Einleitung

Willkommen zu einer neuen Episode von Benzingespräche, dem Podcast für die deutsche Automobilbranche. In dieser Folge werfen wir einen Blick auf die jüngsten Entwicklungen der Beijing Auto Show 2023 und die wachsende Dominanz chinesischer Automarken.

Die Beijing Auto Show 2023: Ein Überblick

Die Beijing Auto Show, eine der führenden Automobilmessen der Welt, hat erneut ihre Türen geöffnet und bietet spannende Einblicke in die Zukunft der Mobilität. Unser Gast, Philipp Seiler von Amende, berichtet direkt aus China über seine Eindrücke und die neuesten Trends.

Chinesische Elektrofahrzeuge auf dem Vormarsch

Ein zentrales Thema der Messe war die beeindruckende Präsenz chinesischer Elektrofahrzeuge. Marken wie BYD, Nio, Xpeng und Li Auto dominieren das Straßenbild in China und zeigen, wie weit die heimischen Hersteller in der Elektromobilität fortgeschritten sind. Im Vergleich dazu sind westliche Marken wie Volkswagen kaum vertreten.

Fokus auf den chinesischen Kunden

Chinesische Automobilhersteller haben erkannt, dass der Schlüssel zum Erfolg darin liegt, Produkte zu entwickeln, die perfekt auf die Bedürfnisse des heimischen Marktes zugeschnitten sind. Dies zeigt sich in der Ausstattung der Fahrzeuge, die oft mit modernster Technologie und Komfortmerkmalen ausgestattet sind, die speziell auf die Vorlieben chinesischer Kunden abgestimmt sind.

Autonomes Fahren als Zukunftsvision

Ein weiteres Highlight der Messe war die Betonung auf autonomes Fahren. In China, wo der Verkehr in den Städten oft chaotisch ist, ist das Interesse an autonomen Fahrzeugen besonders groß. Hersteller wie Baidu und Geely treiben die Entwicklung in diesem Bereich voran und haben beeindruckende Fortschritte gezeigt.

Die Herausforderungen der europäischen Hersteller

Während chinesische Marken florieren, stehen europäische Hersteller vor Herausforderungen. Die Einführung potenzieller EU-Zölle und das Ende von Förderungen für Elektrofahrzeuge in Deutschland haben zu einer verhaltenen Stimmung geführt. Dennoch bleibt die Hoffnung, dass Innovation und Anpassung an lokale Märkte den Weg in die Zukunft weisen werden.

Fazit

Die Beijing Auto Show 2023 hat deutlich gemacht, dass die chinesische Automobilindustrie auf dem besten Weg ist, eine führende Rolle in der globalen Automobilwelt zu übernehmen. Mit einem klaren Fokus auf Elektrofahrzeuge und autonomes Fahren setzen sie neue Maßstäbe und zeigen, wie wichtig es ist, sich an die Bedürfnisse des Marktes anzupassen.

Themen:

  • Beijing Auto Show 2023
  • Dominanz chinesischer Elektrofahrzeuge
  • Fokus auf den chinesischen Kunden
  • Autonomes Fahren in China
  • Herausforderungen für europäische Hersteller

Key Takeaways:

