein bisschen mehr suchen als in den letzten Jahren, um wirklich die Perlen herauszupicken. Aber die waren auf jeden Fall da. Es gab richtig krasse Vorträge. Und ich habe wirklich einige Sachen mitgenommen, wo ich auch gestaunt habe. Und wo ich dann vielen anderen Leuten, wo ich viele andere Leute gefragt habe, ob die das wussten. Und die wussten das auch nicht. Also es war schon vieles dabei. Ja, sehe ich auch so. Bei vielen Themen, weiß ich nicht. Also Kim Kardashian, das habe ich mir noch nicht mal als großartig angeschaut, muss ich fairerweise sagen. Weil die Halle war eh voll und was weiß ich nicht. Und da konnte man auch ganz wunderbar in anderen Hallen Gespräche führen, weil dazu ist es ja auch da, Networking. Ganz klar, Content-Networking. Das war schon so. Und das, was du sagst, der Vergleich mit dem letzten Jahr im Kontext KI, ist natürlich auch so. In diesem Jahr, wenn, ich sage mal, da ein Intro gemacht wurde, wo jemand einfach mal eben mit, was weiß ich, 11 Laps, keine Ahnung, Stimme geklont hat und eine Figur drüber. Ja, okay. Das war so, okay. Und letztes Jahr war, wo Sascha Loh da mit der Nummer mit dem Scholz das eingespielt hatte. Das war ja, das konnte ja keiner glauben. Hast du denn noch, also ich habe ja so drei Aha-Momente, Learnings. Konntest du da effektiv Learnings mitnehmen? Du, jede Menge. Ich picke mir gerne auch mal drei raus. Das erste Learning war, dass wir in der Eröffnungsrede State of the German Internet, die die OMR ja immer auch so ein bisschen so State of the Union Erklärungen zu Beginn macht, da waren schon jede Menge Highlights drin. Was mich am meisten beeindruckt hat, war, dass die erstens eine repräsentative Umfrage gemacht haben und da kam raus, dass irgendwie rund ein Drittel der Leute, die ChatGPT nutzen, nutzen ChatGPT auch inzwischen zur Produktrecherche. Also angenommen, ich will mir ein neues Auto kaufen, das soll das und das können, welches Auto könnte ich nehmen? Oder ich möchte eine neue Krankenversicherung abschließen, worauf sollte ich achten? Und da haben die natürlich gesagt, wenn auf einmal so viele Leute ChatGPT benutzen, um Produktrecherche zu machen, dann wäre es ja smart, wenn wir mit unseren Produktinformationen oder Dienstleistungsinformationen auch im Trainingsdatenbestand drin wären. Und dann haben die die große Frage gestellt, die natürlich auch jeden umtreibt, wie komme ich denn eigentlich da rein? Also wie komme ich wirklich in die Trainingsdaten von ChatGPT? Und die haben die Antwort gegeben. Die Antwort ist Reddit. Denn diese Trainingsdaten, OpenAI durchsucht ja quasi, crawlt das ganze Web und zieht sich da ganz viel Wissen rein und dann wird das Wissen irgendwie gewichtet. Und da haben sie uns erklärt, dass die Reddit-Daten gewichtet ein Drittel der Trainingsdaten ausmachen. Das heißt, wenn ich gerne bei ChatGPT stattfinden möchte, dann muss ich dafür sorgen, dass mein Produkt, meine Dienstleistung auf Reddit stattfindet. Das fand ich mega innovativ. Und da habe ich auch schon zig Leute gefragt, das hatte auch noch keiner so gehört. Also das wäre mein erstes Learning. Möchtest du dazu was sagen? Ja, also das fand ich auch echt bemerkenswert. Und weil das hat ja bis dato, wir hatten das schon groß hinterfragt. Außer ja, die arbeiten mit Internetdaten, die zum Teil von Ende 2021 oder so sind. Aber was im Detail so. Und ich fand