Einleitung

In der neuesten Episode des Podcasts „Benzingespräche“ begrüßt Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, Christian Ach, den Leiter Markt Deutschland bei BMW. In diesem spannenden Gespräch teilt Ach seine beeindruckende Karriere bei BMW und gibt Einblicke in die Herausforderungen und Chancen der Automobilbranche.

Christian Achs Weg bei BMW

Christian Ach begann seine Karriere vor 28 Jahren als Juniorverkäufer bei BMW. Seitdem hat er sich kontinuierlich weiterentwickelt und ist heute für den deutschen Markt verantwortlich. Seine Erfahrungen im direkten Kundenkontakt haben ihm wertvolle Einblicke in die Bedürfnisse der Kunden verschafft, die er heute in seiner Führungsposition nutzt.

Die Bedeutung von Kundenfokus

Ach betont die Wichtigkeit des Kundenfokus in der Automobilbranche. Durch seine jahrelange Erfahrung im Verkauf versteht er die Herausforderungen und Chancen, die sich im direkten Kundenkontakt ergeben. Diese Perspektive hilft ihm, auch in seiner aktuellen Rolle den Kunden in den Mittelpunkt zu stellen.

Erfahrungen bei MINI

Ein bedeutender Abschnitt in Achs Karriere war seine Zeit bei MINI. Dort lernte er die Unterschiede zwischen dem Handel und der Wholesale-Gesellschaft kennen. Die Marke MINI ermöglichte ihm, kreative Ansätze zu verfolgen und neue Marketingstrategien zu entwickeln, die bei BMW möglicherweise nicht umsetzbar gewesen wären.

Persönliche Leidenschaft für Autos

Christian Achs Leidenschaft für Autos begann schon in jungen Jahren. Inspiriert durch die Marke BMW und den Motorsport, entschied er sich für eine Karriere in der Automobilbranche. Diese Leidenschaft treibt ihn bis heute an und spiegelt sich in seiner Arbeit wider.

Fazit

Christian Achs Karriere bei BMW ist ein beeindruckendes Beispiel für kontinuierliche Weiterentwicklung und die Bedeutung von Kundenfokus. Seine Erfahrungen und Einblicke bieten wertvolle Lektionen für alle, die in der Automobilbranche tätig sind oder es werden möchten.


Show Notes & Key Takeaways

Themen:

  • Karriereweg von Christian Ach bei BMW
  • Kundenfokus in der Automobilbranche
  • Erfahrungen bei MINI
  • Persönliche Leidenschaft für Autos
  • Herausforderungen und Chancen der Elektromobilität

Key Takeaways:

  • Christian Ach begann seine Karriere als Juniorverkäufer bei BMW.
  • Der Kundenfokus ist entscheidend für den Erfolg in der Automobilbranche.
  • Erfahrungen im Verkauf sind wertvoll für Führungspositionen.
  • MINI bietet kreative Freiheiten und neue Perspektiven.
  • Persönliche Leidenschaft kann eine Karriere entscheidend beeinflussen.
  • Die Automobilbranche befindet sich in einer Transformationsphase.

