Einleitung

In der neuesten Episode von ‚Benzingespräche‘ begrüßt Tim Klötzing Ralf Sawatzki, den Projektleiter der Essen Motor Show. Gemeinsam tauchen sie in die faszinierende Welt der Automobilmessen ein und beleuchten die Geschichte und Entwicklung der renommierten Veranstaltung.

Die Geschichte der Essen Motor Show

Die Essen Motor Show, die erstmals 1968 als deutsche Sport- und Rennwagenausstellung stattfand, hat sich zu einer der bedeutendsten Messen der Automobilbranche entwickelt. Ralf Sawatzki, der seit seiner Jugend mit der Messe verbunden ist, teilt seine Erinnerungen und Erfahrungen aus über zwei Jahrzehnten.

Persönliche Einblicke von Ralf Sawatzki

Ralf Sawatzki, ein echtes Eigengewächs der Messe Essen, begann seine Karriere mit einer Ausbildung zum Kaufmann für Bürokommunikation und stieg schnell in das Team der Essen Motor Show ein. Seine Leidenschaft für Automobile und Messen spiegelt sich in seiner Arbeit wider, die er mit einem motivierten Team im Hintergrund umsetzt.

Besondere Momente und Gäste

Die Essen Motor Show hat im Laufe der Jahre zahlreiche prominente Gäste und beeindruckende Fahrzeuge gesehen. Von Formel-1-Legenden wie Niki Lauda bis hin zu einzigartigen Fahrzeugpräsentationen bietet die Messe jedes Jahr unvergessliche Erlebnisse.

Die Zukunft der Essen Motor Show

Mit einem klaren Blick in die Zukunft plant Ralf Sawatzki, die Messe kontinuierlich weiterzuentwickeln. Neue Technologien und innovative Konzepte stehen im Fokus, um den Besuchern stets ein aufregendes und aktuelles Erlebnis zu bieten.

Fazit

Die Essen Motor Show ist mehr als nur eine Messe. Sie ist ein Treffpunkt für Automobilenthusiasten und ein Ort, an dem die Leidenschaft für Autos gelebt wird. Dank engagierter Persönlichkeiten wie Ralf Sawatzki bleibt die Messe ein Highlight im Kalender der Automobilbranche.


Show Notes & Key Takeaways

Themen:

  • Geschichte der Essen Motor Show
  • Ralf Sawatzkis Karriereweg
  • Besondere Gäste und Fahrzeuge
  • Entwicklung der Messe
  • Zukunftsvisionen

Key Takeaways:

  • Die Essen Motor Show ist seit 1968 eine feste Größe in der Automobilbranche.
  • Ralf Sawatzki verbindet persönliche Leidenschaft mit beruflichem Engagement.
  • Prominente Gäste und Fahrzeuge prägen die Messegeschichte.
  • Die Messe entwickelt sich stetig weiter, um aktuelle Trends zu integrieren.
  • Ein motiviertes Team ist entscheidend für den Erfolg der Veranstaltung.
  • Die Essen Motor Show bleibt ein Highlight für Automobilfans weltweit.

