In der neuesten Episode von ‚Benzingespräche‘ spricht Tim Klötzing mit Sven Gramm, dem Verantwortlichen für das Marketing bei Brabus. Brabus ist bekannt für seine außergewöhnlichen Luxusfahrzeuge und hochentwickeltes Tuning, das die Automobilwelt immer wieder beeindruckt.
Brabus ist eine Marke, die weit über das traditionelle Tuning hinausgeht. Sven Gramm erklärt, dass Brabus sowohl als Hersteller als auch als Tuner agiert. Die Firma ist vom Kraftfahrzeugbundesamt als Kraftfahrzeughersteller anerkannt, was bedeutet, dass sie nicht nur bestehende Modelle modifizieren, sondern auch eigene Fahrzeuge entwickeln und produzieren. Ein Beispiel ist der Brabus GV12, ein modifizierter Mercedes G-Klasse mit einem 12-Zylinder-Motor, der als eigenständiges Brabus-Fahrzeug zugelassen ist.
Die Entwicklung solcher Fahrzeuge ist komplex und erfordert umfangreiche Tests und Zertifizierungen. Gramm betont, dass die Einhaltung von Emissionsstandards und Geräuschvorschriften, insbesondere im Rahmen des WLTP, eine große Herausforderung darstellt. Brabus investiert erheblich in eigene Testeinrichtungen, um sicherzustellen, dass ihre Fahrzeuge den höchsten Standards entsprechen.
Mit der Übernahme der Unternehmensführung durch Konstantin Buschmann, den Sohn des Gründers, hat Brabus einen deutlichen Schritt in Richtung Digitalisierung gemacht. Die Marke passt sich den modernen Anforderungen an und nutzt digitale Technologien, um ihre Prozesse zu optimieren und die Kundenansprache zu verbessern.
Sven Gramm teilt auch persönliche Einblicke in seine Karriere bei Brabus, die vor über zwei Jahrzehnten begann. Er beschreibt, wie sich das Unternehmen von einer kleinen Tuning-Werkstatt zu einem weltweit anerkannten Hersteller von Luxusfahrzeugen entwickelt hat. Die Zukunft von Brabus sieht er in der weiteren Integration von Technologie und der Anpassung an sich verändernde Marktanforderungen.
Brabus steht für Luxus, Leistung und Innovation. Die Kombination aus traditionellem Handwerk und modernster Technologie macht die Marke einzigartig in der Automobilbranche. Mit einem klaren Fokus auf Qualität und Kundenwünsche setzt Brabus weiterhin Maßstäbe im Luxusautomobilsektor.
📄 Vollständiges Transkript
Benzingespräche, der Podcast für und mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstorys, die es wert sind erzählt zu werden. Es geht um verschiedene Blickwinkel und persönliche Ausblicke. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Online-Marketing-Experte und freier Berater für die Automobilbranche, Autoliebhaber und Agenturenhaber. Herzlich willkommen zurück bei meinem Podcast Benzingespräche. Heute eine neue Folge und heute habe ich das Vergnügen mit einem Gast, der zumindest in meiner Welt einen mega Job hat, weil er das Marketing einer ganz besonderen deutschen Marke verantwortet. Und die Marke hat folgende Aussage auf ihrer Website ganz zentral. Es ist die Leidenschaft für das Automobil, der Wille zur Leistung, der Drang nach Perfektion, das Streben nach dem Superlativ, aber auch das Gefühl für Ästhetik und der Sinn für Funktionalität, die Brabus-Automobile auszeichnen. Herzlich willkommen Sven Gramm. Hi. Hallo, vielen Dank für die Einladung. Ja, klasse, dass wir die Chance haben, in dem Podcast über dich und dein Wirken hier bei Brabus zu sprechen. Und haben wir gerade im Vorgespräch ja schon so ein bisschen philosophiert. Mir geht es ja auch so um die Vielfalt der deutschen Autobranche und da seid ihr mit Brabus ja nun mal wirklich kein Standard. Also so ganz doof, platt gefragt. Was seid ihr denn? Händler, Hersteller, Tuner? Wie beschreibst du Brabus? Also wir sind natürlich wirklich, muss man einfach sagen, auch sehr abwechslungsreich. Wir sind zum einen einmal Luxusmarke, kann man wirklich nicht anders sagen. Wir verkörpern das Thema Luxus wie, glaube ich, kein anderer in Deutschland. Wir bauen Automobile, das heißt, wir sind Kraftfahrzeughersteller, auch anerkannt vom Kraftfahrzeugbundesamt. Wir sind aber auch nur Tuner. Das ist ja das, wo viele ein Problem mit haben. Ganz im Gegenteil, ist ja immer die Frage, was für Tuning man macht. Das, was wir machen, ist natürlich wirklich absolut high-end. Wir bauen Fahrzeuge mit Leistungen zurzeit bis 900 PS, 1500 Newtonmeter Drehmoment. Das sind natürlich wirklich auch Automobile, die jenseits der normalen Preisvorstellungen teilweise liegen. Ja, also da reden wir natürlich bei einem Fahrzeug teilweise schon von Preisen um die halbe Million Euro. Es geht natürlich auch deutlich günstiger. Das heißt, wir bieten aber auch im Tuning-Bereich eine Leistungssteigerung für den Diesel an. Die kostet dann 1500 Euro. Also je nach Zielgruppe natürlich immer die passenden Produkte, aber natürlich schon hochwertig, individuell das, was der Kunde haben möchte. Ob es die Innenausstattung ist, ob es der Motor ist, ob es Fahrwerksmodifikationen sind oder halt auch schöne Räder, was natürlich auch viel am Auto ausmacht. Nochmal die Frage, also ihr seid auch Hersteller, sprich sind eure ursprünglichen Mercedes-Modelle, die dann nachher das Brabus B drauf haben, sind das dann Brabus-Fahrzeuge vom KBA oder meintest du gerade, dass ihr auch Fahrzeuge baut? Ich glaube, im Smart-Bereich macht ihr auch noch was. Ne, ne, also das bezieht sich wirklich darauf, wenn wir zum Beispiel einen Brabus Supercar bauen. Ich sage jetzt einfach mal, wir nehmen einen Motor, wo im Auto normalerweise nur ein Achtzylinder verbaut ist, wie beispielsweise bei der G-Klasse. Wir nehmen den aktuellen G 63, bauen den 6,3 Liter V8-Motor aus, bauen dort einen 6,3 Liter V12 Biturbo-Motor ein. Dann machen wir für dieses Fahrzeug eine komplette Zulassung, inklusive aller Tests und machen dann auch eine Zulassung als Brabus. Das heißt, in den Fahrzeugpapieren ist das nicht mehr ein Mercedes-Benz, sondern dann ist das ein Brabus mit einer Fahrgestellnummer W09. Das ist unsere Herstellerkennung, wie WDD oder WDB bei Mercedes-Benz. Und dann sind wir auch Hersteller. Bei normalen Tuning-Umbauten ist das ganz normal, dann bleibt das weiterhin ein Mercedes. Das kann man natürlich als Brabus bezeichnen, wenn man natürlich sagt, ich habe jetzt einen C 63, mache eine Leistungssteigerung von knapp unter 500 PS nachher rauf auf 650 PS, dann ist das auch ein Brabus 650. Aber in den Fahrzeugpapieren steht dann natürlich immer noch als Hersteller Mercedes-Benz drin, weil es nur eine Modifikation ist. Bei einem GV12 oder bei einem Brabus XLP, also diesem großen Pickup, den wir gerade bauen mit Portalachsen, da verlängern wir die ganze Karosserie, bauen den als Pickup um, da sind die Änderungen so groß. Da müssen wir auch sehr viele Tests machen und da müssen wir das Auto natürlich auch beim KBA zertifizieren und natürlich auch Bremse nachweisen, verschiedene Fahrerprobungen machen, die ganz normalen Geräuschmessungen, Emissionsmessungen und das machen wir alles mit den Fahrzeugen und dann ist das wirklich ein Brabus auch in den Fahrzeugpapieren. Ist das viel komplexer in den letzten Jahren durch WLTP geworden? Es ist grundsätzlich komplexer