In der neuesten Ausgabe des Podcasts ‚Benzingespräche‘ von Tim Klötzing, einem Experten für KI und Marketing im deutschen Autohandel, dreht sich alles um das Thema Eigenmarke im Autohandel. Zu Gast sind Jenny Koch von Koch Automobile Berlin und Mike Künast von der Santander. Gemeinsam diskutieren sie die Bedeutung und Umsetzung von Eigenmarken im Autohandel, ein Thema, das derzeit in der Branche heiß diskutiert wird.
Eigenmarken im Autohandel sind ein entscheidender Faktor, um sich von der Konkurrenz abzuheben und eine starke Kundenbindung aufzubauen. Jenny Koch erläutert, dass Koch Automobile schon immer auf Eigenmarken gesetzt hat. Diese Strategie hat dem Unternehmen geholfen, eine einzigartige Identität zu entwickeln und Kunden zu Fans zu machen. Die DNA des Unternehmens, die Konsequenz in der Umsetzung und das Vertrauen in die eigenen Mitarbeiter spielen dabei eine zentrale Rolle.
Der Koch Store in Berlin ist ein Paradebeispiel für die innovative Umsetzung einer Eigenmarke. Anstatt eines klassischen Autohauses erwartet die Kunden ein Erlebnisraum, der die Werte und die DNA von Koch Automobile widerspiegelt. Mike Künast beschreibt den ersten Eindruck des Stores als beeindruckend und unkonventionell. Der Store verzichtet auf traditionelle Markenbilder und setzt stattdessen auf eine offene, einladende Atmosphäre, die den Kunden in den Mittelpunkt stellt.
Jenny Koch erzählt, wie die Vision des Koch Stores in die Realität umgesetzt wurde. Inspiriert von der Idee, ein Autohaus zu schaffen, in dem Kunden sich wie zu Hause fühlen, entstand ein Konzept, das weit über den Verkauf von Autos hinausgeht. Der Store bietet eine Lounge-Atmosphäre, in der Kunden auf bequemen Sofas Platz nehmen und in entspannter Umgebung beraten werden können. Diese innovative Herangehensweise hat maßgeblich dazu beigetragen, dass Koch Automobile sich als Vorreiter in der Branche positionieren konnte.
Der Podcast ‚Benzingespräche‘ bietet spannende Einblicke in die Welt der Eigenmarken im Autohandel und zeigt, wie Unternehmen wie Koch Automobile durch innovative Konzepte und eine starke Markenidentität erfolgreich sein können. Die Diskussion mit Jenny Koch und Mike Künast verdeutlicht, dass der Mut, neue Wege zu gehen, und die Fähigkeit, sich an die Bedürfnisse der Kunden anzupassen, entscheidende Faktoren für den Erfolg im modernen Autohandel sind.
📄 Vollständiges Transkript
Benzingespräche – der Branche- und Personality-Talk der deutschen Automobilwirtschaft. Der Podcast für und mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind, erzählt zu werden. Es geht um neue und verschiedene Blickwinkel auf die Autobranche und persönliche Meinungen zukünftiger Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, Content-Creator und freier Automarketing-Berater. Hallo und herzlich willkommen zurück bei meinem Podcast Benzingespräche. Und heute mit einer Ausgabe, die ursprünglich im Rahmen einer Veranstaltung der Santander aufgenommen wurde, die aber meiner Meinung nach so gut ist, dass ich sie in meinem Podcast auch veröffentlichen möchte. Zu Gast sind Jenny Koch von Koch Automobile Berlin und Mike Künast von der Santander. Wir sprechen über das Thema Eigenmarke im Autohandel, was meiner Meinung nach und vieler Meinung nach aktuell so eins der brennendsten ist. Koch Automobile hat schon immer auf das Thema gesetzt und so kann Jenny uns über die Wichtigkeit und Herangehensweise und Erfolge berichten. Dabei geht es um DNA, Konsequenz, Vertrauen, die eigenen Mitarbeiter mitzunehmen und Kunden zu Fans zu machen. Auch Mike ist natürlich super im Thema und es entstand ein toller Talk, aber jetzt hört doch einfach selbst. Viel Spaß dabei! Heute senden wir aus Berlin. Wir sind zusammen unterwegs mit dem Santander Red Dealer Circle und haben heute ein durchaus besonderes Autohaus besucht. Und zwar die Koch Automobile AG, beziehungsweise, wenn man es jetzt verortet, den Koch Store hier in Berlin. Warum ist das besonders? Was macht Koch Automobile anders? Das klären wir gleich hier im Podcast. Und dazu begrüße ich zum einen Jenny Koch, Vorstand von Koch Automobile AG. Hi Jenny! Hallo, grüß dich Tim! Und den Mike Künast, Bereichsleiter Vertrieb Mobilität bei Santander. Hallo Mike! Hallo Tim! Schön, dass wir hier wieder zusammensitzen. Genau, diesmal nicht Hamburg. Diesmal nicht Hamburg, diesmal Berlin. Diesmal im schönen Berlin. Und ja, damit wir erstmal, Mike, ich kenne ein paar Leute, aber dich muss ich auch nochmal gleich vorstellen. Aber viel wichtiger ist ja auch mal Jenny, die Jenny Koch. Ja, stell dich doch mal kurz vor, wer bist denn du eigentlich? Ja, ich bin die Jenny Koch, bin 38 Jahre jung, bin eine waschechte Berliner Pflanze. Mittlerweile wohnhaft in der Uckermark, verheiratet, zwei Kinder und glücklich. Ich verantworte bei uns in einer Firma, einer Kochgruppe Automobile AG, das Personal. Meine Leidenschaft ist vor allem auch die Welt der Azubis bei uns im Unternehmen und in Gänze das Thema Mensch. Das Thema Mensch, ganz genau. Auch Persönlichkeitsentwicklung, Menschen entwickeln und das Thema Azubi. Ihr habt wie viele Azubis gerade parallel? Aktuell um die 80. Wow! Ja, und da stehen auch schon wieder einige in den Startlöchern. Also von den 26 Plätzen im Jahr 23 haben 8 schon ihren Platz sicher sozusagen. Und ja, für die anderen befinden wir uns aktuell im Recruiting-Prozess. Okay, zum Unternehmen, um das einzuordnen, wie viele Mitarbeiter habt ihr insgesamt? 411. 