Einleitung

In der neuesten Episode von ‚Benzingespräche‘ spricht Tim Klötzing mit Juliane Schleicher, einer der bestvernetzten Frauen im deutschen Autohandel. Juliane teilt ihre Erfahrungen und Einsichten aus über zwei Jahrzehnten in der Branche und gibt einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.

Julianes Werdegang und ihre Rolle im Autohaus

Juliane Schleicher, geboren im Jahr 1979, stammt ursprünglich aus Suhl im Thüringer Wald. Nach ihrer Ausbildung zur Verlagskauffrau und einem berufsbegleitenden Studium zog es sie nach München, wo sie seit dem Jahr 2000 für die Springer Fachmedien tätig ist. Ihre Karriere begann als Teamassistentin im Onlineverkauf und führte sie über verschiedene Positionen zur Teamleiterin Content Management bei Autohaus Next.

Vernetzung und Branchenkenntnis

Juliane ist bekannt für ihr umfangreiches Netzwerk innerhalb der Automobilbranche. Sie kennt zahlreiche Akteure und ist ein wichtiger Ansprechpartner für Händler und Dienstleister. Ihre langjährige Erfahrung und ihr Engagement bei Branchen-Events wie der Autohaus-Santander-Klassik-Rallye haben ihr einen festen Platz in der Branche gesichert.

Herausforderungen und Veränderungen in der Automobilbranche

Die Automobilbranche befindet sich in einem stetigen Wandel. Juliane berichtet von den Herausforderungen durch Krisen wie die Diesel- und Finanzkrise sowie die Corona-Pandemie. Sie betont die Notwendigkeit der Anpassung und Transformation in der Branche, die auch ihren Verlag betrifft.

Ein Blick in die Zukunft

Juliane Schleicher sieht die Zukunft der Autohausbranche in der Digitalisierung und neuen Mobilitätskonzepten. Sie ist optimistisch, dass die Branche die aktuellen Herausforderungen meistern wird, indem sie sich weiterentwickelt und neue Geschäftsmodelle erschließt.

Fazit

Juliane Schleicher ist eine Schlüsselfigur in der deutschen Automobilbranche. Ihre Fähigkeit, sich mit verschiedenen Akteuren zu vernetzen und ihre Bereitschaft, sich den Herausforderungen der Branche zu stellen, machen sie zu einer inspirierenden Persönlichkeit. Ihre Erfahrungen und Einsichten bieten wertvolle Anregungen für alle, die in der Automobilbranche tätig sind.

Themen:

  • Julianes Karriereweg und aktuelle Position
  • Vernetzung in der Automobilbranche
  • Herausforderungen der Branche
  • Veranstaltungen und Events
  • Zukunftsperspektiven im Autohandel

Key Takeaways:

