Einleitung

Im neuesten Podcast von „Benzingespräche“ beleuchten Tim Klötzing und Philipp Kroschke die innovative Marke Lincoln Co, die mit einem einzigartigen Community-Modell die Mobilitätsbranche aufmischt. Diese Episode bietet spannende Einblicke in die Philosophie und das Geschäftsmodell von Lincoln Co, das sich durch Flexibilität und Nachhaltigkeit auszeichnet.

Lincoln Co: Ein Überblick

Lincoln Co ist eine Marke, die sich durch ein innovatives Mobilitätskonzept auszeichnet. Anstatt sich auf traditionelle Verkaufsmodelle zu stützen, bietet Lincoln Co ein Abo- und Carsharing-Modell an, das es den Nutzern ermöglicht, Fahrzeuge zu teilen und so die Kosten zu senken. Dieses Konzept fördert nicht nur eine nachhaltigere Nutzung von Fahrzeugen, sondern schafft auch eine Community von Nutzern, die über eine App vernetzt sind.

Einzigartiges Geschäftsmodell

Im Gespräch mit Alain Visser, CEO von Lincoln Co, wird deutlich, dass das Unternehmen nicht nur ein Autohersteller ist, sondern eine Mobilitätsmarke, die sich auf die Bereitstellung von Erlebnissen konzentriert. Mit einem monatlichen Abonnement von 550 Euro, das alle Kosten inklusive Service abdeckt, bietet Lincoln Co eine flexible Alternative zum traditionellen Autokauf. Die Möglichkeit, das Fahrzeug innerhalb der Community zu teilen, reduziert die Kosten weiter und trägt zu einer nachhaltigeren Mobilität bei.

Der Lincoln Co Club

Ein weiteres Highlight von Lincoln Co sind die sogenannten Clubs, die in verschiedenen Städten zu finden sind. Diese Clubs sind mehr als nur Verkaufsstellen; sie sind Orte der Begegnung, an denen Lifestyle und Mobilität miteinander verschmelzen. In Berlin konnte Tim Klötzing einen solchen Club besuchen und war beeindruckt von der Atmosphäre, die eher an einen Coworking-Space als an ein klassisches Autohaus erinnert.

Herausforderungen und Chancen

Die Einführung eines solchen revolutionären Modells bringt sowohl Herausforderungen als auch Chancen mit sich. Alain Visser betont, dass die Automobilindustrie sich zwar technologisch weiterentwickelt hat, das Geschäftsmodell jedoch seit Jahrzehnten unverändert geblieben ist. Lincoln Co sieht hier eine Chance, die Branche zu revolutionieren, indem es sich an den veränderten Kundenbedürfnissen orientiert und innovative Lösungen anbietet.

Fazit

Lincoln Co ist ein Vorreiter in der Automobilbranche, der mit seinem Community-basierten Modell neue Wege geht. Durch die Kombination von Flexibilität, Nachhaltigkeit und einem starken Gemeinschaftsgefühl bietet Lincoln Co eine attraktive Alternative zum traditionellen Autokauf. Diese Episode von „Benzingespräche“ zeigt, wie wichtig es ist, neue Perspektiven zu erkunden und offen für Veränderungen zu sein, um in der sich wandelnden Mobilitätslandschaft erfolgreich zu sein.


Show Notes & Key Takeaways

Themen:

  • Innovative Mobilitätskonzepte
  • Community-Modell von Lincoln Co
  • Herausforderungen der Automobilbranche
  • Erfahrungen im Lincoln Co Club
  • Nachhaltigkeit im Fokus

Key Takeaways:

  • Lincoln Co bietet ein flexibles Abo- und Carsharing-Modell.
  • Die Marke fördert eine Community von Nutzern.
  • Clubs bieten eine einzigartige Mischung aus Lifestyle und Mobilität.
  • Das Geschäftsmodell ist auf Nachhaltigkeit und Erlebnisse ausgerichtet.
  • Alain Visser sieht großes Potenzial in der Revolutionierung der Branche.
  • Technologische Fortschritte erfordern neue Geschäftsmodelle.
  • Lincoln Co ist Teil der Gili-Familie und bietet Hybrid-Modelle an.