geworden. Also früher war Tuning, würde ich mal einfach sagen, so in den 80er-Jahren deutlich einfacher. Man hat viel mechanisch gemacht. Ja, das war in Anführungsstrichen relativ einfach, wenn man wusste, wie man es macht und dass man es natürlich auch richtig macht. Ist auch wichtig, Qualität, das hat sich dann innerhalb unserer Historie von über 40 Jahren auch durchgesetzt. Wir haben aber natürlich heutzutage ganz andere Sachen. Das Thema Emissionstest, du hast es gerade angesprochen mit dem Thema WLTP. Das ist natürlich eine Geschichte, die wir aber auch schon lange verfolgen, weil wir haben die ganz normalen EU-Geräuschklassen und natürlich auch Emissionsklassen, die wir immer erreichen müssen. Das heißt, unser Tuningauto darf nicht schlechter sein als ein Serienauto. Das heißt, ich kann heute nicht im Tuning hingehen und sagen, ich baue jetzt eine Leistungssteigerung, der Motor wird einfach irgendwie lauter und wie laut ist mir auch egal. Das funktioniert zum einen nicht und das Emissionsthema genauso. Das heißt, meine Katalysatoren, meine Partikelfilter, das muss alles wie vorher funktionieren und ich muss das natürlich dann auch prüfen. Das heißt, es ist kostentechnisch teurer geworden. Das heißt, wir müssen Abgastest machen zum normalen TÜV-Gutachten. Wir müssen Geräuschmessungen machen. Da braucht man auch spezielles Equipment dafür. Wir haben bei uns eine eigene Geräuschmessstrecke als Beispiel. Da haben wir auch im letzten Jahr über 100.000 Euro investiert in Equipment alleine mit Messrobotern und anderen Sachen. Das nutzt teilweise sogar der TÜV bei uns. Das heißt, die kommen auch mit anderen Herstellern zu uns und benutzen unser Equipment und unsere Teststrecke. Ja, auch das passiert. Aber umso wichtiger ist natürlich auch das Thema Elektronik in den Autos. Heute kann man viel mechanisch machen, wenn man aber die Elektronik nicht im Griff hat, ist das ein ganz anderes Problem. Ich nenne mal ein Beispiel. Wir haben eine G-Klasse genommen, eine G63, ich habe es gerade ja auch schon mal erwähnt, und haben sie auf 12 Zylinder umgebaut. Dass aber der Antriebsstrang eines 8 Zylinders mit dem eines 12 Zylinders gar nicht kommunizieren kann, das ist die Herausforderung in dem Thema gewesen. Den Motor dort einzubauen ist für uns eine mechanische Arbeit, die wir schon lange beherrschen, können konstruieren. Wir haben alles an CAD-Konstruktion. Wir haben die Kollegen, die Prototypen fräsen können. Wir haben zwei, fünf Achsen CNC-Maschinen. Also wir können sehr, sehr viele Teile auch selber produzieren, was im Prototypen-Bereich natürlich auch sehr wichtig ist. Aber wir müssen natürlich dann auch versuchen, die Elektronik zu verbinden. Das heißt, wie erzähle ich dem 8-Zylinder-Getriebe, du bekommst jetzt einen 12-Zylinder-Motor, und dem Zündschloss erzähle ich auch, dein Motor ist jetzt ein 12-Zylinder. Und dieses Thema, das ist heute so komplex, das glaubt man gar nicht. Das heißt, dass man teilweise ein halbes Jahr an der Elektronik arbeiten muss, was natürlich sehr extrem teuer ist und natürlich von vornherein vielleicht manchmal auch gar nicht weiß, ob das überhaupt funktioniert. Das heißt, der Aufwand da ist extrem groß. Ja, okay. War super spannend. Voll mein Thema. Guck mal mal in den Rückspiegel und da steige ich immer so ein bisschen mit dem Rückblick so auf den Werdegang zu deiner Person ein. Du bist im Baujahr 1976, bist seit zehn Jahren in einer Partnerschaft. Ihr habt eine Tochter zusammen, eine Tochter fünf Jahre, nicht anderthalb. Du lebst und kommst aus Bottrop auch, wie euer Unternehmen. Und du hast eine Ausbildung zum Werbekaufmann gemacht, auch schon bei Brabus? Ja, also das ist eine ganz schöne Geschichte. Ich habe auch mal für zwei Jahre als Kind in Karlsruhe gelebt, aber eigentlich war ich immer Bottropper-Jung, wie man so schön sagt. Bin in Bottrop geboren, meine Familie kam dort her. Brabus hat mich früher schon als kleiner Junge fasziniert. Ich war schon immer ein Auto-Nerd, sagt man ja heute. Ich würde mal sagen auch ein bisschen verrückter. Es ist sicherlich die Situation gewesen, dass ich gesagt habe, da würde ich gerne auch mal arbeiten. Habe dann das Fachabitur bei einer Schule in Essen begonnen sozusagen und musste nebenbei ein Praktikum machen. Dort habe ich mich dann bei Brabus beworben für dieses Praktikum und war dann irgendwann mit der Schule dann sozusagen fertig. Und dann sagte mein damaliger Ausbilder, wo ich das Praktikum gemacht habe, mach doch bei mir eine Ausbildung. Und das war in der Werbeabteilung schon. Und dann habe ich eine Ausbildung dort zum Werbekaufmann gemacht. Er hat dann kurz nachdem ich meine Ausbildung beendet hatte, das Unternehmen verlassen. Und dann saß ich da alleine erstmal in der Abteilung. War natürlich der komplette Automensch. Mich haben diese Produkte fasziniert. Und damals, wo ich da angefangen habe, das waren vielleicht, ich sage mal, wenn man jetzt wirklich alles mitzählt, waren das vielleicht 50 Personen, die da gearbeitet haben. Da kannte man auch jeden mit Vor- und Nachnamen und wusste, wann der Geburtstag hat. Und der Bodo Buschmann sagte mal gerade zu mir, Junge, bleib mal hier sitzen, machst das schon gut. Und haben das dann wirklich über die Jahre hinweg, haben wir diese Firma dann natürlich mit dem ganzen Team dahin gebracht, wo sie heute ist. Also über 40 Jahre jetzt mittlerweile. Und sind eine Mannschaft von 400 Personen, die auch verschiedene Tochterunternehmen hat und haben somit natürlich die Marke da auch deutlich weiterentwickelt aus dem normalen Tuning heraus der 80er Jahre. Also ich habe da kurz danach dann in den 90ern sozusagen dort angefangen. Und man sagt dem Bodo Buschmann ja auch nach, dass er das Tuning salonfähig gemacht hat. Heute wird das Unternehmen in zweiter Generation von seinem Sohn Konstantin geführt, der natürlich deutlich digitaler auch unterwegs ist. Der auch die Generation digital, ich sage mal, eigentlich verkörpert auch. Und ist natürlich ein etwas anderes Arbeiten. Wir wandeln uns natürlich da auch stark, stark auch in den Personas, die dann dort natürlich Aufgaben haben, die sich natürlich auch gewandelt haben. Die ganze Entwicklung in dem Fahrzeugbereich ist auch deutlich digitaler geworden. Das passt halt einfach halt auch in die Zeit, so wie wir uns da gerade ausrichten. Du hast dann irgendwann so die Position PR-Werbeleiter inne gehabt. 