Einleitung

In der neuesten Episode des Podcasts „Benzingespräche“ diskutieren Tim Klötzing, Jascha Breuer und Philipp Kroschke über die aktuellen Herausforderungen und Chancen im deutschen Autohandel. Die Automobilbranche steht vor einem tiefgreifenden Wandel, der sowohl durch externe Faktoren wie Lieferengpässe als auch durch interne Entwicklungen wie neue Geschäftsmodelle beeinflusst wird.

Lieferengpässe und ihre Auswirkungen

Die jüngsten Lieferengpässe, ausgelöst durch den Chipmangel und den Krieg in der Ukraine, haben den Autohandel stark beeinflusst. Während einige Händler die Situation nutzen konnten, um durch reduzierte Rabatte höhere Margen zu erzielen, kämpfen andere mit einem Rückgang der Zulassungszahlen. Die Organisationen sind auf bestimmte Volumina ausgelegt, und das Fehlen dieser Stückzahlen stellt eine erhebliche Herausforderung dar.

Neue Geschäftsmodelle und Elektromobilität

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Wandel hin zu neuen Geschäftsmodellen, insbesondere im Bereich der Elektromobilität. Hersteller wie AI-Waze und Linken.co bringen innovative Vertriebsansätze auf den Markt, die den traditionellen Handel herausfordern. Diese Modelle bieten nicht nur Fahrzeuge, sondern auch umfassende Mobilitätslösungen, die den Verbraucher in den Mittelpunkt stellen.

Optimismus versus Pessimismus im Handel

Die Stimmung im Handel schwankt zwischen Optimismus und Pessimismus. Während einige die Veränderungen als Chance sehen, sich neu zu positionieren und innovative Ansätze zu verfolgen, empfinden andere die Entwicklungen als Bedrohung. Es ist entscheidend, dass sich Händler aktiv mit den Veränderungen auseinandersetzen und ihre Geschäftsmodelle entsprechend anpassen.

Netzwerke und Austausch als Schlüssel zum Erfolg

Ein zentrales Thema des Podcasts ist die Bedeutung von Netzwerken und Austausch. Die „Automotive Business Friends“ bieten eine Plattform, auf der sich Branchenakteure vernetzen und voneinander lernen können. In Zeiten des Wandels sind starke Netzwerke und der Austausch von Erfahrungen und Strategien entscheidend für den Erfolg.

Fazit

Der deutsche Autohandel steht vor großen Herausforderungen, aber auch vor spannenden Chancen. Es ist wichtig, dass Händler flexibel bleiben, neue Geschäftsmodelle erkunden und sich auf die veränderten Marktbedingungen einstellen. Der Austausch und die Zusammenarbeit innerhalb der Branche werden dabei eine entscheidende Rolle spielen.


Show Notes & Key Takeaways

Themen:

  • Lieferengpässe im Autohandel
  • Neue Geschäftsmodelle in der Automobilbranche
  • Elektromobilität und ihre Auswirkungen
  • Optimismus und Pessimismus im Handel
  • Netzwerke und Austausch

Key Takeaways:

  • Lieferengpässe beeinflussen den Handel stark.
  • Neue Geschäftsmodelle bieten Chancen und Herausforderungen.
  • Elektromobilität verändert den Markt nachhaltig.
  • Optimismus ist entscheidend für den Umgang mit Veränderungen.
  • Netzwerke und Austausch sind Schlüssel zum Erfolg.
  • Händler müssen sich aktiv mit dem Wandel auseinandersetzen.
  • Der Verbraucher steht im Mittelpunkt neuer Mobilitätslösungen.

