Einleitung
In der neuesten Folge von ‚Benzingespräche‘ spricht Tim Klötzing mit Dirk Finke, einem erfahrenen Experten in der deutschen Automobilbranche. Dirk Finke hat eine beeindruckende Karriere vom Kfz-Meister zum Digitalisierungsprofi hinter sich und teilt seine Erfahrungen und Einblicke in die Zukunft des Autohandels.
Dirk Finkes Werdegang
Dirk Finke begann seine Karriere als Fahrzeugschlosser und erweiterte seine Qualifikationen zum Meister des Kfz-Mechanikerhandwerks. Schon früh war klar, dass seine Leidenschaft für Autos ihn in die Automobilbranche führen würde. Seine berufliche Reise führte ihn durch verschiedene Stationen, von der Werkstatt bis hin zur strategischen Beratung von Autohäusern.
Die Rolle der Digitalisierung
Seit 2017 ist Dirk Finke als Projektmanager Digitalisierung bei der emailfrei Digital Services GmbH tätig. In dieser Rolle unterstützt er Autohäuser dabei, ihre Prozesse zu optimieren und die digitale Transformation erfolgreich zu meistern. Er betont die Bedeutung der Digitalisierung für die Zukunftsfähigkeit des Autohandels und sieht hier noch großes Potenzial.
Persönliche Einblicke und Familienleben
Neben seiner beruflichen Tätigkeit ist Dirk Finke auch ein engagierter Familienmensch. Er lebt mit seiner Frau im Westerwald und hat zwei erwachsene Kinder. Seine Tochter, die im Bereich Online-Marketing tätig ist, war ebenfalls Gast in seinem Podcast und zeigt, dass die Leidenschaft für die Branche in der Familie liegt.
Die Zukunft der E-Mobilität
Ein weiteres spannendes Thema, das Dirk Finke bewegt, ist die E-Mobilität. Er sieht hier nicht nur einen wachsenden Markt, sondern auch einen enormen Beratungsbedarf, der von der Branche noch nicht ausreichend gedeckt wird. Die steigende Nachfrage nach Elektrofahrzeugen erfordert eine proaktive Herangehensweise des Handels, um den Kunden die Vorteile und Möglichkeiten der E-Mobilität näherzubringen.
Fazit
Dirk Finkes Karriereweg zeigt, wie wichtig es ist, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln und offen für neue Herausforderungen zu sein. Seine Erfahrungen und Einsichten bieten wertvolle Impulse für alle, die in der Automobilbranche tätig sind oder sich für die Zukunft des Autohandels interessieren.
Show Notes & Key Takeaways
Themen:
- Dirk Finkes Karriereweg vom Kfz-Meister zum Digitalisierungsprofi
- Die Bedeutung der Digitalisierung im Autohandel
- Familienleben und berufliche Einflüsse
- Herausforderungen und Chancen der E-Mobilität
Key Takeaways:
- Kontinuierliche Weiterbildung ist entscheidend für den Erfolg.
- Die Digitalisierung bietet enorme Chancen für Autohäuser.
- Die E-Mobilität erfordert proaktive Beratung und Information.
- Persönliche Leidenschaft kann eine Karriere nachhaltig prägen.
- Familienunterstützung kann berufliche Entwicklung fördern.
- Der Handel muss sich aktiv mit neuen Technologien auseinandersetzen.
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Benzingespräche, der Podcast für und mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind, erzählt zu werden. Es geht um verschiedene Blickwinkel und persönliche Ausblicke, vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Online-Marketing-Experte und freier Berater für die Automobilbranche, Autoliebhaber und Agenturinhaber. Bevor wir jetzt gleich die neue Folge starten, ein kurzer Hinweis auf einen starken Partner, der mich bei der Produktion meines Podcasts unterstützt, die Kroschke-Gruppe. Ist euch allen sicher ein Begriff, weil die Kollegen einfach der Marktführer im Bereich Fahrzeugzulassung in Deutschland sind. Kroschke hat die Abläufe bereits so weit digitalisiert, dass man den analogen Ablauf dahinter als Kunde nicht mehr spürt. Von daher, Kroschke digitalisiert eure Zulassungen und spart euch jedes Mal Zeit und Nerven. Klare Empfehlung. Vielen Dank für euren Support. Herzlich willkommen zurück bei meinem Podcast Benzingespräche. Und heute habe ich wieder einen richtigen Marketingkollegen hier gewinnen können für die Ausgabe. Ist ein exzellenter Netzwerker und ebenfalls ein Podcaster, was mich besonders freut, dass ich ihn heute hier haben kann. Willkommen, Dirk Finke. Hallo, Tim, ich grüße dich. Hi, schön, dass wir die Zeit gefunden haben, wo wir beide doch viel beschäftigt sind, dass wir endlich mal miteinander reden können. Ja, finde ich auch. Also irgendwie so virtuell haben wir das eine oder andere ja schon an Kontakt gehabt, aber so im echten Leben, ich glaube einmal war es inzwischen. Genau, vor einem guten Monat oder vor eineinhalb Monaten in München beim Neujahrsempfang vom Autohaus. Genau, stimmt. Unter anderem. Ich habe mich ein bisschen vorbereitet und da hast du mir freundlicherweise noch so einen Lebenslauf zugeschickt, der ein bisschen ausführlicher ist als das, was man so online über dich findet. Und da bin ich über eine Sache positiv gestolpert. So beschreiben mich andere. Fantastisch. Menschenbegeisterer, Ideenentwickler, konstruktiver Störenfried und der Welterklärer. Geil. Ja, ich meine, gut, was soll ich dazu sagen? Es ist immer schwer, ne? Die sind ja Kommentare anderer. Ganz genau. Aber nichtsdestotrotz, also ich bin jetzt zwar nicht so der obereitene Typ, aber trotzdem, das geht natürlich schon ein bisschen an die Substanz und da freut man sich. Ja, das ist doch, also damit kannst du ganz gut leben, glaube ich, oder? Ja, es hätte schlimmer kommen können. Das würde ich auch sagen. So, weitere Eckdaten zu deiner Person. Du bist seit 2008 selbstständig mit der Finke & Finke OAG und da bist du stark in der Beratung von Autohäusern unterwegs, Strategieberatung, Marketingberatung von Autohändlern und seit 2017 bist du als Projektmanager Digitalisierung bei der emailfrei Digital Services GmbH. Das sind jetzt so deine, also deine aktuellen Stationen, wenn man das so sagen darf. Im Grunde ja. Also die Selbstständigkeit seit 2008, wie du schon erwähnt hast, das hat viele, viele Jahre einfach nur nebenberuflichen Aspekt gehabt. Das war, der Hintergrund war, dass ich teilweise immer wieder mal hier und da eine Anfrage hatte, die aber jetzt, ich sage mal, nicht wirklich ein klassisches Geschäftsmodell war, um sich davon hauptberuflich ernähren zu wollen. Oder es waren teilweise Dinge, wo mir mein Arbeitgeber, bei dem ich dann zu dem Zeitpunkt angestellt war, gesagt hat, hey, hier in meinem Rahmen kannst du das nicht machen, aber du kannst das gerne so nebenher machen. Und so hat sich das einfach mal entwickelt, bis es dann tatsächlich, das war mal am Anfang eine Einzelfirma, dann habe ich das Ganze mit meiner Frau zusammen noch mal neu gegründet und weitergeführt. Und heute ist es so, dass es für mich eigentlich wieder so ein Stück weit nebenberuflich läuft, wobei das da nicht aus meiner Sicht eigentlich aktiv erst im Moment gar nicht so viel ist, weil ich einfach mit meiner, mit meiner Anstellung bei der Email-Freigruppe im Moment einfach viel genug zu tun und um die Ohren habe. Aber meine Frau ist ja nach wie vor