94 habe ich mir mal so notiert. Und jetzt 2018 hast du nochmal so einen anderen Namen draufgekriegt. Direktor Communications and Advertising. Ja, also das hat natürlich damit zu tun, also ich habe kurz nach der Ausbildung diesen schönen Titel damals bekommen. Als PR- und Werbeleiter hieß es so schön. War natürlich auch eine kleine Abteilung, war ich und dann nochmal ein Azubi. Und zum Schluss kamen dann noch, ich sage mal, die Mitarbeiter sukzessive dazu. Wir haben heute so eine Mannschaft von knapp zehn Leuten, die sich allein nur um das Thema Marketing kümmern. Und dadurch, dass natürlich das Unternehmen in die zweite Generation gehen sollte, war natürlich auch klar, dass der Konstantin Buschmann irgendwann Unternehmensnachfolger wird. Dort wurde dann die neue Struktur aufgesetzt. Es gab vorher halt keine Direktion, also keinen Direktortitel in dem Fall. Die wurde dann, ich sage mal, neu integriert. Das heißt, unter der Geschäftsleitung dann nochmal drei Positionen in dem Fall. Eine für den Vertrieb von Fahrzeugen, eine für das technische Thema. Das ist der Jörn Gander, der das bei uns macht. Ja, und dann meine Wenigkeit, die sich dann um das Thema Marketing und Kommunikation kümmert, um dann natürlich auch, ich sage mal, das Unternehmen weiterführen zu können. Und dann natürlich in Zusammenarbeit mit der Geschäftsleitung, wo der Konstantin dann auch reingerutscht ist, natürlich auch da handeln zu können. Also wir müssen natürlich auch für die Zukunft, und das hat der Bruder Buschmann wirklich ganz schön gemacht, geschaut, wo können wir dann die Stärken nutzen und dann natürlich auch eine gewisse, ich sage mal, Eigenständigkeit den Personen geben, um da arbeiten zu können. Weil die Entscheidungen, die müssen schnell getroffen werden, teilweise in kleinen Kreisen. Wir sind zwar ein ganzes Team, aber manchmal muss es einfach schnell gehen, damit man, ich sage mal, nicht wie der Hersteller für alles fünf, sechs Jahre braucht, sondern vielleicht mal innerhalb von einem Jahr ein Fahrzeug zeigt oder vielleicht sogar drunter. Okay, also in Summe bist du ja seit 26, über 26 Jahre da im Unternehmen und du bist ja gebürtig aus Bottrop, also aus dem Ruhrgebiet, ist ja auch meine Heimat, deswegen freut mich das umso mehr, dass du auch hierher bist. Das wusste ich vorher nämlich nicht. Und dann hast du wirklich vor deiner Haustüre so deine berufliche Heimat gefunden und arbeitest ja in einem Unternehmen, was wiederum weltweit einen exzellenten Ruf genießt. Wie fühlt sich das denn so an? Ja, das ist, also es fühlt sich gut an, ja, das kann man ganz klar sagen. Es ist auch Arbeit, das darf man nicht vergessen. Also viele denken ja immer, ja, bravus, bravus, bravus. Ja, also wir arbeiten echt hart für uns, das ganze Team, also nicht nur meine Wenigkeit, sondern wirklich alle, also vom Geschäftsführer bis nachher hinten zu dem Kollegen, ja, ich sage mal, der die Werkstatt sauber macht, ja, weil das für uns auch ganz wichtig ist, ja. Also das ist für uns, ist wirklich eine Teamleistung, aber für mich persönlich fühlt sich das natürlich gut an, weil man natürlich sieht, wenn man 26, über 26 Jahre so eine Marke begleitet, wie die Marke gewachsen ist stetig, ja, wie wir uns aufgestellt haben, wie wir Projekte angehen, ja. Das heißt, wir sind ja ein Management-Team in dem Fall. Wir diskutieren sehr viele Themen zusammen, ja, wir versuchen uns Sachen zu verknüpfen, wir versuchen Sachen aufzugreifen. Wir haben eine Idee, ja, und dann setzt man eine Idee gemeinsam um. Und das ist natürlich das Schöne, weil man relativ nah am Produkt ist. Wir sind jetzt im Marketing nicht weit vom Produkt entfernt, sondern für uns ist ja auch ein Highlight-Produkt wie, ich sage mal, ein Adventure XLP, den wir zeigen, diesen Pickup, das ist ein Highlight-Produkt. Das kann ich im Marketing für die Marke so gut verwenden. Selbst wenn wir das nicht gut verkaufen würden, wäre das schon eine Investition wert vielleicht, ja. Aber in dem Fall verkauft sich es auch noch gut, wenn das alles nachher zusammen passt. Und das ist so die Leistung, die uns ja auch ausmacht. Wir könnten viele Highlight-Autos bauen, ja, und die zeigen, ja, und dann sagen, okay, kannst du aber nicht verkaufen. Aber bei uns geht es halt darum, dass das, was wir zeigen, nicht einfach nur eine Vision ist von einem Produkt, was man machen könnte und dann sagt, oh, jetzt machen wir uns einen schönen Namen damit, sondern das, was wir da zeigen, sind immer Autos, die für die Leute greifbar sind, ja. Das heißt, ich kann hingehen und kann mir einen 800 PS Pickup kaufen oder ich kann mir eine 900 PS Limousine kaufen, die mit Straßenzulassung und kann die fahren. Und das ist bei uns wirklich das Schöne, dass wir, ich sage mal, nicht nur im Marketing-Thema da natürlich stark mitarbeiten dürfen, sondern uns auch in den Themen verwirklichen können, wenn wir Ideen haben und die zusammen erarbeiten im Team, ja. Also dann kommt vielleicht eine Anforderung, eine neue, dann wird die Technik gefragt, können wir das, kriegen wir das hin, können wir das machen und haben dann auch Spaß daran. Und somit ist das natürlich eine schöne Teamleistung, die wir da haben. Gab es du, also 26 Jahre oder über 26 Jahre in einem und demselben Betrieb ist ja, oder eine ganze Karriere in einem Betrieb, wenn man so möchte, ist ja nicht mehr so alltäglich. Ich habe jetzt zuletzt ein paar Mal mit Menschen gesprochen, Ralf Meunzel ist seit auch gut 30 Jahren im Springer Verlag, der Oliver Bohnen auch über 30 Jahre in dem Betrieb gewesen. Jetzt hast du gerade, was du so ausgeführt hast, hast du mehrfach gesagt, so Teamleistung, Zusammenarbeit, sich austauschen. Ist das so euer Geheimnis dieser Verbindung oder was ist so, der Ami würde sagen, was ist denn der Glue, der Klebstoff da bei euch, das hier so funktioniert? Also der Klebstoff ist, dass wir natürlich in der Entscheidung sehr gut sind, in der Teamentscheidung, dass wir nicht einfach sagen, blind irgendwo los, rennt einer los und macht irgendwas, sondern es ist alles sauber abgestimmt. Es gibt natürlich ein paar Köpfe, die, ich sage mal, ein bisschen schneller reagieren könnten und dürfen, was natürlich auch wichtig ist. Und es gibt da natürlich auch, einen gewissen Spielraum, den man nutzen kann. Aber viel wichtiger ist halt einfach, dass man eine Vision hat von dem, wo man hin möchte und was man machen will. Und, dass man natürlich auch wandlungsfähig ist. Ich sage mal, wenn ich jetzt mal das Thema Marketing 20 Jahre vorher betrachte, da reden wir von der Automotor und Sportanzeige, Printwerbung, Print, Print, Print. Und dann haben wir noch zwei Journalisten eingeladen und damit waren wir durch. Heute funktioniert das alles ein bisschen anders. Also man muss sich selber da auch wandeln. Also vom, ich sage mal, wirklich Papiermenschen nachher zum digitalen Menschen. Da muss man natürlich dann auch Mitarbeiter haben, die das natürlich auch machen können. Man kann nicht immer alles selber, das muss man auch für sich irgendwann verstehen. Auch wenn man mal als Ein-Mann-Team da im Marketing gearbeitet hat. Da gehören natürlich mehrere Faktoren dazu und da muss man halt lenken, aus den Leuten das auch herauskitzeln, was sie können und was sie machen. Und ich glaube, das kriegen wir mit dem, was wir da tun und mit dem faszinierenden Produkt, was wir eigentlich auch haben, die Emotionen dazu übertragen, natürlich eigentlich ganz gut hin. Und deswegen, glaube ich, sind wir da auch so erfolgreich. Also gute Entscheidungen, gutes Produkt und ein gutes Team. Das ist, glaube ich, ganz, ganz wichtig. Du bist schon ein Car-Guy, oder? Komplett. Also ich bin auch privat ein Mensch, der gerne Auto fährt. Ja, wenn mir einer fragt, fahren wir da