411 und 80 Azubis davon. Richtig. Das ist schon eine Nummer, oder Mike? Die Quote schaffen wir nicht. Wobei uns das Thema Ausbildung auch extrem wichtig ist, aber wir sind da auch anders aufgestellt. Ja, Wahnsinn. Kannst du noch zu Koch ein bisschen was sagen? Wie groß seid ihr? Ja, sehr gerne, Tim. Also die Koch Automobile AG, du sagtest es, Teamstärke 411, mannstark und fraustark. Wir sind vertreten an zehn Standorten in Berlin und Brandenburg. Wir vertreiben mittlerweile 12 Marken. Möchtest du die jetzt alle hören? Nein, 12 Marken sagt, glaube ich, allen Hörern schon durchaus. Wir haben noch Mazda an Bord und Volvo, Skoda, also ein klassischer Mehrmarkenhändler mit Werkstattbetrieb. Also quer über Berlin, kann man so sagen, verteilt. Genau. Und seit 1993 sind wir am Markt. Also wir befinden uns dieses Jahr im Jubiläumsjahr. Den Kochstor, da wo wir heute zu Gast waren, da frage ich gleich mal den Mike, den möchte ich dazu befragen, weil es war für Mike und für mich auch heute das erste Mal, dass wir vor Ort waren. Und da möchte ich ganz gerne mal so den ersten Eindruck nochmal so aufspüren. Aber Mike, du bitte auch nochmal vorstellen den Hörern. Also Mike Künast, ich bin tick älter wie Jenny. Unwesentlich. Unwesentlich, ist eine Frage der Perspektive. Ich bin als Bereichsleiter Vertrieb unterwegs für den gesamten Non-Captive Vertrieb bei der Santander. Also alles das, was nicht mit unseren Kooperationspartnern Volvo und Mazda zu tun hat, inklusive Freizeitfahrzeuge, Motorrädern. Das ist alles bei mir angesiedelt. Und am Ende Thema Koch und Kochstor ist natürlich genau unser Thema, weil wir auch im Markt sehen, Entwicklung von vielen Händlern Richtung Mehrmarkenhändler. Die Frage, wie entwickle ich mich halt von meinem vielleicht Monoprint-Unternehmen hin zu einem Multiprint-Händler und wie gehe ich dann immer diesen Herausforderungen um, meine Marke nach vorne zu bringen und wie entwickelt sich das auch. Das ist ja kein Entschluss zu sagen, ich baue heute eine neue Marke auf und dann ist die da, sondern das ist ein Entwicklungsprozess und den wollten wir hier mal durchgehen. Okay, ja jetzt hatten wir heute wirklich das Vergnügen, dass liebe Jenny uns mit dem ganzen Circle im Kochstor empfangen hat. Sag doch mal ganz spontan so deinen Eindruck. Gar nicht jetzt auf irgendwas abgezielt, sondern… Also das ist natürlich schon beeindruckend, wenn man natürlich weiß, wie viele Fahrzeuge durch Koch verkauft werden in Berlin und dann natürlich sieht, wenn man in das Autohaus reinkommt und auch vor dem Autohaus, dass eigentlich vergleichsweise wenig Fahrzeuge davor stehen. Das ist erstmal so der erste Eindruck, den man gewinnt, wenn man eben wirklich so diese lange Autohaus-Erfahrung hat. Und umso wichtiger ist eben auch, man kommt eben in diesen Kochstor rein und hat eben auch kein Markenbild davor. Das ist also jetzt nicht, da ist ein Volvo-Logo oder Mazda-Logo oder was auch immer, sondern das ist der Kochstor. Und das ist so der erste Eindruck, der prägt. Und dann kommt man natürlich auch rein, sieht dann völlig unterschiedliche Marken da stehen, was wir heute gesehen haben, alles Gebrauchtwagen. Also das ist so der erste Eindruck. Zweiter Eindruck ist, wenn man dann näher drüber nachdenkt, das ist nicht das klassische Autohaus, wie man das kennt, wo man eben sagen kann, ich gehe da rein und habe ich meine Verkäufertische da stehen. Diese ganzen Themen, das sieht einfach vom Gefühl her schon anders aus. Eure Verkäufer sitzen eher an einem Tresen mit einem großen Bildschirm hinten dran. Ja, stimmt. Das ist nicht der Standard, den man da hat. Und auch diese Verkäufer-Schreibtische sind eben nicht so diese Riesenschreibtische, sondern wirklich eher klein, zierlich und nicht darauf ausgerichtet, dass man großartig Papier ablegt, weil gar kein Platz dafür da ist. Also man muss schon sehr, sehr clean arbeiten und im besten Fall eigentlich auch digital, weil das aufgrund der Arbeitsplatzgestaltung nicht anders funktioniert. Und dann wird man natürlich schon neugierig und guckt, was dann eben noch passiert. Und dann hat man den dritten Eindruck. Und in dem Fall, nachdem wir hier jetzt heute Morgen oder heute Mittag angekommen sind, war der dritte Eindruck dann der, man geht an die Treppe hoch und kommt dann in die Kochlounge und dann setzt man sich gemütlich da einen Lounge-Sessel rein und hat dann vor sich eine Bar. Und das ist dann der dritte Teilbereich, wo man sagt, alles klar, also das ist jetzt nicht das klassische Autohaus, wie man das vielleicht kennt oder wie man jetzt heute vielleicht ohne dieses Wissen ein Autohaus bauen würde an der Stelle. Also das sind ganz viele Dinge erst mal anders gemacht. Und das war natürlich die spannende Frage für uns. Wie kommt man dann überhaupt zu so einem Ergebnis? Absolut. Das war auch, wo du es gerade sagst, habe ich es auch nochmal so Revue passieren lassen. Was mein Eindruck war, nachdem ich in den Kochstall reingekommen bin, die Verkäuferarbeitsplätze habe ich überhaupt gar nicht wahrgenommen. Erstaunlicherweise reingekommen, ein schönes Ambiente, Fahrzeuge Mittelpunkt und alles war so zur Seite und man hat irgendwie sofort gespürt, dass die Räumlichkeit mehr als ein Showroom ist. Also die Art und Weise, wie es ausgestattet ist, die räumliche Höhe, die zweite Etage fiel mir auch sofort auf. Und das war schon bemerkenswert und wir lernen jetzt gleich noch ein bisschen so, wie ist das Konzept zustande gekommen und warum ist was, wie, wo. Das ist natürlich sehr, sehr interessant und was dann auch, Jenny, du hast ja auch so ein bisschen uns erzählt, wie es dazu gekommen ist, wie die Marke entstanden ist und warum der Store so aussieht, wie er aussieht. Und dann hat es für mich so an manchen Stellen echt Klick gemacht. Und da würde ich jetzt genau die Frage stellen, warum sieht der Kochstall so aus, wie