aktiv und macht da ihre Projekte in dem Unternehmen. Also insofern, es ist nicht nur eine Hülle, da passiert auch was. Und ich selbst bin mehr oder weniger im Moment eigentlich eher so als Gesellschafter dabei. Okay, wenn wir jetzt noch den Schwenk, klassisch in meinem Konzept, den Rückspiegel machen, dann hast du jetzt schon verraten, du bist verheiratet. Darüber hinaus, du hast zwei erwachsene Kids. Mit einer davon habe ich ja letztens digital kennenlernen können, weil du im Rahmen deines Podcasts sie als Gast hattest und mit ihr über Online-Marketing gesprochen hattest. Das fand ich echt cool. Ja, war auch eine schöne Sache. Also muss man dazu sagen, dass meine Tochter, die hat im März letzten Jahres in Berlin bei einer Performance-Agentur angefangen, praktisch ohne Vorkenntnisse, also ohne jegliche Online-Marketing-Vorkenntnisse und hat da sich tief eingegraben, auf deutsch gesagt, und hat da also echt eine steile Lernkurve hingelegt. Und als wir dieses Interview hatten, da waren also genügend Punkte dabei, wo ich eher so überlegen musste, wer ist jetzt eigentlich hier so der Erfahrene. Das war also eine ganz spannende Situation, die ich auch nicht missen will. Also das hat Spaß gemacht, ja. Okay. Darüber hinaus, du bist ein 67er Baujahr und ihr lebt in Horbach im Westerwald. Also deine Tochter, die im Podcast war, die ist aber ausgewandert in so ein kleines, mittelgroßes, digitales Dorf namens Berlin, glaube ich. Ja, genau, genau. Da wo die sogenannten Start-ups unterwegs sind. Verrückt, was es nicht alles gibt. Ja. Spannend an deinem Lebenslauf, an deinem Werdegang finde ich natürlich, wir bewegen uns ja in der Autobranche. Du bist gelernter Fahrzeugschlosser und darüber hinaus auch Meister des Kfz-Mechanikerhandwerks. Oh ja, genau. Cool. Das finde ich echt sehr, sehr, sehr schön, weil das für mich, wo wir uns so kennengelernt haben, war es für mich so, ja Marketing, Autobranche und so. Und jetzt habe ich mal ein bisschen da Pferde aufgenommen, Witterung aufgenommen und sehe, Mensch, du hast es ja wirklich an der Schraube gelernt, wie es ein anderer Gast von mir mal gesagt hat. Genau, genau. Ja, also das ist tatsächlich so. Also ich habe es von der Pike aufgelernt und habe das auch immer mit Leidenschaft gemacht, wusste schon mit, als kleines Kind oder als kleiner Junge, so weiß ich nicht, als ich irgendwie das erste Mal sprechen konnte, mit Autos musste es was sein. Und es wurde dann auch was mit Autos. War auch nie irgendwie eine Situation, wo ich darüber mal ernsthaft nachgedacht hätte, dass das vielleicht anders hätte kommen müssen. Ganz im Gegenteil. Habe das gelernt, habe das gemacht, habe ein paar Jahre auch als Mechaniker gearbeitet, mein Meister gemacht und dann so ein bisschen durchs, ja, zum Teil Autohauskarriere, wenn man das so nennen möchte, gegangen. Aber auch so ein paar Randbereiche ringsherum. Ja, du hast ja klassisch in der Werkstatt angefangen und hast eine Ausbildung gemacht und du hast dich aber dann ja, ich sage mal, weiterentwickelt. Was ist da passiert oder was hat dich, was hat dich denn da weiterentwickelt? Was hat dich da so interessiert? Ja, ich denke, im Grunde bin natürlich immer ich irgendwie der Treiber meiner eigenen Weiterentwicklung gewesen, wenngleich das am Anfang vielleicht auch eher noch unbewusst war. Gut, wenn du jetzt einen Meister machst, dann ist das ja ein ganz bewusster Schritt. Aber so ringsherum auch weitere Themen aufzugreifen, also nicht nur das Thema Technik zu sehen und Schrauben und vielleicht noch den Serviceprozess oder so, wenn du als Meister unterwegs bist, sondern auch noch die andere Dinge, die rund um das Thema Autoverkauf, Autovermietung und in Rolle spielen, hat mich halt immer interessiert. Und ich bin nicht so der gewesen und bis heute auch nicht der, der der Meinung ist, er müsse klassische Karriere machen und sich da schon von vornherein so eine Art Zielmatrix an die Wand malt, wo dann oben am Ende der Karriereleiter CEO steht oder so, hat mich ehrlich gesagt nie interessiert, sowas zu machen, sondern mich hat immer nur interessiert, dass die Dinge, die ich tue, dass die mir halt Spaß machen und ich da auch irgendwie Freude daran habe, das zu tun und eben was dazulernen. Also diese Kombination aus Freude daran haben und eben was dazulernen, das war eigentlich immer spannend für mich. Und ja, wie das so ist, wenn du dich dann mal reinhängst in manche Themen und dabei immer noch gerne mal über den Tellerrand schaust, dann werden irgendwann andere Menschen auf dich aufmerksam und sprechen dich an. Und das waren oftmals eben Menschen, die gesagt haben, Mensch, du kannst ja noch mehr, mach doch mal da und guck doch mal hier und hast ja nicht darauf Lust. So kam dann tatsächlich eins zum anderen, aber nicht, weil ich zielstrebig darauf hingearbeitet hätte, sondern weil es einfach so gepasst hat und im richtigen Moment dann einfach auch eine Situation kam, die zu dem passte, was ich mir vorstellen konnte. Und so bin ich mal hier, mal da, mal dort gewesen und habe also rund ums Autogeschäft, wenn man so möchte, vom Service über den Verkauf in die Vermietung, Händlerverband, Beratung, Digitalagentur, aber immer rund um das Thema Auto und Autohandel eigentlich alles kennengelernt. Das hat, finde ich nach wie vor spannend und so hat sich das für mich eigentlich immer gut angefühlt. Spannend, also finde ich total interessant zu hören, wo du sagst, so ich war da mit Freude so bei und das Kernthema hatte ich so elektrisiert. Das ist eine witzige Analogie, wenn man den Kontext Verbrenner und E-Mobilität sich da so reinzieht. Was ich übrigens auch wieder ein sehr spannendes Thema finde und wenn ich mehr Zeit hätte und ich sag mal auch beruflich näher, ein Stück weit näher dran wäre an dem Thema, teilweise bin ich ja dran, aber ein Stück weit noch näher dran wäre, würde ich mich tief in das Thema E-Mobilität graben, weil ich da einfach nicht nur einen Markt sehe, sondern weil ich da im Moment auch so viel Bedarf von Seiten des Marktes an Informationen, an Beratung sehe, der so gut wie nicht aus unserer Branche gedeckt wird, also es sind ja nur Ausnahmen. Da ist also noch viel Möglichkeit, sehe ich. Ich habe gerade erst heute oder gestern gelesen, dass die Nachfrage nach, ich sage mal, Hybriden und vollelektrischen Fahrzeugen jetzt gerade eine steile Kurve nach oben nimmt, wobei ich da aber auch glaube, dass das nicht unbedingt die extrem tolle Beratung aus dem Handel ist alleine oder die Information der Hersteller, sondern einfach die erhöhte, der erhöhte Zuschuss der Bundesregierung, der auf einmal 6.000 Euro sind und dann werden die Leute wach. Ja, also ich sehe das ganz genauso wie du. Also ich sage mal, von der Kundenseite her ist da sicherlich Nachfrage da, einerseits der Prämien wegen, andererseits, weil das Thema natürlich auch in gewisser Form von der Nachfrageseite auch Fahrt aufnimmt. Auf der anderen Seite, denke ich, ist die Kaufprämie