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Benzingespräche – der Branche- und Personality-Talk der deutschen Automobilwirtschaft. Der Podcast für und mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind, erzählt zu werden. Es geht um neue und verschiedene Blickwinkel auf die Autobranche und persönliche Meinungen zukünftiger Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, Content-Creator und freier Automarketing-Berater. Kurzer Boxenstopp bei meinem Partner dieser Folge. Claim Plus – Du willst eine einfache und sorgenfreie Schadensabwicklung? Diese soll am besten nichts kosten und Deine Mitarbeiter deutlich entlasten? Claim Plus macht’s möglich. 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Und von daher bin ich da sehr glücklich, dass ich über Umwege den Kontakt zu dir gefunden habe und du erst mal gesagt hast, ja Tim, ich muss mal gucken und dann doch eingewilligt hast, dabei zu sein. Dankeschön dafür. Sehr gerne. Und ich habe ein großes, großes Herz für die Marke BMW, von daher ist es ja gut, dass wir uns heute bei dir treffen. Ja, absolut. Ich habe auch vor kurzem bei LinkedIn Posting gemacht, das kennst du wahrscheinlich auch, da ganz viele Menschen, die auf Elektromobilität umgestiegen sind, die posten so drei Monate in meinem neuen Elektroauto und ich muss berichten, das habe ich mit meinem neuen BMW, was ein Mitglied der M-Familie ist, auch getan. Ich habe die ersten 5000 Kilometer in meinem neuen Fahrzeug hinter mir und muss berichten, was danach passiert ist. Und im Bild von dem Auto von hinten, M3 von hinten, das Ding hatte innerhalb von einem Tag über 100.000 Views, über 1000 Kommentare und Co. Aber nur diese Schwarz-Weiß-Eherei. Also nur, du bist wahnsinnig und wie kannst du nur und die anderen, geil, will ich auch. Ja, das ist ja bei den Elektroautos ähnlich, von total super bis kommt für mich gar nicht in Frage. Aber ich glaube, das ist ganz normal in so einer Transformationsphase, in der wir uns jetzt befinden. Und das ist auch vielleicht gar nicht schlecht und irgendwann wird es sich in die eine oder in die andere Richtung dann auch einrütteln. Ganz genau. Ich bin, wie gesagt, diese Schwarz-Weiß bin ich eh kein Freund von. Das wird sich, wie du gesagt hast, irgendwohin rütteln, sodass jeder seine Mobilität, das passende Angebot hat und besten Falle sich auch alles so gut weiterentwickelt, dass auch alles klimaschonend vielleicht ist. Ja, aber jetzt zu dir. Dem Rückblick vorweggeriffen, du bist jetzt so mehr als ein Jahr auf dem verantwortungsvollen Posten, BMW, Heimat, Heimatmarkt, alles im Griff. In diesen, sagen wir mal, agilen Zeiten oder noch mehr graue Haare? Ich würde sagen, es ist meist im Griff und zunehmend mehr graue Haare, was weniger mit der Funktion, sondern mehr mit dem Lebensalter zu tun hat. Und von daher, wie du sagst, seit eineinhalb Jahren wieder da, hatte ja schon ein paar Jobs vorher im deutschen Markt. Von daher war es ja nur eine neue Rolle in dem gewohnten Umfeld. Und das macht mir Freude und wir sind auch ganz ordentlich unterwegs, was die Marktbedingungen angeht. Von daher geht es mir in der neuen Rolle gut. Das ist schön. Das wollte ich eigentlich hören. Daten war so im klassischen Aufbau von dem Podcast. Ich mache mal erst den Rückspiegel und dann das Fernlicht an den Rückspiegel. Du bist im Baujahr 1975, was ich persönlich sehr angenehm finde, weil das bin ich nämlich auch, geboren in München und lebst in Freising. Du hast von 1992 bis 1995 erst eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann genossen, dann 1995 bis 1999 Studium zum Diplom Betriebswirt. Und du bist im Endeffekt seit 1998 bis jetzt bei BMW, wie ich schon gesagt habe, Juniorverkäufer bis zur heutigen Position. Und das ist ja schon bemerkenswert, weil ich habe ja auch Interviews geführt. Da habe ich gefühlt erst mal eine halbe Stunde die Vita vorgelesen, weil das so viele Steps waren, bis man auf so einer verantwortungsvollen Position ist. Erzähl doch mal. Ja, das erzähle ich sehr gerne. Da musst du mich vielleicht zeitlich in die Schranken weisen. Mein ganzes Leben ist, ich hatte vor allem als Verkaufsleiter, ich war ein paar Jahre als Verkaufsleiter in Stuttgart, unzählige Bewerbungsgespräche geführt für Verkäufer und Backoffice-Kräfte. Und ich muss zu meiner Schande gestehen, ich habe in meinem Leben eine Bewerbung geschrieben und hatte selbst ein Bewerbungsgespräch. Und die Bewerbung kam an und das Bewerbungsgespräch hat dann auch geklappt. Und ich habe einen Arbeitgeber, seitdem ich arbeite und fühle mich auch wohl. Und es ist nicht immer wie im Paradies, das muss man auch ganz klar dazu sagen. Aber in Summe ist es toll für die Marken, die bei BMW sind, zu arbeiten. Und du fängst mit der Junge-Verkäufer-Ausbildung an und mit der fange ich auch gerne an, weil ich fünf Jahre Autos verkauft habe. Und das hilft mir bis zum heutigen Tag in jeder Funktion, weil ich nicht wie der Blinde von der Farbe spreche, sondern weil das, was unser Geschäft ausmacht, nämlich die Interaktion mit dem Kunden, selbst mal habe erfahren dürfen und nicht indirekt, sondern direkt. Und das hat ja ganz, ganz viele tolle Seiten und auch andere. Und von daher ist es was, was mir heute täglich hilft, dass ich über Jahre hinweg und dann noch in anderen Funktionen in der Niederlassungswelt eben den direkten Kontakt mit dem, der unser Gehalt bezahlt, nämlich der Kunde, hatte. Und auch heute in Diskussionen mit dem Handel reden wir viel über Prozesse etc. pp. Und ich versuche immer wieder in diesen