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Benzingespräche – der Branche- und Personality-Talk der deutschen Automobilwirtschaft. Der Podcast für und mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind erzählt zu werden. Es geht um neue und verschiedene Blickwinkel auf die Autobranche und persönliche Meinungen zukünftiger Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, Content-Creator und freier Automarketing-Berater. Dieser Podcast wird präsentiert von Jaretto, dem Finanzierungsexperten für den Kfz-Handel. Auf jaretto.de könnt ihr als Autohändler schnell und einfach Autokredite für eure Kunden vergleichen, anfragen und abschließen. Und das mit Top-Zinskonditionen. Euer Vorteil? Sekundenschneller transparenter Vergleich, eine einheitliche Antragsstrecke und vieles mehr. 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Und könnte auch sein, dass meine automobile Liebe sich im Rahmen der Essen Motor Show entwickelt hat. Ist das nicht geil? Hervorragend. So geht es mir auch. Ich war auch tatsächlich mal die ersten Male auf der Essen Motor Show als kleiner Junge mit der Schule. Ausflug zur Essen Motor Show, Messen besuchen als Essener, war das immer blam natürlich. Und ja mittlerweile Projektleiter der Essen Motor Show. Das ist schon was ganz Besonderes, wenn man nicht nur Projektleiter sein darf, sondern auch Fan seiner eigenen Veranstaltung. Das macht schon sehr viel Spaß. Ja, wann war die Motor Show das erste Mal? Ja selbstverständlich. Die erste Motor Show war 1968. Als deutsche Sport- und Rennwagen Ausstellung hat sie stattgefunden im Gelände der Messe Essen. Und ja, es war eigentlich immer kontinuierlich. Außer 2020. Leider mit der Corona-Zeit mussten wir auch die Motor Show einmal ausfallen lassen. Aber seitdem konnte ich nur noch Essen und einen ständigen Weiterentwicklung. Ja, echt krass. Ich habe das auch gerade so Revue passieren lassen. Also das muss ja irgendwie Anfang der 80er gewesen sein, als ich das erste Mal da war. Und dann immer auch mal wieder. Und ich erinnere mich auch noch dran, es gab so eine kuriose Zeit. Da war ich noch keine 16 oder keine 18. Da gab es in einer Halle ein Untergeschoss, was bespielt wurde, hauptsächlich von D&W. Und ich meine, dass du damals als Kind nicht da reingekommen bist. Das ist richtig. Vieles kann ich mich auch nur von hören erinnern. Die D&W-Show im Keller tatsächlich, ja. Aber da war sie schon in einer anderen Atmosphäre, sodass jeder sie genießen konnte. Das hat dann auch in der Halle stattgefunden mit Rahmenprogrammen und alles, was dazu gehört. Ja, das waren die verrückten Zeiten. Oder es gab verschiedene Themen in der Halle. Es gab komplette Kulissen, die gebaut wurden. Besondere Fahrzeuge von Staatsgrößen. Es gab immer viele spannende Themen, wie bisher auch. Aufhänger und so weiter. Ich habe immer hier meinen Aufhänger. Schöne Brücke. Wir werfen jetzt erstmal den Blick in den Rückspiegel. Wir sind hier im Automobil quasi. Und zwar zu dir, Werdegang. Du bist ein Baujahr 81. Und das nächste begrüße ich als Essener natürlich sehr gebürtig aus Essen und lebst in Essen, Herr Nachbar. Dann. Du hast erstmal eine Ausbildung zum Kaufmann Bürokommunikation 98 bis 2001 gemacht. Bei der Messe Essen schon direkt. Dann gleichzeitig, aber dann auch länger schon die Projektleitung Motorsport bei der Essen Motorshow verantwortet. Bis 2009. 2010 bis 2014 Ausflug in andere Unternehmen im Bereich Marketing. Das ist mit Sicherheit hilfreich in deinem Job. Und dann 2014, 2015 Projektmanager Messen und Ausstellung generell bei der Messe Essen. Und bis jetzt schon seit 2015 wirklich der Projektleiter der Essen Motorshow. Und bis da zeichnest du da verantwortlich sozusagen. Nicht schlecht. Ja, das ist richtig. Faszinierend, wenn man das noch mal so passieren lässt. Ich werde es nicht vergessen. Ich habe im Jahr 1998 tatsächlich meine Ausbildung zum Kaufmann für Bürokommunikation begonnen. Ich war noch keine 18, tatsächlich noch mit 17 Jahren. Und bin auch direkt ins Team der Essen Motorshow gekommen. Mit den damaligen handelnden Leuten. Herrn Schöller, der Erfinder im Grunde genommen von der Essen Motorshow. Mit vielen Personen im Hintergrund. Das war eine ganz spannende Zeit. Einfach mal hinter die Kulissen gucken zu dürfen. Wie wird so eine Messe organisiert? Was hängt da alles dran? Braucht man wirklich ein ganzes Jahr Vorbereitung? Ja, und in der Ausbildung habe ich dann halt schon viel, viel Einblicke bekommen. Viel kennenlernen dürfen. Viele Persönlichkeiten aus unserer Branche kennengelernt. Also es war eine ganz, ganz spannende Zeit. Habe dann natürlich meine Ausbildung auch erfolgreich abgeschlossen. Wusste dann kurzfristig noch schnell zum Zivildienst. Bin aber dann nachmittags trotzdem noch ins Büro gefahren zum Messeessen. Und habe wieder mit dem Team da gesessen und gefachsimpelt über die verschiedenen Themen. Weil das Thema lässt einen nicht los. Wenn man einmal drinsteckt und es ist immer neue Technologien, neue Produkte. Ich brauche es dir nicht sagen. Wir haben uns auch so viel getroffen. Und es macht einfach immer wieder Freude, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Und über das Thema Auto kommt man einfach ins Gespräch. Absolut, absolut. Also da sind wir voll auf einer Wellenlänge. Und deswegen bin ich ja auch so happy, dass wir jetzt seit einigen Jahren. Ich habe ja viel im Autohandel gemacht und gearbeitet. Und da hast du beruflich nicht so viele Touchpoints mit der Essen Motor Show. Und das hat sich aber Gott sei Dank irgendwie auch gelegt. Da war mal ein Händler einer großen Marke, der häufiger was mit euch gemacht hat. Und dann habe ich wieder ein bisschen mehr beruflichen Kontakt auch zu euch gekriegt. Und dann haben wir auch mal die Schnittstelle gefunden, uns auf Events getroffen. Das ist ja wirklich ein toller Austausch. Und jedes Mal, wenn wir uns