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Benzingespräche – der Branchen- und Personality-Talk der deutschen Automobilwirtschaft. Der Podcast für und mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind, erzählt zu werden. Es geht um neue und verschiedene Blickwinkel auf die Autobranche und persönliche Meinungen zukünftiger Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, Content Creator und freier Automarketingberater. Herzlich Willkommen zurück bei den Benzingesprächen und heute inzwischen mit der vierten Ausgabe der New Brands. Gemeinsam mit meinem Partner Philipp Kroschke. Hi Philipp, moin! Moin, moin, lieber Tim. Hallöchen. Freue mich riesig, wieder dabei sein zu können. Na klar, also wird ja langsam Routine, würde ich sagen. Bei der vierten Ausgabe sind wir schon. Da schaffen wir ja wirklich was. Ja und es waren ja auch schon super spannende Marken und natürlich Gesprächspartner, die wir da schon vorgestellt haben. Aber lieber Tim, warum genau machen wir das denn eigentlich? Warum gucken wir genau auf diese neuen Marken? Okay, ja warum gucken wir auf diese Marken? Ich formuliere das immer so, man hat ja einen ganz guten Überblick in der deutschen Autobranche und dennoch stellt man fest, dass nicht immer alle so sattelfest sind, ob der Marken, die da aus dem, ich sag mal, großasiatischen Raum kommen, nach Deutschland, welche Vertriebsmodelle die haben, wie die im Service aufgestellt sind, generell wie die hier rüber kommen, welchen Approach die haben und ja, da ist uns so aufgefallen, da sollten wir ein bisschen Wissen schaffen. Oder, Philipp? Du, ich kann das nur bestätigen, denn das Spannende ist ja, dass die wenigsten in dem ganz traditionellen stationären Handelsmodell unterwegs sein werden, sondern auch mal neue Dinge ausprobieren. So wie unser heutiger Gast, beziehungsweise die Marke, die wir heute mit unserem heutigen Gast vorstellen werden, nämlich Lincoln Co. Ein ganz, ganz spannendes Thema, denn anders als viele andere, auch die, die wir bisher vorgestellt haben, sind die ein Stückchen Vorreiter einer, ja, wie kann man das sagen, es ist so eine Art Community-Modell. Klar, man kann das Auto grundsätzlich kaufen, aber viel spannender ist, dass sich Lincoln Co. überlegt hat, dass das Auto per se eher in einer Art Abo- oder Carsharing-Modell angeboten werden kann, sodass man sich die Fahrzeuge auch teilen kann. Also das heißt, man wird dann Teil einer Community, nutzt eine App und kann sozusagen sein eigenes Fahrzeug dann dieser Community auch wieder zur Verfügung stellen und damit auch die Kosten im Übrigen für das Fahrzeug senken. Und das, muss ich sagen, in der Form gibt es das so nicht. Und zusätzlich, neben dem, dass man gesagt hat, man baut das so ein bisschen eine App-Community um das Fahrzeug, hat man ja gleichzeitig auch noch die Link-Stores in verschiedenen Städten aufgemacht, wo es halt nicht nur um das Auto geht, sondern um Lifestyle, um Ökosystem, um Zusammenkunft und das, muss ich sagen, ein super spannendes Konzept, was es einfach lohnt sich mal zu betrachten, wie guckt eigentlich der deutsche Nutzer dann da drauf? Ganz genau. Ich hatte das Vergnügen, ich habe den Alain Visser interviewt in einem Link & Co. Club in Berlin und das war schon echt sehr besonders, weil das hat nichts, wirklich gar nichts mit dem klassischen Autohaus zu tun. Dort ist ein Store, ein Club, den man auch so ein bisschen Coworking nutzen kann und da werden von lokalen Designern Sachen verkauft und sowas. Das ist schon ziemlich abgefahren und dort steht auch ein Auto und das kann man sich auch angucken und das kann man auch Probe fahren und alles. Sehr spannend, war ein tolles Gespräch und ja, warum soll man länger darüber sprechen, wenn wir es auch hören können, oder? Würde ich sagen, denn ich glaube, der Alain Visser hat viel zu erzählen, kommt ja eigentlich aus dem traditionellen Automotive-Bereich, war unter anderem bei Opel, bei Volvo unterwegs und hat sich auf die Fahne geschrieben, den Handel zu revolutionieren und gemeinsam mit Geely, im übrigen Link, gehört in die große Geely-Familie und ist kein Elektrofahrzeug. Wir haben es häufig mit Anbietern von Elektrofahrzeugen zu tun, sondern Hybrid-Modellen, auch super spannend, aber davon jetzt genug, jetzt, aber zum lieben Alain Visser, ich glaube, es wird richtig spannend. Genau, let’s jump into it, viel Spaß dabei. Herzlich willkommen, Alain Visser, CEO, Link & Co International, hallo Alain. Hallo. Ja, ich bin hier heute bei euch, darf ich zu Gast sein, in