Einleitung

In der neuesten Folge von ‚Benzingespräche‘ beleuchtet Tim Klötzing die spannende Markteinführung von Great Wall Motors in Deutschland. Gemeinsam mit Philipp Groschke und Jens Schulz, Geschäftsführer der Freie Import Services GmbH, wird die Strategie hinter dem Markteintritt und die Rolle der Emil Frey Gruppe diskutiert.

Great Wall Motors: Ein Überblick

Great Wall Motors, gegründet 1984 von Wei Jianjun, ist ein etablierter Name in der Automobilbranche Chinas. Mit der Marke Aura plant das Unternehmen nun den Eintritt in den europäischen Markt, beginnend mit Deutschland. Die Entscheidung, mit der Emil Frey Gruppe zusammenzuarbeiten, unterstreicht den strategischen Fokus auf ein starkes Händlernetzwerk.

Die Rolle der Emil Frey Gruppe

Die Emil Frey Gruppe, bekannt für ihre umfassende Erfahrung im Automobilhandel, fungiert als Importeur für Aura in Deutschland. Diese Partnerschaft ermöglicht es Great Wall Motors, auf ein bestehendes Netzwerk zuzugreifen und somit den Markteintritt zu erleichtern.

Fokus auf Elektrofahrzeuge

Aura, die Elektromarke von Great Wall Motors, steht im Mittelpunkt der Markteinführung. Mit einem klaren Fokus auf innovative, digitale Fahrzeugkonzepte und einer eigenen Batterieproduktion sieht sich das Unternehmen gut gerüstet, um den wachsenden Anforderungen des europäischen Marktes gerecht zu werden.

Jens Schulz: Ein erfahrener Branchenkenner

Jens Schulz bringt umfangreiche Erfahrung aus seiner Zeit bei Hyundai und Mitsubishi mit. Sein Wissen und seine Branchenkenntnisse sind entscheidend für die erfolgreiche Einführung von Aura in Deutschland.

Fazit

Der Eintritt von Great Wall Motors in den deutschen Markt könnte die Automobilbranche nachhaltig beeinflussen. Mit einer klaren Strategie und starken Partnern wie der Emil Frey Gruppe ist das Unternehmen gut aufgestellt, um sich im europäischen Markt zu etablieren.

Themen:

  • Markteinführung von Great Wall Motors in Deutschland
  • Rolle der Emil Frey Gruppe
  • Fokus auf Elektrofahrzeuge
  • Strategische Partnerschaften
  • Erfahrungen von Jens Schulz

Key Takeaways:

