Einleitung

In der neuesten Episode von ‚Benzingespräche‘ gibt Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, spannende Einblicke in die Welt von Auto1.com. Gemeinsam mit Dennis Bielan, dem Geschäftsführer von Auto1.com Deutschland, beleuchtet er die Entwicklungen und Herausforderungen im digitalen Gebrauchtwagenhandel.

Die Anfänge von Auto1.com

Dennis Bielan, ein echtes Eigengewächs von Auto1.com, erzählt von seinem Werdegang und wie er Teil des Unternehmens wurde. Angefangen als Business Development Manager, hat er sich über die Jahre zum Geschäftsführer hochgearbeitet. Bielan beschreibt, wie er die Vision der Gründer Hakan und Christian verstand und mit Enthusiasmus Teil der wachsenden Firma wurde.

Auto1.com: Mehr als nur ein Gebrauchtwagenhändler

Obwohl Auto1.com oft als Gebrauchtwagenhändler bezeichnet wird, steckt viel mehr dahinter. Bielan erklärt, dass das Unternehmen datengetrieben arbeitet und den Gebrauchtwagenhandel durch digitale Lösungen effizienter gestaltet. Mit über fünfeinhalbtausend Mitarbeitern weltweit ist Auto1.com ein bedeutender Player in der Branche.

Persönliche Einblicke von Dennis Bielan

Bielan teilt seine persönliche Verbindung zur Automobilwelt. Aufgewachsen in Baunatal, einer Stadt mit einem großen Volkswagen-Werk, war der Einfluss der Automobilindustrie allgegenwärtig. Diese Verbindung zieht sich bis heute durch sein Leben und seine Karriere.

Die Zukunft des Gebrauchtwagenhandels

Im Gespräch mit Tim Klötzing diskutiert Bielan die zukünftigen Herausforderungen und Chancen im Gebrauchtwagenhandel. Auto1.com setzt auf innovative Technologien und datenbasierte Entscheidungen, um den Handel weiter zu revolutionieren und neue Standards zu setzen.

Fazit

Auto1.com ist ein Paradebeispiel dafür, wie digitale Transformationen traditionelle Branchen verändern können. Mit einem klaren Fokus auf Daten und Effizienz gestaltet das Unternehmen die Zukunft des Gebrauchtwagenhandels aktiv mit.


Show Notes & Key Takeaways

Themen:

  • Werdegang von Dennis Bielan
  • Die Rolle von Auto1.com im Gebrauchtwagenhandel
  • Digitale Transformation in der Automobilbranche
  • Persönliche Einblicke in die Automobilwelt
  • Herausforderungen und Chancen im B2B-Bereich

Key Takeaways:

  • Dennis Bielan ist ein Eigengewächs von Auto1.com.
  • Auto1.com ist mehr als ein traditioneller Gebrauchtwagenhändler.
  • Das Unternehmen setzt auf datengetriebene Lösungen.
  • Die Automobilbranche steht vor großen digitalen Veränderungen.
  • Persönliche Geschichten prägen die Karrierewege in der Branche.
  • Auto1.com hat eine globale Präsenz mit über 5.500 Mitarbeitern.
  • Die Zukunft des Gebrauchtwagenhandels liegt in der Digitalisierung.

