Einleitung
In der neuesten Episode von ‚Benzingespräche‘ spricht Tim Klötzing mit Malte Krüger, dem Managing Director von mobile.de, über die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen in der Automobilbranche. Krüger gibt Einblicke in die digitale Transformation des Autohandels und teilt seine Erfahrungen aus über zwei Jahrzehnten in der Industrie.
Die Auswirkungen der Corona-Pandemie
Malte Krüger beschreibt das Jahr 2020 als besonders herausfordernd für die Automobilbranche. Die Corona-Pandemie hat den Autohandel stark beeinflusst, insbesondere im zweiten Quartal. Trotz der Schwierigkeiten hat mobile.de schnell reagiert und ein Soforthilfepaket für Händler geschnürt. Krüger betont die Wichtigkeit der digitalen Transformation, um den Autokauf- und Verkaufsprozess zu optimieren.
Der Verkauf von mobile.de
Ein weiteres bedeutendes Ereignis für mobile.de war der Verkauf der eBay Classifieds Group. Krüger sieht darin eine große Chance für das Unternehmen, sich weiterzuentwickeln und neue Märkte zu erschließen. Der Verkaufsprozess, der größtenteils virtuell ablief, stellte eine besondere Herausforderung dar, die das Team jedoch erfolgreich meisterte.
Ein Rückblick auf Krügers Karriere
Malte Krüger hat eine beeindruckende Karriere hinter sich. Nach seiner Ausbildung und Studium im Bereich BWL gründete er ein Internet-Startup und arbeitete bei Autoscout24, bevor er 2009 zu mobile.de wechselte. Seit 2012 ist er dort Managing Director und hat maßgeblich zur Weiterentwicklung der Plattform beigetragen.
Die Zukunft von mobile.de
Krüger spricht über die Vision, mobile.de zu einem One-Stop-Shop für Autokäufer und -verkäufer zu entwickeln. Die Plattform soll nicht nur Gebrauchtwagenbörsen, sondern umfassende Dienstleistungen rund um den Autokauf bieten. Innovation und Kundenzufriedenheit stehen dabei im Mittelpunkt.
Fazit
Malte Krüger zeigt sich optimistisch für die Zukunft der Automobilbranche. Trotz der Herausforderungen durch die Pandemie sieht er großes Potenzial in der Digitalisierung des Autohandels. Mit seiner Erfahrung und Vision wird mobile.de weiterhin eine zentrale Rolle im deutschen Automobilmarkt spielen.
Show Notes & Key Takeaways
Themen:
- Einfluss der Corona-Pandemie auf den Autohandel
- Verkauf von mobile.de
- Karriereweg von Malte Krüger
- Digitale Transformation im Autohandel
- Vision für mobile.de
Key Takeaways:
- Die Pandemie hat den Autohandel stark beeinflusst.
- Mobile.de hat schnell auf die Krise reagiert.
- Der Verkauf von mobile.de bietet neue Chancen.
- Digitale Transformation ist entscheidend für die Zukunft.
- Malte Krüger hat eine beeindruckende Karriere in der Branche.
- Mobile.de entwickelt sich zu einem umfassenden Dienstleister.
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Benzingespräche, der Podcast für und mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstorys, die es wert sind, erzählt zu werden. Es geht um verschiedene Blickwinkel und persönliche Ausblicke. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Online-Marketing-Experte und freier Berater für die Automobilbranche, Autoliebhaber und Agenturenhaber. Willkommen zurück bei meinem Podcast Benzingespräche. Und heute mit einem spannenden Gast, der sich vor kurzem oder der sicher vor kurzem für Aufsehen gesorgt hat, aber auch in den letzten Jahren regelmäßig durch seinen Posten bei einem durchaus bekannten Unternehmen der Branche immer wieder in der Öffentlichkeit stand. Willkommen Malte Krüger, Managing Director mobile.de. Hi. Hallo Tim, schön hier zu sein. Danke für die Einladung. Ja, super gerne. Hi. Ja Malte, bei euch ist in den letzten Monaten sicher viel los gewesen. Ihr habt die Plattform weiterentwickelt. Wir hatten die Corona-Phase und den Verkauf von mobile.de. Erstmal vorab, wie geht es dir? Ja, wie du sagst, 2020 war wirklich bisher, glaube ich, ein wirklich spannendes Jahr. Und das glaube ich auch so jeder Perspektive. Gesellschaft, jeder ist da betroffen. Die ganze Wirtschaft, die Industrie, unsere Branche, unsere Firma selber. Du hast ja gerade gesagt, der Verkauf, komme ich gleich dazu. Und natürlich damit auch für mich persönlich. Und das Erste, was man ja merkt, wir führen das Gespräch nicht bei mir im Büro, sondern ich sitze hier zu Hause am Schreibtisch noch. Und das wird auch noch ein bisschen so gehen. Das gesamte Unternehmen ist nämlich noch im Homeoffice. Und das ist natürlich deswegen, weil wir denken, die Gesundheit der Mitarbeiter geht immer vor. Und darum haben wir das bisher noch so gehalten. Ich bin total überrascht, wie gut das klappt. Und ich war super überrascht, wie gut das klappt. Und bin auch super, super stolz darauf, dass es so gut, super effizient, super