  • Great Wall Motors setzt auf ein starkes Händlernetzwerk in Deutschland.
  • Die Emil Frey Gruppe spielt eine zentrale Rolle als Importeur.
  • Aura ist die Elektromarke von Great Wall Motors.
  • Eigene Batterieproduktion als Wettbewerbsvorteil.
  • Jens Schulz bringt umfangreiche Erfahrung in den Markteintritt ein.
  • Der Markteintritt könnte die europäische Automobilbranche beeinflussen.
📄 Vollständiges Transkript
Benzingespräche – der Branchen- und Personality-Talk der deutschen Automobilwirtschaft. Der Podcast für und mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind, erzählt zu werden. Es geht um neue und verschiedene Blickwinkel auf die Autobranche und persönliche Meinungen zukünftiger Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, Content-Creator und freier Automarketing-Berater. Herzlich willkommen zurück bei der Sonderserie New Brands in den Benzingesprächen. Philipp Groschke ist wieder an meiner Seite. Hi Philipp! Moin, moin lieber Tim! Hallöchen! Jo, heute fünfte Folge Philipp. Fünfte Folge schon. Wer ist denn heute unser Gast? Oh, ein super spannendes Unternehmen mit einem sehr aussagekräftigen Namen. Wir haben heute Great Wall Motor bzw. den Jens Schulz, der Geschäftsführer von Great Wall Motor bzw. Emil Frey. Aber darauf kommen wir gleich noch mal. Was hat Emil Frey mit Great Wall Motor zu tun? Und was hat das alles mit einer Funky Cat zu tun? Ja, es ist gut. Eine Funky Cat, ja genau. Es ist wirklich funky. Es ist schon interessant. Nee, war ein echt superschönes Gespräch und man muss es halt noch ein bisschen aufklären, der Ansatz den Great Wall Motors mit Aura halt auf dem deutschen Markt zu verfolgen. Kannst du noch mal ein, zwei Sätze zu sagen? Genau, das ist ja so ein bisschen das, was uns ja auch überhaupt an den neuen Anbietern interessiert. Wie werden sie am deutschen Markt agieren? Über welche Vertriebswege werden sie gehen? Direktvertriebsmodelle oder Händler? Und in dem Fall haben wir wieder einen Vertreter, der gesagt hat, wir suchen uns richtig, richtig starken Partner für Deutschland und Europa. Great Wall Motor, im Übrigen schon wirklich ein alter Hase im Automobilgeschäft. Anders als manch anderer chinesischer Hersteller, der jetzt auf den deutschen Markt kommt, die ja schon 1984 gegründet worden, von einem Jack Wei, so nennt er sich, Wei Jianjun, heißt der gute Herr und ist schon eine ganze Weile im Automotive Business in China unterwegs und will natürlich jetzt auch mit tollen, spannenden Elektrofahrzeugen Europa erobern und hat sich da einen ganz, ganz spannenden Partner an seine Seite geholt, nämlich die EMI Freigruppe, die im Endeffekt dann für ein super starkes Netz an Händlern sorgen wird. Und ja, da ist dann schon erklärt, welchen Weg sie wählen, nämlich tatsächlich das lokale Geschäft über wirklich die deutschen Händler aus der EMI Freigruppe. Aber nicht nur EMI Freigruppe, sondern auch weitere Händler haben sich da angeschlossen und das erste Fahrzeug, was jetzt nach Deutschland kommt, ist von Aura, das ist eine Untermarke von Great Wall Motors und das Fahrzeug ist das, ist Funky Cat, nennt sich das. Ja, genau so, ganz genau. Ja, wir sprechen mit Jens Schulz, der ist dafür verantwortlich für den Marktstart in Deutschland und jetzt können wir eventuell, wir könnten jetzt theoretisch weiterhin alles verraten, aber wir könnten theoretisch auch reinspringen, oder? Lass Jens Schulz für sich selbst sprechen, es sei nur so viel gesagt, Jens Schulz ist schon ein alter Hase, der eine oder andere wird ihn schon kennen, er war früher bei Hyundai und auch schon bei Mitsubishi unterwegs, schon seit vielen, vielen Jahren im deutschen Automotive-Business. Aber du hast genau recht, lass uns Jens Schulz für sich selbst sprechen, beziehungsweise für EMI Freigruppe und Great Wall Motors mit Aura. Auf geht’s! Viel Spaß, liebe Hörer, viel Spaß bei einer neuen spannenden Folge von Benzingespräche Spezial. Herzlich willkommen zurück bei meinem Podcast Benzingespräche und heute herzlich willkommen Jens Schulz, Geschäftsführer der Freie Import Services