es auch bemerkenswert, einmal das, allerdings auch, später in dem gleichen Vortrag glaube ich, wie viel Suche schon auf TikTok passiert. Da hat mir eigentlich noch die Klammer gefehlt, dass Google Search eigentlich unter Druck kommt von zwei Seiten. Ist auf jeden Fall so. Und dazu passt eigentlich jetzt noch ein Punkt. Mein zweites Learning war aus dem Vortrag von Scott Galloway. Scott Galloway ist ja hier so ein Professor aus den USA, der wirklich auch für mich einer der Gurus ist, wenn es darum geht, Netzpolitik oder Entwicklung im Netz sich anzuschauen. Das war auch einer der ersten, der schon vor Jahren gesagt hat, dass wir eigentlich aufpassen müssen, dass wir die Monopole von Amazon, Google usw., dass man da aufpassen muss, damit nicht auch die Demokratie erodiert. Bei solchen marktbeherrschenden Positionen. Und Scott Galloway hat auch noch mal darauf hingewiesen, dass eigentlich die größte Gefahr durch AI ist das Thema Einsamkeit und Vereinsamung der Menschen. Und da hat er wirklich eine ganz, ganz tolle Rede gehalten, wo er auch gesagt hat, Leute, guckt nicht immer nur auf euren Bildschirm, sondern guckt bitte auch auf eure Mitmenschen und fragt die einmal, wie geht es euch und wie geht es euch denn wirklich? Ich fand das so krass, weil gestern, ich weiß gar nicht, ob du das mitbekommen hast, gestern ist ja Chat-GPT 4.0 vorgestellt worden. Hast du das schon mitbekommen? Ja, habe ich mitbekommen. Also O steht für Omnichannel und du kannst jetzt, ich gehe noch einen Schritt zurück, hast du diesen Film Her gesehen? Ja, klar. Da verliebt er ja sich in seine Siri sozusagen. Und die Siri kann ja durch die Kamera des Handys auch die Welt sehen und kann ihn sehen und was er tut usw. und kann an seinem Leben teilhaben. Du, schau dir mal auf YouTube die Videos an. Gestern ist eine neue Version von Chat-GPT rausgegangen. Da kann Chat-GPT durch die Kamera gucken und dann sagt er, beschreibe mir mal, was passiert hier gerade? Und dann unterhält er sich wirklich mit Chat-GPT über die Welt da draußen und dann kommt sogar jemand rein und hält ihm so Hasenöhrchen hinterm Kopf, weißt du, so wie wir das früher auch immer gemacht haben, wenn wir so Fotobombs machen wollten. Und dann fragt er auch, hast du gerade irgendwas gesehen? Und dann sagt dieses Chat-GPT, ja, ja, da ist gerade jemand reingekommen und hat dir zum Scherz Hasenöhrchen gemacht. Also auf dem Niveau und wenn du dir die Videos anguckst, du wirst sehen, wie ich in dem Film höre, es wird kein Problem sein, sich darin zu verlieren und sich nur noch mit dieser KI zu unterhalten und die Menschen da draußen so ein bisschen Menschen sein zu lassen. Das ist wirklich, da passiert gerade so viel. Das war auch ein riesiger Atemmoment für mich. Noch ein Learning? Noch was mitgenommen, Besonderes? Ja, auf jeden Fall. Also ich hätte noch ganz, ganz viel, aber ich beschränke mich noch auf ein Learning. Das war jetzt das aus dem Vortrag von Sascha Lobo. Sascha Lobo hat berichtet von einem Case aus den USA. Da hat Walmart, die ja, glaube ich, einer der größten Einzelhändler der Welt sind, die haben gesagt, Mensch, wir haben so viele tausend Lieferanten, mit denen sich nie jemand unterhält, mit denen nie jemand die Preise verhandelt, einfach weil die gar nicht so viele Einkäufe haben, Lieferanten auseinandersetzen könnte. Und dann haben die so einen ganz