produktiv. Und ich war nicht immer ein Fan des Homeoffices, muss man ehrlicherweise mal sagen. Aber das klappt wirklich super gut. Und ich lerne gern dazu. Ich glaube, jetzt kommt so die Phase, weil ich persönlich glaube, Menschen sind irgendwie so Herdentiere. Und das Zusammensein, wirklich persönliches Zusammensein, ist so der Klebstoff für eine Kultur des Unternehmens. Und wie schaffen wir das jetzt, flexible Arbeits- oder flexiblere Arbeitszeiten zu schaffen und gleichzeitig wieder wieder zusammen zu sein? Gleichzeitig ging der Verkauf, der ja von Mobile oder eBay Classifieds Group vonstatten. Jetzt haben wir gerade das Signing. Im Q1 nächsten Jahr kommt das Closing. Also super Chance, glaube ich, für uns als Unternehmen. In Summe geht es mir gut. Ich habe mich auch an das Homeoffice gewöhnt. Aber man muss auch ehrlicherweise sagen, so eine Phase ist auch nicht immer einfach. Manchmal geht es einem nicht so gut. Man hat den sogenannten Homeoffice Blues. Und so einen Verkaufsprozess ganz virtuell zu machen, ist auch nicht immer ganz trivial über Zoom. Funktioniert technisch gut, aber das macht natürlich trotzdem mit einem was. Aber ich glaube, in Summe, wie gesagt, würde ich sagen, geht es mir gut. Und ich gucke auf ein hoffentlich noch spannenderes zweites Halbjahr. Okay. Jetzt abgesehen von, wie es euch und dir geht, wie, was würdest du sagen, wie geht es dem deutschen Automarkt im August 2020 nach der, ich sage mal, überstandenen und hoffentlich ersten und letzten Corona-Welle? Ja, genau. Das ist, glaube ich, das Wichtige, dass es die erste und letzte war. Aber nochmal zurück zu gucken, natürlich war das, glaube ich, wirklich ein extrem schweres zweites Quartal für den Autohandel. Es ging dann nicht besonders gut los schon im Q1, denn der Q2 war noch schwieriger. Wir haben ja auch direkt reagiert, haben so ein großes Soforthilfepaket geschnürt, haben den Händlern geholfen und haben unsere Kernleistung kostenlos angeboten, neue Produkte gelauncht, ein Wissensnetzwerk gelauncht, haben super Feedback bekommen von den Händlern. Das freut einen ja auch immer. Jetzt so in den letzten sechs bis acht Wochen, ehrlicherweise, können wir wirklich sagen, die Verkäufer, die Käufer sind zurück. Das ist erst mal toll. Wir haben viel mehr Nachfrage als vor der Krise, sogar als letztes Jahr. Jetzt müssen wir so gemeinsam, glaube ich, verwandeln und gemeinsam ins Tor schießen. Und das können wir, glaube ich, nur gemeinsam machen. Das kann der Handel mit uns gemeinsam machen. Ich nenne es jetzt so ein bisschen, die Aufholjagd hat begonnen, ob wir es komplett schaffen, das Jahr aufzuholen. Da steht natürlich noch ein bisschen auf anderem Blatt Papier, was wir gleichzeitig aber auch sehen, dass die Händler doch immer noch vorsichtig sind. Und du hast ja gesagt, erste Welle, hoffentlich ist es die letzte. Aber ich glaube, da es keiner genau weiß, sehen wir schon, dass die Händler vorsichtig sind, wieder neue Fahrzeuge zuzukaufen, sich auf den Hof zu stellen, damit, wie wir in Englisch so schön sagen, das Balance Sheet aufzupumpen und Risiko mitzunehmen. Und das sehen wir, glaube ich. Und ich glaube, das wird auch noch ein bisschen warten. Und ich glaube, als Letztes noch gesagt, ich glaube schon, dass die Krise uns auch in dieser Branche nochmal gezeigt hat, welche Defizite wir eigentlich haben. Und das geht von, und ich glaube, das liest man überall, was machen die Kfz-Zulassungsstellen. Aber generell der ganze digitale Autokauf- und Verkaufsprozess, der ja so oder so schon noch relativ analog ist, viel angebahnt. Aber ich glaube, diese Chance kann einem nur zeigen, was für Defizite wir haben. Und ich glaube, da gilt es jetzt noch viel stärker zu handeln und digitaler zu werden, ehrlicherweise. Aber in Summe, glaube ich, wie gesagt, zusammengefasst, auf gut Deutsch gesagt, beschissen ist Q2. Jetzt geht es wirklich nach vorne und wir müssen gemeinsam alles tun, um das aufzuholen. Ja, das stimmt wohl. Also das merken wir als Agentur natürlich auch, dass wir da so einen Stopp drin hatten und das erholt sich alles wieder und haben da durchaus viel zu tun gerade. Also das ist echt Wahnsinn. Und die Sommermonate, die meistens immer eher ein bisschen zurückhaltender sind im Agenturumfeld für den Handel, ist diesmal auch ganz anders wieder. Also das Jahr ist wirklich ein ganz anderes. Ja, springen wir mal in den, oder schauen wir mal gemeinsam in den Rückspiegel. Und da stehst du natürlich im Fokus, ganz groß in meinem Rückspiegel. Du bist ein Baujahr 1971, verheiratet, hast drei Kinder. Du lebst in Berlin, das sei dir gegönnt. Aber viel wichtiger ist ja, du bist gebürtig aus dem schönen Ruhrpott aus Essen. Und da haben wir in der Vorbereitung festgestellt, wir sind auch gar nicht weit auseinander groß geworden und diverse Schnittstellen aus der Vergangenheit. Du hast ursprünglich eine Ausbildung bei Ferrostal gemacht in Essen zum Großhandelskaufmann. Dann BWL studiert in Erlangen-Nürnberg. 