GmbH und der O-Automobile GmbH. Hallo Jens! Hallo Tim, vielen Dank für die Einladung. Ja, sehr gerne. Ich habe es ein bisschen, also erst mal muss man ja sagen, hinter dem Titel steht ja ein Name, der ja häufig, oder bekannter ist, Great Wall Motors mit Aura und Way. Das muss man ja mal so dazu sagen erst mal. Ich habe es ein bisschen länger versucht mit euch, mit dem Podcast, scheint viel los zu sein bei euch in diesem Jahr, oder? Ja, ich meine, wir führen eine neue Marke komplett neu auf einem nicht ganz unbedeutenden Markt ein. Und da gibt es viele Themen, die wir vorhergesehen haben, die auf uns zukommen, aber auch nach wie vor immer noch das eine oder andere Unvorhergesehene, mit dem wir konfrontiert sind. Und das ist super spannend, macht wahnsinnig viel Spaß. Aber damit ist natürlich doch auch ganz gut Beschäftigung verbunden. Ja, werfen wir erst mal so klassisch, mein Podcast ist so zweigeteilt. Erst mal so den Blick in den Rückspiegel, nachher mal das Fernlicht angucken bis in die Zukunft. Erst mal den Blick in den Rückspiegel, dein Werdegang. Du bist im Baujahr 72, du bist gebürtig aus Schwäbisch Hall und lebst da auch noch und bist da ganz happy, hast du gesagt? Du bist Diplom Betriebswirt Automobil- und Unternehmensführung, das hast du gemacht, 94 bis 98. Danach bist du direkt zu Hyundai gegangen und warst auf verschiedenen Positionen, inklusive Manager Sales Operations. Dann hast du gewechselt zu Mitsubishi, General Manager Sales 2014 bis 2022 und ja jetzt seitdem bei der Freie Import Services GmbH und Automobile GmbH bis heute und dafür verantwortlich, also hauptverantwortlich Redwall mit den beiden Marken, richtig? Das ist richtig ja, wobei man sagen muss, dass wir uns im Moment auf die Markteinführung der Marke Aura konzentrieren. Wir sind für Aura der Importeur für Deutschland von Redwall Motor benannt worden und sind damit im Moment beschäftigt die Marke in Deutschland auf den Markt zu bringen und zu etablieren. Das ist die Kernaufgabe. Vielleicht auch noch als Ergänzung, was auch noch ganz wichtig ist, natürlich steht Redwall Motor als Hersteller hinter diesem vielleicht ein bisschen kryptischen Firmennamen O-Automobile als Gesamtkonstrukt bei uns, aber als Importgesellschaft steht die MFI Gruppe hinter dem Importeur und das ist glaube ich in dem Gesamtkontext auch noch wichtig zu sagen. Wenn man so auf deinen Werdegang schaut, auf deinen Lebenslauf, dein Vita, Studium mit Schwerpunkt Automobil, 14 Jahre Hyundai, 8 Jahre Mitsubishi, ich würde sagen so wenig Zweifel, dass du schon ein Kargeib bist und die Branche im Blut hast. Erzähl doch mal. Ja, was du noch nicht herausgefunden hast, ich bin auch noch in einem Autohaus aufgewachsen, groß geworden. Ich habe mit 13 angefangen in den Sommerferien Autos zu waschen und aufzubereiten. Ich habe mit 17 meinen ersten Gebrauchtwagen verkauft. Von daher ist das richtig, dass ich immer mit Autos zu tun hatte. Ich würde mich aber nicht als den typischen Kargeib bezeichnen. Das heißt, ich bekomme nicht feuchte Augen, wenn ich vor bestimmten Autos stehe und ich habe auch nicht die Garage voll mit irgendwelchen Oldtimern oder Youngtimern. Ich bin da eher so ein bisschen der nüchterne Typ und versuche das, was wir tun, gut zu machen. Mittlerweile auch mit ein bisschen Erfahrung sicherlich. Erinnerst du dich noch daran, das erste Auto, was du mit 17 verkauft hast, was das war? Das müssen wir jetzt wissen. Gute Frage. Also mein Vater hat ein Fiat und Lancia Haus geführt seinerzeit. Deshalb war es mit großer Wahrscheinlichkeit ein Fiat. Vielleicht ein Uno, sowas in der Richtung. Aber ich habe tatsächlich keine lebhafte Erinnerung mehr dran. Mein erstes eigenes Auto war ein Fiat 127. Du warst ja lange bei zwei großen Marken und im letzten Jahr hast du den Schritt hin zu etwas ganz anderem, Neuem gewagt. Wie hat sich das entwickelt und was hat dich überzeugt, das zu tun? Wie ich gerade schon gesagt habe, die Klammer um das, was ich bisher getan habe, ist die ME-Freigruppe. Das heißt, ich bin mit einer kurzen Unterbrechung seit 1998 