Einleitung

In der neuesten Folge von ‚Benzingespräche‘ begrüßt Tim Klötzing Matthias Prusseit, den Inhaber der Prusseit Group. Matthias teilt seine bemerkenswerte Reise vom Automobilkaufmann zum erfolgreichen Unternehmer in der Automobilbranche. Er gewährt Einblicke in seine Anfänge, Herausforderungen und Erfolge, die ihn zu dem gemacht haben, was er heute ist.

Matthias Prusseits Anfänge

Matthias Prusseit stammt aus der schwäbischen Provinz und hat sich seinen Weg in der Automobilbranche hart erarbeitet. Ohne akademische Titel oder Verkäuferzertifizierungen begann er seine Karriere als Automobilkaufmann. Trotz anfänglicher Rückschläge, wie der Entlassung nach seiner Ausbildung, ließ er sich nicht entmutigen. Stattdessen nutzte er diese Erfahrungen, um sich weiterzuentwickeln und seinen Platz in der Branche zu finden.

Der Weg zur Selbstständigkeit

Nach seiner Ausbildung fand Matthias eine Anstellung in einem Autohaus, das seinen Interessen besser entsprach. Dort konnte er seine Fähigkeiten im Verkauf unter Beweis stellen und durch Fleiß und Disziplin beeindrucken. Schon bald verkaufte er hunderte von Autos jährlich und verdiente sich ein beachtliches Einkommen. Diese Erfolge legten den Grundstein für seinen Entschluss, sich selbstständig zu machen.

Gründung der Prusseit Group

Mit gespartem Kapital und einem klaren Ziel vor Augen, gründete Matthias die Prusseit Group. Er investierte in Weiterbildung und baute ein Unternehmen auf, das sich auf den Autohandel und Consulting spezialisiert hat. Heute ist die Prusseit Group ein erfolgreiches Unternehmen, das sich durch seine klare Fokussierung auf die Automobilbranche auszeichnet.

Ein Blick in die Zukunft

Matthias Prusseit bleibt auch in der Zukunft hungrig nach Erfolg. Er betont die Bedeutung von kontinuierlichem Lernen und Anpassung an die sich wandelnde Automobilbranche. Seine Geschichte ist ein inspirierendes Beispiel dafür, wie Entschlossenheit und Leidenschaft zu großem Erfolg führen können.

Fazit

Die Geschichte von Matthias Prusseit zeigt, dass mit harter Arbeit und einem klaren Fokus große Erfolge im Autohandel möglich sind. Seine Reise vom Automobilkaufmann zum erfolgreichen Unternehmer ist eine Inspiration für alle, die in der Automobilbranche tätig sind oder es werden wollen.


Show Notes & Key Takeaways

Themen:

  • Matthias Prusseits Karriereweg
  • Herausforderungen im Autohandel
  • Gründung und Wachstum der Prusseit Group
  • Persönliche und berufliche Entwicklung
  • Zukunft der Automobilbranche

Key Takeaways:

  • Matthias Prusseits Weg zeigt die Bedeutung von Entschlossenheit.
  • Der Autohandel bietet Chancen für engagierte Unternehmer.
  • Weiterbildung ist ein Schlüssel zum Erfolg.
  • Die Prusseit Group ist ein Beispiel für erfolgreiche Spezialisierung.
  • Die Automobilbranche erfordert Anpassungsfähigkeit.
  • Persönliche Leidenschaft kann beruflichen Erfolg fördern.
  • Netzwerken und Sichtbarkeit sind entscheidend im Autohandel.

