Einleitung
In der neuesten Episode von ‚Benzingespräche‘ begrüßt Tim Klötzing den KI-Experten Dr. Steven Zierke. Gemeinsam diskutieren sie die Entwicklungen und Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz (KI) im Autohandel und werfen einen Blick auf das Jahr 2024. Dr. Zierke teilt seine Erfahrungen und gibt wertvolle Einblicke in die Zukunft der Automobilbranche.
Die Rolle der KI im Autohandel
Dr. Steven Zierke, Geschäftsführer von Mobile App, hat sich auf die Digitalisierung der Kundenkommunikation im Autohandel spezialisiert. In der Episode betont er, wie wichtig es ist, KI effizient einzusetzen, um Prozesse zu optimieren und die Kundeninteraktion zu verbessern. Mit über 28 Jahren Erfahrung im Bereich KI bringt Dr. Zierke ein tiefes Verständnis für die Technologie mit.
Entwicklungen im Jahr 2024
Das Jahr 2024 war für die KI-Entwicklung im Autohandel ein entscheidendes Jahr. Dr. Zierke beschreibt, wie seine Firma den VoiceBot auf den Markt gebracht hat, der mit einer Qualität und Geschwindigkeit überzeugt, die zuvor nicht möglich war. Diese Fortschritte wurden durch die verbesserte Verfügbarkeit von Rechenressourcen und die Weiterentwicklung der Sprachmodelle ermöglicht.
Herausforderungen und Chancen
Obwohl die KI-Technologie im Autohandel große Fortschritte gemacht hat, gibt es noch Herausforderungen zu bewältigen. Dr. Zierke spricht über die Notwendigkeit, KI-Modelle weiter zu optimieren und die Effizienz zu steigern. Gleichzeitig sieht er enorme Chancen, die durch die Integration von KI in die Geschäftsprozesse entstehen.
Ein Blick in die Zukunft
Mit Blick auf das Jahr 2025 ist Dr. Zierke optimistisch, dass die KI-Technologie im Autohandel weiter an Bedeutung gewinnen wird. Er erwartet, dass die Automobilbranche zunehmend auf KI-gestützte Lösungen setzt, um die Kundenbindung zu stärken und die betriebliche Effizienz zu verbessern.
Fazit
Das Gespräch mit Dr. Steven Zierke bietet wertvolle Einblicke in die aktuellen Entwicklungen und zukünftigen Trends der KI im Autohandel. Die Episode zeigt, wie wichtig es ist, sich kontinuierlich weiterzubilden und die neuesten Technologien zu integrieren, um im Wettbewerb erfolgreich zu bleiben.
Show Notes & Key Takeaways
Themen:
- Einführung in die KI im Autohandel
- Entwicklungen im Jahr 2024
- Herausforderungen und Chancen der KI
- Optimierung und Effizienzsteigerung
- Zukunftsausblick 2025
Key Takeaways:
- KI ist ein wesentlicher Treiber für Innovation im Autohandel.
- Die Verfügbarkeit von Rechenressourcen hat die KI-Entwicklung beschleunigt.
- VoiceBots bieten neue Möglichkeiten in der Kundenkommunikation.
- Effizienzsteigerung durch KI ist entscheidend für den Erfolg.
- Die Automobilbranche wird zunehmend auf KI-gestützte Lösungen setzen.
- Kontinuierliche Weiterbildung ist unerlässlich, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
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Benzingespräche – der Branche- und Personality-Talk der deutschen Automobilwirtschaft. Der Podcast für und mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind, erzählt zu werden. Es geht um neue und verschiedene Blickwinkel auf die Autobranche und persönliche Meinungen zukünftiger Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, Content-Creator und freier Automarketing-Berater. Kurzer Hinweis auf meinen starken Partner auto1.com. auto1.com, Europas größte Handelsplattform für Gebrauchtwagen, hat richtig was zu bieten. Die meisten wissen es ja, als Händler könnt ihr Gebrauchtwagen kaufen und vermarkten. Aber jetzt kommt’s, denn seit einiger Zeit erhält man bei auto1.com sogar eine eigene Finanzierungslinie und kann Fahrzeuge mit einem Klick direkt nach der Auktion ohne Einsatz von Eigenkapital finanzieren. Das sogar mit einer 24-Stunden-Rückgabe-Auktion. Und für alle Remarketing-Spezialisten da draußen gibt es jetzt die neuen Händler-Auktionen, mit denen man in Zahlungnahmen, Leasingverläufer und Co. an über 60.000 Händler in 30 Ländern vermarkten kann. Schaut gern vorbei auf auto1.com. Herzlich Willkommen zurück bei meinem Podcast Benzingespräche. Und ja, herzlich Willkommen in 2025, der ersten Folge im neuen Jahr, weil mein Gast und ich, wir nehmen zwar noch Ende 2024 auf, aber ich habe ihm gar nicht Bescheid gesagt, dass wir 2025 in der ersten oder zweiten Januarwoche damit starten und rauskommen. Anyway, das ist die dritte Folge des kleinen, ich nenne das mal KI-Jahreswechsel-Specials. Und da haben wir bis jetzt so über die Auswirkungen von künstlicher Intelligenz auf Unternehmen und auf das Marketing gesprochen. Da war ein toller Gast, der Hans Picharczek, mit dem konnte ich das gut beleuchten. Dann die letzte Folge, so der Klassiker zum Jahreswechsel. Da ist immer mein Talk-Gast, der liebe Jörg von Steinecker, mit dem habe ich das glaube ich jetzt im fünften oder sechsten Jahr, ich weiß es schon wieder gar nicht mehr, mal wieder gemacht zum Jahreswechsel, wo wir uns unterhalten haben, wie war das denn so und was gibt es so Neues. Und da ging es um KI, Stand der Dinge, Kontext, Autohandel, Prozesse und Co. Nun und heute, mein Gast, der wird schon ganz unruhig, da haben wir auch wieder einen absoluten Experten hier bei uns, den lieben Dr. Steven Zierke. Hi Steven! Ja, hallo Tim, schön bei dir sein zu dürfen. Und jetzt habe ich ja gerade erfahren, es ist 2025, dann bin ich auch wirklich super entspannt. Also jetzt Ende des