für die ME-Freigruppe tätig. Wir waren seinerzeit eben der Importeur für Hyundai in Deutschland und waren und sind auch immer noch der Importeur für Mitsubishi in Deutschland. Von daher ist es sicherlich jetzt ein tolles neues Projekt, um das ich mich kümmern darf. Gleichzeitig ist aber auch das Umfeld, in dem ich mich bewege, ein vertrautes und gewohntes. Was uns insgesamt dazu bewogen hat, uns mit einem chinesischen Hersteller zu beschäftigen, war sicherlich in der Corona-Zeit auch mit der ein oder anderen Unsicherheit, die sich daraus für die Marke Mitsubishi ergeben hat. Gleichzeitig gab es auch schon langjährige Kontakte mit verschiedenen chinesischen Herstellern. Es wurde sehr deutlich vor zwei, drei Jahren, dass es verschiedene chinesische Hersteller gibt, die final entschieden haben, den Markteintritt in Europa und auch in Deutschland zu wagen. Aus dieser Kombination hat sich die Intensivierung der Gespräche mit Great Wall Motor ergeben. Wir haben uns letztlich für Great Wall Motor als Partner für Deutschland und auch in der strategischen Partnerschaft für weitere europäische Märkte entschieden. Great Wall Motors, bereits 1984 in China gegründet, ist ja so die Marke hinter Aura und Wei. Das ist nicht allen so hundertprozentig klar. Das ist ja auch so diese chinesischen oder asiatischen Marken, die nach Deutschland kommen, da ist in der Breite, deswegen gibt es diese Sonderserie ja auch mit verschiedenen anderen Teilnehmern, da ist häufig noch ein Fragezeichen, was da so eigentlich kommt. Wie gesagt, das ist nicht allen so richtig klar. Beschreiben wir uns doch mal den Ansatz dahinter und die Positionierung der beiden Marken und was die Marken ausmacht. Also zunächst mal vielleicht noch ein Satz zu Great Wall Motor oder zwei. Was uns ganz wichtig war, wir haben einen Partner gesucht, der unseren hohen Anspruch an Qualität, aber auch Sicherheitsausstattung teilt. Gleichzeitig haben wir bei Great Wall Motor auch verschiedene Parallelen gesehen zu unserem eigenen Unternehmen, zur MF3 Gruppe. Das heißt auch, Great Wall Motor ist ein familiengeführtes privates Unternehmen, so privat ein Unternehmen in China sein kann. Aber es gibt dort eine Inhaberfamilie, die Familie Wei, die weiterhin die Mehrheitsanteile hält an dem Gesamtunternehmen. Das war uns sehr wichtig, sehr sympathisch, eine ganz wichtige Parallele. Und was uns auch wichtig war in der strategischen Ausrichtung, neben der großen Erfahrung, die wir vorgefunden haben, dem breiten Produktportfolio, das es speziell in China gibt, war, dass Great Wall jetzt schon über eine eigene Batterieproduktion verfügt mit der Schwestergesellschaft. Es ist eine Ausgründung aus Great War Motor und agiert im Prinzip jetzt eigenständig, aber neben Great War Motor und damit hat Great War Motor Zugriff auf eigene Batterien, auf eigene Batterieproduktion, was wir, was ich auch persönlich als absoluten Wettbewerbsvorteil zumindest in den nächsten drei, vier, fünf Jahren ansehe, wenn man nicht darauf angewiesen ist, Batterien zuzukaufen, sondern eigenen Zugriff hat. Also das waren so für uns die Beweggründe, warum wir uns für Great War Motor entschieden haben und der Überzeugung sind, dass wir da einen sehr, sehr starken Partner mit guter Perspektive auch für Europa an unserer Seite haben. Wie ich gerade schon gesagt habe, sind wir aktuell schwerpunktmäßig für die Marke Aura verantwortlich. Wir kümmern uns da um die Markteinführung gerade. Für Way hat sich Great War für ein Direktvertriebsmodell entschieden, bei dem wir unterstützen, aber da auch die Markteinführung noch nicht erfolgt ist, deshalb würde ich mich so ein bisschen in den Ausführungen auf Aura konzentrieren, wenn das okay ist. Aura ist die Elektromarke im Great War Motor Konzern. Dort ist eben die Elektrokompetenz und sind auch die Batterieelektrischen Fahrzeuge gebündelt und ja, Aura ist als junge, frische Lifestyle Marke positioniert und wir sprechen damit Menschen an, die Interesse haben und Lust haben auf ein neues digitales Fahrzeugkonzept, aber auch auf ein sicheres Fahrzeug. Wir