Einleitung

In der aktuellen Episode von ‚Benzingespräche‘ begrüßt Tim Klötzing Julia Riedmüller, die erste Frau im Podcast, die als Leiterin für Marketing und Kommunikation sowie digitales Datenmanagement bei der Beresa GmbH und Co. KG tätig ist. Gemeinsam diskutieren sie über die Herausforderungen und Erfolge im digitalen Autohandel.

Einführung in die digitale Transformation

Julia Riedmüller erzählt von ihrem spannenden Werdegang, der sie von der Sportökonomie über Stationen bei Red Bull und Kodak schließlich zur Automobilbranche führte. Bei Beresa hat sie maßgeblich zur digitalen Transformation beigetragen, was durch den Gewinn des Digital Automotive Award 2020 gewürdigt wurde.

Herausforderungen und Erfolge

Die Digitalisierung im Autohandel ist ein komplexes Unterfangen. Riedmüller spricht über die Notwendigkeit, datengetriebenes Marketing zu implementieren und die Marke Beresa zu stärken. Ein zentrales Projekt war der Aufbau eines Business Intelligence Systems, das eine solide Datenbasis für zukünftige Entscheidungen bietet.

Die Rolle des Marketings

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Stärkung der Marke Beresa, um die Abhängigkeit von der Hauptmarke Mercedes-Benz zu reduzieren. Riedmüller beschreibt, wie wichtig es ist, eine eigene Identität zu schaffen, während man gleichzeitig die Markenrichtlinien des Herstellers respektiert.

Ein Blick in die Zukunft

Abschließend gibt Riedmüller einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im digitalen Autohandel. Die kontinuierliche Anpassung und Weiterentwicklung digitaler Strategien bleibt eine zentrale Aufgabe, um im Wettbewerb erfolgreich zu sein.


Show Notes & Key Takeaways

Themen:

  • Digitalisierung im Autohandel
  • Marketingstrategien bei Beresa
  • Gewinn des Digital Automotive Award 2020
  • Herausforderungen im datengetriebenen Marketing
  • Stärkung der Markenidentität

Key Takeaways:

  • Die digitale Transformation erfordert eine solide Datenbasis.
  • Markenstärkung ist entscheidend für die Unabhängigkeit.
  • Ein starkes Inhouse-Marketing-Team kann Agenturkosten sparen.
  • Die richtige Balance zwischen Hersteller- und Eigenmarke ist wichtig.
  • Kontinuierliche Anpassung an digitale Trends ist notwendig.

