Einleitung

In der neunten Ausgabe des Pink Network Specials von Benzingespräche begrüßt Tim Klötzing die Schwestern Tessa Kramer-Biermann und Sissi Figura. Die beiden Frauen sind nicht nur Schwestern, sondern auch die treibenden Kräfte hinter dem Autohaus am Großmarkt in Duisburg. In einem spannenden Gespräch teilen sie ihre Visionen für die Zukunft des Familienbetriebs und die Herausforderungen, denen sie sich stellen.

Der Weg ins Familienunternehmen

Tessa und Sissi sind im Autohaus aufgewachsen, was ihre Leidenschaft für die Automobilbranche früh entfachte. Tessa, 29 Jahre alt, begann ihre Karriere mit einem dualen Studium im Autohaus und sammelte Erfahrungen bei Porsche und Mercedes-Benz, bevor sie 2023 in den elterlichen Betrieb zurückkehrte. Sissi, 27 Jahre alt, startete direkt nach dem Abitur eine Ausbildung und arbeitete bei Audi, bevor sie sich entschloss, ebenfalls im Familienunternehmen einzusteigen.

Ein Autohaus von Frauen für Frauen

Ein zentrales Thema, das die Schwestern antreibt, ist das Konzept eines Autohauses von Frauen für Frauen. Sie möchten eine Umgebung schaffen, in der sich weibliche Kunden besonders wohlfühlen und gut beraten werden. Dieses Konzept wird durch gezielte Marketingmaßnahmen, insbesondere über soziale Medien wie Instagram, vorangetrieben.

Herausforderungen und Ziele für 2024

Das Jahr 2024 bringt für das Autohaus am Großmarkt einige Herausforderungen mit sich. Besonders der Ausbau des Gebrauchtwagengeschäfts steht im Fokus. Die Schwestern planen, das Angebot herstellerübergreifend zu erweitern und auch im niedrigeren Preissegment attraktiv zu gestalten. Zudem ist die Kundenzufriedenheit im Servicebereich ein zentrales Anliegen, das kontinuierlich verbessert werden soll.

Unternehmensnachfolge in der Automobilbranche

Die Übernahme des Familienunternehmens erfolgt schrittweise und mit Bedacht. Die Eltern der beiden Frauen unterstützen diesen Prozess, ohne Druck auszuüben, sodass Tessa und Sissi in ihre Rollen hineinwachsen können. Diese behutsame Übergabe ist entscheidend, um die Kontinuität und den Erfolg des Unternehmens zu gewährleisten.

Fazit

Die Schwestern Tessa Kramer-Biermann und Sissi Figura sind ein inspirierendes Beispiel für Frauen in der Automobilbranche. Mit ihrem Engagement und ihrer klaren Vision führen sie das Autohaus am Großmarkt in eine vielversprechende Zukunft. Ihr Ansatz, ein Autohaus von Frauen für Frauen zu schaffen, könnte wegweisend für die Branche sein.

Themen:

  • Unternehmensnachfolge im Autohaus
  • Frauen im Autohandel
  • Gebrauchtwagenmarkt
  • Kundenzufriedenheit im Service
  • Marketingstrategien für Autohaus

Key Takeaways:

  • Tessa und Sissi führen das Autohaus am Großmarkt mit Leidenschaft.
  • Das Konzept eines Autohauses von Frauen für Frauen wird aktiv verfolgt.
  • 2024 steht der Ausbau des Gebrauchtwagengeschäfts im Fokus.
  • Die Kundenzufriedenheit soll weiter verbessert werden.
  • Die Unternehmensnachfolge erfolgt schrittweise und durchdacht.
📄 Vollständiges Transkript
Benzingespräche – der Branche- und Personality-Talk der deutschen Automobilwirtschaft. Der Podcast für und mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind, erzählt zu werden. Es geht um neue und verschiedene Blickwinkel auf die Autobranche und persönliche Meinungen zukünftiger Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, Content-Creator und freier Automarketing-Berater. Bevor es nun losgeht, ein kurzer Hinweis auf einen starken Partner, der diesen Podcast möglich macht. CarWow! CarWow ist die führende Neuwagen-Plattform für Autokäufer, Händler und Automobilhersteller. Wussten Sie schon? Mit über 3 Millionen Besuchen pro Monat ist CarWow eine der einflussreichsten Automotive-Media-Brands und bietet Herstellern und Händlern Zugang zu Deutschlands größter Neuwagen-Audience. Mehr Infos auf carwow.de Herzlich Willkommen zurück bei den Benzingesprächen und es ist mal wieder soweit. Wir haben wieder die liebe Juliane Schleicher hier mit an Bord und zwar sind wir wieder mit dem Pink Network Special, Ausgabe Edition 9 am Start. Hallo Jule! Hallo Tim! Na, da sind wir schon in Folge 9 im Vorgespräch gerade. Da dachte ich so, welche Folge sind wir? Neun! Ich so, wow! Cool! Ja, time is running, aber macht ja auch Spaß. Ja, immer weiter, immer weiter. Also kenne ich dich ja auch. Ja, du warst wieder quasi aktiv. Erzähl uns mal, wen hast du da eingefangen für uns? Ich habe heute in dieser Folge einen doppelten Fang gemacht sozusagen, auch meine Premiere. Und zwar habe ich die Schwestern Tessa Kramer-Biermann und Sissi Figura vom Autohaus am Großmarkt in Duisburg ans Mikrofon bekommen. Und ja, die beiden sind sehr aktiv als Verkaufsleitung und als Serviceleitung, beziehungsweise Sissi ist noch in Elternzeit und steigt aber jetzt wieder mit ein. Hochmotiviert und haben beide Lust auf Autohaus und es war ein sehr spannendes und sehr schönes Gespräch. Ja, also eine von beiden, die Tessa kenne ich auch, habe ich schon ein paar Mal getroffen, und ist ja noch, ich sage mal, eine junge Generation und die geben richtig Gas und die haben, glaube ich, auch einen coolen Ansatz. Die haben einen coolen Ansatz. Die beiden haben sozusagen eine Mission, eine ganz spezielle, die ich natürlich mit Pink Network sehr gerne auch unterstütze, aber welche das ist, verraten wir nicht, sondern ich würde sagen, einfach mal reinhören. So ist das. Ja, schön, dass du da aktiv warst und wir starten jetzt rein, bevor wir irgendwas kaputt quatschen. Von daher, ich sage, ich bin schon mal raus. Ich freue mich auf die Ausgabe und ihr hoffentlich auch. Viel Spaß dabei. Viel Spaß. Willkommen zur bereits neunten Folge des Pink Network Podcast. Und für mich ist dieser Podcast heute eine Premiere, denn ich habe zwei wundervolle Interviewpartnerinnen am anderen Ende der Videoleitung, und zwar Tessa Kramer-Biermann und ihre Schwester Sissi Figura vom Autohaus am Großmarkt in Duisburg. Guten Morgen, ihr beiden. Guten Morgen. Hallo, Juliane. Schön, dass ihr euch die Zeit genommen habt, mit mir ein bisschen zu sprechen über euch, über euer Autohaus, über das, was euch bewegt und was ihr jeden Tag so tut. Stellt euch doch gerne beide mal vor für diejenigen, die euch nicht kennen, Tessa und Sissi. Sehr gerne. Also hier ist Tessa Kramer-Biermann. Unsere Stimmen sind sehr ähnlich. Deswegen sage ich mal kurz, wer jetzt als erstes hier spricht. Ich bin Tessa, 29 Jahre alt, habe vor knapp einem Jahr, also im April 2023, das Autohaus am Großmarkt wieder betreten. Ich habe ein duales Studium, so ging die ganze Karriere, sage ich mal, an oder mein beruflicher Werdegang an. Ich habe mein duales Studium hier absolviert im Autohaus am Großmarkt, bin dann aber nach Abschluss des Bachelors und Abschluss der Ausbildung zu Porsche gegangen, Porsche Zentrum Düsseldorf. Ich war Assistentin der Verkaufsleitung, habe ein bisschen die Disco mitgemacht und habe mich dann aber ganz schnell nach zwei Jahren dazu entschlossen zu sagen, ich möchte selber in den Verkauf und das wirklich richtig erlernen und bin dann zu Mercedes-Benz in Düsseldorf gegangen, habe da meine Junior-Verkäufer-Ausbildung gemacht und dort im Laden als Verkäuferin gearbeitet. Anfang letzten Jahres habe ich dann einfach gesagt, so jetzt ist es Zeit, nach vier Jahren Auto verkaufen, vielleicht zurück in den elterlichen Betrieb zu kommen und den Kindheitstraum, den wir beide schon immer hatten, weil wir ja auch hier im Autohaus groß geworden sind, sage ich mal, wahr werden zu lassen mit meiner Schwester. Und so kam es dann dazu, dass ich im April letzten Jahres zurückgekommen bin. Genau und zu mir einmal kurz, ich bin die Sissi und 27 Jahre alt. Ich habe meinen Werdegang so ein bisschen anders gestaltet, weil ich direkt nach dem Abitur eine Ausbildung beim Autohaus Roll im Düsseldorf angefangen habe, mit einem berufsbegleitenden Abendstudium, einfach BGL studiert. Danach wurde ich dann auch im Autohaus Roll noch übernommen und habe dort