haben fünf Sterne erreicht beim Euro NCAP Crash Test. Der Funky Cat war letztes Jahr sogar der Beste in seiner Klasse und das alles zusammengenommen sind, glaube ich, ganz, ganz starke Argumente für viele Leute. Das merken wir auch schon und wichtig ist, glaube ich, auch noch in der Positionierung ist auch so ein bisschen anders im Vergleich zu anderen Herstellern, auch zu anderen chinesischen Marken. Der Aura, in dem Fall der Funky Cat, unser erstes Modell, aber auch die weiteren Modelle, soll nicht einfach nur ein Auto sein, sondern soll ein Begleiter oder ein Freund für unsere Kunden werden. Das ist so der Rahmen der Positionierung. Aura kann man auch übersetzen mit Open, Reliable und Alternative. Das beschreibt es, glaube ich, auch noch mal ganz gut. Okay, ich frage mal ganz gerne, da hast du jetzt schon so ein paar Punkte schon genannt, wie beschreibst du einem Fremden ein Aura-Fahrzeug? Ja genau, also ich habe es gerade schon ein bisschen genannt, also wenn man es beschreibt, geht es vielleicht auch mit dem Design los. Wir haben ein sehr eigenständiges Design, wir nennen es retro-futuristisch, das heißt es gibt das eine oder andere Designmerkmal, das einen vielleicht erinnert an Modelle, die man schon mal irgendwo gesehen hat, gleichzeitig aber kombiniert auch mit neuen modernen Design-Elementen, sowohl außen als auch im Innenraum. Und das zusammen gibt eben diese ganz individuelle eigene Aura-Design-Sprache, dieses Retro-Futurism-Design-Konzept. Und ja, das setzt sich im Prinzip dann fort, wenn man sich ins Auto setzt. Ich glaube, das wichtigste Merkmal, das wir auch als ganz ganz wichtiges Verkaufsargument ansehen, gerade auch für diese Menschen, die ich gerade schon beschrieben habe, ist die ganz innovative fortschrittliche Sprachsteuerung. Das heißt, wenn man sich darauf einlässt, das Fahrzeug wirklich per Sprache zu bedienen, dann hat man damit ein ganz neues Nutzer-Erlebnis, Fahrerlebnis, das viele unserer Kunden so nicht kennen. Wir haben tolles Feedback auch dazu bekommen aus den vielen Presseberichten und viele Journalisten, die ja wirklich auch viele Konzepte kennen, haben uns bescheinigt, dass eben die Sprachsteuerung des Aura-Funky-Cats, die es dann auch in weiterentwickelter Form auch in künftigen Modellen so geben wird, wirklich in der Klasse einzigartig ist, aber insgesamt im Wettbewerbsumfeld auch von höherklassigen Modellen ganz oben mitspielt. Ihr habt ja den Marktstart Ende 2022 mit Aura gemacht. Wie ist es denn bisher so angelaufen? So eine ganz slapzige Frage. Tatsächlich sind wir ein bisschen später gestartet. Wir haben da mit der Kommunikation begonnen. Dann ist es auch nicht so ganz einfach, die Zulassbarkeit der Fahrzeuge eines ganz neuen Herstellers in Deutschland herzustellen. Das haben wir dann tatsächlich auch so Mitte März hin bekommen, dass die Händler die ersten Vorführwagen zulassen konnten und seither sind wir entsprechend unterwegs und haben mit ersten Werbemaßnahmen jetzt gestartet. Die Resonanz der Kunden ist hervorragend auf das Produkt. Ganz ganz viele Kunden finden das Fahrzeug anders, neu, spannend. Und mittlerweile stellen sich auch die ersten Verkaufserfolge ein. Das heißt, wir haben sukzessive jetzt die allerersten Kunden bedient und im nächsten Quartal wird sich das dann auch entsprechend in höheren Zulassungszahlen widerspiegeln. Das heißt, wir sind ein bisschen später dran, als wir eigentlich unterwegs sein wollten, aber in dem Rahmen jetzt sehr sehr zufrieden, wie das Ganze angelaufen ist. Okay, kommen wir zum Vertrieb. Eure Fahrzeuge werden über den Handel vertrieben, richtig? Korrekt, ja. Wie geht denn Ihr da vor? Also wie sieht das Konzept dahinter aus? Also wir sind natürlich als EMI Freigruppe selbst auch kein ganz unbedeutender Einzelhändler. Deshalb sind wir natürlich vom selektiven Vertriebssystem überzeugt. Ich persönlich bin aber auch überzeugt, dass der Handel weiterhin und bis auf weiteres eine ganz ganz wichtige Funktion einnehmen wird. Und gerade auch wenn Wenn wir über den Verkauf einer neuen, bis dato unbekannten