sehen, dann muss ja erstmal irgendwie Klatsch und Tratsch. Und was auch immer, was in der Branche so abgeht, mal ausgetauscht werden. Und ja, das nur am Rande. Ja, echt. Ja, die zweite Stufe des Rückblickes im Grunde genommen. Ja, dann Motor Show in verschiedensten Variationen. Projektleitung für den Motorsportbereich. Ich werde es nicht vergessen, 2008 die Motorsport Arena ins Leben gerufen mit einer Live-Präsentation innerhalb der Veranstaltung, wo wirklich Drift-Autos durch die Halle fuhren oder auch Motorsport-Fahrzeuge. Oder sämtliche Fahrzeuge, die ja wirklich live fahrend in der Halle präsentiert wurden. Das war ein ganz wichtiger strategischer … eine strategische Weiterentwicklung der ersten Motorshow, weil man da schon Veränderungen im Bereich Gästen wahrnehmen konnte. Ja, dann bin ich tatsächlich kurzfristig mal 2010 bis 2014 auf die andere Seite gegangen. Und zwar im Bereich Marketing für internationalen Messebau, Standbau. Und durfte das mal oder wollte es auch einfach mal kennenlernen. Was steckt eigentlich dahinter, aus Kundensicht, bis so ein Messestand dann wirklich auf den verschiedensten Messen steht? Oft viel in unserer Branche auch für Größen, die Standkonzepte, Umsätze von Erstgesprächen über die Ideen, die der Kunde letztendlich verwirklichen möchte auf seiner Standfläche. Das hat mir wirklich noch mal ganz andere Einblicke in die Messewelt gegeben. Tolle Einblicke auf wirklich unabhängiges Messeplatz, internationale Messebeteiligung, ob auf der Dubai Motorshow oder Abu Dhabi Motorshow, aber auch in Genf und IAA und alles, was dazu gehört. Also wirklich eine ganz, ganz tolle Zeit. Somit hat man natürlich auch nie den Kontakt verloren zum Team der ersten Motorshow und auch zu Hause der Messeessen. Bis halbwegs dann 2014 wieder zurückgekommen bin zur Messeessen mit einem tollen Team im Hintergrund. Und seitdem trage ich die Verantwortung für die ersten Motorshows. Aber wie gesagt, auch da ganz wichtig, ich bin keine One-Man-Show. Ich habe ein ganz, ganz tolles Team im Hintergrund, weil alleine ist das Ganze nicht stemmbar. Und die Damen und Herren sind hochmotiviert. Wir sind die Haarspitze und das macht einfach ÖK. Ja, geil. Ja, absolut. Also dich darf man durchaus auch ein Eigengewächs der Messeessen nennen, würde ich sagen. Also immer, wenn wir sprechen, du versprühst da immer so ein, ich wollte gerade Optimismus sagen, das ist aber gar nicht so richtig. Also du bist ja voll into the Game, das ist ja voll deins. Ich habe noch so viele Fragen, aber das machen wir gleich. Erst mal ganz kurz eine Zwischenfrage. Was waren denn so die aufregendsten Gäste, die ihr mal da hattet? Kannst du da was sagen, in Person und als Auto? Jetzt wird es schwierig. Ja, das ist wirklich schwierig. Wenn ich so zurückblicke auf die jeweiligen Jahre. Jedes Jahr hatte was Besonderes. Jeder Gast war besonders. Besondere Fahrzeuge. Also es gibt so eine breite Masse, ob es wirklich Persönlichkeiten aus dem Musikbereich waren, die wirklich sehr eigen waren. Oder du musst ja auch vieles lernen, wenn du dann wirklich einer Persönlichkeit, ich weiß gar nicht mehr, wer es war, aber eine Sängerin war es meiner Meinung nach. Das war der Foto- und TV-Wundgang auf der Mutterschau. Sie sollte sich auf ein spezielles Fahrzeug setzen. Ich habe dann gesagt, nein, nein, das darf ich nicht, weil Verträge mit anderen Marken, obwohl das Auto so schön ist. Und das lernst du dann natürlich. Es kommt immer wieder was Neues dazu. Das macht den Job halt auch so mega interessant, weil kein Tag ist wie der andere. Du weißt morgens nicht, wie der Tag endet. Du weißt nicht, was passiert. Und verschiedene Notizen an einem Tag. Ich kann jetzt gar keine rausfinden, vor allem im Formel-1-Landfahrer zu treffen. Für mich war es ein Highlight damals, Niki Lauda zu treffen. Das hat wirklich Stirling Moss, von dem ich mir so ein Autogramm geholt habe, wo ich immer etwas zurückhaltend bin, weil ich mir denke, Beruf. Und dann fragst du nach einem Autogramm. Das ist so, ah, das kann schnell in die falsche Richtung gehen. Aber bei manchen Personen, ich kann es nicht lassen. Und ich bin dann wirklich stolz, sie auch zu sehen und auf deiner eigenen Veranstaltung begrüßen zu dürfen. Und das waren wirklich schon so Treffen, die mir den Eindruck hinterlassen haben, doch, muss ich wirklich sagen. Also das mit dem Autogramme holen zum Beispiel, bin ich auch nicht so ein Typ. Ich habe mal irgendwann in Düsseldorf in einem Restaurant gestanden und hinter mir stand ein deutscher Fußball-Nationalspieler. Ich weiß gar nicht mehr, wer es genau war. Und ich habe es gemerkt, weil hinter mir so ein bisschen Aufruhr war. Und dann drehte ich mich so um und dachte, ja, das ist irgendwie der und der. Und dann war eine Freundin dabei und sagt, hey, so ein Fußball hier, so ein Nationalspieler und so. Und ja, okay. Und dann damals, es gibt so ein Fußball-Tippspiel, Kommunio, vielleicht sagt der dem einen oder anderen was. Da hast du so virtuelle Vereine und kaufst halt so Spieler zu und die kriegen dann Noten vom Kicker und sowas. Und dann hatte ich auf einmal so eine Frage und drehte mich um. Ich sage, sag mal, kann ich dir was fragen? Und er war schon so, ja. Und ich so, sag mal hier, kennst du dieses Spiel? Sagt er, ja klar. Ich so, spielt ihr das alle? Sagt er, ja klar. Ich so, hat man dann sich auch selber? Hat er voll angefangen zu lachen und sagte so, man versucht es und wenn man sich nicht selber hat und ein Kollege hat dich, die verkaufen sich nicht untereinander, das ist dann immer Beef. Und dann haben wir echt gelacht und haben uns umgedreht und weitergequatscht. Also das ist so, ich weiß nicht, das ist ganz selten, dass ich mein Autogramm mal irgendwie, ja, ich war auch vor Jahren bei euch, gab es im Rahmenprogramm am Vorabend doch, glaube ich, so ein Award von einer Autobild, glaube ich. Richtig, die Race