bei Audi als Assistentin des Verkaufsleiters gearbeitet. Und dann wurde vor Corona mich entschlossen, dann auch zum Familienbetrieb zu gehen, weil ich da ja auch wie Tessa jetzt, sage ich mal, noch nicht war und mich das natürlich auch irgendwie interessiert hat, weil man ja hier aufgewachsen ist und auch das Ziel hatte, einfach das langfristig zu übernehmen. Drei Jahre später, also ich bin vor knapp drei Jahren hierher gekommen und dann habe ich jetzt vor einem Jahr ein Baby bekommen. Ich bin deshalb in Elternzeit, also bin im Moment nur ein bisschen aushilfsweise im Autohaus, um einfach ein bisschen zu unterstützen. Und auch einfach, weil ich sauber, weil mir das halt alles ganz viel bringt, nicht nur jetzt Mutter zu sein, sondern auch noch da weiteren Anschluss zu haben. Und ab März ist dann wieder der komplette Einstieg geplant. Ja, da freue ich mich auf jeden Fall sehr draus. Das klingt sehr, sehr spannend. Das heißt, Autohaus am Großmarkt ist, wie ich raushöre, euer elterlicher Betrieb. Sagt doch einfach ein bisschen was zum Autohaus. Welche Marken, Standorte, wie viele Mitarbeiter und auch gerne was zur Historie. 1988 hat er mit einer Werkstatt als KZ-Meister das hier gegründet und dann 92, als der VW-Konzern Sproda übernommen hat, kamen wir somit als erstes im Westen dann dazu. Dann meine Eltern, mein Mutter ist auch diejenige, die das mitgegründet hat. Die haben dann die Idee zu sagen, lass uns doch einfach Sproda machen. So war die Historie seit 92 dann Sproda Vertragspartner zu sein vor Ort. Ja, wir sind jetzt bei ca. 25 Mitarbeitern, sind jetzt so dabei, das gebrauchbare Geschäft auch ein bisschen mehr zu produzieren und es läuft sehr gut bis jetzt. Sehr schön. Das heißt, euer Vater ist auch noch aktiv in der Geschäftsführung. Seid ihr beide schon auch Geschäftsführerinnen oder welche Position begleitet ihr aktuell? Genau, der Papa ist noch in der Geschäftsführung. Wir beide sind keine Geschäftsführerinnen. Wir sind so aufgeteilt, dass ich mich eher dem Vertrieb widme und meine Schwester ist in After-Sales, sprich im Service, positioniert. Okay, aber schon in der sozusagen in der Leitungsfunktion. Ja. Ah, sehr schön. 2024 ist ja so ein herausforderndes Jahr auch für die Branche. Wo seht ihr denn aktuell für euren Betrieb oder auch für den Autohandel die größten Herausforderungen? Ja, also 2024 wird ein herausforderndes Jahr für uns, gerade im Bereich des Gebrauchtwagenverkaufs. Wir sind gerade dabei, den Gebrauchtwagenverkauf weiter auszustellen und zu nationalisieren, immer mehr Autos zuzukaufen und da einfach auch herstellerübergreifend einfach hier Ware anzubieten, die auch nicht irgendwie ab 25.000 oder 30.000 Euro aufwärts beginnt, sondern eher so im niedrigen Preissegment positioniert ist. Ja, unsere Herausforderung wird sein, einmal den Gebrauchtwagen dann dementsprechend weiter voranzutreiben zum Markt, dann natürlich unsere Jahresziele, was den Neuwagenverkauf angeht, aber natürlich auch die Serviceziele, die wir hier erreichen und immer ein großes Anliegen ist für uns, die Kundenzufriedenheit bei uns im Service und im Betrieb schon sehr gut ist, würde ich sagen, dass wir die da auch weiter beibehalten und da uns nicht verschlechtern, sondern eher sagen nochmal 0,1 Prozent oder 0,1 Punkte da weiter nach oben zu kommen. Aber nicht zu vergessen ist natürlich auch, dass wir das Konzept, das wir eben im Moment leben und auch aufbauen, das Autohaus von Frauen für Frauen, dass wir das gleich ins Brand treiben und uns ja gerade wir müssen das betreiben, das seit einem Moment so ein bisschen mit Instagram, dass wir da eine größere Reichweite bekommen und noch mehr Frauen ansprechen, die da eben auf uns zukommen und dieses Thema halt einfach im Auge behalten und mischen. Da kommen wir gleich nochmal zurück auf euer spezielles Thema. Ich wollte kurz nochmal auf diese Unternehmensnachfolge eingehen. Kam das eher von eurem Vater oder von euren Eltern, dass die gesagt haben, wollt ihr nicht oder hattet ihr schon immer den Wunsch oder wie lief das so ab? Lief das ganz entspannt oder wie sind die Mitarbeiter damit umgegangen, dass jetzt sozusagen die Töchter mit im Betrieb sind? Also Mama und Papa waren da immer sehr, sehr entspannt, dass das anging, was wir in Zukunft machen wollen. Nach dem Abitur oder schon während des Abiturs kam dann mal die Frage, wie seht ihr euch, euren Werdegang in Zukunft, was möchtet ihr überhaupt machen? Aber da war nie unter Druck, einer muss jetzt, unser Bruder zum Beispiel, der macht was ganz anderes, aber der ist jetzt nicht so, also zurzeit eben noch nicht, der ist 24. Und bei mir war das relativ schnell klar, dass ich was mit Autos machen möchte, bei Tessa genauso. Und dadurch, dass ich ja erst dazugekommen bin und wir uns das dann dadurch halt auch immer besser vorstellen konnten und Tessa dann auch, klar haben die Mitarbeiter das dann auch gemerkt, aber da war es dann eben so, als Tessa letztes Jahr kam, haben wir dann im Februar wie so eine Mitarbeiterversammlung gemacht und da wurde das dann halt auch von Papa thematisiert, dass wir halt da sind, um das Autohaus weiterzuführen. Das hat sich halt so ergeben in den letzten Jahren, sage ich mal, gerade so in den letzten zwei Jahren und unsere Eltern, die haben uns echt da immer in Ruhe gelassen. Klar