natürlich ein ganz entscheidender Punkt. Also das ist klar, logisch, das ist nachvollziehbar. Aber ich glaube, es war eine Automobilwoche dieser Tage, irgendwo eine Headline gelesen, Elektromobilität kommt, Bindestrich muss ja. Und weißt du, diese Mentalität, muss ja halt, muss man sich halt darum kümmern oder so. Und ich glaube, das ist genau das, was in der Breite, es gibt ja immer die Ausnahmen, aber was in der Breite des Handels tatsächlich im Moment so ist und was eben nicht dazu führt, dass eben mehr oder weniger mit Leidenschaft aufgenommen wird, sondern eher so, oh ja, so Getriebenen sind unterwegs. Und so kannst du auf Dauer aus meiner Sicht keinen Markt entwickeln und schon gar nicht mit Freude und schon gar nicht dem Kunden das auch noch rüber bringen. Und solange wie da die Einstellung sich nicht ändert, denke ich mal, wird es schwierig für den Handel. Du hast im Laufe deiner, ich nenne das jetzt mal Karriere, auch wenn du es vielleicht anders bezeichnen würdest, im Laufe deiner Karriere ja irgendwann angefangen, Content zu schaffen. Du bist ja irgendwann angefangen, du hast Fachvorträge gehalten, du hast Seminare gehalten, du hast auch Keynotes gehalten und hast währenddessen auch einen Blog mit über 200 Einträgen geschaffen. Wenn man das so über die Zeit sieht, das ist ja wirklich, da schafft man ja was. Und dann hast du auch einen Podcast begonnen, der auch über 30 Episoden online hat. Was war denn da so der Auslöser, dass du dich mit diesen Themen, wo du zu Hause bist, halt auch anderen gegenüber mitteilen möchtest, also das Wissen zu teilen? Naja, zum einen, als ich da mit dem Blog begonnen habe, das war noch auf einer Marketingkonferenz in den USA, das war, ich glaube, zehn Jahre her oder so, wo das Thema Bloggen so hoch angepriesen wurde. Und ich war jetzt noch nicht so der totale Blogleser oder so. Hier und da habe ich sowas immer mal gelesen, aber jetzt nicht so, dass ich schon gesagt habe, ja genau, da muss es hingehen. Und auf dieser Konferenz, noch in der Euphorie, dass das gerade eben Vortragenden, der zu dem Thema gesprochen hat, gab es eine Pause. Und ich weiß es noch wie heute, in der Pause schnell eingeloggt bei irgendeinem deutschen Hoster, mir eine Domain beantragt und sofort eine WordPress-Umgebung installiert. Und am Abend, glaube ich, im Hotel oder so, dann den ersten Beitrag geschrieben. Also einfach so, weil ich dachte, Mensch, wenn es so einfach ist, probieren wir es einfach mal. Das war so der Ansatz. Also da steckte jetzt nicht wirklich strategisch irgendwie ein Gedanke dahinter. Das kam dann vielleicht erst später, weil natürlich so von Thema zu Thema oder von Beitrag zu Beitrag, da machst du dir ja auch Gedanken, worüber willst du denn schreiben oder was bewegt dich gerade. Und das ist oftmals für mich auch eher so das Thema Unzufriedenheit mit, vielleicht gar nicht mal so mit meiner Situation, aber Unzufriedenheit damit, dass bestimmte Dinge da draußen nicht angefasst werden. Und da ging es eigentlich darum zu sagen, hey, guck mal hier, da ist was, was man anfassen kann, was man aufnehmen kann, was man machen kann. Das muss man nicht tun, aber diese Opportunity, wie der Marketer sagt, die gibt es gerade und da könntest du vielleicht mal rangehen. Und so hat sich das entwickelt. Das waren mal Marketingthemen, mal Vertriebsthemen, Digitalisierungsthemen. Also so rund um diese, in diesem Bereich tummelte es sich im weitesten Sinne. Und so hat sich das dann nach und nach weiterentwickelt. Das hat mir immer Spaß gemacht zu schreiben. Ich hatte vorher schon immer mal Artikel für die eine oder andere Zeitschrift geschrieben. Und insofern lag mir das Schreiben nicht fern. Und das ist eigentlich bis heute so, wobei ich heute so gut wie kaum noch Artikel schreibe, sondern wenn überhaupt dann eben, wie du schon gesagt hast, dann eben Podcasts und auch Folgen aufnehme. Da ist natürlich jetzt, so ein Podcast lebt ja auch von einer gewissen Vorbereitung. Ich weiß es ja auch. Und da hast du natürlich, wenn du 200 Postings online hast und da hast du ja auch schon einfach viel, viel Wissen, wie das funktioniert. Einfach das hilft dir natürlich da ungemein. Ja klar. Ich habe aber, muss auch dazu sagen, also wie gesagt, eigentlich das, was ich als, wenn du so willst, als Berater im Kunden empfehlen würde, also gehe an sowas ran mit einer gewissen Form der Planung, wie eine Redaktionsplanung oder so, dass du weißt, was du da, in welche Richtung du dich bewegen willst, habe ich ehrlich gesagt nie gemacht. Ich habe es immer mal versucht, aber irgendwie bin ich immer an mir selber gescheitert und bin dann doch eher wieder so von jetzt auf gleich reingegangen. Mir fiel irgendein Thema ein, also habe ich dazu geschrieben oder eben auch dazu gesprochen. Und das ist irgendwie bis heute so. Also eine klassische Planung. Aber liegt eben auch daran, für mich ist das nie in dem Sinne ein bewusstes Marketing-Tool gewesen, wo ich sage, hey, da willst du ja bestimmte Ziele mit erreichen im Sinne von deine eigene Brand aufbauen oder keine Ahnung, irgendwelche Leute auf dich aufmerksam machen oder so. Na klar spielt sowas im Hinterkopf eine Rolle, aber ist für mich eigentlich eher so ein Nebenprodukt gewesen, weil ich hatte eigentlich nie das Ziel, so der große Speaker werden zu wollen oder so. Hier und da wirst du dann mal angerufen oder angesprochen, aber das war jetzt nicht der Grund, weswegen ich es gemacht habe. Andere machen es ja genau deswegen und ich habe es eben eher gemacht, weil es mir Spaß gemacht hat. Ich habe das auch aus einem ganz anderen Grund, das ist jetzt so halb richtig. Ich habe Podcasts gehört und einen Freund von mir, der hat in der Ruhrgebiet-Startup-Szene, die auch relativ groß ist, Startups halt interviewt und mit denen gesprochen. Und das fand ich total spannend, dass es auf einmal so ein Format gibt, wo du mit relativ wenig Aufwand mit Menschen sprechen kannst und von denen lernen kannst, also für dich selber, aber dass ja auch andere gleichzeitig mithören können. Das fand ich total spannend und das war so eine intrinsische Sache, wo ich selber gesagt habe, da habe ich Bock drauf. Und dann habe ich auch, ich glaube, das Aufnahmegerät hatte ich bestimmt drei Monate und hatte alles da und habe überlegt, für wen machst du das und hin und her. Und der Kollege sprach mich dann an und sagte, Tim, ich warte auf deinen ersten Aufschlag. Wie sieht es aus? Ich sage, ja, du, ich habe noch ein paar mal überlegt und ich weiß gar nicht, für wen ich das so mache und hin und her. Waren wir essen, da guckt er mich an und sagte, machst du das für dich? Ich sage, das ist gut, das mache ich. Genau, also kann ich auch nur so bestätigen, bei mir ist das ähnlich. Am Ende habe ich es irgendwie für mich getan und der ein oder andere fand es auch gut und hat es dann gehört und weitergeteilt. Und so hat sich dann doch eben so etwas wie eine kleine Community gebildet. Ja, ist erstaunlich, aus