Einleitung

In der heutigen Episode von ‚Benzingespräche‘ spricht Tim Klötzing mit Gordian Matzen, dem Gründer und Geschäftsführer von Claim Plus. Das Unternehmen bietet innovative digitale Lösungen für das Schadenmanagement im Autohandel. Erfahren Sie, wie Claim Plus die Prozesse in Autohäusern optimiert und welche Vorteile dies für die Branche mit sich bringt.

Die Entstehungsgeschichte von Claim Plus

Gordian Matzen erzählt von seinem Weg in die Automobilbranche und wie er letztlich das Unternehmen Claim Plus gründete. Nach seinem Studium in Medienmanagement und einem Master in Unternehmensführung entschied er sich, in das Sachverständigenbüro seines Vaters einzusteigen. Dort erkannte er das Potenzial für eine digitale Transformation im Bereich der Unfallabwicklung.

Die Rolle von Claim Plus im Autohandel

Claim Plus bietet eine umfassende Lösung für das Schadenmanagement, die den gesamten Prozess von der Schadenaufnahme bis zur Abrechnung digitalisiert. Dies führt zu einer erheblichen Entlastung der Mitarbeiter in Autohäusern, reduziert Kosten und minimiert Schnittstellenprobleme. Die Plattform vereint Gutachten, Anwaltsdienstleistungen und Software in einem nahtlosen Workflow.

Vorteile der Digitalisierung im Schadenmanagement

Die Digitalisierung des Schadenmanagements bringt zahlreiche Vorteile mit sich. Autohäuser können ihre Servicequalität erhöhen, indem sie effizienter arbeiten und ihre Mitarbeiter von zeitaufwendigen Aufgaben entlasten. Dies führt nicht nur zu einer höheren Kundenzufriedenheit, sondern auch zu einer besseren Rentabilität im Bereich Aftersales.

Fazit

Claim Plus zeigt eindrucksvoll, wie digitale Lösungen die Automobilbranche revolutionieren können. Durch die Integration moderner Technologien in traditionelle Prozesse wird nicht nur die Effizienz gesteigert, sondern auch die Zukunftsfähigkeit von Autohäusern gesichert. Gordian Matzens Ansatz, bestehende Strukturen mit einem Startup-Mindset zu kombinieren, bietet spannende Perspektiven für die Branche.

Themen:

  • Digitale Transformation im Schadenmanagement
  • Die Gründungsgeschichte von Claim Plus
  • Vorteile der Digitalisierung im Autohandel
  • Integration von Software und Dienstleistungen
  • Optimierung von Prozessen in Autohäusern

Key Takeaways:

  • Claim Plus bietet eine umfassende digitale Lösung für das Schadenmanagement.
  • Die Plattform vereint Gutachten, Anwaltsdienstleistungen und Software.
  • Digitale Lösungen entlasten Mitarbeiter und reduzieren Kosten.
  • Effiziente Prozesse erhöhen die Servicequalität im Autohandel.
  • Die Digitalisierung sichert die Zukunftsfähigkeit von Autohäusern.
  • Gordian Matzen kombiniert traditionelle Strukturen mit einem Startup-Ansatz.
📄 Vollständiges Transkript
Benzingespräche – der Branche- und Personality-Talk der deutschen Automobilwirtschaft. Der Podcast für und mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind, erzählt zu werden. Es geht um neue und verschiedene Blickwinkel auf die Autobranche und persönliche Meinungen zukünftiger Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, Content-Creator und freier Automarketing-Berater. Herzlich willkommen zurück in meinem Podcast Benzingespräche. Heute haben wir wieder eine Ausgabe mit einem Unternehmens-Special und darüber bin ich wirklich happy. Als wir die ersten Kontakte hatten und mal telefoniert haben, kamen wir relativ schnell zur Entstehungsgeschichte seines Unternehmens. Er hat uns ein bisschen ausgeholt und erzählt, wie es dazu gekommen ist, wie es heute ist. Da dachte ich mir, wow, das ist wirklich eine tolle Unternehmer- bzw. Familiengeschichte. Jetzt sagen wir mal, wer da ist. Herzlich willkommen, Gordian Matzen von Claim Plus. Hallo Gordian. Hallo Tim. Jetzt hast du ja den Spannungsbogen ganz schön scharf gespannt, würde ich sagen. Ja, unbedingt. Die ersten Sekunden entscheiden, bevor die wegzappen. Wir sind zwar nicht auf Instagram, wo wir eine Verweildauer von inzwischen 1,2 Sekunden auf einem Asset haben. Das