  • Chinesische Automarken dominieren die Elektrofahrzeugszene.
  • Die Beijing Auto Show zeigt die Innovationskraft Chinas.
  • Autonomes Fahren ist ein zentraler Entwicklungsschwerpunkt.
  • Europäische Hersteller stehen vor Herausforderungen durch EU-Zölle.
  • Lokale Marktanpassung ist entscheidend für den Erfolg.
📄 Vollständiges Transkript
Benzingespräche – der Branche- und Personality-Talk der deutschen Automobilwirtschaft. Der Podcast für und mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind erzählt zu werden. Es geht um neue und verschiedene Blickwinkel auf die Autobranche und persönliche Meinungen zukünftiger Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, Content-Creator und freier Automarketing-Berater. Dieser Podcast wird präsentiert von Yareto, dem Finanzierungsexperten für den Kfz-Handel. Auf Yareto.de könnt ihr als Autohändler schnell und einfach Autokredite und Leasingkonditionen für eure Kunden vergleichen, anfragen und abschließen. Und das mit Top-Zinskonditionen. Euer Vorteil? 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Ich sitze wirklich im Auto, irgendwo in Holland, auch im Rastplatz und habe mein Setting hier im Auto aufgebaut. Und der Philipp sitzt nämlich noch in China. Wo bist du ja gerade genau und was ist los da? Ja, ich habe es jetzt endlich ins Hotelzimmer geschafft, in Guangzhou. Diese Stadt im Süden von China, bei Shenzhen, beziehungsweise bei Hongkong, für die, die China nicht so kennen. Und ich hatte heute auch einen illustren Trip von Peking hierher. Mein Flug war am Ende, glaube ich, sechs Stunden verspätet. Entsprechend spannend war die Information darüber, warum und wieso. Die gibt es hier natürlich nicht. Okay. Ja, also ist heute alles ein bisschen spontaner, aber wir sind wirklich quasi live, sozusagen. Weil die Beijing Auto Show, die war in den letzten Tagen erst. Also ich glaube bis gestern, vorgestern, wenn ich recht informiert bin. Und ich habe ein paar Postings von dir gesehen und dann habe ich dich angeträgt und gesagt, hey, lass mal reden. Ja, also, sag mal, gib uns doch mal deine Eindrücke zur Beijing Auto Show und vielleicht auch so das Straßenbild drumherum. Weil das ist ja mit Sicherheit auch höchst spannend, wenn wir als Europäer darüber kommen, wie das da so, ich sage mal, auf der Straße aussieht. Ja, also vor allem, ich glaube, weil du es gerade vorher schon angesprochen hast. Ich war ja letztes Jahr in Shanghai und es war so ein paar Wochen, nachdem China es dann wieder aufgemacht hat für Geschäftsreisen. Und also alles ganz neu. Da war ja der große Schock letztes Jahr in Shanghai für alle in der Autobranche. Was ist denn in China passiert? Der Corona, wie weit sind die denn gekommen? Ist ja Wahnsinn. Und so ist natürlich auch die Ankunft in Peking für mich immer der spannendste. Der erste Moment ist aus dem Flugzeug raus in das Taxi bzw. in das Didi, mit dem man sich hier bewegt rein. Das Uber von China im Endeffekt. Und erst mal schauen, was sieht man denn im Straßenbild? Und da habe ich eine deutliche Änderung gesehen zu letztem Jahr. Letztes Jahr war ich noch verhalten, ist doch noch sehr stark dominiert von den westlichen Herstellern. Man sieht schon Elektroautos, aber jetzt noch nicht die Masse. Und ich hatte das Gefühl jetzt in Peking, dass es da deutlich zugenommen hat nochmal. Also klassische Hersteller wie Beijing Auto, BYD, aber auch die Neuen, die ich letztes Jahr echt nicht so viel gesehen habe. Die Ineos, die Xpengs, die Li Autos. Da hat man schon wirklich viel gesehen. Und natürlich, auch das letzte Jahr schon, beide, die sich natürlich ganz stark Tesla verstehen. Was man aber wiederum vermisst hat, und ich musste wirklich mitzählen. Ich glaube, ich habe