Einleitung
In der neuesten Episode des Podcasts ‚Benzingespräche‘ begrüßt Tim Klötzing einen besonderen Gast: Christoph Seierlein, Fachjournalist des Jahres 2019. Gemeinsam tauchen sie in die Welt des Automobiljournalismus ein und beleuchten Seierleins Karriereweg sowie seine aktuellen Herausforderungen beim Manager Magazin.
Der Weg zum Fachjournalisten
Christoph Seierlein, geboren 1992, hat sich bereits früh für den Journalismus entschieden. Nach einem Studium im Ressort-Journalismus, das er mit einer Abschlussarbeit bei Audi zum Thema nachhaltige Produktentwicklung abschloss, startete er seine Karriere beim Kfz-Betrieb. Dort entwickelte er sich schnell weiter und wurde 2019 als Fachjournalist des Jahres ausgezeichnet.
Die Faszination Automobil
Obwohl Seierlein nicht aus einer typischen Automobilfamilie stammt, entwickelte er durch seine Arbeit bei Audi eine Faszination für die Branche. Diese Begeisterung, gepaart mit einer gesunden Distanz zu den Themen, ermöglicht es ihm, die Entwicklungen der Branche kritisch und objektiv zu betrachten.
Herausforderungen und Highlights
Während seiner Zeit beim Kfz-Betrieb sammelte Seierlein wertvolle Erfahrungen und konnte zahlreiche Highlights erleben. Besonders stolz ist er auf seine Auszeichnung zum Fachjournalisten des Jahres, die er für einen Artikel über die Marke VW erhielt.
Aktuelle Rolle beim Manager Magazin
Seit Mai 2022 ist Seierlein als Redakteur für Mobilität beim Manager Magazin tätig. In dieser Rolle berichtet er über die vielfältigen Aspekte der Mobilität, wobei das Automobil weiterhin eine zentrale Rolle spielt. Er schätzt die Reichweite und den Einfluss seiner aktuellen Position und sieht es als Herausforderung, die Themen der Branche einem breiten Publikum zugänglich zu machen.
Fazit
Christoph Seierlein ist ein Paradebeispiel für einen erfolgreichen Werdegang im Fachjournalismus der Automobilbranche. Seine Fähigkeit, komplexe Themen verständlich zu vermitteln, macht ihn zu einem wichtigen Akteur in der deutschen Medienlandschaft.
Show Notes & Key Takeaways
Themen:
- Christoph Seierleins Karriereweg
- Seine Zeit beim Kfz-Betrieb
- Auszeichnung zum Fachjournalisten des Jahres
- Aktuelle Rolle beim Manager Magazin
- Herausforderungen im Automobiljournalismus
Key Takeaways:
- Christoph Seierlein wurde 2019 als Fachjournalist des Jahres ausgezeichnet.
- Seine Karriere begann mit einer Abschlussarbeit bei Audi.
- Er ist bekannt für seine objektive Berichterstattung über die Automobilbranche.
- Seit 2022 arbeitet er beim Manager Magazin im Ressort Mobilität.
- Seierlein sieht die Vielfalt der Branche als ständige Herausforderung.
- Er schätzt die Möglichkeit, mit seinen Artikeln eine breite Leserschaft zu erreichen.
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Benzingespräche – der Personality- und Branchenpodcast der deutschen Automobilwirtschaft. Der Podcast führt mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind, erzählt zu werden. Es geht um neue und verschiedene Blickwinkel auf die Autobranche und persönliche Meinungen zukünftiger Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, Online-Marketing-Spezialist, Unternehmercoach und Agenturinhaber. Bevor es losgeht, ein Hinweis auf einen starken Partner, der mich bei meinem Podcast unterstützt. Yareto. Bei Yareto können Autohändler in Deutschland Absatzfinanzierungs- und Leasingangebote von mehr als 10 Finanzdienstleistern auf einen Blick vergleichen, anfragen und abschließen. Und das alles mit nur einem Login. 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Ja war ja ein kurzes Bohei so rund um die Plattform muss man sagen im Nachhinein. Aber ja richtig, da hatten wir miteinander zu tun. Du bist ja regelmäßiger, sage ich mal, drangeblieben an den Audioformaten. Mir hat es damals auch für die kurze Zeit, wo es groß war, Spaß gemacht. Und jetzt freue ich mich, dass wir uns heute richtig austauschen mal miteinander. Ja absolut, ganz genau. Klicken wir erstmal so in den Rückspiegel. Das machen wir ein bisschen. Wollen wir erstmal wissen, mit wem wir es hier so zu tun haben. Also die meisten werden dich aber eh auch kennen. Also du bist im Baujahr 92, lehe dich, keine Kinder, schreibst dazu zweifaches Onkeldasein, macht dir auch schon einen ausreichend großen Spaß. Ja absolut. Du bist gebürtig aus Ansbach, Mittelfranken und lebst hauptsächlich in Würzburg, pendelst ab und zu nach Hamburg beruflich. Bachelor of Arts, Ressort Journalismus 2011 bis 2015. Die Abschlussarbeit hast du damals bei Audi gemacht zum Thema nachhaltige Produktentwicklung. Dann Veranstaltungsmanagement