Berlin, bei euch, jetzt muss ich fragen, Link & Co Club oder Link Club? Das muss ich jetzt fragen. Link & Co Club. Link & Co Club, genau. Ja, das ist ja auch ein Teil eures Auftritts und wir haben auch gerade schon, ihr habt mir das gezeigt, es ist wirklich phänomenal hübsch hier, also man kommt rein und man muss aber nach dem Auto noch ein bisschen Ausschau halten, das ist ja nicht der first glance, den ihr da so habt, da müssen wir gleich noch ein bisschen drüber sprechen, aber erstmal, du kommst ja aus Belgien, gebürtiger, aus Antwerpen und meine Show heißt ja Benzingespräche. Was sagt ihr denn, also Benzingespräche, kannst du damit was anfangen? Ja, also als Nichtdeutschsprachiger ist für mich, es tönt da so ein bisschen, ups, da ist etwas nichts passiert. Oldschool. Also es sollte so ein bisschen mehr Stromgespräche sein oder was dann auch, aber ich kann mir vorstellen, was der Hintergrund ist. Ja, okay, also es ist halt einfach so, man steht an Autos, man redet über Autos und das ist so ein eingenörter Begriff, sag ich mal so ein bisschen und mich haben auch schon der ein oder andere angesprochen, das müsste doch Elektro, aber man kann das ja gar nicht aussprechen, Elektro-Autogespräche, nein, da ist die Emotion dann irgendwie ein bisschen weg, also von daher bleiben wir da ein bisschen. Okay, gut, ich verstehe es. Ja, wir haben ja immer so, die Show ist immer zweigeteilt, erst mal den Blick in den Rückspiegel, so ein bisschen Vergangenheit, der Werdegang von dir, du bist ein Baujahr 63, du lebst in Göteborg, du lachst direkt. Baujahr finde ich auch schön, nach Benzingespräche, Baujahr. Ja, Make-Date, ne? Du lebst in Göteborg, du bist gebürtig aus Antwerpen, von deiner Vita her, du warst bei General Motors, Chief Marketing Officer 2004 bis 2009, danach Opel, Vice President Sales, Marketing in After Sales 2009 bis 2012, dann rüber zu Volvo Cars, Senior Vice President Marketing Sales, Customer Service 2013 bis 2015, ja und dann 2015 ging die Reise hier mit Lincoln Co. schon los, ne? So ist es, genau. Auch schon ein paar Tage? Ja genau, es ist auch wieder sieben Jahre beinahe, sieben Jahre. Du bist ja erst bei verschiedenen größeren Herstellern unterwegs gewesen, verantwortlich in größeren Positionen durchaus und dann ja, dann direkt quasi zur Gründung zu Lincoln Co. Wie kam denn da so der Switch von Volvo zu Lincoln Co.? Ja genau, also innerhalb Konzern war dieser Gedanke da, eine neue Marke zu gründen und das war für mich eigentlich eine optimale Gelegenheit, um mit meinen Wünschen, die ich schon Jahre hatte, dass in dieser Industrie eigentlich nicht viel passiert, dass von außen aus es sehr sexy ist und sehr viel Innovation, aber von innen aus finde ich, das Geschäftsmodell der Autoindustrie noch immer das gleiche seit Jahrzehnten und ich dann die Möglichkeit hatte, eine neue Marke zu gründen, habe ich das dann benutzt haben, um eigentlich auch ein komplett anderes Geschäftsmodell zu etablieren. Und ich fand, nach 36 Jahren Autoindustrie war für mich so der Traum, das Ding jetzt mal komplett zu ändern, zu revolutionieren, weil ich der Meinung bin, die Welt ändert sich radikal, die Kundentrends ändern sich, aber die Autoindustrie macht eigentlich nichts, das Auto entwickelt sich, aber das Geschäftsmodell ist noch genau das gleiche. Also habe ich am 1. Oktober 2015 angefangen, alleine. Mein Job fiel genau, wie du gesagt hast, bei Volvo verlassen, wo ich, ich weiß nicht, 3-4.000 Mitarbeiter hatte und meinen ersten Tag Lincoln Co. als Gründer, denn den Namen gab es natürlich noch nicht, am ersten Tag angefangen, kein Arbeitsplatz, keine Mitarbeiter, mein erster Tag, das werde ich nie vergessen, habe ich Tische und Stühle gekauft, damit ich die nächste Woche dann meine drei ersten Mitarbeiter einstellen könnte. So war der Anfang, also wirklich Startup. Also du hast wirklich auch die Personalnummer 1. Ja, ja, absolut. Sehr geil. Ja, ja, absolut. Sehr cool. Du hast gerade gesagt, deine berufliche Vita habe ich deutlich verkürzt anscheinend, du sagst 36 Jahre. Ich habe mich natürlich vorher ein bisschen informiert, aber die 36 Jahre habe ich so zumindest in deinem LinkedIn-Profil nicht ganz entdeckt. Nein, das stimmt. Also du hast über GM, ich war jetzt 17 Jahre bei Ford und dann 9 Jahre bei GM, aber als Vorstand bei Opel und dann 4 Jahre ungefähr bei Volvo und dann jetzt Lincoln Co. seit Oktober 2015. Wow, okay. Was ich so in den letzten Stationen da so rausgelesen habe, Sales, Marketing waren immer Themen. Ja. Was ist denn eher deine