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Benzingespräche – der Branchen- und Personality-Talk der deutschen Automobilwirtschaft. Der Podcast für und mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind, erzählt zu werden. Es geht um neue und verschiedene Blickwinkel auf die Autobranche und persönliche Meinungen zukünftiger Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, Content-Creator und freier Automarketing-Berater. Hallo und herzlich willkommen zurück zu meinem Podcast Benzingespräche. Heute wieder, wie immer, mit einem Gast natürlich. Herzlich willkommen Matthias Prusseit, Inhaber Prusseit Group, inklusive einigen Töchterunternehmen, aber darauf kommen wir erst mal später. Hallo Matthias. Hallo lieber Tim, vielen Dank für deine Einladung. Freut mich sehr, dass wir heute, wie du sagst, einen ganz lockeren Talk haben. Ist super. Ja, ganz genau. So erkläre ich das ja vorher im Warmwerden-Talk. Oder auch mit den anderen Gästen. Macht euch keinen Kopf, lasst uns einfach ein bisschen quatschen und Spaß haben. Wir machen uns selten Gedanken. Wir ziehen es einfach durch, Tim. Ganz genau. Ja, viele kennen dich ja so von LinkedIn und diversen Events als Speaker. Da sind so die Themen Führung im Autohandel, moderner Vertrieb im Autohandel. Beschreibt es das schon so in Gänze oder habe ich ein ganz falsches Bild von dir? Nein, das geht schon in die richtige Richtung. Natürlich ist das ein bisschen facettenreicher. Und ich möchte an der Stelle anmerken, ich kann ja meinen schwäbischen Akzent nur schwer verbergen, ich strenge mich aber schon an. Ach, du hast einen Akzent? Ja, wenn die Leute fragen, du bist doch aus dem Süden, aus Stuttgart oder so, dann sage ich, okay, was hat mich verraten? Also ich strenge mich schon an. Wenn du, Tim, der Meinung bist, dass es zu akzentreich ist, dann einfach sagen. Dann wiederhole ich die letzte halbe Stunde nochmal. Ich melde mich, keine Sorge. Also das, was du gesagt hast, Thema mal hier und da auf einem Event, das ist alles nicht mein Hauptgeschäft. Die Bühnen sind nicht mein Hauptgeschäft, aber die Richtung ist Führung, hauptsächlich aber eher Vertrieb. Streng genommen auch sehr gebrauchtwagenlastig, aber wirklich auf eine Branche, Automobil, und auf ein Segment eigentlich. Es sind irgendwo 80 Prozent deckungsgleich. Bei uns dreht sich alles um Einkauf, Verkauf, Marketing, Personal, Unternehmensführung, Cash und Mindset. Wenn du die sieben im Griff hast, hast du alles im Griff. Das ist deckungsgleich mit auch anderen Branchen, aber wir sind wirklich ultra konzentriert nur auf Automobilbranche, sowohl bei uns im Handelsbereich, weil wir sind ja selber im Autohandel tätig. Ihr seid ja selber Autohaus. Genau, wir sind selber Autohaus oder haben Autohandelsgesellschaften und sind aber auch im Consulting unterwegs. Von dem her, das, was du gesagt hast, in die Richtung geht es. Ein bisschen facettenreich ist es bestimmt noch, aber die Richtung ist es ganz sicher. Da gehen wir gleich noch näher dran. Machen wir es ganz einfach. Erstmal Blick in den Rückspiegel, das ist so der Klassiker. Dann gucken wir erstmal so Schulterblick, Rückspiegel, was liegt denn schon so hinter uns? Matthias, stell dich doch mal erstmal so ein bisschen vor. Wer bist denn du eigentlich? Also, wenn man es genau nimmt, bin ich eigentlich ein ganz anständiger Junge aus der schwäbischen Provinz. Und war es und bin es immer noch und werde es auch immer sein, hoffentlich. Meine Heimatstadt ist Horbam-Neckar im Süden von Stuttgart, 50 Kilometer im Süden von Stuttgart. Ich bin 34 Jahre alt. Ich habe zwei Kinder. Die Kate ist sieben Jahre alt und die Julie wird jetzt in vier Wochen vier Jahre alt. Das ist spannend. Ich habe drei Mädels daheim und ganz viele tolle Mädels hier im Unternehmen um mich herum. Das gehört irgendwie hier dazu und die organisieren mein ganzes Leben. Ja, ich habe 2000… Gehen wir mal ganz in den Rückspiegel, Tim. Ja, sag mal so, Ausbildung, Studium, was da so los ist. Alles beginnt im März 1991. Da kam ich hier unten in der Stadt auf die Welt. Ich bin 1991 geboren, deshalb jetzt 34. Schulisch war ich jetzt nicht so der ganz Brutale. Also Autohandel kann ich besser. Ja, sind wir schon zwei. Genau. Ich war auf der Realschule. Ich habe Berufskolleg gemacht. Keine Fachhochschulreife, kein Abi, kein Studium. Übrigens auch keine Verkäuferzertifizierung. Habe ich alles gar nicht. Dann habe ich eine Ausbildung gemacht zum Automobilkaufmann. Das war so im Bereich 2008 bis 2011, irgendwie in die Richtung. Danach kam ich… Also, ich wurde entlassen nach der Ausbildung. Erstmal habe ich gedacht, oh je. Aber ich war dann gottfroh, weil es nicht mein Laden war. Gar nicht. Die Marke war fort. Die Marke war nicht meins. Die Leute waren nicht so. Aber ja, ich hatte ein Ziel. Ich wollte in den Verkauf. Und so eine Ausbildung bringt es aber mit sich, dass man verschiedene Bereiche anschaut. Ich saß meistens am Empfang. Darauf hatte ich nicht so Bock. Ausbildungsleistung war nicht so geil. Danach folgte Übernahme in ein unbefrischtes Arbeitsverhältnis. Und dann Kündigung, weil es nicht geklappt hat. In Wahrheit war ich gottfroh. Meine größte Sorge war, wie ich das meinem Vater beibringe. Der Vater ist eigentlich streng. Super Erziehung, aber eher streng und fordernd. Wenig Lob. Ich bin ihm dankbar für diese Erziehung. Das hat immer so einen anspornenden Effekt. Also super. Ob das psychisch jetzt richtig gut ist, keine Ahnung. Aber es ist gut für die Leistung. Darauf kommt es an. Dann kam ich hier in meiner Heimatstadt, in Horb am Neckar, zu einem Autohaus. Da ging es weniger um die Werkstatt. Bei fort in dem Autohaus ging es viel um Werkstatt. Da hatte ich gar keinen Bock drauf. Da ging es eher um Handel. Dann kamen KIA, Suzuki und noch ein, zwei Marken. Und viele Gebrauchtwagen. Dann habe ich gesagt, da bewerbe ich mich. Eine Bewerbung geschrieben, da kam ich hin. Das Onboarding war so, Herr Prusait, hier ist Ihr Büro. Hier sind die Schlüssel. Viel Erfolg. So ging das los. Aber es war gut. Direkt ins kalte Wasser. Das war gut. Dann hat mir der Seniorchef, liebe Grüße an dieser Stelle, an ihn, hat mich gefragt, gleich am ersten Tag, Prusait, was wollen Sie verdienen? Je nachdem, was Ihre Antwort ist, müssen Sie Autos oder Hubschrauber verkaufen. Dann sage ich, ich würde gerne 3000 Euro netto verdienen. Er sagt, kein Problem. Hier ist die Provisionstabelle, gucken Sie, was Sie verdienen. Aber das ist gut machbar. Ich erzähle das abends meinem Papa, weil ich noch daheim gewohnt habe, mit so 20 oder so. Dann sagt er, oh mein Gott, das kannst du nicht sagen. Das verdienen Leute bei uns nach 15 Jahren nicht. 