und Öffentlichkeitsarbeit beim Freistaat Bayern 2015, auch interessant im Lebenslauf. War eine Auslandsstation, also nicht in München, in Brüssel damals bei der EU. Einfach um nochmal ein bisschen Auslandserfahrung zu sammeln. Interessant. Und dann zurück nach Würzburg und dann Redakteur beim Kfz-Betrieb beziehungsweise der Vogel Communications Group von 2015 bis 2021. Und da hast du verschiedene Schwerpunkte betreut, Newsdesk, Entwicklung von neuen Formaten, da gehörte dann Klapphaus noch ein bisschen vielleicht zu. Und Fachredakteur für Next Mobility und jetzt seit Mai 2022 bist du Redakteur Mobilität beim Manager Magazin und da pendelst du nach Hamburg. Ja, so wenn es sich ergibt. Im Normalfall bin ich so zweimal im Monat für ein paar Tage in Hamburg oben. Ist immer wieder schön, auch das Redaktionsleben mitzubekommen, wo es jetzt wieder möglich ist, so mehr nach Corona. Aber größtenteils arbeite ich weiter von Würzburg aus. Das ist mein Lebensmittelpunkt und man kann ja dankenswerterweise vieles mittlerweile auch mobil machen. Ja, okay. Ja, jetzt haben wir wirklich mal die Chance in Ruhe miteinander zu sprechen, Christoph. Und ja, wir haben vorhin schon so leicht drüber gescherzt. Normalerweise stellst du die Fragen. Vielleicht hast du zwischendurch mal eine Zwischenfrage, aber ansonsten nehme ich das mal in die Hand hier heute. Ausnahmsweise lasse ich das mal zu, ja. Alles klar. Wenn ich mir so deine Vita ansehe, scheinst du sehr straight so deinen Weg gegangen zu sein und heute einen Traumjob zu haben. Studium zum Journalisten und immer irgendwie auch so ein bisschen Autokontext, außer die Freistaat Bayern Geschichte vielleicht. Ja, die Kernfrage, wie kam das und hast du auch eine besondere Bindung zum Journalismus und dem Automobil? Ich bin wahrscheinlich nicht so ein typischer Automensch, wie es viele in der Branche sind, die schon Eltern hatten, die ein Autohaus hatten oder ähnliches. Meine Eltern sind Buchhändler, also ich kenne das Händler-Business, aber aus einer anderen Ecke. Du heißt aber nicht Bezos mit Nachnamen, ne? Nein, nein, nein. Damit will ich auch gar nicht in Verbindung gebracht werden, das ist ein schwieriges Thema. Nein, aber wie kam die Verbindung zum Auto? Du hast es vorhin erwähnt, ich habe meine Abschlussarbeit bei Audi geschrieben, hatte davor schon ein Praxissemester gemacht in Ingolstadt in der Produkt- und Technikkommunikation und habe über den Weg eigentlich so ein bisschen auch die Faszination für die Branche kennengelernt. Ich bin jetzt wahrscheinlich auch wirklich nicht so der typische Car-Guy, der irgendwie sagt, okay, Autos finde ich super emotional toll ohne Wenn und Aber, sondern es ist ja in meinem Job auch, finde ich, wichtig, dass man eine gewisse Distanz auch einfach hat zu Themen, um das Ganze auch neutral betrachten zu können. Aber ich habe in der Audi-Zeit schon gemerkt, diese Branche fasziniert mich und da dran zu bleiben, das könnte mir Spaß machen. Wirklich, ich bin ja auch schon lange so an der Branche dran und ich bin immer wieder fasziniert, wie vielfältig die ist, weil es kommen immer wieder Krisen, es gehen Krisen, es kommen neue Produkte, es kommen neue Marktteilnehmer, es kommen digitale Herausforderungen, da ist ja immer was los. Absolut, also das hört man auch immer mal wieder, wenn man so in meinem Alter jetzt oder wenn ich bin so… In deinem hohen Alter, genau. Ja, ich bin jetzt vor siebeneinhalb Jahren so in mein echtes Berufsleben gestartet und da war so Medien so ein schwieriges Thema, wie ist da die Zukunft, da passiert ja auch wahnsinnig viel und wenn du dann gleichzeitig noch so eine Branche betrachtest, in der auch unfassbar viel passiert, ist natürlich eine sehr, sehr spannende Mischung und für Journalisten ist immer gut, wenn was passiert in der Branche, ist besser als wenn man sich die Themen wirklich hart suchen muss, sondern wenn vieles auf der Straße liegt, ohne dass ich jetzt sagen will, dass wir nicht auch hart nach Themen suchen. Du hast ja direkt angefangen Ressort-Journalismus zu studieren, war das klar für dich, also die Journalismus-Schiene und dann auch so ausgeprägt? Ich habe in meinem LinkedIn-Lebenslauf, glaube ich, ausgespart, dass ich mal ganz kurz Lehramt studiert habe. Also das war auch mal ein Plan, aber ich habe tatsächlich schon in der Schule für die Zeitung geschrieben, also relativ jung angefangen, ganz klassisch so Richtung Sport, über so den Lokalfußball und so, wie ganz, ganz viele einsteigen tatsächlich in den Journalismus, bin ich auch eingestiegen. Perlen ist Lokaljournalismus. Ja, von mir würde