Marke sprechen, dann spielt natürlich das Vertrauen des Kunden vielleicht zu ihrem Händler vor Ort haben eine ganz ganz wichtige und aus meiner Sicht auch entscheidende Rolle. Deshalb gab es für uns überhaupt keinen Zweifel, dass wenn wir mit Aura starten, dass wir auch mit einem klassischen selektiven Vertriebssystem mit Vertragshändlern starten werden und sind dann so vorgegangen, dass wir ja wirklich auf einem weißen Blatt Papier erstmal 200 Standorte definiert haben, an denen wir vertreten sein wollten mit Aura und die dann für uns die besten Kandidaten selektiert haben, die angesprochen haben. Zunächst mal 150, haben dann im ersten Schritt 140 Verträge abgeschlossen und bauen das Netz jetzt dieses Jahr sukzessive weiter aus auf 200 Standorte. Das ist unser Ziel bis zum Ende des Jahres 2023 und aktuell bin ich sehr optimistisch, dass wir das Ziel auch erreichen. Okay, so ganz ganz am Rande, Way war Direktvolltrieb. Das ist so die Ski, die dann gegangen wird. Ja, also bei Way sind wir der exklusive Agent als MS-Frei-Gruppe für Deutschland und unterstützen Great Wall Motor. Wir sind im Moment in Gesprächen, wie man den Marktstart gestalten kann und ob wir so starten oder gegebenenfalls es da noch mal eine kleine Modifikation gibt, darüber werden wir dann in den nächsten Wochen sprechen. Okay, wie sieht es mit dem Service aus? Das läuft also jetzt bei Aura, das läuft ganz normal über den Handel da, wo halt die Vertriebsstützpunkte sind entsprechend. Exakt, alle Händlerbetriebe sind auch Vollfunktionsbetriebe mit entsprechender Servicemöglichkeit, mit Werkstatt, mit kompetentem Fachpersonal, was aber auch in dem Zusammenhang, glaube ich, ganz wichtig ist zu sagen, ist, dass wir als MS-Frei-Gruppe ja auch eine große Erfahrung und Kompetenz im Bereich Logistik haben. Das heißt, wir haben unser eigenes deutsches Ersatzteillager für Great Wall Motor und versorgen die Händler aus unserem eigenen Lager mit der Erfahrung, die wir haben, auch mit entsprechender eigener Bevorratung über Nacht mit 95 Prozent der Teile, die sie benötigen. Das ist immer unser Ziel, was wir erreichen wollen und auch das, glaube ich, unterscheidet uns vom einen oder anderen Wettbewerber, der jetzt auch neu auf den Markt gekommen ist, dass wir auch hier eben eine große Servicebereitschaft zur Verfügung stellen und anbieten können. Okay, wir nehmen den Blick schon aus dem Rückspiegel raus und machen ein bisschen Fährlicht an und gucken so in die Zukunft. Wie geht es denn da jetzt so weiter, also was sind denn so die nächsten Schritte bei euch? Jetzt erstmal Blick auf Aura natürlich, was sind so die nächsten Schritte, was sind die Ziele? Du hast gerade schon ein bisschen was zum Händlernetz gesagt. Kannst du das noch ein bisschen konkretisieren, so auf die nächsten zwei, fünf, zehn Jahre? Wenn ich zehn Jahre in die Zukunft schauen könnte, dann würde ich wahrscheinlich nicht hier sitzen. Ja, gerade in unserer Branche ist so wahnsinnig viel im Umbruch. Also wenn man zwei, drei Jahre im Voraus plant, dann hat man schon die eine oder andere Unsicherheit, glaube ich. Also was klar unser Ziel ist, wir haben mit Great War Motor eine strategische Partnerschaft abgeschlossen. Wir wollen die Marke etablieren, wir werden sukzessive die Modellpalette ausbauen. Wir bekommen im Herbst dieses Ende des Jahres das zweite Modell, den Next GWM Aura, wie wir im Moment noch sagen, so wird er nicht heißen, aber so ist im Moment der Arbeitstitel des Fahrzeugs. Das ist eine sportliche Coupé-Limousine, ein tolles Fahrzeug, auf das wir uns schon freuen. Im nächsten Frühjahr kommt ein SUV, natürlich rein elektrisch, ein Kompakt-SUV, der dann allein schon aufgrund der Größe des Segments sicherlich mehr Volumenpotenzial hat als diese Limousine. Und im Herbst nächstes Jahr wird noch mal ein weiteres Fahrzeug zu uns kommen. Das heißt, die Modellpalette wird schon im Laufe der nächsten knapp anderthalb Jahre weiter ausgebaut und in dem Zuge wollen wir natürlich auch das Volumen entsprechend steigern. Wir wollen das Ganze aber gesund machen, wir wollen