mit dem Zug hin, dann sage ich, nein, mache ich nicht. Also nichts gegen den Zug, das soll jeder machen. Ich liebe es zum einen, meine Privatsphäre im Auto zu haben. Da sitzt keiner neben mir, der da schon mal irgendwo saß. Ja, jetzt mit der Corona-Krise haben wir es ja gerade gesehen, wie die Leute dann plötzlich auf einmal wieder Autos kaufen. Das ist aber für mich gar nicht der Grund, warum ich Auto fahre. Mir macht Autofahren Spaß, ganz einfach. Mir machen Autos Spaß. Ich bin ein autofaszinierter Mensch, schon als kleiner Junge. Das erste Siku-Auto, ja, das ist für mich heute immer noch der größte Schatz, sozusagen. Und das hat für mich nie aufgehört und ich glaube, das wird für mich auch nie aufhören, weil ich einfach, ich liebe meinen, in dem Berufsfeld, wo ich mich bewege. Ich liebe das, was ich mache und ich glaube, das verkörpern wir aber auch mit unserer Marke, dadurch, dass wir die Kollegen und Kolleginnen haben, die genau diesen gleichen Gedankengang haben und genauso denken. Und nicht einfach sagen, Mensch, braucht ja kein Mensch so einen tollen, klingenden Auspuff. Und wenn der dann auch die Geräuschemissionen besteht und nicht zu laut ist und trotzdem gut klingt, ja, dann ist das wieder ein Grund, warum wir dann vielleicht auch verstehen, warum der Kunde das später kauft. Weil wir halt genauso ticken vielleicht wie unser Kunde und verstehen, dass es nicht einfach nur immer um laut und um solche Sachen geht, wie vielleicht viele mit Tuning verbinden. Manchmal kann Tuning auch leiser sein. Manchmal ist es auch das Fahrwerk, was weicher ist auf der Autobahn in der Komfortstellung. Weil ich dann einfach sage, Mensch, wenn ich in Komfort fahre, dann soll er auch komfortabel fahren. Und in der Sportstellung, da darf er gerne sportlich sein. Das sind vielleicht auch die Sachen, die uns ausmachen, weil wir uns nicht einfach nur, wir entwickeln nicht einfach nur ein Produkt, sondern wir versuchen auch zu verstehen, was das Produkt nachher können muss und dass der Kunde das auch annimmt oder annehmen kann und auch der Bedarf da ist, obwohl es ein Produkt ist, das, was wir machen. Grundsätzlich braucht man ja eigentlich nicht. Wir verkaufen einen gewissen Luxus und eine Individualität, die aber wiederum den Menschen Emotionen geben oder auch in Menschen, die es vielleicht nicht kaufen, trotzdem vorher schon Emotionen auslösen. Und das ist ein Thema, ich sage mal, das ist eigentlich ziemlich einzigartig. Wir haben echt auf den zweiten Blick ein paar Parallelen. Erstmal sind wir fast aus dem selben Jahrgang. Beide total autoaffin, sind dann ins Marketing gerutscht und machen das, was wir heute machen. Du bei Brabus mit deiner Funktion oder Position und ich mit der Agentur. Ich habe jetzt zwar nicht jeden Tag, ich sage mal 500 PS aufwärts oder Plusautos irgendwie in der Vermarktung, sondern wir haben ja auch ganz viel normale Marken, Ford und Co. Aber es hat immer so mit dieser Mobilität, Automobil und ich finde das mega. Und was du vorhin auch sagtest, wir kommen ja beide auch aus einer Ära, wo wir angefangen haben, da gab es ganz viel Papier, Print. Und inzwischen ist es so digital geworden. Aber irgendwie, ich genieße das noch teilweise, wenn bei uns Medien reinkommen, die wir produziert haben für Kunden, wo wir uns mal Mühe geben konnten, nicht Brot und Butter. Und da Papier im Spiel ist, das ist halt immer noch geil. Also es gibt einfach Sachen, die kann man nicht ersetzen. Also man kann jetzt ja mal grob sagen, dass so ein Thema digital natürlich Reichweite alles bringt und alles ganz toll ist. Es gibt einfach nochmal die Sachen, wenn man irgendwie eine Broschüre in der Hand hält, die besondere Bilder, die eine besondere Bildsprache hat, die qualitativ gut gemacht ist oder halt einfach auch gut zusammengefasst ist, wo ich dann nicht mit meinem stundenlang wieder vor meinem Handy sitze oder meinem Rechner und mich einfach mal abends auf die Couch setze und mal eben 36 Seitendurchblätter und die sind gut gemacht. Und erzählen mir die Geschichte, ich sage mal, auch ohne dieses Ganze, was man so manchmal aufbauscht und ausbreitet. Einfach im Kurzen und Knappen die Sachen erklärt. Das ist heute manchmal vielleicht auch der richtigere Weg, anstatt eine Broschüre zu machen mit 300, 400 Seiten. Aber es gehört nochmal dazu, weil es nochmal eine ganz andere Wirkung hat. Klar ist natürlich das Thema digital jetzt, wenn ich mal eben was bei Facebook oder bei Instagram like, teile oder in meiner eigenen Story poste, da erreiche ich natürlich in Millisekunden ganz, ganz viele Menschen. Das ist auch schön, gar keine Frage. Nur habe ich den Kunden dann auch mal persönlich bei mir? Das ist nochmal das andere Thema. Und es ist immer schön, wenn man diese gewisse digitale Reichweite hat, aber zum Schluss muss man die natürlich auch in eine bestehende Körperlichkeit umsetzen. Das heißt, dass der Kunde einen dann natürlich auch anruft oder wir mit dem Kunden in Kontakt treten können. Ohne das ist es nur große PR. Brabus lebt ja auch durchaus von Innovation, Optimierung und Schaffung von begehrten Mobilitätsprodukten, wenn man so möchte. Und das ja weltweit. Jetzt speziell auf dich jetzt mal gefragt oder auf deine Position. Woran orientierst du dich in der Ausrichtung und Gestaltung der Marke? Na gut, also wir haben für uns natürlich eine Vision, wo wir die Marke in den nächsten 10, 20 Jahren sehen wollen, was wir machen wollen. Man sieht ja auch schon mal in dem einen oder anderen Bereich, was wir da gerade machen, dass wir nicht nur Automobil machen. Wir machen zum Beispiel gerade auch Schiffe. Für mich auch ein absolut faszinierendes Thema, bin ich ganz ehrlich. Ich komme zwar aus dem Autobereich, aber Schiffe war für mich schon immer wirklich eine sehr, sehr, ich sage mal, anspruchsvolle, spaßige Sache, wo man privat auch sehr viel Spaß mit haben kann. Das ist so ein Thema, wo wir uns natürlich auch darauf spezialisieren. Also das Thema verschiedene Sparten. Wir wollen natürlich die Marke nicht verwässern. Das ist uns natürlich auch ganz wichtig, aber es wird in der Zukunft sicherlich noch das eine oder andere Produkt geben, was auch zu unserer Marke passt. Also das, was so im Luxussegment stattfindet. Wir haben aber auch, und das darf man auch nicht vergessen, mit dem Thema Smart sprechen wir auch noch mal eine ganz andere Zielgruppe an, beschäftigen uns auch mit Autos jenseits der 800, 900 PS. Zum Beispiel zurzeit auch voll elektrisch, aber auch dort geht Luxus. Das heißt, wir müssen ja nicht aufhören, nur weil wir jetzt Schiffe machen, heißt ja nicht, dass wir keine 900 PS Autos mehr bauen. Wir wollen aber natürlich, und wir merken ja auch, dass unsere Kunden, der Bedarf an anderen Produkten auch da ist. Und wir wären natürlich, ich sage mal, kein gutes Unternehmen und kein gutes Team, wenn wir da nicht hinschauen würden und versuchen würden, natürlich auch Sachen zu kreieren, die dann wieder dieses Thema abrunden. Gibt es denn da, wo du ja, ich sage mal, eben des Marketingsteuers, hast du da, ich sage mal, noch