man bestimmt auch einige Perlen finden, wenn man da gräbt, aber davor ist man nicht geweiht. Und ich hatte dann schon so der erste Gedanke, war dann tatsächlich, man geht auch in diesen Sportbereich, weil ich selber sehr sportbegeistert bin, aber dann hat es mich doch in eine andere Richtung verschlagen, so mit der Zeit. Du hast lange beim Kfz-Betrieb und bei Vogel gearbeitet, wie war denn deine Zeit da so? Was hast du da mitnehmen können, gab es besondere Highlights? Du bist ja da in der Tätigkeit ja dann wirklich nah an den Handel rangekommen. Ja, es war für mich eine superschöne Zeit, muss ich sagen, also ich habe ganz, ganz viel lernen können. Das ist ja ein erster richtiger Job, ist immer irgendwie was Besonderes, das kann total daneben gehen, das kann aber auch einfach passen und ich glaube, wenn man dann so zurückschaut und da lange Jahre, ja letztendlich war von 2015 Sommer bis Anfang 2022 dann, ist ja schon eine lange Zeit, ist vielleicht auch gar nicht mehr so gewöhnlich heutzutage, gerade auch im Medienbereich, Riesenfluktuation eigentlich normalerweise. Von daher habe ich da ganz, ganz, ganz viele tolle Erinnerungen auch an die Zeit und bin sehr dankbar, was mir da auch ermöglicht wurde. Highlights gab es, sage ich mal, jede Menge, das Große hast du wahrscheinlich auch schon erwähnt, 2019 dann schon in sehr jungen Jahren mit 26 damals Fachjournalist des Jahres zu werden, das war ja für mich auch eine Hausnummer, muss ich offen sagen. Ja 2019, da warst du quasi vier, fünf Jahre nach dem Studium, ne? Genau, vier Jahre war das ungefähr danach. Krass, okay, das ist direkt so die Überleitung, super coole Auszeichnung, ganz platt gefragt, meldet man sich dafür an, werden die auf einen aufmerksam, wie kommt das? Das ist so ein klassisches Prozedere, man reicht einen Beitrag ein, von dem man selbst denkt, oh, da habe ich jetzt nicht total daneben gelegen mit meiner Arbeit, das habe ich damals gemacht. Und es war in vielerlei Hinsicht war es irgendwie speziell, weil ich habe damals kurz davor die Verantwortung sozusagen in der Redaktion für die Marke VW übernommen, also beim Kfz-Betrieb ist das so relativ klar geclustert, wer macht welche Marke und schaut, was da alles passiert und ich hatte, das war mein erster VW-Text letztendlich. Und der hat offensichtlich gleich gesessen und ich hätte nicht damit gerechnet, dass das dafür reicht, aber dann gibt es erstmal bei Vogel tatsächlich auch so einen internen Wettbewerb, wo gute Beiträge ausgezeichnet werden und wer da dabei ist unter den Ausgezeichneten, der ist dann automatisch auch in der Verlosung für den deutschlandweiten Wettbewerb, so war es zumindest damals, ich weiß gar nicht mehr, ob es heute noch so ist, aber man kann sagen, ich meine es sind immer so um die 200 Beiträge, die dann da letztendlich zur Auswahl stehen für die deutschlandweite Prämierung und dann ist es eine vielköpfige Jury, die sich das anschaut aus verschiedenen Verlagen und dann letztendlich sagt, das ist unser Favorit. Das ist ja, die deutsche Fachpresse zeichnet ja aus und dann hat man da eingereicht und bewerten die den einen Artikel oder schauen die dann, Moment, hier sind unsere Kandidaten, jetzt gucken wir mal ein bisschen näher hin, was sie sonst noch so liefert. Das müsste man die Jury fragen, aber ich meine, es geht tatsächlich stark um den einen Artikel, weil man da einfach auch eine Vergleichbarkeit hat. Und es kommen ja da auch aus ganz verschiedenen Fachbereichen Artikel zusammen. Also ich glaube, bei mir damals im Jahr war Platz zwei, glaube ich, eine Geschichte über Hebammen, wenn ich es richtig in Erinnerung habe und Platz drei war eine Mediengeschichte. Das ist ein bunter Blumenstrauß. Jetzt bist du beim Manager Magazin gelandet und berichtest auf nationaler Ebene, so nenne ich das jetzt mal als Laie oder heute als Profi-Interviewer eines Fachjournalisten, auf nationaler Ebene mit viel Reichweite und Aufmerksamkeit über Mobilitätsthemen. Das ist ja für dich sicher auch nochmal ein großer Schritt. Wie hat sich deine Arbeit verändert? Wie anspruchsvoll ist dein Job mit so einer großen Spannweite und auch Reichweite? Das wollte ich vorhin schon im Vorgespräch fragen. Ressort-Mobilität oder Automobilität? Mobilität. Also ich glaube, das ist auch wichtig, dass man sagt, Auto spielt in Deutschland natürlich eine super wichtige Rolle. Es zieht auch bei uns im Normalfall total stark, wenn wir gute Autogeschichten haben. Aber wir haben längst einen Punkt erreicht, in dem man Mobilität breiter denken sollte und das ist auch unser Anspruch. Wie hat sich deine Arbeit