  • Juliane Schleicher ist seit über 20 Jahren in der Automobilbranche tätig.
  • Sie hat ein umfangreiches Netzwerk in der Branche aufgebaut.
  • Die Automobilbranche befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel.
  • Veranstaltungen spielen eine wichtige Rolle für den Austausch in der Branche.
  • Digitalisierung und neue Mobilitätskonzepte sind entscheidend für die Zukunft.
  • Juliane ist optimistisch, dass die Branche die aktuellen Herausforderungen meistern wird.
📄 Vollständiges Transkript
Benzingespräche – der Personality- und Branchenpodcast der deutschen Automobilwirtschaft. Der Podcast führt mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind, erzählt zu werden. Es geht um neue und verschiedene Blickwinkel auf die Autobranche und persönliche Meinungen zukünftiger Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, Online-Marketing-Spezialist, Unternehmercoach und Agenturinhaber. Ein kurzer Boxenstopp bei meinem heutigen Partner Autopro, die Plattform für den professionellen B2B-Handel unter Autohändlern in Europa. Hier kannst du nicht nur jeden Tag auf tausende Fahrzeuge bieten, sondern auch Lagerfahrzeuge einstellen und zum besten Preis verkaufen. Das Beste dabei, mit dem neuen Service AP Managed übernehmen die Mädels und Jungs von Autoprof die gesamte Abwicklung. Von der Aufnahme der Fahrzeuge bis hin zur Auslieferung an den Käufer. Du hast die Autoschlüssel, Autoprof liefert dir den Erlös. Registriere dich jetzt kostenlos auf autoprof.de Herzlich willkommen zurück bei einer neuen Ausgabe meiner Benzingespräche. Und wieder heute mit einem weiblichen Gast, da freue ich mich sehr drüber. Heute Juliane Schleicher von Autohaus bzw. Autohaus Next. Die dürfen wir heute begrüßen und meiner persönlichen Meinung nach der bestvernetzten Frau im deutschen Autobusiness. Hallo Juliane. Hallo Tim. Ah super, wir können Face to Face mal wieder aufnehmen. Ach wunderbar. Willkommen in München. Ja, das ist wirklich schön hier in München bei euch. Ganz toll. So, wir gehen hier in dem klassischen Konzept von mir vor und da gucken wir erstmal, machen mal den Blick in den Rückspiegel. Und da fangen wir mit dem Werdegang bei dir an. Du bist im Baujahr 79, verheiratet, hast zwei Kinder. Du lebst im Münchner Outback, hast du mir gesagt. Das ist interessant. Und du bist gebürtig im schönen Thüringer Wald. Da hast du mir noch zugeschrieben, in der weltbekannten Simpsons und Sportwaffenstadt Suhl. Genau, Simson. Roller und Motorräder. Okay, wieder was gelernt. Ansonsten kann man mit Suhl wahrscheinlich nicht so viel anfangen. Du hast nach dem Abitur eine Ausbildung als Verlagskauffrau bei der Tageszeitung in Suhl gemacht. Dann noch ein berufsbegleitendes IHK-Studium, Verlagsfachwirtin Marketing und Vertrieb. Und seit 2000, glatt, bist du bei den Springer Fachmedien in München in verschiedenen Positionen für Autohaus tätig. Die verschiedenen Positionen, vielleicht auch mal ganz kurz aufgezählt. Teamassistentin Onlineverkauf, Assistentin der Verlagsleitung. Du hast die Redaktion beim Autohaus, ASP, Autoflotte, VKU unterstützt. Du bist als Produktmanagerin Automotive Events unterwegs. Da kenne ich auch ganz viele her. Bei Events bist du immer am Start. Und seit Juli 2020 bist du Teamleiterin Content Management bei Autohaus Next. Korrekt. So, das haben wir. Juliane, wir kennen uns jetzt auch schon ein paar Jahre und das ist wirklich erstaunlich. Immer kennst du die passenden Partner auf Händler- oder Dienstleisterseite, wenn man mal eine Frage hat. Das ist ja der Wahnsinn. Wen im deutschen Autohandel kennst du denn nicht? Als du mir diese Frage geschickt hast, musste ich tatsächlich überlegen. Es wäre jetzt ein bisschen vermessen zu sagen, es gibt nicht mehr viele, die ich nicht kenne. Aber nach fast 22 Jahren Berufserfahrung in der Autohausbranche kenne ich eine ganze Menge. Und das ist schön. Ich bin gerne in der Autohausbranche vernetzt. Und wie gesagt, bin jederzeit auch Ansprechpartner und freue mich, wenn ich ein neues Netzwerk schaffen kann. Ja, das ist echt klasse. Wenn man so auf Events ist. Am Anfang war ich auf euren Events oder anderen Events ja auch so als Dienstleister unterwegs. Ich habe mir mal irgendwo eine Karte gekauft, war dabei. Und dann siehst du halt so die Gastgeber. Und da warst du ja auch schon überall und gemanagt, gemacht und getan, wenn man jetzt ein bisschen näher dabei ist. Du kennst ja wirklich jeden. Das ist echt über so eine lange Zeit, das ist schon cool. Ja, gut, wenn man natürlich seit gefühlt 15, 16 Jahren die wichtigsten Events betreut. Wie natürlich die Autohaus-Santander-Klassik-Rallye, die wir jetzt das 15. Jahr haben dieses Jahr. Oder den Neujahrsempfang, Sommerempfang, Young Business Day. Also die ganze Palette hoch und runter. Und das ist ja mein Steckenpferd so ein bisschen. Und wenn man da natürlich regelmäßig unterwegs ist, dann kennt man sich halt. Ja, schön. Die Zeit Vorspringer-Fachmedien, da warst du eben in Suhl bei der Tageszeitung. Wie bist denn du dann hier bei Autohaus gelandet? Ja, ich habe die Ausbildung gemacht in Suhl und für mich stand fest, ich möchte weiter im Verlag bleiben. Und mich hat München schon immer gereizt. Ich war vorher einmal kurz in München und dann stand für mich fest, ich möchte gerne weg aus Thüringen. Und dann habe ich mich einfach in München beworben. Und das hat auch gleich geklappt. Also war die Stelle ausgeschrieben als Teamleiterin Online-Verkauf. Damals noch Autohaus-Verlag und seitdem bin ich hier. Und da kam keine andere Metropole irgendwie? Nö. Ich hatte eine Bewerbung in Stuttgart