Einleitung
Im neuesten Podcast von Benzingespräche spricht Tim Klötzing mit Ralf Missi, CEO und Co-Gründer von e-mobilio, über die Herausforderungen und Lösungen in der Elektromobilität. e-mobilio hat sich als Pionier in der Branche etabliert, indem es die Komplexität der Elektromobilität für Autohändler und Endkunden vereinfacht.
Die Vision von e-mobilio
Ralf Missi erklärt, dass die Elektromobilität weit mehr als nur ein Wechsel der Antriebstechnologie ist. Sie umfasst ein ganzes Ökosystem, das Themen wie Installation, Wallboxen, THG-Quote und Photovoltaik integriert. e-mobilio hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Komplexität zu reduzieren und den Kaufprozess für Kunden zu erleichtern.
Der E-Kaufberater: Ein Schlüsselprodukt
Das Kernprodukt von e-mobilio, der E-Kaufberater, ist eine digitale Beratungslösung, die auf über 400 Webseiten in Deutschland im Einsatz ist. Diese Lösung ermöglicht es Autohändlern, ihre Kunden umfassend zur Elektromobilität zu beraten und passende Produkte anzubieten. Dadurch wird die Kundenbindung gestärkt und neue Einnahmequellen erschlossen.
Unterstützung für Flottenkunden
e-mobilio bietet auch umfangreiche Dienstleistungen für Flottenkunden an. Dazu gehören Standortelektrifizierung und Hochlaufplanungen für den Umstieg auf Elektromobilität. Diese Services helfen Unternehmen, ihre Flotten effizient auf die Zukunft auszurichten.
Neue Einnahmequellen für Autohändler
In einer Zeit, in der Margen im traditionellen Autohandel unter Druck stehen, bietet e-mobilio Autohändlern die Möglichkeit, durch den Verkauf von Peripherie-Produkten wie Wallboxen und Photovoltaik-Systemen neue Einnahmequellen zu erschließen. Dies ist besonders wichtig, da der Preis als Differenzierungsmerkmal im Agenturmodell wegfällt.
Fazit
e-mobilio zeigt eindrucksvoll, wie die Herausforderungen der Elektromobilität in Chancen umgewandelt werden können. Mit innovativen Lösungen und einem klaren Fokus auf Kundenbedürfnisse setzt das Unternehmen neue Maßstäbe in der Branche.
Show Notes & Key Takeaways
Themen:
- Die Komplexität der Elektromobilität
- Der E-Kaufberater als Lösung
- Unterstützung für Flottenkunden
- Neue Einnahmequellen für Autohändler
- Die Zukunft der Mobilität
Key Takeaways:
- e-mobilio vereinfacht den Zugang zur Elektromobilität.
- Der E-Kaufberater stärkt die Kundenbindung.
- Flottenkunden profitieren von maßgeschneiderten Lösungen.
- Autohändler können neue Einnahmequellen erschließen.
- Die Elektromobilität bietet zahlreiche Chancen für die Branche.
📄 Vollständiges Transkript anzeigen
Benzingespräche – der Personality- und Branchenpodcast der deutschen Automobilwirtschaft. Der Podcast führt mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind, erzählt zu werden. Es geht um neue und verschiedene Blickwinkel auf die Autobranche und persönliche Meinungen zukünftiger Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, Online-Marketing-Spezialist, Unternehmercoach und Agenturinhaber. Herzlich willkommen zurück bei meinem Podcast Benzingespräche und heute mit einem Unternehmensspecial und zwar mit e-mobilio. e-mobilio ist kein ganz unbekanntes Unternehmen mehr in der Autobranche, in der deutschen Autobranche im Moment, denn die Kollegen rund um Ralf Missi und Dennis Reichel sind sehr agil und entwickeln ihre Plattform immer weiter. Umso besser, dass sich Ralf Missi, CEO und Co-Gründer heute die Zeit nimmt, um uns das Unternehmen, die Dienstleistungen und die Ziele von e-mobilio besser vorzustellen. Hallo Ralf. Tim, servus, grüß dich. Ich freue mich sehr, bei deinem tollen Format dabei zu sein. Ja, klasse. Also, Dito, ich freue mich, dass ihr dabei seid, weil wir haben uns auf mehreren Events, mehr oder weniger so im Vorbeigehen immer so ein bisschen gesehen und hatten immer nie so komplett die Zeit, mal zu sprechen. Deswegen umso besser, dass wir mal die Zeit haben. Und ich glaube, so in den letzten Wochen, Monaten habe ich das so ein bisschen verfolgt. Du bist sehr viel für e-mobilio unterwegs und ich schätze mal, so den Status in Ruhe und viel Zeit ist bei dir zurzeit nicht so angesagt. Nee, bei