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Benzingespräche, der Podcast für und mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstorys, die es wert sind, erzählt zu werden. Es geht um verschiedene Blickwinkel und persönliche Ausblicke. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Online-Marketing-Experte und freier Berater für die Automobilbranche, Autoliebhaber und Agentureinhaber. Bevor es losgeht, ein Hinweis auf einen starken Partner, der mich bei meinem Podcast unterstützt. autobörse.de ist die neue Fahrzeugbörse von Santander Deutschland. Als Deutschlands größter herstellerunabhängiger Finanzdienstleister und ihr großes Händlernetzwerk bietet Santander Autointeressierten in Zukunft eine große Anzahl an top gebrauchten Fahrzeugen an und Händlern damit die Digitalisierung des Point-of-Sale auf einer Plattform. Die Mission von autobörse.de ist es, den Kunden ein vollumfängliches Angebot an Mobilitätsservices online anzubieten. Alles auf einer Plattform, alles online. autobörse.de. Und nun geht’s los. Hallo und herzlich willkommen zurück bei meinem Podcast Benzingespräche. Heute darf ich endlich die erste Frau in meinem Podcast begrüßen. Hallo Julia Riedmüller. Hi. Hi. So zur ersten Vorstellung. Du bist bei Bresa GmbH und Co. KG und machst dort die Leitung Marketing und Kommunikation sowie digitales Datenmanagement. Das ist ja erstmal ganz schön eine ganz schöne Spanne. Jo, das ist so. Wir haben uns gerade im Vorhinein schon noch darüber unterhalten. Das ist ein ganz schön langer Titel und wirklich ein ganz schönes Feld. Und ja, was ich eigentlich auch als erstes eigentlich machen muss, ist ja euch gratulieren zum eingefahrenen Gesamtsieg beim Digital Automotive Award 2020. Herzlichen Glückwunsch. Vielen Dank. Das war eine tolle Erfahrung auf jeden Fall. Ja, da kommen wir gleich noch drauf zu sprechen, weil da gibt es ja bestimmt noch eine Vorgeschichte zu und das war ja ein tolles Erlebnis mit Sicherheit da zu gewinnen. Ja, auf jeden Fall. War unglaublich. Ach, klasse. So aktuell frage ich immer ganz gerne zu Beginn, wie war denn dein Jahr 2020 so? Ja, wie die Jahre so sind, so war auch dieses Jahr 2020 eigentlich versehen mit Höhen und Tiefen, aber zum Glück bei mir jetzt nicht mit persönlichen großen Katastrophen. Und der Vorteil ist ja immer, dass man so aus der Retro-Perspektive die Tiefen nicht mehr so schlimm wirken, wie sie sich in dem Moment angefühlt haben. Und somit kann ich sagen, auch Corona-Lockdown haben wir so als Familie glücklicherweise sehr entspannt überstanden. Und damit kann ich eigentlich das Fazit sagen, bis jetzt war 2020 gut zu mir. Ach, das ist aber klasse. Das finde ich gut. Schönes Statement. Ich würde relativ zügig den Blick in den Rückspiegel mit dir wagen. Und das geht immer so ein bisschen los, so ein bisschen zu deinem Werdegang. Bei Frauen bin ich immer vorsichtig. Da fragt man nicht nach dem Alter. Ich habe vorhin ganz vorsichtig vorgefühlt. Ja, du darfst. Da geht doch spontan ein Telefon im Hintergrund an, was aber nicht schlimm ist. Kein Problem. Finde ich einen lustigen Nebeneffekt. Ist mir auch schon passiert. Du bist ein Baujahr 77, bist verheiratet, hast drei Kinder und lebst in Osnabrück. Und du bist eigentlich auch aus dem Ruhrgebiet aus Gelsenkirchen gebürtig. Ja, auch mit Familien im Hintergrund. Ach, klasse. Die Ruhrpottler. Wie letztens bei Malte Krüger auch. Auch ein Essener. Also illustre Runde, die aus dem Ruhrgebiet immer wieder kommt. Ja, genau. Dann hast du 1996 bis 2001 ein Studium zur Diplom Sportökonomin studiert. Danach bist du zu Red Bull gegangen, Bereich Sportsponsoring. Und danach bist du bei Kodak gewesen, drei Jahre lang als European Product Manager. Und dann bist du wieder so Richtung Sport gekommen, was du auch so studiert hast. Du warst Geschäftsführerin beim Osnabrücker Sportclub etliche Jahre, 2007 bis 2015. Und dann zu Beresa. Was war denn da los? Wie ist denn da so der Schiff drüber gekommen zur Mobilität, zum Auto? Nun, wie es auch da wieder im Leben oft so ist, es war eigentlich ein riesiger Zufall. Denn ich habe dann im Jahr 2015 aufgrund meines dritten Kindes, der frühkindliches Asthma hatte, habe ich gesagt, ich muss mal ein Jahr lang Pause machen. Es geht irgendwie alles nicht. Denn die Aufgabe beim Osnabrücker Sportclub, die Geschäftsführung, war schon eine große Aufgabe, weil es auch einer der größten Breitensportvereine Norddeutschlands ist. Und ich habe das zeitlich mit den Kindern und eben auch mit meinem Blüten nicht mehr geschafft und habe ein Jahr Pause gemacht. Und gegen Ende des Jahres ging es David besser. Das Asthma war im Griff. Und ich sitze mit meinem Mann im Auto und sage, Mensch, so langsam könnte ich aber auch mal wieder was machen. Und in dem Zuge rief der Personalleiter und auch ein