Einleitung

In der neuesten Folge von ‚Benzingespräche‘ begrüßt Tim Klötzing, Experte für KI und Marketing im deutschen Autohandel, Hans Bicharczek von der Digitalagentur MoveElevator. Gemeinsam tauchen sie in die Welt des Marketings im Kontext von künstlicher Intelligenz ein und diskutieren die Herausforderungen und Chancen, die sich daraus für die Automobilbranche ergeben.

Die Entwicklung von MoveElevator

Hans Bicharczek erzählt von der beeindruckenden Reise seiner Agentur MoveElevator, die sich in den letzten 25 Jahren von einer Corporate Publishing Agentur zu einer führenden Digitalagentur mit einem starken Fokus auf KI entwickelt hat. Mit einem Umsatz von rund 10 Millionen Euro und knapp 100 Mitarbeitern arbeitet die Agentur mit namhaften Kunden wie Phantasialand, Audi BKK und Eurocar zusammen.

Warum KI im Marketing unverzichtbar ist

Hans betont, dass KI nicht nur ein vorübergehender Trend ist, sondern eine bleibende Veränderung in der Marketinglandschaft darstellt. Die Fähigkeit, große Datenmengen zu analysieren und daraus wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen, macht KI zu einem unverzichtbaren Werkzeug für moderne Marketingstrategien.

Erfolgsstrategien und Herausforderungen

Trotz eines schwierigen Marktumfelds konnte MoveElevator 2025 ein Wachstum von 20 Prozent verzeichnen. Hans erklärt, dass dies nicht nur auf die Einführung von KI-gestützten Prozessen zurückzuführen ist, sondern auch auf die Fähigkeit, talentierte Fachkräfte zu gewinnen, die diese Technologien effektiv nutzen können.

Die Rolle von KI in der Automobilbranche

Tim und Hans diskutieren, wie KI die Automobilbranche revolutioniert. Von der Optimierung von Produktionsprozessen bis hin zur Verbesserung des Kundenerlebnisses – die Möglichkeiten sind vielfältig. Hans hebt hervor, dass Unternehmen, die sich frühzeitig auf diese Technologien einlassen, einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil erlangen können.

Ausblick auf die Zukunft

Zum Abschluss des Gesprächs gibt Hans einen Ausblick auf die kommenden Jahre. Er ist überzeugt, dass die Automatisierung und der Einsatz von KI weiter zunehmen werden und Unternehmen, die diese Entwicklungen proaktiv gestalten, langfristig erfolgreich sein werden.


Show Notes & Key Takeaways

Themen:

  • Die Entwicklung von MoveElevator zur Digitalagentur
  • Die Bedeutung von KI im modernen Marketing
  • Erfolgsstrategien in einem schwierigen Marktumfeld
  • Einfluss von KI auf die Automobilbranche
  • Zukunftsausblick auf KI und Automatisierung

Key Takeaways:

  • KI ist ein bleibender Trend im Marketing.
  • MoveElevator verzeichnete 2025 ein Wachstum von 20%.
  • Die Automobilbranche profitiert erheblich von KI.
  • Frühzeitige Anpassung an KI-Technologien verschafft Wettbewerbsvorteile.
  • Automatisierung wird in den kommenden Jahren zunehmen.