war das deren Wunsch so insgeheim, aber die haben gesagt, ihr werdet glücklich, ihr geht euren Weg, nichts ist schlimmer, als wenn man irgendwo reingedrängt wird und dann nach zehn Jahren sagt, boah, das ist es doch nicht. Das stimmt. Dafür ist es auch das Ganze, was die ja hier erschaffen haben, auch so wichtig, als zu sagen, wir machen das jetzt mal so just for fun oder nur zu deren Liebe und dann bringt das oder endet das hier irgendwie im Chaos oder doch nicht so, wie es sein soll. Ja, man merkt schon, dass ihr da eine Leidenschaft auch dafür habt und dass euch das wichtig ist und dass ihr das Unternehmen fortführen wollt. Das ist ja, glaube ich, die wichtigste Voraussetzung, die Leidenschaft dafür zu haben. Aber so machen wir uns da jetzt überhaupt keinen Druck. Der Papa ist ja auch noch nicht so, dass er sagt, er möchte in den nächsten zwei Jahren aussteigen. Also wir machen das alles so, wie es passt von der Zeitabfolge her und gucken halt einfach, dass wir gut reinwachsen können, immer mehr Verantwortung übernehmen, sodass das nicht so eine ruckartige Übernahme ist und wir da irgendwie in kaltes Wasser geworfen werden oder sonst was. Also das machen wir mit der Ruhe, damit das alles auch für uns funktioniert. mit einem sicheren Gefühl abläuft. Und auch für Papa und Mama natürlich, die geben da ja auch ganz viel Verantwortung ihnen ab. Und es ist ja deren Baby, das die hier erschaffen haben. Von daher wollen wir das alles so Stück für Stück machen. Seid ihr euch der Verantwortung schon bewusst? Ja, absolut. Es ist manchmal schon ganz schön viel Druck. Also haben wir viele Gedanken im Kopf, wenn wir uns austauschen miteinander. Und ihr habt ja viele Gedanken im Kopf, die ihr auch schon ein bisschen forciert. Thema von Frauen für Frauen, das ist euer Motto auch. Ich folge euch auf LinkedIn und auch auf Instagram. Da pusht ihr ja so ein bisschen dieses Thema. Warum habt ihr euch dem Thema besonders angenommen? Also wir haben gerade, da wir ja auch in der Automobilbranche gearbeitet haben jetzt jahrelang, haben wir halt gemerkt, nicht nur, dass Frauen immer selbstständiger werden, sondern auch, dass man als Frau oft verloren ist beim Autopauf. Und dass den Frauen einfach gar keine Plattform so ermöglicht wird, dass die vielleicht ihre Fragen so stellen können, die die halt haben, weil da ist ja bei Frauen und Männern schon auch immer ein Unterschied. Vielleicht auch, was die Leidenschaft zur Automobilbranche oder zum Automobil generell angeht. Und dass sich halt viele Frauen, das habe ich so bei Mercedes gemerkt, die waren dann total froh, mit einer Frau zu sprechen, weil die gesagt haben, ey, die Männer, mit denen wir gesprochen haben, die haben nicht nur die ganze Zeit mal den Mann angeguckt während des Gesprächs oder haben mich vielleicht belächelt, wenn ich meine Fragen gestellt habe. Und ich bin total froh, dass ich sie jetzt hier kennengelernt habe und sie da so ganz entspannt und auf meine Bedürfnisse halt eingehen. Das war eigentlich so der Anreiz, meine Schwester hat das genauso miterlebt in den letzten Jahren, dass wir gesagt haben, ey, warum, lass uns doch das einfach als USP nehmen, weil wir so ein kleines Autohaus eben sind und lass uns doch, wir sind zwei Frauen, meine Schwester ist schon Mami geworden und wir wollen irgendwann eine Führungsposition oder bekleiden wir mehr oder weniger jetzt schon, aber wir wollen halt irgendwann hier auch das Unternehmen erfolgreich weiterführen. Lass uns das doch einfach spielen, weil wir das ja auch leben, warum dann nicht jetzt schon mit anfangen und ein Konzept draus entwickeln und halt dieser konservativen Automobilbranche dementsprechend so entgegenwirft. Und so kam es halt dazu, dass wir gesagt haben, wir wollen das Thema fokussieren und Frauen mehr als Zielgruppen hinzunehmen. Naja, so Männer sind natürlich weiterhin herzlichst willkommen und ist alles gleich geblieben, nur wir wollen halt doch ein bisschen stückweit die Frauen mehr bei uns mit reinnehmen und unser Brot holen und ihnen einfach ein Gefühl geben. Aber wenn wir Autokauffragen haben oder in der Aftersales müssen zum Service, wir denken direkt an Sissi und Tessa vom Autohaus am Großen Markt. Hier sind wir mit guten Händen. Habt ihr da schon praktische Erfahrungen oder habt ihr da schon so ein bisschen Wellen geschlagen auch das Thema? Ich habe auf Instagram gesehen, dass ihr ja da so Testimonials hattet oder dass ihr da schon auch so ein paar Käuferinnen hattet, mit denen ihr das mal öffentlich gemacht habt. Also tatsächlich sind auch schon die ein oder anderen Kundinnen auf uns zugekommen und haben, also die wir halt auch gar nicht kannten, die es halt irgendwie durch Instagram erfahren haben oder auch zum Beispiel letztes Jahr bei einer Automesse hier in Duisburg, die jedes Jahr ist. Und da wurde das eben auch von dem Team, die von Skoda eben bestellt wurden, so ein bisschen erwähnt auf der Messe. Und dadurch sind natürlich auch sehr viele auf den Stand gekommen und auf uns aufmerksam geworden. Da hatten wir einen großen Rücklauf und auch total viel positiven Zuspruch. Und wir hatten es eben auch schon mal, dass dann Kundinnen kamen, auch alleine kamen, weil sonst kennt man es ja von früher, denen Termine abgesprochen hat, dass die ja gesagt haben, ich muss gucken, wann mein