ist ja schon ein bisschen länger. So schlimm ist es nicht. Ja, spannend. Ich bin gespannt, wenn du mir im Nachgang die Zahlen mal lieferst, wie lange die Leute dran sind. Ja, alles klar. Ich muss dabei auch gestehen, wenn man so an Google Analytics denkt, da kannst du ja wirklich Besucherströme, wer ist wo und was hat der geklickt und eine Heatmap und was weiß ich nicht alles. Das gibt es bei Podcasts, ehrlich gesagt, nicht wirklich. Da fragt man sich wirklich, ich mache es ja auch schon echt lange und da hat sich kaum was getan. Aber darum geht es gar nicht. Wir reden ja über dich bzw. dein oder euer Unternehmen, Claim Plus. Bevor wir da so drauf eingehen, sage ich mal ganz im Ruhrpott, wer bist denn du eigentlich? Was machst du denn so? Wie bist du denn da hingekommen? Ja, seit letztem Jahr habe ich ein neues Intro und zwar fange ich jetzt immer damit an. Ich bin letztes Jahr das erste Mal Vater geworden. Das ist doch erst mal das Wichtigste. Du hast es ja auch. Danke dir. Wie du merkst, ein bisschen stolz bin ich auch. Das darf man sein. Ja, oder? Ich bin Gründer und Geschäftsführer von Claim Plus. Ich habe 2007, um da vielleicht mal anzufangen, Abitur gemacht. Habe dann in Hamburg erst mal Medienmanagement studiert. Habe als Jugendlicher schon immer gesagt, ich will mal Manager vom HSV werden. Oh, warte mal ganz kurz. Grüße gehen jetzt schon raus an Olli Bohn. Olli Bohn, großer HSV-Fan, Entschuldigung. Also du willst Präsident vom HSV werden, okay. Ja, irgendwann vielleicht nochmal. Aber genau, ich habe dann Medienmanagement mit Schwerpunkt Sport studiert. Bin dann auch in der Sportrechte-Vermarktung bei einem Bundesliga-Verein damals gelandet. Mittlerweile sind die in der zweiten Liga. Und habe dann aber relativ schnell gemerkt, vielleicht ist es das jetzt erst mal doch nicht. Vielleicht später dann als Quereinstieg mal. Und bin dann nochmal nach Barcelona gegangen und habe da meinen Master gemacht in Unternehmensführung und klassisch BWL, also so ein Doppelabschluss. Und habe eigentlich schon immer dann meinen Weg eher in der Selbstständigkeit oder im Unternehmertum gesehen als irgendwo klassisch angestellt. Und habe dann so in meinen letzten Wochen in Barcelona quasi schon fast was ausgegründet. Damals im Bereich E-Commerce, Feinkost-Online-Shop. Und habe da im Prinzip die gesamte Reise vom Bootstrapping, also Gründen ohne externes Kapital, bis hin zur Querfinanzierung über meinen Dad auch. Also ich erzähle gleich nochmal dann was zu meinem Vater. Und dann über einen Investor bis hin zum Streit unter Gesellschaft. Sodass ich dann nicht nur meine Idee, sondern auch das erste Startup wohl oder übel dann an unseren Investor wieder abgegeben habe. Und dann im Prinzip im Sachverständigenbüro von meinem Vater gelandet bin. Warum bin ich da gelandet? Das lag eigentlich daran, dass wir uns wie gesagt in der Entstehungsgeschichte von meinem ersten Startup querfinanziert haben, indem ich Online-Marketing gemacht habe für Kfz-Sachverstand.de. Also das Unternehmen von meinem Dad. Und da das erste Mal so richtig gemerkt habe, vielleicht ist das Business ja doch gar nicht so doof, wie ich es früher als Jugendliche mir immer vorgestellt habe, wenn ich mal mitgegangen bin. Ich fand das immer irgendwie so ein bisschen eintönig. Aber vielleicht auch, weil ich nicht ganz so der Techniker bin. Mein Dad ist Diplomingenieur und ist da total tief drin in den Themen. Das war ich nie. Ich fand immer Autos cool. Nach wie vor. Ich liebe Autos. Ich liebe mittlerweile auch die gesamte Branche. Aber ich wollte nie ins Sachverständigenbüro. Bin dann da aber doch gelandet. Das hast du ja im Vorgespräch gesagt, dass du ja jetzt was machst, was du früher ja, ich will nicht sagen undenkbar, aber wo du gar nicht hin wolltest. Ja, manchmal ist es so. Also ich kenne mittlerweile relativ viele Gründer oder auch Nachfolger, und gerade bei den Nachfolgern ist es häufig so, entweder man schlägt eins zu eins den Weg ein, den seine Eltern gehen, oder man