rudimentären Chatbot da drauf gesetzt und haben dem die Mission gegeben, sich mit den Lieferanten zu unterhalten, was sie mit dem Preis machen können. Und so, das erste naheliegende Ergebnis war, dass da wirklich gewaltiges Einsparpotenzial dabei rauskam, dass sie wirklich Millionen dadurch gespart haben, dass sich dieser Chatbot einmal mit den Lieferanten unterhalten hat. Ich meine, das ist ja schon lustig genug. Was aber viel lustiger war, die Leute wussten, dass die mit einer KI sich unterhalten. Und die wurden hinterher gefragt, wie fandet ihr das denn jetzt, mit einer KI zu verhandeln? Und da haben 75 Prozent der Befragten gesagt, wir fanden es eigentlich angenehmer, mit der KI uns zu unterhalten, als mit so einem ätzenden Einkäufer, der uns hier nur die Hölle heiß macht. Und ja, das war für mich auf jeden Fall ein riesiger Aha-Moment. Da muss man mal überlegen, jetzt gehen wir mal die Rolle zurück als Marketeers, was das eigentlich für jedes Unternehmen bedeutet, wenn ich den Kundendialog mit KI mache. Weil ich kann natürlich dadurch unglaublich viel erreichen. Und wie gesagt, viele Leute sagen ja immer, das kannst du mit meinen Kunden nicht machen. Aber sogar die Leute hier, denen am Ende nur die Kohle aus der Tasche gezogen wurde, die haben gesagt, ich habe mich lieber mit der KI unterhalten, als mit einem Menschen. Finde ich mega. Verrückt, ne? Und das ist ja auch nur im Moment der Anfang. Also wenn das in der Breite ja mehr Akzeptanz auch bekommt, in der Breite, dann wird das schon sehr normal werden. Und das wollen viele im Moment, glaube ich, noch nicht so richtig sehen. Ja, bin ich bei dir. Okay, jetzt so auf den Punkt gebracht, aus deiner persönlichen Sicht, ich habe das nur genannt so, is it worth going? Was würdest du da so den Leuten da draußen sagen, den Marketeers am besten? Also ich finde, dass das erstmal eine berechtigte Frage ist, weil eine OMR kostet eine ganze Menge Geld. Das Ticket kostet 500 Euro für zwei Tage. Ich finde das jetzt vielleicht noch okay. Man muss aber wissen, Essen trinken auf der Messe ist wirklich nicht günstig, Tim. Wir haben beide gestaunt, was sie da aufrufen. Und die Hotels in Hamburg sind einfach zum Zeitpunkt der OMR sehr, sehr teuer. Deswegen mein Tipp, wer überlegt, im nächsten Jahr zu gehen, sollte jetzt schon mal auf den einschlägigen Portalen nach einem Hotelzimmer suchen für das Datum. Denn jetzt sind die noch günstig. Je näher die Messe kommt, desto teurer werden die. So, das ist das eine. Die Vorträge, habe ich gerade schon gesagt, finde ich megastark. Wobei ich ja da leider ein bisschen Kritik anbringe, dass ich sage, es wird ein bisschen mehr so People, Society und nicht so fachlich. Man muss ein bisschen mehr suchen. Das fand ich nicht ganz so gut. Aber es gibt ja noch eine Komponente, die die OMR wirklich einzigartig macht. Da kommen einfach 63.000 Marketeers hin. Wir waren ja zusammen unterwegs. Wir haben es bei uns gegenseitig auch gesehen. Es ist ein bisschen wie Klassentreffen. Man trifft überall Wegbegleiter der letzten Jahre. Sagt, Mensch, wo bist du denn jetzt? Wo bist du denn jetzt? Und irgendwo Marketing ist ja auch ein People-Business. Hier und da ergibt sich immer eine Chance, dass jemand sagt, Mensch, ihr habt doch da, ich habe was gelesen. Ihr habt ein neues Produkt, eine neue Dienstleistung. Komm doch mal vorbei. Oder