und eine Bewerbung in München und das ist es dann geworden. Lieber auf den ersten Blick. Schön. Jetzt bist du seit 22 Jahren hier in dem Unternehmen tätig. Du hast jeden Tag mit dem Thema Auto und Mobilität zu tun. Waren die Themen immer einfach für dich? Du hast dich hier beworben, bist hier hingegangen. Du hast gesagt, das hieß noch Autohaus-Verlag damals. Wolltest du da hin, weil Verlag und das Thema Auto? Oder war das komplett Neuland und du hast mal geguckt? Das war komplettes Neuland. Hauptsächlich wegen München und wegen Verlag. Aber ich habe mich schnell gut mit diesen Autothemen identifizieren können. Ich bin autoaffin und mein Mann ist auch Gebrauchtwagenhändler. Der kommt auch aus der Autoszene, genannter Kfz-Mechaniker. Autos waren immer ein Thema seit meiner Jugend. Ich war dem nicht abgeneigt. Es war für mich keine Hürde. Andere Themen wie im B2C-Bereich, bei Autohaus, geht es eher um Management-Themen, Unternehmer-Themen. Aber grundsätzlich taugt mir Auto. Wenn du diese Zeit in der Branche und im Verlag Revue passieren lässt, gab es da besondere Zeiten, schwierige Zeiten, Highlights, besonders anspruchsvolle Situationen? Als ich 2000 in München angefangen habe, war ja die große Zeit des Internets, Aufbruch im Internet. Neuland. Oh Gott, wir waren fortschrittlich damals schon. Autos online wurde 1998 live gegangen. Ich bin 2000 dann dazugekommen. Es wurde eine extra Vertriebsabteilung aufgebaut. Das war grundsätzlich eine spannende Zeit, weil es für mich damals mit meinen Anfang 20 Jahren auch noch alles neu war. Grundsätzlich muss ich immer sagen, die ganzen 22 Jahre rückblickend waren immer spannend, immer aufregend, durch die ganze Abwechslung im Arbeitsumfeld. Herausfordernde Zeiten hatten wir jetzt durch die ganzen Krisen in der Automobilwirtschaft. Die Diesel-Krise, auch die Finanzkrise. Das merken wir als Fachverlag immer auch mit. Wenn es der Branche nicht gut geht, geht es uns am Ende auch nicht gut. Wir hängen ja auch mit dran. Sowohl im Anzeigenkundenbereich als auch im Händlerbereich, im Abo-Bereich, Veranstaltungen, Corona-Krise. Das haben wir alle miterlebt. Der Veranstaltungsbereich ist ein großes Thema bei uns. Wenn es da nicht läuft, haben wir einfach ein Problem. Die letzten Jahre waren schon sehr herausfordernd, auch für mich und fürs Team. Ich würde lügen, wenn ich sage, es ist alles gerade leicht. Okay. Auf der einen Seite hast du jetzt ein bisschen geantwortet, wie es so betrieblich ist. Aber du kennst ja auch so viele Menschen in der Branche. Da merkst du ja auch Schwingungen. Man merkt, dass die Branche leidet. Wenn man sich mit den Branchenvertretern austauscht, merkt man das natürlich auch und hört das auch. Es geht nicht spurlos vorbei. Diese ganze Transformation, in der sich die Autobranche gerade befindet, das kriegen wir natürlich auch live mit. Wir begleiten das natürlich auch und versuchen, da auch thematisch mit dabei zu sein und Hilfestellung zu geben. Von daher haben wir diese herausfordernden Zeiten, die die Branche hat, automatisch mit. Auch wir müssen uns mit der Branche verändern. Auch unser Team muss sich verändern. Auch unser Verlagsbereich oder unser Medienbereich muss sich verändern. Das ist einfach so. Du hast ja auch viel mit den Events zu tun. Hast du da rückblickend Events, wo du sagst, der ist wirklich in Erinnerung geblieben, da war eine besondere Stimmung, da hat alles gepasst? Ja, und zwar ganz kurz erst im Juni 2021, letztes Jahr. Das war die Klassik-Rallye am Tegernsee. Sozusagen die erste größere Veranstaltung nach dem Lockdown. Und man hat einfach gemerkt, die Leute waren so froh, dass sie wieder los durften. Es hat alles gepasst, das Wetter war perfekt. Wir waren am Tegernsee, da brauche ich ja nicht mehr viel mit sagen. Bayerisches Voralpenland, tolle Strecken, alle waren happy. Wir konnten zusammen sein, sie konnten sich mal wieder austauschen. Das war für alle so eine Befreiung und so eine Erlösung. Das war wirklich seit langem mal wieder was, wo man wirklich gesagt hat, das war ein perfekter Event. Ah, klasse. Ich sehe dich auch strahlen. Das passt alles zusammen, das ist sehr authentisch. Das ist mein Baby, die Autos in der Klassik. Ja, super. Ich kämpfe ja darum, da irgendwann auch mitzufahren, aber mir fehlt ja noch der eigene Oldtimer-Untersatz. Ich bin ja eher modernere Autos. Ich weiß, genau. Wir machen einen Aufruf. Wer das nächste Mal bei der Klassik-Rallye mitfährt. Wer hat noch einen Kofferraum frei. Wer hat noch einen Kofferraum frei. Oder hinten. Die Arbeit bei Autohaus. Was macht das aus? Ist das die Abwechslung? Sind das die Kollegen? Was kannst du da so zu sagen? Ein bisschen Blick in deine Gemütslage und hinter die Kulissen gleichzeitig. Ja, es ist eine Mischung aus beiden. Wir haben es ja kurz schon angesprochen, die Abwechslung. Ich mache ja nicht nur Autohaus Next, sondern ich betreue auch weiterhin einen Teil der Events mit meiner Kollegin, der Petra Steinkuhl, zusammen. Aber es ist einfach immer dieses tagtäglich etwas anderes. Jedes Mal neue Themen. Jedes Mal neue Leute kennenlernen. Das ist wirklich die Abwechslung, die mir am meisten Spaß bereitet. Und, das muss ich auch sagen, die Arbeit in unserem Team, im Redaktionsteam mit den Sales-Kollegen. Es sind viele dabei, die schon lange dabei sind, die ich auch schon seit über 20 Jahren kenne. Und es haben sich Freundschaften daraus entwickelt. Und das schätze ich wirklich sehr. Ich gehe wirklich fast täglich gerne zur Arbeit, bin gerne hier, tausche mich gerne aus, entwickle neue Projekte mit den Kollegen. Und das ist mir