so externe Einflüsse, die du aufnimmst, um das bei BRABUS zu steuern? Gibt es da? Also Nummer eins, wir sind ja auch ein Team. Also das habe ich ja vorher auch schon mal erwähnt. Der Konstantin Buschmann ist natürlich auch zum Thema Marketing mit zuständig. Der hat natürlich auch einen ganz weiten Blick, wie er sein Unternehmen für die Zukunft sieht und schaut da auch sehr stark hin. Und wir schauen uns natürlich auch um. Wir sind auf vielen Events unterwegs. Man sieht Sachen, man nimmt Sachen auf. Wir nehmen an der Monaco Yacht Show teil. Wir machen hier Events. Wir treffen dort Kunden, Unternehmer. Wir haben sehr, sehr viele internationale Kontakte auch. Und das hilft einem natürlich auch. Und da kommt auch vielleicht auch mal aus Kundensicht mal ein Wunsch, wo man vielleicht gar nicht dran gedacht hätte und sagt, Mensch, die Idee ist gar nicht so schlecht. Lass uns die mal mit demjenigen zusammen umsetzen. Also man soll sich nie vor diesen äußeren Einflüssen, ich sage mal, abschotten. Man muss sie natürlich sauber bewerten. Man kann nicht auf jedes Pferd aufspringen, was sich da gerade so gibt. Ja, das ist der Fehler, den vielleicht viele andere machen. Wenn wir sowas machen, dann muss das gut sein. Wir haben ja zum Beispiel gerade ein aktuelles Projekt, können wir jetzt mal darüber sprechen, ist das Thema Wein. Wir wissen, wir brauchen zum Thema Events sowieso einen Wein für Kunden. Wenn wir irgendwo eine Veranstaltung haben, einen schönen Event, dann sind wir in der Vergangenheit hingegangen, haben irgendwo Wein eingekauft, einen guten. Durch eine Beziehung sind wir dann aber zu einem Winzer gekommen, der in dem Fall jetzt in Deutschland so ein bisschen den Markt gerade ein bisschen umkrempelt. Er hat sich aus dem Familienunternehmen verabschiedet, macht seine eigene Marke und wir sind mit ihm ins Gespräch gekommen. Er ist ein absoluter Brabus-Fan auch. Das ist der Alexander Leible. Man kann den Namen hier ruhig mal nennen und sind dann hingegangen und haben mit ihm zusammen Weißwein kreiert. Wir haben dann gesagt, wir machen einen Brabus Weißwein. Der ist limitiert, ist jetzt die First Edition. Da wird es nur 999 Flaschen von geben und das ist jetzt mal so ein erstes Projekt auch. Das ist für uns aber auch ein Produkt, was wir brauchen. Es ist schön, das zu haben und wir sind damit authentisch. Er ist ein absoluter Brabus-Freund. Wir sind mit Maybach da hingefahren. Er ist eine Runde Maybach gefahren mit 900 PS. Der war wirklich mehr als begeistert. Ich will das jetzt nicht überspitzt darbringen, aber wir waren gestern noch in Kontakt über WhatsApp. Dann gibt man eben eine Sprachnachricht. Das ist ein sehr schönes Zusammenarbeiten. Die Flaschen treffen jetzt nächste Woche hoffentlich ein und dann haben wir so ein Produkt auch. Zusätzlich machen wir dann einfach auch noch einen Rosé-Sekt mit ihm, den wir auch brauchen. Das sind für uns einfach Produkte, die zu uns passen, die aber auch eine Qualität haben. Das ist der Punkt, warum wir sagen, das muss auch passen. Wir gehen jetzt nicht einfach hin und labeln alles. eine Sektflasche um und sagen, das ist jetzt der Brabus-Sekt oder der Brabus-Weißwein. Wir sind wirklich bewusst hingegangen, haben uns einen Partner gesucht, der einen gewissen Qualitätsstandard hat oder sogar noch drüber hinaus und das ist er genau, weil er war Winzer des Jahres, er hat verschiedene Preise gewonnen, Gomelio, so und so viele Punkte. Und ganz ehrlich, wir haben uns hingesetzt, haben es getrunken und haben gesagt, das ist gut. Das ist wirklich gut. Haben einen Weinexperten noch dazu bezogen, der das auch probiert hat und gesagt hat, und er kannte ihn leider auch vorher schon, muss man auch dazu sagen, war nicht ganz unvoreingenommen, aber er hat es nochmal bestätigt, das, was wir da mit ihm zusammen kreiert haben, ist wirklich was Besonderes, ist was Tolles und dann hat man auch wieder ein authentisches Produkt. Er hat aber jetzt nichts mit unserem normalen Automobilgeschäft zu tun. Das muss man sicherlich schon ein bisschen trennen, aber wie gesagt, wenn man bei uns zu Gast ist, dann wird man da auch gut versorgt bei Events, zum anderen aber auch natürlich ein Produkt, was der Kunde vielleicht gerne haben möchte und wenn es da nur 1000 Flaschen oder 99 Flaschen von gibt, kann das auch mal wieder ein Sammlerstück sein. Ja, interessante Sache. Wir bewegen uns eigentlich jetzt schon so seit ein paar Minuten eigentlich schon so in der Zukunft, was so kommt, deswegen gucken wir aus dem Rückspiegel mal raus und machen das Fernlicht an und gucken wir in die Zukunft wirklich jetzt mit Licht hinein. Stichwort Digitalisierung und Marketing. Aus unseren Gesprächen weiß ich, dass das bei euch auch echt ein zentrales, aktuelles Thema ist. Kannst du so ein bisschen berichten, wo ihr aktuell da schon steht und wo die Reise hingeht? Ja, also ganz klar, wir haben einen klaren Fahrplan, wir haben Ziele, die wir dieses Jahr und in den nächsten fünf Jahren erreichen müssen. Wir haben vor drei Jahren angefangen, dieses Thema zu beginnen, also muss man ganz klar sagen. Das ist natürlich auch ein Generationsthema. Wir haben dadurch den Konstantin Buschmann natürlich jemanden, der sagt, digital, digital, digital, digital. Er versteht aber auch, dass man das andere nicht vergessen darf und das ist natürlich auch ganz wichtig. Das heißt, wir lassen Print nicht sein, sondern wir machen Print da, wo Print Sinn macht. Wir machen digital dort, wo digital Sinn macht und sind wirklich hingegangen, haben unser ganzes Thema, also der Brabus-Website, brabus.com, komplett neu aufgesetzt. Wir haben alles, was vorher da war, von Konfigurator, von Website, von Händlerportal, alles komplett abgeschnitten. Haben das natürlich auslaufen lassen, bis wir die neuen Sachen fertig haben. Wir haben eine komplette Website neu gemacht. Wir haben das Thema des Teamportals, also unsere B2B-Website für Partner, komplett neu aufgesetzt. Wir sind gerade dabei, noch in den letzten Zügen, das Thema der Media-Website für Medienvertreter von Journalisten, über Vlogger auch mittlerweile, muss man ja da auch eine andere Zielgruppe ansprechen, dort komplett neu aufgesetzt. Und vernetzen diese ganzen Themen natürlich auch. Wir haben für die G-Klasse einen sensationellen Konfigurator gemacht, wirklich komplett im 3D entstanden. Musstet ihr wirklich einfach mal anschauen, da kann man sich seine ganze G-Klasse wirklich komplett umbauen. Farbe auswählen, Innenausstattung kommt im nächsten Jahr auch noch dazu. Wir haben jetzt schon die ersten Prototypen bei uns laufen, auf dem Rechner. Das heißt, da kann ich mir auch meine Lederausstattung nachher wirklich im Feinen Einzelnen konfigurieren. Das heißt, kann Nahtfarbe wählen, Lederfarben, Lederkombinationen, Steppmuster auswählen. Haben wir am Anfang wirklich, wir haben uns ganz viele Gedanken dazu gemacht, weil es natürlich auch extrem aufwendig ist, so einen Konfigurator so zu entwickeln. Haben da aber wirklich eine Lösung gefunden, wo wir wirklich auch zwei Konfiguratoren einfach von machen. Also