welchen Richtungen man da Feedback bekommt, weil wir beide wissen es, ist erstaunlich vielleicht für da draußen, wir wissen nicht, wer das hört. Keine Chance. Und da kommen ab und zu so Feedbacks aus verschiedenen Richtungen und du denkst so, aha, ja, ist richtig, ich habe so einen Podcast, ja, kenne ich doch und okay. Ja, ich kann mich entsinnen, manchmal so, wenn ich auf Veranstaltung war und in der Pause draußen am Tisch stehe und dann trinkt man Kaffee und quatscht mit Leuten, da kommen dann plötzlich Leute auf einen zu, also wildfremd im Sinne von nie gehört, nie gesehen, quatschen dich an und sagen, ach, der Herr Fink ist ja auch hier, guten Tag und so. Ich denke, ja, Mensch, wer ist das? Also nie gehört, nie gesehen, bis ich mir dann mal ganz vorsichtig zu fragen traue, woher kennen wir uns eigentlich? Und dann derjenige, der mir schon den Wind aus den Segeln nimmt, so, nein, keine Sorge, keine Sorge, ich kenne Sie nur vom Podcast oder vom Blog oder früher, als ich noch bei Modix war, bei einer Agentur, habe ich auch viel Webinare gemacht, die haben wir damals bei YouTube immer online gestellt und daher kannte mich irgendwie auch noch der ein oder andere, also so hat sich das ergeben über die Jahre. Das ist wirklich witzig, also ich weiß nicht, also ich habe mir da auch nicht viel von versprochen, ich wollte es einfach machen und einfach mit den Leuten in Kontakt kommen und sprechen und ich finde so neben dem, dass man mit, ich nenne das jetzt mal, Branchengrößen spricht, jeder auf seinem Gebiet, aber die sind ja irgendwie auch dahingekommen, die haben sich so entwickelt und ich finde so die Werdegänge so spannend. Ja, zumal, ich höre ja deinen Podcast auch seit Anfang an und finde ihn ja von Anfang an auch klasse, deswegen höre ich ihn auch gern und du machst es gut und dazu kommt eben noch, dass die Dinge, die da zum Vorschein kommen, über die Menschen, die du da im Interview hast, ich meine, wo kannst du die Leute mal so erleben, also im Radio sind die nicht zu hören und auf einer klassischen Plattform wie Xing oder LinkedIn, von sich aus so in der Form ja auch nicht und ich sage mal, so lernt man die Leute noch mal auf eine ganz andere Art kennen und das finde ich auch schon spannend, also und da ist ein Format entstanden, was es ohne Internet und ohne Digitalisierung in der Form ja so gar nicht geben würde, also zumindest nicht so einfach und das finde ich schon spannend, weil du brauchst eben keinen Sender mehr, den du hören musst, der einen Programmdirektor hat und wenn der dich nicht leiden kann, dann kommst du da nicht rein, sondern du kannst eben deinen eigenen Sender aufbauen mit relativ kleinen Mitteln und das ist schon spannend, also das ist ja so ein bisschen Demokratisierung von Medien. Absolut, jetzt richten wir den Fokus mal wieder ein bisschen auf dich, weg von dem Allgemeinen. Seit einiger Zeit bist du bei der E-Mail-Freigruppe und da hast du tagtäglich mit dem Thema Online beziehungsweise Digitalisierung zu tun und treibst das da voran. Kannst du mal so ein bisschen einen Einblick geben, wie dein Tagesgeschäft in Anführungsstrichen da aussieht, womit du dich da so rumschlägst und was du da so treibst? Ja, also im Grundsatz hat Digitalisierung bei mir zumindest erst mal sehr viel mit Projektmanagement zu tun und ich will jetzt gar nicht die ganzen neumodischen Begriffe wie agiles Arbeiten, Product Owner sein und so ein Zeug in den Mund nehmen. Ich glaube, das kann man auch alles irgendwie so machen, also so wie die Startups reden und tun, das machen wir bedingt zumindestens auch, das wird nie hundertprozentig so sein, aber im Grundsatz ist es tatsächlich klassisches Projektmanagement und die Gruppe selber hat seit geraumer Zeit eine Digitalisierungsstrategie und da sind ein paar Ziele mit verbunden und daraus resultieren dann natürlich auch ein paar verschiedene Projekte, eigene digitale Plattformen, kann man jetzt drüber reden, seit Ende letzten Jahres haben wir eine eigene Autokaufplattform, also wir nennen es intern Automarkt, das ist unser Begriff dafür, einen digitalen Automarkt, eine digitale Handelsplattform online, wo du wirklich als Kunde auch ein Auto kaufen kannst, inklusive Finanzierung und also solche Sachen haben wir jetzt aufgebaut, bauen das auch weiter aus mit weiteren Funktionen. Ich sage mal, Digitalisierung an der Stelle, an der ich tätig bin, hat viel mit Dingen aus dem Vertrieb und aus dem Marketing zu tun, also weniger mit so Dingen, die, keine Ahnung, in der Buchhaltung stattfinden, auch da kannst du ja digitalisieren, findet auch bei uns statt, aber nicht an der Stelle, an der ich bin, das ist wieder eine andere Schnittstelle, an der wir da arbeiten, aber das sind eben Dinge, die wir treiben im Moment, klar, Online-Marketing, Kampagnen, Landingpages, solche Dinge, die früher mal hier, mal da, mal dort entstanden sind, das versuchen wir jetzt weiter zu professionalisieren und auch zu organisieren und eben Plattformen bauen und aus diesen Plattformen heraus dann zu versuchen, so eine Gruppe wie E-Mail frei, die in Deutschland ja eine gewisse Größe hat, auch online, ich sage mal, die Größe, die die Gruppe im analogen Bereich hat, dann mehr oder weniger auch in den digitalen Bereich reinzubringen. Ist das viel, du hast jetzt häufig das Wort Plattformen benutzt, sind die Plattformschnittstellen zwischen, ich sage mal, Marketing in Klammern online und dem Vertrieb? Ja, ich denke schon, also ich glaube, diese klassische Trennung, die wir aus der Vergangenheit haben zwischen Marketing und Vertrieb, die sehe ich schwinden. Ich glaube, das verschwimmt mehr miteinander und muss auch mehr miteinander zusammenarbeiten, weil im Grunde bereitet das Marketing ja, wenn du so willst, den Markt ein Stück weit vor, oder hat es früher jedenfalls, um Kunden in irgendeiner Form zu generieren, die der Vertrieb dann bearbeiten kann, behandeln kann, wie auch immer man es nennt. Und da glaube ich, ist es einfach so, dass diese Schnittstelle aufbricht und dass Marketing und Vertrieb viel enger miteinander arbeiten müssen. Das hat zum einen damit zu tun, dass die Zyklen, in denen du heute Marketing machst, um dann am Ende eben irgendwo einen Kunden zu gewinnen, die werden immer kürzer und das ganze Gefüge dazwischen ist immer volatiler, immer brüchiger und heute so, morgen so, dass du einfach auch gar nicht mehr sagen kannst, da hinten, die da machen Marketing und da vorne, die da, die machen Vertrieb. Das muss alles viel näher und viel enger miteinander verzahnt sein, damit die Maßnahmen, die da vorne irgendwo anlaufen im Marketing, am Ende eben auch direkt auf den Vertrieb abgestimmt werden können, beziehungsweise, dass das Feedback, was aus dem Vertrieb dadurch entsteht, von Kunden am Ende wiederum direkt ins Marketing zurückfließen kann. Deswegen glaube ich, ist da eine viel engere Verzahnung von Hütten. Ganz genau. Und es ist ja im Endeffekt gar nicht eine Richtung, eigentlich