zwei oder drei IDs der VW-Reihe gesehen. Sonst kein Elektroauto der deutschen oder der westlichen Hersteller. Und das war wirklich, also das fällt auf. Also wenn man Elektroautos sieht, dann ist das ein chinesischer Schatz oder Tesla. Also wenn du jetzt sagen würdest, nehmen wir mal Elektrofahrzeuge. In Prozent, ist das dann ein Prozent weniger, mehr, in Relation zu den heimischen Marken da? Wie meinst du? So in Relation. Also wenn du sagst, du hast da einen riesen Haufen an chinesischen EVs gesehen. Und dann in Relation, wenn du mal die Europäischen an einer Hand abzählen kannst, wenn du das mal so schätzen würdest, was die Marken da haben oder was du gesehen hast, empfunden hast. Das kannst du so ähnlich sagen wie bei uns die Chinesen. Wie viele Chinesen siehst du bei uns auf der Straße in Deutschland? Ich glaube, die Markenteile sind sehr ähnlich, sogar in der Tat, im niedrigen einstelligen Bereich. Und so ist auch die Wahrnehmung. Also wie gesagt, ich musste wirklich gucken, um mal den einen oder anderen VW 1i zu sehen. Und jedes zweite Auto, von dem ich aber abgeholt wurde, bewegt sich ja viel mit diesen Diddys eben, war eigentlich ein Elektroauto, der chinesische Hersteller. Und da waren nicht einmal an westliche Hersteller dabei. Okay. Ja, und dann bist du zur Autoshow. Was waren denn die Eindrücke von der Autoshow selber? Also wie gesagt, letztes Jahr war es ja so ein Aha-Moment für alle. Ich glaube, da sind alle ja schon alles vorbereitet. Das finde ich auch. Ich war letztes Jahr in Shanghai. In Shanghai ist diese Autoshow noch mal deutlich größer. Aber auch Peking. Also es ist wie die Autoshows bei uns früher waren. Das kannst du dir nicht mehr vorstellen. So Frankfurt vor 15 Jahren. Oder Detroit in den Tagen. Es war wahnsinnig viel los. Der erste Pressetag war Stress, würde ich sagen. Es war voll, also richtig voll. Nicht zu vergleichen mit dem, was man jetzt in München sieht, heutzutage auf der Messe. Und es waren Gedränge. Der Superstar dieses Jahr, neuer chinesischer Hersteller, der letztes Jahr noch gar nicht am Start war, Xiaomi, einer der erfolgreichsten Smartphone-Hersteller hier, der den SO7 vorgestellt hat, stand wahnsinnig voll. Weil der Gründer wird wie ein Superstar, wie Elon Musk von China gehandhabt. Und auf der anderen Seite sind auch erste Hersteller wieder verschwunden. Also iWaze, HiFi oder Weltmeister, so eine Marke, die waren gar nicht mehr vertreten. Und nie gehört. Die waren auch nicht mehr vertreten. Und HiFi hat letztes Jahr einen riesigen Tam-Tam gemacht. Wir gehen jetzt international. Wir sind die neuen Audis der Elektro-Welt. Und City auch in München. Wir haben ja auch Showroom in München am Flughafen. Aber da ist es ganz, ganz ruhig Schwung geworden. Also so eine Mischung. Ich glaube, in Summe deutlich verhaltener als letztes Jahr, würde ich mal sagen. Da haben wir jetzt nicht mehr die großen Announcements. Wir gehen global. Wir sind die Großen. Das ist deutlich verhaltener. Außer Xiaomi hat es schon aufgedreht. Für den chinesischen Markt, für den chinesischen Kunden. Und auch in Gesprächen sowohl mit den europäischen Vertretern von den Chili-Marken, wie aber auch von den chinesischen Herstellern, die schon in Europa sind und in Deutschland sind. Wahnsinnig ruhige Gespräche verhalten. Weil ja einerseits große Sorge um die EU-Zölle sind. Da ist noch nichts entschieden. Aber alle haben natürlich Angst. Wenn die kommen, dann ist das Preisgefüge kaputt. Und auf der anderen Seite auch natürlich für Deutschland vor allem die verhaltene Lage, seit die Förderung weg ist. Und wir haben es ja auch gesehen. Im ersten Quartal sind die Absätze im EU-Bereich deutlich rückläufig. Und daher waren die Stimmungen hier