uns geht die Post ab, im wahrsten Sinne des Wortes. Ich meine, ich vergleiche das mal vielleicht damit, wenn jemand den Unterschied zwischen mit einem Verbrenner Gas geben, mit einem E-Auto Gas geben, mit einem Verbrenner musst du schon ein ganz anderes Auto haben, damit du die Beschleunigungsgeschwindigkeit eines E-Autos schlagen kannst. Und so ein bisschen ist es bei uns gerade. Das Thema geht völlig durch die Decke und wir Gott sei Dank mit. Insofern viel Los. Okay. Ja, so habe ich das auch wahrgenommen. Also wir hatten ja auch nur zuletzt so gelegentlich dann in der Vorbereitung die Chance, mal zu sprechen. Und da habe ich auch gemerkt, meine Güte, der Junge ist aber unterwegs. Ja, man macht Spaß. Es ist am Ende des Tages natürlich super spannend, mit so viel Austausch zu haben. Mit Leuten aus dem Autohandel, von der OEM-Seite. Wir sind ja in ganz vielen anderen Branchen auch unterwegs. Das ist einfach extrem schön und ich bin gern unterwegs, ich treffe gern Leute, tausche mich mit denen aus und genieße einfach auch so in dieser, ich will das Wort Corona schon gar nicht mehr sagen, aber in dieser Zeit danach, dass man endlich wieder Leute auch wirklich sehen kann und nicht nur virtuell sieht, sondern auch in einem Gespräch mal und das hat schon was. Absolut. Bevor wir auf Immobilio zu sprechen kommen im Detail, lass uns doch erstmal so ein bisschen über dich sprechen, so ein bisschen dich kennenlernen. Wie ist dein Werdegang, was waren so deine beruflichen Stationen bisher? Ich bin relativ lange ja schon unterwegs beruflich. Ich habe mal bei der BMW AG gestartet, hier in München auch, wo wir auch sind. Habe da sehr viele Themen gemacht, war dann als Berater viele Jahre unterwegs. Kommunikationslastig, Digitalisierungslastig und eigentlich immer so auf der einen Seite sehr viel im Autohandel oder OEM-Business gemacht, Autolaunches gemacht, Strategien für Markteinführungen gemacht. Dennis Reichel, mein Co-Founder, hat Themen gemacht wie auf BMWi, Wallbox-Einführungen, also damals wie BMWi gelauncht hat, solche Themen zu machen und sodass so die eine Seite und die zweite Seite, die mich eigentlich seit 16 Jahren bewegt, ist das ganze Thema Energieeffizienz, also der verantwortungsvolle Umgang mit Energie und das sowohl im Gebäudebereich wie auch im Mobilitätsbereich. Und das ist am Ende ein bisschen das, was in der Elektromobilität natürlich zusammenkommt, weil du hast das Auto, klar, aber du hast ganz viele Themen, die eigentlich aus dem Gebäudebereich kommen, wie Photovoltaik, wie Installationen, wie Themen, die da außen rum sind. Und das ist so ein bisschen, wo ich mich bewegt habe und parallel, um das zu ergänzen vom Dennis, weil es tatsächlich wichtig, weil Dennis und ich sind 14, 15 Jahre beruflich in Projekten und Firmen miteinander unterwegs. Wir haben sehr viele Firmen oder ich habe vor allem sehr viele Firmen auch gebaut und haben da viel gemacht. Und das ist so ein bisschen der Grund, wie sind wir am Ende des Tages in der Elektromobilität gelandet. Also habt ihr mit ein paar anderen Unternehmen vorher mal geübt sozusagen und jetzt knallt er durch die Decke mit einem geilen Thema. So ist das auch ein bisschen mehr als geübt. Ja, ich glaube auch. Ich habe es gerade ausgesprochen und dachte so, oh Gott, was hast du da gesagt. Alles gut, alles gut. Übung macht den Meister, insofern wird es beim nächsten Mal immer besser. Also das ist schon, das ist tatsächlich ein spannender Gebiet. Okay, was hat dich denn dann konkret dazu verleitet, jetzt dieses neue Unternehmen zu gründen? Die Bedeutung. Die Bedeutung, die Elektromobilität hat, wie wir vor, das Ganze geht eigentlich so ein bisschen auf so eine Diskussion vor mittlerweile schon sechs Jahren zurück, wie wir festgestellt haben, so in dem eigenen Wunsch auch elektrisch zu fahren, festgestellt haben, wie unglaublich komplex Elektromobilität ist in der Kaufentscheidung, wie unglaublich komplex das für den Handel ist, wie viele Themen, mit denen man eigentlich nie zu tun hatte, auf einmal eine Rolle spielen. Und wir haben gesagt, das ist unglaublich wichtig, aber