3000 netto. Da sage ich, wieso? Dann ging das so los. Dann habe ich Seminare besucht. Ich habe bestimmt eine halbe Million oder mehr in meinem Leben in Weiterbildung investiert. Ich komme nicht aus einem Unternehmer-Elternhaus. Die besten Eltern, die man sich vorstellen kann, mir hat es an nichts gemangelt. Wir hatten VW Passat und nicht Siebner BMW. Wir waren im Allgäu und Nordsee und nicht in Malediven oder New York. Aber geil, weil es war so viel vom Standard her, dass es uns gut ging, aber nicht so viel, dass man keinen Hunger mehr hatte. Ich habe von zu Hause, so gefühlt, das perfekte Maß an Trauma von zu Hause. Nicht so, dass du Schwerverbrecher wirst, weil du komplett von unten kommst, aber auch nicht so, dass du keinen Ansporn mehr hast. Da mache ich mir schon eher Gedanken um meine Kinder. Die fahren nicht Passat, sondern die fahren Brabus G-Klasse zum Beispiel. Dann weiß ich nicht, was ich eines Tages machen werde. Das war geil. Ein perfektes Maß an Trauma von zu Hause. Ich habe da einen extremen Hunger entwickelt. Der hält bis heute an. Dann ging es los. Erste Learnings im Verkauf, mit Kunden. Ehrlicherweise, wenn mich die Chefs von damals hören, habe ich gelogen in der Bewerbung. Ich habe bis dahin noch nie einen Kaufvertrag aus der Ferne gesehen. Aber ich habe gesagt, ich kann das alles. Ich muss ja irgendeinen Job finden. Dann haben die mir vieles gezeigt. Logisch habe ich viel gelernt. Ohne Scheiß bin ich dem Laden bis heute dankbar. Ich habe in drei Monaten dort das Doppelte und Dreifache gelernt wie in drei Jahren der Ausbildung. Ausbildung war halt nicht. Ich wollte in den Verkauf. So ging das los. Dann habe ich Seminare besucht, habe das alles selber bezahlt, auch meinen Urlaub genommen, der eh schon mit 24 Tagen knapp war. Ich war 20, 21, 22. Kein Mensch braucht Urlaub. Dann ist es ins Rollen gekommen. Sehr schnell hatte ich Erfolge. Dann kam der Riesenvorteil. Die anderen Verkäufer haben ihre Stückzahlen durch ihre Erfahrung gemacht. Ich habe sie gemacht durch Fleiß, Wille, Disziplin, Ausdauer, Schnelligkeit. Ich war agiler. Das Geile war an der Stelle, dass ich ab einem gewissen Punkt auch dann Kenntnisse und Know-how hatte. Aber ich war immer noch genauso hungrig wie am Anfang. Dann habe ich relativ schnell 250, 300 Autos im Jahr verkauft, habe sehr schnell, sehr jung 80, 90.000 Euro im Jahr verdient, habe daheim gewohnt, alles gespart und dann alles auf eine Karte. Mein Papa hat bei der Volksbank gearbeitet. Ich sage, Papa, ich mache mich selbstständig, kündige den verfluchten Bausparvertrag. Oh, dein Papa. Mein Papa von der Bank, Genossenschaftsbänker, oh mein Gott, einen Bausparvertrag mit der alten Verzinsung mit drei Prozent, das kündigt man nicht. Ich sage, mir egal, ich brauche das Geld. Dann hatte ich gespart, schon mit 23 oder 24 oder so, 120.000 Euro ungefähr. Dann habe ich gesagt, scheiße, fangen wir an. Was gemietet und dann ging es los. Dann ging ich zur Bank und habe gesagt, guck mal, das bin ich, ich bin so alt, das ist mein Eigenkapital, ich brauche nochmal 200.000 dazu und so ging das los. Echt krass. Erstmal hast du schon ein paar Fragen vorab beantwortet, die ich so habe. Die du gar nicht hattest. Ja, und die ich auch gar nicht hatte. Es kommt auch dazu. In der Tat haben wir ein paar Parallelen. Ich habe auch kein Abi, habe alles selbst gemacht. Alles, was ich anhabe heutzutage, das ist nicht meine Familie oder so. Das ist ein ähnlich normales Elternhaus. Das kann durchaus gut tun, aber hier und da ist es natürlich auch mal doof. Wie auch immer, haben wir alle so unsere Themen. Aber das ist ja gar nicht, worüber wir sprechen wollen. Ich brauche aber noch im Endeffekt die Antwort von dir. Wir reden ja Autobranche, Autohandel. Du hast jetzt ausgeholt, dass du eine Ausbildung da in dem Bereich gemacht hast. Aber was hat dich denn quasi zum Automobil gebracht? Und was lässt dich nicht los? Hat dein Papa besondere Autos gehabt, der dich zur Rennstrecke mitgenommen hat als Kind? Was auch immer. Was hat dich denn zum Automobil gebracht? Ich sage es dir ganz ehrlich, ich kann es dir nicht sagen. Mein Papa hat immer anständige Autos gehabt. Passat, jetzt für den A4 zum Beispiel. Er legt Wert auf anständige, gepflegte Autos. Das war auch nie sein Ziel. Er kann mit manchen Dingen, die ich hier mache, auch nichts anfangen. Ich habe mir jetzt gerade vom italienischen Hersteller ein geiles Auto gekauft. Er hat es zufällig gesehen, weil er ist bei uns im Haus Geldwäschebeauftragter. Weil er von der Bank kommt, ist er naheliegend. Dann hat er das auf meinem Bildschirm gesehen, weil ich den Wagen offen hatte. Und ich sage, fahr doch mal, was ich gekauft habe. Und er verdreht nur die Augen und läuft aus dem Büro. Nein, daher kommt es nicht. Mein Opa, mütterlicherseits, war Schrotthändler. Der kam aus dem Krieg und war dann Schrotthändler auf einmal. Obwohl er Polizist war eigentlich. Ich kann es dir nicht sagen. Was ich aber weiß, ist, dass ich eine Autoaffinität habe. Ich finde es einfach geil. Auch wenn ich nur noch wenig unten operativ direkt zu tun habe. Für mich ist das geilste, Autos in eine Reihe zu stellen. Das habe ich früher mit meinem Opa gemacht. Das mache ich heute, aber draußen. Wenn ich einmal im Quartal