Diskussionen den Kundenfokus einzunehmen, weil um den geht es am Ende des Tages. Absolut. Und du warst ja selber im Verkauf, du warst Leiterverkauf. Ich habe es richtig gelesen, dass du auch eine Zeit lang bei MINI oder für MINI zuständig warst? Ja, genau. Ich war ein paar Jahre in München, bin Münchner, habe da Autos verkauft und bin dann nach Stuttgart und hatte so eine Verkaufsleitung. Das war eine tolle Zeit. Erst eine kleine Gruppe und dann ein größeres Team. Das war zu der Zeit, als man in der Niederlassung Verbünde gegründet hat. Das war toll, weil der Verantwortungsbereich immer größer wurde und ich somit habe lernen können, wie es ist, wenn man sich weiterentwickelt in dem größeren Verantwortungsbereich. Das hat mir wirklich große Freude gemacht und war in Summe sechs Jahre in Stuttgart. Das hat mir auch gut gefallen. Viele sagen, das Schönste an Stuttgart ist die Autobahn nach München. Das kann ich nicht bestätigen. Wir haben uns in Stuttgart sehr wohl gefühlt und hatten eine gute Zeit da. Dann war ich dreieinhalb Jahre auf der aktuellen Funktion und dann hat der damalige Deutschlandchef zu mir gesagt, jetzt wäre ich also ausreichend lang unterwegs gewesen, es wäre Zeit, wieder zurück nach München zu kommen und ob ich auch Lust auf eine andere Marke hätte. Da habe ich gesagt, lieber Enge, wenn Sie das wollen, gerne müssen Sie mir nur vorzeitig Bescheid sagen, dass ich die Garage so umbaue, dass der Rolls-Royce reinpasst. Dann hat er zu mir gesagt, für das, was ich vorhatte, sollst du die Garage nicht umbauen, der passt auch so rein. So wurde ich dann verantwortlich für die Marke MINI und das war schon eine Riesenveränderung für mich, weil ich von 1998 bis 2010, also zwölf Jahre, im Handel unterwegs war und für mich der Handel-BMW war. Plötzlich war ich dann in der Wholesale-Gesellschaft, also im Markt Deutschland, für die Marke MINI verantwortlich und das war so, als hätte ich das Unternehmen gewechselt. Also ganz andere Prozesse, wie kriegt man Händler befähigt, motiviert, Autos zu verkaufen, Marketing, Produktmanagement und das fiel mir die ersten drei Monate wirklich schwer, in diesem neuen Umfeld gut zurecht zu kommen. Und im Heckwasser betrachtet war die MINI-Zeit eine super Zeit. Irgendwann habe ich dann verstanden, wie das hier funktioniert. Und der Vorteil der Marke MINI ist, dass man ab und zu unter dem Radar verschwinden kann und Sachen machen kann, die bei BMW schneller auffällig werden. Und ich hatte ein tolles Team und wir hatten auch eine tolle Entwicklung, was Volumen angeht etc. pp. Also all das, was in unserer Branche relevant ist und durfte das lang machen und hat das mit einer großen Leidenschaft gemacht. Und ich habe immer noch wirklich, du hast von dem Herz gesprochen, ein großes MINI-Herz in mir, weil es einfach eine super Marke ist. Finde ich persönlich auch eine sympathische Marke, wobei mir persönlich die Autos zu groß geworden sind. Aber das ist nur Geschmackssache. Der MINI ist der Hedge, also für mich ist der klassische MINI dreitürig oder das Cabrio. Das sind so die klassischen Autos und das sind auch meine Favorites sozusagen. Und ich habe während der MINI-Zeit nur MINI gefahren und das ist schon super, was man für ein Feedback auch auf den Straßen bekommt, wenn man mit einem MINI irgendwo vorfährt oder hinterher fährt oder überholt im Vergleich zu anderen Marken. Und das ist schon, glaube ich, für eine Fahrzeugmarke sehr, sehr besonders, was man mit MINI macht. Absolut. Ab dem Rückspiegel in der Betrachtung interessiert mich auch immer eine Sache. Wie bist du denn persönlich in den Bann des Automobils gekommen? Also du hast dich ja irgendwann dafür entschieden, eine Bewerbung in deinem Leben zu schreiben, ein Team nach BMW zu schicken oder an BMW zu schicken. Und das war ja wahrscheinlich, entweder war es aus der Not heraus oder es war ganz konsequent, ich möchte gerne in den Autobereich. Ja, der Bruder meiner Mutter lacht, weil ich mit 15 oder so ein E36 im Kinderzimmer habe hängen und irgendwann gesagt habe, ich will da arbeiten. Und wir hatten den BMW, also meine Eltern hatten BMW und ich wollte verkaufen, weil mir Umgang mit Menschen immer Spaß gemacht hat und mir hat die Marke imponiert. Ich wusste gar nicht viel von der Marke, mir haben die Produkte gefallen und wir hatten selber so ein Produkt zu Hause. Und dann habe ich mir gedacht, irgendwas mit Menschen zu tun wäre cool und irgendwas mit Autos zu tun wäre schön. Und als das Thema Auto kam, war für mich klar, dass wenn Auto, dann BMW, weil eben eine Verbindung da war. Und dann habe ich es probiert und dann hat es geklappt und dann ist es halt so passiert, wie es passiert ist. Gab es noch früher in der Jugend einen Auslöser, dass jemand in deiner Familie schon selber autoaffin war oder Motorsport oder was auch immer, dass du da so einen Einfluss hattest? Nein, nicht wirklich. Wir haben wie damals Boris Becker und Formel 1 geschaut. Du kannst dich daran erinnern, aufgrund Baujahr, aber es gab jetzt nicht Go-Kart fahren oder so. Das war bei uns zu Hause nicht der Fall, aber es gab schon eine Leidenschaft zu Autos und eben auch zum Motorsport. Ich durfte fast jeden Samstag das Auto mit meinem Vater putzen, das war ihm wichtig. Und das haben wir damals noch vor der Garage gemacht, das darf man heute glaube ich gar nicht mehr so. Von daher gab es schon immer eine positive Verbindung, aber nur eine normale positive Verbindung und keine darüber hinaus. Für mich sind BMWs Leidenschaft, Emotion, Sportlichkeit, Dynamik, eine Freude