ist es ja ein Kreis. Eigentlich ist es ja ein Kreislauf, wo der Vertrieb auch wiederum das Marketing mit den notwendigen Sachen füttert, was die zu tun haben und daraus kommen wir in die Leads. Du hast ja noch, du hast ja auch eine recht klare Meinung, was das Thema Digitalisierung im Autohandel angeht, über die Notwendigkeit, das Verständnis und die Umsetzung vor allem auch. Ja, also ich glaube, da herrscht an vielen Stellen noch Stillruh der See und ich glaube, das kann sich heute schlichtweg niemand mehr leisten. Auf der einen Seite sehe ich im Markt draußen immer mehr Konzentration auf immer größere Einheiten, also die großen Gruppen werden immer größer und die mittelgroßen Gruppen, keine Ahnung, vielleicht bis 100 Millionen, ohne jetzt direkt zu sagen, das ist die Grenze, aber so irgendwo in so eine Größenordnung gehend, ich glaube, die werden Schwierigkeiten haben, weil 100 Millionen klingt zwar viel als Umsatz, aber bei den paar Euros, die da an Renditen verdient werden, bleibt einfach zu wenig übrig, um auf der Basis noch tatsächlich die riesengroßen Investments, die anstehen, einerseits immer noch in Bausteine erden und andererseits aber eben auch im digitalen Bereich, das irgendwo stemmen zu können. Ich glaube, das ist einfach irgendwo nicht mehr machbar. Entweder musst du dafür relativ klein sein und Markenvielfalt bieten, das könnte zum Beispiel vielleicht der Händler oder wie auch immer die Agentur oder was auch immer es dann sein wird, auf dem Land sein, der hat vielleicht nur noch Serviceverträge und handelt einfach frei und die großen Händler, die einfach Menge produzieren und über den Weg noch ein Stück weit Synergieeffekte schieben können oder ziehen können, ich glaube, die können über den Weg dann eben auch die großen Investments tätigen. Viel anders, glaube ich, wird das nicht mehr funktionieren. Jetzt sehen wir natürlich gerade aktuell an so einem Beispiel wie Wichert in Hamburg, dass auch ein großer Händler durchaus mal baden gehen kann, wobei ich gar nicht genau weiß, wie groß er ist, aber ich glaube, das ist jetzt auch, insolvent zu gehen ist, glaube ich, kein Thema des Umsatzes, sondern am Ende eben auch ein Thema der Struktur, Kosten, Umsatz und Relation. Und da kenne ich jetzt auch die Details nicht genau genug, aber man sieht eben, man ist auch als großer Händler logischerweise nicht davor gefeilt. Die Diskussion zu der Insolvenz ist ja erstaunlich, ich nenne das mal laut, wo viele eine Meinung zu haben, weil die ja kurz vorher auch erst zugekauft haben und neue Geschäftsführung und also ein Zirkus, da gehen die Meinungen schon ganz schön auseinander und ja, spannend, was da passiert in jeder Größe. Ja, also auf der einen Seite, ja, auf der anderen Seite muss man einfach sehen, jede Insolvenz hat sicherlich ihre Eigenheiten und es ist schwer, von außen einfach zu sagen, ja, daran hat es gelegen, der hätte letztes Jahr den insolventen Titel gar nicht kaufen dürfen und da ist dies und da ist jenes und die böse Geschäftsführung, die haben jetzt wieder investiert, auf dem Rücken der Mitarbeiter wird alles ausgetragen. Ja, klar, das ist immer leicht gesagt, vor allen Dingen von denen, die nicht selbst Unternehmer sind, die also nicht in der Haftung stehen und die sich solche Gedanken nicht machen müssen und um 18 Uhr einen Hammer fallen lassen und sagen, das war es für mich heute jedenfalls. Und ansonsten mit dem Kram nichts zu tun haben, ja, also für mich ist das ein bisschen zu einfach. Ich glaube, es gibt sicherlich bestimmte Gründe, die auch bei vielen Händlern wiederkehrend sind. Das hat einfach was damit zu tun, dass in unserem Geschäft relativ wenig Geld verdient wird pro Stück oder pro Auto und somit du viel, viel Umsatzgrößen hast oder Umsatzvolumen hast, bei relativ wenig Ertrag und das ist einfach so, muss man so sehen und da wird es dann schon mal eckig und kritisch, das ist so. Das wissen ja auch viele draußen gar nicht. Also, wenn man so, ich weiß nicht, ob das mal im Freundeskreis, die nicht mit dem Thema Automobilvertrieb und Marketing zu tun haben, wenn man da mal fallen lässt, wie hoch die Marge ist oder wie hoch die Rendite ist an einem Auto oder all over an seinem Geschäftsjahr, das glauben die einem ja gar nicht. Nein, natürlich nicht und ich meine, wenn du siehst, wie die Branche aussieht von außen, ja, für den Unbedarften. Es glänzt. Genau, Glaspaläste, 25 Millionen Euro hier investiert, 15 Millionen Euro da, 10 Millionen dort, so und so viel tausend Leute bei den größeren und so. Also, klar, das wirkt ja auch sehr imposant, ja, aber was willst du sagen? Also, so toll ist das eben nicht, ne? Okay. Ich blicke mal aus dem Rückspiegel raus, weil da sind wir gerade eh schon nicht mehr. Wir machen ein bisschen das Fernlicht an und bei dem Fernlicht würde ich mal den Spot ein bisschen auf Online-Marketing setzen. Da kennst du dich natürlich auch extrem gut aus und nicht nur deine Tochter. Was sind denn so deiner Meinung nach die größten Anforderungen, Veränderungen an den Handel, in Zukunft erfolgreiches Marketing zu machen und seine, in Klammern, potenziellen Kunden zu erreichen und zu binden? Ja, also ich glaube, ganz wesentlich wäre für mich erstmal zu sagen oder als Unternehmer zu mich wäre zu sagen, grundsätzlich Entscheidungen zu treffen, will ich einfach weiter nur ein Anhängsel meiner Marke oder meiner Marke sein oder will ich auch als eigene Marke dastehen, als lokale Handelsmarke? Das ist ein ganz wesentlicher Punkt. Man kann ja durchaus beide Geschichten fahren, also du kannst so glücklich werden als auch so. Ich würde aber mal denken, dass die, die wirklich einen Standpunkt haben im Sinne von ich will auch eine eigene Marke sein, dass die am Ende vielleicht die sind, die etwas glücklicher durchs Leben gehen und vielleicht auch etwas zufriedener mit ihrem Unternehmen sein werden, als immer nur ein Anhängsel zu sein. Das wäre schon mal die Grundentscheidung und davon würde ich jetzt mal ausgehen, dass die meisten Unternehmer sowas auch wollen, weil sie gehen ja mit einem gewissen Selbstbewusstsein in so ein Unternehmen rein, gründen etwas, was sie mit eigenen Händen aufbauen. Wahrscheinlich eher weniger, um nur ein Anhängsel zu sein irgendwo und insofern, wenn die Entscheidung in die Richtung geht, wo ich wie gesagt von ausgehe, dann wäre aus meiner Sicht der ganz wesentliche Punkt zu sagen, ihr Autohausunternehmer sorgt dafür, dass ihr Marketingkompetenz ins Haus kriegt. Heute habt ihr sie meistens nicht oder aus der Vergangenheit her habt ihr sie meistens nicht und wer Marketingkompetenz mit Werbekompetenz verwechselt, sind auch mal zwei Paar Schuhe, das ist schon mal das eine und das zweite ist die Art von Werbung, die da bisher gemacht wurde, ja die wurde ja nur gemacht, aber die wurde in dem Sinne nicht erdacht oder gestaltet. Da hat man irgendwelche Vorlagen genommen, hat die da irgendwo geschaltet, wo auch immer, hat dafür sogenannte WKZ kassiert