Jahres muss ich sagen, ja, das Jahr war lang und positiv anstrengend. Aber dann, wo die Hörer das hier hören, sind wir alle wieder mega entspannt nach den Weihnachtsferien. Ja, inoffiziell habe ich auch gehört, was du noch schönes die letzten Tage in diesem Jahr vorhast. Da muss ich sagen, Lob und Anerkennung, ich wünsche dir viel Spaß. Und wenn die Leute das hören, bist du wirklich entspannt, das finde ich geil. Urlaub! Ja, das war aber auch nötig, also ich glaube so ein Jahr, man sagt das ja jedes Jahr immer wieder, aber so ein Jahr wie dieses Jahr war schon was Besonderes. War schon viel, aber du bist ja auch jemand, da muss ich dich zwangsläufig auch mit dem Jörg von Steinecker vergleichen und unbekannterweise auch mit dem Hans, weil immer wenn ich euch irgendwie treffe oder spreche, ihr seid so grundpositive Menschen. Das muss ich dir auch echt mal sagen, es macht immer so viel Spaß. Ja, vielen Dank und deswegen verstehen Jörg und ich uns, glaube ich, auch sehr gut. Das kann man gerne sagen, ja. Das ist echt krass. Also, und du hast auch ein Bevor… Ne, pass auf, wir machen das anders. Wie dein Jahr war, gleich, ich wollte eigentlich, schiebe ich mal eben was ein, ich wollte eigentlich hiermit aufmachen, ich spiele mal eben was ein. Hallo und herzlich willkommen bei meinem Podcast Benzingespräche. Herzlich willkommen in 2025 bei der ersten Folge im neuen Jahr. Das wollte ich am Anfang laufen lassen und das einfach mal so wirken lassen und hören, was du dazu sagst. Und du sagst so? Ja, damit fing eigentlich alles an, mit diesen ganzen Beispielen von KI, ob es jetzt der Papst auf dem Esel war, um jetzt visuell was zu zeigen, ob diese verschiedenen Text-to-Speech-Generatoren, ob es irgendwelche Avatare waren, die gesprochen haben. Und du weißt, wir beide waren vor zwei Jahren auf der More-Konferenz und haben ja auch solche Sachen gezeigt, noch und nöcher. Und damit fing so ein bisschen diese Euphorie an. Und ich glaube, das Faszinierende daran ist jetzt, dass aus dieser Euphorie, wie auch immer diese Kurve ja so verläuft, das wissen wir ja, auch eine kleine Ernüchterung entstanden ist, aber parallel zur Ernüchterung halt auch die Phase der Optimierung und der Phase der Effizienz und wie setze ich KI wirklich ein, die ist halt gekommen und die geht inzwischen weit darüber hinaus. Und ich glaube, das ist auch das, was Jörg immer wieder, worüber er wieder erzählt, immer wieder super spannend und auch wichtig, dass wir in Richtung Effizienz gehen, wenn es zum Thema KI geht. Ja, das war einfach mal eben, ich hatte echt überlegt, ob ich das so am Anfang laufen lasse und so als Überraschungsopener. Und ich war damit fertig, habe das ein paar Minuten vor der Aufnahme fertig gemacht. Das hat wirklich Sekunden gedauert, wenn man ehrlich ist. Und dann war ich fertig und habe das so getestet und dachte so, das ist ja ein toller Test, wenn der Steven dich dabei sehen kann und sieht, dass du gar nicht den Mund bewegst. Und ich so, ja Tim, du hast ja wirklich um die Ecke gedacht. Wobei, wo du sagst, das hat nur ein paar Sekunden gedauert, das ist natürlich bei solchen Themen wie Live-Kommunikation, KI-Gestütz, also jetzt Voicebots und Co. natürlich hyperrelevant. Und wir haben Systeme im Einsatz, die haben eine Latenzzeit von 100 Millisekunden, wo sie anfangen sofort zu reden. Das heißt, ich tippe was ein und 100 Millisekunden, also eine zehntel Sekunde später, fängt er schon an mit Audiospuren. Und das ist bei solchen Sachen natürlich immens wichtig und genauso wichtig wie die Qualität der Sprache, halt auch die Geschwindigkeit der Sprache. Jetzt habe ich schon zweimal begrüßt. Die meisten wissen, wer ich bin, die meisten wissen auch, wer du bist. Aber vielleicht sind es ja noch ein paar dabei, die ich nicht so gut kenne. Von daher würde ich dich einmal bitten, vielleicht, dass du dich mal kurz vorstellst und vielleicht noch so einen kleinen Pitch, warum es immer eine gute Idee ist, sich genau mit dir über Künstliche Intelligenz zu unterhalten. Okay, also vielleicht zu uns als Firma, die Firma ist Mobile App. Ich bin Geschäftsführer in der Gesellschaft da schon sehr, sehr lange. Schon von Anfang an habe ich die Firma gegründet. Und wir haben uns, nachdem wir ursprünglich eigentlich in der Vergangenheit uns hauptsächlich mit Apps beschäftigt hatten, über 4000 Apps entwickelt haben, sind wir in die Outdoor-Branche rein und versuchen so ein bisschen den Bereich abzudecken, wo es um Kundenkommunikation geht. Also wie kommuniziert der Endkunde digital mit dem Autohaus. Also Fokus auf Digitalisierung natürlich, also die digitalen Schnittstellen, also wie kann er Online-Termine buchen, wie kann er mit dem Kunden interagieren und so weiter, chatten, reden und so weiter, aber überall da, wo wir digitalisieren und Prozesse optimieren. Und da haben wir inzwischen, ja, ich denke mal, sehr, sehr gut etablierte Software entwickelt. Und da fühlen wir uns sehr, sehr wohl in der Branche. Und warum KI? Na, ich selbst bin im Bereich KI seit, ich sage es mal neulich ausgehend, wirklich 28 Jahren aktiv. Aber da ist immer die Frage, was nennt man KI? Das hat man früher nicht so stark KI genannt. Aber ich bin als wirklicher Nerd, glaube ich, was ich wirklich sagen kann, also ich entwickle da auch selbst, ja, das ist eine Wahnsinnsleidenschaft von mir. Es macht unglaublich viel Spaß und ich habe diese Entwicklung