auf den Hof komme und Zeit habe. Obwohl ich immer noch viele sehe. Es ist nicht so, dass ich in meinem Elfenbeinturm sitze. Ich kann es dir nicht sagen. Ich weiß aber, ich bin schon als ganz kleiner Junge unter das Auto drunter gelegen und habe geschaut, wie viel Auspuff ich entroge. Das war mir enorm wichtig. Meine Mutter hat mich da immer mit dem Arm wieder hochgezogen, weil ich dann meine Hose immer versaut habe. Weil ich gucken musste. Aber wo die Autoaffinität herkommt, ich weiß nicht. Aber hinter dieser Sache, warum Auto steckt, eigentlich mal ein Grundinteresse an Fahrzeugen, kann man so sagen. Aber wo die herkommt, Tim, keine Ahnung. Okay, alles klar. Jetzt bald. Wir sind jetzt gerade im Herbst 2025, wo wir aufnehmen. Und Januar 2026, du mit der Autowelt Prusight, mit deinem Autohandel, schon ein zehnjähriges Jubiläum. Zehn Jahre Unternehmens- und auch persönliche Entwicklung. Du hast gesagt, du hast vorher schon viel in Persönlichkeitsentwicklung investiert. Aber in den zehn Jahren als Unternehmer, als eigenes Unternehmen, da ist ja auch nochmal eine Menge passiert. Wie blickst du so auf diese Zeit zurück, die letzten zehn Jahre? Ich bin immer wieder erstaunt, wie schnell die Zeit vergeht. Das zum einen. Auf der anderen Seite dachte ich, es geht schneller. Also schneller, dass die Entwicklung schneller geht. Wenn ich aber meine Zielsetzungen, die zum Teil aus dem Jahr 2010 oder 2011 sind, noch während der Ausbildung, weil ich wusste, ich muss irgendwas allein machen, weil ich habe keinen Bock auf Durchschnitt. Das ist das Allerschlimmste für mich. Ich habe keine Angst, zu scheitern. Ich habe keine Angst, eine Bauchlandung zu machen. Ich bin Matthias Brusseit. Ich finde eine Lösung. Es ist alles gut. Ich habe Angst vor Durchschnitt. Das treibt mich enorm an, weil ich mir ein anderes Leben versprochen habe. Was war die Frage? Ach, schon zehn Jahre. Genau. Wie blickst du jetzt konkret auf diese Zeit zurück? Es war natürlich ereignisreich. Es war lehrreich. Es gab so vor zwei, drei Jahren mal eine Zeit, wo ich sehr viel probiert habe. Mit Luxusautos, mit Wohnmobile. Da habe ich kontrolliert sehr, sehr wenig Geld verdient, weil mir was anderes wichtiger war. 2023 war relativ rucklig. Das sind mehrere Faktoren. Aber auch da haben wir gelernt, uns wieder zu fokussieren auf das, was wir schon immer gemacht haben. Ganz alle Autos und das aber radikal mit geilem Vertrieb. Damit steht und fällt alles. Vertrieb ist jetzt komisch. Es hört sich jetzt komisch an, aber Vertrieb beginnt auch im Einkauf, um einfach sich als besten Partner zu verkaufen. Ich würde es genau so machen. Aber ich wäre wahrscheinlich, wenn ich es noch mal machen müsste, noch aggressiver. Ich würde noch weniger Gefangene machen. Dafür bin ich eh nicht bekannt. Aber ich würde wahrscheinlich noch versuchen, noch schneller voranzukommen. Jetzt sind zehn Jahre schon vorbei. Die Firma ist gewachsen. Wir haben jetzt auch wieder ein bisschen konsolidiert, weil ich viele Bereiche einfach wieder von mir weggeschoben habe. Luxusautos weg, Wohnmobile weg, den ganzen Bullshit, alles weg. Auf der anderen Seite sage ich, alles hat seinen Grund, warum du in diesem Moment in deinem Leben an diesem Punkt stehst. Das ist die Reise, Punkt. Deshalb bin ich dankbar für alles. Für alles Gute und auch für alles Schlechte, was ich erlebt habe. Vor allem auch für die Misserfolge und für die schlaflosen Nächte und auch durchaus verrückliche Zeiten, weil das hat ein Stück weit einen justiert. Geile Zeit, bestimmt durchwachsen, aber ich würde es wieder so machen. Aber aggressiver. Mir liegt es auf der Zunge, es ist eine relativ amerikanische Einstellung, finde ich. Weil das, was du sagst, scheitern, okay, also Erfolg haben, sowieso okay, scheitern, okay, mal eine Bauchlandung, aber Mittelmaß. Da würdest du jetzt bei dem klassischen Deutschen denken, okay, der hat Erfolg. Das ist schon komisch. Mittelmaß ist akzeptiert und scheitern, oioioioioioioioioioioioioioioioioioioioioioioioi, ganz schwierig. Deswegen sage ich, das ist nicht die klassische deutsche Mentalität. Da merkt man, dass du viel Zeit darauf verwendet hast, dich halt zu entwickeln mit deiner Persönlichkeit, weil es sind beide Unternehmen, kann nur so gut wie der Unternehmer drunter. Also von dir abhängig. Man muss aufpassen, dass man dieses Scheitern, wie du sagst, das Amerikanische, nicht glorifiziert. Ich sehe das gerade bei einem Freund, die ist im Immobilienbereich unterwegs, weißt du, das kann schon richtig scheiße sein. Belastet die Familie, jetzt ist die Familie zerbrochen, Streit mit dem Bruder, das darf man nicht glorifizieren. Aber meine Angst ist größer, eines Morgens aufzuwachen und zu merken, ach, die Vision Boards, das Gelaber, das war nicht echt. Und hier ist ein sehr großes Bild, seit sechs Jahren habe ich das Bild, und jetzt in so ein, zwei Wochen bekomme ich exakt, also das ist so ein, ich schicke dir mal ein Bild, Digitaldruck, wo ein Auto drauf ist. Und exakt dieses Auto, exakt in dieser Farbe, bekomme ich in den nächsten ein, zwei Wochen. Und das ist der große Unterschied zwischen, ich rede drüber und ich mache Vision Boards, oder ich ziehe es durch, wenn es soweit ist. Und deshalb habe ich, deshalb, ja, das Auto muss man bezahlen, ich lese sowas nicht, ich finanziere das nicht, das überweise ich, und dann ist es gut gewesen. Ich habe mir dieses Leben versprochen, mit allem, was dazugehört. Und jedes Leben hat seinen Preis. Ein geiles Leben hat seinen Preis, ein scheiß Leben genauso. Ich bin eben bereit, den Preis zu zahlen, zum einen. Und zum anderen ist der Preis, wenn man jetzt bequem ist, ich sage immer, sei jetzt hart zu dir selber, dann wird das Leben einfacher. Dieser Preis wird um ein Vielfaches höher sein eines Tages, wie wenn man jetzt Gas gibt, sich konzentriert, keine Scheiße links und rechts macht, keine Partys, kein Alkohol, keine Mädels, dann wird das Leben in zehn Jahren relativ einfach. Und