Bekannter von uns an, von Beresa, und sagte, Mensch, wir suchen auf den Marketingposten jemanden. Hättest du Interesse? Wie geht’s denn? Klappt das bei dir wieder? Könntest du dir vorstellen, wieder zu arbeiten? Und ja, das war wirklich so. Das ist so passiert. Wir saßen im Auto. Ich sage zu ihm, Mensch, so langsam könnte ich ja mal wieder. Und mit dem klingelt das Handy über Lautsprecher im Auto. Wie wäre es? Und so weiter. Und dann hat das Ganze relativ schnell Fahrt aufgenommen. Und am Ende habe ich dann im Januar 2017 gestartet und sage immer, es sind die Zufälle, die das Leben bunt machen. Aber was ist schon Zufall? Du sagst es. Also ich bin auch gerade echt baff, weil das ist so eine tolle Geschichte, weil das ist so Dinge passieren. Dinge passieren. Du bist im richtigen Moment am richtigen Ort und triffst die richtigen Menschen. Ja, genau so war das. Das ist ja crazy, würde ich sagen. Ja, echt krass. Und jetzt bist du ja inzwischen gut vier Jahre dort und hast ja seitdem kräftig an der Weiterentwicklung in den Bereichen, ja Marketing hast du schon gerade genannt, Kommunikation und Digitalisierung mitgewirkt. Was waren denn da so die größten Herausforderungen für dich jetzt, wenn du so ein bisschen die vier Jahre Revue passieren lässt? Also impulsartig fallen mir dann natürlich sofort erstmal die zwei großen Projekte ein. Das ist so der erste Impuls, nämlich, wo wir auch nachher nochmal drauf kommen, das Thema digitales Datenmanagement, der Aufbau eines Business Intelligence Systems und der Bau der Onlineplattform. Aber auch der ganze Change-Prozess, den wir in der Marketingabteilung durchlaufen haben und auch immer noch durchlaufen, war und ist eine große Herausforderung. Das bedeutet, einen Weg zu finden, um datengetriebenes Marketing im Sinne des Kunden umsetzen zu können. Und dafür benötigen wir eben erst einmal eine Datenbasis, die auswertbar und sinnbringend ist. Und eine weitere große Herausforderung war und ist auch noch immer und auch immer wieder dabei zu bleiben, die Marke bereser zu stärken und somit eben auch Abhängigkeiten zu reduzieren. Hat das denn, wo du da angefangen hast vor gut vier Jahren, war das direkt das Thema oder war das erstmal so das Thema, ich sag mal, einfaches, in Anführungsstrichen, einfaches Marketing für einen sehr großen Mercedes-Händler? Und dann kamen so die Digitalisierungsthemen obendrauf? Also ja, die Digitalisierungsthemen kamen obendrauf. Es war aber direkt zu Beginn auch von Seiten meines Chefes das Thema, der Markenwert Bereser muss gestärkt werden. Und wir wollen eben auch gerade in unserer Region nicht nur als Mercedes-Benz-Händler wahrgenommen werden, sondern auch bei unseren Kunden als Bereser wahrgenommen werden. Und das war eigentlich vom ersten Tag an meine Aufgabe. Ja, das war auch vom ersten Tag an die Herausforderung, danach eben alles zu stricken, diesen Change auch in das Team zu bringen, was ich dann übernommen habe und das Ganze zukunftsfähig aufzustellen. Und dann kam im zweiten Schritt, dass auch wiederum ein Chef zu mir kam und gesagt hat, und jetzt müssen wir irgendwie was mit Daten machen. Und daraus entwickelte sich dieses Riesenprojekt digitales Datenmanagement. Ja, letztes Jahr haben wir uns, glaube ich, in Wiesbaden bei einem, also wir kennen uns über SkateAid. Titus Dittmann haben wir uns schon mal ursprünglich mal kennengelernt, letztes Jahr bei einem Kongress vom Autohaus in Wiesbaden oder Mainz haben wir uns nochmal getroffen. Und da wart ihr schon voll mitten in diesem Projekt drin. Das hat man so gemerkt, dass du da so, wow, das Projekt ist ein großes. Und da hatten wir auch mal zwischendurch nochmal Kontakt. Und da so, ey, nee, wir müssen mal gucken, dass wir erstmal damit zurande kommen. Das hat schon ordentlich Platz eingenommen. Ja, das war, ja, das war ein Riesenprojekt und ist immer noch. Also es ist ja, genau, es ist eigentlich, es war, sagen wir so, es war ein Riesenprojekt, weil es in dem Sinne ein Anfang und ein Ende hatte. Aber wie jedes Projekt, was dann in den laufenden Betrieb geht, ist natürlich jetzt die große Herausforderung, dass wir diesen laufenden Betrieb genauso erfolgreich meistern wie die Einführung des Ganzen. Okay. Nochmal ganz kurz zurück an die klassische Marketing-Tätigkeit, weil du gesagt hast, die Marke Beresa muss gestärkt werden. Jetzt seid ihr natürlich auch markengebunden. Wie viel, ja, Freiraum oder wie viel Gestaltungsfreiheit hast du denn gehabt im Kontext mit der Marke, weil Markenhändler nun mal zwangsläufig auch marketingtechnisch, wenn sie zum Beispiel Themen wie WKZ-Zuschüsse und Co. haben wollen, ja, absolut gebunden sind? Das Ganze ist ja also zweispaltig zu sehen. Das eine sind die Themen WKZ-margenrelevante Aktionen, Kampagnen umzusetzen. Das passiert und muss natürlich auch, und es ist