verändert, wenn das so national ist? Das ist ja mit Sicherheit ein Unterschied, wenn du Fachpresse machst oder ein nationales Medium bedienst. Fachpresse ist natürlich auch national unterwegs, aber wie du sagst, in einem kleineren Kosmos irgendwo. Du hast es auch schon angesprochen, das war für mich schon ein großer Schritt. Man fragt sich dann auch davor, ist man gut genug dafür? Reicht das, was man kann? Aber für mich war es eben auch spannend zu sagen, ich bin jetzt auch nochmal an dem Punkt, an dem ich mich weiterentwickeln will, an dem ich nochmal lernen will. Und das war eine der Triebfedern, das zu machen. Die Arbeitsweise verändert sich eigentlich nicht allzu sehr. Ich war immer schon ein Typ, der gesagt hat, es wird niemand von vornherein geschont. Man sollte immer ohne Scheuklappen an Themen rangehen und man sollte dann auch neutral und möglichst fair bewerten. Aber unsere Aufgabe ist es nicht hinzugehen und zu sagen, wir sind jetzt im Auftrag oder wir arbeiten nicht, um andere hochzuloben und auch nicht, um andere komplett niederzuschreiben, sondern wir müssen halt kritisch neutral Dinge betrachten. Und das ist vielleicht auch in der Publikumspresse, in der ich jetzt bin, nochmal stärker ausgeprägt als in der Fachpresse teilweise. Und dementsprechend war für mich, so gesehen, die Umstellung nicht so schwierig, aber es ist einfach spannend, nochmal mit Leuten mit einem anderen Netzwerk zusammenzuarbeiten, auch mit mehr Erfahrung noch, die mir einfach wahnsinnig viel nochmal beibringen können, wie man nochmal detaillierter reingeht, wo man die Schwerpunkte dann auch setzt, wo man dann auch wirklich sagt, da musst du noch tiefer reinkommen und da ist es gar nicht so wichtig. Und da lerne ich eigentlich jeden Tag dazu. Das ist gut, ne? Absolut. Sich da weiterzuentwickeln, das ist echt toll. Ist es schwieriger, wenn man vorher, das ist jetzt aber nur wieder so meine kleine Meinung, Kfz-Betrieb als nationales Fachmedium eher handelsorientiert und Managermagazin, erstmal Mobilität, aber gehen wir ein bisschen auf den Autosektor, viel mit Marken, über die zu schreiben, an Informationen zu kommen, weil da merke ich auch für mich in meiner Arbeit halt häufiger, das ist schwieriger mit den Marken. Ja, also definitiv ist es anders, das Schöne ist aber auch, dass in dieser Handelswelt gerade sehr, sehr viel passiert, was für ein Medium wie das Managermagazin auch spannend sein kann, weil für uns ist immer so Transformation, strategische Veränderung, ist super interessant und da würde ich Marken oder Hersteller und Handel gar nicht so sehr trennen, weil da viele Trends sich überlagern. Klar, du hast bei den Herstellern nochmal die andere Transformation in der Produktion und so und was da passiert und mehr Richtung Software und so, aber im Handel ist auch Digitalisierung Megatrend, braucht man keinem zu erzählen. Und schön ist für mich eigentlich, dass ich ja letztendlich auch jetzt einige Themen mitgenommen habe und wir auch mal probiert haben beim Managermagazin, wie gut laufen denn Handelsthemen bei uns. Ist das nicht auch für unsere Zielgruppe interessant? Und da kann man immer mal wieder jetzt auch eine Spitze setzen und wir merken auch, die Aufmerksamkeit ist groß und das zeigt auch, dass diese Branche, hart die Handelsbranche, super interessant ist gerade. Wo wir bei der Handelsbranche schon sind, mit Hinblick auf die letzten Jahre, in denen ja nur wirklich viel im Handel und auch um den Autohandel herum passiert ist. Wenn ich dir die Frage stelle, wie geht es den Händlern? Was würdest du antworten? Das ist, da muss ich aufpassen, was ich sage. Ich glaube, das wird mir auch keiner übel nehmen, wenn ich das sage, dass Händler sehr gut jammern können. Das ist, glaube ich, das ist der Unterschied. Da lügt man, denke ich nicht. Aber es ist natürlich schon auch brutal, was über die Branche hereinbricht, auch in dieser Ballung. Du hast ja nicht nur die Antriebswende immer mehr weg von Verbrennern hin zu Elektro. Du hast ja auch einfach diese neuen Vertriebskonzepte, die kommen, jetzt Agenturvertrieb und so weiter und so fort. Und der Hersteller will mehr an sich selbst ziehen. Leute können einfacher ein Auto erwerben, als es noch vor zehn Jahren der Fall war. Es gibt ja auch mal wieder die Studien, bald kaufen alle vom Sofa, wobei ich das mal noch in Frage stellen möchte. Aber diese Ballung an Veränderung ist schwierig. Und dass man da dann auch mal sagt, okay, ich weiß nicht, wie es weitergeht. Will ich das überhaupt noch alles so? Macht mir das noch Spaß? Ist, glaube ich, total menschlich. Ich