2000 warst du damit durch. Genau. Und dann hast du schon 2000 ein Internet-Startup gegründet. Da kommen wir gleich nochmal vielleicht drauf. Und dann warst du Produktmanager und Business Developer bei Autoscout24 von 2000 bis 2005. Dann Autoplenum gegründet, hast das geleitet 2006 bis 2009. Dann bist du rüber zu mobile.de 2009 und seit 2012 Managing Director bei mobile.de bis heute. Das ist so dein Rekord, wenn man so sagt. Absolut. Ja, so ist richtig. Ja, genau. Ja, cool. Was hat dich denn über die Industrie Ferrostal und dann über ein Internet-Startup in die Autowelt verschlagen? Was ist denn da passiert? Ja, das ist eine gute Frage. Aber ich habe, glaube ich, das Privileg, in zwei Industrien gleichzeitig zu arbeiten. Ich bin ja in der Autoindustrie und gleichzeitig in der Internetindustrie. Und das ist, glaube ich, wie gesagt, ein Riesenprivileg, weil es die zwei, glaube ich, spannendsten Industrien nicht nur heute sind, sondern irgendwie auch gestern. Und wie du gesagt hast, im Endeffekt, Internet hat mich Ende des Studiums fasziniert. Da kam ja so die erste Internetwelle. Da habe ich meine erste Firma gegründet mit zwei Kollegen. Noch quasi im Examen. Sind komplett in den ersten Dotcom-Crash reingerauscht und extrem viel gelernt. Firma zwar noch verkauft, aber auf jeden Fall, was ich mitgenommen habe, im Internet will ich irgendwie zu Hause bleiben. Ganz grob, im Großen und Ganzen. Und dann, nach dem Verkauf unserer kleinen Firma damals, bin ich ja zu Autoscout24, wie du gesagt hast, gegangen. Und das habe ich im Wesentlichen gemacht, weil ich es da schon gesehen habe. Diese zwei Industrien zusammenzubringen und zu verschmelzen, das macht Riesenspaß und das hat Riesenpotenzial. Und zum anderen, als Gründer habe ich, selber als Gründer, habe mich dann die zwei Gründer damals von Autoscout24 beeindruckt und dann auch geholt. Und ich glaube, das hat sich so dann durchgezogen. So von Gründer zu Gründer, sage ich mal, auch wenn die Scale ein bisschen anders war. Und wie gesagt, große Industrie, extrem viele Pain-Points, großes Potenzial zu heben. Und so habe ich jetzt, wie gesagt, das Privileg und die Verantwortung, immer noch da zu arbeiten. Und ich sehe das dann immer noch so ein bisschen als Day One an, obwohl das jetzt so wie gefühlt 20 Jahre ist, weil es gibt immer noch so wahnsinnig viel zu tun. Und das, glaube ich, hat mich so ein bisschen dahin gebracht. Also stehst morgens durchaus gerne auf und machst deinen Job? Ich stehe, ich würde sagen, zu 90 Prozent. Und das ist, glaube ich, ein großes Privileg schon, weil das machen, glaube ich, nicht alle. Da bin ich gerne auf und auch früh, weil auch nicht nur durch die drei Kinder, sondern jetzt auch durch Sport, weil ich morgens dann irgendwie noch die Zeit habe, ein bisschen Sport zu machen. Aber ich stehe gerne auf, ja. Und ich brauche auch nicht mehr ganz so viel Schlaf wie vor noch 20 Jahren oder so was. Das kommt ja so im Alter auch dazu, ja. Okay. Jetzt in deiner Vita ist es natürlich schon interessant, dass du gleich bei beiden, ich nenne das mal Platzierschen der deutschen Autobörsen, aktiv warst. Stellt dir da der Wechsel untereinander kein Problem dar? Naja, wie du auch gerade gesagt hast, in der Abfolge war ja zum Glück kein direkter Wechsel da. Sonst hätte ich wahrscheinlich mit meinem, genau, war noch was dazwischen. Ich glaube, sonst hätte ich mit meinem moralisch-ethischen Kompass schon ein kleines Problem gehabt, weil das ist, glaube ich, nicht meine Art. Aber wie gesagt, dadurch, dass noch was dazwischen war und ich noch mal extrem viel lernen konnte, noch mal in einem Startup-Umfeld, damals mit Holzbrink-eLab zusammen wieder was Neues zu machen, auch viel gelernt und auch viele Fehler gemacht. Ich glaube, wir haben, das Konzept war, glaube ich, gut von Autoplenum, Transparenz in den Automarkt zu bringen, sowohl zum Auto als auch zum Autohändler, zur Werkstatt und Co. Ich glaube, wir haben aber damals und ich auch komplett die Skalierungs- und auch Monetarisierungs- Möglichkeiten überschätzt oder auch teilweise unterschätzt. Und in dem Zuge bin ich ja dann auch Richtung Berlin dann aufgebrochen und Richtung mobile.de. Und das war dann sozusagen die Abkühlphase, wie man sie heute teilweise auch nennt. Insofern war das in dem Sinne dann kein Problem mehr. Okay. Bei mobile.de habt ihr ja gerade in den letzten Jahren stark aufs Gas getreten und die Plattform ja quasi immer mit weiteren