Freund kann oder ein Kumpel, der sich mit Autos auskennt, dass die es immer so ein bisschen davon eben abhängig gemacht haben. Und das haben wir halt auch festgestellt, dass das gar nicht mehr so ist, dass auch Frauen alleine zu uns ins Autohaus kommen oder generell, wenn jemand wohl nicht davon erfahren hat, dass wir dieses Konzept eben leben und durch Zufall halt eine Frau zu uns kommt und sagt, von mir konnte jetzt gerade keiner, aber ich gucke mir das Auto erst mal an, die sich gerade dann so wohl gefühlt haben, dass gar kein zweiter oder dritter Besuch mit irgendeinem Bekannten, der sich mit Autos auskennt, so wie man es eben kennt, mehr nötig war. Diese positiven Feedbacks haben wir da schon bekommen, dass wir halt auch beide gesagt haben, Ja, das ist auf jeden Fall ein Mangel. Das müssen wir auf jeden Fall so weiter ausleben, weil das kann nur gut werden. Ja, um auf deine Frage nochmal zurückzukommen, als Testimonien haben wir jetzt vor kurzem die Maike. Das ist eine bekannte Influencerin und Hebamme aus Köln, die unsere Kundin gewinnen können. Die hat meine Schwester tatsächlich so angeschrieben und das hat dann halt alles funktioniert. Die ist vorbeigekommen extra aus Köln mit ihren beiden Zwillingen und ihrem Mann. Die hatten immer das Problem, dass die beiden sehr groß sind und dafür dann erstmal entsprechend überhaupt ein Auto finden mussten. Ja, dann das Nächste war halt, die brauchten halt oder die Maike hat auch gesagt, ich möchte auch einfach eine gute Beratung haben und wissen, ich kann mich hier auf jemanden verlassen, auch wenn ich aus Köln kommen muss. Ich gebe euch alle Sachen, ich sage, was ich will, ich sage, was ich brauche. Ihr wisst, ich habe Zwillinge, schaut und guckt, dass er mir einfach ein Auto dann dementsprechend zur Verfügung stellt oder anbietet, was einfach passt. Und wo der Service auch im Nachgang, nach Autokauf sichergestellt ist und man da nicht irgendwie immer mit Fragezeichen rumrennt oder nicht weiß, dass man sich dann eben darauf verlassen kann. Und so hat sich das ergeben. Die Chemie hat direkt gestimmt bei uns, als sie dann da war. Und da ist da jetzt ein Autokauf zustande gekommen. Da sind wir gerade dabei, mit der Maike noch in Zukunft ein paar Projekte zu planen. Thema Service hast du ja gerade angesprochen. Habt ihr euch da auch so ein bisschen drauf fokussiert oder wie habt ihr euch aufgestellt, um es dann den Kundinnen auch leicht einfacher zu machen oder auch verständlicher zu machen? Ja, da haben wir uns ja dann so aufgestellt, dass Tessa, wie gesagt, im Verkauf so ihr Auge drauf hat. Ich dann auch wirklich ab März, wenn ich wieder voll dabei bin, im Service einsteige, was ja auch irgendwo eine Herausforderung wird. Aber ich freue mich da auch total drauf, weil das ist ja dann alles das, womit man die Kunden letztendlich bindet. Klar, wenn der Autokauf super gut ist und das auch. Und da unten eben eine Stadt gefunden hat, dann ist es ja das, worauf es im Service ankommt, dass man die Kunden auch langfristig immer wieder neue Inspektionen machen lässt, im besten Fall, dass die ein neues Auto kaufen. Und da fanden wir es dann halt ganz wichtig, dass da dann von uns auch noch ein Ansprechpartner ist, wenn wir schon den Luxus haben und uns splitten können. Dass ich dann mit dem Service meine Präsenz habe. Es reicht ja schon, wenn die Kunden reinkommen, gerade die Kundinnen reinkommen, die mich sehen, dass ein bisschen aufgelockert wird und ich dann eben vielleicht auch nochmal da bin, um Fragen zu beantworten, die ein Serviceberater, der dann da sitzt, vielleicht nicht direkt klären würden oder was auch immer. Und so haben wir dann eben gesagt, dass wir nicht nur im Verkauf den Anspruch haben wollen, da bei dem Thema präsent zu sein, sondern gerade auch im Service, wo dann auch vermehrt technische Fragen kommen. Und habt ihr euch dann auch personell entsprechend anders aufgestellt? Also habt ihr dann mehr Verkäuferinnen oder habt ihr auch Mitarbeiterinnen in der Werkstatt? Nee, also es ist so, dass der Mitarbeitersturm, der da ist, der ist super. Wir sind hier echt ein cooles Team. Und haben auch viele Frauen? Haben auch einige Frauen hier, die auch schon ziemlich lange da sind, auch ihre Ausbildung hier gemacht haben. Aber wir sind jetzt nicht so, dass wir sagen, jetzt suchen wir nur noch Verkäuferinnen oder nur noch Werkstattmitarbeiterinnen. Die Kollegen müssen einfach gut drauf sein, Spaß haben, Bock haben, auch mit uns den Schritt zu wagen, mit uns weiter nach vorne zu gehen. Und motiviert sein und dann ist es egal, ob es Mann oder Frau ist. So ist unsere Einstellung hauptsächlich. Aber wir werden natürlich, das, was ich ganz cool fand noch, wir hatten letztens eine Bewerbung von einer jungen Dame, die gerne hier in der Werkstatt als Motörin ihre Ausbildung beginnen wollte. Das war so mit die erste Bewerbung, wo Papa auch gesagt hat, das hatten wir noch nie, dass eine Frau sich in den technischen Bereich beworben hat. Und da haben wir sie auch gefragt, wie sie dann darauf kam, das bei uns zu machen. Da hat sie gesagt, ja, über Insta habe ich das gesehen. Und da wollte ich halt einfach, wenn ich das mache, wenn ich das traue, dass Männer gerne bei euch sind. Das war schon eine coole Resonanz, die einen dann freut. Ja, super. Und ein tolles