sehr, sehr lange mitgemacht und dadurch natürlich auch in den letzten zwei Jahren massiv mitgemacht und versuche da einfach auch vorne mitzumischen und auch den Handel dabei zu unterstützen, das wirklich effizient einzusetzen und die nächsten Schritte zu gehen. Ist das, wenn man, wenn du schon, du hast ja in dem Bereich auch studiert, was war das? Das war Nanotechnik im Bereich Quantenphysik. Das ging also mehr in dem Bereich Halblattertechnik und so. Wenn man, wenn man so wie du schon so lange mit dem Thema so latent irgendwie zu tun hat und dann das jetzt so ein, so ein, man kann es ja nichtmals mehr Aufwind nennen, so ist auch kein Trend, wenn das so einsetzt, so massiv und dann das für dich so auf den Punkt kommt, wo du ja, ich sag mal, schon ganz viel tiefes Wissen hast, wo viele ja, ich sag mal, ihr Wissen in der Anwendung haben und du aber so ein bisschen auch da reingucken kannst. Ist das auch ein bisschen wie Weihnachten für dich? Ja, ein bisschen, ja, tatsächlich. Also das Faszinierende war, dass, dass wir eigentlich schon, oder wir, also die Community eigentlich schon immer wusste, KI ist real und KI kann funktionieren, aber da kam das ganz, ganz große Aber, völlig unmöglich, dass es Ressourcen gibt. Also, dass es wirklich diese GPUs in dieser Größenordnung gibt, die das so vernünftig und, und so nachhaltig in Modelle packen können. Also der, der Programmier-, oder der, der eigentliche Aufwand, um diese Modelle zu entwickeln oder nachher zu trainieren, der war so immens hoch und das war nicht das Hundertfache oder Tausendfache von dem, was einem fehlte, sondern das Milliardenfache, was an den Ressourcen fehlte. Also man hätte Milliarden von Computern hinstellen müssen, um diese Ressourcen aufzubringen und das hat sich dann massiv in den letzten Jahren verändert, natürlich durch NVIDIA maßgeblich. Und mit einmal war was möglich, wovon wir geträumt haben. Also wirklich die Möglichkeit, Modelle zu entwickeln, die natürlich jetzt die Amerikaner entwickelt haben mit OpenAI und Co. oder auch Meta. Das ist, war für uns vor ein paar Jahren völlig unvorstellbar, dass das machbar ist und jetzt haben wir diese Modelle und jetzt ist es natürlich super faszinierend zu sehen, wozu die in der Lage sind und was noch auf uns zukommt, klar, absolut. Okay, wie war denn so erstmal dein persönlicher Rückblick 2024? Das war natürlich wahrscheinlich geprägt dadurch, dass du ja auch dafür bekannt bist, in dem Thema gut aufgestellt zu sein und tief im Thema zu sein. Du warst wahrscheinlich einer der Gefragtesten in diesem Jahr, oder? Du warst viel unterwegs. Ich war sehr viel unterwegs, aber wir waren auch wirklich in den Startlöchern. Also wir haben das Jahr davor, in 23, haben wir unglaublich viel vorbereitet. Wir haben alles das, was wir auf dem Markt haben, eruiert und versuchten, eigene Produkte zu packen. Aber wir haben halt auch gemerkt, es ist noch nicht so weit. Also 23 war kein Jahr, wo die KI an einem Level war, wo sie wirklich effizient eingesetzt werden konnte. Das, was du gezeigt hast vorhin zum Beispiel auch, dieses Audiobeispiel, wo du sprichst, war in 23 nie in der Qualität da, nie in der Geschwindigkeit da. Unsere Spracherkennung, deutschsprachig vor allem, war nie da. Und wir hatten das aber alles im Hintergrund schon aufgebaut, weil wir gesehen haben, mit welcher Geschwindigkeit sich etwas entwickelt und haben dann tatsächlich zum Jahreswechsel, also jetzt gerade Anfang 2024, unseren VoiceBot auf den Markt gebracht und zwar in einer Qualität, die keiner hatte da zu dem Zeitpunkt. VoiceBots haben wir selbst schon vor sieben, acht Jahren gehabt. Aber das war Spielerei tatsächlich, also war kindische Spielerei im Verhältnis zu dem, was wir dann gestartet haben. Und so fing das Jahr 2024 mit einem Big Bang an tatsächlich. Und seitdem mit einem unglaublichen Tempo, also mit einer wahnsinnigen Geschwindigkeit auch der Veränderungen und auch das Verständnis davon auch meinerseits, wo ich täglich Stunden damit verbringe, mich zu dem Thema zu informieren und up to date zu halten und auch da hat sich unglaublich viel getan, weil mir im Kopf auch, dass ich jetzt eine klare Vorstellung habe, wo geht die Reise hin, was sind die nächsten Schritte und was erwartet uns in 2025 und da habe ich eine relativ gute Vorstellung, glaube ich. Okay, aber was waren denn so in diesem Jahr, wenn du so zurückblickst, so die großen, ich nenne es so ein bisschen Aha-Momente oder die großen Schritte, die du dann da jetzt wahrgenommen hast, wo 2023 viel nach Vorbereitung war, 2024 das mehr ins Rollen kam, wenn man so möchte? Ja, Anfang 2024 hatten wir noch diese Phase, wo wir gemerkt haben, Mensch, das ist faszinierend, das wollen wir mal ausprobieren. Also gerade der VoiceBot, das ist etwas, das hat Potenzial, lass uns das mal ausprobieren. Wir hatten die ersten großen Gruppen, die das eingesetzt haben und wir hatten die ersten 20, 50.000 Anrufe getätigt und haben gemerkt, wow, da tut sich was. Aber da war noch sehr viel Debugging, sehr viel Erfahrung sammeln, sehr viel Feintuning und was bietet das für Möglichkeiten. Das hat sich in der zweiten Jahreshälfte insofern verändert, dass es angekommen war und ich habe einige Kunden explizit, große Gruppen, die sagen, es gibt keinen Weg zurück mehr. Das Ding ist etabliert und das in so einer kurzen Zeit, also ein halbes Jahr später. Der VoiceBot ist ein fester