Features, ich sage mal, weiterentwickelt. Wo kommen denn da so Ideen her und wie sieht so ein Prozess aus? Ja, genau. Hast du absolut richtig betrachtet. Also mobile.de ist jetzt oder wird jetzt gerade im August 24 Jahre alt, also ist ja durchaus schon ein paar Tage in dieser Branche zumindest. Aber genau, wir haben gerade in den letzten Jahren extrem viel Gas gegeben und haben diese einfache Gebrauchtwagenbörse zu einem sogenannten One-Stop-Shop für den Autokäufer, aber auch für den Verkäufer und Händler weiterentwickelt. Und das gilt nach meinem Leitsatz, wo ich sage, je einfacher wir es dem Kunden machen, Autos zu kaufen, desto einfacher machen wir es dem Handel Autos zu verkaufen. Das ist so ein bisschen, was über allem steht. Und was haben wir gemacht? Nur ein paar Beispiele, sondern viel mehr Transparenz in den Markt gebracht, zu Händler, zum Fahrzeug, zum Preis. Wir haben unser C2B-Produkt gelauncht, wir haben unser Finanzierungsprodukt gelauncht, einen Werbemanager für den Handel letztes Jahr gelauncht. Wie machen wir so einen Prozess? Das ist natürlich jetzt sehr idealtypisch wahrscheinlich und wahrscheinlich wird ein Produktmanager mir morgen sagen, Malte, das geht aber auch mal ein bisschen anders noch. Aber ich sage mal, ich versuche das mal ganz high-level zu erklären. Natürlich versuchen wir erstmal immer vom Kunden aus zu denken. Das ist ja klar. Und zum einen, was erwarten die Konsumenten und die Autokäufer heute? Was erwarten sie morgen? Und natürlich ganz wichtig, als nicht letzter Schritt, aber als eingebetteter Schritt, wie können wir dem Handel dabei unterstützen, diesen neuen Erwartungen auch zu bedienen? Sonst bringt es uns ja nichts als Marktplatz, den man beide Seiten bedienen muss. Wie wir das dann konkret machen, überlassen wir natürlich komplett den Experten und das ist meistens bei uns ein cross-funktionales Team, das sich zusammensetzt aus Businessleuten, aus Salesleuten, Produktmanagern, Engineers, Analysten und Co. Und da zählt auch jede Idee. Ich glaube, das ist ganz wichtig. Da gibt es nicht einen, der sagt, wo es lang geht und wie es genau gemacht wird. Ich glaube, das wäre genau das Falsche in unserer Kultur und Organisation. Und ansonsten versuchen wir, möglichst schnell und datengetrieben zu arbeiten und viele Hypothesen, viele Produkte und Features gleichzeitig zu testen. Das heißt, MVP rausbringen, schnell lernen, schnell iterieren. Und wenn wir alle glauben oder das Team im Endeffekt glaubt, das kann groß werden, dann eben auch skalieren und groß machen und dann auch Marketing draufsetzen. Aber auch erst dann. Ich glaube, das ist so der Prozess, den wir versuchen zu folgen. Manchmal besser, manchmal schlechter. Wir versuchen uns als lernende Organisation zu bezeichnen und sind wir in vielen Fällen auch. Okay. Du bist ja nun insgesamt etwas über 20 Jahre in der digitalen Autobranche in Deutschland unterwegs. Wenn du so ganz objektiv und mit Abstand so ein bisschen von oben auf den deutschen Automarkt blickst, wie hat der sich verändert und was waren so die stärksten Veränderungen in den letzten 20 Jahren? Hast du da so Peaks? Ja, da gibt es wahrscheinlich ein paar. Ich versuche es aber trotzdem. Autobranche ist ja erstmal groß. Ich versuche es erstmal einzugrenzen, vielleicht so auf das Thema Handel, digitaler Autokaufprozess, digitaler Autohandel. Das ist, glaube ich, genau richtig. Dann sitzen wir hier wahrscheinlich noch ein bisschen länger und diskutieren über sehr viele spannende Themen. Aber im Endeffekt, wenn ich übergucke, wie der Autokauf damals vor so 20 Jahren war und heute, ich glaube, das ist überhaupt nicht vergleichbar. Also der Prozess ist meiner Ansicht komplett anders mit anderen Kundenerwartungen. Zum einen zum Thema Transparenz. Und das haben wir gelernt aus der Buchbranche, nächstes Mal digital. Da gibt es so einen großen Spieler. Aber auch Reisebranche. Also das heißt, viel Transparenz, hatten wir gerade schon gesagt, zu Preis, zum Anbieter, zum Fahrzeug. Dann natürlich früher gab es vielleicht noch viel Fax. Und dann kamen irgendwann mal so bei uns 28, 29 die Smartphones. Und jeder hat so ein Ding ja immer dabei. Das heißt natürlich auch, das Thema Real-Time-Communication ist, glaube ich, extrem wichtig. Früher war es wahrscheinlich okay, innerhalb einer Woche mal zu antworten. Heute ist es natürlich wichtig, eigentlich quasi in einer Stunde zu antworten, wenn man wirklich ein Lead bearbeiten will. Und ich glaube, das andere ist, glaube ich, auch, wir haben ja viel früher über Glaspaläste gesprochen, wie begeister ich den Autokäufer offline in deinem Showroom. Ich glaube, heute muss das genauso auch digital passieren. Ich glaube, sonst