ein gesundes Wachstum gemeinsam mit unseren Händlern erreichen und so eben die Marke lokal im Händlerumfeld, aber auch insgesamt in Deutschland aufbauen und etablieren. Okay, wenn du mit deiner Erfahrung auf den deutschen Autohandel blickst und dann einfach mal den Eilschluss der neuen Marken einordnest, Chance oder Risiko? Also ich glaube, dass es eine Chance ist, wenn man speziell über den Handel spricht, eine große Chance ist. Ich glaube, man muss aber schon seinen Blick so ein bisschen über den deutschen Horizont hinaus öffnen, um die Chance zu erkennen. Also ich kann vielleicht einen kleinen Schwenk machen und ganz kurz erzählen von unserem Besuch in Shanghai vor zwei Monaten. Wir waren bei der Shanghai Motor Show und also ich beschäftige mich ja jetzt seit zweieinhalb, fast drei Jahren sehr intensiv mit dem chinesischen Automarkt. Aber das, was wir dort gesehen und vorgefunden haben, das hat nochmal alles, was ich schon wusste, wirklich weit übertroffen. Und wir haben Hersteller gesehen, von denen ich noch nie etwas gehört hatte, die Autos dastehen hatten, die uns wirklich haben staunen lassen. Und dessen muss man sich einfach im Klaren sein, dass die chinesischen Hersteller – und es werden natürlich nicht die 65, die sich da präsentiert haben in Shanghai, alle nach Europa kommen – aber die sechs, acht oder zehn, die am Schluss übrig bleiben, die in Europa erfolgreich sein werden aus unserer Sicht, die werden erfolgreich sein. Und das lässt sich nicht aufhalten. Das heißt für einen Händler aus meiner Sicht… Genauso wie für uns als Importeur sich diese Frage nur gestellt hat, gibt es nur zwei Möglichkeiten. Entweder man schaut zu oder man ist dabei. Und wir haben uns dafür entschieden dabei zu sein, die Chancen zu nutzen. Sicherlich gibt es auch das eine oder andere Risiko. Keiner weiß im Moment so ganz genau, wer die sechs oder acht oder zehn Hersteller sein werden. Aber das Ganze wird nicht an uns vorübergehen, wenn wir uns ein bisschen wegducken, sondern das wird kommen und die Händler, die sich damit beschäftigen und hier auch entsprechende Entscheidungen treffen, glaube ich, die werden auf der richtigen Seite stehen. Ja, ich nehme das auch aus dem Handel so wahr, dass einige auch mit ihren, ich sag mal, vielleicht historischen oder traditionellen Marken nicht mehr so super glücklich sind und dann halt schon schauen, Mensch, was kann ich denn möglicherweise auch mit neuen Partnern machen? Und da kommen natürlich auch welche auf den Markt im Direktvertrieb und da ist das, ich nenne das mal der Zug, so ein bisschen abgefahren. Aber es gibt halt auch welche, die halt über den Handel gehen und da kann das natürlich echt eine gute Ergänzung sein. Okay. Absolut. Okay. Ja, wir sind schon an dem Part der Abschlussfragen. Du bist im deutschen Autohandel ja auch durchaus zu Hause und deswegen habe ich mal so drei Stichworte für dich mitgebracht mit relativ kurzer Stellungnahme dazu. Digitalisierung. Ja, Digitalisierung, so kurz wie möglich, glaube ich, sind zwei, vielleicht sogar drei Ebenen, die man sich anschauen muss. Wenn man Digitalisierung im Fahrzeug anschaut, sind wir, glaube ich, schon sehr weit fortgeschritten. Das ist ja auch das Thema mit Konnektivität. Ich habe gerade darüber gesprochen, wie weit fortgeschritten die Sprachsteuerung des Fahrzeugs ist. In Kürze wird man auch künstliche Intelligenz da sehen, die da eine Rolle spielt, die einen auch beim Autofahren unterstützen wird. Ich glaube, das ist schon da. Da braucht man, glaube ich, nicht weiter darüber nachzudenken. Dann haben wir bei uns im Autohandel natürlich das Thema Digitalisierung des Verkaufsprozesses. Ich glaube, dass ganz viele Menschen weiterhin Wert darauf legen, ein Auto tatsächlich im Händlerbetrieb zu kaufen, den Vertrag vielleicht auch zu unterschreiben, auch entsprechende Angaben vielleicht zu einem Finanzierungs- oder Leasingvertrag dort fortzumachen und nicht online. Gleichzeitig ist es wichtig aus unserer Sicht, dass der komplette Verkaufsprozess digitalisiert ist. Das heißt, wenn ein Kunde online