Bestandteil, Punkt. Das heißt nicht, dass er perfekt ist, darum geht es überhaupt nicht, aber er ist so gut, dass er seine Aufgabe erfüllt. Muss er noch besser werden? Natürlich muss er noch besser werden. Wer weiter daran arbeitet? Absolut. Und er hat sicherlich noch hier und da Potenzial nach oben und Möglichkeiten, gerade in der Spracherkennung sich noch zu optimieren, aber es gibt keinen Weg zurück mehr. Der ist also angekommen und etabliert. Und das war für mich so ein großer Meilenstein in der kurzen Zeit vor allem und wir sind ja dann in die Richtung von Hunderttausenden von Anrufen. So viele schon? Ja, wir haben richtig viel Volumen. Wir haben ja an die 200 Kunden jetzt inzwischen, die den angedockt haben. Das Ding wird zum Mainstream, also wird zum absoluten Standardprodukt in so kurzer Zeit und jetzt kommt gerade die neue Phase, die ich jetzt für Q1 sehe, wo wir grundsätzlich über KI nachdenken und sehen, wie können wir KI nochmal anders spielen und wie verstehen wir den Unterschied zwischen Open AI und dem, was wir als Autohandel eigentlich benutzen wollen, weil wir die Grenzen von Open AI sehen und was bedeutet KI für uns als Handel? Weil tatsächlich, wenn du in die Runde mal fragst, wer ist der Meinung, dass KI immens wichtig ist, jeder nimmt die Hand hoch. Wenn du dann sagst, wer verwendet KI, dann sind es nur ein paar Hände. Und jetzt ist die Frage, was muss getan werden und was ist das Potenzial, damit jeder die Hand hebt und sagt, das ist unser tägliches Brot, das ist ein normales Werkzeug, was wir täglich verwenden. Und an dem Schritt sind wir gerade. Wenn du sagst, dass ihr da schon so viele Calls gemacht habt, nehmen wir es mal einfach ganz kurz verkürzt so. Ich glaube, da haben wir letztens schon mal in einem anderen Kontext darüber gesprochen. Wie ist denn die Akzeptanz? Weil die Frage, ich kann mir eins vorstellen, dass wenn die Akzeptanz bei den Entscheidern im Autohandel nicht unbedingt da ist, dass dann auch noch mehr reininterpretiert wird. Wenn ich das schon nicht irgendwie akzeptiere, dann akzeptieren meine Kunden, die bei uns anrufen, das schon gar nicht. Ja, das ist ein ganz wichtiges Thema, das muss man im Kontext sehen und muss auch im Verlauf sehen. Also Anfang des Jahres war die Akzeptanz deutlich geringer als jetzt Ende des Jahres. Also das haben wir jetzt schon gemerkt. Also die Menschen reagieren schon drauf, das ist das Erste. Das andere ist, dass wir natürlich den Menschen verstehen müssen, warum reagiert er wie, zu welcher Situation. Wenn ich außerhalb der Geschäftsführerzeiten einen Überlauf habe, ist die Akzeptanz sehr hoch, weil ich eine ganz andere Erwartungshaltung habe. Ich rufe an, nicht mit der Erwartungshaltung, dass jemand mir hilft. Aber ich habe jetzt jemanden, der mir hilft. Also warum eigentlich nicht? Also akzeptiere ich und habe eine hohe Erwartungshaltung, eine geringe Erwartungshaltung, aber eine hohe Erfüllungsrate. Wenn ich das innerhalb der Geschäftsführerzeiten mache, erwarte ich, dass ein Mensch rangeht. Und da ist dann klar, da ist die Erwartungshaltung. Der Mensch geht da ran, es geht jetzt ein Voice Bot ran, da bin ich nicht so zufrieden. Und da haben wir, wir nennen es diese Wiederholungstäter, die dann teilweise 20 Mal anrufen innerhalb einer Minute. Also Anrufe auflegen, Anrufe auflegen, weil die natürlich die Erwartung haben, irgendwann komme ich schon durch an den Menschen, weil der arbeitet ja gerade, der sitzt am Telefon, hat nur zu viel zu tun, irgendwann kriege ich ihn. Das heißt, man muss da sehr genau hinschauen. Und das sehr genau verstehen. Aber, und das ist der Punkt, Point of No Return für die Händler, es gibt keinen Weg zurück mehr, heißt im Umkehrschluss, ich habe gar keine andere Wahl. Ich bin an einem Punkt, wo ich nur begrenzte Ressourcen habe, wo ich begrenztes Budget habe, auch, ich kann nicht einfach aufweiten. Ich habe einen, der hat 1.700 Anrufe am Tag, nur für Gebrauchtwagenanfragen von Mobile. Der hat gar nicht die Möglichkeit, noch 5, 6 Leute einzustellen. Die Möglichkeit gibt es gar nicht. Punkt, Ende, aus. Und da hilft dann unser Bot mit seinen 60, 70%iger Annahmequote. Natürlich hilft der. Und zwar hilft der 60, 70% mehr als gar nicht. Und natürlich legen 30% sofort auf. Aber das sind 30% von 100%, die sowieso auflegen würden. Und das ist der Punkt, wo dann die Händler sagen, es gibt keinen Weg zurück mehr. Natürlich werden wir es optimieren und wir arbeiten dran, die letzten Prozent auch noch rauszukünsteln und werden uns immer weiterentwickeln. Und auch die Kunden werden eine höhere Akzeptanz haben, das ist ganz klar. Kann man da Unterschiede sehen? Angenommen, wir haben da jetzt irgendwie, weiß ich nicht, noch 100 Anrufe, die nicht bearbeitet worden wären, weil Personal nicht da. Und da haben wir jetzt eine Annahmequote von 60%, also 60 Anrufe sind durch ein Bot irgendwie angenommen worden. Gibt es da schon Erfahrungswerte, ob diese Leads, die dort aufgenommen werden, die nachher wieder in den normalen Prozessen landen, funktionieren die gleich, funktionieren die besser oder sind die schlechter? Ich weiß gar nicht, ob ich die Frage, also ob ich jetzt die Frage beantworten kann, das wäre eine Frage tatsächlich an unsere Kunden, wo wir meinen Kunden vielleicht einladen müssen und vielleicht zu dritt mal so ein Gespräch führen und einfach mal vielleicht auch einen Gebrauchtwagenverkäufer