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Benzingespräche – der Personality- und Branchenpodcast der deutschen Automobilwirtschaft. Der Podcast führt mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind, erzählt zu werden. Es geht um neue und verschiedene Blickwinkel auf die Autobranche und persönliche Meinungen zukünftiger Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, Online-Marketing-Spezialist, Unternehmercoach und Agenturinhaber. Bevor es losgeht, ein Hinweis auf einen starken Partner, der mich bei meinem Podcast unterstützt. Yareto. Bei Yareto können Autohändler in Deutschland Absatzfinanzierungs- und Leasingangebote von mehr als 10 Finanzdienstleistern auf einen Blick vergleichen, anfragen und abschließen. Und das alles mit nur einem Login. Wer Yareto ausprobieren möchte, bekommt mit Hinweis auf meinen Podcast exklusiv für das erste abgerechnete Geschäft eine 250 Euro Stück Prämie. Das ist doch was. Einfach auf Yareto gehen oder bei deren Vertrieb melden. Herzlich Willkommen zurück bei meinem Podcast Benzingespräche. Und heute in einer Konstellation, die es im letzten Jahr schon einmal gab und zwar als Jascha Breuer in Klammern Leiter Autobörse.de. Ich wollte gerade Autobörse Deutschland sagen, ist aber so ähnlich. Und Philipp Kroschke in Klammern geschäftsführender Gesellschafter der Kroschke Gruppe, die mich zu meinem eigenen Podcast eingeladen haben, den quasi geentert haben. Und die haben den Spieß umgedreht und mich interviewt, wo ich mich lange geziert habe, aber nach wie vor, was war ein tolles Erlebnis. Danke Jungs. Hallo Jascha. Hallo Philipp. Du zuerst. Hallo Tim. Vielen Dank für die Einladung. Das lassen wir ungeschnitten genau so drin. Jetzt wollte keiner Hallo sagen. Hallo Jascha. Hallo Tim. Hallo Philipp. Moin Moin ihr beiden. Ich freue mich mal wieder in dieser Konstellation mit euch zu quatschen. Sehr schön. Ja Mensch, da sind wir leider nur online diesmal zusammen und sehen uns digital. Jascha in München und der liebe Philipp in? Lermos. Familienurlaub. Ach guck mal und da konnten wir dich trotzdem gewinnen mit uns zu quatschen. Das ist doch toll. Selbstverständlich. Sehr schön. Ja, jetzt hört ihr uns und das haben wir letztes Jahr wie gesagt schon gemacht. Jetzt hört ihr uns. Und das wird in Zukunft wahrscheinlich hier und da auch nochmal passieren. Aber darüber hinaus haben wir uns noch was anderes ausgedacht. Uns wird es nicht nur auf die Ohren geben, sondern wir werden auch ein kleines, wie sagt man, Live-Konzept launchen in Neudeutsch. Philipp, sagt man das so? Oder so eine kleine Stammtischrunde zum Austausch mit Gleichgesinnten könnte man fast sagen. Die anonymen Automobiliker vielleicht. Es wird hoffentlich mehr als die anonymen Automobiliker. Sehr großartig. Aber um das richtig einzufangen, Jascha, wir haben uns ja Gedanken darum gemacht. Wir haben ja auch einen tollen Namen dafür, richtig? Richtig. Wir haben einen ganz tollen Namen. Automotive Business Friends. Das war uns wichtig. Automotive. Wir sind Auto alle und da kommen auch nur Auto-Leute hin. Ja, wir wollen auch über das Geschäft sprechen. Wir haben auch ab und zu mal ein Keynote-Speaker. Das wird ganz spannend. Und Friends, weil wir eigentlich überwiegend nur Leute einladen, die Friends sind, mit denen wir uns gut verstehen, die wir kennen, die sprachhohe sind und das ist die Idee dahinter. Oder die es danach sind. Dass es halt nicht nur Business gibt, sondern wir glauben ganz, ganz fest daran, dass es gerade in diesen wilder werdenden Zeiten, in den schwierigen Zeiten ganz wichtig ist, ausgeprägte Netzwerke zu haben. Und dass es da nicht schadet, dass man sich einfach schlichtweg auch mag. Ja, absolut. Wir bringen alle drei unsere Partner und Vorschläge ein, die wir dabei haben möchten und da vernetzen wir uns alle gegenseitig. Und das wird angedacht, das ist so dreimal im Jahr in etwa und das wird an verschiedenen Orten sein. Das wird in München sein, da wird der Jascha quasi der Gastgeber, der Local sein. Es wird in Hamburg oben in der Kante sein, da wo der Philipp da halt die Gastgebung übernimmt. Es wird im Ruhrgebiet in Essen sein, wo ich dann halt schaue, dass das ein schöner Event wird. Und mehr dazu folgt noch in Kürze. Ja, also. Wir drei wieder in einem Podcast. Ich freue mich ja, sagt man da so schön im Ruhrgebiet. Aber diesmal geht es nicht konkret um irgendwie ein Porträt von einem von uns dreien, weil das haben wir so gesehen schon produziert, sondern es geht so darum, was uns gerade beschäftigt in und mit der Autobranche. Wir drei kommen aus drei verschiedenen Richtungen und arbeiten jeweils sehr intensiv mit der Autobranche und haben daraus und aus unserem Netzwerk natürlich tiefes Wissen, was da draußen los ist. Zunächst einmal, zuletzt waren einige Events, wo wir drei auch so unterwegs waren und ja, da habe ich so einen Punkt, da gewinnt man immer so ein bisschen ein unterschiedliches Bild, was so in der Autobranche los ist. Von wirklich Optimismus bis zu tiefen Pessimismus ist da alles bei. Meine persönliche Meinung ist da eher so ein bisschen getrübt, wenn ich ehrlich bin, weil ich arbeite da doch eher sehr stark mit dem Handel direkt zusammen, mit der Agentur hauptsächlich. Und ja, da sind wir halt Dienstleister mit dem Thema Marketing und da sind so die Erfahrungen der letzten Monate, also Corona war so situativ mal getrübt und das hat sich aber alles gut gefangen und das hat der Handel auch echt gut durchgezogen. Da sind ja wirklich auch viele sehr kraftvoll durchgegangen und sehr erfolgreich durchgegangen. Und jetzt so mit der Lieferkettenthematik, es werden keine Fahrzeuge produziert, all das Thema, da kriegen wir doch eher, will ich auch mal so ehrlich sagen, eher sehr pessimistische Signale aus dem Handel. Also da ist die Stimmung nicht so toll, wie auf der einen oder anderen Veranstaltung alles so optimistisch dargestellt wird. Und ja, trifft uns als Dienstleister auch irgendwo, muss man fairerweise so sagen. Und das ist halt nicht so schön und das finde ich, sollte auch mal ausgesprochen werden, dass da nicht die heile Welt ist, wo alle jetzt nur noch, ich sag mal drei Wochen warten und dann ist die Welt wieder in Ordnung. Sondern ja, das werden wir auch in dem Podcast glaube