Night. Die Race Night. Die hat stattgefunden, immer freitags abends. Da bin ich mal so reingerutscht und war dann auch nachher, wie hieß denn nochmal der Formel 1 Kommentator mit den bunten Klamotten? Kai Ebel. Kai Ebel, genau. Irgendwie bin ich an Kai Ebel geraten und wir haben da irgendwie ein paar Bier getrunken und war total nett. Wir kannten uns überhaupt nicht. Und dann kamen aber auch alle vorbei, die Rang und Namen hatten. Alle. Und ich stand so einfach neben ihm und wir haben auch einfach mit allen gequatscht. Total witzig. Ja, eine tolle. Die Race Night war immer ein ganz, ganz tolles Produkt. Es war im Grunde genommen die Erstveranstaltung auf der Hessen Motorshow mit Freitagabend, Beginn mit dem Pressetag und der Jahresabschluss für die gesamte Branche, ob Motorsport, Automobil oder auch Tuning. Alle Größen haben sich dort getroffen von John Todd. Jedes Jahr andere Menschen, die da waren, die auch geehrten wurden für ihre Leistungen in den Motorsport oder auch Designer Zagato war mal da und hat einen Ehrenpreis gekriegt für ein Designfahrzeug. Und solche Leute zu treffen, ich bin einfach jedes Jahr aufs Neue dankbar, das machen zu dürfen und machen zu können. Weil ja, es ist einfach, es sind besondere Momente. Es sind wirklich besondere Momente, solche Menschen kennenzulernen, die dann auf deiner Messe sind und wirklich begeistert sind und sagen, schön, dass es das in der Form gibt. Ja, also ich gefühlt, weiß nicht, was du dazu sagen kannst, so vor Corona noch ist es ein bisschen ruhiger geworden, gefühlt. Ich persönlich um die Motorshow dachte ich so, das ist ein bisschen, ich weiß nicht, wir hatten ja vor Corona noch ganz andere Diskussionen in der Öffentlichkeit. Die Regierung wollte am besten die Abschaffung des Individualverkehrs, des Autos E-Böse, Dieselgate und was weiß ich, den ganzen Zirkus. Und dann haben ja auch in der Breite immer alle, ja, das Auto und la, la, la. Und jetzt sieht man ja irgendwie, die letzten zwei, drei Jahre sind ja unglaublich gut besucht. Ja, das stimmt. Natürlich, klar, vor Corona waren die Diskussionen auch auf einem anderen Level, würde ich behaupten. Und wir waren gerade mittendrin, Verbrenner aus, jetzt neue Elektromobilität oder nur noch Elektromobilität. Also es waren schon krasse Einschläge, die da auch dazu gekommen sind. Oder auf die gesamte Branche und auf den Nutzer eines Autos, in welcher Form auch immer. Und ja, dann kam leider gut das Corona und die Corona-Zeit hat uns allen gezeigt, wie schnell auch mal was in die andere Richtung gehen kann und wie schnell wir aus dem Alltag gerissen werden letztendlich. Und jetzt hat es sich Gott sei Dank wieder beruhigt und klar, natürlich viele Veranstaltungen oder einige Veranstaltungen, die Marktbegleiter sind, haben die Corona-Zeit nicht überlebt, haben vielleicht auch strategische Fehler gemacht in der Zeit, wo man den Fokus setzt. Wir sind eigentlich mit der ersten Motorschraube den Fans und der Branche treu geblieben, haben immer gesagt, Technologie, Vielfalt und Offenheit, selbstverständlich gerne der Markt. Der Fan soll entscheiden und letztendlich auch die Kunden. Und wir geben das nicht vor, wir werden das nicht reglementieren, sondern haben einfach Spaß am Produkt, in welcher Art und Weise auch immer. Die Fans sollen die Hallen betreten und ein Lächeln im Gesicht haben und sagen, wow, das ist genau das, was ich noch nie gesehen habe, was ich sehen darf, was ich schon immer sehen wollte. Da gibt es so viel. Ich stelle mich morgens auf in den Eingangsbereich, immer noch nach so vielen Jahren, und lasse es einfach auf mich wirken. Und dann kommen wirklich Fans, unabhängig Alter, Größe, Sonstiges, und stehen wirklich da an. verschiedene Produkte und haben ein Lächeln im Gesicht und haben gesagt, das habe ich noch nie gesehen, das wollte ich sehen. Das ist im Grunde genommen die gesamte Arbeit. Ja, absolut. Es macht jedes Jahr immer, immer Spaß dabei zu sein und ich habe auch immer irgendwie das Glück, dass ich auch am ersten Tag oder auch mal die ein oder andere Standparty abends mal genießen darf, wo es so ganz besondere Momente gibt. Klar, wenn es samstags oder sonntags ist, ist die Messe einfach voll, knüppelvoll, machen wir uns nichts vor. Aber ich hatte in den letzten Jahren häufiger das Glück, dass ich irgendwie abends noch da war, bei irgendeinem Stand oder so und dann Ruhe einkehrte und man dann zwischen den Ständen, zwischen den Autos so Ruhe genießen durfte. Oh Gott, das versteht jetzt wahrscheinlich keiner außerhalb der Branche. Das ist einfach schön. Ja, das sind tolle Momente und ich habe auch ein Standparty auch. Jedes Jahr eigentlich gehe ich halbtags morgens, bevor die Messe öffnet, wirklich sehr, sehr früh mit meinem Team nochmal durch die Messe ein, um zu gucken, ob alles taco ist und wirklich so aussieht, dass man sich freut, wenn es losgeht. Und wir gehen wirklich sehr, sehr früh durch die Messe ein und lassen das alles überwinden, weil in der Aufbauphase, du siehst, alle kommen von allen Ecken, alle bauen Tonnenstände auf, da kommen die Karten an einen gewissen Tag und sind noch abgedeckt. Vieles sehen wir dann natürlich auch erst am Freitag. Und du kannst einfach diese Ruhe genießen und das einfach alles mal wirken lassen, wo du wirklich ein Jahr drauf hingearbeitet hast und was die Aussteller tolles mitgebracht haben. Weil klar, am Ende des Tages, wir vermarkten Standfläche in den Messehallen. Das Geschehen drumherum, den Erlebnischarakter dort reinzukriegen und das Bespielen und interessante Produkte mitzubringen und Highlights, die noch keiner gesehen hat, das liegt ja bei den Ausstellern und die kennen wir im Paufeld oft auch nicht. Und wir lassen uns wirklich begeistern dann am Freitag und sehen dann halt die ersten Produkte oder die Neuheiten oder auch wirklich Premiere, die erstmalig zu sehen sind. Und das macht wirklich