ziehst du die Kunden einfach nicht mehr zu dir in deinen Händler rein. Und natürlich sprechen wir viel über die Fahrzeugpräferenzen. E-Autos sind überhaupt keine Sonderlinge mehr, sondern das ist irgendwie im Massenmarkt jetzt noch in diesem Jahr noch mehr angekommen. Früher war wahrscheinlich der Geländewagen bei Förstern beliebt. Heute ist er auch bei Familien beliebt. Und dann in Summe, würde ich sagen, noch mal einen Schritt zurück, auch zu meinen beiden Stationen. Früher gab es mobile.de und Autoscout24. Und das waren so die beiden Platzhirsche und sind es heute auch ja natürlich noch. Aber jetzt gibt es ja für jeden Schritt im Autokaufprozess irgendwie x-Fachplayer. Also jeder drängt sich in diesen Markt und in diesen Kuchen rein. Und das macht es natürlich A, wettbewerbsintensiv. Und ich mag Wettbewerb zum einen. Auf der anderen Seite macht es das natürlich für den Handel auch extrem komplex. Und da versuchen wir ihnen eben auch zu helfen mit diesem One-Stop-Shop-Gedanken. Aber ich glaube, das sind so die großen Themen. Wenn ich jetzt mal ein Metathema noch mal dazunehme, ist für mich natürlich wirklich noch mal das Thema Nachhaltigkeit. Das überlagert aus meiner Sicht wirklich alles. Und ich glaube, da müssen wir uns als Industrie in Summe mit beschäftigen. Wo geht denn da die Reise hin? Welche Verantwortung haben wir da? Wie wollen wir darauf wieder Vorreiter sein? Alle tun ja so, als ob wir von Tesla überrascht worden wären. Das kann ich mir gar nicht vorstellen. Und ich glaube, es ist sehr viel mit Bewahrertum zu tun und Not-Invented-Here-Syndrom, auch von mir gern zitiert. Und ich glaube, da müssen wir wieder schneller mutiger werden, weil sonst, glaube ich, haben wir da in Zukunft nicht viel zu melden, auf gut deutsch gesagt. Ich hatte, ich glaube, vor ein, zwei Wochen hatte ich erst das Glück, mit dem Marketing-Manager von der BRABUS zu sprechen, einen Podcast aufzunehmen. Und da war das Thema Nachhaltigkeit natürlich ein spezielles, weil die bauen Luxus-Autos mit sehr viel PS. Und da haben wir halt auch über die Themen so ein bisschen gesprochen. Und er sagte nachher natürlich auch, über was reden wir? Alle wollen nachhaltiger werden, machen und tun, Elektro, keine Emissionen. Aber es wird ja überhaupt nicht über die Produktion der Batterien gesprochen. Es wird auch gar nicht über den, ich habe das mal aufgeschnappt, als den Rucksack eines E-Autos, was danach mit den Batterien passiert. Das verschwindet ja so in der Öffentlichkeit. Und da könnte man natürlich auch sagen, wie nachhaltig ist das eigentlich? Aber tiefes, tiefes Thema. Nee, das ist genau absolut ein tiefes Thema. Also ich versuche das immer von mir selber auszudenken. Also wie viel fahre ich denn Auto und wie viel, wo fahre ich überall hin? Und auch mit der Familie. Das ist, glaube ich, damit fängst du an in deinem eigenen Haushalt, in deinem eigenen Tun. Dann geht es natürlich auch in dein eigenes Umfeld. Dann geht es zur Firma. Welchen Footprint hinterlassen wir eigentlich? Sind wir auf Ökostrom? Ja oder nein? Reisen unsere Mitarbeiter so umweltfreundlich wie möglich? Schaffen wir es aber auch auf unserer Plattform möglichst viel Visibilität für, in Anführungszeichen, die richtigen Antriebe? Was das ist? Das, glaube ich, ist noch zu be-discussed, ehrlicherweise. Du sagst ja gerade auch. Ist es wirklich E-Auto oder ist es was ganz anderes? Ich glaube, das müssen wir wissen. Also glaube ich, ich sage nur, es geht immer bei einem selber los und dann wird der Kreis immer um dich herum größer, weil erstmal Verantwortung für einen selber übernehmen. Ich glaube, damit startet es erstmal. Das versuche ich, gelingt mir wahrscheinlich auch noch nicht perfekt, aber ich glaube, wir haben nicht mehr so viel Zeit. Das wissen wir ja alle. Insofern und da ist unsere Branche, glaube ich, für dich gefragt. Du hattest vorhin so gesagt, Mitbewerber und ich will jetzt nicht Konkurrenz sagen, aber dass man Mitbewerber hat und da ein bisschen unter Druck steht, das spornt ja auch an. Probiere ich dir mal einen Insight zu entlocken. Mal eben überlegen, wie ich das am besten mache. Habt ihr in den, ich sage mal, letzten, sagen wir mal, zwei oder drei Jahren gemerkt, dass ihr, sagen wir mal, weniger Traffic auf eurer Plattform habt, weil die Menschen auf anderen Plattformen unterwegs sind, wo es stärker um Leasing und Finanzierung und Co. gibt? Ich will ja jetzt gar keinen Namen nennen, weil das ist irrelevant, aber die sind ja aufgetaucht. Merkt ihr das? Ja, ich glaube, da gibt es zwei Antworten. Das eine, also wir merken es erstmal nicht, unser Traffic wächst noch und oder in manchen Monaten ist er stabil. Das ist auf der Flughöhe natürlich extrem