natürlich, CO2-Einsparungsziele erreichst du nur, indem du elektrisch fährst am Ende des Tages. Und das wird einen großen, großen Push kriegen. Wir wussten damals, wir waren sehr viel mit ministeriennahen Projekten auch beschäftigt damals, wir wussten, welchen extremen Druck das Thema kriegen wird und haben dann für uns gewusst, okay, das ist auf der einen Seite, wohin alles mündet in unserem Leben, auf der einen Seite, oder auch in meinem Leben, auf der einen Seite die ganzen Mobilitätsthemen, Automotive-Themen, die ich gemacht habe, auf der anderen Seite Digitalisierungsthemen, auf der dritten Seite Energieeffizienz, das mündet alles in der Elektromobilität. Und wir haben das dann mit ein paar Kollegen aus dem Autohandel besprochen, sehr namhaften Händlern, die haben damals alle gelacht und haben dann gesagt, ja, Mist, wir verkaufen doch gar keine E-Auto. Das geht doch gar nicht. Das ist doch eine Übergangstechnologie. Das hat doch gar keine Zukunft in Wirklichkeit. Das sahen wir ein bisschen anders und haben dann darauf gesetzt und ich glaube, mittlerweile gibt uns der Markt auch ganz gut recht, wie der Hochlauf ist, wie spannend das eigentlich ist. Okay. Was ist denn, also Immobilio, was ist euer Elevator-Pitch? Immobilio ist der einfachste Weg, für den Kunden innerhalb von fünf Minuten sein perfektes Elektromobilitätspaket zu finden, das optimal abgestimmt ist auf seinen Wünsche, seiner Lebenssituation, seinem Bedarf und das mit einem Blick zu kaufen. Das ist Immobilio. Wow. Okay. Die nächste Frage ist sehr ähnlich. Welches Problem im Autohandel löst ihr denn konkret? Die Komplexität. Wenn du heute, man muss ja immer sehen, Elektromobilität ist ja für den Handel nicht der Wechsel einer Antriebstechnologie. Wenn es nur das wäre, dann wäre das ja schon ein Thema, aber das ist es ja gar nicht. Elektromobilität ist viel mehr. Nämlich Elektromobilität ist ein komplettes Ökosystem. Das heißt, auf einmal kommen Themen wie Installation, Wallboxen, THG-Quote, Fördermittelberatung, 25% unserer Kunden wünschen sich ein Photovoltaik-System und, und, und kommen rund um das Auto dazu. Das heißt, die Komplexität ist ein Thema, das wir natürlich lösen. Das zweite ist, dass der Handel natürlich in seiner historisch größten Umwälzung ist. Also Elektromobilität ist schon ein Riesenthema. Nur obendrauf kommt dann das ganze Thema Agenturmodell für ganz viele. Sprich, der Preis fällt weg als Differenzierungsmerkmal. Beratung ist die Zukunft des ganzen Themas. Das kommt dazu. Dann verlorene Margen oder verlorene Deckungsbeiträge im Servicegeschäft kommen obendrauf dazu. Das heißt, es geht darum, mit Peripherie, mit anderen Themen Geld zu verdienen, wird immer wichtiger. Und all diese Themen addieren sich dann zu neuen Wettbewerbern. Wenn wir uns anschauen, viele neue Marken drängen in den Markt. Die Kunden kennen die nicht, lernen die kennen. Es gibt neue Modelle. Das heißt, die Kundenbindung an ein bestimmtes Auto aus bestimmter Marke ist viel geringer. Und all diese Themen aggregieren sich oder bündeln sich eigentlich in der Elektromobilität. Und das ist das, was wir lösen. Das heißt, wir wollen für den Händler ein Partner sein, mit dem er mit Elektromobilität Kundenbindung aufbaut oder intensiviert zu seinen Kunden und vor allen Dingen Geld verdient. Geld verdient über Wallboxen, THG-Quoten, Installationen, Fördermittelberatung, Photovoltaik und und und. Wow. Ich würde jetzt ganz gerne noch näher dran gehen, weil Elevatorpitch ist so die oberste Tip of the Iceberg. Geil, das habe ich so noch nie gesagt. Was für ein Unsinn. Tip of the Iceberg. Willkommen im Ruhrgebiet. Aber egal. Aber das ist ja wirklich nur die Spitze des Eisbergs. Und jetzt Problemlöse, Autohandel, wir sind schon ein bisschen näher gegangen. Ich würde gerne noch näher dran gehen. Was bietet ihr ganz konkret und wem? Und da sage ich mal, Immobilio, wir beide hatten im Austausch vorher, ich wusste so grob, was ihr tut, hatte euch sehr stark im B2B verortet. Aber wenn ich das auch auf eurer Website so sehe, Autohändler, Fuhrparkmanager, Endkunden, OEMs, Versicherer, das