ich sage dir ehrlich, Tim, das ist super einfach. Von außen wirkt das vielleicht ein bisschen komplex, oder für normale Leute, für mich ist das super einfach, super easy, weil ich alles regeln kann, letztendlich, und weil ich für alles die Power habe. Und ja, Scheitern in Deutschland eh verpönt, scheiß drauf, mir doch egal, was die Schafe über einen Wolf denken, die Meinung interessiert mich nicht. Ein Wolf bleibt ein Wolf, egal, wenn ein Schaf schlecht über mich spricht, es interessiert mich nicht die Bohne. Exakt, ganz genau. Du hast ja neben dem Autohandel, oder ich habe das in der Vorbereitung exakt so formuliert, scheinbar ist der Autohandel dir zu langweilig und deshalb ist es dabei nicht geblieben. Die Worte habe ich mal zusammengeschrieben. Was ist denn alles rund um die Autowelt, um dein Autohaus drumherum entstanden und warum? Okay, also, ich hole mal meinen Flipchart. Nein, nein, alles gut. Also, grundsätzlich ist es so, in dem Handelsbereich, das ist im Wesentlichen die Autowelt, die Autowelt Brusseit. Da gibt es verschiedene Einkommenströme wie woanders auch. Bei uns fehlen welche, wo woanders ganz normal sind. Andere sind aber wieder überproportional extrem stark ausgebildet. Zum Beispiel Erträge aus Finanzdienstleistungen. Wirklich ultra überproportional bei uns. Können wir nachher vielleicht noch drüber reden. So, das ist der Handelsbereich. Wir haben aber auch keine Werkstatt, zum Beispiel. Also, ein großer Einkommenstrom ist der Handel mit ein paar Flüsschen, die zum großen werden. Und dann ist ein großer Bereich noch der Consulting-Bereich firmiert unter Brusseit Consulting GmbH. War am Anfang so immer in der Autowelt noch drin, so nebenher. Aber man muss ja drüber nachdenken, okay, welchen Wert haben die Firmen? Will man mal was verkaufen? Nur das Consulting verkaufen, nur den Handel oder was auch immer. Also hat man das ausgegliedert in eine eigene GmbH. So, und bei der Brusseit Consulting GmbH gibt es mehrere Produkte. Eine davon, das ist die bekannteste, das ist die Automobilvertrieb Masterclass. Das ist ein Weiterentwicklungsprogramm für Autohändler und Autohausgeschäftsführer in den Bereichen, wie ich vorher sagte, Einkauf, Verkauf, Marketing, Personal, Unternehmensführung, Cash und Mindset. So, dann gibt es noch ein paar andere Produkte da und dann gibt es Beteiligungsprogramme, wo wir beteiligt sind an anderen Unternehmen, weil wir denen auf gewissen Wegen einen riesigen Mehrwert geben und die innerhalb kürzerer Zeit nicht mal so sehr vom Umsatz, aber vom Ertrag und vom Gewinn, das ist wichtig. Verstehst du, da draußen, muss ich ganz kurz ausführen, da draußen jeder hat solche Cojones, also für die, die es gerade hören, ich mache gerade so Cojones. Ja, ja, da ist ein Handzeichen dazu. Genau. Solche Cojones, weil sie über ihren verfluchten Umsatz reden. Exakt. Alter, ich kann es nicht mehr hören. Da höre ich Leute, die sagen, ja, wenn man Bigplayer sein will, braucht man 2 Milliarden Umsatz. Freunde, alles gut, wenn aber dann nicht 50, 70 Millionen Gewinn oder eigentlich 100 Millionen Gewinn da stehen, dann reden wir nicht über ein funktionierendes Geschäftsmodell. Entschuldigung, ich kenne Unternehmen, die machen zwar, wo auch zum Teil mit uns arbeiten, denn es ist frei weg ins Gesicht hinein. Wenn man 2 Milliarden Umsatz macht und der Gewinn mal 10 Millionen ist, dann hast du kein funktionierendes Geschäftsmodell mehr. So einfach ist es. Warum soll ich so ein Riesenrad drehen, wenn mein Gewinn in 3 Jahren gleich ist wie der Umsatz von dort? Also jetzt mal in meinem Forecast. Nehmen wir mal, aber das kriegen wir hin. So, da habe ich schon gar keinen Bock drauf, wenn mir jemand rumflext mit seinem Umsatz. Weil es Schall und Rauch ist. Natürlich, wenn man groß ist, macht man Umsatz. Aber Entschuldigung, die Rechnungen werden bezahlt von dem, was unterm Strich steht. Und wir legen Wert drauf, dass die Rentabilität und die Rendite bei 15% liegt. Das ist das Ziel von Leuten, die zu uns kommen. 15% und nicht 1%. Letztens lese ich, das zeigt es mir manchmal in Instagram, in LinkedIn an, einen Beitrag von Kfz-Betrieb. Das muss eine Zeitschrift sein, oder? Ja, Kfz-Betrieb. Und da steht da, so 2024 und 2025 sackt die Rendite der VW-Händler ab. Ich nehme diesen Beitrag und teile ihn in meinem Netzwerk und schreibe nur drüber, wohin soll die Rendite absacken, wenn man doch eh nur 1% Rendite hat. Das ist für mich so was von absurd. Und deshalb sagen wir, 15% Umsatzrendite, darunter fangen wir nichts an, Achtung, war bei mir auch nicht immer so, aber wenn ein Unternehmen mal 30, 40, 60 Jahre alt ist und jetzt immer noch kein Geld verdient oder wenig, Entschuldigung, dann läuft irgendwas nicht. Und ich sage, wir brauchen 15%. So, um das geht es. Wir machen Profitabilitätssteigerungen bei denen, nicht immer nochmal das Nächste, Nächste, Nächste. Weil wenn du viel Profit hast, bist du nicht mehr eingreifbar. Verstehst du das? Weil du das auch selber regeln kannst. Darum geht es. Wir haben Beteiligungsmodelle. Es gibt noch eine ProCite-Beteiligungsgesellschaft. Wir haben in diesem Dunstkreis gibt es noch eine Firma, die AutoQuantum GmbH. Die macht Performance-Marketing für Autohäuser, Autohändler. Aber die Hauptthemen sind eigentlich der Handel und das Consulting. Und alles daneben ist so. Aber das sind die zwei Hauptstränge, ja. Okay, cool. Ein Autohaus zu führen. Ich glaube, ihr habt drei Standorte, wenn ich mich richtig informiere. Nein, also, wir haben drei Standorte, alle in einer Stadt. In meinem Kopf ist es ein Standort, weil die alle zusammen sind. So, ein Standort eigentlich Hauptamt Neckar, ja. Okay. Das musst du ja auch erstmal machen. Und jetzt hast du gesagt, dass du mit der Automobilvertrieb-Masterclass da angetreten bist. Ich kenne mich ja auch ein bisschen aus, was so Unternehmensentwicklungen, diverse Programme durchlaufen habe. Auch viel Zeit und viel Geld in meiner Vergangenheit investiert in mich, was