bewundernswert und das sind die berühmten Netzwerkeffekte, die man hat in so einem Markt. Wenn man einmal, glaube ich, da führend ist im Thema Supply und Demand, wir sagen Angebotsseite und Nachfrageseite. Das ist, aber da darf man sich natürlich nicht auf ausruhen. Und wie ich vorhin auch schon gesagt habe, wir gucken auf den Wettbewerb nicht, weil wir Sorgen oder Ängste haben, sondern weil wir uns inspirieren lassen. Also mich inspiriert das auch nach links und rechts zu gucken und nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Und die besten Ideen werden gewinnen und wir müssen immer einen Schritt voraus sein. Und die Produkte, die wir vorhin beschrieben haben, in so einem MVP-Format, wo die wir als Gewinner sehen, schnell skalieren und rausbringen, heißt nicht immer als Erster sein. Aber ich glaube, wir sind sehr gut aufgestellt. Wir müssen aber weiter Gas geben als super Team und dann mache ich mir da auch wenig Sorgen. Du bist ja Managing Director Mobile ID Deutschland. Das ist ja nun mal auch ein großes Team. Da ist eine Menge Verantwortung, ein großer Markt, ein großer Marktplatz, wo ja eine Menge Menschen ja für sich sehr große Transaktionen durchführen und ja auch Träume verwirklichen. Empfindest du mit so einem Blick darauf persönlichen Druck oder ist so ein Druck ein Antrieb für dich oder kannst du das irgendwie beschreiben? Ja, ich versuche es mal ein bisschen aus einer anderen Perspektive. Und ich habe mal vor einigen Jahren ein Wort gehört, was glaube ich ganz gut zu mir passt und das heißt Opportunity Seeker. Und was bedeutet das für mich? Nämlich, dass ich zuerst die Chancen sehe und nicht die Risiken und die Schwierigkeiten, die sowas macht. Und ich glaube, das ist so ein Gestaltungsraum, den ich dafür sehe. Und ich glaube, das hilft mir extrem dabei, den Druck, der natürlich auch mal da ist, das ist gar keine Frage, aber in positive Energie umzumünzen und es mir das viel einfacher zu macht. Natürlich habe ich auch Verantwortung für mein Team, für die ganze Branche, auch in der Corona-Zeit. Darum haben wir dieses Soforthilfeprogramm ja auch geschnürt. Aber wie du auch sagst, das ist für mich eigentlich eher Ansporn, aber eben aus dieser Opportunity-Denke rauskommend. Und aber trotzdem vielleicht noch mal, ich glaube, das finde ich immer ganz wichtig, weil oftmals ist ja so, naja, das ist ein CEO und die Chefs, die müssen immer stark sein und Druck aushalten können. Und ich glaube, es gibt genügend Menschen in diesen Positionen, die das ähnlich empfinden. Sie müssen stark sein und immer alles wissen. Aber ich glaube, was mir hilft, mir immer sehr geholfen in der Vergangenheit und wahrscheinlich auch in Zukunft, ist eben offen auch damit mal umzugehen, dass man nicht alles weiß und das auch zu teilen. Und ich weiß nicht alles. Ich bin jetzt auch Wert 49. Da gibt es eine jüngere Generation, die viel andere, coolere Sachen weiß und auch Leute um mich rum. Ich glaube, es ist wichtig, dass man Menschen hat, mit denen man sich das offen teilen kann, ob das der Coach, der Mentor, die Mitarbeiter sogar sind oder natürlich die Frau und die Kinder. Und ehrlicherweise für mich auch extrem wichtig, neben dem Job auch Themen zu haben, die einen begeistern und für die man brennt und nicht nur, man arbeitet viel und ich arbeite wirklich gerne und wie gesagt, ich stehe zu 90 Prozent super gerne auf und gehe zur Arbeit oder mittlerweile jetzt in mein Homeoffice. Aber ich glaube, das hilft eben, dass man das darüber hinaus hat. Okay, jetzt gucken wir mal so aus dem Rückspiegel weg, machen das Fernlicht an und gucken uns noch ein bisschen in die Zukunft. Wir haben ja gerade das große Glück, zu einer Zeit in einer der wichtigsten Branchen überhaupt tätig zu sein, die sich drastisch, dramatisch, extrem verändert. Ich habe das mal so verglichen. Das ist ja ähnlich der Zeit, wo die ersten Autos, Kutschen und Pferde abgelöst haben. Das sehe ich fast so disruptiv, was da so für Ideen reinkommen, Mobilität, Autonom, welche Antriebsform und Co. Wie empfindest du das gerade? Ich glaube, das passt super zu der Frage, die du gerade gestellt hast zum Thema Opportunity Seeker, weil ich persönlich mag Veränderungen und ich weiß auch genau, dass manche Leute das nicht so mögen. Aber ich finde Veränderungen gut. Ich bin gerne Teil dieser Reise und aktiver Teil der Reise. Ich bin ungern im Beifahrersitz, sondern ich möchte das aktiv gestalten. Wie gesagt, die Veränderung in der Branche ist dann eben auch ein Riesenansprung für mich, egal ob das Thema nachhaltig ist. Nachhaltigkeit ist das ganz große Thema, wo wir alle, glaube ich, Lösungen finden müssen, auch gemeinsam. Ich glaube, da ist auch das Zauberwort Coopetition, wie