am Fahren, was ihr als Claim habt. Das fasst es bei mir ganz gut zusammen, wenn ich sehe von hier aus mein Auto stehen, das kommt ganz gut hin. Bei dir gut 28 Jahre BMW, also das klingt ja nach Berufung. Der Markenkern ist Freude und du sagst es gerade beim Auto und ich finde, egal welchen BMW man fährt, und das ist jetzt kein Werbeslogan, verursacht der Freude bei mir. Ich hatte ein i7 vor dem Auto, das ich jetzt fahre, also voll elektrisch und fahre gerade ein Auto mit 8 Zylindern, also von der einen Welt in die andere Welt und beide Autos verursachen Freude. Ich versuche mit dem Team, nicht nur was das Produkt angeht, Freude als Überschrift zu haben, sondern auch in der Zusammenarbeit mit dem Teams. Wir müssen alle unsere Arbeit machen und BMW ist sehr engagiert, beste Ergebnisse zu erreichen über alle Bereiche hinweg. Das kann man hart und mit wenig Freude machen oder man kann es mit Leidenschaft und viel Freude machen. Das, was die Marke ausmacht, versuche ich auch, egal in welcher Rolle, in die Teams mitzugeben. Das heißt nicht, dass es ist wie am Ponyhof, aber das heißt, dass wir schon Spaß haben bei der Arbeit und die Themen auf der einen Seite konsequent vorantreiben, aber immer mit unserem Markenkern Freude in Verbindung. Ich bin gerade ans Nachdenken gekommen, vor zwei, drei Jahren war euer Vorstand, der Oliver Zipse, bei der IFA in Nöttingen und das fand ich ganz bemerkenswert, weil das so in der Zeit war, wo der Shift ja sehr stark auch politisch Richtung E-Mobilität gedrückt wurde und der relativ klar gesagt hat, da sind wir bei, aber wir stellen jetzt nicht alles oben, sondern das, was ja auch politisch ganz am Anfang so intoniert wurde, wir bleiben erst mal ergebnisoffen und gucken, wo die Reise hingeht. Und das hat er da auch kommuniziert und hat da auch medial immer Dresche gekriegt und jetzt so on the long run sieht man eigentlich, dass die Strategie echt gut ist. Absolut, also als die Diskussion angehend zu 100% die Elektromobilität über die Regulatorik getrieben, hat man ja unserem Chef teilweise auch vorgeworfen, dass er nicht in diese Richtung einschlägt und wenn man jetzt nach hinten guckt und nach hinten gucken ist ja immer einfacher, als die Wettervorhersage fürs Wochenende zu treffen, haben wir es so schlecht nicht gemacht aus meiner Sicht. Nämlich, wir haben gesagt, der Kunde bestimmt. mit welchem Antrieb er fährt und wir werden den Kunden nicht bevormunden und trotzdem werden wir klar in Elektromobilität investieren und wenn du dir die Entwicklung anguckst, weltweit aber auch in Deutschland, was den Vormarsch der Elektromobilität angeht, dann sind wir super unterwegs im Wettbewerbsvergleich und ich glaube alle, die es uns bis jetzt noch nicht ganz abgekauft haben, spätestens zur IAA, wenn wir die neue Klasse zeigen, wird jeder sagen, so ernst wie BMW Elektromobilität nimmt, hat sie keinen Antrag genommen und das ist eigentlich schon cool, wie ich finde, was uns beides gelungen ist und immer eben den Kundenwunsch im Vordergrund und mit einem hatte der Zipse vollkommen recht, auch wenn wir uns einbilden, dass wir 2035 alle elektrisch fahren, da braucht es Infrastruktur dafür, da braucht es also ganz viele Sachen, die gar nicht in unserer Hand liegen und diese Transformation muss man gestalten und wenn man heute einen neuen Benziner kauft, einen neuen PF kauft und damit einen alten ersetzt, dann ist es ja auch ein CO2-Beitrag. Absolut. So und von daher, glaube ich, hat sich das Feedback, das der Zipse bei der einen oder anderen Veranstaltung in den letzten Jahren erhalten hat, total gewandelt und alle sagen, toll, der BMW-Weg hat sich doch als der bessere Weg im Vergleich zum Wettbewerb herausgestellt und das ist aus meiner Sicht super für unsere Company. Absolut, absolut. Wenn wir noch so ein bisschen, du hast es vorhin schon kurz angesprochen, dass deine Erfahrungen aus dem Autohandel ja eine wertvolle Erfahrung sind und dir auch jetzt, ich meine, du sagtest so, du nimmst den Blick der Endkunden ein oder eurer Kunden ein in vielen Diskussionen. Wie ist das konkret oder andersrum? Ich mache ja schon mein Leben lang Marketing, Autohandelskommunikation, Handelskommunikation und kenne natürlich nicht nur von der BMW-Marke, sondern von diversen Marken aus Handelssicht, so die Zusammenarbeit auf Marketing-Ebene und frage mich da teilweise schon, ob die Hersteller genug die Kunden im Blick haben und ich freue mich ja zu hören, dass bei BMW jemand da am Ruder ist, der die Erfahrung gemacht hat und so eine Seite gerne einnimmt. Ja, die Frage stelle ich mir auch das eine oder andere Mal, wo ist unser Fokus und immer wenn ich mir die Frage stelle, versuche ich zu antworten, dass der Kunde der ist, auf den wir uns fokussieren sollen. Der Kunde ist nicht immer der Endkunde, sondern der Kunde ist auch oft der Händler, weil wenn ich den Kundenhändler überzeuge oder den in eine Lage versetze, dass der es gut versteht, dann geht es weiter in Richtung Endkunde und das ist in der Branche glaube ich nicht immer üblich und ich bin hier in der guten Situation, dass ich mit ein paar Kollegen direkt zusammenarbeiten darf, die früher auch mal im Retailgeschäft unterwegs waren. Das ist ein Vorteil in Deutschland, dass wir eben die Niederlassung haben und wir auch Leute aus der Niederlassung rekrutieren und das ist ganz was anderes, wenn man nur in der PowerPoint groß wird und denkt, alles was man da reinschreibt wird im Ist mal Realität versus du Leute hast, die es mal wirklich gemacht haben und du dann auch eine