du ja auch erkannt hast, weil das das richtige und das beste Investierte ist. Und solche Dinge halt gestalten aktiv, das ist natürlich auch kein Selbstläufer. Das ist natürlich echt hoch anstrengend und ab und zu, wenn ich dich gesehen habe, ich glaube in diesem Jahr haben wir uns zwei, dreimal gesehen, da hieß es auch, pass auf, ich muss früh weg, weil ich habe morgen früh schon direkt hier Masterclass-Call und so. Wow. Das ist aber schon, da brauchst du Energie für, das ist kein Selbstläufer. Ja, hast recht. Aber wem erzähle ich das? Ja, das ist bei Leuten wie uns so. Das ist nicht so, dass der Autohandel mich irgendwie nicht erfüllt oder so. Finde ich geil. Alles super. Erstens sehe ich, es ist Bedarf da. Zweitens sehe ich, es ist Profit für mich da. Und das natürlich nicht zu wenig, weil ich gut bin in dem, was ich mache und wir immense Ergebnisse erzeugen bei unseren Partnern. Und ja, das ist so. Wir haben uns letztens irgendwo in München im Zuge von der IAA, glaube ich. Genau. Grundsätzlich ist es bei mir so, Tim, ich habe am nächsten Morgen um 7.30 Uhr die ersten Calls wieder mit engen Partnern, also mit Beteiligungsleuten, an denen wir beteiligt sind, wo wir also direkt in Verbindung mit dem Ergebnis stehen. Das heißt, da müssen wir drücken. Und auch mit anderen, weil die zählen auf unsere Hilfe. Also sind wir da. Nur weil ich unterwegs bin, heißt das nicht, dass ich nicht für meine Kunden da bin. Und das ist natürlich anstrengend. Fakt ist aber auch, selbst wenn ich am nächsten Morgen keine Masterclass hätte, wäre ich auch um die Uhrzeit gegangen. Weil ich in einem Rhythmus bin. Also das war eine klasse Veranstaltung von diesem großen Plattformanbieter. Das war klasse. Aber ganz ehrlich, nach 22.30 Uhr hat eh jeder einen im Helm und ich trinke keinen Alkohol und ich habe meinen Schlafrhythmus. Da halten wir uns dran, da kommt auch nichts dazwischen und dann gehen wir ins Bett. Und am nächsten Morgen ziehen wir das durch. Und ich mache das jeden Tag. Jeden Tag. Das geht auch nur, weil ich, wenn man es ganz genau betrachtet, sehr konkrete Content veröffentliche. Daraufhin melden sich geile Leute. Und deshalb habe ich eine Stange von geilen Führungskräften, die das Daily Business im Handel regeln, dass ich das nächste Geschäftsfeld aufbauen kann. Ich bin natürlich trotzdem im Handel aber noch involviert. In mehr als manche Leute denken. Das ist einfach nur eine Fleißsache. Und klar, ich arbeite immer noch jeden Tag minimal bis 20 Uhr und fange morgens spätestens um 7.30 Uhr an zu arbeiten mit dem ersten Call. Bei mir beginnt Arbeit nach dem Aufstehen. Also um 5 Uhr kommen wir. Und ich bin auch samstags bis 18 Uhr hier im Geschäft, weil das unsere Öffnungszeiten sind. Also gucke ich, was abgeht. Und ich arbeite auch nur den halben Sonntag. Aber das geht. Das funktioniert. Und von dem her, ich sage es immer wieder, das ist bei vielen Leuten eine Fleißsache. Ich will das gar nicht anders. Ich gehe auch nicht vom Gas runter. Aber ich tue es nicht. Und warum sollte ich das? Ich bin bei voller Energie. Je mehr ich Gas gebe, desto voller wird mein Energietank. Und wenn es mal nicht läuft, dann stehen hier halt Koffein-Tabletten. Scheiß drauf. Verstehst du das? Das geht alles. Wir sind nur mittlerweile auch im Autohandel in einer Bubble drin, wo halt ein bisschen weniger und vier Tage Wochen… Ja, macht ihr nur. Die meisten sind gar nicht mehr auf der Autobahn. Und bei mir ist linke Spur 280. Und da ist niemand mehr, den ich weglichthupen muss. Die sind alle schon weg. Und ich halt nicht. Ah, schön, herrlich. Ja, okay, cool. Wir müssen mal ins Fernlicht gucken. Weil wir sind die ganze Zeit schon irgendwo dazwischen. Wir gucken gar nicht mehr so richtig nach hinten. Jetzt gucken wir nach vorne. Ich blicke nicht so gern zurück. Du bist ja schon in der Windscheibe gelebt. Das weißt du ja, gell? Ja, richtig. Mit deinem gesammelten persönlichen Wissen aus der Branche und natürlich auch vielen Gesprächen mit Kunden, aber auch Trainees in deinem Programm. Wie siehst du aktuell die Zukunft des deutschen Autohandels? Bist du da so goldene Zukunft oder schwieriges Thema? Also muss natürlich ein bisschen den Ball rüberflanken. Ja, also grundsätzlich mich interessiert Optimismus oder Pessimismus einen Scheiss. Wir ziehen das durch, was notwendig ist. Wir tun das, was getan werden muss. Ganz einfach, okay? Das heißt, ich bin grundsätzlich immer ein positiver Mensch. Ich sehe immer die Chance. Immer. Es wird aber rucklig. Es wird rucklig in ganz Deutschland. Kolperige Zeiten. Ich glaube, dass du, glaube ich, du bist ja, ich glaube, eine reine Unterstellung, du hast ja viel, glaube ich, mit freien Händlern zu tun. Auch, ja, aber es wird zunehmend anders, ja. Ah, okay. Letzte Woche war der IFA-Autogipfel aus allen Seiten besprochen. Durchschnittliche Marge, Autohandel, bla bla bla und hin und her und Aussichten und ich würde es gerne wissen, wie jemand, der jeden Tag zum einen selber an der Front ist mit seinem Autohandel und dann wirklich mit vielen Unternehmern spricht, die Autos handeln und da wirklich voll in der ersten Reihe stehen, wie da so in die Zukunft geblickt wird. Also, die Fleißigen und die Schnellen und die Offenen, die werden gewinnen. Wir werden viele verlieren. Ich sage es dir, ich sehe zum Teil Unternehmen, viele Unternehmen von außen, viele von innen, das ist schon abartig. Also, ganz offen gesagt, bei den meisten ist es nicht rosig. Wir haben über 3.000 Händler in unserer Kundenkartei, die mehr oder weniger mit uns machen. Also, der eine macht nur Online-Kurse, der andere ist in der Betreuung. Da haben wir natürlich schon Einsicht. Ich sehe die BWA zum Teil, ich sehe die Umsatzreportings von Banken, mit denen die zusammenarbeiten. Ich habe viel Kontakt zu Banken, auch mit denen müsstest du mal sprechen, was denen abhanden kommt an Händler, die Einkaufslinien nicht mehr bezahlen und finanzieren können. Dann ist es