verhaltener, was das Thema international, Europa und Deutschland angeht. Ich habe deine LinkedIn-Postings aufmerksam natürlich verfolgt. Da hattest du noch so zwei, drei Punkte drin. Einmal, dass du gesagt hast oder erkannt hast, dass chinesische Hersteller auch die weiblichen Käufer mehr adressieren durch eine andere Farbpalette und ein paar Gadgets, die so ein bisschen mehr die Frauen adressieren. Und das andere war, dass, Moment, jetzt muss ich mal ganz kurz hier querlesen. Ja, es ist alles improvisiert. Noch viel stärker, dass auf autonomous driving, also autonomes Fahren ausgerichtet ist. Vielleicht kannst du den beiden Punkten noch sagen. Ja, klar. Also der erste Punkt ist, ich würde sagen, was noch mal letztes Jahr schon aufgefallen ist, aber dieses Jahr richtig deutlich wurde und auch den deutschen Herstellern inzwischen sehr klar wurde, ist, die Chinesen haben Autos für Chinesen gebaut. Also die sind einfach 100 Prozent an den chinesischen Kunden fokussiert. Das heißt, die legen anderen Wert auf digitale Integration. Also die sind vollgestopft mit Software, die sind vollgestopft mit Apps und Screens. Die haben alle Massagesitze drin, die haben alle Liegefunktionen, die legen sehr viel mehr Wert auf Komfort. Die größeren Autos haben alle viel mehr Platz, weil natürlich, wenn man ein großes Auto hat, hat man oft noch einen Fahrer oder da sitzt man dann eben hinten und genießt die Fahrt und nicht das Fahren selber. Also es ist wirklich, man sieht, die sind da sehr stark angelegt und eine wichtige Kundengruppe in China sind Frauen. Und das habe ich damals schon gesehen bei Aura, die eigentlich eine Marke für Frauen ist von Great Wall Motors, die wir ja auch in Deutschland haben. Aber jetzt auch Xiaomi hat auch erzählt, die haben einen 40 Prozent Anteil an weiblichen Käufern, weil sie eben auf genau die Details geachtet haben. Da gibt es die Ablage für den Sonnenschirm. Kann ich die Tür auch mit langen Fingernägeln aufmachen? Habe ich eine andere Farbrillette. Also wirklich im Detail, wo ich echt überrascht war. Ich hatte da auch eine Tour von dem Produktleiter von Xiaomi, SO7. Und das fand ich schon spannend, weil das ist ja auch seit Jahrzehnten in Europa immer gewesen, von den Herstellern, die ein Auto für Frauen bauen. Aber ich glaube, da ist einfach die chinesische Kultur weiter. Sehr viel emanzipierte die Frauen auch in den Jobs. Da sieht man dann eben auch, dass sie eine sehr, sehr hohe weibliche Käufergruppe haben und entsprechend auch die Produkte da haben. Sagst du noch nach autonomem Fahren? Das passt genau in die gleiche Kategorie. Ich möchte nicht selber fahren. Wenn du mal ein paar Tage unterwegs bist in den Städten, willst du nicht fahren. Es sind vier, fünf Spuren, da ist viel Verkehr. Du fährst im Durchschnitt 30, 40 kmh. Und die wollen gefahren werden. Es ist ja auch hier immer noch nach dem Verluxus, ein Fahrrad zu haben. Entsprechend ist autonomes Fahren für die auch ein absoluter Kundenwunsch. Und auf der anderen Seite muss man auch ehrlich sagen, haben die natürlich auch nicht die Regularien oder den regularischen Hintergrund, den wir haben. Entsprechend experimentierfreudiger sind die. Ich bin gestern mit einem Obrocar gefahren. Das ist ein Auto, das in Kooperation von Chili und Baidu, Baidu ist das Google von China, hergestellt wird. Wir haben ja auch gute Schauassistenzsysteme, aber mal auf einer fünf Spurigen Straße mit Abbiegen, Lane Change und Umdrehen und wirklich alles beachtet, mit wilden Fahrrädern, die rausziehen, alles mega gut funktioniert. Und das ist das, wo die wirklich alle drauf setzen, auch hier das autonome Fahren ganz schnell voranzutreiben und umzusetzen. Dann hast du noch aufgegriffen, zwei Punkte, du