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Benzingespräche – der Branchen- und Personality-Talk der deutschen Automobilwirtschaft. Der Podcast für und mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind, erzählt zu werden. Es geht um neue und verschiedene Blickwinkel auf die Autobranche und persönliche Meinungen zukünftiger Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, Content-Creator und freier Automarketing-Berater. Hallo und herzlich willkommen heute zu dieser Podcast-Folge. Und die findet ganz kurz vor Weihnachten mit einem guten Freund und absoluten Marketing- und KI-Experten statt. Und zwar sage ich mal herzlich willkommen Hans Bicharczek von der Digitalagentur MoveElevator. Hallo Hans. Ja Hallöchen. Danke für die Einladung, lieber Tim. Ja geil, dass ich dich noch abfischen konnte, so in der wahrscheinlich strubbeligen Vorweihnachtszeit, oder? Ja, also ich glaube, das Wichtigste ist jetzt wirklich durch. Aber auf jeden Fall ist der Dezember im Agenturbusiness immer heftig, gar keine Frage. Da soll alles noch fertig werden. Ja, absolut. Ich habe dich, glaube ich, früh genug gefragt und habe den Termin noch erwischt und war da ganz happy. Ja, wir stehen schon wieder vor dem Jahreswechsel. Und da schaffen wir es wirklich noch mal miteinander zu sprechen, weil wir sehen uns mehrfach im Jahr. Wir tauschen uns regelmäßig aus. Wir haben da immer intensive Gespräche über KI und Marketing. Und das nehmen wir diesmal einfach mal auf, oder? Na klar, gerne. Ja, so, bevor wir hier tief ins Eingemachte gehen und uns privat unterhalten. Da sind bestimmt Hörer, die wollen erst mal wissen, wer ist denn der Hans eigentlich? Stellt euch das doch mal ein bisschen vor. Ja, alles klar. Also ich bin Hans Bichacek. Ich bin einer der Gründer und Geschäftsführer von Move Elevator. Wir sind eine Digitalagentur mit Sitz in Oberhausen und in Dresden. Und ich glaube, was uns als Agentur schon ein Stück weit ausmacht, ist, wir sind eine Agentur des Wandels. Also wir haben vor 25 Jahren, haben Markus und ich zusammen die Agentur Elevator gegründet. Wir waren eigentlich eine Corporate Publishing Agentur. Dann sind wir irgendwie so wirklich Printagentur geworden. Dann haben wir uns den Bereich Marke erobert. Dann sind wir zum agilen Unternehmen geworden, dann zur Digitalagentur. Und inzwischen haben wir einen sehr starken Bereich im KI oder in KI. Und ich glaube, was vielleicht nochmal wichtig ist, so zu wissen, wir machen rund 10 Millionen Euro Umsatz. Wir haben knapp 100 Leute und wir arbeiten für große Unternehmen wie Phantasialand, wie die Audi BKK, für Eurocar. Also schon wirklich namhafte Unternehmen, denen wir halt helfen, wie man so schön sagt, im Internet sichtbar und wirksam zu sein. Okay, ganz grundsätzlich eine schnelle Frage vorab. Warum ist es erstmal eine gute Idee, sich genau mit dir über Marketing im Kontext KI zu unterhalten? Ja, also ganz erlaubt gesagt würde ich sagen, ich mache das halt schon seit über 25 Jahren. Und ich habe auch schon eine ganze Menge Trends kommen und gehen sehen. Und um in diesem Wording zu bleiben, würde ich einfach sagen, wenn man mit mir über KI spricht, dann kann ich sagen, wir sollten darüber reden, weil das ist nicht nur gekommen. Das ist auch gekommen, um zu bleiben. Das wird nicht mehr weggehen. Absolut, absolut. Und ich hatte in der Vorbereitung auch echt eine Menge Ideen, womit wir heute so einsteigen. Aber ich muss da einfach nochmal an so ein Abendessen vor, ich weiß nicht, zwei Monaten oder so zurückdenken, wo wir irgendwie im Gespräch direkt so tief reingestiegen sind, dass mehr oder weniger eigentlich das Essen kalt geworden ist. Das war echt krass. Macht immer Spaß mit dir, gar keine Frage. Absolut. Halten wir es einfach. Wie war dein Jahr 2025? Also ich würde sagen, ich bin oder wir von Move Elevator, wir sind sehr zufrieden, denn wir sind wirklich in einem schwierigen Marktumfeld unterwegs. Also wenn ich auf Kongresse gehe und mich mit anderen Agenturen unterhalte, da muss man schon wirklich sagen, die Stimmung ist nicht so gut in der Branche. Es gibt auch, also wir merken das auch, wir kriegen wirklich krasse Bewerbung gerade, was einfach dafür spricht, dass auch Leute freigesetzt werden, was ja nie gut ist für die Wirtschaft, nie ein guter Indikator. Und wir sind sehr, sehr dankbar, weil wir konnten trotzdem wachsen. Also wir werden Ende des Jahres rund 20 Prozent im Umsatz gewachsen sein, also mindestens, vielleicht noch mehr. Und ähnlich viel werden wir auch im Mitarbeiter, also im Personalbestand gewachsen sein, weil wir einfach diese Gelegenheit nutzen. Wir kriegen so tolle Bewerbung von so tollen Leuten mit so großartigen Erfahrungen und Kompetenzen, dass wir sagen, die brauchen wir eigentlich genau vor dem Hintergrund dessen, was gerade passiert, wie sich auch unser Geschäftsmodell verändert. Und da passt das einfach sehr, sehr gut. Und trotzdem möchte ich nochmal sagen, Tim, ich habe vor ein paar Wochen