sehr, sehr viel Spaß. Das kann dir keiner nehmen und das ist immer wieder etwas Besonderes. Und unsere Branching ist ja eigentlich ein Geschenk, weil es tut sich so viel. Es gibt immer wieder etwas Neues, unabhängig des Antriebs oder sonstigen Sachen. Es gibt wirklich Spaß am Produkt und an neuen Trends. Du hast das gerade schon so ein bisschen erwähnt. Deine aktuelle Position, Projektmanager oder Projektleiter für die ersten Motor Show. Beschreib uns doch mal, was tust du da eigentlich? Also wie viel früher geht es los? Gib uns doch mal so einen Eindruck, wie sehr dich das einnimmt und wie lange das braucht. Und im Detail, was ist dein Daily Doing? Ja, das ist eine spannende Frage. Die kommt mir immer ganz, ganz oft drauf, wenn wir in Benzin gespielt sind. Ich kann es einfach mal aktuell beschreiben, weil wir sind ja jetzt gerade Ende Juni dran. Wir haben jetzt diese Woche Anmeldungsschluss für die kommende ersten Motor Show. Arbeiten aber auch zeitgleich jetzt schon an der Kampagne 25. Weil alles für 25 muss im Grunde genommen spätestens August, September stehen. Also wir sind quasi schon ein Jahr im Vorfeld wieder dran mit der Ausrichtung Key Visual. Das heißt das Hauptmotiv, wie wollen wir nach außen hin wirken. Weil mit Beginn der ersten Motor Show 2024 wollen wir natürlich auch direkt schon ein Zeichen setzen für die kommende Veranstaltung. Das heißt Medial, Banner, man sieht die Anmeldung, Unterlagen für die Aussteller, da hängt so viel dran. Ja und letztendlich mache ich mit meinem Team wirklich alles von A bis Z. Wir entwickeln die Kampagne, wir entwickeln die strategischen Themen. Wir setzen uns immer nach der Motor Show direkt zusammen, fachsimpeln über das, was passiert ist, konstruktive Kritik, nehmen uns die Ausstellungs- und Besucherbefragungen an, gucken rein, wie haben die Besucher unser Produkt bewertet, was war toll, welche Themen wollen sie in Zukunft sehen. Das werten wir wirklich alles aus oder auch die Rückfragen der Aussteller oder auch Anregungen der Aussteller nehmen wir uns wirklich zu Herzen, gehen dann in unser Strategien-Meeting, schließen uns wirklich zwei, drei Tage komplett ein und beraten uns für die kommende Veranstaltung. Jetzt sagen viele natürlich im Januar, das ist doch ein bisschen früh. Nein, weil dann ist es noch frisch, da kommst du wirklich gerade von der Veranstaltung aus dem Dezember raus, kannst wirklich nochmal in die Details gehen und hast im Grunde genommen im Januar, Februar direkt den Fahrplan für die Veranstaltung im kommenden Jahr. Und unabhängig davon, dass du dich tagtäglich auf neue Rahmenbedingungen einlassen musst oder Diskussionen in der Branche, das ist davon ungewohnt, aber im Grunde genommen brauchst du ja einen Fahrplan. Welche Themen in welchen Hallen präsentiert werden, wo gibt es Verbesserungen oder welche Jubiläen werden mit aufgenommen. Die Mutterschau macht ja auch viel aus, dass du wirklich auch als Besucher oder als Fan kommen darfst, wenn du nicht unbedingt ein Auto hast. Du sollst ja auch angesprochen werden, wenn du kein eigenes Auto besitzt, sondern einfach die Vielfalt kennenlernen solltest. Das machen die starken Sonderschauner aus, die festgeplant sind. Letztes Jahr war es 75 Jahre Nesca, ein starkes Jubiläum. Keiner hat es gefeiert in Deutschland und Europa. Und wir haben gesagt, Mensch, 75 Jahre Nesca, das ist ein Highlight. Ob jetzt Essendorfer oder Fans, die grundsätzlich anreisen, wer hat schon mal wirklich die Möglichkeit, Nesca-Fahrzeuge daneben zu stehen, sich zu fotografieren, diese Fahrzeuge zu bewundern. Das sind alles so Themen, die wir wirklich machen. Besucheransprachen, Ausstelleransprachen, Werbekampagnen, viele Veranstaltungen besuchen. Wir sind das ganze Jahr unterwegs auf Branchenveranstaltungen, auf anderen Veranstaltungen, um die Szene zu treffen, um ein Rohr zu haben für die Szene. Wenn es Bewegungen in der Branche gibt, wollen wir natürlich die Ersten sein, die es mitkriegen und direkt auch in die Veranstaltungen, in die kommende Veranstaltung mit einfließen. Vielfältig, aber schön. Also stets beschäftigt, aber sehr vielfältig. Das ist echt cool. Wir haben uns in den letzten Monaten ja immer mal unterhalten und ich schätze wirklich deine klaren Worte. Von daher möchte ich gerne mal reingehen ins Thema. Wird die Essen Motor Show die letzte Bastion sein, wo aktuelle und moderne Verbrenner und die Tuningbranche drum herum ausgestellt werden? Seid ihr das? Richtige Frage. Wenn man sich das im Moment anguckt und du bist ja auch viel unterwegs und sprichst mit vielen Experten, was man so mitbekommt, ob jetzt in Deutschland oder Europa. Ja, man könnte tatsächlich im Moment sagen, wir sind die Letzten, die tagtäglich dafür kämpfen, diese Unabhängigkeit zu präsentieren und den Menschen einfach Fahrzeuge zu präsentieren, wo der Antrieb egal ist, sondern einfach die breite Masse. Ja, ich hoffe natürlich nicht, dass das so kommt, weil wir sitzen alle im gleichen Boot. Wir wollen weiter Begeisterung schaffen mit der Messe. Die Aussteller wollen natürlich auch weiter Geld verdienen, weil es ein interessantes Produkt gibt. Im Moment sieht es so aus, aber ich hoffe, dass sich das auch mal schnell wieder ändert und in eine andere Richtung geht. Okay. Ja, es ist sowieso ein sehr buntes, heikles, umfangreiches Thema. Von daher, jetzt müssen wir mal gucken. Ihr habt es gerade im Hintergrund gehört, da hat es geschellt. DPD oder DHL? So läuft das halt. Ja, genau. Ja, Verbrenner und da ist sowieso viel los, wie sich das weiterentwickeln wird. Und ich glaube, in den letzten Jahren sind ja auch die ersten Aussteller dabei gewesen, die Elektrofahrzeuge bei euch hingestellt haben. Es gibt auch letztes Jahr die Präsentation, vorher der Pressetermin waren ja auch E-Autos dabei, die getunt waren. Das ist vollkommen wichtig. Ich hatte ja eingangs schon gesagt, dass wir uns