sehr wichtig, dass da gute Stimmung herrscht und dass man da gut zusammenarbeitet und sich gegenseitig dann auch immer wieder motiviert und sich austauscht. Da bin ich wirklich sehr dankbar für. Weil das ist schon wichtig. Man verbringt ja die meiste Zeit tatsächlich auf der Arbeit und nicht zu Hause. Und wenn das nicht läuft, ist es auch schwierig. Da hat sich ja mit Autohaus Next auch ein Thema hervorgetan, was ja auch in die Zukunft deutet. Und das ist ja auch mit Sicherheit … Aufnahme, Videocast und so was. Das sind ja auch neue Technologien, die dann auf dich zugekommen sind. Das ist aber bestimmt auch spannend. Ja, ist auch spannend. Und da muss ich auch jeden Tag, da lerne ich dann ein bisschen dazu. Ja geil, wenn man das nach so langer Zeit in einem Job noch sagen kann, dass sich das bewegt. Das stimmt, ja genau. Das ist echt schön. Vielleicht mal einen Blick jetzt weg von Autohaus in eine andere Richtung, Richtung Autohandelsbranche. Was ist denn deiner Meinung nach so das Besondere an der Autohaus-Autohandelsbranche? Das sind die Unternehmer, würde ich sagen, die ich über die Jahre, Jahrzehnte, oh Gott, das hört sich schon so lang an, einfach kennengelernt habe, mit denen ich mich austausche. Und einfach dieses People-to-People-Business, das ist nun mal so. Das ist einfach viel Netzwerken, Kommunizieren miteinander. Und da habe ich so über die Jahre viele Unternehmer und Unternehmerinnen kennengelernt und Wertschätzen gelernt auch. Ich ziehe meinen Hut vor den Unternehmern, wie sie ihre Arbeit machen, wie sie ihr Herzblut tagtäglich für ihre Firma geben. Und ich habe wirklich einen ganz großen Respekt vor diesen Unternehmern und das mag ich einfach so gerne. Dieser Mittelstand, dieses Ärmel hochkrempeln und los und wirklich alles geben für die Firma, für die Mitarbeiter. Das schätze ich sehr. Und das ist in der Autohandelsbranche etwas ganz Besonderes. Das findet man nicht so oft, so geballt in dieser Blase, in dieser Autohandelsblase. Okay. Ja, People-to-People-Business, da stecken Menschen hinter. Das macht es dann echt aus. Geschichten. Ja, ich meine, es gibt ja viele Familienunternehmen auch bei den Autohändlern oder auch bei den Dienstleistern. Und ich höre diese Geschichten einfach gerne, weil es authentisch ist, weil sie mit Herzblut dabei sind und alles tun, dass es weitergeht, dass es in die Zukunft geht, auch für die nächste Generation. Dass man eben nicht leichtfertig sagt, wenn es nicht läuft, dann verkaufe ich halt die Bude oder so. Ich mag das einfach. Das liebe ich, mich mit denen auszutauschen. Ja, das hatten wir ja vorhin schon so angesprochen, dass es vielen auch aktuell nicht besonders gut geht. Und natürlich dann auch so ein bisschen leidet man mit. Ja, das ist schon echt Wahnsinn. Autohaus Next feiert dieses Jahr Fünfjähriges. Richtig. Wow, cool. Ich war auch erschrocken. Nein, ich war nicht erschrocken. Ich war überrascht. Ja, umso schöner, dass du da inhaltlich auch inzwischen die Verantwortung trägst. Auch nicht ohne. Und da musst du natürlich immer vorne dran sein mit Themen. Da ist das Netzwerk wahrscheinlich auch wunderbar zu nutzen, dass du auch viele aus dem Dienstleistungsuniversum des Autohandels kennst, das ja in den letzten Jahren aufgeblüht ist. Ich merke das ja auch durch die Podcasterei. Ich bin ja auch in Anführungsstrichen mit der Agentur nur Dienstleister. Aber wir kommen ja aus dem Printbereich, wie du ja auch. Wir haben ja noch den alten Faible für Papier. Und da sind wir ja schon ganz lange dabei. Aber was in den letzten paar Jahren da so aufgepoppt ist, das ist schon eine Menge. Für jeden Prozess gibt es eine digitale Lösung inzwischen. Das ist ein großes Labyrinth für den Autohändler. Und da muss da irgendwie durchgelotst werden. Das suchen wir natürlich auch ein Stück weit mit Autohaus oder auch mit Autohaus Next. Ganz genau, darum geht es ja auch. Kannst du mal für Autohaus Next, die Frage drängt sich jetzt quasi auf nach dem Intro, ein paar Punkte zu Autohaus Next zu sagen und was da so das Besondere ist, sich vielleicht auch zu informieren, wenn man Autohändler ist. Also Autohaus Next ist de facto die Premium-Plattform oder das Premium-Portal für unsere Abonnenten. Das heißt, jeder, der ein Autohaus-Abo hat, kann sich da kostenfrei registrieren auf Autohaus Next mit seiner Abonnummer und hat auch noch die Möglichkeit, eigene Mitarbeiter einzuladen, ein Team zu bilden. Und da dann die Inhalte auszutauschen, Lerninhalte weiterzugeben und auch so eine Art über so ein Managerboard auch so ein bisschen Kommunikation im Team zu betreiben. Das geht von fünf Leuten bis hoch 50 oder alle im Unternehmen, je nachdem, wie es gewünscht ist. Wir versuchen bei Autohaus Next, Inhalte für alle Mitarbeiter im Unternehmen abzubilden. Das ist eine große Herausforderung für uns, weil wir haben natürlich Vertriebsthemen, Servicethemen, Digitalisierung, Personalmanagement. Wir versuchen immer alle irgendwie abzuholen, für jeden immer was reinzulegen, was Neues. Ist nicht so einfach auch. Wir machen sehr viel Best Practice, einfach zu schauen, wer macht was besonders gut oder wer hat für sein Problem in einem bestimmten Bereich eine Lösung gefunden. Möchten das gerne aufzeigen, um auch anderen Händlern die Möglichkeit zu geben, das mal anzuschauen auch. Wir bieten Studien an, natürlich alles kostenfrei. Wir haben auch Podcasts, wir haben Arbeitshilfen. Zum Beispiel, wenn einer ein Mitarbeitergespräch zum Jahresanfang führen möchte, haben wir eben so eine Checkliste, wo so die wichtigsten Fragen drin sind. Das kann er sich dann runterladen, kann