ich so besprechen, wie auch ihr so das seht und welche Neuigkeiten und welche Möglichkeiten es da möglicherweise in Zukunft gibt. Aber das wollte ich mal so anbringen und da würde mich auch mal so interessieren, wie seht ihr beiden das so ganz subjektiv, also ganz subjektive Meinung? Vielleicht, Philipp, kannst du mal ein paar Sätze dazu sagen? Vielleicht teilst du das oder auch nicht von meinen Eindrücken? Also, nee, ich kann das total bestätigen. Es gibt ja zwei Seiten einer Medaille. Corona haben tatsächlich, das kann man so sagen, hat der Autohandel ziemlich gut überstanden mit unterschiedlichen Maßnahmen. Manch einer hat sich sogar deutlich weiterentwickelt, was ja sehr positiv war. Was ja jetzt wahnsinnig einschneidend ist, ist diese Lieferengpässe, ausgelöst ursprünglich mal durch Chipmangel. Aber das ist ja ganz vielfältig. Das sind Schiffe, die nicht in Häfen kommen, weil die Hafenarbeiter nicht mehr da sind und entladen können. Das ist der wahnsinnig schlimme Krieg in der Ukraine, der zu Engpässen bestimmter Bauteile geführt hat. Und natürlich gibt es jetzt gerade eine Situation, wo der Autohandel für sich gesagt hat, du, das ist ja gar nicht so schlimm, wenn wir jetzt ein bisschen Engpässe haben. Das kompensieren wir an vielen Stellen halt einfach dadurch, dass Rabatte nicht gegeben werden oder Autos schlichtweg teurer verkauft werden können. Das gönne ich jedem. Es sei nur gesagt, ich selbst stehe dann da und bei mir persönlich sind halt einfach weniger Zulassungen da. Wir haben unsere Organisation auf ein gewisses Volumen ausgerichtet und die sind jetzt nicht da. Also nochmal zurück genau auf den Autohandel geguckt. Das ist jetzt sicherlich auf kurze Sicht erstmal okay. Da konnte einiges mit kompensiert werden. Die Frage ist natürlich, was passiert, wenn sowas länger dauert. Und neben dieser Lieferengpassthematik, die jetzt erstmal wahnsinnig akut ist, geht natürlich der Markt weiter. Das heißt, die Autos sind zwar jetzt nicht da, man kann das kompensieren. Aber das, was noch vor Corona schon gedrückt hat, also was passiert eigentlich, wenn E-Autos auf den Markt kommen? Was macht das mit dem Handel? Das hat ja Auswirkungen auf das Werkstattgeschäft zum Beispiel. Das ist ja nicht weg. Oder sogar ganz im Gegenteil. Weil was wir ja jetzt sehen, sind wahnsinnig viele Asiaten, die mit Elektromobilität auf den deutschen Markt kommen. Das heißt, da wird es sicherlich einen großen Wandel geben, der auch unseren Handel betrifft. Oder auch die deutschen Hersteller, die traditionellen Hersteller, die mit Elektromodellen auf dem Markt sind. Das ist ja deswegen nicht weg. Und das sind dann die pessimistischen Dinge oder Tendenzen, die ich da sehe. Und was ich persönlich zwar sehr spannend finde, aber was sicherlich auch eine Herausforderung für den deutschen Autohandel werden wird, ist, es kommen neue Geschäftsmodelle, also neue Vertriebsmodelle auf den deutschen Markt. Jetzt ist die Frage am Ende natürlich immer, welchen Weg wird sich der Verbraucher suchen. Man kann jetzt nicht sagen, dass irgendwas schlecht ist, sondern der Verbraucher sucht sich seinen Weg, sein Auto, sein Modell. Und ich glaube, dass es deutlich fragmentierter werden wird und dass einfach spannende Modelle auf den Markt kommen. Ich rede immer gerne über Linken.co. Nein, die Stückzahlen sind sicherlich noch nicht angsteinflößend, aber es ist einfach mal ein spannendes Geschäftsmodell, sich nicht nur allein das Auto zu denken, sondern zu sagen, nein, das Geschäftsmodell ist eine Community. Ich baue eine Community um Autos auf, so eine Art Carsharing-Modell, wo ich aber, wenn ich da Teil der Community bin, weitere Themen, Clubzugänge, Coworking-Space-Zugänge und, und, und. Also einfach mal Mobilität in ganzheitlicher Gedacht. Und ich glaube, da ist noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Wenn man sieht, ein AI-Waze vertreibt seine Autos über Euronics. Also ich glaube, was dem Handel noch bevorsteht, und ich weiß nicht, ob man das pessimistisch sehen muss grundsätzlich, weil es ist jetzt erstmal ein Fakt, dass sich der Markt ändert. Die Art, Autos zu vertreiben, die Art, Mobilität zu vertreiben, wird einfach eine andere. Ich glaube, man muss sich erstmal damit auseinanderzusetzen für Pessimismus. Pessimismus finde ich per se immer erstmal schlecht, weil das ist so, das ist ein bisschen typisch deutsch, auch alles ist scheiße. Die Hersteller, die Politik, die Mitarbeiter, die Kunden, zu Hause, alles ist scheiße. So, das ist Pessimismus. Und ich glaube, es geht eher darum, dass man sich sehr damit auseinandersetzt und viel damit auseinandersetzen. Das ist auch immer meine Botschaft. Was passiert da jetzt mit dem Markt? Und was heißt das für mich? Was heißt das für mein Geschäftsmodell? Und ich glaube, da gibt es einige, die das ganz, ganz toll machen und von denen kann man lernen. Und mit denen wollen wir sprechen. Deswegen ja auch so ein bisschen der Kreis, wo wir Leute zusammenholen und einfach sich austauschen. Wie geht wer damit um? Ich glaube, das ist ganz, ganz wichtig. Philipp, wenn ich da anschließend auch durchaus ein paar gute Stichworte genannt, das Thema Stückzahlen, OEM hattest du genannt. Das heißt, deine Organisation ist auf eine gewisse Anzahl von Stückzahlen im deutschen Markt ausgelegt. Die von anderen Dienstleistern, Banken etc. genauso, aber auch die ja des Handels. Also wenn die OEMs jetzt gelernt haben, dass man mit weniger Autos eigentlich mehr Erträge macht und das dabei bleibt. Und ich als Händler früher meine ganze Organisation auf 500 oder 1000 Autos aufgelegt habe, jetzt aber nur noch 800 kriege, dann müssen ja auch die was ändern. Schwierig, muss man darüber nachdenken und Stichwort Geschäftsmodelle. Was macht das neue Agenturmodell mit mir als Händler? Welche Rolle spiele ich da noch? Ich hatte in den letzten Wochen auch vor meinem Urlaub ein paar gute Gespräche mit Händlern, mit guten Händlern, mit großen bekannten Händlern, die auch teilweise sagen, ich weiß noch nicht genau, wo meine Rolle ist und soll ich jetzt investieren oder soll ich nicht investieren? Dann liest du jetzt die Tage wieder in der Presse, dass große Gruppen auch noch große Autohäuser bauen. Ich weiß nicht persönlich, ob das der richtige