man trifft jemanden, der etwas Tolles bietet, was man eigentlich selber braucht und sagt, lass uns doch nochmal telefonieren. Deswegen finde ich wirklich, dieser Aspekt des Networkings ist extrem wichtig. Du hast 63.000 Marketeers und durch diesen höheren Preis würde ich auch mal sagen, hast du einfach auch Leute, die ernsthaft in diesem Business unterwegs sind. Deswegen würde ich grundsätzlich sagen, ja, es gibt noch eine Komponente bei der OMR abends, diese Partys, wo ja richtig Halligalli ist. Aber da kannst du vielleicht gleich mal was zu sagen. Ich hatte ja dieses Jahr im Vorfeld einen Infekt und habe deswegen das allererste Mal auf einer OMR, bin ich um 18 Uhr was essen gegangen und dann aufs Hotelzimmer und zum Abendprogramm kannst du mich in diesem Jahr nicht mehr fragen. Okay. Ja, Tim, also wie gesagt, das ist so meine Sicht auf die Dinge. Vielleicht schauen wir einfach mal, was du so sagst. Also du warst ja auch dabei. Fangen wir doch mal mit dem Teil an, den ich nicht erlebt habe. Okay. Das ganze Abendprogramm der OMR. Was ich so sage? Ja, erstmal bin ich nicht nur dafür bekannt. Ich war nicht nur auf den Partys, auch wenn es mehrere Leute, ich bin nachher gefragt worden, sag mal, warst du nur abends da, weil mehrere Leute irgendwie Bilder von abends irgendwie gepostet hatten, auf denen ich zufällig überall drauf war. Nein, ich war auch da. Ja, die OMR und der Autohandel, ist das so, wie ordne ich das ein? Um da eine große Spange drum zu machen, würde ich erstmal sagen, wer up-to-date sein will im Thema Online-Marketing, meiner kleinen Meinung nach gehört dahin. Selbst wenn da jetzt irgendwie Kim Kardashian rumtouren und Tokio Hotel, ja, ist Festivalcharakter. Aber alles drumherum ist definitiv dieses 63.000 Marketeers, was du gesagt hast. Das Niveau ist, finde ich, relativ hoch. Ich habe auch wirklich eine Menge, ich sage mal, Marketeers von Herstellern gesehen. Diverse Teams, die da rumgesprungen sind und Content konsumiert haben. Große namhafte Brands, waren wirklich viele da. Aus dem Autohandel, wo auch die meisten Zuhörer hier sind, wiederum echt relativ wenig. Und da stelle ich mir halt immer so die Frage, warum denn eigentlich? Also, weil das ist gut für alle. Selbst die Masterclass, die man da buchen kann, da kann man ein bisschen mitnehmen. Und ich sage mal, Scott Galloway zu hören. Es gab viele junge Marketeers, die ihn nicht kannten. Kurioserweise habe ich nur gesagt, hingehen. Aus State of the German Internet. Okay, das kann man alles nachher auch online konsumieren, muss man fair enough sagen. Aber ich finde, das ist schon irgendwie, schon worth going. Und ich habe sogar einen Händler getroffen, der wirklich nochmal ein paar Tage Vorsprung vor uns hat, alterlich. Und der war mit seinem Sohn da, der auch in seinem Unternehmen ist. Und ich so, hey, was machst denn du hier? Er sagt da, ja, ich muss doch wissen, was da kommt. Ich sage, genau, das ist die richtige Einstellung. Und das ist schon echt wichtig. Und weil KI, haben Sie jetzt im Autohandel auch irgendwie alle mal gehört, dass es irgendwie, das ist ja, wenn du irgendwie Aufsehen erregen willst, musst du KI sagen. Im Autohandel auch so ein Thema. Aber was für Möglichkeiten letztendlich daraus, ob das jetzt intelligente, ich sage jetzt mal Chatbots, ist nicht ganz richtig der Begriff. Aber solche Dinge sind ja nur