innovations- und technologieoffen präsentieren wollen. Und ja, wir haben ja immer den Foto- und TV-Termin, weit im Vorfeld der ersten Motorshow, um den Pressevertretern, den Medien schon mal einen Ausblick zu geben auf die kommende Veranstaltung. Wir nehmen immer eine gewisse Anzahl von exklusiven Fahrzeugen, die wir schon mal präsentieren, mit den Ausstellern zusammen natürlich. Und sehen in den letzten Jahren natürlich auch eine Entwicklung, dass auch Elektrofahrzeuge oder auch Hydraulikfahrzeuge oder Wasserstofffahrzeuge daran teilnehmen. Aber dann auch schon in einer ganz besonderen Art und Weise, vielleicht mit den ersten Bodykits, mit besonderen Räder-Reifen-Kombinationen. Also auch wirklich die Spaß vermitteln und auch zeigen, naja, das Thema Elektromobilität ist ja nicht uninteressant. Und die Innovationen, die dahinter stecken und auch die Connectivities und alles, was daran hängt, ist ja super interessant. Und das wollen wir natürlich auch vermitteln, aber ohne Zwang und ohne Auflagen. Weil auch da wieder auf der ersten Motorshow einfach der Fan natürlich mal zu diesen Produkten gehen soll und sich einfach mal reinsetzen kann in diese Autos und mit der Connectivity spielen kann. Und seine Fragen einfach mal ohne Angst platzieren zu können oder in Gesprächen zu kommen mit den Ausstellern. Ja, ich finde das auch eine super interessante Entwicklung, aber wie gesagt, ohne Zwang und ohne Vorlage. Wie stehen die Automarken der Motorshow gegenüber? Ich sage mal, deutsche, asiatische E-Autos dürfen ausgestellt werden, das ist ja ganz klar. Aber wie ist denn da so der Stand der Dinge? Ja, also auf der letzten ersten Motorshow ist natürlich ganz klar, dass wir noch das Fahrzeug auf der ersten Motorshow haben. Gerade im Motorsport-Bereich gibt es ja auch noch nicht so ganz so viele andere Alternativen. Aber wir merken auch, wir gucken uns das natürlich an oder ich erfasse das auch jedes Jahr mit meinem Team natürlich, weil es uns auch interessiert. Weil es letztendlich auch wieder in die Strategie der kommenden Veranstaltungen natürlich mit einfließt. Die Anteile der alternativen Antriebe wird mehr. Aber ich sage das mal, nicht das klassische asiatische E-Auto steht da, sondern vielleicht auch schon in der ersten Variante mit einer optischen Tuning oder ein deutscher Tuner. Oder wer auch immer hat sich daran getraut und es schon so modifiziert, dass es wieder interessant aussieht. Oder auch wir haben ja die Tuning Experience auf der ersten Motorshow. Das ist ein Sonderthema, wo rund 160 Privatleute aus ganz Europa oder egal wo sie herkommen, sich bewerben dürfen, ihre Leidenschaft letztendlich der Community zeigen zu dürfen. Und da sehen wir auch, dass es wirklich Modelle gibt, wo die Hersteller von Elektroautos hingehen und mit diesen Fans in die Kommunikation gehen und begeistert sind von diesen Umbauten, die die Privatleute umgesetzt haben. Also das macht wirklich Freude zu sehen, dass man einfach eine unabhängige Plattform hat, wo man in diesen Austausch geht. Also es ist echt spannend und macht auch Freude. Also ganz klar. Okay, dann Automarken selber. Ich frage ja schon fast ungern. Nicht das geilste Thema, oder? Ich formuliere das mal, ich hau es mal raus. Ja, hast du vollkommen recht. Es ist eigentlich traurig, weil auch da wieder die Fans, jeder fährt ja eine gewisse Marke, weil er sich mit der Marke identifiziert. Du hast gesagt, du schätzt die klaren Worte. Ich bin wirklich da komplett offen und sage auch immer nicht nur, was ich denke, sondern was ich natürlich auch vertreten kann. Aber es ist doch so, jeder fährt auch seine Automarke, weil er sich damit identifiziert, weil er Spaß an dieser Marke hat. Und dann sage ich doch auch, dass die Hersteller eigentlich Danke sagen müssten, gerade auf so Messen, um den Fans eine Plattform zu bieten, wo sie sagen, Mensch, schön, dass es euch gibt, schön, dass ihr auf unserer Marke fahrt und das wollen wir euch ein bisschen wieder zurückgeben. Und das ist im Moment leider nicht der Fall. Und ja, Automarken tun sich sehr, sehr schwer, Messen zu bestücken. Ich kann es auch nicht nachvollziehen, das ist ein schwieriger Weg. Und du hattest es auch vorhin mal angedeutet, es ist heutzutage vielleicht auch ein neuer Weg, Händler anzusprechen. Weil letztendlich der Händler möchte Autos verkaufen, der liebt das und muss seine Runde machen, will er auch und soll er das doch tun. Weil wenn begeisterte Fans zu ihm kommen und sagen, wow, das neue Produkt, was du mitgebracht hast, das interessiert mich. Dann befindet man sich ja quasi schon in einer Geschäftsanbahn und dann muss man das doch umsetzen. Und dann kann der Händler doch sagen, Mensch, jetzt gehen wir mal runter in die Tiefgarage, da stehen nämlich Autos, die du hier Probe fahren kannst. Und wenn doch Emotionen da sind, dann muss ich sie doch abholen. Und das haben meiner Meinung nach die Hersteller aktuell nicht so richtig verstanden oder sie nehmen es nicht, warum auch immer. Und ich hoffe, dass wir mit der aktuellen Diskussion, die ja täglich geführt wird, dass wir wieder in eine richtige Richtung kommen. Dass man sich nicht schämen muss, das Wort Verbrenner anzusprechen, sondern der Fan einfach wieder wertgeschätzt wird, wenn er gewisse Marke und Produkte interessiert. Ich weiß nicht, ob es stimmt, aber die letzten Jahre waren bei euch besuchertechnisch sehr, sehr gut. Wenn ich schaue, die Eifel, das 24-Stunden-Rennen, ist auch super besucht, trotz schlechtem Wetter. Das ist komisch, ne? Nein, das ist nicht komisch. Das ist genau das Tolle daran, dass die Fans diese Veranstaltungen lieben und durch ihre große Vielzahl einfach zeigen, dass sie sich dafür interessieren. 