gesprochen auf dem Oberhausener Wirtschaftsforum und da war nach mir Professor Teves von der FOM. Und der hat dann auch, als ich unsere Story so erzählt habe, hat er gesagt, okay, ist ja schön, dass wir Personal aufbauen, aber der hat mich nochmal darauf hingewiesen, dass wir da absolut gegen den Trend sind, dass eigentlich alle anderen nur Personal abbauen. Wir machen das aber zum einen, weil wir die Auftragslage haben, zum anderen aber auch, weil wir uns auf einer Transformation sehen, hin zu einem neuen Geschäftsmodell. Und da brauchen wir einfach noch ein paar Kompetenzen und die Leute stellen wir ein. Und das ist eigentlich so unser Jahr. Also wirklich, es ist gut gelaufen, wir wachsen, wir merken vielen unserer Kunden geht es nicht so gut. Also die Lage in der Wirtschaft, würde ich sagen, ist schlecht, aber ich glaube, der Markt ist trotzdem groß genug, um so eine kleine Agentur wie uns, 100 Leute, letzten Endes mit Aufträgen auszustatten. Wir sind nicht McKinsey oder ich weiß nicht wer. Ja, sagt der Hans, kleine Agentur, 100 Leute, ich glaube ein paar Leute wissen schon, dass ihr da schon ein ordentliches Rad dreht und es ist wirklich ungewöhnlich, so in der jetzigen Zeit, dass ihr Personal aufbaut, wo ja viele drüber reden. Entweder wir bleiben so und ich sag mal, das Wachstum erreichen wir über, ich sag mal, Optimierung durch KI und Co. So gesehen erweitert ihr ja quasi nicht um Köpfe, sondern der Output, auch mit den Köpfen. Ihr habt ja unheimlich viele Tools auch eingeführt, die euch ja produktiver machen. Das steigt ja dann quasi ja nochmal massiver. Also Respekt, geile Sache für 2025. Aber ich weiß auch, du bist viel, ich weiß nicht, wie viele Kilometer Auto und Bahn bist du dieses Jahr gefahren, weil du glaube ich so viel auch unterwegs bist, auch einfach KI vorzutragen und den Menschen das näher zu bringen. Das waren ja schon ein paar Kilometer, oder? Ja, das stimmt. Also ich möchte zunächst mal sagen, ich reise viel, viel weniger als früher. Also früher war ich ja wirklich jede Woche in zwei, drei Städten in Deutschland und habe irgendwelche Meetings gemacht, bin stundenlang gefahren für eine Stunde Termin und dann wieder zurück. Das ist eigentlich weitestgehend weg, das machen wir inzwischen fast alles remote. Wenn wir irgendwo hinfahren, dann ist das wirklich für Workshops, wo man ein oder zwei Tage zusammensitzt. Einfach nur auf ein Tässchen, das ist selten geworden. Aber du hast natürlich recht, ich glaube ich habe inzwischen meine Vorträge in den letzten zwei, zweieinhalb Jahren auf rund hundert Bühnen gehalten, wirklich von Hamburg bis München bin ich unterwegs. Teilweise spreche ich einfach nur vor Vorständen, da sind dann vielleicht auch nur zehn Leute, teilweise sind es tausend Leute, die dann da sitzen und mir macht das zum einen Spaß. Zweitens ist es so, dass ich eigentlich immer, eigentlich halte ich ja den gleichen Vortrag, aber vor jedem Auftritt passe ich den nochmal an und packe so die aktuellen Trends rein. Und diese Zeit der Reflexion stellt eigentlich einen sehr, sehr großen Nutzen dar, dass man sich nochmal hinsetzt und sagt, was gibt es jetzt eigentlich Neues, was könnte ich nochmal einbauen lassen. Und drittens habe ich natürlich dann immer die Rückkopplung zum Markt, also dann gibt es immer auch Gespräche danach, ich lerne spannende Leute kennen, auch immer wieder Leute, die noch weiter sind als wir, die mir dann wiederum Input geben. Und deswegen ist das natürlich einerseits toll für uns, für die Sichtbarkeit. Mein Thema ist ja, wie gelingt wirklich diese KI-Transformation, wie sorgt man wirklich dafür, dass Menschen auf breiter Front im Unternehmen KI produktiv nutzen und das gibt uns Sichtbarkeit, das gibt uns auch die Chance, potenzielle Kunden anzusprechen. Es gibt mir aber auch den Raum, mich mit Leuten zu unterhalten, die noch weiter sind als wir und dann von denen zu lernen. Deswegen ist das wirklich eine super Sache. Welchen Einfluss hatte künstliche Intelligenz ganz konkret auf euer Unternehmen in diesem Jahr? Also ich glaube, dass das schon auch Teil unserer Erfolgsgeschichte ist, weil, habe ich ja gerade schon mal gesagt, weil es uns auch einfach Sichtbarkeit gibt und weil wir auch eben aus der KI-Transformation Aufträge ziehen. Aber wenn man mal ins Unternehmen reinguckt, dann tut sich da auch total viel, weil wir haben eine ganz klare Mission. Wir sagen, wir sind davon überzeugt, dass KI in dieser Kompetenzpyramide, wenn wir mal sagen, unten sind die Juniors, oben sind die Experten, wir glauben, dass KI die Kompetenzpyramide von unten wegknabbern wird. Und wir glauben, wenn du mit deinem Unternehmen oder auch du als Person nur Dinge tust, die in der Kompetenzpyramide unten angesiedelt sind, also Dinge, die die KI in wenigen Minuten oder wenigen Stunden lernen kann, dann wird es schwierig. Und deswegen ist unsere Mission, dass wir sagen, wir wollen als Unternehmen uns in der Kompetenzpyramide weiter nach oben