Beispiel, wie wichtig auch die ganze Arbeit auf Social Media ist, gerade um die jungen Professionals auf sich ausmerksam zu machen, finde ich ein super Beispiel. Und da braucht man auch nicht immer mega viel Reichweite. Wenn man die Richtigen trifft, mit seinen Fokus-Tipps, dann reicht es doch, dann ist es doch super. Finde ich cool, sehr schön. Was machen denn, noch mal abschließend zu dem Thema, wir wollen es jetzt auch nicht übertreiben mit Männern und Frauen, aber was ist so für euch der größte Unterschied beim Autokauf zwischen Kundinnen und Kunden? Was gibt es da so, dass man sagt, wir haben einen anderen Fokus oder stellen andere Fragen? Ja, allein schon auch die Louverinität, wie die Männer ins Auto rauskommen und wie die Frauen ins Auto rauskommen. Die Männer wissen meist, Autos sind immer das, was sie interessiert. Wir wissen alle, wenn uns was interessiert, dann erkundigen wir uns da ganz anders, dann haben wir Spaß daran. Und bei Frauen war das halt immer so ein Abstandsthema, ist vielleicht eher Männersache, wie das Auftreten halt einfach ist. Wie Männer ins Auto rauskommen, die wissen, was sie wollen und wissen vielleicht gar nicht, was es für Möglichkeiten gibt oder was es an Ausstattung gibt, die dahingehend einfach ein bisschen mehr mitnehmen. Genau, das ist super raten, einfach zu sagen, so, schön. Ich kann mir genau vorstellen, was gerade dein Problem ist, was der Mann sich vielleicht in dem Moment gar nicht denkt, wenn es jetzt auch um Mutter sein geht. Der Mann liegt da, glaube ich, mit einem ganz anderen Fokus auf die Ausstattung, auf das Fahrzeug als eine Frau. Und das ist halt super. Ich meine, ich bin jetzt keine Mami, aber dadurch, dass ich den Kleinen jeden Tag auch sehe, weiß ich jetzt mittlerweile, was wichtig ist und was schwierig ist und worauf man achten sollte. Und da können wir halt die Mädels oder die Damen halt komplett abholen. Und man merkt halt auch einfach, dass so dieses Empathische, dieses nicht, also wir sind jetzt nicht so die typischen Verkäuferinnen, ich möchte jetzt auf Notgedrung, die ein Auto verkaufen, alles in Ruhe, mit der Zeit, einfach hinsetzen, erst mal ein Käffchen trinken, ein bisschen quatschen, halt einfach so dieses, was uns Frauen, sage ich jetzt mal, wichtig ist, um ein gutes Gefühl zu entwickeln. Und zu sagen, derjenigen oder demjenigen vertraue ich, dem kann ich so ein bisschen mehr meine… Mein Autokauf ist ja auch immer sehr emotional. Man sagt, was die Probleme des Alltags sind, was einen beschäftigt. Und denen kann ich auch gerade so ein bisschen ein paar Probleme mitteilen, worauf wir dann gut eingehen können. Und bei Männern habe ich so erfahren, auch gerade im Autoverkauf, die wissen das halt, die unterschätzen einen als Frau auch erst mal. Bist du überhaupt die richtige Ansprechpartnerin gerade für mich? Kannst du mir irgendwie weiterhelfen? So habe ich auch erlebt. Ich habe natürlich auch viele nette Männer erlebt, die auch gesagt haben, ja, geil, dass sie eine Frau ist und das so forschig. Aber man hat halt auch immer so einzelne Beispiele, wo ich erst mal, ah, sie wollen mir jetzt ein Auto kaufen? Ja, dann viel Spaß. So, wo man echt gedacht hat, hä, in welchem Zeitalter leben wir gerade? Aber das war halt zwar nicht mehr so häufig, aber hat man halt auch miterlebt. Und ja, da kann man halt so als Frau mit Frauen vielleicht auch mal noch mal ein bisschen ein besseres Händchen oder hat man ein besseres Händchen für. Ja, auf Augenhöhe. Genau. Man hat auch oft das Gefühl, dass wenn Frauen reinkommen und die sehen da gerade jetzt so zum Beispiel, wenn wir zu zweit in der Verkaufshalle sitzen, zwei Frauen sitzen, dass da direkt also einfach so eine Gleichheit aufkommt. Und bei Männern, die kommen eher auf einen zu und sagen, ich möchte gerne den Verkäufer sprechen und sind dann vielleicht ein bisschen entsetzt, weil man dann sagt, ja, ich kann Ihnen gerne weiterhelfen. Und das ist halt auch so ein extremer Unterschied. Also es ist halt sehr schwarz und weiß, was wir jetzt gerade natürlich gesagt haben. So ist es nicht immer. Aber diese Beispiele, die gab’s in der Vergangenheit, die gibt’s auch heute noch. Ihr richtig. Genau, es ist halt einfach so, da wollen wir halt so ein bisschen entgegengehen. Ja, und es ist an vielen Ecken auch einfach noch eine doch konservative Branche oder ein konservatives Geschäft. Und ihr wollt es ja so ein bisschen frischen Wind reinbringen. Hast du letztens mal in einem Post geschrieben. Das fand ich so ganz witzig. Witzig. Was sind da eure Ansätze? Eigentlich genau das, was wir jetzt die ganze Zeit schon gesagt haben. Dieses konservative Mann und Auto, das passt zusammen. Frauen haben nichts mit dem Autokopf zu tun, jetzt ganz überspitzt gesagt. Aber das einfach dem entgegenzuwirken und da frischen Wind in diese konservative Branche reinzubringen durch dieses Konzept, was wir haben von Frauen für Frauen und allein, weil wir einfach auch zwei Frauen sind, die halt in Zukunft das Unternehmen fortführen werden. Das ist, glaube ich, schon allein so ein bisschen frischer Wind. Und dann mit den Ideen, die wir als junge, moderne Frauen auch haben, auch das Autohaus vielleicht nochmal ganz anders zu zeigen. Dann hatten wir letztens einen Post, wie wichtig ist euch Deko? Da waren zwar einzeln auch ein paar, die