Weg ist, aber das wird eine spannende Diskussion mit Händlern. Und ich freue mich da auch auf unseren ersten Stammtisch mit teilweise echt großen und guten Händlern oder auch bekannten Händlern, wie die auf dieses Thema Agenturmodell der Hersteller reagieren und was das für Auswirkungen hat. Ganz spannende Sache. Absolut. Es ist ja auch unterschiedlich von Marke zu Marke bzw. den Händlern, den Partnern davon. Wie weit sind die Marken, Stichwort Agenturmodell, die einen sind da weiter als die anderen, da wissen die schon Bescheid, was die ungefähr erwartet. Bei ein paar ist es noch ganz nebulös, in der Fort-Ecke ist noch völlige Unsicherheit, gerade bei dem Handellos. Da haben wir viele Partner, mit denen wir zusammenarbeiten. Es scheint wie eingefroren und schockstarre zu sein. Ich benutze das Wort trotzdem mal, auch wenn es nicht schön ist, traurig ist. Aber ich glaube, Tim, du hattest einen sehr guten Podcast dazu mit dem Uwe Brossett und dem Jürgen Stackmann. Fand ich sehr gut zu dem Thema. Da kann man sich ja auch nochmal informieren. Fand ich gut gemacht. Kann ich nur Werbung für machen für diesen Podcast. Auch wenn das jetzt nicht abgesprochen war. Alles gut, alles gut. Die haben das Thema ja wirklich super auseinander genommen. Ja, das dazu. Wir haben das diesmal so ein bisschen so aufgeteilt in dem Podcast, dass wir mal hören, wie der Jascha, der Philipp und der Tim, was es da so Neues gibt und was uns so am meisten beschäftigt. Ich habe heute mal das erste Wort, was schwer ist, wenn Philipp Koschke im Raum ist. Aber ich habe das erste Wort und mein lieber Philipp, erzähl mal, was gibt es für euch Neuigkeiten? Was beschäftigt dich aktuell eigentlich so am meisten? Du hast gerade über viele Veränderungen am Markt gesprochen. Ich habe deine beim BFC Abend, Anfang Juni war das noch, habe ich ein sehr emotionales kurzes Statement von dir gehört, was ich gut fand. Stichwort Familienbetrieb etc. Aber sag einfach mal, was dich so beschäftigt. Ja, ein bisschen was habe ich ja schon angesprochen. Das ganz akute Thema, das will ich jetzt nicht weiter oder muss ich jetzt nicht weiter ausführen, dass mich natürlich tatsächlich die fehlenden Stückzahlen umtreiben. Das, was für uns als Familienunternehmen ganz wesentlich ist. Und danke für die lobenden Worte. Da hast du noch gelästert, dass es gar nicht so ein kurzes Statement war, sondern dass ich nicht zu lang geredet habe. War kein Zwanzigsekünder. Und nicht mal ein Dreiminütiger. Aber gut. Was mich natürlich ganz massiv und das ist jetzt gerade die spannende Herausforderung, dass zum einen die Financials gar nicht so optimal sind für das, was wir tun müssen. Denn was jetzt gerade passiert und ich glaube, da freut sich der Autohandel grundsätzlich drauf, ist das Thema Digitalisierung, Zulassungswesen. So jetzt wurde da immer viel drüber gesprochen und der Scheuer hat schon vor zwei Jahren oder drei Jahren gesagt, dann ist demnächst, wird nur noch auf den Knopf gedrückt, dann sind die Autos zugelassen. Und jetzt kommen wir aber langsam in genau diese Phase, wo das immer näher kommt. Es wird ja viel drüber gerätselt, wann ist es denn jetzt soweit? Also einmal nochmal ganz kurzer Abriss. Großkundenschnittstelle beziehungsweise IKZ Stufe 3, das heißt Privatkunden können an sich schon digital zulassen unter bestimmten Voraussetzungen. Wird tatsächlich aktuell noch wenig genutzt, ist auch gar nicht so spannend für den Handel unbedingt. Für den Handel ist jetzt viel, viel spannender und das gucken sich viele natürlich an, ist die sogenannte Großkundenschnittstelle. Das heißt, die Zulassung auch auf gewerbliche Kunden und das hat sehr, sehr lange gedauert. Viel länger, als man das ursprünglich mal gedacht hat. Aber im kommenden Jahr, im Mai 2023 soll es nun soweit sein, dass die Großkundenschnittstelle freigegeben wird. Was bedeutet das? Das bedeutet im Endeffekt, dass jeder sozusagen, der mehr als 500 Zulassungen im Jahr hat, sich selber eine Schnittstelle beantragen und die bauen kann, um dann digital zuzulassen. Und das ist natürlich etwas, was mich monumental interessiert. beschäftigt, weil, was bedeutet das also, wenn jeder Endkunde und jeder Kunde selber zulassen kann, das bedeutet zum einen für mein Privatkundengeschäft, bedeutet das, dass ich, wenn ich von zu Hause aus mit meinem Tablet die Zulassung machen kann, werde ich wahrscheinlich auch nicht ins Industriegebiet fahren, ins Büdchen und mir da die Autoschilder kaufen. Und das bedeutet, dass mein Geschäftsmodell prägestellend gefährdet ist, mit rund 400 Standorten und über 1000 Mitarbeitern. Wenn die Autohäuser jetzt auch Schnittstellen bekommen, um selbst zuzulassen, dann gefährdet das natürlich mein Geschäftsmodell, wo ich quasi für den Autohandel sozusagen auf die Zulassungsstellen gehe und diese Logistik abwickele. Das sind noch mal wieder 60 Standorte mit über 300 Mitarbeitern. So, nur einfach mal das gesagt, wir sind ein Familienunternehmen, wir haben es 65 Jahre geschafft, ziemlich erfolgreich unterwegs zu sein, dritte Generation. Wir befinden uns gerade in der wohl größten Transformationsphase, die unser Unternehmen je erlebt hat. Wir werden und müssen von einem reinen Dienstleister und einem Filialbetrieb hin uns entwickeln zu demjenigen, der die Schnittstellen baut, der die Schnittstellen hostet, der sozusagen das, was jetzt jeder Autohändler vielleicht selber machen könnte, wo der sagt, nee, dazu hole ich mir einen Spezialisten an Bord, das lasse ich machen. Mein Thema ist Autoverkauf. Zulassungen habe ich immer schon einem Spezialisten überlassen und das überlasse ich auch in einer digitalen Welt einem Spezialisten, der sich damit auskennt, der sich darum kümmert, dass das funktioniert und ich mich nicht drum kümmern muss. Aber das ist gerade etwas, was du einer Organisation, die 65 Jahre Autoschilder gemacht hat und Dienstleistungen im physischen Bereich und auf einmal musst du dich zu einem Softwareunternehmen oder einem digitalen Unternehmen wandeln mit all der Mentalität, der Kultur, die sich da in 65 Jahren entwickelt hat und gleichzeitig bricht ja das alte Geschäft noch nicht weg. Das heißt, du musst es hinkriegen, trotzdem die Cash-Chaos sozusagen am Leben zu halten. Es wird auch weiterhin noch