macht was komplett Konträres. Ja, bei mir war dann irgendwie beides dabei. Ich wollte erst nicht und bin dann jetzt doch drin. Bin auch sehr dankbar, weil letzten Endes ist es total schön, wenn man in ein Unternehmen mit einsteigen kann und nicht ganz bei null anfangen muss, sondern eben was da ist. Und ich liebe das Dinge auszubauen. Ich liebe das Dinge, mir Gedanken zu machen, wo man mal hin könnte und dann den Weg zu skizzieren und dann die Wege auch zu gehen, die Leute mitzunehmen, zu motivieren. Genau, und so bin ich dann im Prinzip eine kurze Zeit im Sachverständigenbüro gelandet. Und dort hatten wir von Anfang an immer ein Thema. Mein Vater hat eigentlich immer gesagt, es gibt keinen Unfallschaden, der ohne Anwalt abgewickelt werden sollte. Da geht es dann um die Durchsetzungsquoten und um einfach den Ärger, den Autohäuser, Sachverständige, Werkstätten alle haben, mit der Regulierung, mit den Versicherungen. So, wir sprechen jetzt mal vom klassischen Haftpflichtschadenfall. Und dazu hat er gesagt, er findet leider nicht so richtig den echten Anwalt, der es schafft, nicht nur fünf oder zehn Fälle im Monat auch nach selben Qualitätsniveau zu regulieren, sondern vielleicht auch mal 100 oder mehr. Wir haben dann damals einige getestet, da war ich dann schon mit dabei. Das war also quasi meine Aufgabe, mal zu gucken, was wir da machen können. Und ich bin dann relativ schnell damals auf Flightright gestoßen, die ja im Fluggastrechtebereich arbeiten und eigentlich dasselbe machen wie der klassische Anwalt, einfach ein bisschen moderner, digitaler und mit einer eigenen Plattform oder Software. Und ich habe gedacht, das muss es doch irgendwie auch für uns geben. Und tatsächlich gab es das, sodass wir mit ClaimPlus, was wir dann gegründet haben, eine Sonderzulassung bekommen haben. Ich will da gar nicht zu tief reingehen. Ich glaube, das langweilt dann eher die Leute. Kommen wir auf ein neues Detail. Genau, letzten Endes dürfen wir dann eins zu eins das machen, was jetzt eine Kanzlei macht, haben eigene Anwälte bei uns sitzen, sind im Bereich Legal Tech aktiv und bauen halt Software und ermöglichen das unseren internen Anwälten nach einem deutlich höheren Qualitätsstandard zu arbeiten und Unfallschäden zu regulieren. Jetzt hast du quasi meine Gesprächsplanung schon fast ein bisschen gekreuzt, weil dein Werdegang ja wirklich so immens damit verknüpft ist, in das Unternehmen von deinem Vater mit reinzukommen und dann mit deinem Werdegang schon zu gucken, was kann man denn da noch so draus bauen? So ein bisschen ein bestehendes Unternehmen mit so ein bisschen Startup-Skalierungsblickwinkel. Wie ist denn dein Vater darauf klargekommen? Wollte der dich schon immer im Unternehmen haben? Ja, das ist eine gute Frage. Vielleicht schalten wir ihn das nächste Mal dazu, wenn wir nochmal einen Podcast machen. Also natürlich, ich bin tatsächlich, ich gehe auch da wieder einen kleinen Bogen, ich bin tatsächlich auch mittlerweile, also wir sind Familienunternehmen, totale DNA bei uns und ich bin mittlerweile auch stellvertretender Bundesvorsitzender im Verband der jungen Unternehmer und da haben nämlich relativ viele das Problem und auch da würde ich wieder entweder oder sagen. Es gibt entweder die, wo die Nachfolge oder auch das gemeinsame Unternehmertum extrem gut funktioniert und dann gibt es die, wo es sehr knatscht und wo es auch teilweise gar nicht funktioniert und die Leute dann sich verstreiten am Ende und auseinander gehen. Wir waren Gott sei Dank so ein bisschen in der Mitte. Wir haben schon auch unsere, ich würde mal sagen, unsere Konflikte, was auch gut ist aus meiner Sicht. Konflikte, Reibung, gibt immer Wärme und am besten Fall kommt hinten was Gutes raus und so ganz glatt ist es eben aber auch nicht gelaufen und wir sind auch aktuell faktisch zwei Unternehmen. Wir sitzen unter einem Dach, arbeiten sehr eng zusammen aber sind zwei Unternehmen mit zwei Geschäftsführern. Also wir haben das aktuell ganz gut aufgeteilt. Ja, das, jetzt müssen wir mal eine Sache sagen. Wie alt bist du eigentlich? 