er aussieht? Sehr umfassendes Thema. Heute haben wir so lange darüber philosophiert. Philosophiert er ja nicht, aber so umfangreich darüber gesprochen. Jetzt versuche ich, das kurz und knapp mal auf den Punkt zu bringen. Wir haben versucht, mit dem Kochstall unsere Koch-DNA darzustellen, erlebbar zu machen, anfassbar zu machen. Das, was uns ausmacht, was uns auch stark gemacht hat und erfolgreich gemacht hat in den letzten Jahren, dem Ganzen ein Bild zu geben, ein Gesicht. Das ist die Idee dahinter. Das ist der Kochstall. Warum sieht er jetzt so aus, wie er aussieht? Dazu müsste ich jetzt erzählen, wie sehen Papa und Jenny aus? Thomas und Jenny, mein Papa, der das Unternehmen aufgebaut hat, angefangen hat vor 30 Jahren. Was hat ihn ausgemacht? Dann bin ich später mit eingestiegen. Was hat uns dann ausgemacht? Und was macht uns nun als Menschen aus? Also schon immer, wir sind sehr kreativ. Wir haben schon immer ein sehr verrücktes Marketing betrieben. Wir haben schon immer sehr gerne gefeiert, haben viele Veranstaltungen in den Autohäusern stattfinden lassen, die anders waren als andere Veranstaltungen. Wir hatten eine Auktion im Autohaus, wir hatten Theater im Autohaus, wir haben viel, viel gefeiert im Autohaus. Das war heute auch Thema, ja. Wir hatten gute Launepartys im Autohaus mit Künstlern, mit Toni Marschall, mit Jürgen Drews, mit der Kelly Family, mit Tanzgruppen. Wir haben also marketingseitig viel gemacht, waren schon immer bunt, waren neugierig, haben viele andere Sachen ausprobiert. Wir hatten sogar schon mal einen Friseur im Autohaus. Viele, viele Jahre Friseur im Autohaus. Wir sind offen, wir lernen gerne auch neue Menschen kennen. Weg vom Produkt zum Mensch, auch mit unseren Kunden zusammen, haben wir doch geschafft, eine Community entstehen zu lassen in den Autohäusern mit all den Sachen, die wir mögen, die Papa gemocht hat früher. Papa ist ein großer Fußballfan, wir sind schon über 15 Jahre Sponsor des 1. FC Union Berlin. Seine Leidenschaft, der lebt das, der ist Fan davon. Durch den Kontakt mit den Künstlern haben wir angefangen, mit Cities zusammenzuarbeiten, viele, viele Jahre. Und durch diese ganzen Aktivitäten sind die Kunden auch zu unseren Fans geworden. Und nun wurden wir vor ein paar Jahren in die glückliche Lage versetzt, dass wir ein ganz tolles Grundstück hatten oder haben jetzt, wo wir einfach die Möglichkeit hatten, mein Autohaus so zu bauen, wie wir uns ein Autohaus vorstellen. Und da waren Papa und ich auf einer Veranstaltung, da saßen wir auf so einem Palettenmöbel, relativ bequem, trotzdem quasi im Anzug und haben uns so vorgestellt, wie es doch wäre für einen Kunden, auf einer Couch ein Auto kaufen zu können. Also weg vom klassischen Autohaus. Und diese Idee haben wir dann weiter gesponnen und haben dann überlegt, Mensch, was macht uns denn eigentlich aus? Und haben einfach mal so auf die 30 Jahre geschaut, auf die letzten. Und haben dann, ja, wir feiern, wir machen viel Veranstaltungen, wir sind kreativ, wir sind bunt, wir quatschen gerne. Haben die alle zusammen mit unserem Architektenjungen Papadopoulos, haben ihnen diesen Blumenstrauß von, wer sind wir eigentlich, unsere DNA, haben halt gesprudelt, ihm das alles erzählt und haben dann den Kochstor entstehen lassen in unseren Köpfen. Ja, der Jürgen Papadopoulos hat das dann versucht umzusetzen und ich denke, das ist ihm auch ganz gut gelungen. Ja, cool. Also das nimmt einen schon mal so mit. Also jetzt, wo du es so erzählt hast. Ich habe eigentlich noch eine Frage hinten drauf, die hast du aber eigentlich schon so ein bisschen beantwortet. Warum funktioniert euer Autohaus, wie es funktioniert? Jetzt hast du ja erwähnt, dass ihr in der Vergangenheit so unheimlich viel Events gemacht habt und Kundenveranstaltungen gemacht habt. Ist das, was ihr jetzt da stehen habt, also extrem flexibel? Ja, auf jeden Fall ist es extrem flexibel. Da möchte ich auch noch mal was sagen, was ich gerade vergessen habe, weil ich natürlich so gedanklich in den letzten 30 Jahren verhaftet war in dem, was alles passiert ist. Es ist ja nichtsdestotrotz ein Autohaus und den Kochstor macht es ja auch so besonders, weil wir die Dachterrasse haben, weil wir die Kochlounge, die Driverslounge haben und auch das, was ich meinte mit dem Lass mal ein Auto auf einer Couch kaufen bzw. erwerben. Da sind ja auch noch die Erlebniswelten im Kochstor entstanden. Die möchte ich an dieser Stelle noch mal erwähnen, was ja den Kochstor auch so ausmacht, dass wir Autos auf unsere eigene Art verkaufen, wie wir sind. Mit den Kunden und dann dadurch natürlich auch das Wohnzimmer haben und die First Class und das Stadion. Also ich wollte noch mal die Brücke bauen vom Fußball. Auch diese Geschichten sind ja dort in diesen Erlebnisräumen alle anfassbar und erlebbar. Zurück zu deiner Frage. Flexibilität. Flexibilität, genau. Also wir haben die Möglichkeit im Kochstor, es sind halt keine Säulen oder Wände. Du hast es vorhin schön beschrieben, wenn man reinkommt, haben wir eine große Präsentationsfläche, haben dort das ganze technische Equipment, dass wir innerhalb von zwei Stunden den Kochstor umfunktionieren können mit Bühne, mit Mikro, mit Veranstaltungstechnik, alles vor Ort und dort eine Kinosaalbestuhlung für 200 Menschen aufbauen können und dann sofort in den Modus gehen können. Dort von musikalischen Lesungen bis hin zu Verkäuferversammlungen, dort alles stattfinden zu lassen. Was wir vorher in den anderen Häusern hatten, haben wir jetzt im Kochstor. Wir haben quasi auch unsere eigene Veranstaltungslocation dort erbaut mit dem Kochstor und unser eigenes Autohaus, Erlebniswelt, Verkaufswelden. Wirklich