Leidenschaft? Sales, Marketing? Ich glaube, jeder hat so seine Comfort-Zone, weil vielleicht ist es bei mir schon die Marke, Marketing, glaube ich schon. Okay, also so wie du mir heute auch hier den Club gezeigt hast, das war schon echt großes Marketing. Aber bei so einem tollen Club, also wir sind ja halt gerade in Berlin, ich bin ja kein Berliner, also gerade auf Reisen und weiß noch nicht genau, was ich heute Abend mache, ich überlege, ob ich einfach hier bleibe. Das ist schön, das ist schön. Man fühlt sich wirklich sehr wohl hier, also das ist echt toll. Ja, Lincoln Co., eine Marke von Gili, du Personal Nummer 1, Ende 2015 gegründet, Lincoln Co. 2016 eigentlich so, was ich halt gesehen habe. Ja, Lincoln Co., stell uns doch mal die Marke vor, was sollten wir jetzt mit Blick auf den deutschen Markt, machen wir es mal so, darüber wissen und was macht Lincoln Co. aus? Genau, also ich glaube, wir sehen uns ein bisschen als eine Mobilitätsmarke, die ich gerne nenne als kurze Beschreibung Netflix der Car-Industrie. Und ich glaube, das passt auch, also wir haben ein Auto, ein Plug-in-Hybride, nur ein Auto, das ist der einzige gemeine Teil, glaube ich, mit der Auto-Industrie, dass es ein Auto gibt. Aber sonst verkaufen wir Mobilität, das heißt, wir haben einen monatlichen Vertrag, 550 Euro, alles inklusiv, Service, alles ist dabei. Aber während dieser Zeit, also es ist nur ein Monat, man kann jeden Monat absagen, aber während dieser Zeit kann man das Auto auch teilen. Und je mehr man das Auto teilt, desto mehr gehen die Kosten natürlich runter und teilt man mit an eine mehr nachhaltige Mobilität, weil unsere Grundsage ist, dass jedes Auto steht durchschnittlich still für 96% der Zeit, was natürlich überhaupt nicht nachhaltig ist, also wir versuchen das zu verbessern. Wir haben nur ein Auto in zwei Farben, schwarz und blau, keine Option, super einfach, weil du unbedingt ein rotes Auto willst, leider nicht bei uns, das ist schwarz oder blau. Wir haben auch gesagt, das tönt vielleicht ein bisschen hart, aber Autohändler sind sehr essentiell in dieser Branche, aber es ist nicht unbedingt etwas, wo eine Familie am Samstagmorgen zu seinen Kindern sagt, Jungs, wir haben gute Nachrichten, wir gehen zum Autohändler und wir wollen, dass unser Club schon so etwas wird, wo die Leute hingehen, wenn sie einfach auch nicht interessiert sind in Autos. Und das haben wir versucht hier, also diese ganze Community, auch die Marke eigentlich darzustellen in einer komplett anderen Weise. Einer der Grundgedanken, die wir haben, ist, wir sehen den globalen Trend, dass Leute mehr und mehr Geld ausgeben an Erfahrungen, eher als an Produkte. Also die Experience ist mehr wichtig als das Produkt, als der Kauf. Und darauf basiert eigentlich unser Geschäftsmodell. Unsere Kunden können das Auto auch kaufen, aber wir sehen, dass der übergroße Mehrteil für diesen monatlichen Vertrag geht. In so einem Umfeld muss man ja auch eine gewisse Agilität haben. Ja, genau. Ihr kommt ja ganz neu auf den Markt, oder seid auf den Markt schon gekommen, wo du gerade sagtest, diese kurze Laufzeit, ein Monat geht schon. Wenn ich mich so in die normale Autowelt reindenke, weißt du auch ganz genau, wenn du ein Auto leasen, mieten, was auch immer möchtest, kurze Laufzeiten waren immer der Graus. Der Graus für jeden Anbieter, weil der klassische Leasingwagen, 36 Monate. Wenn du da drunter wolltest, um mehr Flexibilität zu gewinnen, sind die Raten ja abgegangen, das war ja gar nicht darstellbar. Und ihr macht das für einen relativ scharfen Preis monatlich. Ja, wir sehen auch, für uns war diese monatlich extrem wichtig, weil wir merken, dass immer mehr Leute erstens sich keine 20.000 Euro leisten können oder wollen für ein Auto, aber auch nicht 500 Euro für die nächsten 36 Monate, weil die sagen, ich hab ja keine Ahnung, was passiert in vier Monaten. Jetzt mit Energiepreissteigerung, haben die Leute Angst, kann ich mir das noch leisten nächstes Jahr oder in sechs Monaten. Während Covid-Zeit hat das Auto mehr als 96% stillgestanden. Also man merkt, dass es immer einen größeren Anteil der Leute gibt, die sagen, ich brauche ein Auto, aber eigentlich nicht immer und ich bin mir nicht so sicher, was passiert in der Zukunft. Also dieser einen Monat ist psychologisch, glaube ich, extrem wichtig. Wir merken schon, dass die übergroße Mehrheit unserer Kunden das Auto viel länger behalten. Aber die Sicherheit zu wissen, wenn ich es nicht mehr will oder haben kann, kann ich es aufhören, das ist schon sehr wichtig