37. 37, ja, weil am Anfang hast du nicht gesagt, weil wenn wir in so ein Gespräch reinkommen, ich sehe ja, wie jung du bist, er sieht verdammt jung aus, aber die Hörer sehen dich ja nicht. Danke für die Komplimente. Bitte für die Blumen. Kommen wir so ein bisschen konkreter auf Claim Plus noch zu sprechen, jetzt im Endeffekt. Was, wenn ihr auf Neukunden trefft, was ist da so euer, ich sage immer, was ist der Elevator-Pitch? Womit gehst du auf die los und überzeugst in aller Kürze? Naja, im Grunde genommen sage ich immer, wir sind die smarte Lösung für das Schadenmanagement im Autohaus. So, das hört man wahrscheinlich häufiger, deshalb erzähle ich zwei, drei Sätze dazu. Denn wir digitalisieren und vereinfachen im Prinzip den gesamten Prozess von der Unfallabwicklung, also das geht ja los, Schadenaufnahme, Gutachten wird erstellt, die Regulierung, die ganzen Telefonate mit den Versicherungen bis hin zur Abrechnung. Und damit sparen wir einfach Autohäusern extrem viel Zeit, weil wir die Mitarbeiter entlasten, kümmern uns darum, dass die Kosten geringer werden eben in diesem Bereich und vor allem schonen wir die Nerven von allen, die damit zu tun haben. Und das Beste daran aus meiner Sicht ist eben, dass wir das alles aus einer Hand anbieten. Das heißt, sowohl unsere Plattform, unsere Software als auch das Thema Gutachten als auch den Anwalt, sodass es überhaupt keine Schnittstellenprobleme gibt und der gesamte Prozess deutlich reibungsloser verläuft, als es tatsächlich in sehr, sehr vielen Autohäusern aktuell so ist. Okay, meine nächste Frage ist eigentlich immer so, welches Problem löst ihr im Autohandel damit konkret? Wobei ich habe gerade einen Gedanken so im Kopf, den will ich einfach nochmal eben so loswerden, weil ihr habt ja eine extrem digitale Lösung und entlastet ja damit die Menschen im Autohandel. Also eigentlich so menschelt es in der digitalen Lösung so ein bisschen. Also welches Problem, du hast es gerade schon angesprochen, Arbeitsleistung, Komplexität und so, vielleicht machst du es nochmal ein bisschen plastischer? Also erstmal will ich vielleicht dazu sagen, das Thema Service und damit natürlich auch der gesamte Bereich Aftersales und auch Schadenmanagement wird einfach immer wichtiger im Autohaus. Wir haben kurz im Vorgespräch darüber gesprochen, was es aktuell für Rabatte gibt auf Neuwagen und wir sind daher noch gar nicht am Ende angekommen. Das heißt, da wird immer weniger Geld verdient. Im Service geht es aber noch und vor allem im Schadenmanagement. Und genau da setzen wir im Prinzip an und wir digitalisieren und automatisieren im Prinzip diesen gesamten Schadenprozess. Was heißt das? Aktuell gibt es kaum transparente Lösungen über, wenn wir mal auf eine Autohausgruppe gucken, wo es einfach in jedem Haus gleich läuft. Standards, Transparenz, Übersichten, wo stehen wir eigentlich gerade, wie viele Forderungen haben wir, wie viele offene Forderungen haben wir. All das bieten wir und du glaubst tatsächlich nicht, wir sind in vielen Häusern. Wenn du da fragst, erzähl doch mal ganz kurz, wie viele Haftpflichtschäden, wie viele Kasko-Schäden habt ihr denn eigentlich und wie viele Gelder sind noch offen. Wo steht ihr gerade? Dann kann das eigentlich kaum einer liefern. Eventuell hinten raus über die Buchhaltung, über irgendeine Excel-Tabelle, die dann mühselig erstellt werden muss. Bei uns hast du es im Prinzip live, tagesaktuell. Bei uns gibt es eben auch kein Hinterhertelefonieren mehr mit den Versicherungen. Das übernehmen alle unsere Mitarbeiter. Wir haben hier intern ausreichend Personal dafür zur Verfügung. Die telefonieren den ganzen Tag mit den Versicherungen. Genau, und den Rest regelt im Prinzip unsere Plattform. Okay, also du gibst den Fall an einem ganz frühen Stadium quasi an euch ab. Also mach das mal plastisch mit einem Schadenfall. Ich bin ja, ach Gott, ich muss eben kurz einwerfen. Ich habe gerade einen Schadenfall an