entwickeln. Und wir versuchen auch, alle unsere Leute in diese Richtung zu entwickeln und deswegen investieren wir viel Zeit und auch Geld eben in diese Entwicklung. Und um es einfach mal konkret zu sagen, wir haben, glaube ich, so vorletztes Jahr oder 2024 haben wir sehr viel Zeit da rein investiert, eigentlich unseren Leuten einfach Skills nahezubringen. Das zurückliegende Jahr 2025 haben wir einfach dafür genutzt, Prompts zu entwickeln für wiederkehrende Aufgaben und die im Unternehmen zu teilen, also dass wir immer leichter Aufgaben standardisieren und automatisieren können. Aber trotzdem nutzen wir KI als Werkzeug und ich glaube, das nächste Jahr wird dann wirklich das Jahr sein der Automatisierung, also dass wir wirklich im großen Stil mit Agenten und so weiter arbeiten und Teilbereiche komplett automatisieren. Wir haben da schon angefangen, aber da würde ich sagen, da sind wir noch im Stadium der Experimente, da sind wir noch nicht so richtig produktiv. Okay, gab es so in diesem Jahr Aha-Momente für dich in der Weiterentwicklung von KI? Also Tim, ich würde sagen nicht so, was jetzt das eine oder das andere Tool angeht. Also klar, man sieht immer die Tools, die rauskommen und sagt, das ist ja auch ganz cool, aber die richtigen Aha-Momente kommen eigentlich woanders, also eigentlich da, wo unsere eigenen Leute mir zeigen, was die mit KI gemacht haben. Und da könnte ich jetzt ganz, ganz viele Geschichten erzählen, wir haben wirklich tolle Leute, die extrem beeindruckende Sachen mit KI machen. Was für mich aber der krasseste Case in diesem Jahr war, war unsere eigene neue Website. Also wir haben gesagt, wir wollen eine neue Website haben, da haben wir auch schon vorletztes Jahr, also haben wir schon 2024 damit angefangen, haben ein Konzept und Design gemacht, wir haben dann auch mit KI ein SEO-Konzept gemacht. Und unsere SEO-Leute haben dann gesagt, ja, wir brauchen jetzt eine neue Seite irgendwie mit 700 Unterseilen. Okay. Und dann ist die Frage, wer soll denn die ganzen Texte schreiben, weil nur mal so, um eine Orientierung zu geben, unser Marketing-Team hat weniger als zwei Vollzeitstellen. So, wie sollen die 700 Seiten Text schreiben? Und dann hat unser Marketing-Team zusammen mit unserer KI-Gilde Custom-GPTs gebaut, also wo quasi der Prompt hinterlegt ist, die jeder einfach nutzen kann, dann haben wir eigentlich den gesamten Inhalt unserer alten Website da reingekippt, haben noch ein paar Marketing-Texte dazugegeben und dann hat unser Marketing-Team 700 Seiten Text von KI erstellen lassen. Also der gesamte Text unserer Website, wenn man sich das anguckt, das ist alles von KI generiert worden. Natürlich gab es nochmal ein Final Review von Menschen, da wurde nochmal Einschliff gemacht, wo vielleicht ein Inhalt nicht ganz richtig war oder sprachlich was nicht ganz schön war, aber das ganze Wording, die ganze Struktur, die ganze SEO-Optimierung und so weiter, das hat alles KI gemacht und wir gehen davon aus, dass die Zeitersparnis bei der Content-Erstellung 80% war. Und das ist einfach extrem und solche Sachen sind über das Jahr immer wieder passiert und da kann ich einfach nur staunen, wie wir mit KI schneller und besser werden. Verrückt, ja Wahnsinn, toll zu hören und ihr arbeitet ja auch für eure Kunden und für andere Unternehmen in dem Kontext und da ist so meine Frage, wie siehst du das in 2025, wie war so die Adaption von Unternehmen, die du kennst jetzt am besten natürlich, im Kontext KI und da habe ich so das Stichwort, der Gardner Halbcycle, das muss man sich so vorstellen, das kommt mit Technologie und dann baut sich so eine Kurve massiv auf und dann hast du erstmal oben den Gipfel der überzogenen Erwartungen, was die Technologie alles kann und wenn man sich dann damit befasst, dann droppt das erstmal runter so ins Tal der Ernüchterung, weil man dann merkt, vielleicht geht das doch nicht so einfach und dann kommt so ein bisschen der Pfad der Ernüchterung und dann hast du nachher ein Plateau, wo du das dann wirklich nutzen kannst. Ich muss das mal einmal so visuell erklären, du kennst das natürlich. Wie siehst du das so mit dem Halbcycle und ich sag mal den Unternehmen, die du so kennst in Deutschland, die sich mit KI befassen, erstmal neutral formuliert? Ja, also ich kann ja jetzt von den Unternehmen sprechen, die ich kennengelernt habe, entweder weil wir die wirklich in der KI Transformation begleiten oder aber weil ich da einfach mal einen Impulsvortrag gehalten habe und ich kann auf jeden Fall sagen, Gardner Halbcycle trifft es ganz gut, weil man kann sagen, die Integration von KI in die Unternehmen ist dann doch schwerer, als man denkt. Ich glaube, viele Unternehmen sind ja noch gar nicht wirklich diesen Schritt gegangen, also ich merke auch, viele haben Angst und sagen, wir warten erstmal ab, wir gucken, was passiert, wir wollen jetzt auch kein Geld verschwenden und so weiter, vielleicht wissen sie auch nicht, wie es geht und dann gibt es ja aber