ist ja nun mal quasi jeder am Markt Beteiligte beinahe, oder ist es? Richtig, es ist jeder, der in irgendeinem Bezug zum E-Auto am Ende des Tages steht. Was machen wir? Unser Kernprodukt, das ja auf über 400 Webseiten in Deutschland im Einsatz ist, über 350 Partner, ist der E-Kaufberater. Das ist eigentlich das, wofür man uns am meisten im Markt kennt. Das ist die digitale Beratungslösung, die ein Händler auf seiner eigenen Webseite in 10 Minuten installiert hat, angepasst natürlich auf seine Marken, auf seinen Look and Feel, und mit dem er seine Kunden beraten kann zur Elektromobilität. Entweder der Kunde sich auf der Webseite alleine des Händlers oder mit dem Verkäufer des Händlers zusammen sich beraten kann zu diesem Thema. Und natürlich alles kaufen. Das ist der E-Kaufberater. Was wir aber natürlich darüber raus haben, sind die ganzen Themen in Richtung Flotte. Das heißt, wir unterstützen sehr viele Handelspartner bei ihren Flottenkunden. Wenn ein Flottenkunde sagt, hier, ich kaufe diese Autos, ich brauche aber parallel Standortelektrifizierung oder ich will eine Hochlaufplanung für meinen Umstieg meiner Flotte zur Elektromobilität, dann machen wir das beispielsweise. Machen wir für große Player auch, machen wir für viele Händler. Dann machen wir natürlich das ganze Thema überhaupt mal Standortelektrifizierung auch bei Händlern. Also es gibt, was weiß ich, in NRW gibt es zurzeit ein unglaublich interessantes Förderpaket für DC Charger, also für Schnelllader, wo wir natürlich auch unterwegs sind und sagen, wir machen Analysen und verkaufen Hardware, installieren Hardware an Standorten von Autohändlern für Ladeinfrastruktur, gehen dann meistens noch einen Schritt weiter und sagen, mit Ladeinfrastruktur am Firmenstandort musst du Geld verdienen. Als Händler kannst du, musst du Geld verdienen. Das heißt, dafür brauchst du ein Backend-System, Abrechnungssystem, dafür brauchst du eine Ladekarte, die gibt es dann von uns auch wieder als White-Label-Produkt, so wie es von uns alles immer unter der Motorhaube sozusagen als White-Label-Produkt gibt. Dann machen wir noch das, dann machen wir THG-Quote natürlich alleine noch mal im ganz großen Stil für ganz viele Player. Dann haben wir ganz neue Produkte gelauncht. Also es gibt ja von uns jetzt auch die Möglichkeit zu sagen, wenn ich eine optimale Wallbox mit einem Top-Preis-Leistungsverhältnis haben kann, dann sollte ich auch damit mit der Immobilie reden. Das heißt, wir machen, eigentlich sind wir für ganz viele Handelspartner der Komplett-Partner für Elektromobilität, egal für welche Fragestellung. Du hast so gerade im Vorbeigehen mindestens ein Buzzword rausgehauen und zwar die THG-Quote, wo in der Vorbereitung ich auch fragen musste, was sind die THG-Quote genau, weil ich bin ja kein E-Auto-Fahrer. Da habt ihr quasi einen Service, der dem Endkunden, kurz gesagt, Geld beschert, oder? Genau, und dem Händler. Also im Grunde ist der Hintergrund seit 01.01.2022 kann ein E-Auto-Halter, also vollelektrisches Fahrzeug, seine THG-Quote, Treibhausgasminderungsquote, verkaufen. Und der Käufer am Ende des Tages ist die Mineralölindustrie, die zahlen Strafen für ihren CO2-Ausstoß, den können die kompensieren gegen gute THG-Quoten. Das ist der Kreislauf, der passiert. Wir handeln mit THG-Quote, das heißt für ganz viele B2B-Kunden, wie jetzt Autohandelsgruppen, Leasinggesellschaften, Versicherungen, haben wir ein Portal und eine digitale Lösung wieder, über die der Kunde sich registriert, seine THG-Quote verkauft oder abtritt. Wir handeln die dann, aggregieren die und bündeln die und verkaufen die im großen Stil weiter und zahlen an den E-Auto-Halter einen Betrag aus und zahlen parallele Provisionen an den Autohändler aus. Okay, ja cool, was für ein Volumen, also ich bin da nicht im Thema, was für ein Volumen hat das, ist das Millionen, Milliarden, keine Ahnung? Bei uns im Jahr über 100.000 Autos. Wow, okay, Wahnsinn. Wie stark seid ihr denn wirklich am Endkunden dran? Also allein über eure Webseite habt ihr ja auch Strecken für den Endkunden. Haben wir auch, aber der Fokus ist schon, wie