meinem Auto. Dummerweise selbst verschuldet. Und das geht mir jetzt schon so auf den Nerv, was damit drumherum zu tun. Hätte ich den Murks lieber selber bezahlen, als mich mit allen auseinanderzusetzen. Das nur kleine Anekdote, die mich betrifft. Aber mach mal plastisch Schadenfall, tritt ein, Kunde kommt ins Autohaus und sagt, ich habe da ein Problem. Ja, also auch da gibt es natürlich verschiedene Lösungen. Viele Wege führen nach oben, vor allem im Schadenmanagement. Es gibt Häuser, die geben alles ab. Es gibt Häuser, die machen viel selber. Also entweder, irgendwie muss der Schaden ja erstmal digitalisiert werden. Jetzt der einfachste Weg. Autohaus arbeitet mit uns full service und sagt, ich möchte gerne alle Bausteine nutzen. Und wir sind der Sachverständige. Heißt, Schaden kommt, Autohaus informiert uns. Das ist eigentlich erstmal das Einzige, was das Autohaus tun muss. Wir haben einen Kunden, bitte besichtigt das Fahrzeug. Dann übernimmt unser Sachverständiger, hat unser eigenentwickeltes Pad dabei, nimmt den Schaden komplett digital auf. Und zwar nicht nur die Sachen, die er benötigt, um sein Gutachten zu erstellen, sondern vor allem auch alle Unterlagen fürs Autohaus und relevante Informationen, die auch durchaus ein Anwalt benötigt. Und damit ist der Schaden digital bei uns in der Plattform. Ab dem Moment nimmt das alles seinen Weg. In dem Moment, wo wir alle Unterschriften haben vom Kunden, beziffern wir den Schaden automatisiert bei der gegnerischen Versicherung. Und der gesamte Prozess nimmt seinen Lauf. Das Autohaus hat eine transparente Übersicht darüber und bekommt dann im Prinzip, also der Mitarbeiter, der für diesen Fall zuständig ist, bekommt dann im Prinzip seine Reparaturfreigabe beziehungsweise vorher noch das Gutachten und alle relevanten Infos, die er benötigt per E-Mail und kann sie auch jederzeit in der Plattform ansehen. Und mehr hat das Autohaus im Prinzip damit nicht zu tun. Also das Autohaus kann quasi den Vorgang beobachten, muss sich aber quasi um nichts kümmern, bis dann reguliert wird und er, zack, repariert und alles ist ausgeglichen und Kohle kommt. Genau, wenn das dann so wäre. Meistens ist ja noch nicht sofort alles ausgeglichen. Genau, und dementsprechend, wir arbeiten da auch eng immer mit der Buchhaltung in den Autohäusern zusammen, weil das natürlich am Ende der Schlüssel ist. Die wollen wissen, wie viel Geld ist noch offen. Wir kümmern uns um die Reste. Aber wir übernehmen alle Kürzungen. Wir kümmern uns um nachträgliche Stellungnahmen. Und da ist eben genau das, was ich anfangs meinte, dieser Vorteil, dass man alles aus einer Hand bekommt, weil wir haben eben keine Schnittstellenprobleme. Weil wir sehen, dass sowohl Anwalt als auch Gutachter alleine häufig zu Problemen führt. Und deshalb ist aus meiner Sicht der größte Vorteil, dass die Autohäuser wirklich einsatzbereit sind. Anbieter haben, der alles aus einer Hand anbietet. Und wenn Fragen sind, eine Telefonnummer. Wenn irgendwas unklar ist, wir regeln das. Wir schieben nichts von links nach rechts, sondern wir kümmern uns darum. Also übernehmt ihr quasi die Orga, die Begutachtung, das Rechtliche und auch so ein bisschen den monetären Fluss, wenn man so möchte. Ja, genau. Das ist cool. Kann man so sagen. Okay, ja das ist schon echt cool. Also, weil ich kann mir vorstellen, ich bin ja nun mal jetzt nicht originär aus dem Autohandel, aber da haben schon etliche Abteilungen mit zu tun und müssen ja diesen Prozess ja teils am besten ausgedruckt noch durchs Auto austragen. Und das ist halt so alt, und doof. Ja, und das ist jetzt zum Beispiel der nächste Use Case. Was passiert denn, wenn die Akte auf dem Tisch liegt, der Mitarbeiter krank ist? Klassisches Problem. Dann kann keiner bearbeiten, was passiert. Das ist tatsächlich in sehr, sehr vielen Autohäusern nach wie vor der Fall. Und ja, wir kümmern uns einfach darum, dass der Serviceberater oder auch die Serviceassistentin sich wieder um ihr Kerngeschäft kümmern kann und eben nicht