erledigt, letztendlich. Also, die Entwicklung ist schon ganz wild. Viele werden es nicht überstehen. Ich sage es ganz frei weg. Viele, auch Große, werden es nicht überstehen oder sie werden übernommen von noch Größeren, VanMossel zum Beispiel, oder Hedin oder wer auch immer. Gewinnen werden die, die das meiste Geld machen und nicht die Größten. Die, die das den meisten Profit machen, die werden gewinnen. Es heißt, Herr Brussait, was für eine Erkenntnis, mit viel Geld natürlich. Ja, wenn das die Erkenntnis ist, die scheinbar alle vielleicht schon wissen, wieso macht es denn keiner? Die sind alle, alle auf Kante genäht, das kann man sich nicht vorstellen, Tim. Außer die, die bei uns sind. Warum? Weil wir vieles streichen. Große Händler denken, ich brauche immer noch was dazu. Noch eine Fahrschule, noch Carsharing, noch dies und das. Alles, alles. Nein. Ne, ne, ne. Du brauchst ein kleines Klavier mit drei Tasten. Einkauf, bedingungsloser Vertrieb und Finanzdienstleistung und dann wird man so viel Geld verdienen, wie man es noch nie gesehen hat. Das ist egal. Wir haben zum Beispiel ein Beteiligungsprogramm, nennt sich Mission X-Code. Da sind wir beteiligt an der Steigerung der Bankprovision. Das heißt, Beispiel, einer kommt zu uns und hat 30.000 Bankprovisionen durch Kreditvermittlung im Monat. Wir steigern ihn von 30.000 auf 130.000. Er hat eine Steigerung von 100.000 im Monat und von den 100.000 kriegen wir X-Prozent, okay? Das ist die Mission X-Code. Steigern wir ihn nicht, muss er nichts an uns bezahlen. Wenn wir ihn aber steigern, dann kriegt er eine Rechnung, ist ja ganz klar. Und denen geht’s am geilsten, die verstanden haben, hey, wir gehen wieder zurück zum kleinen Einmaleins. Wir kaufen geil ein, weil jetzt ist die beste Zeit, um günstig Autos einzukaufen, frei weg. Wir sind bedingungslos im Vertrieb und ich sag dir eins, wir haben hier in Deutschland kein Nachfrageproblem. Wir haben ein Problem mit absoluten Versagern, die sich Verkäufer nennen. Gedeckt von Versagern, die sich Geschäftsführer nennen. Ganz einfach erklärt. Und zwischendrin ist noch ein Verkaufsleiter, der irgendwie das allen recht machen will. Seine LLMs, das ist Low Level Mindset, Leute. Nenne ich LLM. Und dem Chef, der sagt, wir wollen mehr Geld verdienen. Junge, an die Chefs, geht doch mal runter und verkauft selber Autos. Tim, du kannst mich hier runterschicken und ich verkaufe dir hier unten jetzt einen Gebrauchtwagen, ohne Anzahlung, 8,99% Zinsen, alle verfügbaren Produkte mit 5 Jahren Laufzeit. Ohne Problem. Wirklich. Ich kann das selber. Ich bin Verkäufer im Herz. Die, die jetzt radikal Vertrieb machen, die wissen, wo wirklich ihr Geld herkommt und sich vielleicht auch lösen und den Zwängen eines Herstellers, die werden gewinnen. Weil der Hersteller hat nur eine Sache. Er, der Hersteller möchte immer mehr Profit. Ist ja richtig. Aber der Kunde bezahlt nicht mehr. Der Hersteller zieht immer mehr aus dem System raus und du, armer Fuchs da dazwischen, du sollst neue Fliesen machen, neue Pylonen. Du wirst nicht überleben. Wenn das irgendwann Vertragshändler hören, kümmert euch in Gottes Namen um euer Gebrauchtwagengeschäft und zieht es unabhängig vom Hersteller auf und ihr werdet so viel Geld verdienen, wie noch nie. Unser Zielrohrertrag dieses Jahr sind 8000 Euro pro Fahrzeug. Wir sind schon bei 8700. Kommendes Jahr 10.000 Euro Rohertrag pro Fahrzeug. Und ich sag dir eins, wir erreichen es. Und die anderen, die mit uns zusammenarbeiten, erreichen es auch, weil wir Konzentration haben. Wenn du jetzt rumkasperst, bist du verloren. Also inklusive den Nebenprodukten, die ihr verkauft. Fahrzeugertrag, Bankprovision, Provisionsertrag, wäge mir noch Winterräder, was auch immer. Der Zielrohrertrag muss minimum mal 8000 Euro sein. Und das erreichst du nicht mit Jahreswagen oder Vorführwagen, nein. Auch sehr große Händler, an denen wir beteiligt sind, die sagen, hey, lass uns normale Gebrauchtwagen machen, die Ware von Brusselside. Schau bei uns auf die Webseite www.autowelt-brusselside.de Gucken sie sich die Ware an. Damit drucken sie derzeit Geld. Sonst mit gar nichts. Du hast es gerade schon ziemlich ausgeholt. Zum einen habe ich ja meine persönliche Endverbrauchererfahrung im Autohandel, im Autokauf. Die deckt sich mit dem, was du gerade so skizziert hast. Die waren nicht schön. Aber selbst wenn man nicht ein durchschnittliches Auto haben will, sondern auch vielleicht ein Luxusautomobil, ist es teilweise genauso schlimm. Und das ist ja irgendwo eigentlich auch so ein offenes Geheimnis. Ich bin ja kein Autohändler, ich bin nur mit der Branche, arbeite ich quasi im Marketing zusammen auch schon seit 20, 25 Jahren. Also ich kenne das Spiel schon ganz gut. Und dieses auf Geschäftsführungsebene erkennen, es muss sich was tun und dann auf der anderen Seite aber zu sehen, dass manche Menschen im Team nicht funktionieren. Ich will das mal so ein bisschen neutraler formulieren. Das ist ein offenes Geheimnis seit dem Vierteljahrhundert. Das ist ganz merkwürdig. Im Vierteljahrhundert, wahrscheinlich sogar noch länger. Und inzwischen gibt es ja auch in dem Bereich Schulungsmöglichkeiten, ob da Verkauftrainer für Verkäufer sind oder für Geschäftsführer oder Verkaufsleiter. Es gibt ja inzwischen Initiativen, um den Leuten ich wäre beinahe rausgerutscht, was beizubringen, aber vielleicht noch etwas mehr mit in den Rucksack zu packen, womit die besser sein können gegenüber dem Kunden. Das ist ja schon mal total richtig und wichtig. Ja, guck mal, es geht nicht darum, jemanden zu belehren. Herrgott, ich bin 34. Ich habe auch noch nicht alles gesehen. Ich lerne auch jeden Tag. Aber was ich halt sehe da draußen ist, es werden Leute geduldet. Wir haben in Deutschland flächendeckend keine Führung. Die Leute werden nicht geführt, sie werden geduldet. Und bei mir im Unternehmen wird geführt. Und zwar militärisch geführt. Fertig. Weil wir Ziele haben. Und die werden wir erreichen. Und zwar nicht nur