bei vielen anderen Themen ehrlicherweise auch. Nicht immer nur gegeneinander, sondern miteinander. Wir als Marktführer, als Mobile, müssen da auch mitgestalten. Das sind wir unseren Kunden schuldig, unseren Partnern schuldig, der Gesellschaft, unseren Shareholdern. Und was mir da eben hilft, ist so eine ganz klare Purpose oder eine ganz klare Vision, die wir haben. Eine eindeutige und widerspruchsfreie Strategie, das ist aus meiner Sicht super wichtig. Und dann natürlich eine Organisation und Mitarbeiter und Teams, die ständig lernen wollen und hungrig danach sind. Und dann ist, glaube ich, Veränderung spannend. Und wenn man da Lust zu hat, dann ist man bei mobile.de mit Sicherheit total am richtigen Fleck. Okay. Ich muss mal eben einmal switchen, weil eigentlich, da muss ich mal, ah nee, bleiben wir mal hier in meinem kleinen Skript, was ich vorbereitet habe. Welchen Einfluss wird denn die sich verändernde Mobilität und die Digitalisierung auf das Geschäftsmodell eines Autohändlers haben? Jetzt mal so ein bisschen den Blick weg von deinem Unternehmen auf seinen Autohändler in Deutschland. Ja, genau. Also der Autohandel und der digitale Autokaufprozess, der hat sich natürlich extrem weiterentwickelt. Die vergangenen 20 Jahren haben wir gesprochen, extrem viel passiert. Ich glaube, in den nächsten 20 Jahren, ehrlicherweise, passiert noch mehr und noch schneller. Und wie gesagt, wir haben über den Vereinfachung des Ich glaube, der Händler muss noch viel stärker in digitale Kanäle, Konzepte, Tools, aber auch Mitarbeiter investieren, weil ich glaube, mal ganz plakativ gesagt, alleine Glaspaläste am Stadtrand werden es ja nicht mehr tun. Ich glaube, da sind wir uns alle irgendwie einig und trotzdem machen wir das noch zum Teil, also diese alten Konzepte rausholen. Und wenn man sich die digitale Customer Journey oder den Autokaufprozess mal als Journey so zeichnet, da ist ja noch immer noch extrem viel Pain, auf gut Deutsch gesagt. Und es gibt so eine schöne Studie von Roland Berger und jeder, der mich irgendwie schon mal auf dem Podium gehört hat, der hat mich das Zitieren hören, ein Prozent der Leute sagen, der Autokaufprozess ist ein super Prozess. Das heißt ja eigentlich keiner, ist irgendwie zufrieden. Und also gesagt, A, diese Investitionsbereitschaft und dieser Mut in diese neuen Konzepte und das wirklich auch End-to-End mal zu machen, gleichzeitig auch, und das hatten wir gerade schon kurz angedeutet, das alleine zu schaffen wird für den Handel, glaube ich, extrem schwierig. Sondern das in einer neuen Art der Coopetition und mit den Partnern, die einem wirklich helfen für jeden Schritt in dieser Customer Journey, ich glaube, das muss man mutiger angehen. Und da gibt es natürlich Mobilitätsfragen, die gelöst werden müssen. Und die ist anders für Menschen in den größeren Städten, die wahrscheinlich viel flexibler sind. Aber wir wissen beide wahrscheinlich auch, 80 Prozent der Deutschen wohnen ja nicht in großen Städten wie Essen oder Berlin, sondern die wohnen auf dem Land und die brauchen ganz andere Lösungen wieder. Und da muss der Handel auch drauf reagieren. Ich glaube, in Summe ist das eben auch zum Thema Veränderung, das wird in den nächsten 20 Jahren noch viel spannender und wir können das gemeinsam, glaube ich, super wuppen. Ja, wir haben ja extrem viel direkten Kontakt. Unsere Kunden sind Autohändler, also in der Agentur zum, ja, 100 Prozent ist jetzt übertrieben, aber sehr hohen Prozentsatz. Und da haben wir natürlich immer auch das, früher haben wir immer gesagt, das Ohr auf den Boden am Puls der Zeit. Und ja, da ist schon ganz schön Druck. Die wissen ja teilweise, die sind schon zu zeitlich und mit Themen und dann geht es immer weiter. Noch ein Thema, noch ein Thema. Und da haben natürlich die kleineren Unternehmungen, die Inhaber geführt, natürlich schon Probleme. Und die großen Gruppen können das ja noch auf verschiedene Schultern stemmen. Ja, ich glaube, absolut. Das sehe ich total. Ich glaube, da gilt es wirklich für jedes Unternehmen und das gilt für den kleinen und großen Autohändler genauso wie es für uns als Digitalunternehmen. Ich glaube, die Kunst, wie ich gerade gesagt habe, ist irgendwie zum einen natürlich wirklich eine gute langfristige Strategie zu haben und dann das zu übersetzen in wirklich in fokussierter Arbeit. Weil man kann, glaube ich, immer 20 spannende Themen behandeln, aber für 20 spannende Themen ist wahrscheinlich nicht genügend Zeit und nicht genügend Ressourcen da. Sondern es können dann eben nur 5, 6 oder 8 sein. Ich weiß nicht, was die richtige Zahl ist, aber das ein bisschen plakativ zu machen. Und ich glaube, das ist genau die Kunst, auf die Themen zu setzen