beeindruckend, auch die Erlebniswelten. Also was man vielleicht mal sagen muss, warum sind wir überhaupt zu Koch gegangen? Vielleicht noch mal zum Einstieg. Und zwar unser Thema, was wir diskutieren wollten, war ja das Thema Markenbildung, Markenentwicklung an der Stelle. Und daher sind wir ja auch gekommen. Das heißt, Jenny hat uns dann halt auch mal vorgestellt und hat gesagt, wie hat sich das Ganze entwickelt aus dieser Geschichte 1993 mit Mazda Koch als Markenhändler über diese Veranstaltungen, die du gerade alle aufgezählt hast. Und am Ende sind wir ja auch im Vorgespräch gerade noch mal dazu gekommen, es hat sich halt so eine Community gebildet von Menschen, die Koch halt total super fanden, die diese Marke Koch für sich verinnerlicht haben, was dann am Ende auch zu dem Slogan geführt hat, Autos kauft man bei Koch. Ja, das ist also diese Markenbildung. Entwicklung, die so beeindruckend gewesen ist. Und am Ende haben wir dann eben auch vorhin auch gelernt, dass dann eben auch dieses ganze Thema Mitarbeiter dann auch eine große Rolle gespielt hat und gesagt hat, wie nehme ich jetzt auf diese Kunden-Markenerlebnis-Reise dann eben meine eigenen Mitarbeiter mit? Wie funktioniert das? Weil am Ende ja diese Mitarbeiter auch diese Markenwelt vertreten und leben müssen und wollen am Ende. Also das ist so stark, wie ihr das macht, ist das ja kein Müssen. Du kannst ja den Mitarbeitern gar nicht dazu verpflichten, das zu tun, sondern die müssen eigentlich freiwillig diese Themen leben. Und dann kommt ja hier, wie ist das, Azubi wird man bei Koch oder was ihr da halt alles an Webseiten am Laufen habt. Richtig, es wird auch für unsere Kollegen und Kolleginnen wird der Kochstor auch erlebbar gemacht. Wenn wir dort eine Onboarding-Veranstaltung hatten, wir jetzt hier neue Kolleginnen und Kollegen im Kochstor, die wir dort herzlich willkommen geheißen haben in unserer Kochfamilie, in unserer eigenen Koch-Community, die gibt es nämlich auch, Maik, das ist richtig. Genau. Und dann kam nämlich noch diese Diskussion auf, wo wir sagen, wir kennen ja jetzt historisch diese alte Koch-Community, in Anführungsstrichen, die halt wirklich diese Kunden, die im Autohaus gewesen sind, die da quasi groß geworden sind gemeinsam mit dem Autohaus. Und dann diese Herausforderung, weil ihr ja auch extrem stark im Bereich der Digitalisierung seid, zu überlegen und zu sagen, wie kriege ich jetzt eigentlich diesen Markennamen auch online transferiert? Wie kann ich diese Offline-Community, wie schaffe ich es auch eine Online-Community hinzubekommen am Ende? Und der Optimalfall ist ja dann, wie führe ich meine Online- und meine Offline-Community auch zusammen? Und das ist dann eben auch für mich so dieser Lerneffekt, zu sagen, ich habe offline angefangen, okay, das haben ganz viele von uns gemacht. Ich habe es geschafft, mir eine Online-Community aufzubauen, das haben schon deutlich weniger geschafft. Und ich habe jetzt auch noch geschafft, diese Online- und die Offline-Community zu verknüpfen, das hat fast niemand geschafft. Und das ist dann eben auch dieser spannende Punkt, dass eigentlich der Koch-Store in diese Dimension, so wie er ja auch aufgebaut ist mit euren Ideen etc., dann am Ende genau dieser Sammelpunkt dieser Online- und Offline-Community ist und auch die ganzen Prozesse im Autohaus ja darauf ausgerichtet sind, eigentlich beide Welten zu bedienen in allen Formen. Und das ist halt schon ein echt cooles Erlebnis, was man dann eben auch hat, wenn man sich da einmal drauf einlässt und diese Dinge auch mal durchdiskutiert und dann auch diesen Lerneffekt daraus hat, das zu sehen. Ja. Wir kommen ja immer näher einem anderen Stichwort. Das hast du auch gerade schon gesagt, Stichwort Eigenmarke, was ja ein ganz, ganz wichtiger Punkt ist. Und Frage an dich Jenny, wie wichtig ist euch bei Koch wirklich das Thema die starke Eigenmarke? Was tut ihr dafür? Was versprecht ihr euch konkret davon? Also ich denke, gerade wo wir darüber gesprochen haben, dass der Koch-Store in Beton und Stein unsere DNA darstellt und ich denke, dass heute auch für einen angekommen ist, wichtiger kann man die Wichtigkeit nicht darstellen, als dass es schon den Koch-Store zum Anfassen gibt. Die Eigenmarke ist uns unglaublich wichtig, sonst hätten wir den Koch-Store nicht gebaut, so wie er jetzt dort tatsächlich steht. Mit jedem Mal, wenn wir dort sind, ich rede darüber so oft mit Papa, wir leben den, wir sind so gerne in diesem Koch-Store, wir leben selber unsere Eigenmarke und weil es uns so glücklich macht und wir da als Familie zu 100 Prozent hinterstehen, merken das auch unsere Kollegen und Kolleginnen und diese wiederum sind unsere Multiplikatoren für die ganze Koch-Familie. Also wenn die Geschäftsleitung merkt, dass wir brennen, dann brennen die auch genauso wiederum für ihre Teams und das ist unglaublich wichtig, finde ich, in der Eigenmarke. Wir schicken uns, wenn ich da sitze, weil ich mich dann so freue, du da mache ich ein Foto, Tim, hier bin im Koch-Store, wirklich unten rein da in diesen Verkaufsraum, wo sich hinten Autos kaufen haben bei Koch an der Wand dreht, digital, und schickt das Papa mit einem Smiley oder ein Herz und denkt mir so, Mann ey, ist das schön hier und ich glaube, das merkt man auch. Das merkt man in unserem ganzen Dasein und spiegelt sich auch ganz viel wieder in Meetings, in den Ideen, die wir weiterspinnen, in, ich sag mal, Mitarbeiterbindung, ein ganz, ganz großes Thema. Eigenmarke, Markenaufbau findet ja nicht nur extern statt, also am Kunden. Eigenmarke spielt ja auch eine ganz, ganz große Rolle hinsichtlich der Mitarbeiterbindung. Da möchte