einen Großteil der Unternehmen, die dann doch aufbrechen, die zumindest was machen wollen und die uns dann zum Beispiel buchen und sagen, kommt mal vorbei, zeigt mal, was man machen kann, die dann aber sagen, wir brauchen keine Begleitung, wir machen das alles selber und da würde ich schon sagen, da merkt man, dass bei vielen Unternehmen dann doch der Faden abreißt, weil die es einfach nicht schaffen, das ins Tagesgeschäft hineinzubringen und ich meine, das ist auch ganz klar, warum ist das so? Alle erzählen uns, mit KI wird alles schneller und besser, die Wahrheit ist aber, wenn du mit KI anfängst, es wird ja erstmal langsamer, weil ich muss ja erstmal durch das Tal der Tränen durch, ich weiß ja gar nicht, wie das geht, die Ergebnisse sind nicht die, die ich haben will und ich glaube, viele schaffen es dann wirklich nicht, dieses Tal der Tränen zu überwinden und dann schlafen die Projekte auch wieder ein. Ich möchte aber auch sagen, dass wir eine ganze Menge von Unternehmen begleitet haben, teilweise über drei Monate, über sechs Monate, vielleicht auch mal über neun Monate, die uns aber irgendwann gesagt haben, wir brauchen euch nicht mehr, wir sind jetzt richtig stark und die dann auch so beim Checkout, wir machen dann nochmal so eine Abschlussrunde, wo wir dann fragen, wie war es und was habt ihr gelernt und was habt ihr Tolles entwickelt und da haben wir wirklich ein paar Unternehmen, die bauen inzwischen so krass Tools, Tim, da staune ich und da bin ich wirklich manchmal fast ein bisschen traurig, dass wir die nicht weiter begleiten dürfen, dass ich nicht miterleben darf, was die jetzt noch für tolle Sachen bauen und ich glaube, die Unternehmen, die es jetzt wirklich schon schaffen, KI zu nutzen, die werden wirklich spürbar schneller und besser und ich muss es einfach so sagen, die Unternehmen, die sagen, wir warten erstmal ab, ich glaube, das wird schwer werden für die, weil wenn wir erstmal dahin kommen, dass der Markt eine höhere Dynamik hat und das wirklich ein Großteil der Unternehmen ein ganz anderes Tempo und eine ganz andere Qualität abliefert und du merkst, dass dein Geschäftsmodell erodiert, dass du nicht mehr mitkommst, dann hast du vielleicht nicht mehr die Zeit und auch nicht mehr das Geld über, dass du dann in die KI-Transformation investieren müsstest. Deswegen glaube ich schon, es ist schwieriger, als man denkt, aber die Notwendigkeit ist hoch. Triffst du da auch häufig auf den Glauben, dass, ja wir haben jetzt ein paar Chat-GPT-Accounts und haben so fünf Promts und jetzt sind wir in der KI angekommen, dass viele so denken und nicht realisieren, dass es viel tiefer geht? Nee, das glaube ich nicht. Also ich würde eher sagen, um mal in so einer Metapher zu bleiben, entweder fangen die Feuer und die brennen oder es schläft ein. Dass so irgendjemand sagt, ach jetzt habe ich hier fünf Promts und jetzt komme ich klar, jetzt bin ich in der Glückseligkeit angekommen, das glaube ich nicht. Weil wirklich, wenn du Feuer fängst und wenn du dafür brennst, dann willst du ja mehr und dann sagst du, boah warum soll ich das noch selber machen, warum soll ich das noch selber machen? Also entweder, meiner Erfahrung nach, entweder passiert das oder es schläft wieder ein und dann kommt so eine Gewissheit auf, ach wir sind doch selber genauso schnell und genauso gut wie die KI. Ich sehe eher diese beiden Pole, auch wenn es wahrscheinlich Leute dazwischen geben wird, aber die habe ich noch nicht kennengelernt. Okay, das war jetzt eher so lösungstechnisch orientiert, wie siehst du den Faktor Mensch im Moment? Also wie, weil das ist ja das Elementare, wenn der Mensch nicht offen dafür ist, jetzt ganz allgemein gesprochen, kriegst du es so nicht hin. Auf der anderen Seite hast du natürlich Organisationen, die, ich sage mal, das Thema von oben ins Unternehmen runterspielen und dann gibt es halt auch Menschen, die intrinsisch so einen Bock darauf haben, die es von unten ins Unternehmen rein spielen. Was du beide schon erlebt haben, was sagst du dazu? Ich liebe diese Diskussion, weil die wird an allen Ecken und Enden geführt und ich bin, ich spreche auch auf vielen Kongressen und dann habe ich vor mir, hinter mir andere Speaker und dann hast du immer die, die sagen, KI-Transformation muss von unten kommen, muss von den Leuten getragen werden und dann hast du immer die, die sagen, ne, KI-Transformation muss von oben kommen. Ich glaube, die Wahrheit liegt, wie so oft im Leben, einfach in der Mitte. Ich glaube, wir brauchen einfach beides. Ich glaube, wir brauchen zum einen die Unternehmern, die Entscheider, die den Rahmen schaffen, die die Freiräume geben, die die Tools bereitstellen, die die Zeitbudgets geben, auch einfach die Geldbudgets, machen wir uns nichts vor, der kostet ja Geld. Also ich glaube, wenn die Chefs in den Unternehmen nicht mitziehen, wenn die nicht die Zeit und das Geld und die Begleitung und so weiter, wenn die das nicht zur Verfügung stellen, wie soll