und dann war die Sache durch. Wobei WKZ, ich bin ja, ich glaube da bist du ähnlich wie ich unterwegs, ich bin ja nicht der Meinung, dass der Hersteller dem Handel WKZ zahlt, sondern eher umgedreht, weil ich glaube vielmehr der Handel zahlt dem Hersteller WKZ und wenn man es mal so rum sieht und gerade wenn ich meine eigene Marke habe, dann sollte mir das noch viel bewusster sein. Also ich glaube der Handel braucht eigene Marketing, also auch eine eigene Online-Marketingkompetenz, braucht wirklich Menschen, die sowas machen können, was jetzt nicht bedeutet, dass er keine Agentur mehr beschäftigt, sondern dass er einfach ein besseres Verständnis haust. Das muss ja nicht immer ein eigenständiger Mitarbeiter sein, aber die Mitarbeiter, die da sind, die müssen einfach verstehen, was ist das, was da draußen passiert. Die müssen nicht wissen, wie in jedem Detail ein Google-Ads-Konto funktioniert oder so oder ein Facebook-Ads-Konto oder wie man eine Kampagne gestaltet oder so. Das müssen die alles gar nicht genau wissen, aber die müssen Verständnis dafür haben, was heißt Facebook-Ads, was ist Google-Ads, was ist Google-Remarketing, was ist Google-Display, was heißt tausender Kontaktpreis. Einfach nur solche Grundsätzlichkeiten, um zu wissen, worüber wird da geredet und um zu wissen, wenn ich irgendwas an, keine Ahnung, Kampagnen-Ideen habe oder ich will irgendwas machen, was mit Marketing zu tun hat, dass ich auch weiß, worüber ich rede und nicht sage, keine Ahnung, hol mir irgendeinen. Oder beschäftige mal irgendjemanden, der da von Ahnung hat. Also deswegen, das meine ich mit Kompetenz. Das kann natürlich ein Mitarbeiter sein oder eine Mitarbeiterin. Es kann aber auch sein, dass man vom Wissen, vom Know-how her, es soweit aufbaut, dass man wie ein Generalist zumindest damit umgehen kann. Das wäre so meine Vorstellung. Ja, es ist ja mitunter mein Tagesgeschäft in der Agentur. Und wenn ich da der Reihe nach so ein bisschen darauf eingehe, das Thema WKZ, bei den Händlern, die wir so betreuen, das sind durchaus sehr große. Und die haben Multimarken meistens. Und da sind erstmal die WKZ-Anforderungen überall anders. Das Wording ist überall anders. Und das ist natürlich ein riesen Spannungsfeld. Weil auf der einen Seite wollen die das natürlich mitnehmen, müssen die auch mitnehmen. Teilweise ist es ja auch an Boni gebunden hier und da, was ich extrem schwierig finde. Weil das dann die Freiheit wirklich kappt. Das ist wirklich schwierig. Und auf der anderen Seite wollen die ihre eigene Marke haben, wovon ich persönlich auch ein großer Freund von bin. Weil die eigene Marke in Zukunft, du musst die haben. Du warst auch früher schon die Marke. Also viele Betriebe, der Müller in Bad Salz-Detford oder was weiß ich nicht, war der Müller und nicht Ford oder BMW oder Mercedes. Ja, ich glaube, da steckt eben auch noch viel Potenzial drin. Weil man muss ja mal eins sehen. Also ich glaube, wenn du so ein Statement mal machen willst, dann würde ich sagen, wer die Kundenbeziehung hat, hat die Macht. Und ich glaube, die Kundenbeziehung im Moment jedenfalls, in dem jetzigen Geschäftsmodell, hat die im Wesentlichen der Handel. Also der Handel hat die Beziehung zum Endkunden im Wesentlichen. Gibt es hier und da vielleicht mal Ausnahmen und Überschneidungen, aber im Grundsatz ist das ja so. Ja, sicher. Und ich glaube einfach, wenn du die Kundenbeziehung hast, kannst du auch steuern. Dann hast du auch eine Möglichkeit. Wobei ich immer dazu sagen muss, Kundenbeziehung ist für mich nicht, wenn der Kunde nur einen Kaufvertrag unterschrieben hat oder mal eine Ölflasche gekauft hat. Das ist für mich keine Beziehung. Beziehung heißt immer, dass zwei Menschen miteinander in Kontakt treten, kommunizieren, eine bestimmte Ebene erreichen und auf dieser Ebene Vertrauen entsteht, was den Kunden dazu bringt, immer auch gerne wieder zu diesem Händler oder zu diesem Mitarbeiter oder wem auch immer zurückzugehen und mit dem weiter Geschäfte zu machen. Das ist für mich Beziehung. Beziehung heißt eben auch, dass wenn mal ein schlechter Tag dazwischen liegt oder mal was falsch läuft oder ein Fehler passiert, dass der Kunde nicht gleich sagt, was ein blöder Laden, gleich weg hier. Sondern dass so eine Beziehung sowas eben auch mal aushalten kann. Und da sehe ich zum Beispiel, dass ein Hersteller aus meiner Sicht große Schwierigkeiten haben wird, eine Kundenbeziehung haben zu können. Natürlich kann der über einen Preis oder über irgendwelche anderen Methoden am Ende irgendwo Autos in den Markt drücken oder werfen. Das wird immer irgendwie funktionieren. Und es wird auch Kunden geben, die sind für so eine Art von Beziehungsmanagement oder von Beziehungspflege vielleicht weniger empfänglich oder so. Das ist alles in Ordnung. Aber ich glaube, das eigentliche Asset des Handels ist ja genau diese Art und Weise, mit dem Kunden wirklich auch eine Beziehung aufzubauen. Und wenn er das nicht pflegt und nutzt, und Marke ist aus meiner Sicht ein ganz entscheidendes Element davon, dann weiß ich auch nicht, was will er dann noch? Dann ist da nichts weiter als eine Auslieferungsstation, wo zufälligerweise Herr Müller oder morgen Herr Mayer da ist. Und ob das dem Kunden egal ist oder nicht egal ist, dann ist alles egal. Also wenn das, das könnte, wäre zumindest nicht meine Zielvorstellung von jemandem, der eine Beziehung zu jemand anderem pflegt. Ja, du hattest vorhin auch gesagt, dass die, jetzt muss ich mal ganz kurz zurückspulen, das war nach dem WKZ, das Marketingwissen ins Haus zu kriegen. Ja, gebe ich dir recht, wobei das natürlich auch extrem schwierig ist, weil wir ja auch sehen, Stichwort Fachkräftemangel. Und die Leute sind inzwischen teuer, also vor allem die Guten sind teuer. Da ist auch die Frage, ob die dann ins Autohaus wollen oder auch nicht. Da muss das schon wirklich affine Menschen für haben. Und das Menschenmaterial, positiv gemeint natürlich, was auch da arbeitet und auch das Potenzial hat, das mitzumachen, ist ja häufig, also wäre in der Lage dazu, wenn die nicht auch schon überfordert wären mit anderen Themen. Und das ist so mein Blick der Dinge, was ich da andauernd erlebe, dass du da gegenüber Leute hast, die eine gewisse Affinität haben und sagen, ey Mensch, da interessiert mich, aber ich kann nicht. Ich neh und hier und da und dann dümpelt das wieder so weg. Ich gebe dir da absolut recht. Wie groß die Anziehungskraft von Autohandel an sich oder eines Autohauses im Besonderen tatsächlich ist, damit Leute, die gut sind in Sachen Online-Marketing, Bock darauf haben, da arbeiten zu gehen. Das sehe ich genauso kritisch wie du. Es mag aber auch andere Händler geben, wo das vielleicht so passen könnte. Grundsätzlich geht es mir darum zu sagen, auch diejenigen, die in Autohausentscheidungen treffen, der Unternehmer, das Management und so weiter, die müssen einfach Grundkenntnisse davon haben, was Online-Marketing oder was Marketing in der heutigen Welt