ich ja auch eine Marke sein. Da möchte ich genau die Sachen, die ich im Koch-Store ausdrücken will, möchte ich auch den Kollegen und Kolleginnen ausdrücken. Und in dem Moment, wo ich, wir haben ja unglaublich viele interne Veranstaltungen im Koch-Store und da mache ich für meine eigenen Kolleginnen und Kollegen ja auch meine Werte, unsere DNA fühlbar und anfassbar und das nehmen die dann wieder mit, denn fühlen die sich mitgenommen, motiviert. Ich bin bei Koch, ich bin bei der Marke Koch, ich stehe auch für das, was Thomas und Jenny uns da, wie die halt da so sind, mit dem Koch-Store und den Kunden und den Autos noch nebenbei. Und gleichzeitig auch noch Multiplikatoren. Genau, richtig. Das vergessen ja viele, dass auch die eigenen Mitarbeiter nicht nur, ich sag mal, Mitarbeiter sind, auch Fans sein können, eine Community sein können, so redet ihr davon. Und wenn ihr Feste macht, hast du ja auch gesagt, auch wenn neue Azubis kommen, wenn Genau, dann lade ich die alle ein in den Koch-Store, mit Eltern, mit Partnern, mit Brüdern, mit Geschwistern, da können alle, die können ihre Fans dann mitbringen, sozusagen ihre eigene Familie, genau und dann begrüßen wir sie sehr offiziell, also wir geben ihnen richtig einen schönen Rahmen, um zu sagen, hey, herzlich willkommen, ihr seid hier Teil jetzt der Kochfamilie, ihr macht bei uns die Ausbildung und dann gibt’s da ein Programm, da gibt’s eine Schultüte, da gibt’s ein T-Shirt, wo Koch draufsteht und ja, dann lernt man sich da kennen und so geht’s bei uns los. Also das Heftige ist ja, ich hab ja auch Leute von mir aus meinem Bereich mit dabei und da kam natürlich dann Julia gerade um die Ecke und sagt, der Vortrag von Jenny, der war total cool. Also wenn ich in Berlin wohnen würde, könnte ich mir gut vorstellen, hier zu arbeiten nach dem Vortrag. Ich hab natürlich schon gesagt, ich seh dich da jetzt spontan nicht, aber. Wir haben ja noch ein Gespräch, wir haben noch ein Thema. Genau, wir haben noch ein Thema, aber da sieht man mal, wie stark eigentlich so dieses Thema Eigenmarke und Fokus auf Mitarbeiter, wie das eigentlich wirkt und wie schnell diese Leidenschaft für das Thema, du hast ja vorhin gesagt, du brennst für das Thema und nur, da gibt’s ja diesen alten Spruch, nur wer selber brennt, kann andere anzünden. Aber das ist halt genau das Thema, wenn innerhalb von so einer kurzen Zeit eigentlich so jemand kommt und sagt, das ist total cool, das könnte ich mir schon vorstellen, das ist ein potenzieller Arbeitgeber für mich, das macht Spaß, das ist einfach wichtig und cool, also in dem speziellen Fall ist es nicht cool, aber grundsätzlich passt das dann schon. Ich find schon, dass das ein sehr schönes Feedback ist. Absolut. Und es ist ja irgendwie auch so einfach eigentlich. Und Maik, jetzt kennst du dich im deutschen Autohandel natürlich super, super aus, du kennst extrem viele Händler, wie ausgeprägt ist das Wissen um die Wichtigkeit der starken Eigenmarke, wenn du das jetzt mal so in dem deutschen Handel mal so Revue passieren lässt? Also ich sehe im Handel gerade eine deutliche Entwicklung dazu, dass die Händler für sich entschieden haben, ich muss jetzt tatsächlich auf meine Marke setzen, auf meine Eigenmarke, auf meine Handelsmarke, weil ich mach jetzt mal wirklich das dramatische Beispiel, wie viele Volkswagen, Audi-Zentren, XY-Markenzentren und so weiter gibt es ja eigentlich, wo der Händler für sich eigentlich entschieden hat, ich möchte hinter das Branding der Marke zurückstehen. Und wo jetzt meines Erachtens einfach die Zeit gekommen ist zu sagen, ich bin jetzt bereit, meine Marke in den Vordergrund zu schieben, ich muss auch meine Marke in den Vordergrund schieben, weil die Veränderungen, die wir im Markt sehen, gerade so dramatisch sind, dass ich mich eigentlich nicht mehr darauf verlassen kann, ob irgendeine Automarke, die vorn dran steht, mir vielleicht in Zukunft helfen kann, mein Geschäft langfristig, nachhaltig, profitabel zu machen. Und das ist die Herausforderung. Und da sieht man jetzt gerade ein Umdenken am Markt, eine Entwicklung am Markt, die eintritt und die ich persönlich extrem wichtig finde, dass eben diese Handelsmarke gestärkt wird, um am Ende auch langfristig und nachhaltig als Unternehmen und als Unternehmer unterwegs zu sein und erfolgreich zu sein. Das ist ein ganz wesentlicher Baustein für den zukünftigen Erfolg aus meiner Perspektive. Ja, es ist einfach so auf ein Wort reduziert, was mir die ganze Zeit auf der Zunge liegt, ist die Austauschbarkeit, die durchs Internet ja, ich sag mal, angefangen hat. Stimmt, ja. Und jetzt durch Agentur, Vertrieb und Co. ja dramatisch zunehmen wird. Ein Preis für den neuen, für das neue Fahrzeug. Ja, also wenn man da nicht irgendwie irgendwo auf der Festplatte der Kunden ist, im Regionalen oder wie auch immer, dann ist man da halt auch nicht. Und ich bin ja Marketer, ich hatte schon eigentlich relativ lange so mit im Gepäck, aber das war immer so, ja, nee, die Marke macht das schon. Jetzt wird’s so langsam, scheint es sich doch in der Breite bekannt zu machen. Wir sehen das ja selbst als Santander, dieses Thema Markenentwicklung, welche Bedeutung das auch für uns gewinnt. Ich meine, wir sind ja als Santander nicht groß geworden, weil wir bekannt gewesen sind, sondern das hat sich halt einfach ergeben, weil wir einen guten Job mit dem Händler gemeinsam gemacht haben im Hintergrund. So, das heißt also, das ist ja auch eine Erkenntnis, die bei uns dazu geführt hat, perspektivisch glauben wir aber, dass zum Beispiel der Endkunde immer früher die Entscheidung treffen wird, welcher Partner für ihn glaubwürdig ist und mit dem er