ein Ende der Fahnenstange. Einige Marketeers haben es verstanden, auch grafische Assets da mitzumachen und Co. Podcasting, Audio, Videografie und so. Und da war schon eine Menge dabei, was man eigentlich wissen sollte. Und da war ich beinahe wieder so ein bisschen so enttäuscht, warum die nicht da waren. Ja, es kostet ein paar Euro, aber mein Gott, dann kostet es halt 500 Euro, kannst du absetzen als Unternehmer. Die Teams, die da hingehen oder die Mitarbeiter, die kriegen Content mit. Und ja, die haben auch Spaß, muss man als Incentive definitiv auch sehen. So sehe ich das. Also Tim, du hast auch gerade noch was Wichtiges angesprochen. Da steckt ja zum einen drin in diesem ganzen Wissen, was kann ich heute schon nutzen und was sollte ich heute, hier und heute oder spätestens ab morgen an meinem Marketing ändern, um eben schneller, besser, produktiver, wie auch immer zu werden. Und das andere ist, und das hatten wir vorhin ganz kurz angeschriffen, es stehen ja noch mal große Umwälzungen bevor. Also mit diesem Chat GPT 4.0 wirst du oftmals gar nicht mehr die Website von Händlern oder den Shop von Händlern oder was auch immer und schon gar keinen Google mehr besuchen, weil du die Information direkt aus der künstlichen Intelligenz herausbekommst, die du willst. Und deswegen kann ich nur sagen, alle, die da draußen zuhören, wir können davon ausgehen, dass sich in den nächsten fünf Jahren noch mal alles ändern wird da draußen. Und wir wissen, was mit den Leuten passiert ist, die das Internet verschlafen haben, die gibt es heute einfach nicht mehr. Und ich glaube, jeder, der jetzt da draußen unternehmerisch tätig ist, muss einfach auch aufpassen, dass er dieses Thema KI nicht verpasst, weil wer weiß, was da noch alles auf uns zukommt. Also wollte ich nur noch mal unterstreichen, ich glaube auch, egal was ich verkaufe, ich sollte mich damit auseinandersetzen, was um mich herum gerade passiert. Da passiert nämlich eine Menge. Da gibt es ja auch zwei Ansätze zu, wenn du jetzt, ich fokussiere noch mal den Autohandel, wenn du Geschäftsführung, Vorstände von Autohausgruppen nimmst. Nein, ihr müsst nicht in der Tiefe verstehen, was Eleven Labs kann oder was Midjourney für tolle Bilder macht und wie es funktioniert. Nein, nur so die Supervision, was da passiert und welche Möglichkeiten deinem Team und deinem Business halt eröffnen, wenn du das, wenn du offen dafür bist und die Leute halt befähigst. Ich habe mal vor einiger Zeit mit jemandem von einer sehr großen, von einem der GAFA-Unternehmen gesprochen und der fragte mich, was machst denn du so? Und ich so, ja, Marketingberatung, Podcasten, berate Autohäuser, KI ist so ein Riesenthema. Sagt er, ah, also irgendwas zwischen CMO und CMIAO. Und ich so, hä, ne, also CIO, keine Ahnung, also Chief Artificial Intelligence Officer. Mein Gott, was ein Zungenbresser. Aber ich bin ja schon froh, dass der Autohandel jetzt relativ großflächig Marketingmanager hat. Das war vor fünf Jahren noch nicht der Fall, das muss man wissen. Das ist natürlich jetzt fast ein bisschen unfair, dass schon wieder so eine Welle über die reinbricht an der Stelle, aber wer da jetzt up-to-date ist und erkennt, welche Chancen da liegen, ist natürlich echt super aufgestellt und in deinen Vorträgen merkst du ja auch, wie die Leute das annehmen und ich war ja bei einem Mal dabei, super Vortrag