logistische Prozesse oder auch physisch logistische Prozesse geben. Ich weiß noch nicht genau, wie die aussehen. Das heißt, wir müssen unser Unternehmen in eine Zukunft hinein entwickeln, die noch gar nicht hundertprozentig feststeht und das muss ich sagen, ist eine wahnsinnig große Herausforderung und da auch wieder der Brückenschlag zum Autohandel. Der Autohandel hat ja ähnliche Entwicklungen vor sich. Vielleicht ist dem das noch nicht so offensichtlich klar, weil natürlich hört man immer mal wieder, ja wieso, die Kunden wollen doch Autos bei uns im Autohaus kaufen. Ja, gibt es bestimmt. Die Frage ist nur, wie viel werden das künftig noch sein und reicht das dann aus, um den Glaspalast zu betreiben? Das ist halt die Frage. Bei uns ist es halt einfach schon ziemlich klar, wenn du das Bild malst einer digitalen Zulassung, dann ist klar, was mit deinen anderen Geschäftsmodellen passiert und wie das aussieht. Kurze Zwischenfrage und Nachfrage noch mal, Philipp. Aber ist das dann eine generelle Schnittstelle, wo irgendwann Dienstleister A, B, C hinter ist oder gibt es die Groschke-Schnittstelle und die A, B, C-Schnittstelle? Also jeder hat die Gelegenheit, selber eine Schnittstelle zu bauen und natürlich ist unser Ziel, eine Schnittstelle zu bauen, die möglichst leicht einsetzbar ist. Also beziehungsweise, was wir ja jetzt schon tun, wir haben jetzt schon Auftragungsportale beim Handel, aber auch in den digitalen Fahrzeugvertriebsprozessen, die haben wir jetzt schon gebaut. Die werden jetzt noch mal angepasst, die werden umgebaut, die werden auf die digitalen Themen umgebaut. Das heißt, im Endeffekt ist die Zielsetzung, dass sich für den Handel, der mit mir jetzt schon zusammenarbeitet, im Prozess gar nicht so viel ändert. Der Button Zulassen ist auch dann noch zulassen, nur dass im Moment fährt dann bei mir mein Fahrer raus und kümmert sich um die Logistik und künftig ist es dann ein Datenpaket, was dann quasi über dieses Aggregat sozusagen rausgeschickt wird. Nein, es gibt keine generelle Schnittstelle. Das baut sich am Ende jeder Großkunde dann selber. Es wird natürlich der ein oder andere, das habe ich jetzt auch schon gehört, der ein oder andere Verband sagt oder Landesverband aus der Automobilwirtschaft sagt natürlich auch, was mache ich denn mit meinen kleinen Mitgliedern? Was mache ich denn? Was macht denn derjenige, der unter 500 Zulassung hat? Da wird es sicherlich Bündelungsfunktionen geben, die wir natürlich auch wieder zum Teil übernehmen wollen. Aber die große Zielsetzung muss es natürlich sein, dass wir auch in den neuen Geschäftsmodellen, nicht nur im Autohandel, also da muss ich auch ganz klar sprechen, wir schauen auch sehr darauf, welche neuen Geschäftsmodelle, welche neuen Vertriebsmodelle entstehen am Markt und auch in denen dann im Prozess präsent zu sein. Und das ist, muss ich sagen, ist für so ein überschaubares Familienunternehmen ist einfach ein echter Stresstest. Und ich glaube, es wird gut. Ich glaube, wir werden das schaffen. Wir haben super tolle Leute. Wir können, glaube ich, auch wahnsinnig lange noch gut physisch, also lokal und das Digitale miteinander verbinden. Aber man muss auch sagen, in einer Zeit, wo die Umsätze nicht so sprudeln, und du trotzdem aber sehr viel investieren musst in eine Zukunft, die dir nicht sofort schon Umsätze verschafft, ist eine echt ordentliche Herausforderung. Das treibt mich gerade, das treibt mich persönlich gerade, gerade sehr neben den natürlich den aktuellen Themen, was, wie geht es eigentlich insgesamt jetzt weiter, wenn wir, und ich habe mir diese Frage, wir müssten wahrscheinlich auch mal jetzt uns hinsetzen und sagen, was ist denn, wenn jetzt wirklich in zehn Tagen der Putin die Pipeline nicht mehr anstellt, was heißt denn das jetzt eigentlich für uns als Unternehmen und für die Branche, wenn Energie fehlt, wenn Energie rationiert wird, was heißt denn das? Werden weniger Autos verkauft? Wie funktioniert denn das? Wird noch weniger produziert? Ist das auch wieder jetzt ein Faktor? Also ich glaube, wir setzen uns noch viel zu wenig damit auseinander, was auch das noch mit uns machen kann. Ja, großes Thema, definitiv. Da werden wir wahrscheinlich in ein paar Monaten drüber sprechen und wahrscheinlich nächstes Mal werden wir uns sehen. Eine ganz kurze Frage noch an Philipp, mit einer kurzen Antwort natürlich, wie immer. Entwicklung der Zulassungszahlen der letzten Monate, was ist so dein Statement dazu? Nehmen wir einfach die letzten sechs Monate, also Januar bis Juni. Ja, also dramatisch. Ich habe sie jetzt nicht im Detail, aber wir reden im Moment von einem Einbruch im Neuwagenbereich um die 30 Prozent und dieser Einbruch verschiebt sich natürlich auch ins Gebrauchtwagensegment. Ist ja logisch, dass wenn keine Neufahrzeuge an den Markt kommen, die Gebrauchten erstmal weitergefahren werden und nicht sozusagen dem Gebrauchtmarkt zur Verfügung stehen. Also es ist eine ziemlich dramatische, für uns dramatische Situation. Also ungefähr 30 Prozent minus. Und auch nach vorne geguckt, wird es keine schnelle Besserung geben. Also kann ich nicht erkennen. Ihr könnt gerne selber auch nochmal ein Statement natürlich dazu abgeben. Ich sehe leider keine schnelle Besserung aktuell. Okay, danke. Jetzt haben wir den Spieß sozusagen wieder umgedreht und jetzt wollen wir natürlich, jetzt Tim, jetzt bist du nicht nur Interviewer, sondern auch der Interviewte. Und auch bei dir passiert wahnsinnig viel. Ich glaube, es ist wahnsinnig wichtig, dass der Autohandel sich mit Digitalisierungsthemen auseinandersetzt und da bist du ja auch wirklich ein absoluter Experte. Insofern, was gibt es bei dir für Neuigkeiten und was beschäftigt dich gerade so am meisten und was siehst du dort bei deinen Kunden? Ja, Digitalisierung ist, also ich bin ja Marketer und die Digitalisierung macht ja auch für uns Marketer natürlich überhaupt nicht Halt. Und mit der Agentur Breitengrad, mit der ich jetzt auch schon, glaube ich, sehr lange am Markt unterwegs bin, kommen wir auch aus dem klassischen Bereich und sind ja inzwischen auch voll digital unterwegs. Gelegentlich passiert auch noch mal eine Anzeige für einen Händler irgendwo, aber das Große ist ja Online-Marketing und das ist ja voll digital. Und