sich das mit ins Gespräch nehmen. Also natürlich für kleinere Autohäuser auch gedacht. Also versuchen wir dann immer so aus allen Bereichen des Autohauses immer neue Themen abzubilden und natürlich auch so ein bisschen die Digitalisierung voranzutreiben, weil natürlich, wie ich es auch vorhin schon gesagt habe, auch wir müssen uns transformieren als Medienhaus. Auch wir haben einen Generationswechsel. Die ältere Generation der Autohändler, die natürlich dieses Heft noch haptisch in der Hand gehalten hat, zieht sich mehr zurück. Die Nachfolgegeneration liest es vielleicht lieber digital. Das Thema Nachhaltigkeit spielt eine Rolle. Das heißt, viele wollen das Heft auch gar nicht mehr, weil sie sagen, wir haben ja diesen grünen Gedanken oder Nachhaltigkeit im Autohaus. Auch da zählt natürlich das dazu, was habe ich für Magazine. Wir haben das Thema Corona, was das Ganze beschleunigt hat. Also ein Autohausmagazin durch das Autohaus zu geben mit 28 Bubblen dran und jeder hat es mal irgendwie gelesen, ist natürlich jetzt in Corona-Zeiten auch irgendwie schwierig. Und einfach der Informationsbedarf verändert sich. Die Leute, das kennen wir von uns auch, die wollen Informationen schneller haben, schneller konsumieren, selber entscheiden, wann sie diese Informationen haben möchten. Das Informationsverhalten ändert sich auch von Print auf Digitalisierung und auch die Medien verändern sich. Also vom Heft zu Online, aber von Online natürlich da auch nochmal zu Audio-Podcasts, Video-Perspectives, Videokurse etc. Also einfach diese, ich glaube, wie gesagt, das weiß man von uns selber auch, man hat weniger Zeit, um sich Informationen einzuverleiben, sag ich mal so, jeden Tag. Und das möchte man natürlich auch mittlerweile nicht mehr durchlesen, sondern eher durchhören, durchschauen. Oder wie gesagt, ich möchte selber entscheiden, wann ich mir meine Informationen ziehe und da müssen wir natürlich dem auch gerecht werden, dieser Veränderung. Und deswegen haben wir vor fünf Jahren schon Autohaus Next ins Leben gerufen, um den Abonnenten und auch neuen Abonnenten einfach so mehrwertige Inhalte zu bieten, über das reine Zeitschriften-Abo hinaus. Ein kurzer Boxenstopp bei meinem heutigen Partner Autoprof. Die Plattform für den professionellen B2B-Handel unter Autohändlern in Europa. Hier kannst du nicht nur jeden Tag auf tausende Fahrzeuge bieten, sondern auch Lagerfahrzeuge einstellen und zum besten Preis verkaufen. Das Beste dabei, mit dem neuen Service AP Managed übernehmen die Mädels und Jungs von Autoprof die gesamte Abwicklung. Von der Aufnahme der Fahrzeuge bis hin zur Auslieferung an den Käufer. Du hast die Autoschlüssel, Autoprof liefert dir den Erlös. Registriere dich jetzt kostenlos auf autoprof.de Ich komme gerade so ins Nachdenken und ich denke, das wirst du teilen. Der Konsum von Informationen war ja früher hauptsächlich Lesen. Dann kam mit aller Macht vor einigen Jahren YouTube auf. Sehen und erzählt bekommen und das dabei sehen. Und dieses für mich nach wie vor kuriose Medium hören, das reine Hören. Ich habe das vor einigen Jahren belächelt, ehrlich gesagt. Aber das hat ja einen riesen Hype erlebt in letzter Zeit. Und ihr seid ja auch im Podcast unterwegs, genau wie ich. Und die Informationsaufnahme hat sich in den letzten Jahren echt immer ein bisschen verändert. Durch das Internet ja sowieso. Also wie gesagt, man weiß das ja selber von sich auch. Man wird ja auch so ein bisschen lesefaul, leider. Also das beobachte ich bei mir auch. Wenn man sagt, ich habe jetzt nur ein paar Minuten, dann wählt man in dem Moment instinktiv entweder zumindest online lesen oder ich höre es mir an oder ich lasse mich irgendwie beblubbern, indem ich irgendwie ein Video laufen lasse schnell und hole mir die Informationen, die ich brauche. Genau, aber beim Video gucken und beblubbern lassen, schönes Wort übrigens, finde ich sehr geil, braucht man ja trotzdem die Aufmerksamkeit. Man kann es nicht im Auto tun. Das nicht. Und das ist ein Riesenpunkt, der glaube ich echt am Anfang vor der Podcastwelle echt unterschätzt wurde. Die Leute halt jetzt im Auto, beim Joggen, beim Wäscheaufhängen nur noch hören müssen. Und wenn der Content gut ist, der auch drin bleibt. Und man ist sehr nah bei den Menschen. Das stimmt, ja genau. Wir reden ja immer über Fachpublikationen, über Fachmedien, über Brancheninformationen. Wir sind ja jetzt nicht die Deutsche oder der Merkur oder die Bild. Von daher muss man immer so ein bisschen auf die Kirche im Dorf laufen. Aber grundsätzlich, es wird immer Leute geben, die lesen. Es wird immer welche geben, die sagen, nein, ich muss das Heft in der Hand halten. Oder auch, wie man selber auch sagt, ich muss das Buch in der Hand halten, dieses haptische. Aber es wird auch immer mehr Leute geben, die sagen, nein, mir reicht die Information über Autohaus online. Mein Newsletter, den ich jeden Tag habe, reicht mir. Dann fühle ich mich informiert. Oder ich möchte eben ein paar mehr Informationen und dann bieten wir den Podcast. Oder dann bieten wir über Outdoors Next natürlich diese ganzen Videokurse oder mal eine Arbeitshilfe oder, oder, oder. Man muss diese ganze Palette breit spielen. Es bleibt einem gar nichts anderes übrig. Man muss das anbieten. Wenn man es nicht tut, wird man irgendwann irrelevant. Die Menschen sind unterschiedlich und die nehmen das anders auf. Da fällt mir ein, ich habe gestern noch einen Podcast gehört. Ich höre ganz gerne gelegentlich den Podcast von Lanz und Precht. Im Fernsehen mag ich den Lanz nicht unbedingt, mit seinen komischen Fragestellern