hast mehrere Punkte. Nehmen wir mal den Preiskrieg in China im EV-Markt, der voll im Gange ist. Ja, man hat ja letztes Jahr schon eine Ankündigung gehört, Anfang des Jahres, dass ein Preiskrieg herrscht. Auch mit eingeführt von Tesla, die die Preise, ich weiß gar nicht, wie oft, drei oder vier Mal gesenkt haben. Die haben aber Anfang letzten Jahres damit angefangen, weil einfach einerseits die Nachfrage nicht da ist. Wir dürfen nicht vergessen, China steckt ja auch irgendwo in einer Wachstumskrise und es ist wenig Nachfrage da. Parallel haben die vielen, vielen Förderungen, die die in der Elektromobilität haben, von der Produktion über keine Mehrwertsteuer auf die Autos, über lokale Förderungen, dann nochmal von den einzelnen Kantonen, dazu geführt, dass brutale Überkapazitäten aufgebaut wurden. Also man kann eigentlich sagen, die haben den perfekten Sturm gerade. Sie haben wahnsinnig viel Förderung im Markt, sie haben wahnsinnig viel Überkapazität und sie haben keine Nachfrage. Entsprechend führt das zu immer niedrigeren Preisen und ich bin teilweise schockiert, wie billig die Autos, die verkauft werden. In dem 20.000, 25.000 Euro Bereich kriegt man hier Autos, die bei uns in einem 40.000 Euro Plus Bereich verkauft werden. Das ist brutal und führt natürlich dazu, dass wir auch in naher Zukunft immer weniger Marken wieder sehen werden. Das war ja die Phase von alle hauen noch mehr Marken raus und wachsen ohne Ende. Aber das wird zu einer enormen Konsolidierung kommen, was du ja vorher schon angesprochen hast. Die ersten sind ja schon wieder verschwunden oder am Verschwinden. Was ja dann auch wiederum die europäischen Akteure, die dort im Markt sind, natürlich betrifft. Das ist wahrscheinlich auch alles andere als leicht. Ja, es ist ja Flug und Segen zugleich. Ja, es macht wieder Platz für Sie. Ich glaube, auch die Akteure haben ja gelernt. Volkswagen hat ja auch große Announcements gemacht und neuen ID-Code vorgestellt. Sie produzieren in China für China und werden da auch deutlich die Kosten senken. Sie haben im Endeffekt bis jetzt auch geändert oder ändern es gerade. Aber natürlich hat es auch eine Auswirkung, weil einfach viel, viel, viel mehr Wettbewerb da ist. Okay. Ja, krass. Ja, was haben wir denn sonst noch so? Jetzt haben wir schon so ein bisschen Förderung. Vielleicht genau bei dem Thema auch. Ich meine, genau das ist aber auch der Grund, warum die Chinesen die Rettung in Europa suchen. Ja, der Segen ist ja in Europa, weil natürlich hier brutale Überkapazitäten sind. Ich sehe das Preisniveau ist doch nicht höher in Europa. Und aus dem Grund haben wir ja in Deutschland zum Beispiel schon einige Marken am Start. Mit MG, EYD, NIO, Aura, Xpeng, die jetzt gerade am Start gehen. Es sind noch ein paar weitere Startlöcher. Und dann sind da noch einige, die wir noch gar nicht so auf dem Radar haben. Also Liebmotor in den Transvention-Mits der Landes will dieses Jahr noch am Start gehen. Chery mit den Marken Omada und Chaiko will dieses Jahr noch am Start gehen. Ein sehr, sehr großer und international erfolgreicher Hersteller. Und da gibt es noch viele Marken, die ich jetzt auch zum ersten Mal gesehen habe. Z.B. Huawei, die ja auch eine wichtige Finanzkraft im Hintergrund haben und international können aus anderen Branchen. Oder auch MG hier eine Premium-Marke mit EM. Also es gibt wirklich echt noch so viel, was da kommen kann. Aber eins ist auch klar, meiner Meinung nach wird da auch am Ende nicht viel bleiben. Also es geht jetzt wirklich darum, wer von diesen Marken wird in Europa erfolgreich sein und sich auch mit dem europäischen Kunden anpassen. Aber das ist auch klar. So schwer sich die europäischen Marken oder westlichen Firmen hier getan