ganz andere Akzeptanz und Diskussion mit den Partnern hast, vor allem mit unseren Händlern, wenn du über diese Sachen sprichst. Wir wollen ja wirken, also wir machen ja nichts, dass wir hier im Büro sitzen und sagen es ist wunderschön, sondern alles das was wir machen, soll ja am Ende des Tages wirken und da haben wir schon einen starken Kundenfokus und das möchte ich an der Stelle nochmal sagen, der Kunde ist nicht immer nur der Endkunde, sondern das ist auch der Serviceberater, der Gebrauchtwagenverkäufer, der Neuwagenverkäufer, wo wir eben denken, dass wenn wir die Kolleginnen und Kollegen im Handel überzeugen, dann fällt es denen auch viel leichter den Kunden zu überzeugen. Ja, das ist richtig gut, das höre ich gerne. Wenn ich mir deine Karriere so anschaue, da interessiert mich immer noch ganz persönlich was, weil du in dem Unternehmen so lange bist und den Weg da gemacht hast. Was hat dich denn laufend angetrieben, weil wenn du auf so einer Position bist und zufrieden bist, muss ja nicht zwangsläufig die Karriere weitergehen, sondern dann geht man vielleicht noch die extra Meile und ist einfach mit viel Liebe und Emotionen und Freude dabei, um die Worte da ranzuziehen. Also was hat dich so angetrieben und was sind deine Werte? Also was mich angetrieben hat, ist die Sachen die ich mache immer gut zu machen. Also ich will schon gewinnen, also ich will auf der Bundesligatabelle nicht auf dem letzten Platz stehen und ich will auf die Wertschätzung. Also was mir wichtig ist, dass am Ende des Tages, Jahresquartals, einer sagt, das hast du toll gemacht und das hat nichts mit Gehalt zu tun, sondern es geht auch um die Wertschätzung. Und dann hatte ich das Glück, dass ich viele gute und schlechte Chefs hatte. Die Guten haben sich darum gekümmert, dass aus mir was wird und die Schlechten haben mir ein gutes Beispiel gegeben, wie man es nicht macht. Und das ist eigentlich eine super Erfahrung, wenn man in unterschiedlichen Einheiten mit unterschiedlichen Personen arbeiten kann, dass man sich einfach über die Jahre hinweg viel abgucken kann. Und ich sage mal, das Streben nach Höchstleistung ist vielleicht übertrieben. Das hat der Panke mal gesagt, er war Vorstandsvorsitzender vor vielen Jahren. Er hat gesagt, wir sind ein Höchstleistungsunternehmen und haben Höchstleistungsmitarbeiter und wir haben wirklich super Leute in allen Ressorts, die einfach gewinnen wollen. Das ist Teil der BMW DNA und das spürt man, egal wo man hinkommt, dass die Leute sagen, ich will das unbedingt. Plus die richtigen Vorgesetzten und oft, muss ich auch sagen, ist ein falscher Vorgesetzter auch der richtige Vorgesetzte im Nachhinein. Plus ein bisschen Glück. Das gehört auch dazu, dass man zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle ist, haben dazu geführt, dass ich mich bei BMW bis jetzt habe ganz ordentlich entwickeln dürfen und es auch überhaupt keinen Grund gibt, weil wenn man diese Entwicklung so mitmachen darf, drüber nachdenkt, ob es woanders schöner ist. Weil wenn es da ist, wo man ist, schön ist, dann denkt man da nicht drüber nach. Und es ist nicht wie im Paradies hier. Das möchte ich auch an der Stelle sagen. Ich muss hier schon auch arbeiten und es gibt auch Abende, wo ich ins Auto reinsteige und denke mir, was ein Tag hätte es gebraucht. Aber in Summe ist es bei BMW schon gut. Ich habe gedacht, du erzählst jetzt wie toll, dass da die Milch und Honig fließen in München und ich das Nächste, wenn wir erst den Podcast fertig haben, nämlich bei euch bewerben muss, weil ich da auch hin will, ist sie über. Also es ist gut, aber es ist nicht Milch und Honig oder auch kein Bier, um es auch mit zu übertragen. Genau, es ist schon auch richtig Arbeit. Aber das ist in der Branche glaube ich ganz normal und es gefällt mir aber schon. Ich komme mit vielen Kollegen zusammen und versuche auch da einen guten Austausch zu pflegen von anderen Herstellern. Und ich glaube, wir haben auch eine gute Kultur, wie wir arbeiten und das gehört nämlich auch dazu. Wir verbringen unwahrscheinlich viel Zeit in unseren Rollen mit Kollegen und Kolleginnen und da braucht es aus meiner Sicht eine gute Kultur, weil sonst ist es schade um die Zeit. Wo wir uns kennengelernt haben, in Würzburg, da sind wir relativ schnell ins Gespräch gekommen und ich fand das sehr nahbar. In persona war ich ein bisschen aufgeregt, weil ich sage jetzt mal in meinen Worten, der BMW-Chef Deutschland von einer meiner liebsten Marken, mit dem kann ich da reden, innerlich war ich aufgeregt und habe einfach auch mal das Du genommen, haben wir vorhin schon darüber gesprochen aus Versehen und Du warst total entspannt und lalala, ein bisschen gesprochen und das fand ich echt cool, sehr nahbar. Und das ist ja nicht jedermanns Sache, das hilft Dir möglicherweise auch im Umgang intern und mit Kollegen. Ja, also was man ja nie vergessen darf, ist, dass der Mensch der Gleiche bleibt. Also die Rolle ändert sich und der Mensch bleibt der Gleiche. Ich stelle das fest, wenn meine Frau mich darauf hinweist, dass die Spülmaschine nicht ausgeräumt ist, weil zu Hause bin ich nämlich der Christian Acher und nicht der BMW-Chef Deutschland und bei meiner Mutter ist das ganz genauso und das hilft unwahrscheinlich. Und ich habe es Dir vorher kurz gesagt, wo wir über das Du gesprochen haben, ich war drei Jahre in Skandinavien für BMW, es war eine super Zeit und da gibt es ein Du und ein Sie in Schweden, aber man ist mit einer Person in Schweden per Sie, das ist der König. Alle anderen sagen Du zueinander