und ich glaube, das ist uns auch sehr wichtig. Ihr seid ja ein Unternehmen aus dem G-League-Universum und du warst vorher auch bei Volvo und dann war das so eine strategische Entscheidung, Link & Co., dass es das geben soll in Zukunft auf dem Markt. Wie kam das? Nein, also ich muss da ehrlich sagen, das war schon meine Idee und diese Idee habe ich verkauft. Und ich würde jetzt lügen, zu sagen, das war vom ersten Schritt, wow, super, mach das. Also die ersten Gespräche haben mich mehr angeschaut, wie ich die falsche Substanz geraucht hätte. Also das muss man schon ehrlich zugeben, aber ich glaube dann, ich habe gelernt, eine der Sachen, die ich gelernt habe aus dieser Geschichte ist, man soll nie ausgeben, nicht aufgeben. Und ich habe dann immer wieder das dargelegt und am Ende des Tages grünes Licht bekommen, so ein bisschen Budget, ein paar Leute einzustellen und so ist es dann weiterhin gewachsen. Aber das wäre jetzt gelogen, zu sagen, das war von Anfang, von Unternehmen der Traum, wir machen etwas radikal anders. Es ist jetzt tatsächlich ein Konzept geworden, dass innerhalb des Chili-Konzerns schon ein bisschen das, ich sage auf Englisch immer, the wild horse in the stable, das sind wir schon. Okay. Und man macht neue Freunde und man kreiert auch einige Feinde natürlich. Das bleibt nicht aus, es gibt immer die, die es toll finden und die, die es halt nicht so toll finden. Das stimmt. Ist aber auch sehr interessant. Es kommt aus einem großen Konzern, der Autos baut. Lynk & Co. ist Mobilitätsanbieter. Da ist auch ein Gerät mit vier Rädern, ein Motor, ein Auto. Aber das, was ihr drumherum macht, war das dir damals, hast du denen gesagt, ja, Auto, Mobilität, aber komplett anders? Genau, das war eigentlich der Grundgedanke. Wir haben kaum über das Auto geredet, das machen wir noch immer nicht übrigens. Weil wir gesagt haben, uns geht es eigentlich auch vor allem um das Geschäftsmodell. Und das ist bei der Kunde auch so. Ich bin persönlich der Meinung, es gibt keine schlechten Autos mehr. Alle Autos sind gut. Unsere Autos sind supergut. Ist unser Auto eine Revolution? Nein, aber es ist ein wirklich verdammt gutes Auto. Aber wir haben gesagt, wir reden nicht darüber. Wir lassen die Presse darüber reden, weil alle sagen, sie haben das beste Auto. Vielleicht haben die auch alle recht, weil alle Autos sind gut. Inzwischen können wir über das Geschäftsmodell reden. Aber das Konzept ging wirklich um das Geschäftsmodell und viel weniger um das Auto. Deswegen haben wir auch nur ein Auto in zwei Farben. Also die einzige Entscheidung, die du als Kunde machen musst, ist blau oder schwarz. Ja, wir hatten vorhin schon im Vorgespräch, ich hatte dich sprechen hören auf dem IFA-Kongress letztes oder vorletztes Jahr. Da warst du on stage und hast so der vertretenen deutschen Fachwelt. Also das war schon genau, wo du sagtest, ja, das Auto ist ein super Auto, genau wie du es gerade gesagt hast. Und es gibt es in zwei Optionen, in zwei Farben. Und alle so, was hat er denn? Das war wirklich im Plenum. Ich saß unten und da haben manche wirklich die Augenbrauen zusammengezogen. Was meint der jetzt? Meint der das ernst? Ja, aber ich muss zugeben, das war auch vor drei Jahren, wenn ich mit dieser Idee intern gekommen bin, haben auch meine eigenen Kollegen mich so angeschaut. Was hat der jetzt denn getrunken? Aber es ist komischerweise jetzt zwei Jahre später. Ich habe nicht eine Message, nicht einen Telefonaten, nicht einen Kunden gehört, der sagte, das Auto ist toll, aber ich wollte es unbedingt in rot haben. Nicht einen. Also das bringt kein Problem. Ja, wir reden auch sehr wenig über das Auto, weil ich glaube, unsere Kunden wissen, das Auto ist sehr gut, aber wenn wir jetzt reden von 0 bis 100 in sechs Sekunden oder 290 PS, unsere Kunden, ich glaube, das sind nicht diese Leute, also der neue Kundschaft, wenn mein Sohn in mein Auto steigt, wenn ich ihm sage, wie viel PS, interessiert ihm überhaupt nicht das Einzige, was er mir fragt, ist, Papa, hast du Wifi? Und das ist auch die Kundschaft, die wahrscheinlich eher zu uns kommt. Das ist eine komische Sache, die mir in den letzten Monaten immer stärker aufgefallen ist, dass neue Marktteilnehmer oder einfach nur neue Fahrzeuge und neue Modelle kommen in 2,9 Sekunden auf 100. Sechs Quadrillionen PS. Ist es das, was ein E-Auto ausmacht? Oder ein Hybrid ausmacht? Nein, das nicht. Ich glaube, da reden wir zu uns selbst, also die Autoindustrie ist so ein bisschen ein Mikrokosmos geworden und ich bin der Meinung, dass