einfach ist und was es zu leisten imstande ist. Wie gesagt, da geht es mir nur darum, dass sie einfach wissen, worüber sie reden. Genauso wie zum Beispiel ein Manager weiß, was für Sachen sollten vielleicht grundsätzlich am Arbeitsvertrag stehen oder wie sollte man mit Menschen umgehen oder so. Das sind ja auch Dinge, wo er eher Generalist ist und solche Dinge nicht immer nur in der Tiefe weiß. Dafür gibt es wieder Spezialisten. Aber im Grundsatz kennt er da einige Details und weiß zumindest in welcher Richtung er sich da bewegen muss. Und genau das meine ich hier in Richtung Marketing auch. Da sehe ich aber eben sehr, sehr viele Defizite. Ich habe hier und da immer noch mal Telefonate mit dem einen oder anderen Händler, der Fragen hat oder so, aus meiner Vergangenheit, wo ich den einen oder anderen auch kenne. Und da stelle ich immer wieder fest, dass die Leute sich zwar analogisch zum Glück ja auch mit solchen Themen beschäftigen, aber auch vom Wissens- und Kenntnisstand her auf einem Level sind, wo ich denke, wenn der das noch nicht mal weiß, uiuiui. Also wir haben seit 20 Jahren Internet. Und so langsam sollte man zumindest wissen, was das ist, warum das so ist und welche Auswirkungen das hat. Und da mangelt es meiner Meinung nach oftmals. Weil entweder wird den Leuten nachher Zeug verkauft, was überhaupt nicht nötig ist. Oder sie bleiben halt unter ihren Möglichkeiten, weil sie einfach auch nicht besser wissen. Da, glaube ich, könnte man mehr erreichen, wenn man näher dran wäre an so einem Thema. Ich habe ja auch neulich irgendwo gehört, dieses Internet, das geht auch nicht mehr weg. Ja. Das ist gar nicht verrückt. Ich habe gedacht, was ist das denn? Ich kam mich noch an Diskussionen über sowas tatsächlich in den Sinn. Ist schon wieder ein paar Jahre her, 10, 15 Jahre oder so. Aber ich glaube, ich meine, ich würde jetzt mal unterstellen, auf dem Level sind, glaube ich, im Autohaus, glaube ich, nicht mehr unterwegs, auch in der Breite nicht. Gott sei Dank, ja. Ich glaube, diese Diskussion führt, glaube ich, niemand mehr ernsthaft. Aber nichtsdestotrotz, wenn du siehst, was viele tun oder eben auch nicht tun, dann kannst du dann oftmals eben nur Kopfschütteln durch die Gegend ran. Ja, ein ganz aktuelles Beispiel, ein Händler, der uns mit einer Marketingaufgabe betraut hat und auch relativ konkret vorgegeben hat, was er machen möchte. Was weiß ich, eine einseitige Anzeige, sechs Modelle bewerben und dann, okay, dann haben wir kurz überlegt, ja, ist möglich. Aber meine Projektmanagerin meinte ja, ich muss mal hören, was da, ich muss mal da mal reinhören. Dann hat sie mit dem gesprochen und hat mal so das Stichwort, ja, wir könnten ja auch online was machen. Das ist ein gutes Pendant, das zu verstärken. Und dann sagt er wortwörtlich, ja, mir ist nichts anderes eingefallen, als das runterzuschreiben und ihnen zu geben. Okay, ja, ist natürlich echt super eindimensional, wenn man Händler hat, die, wenn denen aus der Not heraus nichts Besseres einfällt als eine Anzeige. Und die sind schon Marken angebunden. Es ist kein freier. Also, aber ich glaube, das ist auch ein generelles Problem. Das Thema, wie gehe ich an so ein Thema heran oder wie stelle ich überhaupt erstmal eine Anforderung, statt hinzugehen und zu sagen, ich hätte gerne eine Printanzeige oder dies und jenes und solches, vielleicht erstmal hinzugehen und zu sagen, hey, pass mal auf, folgende Herausforderung habe ich. Keine Ahnung, ich kaufe demnächst 100 Autos X ein und die hätte ich ganz gerne unter die Leute gebracht. Bis dann und dann, das ist die Zielgruppe, das sind die Fahrzeuge und, und, und. So grob, also sich aus der Sicht erstmal Gedanken zu machen und dann denjenigen oder diejenigen, wie ihr zum Beispiel als Agentur in dem Fall, die Spezialisten, die dann einfach Vorschläge machen zu lassen oder zu sagen, pass mal auf, wir haben hier folgende Idee entwickelt. So und so und so sehen wir aus unserer fachmännischen oder fachfraulichen Sicht den idealen Weg, wie du das in den Markt bringen kannst. Okay, und dann kann er immer noch ja und nein sagen, aber statt hinzugehen, ich hätte gern das, würde ich doch erstmal sagen, hey, das ist mein Problem und aus dem Problem soll die Agentur oder der Berater dann einfach eine Lösung entwickeln. Das wäre mein Ansatz. Ja, spannendes Feld, ne? Auf jeden Fall. Ich würde schon übergehen zu den Abschlussfragen, weil da habe ich das Thema Marketing nämlich auch noch drin verbaut. Die Abschlussfragen sind ja so drei Fragen, die kennst du schon vom Hören und da war ich auch schon gespannt drauf, was ich da dir aus der Nase ziehen kann. Aber ich habe es extra ein bisschen abgewandelt, weil die erste Frage ist, was glaubst du, erwartet die Autobranche in drei bis fünf Jahren? Bei dir aber mit dem Fokus auf Marketing und Handel. Ja, das ist natürlich so ein bisschen Glaskugel, aber im Grundsatz so drei bis fünf Jahre ist vielleicht noch halbwegs zu bewältigen, so von der Vorstellungskraft für uns alle, glaube ich. Also ich glaube, es wird mehr und mehr Hersteller geben, die in den Direktvertrieb gehen. Einerseits, weil der Kunde es einfach wünscht. Der Kunde ist gewöhnt, digital Dinge zu kaufen, auf digitalen Plattformen unterwegs zu sein. Und er kann schlichtweg nicht verstehen, warum das im Autohandel nicht funktionieren soll. Ich glaube, das Thema wird uns in den nächsten drei bis fünf Jahren bei praktisch allen Marken, schneller oder langsamer, aber bei allen Marken irgendwo begleiten. Somit werden die Hersteller auch versuchen und auch versuchen müssen, eine direkte Kundenbeziehung, den direkten Kundenkontakt zu haben. Und das birgt auf der einen Seite viel Konfliktpotenzial, auf der anderen Seite aber sicherlich auch Chancen. Das ist nämlich eine Änderung im Geschäftsmodell. Da kann man unter Umständen sehen, was da unter Umständen gut ist für mich als Händler oder eben auch nicht. Das ist, glaube ich, ein Punkt, der würde mir als Erster einfallen. Dann haben wir auch das Thema immer mehr Vernetzung der Fahrzeuge. Einerseits Fahrzeuge untereinander, Fahrzeuge aber auch mit dem Hersteller führt, dass immer mehr Daten auf uns einprasseln. Daten, zum Teil haben wir heute schon viele Daten, zum Teil bekommen wir eben noch Unmengen an zusätzlichen Daten. Und das Problem ist einfach, ich sehe im Moment niemanden, weder beim Hersteller großartig noch im Handel, der in der Lage wäre, solche Daten auch auszuwerten und zu interpretieren. Also daraus wirklich Schlüsse zu ziehen, die da heißen, aha, mit den Daten kann ich, keine Ahnung, folgendes Geschäftsmodell aufbauen oder der Kunde produziert aufgrund seiner Daten folgende Bedarfe oder so. Ganz genau, du kannst ja wieder Beziehungen darauf aufbauen. Ja, ja. Und da sehe ich einfach, also ich sehe es weder beim Hersteller noch beim Handel im Moment, die Kompetenz, das zu tun. Und das, glaube ich, ist ein ganz schwieriges Feld, weil die Daten sind nun mal da und