und die Rolle spielt überhaupt keine Rolle. Also wenn man in Deutschland jemand trifft, dann ist er der zweite Satz, was machst Du denn? Und wenn man in Schweden wohnt, dann grillt man achtmal miteinander, da ist die Frage noch nicht gefallen und irgendwann kommt man zufällig darauf zu sprechen, womit man so den Tag verbringt. Und das hat mir nochmal sehr geholfen, also ich glaube, ich war schon immer so, aber die Schwedenzeit hat mir nochmal sehr geholfen, mich aufgrund der Rolle nicht wichtig zu nehmen, sondern eben Mensch zu bleiben. Und ich glaube, das ist total wichtig und wenn wir uns immer mehr um Talente kümmern müssen, weil gut qualifizierte Menschen weniger werden, dann glaube ich, muss man gerade jungen Leuten, aber nicht nur jungen Leuten, auch so begegnen, weil die Standesdünkel aus der alten Zeit, wo der Chef den Parkplatz vorm Haus hatte und alle zur Seite gehen, wenn er den Flur entlang schreitet, sind hoffentlich vorbei. Ja, hast Du sehr schön gesagt, absolut. Jetzt in Deiner Zeit bei BMW, in der Verantwortung für Deutschland, agile Zeiten habe ich es vorhin genannt, in Zeiten, in denen BMW und MINI das Agenturmodell in Umsetzung haben, ich nenne es mal so, und viele andere Marken jetzt in den letzten Monaten wirklich Rückzehr gemacht haben. Wie sieht denn in so stressigen Zeiten so Dein Alltag aus? Bist Du da immer auf Achse? Und vor allem, wie hoch ist denn der Druck da so von allen Seiten? Also ich bin nicht so viel auf Achse, weil ich den Vorteil habe durch das, dass ich schon ein paar Jobs im deutschen Markt hatte, die Handelsorganisationen sehr gut kennen. Also ich habe jeden Betrieb schon mal besucht und kenne auch alle unsere Unternehmer gut. Das ist ein großer Vorteil. Und andersrum, also die kennen auch mich alle gut. Wir haben zum Beispiel die Corona-Zeit miteinander gemanagt und, wie ich finde, auch gut gemanagt. Von daher bin ich wenig auf Händlerbesuche. Wir haben natürlich Formate, wo wir den Handel immer wieder treffen, aber dann in der großen Runde. Wir machen relativ viel für Kunden. Wir haben den Excellence Club, wenn Du einen Siebner X7, XM oder einen 8er kaufst, dann gibt es da 70 Veranstaltungen pro Jahr, wo man eine im Jahr mitmachen kann. Das ist von dem schönen Abendessen in München bis hin zu Villa Deste am Comersee. Und da bin ich relativ viel unterwegs, sind aber immer tolle Events, weil immer gutes Setup und halt super Menschen. Und dann haben wir das operative Thema und da wollen wir uns hier ordentlich schlagen gegenüber Wettbewerb bei der Marke BMW. Und bei der Marke MINI gelingt uns das im Jahr 2025 wieder gut. Letztes Jahr hatten wir ein paar Bremsspuren bei der Marke MINI, aber das hat nicht nur die Agentur im Hintergrund zu tun, sondern auch das komplett getauschte Produktportfolio in einem Jahr. Und ich bin ein Fan des Agenturmodells. Warum sage ich? Weil es uns dann gelingt, Kundendaten über alle Entitäten hinweg sauber zu verarbeiten. Also heute sammelt der Händler Kundendaten und wir sammeln Kundendaten. Und der Kunde hat den Anspruch, dass egal wo er ist, wir wissen, was er möchte. Weil das ist positiv, wenn es gut gemacht ist. Und das kriegt man in den zwei Welten, in denen wir heute agieren, nicht so gut hin wie in der Agentur. Und von daher bin ich ein Verfechter der Agentur und fühle mich manchmal schon einsam, wenn ich auf der Bühne stehe. Und dann sagt man, der ist jetzt zurück ins Wholesale oder ins Vertragsmodell und der ist zurück und der ist zurück. Und dann ist der Acht noch da. Der Schwarze Schaf. Und dann erzähle ich, warum ich das gut finde. Und ich habe gestern erst vor Kolleginnen und Kollegen hier gesprochen, die Vollzeit in der Transformation unterwegs sind. Ich habe gesagt, cool, was ihr macht. Weil wir haben es gemacht. Also wir haben es geschafft bei MINI. Wir sind in der Agentur. Und wir sind auch mit den Jungen gebraucht in der Agentur. Und das ist gut. Sind wir da fertig? Nö, sind wir nicht. Ich habe aber auch gesagt, wir sind jetzt 109 Jahre alt und sind 109 Jahre im Wholesale-System und sind da auch nicht fertig. Also wenn einer glaubt, wir sind irgendwann mal fertig mit der Transformation in die Agentur. Nein, das sind wir nie. Und ich bin der festen Überzeugung, wenn uns die Transformation in die Agentur so gelingt, wie es in der PowerPoint steht, ist es mittelfristig und langfristig ein Wettbewerbsvorteil. Aber es ist richtig Arbeit, wie wir jetzt bei MINI sehen. Und es gibt das Sprichwort Retail ist Detail. Und wir stellen jetzt an ganz, ganz, ganz banalen Dingen fest, dass Retail, sprich Arbeit am Kunden, wirklich Detail ist. Und da geht es vor allem um Prozesse im Hintergrund. Weil manche stellen das ja so dar, dass der Händler nichts mehr zu tun hat, nur einführt der völlige Schmarrn, aus meiner Sicht. Die Kundenschnittstelle bleibt der Händler. Nur die Prozesse hinterm Vorhang ändern sich. Und da machen wir große Schritte nach vorn. Da müssen wir aber noch besser werden. Und da müssen wir auch in Vorbereitung auf BMW noch einen ordentlichen Schritt gehen, dass Sachen funktionieren, die wir bei MINI nicht haben. Zum Beispiel das Behördengeschäft, zum Beispiel BMW-Weltauslieferung. Also wir haben ein paar Felder, die bei MINI viel weniger relevant sind als bei BMW. Und wir dürfen erst umschalten in die Agentur bei BMW, wenn wir uns sicher sind, dass wir alle Prozesse wirklich beherrschen. Okay. Ja, sehr spannend auf jeden Fall. Höchst agil. Und was ich aus dem Handel so wahrnehme, sind ja auch maximal unterschiedliche Stimmen. Wo