da ist die Entwicklung auch in den letzten Jahren so krass und in diesem Jahr auch. Das entwickelt sich so unfassbar weiter. Nicht alles passt so für den Autohandel. Also wir arbeiten ja hauptsächlich für den Autohandel, nicht für die Hersteller. Und da schauen wir natürlich immer, welche Technologien kommen da auf und was macht im Autohandel Sinn. Das ist ja nun mal auch schon sehr spezielles Marketing, wenn du da Produkte vermarktest, die so ein Durchschnittsbürger, man sagt ja immer so, dass die zwei teuerste Anschaffung im Leben nach dem Haus, da gibt es so diese alten Marketing-Sprüche. Und da ist das Marketing schon anders, als wenn du jetzt, weiß ich nicht, Stifte, Seifen und was auch immer, die fast moving goods vermarktest. Und von daher, das gepaart jetzt mit einer Phase, wo wir mit den neuen Lösungen, die wir haben, in Corona extrem gut gefahren sind, weil der Autohandel halt auch gemerkt hat, das Online-Marketing ist doch, das bringt mir mehr. Und jetzt so in diese Problematik herein, dass wenn der Handel, unser Kunde, keine Produkte auf dem Hof hat, auch so gesehen kein Marketing braucht. Das ist immer so diese kurze Sichtweise. Das ist schon für uns eine Herausforderung in der Denke. Und da habe ich mich in den letzten Monaten auch viel mit befasst. Ich war auch vor, ich glaube das ist schon mehr als zwei Monate her, auf dem E-Marketing-Day vom Autohaus, habe ich da einen Vortrag zugehalten, wo wir uns hier vorher Gedanken gemacht haben, was ist denn eigentlich, was muss so ein Autohandel eigentlich in diesem Jahr oder was sollte er im Setting haben an Online-Marketing-Tools. Und da sind wir so mit eingestiegen und dann ist uns relativ schnell klar geworden, so unterschiedliche Tools, unterschiedliche Kanäle, die man belegen kann, haben unterschiedliche Zielsetzungen. Und der Handel ist immer sehr schnell in der Denke so, ja ich muss Marketing machen, wo ich auf jeden Fall Lead-orientiert bin. Ich muss da zählbare Leads bekommen, die nachher irgendwie in meinem DMS irgendwo auftauchen, die per E-Mail landen, die meine Verkäufer kontaktieren können gut und schön. Ist natürlich auch das, was die Hersteller, wenn es Markenhändler sind, was die Hersteller bezuschossen mit WKZ, das sind immer Lead-orientierte Kampagnen. Das ist okay, wenn wir jetzt noch so die Zutat zukünftiges Agenturmodell so in den Köcher tun und damit einhergehend eine noch stärkere Austauschbarkeit des individuellen Händlers, sind wir so zum Schluss gekommen, ja Lead-Orientierung ist so spannend, ist auf jeden Fall da und ist auch wichtig, da gibt es die Kanäle für, aber vergesst doch bitte das Branding nicht. Und das ist wiederum keine neue Erkenntnis, weil es geht doch darum, Händler, also wir haben so viele Händler, die eine Historie von 35, 50 Jahren und aufwärts haben, die so der Local Hero sind und die immer austauschbarer werden durch die Marketingprogramme der Hersteller. Das ist jetzt so ein bisschen konfrontativ gegen die Hersteller. Ich hoffe, die dissen mich danach nicht, aber wir arbeiten halt für den Handel und nicht für den Hersteller und das ist mein Kunde und der soll Sichtbarkeit haben. Und da beschäftigen wir uns halt viel mit und wiederholen das in letzter Zeit auch viel, das wird aber noch nicht so richtig angenommen. Es gibt nur wenige, die verstanden haben, ich gehe jetzt wirklich auf ein Branding, ich stärke meine Marke, ich wähle die richtigen Kanäle, was weiß ich, Digital TV ist so ein super heißes Thema gerade, was so einen Schritt nach vorne macht, so einfach buchbar ist und regional einsetzbar ist und wir haben schon x Kunden, wo ein Endkunde reinkam und sagte, sag mal, was ist denn mit dir los? Jetzt machst du Fernsehwerbung, was ist da los? Und allein der Fakt zeigt doch, was da erreicht wird auf einfachstem Wege. Fernsehwerbung für einen lokalen Händler, super Branding und die Händler müssen ihre Individualität behalten und damit befassen wir uns aktuell sehr stark. Und ja, was beschäftigt uns oder mich jetzt so aktuell noch? Ja, neben der Agentur, so diese Podcastgeschichte, die ich ja nach wie vor weitermache, da muss ich auch, wenn ich ganz ehrlich bin, da hatte ich auch mal irgendwann zwischendurch ein leichtes Tief, so letztes Jahr, wo es nicht so einfach fluppte und das hat sich aber wieder total verändert. Hat auch ein bisschen mit euch beiden netterweise zu tun, die ihr mir auch immer sehr, sehr, sehr schönes positives Feedback gebt und ich bekomme auch viel Feedback auf die Podcasts, das macht sehr viel Spaß und da stecke ich echt wieder Energie rein und das, alles was man da so an Energie reingibt, bekommt man echt wieder und das macht total Spaß und ich mag das halt so mit Menschen zu reden und gerade diese Branche, auch wenn die gerade durch eine schwierige Zeit gibt, hat die so viele spannende Menschen mit so tollen Geschichten und das finde ich immer so teilungswert und das Feedback, was ich da bekomme, ist halt auch echt durchweg positiv, also das macht schon, das ist so was unfassbar viel Spaß aktuell, mir selber macht dieses Netzwerken und Sachen teilen. Ja, das beschäftigt mich lieber, Philipp. Ein bisschen was hattest du eben schon vorweggenommen von einer Frage, die ich mir noch vorbereitet hatte für dich und zwar nämlich das Thema, wie verändert sich eigentlich Marketing im Autohandel, das hast du ja eben gerade schon relativ breit erklärt, dann erweitere ich die Frage nochmal, auch auf Basis, was du schon gesagt hast, nämlich, dass du, also ich habe dich so verstanden, dass deine Empfehlung wäre, ein bisschen wegzugehen von einer reinen Lead- orientierung, aber ist es in Zeiten, wo die Stückzahlen nicht verkauft werden, wir hatten vorhin kurz drüber gesprochen, wo auch Jascha meinte, na ja, auch der Handel hat ja quasi seine Organisation und seine Struktur und denen fehlen ja jetzt auch Stückzahlen, widerspricht sich das nicht so ein bisschen, dass du das, wenn du Marketing machst, dass du natürlich auch ein bisschen auf Lead-Generation gucken musst, damit du an deine Stückzahlen kommst, die dir sonst ja anderweitig fehlen für deine Struktur? Wie bringst du das in Einklang, also Marke aufbauen, gar keine Frage, aber Lead-Generation in jetzigen Zeit vielleicht doch irgendwie nicht ganz