es gibt einmal die Online-Variante, die man auf BRABUS.com findet. Und zum anderen haben wir aber die Variante, die es bei uns im Showroom zu sehen gibt. Das heißt, ich habe einen Touch-Monitor, gehe dann hin und kann dann mit dem Kunden, selbst wenn ich das Auto nicht da habe, das Auto wirklich aber in 4K, also in einer richtig guten Auflösung konfigurieren. So, dass man wirklich die Metallic Flakes in der Lackierung sieht. Und in dem Fall beim Leder auch die Narbungen sieht. Und dann das Auto wirklich so zu konfigurieren, obwohl man es gar nicht da hat. Weil das, was wir ja machen, wenn wir ein Auto bauen, ist natürlich, jedes Auto ist immer anders. Ja, und das ist natürlich genau das Schwierige für uns. Wir haben nicht von jedem immer Fotos, weil irgendwas ist ja immer wieder neu. Dann gibt es eine neue Kombination. Und deswegen haben wir uns dafür wirklich entschieden, diesen Konfigurator auch zu machen. Aber auch all das ist jetzt das Thema Web. Das ist ja lange bei Weitem nicht alles. Alles, was bei uns Verwaltungsprozesse anbetrifft, da wurde bei uns auch ganz, ganz viel modernisiert. Von Einführungen über DocuWare, über verschiedene andere Systeme, über Bewerberportal, was digitalisiert wurde. Verschiedene andere Sachen natürlich auch in der Dokumentation für ISO-Zertifizierung und andere Sachen. Alles komplett digitalisiert, aus dem Papier komplett raus. Ja, also das gibt es gar nicht mehr. Und selbst die Systeme, die wir da schon haben, werden immer noch weiterentwickelt und natürlich auch wirklich komplett nochmal neu aufgesetzt und mit Prozessen versehen, die deutlich schneller, deutlich ersichtlicher machen, was wir da tagtäglich tun, weil die Welt halt immer schneller wird. Klingt nach viel Arbeit. Klingt auch nach einem nicht ganz unwesentlichen Investment, was da reinläuft. Und habt ihr externe Hilfe dabei gehabt? Ja, also zum einen sind wir natürlich hingegangen und haben uns erstmal überlegt, wie gehen wir so Themen an. Fangen wir aber beim Thema Web an. Wir haben natürlich auch den einen oder anderen externen Berater dazu genommen. Das heißt, Thema Lastenheft-Website haben wir eine Agentur beauftragt, die wir uns aber natürlich auch vorher sauber ausgesucht haben, uns ein Lastenheft zu erstellen. Haben uns dann mehrere Agenturen angeschaut, auch eine ganz große in Berlin. Und wir als Mittelständler müssen dann einfach sagen, da haben wir uns nicht wohl gefühlt, weil beim ersten Gespräch kam der eine und beim nächsten Gespräch war es schon jemand anders. Das heißt, für uns ist das Thema Persönlichkeit, das muss ja auch passen im täglichen Zusammenhang. Wir wollen nicht einfach nur, oder Zusammenarbeit, wir wollen ja nicht einfach nur irgendeine Nummer sein. Morgen sitzt da wieder jemand anders und das, was da besprochen wurde, ist alles wieder vergessen. Sondern haben uns bewusst eine mittelständische Agentur da auch ausgesucht, die jetzt in dem Fall aus Düsseldorf kommt, mit denen wir auch wirklich hervorragend zusammenarbeiten und haben für unsere Website auch direkt den ersten Preis gewonnen, was natürlich auch schön ist, den Neos Award, weil das ist das System, was wir für uns als Content-Management-System benutzen, das Thema Neos. Und Neos ist hingegangen, hat sich die Website angeguckt und hat uns direkt im ersten Jahr diesen Preis gegeben. Macht uns natürlich stolz und natürlich auch die Auswahl. Und wir entwickeln aber auch das immer noch weiter. Es wird jetzt weitergehen, dass wir einen Webshop da noch weiterentwickeln. Aber das, was wir in der Gesamtheit halt einfach sehen, sind die ganzen Prozesse, wo wir auch gerade mit Hochdruck dran sind und auch sehr viel Geld investieren, ist das Thema CRM. Das ist bei uns auch noch ein Thema. Wir haben zwar so eine, ich sage mal, rudimentäre Variante, aber das funktioniert halt heute nicht mehr so, weil wir kriegen dadurch, dass wir unsere Website natürlich deutlich mehr Anfragen bekommen, ja natürlich auch einen Stau der ganzen Sachen und müssen die natürlich auch kanalisieren. Und das funktioniert halt so sonst nicht mehr irgendwann. Also wir merken, die Zahlen gehen rauf und sind dann jetzt auch schon seit einem Jahr da dran an diesem Thema und sind dann jetzt auch schon Mitte des Jahres, ich sage mal, jetzt schon so weit, dass wir die ersten Sachen jetzt releasen können. Ja, das heißt, dass die Kollegen im Verkauf und im Vertrieb natürlich da eine deutliche Unterstützung haben und wir somit diese ganzen Themen dann auch zusammenbringen, also Vernetzung der ganzen Themen. Es bringt nichts, ich habe hier eine Insellösung und drumherum kommt da keiner dran, sondern es muss ein CMS genauso funktionieren wie ein CRM-System, was nachher hinten dran hängt. Das heißt, dass ich die Sachen natürlich verbinde und dementsprechend alles auswerten kann, um dann zu sehen, sind wir da auch richtig unterwegs und da schauen wir natürlich schon ganz stark hin. Okay, Themawechsel und zwar, welchen Einfluss hat denn bei euch die sich verändernde Mobilität auf das Sport beziehungsweise Luxus-Autositment? Ich gebe mal so ein paar Stichworte, die mir einfallen als Einflussfaktoren. Autonomes Fahren, Elektro, Downsizing, Think Green. Also alles wichtig, sind alles Themen, die uns heute tagtäglich beschäftigen, uns natürlich im täglichen Geschäft. Fangen wir mal mit Elektrik an, das ist ja ein ziemlich einfaches Thema. Die Marke Smart verkörpert ja nichts anderes als das mittlerweile. Das heißt, der Verbrenner ist weggefallen, es gibt nur noch die Autos. Für uns gibt es dort, nur um jetzt mal ein Thema davon aufzugreifen, wir kommen sicherlich gleich auch noch zu den anderen, ist das Thema Elektriksmart für uns erst mal eine Umstellung gewesen. Wir haben uns aber mit der Technologie befasst, weil wir haben in der Vergangenheit auch schon das eine oder andere Elektroprojekt einfach mal selber gemacht. Wir haben vor 2011, ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, ob die Zahl stimmt, eine elektrische E-Klasse gezeigt mit vier Radnabenmotoren. Das Ding hatte 340 Kilowatt, eine Reichweite von knapp 400 Kilometern und war ein richtig schnelles Elektroauto. Das haben wir einfach mal für uns gebaut, um zu verstehen, wie funktioniert Elektro. Das war kein Projekt, was man jetzt vielleicht hätte verkaufen können zu normalen Preisen. So ein Auto hätte sicherlich jenseits der Millionen Euro gekostet, wäre aber baubar gewesen. Aber da gibt es natürlich keinen Markt für, also manchmal ist man einfach zu früh für den Markt. Das wussten wir aber auch, das war für uns ein Engineering-Thema, wo wir verstehen wollten, wie funktioniert Elektro. Das hat uns natürlich heute geholfen, wenn wir uns diese ganzen Sachen angucken. Wir arbeiten nicht nur am Verbrenner, sondern wir arbeiten auch am Elektromotor. Worauf muss ich da achten, welche Steuerungssysteme habe ich, was sind überhaupt die Leute, die ich dafür brauche? Ein mechanischer Motorenentwickler ist vielleicht nicht derjenige, der am Elektromotor arbeitet. Das heißt, wir haben dafür natürlich auch Kapazitäten