mir spontan auch der Burkhard Weller einfällt, der schon vor Jahren gesagt hat, das ist eine gute Idee, finde ich gut. Und dann hast du viele Unternehmer, die auch schon lange dabei sind, die sagen, was wollen sie denn von mir? Also das ist ja auch echt eine Spreizung. Was du sagst, ich habe vor 14 Tagen einen Tag mit dem Burkhard Weller verbracht. Da hat er es mehrmals wiederholt, dass er ein totaler Verfechter der Agentur ist. Und wir waren vor 14 Tagen hier bei der IFA-Preisverleihung für die beste Händlerzufriedenheit. Und der Peter Reissacher und meine Wenigkeit haben den Pokal vom Herrn Professor Reindl für die höchste Händlerzufriedenheit erhalten. Und da standen wir auch auf der Bühne zusammen, also Händlerverband und Hersteller. Und der Herr Reindl hat uns dann beide gefragt. Und wir haben beide geantwortet. Also auch der Herr Reissacher als Händlerverbandsvertreter hat gesagt, nein, das ist das Vertriebsmodell für die Zukunft. Und das muss uns Spaß machen. Das steht ja völlig außer Frage. Und daran müssen wir arbeiten, dass es Spaß macht. Egal, ob es das Vertragsmodell ist oder das Agenturmodell. Wir müssen natürlich den Handel in die Lage versetzen, damit auch Geld zu verdienen. Aber ich glaube, das steht ja völlig außer Frage. Genau. Wir nehmen mal den Blick aus dem Rückspiegel, machen das Fernlicht an und gucken so ein bisschen in die Zukunft. Der Automarkt ist ja nun mal wirklich flexibel, agil. Habe ich schon mehrfach gesagt. Agil ist mal das Wort, was mir dabei einfällt. Und das bleibt es ja scheinbar auch. Und wie blickst du so bei so ein paar Stichworten? Jedes Stichwort könnten wir stundenlang diskutieren. Vielleicht in Kürze beantworten könntest. Zum einen Elektromobilität einfach mal als Stichwort. Also die Elektromobilität geht stetig voran. Und wir sehen jetzt, dass ein Viertel unserer Auftragseingänge sind vollelektrische Autos. Und der Trend wird sich fortschreiben, weil die Infrastruktur besser wird, weil die Autos besser werden und weil das Sentiment sich verändert, weil man plötzlich Leute am Stammtisch hat, im Tennis-Club, im Golf-Club. Die nicht mehr sagen, ich habe gelesen, dass Laden einfach ist, sondern die sagen, ich war jetzt in Italien und mit dem Laden war gar kein Problem. Und trotzdem wird es ein paar Hardcore-Leute geben, die sagen, das mit der Elektromobilität ist ja wunderschön, aber ich habe mich jetzt an den Achtzylinder gewöhnt und der bleibt mir. Und so stellen die auch unser Produktportfolio auf. Ich bin aber der festen Überzeugung, dass Elektromobilität deutlich an Marktanteilen gewinnen wird, aus den eben genannten Gründen. Okay. Neue chinesische Marktteilnehmer, auch ein höchst spannendes Thema. Ja, aber kein neues. Neue Marktteilnehmer kennen wir schon immer. Es war mal Mazda und Mitsubishi, dann war es Kia und Hyundai. Es ist ja nicht so, dass wir nicht neue Marktteilnehmer in der Vergangenheit hatten, sondern wir haben immer wieder neue. Jetzt haben wir ein paar Chinesen und ich bin überzeugt davon, dass ein paar auch bleiben. Ich bin aber auch überzeugt davon, dass nicht alle bleiben. Das war in der Vergangenheit auch immer so. Und was ja schon wunderschön anzusehen ist, wenn man liest, was die Chinesen alles können und wenn man dann hier die Vergleichstests liest, in der Autobundersport, in Autobild etc. pp., dann sieht man, die können Autos bauen, aber man sieht auch ganz klar, dass wir auch Autos bauen können. Und wir haben in Deutschland wirklich tolle Premium-Marken, und da spreche ich nicht nur von BMW, die eine super Historie haben, eine super Legacy. Und ich bin überzeugt davon, dass bei einem Premium-Produkt die Marke nach wie vor eine hohe Relevanz haben wird. Und alle deutschen Hersteller investieren in die Zukunft, in die Entwicklung ihrer Produkte. Und wenn du dann die Marke weiterhin da hast, wo sie ist, plus tolle Produkte bringst, dann wird mir nicht Angst vor der Zukunft. Trotzdem müssen wir das Ohr schon am Bleis haben, was den chinesischen Automarkt und die chinesischen Hersteller angeht, weil da schon richtig Druck drauf ist. Wir sind ja jetzt im September, wir nehmen auf jetzt im Juli, der September, die nächste IAA steht vor der Tür. Wenn ich so an die letzte IAA denke, die ja Gott sei Dank mit fantastischem Wetter auch in der Stadt stattfand, da ist man ja durchgegangen und hat stand teilweise vor Herstellern, wo man, also auch ich, ich glaube ich kann mich als Autokenner und Enthusiast bezeichnen, echt nicht wusste, was da los ist, was es ist. Das war schon beeindruckend. Und wenn ich jetzt so den Ausblick auf die nächste richte, falle mir zwei Dinge ein. Das eine ist, mal gucken, was dann wieder da steht, wo ich nicht weiß, was es ist. Und mit den aktuellen Nachrichten mal gucken, ob alle gebuchten Messestände überhaupt besetzt ist, weil das ist ja Wahnsinn, was da mit dem Preisverfall, mit dem Preisdruck abgeht gerade. Ja, spannend. Und man sieht ja, dass die chinesischen Hersteller sich in Deutschland nicht leicht tun. Und darum versuchen sie es auch in anderen europäischen Märkten schneller hochzufahren als bei uns. Weil wir eben als deutsche Hersteller, und das möchte ich an der Stelle sagen, das ist ja nicht nur BMW, sondern das sind VW, Audi, Mercedes, also die wirklich etablierten Marken, in der Fläche vertreten sind, einen guten Kundenservice bieten über unsere Händler und eben wettbewerbsfähige Produkte haben. Also es gibt wenig Grund, sich ein chinesisches Auto kaufen zu wollen, weil wir eben auch tolle Autos haben, plus das