an Größe, Größe, Größe, sondern auch an Profit. Weil damit werden wir das Wachstum und die Transformation bezahlen, die irgendwann kommt. Egal wann. Ich werde bereit sein, weil ich es bezahlen kann. Und das ist eine Sache, alle reden von hochlaufende E-Mobilität und bla bla bla. Ein Bullshit des Todes. Ich kann es nicht mehr hören, sorry. Deshalb auch manche Zeitschriften. Bleib mir weg, du. Mit eurer E-Mobilität. Wieso schreibt ihr nicht darüber, wie man viel Geld verdient als Autohändler? E-Mobilität zum Teufel. Das ist mir egal, Tim. Ob E-Mobilität oder Verbrenner oder C- oder E-Mobilität oder F oder G, es juckt mich nicht die Bohne. Wir müssen Geld verdienen, um unsere Probleme anzugehen. Und deshalb, Abhängigkeit von einem großen Hersteller ist halt nicht so geil. Also von dem her, wenn man Vertragshändler ist, super, kannst du ja auch bleiben. Aber überleg dir sehr gut, was in zwei Jahren sein soll. Die Inflation ist alles, was du hast. Und der Hersteller, der verlangt auch ständig wieder neue Sachen. Also, man muss sich überlegen, wie man mehr Geld verdient. Man muss führen. Man muss Leute rausschmeißen. Wirklich, die Low-Performer raus aus dem Laden. Und weißt du, was das Problem ist? Da fängt es oftmals beim Chef an, dass ganz oben auch absolute Pfeife sitzt, die nicht selber verkaufen kann, die nicht bereit sind, das zu tun, was man tun müsste. Und ich tue es. Und deshalb geht es uns gut. Deshalb machen wir 15% Rendite. Verstehst du? Weil ganz oben ein Verkäufer sitzt. Verstehst du? Und das bin ich. Das bin ich. Du hast vorhin was zwischendurch gesagt, das fand ich ganz interessant. Du sagtest, wir machen einen guten Job, wir machen Profit, damit wir in Zukunft für etwaige Transformationen gut aufgestellt sind. Siehst du was kommen? Siehst du da konkret irgendwas kommen, worauf du, was du jetzt schon irgendwie vorbereitest oder so? Also großer, natürlich sehr großer Trend, auch unabhängig von unserer Branche, KI, AI. Das ist ein Hauptthema bei uns hier. Mit Prozessoptimierung, wo wir mit einer Schweizer Firma kooperieren. Die sind auch wiederum Teil von unserem Weiterbildungsprogramm in der Masterclass. Also das übergeordnet. Aber die ganz große Veränderung beginnt ja eh nicht im Autohandel. Autohandel ist rückständig, auch im Marketing. Kein Mensch macht richtig Marketing. Also wirklich ganz wild oder auch so, was man sieht oder auch eher nicht sieht von allen oder von fast allen. Und die, die geiles Marketing machen, sind bei uns in der Masterclass, weil sie da beraten werden, logischerweise. Also das da. Aber so, dass ich sage, wow, da kommt was mit gigantischer Geschwindigkeit auf uns zu. Was soll das sein, Tim? Ich sehe nichts. Ich sehe nichts. Also das ist E-Mobilität, ja. Man sieht ja, wie geil das läuft. Und nochmal, ich bin nicht pro oder contra E-Mobilität. Es ist mir schlicht und ergreifend egal. Wir müssen Geld verdienen. Nur so können wir letztendlich überleben für unsere Leute da sein, für unsere Mitarbeiter, für unsere Kunden da sein. Und ich meine, der Porsche-Vorstand hat mal eine oder ich glaube, der Porsche-Vorstand hat mal eine Sache gesagt. Die Zukunft ist elektrisch, aber vielleicht ist die Vergangenheit noch nicht vorbei. Und wir machen das, was das meiste Geld bringt. Und jetzt sage dir eins, lieber Tim. Wenn es so weit ist, dass ich am Horizont nur eine kleine Welle sehen kann, dass die E-Mobilität heißt, wenn ich da sehe, dann habe ich, lieber Tim, das Geld, um eine Million Euro in Marketing zu investieren, dass ich auf einmal nicht mehr Autowelt-Brusseit mit rotem Schriftzug bin, sondern E-Autowelt-Brusseit in grünem Schriftzug. Und ich sage dir, ich bin innerhalb von wenigen Monaten der führende Anbieter für gebrauchte Elektromobilität auf dem deutschsprachigen Markt, einfach weil ich mir Marketing leisten kann und weiß, wie es funktioniert und das andere nicht können. Von dem her, jetzt Geld verdienen für die Transformation, super. Jetzt die Transformation vorspielen, wo keine ist, blöde. Matthias, das ist ein, wie soll ich das formulieren, ein sehr illustrer Talk mit dir, weil du einfach deine Meinung sagst. Und das ist erfrischend, nicht anders für mich, sondern erfrischend schön. Weil das schätze ich sehr und häufig kriegt man ja doch in der Öffentlichkeit eher weichgespülte Informationen oder nur hinter vorgehaltener Hand mal vielleicht eine richtige Meinung. Finde ich richtig stark. Das hat mir echt viel Spaß gemacht und wenn ich so mal schaue, wir sind jetzt ein bisschen länger geworden, aber das ist auch genau richtig so, weil wenn Menschen was zu sagen haben, dann sollen die es bitte tun, ohne von mir gebrochen zu werden. Nur an einer bestimmten Stelle musst du dann einen Cut machen, sonst reden wir bis morgen früh. Ja, ich glaube auch. Wahrscheinlich drücken wir gleich hier auf Stopp und quatschen sowieso noch weiter über Gott und die Welt, weil uns verbindet doch irgendwie relativ viel. Das ist erstaunlich. Matthias, herzlichen Dank, dass du mir hier relativ spontan auch die Möglichkeit gegeben hast, mir mal, dass ich dir ein paar Fragen stellen kann und dass ich dann mal hinter die Kulissen bei der Prusight Group und Autowelt Prusight und der Masterclass und vor allem bei Matthias mal schauen darf. Herzlichen Dank. Ja, vielen Dank auch noch mal für die Einladung, lieber Tim, hat mir großen Spaß gemacht. Danke. Okay, dann sind wir für heute mit diesem Podcast durch. Ich hoffe, euch hat es Spaß gemacht zuzuhören. Es war heute eine sehr illustre Ausgabe, wo ich auch wieder viel gelernt habe über Systeme und all sowas. Kann ich gar nicht zusammenfassen. Ich habe so viele Gedanken gerade. Also, macht’s gut da draußen. Wir hören uns bald wieder und ja, wir sind dann raus. Ich sage Tschüss, macht’s gut und der Matthias sagt auch noch irgendwas. Bis bald, meine Lieben und guckt nach eurer Rentabilität. Bis dann, ciao.


Diese Episode ist Teil des Podcasts Benzingespräche von Tim Klötzing.