du auch vorher gesagt hast, der Fokus ist eigentlich schon sehr klar B2B, das heißt eigentlich erreichen wir den Endkunden mit unserem jeweiligen Partner zusammen, weil am Ende kauft natürlich die Wallbox, die wir vielleicht verkaufen, in einem Autohaus natürlich der Endkunde dann am Ende des Tages. Das heißt, wir sind eigentlich immer so B2B, B2C unterwegs, das heißt wir zum Autohaus B2B und dann im Schulterschluss mit dem Autohaus zum Endkunden und so ist eigentlich unsere Reise. Wir haben natürlich auch noch ein direktes Endkunden-Business, aber es spielt eigentlich kaum noch eine Rolle. Das ist mehr so die Historie der Immobilio, dass wir das auch mal wieder als Marktforschung benutzen für uns, um neue Themen zu testen, aber eigentlich sind wir ganz klar als Partner des Handels unterwegs. Okay und wie muss ich mir das vorstellen? Du hast vorhin gesagt, ihr habt quasi ein Tool, was auf den Händler-Websites integriert werden kann, wo ein Endkunde schon auf der Händler-Website schauen kann, ein E-Kauf-Berater. Wie sieht das denn im Autohandel aus, wenn er vor Ort ist? Gibt es da, ich sage mal, ein Programm, was der Autoverkäufer dann noch zusätzlich hat und dann beraten kann, weil wir wissen ja auch, dass nicht jedes Autohaus, jeder Berater, jeder Verkäufer, wirklich komplett sattelfest ist mit den Technologien? So ist es, so ist es. Auch gar nicht sattelfest sein kann. Also man muss einfach auch sehen, die Themen sind so vielfältig, verändern sich so stark. Allein Wallboxen ist nicht leicht, sich da wirklich kompetent auszukennen, ohne dass ich halt irgendeine digitale Lösung wie ein Werkzeug habe. Das, was wir anbieten, ist ja eigentlich wie ein Werkzeug für den Händler. Im Handel wird das so genutzt, dass es entweder auf einem Tablet ist, also die gleiche Applikation, die auf der Webseite des Autohauses ist, öffnen, haben die auf einem Tablet oder haben ihre eigene Webseite auf dem Tablet, klicken sich dann da mit dem Kunden durch die Handvoll Fragen und empfehlen damit die richtigen Produkte oder sie drehen ihren Bildschirm und sagen dem Kunden, hier lieber Kunde, ich habe dir gerade, was ich, ID3 verliest, nimm dir noch fünf Minuten, dann hast du ganz einfach, schnell und sicher dein perfektes Elektromobilitätspaket. Das strahlt natürlich eine hohe Kompetenz aus im Autohandel, wenn du das als Autohändler so spielen kannst, dass du deinen Kunden da komplett beraten kannst und natürlich als Kunde bist du komplett glücklich, weil du verlässt das Autohaus eben nicht nur mit dem Fahrzeug und musst dich dann um den ganzen Rest irgendwie selber kümmern, sondern du verlässt das Autohaus mit einem Komplettpaket, das du ja sowieso brauchst. Das brauchst du ja genauso, wie du die Reifen brauchst. Du kannst ja kein Auto ohne Wallbox, macht in vielen Fällen ja wenig Sinn. Ja, ganz genau und vor allem mit einem guten Gefühl geht der Käufer daraus, weil es ist nicht so, man hat auch viel gehört, dass E-Auto Käufer in ein Autohaus gehen und dann halt auf einen Händler vielleicht treffen, der nicht sehr firm ist und der mit Mühe und Not feuert. schon halt, weil er selber schlau gemacht hat, genau weiß, was er kaufen möchte, aber dann da rausgehen und sagt so, ja, jetzt habe ich zwar ein E-Auto, aber so, ob mein Händler da wirklich im Thema ist und wenn ich eine Frage habe, ob ich da mich nochmal hinwende, dann eher dann doch nicht. Da kommst du nicht mehr wieder. Das ist genau, worum es uns geht, die Kundenbindung aufzubauen zum Autohaus, dass der Käufer sagt, Mensch, da bin ich super beraten worden, da habe ich mich super wohl gefühlt, da gehe ich wieder hin. Wir kennen das alle, vor 10, 15 Jahren gab es diesen Trend in den Banken, dass die Banken, wenn man reingegangen ist und gesagt hätte, hier, ich habe 20.000, 30.000 Euro, kann ich bitte irgendwie eine Anlage empfohlen kriegen, was macht der Verkäufer? Der tippt sich durch ein digitales System, ermittelt den Bedarf des Kunden und das System sagt ihm nachher, das ist die optimale Empfehlung für diesen Kunden. Und eigentlich machen wir genau das Gleiche. Das heißt, wir ermitteln