das denn funktionieren? Wie soll denn jemand, der im Tagesgeschäft voll drin ist, im Trott, wie soll der denn noch eine KI-Transformation machen? Das muss von oben angeleitet werden. Auf der anderen Seite kann der wahre Wandel nur, ich mag schon gar nicht diese Formulierung von unten, aber ich sag mal, von den Experten, von den Leuten, die im operativen Tagesgeschäft sind, der Wandel kann nur von dort kommen, weil letzten Endes die haben ja das Fachwissen, die kennen die Prozesse. Die wissen, was zu tun ist. Wer soll denn die Prompts schreiben, wenn nicht die? Und wer soll die Ergebnisse bewerten, wenn nicht die? Deswegen bin ich mir wirklich ganz sicher, Tim, ich hoffe, dass mich mal irgendjemand bucht, dass ich dazu mal einen Vortrag machen darf. Ich bin mir ganz sicher, das Ganze kann nur funktionieren, wenn wir die Rahmenbedingungen bekommen und wenn wir am Ende den Leuten die Möglichkeit geben, das auf der Fachebene, auf der Expertenebene dann auch voranzutreiben. Das eine ohne das andere wird nicht funktionieren. Okay. Ja, habe ich jetzt auch so viel Meinung zu. Ich muss gerade ein- und ausatmen. Ich unterstütze das erstmal. Und ich habe auch eine Idee, wo man das eventuell mal wundervoll vortragen kann. Ich komme darauf zurück. Alles klar. Alles klar. Lass uns mal jetzt ins nächste Jahr schauen. 2026. Ja, wie blickst du allgemein erstmal so gefasst drauf? Und ja, erstmal das. Also vor der Frage habe ich mich ein bisschen gefürchtet. Ja. Ja, weil ich habe da wirklich, ich habe da zwei Herzen in meiner Brust. Das eine ist schon so, wenn ich jetzt für uns, für Move Elevator drauf gucke, dann bin ich da eigentlich optimistisch, weil wir haben schon seit zwei Jahren eine klare Vision, wo wir hinwollen. Wir machen unsere eigene Transformation. Du hast es gesagt, wir haben unsere eigenen Tools. Wir kümmern uns sehr stark um das Thema, wie setzen wir KI überhaupt rechtssicher, datenschutzkonform ein und so weiter. Und das funktioniert auch. Und ich habe ja von unserer Kompetenzpyramide und der Transformation erzählt, das läuft. Und von den Zahlen gucken wir auch optimistisch ins nächste Jahr. Trotzdem, ich habe das gerade schon mal angedeutet, trotzdem bin ich ja nicht blind für das, was da draußen passiert. Und wir haben eine ganze Menge Kunden und wir unterhalten uns auch mit denen natürlich, wie die das Jahr sehen, wie die in die Zukunft gucken. Ich lese auch Zeitung, ich lese das Handelsblatt und so weiter. Und es lässt sich nicht ignorieren, dass es anspruchsvolle Zeiten sind für den Wirtschafts- und Industriestandort Deutschland. Vielen Unternehmen geht es einfach nicht gut. Und das ist nun mal der Teich, in dem wir schwimmen. Und es macht mir schon ein bisschen Sorge, ich habe auch ein bisschen Angst davor, dass dieser Teich austrocknen könnte, trockenfallen könnte, wie auch immer. Und deswegen sagen wir auch, unsere Mission ist, wir bieten ja eine ganze Menge, ich will jetzt gar nicht so viel über uns erzählen, aber unsere Mission bei MoveElevator ist, dass wir sagen, wir wollen Unternehmen in Deutschland helfen, innovativer zu werden. Kundenzentrierter zu arbeiten, Produkte, Dienstleistungen, Angebote, Marketingstrategien so zu verändern, dass wir mehr auf die echten Sehnsüchte der Menschen da draußen abzielen und dadurch auch diesen Standort wieder wettbewerbsfähiger machen. Aber ich habe es vorhin schon mal gesagt, ich meine das auch ehrlich so, wir sind halt auch nur 100 Leute, wir können nicht den Lauf der Dinge verändern. Und ich hoffe dann irgendwie, dass wir klein genug sind, dass es für uns auch weiterhin einen Markt gibt. Wir tun alles dafür, das zu verändern. Aber ich möchte es nochmal sagen, auch wenn ich für uns optimistisch in die Zukunft gucke, kann ich die Augen nicht davor verschließen, was einfach gerade passiert. Ja, okay. Wenn wir so ein bisschen spezieller auf das Thema Technologie und KI halt nochmal schauen, hast du da so ein Gefühl? Ich weiß, also wenn man mir die Frage stellt, so was kommt denn in KI? Und das macht sich schon so bemerkbar. Ich habe Ende Januar, habe ich einen Vortrag, ich sage mal so Marketingtrends, KI-Trends 2026. Ja, den fange ich, also die Vorbereitung fange ich jetzt nicht an. Das mache ich wirklich knapp vorher, weil wenn man sich mit dem Thema ein bisschen intensiver beschäftigt, es ist einfach, da muss man auch sehr gut filtern können, was dann irgendwie was wird oder auch nicht. Deswegen ist es echt schwer, aber was glaubst du, was so 2026, ich sage mal Marketing, KI stärker aufkommen wird, was uns beschäftigen wird vielleicht? Ja, also ich glaube, meine Hypothese ist, dass uns vor allen Dingen das Thema Automatisierung bewegen wird. Zum einen über dieses ganze Thema Agents, zum anderen merken wir aber auch, dass ja eigentlich in jeder Software, die wir als Agentur nutzen und wir nutzen eine ganze Menge, werden ja schon nativ immer mehr KI-Funktionen integriert, die halt Arbeit vereinfachen. Und teilweise