auch sinnbringend, dass es im Daimler CI passiert. Nichtsdestotrotz sind wir als Händler schon noch so weit frei, dass wir eben dann sagen können, und das andere ist aber unsere Marke und unser Markenwert. Und so wie wir mit unserer Marke Beresa nach außen treten, unabhängig vom Stern, und da sind wir, sei es beim Bau der Onlineplattform oder auch mit dem, wenn wir unsere eigenen selbstbezahlten Aktionen machen, so frei, dass wir natürlich, und das ist aber ja auch sinnbringend, nicht gegen die Grundmarkenwerte vom Hersteller verstoßen, aber trotzdem frei sind in der Gestaltung. Abschließend dazu, wie groß ist das Marketing-Team bei euch? Das ist jetzt schwierig zu sagen, weil was zählt als Marketing-Team und was nicht? Grundsätzlich habe ich 50 Personen in meiner Abteilung, aber an der Marketing-Abteilung hängt auch noch das sogenannte Kundenkontakt-Center, also die Telefonie. Dann hängt an der Marketing-Abteilung eben das digitale Datenmanagement und die, sage ich mal, pure, das was wir jetzt gerade so unter Marketing verstehen, also wir nennen es immer Inhouse-Werbeagentur, besteht jetzt aktuell aus knapp acht Vollzeitkräften. Wow. Ja, aber schon enorm. Das machen nicht alle Händler so stark aus sich heraus. Genau. Dafür haben wir aber natürlich kaum Agenturkosten, weil wir eben eigene Grafiker im Haus haben. Also ich habe 1,2 sind es, glaube ich, weil meine eine Grafikerin Teilzeit arbeitet, letztes Jahr Mutter geworden, nee vorletztes Jahr, und die andere arbeitet 30 Stunden. Also so habe ich eben eine eigene Grafikabteilung im Haus und gebe da nicht viel an Agenturen raus. Ja, beschleunigt ja auch total. Ja. Da könnt ihr direkt umsetzen. Cool. Das große Projekt Digitalisierung, wenn man, du sagtest so, das ist abgeschlossen und da habt ihr dieses Jahr diese Auszeichnung gewonnen, wo das über den Kfz-Betrieb, glaube ich, federführend mit den Co-Sponsoren halt gelaufen ist, der Digital Automotive Award 2020. Ja. Weil das auch noch sehr neu ist, ich glaube, das war das erste Mal. Kannst du ein bisschen den Hörern beschreiben, was da so die Kriterien waren und vielleicht auch sagen, ja, erklär mal. Ja, also der Grund ist, das Ganze ist erwachsen aus dem, ich glaube, das hieß damals Internet Sales Award und das war bis letztes Jahr der Award und daraus hat der Kfz-Betrieb jetzt eben diesen Digital Automotive Award gemacht. Sie beschreiben es als, der Preis honoriert Bestleistungen von Handels- und Servicebetrieben der Automobilwirtschaft rund um die Digitalisierung. Was war Fakt? Fakt war, man hat sich dort online beworben, hatte, ich glaube, insgesamt waren es vier Fragen, die man beantworten musste, wo es erstmal grundsätzlich darum ging, wer ist man, also sich vorgestellt hat. Als zweites die ganzheitliche Digitalisierungsstrategie beschreiben sollte und als drittes dann, mit welchem Projekt man sich für diesen Digital Award jetzt bewirbt. Genau, das war eine vierte Frage, glaube ich, wie auch immer. Also diese Fragen hat man beantwortet. Dann hat eine Jury bestehend aus verschiedenen Sponsoren und dem Kfz-Betrieb, unter anderem waren es der TÜV Nord, mobile.de, Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe. Die haben auf jeden Fall, diese Jury hat dann zusammen mit dem Kfz-Betrieb aus diesen Bewerbungen die zehn Besten herausgesucht. Die wurden dann besucht und das heißt also, dann kamen die Jury zum Teil jetzt digital aufgrund Corona, aber die kamen dann zu uns. Dort haben wir das Projekt im Detail präsentiert, haben einen Rundgang durch den Betrieb gemacht und die haben einen Film dabei gedreht und dann sind diese zehn besten Betriebe eingeladen worden, eben nach Würzburg und haben alle den Award gewonnen. Das war auch wirklich super gut gemacht und es gab dann eben von diesen zehn Betrieben einen und das waren dann eben wir, der als Gesamtsieger daraus hervorgegangen ist und das war natürlich schon toll, denn es waren von den Bewerbungen her schon auch wirklich namenhafte Autohändler dabei und sich dann da so durchzusetzen und den Gesamtsieg zu holen. Das war einfach auch für mein Team, die so viel Einsatz in diesem Projekt gezeigt haben, einfach ein unglaubliches Gefühl, weil die das auch unglaublich gut gemacht haben. Also ich muss da echt sagen, Hut ab zum Kfz-Betrieb in der Corona-Zeit, das war im alten Kinosaal. Das haben sie wirklich, wirklich toll umgesetzt. Da wird ja dann eine Laudatio gehalten. Ja. Warum jetzt einer von zehn besonders hervorzuheben ist und da so den Gesamtsieg bekommt? Was war es denn bei euch? Was wurde denn bei euch so besonders hervorgehoben? Also wir hatten uns ja beworben eben mit diesem Projekt digitalen Datenmanagement und das ist eben ein Business Intelligence Konzept, was wir aufgezogen haben. Das ist aber ein Teil von einer umfassenden Digitalisierungsstrategie, zu