glaube aber auch, dass viele einschätzen können, insgesamt ist jetzt das ganz große Unheil über die Branche noch nicht reingebrochen. Die nächsten Jahre werden schwierig, glaube ich schon. Aber wer sich gut darauf vorbereitet hat, muss sich jetzt, glaube ich, auch nicht die Existenzsorgen machen. Ja, sehe ich auch so. Und man hört ja trotzdem in den letzten zwei, drei Jahren immer wieder auch von mittelgroßen, kleinen und sehr großen Händlern, dass sie auch Rekordjahre hatten. Absolut. Und von daher ist, die haben mit Sicherheit alle wirklich viele, viele Herausforderungen, ganz klar. Und da kommt man auch schon mal ins Jammern, ob der Vielzahl der Aufgaben. Okay, ich möchte mit dir jetzt den Blick aus dem Rückspiegel raus, Fernlicht anmachen, gucken wir so ein bisschen mal in die Zukunft. Fangen wir mit den Autohändlern an. Welche Chancen haben denn die Autohändler in den kommenden Jahren, so deiner Meinung nach? Siehst du da irgendwelche gewissen Punkte? Ja, ich glaube schon. Wer gut berät und wer auch wirklich letztendlich merkt, dass dieses Thema Beratung nicht am Abklingen ist, sondern eher wichtiger wird, der hat, glaube ich, schon sehr, sehr gute Chancen. Einfach da mit all diesen Dingen, die gerade passieren, eben auch Wechsel von Antrieben und so, ist einfach ein großer Informationsbedarf auf Kundenseite da. Und ich glaube auch, dass die viel gescholtene Digitalisierung schon auch viele Chancen ermöglicht, besser an Kunden ranzukommen, auch mehr über Kunden zu wissen, viel bessere Datenqualität zu erheben. Und wer das gut macht, wer das pflegt, der hat ja einen unglaublich großen Schatz irgendwo in der Hand. Natürlich machen das auch die Hersteller selber oder wollen es zumindest machen. Aber die Frage ist, ob sie es hinkriegen und wenn, ob der Handel nicht den Vorsprung hat, den er jetzt einfach nutzen muss. Ich glaube, der Handel ist sich häufig nicht bewusst, was er da hat. Würde ich unterschreiben auch, ja. Absolut. Der Hersteller kennt den Kunden nicht. So gerne das würde. Bisher kennt er ihn nicht. Und die Frage ist, wie schnell kann das gelingen, das zu drehen? Und da will ich schon ein großes Fragezeichen erst mal noch dahinter setzen, dass das schnell gelingen kann. Ich habe in der letzten, in der vorletzten Podcast Ausgabe, wo ich mit dem Jörg von Steinecker gesprochen hatte, hatte ich auch an einer Stelle die Digitalstudie 2022 TÜV Nord, IFA und Autohaus genannt, wo ich halt interessant fand, da habe ich auch mit dem Stefan, jetzt komme ich nicht auf den Namen Stefan, nicht Stefan Reindl, sondern mit dem Benedikt Mayer, der ist ja der Autor davon. Da fand ich es interessant, dass bei mehreren Kategorien, wo es so um die Touchpoints ging, immer auch das Autohaus noch sehr hoch auftauchte, auch wenn der Käufer nicht mehr so häufig wie früher kommt. Aber dass den Leuten das Autohaus physisch dann doch wichtig ist, auch wenn die vielleicht auf der Couch den Kauf angebahnt haben. Ja, also ich meine, man kann auch, wenn man, wenn man jetzt diese, diese Fahrladenshersteller, Händler noch um Dritte erweitert, wenn man sich das anschaut, was im letzten Jahr passiert ist. Hier, Kazoo kam mit Riesen-Bohai irgendwie auf den deutschen Markt. Jetzt sind sie nicht mehr da. Auto1 macht einen guten Job insgesamt. Also es ist sehr respektabel, auf jeden Fall, was sie tun. Aber mit Auto Hero verdienen sie auch bei weitem kein Geld. Und die Frage ist, werden sie es jemals tun? Das große Vorbild von all diesen Playern, Kawana in den USA, steht gerade richtig am Abgrund. Die schauen wirklich so, sagen wir mal, ins Schwarze gerade so. Und das zeigt ja irgendwie auch, die Ideen sind sicherlich nicht blöd und sicherlich haben ihre Berechtigung. Aber es schaut im Moment oder es sieht im Moment einfach noch so aus, dass nicht so viele darauf gewartet haben, auf solche Player. Und dass viele doch noch sagen, okay, wenn ich so ein großes Investment mache, wie es das Auto ist, da habe ich vielleicht doch noch irgendwie ein Interesse an der gewissen Betreuung. Und kann sich verändern, klar. Wenn man, wenn man dann weiterdenkt und sagt, okay, es wird halt wahrscheinlich alles mehr und mehr geliest oder im Abo abgeschlossen und so, dann schiebst du ja erstmal nicht so die großen Beträge von A nach B. Aber das sind dann trotzdem auch wieder Formen, die auch Beratung ermöglichen. Kein Mensch da draußen weiß, wie ein Auto-Abo funktioniert. Wenig in der Tat, ja. Und das klingt dann erstmal gut all in und du hast alles dabei. Aber dann hast du wieder die Frage, warum kostet das so viel? Und ich weiß nicht, über reine