mal reinholen und ihn fragen, wie ist die Qualität der Leads. Was ich sagen kann, ist, dass wir intensiv mit den Kunden sprechen darüber, wie hättet ihr die Leads gerne. Also ich mache mal ein Beispiel, ein Gebrauchtwagenanrufer, also jemand, der Interesse hat an einem Gebrauchtwagen, ruft am Wochenende an. Ich kann natürlich sagen, vielen Dank für Ihren Anruf. Wie ist Ihr Name? Tim Klötzing. Jemand wird sich melden. Das ist eine Variante. Die andere Variante ist, ich sehe, Herr Klötzing, Sie rufen außerhalb von Deutschland an. Haben Sie denn vor, das Fahrzeug ins Ausland zu verkaufen? Oder in welchem Zeitraum wollen Sie denn das Auto kaufen? Oder so viele Fragen, die ich stellen kann, um ein Lead vorzuqualifizieren, um dann am Ende des Gesprächs zu sagen, lieber Herr Klötzing, es wird Montagfrüh jemand anrufen. Oder es wird im Laufe des Montags jemand anrufen. Oder Anfang nächster Woche meldet sich jemand bei Ihnen. Das sind Verbindlichkeiten, die unterschiedlich formuliert sind auf Basis der Auswertung der Vorqualifizierung des Leads. Und all solche Sachen kann man dann natürlich einbauen. Und jetzt geht es natürlich darum, dass dann der Händler natürlich für sich entscheidet, hat das was gebracht oder nicht, das müssen wir mal mit dem Händler sprechen. Aber technisch ist das halt machbar. Ja, ist total toll, dass wir sprechen, weil bei mir, ich beschäftige mich auch gerade viel mit dem Thema Lead Management und Co. Aber solche Gespräche können ja ohne Probleme transkribiert werden. Sprich, Voice to Text. Und wenn wir dann, ich sage mal, das digitalisiert haben, dann können wir es ja eigentlich auch in ein Lead Management System reinschreiben, was besprochen wurde. Und das genau in dem Lead Management System ja weitergeben an den Verkäufer, dass der weiß, was da besprochen wurde. Also die Lead-Anreicherung, ne? Machen wir auch. Also wir machen genau das, wir haben die unterschiedlichsten Systeme im Einsatz, jetzt schon, wo wir an die Systeme dann das Ticket weitergeben. Da haben wir die gängigsten Systeme, ich will jetzt auch keine Namen nennen, also alle Gängesysteme, die es gibt, die unterstützen wir und schicken die Daten dann hin und machen genau das. Ich glaube aber, ein ganz wichtiger Punkt, weil du es am Anfang gefragt hast, wie hoch ist die Akzeptanz. Ich glaube, wir müssen noch einen Schritt weiter gehen. Und das war ja auch bei der Mock-Konferenz das Thema, worüber ich gesprochen habe. Und weggehen von dem Ziel, eine reine KI zu bauen, wo der Mensch mit einer KI spricht, hin zu dem, dass eine KI den Menschen unterstützt. Und eigentlich wäre der erste Schritt gewesen, hey, wir unterstützen die Mitarbeiter vor Ort, bevor wir den Menschen draußen die Möglichkeit geben, mit dem Roboter zu sprechen. Jetzt war das natürlich für uns einfacher, deswegen haben wir den Schritt zuerst gemacht, aber jetzt aktuell sind wir gerade an dem zweiten Schritt dran. Heißt, wir unterstützen den Mitarbeiter dabei, schnell am Telefon Antworten zu finden. Weil wir mitbekommen haben, dass wenn wir unsere KI mit den ganzen Systemen koppeln, Datenbanken und APIs, also ganzen Schnittstellen, koppeln, ist er viel, viel schneller als der echte Mensch. Also wenn ich anrufe und sage, mein Name ist Tim Zieke, mein Kennzeichen ist HA123, ich wollte wissen, wann ein Auto abholbereit ist, dann kann er in einer zehntel Sekunde sagen, hallo Zieke, Auto ist abholbereit. Weil er sofort das Kennzeichen verstanden hat, reingeguckt ins System, Antwort raus, abholbereit ist abholbereit. Der Mitarbeiter müsste erstmal tippen, tippen, tippen, nachgucken und so weiter. Und irgendwann nach einer Minute sagt er, ja, ich habe sie jetzt gerade gefunden, ja, ist abholbereit. Die Informationen kann ich als Voicebot geben, ich kann sie aber auch dem Mitarbeiter geben. Das heißt, im Hintergrund wird zugehört, parallel. Und er sagt dann dem Mitarbeiter, bitte sag es dem Steven, sein Fahrzeug ist abholbereit. Eigentlich in dem Moment, wo er schon anruft. Und das sind Systeme, die dann dazu führen, dass es nicht darum geht, ist die Akzeptanz da, sondern es geht darum, das eigentliche Ziel zu erreichen. Das Ziel ist nämlich, nicht ich als Händler will ein Voicebot haben, sondern das Ziel ist, ich als Händler möchte meine Kunden so bedienen, dass sie zufrieden sind. Möglichst kosteneffizient, nicht kostengünstig, ich will nicht alle Mitarbeiter entlassen, sondern Kosteneffizienz heißt, so viel wie möglich mit echten Menschen. Mit den Menschen dann allerdings so effizient wie möglich. Und wenn ich es nicht kann, dann auch gerne mit dem Roboter, bevor ich den Kunden verliere. Das ist eigentlich, wenn ich jetzt Händler wäre, mein Ziel. Und an dem Ziel müssen wir Dienstleister gemessen werden. Und das ist das, was viele auch vergessen. Wenn wir einen Voicebot-Anbieter sagen, wir haben ein ganz neues Voicebot, nein, es geht überhaupt nicht darum. Es geht nicht um deinen Voicebot, es geht darum, dass sie die Aufgaben und die Probleme des Händlers löst. Und die Aufgaben des Händlers sind vielschichtig. Und die haben sehr, sehr viel damit zu tun, wie wir mit Kundendaten interagieren. Und das ist halt der große Unterschied, wenn du aus dem Autohandel, für den Autohandel entwickelst, hast du diese Schnittstellen, hast du das Verständnis dafür, hast du die Erfahrung damit und so weiter und kannst solche Systeme auch vernünftig bauen. Ich