der dann eben auch ein e-Commerce-fähiges Webportal zählt, unsere Online-Plattform und ein händlereigenes Carsharing-Konzept auf Basis von Elektroautos. Dann haben wir unsere Markenarchitektur 2020, also vom Digitalen zum Analogen und so weiter und so fort. Und das Projekt, mit dem wir uns beworben haben, da geht es darum, dass die zentrale Leistung ist, zum Nutzen von Kunden, Mitarbeitern und Unternehmensführung, die Daten aus 80. Wir haben also erstmal analysiert, wie viele Systeme haben wir überhaupt bei uns im Haus? 80 Software-Systeme und Portale, mit denen irgendwie irgendwo jemand bei Beresa arbeitet. Und wie gesagt, mein Chef sagte damals, wir müssen was aus unseren Daten machen. Haben wir eben festgestellt, ja, das ist ja alles schön und gut, aber die liegen ja alle in Datensilos, nämlich verteilt in unterschiedlichsten Systemen. Und was wollen wir denn aus den Daten machen und wie können wir die denn dann zusammenführen? Und wie können wir denn das dann so machen, dass herauskommt, was benötigt wird? Das ist dann ein Klammer-auf-Klammer-zu-Algorithmen-Schreiben, damit aus diesen unterschiedlichen Daten etwas Sinnvolles herauskommt. Und das würde jetzt zu sehr ins Detail führen, aber das ist im Endeffekt das gesamte Projekt gewesen. Wir haben dann 20 von diesen 80 Systemen identifiziert, wo wir gesagt haben, da liegen geschäftsrelevanten, kunderelevanten Daten. Die führen wir zusammen in einem sogenannten Data Warehouse. Wir haben uns für die Software, für die BI-Software Click entschieden, weil sie sehr intuitiv ist und spülen über Algorithmen dann an das Frontend für unsere Mitarbeiter eben verschiedene Informationen, die wir aus den Daten ziehen. Und das Herzstück des Ganzen ist das sogenannte 360-Grad-Kundencockpit. Das steht allen Mitarbeitern, die im direkten Kundenkontakt stehen, bei Beresa zur Verfügung. Und sie können dadurch die Best Customer Experience, wie man so schön sagt, gewährleisten, weil eben sie nicht mehr in fünf verschiedenen Systemen, wenn ein Kunde vor ihnen steht, rumwurscheln müssen, um die Daten über diesen Kunden zu finden, sondern weil sie das direkt online über Klick und die BI-Software diesen Kunden im 360-Grad-Blick sehen. Die können dann sehen, was er denn als letztes bei MB-Ren für ein Auto hatte als Werkstattersatzwagen. Die können sehen, wie hoch seine Werkstattrechnung war. Die sehen auch, dass er vielleicht noch fünf Rückrufbitten offen hat und noch nicht zurückgerufen wurde von unserer Seite. Die sehen auch, dass er sich interessiert hat auf der Webseite für das und das Auto und können somit das Thema Next Best Offer dem Kunden anbieten. Ja, und das war sicherlich ein Teil, der beeindruckt hat und der zu dieser Auszeichnung geführt hat, das Projekt grundsätzlich. Aber am Ende war es eigentlich die Ganzheitlichkeit, glaube ich, oder bin ich überzeugt davon. Auch das, was gesagt wurde, mit der Beresa das Thema Digitalisierung in den ganzen letzten Jahren angegangen ist und dieser Fahrplan, die Jury auch überzeugt hat. Wir haben da so einen U-Bahn-Fahrplan visualisiert mit unseren sechs Großprojekten, die zum Teil schon in 2015 starteten. Und dieses Gesamtkonzept, wie beispielsweise ein Aufbereitungszentrum auf der grünen Wiese, wo unsere gesamte Bestandsware durchläuft und dann mit 360-Grad-Kameras fotografiert wird, sodass unsere Bilder auf der Online-Plattform hochwertigst dargestellt werden können. Diese Gesamtthemen hat die Jury dann sicherlich am Ende überzeugt davon zu sagen, der Gesamtsieg geht am Beresa. Und ich sehe dich ja gerade, wir sind zwar digital unterwegs, ich sehe dich gerade und da strahlt jemand. Das finde ich klasse. Ja, der Weg dahin, du hast gerade gesagt, das fing teilweise 2015 schon an, ist ja mehrere Jahre lang und die haben euch ja auch für die Konsequenz und den eingeschlagenen Weg da ja ausgezeichnet, sagtest du ja gerade. Und das ist ja ein Thema, das wirklich ja von oben, also wirklich aus der Geschäftsführung voll mit, nicht nur entschieden wird, sondern ja mit getragen wird und wo wirklich dahinter über Jahre ja dran gearbeitet wird. Ja. Das ist schon eine ganz konsequente, also da habt ihr ja relativ früh ja schon angefangen, wenn ich so sehe, wer sich jetzt gerade erst auch teilweise auf den Weg begibt. Ja. Die Lösung, die ihr habt, ist auch eine Lösung, die glaube ich jetzt als White Label verkauft wird oder sowas. Habe ich das richtig aufgenommen? Richtig, genau. Also das nicht so richtig White Label ist vielleicht der falsche Ausdruck, aber wir haben mit unserem Dienstleister, mit dem wir das auch hier bei uns umgesetzt haben, mit dem wir auch beide großen Projekte umgesetzt haben. Das ist die MOOC Group aus Osnabrück, mit denen zusammen vertreiben wir das. Da sind wir im Endeffekt nur, also wir dürfen ja gar