und seiner Körpersprache. Aber der Podcast zwischen den beiden funktioniert extrem gut und die tun sich auch gegenseitig mal thematisch weh. Und da ging es auch darum, Informationen aufzunehmen, um es zu lesen. Und da hat der Precht halt gesagt, der möchte Papier haben, der möchte Eselsohren reinmachen, der möchte markieren und das zur Seite legen und dann wieder rausholen. Und wohingegen dann der Lanz sagte, er macht das halt digital. Und der hat alles in der Cloud. Und wenn er Stichworte dahinter legt, weiß er genau, was er wo, wann, wie gelesen hat. Und super. So unterschiedlich. So unterschiedlich ist das. Und wir bieten natürlich mit Autohaus, mit dem Magazin, mit dem Autohaus Online, mit dem Newsportal und mit Autohaus Next auch diese ganze Palette im Prinzip an. Wir haben auch ein E-Paper. Man kann das Heft quasi als Heft sehen, aber natürlich dann digital durchblättern. Und da hast du überall in allen Medien die Hände im Spiel bei euch. Da habe ich überall tatsächlich auch Social Media. Ja, das hat ja jetzt auch mittlerweile als neues Medium dazu, muss man ja auch sagen, Social Media. LinkedIn, Instagram und Facebook sind wir aktiv. Da wurschtel ich auch mit rum ein bisschen, ja. Ich sehe das natürlich immer. Ich muss immer überall ein bisschen mit rumfuhrwerken. So, jetzt haben wir schon über Autohaus Next gesprochen und das führt unweigerlich, dass der Blick aus dem Rückspiegel rauskommt und das Fernlicht angeht und wir nach vorne gucken. In die Zukunft. Und da haben wir natürlich eine super Brücke damit geschlagen. Neue Marken und der deutsche Markt. Ich weiß, dass du da gerade so ein bisschen dich mit dem Thema befasst. Und da fände ich es mal spannend, was du da mal so zu sagen kannst, was uns da erwartet. Weil das ist nicht das Thema, was so selbst für mich, der sich in der Branche, ich würde sagen, ein bisschen auskennt, sehr präsent ist. USA, Asien, China. Ja, also was wir beobachten, natürlich auch viele andere aus der Branche mit, ist einfach, dass USA und die asiatischen Länder ordentlich in den deutschen Markt reindrücken. Also das kriegen wir ja tagtäglich auch mit über unsere Presseseiten und so. Die wollen einfach, die asiatischen Marken hauptsächlich wollen in den deutschen Markt, sind zum Teil ja natürlich auch im deutschen Markt. Wenn ich an Genesis denke, wenn ich an MG denke, Nio möchte jetzt 2022 auf den deutschen Markt. Elaris, um so ein paar zu nennen auch. Link & Co. ist da, die haben ja dieses Club-Modell, die haben aber auch ein eigenes Auto-Modell, was sie auch verkaufen. Und die machen natürlich alle jetzt unbedingt, wie man immer so schön sagt, diesen Kuchen nicht größer. So, den Kuchen. Und jeder will dann auch so ein Stück von diesem Markt eben auch abhaben. Und die darf man, glaube ich, nicht unterschätzen, weil die haben ein riesiges Interesse daran, glaube ich, auch einfach bei uns im deutschen Markt präsent zu sein und geben da auch ordentlich Druck drauf. Da ist natürlich ordentlich Kohle dahinter und das wird den Markt auch nochmal ein bisschen aufmischen. Bietet auch natürlich neue Chancen. Nicht jeder sucht ein Vertriebsmodell, wo man sagt, der Handel ist mit einem. Viele machen Direktvertrieb oder auch Agentur-Modell. Aber trotzdem bietet es für viele Händler vielleicht auch die Chance, sich da auch mal einfach umzuschauen und zu sagen, ist das vielleicht auch eine Marke, die für mich infrage käme, das in mein Portfolio mit aufzunehmen. Bietet ja auch neue Chancen auch immer, wenn neue Modelle auf dem Markt sind. Und die machen ja alle schon dieses ganze vereinfachte Modellauswahl. Die kommen nicht mit 25 Modellen auf den deutschen Markt. Die haben ein oder zwei Modelle und üben dann natürlich Druck auf die heimischen Hersteller oder die bei uns gängigen Hersteller und Importeure in Deutschland. Wir hatten kurz vorher gesprochen und da habe ich nach einer Marke gesucht. Da war der CEO auf der IFA-Tagung. Das war LYNQ. LYNQ. LYNQ und Co. Der hat dann bla bla bla. We got two models. Blue and black. Reicht doch. Okay, das ist ein sehr konkretes, überschaubares Modellangebot. Ja, aber wir brauchen nur auf Tesla zu gucken. Funktioniert auch nicht alles gut bei Tesla, wissen wir ja auch mittlerweile. Aber das System funktioniert. Es ist einfach. Es ist für den Kunden convenient. Es macht Spaß. Es ist kein langwieriger Prozess, sich ein Auto zu kaufen. Ich meine, da erzähle ich jetzt auch nichts Neues. Das ist uns allen bekannt und andere werden es genauso tun. Die werden wahrscheinlich keine riesigen Marktanteile gewinnen, aber die werden auch ein Stück, wie gesagt, von diesem Kuchen sich abschneiden, der dann halt anderen Marken fehlt. Kannst du da absehen oder weißt du es vielleicht, ob die Marken schon gezielt auf Händler oder Handelsketten zugehen und versuchen, einen stationären Handel aufzubauen oder gehen da viele und sagen, wir machen das selber oder wir machen einen Online-Vertrieb? Die wenigsten brauchen ein Händlernetz dafür, weil sie sehen, dass es anders funktioniert. Also wenn man jetzt bei Genesis zum Beispiel, die kooperieren ja mit den Hyundai-Partnern, was den Service angeht. Die Autos müssen irgendwo repariert werden. Es gibt welche, die kooperieren dann mit Werkstattketten oder so. Aber die wenigsten suchen sich ein Händlernetz. Polestar geht über Volvo, naheliegend. Wie gesagt, Genesis, MG. Es gibt die Möglichkeit des Agenturmodells, das auch. Das ist bei MG, glaube ich, so. Ja, ich weiß es auch nicht so genau. MG finde ich aber interessant, weil ich so mit MG was ganz anderes verbinde. Früher, die hatten