by the way, wie die nachher zu dir kommen und was sind denn jetzt meine nächsten Schritte? Und das ist, da muss noch echt Wissen her und Gott sei Dank gibt es auch in der Autobranche mindestens zwei Leute, den Jörg von Steinecker und der liebe Steven Zielke, die da sehr umtriebig sind und viel im Bereich KI machen und den Autohandel da adressieren, aber im Endeffekt, wenn irgendjemand auch das wirklich verstehen will, kann er natürlich auch mit dir sprechen. Ja, ganz genau. Ja, ansonsten aha-Momente in aller Kürze noch. Ich kann das gar nicht so in Worte fassen, ich bin ja immer noch schockiert, was, wie viel Geld rausgeblasen wird von den Ausstellern, die Standpartys, abends die Konzerte, was da an Merch rausgegeben wird. Du konntest ja morgens um halb elf, wenn du auf dem Gelände warst, da ist ja schon einer von Unterberg entgegengekommen und wollte den Unterberg in die Hand drücken. Alter. Nein, das war schon echt Wahnsinn. Also das, da muss man bei gewesen sein, da kann ich nur empfehlen. Also ich werde nächstes Jahr mit Sicherheit auch wieder da sein und dann gucken wir mal weiter. Ja, dann würde ich sagen, lieber Hans, das war mir ein Fest. Ich wollte einfach mal so eine Nachlese von der OMR mal aus einer zweiten Blickwinkel haben und da bist du hier mein Crashtest-Dummy gewesen. Ja, danke, dir hat es Spaß gemacht. Absolut. Lieber Hans, dann danke ich dir und danke euch da draußen fürs Zuhören. Ich hoffe, das war kurzweilig enough und ja, ich würde sagen, macht es gut da draußen und wir hören uns demnächst wieder. Der Hans sagt, er guckt mich an mit großen Augen. Tschau. Okay, ja. Okay, wir verabschieden uns. Was ist mit deiner klassischen Abschlussfrage? Ach so, lieber Hans, genau. Hier geht gerade einiges durcheinander. Ich habe noch eine schnelle Frage für dich. Die klassische Abschlussfrage, die ich schon lange keinem mehr gestellt habe eigentlich. Aber jetzt haben wir ja jemanden, der nicht mit Autos handelt und nicht super nah dran ist. Wann sitzt du das erste Mal in einem komplett autonomen Auto und fährst? Also das Datum kenne ich natürlich auch noch nicht, aber was ich dir auf jeden Fall sagen kann, ich habe schon jedes Mal, ich fliege ja relativ häufig in die USA. Ich war dann neulich in Washington, dann war ich einmal in Las Vegas und in New York und ich google überall als erstes, ob Waymo oder wer auch immer in diesen Städten schon aktiv sind. Bisher hatte ich noch kein Glück, aber ich kann dir so viel sagen. Ich fiebere dem Tag entgegen. Ich freue mich riesig darauf, in einem komplett autonomen Auto zu sitzen und von A nach B gefahren zu werden. Ich gehe ziemlich sicher davon aus, dass es in den USA sein wird und ich hoffe, sehr, sehr bald. Okay, jetzt müssen wir noch eingrenzen in Deutschland. Was meinst du, wann du in Deutschland irgendwann mal morgens aus der Haustür gehst, das Auto steht da, du steigst ein, sagst, fahre mich zur Arbeit, du nimmst ein Magazin, fängst an zu lesen und steigst bei der Arbeit wieder aus? Ja, da fürchte ich, dass das noch sehr lange dauern wird. Ich sage mal vier Jahre. Okay, alles klar. Okay, super. Dann machen wir jetzt aber an der Stelle Schluss für heute und ich verabschiede mich. Macht’s gut da draußen. Ich sage Ciao und der Hans sagt auch Ciao. Vielen Dank. Prima, Ciao.
Diese Episode ist Teil des Podcasts Benzingespräche von Tim Klötzing.