diese Autofreaks eine Dying Species sind. Die meisten von diesen Leuten arbeiten in der Autoindustrie, aber die Leute da draußen reden eine andere Sprache und wir müssen lernen, auch diese Sprache zu sprechen. Das versuchen wir zu tun. Ich will jetzt nicht die Arroganz haben, zu sagen, die sind alle falsch und wir sind richtig, aber ich glaube, es gibt genügend Leute da draußen, die eine andere Sprache sprechen, die vielleicht auch uns besser verstehen. Ich bin so eine Species, durch und durch Kargai und für mich ist das ja relativ normal. Wenn ich aber so in meinem Freundeskreis spreche, dann merke ich dann relativ schnell, das ist doch nicht so normal. Ich habe letztens gesagt, wenn du mich an eine Straße stellst, wenn es halb dunkel ist, ich erkenne dir jedes Auto an Licht und kann dir auch sagen, welche Motorisierung es gibt. Und da ist man dann wahrscheinlich schon eher eine Species. Von daher, ich gewöhne mich so an die neuen Trends und an die neuen Fahrzeuge noch nicht so. Um das abzuschließen, hörte ich letztens, es ist wirklich bei einigen Ärzten in Deutschland inzwischen vorkommt, dass ältere Menschen dort hinkommen, weil die ein E-Auto haben, was derart beschleunigt, dass sie einen Schlauderträumer haben. Brauchst du ja auch nicht unbedingt. Nein, ich werde auch nie etwas Schlechtes sagen über E-Autos, weil es ist natürlich Spaß zu fahren, es ist genial. Aber dann zu sagen, jetzt kannst du von 0 auf 100 in 3 Sekunden, das ist doch völlig irrelevant. Das ist eine Sprache für diese Petrolheads. Yes, yes. Lass uns wieder den Fokus auf eure Company, auf Lincoln Co. legen. Kommen wir zum Vertrieb erst mal. In der Serie sprechen wir gerne, was ist euer Vertriebsansatz und was ist der Serviceansatz. Vertrieb, eure Fahrzeuge werden über ein Direktvertriebsmodell verkauft in Deutschland. Und ihr unterhaltet die Clubs, also die Stützpunkte, sogenannte Lincoln Co. Clubs. Wie ist denn der Verkaufsprozess? Du hast auch schon gesagt, ist das Leasing oder Miete oder Abo und kaufen und online, sag mal, wie ist der Vertrieb bei euch? Also eigentlich alles ist online. Also 99% unserer Verträge werden online gemacht, also auf unserer Website. Und dann wird das Auto ausgeliefert, entweder wie ein Club oder zu Hause, wenn du das willst. Oder wir haben bestimmte Stützpunkte, wo wir die Autos ausliefern. Aber das komplette Service-Netzwerk ist bei den Volvo-Händlern. Also wir arbeiten sehr zusammen, weil das Auto natürlich technologisch auch basiert ist auf die gleiche Architektur wie ein XC40. Arbeiten wir zusammen mit dem Volvo-Händler-Netzwerk, die natürlich absolute Profis sind. Und das hilft uns auch, weil für viele Deutschen ist Lincoln Co. eine unbekannte Marke. Und man denkt dann, ist das wirklich ein zuverlässiges Produkt? Aber wenn man dann hört, der Link mit Volvo, was natürlich super professionelle Händler sind, das hilft uns auch. Also wir sehen das als einen Win-Win. Wenn ein Volvo-Partner automatisch, also wenn ich jetzt ein Fahrzeug von euch hätte, und ich fahre jetzt durch Essen, wo ich herkomme, und habe irgendein Problem und fahre zu einem Volvo-Partner, der weiß dann Bescheid? Oder sind die Volvo-Partner bei euch ongeboardet und dann spezielle Lincoln Co. Stützpunkte? Genau, die sind bei uns angeboardet. Wir haben ein Engagement-Center, ein Call-Center. Also alle unsere Kunden haben direkten Kontakt mit diesen Leuten von Lincoln Co. Und wenn du zum Beispiel dein Auto anrufst und sagst, ich habe jetzt eine Panne in Hamburg, dann werden wir den nächsten Händler, Volvo-Händler, mit dem wir einen Vertrag haben, kontaktieren. Und dann wird das via den lokalen Volvo-Händlern gelöst. Okay, nochmal zum Vertrieb. 99% sagst du online. Und dann die Übergabe. Kann man hier im Club machen oder das Auto wird geliefert? Das kann man machen, aber bei jemandem bei, der dann auch erklärt. So ist es. Ich hätte jetzt beinahe einen Markennamen gesagt, wo das so passiert, aber das lassen wir mal. Also ihr erklärt das Produkt. Genau, wir erklären das Produkt. Ich habe gerade nochmal von einem meiner Mitarbeiter hier im Club gefragt, wie lange dauert so eine Auslieferung. Der sagte durchschnittlich eine Stunde. Also da wird wirklich ausführlich erklärt, wie das alles funktioniert. Wichtig. Mit einer neuen Marke, Online-Vertrieb, 99%. Ist das eine Erfolgsstory oder ist das noch so erklärungsbedürftig, dass ihr extrem hohe Absprungraten zum Beispiel habt im Kaufprozess? Also wir haben wirklich sehr, sehr hohe Nachfrage. Ein bisschen für uns überraschend. Wie