Online-Wege das zu verargumentieren, ist glaube ich nicht so einfach. Absolut. Zoomen wir mal ein bisschen raus. Blick auf die Hersteller. Und wenn du da mal so abstrahierst, gibt es für den deutschen Markt seitens der Hersteller Megatrends. Ist jetzt ein Megatrend, das ist ein ganz offener und dann deutscher Markt, ne? Ja, es ist Glaskugel. Aber ich glaube, der absolute Megatrend, was nicht mehr Glaskugel ist, tatsächlich, ist chinesische Marken, die jetzt gerade wirklich kommen mit Macht, die wirklich hier jetzt reindrängen. Es wurde ja auch schon viel berichtet darüber. Und Nio ist jetzt da, BYD ist jetzt da. Auch mit unterschiedlichen Ansätzen, was auch super interessant ist, meiner Meinung nach, dass da auch experimentiert wird und die auch selber teilweise sagen, wir müssen halt mal gucken, was für uns, wie gut funktioniert. Aber mit dem Unterschied zu dem, was vor einem Jahrzehnt in etwa, als es schon mal so eine kleine China-Welle gab, dass die Produkte gut sind und dass sie sich nicht mehr verstecken müssen und dass sie natürlich einen exzellenten Zeitpunkt gewählt haben, so gesehen, dass wenige Autos verfügbar sind gerade immer noch. Die Händler seit, weiß nicht, über einem Jahr letztendlich stöhnen, dass sie kaum Autos zur Verfügung haben. Und das wird bei den chinesischen Marken nicht passieren. Die sind lieferfähig, die haben ihre Lieferketten im Griff, haben auch alles in einer Hand. Wenn man sich BYD anschaut, die bauen ja nicht nur die Elektroautos, die bauen auch die Batteriezellen und die Chips. Und dieses Gesamtpaket ist schon sehr interessant. Und gleichzeitig, weil sie ja alle auch in die Elektrorichtung drängen, hast du auf dem Markt einfach gerade wenig bezahlbare Elektroautos. Das meiste ist immer noch im Premium-Bereich unterwegs. Klar, so ein NIO und so geht da auch rein. Aber ich bin mir sicher, dass zumindest einige der chinesischen Marken sehr schnell werden skalieren können mit bezahlbaren Autos. Und dann wird es richtig interessant, weil dann muss man sehen, was so ein VW dagegen halten kann zum Beispiel. Okay, ich habe eine Frage im Kopf, da muss ich ganz kurz ausholen. Und zwar geht es um Abos und Ownership. Und da habe ich vor kurzem auch eine Studie gesehen, da ging es um die Gen Z und wie so der Hang zur Individualmobilität, ich abstrahiere das auch mal mit Absicht, ist und dass das ja nach wie vor wünschenswert von denen ist. Und ich glaube halt, weil die Diskussion ist ja jedes Jahr immer irgendwie mit einem anderen Ergebnis irgendwie behaftet, je nachdem, wo die Umfrage gemacht wurde. Aber es gibt ja inzwischen auch Umfragen, die angeblich das gleichzeitig so abdecken. Ich glaube, ich habe den Eindruck, dass die jüngere Generation schon Lust an Individualmobilität hat, aber vielleicht die Lust am Ownership, an dem teuren Ownership verloren hat und dass da möglicherweise die Brücke so ein Abo oder ich sag mal Leasing light ist. Ich glaube, da spielt natürlich auch noch ganz stark mit rein, dass viele sich eine Ownership gar nicht leisten könnten in dem Alter. Wenn ich jetzt direkt nach dem Studium mit Anfang, Mitte 20 hätte ich mir kein Auto kaufen können. Und dann hast du natürlich teilweise erstmal verlockende Angebote, die einfach spannend klingen. Es gab ja mal die Zeiten mit Leasingraten von 19 Euro oder so. Da denkst du dir dann schon so, okay, das kann selbst ich mir dann leisten. Was dann da hinten dranhängt, kommt dann danach einem erst irgendwie so. Aber ich glaube schon, ja, es kann eine Brücke bauen. Und was halt, glaube ich, wirklich entscheidend immer mehr ist, ist diese Flexibilität. Wenn du nicht ewig an Verträgen hängst, sondern relativ leicht auch aus Sachen rauskommst, wenn sich deine Lebensumstände verändern, das ist natürlich schon nicht schlecht für viele, glaube ich. Okay, dann habe ich so eine reißerische Frage mal aufgeschrieben. Wird es wirklich eine Mobilitätswende geben? Hintergrund der Frage ist, vor Corona schien die Individualmobilität ja wirklich verpönt. Die Autos müssen von der Straße, alle Busfahren in Düsseldorf haben sie auf einer der Haupteinfallsrouten eine oder zwei Spuren, glaube ich, dicht gemacht von dreien, um da Busse fahren zu lassen. Und bis da wirklich einer aus Protest mit seiner Kutsche hergefahren ist mit dem Pferd, das war echt heftig. Das scheint aber jetzt inzwischen ganz schön weit weg zu sein. Und ja, was denkst du, wird sich die Mobilität der Menschen in urbanen und in ländlichen Gebieten, wie wird sich das wohl entwickeln? Oh, das ist auch wieder, also ich sage mal so, ich bin tatsächlich schon auch