den Bedarf des Kunden, dann gibt es ein Matching-Algorithmus, Match-Medding gegen Datenbanken und sagen ihm, schau mal, das ist die optimale Wallbox für dich. Mit einem Klick hat man die Installation dazu gebucht, mit einem Klick hat man die THG-Kote davon abgezogen, wenn man das haben will und hat ganz schnell sein Paket. Wahnsinn. Das führt mich unmittelbar zur nächsten Frage. Wie seid ihr aufgestellt? Also ihr sitzt in München, das weiß ich, also hauptsächlich in München oder nur in München, das weiß ich nicht, Mitarbeiter, Schwerpunkt, Kundenstruktur, so ein bisschen Wunschkunde. Erzähl doch mal. Also wir sind in München gegründet, ich sitze auch selber gerade oder stehe gerade ja in München. Wir haben aber mittlerweile auch ein Hub in Nordrhein-Westfalen, wir haben ein Hub in Hamburg, weil natürlich ganz viele Autohandelspartner von uns sitzen in NRW, sitzen auch ganz viel im Norden. Das heißt, da sind wir natürlich vor Ort mit Verkaufsmannschaften oder Customer-Success-Mannschaften würde man das heute auch nennen. Das heißt, wir sind deutschlandweit aufgestellt, wir expandieren gerade international, das ist für uns gerade eine große Reise, weil wir natürlich auch mit dem einen oder anderen Autohersteller wie zum Beispiel Toyota ja flächendeckend unterwegs sind. Wir selber sind aktuell 45, 48 Leute sind wir glaube ich gerade, wir werden Jahresende 70 Leute werden. Das heißt, wir sind auf einem relativ guten Wachstumskurs, getrieben natürlich durch den, man kann es nicht anders sagen, dankenswerterweise, ich klopfe mal hier irgendwo auf Holz, durch den Erfolg, der uns treibt, natürlich ein ganzes Stück weit, trägt und treibt und auf der anderen Seite natürlich auch ständige Weiterentwicklung der Produkte, Neubau von neuen Angeboten, wie eben Backend-Systeme oder was auch immer, alles, wo wir halt feststellen in den Gesprächen, das braucht der Handel eigentlich, dann sagen wir natürlich, okay, sollten wir machen. So, Kundenstruktur, mehr B2B hast du gesagt, historisch hattet ihr auch mal B2C, aber das ist ein stärker B2B-Thema inzwischen und was ist denn so euer Wunschkunde? Eigentlich schwer zu sagen, wir sind extrem glücklich mit Autohandelsgruppen, quer durch alle Marken, also wer sich bei uns, kann man sich auf der immobilio.de auch anschauen, die Referenzseite, wir sind quer durch alle Marken aufgestellt, wir sind bei allen Größenordnungen von Autohandelsgruppen, von der AWAG angefangen bis zu kleineren Autohandelspartnern aufgestellt, das Produkt funktioniert überall, also der eKaufberater funktioniert überall perfekt, das heißt, da geht es eigentlich gar nicht drum, wir fühlen uns tendenziell bei Marken sehr wohl, die ein paar E-Autos im Portfolio haben, das hilft immer ein bisschen, klar ist einfach auch mehr Nachfrage natürlich bei Kunden als jetzt eine Marke, die jetzt weniger Autos hat, das ist ja fast überhaupt nicht mehr der Fall, also insofern, da fühlen wir uns super wohl, ja, das ist eigentlich unser Home-Turf, da kommen wir her, das ist unser Home-Turf, dass wir außenrum natürlich auch bei der einen oder anderen Versicherung sind und bei anderen Partnern sind, das ist total schön für uns als ergänzendes Business, aber natürlich unser Kernbusiness ist immer der Autohandel. Okay, und du hast es vorhin schon erwähnt, so das Onboarding oder diese Integration eurer Lösungen ist sehr simpel. 10 Minuten, das kann ich selbst, also das ist im Prinzip ist das mit ein paar Klicks gemacht, wir liefern ein fertiges, also wie läuft das ab, man entscheidet sich für uns, wenn man das will, dann gibt es ein Onboarding-Call, 20 Minuten, stimmt mal Farben, Logos, Automodelle, was auch immer, also Anpassungen ab, dann machen wir das Produkt fertig, 14 Tage später installieren wir oder wird installiert, der Kunde installiert ja selbst, wir unterstützen das natürlich, dauert 10 Minuten, das auf eine Webseite zu integrieren, wir haben natürlich alle möglichen Benchmarks und Vergleichswerte, wo wir wissen, das funktioniert gut, das funktioniert weniger gut als Integration, liefern wir mit, ja und dann starten wir gemeinsam