du wahrscheinlich gemerkt hast, wir machen eigentlich kaum Werbung, weil es bis jetzt auch nicht nötig ist. Wir haben eine Bekanntheitsrate in Deutschland von 5%. Das heißt, 95% der Deutschen haben noch nie der Name Lincoln Co gehört. Trotzdem haben wir jetzt 5000 Autos auf der Straße und etwa 30.000 Mitglieder. Also Leute, die Mitglied sind, die entweder ein Auto bestellt haben oder die App downloadet haben, um das Auto zu teilen. Das heißt, es funktioniert online wirklich sehr gut. Und ich glaube, dass jetzt, dass man auch mehrere Autos auf der Straße sieht, das ist so ein bisschen ein Beschleunigungsprozess. Habe ich auch genau so exakt wahrgenommen. Ich kenne eure Marke schon länger, klar. Aber ich habe die lange nicht gesehen. Und jetzt seit, ich nage mich nicht drauf fest, einem halben Jahr oder so, sieht man den immer regelmäßiger. Also es schleift sich so ein und ich glaube, dadurch wird die Bekanntheit dann automatisch geputscht. Genau, da hast du recht. Und es gibt für jedes Land so eine Anzahl von Autos, wenn du so viele Autos ausgeliefert hast, dann fängt man an, sie zu sehen. Ich weiß jetzt nicht genau, wie die Zahl ist in Deutschland, aber es muss wahrscheinlich so rund 3.000 Autos liegen. Also jetzt fängt man an, sie zu sehen. Und dann geht das auf einmal los. Das ist ein tolles Auto, was ist das? Das geht auf unsere Website, ein interessantes Konzept. Und so geht es dann los. Wie viele Clubs habt ihr in Deutschland? In Deutschland haben wir jetzt vier, also Hamburg, München, Berlin und Düsseldorf. Und sonst so weitere Stützpunkte? Also wenn man eine Probefahrt machen wollte? Ja, also da haben wir verschiedene Punkte. Nicht nur unsere Clubs, wir haben auch Stützpunkte. Ist aber nicht im Bereich Vertrieb, nicht der Volvo-Händler. Also der Handel ist da weg. Ich mache es mal spitz. Der Handel ist schon außen vor bei euch? Ja genau, also der Handel ist wirklich bei uns. Der Volvo-Händler, der Vertrag, da ist wirklich auf Service. Okay, das ist mir wichtig zu sagen. Wir hatten ja im Vorgespräch auch kurz drüber gesprochen. Jetzt, wir sind im Mai 2023, wo wir das aufnehmen. Und ich werde aktuell häufig angesprochen von Händlern. Oh Mensch, die möchten doch irgendwie das Portfolio erweitern, da sind neue Marken. Weißt du denn, wo man da irgendwie noch mitmachen kann? Und dann sage ich, ja, die haben schon so ihre eigenen Ansätze und ihre eigenen Vertriebsmodelle und sind häufig im Direktvertrieb unterwegs. Ist nicht so ganz so einfach. Dann suchen sie sich halt wahrscheinlich eher eine alte Marke, wo vielleicht noch irgendwo Potenzial ist. Aber man merkt schon, dass die Aufmerksamkeit im Handel halt schon, die nehmen euch schon durchaus wahr. Am Anfang eher so, hm, wird eh nichts so ungefähr. War das, was ich wahrgenommen habe. Und jetzt so, möchten sie doch ganz gerne mitmachen. Und das ist schon echt eine Nummer. Ja, danke. Ich glaube wirklich, wo wir bis jetzt stehen, da ist noch viel zu tun, aber wir sind schon sehr zufrieden, mit wo wir jetzt stehen. Und wir sind auch sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit mit den Volvo Händlern, die wir natürlich auch nötig haben, weil der Service ist natürlich extrem wichtig. Aber ja, es läuft schon wirklich gut. Lass mich noch zu den Fahrzeugen. Euer Community-Ansatz, nicht nur Clubs zu haben, sondern auch den Sharing-Gedanken. Und damit konkret, jemand kauft ein Auto oder mietet sich ein Auto bei euch, hat das Auto und hat die Möglichkeit, es zu sharen und seine Kosten darüber zu senken. So ist es. Wie sind denn da eure Erfahrungen jetzt hier so am Markt? Genau, also wir sind, das ganze Sharing-Konzept haben wir eigentlich noch nicht so stark kommuniziert, aus zwei Gründen, weil erstens die ganze Sharing-App noch in Beta-Testing war und zweitens, man kann durch Sharing kommunizieren, aber es gibt nicht genügend Autos. Es ist so, wie wenn man ein Uber bestellt hat, es gibt noch keine Autos verfügbar. Jetzt fangen wir langsam an, das mehr aktiv mitzuteilen. Wir sehen, dass jetzt in Europa durchschnittlich etwa 10-12% unserer Besitzer das Auto auch teilen. In Deutschland ist es noch niedriger, aber wir sehen, dass es jetzt steigt. Und ich glaube, gemäß unserer Studie sind ungefähr 50% unserer Kunde bereit, es zu teilen, aber sie sind noch nicht so weit gekommen. Aber wir sehen schon, dass es steigt. Wir haben nicht sehr viele, aber schon mehrere Kunde, die jetzt mehr Geld verdienen an Sharing, als die bezahlen an das Abonnement. Spannend. Wir machen gerade so