als Führungsteam und als erweitertes Führungsteam und damit die Zukunft zu gestalten. Weil 20, wie gesagt, werden wir wahrscheinlich alle nicht schaffen, auch wenn wir doppelt so schnell rennen an 48 Stunden. Aber der Tag hat ja nur 24. Ja, cool. Und wo geht denn jetzt deine Reise hin? Jetzt ist ja im Raum steht mobile.de wird verkauft. Und ich hatte ja schon das Interview mit dir habe ich ja schon ein bisschen länger geplant oder also ich für mich geplant, da wusstest du noch nichts davon. Und dann kam die Nachricht raus, sagte ich so, ah ja, mal gucken, ob ich den noch erwische. Nein, du erwischst mich hier, wie du siehst und hörst, gut gelaunt im Homeoffice. Und zurück zum Thema Day One. Es ist noch Day One im Autohandel für und digital und für mobile.de. So versuche ich das jeden Tag zu leben, aufzustehen. Wir haben so viele Opportunitäten. Dann kommt das Thema Fokus dazu. Was machen wir denn alles gleichzeitig? Das machen wir auch nicht gleichzeitig, sondern nämlich nacheinander. Aber wir haben noch so viele Probleme, Herausforderungen zu lösen und Chancen gemeinsam zu gestalten. Insofern habe ich da weiterhin auch extrem viel Bock, auf dieser Reise mitzugehen und morgens genauso gut gelaunt aufzustehen. Okay, aber du bleibst da, wo du bist. Nichts anderes vorgesehen. Alles klar. Das hat mich einfach interessiert. Ich wollte jetzt nicht hier die große PR-News irgendwie fischen, sondern es war einfach mein Interesse. Ich habe noch eine Abschlussfrage. Ich habe die ein bisschen gestrafft, weil die anderen Themen fand ich diesmal ein bisschen spannender. Aber eine Abschlussfrage, da hat sich letztes Mal der Bravos-Kollege total drumherum gewunden. Er musste dich zwei, dreimal fragen und kam nicht weiter. Wann sitzt du das erste Mal in einem komplett autonomen Auto und fährst wirklich von A nach B und konzentrierst dich nicht darauf, was um dich herum passiert? Das ist aber auch eine Frage zum drumherum drücken. Das kann ich total verstehen von den Bravos-Kollegen und ich würde wahrscheinlich ähnlich anfangen. Ich kann einfach nur sagen, ich hoffe ehrlicherweise bald, weil ich würde das wirklich gerne mal ausprobieren. Ich habe auch vor vielen Jahren mal einen Tesla fahren dürfen und habe nie gedacht, dass mich das so flashen würde. Und das muss kein Tesla sein, einfach dieses E-Auto, so leise. Und diese Beschleunigung ist, glaube ich, dieses berühmte Tesla-Grinsen. Also ich kann das von mir bestätigen. Und ich glaube, das würde mir genauso gehen in so einem autonomen Auto. Und jetzt hier einzusteigen und dann zum Beispiel zum Büro zu fahren. Wann das ist, kann ich wirklich gar nicht vorher sagen. Ich glaube, da gibt es noch so viele Sachen, die nicht nur von der Autobranche abhängen, sondern auch von der Politik und der Gesetzgebung. Insofern, da wage ich mich auf dem zweiten Feld gerade ganz schwer raus. Insofern bleibe ich genauso fuzzy wie der Kollege vom Bravos. Ich sage nur, hoffe bald. Du hoffst bald. Ungefähr? Fünf Jahre. Okay, cool. Du, das ist mehr, ich habe aus dem Kollegen Sven Gramm, habe ich nichts rausgekriegt letztendlich. Der hatte aber auch immer eine Argumentation, die war auch immer super schlüssig. Das war total smart, wo wir da diskutiert haben. Ach, ich bin ja auch, ich nehme das sportlich. Ich mag gewinnen, aber ich kann auch gut verlieren. Also auch wenn wir da im Nachgang irgendwie eine Wette laufen haben. Ich bin da total bereit zu. Du, die Frage habe ich ja wirklich in all meinen Ausgaben drin. Und da antwortet keiner gleich drauf. Das ist wirklich, und da sind ja viele Spezialisten aus der Branche bei, die verschiedene Blickwinkel haben. Es ist super unterschiedlich. Und von daher ist es auch super spannend. Und das zeigt ja auch, dass jetzt langsam über die Vielzahl der Meinungen, man darf gespannt sein. Man darf super gespannt sein, genau. Ich glaube, jeder guckt auf so ein Thema natürlich extrem doll. Und jeder hat seine eigene Meinung. Ich glaube, wie gesagt, die größte Unsicherheit ist, dass es noch mehr Gesetzgebung als technische Fähigkeiten gibt. Und da man die noch weniger einschätzen kann, ist wahrscheinlich da jeder etwas resistant, irgendeine tolle Meinung zu haben. Ja, cool. Ja, du, Malte, ganz, ganz lieben Dank, dass du dir heute die Zeit genommen hast, in deinem schönen Homeoffice, bei dem schönen Wetter draußen. Ganz tolle Insights. Das hat mich interessiert. Und ich glaube, dass da draußen auch ein paar interessierte Zuhörer sind. Danke dir. Danke, Tim. Hat Spaß gemacht. Bis demnächst. Ja, alles klar. Damit sind wir durch für heute. Und ich sage tschüss und ciao. Wir hören uns. Bye, bye.
Diese Episode ist Teil des Podcasts Benzingespräche von Tim Klötzing.