unwichtig? Fragezeichen? Ausrufezeichen. Nimm ich doch Volley. Nein, du hast natürlich recht. Das heißt nicht, dass wir das Marketing für Leads einstellen, nur dass wir uns anschauen, wie sieht mein Marketingbudget aus, wie habe ich das verteilt? Verteile ich das wirklich nur nach dem Schlüssel, wo bekomme ich WKZ? Und der Rest fällt hinten rüber. Und das, was da passiert, ist normalerweise dann WKZ-Orientierung ist Lead-Orientierung und nicht Branding, nicht die eigene Marke stärken. Jetzt haben wir eine Phase, wo die Händler wenig an Produkten haben und die haben im Durchschnitt auch schon sehr lange Vorläufe, die haben die Auftragsbücher eigentlich voll, die können nur nicht ausliefern. Und das ist so ein Spagat. Ich sage ja nicht, dass wir auf 10 Prozent Leads und 90 Prozent Branding gehen, aber dass wir eine andere Ausgewogenheit da reinbekommen, weil jetzt so eine Phase ist, wo viele machen gerade kein Marketing. Wirklich aus dem Grund, ich habe ja keine Autos, die ich verkaufen kann. Ist natürlich auch kurz gedacht, jetzt Marketing zu machen und die Aufträge schon reinzuholen und dem Kunden aufzuklären, pass auf, das Auto kommt aber halt nicht in sechs Monaten, sondern in zwölf Monaten. Ist ja auch ein Deal. Ist dann geclosed, ist eine Unterschrift drunter. Super. Machen aber auch nicht so viele, die sind sehr ängstlich. Und in so einer Phase zu sagen, okay, wenn das dein Painpoint ist, das ich jetzt nicht machen möchte, dann stärkt doch bitte deine Marke nachhaltig, aber mit den richtigen Kanälen. Der soll ja nicht hier die ganze Stadt plakatieren mit 18 Einzelbrei Ströhr, was über einen Monat hinweg 100.000 Euro kosten wird, sondern ich kann mit einem Bruchteil über die richtigen Kanäle, Onlineradio digital eingebucht, digitales TV online eingebucht, für einen Bruchteil eine enorme Reichweite und eine enorme Wahrnehmung der Marke bekommen. Ich mache da auch Preispunktwerbung. Ich kann da die aktuellen Angebote auch reinsetzen. Das schließt sich ja nicht aus. Ich sage ja nicht in solchen Spots, der Fischer in Bochum ist jetzt der geilste. Nein, da ist ja auch eine Angebotswerbung drin. Das kann ja auch funktionieren. Nur, dass wir jetzt in der Zeit diesen Marketingfunnel nicht unten bei den Leads so intensivieren, sondern obenrum stark machen. Das zahlt später wieder unten rein. Verstanden, super gut. Vielen Dank. Danke, dass ich da mal ein bisschen was zu sagen konnte, weil das liegt mir echt so ein bisschen am Herzen und ich glaube, die Botschaft war, dass ich auch die Chance bei dem VW-Händlerverband letztens auch mal ein bisschen was zuzusagen in der Zeitung und das liegt mir im Moment echt am Herzen. Jascha, zu dir! Ja. So, da war und ist ja einiges los, lieber Jascha. Also, erstmal generell, welche Neuigkeiten gibt es denn bei dir so und was beschäftigt dich aktuell am meisten? Ja, neue Neuigkeiten, Neuigkeiten. Also, die neue Position ist ja im letzten Podcast schon erläutert worden. Vielen Dank dafür nochmal, dass du das mit mir gemacht hast. Megaspannend, nach wie vor. Es ist so viel Neuigkeiten, weiß ich gar nicht. Am Ende ist jeder Tag irgendwie neu. Ja, also, das sind so viele Themen, die wir da uns vorgenommen haben in diesem Jahr, um im nächsten Jahr richtig angreifen zu können. Ich darf da leider keine Details verraten, aber wir haben ganz klare Ziele, was die Anzahl der Händler, die Anzahl der Autos angeht. In welcher Position ist ja durch die Presse bekannt. Wir wollen also mit autobörse.de die Position 3 bis 5 im Markt belegen. Aber am Ende dieses Jahr und auch meine letzte Zeit dreht sich die ganze Zeit danach, wie kriegen wir die Plattform so, dass sie für den Handel gebaut ist und dass er vom Endkunden die Leads bekommt. Das heißt, auf der einen Seite optimieren für den Handel mit viel Feedback vom Handel. Da habe ich viele Gespräche, wie intern viele Gespräche mit meinen Außendienstkollegen etc. Aber am Ende auch vorne die Plattform so machen, dass der Endkunde sich wohlfühlt und dass er gewillt ist, ein Lead oder eine Finanzierungsanfrage abzugeben. Und da wird sich schon in den nächsten Wochen ein paar Themen tun und zum Ende des Jahres wird sich da nochmal was tun. Dann werdet ihr sicherlich davon hören. Okay, aber ich wollte doch eigentlich gerade noch erwähnen, wir sind doch eigentlich unter uns. Du kannst doch hier frei reden. Ne, so ein paar Sachen darf man noch nicht kommunizieren. Es ist halt einfach so, aber das wird ganz spannend. Also auch für den Handel sehr, sehr gut, um einen großen Schritt in diesem ganzen Thema Digitalisierung zu machen. Und da kann sich der Handel nach wie vor auf Santander verlassen. Das mit Sicherheit. Das Projekt ist in vollen Zügen und es ist ja medial rumgegangen, dass du dich da verändert hast. Und ich weiß auch, dass so ganz zum Schluss bei der Veränderung deiner Position, du hast dich ja so gesehen so ein bisschen vom Marketing getrennt. Und ich habe auch gehört, du hast einen wundervollen Abschied aus deiner alten Stelle bekommen. Mit einem Event, den du, glaube ich, hattest du dir lange gewünscht und der wurde nicht gemacht. Gar nichts. Gar nichts? Gar nichts. Also ich habe mir nichts gewünscht, es ist einfach so gekommen. Da erzähle ich vielleicht kurz das eine oder das andere. Also ja, aus dem Marketing getrennt, ganz ehrlich, auch ein bisschen schweren Herzens. Weil nach dem Studium war immer so der Wunsch ins Marketing, in den Handel zu gehen. Und war ich ja dann bei Kröhl und dann in Rosenheim bei Mercedes etc. Und dann bei Burghardt Weller, bei der Weller-Gruppe, wo ich ja davor auch schon zwei Jahre hin wollte. Im dritten Anlauf hat es dann geklappt. Und ich habe immer viel Marketing gemacht, auch in der Bank, in der Selbstständigkeit. Und das ist natürlich was, das trägst du in dir und du guckst dann, bei jedem Event guckst du noch, sind die Scheinwerfer wirklich so, würde ich sie so auch stellen. Und du guckst dir die Kundenmagazine an, du guckst dir die Online-Maßnahmen an. Das ist einfach drin. Vielleicht kommt das irgendwann, geht das raus. Aber es ist nach wie vor drin. Und da ist ein bisschen einfach Marketing und Vertriebsgeist. Und das andere Thema war tatsächlich, meine alte Abteilung hat mich verabschiedet. Ich habe das, meine