habe das so ein bisschen, bevor wir gesprochen haben, mache ich mir so ein bisschen so einen Leitfaden, einen roten Faden für das Gespräch. Und da habe ich das so genannt, jetzt sind wir automatisch reingedriftet, dass ihr ja also quasi eine KI als Unterstützung in der Kommunikation und den Prozessen zwischen Autohandel und Kunde seid. Das zu optimieren, Erreichbarkeit, schnellere Antworten mit dem Personal, halt die Informationen schneller zur Verfügung zu stellen. Ja, ich kann dir auch gerne sagen, wo wir uns in 2025 sehen. Exakt, darauf will ich hinaus. Genau, nämlich das Plus. Und zwar eigentlich geht es darum, dass wir eine KI verbinden mit den ganzen Daten im Autohandel und mit allen Schnittstellen im Autohandel. Klingt einfach, ist es aber nicht. Das ist ein relativ komplexer Prozess. Um eine KI zu entwickeln und zwar nicht die Technologie der KI, dafür gibt es Open Source Modelle noch und nöchter, da gibt es auch kommerzielle Systeme, sondern eine KI-Infrastruktur, ein KI-Tool zu entwickeln, welches alles weiß, was im Handel relevant ist. Es weiß also alle Kunden, alle Fahrzeuge, alle Fahrzeugdaten, alle Rechnungen, alle eingelagerten Räder. Diese ganze Information liegt vor, mit der kann sie umgehen und sie kann halt alles abrufen, was relevant ist, Finanzierungsdaten und so weiter in Echtzeit. Und wenn du dann dieses System hast, dann kannst du das dem Händler geben, damit dieses System Aufgaben lösen kann. Fangen wir mal an. VoiceBot, ein Beispiel, lokal, nicht irgendwie in der Cloud-Anwendung, sondern wirklich lokal. E-Mails vorschreiben, E-Mail-Eingang, E-Mails vorformulieren als Ausgang. Es kann alle möglichen Fragen antworten, Chat-GPT lokal, wo du einfach sagen kannst, ich habe hier einen Kunden, der kommt morgen vorbei, der heißt Tim Klötzing. Was weißt du über den? Dann sagt er, Tim Klötzing ist seit viereinhalb Jahren Kunde bei uns, hat zwei Fahrzeuge, hat so und so viel Umsatz gemacht und so weiter. Diese ganzen Frage-Antwort-Szenarien, die wir in einem Umfeld eines Handels haben, aber unter Berücksichtigung aller Daten und aller Schnittstellen. Also man stellt sich vor, ein Chat-GPT wissend mit den ganzen lokalen Daten, die da sind. Und dann hast du ein System, wo du externe Aufgaben schnell lösen kannst. Da kannst du Modelle anflanschen, auch visuelle Modelle anflanschen, wie zum Beispiel, ich habe jetzt alle Fahrzeugdaten über E-Auto-Seller als Beispiel, inklusive Bilder, generiere mir bitte sofort für jedes Bild ein freigestelltes Bild. Da brauche ich keine dieser externen Tools mehr. Ich kann auch ein eigenes Tool bauen, wo ich sage, hier ist der Fahrzeugschein vom Kunden fotografiert, gib mir bitte die Findung, die drauf ist. Das macht er jetzt schon, das ist einfach. Und zwar, ich formuliere das in eigenen Worten, habe meine normale Schnittstelle, ich habe also eine E-Mail und sage, schicke mir einfach den Fahrzeugschein. Und dann nimmt unsere KI das, nimmt das Bild, wertet das aus und sagt, hier habe ich Tim Klötzing. Aufgrund der Fahrgestellnummer im Fahrzeugschein, in der E-Mail, habe ich herausgefunden, das ist Tim Klötzing mit dem Fahrzeug sowieso, sowieso, sowieso. Und für den kann ich jetzt einen Termin anbieten. Das ist so das, wo meiner Meinung nach die Reise hingeht. Und ist etwas anders als die Vision von OpenAI und Google oder Microsoft. Einfach deswegen, weil es ein Kostenthema sein wird. Ich denke auch gerade darüber nach, weil ich hatte hier, ich bin ja nun mal kein Datendienstleister, Guru, ich mache nur Marketing. Aber meine kleine Meinung war, dass es ja eigentlich wünschenswert in Zukunft wäre, wenn alle Daten eines Autohauses in einer Datenbank liegen. In dem Modell, was du gerade beschreibst, ist das ja gar nicht zwingend nötig. Richtig? Nein, es ist nicht. Aber die müssen aufbereitet werden, damit eine KI darauf zugreifen kann. Das ist nicht so trivial. Okay. Die Datenbankunterschiede sind dann. Es ist eine ganz, ganz andere, also eine KI greift nicht auf eine SQL-Datenbank oder strukturierte Datenbank, auch nicht auf eine Tabelle zu und so weiter. Die muss das anders dargereicht bekommen in Form von Texten und vektorisiert und so weiter, um darauf zugreifen zu können. Also da ist schon einiges an Arbeit zu leisten. Wie blickst du sonst auf 2025? So zweierlei Ausprägungen. Einmal konkret das, was wir gerade so besprochen haben. Wie glaubst du, dass da so die nächsten Schritte Meilensteine werden? Und der andere Teil so ein bisschen übergelagerter. Wie du glaubst, dass das Thema künstliche Intelligenz, sagen wir mal, gesellschaftlich vielleicht noch sich verändern wird oder einen Impact hat in diesem Jahr? Also ich glaube im Handel, also hoffe ich zumindest, wird es das Jahr der Implementation werden. Wir werden solche Systeme implementieren. Wir werden mit viel Aufwand natürlich versuchen, die Lösungen in den Handel zu etablieren. Und das ist enorm wichtig. Wir können nicht nur darüber reden und begeistert sein, wir müssen effiziente Lösungen schaffen. Und ich glaube, wir sind an dem Punkt, und zwar nicht nur wir als Firma, sondern viele andere Firmen auch, wo sie jetzt wissen, wie sie das implementieren. Das Implementieren, meiner Meinung nach, läuft maßgeblich über die Kombination mit den Kundendaten, Fahrzeugdaten, Bestandsdaten, also den ganzen Datenbanken, die dahinter liegen. Und das ist für mich ein ganz, ganz relevanter