sich mit solchen nervigen Dingen, wie hinterher telefonieren bei den Versicherungen zum Beispiel und solchen Sachen, ja kümmern muss. Okay, ich sag mal so, so die Kerndienstleistungen habe ich verstanden. Wenn ich die verstanden habe, ist schon mal gut. Dann verstehen die da draußen das meistens auch. Nutzen haben wir auch herausgestellt. Wer ist denn so eure Zielgruppe? Mit wem arbeitet ihr zusammen? Was für Kategorien? Also sind das nur die allergrößten Autos aus Gruppen oder ganz kleine oder so? Dann kannst du das irgendwie ein bisschen rausstellen oder ist der Autohandel, jedem stehen die Türen bei euch natürlich offen? Durchaus stehen bei uns jedem die Türen offen. Also wir arbeiten mit Fuhrparks zusammen, wir arbeiten mit Werkstätten, mit kleinen Werkstätten zusammen, wir arbeiten mit Autohausgruppen mit über 20 Standorten zusammen und dementsprechend unser Produkt oder unsere Dienstleistung funktioniert für jeden. So würde ich es mal formulieren. Unser Vertrieb hat aber natürlich eine ganz klare Zielgruppe, auf die ihr telefoniert oder auf die wir Akquise machen und dementsprechend, klar, wir wünschen uns natürlich schon auch Autohäuser mit Gruppen, aber jede kleine Werkstatt, wir haben ganz viele davon, wir haben aktuell oder wir sind jetzt, ich muss mal ganz kurz nachrechnen, wir sind jetzt im vierten Jahr und sind an mehr als 100 verschiedenen Autohausstandorten aktiv bereits und dementsprechend. Sehr gut. Und ja, dann, jetzt hast du schon gesagt, seit ungefähr vier Jahren seid ihr dabei. Vielleicht gibt es uns noch ein bisschen so, wie seid ihr aufgestellt? Also Gründung vor gut vier Jahren mit der Claim Plus. Ihr sitzt wo? Mitarbeiter? Vor allem bei Mitarbeitern ist ja spannend. Ihr habt ja auch Rechtsanwälte da. Erzähl mal ein bisschen. Ja, also wie gesagt, wir haben Anfang 21 unsere Lizenz bekommen, sind dann aber erst so ganz langsam reingestartet, weil Softwareentwicklung auch ein wenig dauert. Das heißt, wir haben ein Entwicklungsteam intern, die sich um die Programmierung der Plattform kümmert und dass wir da immer up to date sind. Dann haben wir Verkehrsrechtsanwälte hier bei uns sitzen. Die sitzen auch, wenn ich sage hier bei uns, fest in unserer Zentrale bei uns in Hamburg. Da sind wir aktuell circa 15 Leute, müssten wir sagen. Genau, es kommen aktuell auch relativ viele dazu, weil wir einfach auch sehr schön wachsen. Das freut mich. Wir haben kein, nach wie vor nicht, kein externes Kapital. Das wollen wir auch nicht. Wir sind total Familienunternehmen und leben diese DNA Familienunternehmen. Lieber ein bisschen nachhaltig und langsamer wachsen als 200, 300 Prozent im Jahr. Wir wachsen gut, uns geht es gut und ja, wir haben einfach total Lust, hier eine Organisation aufzubauen, die funktioniert und die eine super Dienstleistung für unsere Kunden am Ende entwickelt und liefert. Und das macht mich total stolz. Ja, mir ist gerade noch durch den Kopf gegangen, mit dem Background, wo du herkommst, mit Startups und Skalierungseffekten und Software und so ist natürlich klar, dass Kunden, die eine gewisse Masse haben, natürlich auch gut bei euch aufgehoben sind, weil das könnt ihr abbilden. Ja, ich sage immer, wenn wir mit der IT sprechen und uns austauschen, es geht halt einfach darum, dass wir wirklich eigentlich sogar besser werden, umso mehr Infos wir bekommen, also umso mehr Schäden wir haben, weil wir natürlich lernen können aus den Schäden und natürlich funktioniert hier auch relativ viel noch über den Faktor Mensch und das wird auch immer so bleiben, aber ich versuche halt und da kriegen unsere Mitarbeiter gefühlt in jedem Call oder in jedem Gespräch das von mir noch mal zu hören, wenn ich sage, jede Aktivität, die ihr mehrfach am Tag ausführt, die können wir doch irgendwo automatisieren, also wir haben teilweise E-Mails werden und Fristen gesetzt, geht alles per Klick sozusagen, also per Klick verschickt das System die E-Mail, hängt die Dokumente dran, setzt automatisch eine neue Frist und so