in Zukunft zusammenarbeiten möchte. Das heißt aber auch, unsere Aufgabe ist zum Beispiel auch als Santander, unsere eigene Marke Santander deutlich stärker zu entwickeln, deutlich stärker nach vorne zu bringen, bei dem Kunden auch dieses Vertrauen zu erwecken, wenn ich mit Santander arbeite, egal in welchem Bereich, bin ich gut aufgehoben. Und am Ende hilft uns das dann auch wieder, wenn wir einen starken Markennamen als Santander haben und sagen können, hör zu, wir arbeiten mit folgenden Händlern zusammen, da kannst du dich vertrauensvoll an ihnen wenden, weil am Ende das Vertrauen, was wir dann als Bank genießen, geht ja in Teilen auch auf den Händler über und umgekehrt. So, das ist also dann auch dieses Vertrauen untereinander sagt, wenn ich da mein Auto kaufe mit einer Finanzierung von Santander, weiß ich, wenn irgendwann mal was sein sollte, ich habe zwei vertrauenswürdige Partner, wo ich weiß, egal was das für ein Problem ist, das wird gelöst. Ja, das stimmt. Und das ist einfach auch diese Bindung oder diese Thematik, die wir herstellen wollen und müssen. Und das ist eben für uns auch wichtig, deswegen machen wir auch den Termin hier, weil wir ja auch als Santander dieses Thema Markenwahrnehmung sehen und weiterentwickeln wollen. Das ist ja auch ein echter Prozess. Und wie wir heute gehört haben, Mazda Koch zu Koch. Ja, richtig. Genau, Mazda kauft man bei Koch, zu Autos kauft man bei Koch. Prozess. Was würdest du sagen, so ganz grob überschlagen, wie lange das gedauert hat, bis ihr unabhängig von einer Marke wahrgenommen wurdet? Ich hatte ja vorhin erzählt, die Umfrage, die wir gemacht haben, alle kannten uns mit Mazda Koch. Logisch, wenn du das pushst über Jahre, dann ist das in den Köpfen drin, dann kommt der Mehrmarkenhandel und dann hast du nicht nur Mazda’s Kaufmann bei Koch, sondern auch noch Skodas Kaufmann bei Koch, Skodas, Volvo und ich würde meinen, gefühlt, es ist eine gefühlte Zeit, zwei, drei Jahre bestimmt. Bis das richtig in den Köpfen von, da ist noch Mazda Koch, das haben wir so lange gehört, bis zu Autos Kaufmann bei Koch. Wir haben ordentlich mit Druck, muss ich aber auch sagen, daran gearbeitet. Also richtig, Autos Kaufmann bei Koch, punkt.de kennt hier in Berlin jeder aus dem Radio. Die stehen alle auf das Punkt.de, hast du vorhin gesagt, ne? Ja. Autos Kaufmann bei Koch. Punkt.de und dieses Punkt.de kennt jeder, ja, durchs Radio, also wir haben da, wir wussten, da müssen wir richtig jetzt so was tun, da müssen wir richtig ran an das Thema, sonst hängen die alle noch, sonst fahren die alle Mazda’s nachher hier in Berlin. Im Jubiläumsjahr im selben Spot und hinten das de mal, also die Zeit laufen lassen, das de weglassen und alle sitzen im Auto, Punkt.de. Das läuft im Kopf mit, die würden das nicht mal mitkriegen, dass es nicht gelaufen ist. Genau, hab durch die drei Sekunden im Spot wieder gespart. Ja, genau. Nicht mehr 30, 27 Sekunden, de fehlt. Genau. Jetzt lachen wir so schön, jetzt stell ich mal direkt ne kontroverse Frage da rein, damit wir mal hier wieder ernst werden. Werden in Zukunft nur noch Händler erfolgreich sein, die ne starke Eigenmarke haben und sich aus der Vergleichbarkeit entziehen? Ja. Okay. Maik? Nichts hinzuzufügen. Ja. Ja? Ja, also erste Intention, ja, auf jeden Fall, denke ich. Absolut. Dann, also euch schon mal nen Glückwunsch, dass ihr da schon echt auf nem guten Weg seid und nicht erst anfangt und überlegt. Ja, vielen Dank, man kriegt ja nicht nur das Feedback von den Menschen, natürlich ja auch von den Kunden und wir merken, dass das Konzept Kochstore ja auch an den Verkaufszahlen irgendwie aufgeht. Wir haben uns dabei was gedacht, hätte ja auch sein können, läuft irgendwie anders, ist es aber nicht, es ist wirklich, wir sind sehr zufrieden. Also wir merken auch, es wird angenommen. Die Community ist noch da, sagen wir’s mal so, wir haben die alle mitgenommen und sie ist noch größer geworden. Ich wollt grad sagen, die ist noch da, ich glaub die stärker denn je, hab ich so den Eindruck, wenn ich die zuhör. Absolut. Ich kann ja auch spoilern, an dieser Stelle wird es, der Kochstore wird auch nicht alleine bleiben. Da freut er sich. Ja, da wird man einen Bruder kriegen. Oder Schwester. Oder eine Schwester. Okay, da könnte auch schon vorweg genommen eine Antwort auf die nächste Frage sein, was sind denn eurer Meinung nach so die wichtigsten To-Dos und auch Entscheidungen auf dem Weg zu einer starken Eigenmarke, welche Empfehlungen würdet ihr Händlerkollegen geben, die vielleicht noch nicht so weit sind? Also ich glaub, das wichtigste Thema ist tatsächlich erstmal für sich festzustellen, wofür man eigentlich steht. Was sind die persönlichen Werte, was sind die eigenen Themen, die einen dahin gebracht haben, wo man heute steht? Und dann muss ich eben überlegen, sind das auch genau diese Werte, die ich halt in der Zukunft vertreten möchte, die ich halt auch mit meinen Mitarbeitern weitergehen möchte und werde. Die werden sich im Normalfall nicht großartig verändern, weil die halt gerade bei den Führungskräften häufig verinnerlicht sind. Dann geht es eben auch darum, dass ich dann eben mit den Mitarbeitern gemeinsam diese Werte weiterentwickeln muss etc. und halt nicht nur transportieren, sondern auch kommunizieren muss in allen Dimensionen. Und das wird ein Hauptthema sein, gemeinsam mit den Menschen diese Werte aufzunehmen und zu transportieren. Also ich kann als Tipp geben, wenn man sich mit dem Thema auseinandersetzt, die gerade Maik beschrieben hat, mit denen muss man sich auseinandersetzen. Wo findet man? Und da lohnt sich tatsächlich der Blick in den Rückspiegel und da einfach mal