wenn du in Zukunft Marketing gerade online machen willst, dann kommst du ohne das Thema Datenanalyse, Auswertung und eben auch die entsprechenden Schlüsse zu ziehen, einfach schlichtweg nicht aus. Das geht gar nicht. Ja, es ist extrem komplex geworden. Also auch für uns als Agentur, wo wir hier, ich sage mal, einen Pool von Fachleuten auf dem Gebiet haben, da kommt man schon an seine Grenzen. Auch nicht nur alleine, sondern auch im Team, wo man dann auch schon filtern muss. Welche Sachen, die da so draußen in der bunten Online-Digitalisierungs-Marketing-Welt rumschwirren, was hat ein Impact auf den Autohandel? Auf unsere Nische, auf unsere Kundennische, wenn du so willst, auf unsere Zielgruppe, da filtern wir schon. Da sind wir Katalysator. Das ist auch nicht immer einfach. Aber wie gesagt, ich glaube auch weiterhin daran, dass der Handel seine Berechtigung hat. Das wäre jetzt vielleicht für mich so ein dritter Punkt, der auch vielleicht sogar noch über die fünf Jahre hinausreicht. Aber die große Angst, die bei vielen Händlern immer noch da ist und die ich früher teilweise auch wirklich kritischer gesehen habe, dass die Händler sozusagen verschwinden und der Hersteller alles nur noch selber machen will. Oder es mag ja sein, dass es solche Bestrebungen auf der Herstellerseite hier und da gibt. Aber ich glaube nicht daran, dass das von Erfolg gekrönt sein wird. Ich glaube zum Beispiel auch nicht daran, dass wir in fünf Jahren 50 Prozent der Autos alle online verkaufen. Kann ich mir nicht vorstellen. Es wird sicherlich ein größerer Teil, ein deutlich größerer Teil sein als heute, vielleicht 20 Prozent, ich habe keine Ahnung. Aber ich würde mal sagen, vielleicht ein Fünftel der Fahrzeuge könnte ich mir gut vorstellen. Gerade auch im gewerblichen Kundengeschäft, im Großkundengeschäft ist das ganz simpel zu lösen. Da geht noch viel mehr als heute. Da könntest du es heute schon mit 20 Prozent machen. Aber auch im Einzelkundengeschäft, im Privatkundengeschäft glaube ich, da wird natürlich noch ein bisschen was kommen, was über den Weg geht. Aber ich glaube auch, der Großteil der Kunden will nach wie vor vorher mal gucken, mal drinsitzen, mal eine Runde fahren, will vielleicht auch Dinge persönlich erklärt bekommen, die er nicht verstanden hat und will dann einfach auch tatsächlich die Sache da vor Ort in Empfang nehmen. Da glaube ich also auch noch dran. Also insofern, ja, der Handel hat seine Berechtigung, muss sich aber anpassen, muss seine Rolle vielleicht neu definieren, auch seine beratende Funktion nochmal neu definieren und muss sein Geschäftsmodell, ich sage mal, viel weiter wegnehmen von der klassischen Hardware hin zu Software und zu Fachwissen. Die zweite Frage, jetzt verlassen wir mal das Thema Marketing und Handel. Wie lange werden Verbrenner gebaut und spielen eine wesentliche Rolle im Straßenverkehr? Also gebaut, ich meine, die ersten Länder und Städte haben ja angekündigt, dass sie ab 2030 keine Verbrenner mehr in die Städte oder in die Länder lassen oder teilweise, ich glaube, Dänemark war es, die dürfen gar keine mehr zugelassen werden. Ab 2030, ich glaube, sogar noch mehr skandinavische Länder. Auch in UK gibt es jetzt so schon solche Sachen. Also insofern glaube ich, so 2030 könnte so eine Zielmarke sein, wo es einen starken Einschnitt geben wird. Aber bis es irgendwann mal so sein sollte, dass es gar nicht mehr geht, das wird sich noch eine Weile hinziehen. Einerseits, weil die Welt halt deutlich in verschiedenen Tempi unterwegs ist, aber auf der anderen Seite eben doch, weil selbst aus den Ländern hier wird sich das nie zu 100, zumindest auf absehbare Zeit, ich meine, ich bin jetzt 53, auf absehbare Zeit, also ich glaube, ich werde das nicht mehr erleben, dass es gar keine mehr gebaut werden, glaube ich nicht. Das wird schon noch ein paar Jahre gehen. Dass sie aber aus dem Straßenbild verschwinden, wie gesagt, so ab 2030 sehe ich das schon. Da wird teilweise in einigen Ländern kein Nachschub mehr zugelassen werden dürfen. Und andererseits wird dann nach und nach das Bröckeln losgehen, dass solche Fahrzeuge gar nicht mehr im Markt sind. Wenn du andere Länder siehst, wenn du mal so an Singapur denkst, wenn du da ein neues Auto zulassen willst, dann muss ein altes aus dem Verkehr gezogen werden. Und bei dem Verkehrskollaps, den wir hier manchmal irgendwo haben, könnte ich mir so etwas auch, vielleicht nicht in Deutschland, aber in manchen anderen europäischen Ländern könnte ich mir so eine Lösung hier und da auch vorstellen. Sitzt du denn das erste Mal, bei der Abschlussfrage, das erste Mal komplett in einem autonomen Auto und achtest nicht drauf, was um dich herum passiert? Boah, ich denke auch 20, 30, könnte ich mir vorstellen, so 10 Jahre, klingt erst mal noch weit weg, aber ich glaube, wenn man so sieht, wie, also ein Auto, das das kann, das gibt es ja heute schon, das so fahren kann, also auf einer abgesperrten Strecke und ohne irgendwelche Sondereinflüsse von außen, Sondereinflüsse sind dann andere Autos oder uah, noch schlimmer Menschen. Verrückt, ja. Ja, verrückt, sowas gibt es, ne. Und ich glaube, technisch ist das sicherlich schon früher zu bewältigen, aber auch das bedarf eines Kulturwandels, eines Mentalitätswandels, wir brauchen dafür rechtliche Rahmenbedingungen und wir brauchen, glaube ich, nicht nur das Auto, was das kann, sondern auch die Gegenstelle, mit der das Auto kommuniziert. Das sind andere Autos, das sind aber auch Verkehrsschilder, Laternen, keine Ahnung, was da alles um die Straße rumkreucht und fleucht. Und ich glaube, das muss ja alles miteinander einhergehen und wenn das nicht gegeben ist, funktioniert es nicht. Deswegen, also ich würde mal sagen, zehn Jahre brauchst du noch, 20, 30 ist, glaube ich, ein guter Wert. Ja, Dirk, vielen Dank, das fand ich sehr informativ mit dir. Danke, danke. Ja, das erweitert wieder so den eigenen Horizont und das hatten wir ja vorhin drüber gesprochen, das ist genau der Punkt, warum ich das mache, da waren total coole Learnings bei und da konnte ich wieder ein bisschen was mitnehmen, ich hoffe, du auch. Ja, aber da darfst du von ausgehen, das ist in jedem Gespräch so. Ganz genau. Danke, dass ich hier sein durfte. Ja, an der Stelle nochmal den Hinweis auf deinen Podcast, den möchte ich natürlich auch nicht unerwähnt lassen, den Auto-Kontext-Podcast, den ihr auch mit Sicherheit überall online finden könnt, absolut hörenswert, werft da mal ein, nicht ein Auge, sondern ein Ohr rein, drauf, wie auch immer, viel Spaß damit und wir sehen und hören uns bestimmt auch demnächst wieder, lieber Dirk, und ja, toll, dass es geklappt hat. Ich danke dir, Tim, ich wünsche dir was. Prima, super und an die Zuhörer da draußen, toll, dass ihr auch dabei wart und mitgehört habt und demnächst geht es auch wieder mit tollen weiteren Gästen weiter, seid gespannt, macht’s gut, ciao. Ciao.
Diese Episode ist Teil des Podcasts Benzingespräche von Tim Klötzing.