nicht die Daten anderer Unternehmen sehen und von daher setzt es die MOOC Group um und wir partizipieren in Form von Lizenzgebühren dann. Also es ist unser Kooperationspartner, der das dann umsetzt bei den Unternehmen und wir vermitteln das. Das finde ich aber einen echt coolen Aspekt, dass ihr das für euch entwickelt habt und das auch so konsistent und so stark ist, dass ihr nachher sagt so, hey, das setzen wir ein, da stehen wir hinter, aber das hilft ja eigentlich auch anderen. Ja. Also finde ich sehr cool. Und das war auch von Anfang an so geplant und in diesen ganzen Digitalisierungsthemen ist eben mein Chef sehr stark und ohne, wie du schon so schön gesagt hast, ohne Geschäftsführung, die dahinter steht und die das mitpusht, auch ohne Beirat und Gesellschaft, die das dann auch, die Investitionen mit unterstützen, da wäre das alles gar nicht möglich und da können wir uns schon wirklich, wirklich glücklich schätzen, dass wir da, also ich mich auch, dass ich in so einem Unternehmen arbeiten darf. Ja, ich finde das so cool, dass ihr über Jahre da was entwickelt, was Cooles dabei rauskommt, aber das dann nicht so, so jetzt haben wir unser Ding, das schotten wir total ab und da darf niemals jemand irgendwie hinter kommen, sondern super geil, wir machen ein Produkt draus. Ja. Wie gut, cool. Wir schalten jetzt mal das Fernlicht ein und blicken mal nicht mehr in den Rückspiegel. Jetzt seid ihr da ausgezeichnet, alles Bestens. Zeit auszuruhen oder wie sieht jetzt die Roadmap für die Zukunft bei euch aus? Sicherlich nicht, denn jetzt gilt es eben mit Nachhaltigkeit, diese Themen der Digitalisierung auch umzusetzen, unsere Mitarbeiter im Change-Prozess mitzunehmen und unsere Kunden eben die, damit wir den Kunden eben diese Best-Customer-Experience gewährleisten können. Also weit, weit, weit entfernt von auszuruhen, denn wie es denn so ist, ich habe ja gesagt, das Projekt, das Projekt an sich ist beendet, aber es geht jetzt in den laufenden Betrieb und wie man oft so sagt, jetzt fängt die richtige Arbeit erst noch an. In allen Bereichen. Okay. Gibt es da so eine Roadmap, die man verraten kann oder wo ihr Schwerpunkte habt oder geht es wirklich an die Mitarbeiter mitnehmen und erstmal solche Sachen? Ja, also sicherlich haben wir Roadmaps, die jetzt aber im Detail zu erklären, das macht jetzt keinen Sinn, aber es gibt zwei große Themen, die wir jetzt noch mal nachhaltig angehen. Das ist das Thema Datenqualität. Das wird ein großes Projekt auf unserer Roadmap fürs nächste Jahr. Stellt man natürlich dann immer fest, wenn man solche Datenprojekte macht, dass es da eben auch mit dem Thema Datenqualität noch oft hakt und das andere Thema ist natürlich der Change-Prozess, die Mitarbeiter mitnehmen. Da haben wir eine ausgeklügelte Roadmap, gerade zu diesem Thema 360-Grad-Kundencockpit und weiterhin auch jetzt hier im Marketing das Thema datengetriebenes Marketing weiterzuführen. Das sind wir auch noch am Anfang. Das ist jetzt nicht, dass ich sage, wir machen hier schon professionellstes datengetriebenes Marketing, sondern da gibt es auch nächste Schritte, die jetzt umzusetzen sind. Das Thema Online-Plattformen, da haben wir jetzt schon die Wishlist für dieses Jahr, die wir umsetzen mit Suchagent, noch im Bereich Employer Branding werden Themen umgesetzt, dann im ganzen Thema Recommendation Machine, also da muss mein Team dann auch wiederum daran arbeiten, dass genau das, was jetzt angefangen ist, die Anreicherung der Daten, der Kunde kriegt im richtigen Moment das vorgeschlagen, was ihn interessiert, à la Amazon. Das muss im Hintergrund auch alles immer noch umgesetzt werden und weitergeübt werden und deswegen E-Mail-Automation, ganz, ganz, ganz viele Themen. Spannend, spannend. Ich merke schon, du hörst gar nicht auf. Nein, genau. Ich könnte jetzt über World Wide berichten. Deswegen mein Fazit ist, wir werden natürlich uns nicht ausruhen. Okay, das habe ich jetzt aufgenommen. Nehmen wir den Fokus ein bisschen weg jetzt von euch, von deiner Abteilung von Beresa, vielleicht ein bisschen allgemeiner. Welchen Einfluss deiner Meinung nach hat denn so die sich verändernde Mobilität und die Digitalisierung so für das Geschäftsmodell eines Autohändlers? Welche Einflüsse siehst du oder welche Veränderungen nimmst du wahr oder hast du wahrgenommen und was kommt da? Ja, das kann ich zusammenfassen mit Chancen und Risiken zugleich. Also die Digitalisierung jetzt zum Beispiel für einen kleinen Autohändler hat die Chance, dass er europaweit, wenn er sich digitalisiert, relativ schnell Autos verkaufen kann. Gleichzeitig ist es aber das Risiko, dass eben aufgrund sicherlich der stattfindenden Netzbereinigung die kleineren Autohändler den persönlichen Kontakt nicht mehr so hinbekommen, weil dann keiner mehr dahin fährt. Wo nur 20 Autos