Bereich. Gesellschaftlich, glaube ich, wird so ein Stück weit eine Ermüdung eintreffen. Also die sehen wir jetzt auch gerade, das ist so diese, wie lange kann man euphorisch sein? Das hat eine gewisse Grenze. Und irgendwann interessieren auch wieder andere Themen. Und wir werden diese AGI, dieses Hochgelobte, diese Ultra-KI, wird noch etwas auf sich warten lassen. Und ich glaube, auch die jetzigen Leute, die haben nicht mitbekommen, dass es jetzt einen Lama 3.3 gibt, was doppelt so gut ist wie Lama 3.2 und so. Das interessiert keinen mehr, weil wir schon gar nicht mit der jetzigen Version klarkommen. Also ganz ehrlich, die Möglichkeiten, die jetzige KI so zu nutzen, wie man sie nutzen kann, die ist dann noch gar nicht angekommen. Also ich glaube, da wird so ein bisschen, zu Recht auch, so ein bisschen Ernüchtung kommen, vielleicht auch ein bisschen wieder eine Entspannungsphase kommen. Und ich hoffe auch, dass die großen Unternehmen aufhören werden, wie wild Sachen zu versprechen und rauszujagen. Also wir haben es ja jetzt bei OpenAI gesehen, jetzt ist Zora endlich mal gestartet, nachdem sie es also monatelang angekündigt haben, wahrscheinlich aus der Panik heraus, sie wollen immer der Erste sein, Erste sein, Erste sein. Inzwischen ist es offiziell live und ist schon nicht mal so gut wie manche anderen. Ja, aber die waren die Ersten, die damit rausgegangen sind vor Monaten, aber da war es halt noch nicht fertig. So, dieser Wettlauf, ich hoffe, das wird sich ein bisschen relativieren und die werden ihre Dinge erstmal vernünftig zu Ende bringen, bis sie von uns rausnehmen. Und dann ist noch ein ganz großer Punkt, das werden die Kosten sein. Irgendwann müssen auch diese ganzen Kosten wieder reinkommen. Das heißt also, irgendwann werden wir alle zur Kasse gebeten und das ist auch unsere Chance. Also ich glaube ganz ehrlich, viele Leute sagen, ja Steven, du wirst ja niemals konkurrieren mit OpenAI und Google und mit Microsoft. Und da ist meine Antwort, doch werde ich. Ganz klar, ich werde komplett konkurrieren mit Microsoft, weil ich einen guten Freund habe und der heißt Mark Zuckerberg und der gibt mir die Open Source Modelle. Und diese Open Source Modelle haben einfach einen Kostenvorteil. Wenn ich jetzt pro Person 20, 50 Euro im Monat ausgebe, ist das für einen Händler viel Geld. Wenn ich mir 500 Euro fürs gesamte Unternehmen pro Monat hinstelle für eine GPU und lasse da meine eigene LLM laufen auf Basis von Lama 3.3, wofür entscheide ich mich? Für das Zweite. Ganz, ganz einfach. Und wenn das jetzt auch noch angedockt ist an die ganzen Daten, die ich habe im Handel, dann ist das meiner Meinung nach den Weg, den wir gehen werden. Wir werden uns ja Ende 2025 zum Podcast wieder treffen. Spätestens. Genau. Ah, sehr schön. Ja, da bin ich größtenteils bei dir, weil diese Ermüdung, die spüre ich auch so ein bisschen und ich beschäftige mich viel mit den Themen und einer der besten Wege, wie man sich auf dem Laufenden halten kann, was da gerade passiert, ist wirklich schlicht und einfach YouTube und da den richtigen Kanälen folgen. Ich kann dir schon gar nicht mehr sagen. Also jetzt OpenAI hat ja so eine Art Mini-Adventskalender mit zwölf Törchen gemacht. Jeden Tag kommt was Neues. Und mitten rein schießt dann Google mit einer großen Ankündigung, mit Gemini 2.0 oder was auch immer. Und ich bin da auch echt überfordert. Und ich habe heute Morgen noch mit einem Freund gesprochen. So haben wir über 2024 so ein bisschen ausgetauscht. Und der sagte, Mensch, in diesem Jahr irgendwie hatte ich ganz schön viele Momente, wo ich so mein Geschäft, in Anführungsstrichen, nicht habe schleifen lassen, aber so, wo ich mich habe ablenken lassen von Themen. Und da sagte ich so, ja, ist mir auch so gegangen. Wenn ich überlege, zwischendurch habe ich mir ein Konzept fertig erst angelesen, kurz angeschaut und dann ein Konzept gemacht, wo ich vollautomatisierte Podcasts machen kann. Ja, ist aber, okay, jetzt weiß ich es, aber ich mache keinen vollautomatisierten Podcast, weißt du. Das ist nur so für das eigene Gehirn. Gucken, was da möglich ist, Neugierde und befriedigen. Aber ist es dann wirklich nachher eine Lösung? Weiß ich nicht, ne. Der Mensch hat ja eine Kompetenz und die sollten wir auch schützen. Diese Kreativität und diese Adaptionsfähigkeit, sich auf neue Situationen einzustellen. Und ich glaube, das erleben wir gerade massiv, dass wir dieser neuen Herausforderung, wie gehe ich mit KI um? Und wie bringe ich die in mein Leben ein? Und wie lasse ich sie auch ein? Wie gehe ich damit um? Und das fängt bei den Schulen an. Wenn die Kinder zur Schule gehen, wissen wir genau, was da, wie schwierig das ist für die Lehrer dort mit KI umzugehen. Und ich glaube, da müssen wir adaptionsfähig bleiben, da müssen wir kreativ bleiben, da müssen wir uns der Situation stellen, aber auch realistisch merken, manche Sachen werden etwas Zeit und Anspruch nehmen. Ist auch gut so. Ich finde es gar nicht verkehrt, dass manche Sachen länger dauern. Für mich jetzt, wenn ich jetzt schaue oder gerade in den nächsten Monaten Augenmerk drauf habe, ist klar, für mich sind die Modelle relevant. Also ich kriege das alles mit, weil sie halt nutzen. Aber ich glaube, wenn ich jetzt nicht so in dem Bereich wäre, wie ich es wäre, sondern mich grundsätzlich für KI interessieren würde, wäre für mich eher interessant, wie schafft es ein