weiter und so fort, damit wir da einfach Zeit gewinnen, diese wiederkehrenden Aufgaben, da kann man einfach echt effizienter werden und das geht halt nur mit Software. Ja, absolut, also das klingt echt gut und ich habe da so ein Gefühl, dass die Dienstleistung, die ihr da so optimiert habt, für viele eine definitiv interessante Sache ist. Also ich für meinen Teil habe jetzt erstmal verstanden, was ihr da macht und das ist schon mal sehr gut und ich finde das auch gut, wie ihr gerade hörst, weil so zwischen den Zeilen, wenn du so darüber sprichst und ich kenne ja den Autohandel jetzt auch schon viele Jahre und war ja schon in vielen Autohäusern unterwegs und man sieht ja teilweise auch als, ich bin kein Servicemensch, bin ich weit weg von, aber man sieht ja solche Prozesse, wie das Menschen aufhält, Abteilungen aufhält und bremst und ihr habt da einen sehr schönen Prozess digitalisiert und gelöst, der halt auch hoch anspruchsvoll ist, weil das Recht, Versicherungen und Co. eine Rolle spielen, cooles Ding, finde ich richtig gut. Ja, danke, das hoffe ich natürlich auch. Also ich glaube, das, was du gerade sagst, kann ich nur unterschreiben. Es ist natürlich so, dass Autohäuser auch historisch gesehen Händler sind. Das heißt, Händler wollen Autos verkaufen und wenn man auch mal schaut, die meisten Geschäftsführer von Autohausorganisationen sind alle Sales-lastig. Da ist kaum einer, klar, bei ganz großen Gruppen, da sind dann mehrere, aber im Grunde genommen sind die meisten Hintergrund Verkauf und nicht Hintergrund Sales oder Service, äh nicht Sales, sondern Hintergrund Service, so rum und dadurch ist automatisch der Fokus ja nicht so auf diesem Thema. Ich glaube, die Zeit dreht sich und Autohäuser haben hier eine Riesenchance. Wir sehen das auch, auch kleine Häuser, auch kleine Häuser nicht in der Großstadt, sondern auf dem Land, haben durchaus extrem gute Zahlen, was auch die Schadenquote angeht und so weiter. Da merkt man einfach, was richtig gemacht wird, aber dann gibt es auch Häuser nebenan, die eigentlich dieselben Voraussetzungen haben, die dieses Thema einfach noch nicht auf dem Schirm haben. Und wenn ich einen Tipp sagen darf, dann ist es 2025 bitte kümmern, dass der Service ein bisschen mehr Fokus bekommt, weil hier liegt halt einfach auch echt noch Geld. Hm, okay. Ja, an der Stelle schon mal danke, dass du meinen ganzen Fragen da, dass du sie so intensiv, wollt ich sagen, so einen Quatsch, so gründlich beantwortet hast, weil für mich ist das immer ganz toll, solche Unternehmen kennenzulernen und solche Lösungen kennenzulernen und dann halt aber auch zu teilen, weil ich der Meinung bin, dass das einfach einen Nutzen hat für die Branche. Jetzt bist du ja auch ein paar Tage in der Autobranche so unterwegs, da kommen wir jetzt so Richtung Abschlussfrage schon so ein bisschen gleich. So mit Blick auf die Autobranche, gerade hast du schon was anklingen lassen, 2025 Service, welche Herausforderungen und Chancen siehst du für den Autohandel, wenn ihr so auf dieses Jahr, was ja gerade begonnen hat, 2025, im Januar sind wir, was da so kommt, wie blickst du da in die Zukunft? Das ist eine sehr gute Frage, also wie gesagt. Das ist eine sehr gute Frage, die beantworte ich später. Die beantworte ich morgen. Nein, also ich glaube, das, was ich gerade gesagt habe, kann ich nur unterstreichen. Der Service und vor allem auch das ganze Thema Schaden und Unfallabwicklung sollte mehr im Fokus stehen. Viele Gruppen fangen an damit, viele haben es auch auf dem Schirm. Ich glaube, es ist Zeit, das Thema wirklich professionell anzugehen. Es gibt da mittlerweile mehrere Dienstleister auch, die sich darum kümmern. Wir sind zum Beispiel einer davon und ich glaube, das entlastet das Thema, weil wir haben immer mehr, also wir kriegen es auch von unseren Kunden immer mehr zurückgespielt, wie das Thema Personalmangel reinspielt, auch im Service. Also da sitzen häufig eben auch keine Leute mehr, die ausgebildet sind im Service für das Autohaus, sondern