der Meinung, dass wir gerade in den Ballungszentren schauen müssen, dass wir ein bisschen weniger Automobilität haben. Weil ich meine, jeder, der in den Städten fährt, der weiß, das macht überhaupt keinen Spaß, wenn man ehrlich ist. Und es ist auch irgendwie nicht der Sinn der Sache, dass ein großer Teil des Platzes, den wir zur Verfügung haben, in so begrenzten Räumen wie Städten für Parkplätze und ähnliches rauf geht, obwohl ein Auto im Durchschnitt, ich weiß nicht, 47 Minuten oder so am Tag genutzt wird. Viel beschrieben in 5 Prozent, ne? Ja, genau. Oder nicht mal, ich glaube, egal. Auf jeden Fall ist das, ich glaube, man muss es einfach intelligenter managen. Das ist eine Riesenaufgabe und die Ansätze sind da, aber es ist tatsächlich bisher wenig passiert und dementsprechend weiß ich nicht, wie schnell das gehen wird. Und ich glaube auch nicht, dass es sinnvoll ist, jetzt in diesen Diskussionen, was ja oft passiert, das Auto zu verteufeln und zu sagen, das Auto ist böse. Weil es wird definitiv in einem Mobilitätsmix, wie immer er auch aussehen mag, wird es eine Rolle spielen. Du wirst es nicht einfach wegdiskutieren können, gerade wenn wir dann auch, weil du meintest, Richtung Land schauen. Ja, also ich meine, ich bin auch in einer Kleinstadt aufgewachsen. Wenn man jetzt, sag ich mal, ein Verzichtskünstler ist, dann kriegt man es vielleicht hin, da, ohne Auto. Und das wird sicherlich auch besser. Es gibt da mittlerweile auch Carsharing-Angebote und so weiter. Aber es ist schon super schwierig und da ist auch noch nicht viel passiert, glaube ich, in den letzten Jahren. Also es wird immer wieder viel diskutiert, viel gesprochen, aber wenig gemacht bisher tatsächlich. Und da bin ich gespannt, ob man da jetzt irgendwann Tempo aufnimmt und ob man einfach auch eine Basis findet, wo man eben nicht nur schwarz-weiß diskutiert von alles mit Auto gegen gar nichts mit Auto. Das ist nicht zielführend, meiner Meinung nach. Mir geht auch gerade so ein Gedanke durch den Kopf, wenn man irgendwie ländlich, du hast ein ländliches Gebiet, so wie jetzt die Situation ist und da ist ein Händler und der sagt, ich mache jetzt hier Carsharing und ich halte euch mobil. Die meisten haben ja ein Auto und greifen auf das Angebot nicht zurück, weil die wollen ja auch nicht auf das Auto verzichten. Wäre das jetzt ansatzweise so, dass das Auto neu wäre und da gibt es einen Händler im ländlichen Gebiet und der sagt, ich habe jetzt hier Auto-Abo oder Carsharing, ich halte euch mobil und die Leute haben ganz selten vielleicht nur ein eigenes Auto, dann würde das sofort funktionieren. Ja, ich glaube auch, dass man da halt einfach auch ganz klar den Leuten machen muss, was kostet es dich denn unterm Strich. Also auf dem Land gibt es ja, ich kenne die Statistik nicht, aber da haben die wenigsten nur ein Auto als Haushalt. Und wenn man da schon hingeht und sagt, okay, vielleicht brauchst du auf jeden Fall kein drittes und in vielen Fällen wahrscheinlich auch kein zweites, wenn es halt entsprechende Angebote gäbe, die preislich attraktiv sind und die gleichzeitig aber halt auch verfügbar sind, weil das ist ja auch ein Thema. Also viele Carsharing-Angebote sind aus meiner Sicht nicht attraktiv, weil sie eben nicht um die Ecke verfügbar sind und dein eigenes Auto steht halt bei dir vor der Tür. Und das ist ein Bequemlichkeitsthema letztendlich auch. Aus Nachhaltigkeitsgründen sicherlich irgendwo verwerflich so zu denken, aber es ist wieder supermenschlich einfach irgendwo. Und wenn man das irgendwie gut organisiert bekommt, wenn man einfach so den großen Pool an Fahrzeugen, der verfügbar ist, besser miteinander vernetzt und sagt, hey, bevor mein Auto jetzt, wie gesagt, einfach ganz, ganz viele Stunden rumsteht, könnte es doch auch irgendwie bewegt werden und alle hätten irgendwie was davon. Aber das ist so eine große Perspektive, die schön wäre, aber ich weiß nicht, ob sie realistisch sein wird irgendwann. Ja, da gibt es ja auch den Ansatz von Linko & Co. Da habe ich ganz lange die App schon und war da natürlich enttäuscht damals, dass halt weit und breit kein Link & Co. verfügbar ist. Und jetzt fährt in meiner Straße häufiger einer rum, habe ich die App mal wieder aufgemacht, aber der gibt sein Fahrzeug halt nicht frei. Ja, das ist natürlich auch so. Da hast du ein schönes Konzept, aber brauchst halt auch immer noch die Leute, die dann mitmachen. Wunsch trifft Wirklichkeit. Den deutschen Endverbraucher. Genau, also das darf man, finde ich, ja auch nicht unterschätzen. Also was ich jetzt gerade beschrieben habe, klingt ja irgendwie