stehen, sondern dahin fährt, wo die großen Gebrauchtwagenplätze sind, gepaart mit einem guten Internetauftritt. Fazit ist also für uns, man kann das Glas halb voll, man kann es halb leer sehen. Wir sehen es auf jeden Fall halb voll, weil wir sehen eine riesen Chance eben darin. Dank auch durch die Themen, die wir jetzt bereits schon alle umgesetzt haben. Wir können Multichannel-Marketing machen. Wir haben das Digitale und das Analoge miteinander verbunden. Wir haben unsere großen Leuchttürme. Osnabrück zieht jetzt noch nach bis Ende Januar auf die Markenarchitektur 2020 hochwertigst umgesetzt. Für uns hat also das Thema Digitalisierung eine riesige Chance. Aber wie gesagt, es wirkt sicherlich beides in sich. Ja, klasse. Danke. Wir sind schon bei den Abschlussfragen angelangt. Das hört immer so an, als kommt jetzt noch so ein kleiner Happen, aber es sind ja noch ein paar in der Tat interessante Fragen. Und zwar, was glaubst du, was so die Autobranche in Deutschland so in den nächsten drei bis fünf Jahren so erwartet? Handel und Hersteller, gar nicht so Brennglas, sondern so, was glaubst du? Also ich würde definitiv sagen, die Hersteller werden sich deutlich auf das Online-Geschäft fokussieren und damit auch auf den direkten Kontakt zum Kunden. Und was bedeutet das am Ende für den Handel? Die deutliche Fokussierung auf die Dienstleistung am Kunden. Das ist das, wo wir uns dann abheben können, um eine relevante Rolle in der Zukunft zu spielen. Also wirklich der Touchpoint dann zu sein, der reale. Ja, der reale Touchpoint, die Dienstleistung, das, was eben über Online- und Direktkontakt zum Hersteller nicht möglich ist. Und eben damit auch transformieren vom Händler, klassischen Werkstattgeschäft, hin zum Mobilitätsdienstleister und eben Mobility as a Service. Und der beste Dienstleister wird der sein, der am Ende überleben wird. Hat ja jeder lesen können. Damals Zitat Britta Seeger, 25 Prozent war es, glaube ich, des Absatzes, werden direkt über das Online-Geschäft zukünftig umgesetzt. Ja, spannende Zeiten, die da kommen. Und wir dürfen dabei sein, muss man ja auch mal so sagen. Es ist eine riesige Herausforderung. Aber auf der anderen Seite, wir merken das ja auch, wir haben ja auch viele Kunden in der Autobranche. Da ist so viel los. Also von Langeweile sind wir ja sowas von weit weg. Klar sind da auch Risiken, aber viele sind wie du so unterwegs und sehen die Chancen darin. Das muss man auch so machen. Ja. Was ist denn deiner Meinung nach, es ist eine sehr subjektive Frage, so die aktuell innovativste Entwicklung im Autohandel? Ja, das kann ich nicht beurteilen. Aber eins kann ich beurteilen, es gibt einfach viele gute Ansätze im Handel. Und das hat mir jetzt auch die Mitbewerber beim Digital Automotive Award gezeigt, dass es eben viele, viele Händler gibt, die gute Ansätze in gute Richtungen haben. Ich gehe davon aber trotzdem aus, oder auch wir als BERESA-Gruppe gehen davon aus, dass es eine ganzheitliche Digitalisierungsstrategie notwendig ist und eben nicht der einzelne Ansatz zählt. Und das wird dann das sein, was dann auch am innovativsten wirkt in der Gesamtheit. Okay. Ja, jetzt kommt ja fast eine klassische Frage. Wie lange werden deiner Meinung nach noch Verbrenner gebaut und spielen eine wesentliche Rolle im Straßenverkehr? Wenn ich das wüsste, wenn ich die Frage beantworten könnte, würde ich jetzt als Berater für sämtliche Hersteller und Regierungen arbeiten. Dann qualifiziere dich mal mit einer Aussage. Also grundsätzlich sollten wir eben nicht mit verboten Entwicklungen entgegenwirken, sondern wir sollten ergebnisoffen den Entwicklern die Chance geben, die beste Möglichkeit zum emissionsarmen Fahren zu entwickeln. Und das wäre meine Antwort auf diese Frage. Okay, die nächste Frage geht ja auch in so eine Richtung. Wenn du da eine konkrete Aussage hast, dann bin ich ja mal gespannt, wer dann auf dich zukommt, wenn du genau den Nagel auf den Kopf triffst. Wann sitzt du das erste Mal in einem komplett autonomen Auto, fährst zum Beispiel zur Arbeit, setzt sich rein, machst nichts, kommst an, steigst aus und hast dich dazwischen nicht auf den Straßenverkehr und Co. konzentriert? Das würde ja bedeuten Level 5. Kennst du die Einteilung der Levels beim autonomen Fahren? Kenne ich. Bei Stufe 4 bin ich ein bisschen nicht sattelfest, aber 3 klar. Vielleicht erklären wir das mal einmal denen, die zuhören, weil ich glaube, die kennen es nämlich nicht. Und dann sage ich einfach mal, haue ich gleich einfach mal eine Jahreszahl raus. Also wir sitzen ja jetzt schon in teilautonom fahrenden Autos. Und das Ganze eben ist, da gibt es so eine Definition für autonomes Fahren und das ist in Level eingeteilt. Und aktuell sind wir eben in Level 2. Level 3 kommt jetzt mit der neuen S-Klasse, nämlich, dass man während der