und ab dann verdient der Kunde eigentlich an jeder Transaktion, jeder Verkauf, dem Wallbox, der Geocode, was auch immer, mit Geld, wir haben Fragen, natürlich eine Lizenz für das Produkt, aber eigentlich ist der Sinn, dass unsere Kunden Geld verdienen mit dem Produkt und das zwar auch eine Lizenz kostet, damit wir es weiterentwickeln können und was auch immer, aber eigentlich ist das ein Geschäftsmodell, was wir da ausliefern. Absolut, ihr liefert ja auch einfach Lösungen und dass das nicht je verschenkt wird, klar müssen alle irgendwie mitleben, ist ja ganz klar. Klar, logisch, ich sage immer Spaß, aber ich habe ein paar Kinder, jeder muss immer an meine Kinder denken, ich muss auch Geld verdienen, aber am Ende des Tages geht es natürlich darum, dass das ist ein Geschäftsmodell, Elektromobilität ist ja der, wir haben es ja auch schon mal diskutiert, auch so bei dem, was wir so alle miteinander auch an Autofaszination haben, was dich fasziniert an Autos, mich auch an Autos fasziniert, es ist, Elektromobilität ist eine gigantische Chance, weil Gott sei Dank gibt es ein Thema, wo der Kunde Beratungsbedarf hat, zu einer Zeit, wo Beratung so wichtig ist wie nichts anderes, das wäre ja furchtbar, wenn die Kunden alle keine Fragen hätten, jetzt käme das Agenturmodell, der Preis fällt weg als differenzierendes Merkmal und auf einmal gibt es nichts mehr zu reden, das wäre ja ganz schlimm, genauso wie natürlich auch die Zusatzerlöse, die damit möglich sind, ich meine, ich sehe ja, was wir unseren Kunden über so im Quartalsweise oder monatlich in den Gutschriften überweisen, das sind erkleckliche Beträge, also das heißt, das ist alles interessant, damit sollte man sich schon beschäftigen. Sehr schön. Ja, cool, da habe ich und ich denke mal, da draußen meine Hörer auch jetzt einen echt richtig guten Eindruck von euch bekommen, auch mal so ein bisschen da so rein zu zoomen, was ihr da so tut. Ich habe noch mal so zwei Fragen, die so ein bisschen allgemeinerer Natur sind, welche Herausforderungen und Chancen siehst du im deutschen Markt mit Hinblick auf den Übergang auf die E-Mobilität? Die Chance, sich dabei gut zu platzieren, also wenn man sich anschaut, der eigentliche große Markt oder die große Diskussion, die läuft, ist ja eigentlich der Strommarkt, womit sich alle beschäftigen und das E-Auto ist der größte Stromverbraucher, den alle haben und parallel ist das E-Auto das einzige emotionale Produkt und ich glaube, der Autohandel ist in der völligen Pole Position in diesem ganzen Thema, sei es jetzt Photovoltaik, sei es Strom, sei es andere Themen, die eigentlich Peripherie sind am Ende des Tages, eine ganz maßgebliche Rolle zu spielen, weil eigentlich wollen die Kunden ja alle ein Auto fahren, das ist ja der eigentliche Grund, auch die Faszination des Autos, das heißt, und das erleben wir ja, aber es gibt ja ein paar Handelsgruppen in Deutschland, die sich da intensiv auch mit beschäftigen, das heißt, ich glaube, der Autohandel steht in einer ganz großen Chance. Das Zweite ist, das gibt es ja eine wunderschöne Studie von den Kollegen von der MHP, wo ganz klar zum Ausdruck kommt, dass die Menschen sich Beratung wollen und die wollen sie im Autohaus haben, also dieser abgesangene Autohaus kann ich selber gar nicht mehr hören, also das ist ein Witz, sondern die Menschen wollen im Autohaus beraten werden, speziell mit einem beratungsintensiven Thema, ich meine, ich glaube, die zahlen jetzt nicht ganz auswendig, aber ich glaube, das sind so um die 11 Prozent der Leute wollen online kaufen, wollen rein online kaufen, also da sind wir weit davon entfernt, dass es einen reinen Onlinehandel gibt, sondern es ist immer in der Kombination und am Ende, glaube ich, ist der Autohandel in der völligen Pole Position in diesem Markt, in diesem neuen Thema wirklich aktiv zu werden und sich da als der große Gewinner sozusagen zu präsentieren, hat alle Startvoraussetzungen, man muss es halt jetzt nur umsetzen, das ist die Herausforderung, man muss es anpacken, weil du gerade Chancen und Herausforderungen, die Chance ist, meines Erachtens, man kann