den fließenden Übergang, so Blick weg vom Rückspiegel und machen Fernlicht an und gucken in die Zukunft. Wie geht es weiter mit euch? Was sind denn so konkret die nächsten Jahre eure Ziele? Also erstens werden wir unsere Plug-in-Hybrid, das wird so ein vollelektrisches Fahrzeug das ist für uns natürlich ganz wichtig. Wir werden auch zu anderen Ländern ausbreiten. Wir sind jetzt nur in sieben Ländern präsent. Deutschland, Niederland, Belgien, Schweden, Spanien, Italien und Frankreich. Wir gehen jetzt in mehrere andere Länder und wir wollen eigentlich auch unsere Dienstleistungen verbreiten, weil jetzt geben wir eigentlich Mobilität an, ein Auto anders zu benutzen. Und wir glauben, dass Mobilität auch andere Dimensionen, weitere Dimensionen haben kann. Also mehr Dienstleistungen. Also noch einiges zu tun. Wir sind jetzt in Phase 1 von Lincoln Co. Ich kann dich ja jetzt Gott sei Dank face-to-face sehen. Du hast ein breites, ich sag mal, Grinsen auf dem Gesicht. Ich bin mal gespannt, was da noch von euch so kommt. An verrückten Ideen und wenn sie dir wieder sagen, hör mal, was hast du geraucht, auf Deutsch gesagt. Viel Spaß dabei. Ich finde es toll, die Agilität und einfach anders zu denken. Das, was dein Kernansatz ist, richtig, richtig schön. Im Grunde sind wir auch schon bei den Abschlussfragen, wobei ich das auf eine eigentlich eindampfen möchte. Wann sitzt du das erste Mal in einem komplett autonomen Auto und wirklich einsteigen, Sprachkommando, fahr mich zum Lincoln Co. Club Berlin und dann Füße hoch, Zeitung lesen, keine Ahnung. Also ich glaube, technisch ist das möglich innerhalb der nächsten zwei Jahren, glaube ich. Infrastrukturell, gesetzlich glaube ich, dass wirklich autonomes Fahren und dass etabliert ist in der Gesellschaft mindestens 20 Jahre, meine Meinung. Meine Meinung, ja. Seid ihr da technologisch mit euren Fahrzeugen? Ist das auch schon ein Thema oder noch nicht so? Jetzt noch nicht. Das ist der Vorteil bei uns natürlich in dieser Gruppe von Gili und Volvo zu sein, dass wir diese Technologie benutzen können. Meine persönliche Meinung ist, der Mobilität der Zukunft wirklich, dass man noch mehr als was wir jetzt tun, nicht ein Auto zu besitzen, sondern zu benutzen. Ich glaube, das wird in der Zukunft mit autonomes Fahren noch viel radikaler sein, dass die Mehrheit einen abhaben und dann ein Auto benutzen und dann musst du nicht mehr parken, nicht mehr Service und du kannst drink and drive. Ja. Alford hat dich auf die Frage ja auch schon mal. Wenn ich angenommen, ich käme betrunken aus der Bar und müsste, ich muss noch was hinten dran hängen. Du hast ja schon einen sehr internationalen Blick. Du bist ja jetzt nicht hier in Deutschland und guckst mit der deutschen Brille hier durch, sondern international hast du ja auch in China mit Gili natürlich viele Verbindungen. Speziell der deutsche Markt, unterscheidet der sich im Kontext Besitz eines Autos oder Nutzung eines Autos von anderen Märkten sehr stark? Also ich glaube, dass der Wert eines Autos in Deutschland eine Ausnahme ist. Ich glaube, in keinem Land ist das Auto so wichtig wie in Deutschland. Also Status? Status, ja. Status vom Auto. Die zwei Länder, die mir am Anfang meines Projekts gesagt haben, das wird hier nie funktionieren, das ist Italien und Deutschland. Und komischerweise ist jetzt Italien Nummer zwei und Deutschland Nummer drei. Ich merke, dass in diesen Ländern, wo es extreme Bewegungen gibt in einer Richtung, es genauso extreme Bewegungen gibt in die andere Richtung. Es gibt viele Deutsche, die sagen, diese ganze PS-Geschichte von 0 bis 100 in x Sekunden, das ist mir völlig wurscht. Ich will einfach ein tolles Auto auf meine Art und die kommen zu uns. Schön. Ja, herzlichen Dank, dass du dir Zeit genommen hast. Wir sind beide gerade hier. Wir haben uns irgendwie so hier verabredet getroffen. Du gerade eingetroffen, ich gerade eingetroffen und jetzt müssen wir auch schon beide wieder weiter. Und es ist mir auch echt eine Ehre, dass du dir die Zeit genommen hast, dass ich wirklich mit der Personalnummer 1 von Link & Co. und dem Ideengeber sprechen konnte. Phänomenal, also da hast du in den letzten Jahren wirklich was aufgebaut, wo die Branche, also die Botchen, ihr seid auf der Watchlist. Also von daher… Danke, hat mir sehr gefallen. Super, viel Erfolg weiterhin und wir werden uns hören und sehen. Und das war’s für heute. Dankeschön. Dankeschön, macht’s gut da draußen, bis bald, tschüss.


Diese Episode ist Teil des Podcasts Benzingespräche von Tim Klötzing.