Autobahnfahrt, Landstraßenfahrt, wie auch immer, die Hände vom Lenkrad nehmen kann. Das ist ja jetzt noch nicht möglich. Jetzt muss man sie noch dran halten. Level 4 bedeutet, dass der Fahrer noch im Auto sitzt, also aber noch die Verantwortung hält für die Fahrt. Das Auto fährt zwar schon komplett autonom, aber der Fahrer hat noch die Verantwortung. Und Level 5 ist dann wirklich KI, Auto fährt alleine, Fahrer hat keine Verantwortung mehr. Und jetzt haue ich mal eine Jahreszahl raus, die ich aus dem Bauchgefühl sage, 2035 könnten wir bei Level 5 sein. Dann werden wir schnell, aber es kann möglich sein. Und ich glaube, dass das nicht an technologischen Herausforderungen hängt, sondern ich glaube, dass es vielmehr an ethischen Herausforderungen hängt. Und da kann man mal so schön das Beispiel mit der Kuh in Indien und der Kuh in Deutschland als Beispiel bringen, weil in Indien ist die Kuh heilig und da bremst das Auto für die Kuh. Und der Mensch ist eben nicht heilig, weil der wird hier wiedergeboren und in Deutschland eben genau umgekehrt. Also allgemein gesagt, sagen wir es so. Und da hat, ich weiß gar nicht, war es Mark Zuckerberg, irgendeiner, nee, der war es nicht, es war ein anderer, der so schön den Spruch gesagt hat, und deswegen sage ich, ich glaube, es wird an ethischen Aspekten nachher hängen, will der Mensch, was die Maschine kann. Ja, sehr, sehr gut gesagt. Und neben der, also erst mal fand ich jetzt super, super geil, wie du die Frage beantwortet hast, dass wir das mal ein bisschen aufrollen konnten, was die Level da so bedeuten, und dass du den ethischen Aspekt da reingebracht hast. Ich habe bei der Frage auch immer so im Kopf, was die Peripherie angeht, die Straßen und Co., wenn man sich teilweise heute Straßen anguckt, könnte ich mir gut vorstellen, dass autonome Fahrzeuge mit so einer Straßenführung oder Verkehrsführung echt Probleme hätten in Baustellen und Co., wenn die Streifen da alle kreuz und quer sind. Da muss man mal schauen, ob das alles auch funktioniert, auch die Kommunikation Fahrzeugen mit anderen Fahrzeugen, schnelles Internet, Kommunikation mit Ampeln und dem ganzen Zirkus. Das ist ja auch nochmal ein Riesen, ein Riesenaufriss, und das muss ja auch alles erst mal genehmigt werden. Ich glaube auch, das dauert noch ein paar Tage. Das definitiv. Aber trotzdem, ich bin davon überzeugt, all das, was du jetzt aufgezählt hast, das sind ja eher technologische Aspekte. Die sind relativ schnell umzusetzen, wenn man sich überlegt und man nur eine Entwicklung anschaut von 2010 bis heute 2020, wie Autos schon fahren, was es schon für Möglichkeiten gibt. Ich bin davon überzeugt, dass es am Ende dauern wird. Und da ist eben die Frage, wie lange, weil es an ethischen Aspekten hängt. Ja, ich hatte, ich war vor, es ist glaube ich schon zwei Jahre her, im Silicon Valley mit so einer Unternehmerreise im Automotive-Kontext. Und da haben wir auch mit Entwicklern von Toyota, glaube ich, gesprochen. Die haben gesagt, wenn wir unser Fahrzeug, was vor zwei Jahren schon gefahren ist, wenn wir das hier durch Silicon Valley fahren lassen, das ist schon relativ safe. Wenn da keiner drin sitzt, das Ding, da passiert nicht viel. Aber das packen wir jetzt mal ein und stellen es nach New York und lassen es Downtown los. Da möchten wir wahrscheinlich nie in der Nähe sein, weil das überhaupt nicht weiß, was da um sich herum passiert. Und das ist ja auch ganz klar, dass dann, die haben auch so gesagt, wir können es in einen Verkehr einsetzen, wo nur autonome Fahrzeuge sind. Dann wird das relativ gut funktionieren. Aber das muss ja auch korrespondieren mit den Fahrzeugführern, die noch Menschen sind. Ja. Und das kann halt der Computer nicht 100 Prozent voraussagen. Oder geht die Frau jetzt über die Straße oder geht der Mann bei grün oder bei rot? Das sind halt noch so ganz schwierige Sachen. Oder gibt er Gas oder nicht? Tiefes Thema. Ja, definitiv. Absolut. Könnte ich jetzt auch noch echt lange weiterführen. Ja, Julia, ganz lieben Dank, dass ich so zeitnah nach eurem Award-Gewinn mit dir sprechen konnte, weil das wollte ich mal so hören, weil wir hatten in den letzten Jahren immer Kontakt und da warst du immer so busy mit dem Projekt. Und jetzt kriegt ihr da einen Preis für. Da war es mir ein Anliegen, sofort mit dir sprechen zu müssen. Sehr gerne. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht. Klasse. Dann geht weiter, nicht ausruhen, weitermachen. Finde ich toll, was ihr da macht. Und wir sehen und hören uns sowieso irgendwo wieder. Immer. Immer gerne. Und dir alles Gute. Ganz lieben Dank. Dir auch. Und damit sind wir mit dem Podcast für heute wieder durch. Vielen Dank fürs Zuhören. Und ich sage mal Tschüss. Bis zum nächsten Mal. Ciao.


Diese Episode ist Teil des Podcasts Benzingespräche von Tim Klötzing.