schön zu sagen, hey, ich gebe dann mein Auto gerne frei, aber wie viele machen es dann tatsächlich? Das ist ja auch ein Hygienefaktor und so weiter und so fort. Kriege ich dann mein Auto total vermüllt zurück? Ist ja auch doof, oder solche Geschichten. Von daher, da gibt es natürlich wahnsinnig viele Hürden. Und das macht so eine Mobilitätswende auch super schwierig. Ja, absolut. So, wir kommen jetzt schon zu den Abschlussfragen. Und da habe ich mir angewöhnt, meinen Gästen so drei Stichworte um die Ohren zu hauen. Mit der Bitte um eine relativ spontane, direkte Antwort, die nicht allzu lang ist. Das ist immer ganz interessant, was dabei rauskommt. Vielleicht ein bisschen Fokus auf den Handel. Digitalisierung. Das ist schweigt. Das ist die Frage. Stichpunkt Digitalisierung. Ja, Digitalisierung ist ein Buzzword. Ich glaube, man darf das nicht zu sehr irgendwie so als Insel betrachten, sondern das macht einfach alles aus. Es muss alles ineinander greifen in Zukunft. Und digitale Systeme sind dafür absolut der Enabler, wie man in Neudeutsch sagt. Alles klar. Agenturvertrieb oder Agenturmodell. Da freue ich mich als Journalist sehr stark darüber, dass dieses Thema sehr virulent ist. Weil es wirklich wahnsinnig viele Geschichten, da wird noch viel gestritten werden in nächster Zeit. Okay, da habe ich meinen letzten Gast gefragt, ob er in dem Kontext da eine Chance für den Handel drin sieht. Ich weiß nicht, ob Chance das richtige Wort ist. Ich glaube, es ist so gesehen natürlich nicht schlecht, dass einige Risiken wegbrechen, wenn es richtig umgesetzt wird. Aber die Chance weiß ich nicht. Weil du verlierst natürlich schon auch gewisse Kontaktpunkte, du verlierst die Hoheit über die Daten. Und deswegen so die große Chance da viel auszugestalten, sehe ich bisher nicht tatsächlich. Okay, und das dritte Stichwort Antriebskonzepte. Ja, auch super spannend. Ich glaube nicht, dass es auch wieder, wie es viel diskutiert wird, totales Schwarz und Weiß gibt, alles Elektro oder gar nichts Elektro und E-Fuels, Wasserstoff, was weiß ich. Ich glaube schon, dass die Batterie sehr stark dominieren wird in nächster Zeit, auch aus validen Gründen, was technische Aspekte angeht. Aber auch da, man muss wieder schauen, welches Nutzungskonzept, wie ist das Nutzungsprofil auch von denjenigen, die die Fahrzeuge bewegen. Und dementsprechend, es wird viel Richtung Elektro weitergehen, aber nicht alles. So, meine Klassiker-Abschlussfrage. Wann sitzt du das erste Mal in einem komplett autonomen Auto und wirklich einsteigen, Kommando geben, ich möchte da und da hin, Zeitung auf, Füße hoch und auf nichts achten und nachher wieder aussteigen? Ich glaube, es dauert nicht mehr so lange. Es gibt ja die Ankündigung, dass es bis Ende des Jahrzehnts möglich sein soll. Das sehe ich noch nicht, aber es wird schneller gehen, als viele denken. So, ich lasse hier keinen ohne Zahl raus. März 2033. März 2033, ist okay. Ich wollte gerade sagen, du hast nur geschmunzelt, ich wollte gerade meinen Hörern sagen, ihr müsstet jetzt sein Gesicht sehen, aber beste Antwort. Hast du das genaue Datum noch? Nagel mich nicht drauf fest, aber es könnte der 27. sein. Alles klar. Ja, cool. Christoph, ganz lieben Dank, dass ich die Chance hatte, mal dich zu interviewen und dass wir uns auch face-to-face wirklich mal treffen konnten und austauschen konnten. Das hat mir großen Spaß gemacht. Ich hoffe, dir auch auf der anderen Seite des Fragezeichens. Das war absolut ungewöhnlich für mich, aber es hat Spaß gemacht. Vielen Dank für die Einladung. Das ist eine super Erfahrung für mich auch mal. Ich hoffe, dass ich jetzt in Zukunft wieder öfter die Fragen selber stelle, aber so als Abwechslung super gut für mich. Sehr schön. Du machst ja keinen Podcast, deswegen komme ich ja ungeschoren aus der Nummer raus und muss ja nicht zu dir kommen. Ich mache nur einen Newsletter tatsächlich jeden Donnerstag bei Manager Magazin. Ja, du hast aber immer echt fantastischen Content. Ich sehe das ja immer und es ist immer hochinteressant. Da machst du wirklich einen guten Job. Das kann ich dir nur nochmal so geben. Vielen Dank. Das geht auch an meine Kolleginnen und Kollegen vor allem auch raus. Ja, unbedingt. Dem Team. Jetzt habe ich aber leider nur die Chance. Ja, damit sind wir mit dem Podcast für heute am Ende und wie gesagt, hat ganz viel Spaß gemacht. Dankeschön deine Richtung und dann würde ich sagen, verabschieden wir uns. Ciao, macht’s gut da draußen und bis bald. Bis bald. Hat mich gefreut. Tschüss. Ciao.
Diese Episode ist Teil des Podcasts Benzingespräche von Tim Klötzing.