völlig davon profitieren, die Herausforderung ist, man muss es anpacken und sich auch über vielleicht eigene Befindlichkeiten, dass natürlich gibt es Händler da draußen, die lieben alles, was V8 aufwärts ist, natürlich ist das so und natürlich ist Technologie, ich nenne das mal Technologieoffenheit, also jeder Antrieb hat seine Berechtigung, aber nichtsdestotrotz wird im Alltag Elektromobilität der dominierende Antriebsweg werden. Sich dem zu öffnen, halte ich für einen wichtigen Weg und das nicht an der persönlichen Präferenz festzumachen, sondern einfach zu sagen, es ist ein Riesenmarkt, eine Riesenchance, die nutzt man jetzt und sucht sich und das ist, glaube ich, wichtig daran, der Veränderungsprozess ist natürlich so kompliziert und so groß, dass man, so wie man sich in anderen Bereichen auch Experten sucht, mit denen man sich dann zusammen tut, so haben sich ja eine ganze Reihe Autohandsgruppen in Deutschland entschlossen, sich mit uns zusammen zu tun, um diese Reise erfolgreicher zu bewerkstelligen. Okay, mit den normalen Fragen sind wir quasi so von dem Podcast her durch, aber den Klassiker gibt es immer hinten oben drauf, die berüchtigte Abschlussfrage. Wann sitzt du das erste Mal in einem komplett autonomen Auto? Also wirklich zu Hause einsteigen, vielleicht ein Kommando gehen, fahre mich zur Arbeit, Zeitung raus, Hüse hoch und go. Ich weiß nicht, wann ich in einem autonomen Auto, das, glaube ich, geht schneller, als wir alle wollen. Die Frage ist, ob ich das jetzt will. Also ich persönlich fahre schon verdammt gern Auto. Also insofern, ich hätte jetzt für meinen persönlichen Alltag nicht das Bedürfnis, unbedingt autonom zu fahren. Ich sehe das natürlich auch als eher Langstrecken-Thema, da halte ich das wirklich für ein Thema. Ich glaube, niemand von uns ist gerne auf der Autobahn für vier Stunden unterwegs und voll konzentriert aufs Fahren. Das ist, glaube ich, schmarrn. Jetzt ist mein Alltag geprägt von, ich wohne in München, ich arbeite in München. Das ist mit autonomem Fahren schwer. Und wie gesagt, ich fahre schon selber auch gern Auto. Aber ich glaube, wir werden das, so wie die Veränderung zur Elektromobilität kam, vor sechs Jahren haben sehr prominente Menschen darüber gelacht und haben gesagt, okay, das ist alles nur, so wie ich eingangs gesagt habe, ein Übergangstechnologie, das kommt doch sowieso nicht. Drei Jahre später haben sich alle angeschaut und haben gesagt, um Gott, das kommt ja in einer Geschwindigkeit, das haben wir uns auch gar nicht vorgestellt. Und in Wirklichkeit ist auch der Tsunami noch gar nicht da. Das heißt, auch die Welle wird ja noch viel stärker. Und ich glaube, das gleiche erleben wir autonom. Das geht deutlich schneller, als wir es vorstellen können. Okay, jeder, also hier kommt keiner raus ohne Zahl. Ein Jahr, eineinhalb Jahre. Ein Jahr? Anderthalb Jahre? Vollautonom in Deutschland? Okay, alles klar. Nicht flächendeckend, aber auf bestimmten Strecken wird das gehen. Ja, okay. Alles klar. Ralf, ganz herzlichen Dank, dass du mir Rede und Antwort gestanden bist und ich dich löchern durfte, was ihr da so Tolles treibt. Ich war immer interessiert daran, was ihr da treibt. Und ich habe jetzt auch, wenn ich so höre, gerade seid ihr 45, 48 Mitarbeiter, Ende des Jahres 70. Hui, da knistert es ja im Karton. Sehr spannend, da zu erfahren, was ihr da so treibt, echt. Sehr gerne. Du, macht super Spaß mit dir. Gerne. Mich mit dir auch zu tauschen. Ich denke, wir sehen uns ja sowieso, die Veranstaltungssaison ist ja noch. Also insofern, wir sehen uns sowieso demnächst auf der ein oder anderen Veranstaltung und dann tiefen wir das Ganze bei einem Bier. Absolut. Ganz genau, so machen wir das. Und jeder, der das draußen gehört hat oder noch Fragen hat, einfach direkt auf den Ralf zu und den Löchern, der beantwortet jede Frage. Gerne, super gerne, dafür sind wir hier. Ganz genau. Okay, damit sind wir mit dem Podcast für dieses Mal am Ende und durch und wir sagen, ciao, macht’s gut, bis demnächst. Tschüss. Dankeschön, tschüss.
Diese Episode ist Teil des Podcasts Benzingespräche von Tim Klötzing.