haben, sich an den chinesischen Kunden anzupassen mit der ganzen Digitalisierung, die während Corona passiert ist. Genauso schwer werden es natürlich auch die chinesischen neuen Marken haben, sich da jetzt an Europa anzupassen, wo das Ökosystem ja ein ganz anderes ist. Okay. Ja, ist wirklich Wahnsinn. Also ich habe es auch noch so in Erinnerung, wo wir letztes Jahr darüber gesprochen haben, wo du sagtest, so dieser Eindruck von der Messe von Shanghai, so ein Overwhelming, so viele Marken und so viel und mit dieser breiten Brust und Internationalisierung, das hast du ja schon gesagt, dass dies ja viel ruhiger war, aber dennoch habe ich auch irgendwo aufgeschnappt, so dass das Thema Auto da unten viel größer und ich sage mal mehr inszeniert wird als aktuell in Europa. Ja, du, generell musst du ja sehen, dass die gesamte Gesellschaft, oder das ganze Land von der Entwicklung einfach noch weiter hinten dran, wir haben immer noch den Neuwagenmarkt, der ist hier deutlich größer als der Gebrauchtwagenmarkt, weil es einfach noch nicht so lange Autos für die Masse gibt. Also die sind einfach, du bist nur ein Erstkäufer oder ein Zweitkäufer, du hast noch einen Lebenszyklus des Autobesitzes ganz am Anfang und daher ist da natürlich auch noch deutlich mehr, muss man sagen, Emotion darum. Ja, es ist so, ich kann jetzt auch mir ein Auto leisten oder ein Auto fahren. Ja, und das ist natürlich was ganz anderes wie wir, wir in einem sehr, sehr reifen und satten Markt sind, was das Thema Auto angeht, muss man ja schon sagen. Und das ist einfach ein komplett anderes Gefühl und ein komplett anderer Stand, wo die Märkte sind. Ich meine, geh mal 40 Jahre zurück, als VW hierher kam, hatten die 100 Prozent Markanteil. Ja, und da gab es nicht viel. Da gab es auch nicht die Leute, die überhaupt Autos gefahren sind. Okay, dann hast du noch aufgeschnappt. BYD trommelt ziemlich auf die Brust, dass sie Euro 2024 Sponsor sind, um zu zeigen, wie groß und wie stark sie schon in Europa sind. Das war richtig, das war für mich auch eine Erkenntnis. Es war eine Erkenntnis, ich habe mich hier mit unseren Kollegen von Yizhe, das ist so das Cover von China, unterhalten und die haben gesagt, das machen natürlich die chinesischen Marken, die wollen Erfolg zeigen in Europa, weil es natürlich wieder Begehrung erweckt für die Chinesen hier, weil alle erfolgreichen Marken kommen ja bisher aus Europa. Also die ganzen Luxusmarken aus Frankreich oder Design aus Italien und Autos aus Deutschland. Also ehrlich, auch gerade im Verbrennerbereich, BMW, Audi und Mercedes sind noch absoluter Status hier. Also absolut. Und das ist natürlich jetzt auch eine Firma, die BYD nutzt und sagt, wir sind hier ganz groß und wir sponsern auch die Euro 24. Das war einerseits eine Überraschung, andererseits aber auch eine schöne Erkenntnis, zu sehen, dass das nicht nur der Erfolg in Europa für sie zählt, sondern wirklich auch die Abstrahleffekte, die das auf China hat. Also feiern die das B2B ab oder auch B2C? Also dass das da so medial genutzt wird, weil ich glaube ja schon, dass andere, also asiatische oder amerikanische Märkte ja schon immer so den europäischen Markt als das Premium schon noch so ansehen, oder? Genau, auch B2C. Also es ist auf jedem Plakat hier, das man sieht, von dem EYG oben ein Euro 24 Logo drauf, was ja interessant ist. Du machst Werbung für im Endeffekt ein Sponsorship in Europa hier in China, um genau zu zeigen, wir sind erfolgreich und wir sind in Europa angekommen. Ich glaube, es trägt einen ganz großen Teil dazu bei, zu der Strategie. Sie wollen und werden auch erfolgreich in Europa sein, aber das auch wirklich medial stark zu nutzen, nicht nur B2B, sondern vor allem auch B2C, ja, den