gesagt haben, egal. Aber es waren auch ganz, ganz, ganz viele, die gesagt haben, eigentlich total wichtig, obwohl das in ganz vielen Autohäusern nicht so gelebt wird. Und wir haben hier die Möglichkeit, weil wir so ein kleines, feines Autohaus sind, voll unseren Charme mit einbringen zu können. Meine Mama ist auch immer noch im Winter und sie hat auch super Ideen, was Deko und so angeht. Und das kommt einfach gut an. Und das lässt einen einfach auch anders fühlen. Nicht nur, wenn man arbeitet in so einem Ambiente, sondern auch als Kundin oder als Kunde. Wenn man hier reinkommt, dass man sagt, boah, schön hier. Kenn ich gar nicht so, aber es ist direkt ein Wohlfühlmoment. Ja, und auch wichtige Elemente des Marketings. Auch das ganze Thema Dekoration, auch Duftmarketing zum Beispiel mit Farben und so. Das wird ja auch oft mal unterschätzt, aber da kann man, glaube ich, sehr viel den Unterschied auch einfach machen. So zum Thema Wohlfühlen. Ja, auch Auslieferungsszenario, Auslieferungshalle. Da sind wir auch gerade bei, so ein paar Ideen runterzuschreiben und in Zukunft dann umzusetzen. Dass man das einfach so anders macht als andere. Ja, das macht uns halt total viel Spaß. Da freuen wir uns auch drauf, dass so ein bisschen da auch frischen Wind reinzubringen. Auch hier im Autohaus am Großmarkt reinzubringen. Ja, oder auf den Hinblick auch gerade das Thema, die Frauen und Mütter mehr anzusprechen. Ich wüsste jetzt nicht, in welchem Autohaus mal eine ganz tolle Spielecke oder ein Wickeltisch ist. Dass man sowas auch ein bisschen mehr ausgestaltet, dass da wirklich auch mal Mütter hinkommen können mit ihren Kindern. Ich weiß es mittlerweile selber, dass es nicht immer einfach ist, die dann an einem Platz, wenn man sitzt, zu beschäftigen. Sondern wenn man dann einfach mal sagen kann, okay, cool, ich kann mal eben wickeln. Das Kind wenigstens für 10 Minuten alleine hinsetzen. Hab es in Reichweite, in Sichtweite. So einfach. Eigentlich das kleine Einmaleins, aber tatsächlich oft vernachlässigt auch. Gerade das Thema im Gästebereich, Wartebereich. Apropos frischer Wind. Ich glaube, es ist notwendig, dass die Autohäuser mit solchen Ideen sich ein bisschen unterscheiden voneinander und sich ein bisschen abgrenzen. Das Thema Differenzierung, der Handel muss sich verändern in Zukunft. Ich glaube, das ist uns allen klar. Welche Rolle wird der Handel eurer Meinung nach künftig spielen? Also was wir feststellen, oder natürlich jeder auch mittlerweile in der Automobilbranche festgestellt hat, ist, dass immer größere werdende Autohandelsketten die kleinen Familien oder die kleinen Betriebe einfach verdrängen. Dann hat man natürlich immer mehr Hersteller, die das Agenturmodell einführen und auch einführen werden. Dann noch ganz klar der Fachkräftemangel, der auch gerade so Young Professionals angeht und betrifft und der sich halt auch, wenn man mal einfach 10, 20 Jahre weiter spinnt, nicht in Luft auflösen wird, sondern eher immer krasser wird aufgrund einfach des demografischen Wandels. Habt ihr das Thema auch, Fachkräftemangel? Betrifft euch das auch in eurem kleinen Familienbetrieb? Ja, auf jeden Fall. In allen Bereichen auch. Also es ist wirklich immer wieder eine Herausforderung, überhaupt Leute zu bekommen. Ob die dann gut qualifiziert sind, ist ja erstmal dahingestellt, aber überhaupt Bewerbungen zu bekommen, ist extrem schwierig. Wenn man Bewerbungen bekommt, wo man sich auch denkt, die machen das vielleicht nur, um einfach eine Bewerbung geschrieben zu haben, diese Menschen, also jetzt nicht mit Mühe oder mit so dem Ziel, hat man den Eindruck, als würden sie wirklich bei uns gerne anfangen wollen. Und das ist halt wirklich krass. Das hätte ich nicht gedacht. Das habe ich jetzt in diesem letzten Jahr, seitdem ich hier bin, auch wirklich erlebt. Papa hat immer abends davon damals, als sie noch bei Mercedes gearbeitet hat, nur erzählt. Bei uns Tissi auch. Aber ich habe jetzt nicht gedacht, dass das wirklich so dramatisch ist. Aber es ist wirklich. Da legt man echt die Ohren an. Das ist ja auch so eine Sache. Wir sind ja nicht das einzige Autohaus. Das ist ja bei allen Autohäusern. Das heißt, die Leute, die sich bewerben, haben natürlich auch extrem viele Möglichkeiten. Und dann ist es natürlich, sich auch als Arbeitgeber ein bisschen besser herauszustellen. Nicht mal besser, sondern eher anspruchsvoller, sag ich mal. Also einfach eine Arbeitgebermarke zu werden, für den Arbeitnehmer zu sagen, wow, das ist zwar ein kleiner Familienbetrieb, aber zwischen diesen ganzen großen Autohausketten und Autohäusern möchte ich da arbeiten. Warum? Das einfach auch herauszuarbeiten und in Videos oder in Posts das auf den Punkt zu bringen, ohne ein riesiges Marketing-Team, das man noch zur Verfügung stellen kann. Das ist halt wirklich eine Herausforderung, die wir uns gerade auch stellen oder auch in der Vergangenheit gestellt haben, und die halt auch nicht einfacher wird. Da muss man wirklich so Ideen finden. Ein wichtiges To-Do auf jeden Fall für die Zukunft oder auch schon jetzt. Das ganze Thema Brand-Building und Differenzierung. Aber ich finde, ihr habt da gute Ansätze und es funktioniert ja auch schon im Kleinen. Auch Thema nochmal Social Media, Recruiting, dass ihr da einfach euch darstellt und zeigt, was ihr anders