24-Stunden-Rennen, ich bin selber immer vor Ort, weil es das Motorsport-Event ist in Deutschland und Europa, leider dieses Jahr. Leider. Aber man sieht doch, dass das Thema Auto Menschen begeistert. Und Menschen in einer großen Masse begeistert. Ob es jetzt die Motorsport-24-Stunden-Rennen oder die Motorrad-Superbike-Veranstaltung ausverkauft. Das sind doch alles Zeichen, die wir als Veranstalter nutzen müssen, um zu sagen, es ist natürlich alles nicht mehr einfach, aber es macht trotzdem Spaß. Und am Ende kriegen wir einen unheimlich großen Dank zurück von den Fans, dass wir tagtäglich an so einem Produkt arbeiten. Und tagtäglich mittlerweile auch dafür kämpfen, dass es das weitergibt. Absolut. So soll das sein. Ich bin vorhin so in Stocken geraten, weil ich es nicht verstehen kann, dass es in den Medien, in der breiten medialen Welt, wird das so abmoderiert, dieses Mobilitätsthema, oder dass die Menschen gerne Autos fahren, sagen wir mal so. Und dann gibt es halt solche Events, solche großen Events und die haben Zuschauerrekorde. Das ist komisch. Also ich bin da immer ein bisschen sprachlos, weil das ist so einseitig. Und solange man da einfach technologieoffen drüber nachdenkt, ist doch alles fein. Hast du vollkommen recht. Es gibt ja auch genug Beispiele, die uns zeigen, wie schlimm das Ganze geworden ist. Und da freue ich mich als Veranstalter oder Projektleiter, der Motor schon erzählt, auch nicht drüber. Ich bin früher auch als kleiner Junge immer zum Beispiel zur IAA gefahren. IAA war eine Veranstaltung, die über die Landesgrenzen hinaus bekannt war für die neuesten Produkte, kombiniert mit du konntest Formel 1-Weltfahrrad treffen. Also wirklich auch eine Veranstaltung, die Spaß gemacht hat, wo man gerne hingefahren ist, weil man viel mitnehmen konnte. Ja, und dann, wir hatten es vorhin angesprochen, wobei Corona da gar keine Rolle spielt, sondern eher die strategische Ausrichtung dieser Veranstaltung. Man hat sich dann auf einmal auf andere Themen eingelassen. Man hat die strategische Entwicklung auf andere Produkte fokussiert, bis hin, dass man Verbrenner verboten hat auf dieser Veranstaltung. Und wir jetzt alle gesehen haben, was daraus geworden ist. Das darf es einfach nicht geben. Das ist wirklich krass. Das freut mich nicht als Essen Motor Show, sondern ich finde es einfach erschreckend, wie wir uns mit dem Thema positionieren und wie schnell wir so starke Themen aufgeben, kampflos aufgeben, dass es kein Wörtherseetreffen mehr gibt. Ja, das ist ja kein Einzelschicksal. Ihr Arbeit ist im Grunde verboten. Jetzt haben wir beim 24-Stunden-Rennen die schreckliche Nachricht erhalten, dass der Genfer Automobilsalon abmoderiert wurde. Ich glaube, du warst auch ein paar Mal da in Genf. Wir haben uns auch mal getroffen. Eine tolle Veranstaltung, wo wirklich auch der Spaß im Vordergrund stand. Eine Pipe mit extrem hoher Kaufkraft. Das sind alles keine guten Signale. Wir müssen uns einfach wieder darauf fokussieren, was wir können, wo wir stark sind, welche tollen Technologien wir haben, welche Vielfalt es mittlerweile gibt. Das ist einfach wieder Spaß. Und dass wir stolz darauf sein können, was wir fahren können und was wir fahren dürfen. Ich meine, die Möglichkeiten liegen ja auf dem Tisch, wenn du ein sportliches Auto hast, wenn du dein Auto mal in eine Geringsituation bringen willst, darfst du mit deinem Auto zum Nürburgring fahren, auch über die Nordschleife fahren. Das sind doch Sachen, die begeistern und die Spaß machen und wie viele Menschen das wahrnehmen. Ich würde mir einfach wünschen, dass es wieder mehr Veranstaltungen gibt, die das leben, damit wir einfach wieder den richtigen Weg einschlagen. Wir nehmen jetzt den Blick aus dem Rückspiegel raus und machen das Fernlicht an, gucken nach vorne. Da dein Job ja fast ausschließlich mit Automobilen zu tun hat, habe ich mal, ja, und lassen es mal ganz offen und abstrakt über die Zukunft des Automobiles sprechen, da habe ich so ein paar Stichpunkte, die wollte ich mal hochwerfen. Das eine oder andere haben wir vielleicht gerade schon hier und da angesprochen, würde ich einfach mal hochwerfen. Zukunft des Verbrenners, ganz allgemein. Ja, der Verbrenner wird eine Zukunft haben, wir werden auf den Verbrenner, meine persönliche Meinung ist, wir können auf den Verbrenner nicht verzichten, wissen wir aber auch gar nicht, weil wir einfach Begeisterung schaffen können durch eine Vielfalt der Mobilität, sodass jeder auch mal andere Wege ausprobieren kann und für sich entscheiden kann, Mensch, was ist denn im Alltag das richtige Auto für mich? Also ich finde es spannend, was es mittlerweile alles gibt und welche Begeisterung auch diese Autos aufrufen, aber wie gesagt, der Verbrenner wird im Alltag eine Zukunft haben. Tuning von Elektroautos. Das ist ein spannendes Thema. Ja, da öffnen sich ja ganz neue Märkte und ganz neue Positionen, weil im Moment ist es ja so, wenn wir im Alltag ein E-Auto sehen, sieht es bestens wirklich noch aus wie ein E-Auto. Ich glaube, da gibt es auch unheimlich viele Möglichkeiten. Wir fangen im Grunde genommen bei null an, wie früher bei unserem klassischen Verbrenner, der ja auch nicht von heute auf morgen getunt für die Straße gefahren ist. Und es gibt die ersten Hersteller, die sich das Thema an dem Modell auch fokussieren und es öffnen neue Türen. Ich glaube, da gibt es noch viel Spannendes. Erst wenn von Fiat viel Design auf den Markt kommt, wo wir demnächst auch sagen werden, wow, guck mal, wo auch Freunde waren, optisch. Ich sage einfach, was ich denke. Meinst du, wir kriegen die häufig sehr rundgelutschten Zäpfchen wieder schön? Entschuldigung. Es ist noch viel Arbeit. Ich würde sagen, es gibt immer eine Chance, man muss nutzen. Und jetzt genutzt, ich bin mir da sicher. Es wird noch ein bisschen dauern, aber ich glaube, da gibt es auch noch spannende Projekte in Zukunft. Alles klar. Okay, das Auto als Statussymbol und Hobby? Das wird bleiben. Das wird zunehmen im Bereich Hobby. Wir haben gerade darüber besprochen, warum Menschen in so einem großen Alter