OpenAI profitabel zu werden? Werden die jemals profitabel? Wie können die großen Player ihre Investitionen wieder zurückholen? Und wie tun sie das? Weil am Ende des Tages werden wir alle mit dem, was wir produktiv erarbeiten, mit KI bezahlen müssen. Und diese großen Firmen werden irgendwann versuchen, das wieder zurückzuholen. Und da ist halt die Frage, wann ist das so weit, dass wir merken, dass es an unseren Geldbeutel geht? Und gehen wir dann damit um? Da fällt mir eine Anekdote aus dem privateren Bereich ein. Ein Bekannter von mir, der, sagen wir mal, relativ bedacht drauf ist, Datenawareness, die sichersten Passwörter und so Privacy. Und er erzählt mir, ich habe mir dies und das mal geguckt und da habe ich noch so einen Börsenbericht gehabt und keine Ahnung. Da habe ich mal meine Daten hin und her und habe mal auswerten lassen. Und da habe ich ihn gefragt, sag mal, Cheche Biti, bezahlst du dafür? Nö, ist doch umsonst. Ist ja cool, dass du deine Daten da hochlädst und guckst und machst. Das sind dann Trainingsdaten, damit arbeiten die. Da war erst mal Ruhe angesagt. Es ist schon echt krass. Es ist schön, dass es so einfach ist, aber auch da ein bisschen Sorgfalt. Thema Datenschutz für den Händler ist immens wichtig. Also kein Händler wird seine 80.000 Kundendaten wegschicken wollen. Sollte er auch nicht, ganz klar. Wir haben natürlich im Voiceboard jetzt so singuläre Situationen, wo wir sagen, also für den Anrufer mit der Telefonnummer, was ist seine Information, was ist sein Name? Und das geben wir dann noch preis, wobei wir auch ganz andere Verträge haben mit den Anbietern. Aber in dem Moment, wo ich auf Datenbanken zugreife, absolutes No-Go. Und spätestens dann ist ein lokales System einfach der einzige Weg, den ich gehen kann. Ich kann noch auf große Player wie vielleicht Microsoft, vielleicht noch Google mich darauf verlassen und sagen, da bin ich vielleicht bereit zu als IT-Chef. Aber auch da, ich würde vorsichtig sein, vor allem da gehen die Preise immens in die Höhe. Also jemand, der komplett jedes, also nehmen wir mal so, wir haben 350.000 Gespräche im Monat und 350.000 E-Mails im Monat. Ein großer Händler, mit dem ich arbeite. Das heißt 700.000 Konversationen. Wenn ich das alles mit kommerziellen KIs abarbeiten würde, wäre ich im absolut fünfstelligen Bereich, fast schon sechsstelligen Bereich mit monatlichen Gebühren. Wahnsinn. Wahnsinn. Ja, 2025 wird weiter spannend. Und ich sehe schon, wir sehen uns ja sowieso hier und da. Wir müssen regelmäßig sprechen, haben wir auch vor. Und dass wir uns hier in dem Podcast wiederhören, ist ja völlig klar, lieber Steven. Definitiv. Und ich bin auch sehr gespannt, was wir für Konferenzen dieses Jahr, ist ja jetzt gerade, 2025 haben werden. Also von der Tech-VIA, aber auch von der MORE-Konferenz und so weiter. Ich glaube, wir werden teilweise einen Shift sehen, auch inhaltlich, dass man da mit dem Thema anders umgehen wird. Es wird nicht irgendwie so sein, dass wir zehn Vorträge haben, einer davon heißt KI im Autohandel, alle Pros und Cons, sondern da werden vielleicht differenzierte Titel entstehen, das hoffe ich zumindest. Und da sehen wir uns auf jeden Fall wieder. Genau. Und lass uns echt immer aufpassen, die Menschen mitzunehmen. Das ist sowieso mit dem Thema Digitalisierung auch schon nicht so einfach gewesen für viele. Das ist spannend, dass du es sagst, weil ich habe das neulich immer erzählt. Meiner Meinung nach kann der Händler unglaublich gut Autos verkaufen, Gebrauchtwagen, Neuwagen, After-Sales sowieso. Das sind seine Steckenpferde. Beim Thema Online ging es schon ein bisschen. Da haben wir die Streu vom Weizen getrennt. Ein paar können das sehr, sehr gut und ein paar konnten es überhaupt nicht. Und jetzt beim Thema KI müssen wir aufpassen, dass wir da nicht noch endgültig einige vergessen abzuholen. Und da ist zum Beispiel auch mein Fokus in 2025 sind Schulungen. Ich habe einige Masterclasses, einige Online-Schulungen. Mit einem großen Hersteller werde ich vier, fünf Mal Masterclasses durchführen. Und ich glaube, wir als Dienstleister haben nicht nur die Aufgabe, unsere Produkte zu verkaufen, sondern wir haben auch die Aufgabe, unsere Händler so zu informieren und denen die Basis beizubringen, dass sie gute Entscheidungen treffen können. Das ist meine persönliche Meinung. Wenn du gute Entscheidungen treffen kannst, wirst du dich immer für den Besten entscheiden. Und dann ist es an uns, der Beste zu sein, ob wir es sind oder nicht. Aber deswegen gehe ich aus und versuche denen erstmal die Grundlagen der KI beizubringen, in der Hoffnung, dass es bei dem einen oder anderen auch hängen bleibt. Super, so wird das sein. Ja, Steven, ganz herzlichen Dank, dass ich dich vor deinem Jahresabschluss noch hier erreichen konnte und wir über das Thema nochmal in Ruhe sprechen konnten. Das lag mir wirklich am Herzen, auch wirklich deine Expertise da zu hören und den Hörern da draußen, den Menschen im Autohandel und Co. nochmal ein bisschen Input zu geben und auch neugierig in die Zukunft zu schauen mit dem Thema. Ja, sehr gerne und wir freuen uns aufs neue Jahr, was ja schon begonnen hat. Genau, alles klar. Ihr Lieben, dann einen wunderschönen Jahresauftakt. Ich verabschiede mich und auch der Steven sagt wahrscheinlich Tschüss, ich bin raus. Tschau. Okay, Tschüss.
Diese Episode ist Teil des Podcasts Benzingespräche von Tim Klötzing.