drauf zu schauen, was ist denn so die letzten Jahre passiert? Also mir hat es nämlich unglaublich geholfen, einfach mal auf die 30 Jahre zurückzublicken, um den Kochstor auch so heute so darstellen zu können. Und wenn man dann so zurückschaut, das haben Papa und ich natürlich auch gemacht, wo wir uns in dem Kochstor gefunden haben, sind es ja die Erlebnisse, die Ereignisse. Was ist denn da so passiert? Was hat uns erfolgreich gemacht? Wo haben wir gelacht? An welchen Stellen? Was macht uns aus? Ansonsten finde ich, ist es eine wahnsinnig schwierige Frage, die mir schon oft gestellt worden ist, auch so in Workshops, oder so, was macht ihr jetzt anders als andere? Und ich denke dann immer, viele sind überfordert mit der Frage, was mache ich jetzt anders? So jetzt in diesem, was habe ich jetzt, was andere nicht haben? Und ich glaube, da geht es nicht ums jetzt, sondern es geht um. Was habe ich schon gemacht? Was hat mich dahin gebracht? Und auf diesem Weg und auf dieser Suche mit dem Blick zurück, da findet man relativ viel, was man sich da… Ich meine, am Ende weiß man ja häufig auch gar nicht, was der andere überhaupt macht, um diese Differenz feststellen zu können. Du kannst eigentlich nur erklären, was hast du selber gemacht, um da hinzukommen. Ja, und dann wird man fündig. Ich würde nur sagen, es hilft einfach, sich seine eigene Geschichte mal anzuschauen. Ja, da findet man, ich nenne das jetzt mal so Indizien dafür, wofür man steht. Dann muss man aber nochmal näher dran gehen. Ihr habt auch das ganze Werte-Korsett, eine Firmenphilosophie und darauf aufbauend wisst ihr, wer ihr seid und habt eine Marke. Absolut. Es hilft auch, sich Feedback zu holen von Kunden zum Beispiel. Einfach mal den Kunden zu fragen, Mensch, wie nimmst du mich denn wahr? Und gerade in der heutigen Zeit, da sind wir wieder bei der Mitarbeiterführung, auch da Feedback, die eigenen Mitarbeiter zu fragen, Kolleginnen und Kollegen, sag doch mal, wie empfindest du uns? So kann man sich halt auch viel Informationen einholen von außen, wo man vielleicht selber gar nicht so… Man steckt ja so ein bisschen immer in seiner eigenen Suppe und kriegt man mal einen Blick von außen, ist immer ein Blick über den Tellerrand. Ist jetzt vielleicht für den einen oder anderen Händler nicht die coolste Antwort, weil es gibt nicht den Schalter hin zu Eigenmarke. Ich bin da, ich stehe für etwas, sondern das ist nicht nur ein buntes Logo. Da gehört halt Inhalt rein. Ja, absolut. Sehr spannendes Feld, aber wie man merkt, das ist ein langer Weg. Es ist ein langer Weg. Ich denke, viele sind schon eine eigene Marke für sich. Und es ist vielleicht schwer, dem ganzen Ausdruck zu verleihen. Das ist vielleicht schwieriger, als dass die Marke schon da ist. Das wollte ich sagen. Vielleicht kann man sich da selber nicht so gut formulieren. Also selber als Unternehmer, als derjenige, der die Marke gebaut hat. Die ist ja schon da. Richtig. Ja, absolut. Weil fast alle Unternehmen oder der Autohandel, fast alle Autohändler haben eine Historie von 20, 25, 35, 50 Jahren und teilweise noch älter. Da sind ja Marken da. Das sind alles Marken. Das sind alles Eigengewächse. Weil diese Marken, jedes Autohaus wurde doch geprägt. In jeder Region, jede Kunden sind anders. Wir sagen ja auch immer, die Städter, die Kunden sind anders als die auf dem Land. Da werden auch in Bayern die Kunden anders sein als die Berliner. Also jedes Autohaus wurde doch in seinem eigenen Ökosystem, wir hatten es vorhin, der eigene Kirchturm und drumherum, wurde doch anders geprägt. Und hat doch am Markt reagiert. Hat seine Veranstaltung, hat seine individuelle Kundenansprache, wird jeder anders machen. Das ist doch auch Marke. Man muss nur mal draufschauen und sagen, was genau habe ich anders gemacht? Absolut. Wie ist mein Dialekt? Ich glaube, das ist am Ende auch das Fazit der Runde von Händlern, die heute hier mit dabei gewesen sind. Es geht ja am Ende nicht darum, jetzt den Kochcharakter zu kopieren. Das macht auch nicht erfolgreich. Sondern am Ende geht es darum, Ideen zu sammeln und zu sagen, was bedeutet das eigentlich für mich? Wie gehe ich damit um? Was ist meine Konsequenz daraus? Und wie setze ich das dann möglicherweise bei mir um? Und das ist eigentlich die Thematik für jeden Einzelnen, genau diese Entscheidungen zu treffen. Und wir wissen natürlich alle, dass es halt im Rahmen des normalen Tagesgeschäfts einfach immer unschön ist, weil so ein Thema wie Markenbildung halt häufig einfach nebenher mitläuft. Richtig. Und das herauszufinden, zu sagen, dass eigentlich der Verkauf, die Werkstatt, all diese Themen können davon profitieren, wenn ich mich ein bisschen intensiver um die Marke kümmere, weil ich dann natürlich auch eine Anzugskraft entwickle, die ich vorher vielleicht über andere Themen generieren muss. Und wenn es halt Geld ist. Also starke Marken ziehen halt automatisch immer an und das wird eigentlich die Herausforderung für viele sein, ihre Marke so weit zu stärken, dass diese Anziehungskraft da ist, dass denen, ich sage jetzt mal, vor Lockungen des Internets Stand gehalten wird, dass man das wirklich als sinnvolle Ergänzung aufbauen kann. All diese ganzen Geschichten, um dann zu sagen, ich bin weiter erfolgreich als Händler, als Eigenmarke, als Marke, die ich bin. Es zieht ja nicht nur Kunden an, es zieht auch Mitarbeiter an, ganz vielfältig. Und heute auch in der Feedbackrunde, nachdem du den tollen Vortrag auch uns da vorgetragen hast, haben ja viele der Händler direkt drauf reagiert, mit jeweils einer anderen Antwort. Weil es immer individuell ist und da waren ja auch welche bei, die genau dazu zu sagen