so ein kleines Cabrio. MG TF, den fand ich früher so ein kleines zweisitziges Ding. Ach, das fand ich so cool. Irgendwann war MG halt Geschichte. Dann kam MG auf und wir betreuen auch ein paar Händler, die MG haben. Dann sah ich das erste Mal das neue MG-Gesicht. Okay, ich bleibe jetzt neutral, okay? Es war anders. Ja, es ist anders. Man kann es nicht vergleichen. Ob die bleiben werden, weiß man natürlich auch nicht. Aber sie sind erst mal da. Und sie kommen. Und sie kommen mit Druck und sie kommen mit Macht und mit viel Geld im Hintergrund. Gehen über den Preis wahrscheinlich. Gehen über den Preis, wie gesagt. Gehen über den Direktvertrieb oder über Agenturmodell und sind nicht auf den deutschen Autohändler angewiesen. Ja, verrückt. Und da würde ich schon die Ohren spitzen als Autohändler. Weil, wie gesagt, sind auch Marktteilnehmer oder werden Marktteilnehmer, die meine Kunden angehen. Genau. Aber genau deswegen wollte ich die Frage mal stellen, weil, wie gesagt, für jemand wie mich, der einigermaßen vernetzt ist und sich gut auskennt, ist das so ein Thema. Entweder überlese ich das permanent. Mag ja auch an mir liegen, das ist ja meine Wahrnehmung. Aber das ist schon die Veränderung des Handels in den letzten Jahren. Da haben wir erst die Dieselkrise, dann haben wir den ganzen Öko-Einschlag, wo die individuelle Mobilität abgesungen wird. Dann haben wir Corona, wo die individuelle Mobilität maximal gefragt ist. Und dann können die Autos nicht geliefert werden. Und jetzt kommen auch noch die Asiaten um die Ecke. Halleluja. Spannend. Ja, du wirst in Kürze auf Autohaus Next oder in Autohaus oder beiden darüber was lesen. Wir haben es dem Thema natürlich angenommen, weil es einfach relevant ist für den Markt mittlerweile. Genauso wie natürlich die Amerikaner mit Rivian, mit Lucid Motors, mit Tesla allen voran. Die sind ja auch noch da. Und die wollen auch auf den deutschen Markt. Bleibt spannend. Ja, absolut. Die Notwendigkeit der Veränderung durch Politik, neue Handelsplattformen, das Agenturmodell und sonstige Einflüsse. Machst du dir Sorgen um Autohandel und die da arbeitenden Menschen, mit denen du ja auch viel Kontakt hast? Ja, ich mache mir Sorgen. Weil leider viele, das meine ich jetzt auch nicht despektierlich oder so, aber viele haben leider das noch nicht verstanden, dass es eben nicht fünf vor zwölf ist, sondern eigentlich schon um zwölf oder eins nach zwölf. Und viele sind leider auch immer noch so in ihrer Thematik drin von früher. Ich bin Autohändler, ich kaufe Autos an, ich verkaufe Autos, biete meine Finanzdienstleistung an und that’s it. Aber das reicht nicht mehr. Sie müssen sich einfach bewegen, auch wenn sie es nicht schön finden. Ich finde auch nicht immer alles schön, was auch in der Medienlandschaft passiert, aber es wird ja trotzdem passieren. Es passiert auch, wenn du es nicht willst, aber du musst dich mitbewegen. Und wenn du dich nicht mitbewegst, bleibst du halt irgendwann auf der Strecke. Das ist jetzt auch keine neue Erkenntnis. Es gibt auch viele Experten bei uns in der Branche, die das auch immer wieder mahnend ansagen und auch immer aufrufen dazu. Leute, bewegt euch, kümmert euch, macht die Augen auf. Seht, was da nicht mehr auf euch zurollt, sondern auch schon da ist. Und es gibt zum Glück viele gute Beispiele mittlerweile, wo es funktioniert, die es auch verstanden haben, die es auch angegangen sind und wo man auch merkt, hey, es läuft. Aber es gibt halt leider auch noch viele, die einfach das vielleicht nicht wahrhaben wollen oder zu wenig den Fokus drauf haben. Die Gründe sind gar nicht so auszumachen, aber wenn man so mal auch Seminare, Events und Co, wo es um solche Themen geht und dann sieht, wie viele Händler da teilnehmen, die es nötig hätten, da ist ja eine Wertung drin, aber ich meine das ganz neutral, die es nötig hätten und nicht da sind, aber es wissen, dass man sollte. Das ist dann so, okay, naja gut. Genau, hast es nicht verstanden. Wie gesagt, die Gründe sind tatsächlich nicht auszumachen, die sind sehr vielschichtig. Bei vielen ist es vielleicht tatsächlich auch nicht notwendig, wenn ein Händler eine Nische hat oder wenn ein Händler in seinem lokalen Umfeld so stark vernetzt ist und so eine gute Marke zum Beispiel auch hat, dass er sagt, mit meinen 40, 45 Mitarbeitern, die ich habe, mit meinem kleinen Autohaus, vielleicht auch auf dem Land oder so, wo ich auch in der dritten Generation schon meine Stammkunden habe, dann ist das vielleicht auch gar nicht notwendig. Das heißt ja auch nicht immer, nur weil das jetzt kommt, müssen es jetzt alle mitmachen, aber die Mehrheit der Autohändler, die es jetzt gerade noch am Markt gibt, die müssen sich zumindest extrem mit dieser Thematik beschäftigen. Man kann nicht sagen, das interessiert mich nicht, das ist nicht meine Baustelle. Ging ja die letzten Jahre so, die letzten Jahrzehnte so, wird es auch irgendwie weitergehen. Es sei denn, man ist jetzt irgendwie schon um die 60 und hat jetzt eh vor, seinen Laden in fünf Jahren zu schließen, weil man keinen Nachfolger hat oder so, dann ist das auch okay. Dann brauche ich mich natürlich mit der Thematik auch nicht mehr befassen. Aber die meisten wollen ja gerne weitermachen. Ja, wir kommen zu den Abschlussfragen. Da sind wir schon. Ich habe es bald geschafft. Ach wenn ihr wüsstet, wie aufgeregt die Juliane vorher war. Sie interviewt ja lieber. Ja, ich sitze ja normalerweise auf der anderen Seite des Mikros. Jetzt weißt du, wie es mir gegangen ist, als der Philipp Kroschke und der Jascha Breuer die tolle Idee hatten, mich zu interviewen. Das