geschaffen, Personal geschaffen und auch Partner geschaffen, um beispielsweise eine Batterie mal testen zu lassen. Wenn ich zum Beispiel jetzt, wie beim Smart, wir bieten heute den Brabus Ultimate an. Das ist ein Smart, der hat mehr Leistung als die Serie, ist ein komplett elektrisches Auto, wird komplett ausgestattet, ist der absolute Luxussmart, den bestellt man sich in seiner Bentley-Farbe, Ferrari-Farbe oder in einem speziellen Farbton, der speziell angemischt wird, mit einer Innenausstattung, die in Handarbeit entsteht. Und hat ein wirklich performance-mäßig, wirklich gut unterwegs fahrendes Elektroauto, was sich richtig gut verkauft, aber natürlich auch bei 50.000, 60.000 Euro liegt, je nach Ausstattung. Aber auch das verkauft sich. Nur das geht natürlich auch nur, wenn man vorher das Engineering schafft. Das Gleiche gilt zum Thema Downsizing. Also Downsizing, früher waren wir natürlich diejenigen, die bekannt waren für Hubraumerweiterungen. Man ist hingegangen, hat gesagt, der Serienmotor hat 5 Liter, Brabus machen 6,1 Liter draus. Haben wir mehr Leistung mitgemacht. Ja, dann kamen die Turbomotoren, Thema Downsizing fing an, haben wir uns auch mit befasst. Dann gab es die Hubraumerweiterung mit den Turboladern. Ja, natürlich auch das ganze Thema Abgasemissionen wieder im Blick und diese ganzen Geschichten, ganz wichtig, weil sonst gibt es keine Zulassung. Ja, hochwertige Katalysatoren, verschiedene andere Sachen, das verfolgt uns ja schon seit den 80er Jahren, dieses ganze Thema. Thema Turbo und Tuning war ja auch schon in den 70ern früher mal ein Riesenthema. Ist dann ja weggefallen, weil es nicht so gut funktioniert hat. Heute funktioniert so ein Thema ganz anders. Autos haben nicht nur einen Turbolader, haben einen elektrischen Turbolader, haben hier noch was, haben da noch was. Da ist ja so viel mittlerweile gerade im Thema Downsizing auch verbaut, wo dann die Kupplung wegfällt, wo dann plötzlich auf einmal der Antriebsmotor als Kupplung elektrisch da mitten eingebaut wird. Auch das sind Themen, mit denen befassen wir uns gerade und die müssen gar nicht so uninteressant sein. Jetzt gucken wir uns mal so ein paar aktuelle Modelle an. Dann nehmen wir beispielsweise mal einfach mal eine moderne C-Klasse. Jetzt gibt es ein C 300 DE, also Diesel mit Hybrid, also mit Elektro noch zusätzlich. Dann habe ich die Möglichkeit, in der Stadt elektrisch zu fahren und dann ab einer bestimmten Geschwindigkeit schaltet sich der Elektroantrieb ab und übergibt an den Verbrennungsmotor oder unterstützt sogar noch im Boost. Also das heißt, wenn ich dann beschleunige, habe ich noch die Kraft des Elektromotors. Und wir bieten heute für beide Systeme eine Leistungssteigerung an. Aber dafür muss man natürlich elektrisch verstehen. Man muss es können und man hat mehr Aufwand. Es ist nicht nur, ich gehe an den Dieselmotor und mache dort meine Leistungssteigerung, sondern ich gehe auch an den Elektromotor. Aber damit bietet sich natürlich auch eine ganz andere Performance. Habt ihr denn durch die Veränderungen da, merkt ihr einen Rückgang in der Kaufwilligkeit durch die ganzen Einflüsse? Ich weiß gar nicht, wie ich das so richtig formulieren soll. Ja, ich glaube, den Rückgang verspüren wir glücklicherweise nicht. Da wir, glaube ich, in einem Segment sind, wo die Leute das Besondere lieben, die wollen weiterhin sich diesen Spaß erkaufen. Ob das jetzt voll elektrisch ist, ob das ein Verbrenner ist oder ob das ein Hybrid ist, das ist erstmal komplett egal. Den einen fasziniert der V8-Sound, der Nächste sagt, ich möchte aber trotzdem halb-halb. Ich möchte den Achtzylinder mit dem zusätzlichen Hybrid-Antrieb. Und der Nächste sagt vielleicht, interessiert mich alles nicht, ich möchte einen schönen Achtzylinder haben. Auch die Kunden gibt es, das muss man einfach sagen. Aber auch die Kunden sind heute nicht mehr bereit zu sagen, dann verbraucht mein Auto eben 50 Liter Kraftstoff. Die Zeiten sind auch vorbei. Emissionstechnisch muss so ein Motor auch sauber laufen. Ich kann jetzt nicht sagen, ich baue da die Katalysatoren aus und andere Sachen. Das sind auch nicht wir, das würden wir auch nie tun. Aber auch das sind ja Sachen, wo vielleicht der eine oder andere mal drüber nachdenkt. Aber das passt halt nicht und das passt nicht in das Kundenbild. Aber so kann jeder sich sein Stück da rausnehmen. Und nochmal, das Thema Antrieb, was da drin ist, es muss einfach Spaß machen. Wenn der Elektroantrieb dementsprechend die Performance bietet, dass die Leute wow sagen und ihren Spaß haben, dann ist es gut. Macht der das nicht und die Reichweite ist kurz, ab da macht es dann halt keinen Spaß. Zumindest unseren Kunden nicht. Es geht ja nicht nur um die zweckmäßige Fortbewegung, sondern schon um die emotionale Fortbewegung, die wir natürlich hier anbieten. Und das hat auch nicht immer nur mit Leistung zu tun. Es gibt auch die Kunden, die sagen, Leistung interessiert mich gar nicht. Ich habe zum Beispiel einen Mercedes EQC, aber trotzdem möchte ich dieses ganze Plastik nicht haben. Ich möchte es schön haben. Ich möchte es schön haben. Ich möchte es so haben, wie ich mir meinen Mercedes von innen vorstelle. Mit einer hochwertigen Innenausstattung in der Farbe, die ich haben will. Oder vielleicht auch mit ein paar schönen Rädern, dass er optisch gut aussieht. Aber auch im Performance-Bereich. Ich glaube, es wird keinen Kunden geben, der sich darüber beschwert, wenn er plötzlich auf einmal zusätzlich noch 100 elektrische PS hat. Wenn das nicht die Einzigen sind, die ein Auto haben, das vielleicht 800 oder 600 PS hat. Je nachdem, was es da ist. Also da gibt es ja mittlerweile auch sehr interessante Konzepte. Nur man darf natürlich auch nicht einfach nur sagen, jeder soll in die Elektro-Richtung rennen. Sorry, meine persönliche Meinung dazu ist, da ist glaube ich ein Fehler dabei. Ich sage mal, es gibt andere Technologien, die sich in den nächsten Jahren hoffentlich dann auch durchsetzen werden, die vielleicht ein bisschen effizienter sind und ein paar weniger Rohstoffe verbrauchen, die ziemlich seltener auf der Welt sind. Definitiv, großes Thema. Du baust mir schon die Brücke in meine Abschlussfragen rein, weil da ist eine Frage drin, die sich damit so ein bisschen befasst. Bei den Abschlussfragen, die verändere ich heute ein bisschen, weil ihr seid nicht der klassische Autohändler und im Autohandel so klassisch unterwegs. Deswegen lasse ich mal eine Frage raus, schließe aber mal eben mit einer anderen Frage direkt an. Wie lange werden Verbrenner gebaut und spielen eine wesentliche Rolle im Verkehr? Das ist eine gute Frage. Das hängt zum einen sicherlich von den Gesetzgebungen ab. Wie lange darf man so einen Motor bauen und wie entwickelt sich das in den nächsten Jahren weiter? Also ich sage mal, das jetzt heute zu sagen, was in 10 oder 15 Jahren passiert, ich glaube, da wäre man ganz schön visionär unterwegs und ich glaube, da kann man ganz schön daneben liegen. Das ist meine persönliche Einschätzung. Das werden sicherlich irgendwelche Professoren, die