komplette Quereinsteiger sind und gerade da ist es natürlich super, wenn man kostenfrei dieses Know-how outsourcen kann und unterm Strich vielleicht sogar noch besser arbeiten kann, als vorher. Das vielleicht zum Thema Service. Ja, der Handel. Also ich glaube nach wie vor, die Autos werden gekauft, die Menschen fahren Autos. Ich bin nach wie vor immer noch nicht der größte Fan vom E-Auto. Ich meine, die Ersten müssten auch dieses Jahr alle wieder zurückkommen. Das wird, die ganzen Leasingrückläufer, ich glaube, dieses Jahr wird happig durchaus. Da bin ich sehr gespannt, wie sich das verhält im Markt. Ja, und dann darüber haben wir, wie gesagt, am Anfang ganz kurz gesprochen und im Vorgespräch, Autos werden verkauft, aber eben nicht mehr zu den Kursen wie die letzten Jahre. Das heißt, wir merken selber schon, ohne dass wir nachfragen, kriegen wir Angebote auf den Tisch, die man eigentlich gar nicht ausschlagen kann. Und das heißt, jeder, der Autos braucht, der kann vermutlich vernünftig einkaufen dieses Jahr. Aber ja, ich bin gespannt, wie es für die Händler wird. Ich habe da, ehrlich gesagt, noch nicht so ein hundertprozentiges Bauchgefühl entwickelt. Ich glaube, das erste Quartal wird da ein bisschen zeigen, in welche Richtung es geht. Und ja, es bleibt auf jeden Fall wie immer spannend, aber ich denke, auch das, was ich zum Service gesagt habe, und dann mache ich einen Schluss hier zu der Aussage, es gibt immer die Händler, die nach wie vor super funktionieren. Definitiv, ja. Es gibt immer welche, die haben es im Griff. Es gibt eine große Masse und es gibt auch leider welche, die es nicht so gut im Griff haben. Und es sind auf jeden Fall anspruchsvolle Zeiten. Die klassische Abschlussfrage von mir. Wann sitzt du das erste Mal in einem komplett autonomen Auto und fährst von, was weiß ich, von zu Hause zur Arbeit und kümmerst dich echt nicht auf den Straßenverkehr? Ruhe. 2030 vielleicht. Also gar nicht mehr so lang hin. Ist es vielleicht in Deutschland möglich? Deutschland. Genau, in anderen Ländern funktioniert es ja schon. Wenn man in die USA schaut, da gibt es das ja durchaus schon. Ich glaube, technisch ist eben nicht das Thema, sondern eher die Regularien und dann sind wir Deutschen natürlich auch immer nicht so ganz die Innovativsten in vielen Dingen. Das heißt, wir gucken uns Dinge erstmal an. Witzigerweise habe ich genau zu dem… Die Deutschen gucken sich das erstmal an, auf das Risiko hin und nicht auf die Chance. Genau. Aber witzigerweise habe ich mit meinem ITler gesprochen gerade und der sagt, er ist der Erste, der damit fährt, sobald es losgeht. Und ich bin glaube ich nicht der Erste, der sich da anpassen würde. Da bin ich auch ein bisschen vorsichtiger. Ich liebe es allerdings, wenn ich mich in mein aktuelles Auto setze, auf der Autobahn Assisted Driving anzumachen und mal ein bisschen entspannter zu fahren. Das funktioniert schon wirklich erstaunlich gut. Okay, wir haben uns die 2030 notiert. Vielen Dank, lieber Gordian. Ja, dann sind wir mit dem Podcast für heute auch durch. Und wie ich fand, echt ein spannendes Thema, was diesmal service lassig ist. Häufig habe ich auch Gäste, die eher mit Vertrieb und Sales und so zu tun haben oder, ich sage mal, der ganzen Organisation, Autohaus und Dienstleistung und sowas alles. Das war wirklich mal ein spannendes, anderes Thema auch für mich. An der Stelle, Gordian, nochmal vielen Dank für auch die Offenheit, da mal drüber zu berichten, auch über den Lebensweg und Familie und so. Und im Vorgespräch jetzt gleich kannst du auch deine Dose Red Bull weiter trinken, weil dein Sohn, glaube ich, oder Tochter? Sohn, hier ist die Dose. Sohn heute Morgen sehr, sehr früh wach geworden ist. Also von daher super, vielen Dank, Gordian. Und dann würde ich mich jetzt verabschieden. Schön, dass ihr dabei wart. Schön, dass ihr zugehört habt. Und ich sage Tschüss, bin raus. Und ich glaube, der Gordian macht das auch, oder? Danke für die Einladung, Tim. Und hoffentlich bis bald.