zu viel fahren. Nicht jeder kann sich einen Supersportwagen, es gibt so viele verschiedene Modelle, leisten. Aber es ist auch schön, diese Autos in Extremsituationen zu sehen. Das heißt, die Menschen fahren dahin, weil es Leidenschaft ist, weil es Hobby ist, weil sie es selber nutzen, weil sie es sehen möchten und das wird weiter bleiben. Das Statussymbol ist natürlich auch ganz klar, jeder möchte sich abheben. Es fängt schon an, wenn wir uns ein Automobil und ein Autohaus aussuchen. Es fängt doch schon bei der Farbe an. Ich nehme aber keine Autos an der Stange, sondern ich möchte da auch meine Ideen präsentieren und meine Wünsche und meinen Geschmack mit einbringen zu lassen. Das geht hin bis zur Felgenkombination. Es ist so viel möglich und ich finde es einfach toll, dass es das gibt. Das wird mehr werden, das wird nicht ablegen, ganz im Gegenteil. Okay, jetzt habe ich noch einen Stichpunkt. Wenn ich den gleich formuliere, kann das vielleicht negativ rüberkommen, aber ich meine das nicht so, weil das eine Marke ist, um die es geht, die ich eigentlich echt im Herzen trage. Das Ende des Audi Motorsport. Schwieriges Thema oder eigentlich ein trauriges. Wobei ich auch da wieder optimistisch in die Zukunft gucken würde. Ein aktuelles Beispiel. VW Motorsport wurde ja auch 2018, 2019 eingestampft. Jetzt gerade laufen Kampagnen, Pressemitteilungen. Wir haben es alle gelesen. VW investiert rund 60 Milliarden, um neue Verbrenner auf den Markt zu bringen, um das Thema wieder in eine andere Richtung zu positionieren. Ich glaube, da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Das Thema Audi Motorsport, weil so viele begeisterte Fans auch wieder diese Marken fahren und das tolle Produkte sind. Das kann man nicht von heute auf morgen einfach aufgeben. Das sollte man auch nicht aufgeben. Und ich glaube, man kann ja auch Fehler machen. Um Gottes Willen, man kann auch Finisher treffen. Kann man ja korrigieren. Richtig, genau. Das ist ja nichts für immer. Vielleicht heißt es schon relativ kurz bis mittelfristig, Mensch, war vielleicht doch nicht der richtige Weg. Und wie sieht das in den nächsten Jahren aus? Schauen wir mal, was da kommt. Also es wäre natürlich toll, wenn es weiter TTRS, RS5, R8 geben würde. Machen wir es mal so. Ich glaube, das wollen alle auf der Welt. Auch da die, die ihn haben, sind glücklich und happy, dass sie ihn fahren dürfen. Und haben auch ein Lächeln im Gesicht, wenn sie Autos bewegen. Deshalb, warum sollte man das jetzt auch von heute auf morgen von der Straße nehmen wollen? Ja, ich wünsche euch viel Erfolg und hoffe einfach, dass es gut wird. Hoffentlich hören welche zu. Ja, ich habe hier noch diverse andere Stichpunkte. Aber so mit Blick auf die Uhr. Gehen wir mal rüber zur klassischen Abschlussfrage. Der Klassiko, den habe ich in letzter Zeit nicht immer drin gehabt. Aber den möchte ich wieder hier und da beleben. Gerade mit Menschen, die so nah an dem Thema dran sind. Wann sitzt du das erste Mal in einem komplett autonomen Auto? Und ich verlängere die Frage. Nicht einfach mal irgendwie so zum Testen. Sondern du bist morgens, willst zur Arbeit. Über eine App rufst du dir ein autonomes Taxi oder was auch immer dein Auto vor die Tür. Und lässt dich dann Zeitung lesend zur Messe essen fahren. Boah, das ist eine verdammt spannende Frage, die du da ausgesucht hast. Auf der einen Seite muss ich sagen, ich möchte das, damit ich das Auto selber bewegen möchte. Aber auf der anderen Seite muss ich auch wieder sagen, ich würde es gerne mal erleben wollen. Wie die Technik ineinander greift und welche Auswirkungen das hat. Wie ein autonomes Auto reagiert. Wir haben es ja jetzt schon im Alltag. Ich meine, die Entwicklung in vielen Bereichen kommt ja auf uns zu. Ich sage nur, der klassische Regensensor. Er arbeitet selten so, wie ich das möchte. Aber wir haben ihn. Ich weiß nicht mal, ob ich das erste Mal in einem Autositz in Deutschland oder anderswo sitze. Aber ich kann dir jetzt kein Ja nennen. Ja, ich würde es gerne mal ausprobieren. Und ich würde es nicht nur testen, sondern wirklich in meinem Alltag auch mal ausprobieren. Ob ich dann Angst habe oder nicht, das kann ich dir jetzt nicht beantworten. Wir haben es ja auch schon bei diesen Flugtaxis oder Taxis, die es gibt. Auch schon ausprobiert. Oder ein autonomer Zug. Wir werden ja immer mehr damit konfrontiert im Alltag. Ja, also was meinst du? Wann ist es soweit, dass du das mal im Alltag erlebst? Ihr müsstet ihn sehen. Mittelfristig in fünf bis zehn Jahren, glaube ich. Okay, alles klar. Ich lasse alle nur raus, wenn eine Zahl gefallen ist. Fünf bis zehn Jahre werde ich es bestimmt mal ausprobiert haben. Ich glaube, das ist ein realistisches Zeitfenster. Alles klar. Ja, Ralf, ganz herzlichen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast. Und dass wir mal entspannt über meine Fragen so am Stück reden können. Weil wenn wir beide uns treffen, normalerweise kommen wir von Stock auf Stein. Das ist immer wieder phänomenal. Das ist echt genial. Ralf, ganz herzlichen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast. Vielen Dank, dass ich hier heute sein durfte. Schönen Gruß an die Hörer. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Es zeigt einfach wieder die Zeit des Bewegungsflugs, weil das Thema einfach so polarisierend ist. Wir haben so viele tolle Themen. Es hat mir wirklich viel Freude gemacht. Ich wünsche euch jetzt allen eine schöne Sommerferien. Sie stehen ja kurz vor der Tür. Es würde mich natürlich freuen, wenn auch deine Hörer zur ersten Motor Show kommen, ob man das wiederfindet, ob die Begeisterung wirklich überschwappt. Genau, wir werben dafür. Okay, dann macht’s gut da draußen. Vielen Dank, dass ihr zugehört habt. Gute Fahrt, wo auch immer ihr uns hört. Macht’s gut, ciao, bis bald.


Diese Episode ist Teil des Podcasts Benzingespräche von Tim Klötzing.