da Studien darüber machen, ein bisschen anders bewerten können. Meiner Meinung nach sollte man den Verbrenner aber nicht vergessen. Und man sollte halt die Kombination von Systemen nicht vergessen und natürlich auch die Alternativen, wie Wasserstoff und andere Antriebe, die natürlich vielleicht nicht so ganz uninteressant sind, Brennstoffzellen und verschiedene andere Sachen, synthetischer Kraftstoff und, und, und, da man nicht aus den Augen verlieren. Für mich wirklich eine sehr interessante Frage, die ich heute, glaube ich, nicht hundertprozentig beantworten könnte oder würde. Und ich glaube, selbst bei 50 Prozent schon schwierig ist. Ich glaube, dass es sicherlich über die nächsten 10 Jahre einen Verbrenner noch geben wird. In 20 Jahren? Gute Frage. Die Frage ist, welche guten Alternativen gibt es? Ja, ich meine, im Moment wird ja völlig ausgeblendet, dass es, dass die, ich sage mal, die modernsten Motoren, die da gerade gebaut werden oder gebaut wurden aktuell, die sind ja hocheffizient. Ja, jetzt reden wir doch einfach mal darüber, wie viel Energie verbrauche ich, um einen Elektromotor oder ein Elektroauto zu produzieren und wie viel Energie brauche ich, um ein Verbrennungsfahrzeug zu produzieren. Und dann gehe ich noch mal hin und schaue mir die Verbräuche an. Wie viel Strom verbraucht er? Wie viel Verlustleistung habe ich? Und wie lange hält die Batterie? Wie lange hält ein Verbrenner? Wie viel Kraftstoff verbraucht er? Wenn man das mal alles, glaube ich, gegengerechnet, ist der Benziner oder der Diesel heute noch die bessere Alternative. Gut, die Frage ist, was passiert in Zukunft? Gibt es irgendwann denjenigen, der die Superbatterie erfindet? Ja, dann ist es vielleicht elektrisch. Gibt es denjenigen, der den Superkraftstoff erfindet oder die Alternative zum Kraftstoff? Das sind alles Fragen. Ich glaube, jeder, der sich heute mit den Themen befasst und sich das alles anschaut, was da so gerade passiert, elektrische Turbolader, die nächsten Autos, die kommen, dann ist plötzlich keine Kupplung mehr drin oder kein Wandler mehr. Da ist dann ein Elektromotor drin. Ja, all solche Sachen, das sind ja alles Sachen, die komplett neu sind und auch dementsprechend Performance und Effizienz bringen. Und ich glaube, dass da in den nächsten Jahren ganz, ganz viel passieren wird. Aber nicht ganz unwichtig ist dabei die Politik. Wenn vorgeschrieben wird, wir dürfen nur noch elektrisch fahren und es ist das Thema, dann wird das so sein. Die Frage ist, ist das richtig? Und da sollten sich die Leute vielleicht auch mal richtig beraten lassen und ich sage mal, nicht nur irgendwelche Studien nehmen, die vielleicht schon ein bisschen überholt sind. Ja, ich will nicht zu sehr politisch werden, aber man kann schon durchaus so den Eindruck bekommen, dass teilweise da so mit so ein bisschen Scheuklappen durch die Gegend gelaufen wird und sich jetzt der Lichtstrahl oder der Blickwinkel so Richtung Elektro geht und links und rechts hat kein Anstoß. Elektro ist aber auch immer die Frage der Anwendung. Nochmal, wenn ich in Düsseldorf wohne und ich fahre einen elektrischen Smart oder ich bin in Monaco und lege Strecken zurück, 50, 60 Kilometer, habe relativ viele Autos in der Stadt, will meine Emission daraus haben, alles gut. Ja, aber jetzt nehmen wir mal den Außendienstler, der heute von Berlin nach München fahren soll. Ja, wie lange soll der denn an seiner Ladesäule stehen und wie effizient soll das ganze Thema denn sein? Ja, und dann ist es natürlich auch das Thema Infrastruktur. Also, wenn wir uns das Thema jetzt mal angucken, ich wohne in einer Straße, da sind mehr Familienhäuser. Ja, ich habe meine Garage nicht am Haus, weil ich an meinem Garten hinten keine Zufahrt habe, sozusagen. Das heißt, ich laufe 100 Meter zu meiner Garage, da ist ein Garagenhof, da ist aber kein Strom. Ja, und wenn man dann den Energieversorger fragt, kann ich bitte hier… Du musst ja anfragen inzwischen und Genehmigungen einholen, ob du verstromen darfst. Nein, nein, ob er das überhaupt kann. Und kann, ja. Hat die Trafostation in dieser Straße überhaupt genug Leistung, um das zu liefern? Ja, irrsinnig. Also, das ist ein Riesenthema. Ja, definitiv. Als letzte Abschlussfrage, da sind wir noch nicht so darauf eingegangen. Wann sitzt du das erste Mal in einem komplett autonomen Auto und wirst wirklich von A nach B gefahren? Vielleicht nur mit der Ansage, fahre mich zur Arbeit, fahre mich zum Einkaufen, was auch immer, ohne dass du wirklich darauf achtest. Also, zum einen liebe ich es selber zu fahren, da fängt es für mich schon mal an. Ich finde das Thema faszinierend. Also, wir haben ja auch gute Kontakte zum Bundesverkehrsministerium. Da habe ich auch schon mit Bekannten ein paar Gespräche geführt. Ich finde das Thema wirklich mega interessant, hoffe aber, dass das für mich in ganz weite Ferne persönlich rückt. Ich möchte das mal erleben, mir das mal anschauen, um mir ein Bild zu machen, weil ich möchte mich vor so Sachen nicht verschließen. Aber ich liebe es, Auto zu fahren und das möchte ich mir eigentlich nicht nehmen lassen. Deswegen finde ich das Angebot, dass man es macht, gut, dass das vielleicht für manche Zwecke auch Sinn macht. Vielleicht den Transport, den Transitverkehr von Waren oder anderen Sachen. Aber für mich persönlich, ich möchte gerne weiter Auto fahren. Ich stelle noch eine Zusatzfrage. Stell dir vor, du kommst abends aus der Kneipe, bist betrunken, alleine unterwegs und hast die Möglichkeit, mit einem autonomen Auto nach Hause zu fahren. Was glaubst du, wann das passieren wird? Wann ist es soweit? Na ja, da man ja niemals dem System komplett vertrauen sollte, sollte man das, glaube ich, auch nicht betrunken tun. Man sollte immer die Möglichkeit haben, nochmal eingreifen zu können. Meine persönliche Meinung. Jeder kennt das von seinem Computer, der mal irgendwann zwischendurch nicht richtig funktioniert. Wenn das sichergestellt ist, mag sich meine Meinung da ändern, aber noch wäre ich da eher skeptisch. Das ist wie das Handy, wo dann plötzlich auf einmal das Menü sich aufhängt. Und wenn das in so einem Auto passiert, glaube ich, das wäre nicht schön. Das wollen wir alle nicht. Ganz uncool. Okay, ich denke mir keine weitere Abschlussfrage in der Richtung aus für dich. Du Sven, super vielen Dank, dass wir uns unterhalten konnten. Du hast super viel Input gegeben, die ich jetzt so, ich kenne ja Brabus auch schon ewig als kleiner Junge hier mit der Motorshow groß geworden und immer in der einen großen Halle Brabus immer zwischen den anderen Tunern. Das war immer für mich legendär, dafür so viele Insights zu kriegen. Vielen Dank, dass du uns da so Rede und Antwort gestanden hast. Danke für die Möglichkeit und ich finde es einen tollen Podcast, sowas zu machen hier und sowas zu zeigen. Und mal, ich sage mal, die Themen auch mal von einer anderen Richtung, ich sage mal einfach sich anzuhören und Meinungen aufzunehmen. Vielen, vielen Dank. Super, alles klar. Dann verabschieden wir uns und ich sage bis demnächst. Macht’s gut. Ciao.