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Benzingespräche – der Branche- und Personality-Talk der deutschen Automobilwirtschaft. Der Podcast für und mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind, erzählt zu werden. Es geht um neue und verschiedene Blickwinkel auf die Autobranche und persönliche Meinungen zukünftiger Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, Content-Creator und freier Automarketing-Berater. Herzlich willkommen zurück bei meinem Podcast Benzingespräche. Heute ist es kein reiner Podcast, wie ihr seht. Wenn ihr hört, seht ihr es nicht. Aber dann könnt ihr bei YouTube auch mal schauen, was wir da inzwischen auch so produzieren. Bei YouTube könnt ihr einfach nach meinem Namen suchen, Tim Klötzing, und dann werdet ihr es auch finden. Und ja, wen haben wir denn heute als Gast und wen besuchen wir heute und warum? Also, ich bin heute in Berlin. Ich bin zu Gast bei AutoEins.com und dem Team von AutoEins.com und meinem lieben Dennis Bielan. Hallo Dennis. Hallo Tim. Ja, klasse. Schön, dass ich hier bei euch sein darf, im Headquarter quasi von euch, von Headquarter Deutschland. Nee, auch globales Headquarter tatsächlich. Globales Headquarter. Oh. Ich fühle mich geehrt. Ja, und ihr seid ja auch ein digitales Unternehmen. Und ich genieße das immer, wenn man mal die Chance hat, so ein digitales Unternehmen halt auch mal physisch zu erleben. Und bin jetzt reingekommen und sitzen hier in einem tollen Raum. Man kann es anfassen. Hier arbeiten die Menschen, die machen und tun. Es sind keine digitalen Bots oder so. Das finde ich immer gut. Ja, ich meine, am Ende haben wir ja auch viel mit echten Assets zu tun, mit Autos. Also insofern, das, was wir hier handeln oder transferieren, das sind ja nicht nur Daten. Auch die haben viel mit dem zu tun, was wir tun. Aber dahinter stehen immer Autos. Die sind groß. Die müssen irgendwie von A nach B. Und dafür braucht es auch entsprechend Menschen, die dabei helfen, das zu tun und Kunden zu erreichen. Ja, wir beide kennen uns ja schon von etlichen Veranstaltungen. Sind, glaube ich, x-mal schon ineinander gelaufen. Haben uns gefreut, dass wir uns wiedersehen. Jetzt wollte ich aber auch mal… Ich glaube, ich habe ein bisschen länger gebohrt, weil ich wollte auch mal in Ruhe mit dir sprechen. Weil ich auch einfach… Ich nehme euer Unternehmen ja wahr. Jetzt bin ich natürlich nicht… Ich bin Marketer. Ich handel keine Autos. Deswegen habe ich Fragen. Und da habe ich doch mal angeregt, lass uns doch mal ein Special über euer Unternehmen machen und einfach mal so ein bisschen lernen, was auto1.com so genau macht. Und das ist auch schon die Überleitung im Endeffekt so für eine der ersten Fragen. Auto1.com, würde ich sagen, kennt im Grunde so jeder, aber nicht so richtig im Detail. Und da möchte ich drüber sprechen. Aber bevor wir das machen, ist mir immer auch wichtig. Wer bist du eigentlich, Dennis? Du bist jetzt seit zweieinhalb Jahren Geschäftsführer Deutschlands, Auto1.com. Du verantwortest da, glaube ich, einige Köpfe hier im Team. Und wie war denn dein Werdegang, bis du halt so eine Verantwortung hier übernehmen durftest? Ja, also ich bin ein klassisches Auto1-Eigengewächs. Also aus der Auto1-Fabrik quasi entsprungen. Ich habe vorher gar nicht großartig was gemacht. Ich habe vorher studiert. Bin dann zwar auch zwischendrin noch mal in einem Startup gewesen für ganz, ganz kurze Zeit. Und auch während des Studiums hatte ich irgendwie immer schon Berührungspunkte zur Startup-Branche. Aber Auto1 ist eigentlich dann mein erster richtiger Job gewesen, wenn du es so willst. Ich bin mit 23 hier reingekommen, 2015, und habe hier als Business Development Manager angefangen. Damals war die Firma noch kleiner, deutlich kleiner als heute. Heute sind wir fünfeinhalbtausend Mitarbeiter. Fünfeinhalbtausend global? Ja. Okay. Aber ich kann sagen, ein paar hundert Leute, die verantworte ich davon für den ganzen B2B-Bereich. Und ja, so bin ich irgendwie über die Jahre gewachsen. Ich hatte eigentlich immer diesen ganz klaren Plan, mache meinen Uniabschluss, gehe irgendwie in ein Startup. Dann gehe ich wieder zurück an die Uni, mache