Kunden hier zu zeigen. Okay, so jetzt scrolle ich gerade durch noch so ein paar Notizen. Ich weiß, irgendwie sind wir querbeet durch, also was würdest du denn sonst noch, du warst ja so lieb und hast mir auch noch mal so, also ich hatte deine LinkedIn-Postings und du hast auch noch ein paar Stichpunkte zusammen geschrieben. Was haben wir noch vergessen? Was möchtest du gerne noch erwähnen? Wir können noch stundenlang über viele Dinge hier sprechen, aber ich glaube, zum Thema Auto, zum Thema Autoshow haben wir die wesentlichen Punkte zusammenbekommen. Es ist mega spannend und es bleibt mega spannend. Ich glaube, ich sage es halt immer so gern, so spannend, wie es aktuell in der Autobrosche ist und im Autohandel ist, so war es noch nie. Es ist so viel Veränderung drin, so viele Möglichkeiten aber auch und so viel Neuerungen und natürlich kann man es kritisch sehen mit China, aber ich sehe da auch eine riesengroße Chance, einfach viel, viel mehr Alternativen zu schaffen für die Kunden und tolle Produkte auch zu präsentieren. Da fällt mir noch eine schnelle Sache ein, so du hast auch ein Video gepostet, das habe ich, das habe ich gerade eben gesehen mit dem Xiaomi, mit den, mit den, mit den Gadgets, die man dazu kaufen kann. Also ich stelle mal die Frage andersherum, ich sitze ja gerade hier in meinem BMW, ich habe noch nicht, also ich habe noch nie ein, ein Gadget oder Add-on von BMW für mein Interieur gekauft und du hast ein Video dazu gepostet. Erzähl das mal ganz kurz. Ja, ein guter Punkt, ein echt geiles Teil. Also man sieht, Xiaomi ist eben ein Smartphone Hersteller und denkt anders, ist auch der erste, die das macht. Sie ermöglichen dir einfach dein Screen, hier im Auto hast du wieder einen Tesla großartiger Screen in der Mitte, zu erweitern. Wenn du tasten willst, haust du hier unten eine Leiste rein und kriegst die Hauptfunktionen in Tasten. Oben kannst du dir eine Uhr und ein Video drauf packen, an der Seite kannst du noch laut sprechen. Also das Ding ist einfach variabel erweitert war. Genial, also wirklich genial. Das sind so Dinge, die stören mich persönlich an vielen der neuen Elektroautos, auch aus China, dass du die nur noch, nur noch über den Screen irgendwie in Türkisch oder mit Sprache steuern kannst und die geben dir dann wieder so dieses bisschen haptische Gefühl, was, was viele ja noch wollen. Ich auch, also ich will nicht alles haptisch, nicht tausend Höpfe, aber so das Wesentliche. Und aber diese Idee, das als, als, als Zubilder zu machen, ist genial. Du kannst einfach ein Auto beliebig erweitern und auch customizen, ja. Ja, ist total, also ich habe das Video, du hast es geteilt, also wer das jetzt, wir strahlen ja morgen wahrscheinlich schon aus, einfach bei dir mal aufs LinkedIn-Profil gehen und das Video suchen, das ist ganz aktuell bei dir ganz, ganz weit oben. Und ich dachte erst so, okay. Und dann spätestens als die Leiste da drunter geklickt wurde, dachte ich so, das ist echt smart. Und auch so, da stellt sich echt die Frage, warum da noch nicht früher einer draufgekommen ist. Ja, weiß ich nicht. Wir müssen auch mal in Stuttgart oder, oder wo auch immer anrufen, weil München, was da los ist. Aber lassen wir das mal außen vor. Lieber Philipp, super, herzlichen Dank. Das war auch jetzt echt so ein, ich glaube, ich bin dir da ein bisschen auf die Nerven gegangen, aber ich wollte dich so gerne direkt interviewen zu dem Thema. Ich würde sagen, bei dir ist schon wirklich spät abends und du hast eine lange Reise hinter dir. Komm gut zu liegen, sag ich mal. Ganz lieben Dank, Tim. Hat mich sehr gefreut, wie immer. Alles klar. Dann würde ich sagen, auch gute Reise da unten und wir hören uns und sehen uns bald wieder. Ciao da außen.