Produktivitätsgewinne von 50 Prozent versprechen. Und da muss man schon sagen, das wird nochmal spannend, wie wir das alles so abfangen. Wenn unsere Leute die gleiche Arbeit in der Hälfte der Zeit erbringen, dann wird natürlich die Produktivität vor allen Dingen wachsen. Aber für uns als Dienstleister, wir müssen natürlich hollisch aufpassen, dass nicht der Kunde sagt, ach super, ihr schafft das jetzt in der Hälfte der Zeit. Dann habe ich ja die Hälfte des Geldes gespart und uns würde quasi der Umsatz wegbrechen. Und deswegen arbeiten wir sehr stark daran, eben diese Beratungskompetenzen, diese Steuerungskompetenzen und so weiter aufzubauen und auch einzubringen. Dass wir sagen, okay, das, was wir früher gemacht haben, also die eigentliche Arbeit, ich sage mal das Schreiben von Texten, das Feinjustieren von irgendwelchen Kampagnen, das macht vielleicht die KI, aber wir bauen mehr Beratungsangebot drumherum, um einfach mehr zu machen und dafür zu sorgen, dass das noch zielgenauer wird und noch wirksamer wird. Also ich glaube, wir werden weniger das machen, was wir in den letzten fünf Jahren gemacht haben und es wird mehr unsere Aufgabe sein, eigentlich der KI Kontext zu geben, eine genauere Zielbeschreibung zu entwickeln, nicht machen wir mal eine Kampagne für den deutschen Mittelstand, sondern dann eben herauszuarbeiten, wer ist genau eure Zielgruppe, welche Schmerzen haben die, wie können wir darauf zugreifen und so weiter. Und dann, das sage ich auch immer, wir brauchen uns ja nicht einzubilden, dass wir einfach alles das nehmen können, was aus der KI rauskommt, wir werden ja viel mehr gefordert sein, diese Ergebnisse zu bewerten, also Wort des Jahres in den USA ist jetzt gerade Slop, also dieser Mist, der teilweise von KI produziert wird. Und ich fand das ganz interessant zu lesen, also Slop steht ja eigentlich für so Schlamm, der so sich am Meeresboden sammelt und dieser Schlamm droht uns ja zuzumüllen und ich glaube, da werden wir in Zukunft eine unheimlich starke Gatekeeper-Rolle haben, um eben zu bewerten, ist das Slop oder bringt uns das wirklich nach vorne und wir werden gefordert sein, alle diese Prozesse zu strukturieren, zu moderieren, am Laufen zu halten, zu gucken, welchen Impact haben wir wirklich und deswegen ein letztes Mal meine Kompetenzpyramide, ich glaube, wir werden in der Kompetenzpyramide wirklich nach oben rücken und werden höherwertige Arbeiten erbringen und da ist auch jeder von uns allen, also auch hier von den Zuhörern aufgefordert, zu überlegen, wie kann ich eigentlich das, was ich jeden Tag mache, hinterfragen und wie kann ich mich auch in der Kompetenzpyramide weiter nach oben bewegen, damit ich auch in Zukunft, wir sagen immer so krass, eine Daseinsberechtigung einfach habe, zumindest jetzt beruflich. Super interessant, vielen Dank, ich habe auch tausend Ideen wieder am Kopf, du kennst mich, bei mir geht immer das Feuerwerk im Kopf an, wenn wir miteinander sprechen. An der Stelle erstmal ganz, ganz lieben Dank, dass wir so ein bisschen Rückblick machen konnten, vor allem auch so persönlich und Business so ein bisschen getrennt und auch einen Ausblick machen konnten. Ich habe eine Abschlussfrage, die möchte ich da nochmal droppen, die habe ich bei ein paar Gästen jetzt auch schon mal ausprobiert und die Antworten waren erwartbar, unerwartbar, das war wirklich sehr, sehr interessant. Welche Aufgabe lässt du dir am liebsten von künstlicher Intelligenz abnehmen? Oh, ey, richtig geile Frage und abnehmen ist auch schon ein geiles Stichwort. Okay, jetzt kommt es. Ja, wirklich, weil ich habe ja, du, ich möchte eigentlich zwei Beispiele nennen, ist das okay? Ja, aber gerne, doch, hau raus. Okay, also das erste ist wirklich, ich habe dieses Jahr drei Kilo abgenommen und davon aber fast sechs Kilo Fett und habe dann eben auch Muskeln aufgebaut, weil ich in den letzten Jahren gesagt habe, Leute, das kann doch nicht sein, ich reiße mich so am Riemen, ich esse immer weniger, ich versuche immer mehr Kalorien zu sparen und ich nehme trotzdem nicht ab, ganz im Gegenteil. Und das hat mich so frustriert und dann habe ich irgendwann im Mai gesagt, das muss anders gehen und habe dann mir ein Custom GPT gemacht, habe angefangen mein ganzes Essen zu fotografieren und Chet GPT immer zu verraten, was ich esse und er soll das mal analysieren und das hat nur ein paar Tage gedauert, da hat Chet GPT mir gesagt, Alter, so funktioniert das nicht, du ernährst dich komplett verkehrt und dann hat er mir erklärt, ich esse erstens viel zu wenig, ich bin viel zu stark im Defizit und sagt, dadurch ist mein Körper immer im Alarmzustand und will immer, wenn es mehr Kalorien gibt, die aufsparen und deswegen hatte ich dann auch sichtbar Reserven aufgebaut, dann hat er mir gesagt, ich mache auch Sport, dann hat er gesagt, du isst zu wenig Eiweiß, du nimmst zu wenig Eiweiß zu dir, zu wenig Protein, so kannst du keine Muskeln aufbauen, das musst du ändern. Und drittens hat er