ich, zum Teil auch bei LinkedIn gepostet zum Beispiel. Und das war ein ganz toller Tag. Ich wusste nur, sei da in sportlichen Klamotten. Jetzt muss man dazu sagen, elfeinhalb Jahre mit diesem Team, super cool. Wir hatten kaum Fluktuationen. Und ich habe mir immer gewünscht, ich brauche eine Lasershow. Machen wir irgendwann. Da hat mein Eventmanager immer gesagt, brauchen wir alles nicht. Dann habe ich gesagt, und bei jedem internen Ausflugsommer-Event habe ich gesagt, lass uns Kart fahren gehen. Und dann haben die Ladies natürlich gesagt, bro, ja, Kart fahren, brauchen wir alles nicht. Alles blöde. Und was war an dem Tag? Wir sind Kart fahren gegangen in Mönchengladbach mit Elektro-Karts. Mega geil, weil die haben richtig Kraft. Und man hat mich sogar auf den zweiten Platz schieben lassen. Und ich habe so eine kleine Glitzerkugel bekommen als Attrappe für Lasershow. Also ich habe dann am Ende doch noch alles bekommen, was ich wollte, mit einem Riesenkuchen. Und das ganze Team war dabei, selbst die Ladies sind mit Kart gefahren. Also es war eine wunderbare, sehr emotionale Verabschiedung aus dem Marketing. Und die gleichzeitig Kraft gibt, dieses Thema Autobörse, unsere Börse, der Bank nach vorne zu bringen. Mit einem Rückhalt, den ich da intern von Bereichsleitern, Abteilungsleitern, aber auch Vorständen habe. Wenn ich sagen darf, absolut verdient, mein Lieber. Danke, danke, danke. Das ist echt toll, Mensch. Ich habe das ja auch so indirekt mitbekommen und habe mich total für dich gefreut. Vielleicht noch mal ganz kurz so Fokus. Was ist denn, also was umfasst denn so deine Aufgabe jetzt im Neuen eigentlich? Da weiß sogar ich noch zu wenig drüber und ich kenne dich gut. Ja, du kennst mich gut und bist ja teilweise in unseren Bankthemen auch ein bisschen drin. Es ist die Aggregation der verschiedenen Themen über die ganze Bank, alles was Autobörse betrifft. Ja, ich habe meinen Kollegen Sven Oehm aus dem Business Development unterstützt, alles was technisch angeht, was wir neu entwickeln müssen. Ich habe den Vertrieb mit Mike Künast, mit seiner Mannschaft hinter mir, die mich unterstützen. Und viele andere Positionen der Bank. Am Ende war es wichtig, glaube ich, zu sagen, wir brauchen einen, den wir ansprechen, wenn es um das Thema geht, intern, aber auch in der Außendarstellung, dass wir eine Person haben, die das Thema Autobörse personifiziert. Und gefühlt mache ich das mit viel Leidenschaft und jeden Tag. Und das ist am Ende das Thema. Das kann aber auch sein, dass ich in Projekten tief mit drin bin, auf der anderen Seite, aber auch mit Bereistert an Vorständen über die Strategie im nächsten Jahr oder allgemein über die Strategie der Autobörse spreche. Das ist also von bis, das macht es sehr spannend. Aber natürlich, das Team wächst jetzt gerade, umso mehr Aufgaben gebe ich da auch wieder ab. Aber das macht es halt, was ich zu Anfang sagte, jeden Tag neu und jeden Tag irgendwie spannend. Und dafür bin ich auch sehr dankbar, weil so eine Möglichkeit zu haben, ist selten. Aber umso happier bin ich darüber, dass mir die Möglichkeit gegeben wird. Klasse. Also wirklich, die Spannweite ist sehr spannend. Das ist toll. Habt ihr schon Zulassung eingebaut? Noch nicht. Du musst mich mal anrufen. Entschuldigung, das ist so ein vertriebliches Zucken. Jetzt wird spooky hier. Das konnte ich gar nicht anders. Entschuldigung, Business-Pitch in meinem Podcast. Nein! Keine Werbung in diesem Podcast, Herr Kroschke. Halt ein kleines Teil. Es ist mir wieder… Sehr schön. Dafür lieben wir uns. Deswegen machen wir auch unsere Auto-Business-Friends-Geschichte. Das wird demnächst abheben. Da sind wir schon ganz agil und da wird es auch noch News geben. Jungs, danke für eure Insights. Ich fand das total spannend, wieder so aus den unterschiedlichen Ecken, rund um den Autohandel mal zu hören, was da los ist und was ihr persönlich denkt. Das war mir ein großes Anliegen. Weil wir haben klar immer so eine Business-Funktion in der Öffentlichkeit. Aber uns gibt es halt auch als Menschen und da kriegt man so viel mit. Und das ist mir wichtig, dass wir uns da gelegentlich austauschen und das auch einfach mal so nach außen kommunizieren, dass da auch mehrere teilhaben können. Danke von meiner Seite aus. Eure letzten Wörter sozusagen. Philipp, du hast wieder das erste Wort. Okay, die letzten werden die ersten sein, meinst du. Ja, vielen Dank für den tollen Austausch. Ich glaube, das wird nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir drei uns zu aktuellen Themen der Branche austauschen werden und wollen. Das macht immer riesig Spaß. Und sonst natürlich beim Bierchen und jetzt auch mal für andere Ohren bestimmt, was uns so bewegt. Also vielen Dank für die Möglichkeit an dich, lieber Tim. Und es macht immer riesig Spaß mit euch. Dann hoffentlich bis ganz bald, bis zum Stammtisch dann. So, jetzt hat der Philipp wieder so viel gesagt, dass ich kaum was ergänzen kann. Aber trotzdem auch von meiner Seite ist es noch nicht, es ist alles gesagt, aber noch nicht von jedem. Deswegen, lieber Tim, auch nochmal vielen Dank, dass wir diesen Podcast wieder mal sprengen durften. Nicht so wie das letzte Mal, wo wir dich ein bisschen überrumpelt haben. Aber ich finde den Austausch auch sehr wertvoll. Ich hoffe, wir haben auch den Zuhörern da etwas mitgegeben. Und ich freue mich über unseren ersten Stammtisch. Und bin gespannt, ob der eine oder andere da aufgrund dieses Podcasts vielleicht auch noch dabei sein wird. Sollten wir vielleicht nochmal sagen, wo der erste ist? Genau, der wird in Essen stattfinden. Dankeschön. Und das im August noch. Yippie, Essen in Essen. Essen in Essen ist der Titel, genau. Ganz genau. Ja, wer da irgendwie jetzt akut irgendwie Bock hat, der soll uns einfach mal ansprechen. Vielleicht haben wir ja noch zwei, drei Plätze frei. Das könnte sein, vielleicht. Vielleicht. Und ein Schnitzelchen mit Bratkartoffeln. Im Zweifel auch das. Aber an der Stelle mache ich jetzt eine Schleife drum und bedanke mich bei euch. Und natürlich bei euch da draußen, die ihr möglicherweise bis hierhin gehört habt und Spaß hattet. Macht’s gut. Vielen Dank fürs Hören. Ciao, wir sind raus. Bye.


Diese Episode ist Teil des Podcasts Benzingespräche von Tim Klötzing.