macht und dass ihr ein toller Familienbetrieb seid, ihr mit Leidenschaft dabei seid. Das spricht ja auch den einen oder anderen dann auch an, zu sagen, hey, das klingt interessant für mich. Und die Mädels, die haben was drauf und die haben Lust und da möchte ich vielleicht dabei sein. Tessa, wir haben uns kennengelernt bei den Neomobility Rockstars letztes Jahr. Thema Networking. Das ist ja der Pink Network Podcast hier. Wie wichtig ist euch Netzwerken? Also total wichtig, dass wir uns immer wieder einig sind, Das habe ich halt durch meine erste Veranstaltung bei dir erfahren dürfen. Ich war ganz neu hier im Autohaus am Großmarkt und habe mich direkt dort, ich weiß gar nicht, wie es dazu kam, ich glaube eine Mail oder so, Papa hat mir das weitergeleitet und da habe ich gesagt, warum nicht, irgendwo muss ich ja mal anfangen, Leute, Businesspartner kennenzulernen und habe mich dann dort einfach angemeldet. Das war in Köln, ja, war eine mega Location auf so einem Rooftop und ja, da habe ich dich das erste Mal persönlich kennengelernt und ganz viele andere Geschäftsleute, die halt in verschiedenen Branchen, aber alle, die was mit der Automobilbranche zu tun hatten, Vorträge gehalten haben. Wir hatten ein kleines Get-Together an einem Abend vorher, dass man sich auch schon mal so ein bisschen persönlicher kennenlernen konnte und ich war so begeistert, als ich nach Hause gefahren bin. Ich hatte halt keinerlei Erwartungshaltung, weil ich sowas noch nie gemacht habe und ich habe einfach so viel mitnehmen können an guten Gesprächen, an guten Partnern und Partnerinnen, die ich dann im Nachgang auch wieder kontaktieren konnte und auch kontaktiert habe. Und das war einfach für mich so ein krasser Augenöffner, wo ich gesagt habe, boah, wie elementar wichtig ist heutzutage Networking auch als Führungsposition und auch um einen Betrieb, gerade so einen kleinen Familienbetrieb, dann immer weiter am Leben zu halten und vielleicht immer mit neuen Ideen noch zu fischern. Das hätte ich mir halt so nicht ausmalen können. Bei deinem New Mobility Rockstars Event haben wir dann auch den Sascha Röwe Camp kennenlernen können und mit dem arbeiten wir jetzt zusammen auch an dem Projekt von Braun für Frauen. Und dann kam es ja immer weiter, dass dann das Pink Network kam und ich halt immer gesagt habe, boah Sissi, du musst jetzt auf jeden Fall bei den nächsten Networking-Veranstaltungen dabei sein, weil das so cool ist. Das bringt immer frische Ideen mit, die du in die Firma trägst, dann immer raus von diesem Alltag, von diesem nur hier Stress, da eine Baustelle, hier ein kleines Problem und mal raus mit neuen Leuten, neuen Ideen, vertraut zu werden. Und das war halt wirklich, du warst selber, ich bin da total begeistert von. Also es ist für mich ein ganz elementarer und wichtiger Punkt und den werde ich auch in Zukunft, habe ich auch immer schon direkt zu Papa gesagt, ist mir egal, du kannst mir jede Veranstaltung streichen, das mache ich auf jeden Fall, weil das für mich und dann aber auch für die Firma dann wiederum so viel bringt. Haben wir ehrlich gesagt nicht ganz so viel zu sagen, weil ich noch nicht auf so einem Event war. Ich wäre die letzten Male auch sehr, sehr gerne mitgekommen, aber mit so einem kleinen Baby ist es halt noch schwierig. Aber gut, der ist jetzt fast ein Jahr und da haben wir auch gesagt, das werden wir jetzt auch zusammen oft dieses Jahr machen. Aber allein wie du jetzt gerade schon gemerkt hast bei Tessa, die ist da sowas von angefickt. Ich habe halt auch einfach gesehen, wie viele Türen uns das auch irgendwo geöffnet hat, aufgrund Kontakte, die wirklich wertvoll waren für uns. Ich weiß nicht, warum ich in den letzten Jahren, wo ich ja auch schon im Autohaus war und wahrscheinlich auch unzählige Mails von Papa weitergeleitet bekommen habe, nie irgendwie so den Drang dazu hatte, mich mal anzumelden. Aber ich bin einfach echt dankbar, dass Tessa das gemacht hat. Und ja, auf jeden Fall auch total, ja, ich freue mich einfach darauf, wenn ich demnächst mal mitkommen kann, das sogar miterleben darf, was Tessa so immer erzählt. Das ist schön, das freut mich. Das ist ja auch so der Ansatz von so Formaten wie zum Beispiel jetzt Pink Network, dass man sich einfach untereinander auch austauscht, einfach voneinander lernt. Es muss nicht jeder hinter seinem Schreibtisch sitzen und vor sich hin kuscheln. Man kann sich ja einfach Ideen von anderen holen. Der eine kann das besser, der andere hat da vielleicht ein Problem. Und ich finde, das funktioniert immer in solchen Formaten super. Oder auch bei den Neomobility Rockstars, wo andere jüngere Führungskräfte sind, so eben wie ihr auch, die auch alle die gleichen Gedanken haben im Kopf oder die gleichen Herausforderungen. Wie geht es weiter, wie stelle ich mich auf? Glaube ich, dafür ist sowas ganz wichtig und ich freue mich, dass ihr da schon dabei gewesen seid. Und Sissi, du hoffentlich auch bald mal dabei bist, da freue ich mich drauf. Ja, auf jeden Fall. Dann, ihr Lieben, es war schön. Wir fanden es auch total cool. Ich finde, das haben wir gut gemacht, wir drei. Vielen Dank für eure Zeit und ich wünsche euch und eurem Team alles Gute und hoffe, wir sehen uns bei der nächsten Veranstaltung wieder. Danke Julian, hat Spaß gemacht. Vielen Dank. Ciao. Ciao. Ciao.