ein Auto kaufen möchte, dass er das auch kann. Wir aber die Strecken online und offline so nahtlos wie möglich miteinander verzahnen, dass ein Kunde jederzeit von online nach offline wechseln kann und im Zweifel auch wieder zurück. Das ist uns ganz wichtig. Und die dritte Komponente ist Aftersales. Da wird es natürlich durch die Elektrifizierung der Mobilität eine Veränderung der Prozesse geben. Gleichzeitig bieten sich aber auch da wieder Chancen über On-Demand-Funktionen in den Autos. Also auch das ist ein Thema, das kommen wird, den man sich aber erstellen muss und man auch entsprechend offen dafür sein muss. Okay. Ja, das Nächste. Agenturvertrieb. Da habe ich ja gerade schon ein bisschen angedeutet. Also wir sind Selbsthändler. Ich auch persönlich bin überzeugt von der weiteren Bedeutung und Notwendigkeit von Händlerbetrieben vor Ort und dementsprechend sind wir auch vom selektiven Vertriebssystem überzeugt. Die Einführung von Agentursystemen hat offensichtlich dann doch auch die eine oder andere Herausforderung mehr, als man sich bei manchen Wettbewerbern, glaube ich, vorgestellt hat. Dementsprechend verzögert sich das ja auch hier und da. Das ist zumindest das, was ich wahrnehme. Und diese Gesamtthematik bestärkt uns letztlich darin, dass wir mit dem selektiven Vertriebssystem weiterhin auf das richtige Pferd setzen. Antriebskonzepte. Aus meiner Sicht ist der Elektrozug losgefahren und der lässt sich nicht aufhalten. Auch mit dem eben, was wir in China gesehen haben. Dort wird die Pace vorgegeben und aus meiner Sicht ist die Elektromobilität, der Elektroantrieb zumindest mal für die nächsten zehn bis 15 Jahre die dominierende Antriebsart. Ich persönlich bin auch weiterhin ein Fan von Plug-in-Hybriden. Ich glaube, dass es ganz ganz vielen Menschen den Einstieg in die Elektromobilität erleichtert und vielleicht sogar ermöglicht überhaupt. Dementsprechend werden wir auch das noch sehen, die nächsten drei, vier, fünf Jahre. Es ist eine Brütentechnologie, das ist endlich, aber im Moment hat es eine große Berechtigung. Und dann ab in vier, fünf Jahren ausschließlich Elektromobilität. Verbrenner werden sukzessive an Bedeutung verlieren, sehen wir jetzt schon. Und was dann passiert, ob es Wasserstoff ist oder irgendwas ganz anderes, dann ab Ende der 2030er Jahre, muss man sehen, weiß ich im Moment auch nicht. Okay, ja vielen Dank bis dahin. Der Klassiker bei mir im Podcast. Wann sitzt du das erste Mal in einem komplett autonomen Auto? Also ich reinsetzen, gerne. Du hast über Sprachsteuerung gesprochen. Sprachkommando, fahre mich zur Arbeit, was auch immer, Zeitung auf, Füße hoch und fahren lassen. Ich habe es in Shanghai erzählt. Wir haben tatsächlich das Vergnügen gehabt, in einem komplett autonomen Fahrzeug durch Shanghai gefahren zu werden. Da saß zwar ein Fahrer auf dem Fahrersitz und der hat auch ein, zweimal eingegriffen. Aber wir sind tatsächlich über eine halbe Stunde nahezu komplett autonom durch den Verkehr in Shanghai kutschiert. Und das war schon ein beeindruckendes Erlebnis, muss ich sagen. Und das ist somit, und das ist die Antwort auf die Frage, das ist näher, als wir uns das im Moment denken, dass Die Autos in der Lage sind dazu. Ich glaube, was schwieriger wird, sind die entsprechenden Rahmenbedingungen im Hinblick auf die Gesetzgebung zu schaffen, dass das tatsächlich auch für den Fahrer rechtlich abgesichert auch möglich ist. Okay, du kommst nicht ohne Zahl raus hier in Deutschland. Ich sage im Jahr 2026. Alles klar. Und nicht als Technologiekunden. Okay, alles klar. Guter Einschub noch. Ja Jens, du, ganz ganz herzlichen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast und Fragen beantwortet hast, damit wir auch wieder in der Branche ein bisschen was über die neuen Marktteilnehmer, die ihr ja auch da vertretet, dass wir da Wissen schaffen, weil das ist echt wichtig. Sehr gerne. Vielen Dank nochmal für die Einladung. Sehr gerne. Dann sind wir hiermit so am Schluss und ich sage vielen Dank und sage, wir hören uns bald wieder. Macht’s gut da draußen. Ciao. Danke.