hatten und auch eine starke Marke haben. Und wenn wir jetzt sagen, so jetzt machen wir mal Ende von dem Podcast, hier ist das Rezept, eins, zwei, drei und du bist fertig, ist es ja eben nicht. Das ist immer höchst individuell, nur es ist so gut, den Weg halt auch zu gehen. Es ist ein bunter Blumenstrauß aus ganz vielen verschiedenen Dingen und vielleicht auch einfach mal raus aus der Komfortzone. Die Händler, die heute mit dabei waren, sind ja auch nicht in ihrer eigenen Komfortzone und gucken da einfach mal draus. Unsere Idee Kochstor ist auch nicht bei uns in den Häusern entstanden. Auch mal raus aus der eigenen Komfortzone und kann auch immer mal neue Impulse setzen, so wie heute vielleicht bei dem einen oder anderen auch. Ja, absolut. Weißt du, was das Schlimme ist, wenn ich jetzt über das Thema Marke nachdenke? Hast du gerade gesagt, das Schlimme? Nee, ja genau. Ganz anders. In dem Kontext fällt mir Spaghetti Bolognese ein. Okay. Ja, erzähl, Mike. Wir sind gespannt. Ja, total. Genau, weil am Ende ist eigentlich Spaghetti Bolognese und Autohaus einfach nur ein Markenbegriff. Es gibt aber tausende von verschiedenen Rezepten Spaghetti Bolognese. Und am Ende geht es immer darum, wie ist das individuelle Rezept, wie funktioniert das? Und am Ende entscheidet dann die Kombination aus diesen Themen, ob es am Ende schmeckt. Und das ist eigentlich wichtig, dass jeder für sich eigentlich sein Rezept finden muss, zu sagen, was ist eigentlich meine Spaghetti Bolognese? Das ist jetzt natürlich ein total schräger Vergleich, aber das ist das, was mir in dem Augenblick eingefallen ist. Absolut. Stimmt. Bevor du Spaghetti Bolognese sagen wolltest, wollte ich eigentlich noch auf was anderes hinaus, lieber Mike. Auf die Santanderer. Wir nehmen das mit Lachen. Du, ihr steht ja auch mit vielen Händlern im Austausch. Und was das Thema Produkte angeht von der Santanderer, aber eigentlich auch die Marke Santanderer. Seid ihr da auch im Prozess? Ich meine, ihr habt auch eine großbekannte Brand. Genau, das ist eigentlich genau unsere Aufgabe. Und du hast es vorhin so schön gesagt, man muss gelegentlich auch mal Kunden befragen, was die eigentlich davon halten. Und das ist genau das, was wir halt auch tun, weil wir eben feststellen, die Marke Santanderer, die wird langsam bekannt auch in Deutschland. Aber eher mit dem Fokus, wir haben ein Filialgeschäft, wir haben Online-Giro-Kunden etc. Das ist aber nicht das, was aus einer Mobility-Perspektive hilft. Sondern die Frage ist, wie wird eigentlich Mobility gesehen? Wie ist der Entwicklungsprozess? Was ist die Erwartungshaltung an uns? Und da haben wir schon Mitarbeiter befragt, wir haben schon externe Dritte befragt, wie die eben den Blick auf Mobility haben. Und jetzt befragen wir eben auch mal unsere Kunden, Klammer auf unsere Händler, und fragen mal, wie seht ihr eigentlich Mobility? Was sind eben diese Themen von Santanderer, wo ihr glaubt, dafür steht Santanderer? Damit wir auch mal diesen Abgleich haben zwischen Eigenbild, Fremdbild, um mal zu gucken, ob wir in unserer Markenentwicklung überhaupt auf dem richtigen Weg sind. Und das wird auch für uns ein Transformationsprozess werden, weil wir möglicherweise da vielleicht auch noch unterschiedliche Themen haben in der Wahrnehmung, die wir auflösen müssen. Und wir halt auch in unserer Entwicklung weitergehen, weil wir eben unter dem Namen Santanderer auch noch andere Brands haben, wie zum Beispiel Autobörse oder eben auch Wabi. Wo man dann eben überlegen muss, also Wabi ist unsere Auto-Abo-Plattform, wo man dann eben auch überlegen muss, wie gehe ich damit eigentlich um? Wie binde ich die in das Gesamtkonstrukt ein? Was ist eigentlich unser Kochstor, unser persönlicher, wo dann die Essenz zusammenfließt des Ganzen? Santanderer möchte auch so einen Kochstor. Jenny lacht und smilet und freut sich. Ich war gerade dabei, weil ich gerade überlegt habe, du hast ja angesprochen, ihr wollt euch das Feedback auch mal vom Händler abholen. Und da war ich jetzt gerade in Gedanken, was für mich zum Beispiel, ich bin ja auch Kunde quasi von euch, was so meine ersten Schlagwörter sind und wir arbeiten ja auch schon wahnsinnig viele Jahre zusammen. Also was ist mein erster Impuls? Vertrauen, partnerschaftlich, auf Augenhöhe, also ganz viele menschliche Komponenten, die in unsere Zusammenarbeit mit reinspielen. Das ist für mich Santander. Flexibel, mitgestalten, immer erreichbar. Ja, das ist für mich eine Bank mit Herz und Rückgrat. Klasse. Maik nickt. Also ich bin begeistert. Das war jetzt nicht abgesprochen. Das stimmt. Ich kann es bezeugen. Und ich habe mit großen Augen geguckt und bin auch begeistert. Davon ist hier nichts auf meinem Fragenzettel. Ihr Lieben, ganz herzlichen Dank, dass wir die Möglichkeit hatten, erstmal so unser Danke an deine Richtung Jenny, dass wir heute bei euch zu Gast sein durften und mal die Chemie bei euch so nehmen durften. Ja, sehr gerne, hat richtig Spaß gemacht. Und ja echt toll, dass ihr auch solche Veranstaltungen macht und gezielt auch solche Händler rauspickt und andere Händler partizipieren lasst. Das macht immer, ich glaube für alle Beteiligten echt mega viel Spaß. Danke. Danke Tim. Und Jenny heute als Stargast sozusagen. Als Stargast. Das lasst mich hier nicht rot werden auf den letzten Metern. Das sieht man beim Podcast nicht. Danke auch an euch. Okay, ja ganz lieben Dank an alle und ich hoffe euch da draußen hat es auch Spaß gemacht zuzuhören. Es war für mich, der wieder viel lernen konnte, auf jeden Fall eine spannende, lehrreiche Ausgabe und wir verabschieden uns und sagen bis demnächst. Macht’s gut da draußen. Ciao. Vielen Dank.