war eine super Idee. Das war ein toller Podcast. Den kann ich nur empfehlen. Aber ich weiß jetzt, wie es dir geht. Für meine Premiere war ich sehr aufgeregt. Abschlussfragen. Welche ist deiner Meinung nach aktuell die stärkste Entwicklung im Autohandel? Verstärkt jetzt auch nochmal durch die zwei Jahre Corona ist mir besonders positiv aufgefallen, dass viele Autohändler mittlerweile verstanden haben und auch ihr Mindset geändert haben, was die Mitarbeiter und das eigene Team im Autohaus angeht. Sie haben verstanden, dass sie nur so gut sind, wie ihr Team ist und dass es nur gemeinsam funktioniert. Früher, ich sage immer früher, ich höre mich an wie 100, aber es war ja, 2000 habe ich angefangen, da war die Autohandelsbranche noch eine andere. Da gab es einen Geschäftsführer und da gab es Verkaufsleiter und Serviceleiter, Werkstattleiter und dann immer weiter runter. Sehr starkes Hierarchiedenken auch. Das hat für seine Zeit funktioniert. Funktioniert natürlich jetzt auch in Zeiten von Corona, von Fachkräftemangel, von Fluktuationen, funktioniert das natürlich so nicht mehr. Ich muss als Unternehmer einfach mein Mindset ändern und es gibt viele, die ich gesehen habe, ich nenne jetzt mal als Beispiel Oliver Bohn, Kuhn und Witte, Mike Siebrecht, Autohaus Siebrecht, viele, viele Beispiele, die es verstanden haben, die es auch leben, die es wirklich von Herzen leben und immer sagen, hey, ich bin nur so gut, weil ich so gute Leute habe, weil ich so tolle Mitarbeiter habe, die auch mit Herzblut dranhängen und das auch so kommunizieren auch in sozialen Medien, auch bei uns im Magazin, die sich wirklich anstrengen, die sich bemühen, auch ihren Mitarbeitern was Gutes zu tun. Da rede ich jetzt nicht mal von Work-Life-Balance. Also das ist auch wieder teilweise so, wo man denkt, braucht es jetzt Pilates-Kurs für alle oder irgendwie so. Aber es geht mir einfach darum, dass der Mitarbeiter merkt, dass der Unternehmer ihn wirklich wertschätzt, dass er ihn schätzt, seine Arbeit, seine Arbeitsleistung, seine Zeit, die er investiert im Unternehmen und das auch immer wieder offen und ehrlich sagt und das auch lebt. Und das ist mir extrem aufgefallen die letzten zwei Jahre, dass sich das wirklich im Autohandel geändert hat. Und das finde ich super. Nicht nur für die Autohandelsbranche. Das sollten wir eigentlich viel mehr machen. Also diese ganze Führungsrolle des Unternehmers, also gerade in diesen mittelständischen Unternehmen oder in Familienunternehmen, war einfach früher eine andere. Früher war er der Chef und die Mitarbeiter. Das ist eine unantastbare. Dieses Starke-Hierarchie-Denken, das muss sich einfach ändern. Also ich kann als Führungskraft in einem Unternehmen heutzutage nicht mehr mit der großen Keule durch die Gegend rennen und irgendwie versuchen, auf Teufel komm rauf, raus jetzt irgendwie meinen Willen durchzudrücken oder meine Ideen. Weil ich kann das nur, wenn ich ein gutes Team habe. Und das finde ich wunderbar, dass das wirklich viele verstanden haben und auch so leben. Und das ist ein gutes Beispiel und dem sollten mehr Leute folgen. Das finde ich toll. Klasse. Ja und wann sitzt du denn das erste Mal in einem komplett autonomen Auto, fährst von A nach B? Ich muss ja mal so ein paar Sätze noch dazu sagen, weil ich hatte ja schon die wildesten Ausredeantworten dabei. Und sitzt in dem Auto und du achtest nicht drauf und kommst einfach an und steigst wieder aus? Das kann ich mir selber gar nicht vorstellen, dass ich das jemals tun werde. Hängt aber damit zusammen, dass ich sehr viel Kontrolle gerne habe über die Dinge, die um mich herum passieren. Und gerade wenn es ja auch um mich selber geht und ich irgendwo drin sitze. Ich fühle mich schon oft unwohl im Flugzeug, wenn ich weiß, ich muss mich auf einen Piloten und die Technik verlassen. Aber in so einem autonomen Auto hätte ich, glaube ich, echt ein Thema damit, was das Vertrauen in die Technik angeht. Das wird passieren, auch das wird kommen. Ich meine, alle sind dran. Aber aktuell fahre ich tatsächlich lieber in meinem John-Cooper-Works-Cabrio. Irgendwie freue ich mich jetzt schon drauf. Im März durch die Gegend mit Dach runter und Sonne auf der Haut. Da fühle ich mich wohler, da habe ich die Steuer in der Hand, da lenke ich, da entscheide ich, was passiert. Und habe die Verantwortung auch für mich und für meine Insassen. Und da fühle ich mich aktuell bei der Vorstellung wohler mit, als in einem autonomen Fahrzeug. Jetzt hast du gedacht, hast du es geschafft. Was glaubst du denn, wenn möglicherweise dein Mann oder jemand anders aus deinem näheren Umfeld das erste Mal voll autonom von A nach B fährt? Ganz spontan würde ich sagen, in fünf Jahren. Fünf Jahre, okay. Ich meine, auf der A9 gibt es ja schon ganz viele Teststrecken auch, wo autonomes Fahren getestet wird. Und das ist keine Zukunftsmusik mehr, definitiv nicht. Nur ob ich drinne sitze, weiß ich nicht. Alles klar, aber ich habe eine Zahl bekommen. Du hast eine Zahl von mir bekommen, bitteschön, sehr gerne. Dankeschön, Juliane, ganz herzlichen Dank, dass du mir Rede und Antwort gestanden bist. Und das war echt super spannend, fand ich ganz toll, was du erzählt hast, auch so ein Gespür dafür zu kriegen, was die Branche auch so, wie die tickt gerade, weil da hast du, glaube ich, schon den Finger am Puls. Ganz lieben Dank, dass du Rede und Antwort gestanden bist. Vielen Dank, dass du mich gefragt hast. Sehr gerne. Und damit sind wir für heute mit dem Podcast durch. Und schön, dass ihr alle zugehört habt. Und wir hören uns bald wieder. Macht’s gut. Ciao. Tschüss.