gesagt, Alter, bei allen, als wenn das nicht schon genug wäre, du isst viel zu fett und dann sind ganz krasse Sachen dabei rausgekommen, zum Beispiel ein Brathähnchen hat mit knuspriger Haut fast doppelt so viel Kalorien wie ohne und so weiter und dann habe ich angefangen das umzubauen und ich habe mit Chet GPT ganz problemlos meine Ernährung umgestellt und nehme seitdem kontinuierlich Fett ab und baue Muskeln auf. Einfach nur durch eine Ernährungsumstellung mit Chet GPT, also wenn jemand diesen Prompt haben möchte, kann er sich gerne bei mir melden. Ich hätte einen Bewerber, alles klar, sauber. Ja und das andere, vielleicht auch noch ganz kurz, ich mache ja auch privat natürlich Altersvorsorge, ich spare Geld, investiere dann auch in Aktien und Aktien weiß man ja, das ist ja ein hochemotionales Thema, wenn die Börsen jubeln, dann wollen ja alle noch rein, wenn der DAX auf Höchstständen ist, wird gekauft und wenn es dann bergab geht, wenn man sagt, boah jetzt habe ich schon so viel verloren, dann wird verkauft. Tim, wir beide wissen, es wäre geil, wenn man es genau andersrum machen könnte, wenn man kaufen würde, wenn die Aktien niedrig sind und verkauft, wenn sie auf dem Höhepunkt sind. Ist aber sehr schwer. Ich kann auch da meinen Prompt gerne teilen, ich habe einen privaten Aktienberater und der schickt mir jeden Tag eine Nachricht, was zu tun ist, der überwacht mein Aktiendepot, gibt mir Stop Loss, also sagt, ich richte das so ein, wenn der Punkt unterschritten wird, dann alles verkaufen, wenn ein Cycle da ist, sagt er kaufen. Und das funktioniert einfach extrem gut und ich habe jetzt gerade, also vor ein paar Wochen, hat er bei mir fast alle Aktien verkauft, also ich habe gerade das halbe Depot leer verkauft und er schreibt mir jeden Tag, bitte nichts machen, nichts machen. Es ist zu instabil, um weitere Sachen zu verkaufen, es ist aber nicht instabil genug, um alles zu verkaufen und ich mache vielleicht nicht blind alles das, was ChatGPT mir sagt, aber es hilft mir extrem, da mal Ruhe reinzubringen und der hat natürlich viel mehr Daten zur Verfügung, als ich das hätte. Insofern habe ich einfach zwei Lebensbereiche mit ChatGPT abgedeckt, wo es mir messbar gute Ergebnisse gebracht hat und wo es mich vor allen Dingen echt mental entlastet von Dingen, die mich beide in der Vergangenheit, wie man im Ruhrgebiet so schön sagen würde, fertig gemacht haben. Ja, der Hans kommt auch aus einem guten alten Ruhrgebiet, wie ich auch. Richtig, aus Duisburg. Aus Duisburg, ja hier Essen. Coole Sachen, danke, das war auch wieder unerwartet, was da kommt und ich glaube, das muss die Leute echt noch viel mehr fragen. Am besten natürlich Leute, die sich auch ein bisschen damit befassen, weil sonst kriegt man nur, ja, ich frage, wie morgen das Wetter ist oder so, das ist natürlich ein bisschen eindimensional. Hans, ganz herzlichen Dank, dass du dir die Zeit in der Vorweihnachtszeit genommen hast, ich weiß auch, dass du eng durchgetaktet bist, von daher wirklich mein allerherzigster Dank. Ich wünsche dir, dass du gut in die Weihnachtszeit kommst, dass du eine ganz tolle, ruhige Weihnacht mit deiner Familie hast, mit all deinen Lieben. Ja und dann ein bisschen durchatmen und dann machen wir einfach wieder weiter und treffen uns regelmäßig, vielleicht nehmen wir ab und zu noch was auf und ja, vielleicht sagst du auch noch ein paar nette Worte. Ja, danke, dass du mir noch den Raum dafür gibst, also ich wollte auch zum einen nochmal sagen, vielen, vielen Dank für die Einladung, mir hat es auch sehr, sehr, sehr viel Spaß gemacht. Ich finde auch deine Fragen immer auf den Punkt und das hilft mir natürlich dann auch, neue Gedanken zu entwickeln und deswegen erstmal vielen, vielen Dank für die Gelegenheit. Zum anderen möchte ich aber auch dir ein frohes Fest wünschen, all den Hörern da draußen und natürlich auch einen guten Rutsch ins neue Jahr. 2026 wird sicher sportlich, aber ich glaube, wer hier wirklich versucht vor der Welle zu bleiben, wer sich in diesen ganzen Themen engagiert und wer da innovative Lösungen entwickelt, ich bin mir ganz sicher, dass für diese Leute auch in Zukunft eine gute Rolle, ein guter Platz da sein wird. Du weißt Kai Fuli, einer der Großen aus dem Silicon Valley, der hat ja schon vor drei Jahren zur Einführung von Chet Chippie T hat er gesagt, KI wird nicht Menschen verdrängen, sondern Menschen, die KI nutzen, werden die Menschen verdrängen, die sie nicht nutzen oder wird denen den Arbeitsplatz wegnehmen, die sie nicht nutzen. Und ich glaube, dass dieser Spruch immer noch gilt und ich glaube, dass wir einfach aufgefordert sind, diese Chance, die sich uns da bietet, zu nutzen und einfach zu schauen, dass wir das Beste daraus machen. So, das wäre mein Wort zum Sonntag. In diesem Sinne, frohe Weihnachten und guten Rutsch. Frohe Weihnachten, guten Rutsch, macht’s gut da draußen. Tschüss. Tschüss.


Diese Episode ist Teil des Podcasts Benzingespräche von Tim Klötzing.