Netz, plus in die Sicherheit, dass wir in fünf Jahren auch noch Marktteilnehmer sind. Was für den einen oder anderen, wie du es richtigerweise sagst, man heute nicht weiß. Und von daher, glaube ich, ist der deutsche Markt im positiven Sinne für die deutschen Automobilhersteller ein guter Markt. Und ich freue mich auf den Wettbewerb, weil wir, was die Menschen angeht und die Produkte angeht und die Marken angeht, aus meiner Sicht gut für Wettbewerb gerüstet sind. Habi, noch was, weil du ja ursprünglich aus dem Handel kommst. Was glaubst du, wohin entwickelt sich der stationäre Autohandel in den kommenden Jahren? Ich weiß, das sind mit all den Veränderungen, die wir auf allen Ebenen aktuell haben, ganz schwierige Vorhersagen. Aber so vom Gefühl her, wo entwickelt sich der stationäre Handel hin? Also der stationäre Handel war immer relevant und bei einem erklärungsbedürftigen Premium-Produkt bleibt er relevant. Und wenn es nur darum geht, dass du bestätigt werden möchtest. Also man sieht ja die letzten Jahre, dass die Besuche im Handel, was den Neuwagen und den Gebrauchtwagenvertrieb angeht, rückläufig sind. Wir haben mal gesagt, im Jahr 2025 verkaufen wir 25 Prozent unserer neuen Autos online. Im Jahr 2025 haben wir 0,7 Prozent unserer Autos online verkauft. Also die Prognose war so mittelrichtig, würde ich an der Stelle sagen. Und ich glaube auch, dass sich das wenig verändern wird. Die Menschen werden sich mehr, noch mehr damit befassen. Aber wenn ich 100.000 Euro ausgehe, dann möchte ich, bevor ich das Knöpfchen drücke, mal die Karosserie fühlen, die Türe zumachen und das Leder riechen. Und ich glaube, das bleibt bis auf Weiteres so. Woran wir unbedingt arbeiten müssen ist, dass wenn der Kunde zu uns kommt, weil der kommt ja viel seltener, es dann richtig gut ist. Also wenn du hinkommst, dann muss es sitzen. Aber bei Premium-Fahrzeugen bin ich der festen Überzeugung, dass sich das Handelserlebnis kaum ändern wird. Und im Achtersee jetzt sowieso nicht, weil auch Elektroautos müssen in die Werkstatt und man fährt mal irgendwo gegen. Also da wird sich das Kundenverhalten nicht ändern. Und ich glaube auch nicht, dass in drei Jahren die Autos von ganz alleine in die Werkstatt fahren, das Autobahn gerichtet wird und dann wieder zurück zum Kunden kommt. Das funktioniert vielleicht in der PowerPoint, aber so schnell nicht im wahren Leben. Okay. Ja, Christian, ganz herzlichen Dank bis hierhin, weil es kommt noch die klassische Abschlussfrage. Die kriegst auch du natürlich. Und du bist natürlich in vielerlei Maße so ein bisschen am Puls der Zeit und hast vielleicht ein paar Insights. Die brauchst du nicht verraten. Keine Sorge, er guckt schon komisch. Ich wollte keine Reportage aufmachen, BMW behind the scenes. Nein. Wann siehst du das erste Mal einen komplett autonom fahrenden Auto in Deutschland? Das kommt zu dir oder steht irgendwo. Du steigst ein, du sagst dein Ziel, dein Destination und steigst bei dir am Büro oder beim Händler wieder aus. Das ist eine sehr gute Frage, die ich dir nicht beantworten kann, weil, wie du weißt, verkaufe ich Autos und bin kein Fahrzeugentwickler, was autonomes Fahren angeht. Aber wir waren vor kurzem in Schweden im Urlaub und sind dann zurückgefahren. Ich hatte mir für diesen Urlaub einen X5 ausgeliehen und der X5 kann Level 2 plus. Dann sind wir von Hamburg nach München gerollt. Wenn du da 130 bis 135 gehtest, dann kannst du die Hände wegmachen und musst nur gerade ausschauen. Da bin ich bestimmt eine Stunde oder eineinhalb, also lange Zeit so gefahren und habe dann zu meiner Frau an Beifahrersitz gesagt, ich glaube, wenn ich in Rente gehe, können wir nach Schweden in Urlaub fahren und vielleicht im Auto schlafen. Und ob das so kommt oder nicht, weiß kein Mensch, weil das stark an der Regulatorik hängt. Und man sieht ja, wie sich das in anderen Ländern entwickelt. Und die spannende Frage ist, wie viel autonomes Fahren mag man auch? Also Strecke München-Hamburg ist autonomes Fahren wunderschön, jetzt aber Strecken, wo ich unbedingt auf autonomes Fahren verzichten möchte. Und ich freue mich auf diese Transformation und ich denke, wenn wir beide 65 Jahre alt werden, dass wir dann ganz entspannt lange Strecken fahren können, ohne das Lenkrad in die Hand zu nehmen. Ich weiß nicht, ob in der 30er Zone, wo links und rechts ein Kindergarten sich befindet und viel Verkehr ist, dass autonomes Fahren niemals die richtige Lösung sein wird. Ja, da stößt du definitiv an seine Grenzen. Okay, ja Christian, vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast, meine Fragen als von einem BMW-Fanboy hier zu beantworten. Herzlichen Dank dafür. Danke dir, es hat Spaß gemacht. Es freut mich ja auch sehr, dass du jetzt die Fragen deiner Marke auch mir stellen darfst. Ich hoffe, es hat dir auch Freude gemacht, weil du erlebst ja die Freude am Fahren täglich. Und für mich war es eine schöne, eine gute Zeit mit dir heute Nachmittag. Super, hinter vorgehaltener Hand muss ich sagen, ich habe noch tausend mehr Fragen, die passen aber hier nicht rein. Ja, es gibt immer mehr, genau. Ganz genau. Von daher sage auch ich vielen Dank an dich nochmal und dann an natürlich alle Hörer da draußen und wir hören uns demnächst wieder. Und bis dahin sage ich Tschüss, macht’s gut und der Christian kann sich auch noch gerne verabschieden. Vielen Dank fürs Zuhören, mir hat es Spaß gemacht zu sprechen. Ich hoffe, Ihnen hat es Spaß gemacht zuzuhören. Dankeschön.


Diese Episode ist Teil des Podcasts Benzingespräche von Tim Klötzing.