einen Master. Und dann gehe ich ins Investmentbanking oder in die Beratung. Das haben irgendwie auch meine Kumpels gemacht. Und das wird dir ja irgendwie auch so vorgeschrieben, dass du das als BWL-Student machen solltest. Naja, dann kam es halt anders. Und dann bin ich Gebrauchtwagenhändler geworden. So wie das dann eben ist. Also da gab es schon einige, die damals auch vor Dutz geguckt haben, weil uns kannte wirklich kaum jemand damals. Und ich glaube, viele, nicht nur meine Family, auch Freunde haben sich gedacht, was macht der da eigentlich? Und warum geht der da hin? Ich hatte dann die Möglichkeit, hier einen neuen Geschäftsbereich aufzubauen. Das, was wir heute Auto1 Remarketing nennen. Eine Vermarktungslösung für B2B-Partner und Zahlungnahmen, Leasingrückläufer und Co. über die Plattform zu verauktionieren. Und habe das dann im Prinzip von Grund auf mit aufbauen dürfen. Und bin dann schnell Teamleiter geworden. Dann bin ich Head of geworden. Dann irgendwann Director. Und dann hatte ich die große Ehre vor, wie du schon sagtest, zweieinhalb Jahren hier Geschäftsführer zu werden. Also ich habe da nie drauf hingearbeitet. Ich bin nicht als 23-Jähriger hier reingekommen und habe gesagt, ich werde hier mal der große Fuzzi. Auf gut Deutsch gesagt. Sondern ich habe, glaube ich, verstanden, was Hakan und Christian, unsere Gründer, hier eigentlich vorhaben. Und auch wenn es damals klein war, habe ich verstanden, was daraus werden kann. Und das hat mich irgendwie so mitgerissen, dass ich mich da richtig reingegangen habe. Und dann kam irgendwie der Rest so von allein. Klasse. Ich bin, glaube ich, ein etwas älteres Semester als du. Aber ganz knapp nur. Ganz knapp. Und wo du gerade erzählt hast, so studiert und Startup-Branche. Wenn ich fragen darf, aus welcher Stadt kommst du? Bist du Berliner? Bist du so klassisch Berliner, wo man studiert und dann sofort die Startup-Branche im Blick hat? Nee, nee. Und da ist auch der Brückenschlag eigentlich direkt zum Thema, wie komme ich zum Auto? Ich komme aus Baunatal. Jetzt ist die Frage, wem hier sagt Baunatal was? Ich habe es schon mal gehört. Ich glaube, einigen Automobilisten wird Baunatal was sagen. Das ist ein kleines Städtchen in der Nähe von Kassel. Und Kassel wiederum. Das sagt dir dann was? Und Baunatal ist vor allem dafür bekannt, dass es ein sehr, sehr großes Volkswagen-Werk hat. VW-Werk mit auch Originalteile, Center. Riesengroß. Und in Baunatal bin ich aufgewachsen. Auf dem Dorf. Das nennt sich Guntershausen. Das wird jetzt spätestens keinem mehr hier was sagen. Bin also Dorfkind und vom Dorf in die Großstadt gekommen. Das ist dann auch irgendwie ein Kultur-Clash. Wenn man dann hier in Berlin ankommt, als ich 2015 hier angekommen bin, hat mich das auch erstmal alles erschlagen. Aber mittlerweile muss ich sagen, ich fühle mich hier total wohl. Berlin ist eine tolle Stadt. Da kann man viel möglich machen. Hier hast du tolle Leute. Aber Baunatal, da sind meine Wurzeln. Und Baunatal ist halt auch echt eine Autostadt. Es ist wirklich eine Autostadt, die da ist. Ich weiß noch, in der Schule, ich glaube, mindestens jeder zweite Papa oder jede zweite Mama hat bei Volkswagen gearbeitet. Das hat mich also mein Leben lang befleitet. Okay. Ja, krass. Ist so der Übergang auch so. Ich würde schon sagen, dass ich ein Carguy bin. Also Auto spielt nicht nur beruflich eine große Rolle in meinem Leben. Ich bin da auch gerne mit unterwegs einfach. Bist du auch einer? Oder was hat dich, ich sag mal so, in die Autobranche gebracht, getrieben, wie auch immer? Also für Autos habe ich mich schon immer interessiert. Das ist, ob ich jetzt wirklich so richtig Benzin im Blut habe. Sei mal dahingestellt, ich könnte dir jetzt nicht sagen, welche Kinderkrankheiten bei welchem Auto aus welchem Jahrgang auftauchen. Es gibt ja wirklich manche Leute, die haben eine Datenbank im Kopf. Bin ich mal total beeindruckt, was sie nicht alles abspulen können. Das habe ich nicht. Ich interessiere mich aber wahnsinnig für Autos und für die Branche. Und natürlich auch als Kind auch schon immer viel mit Autos irgendwie gespielt zu tun gehabt. Und das hat einen irgendwie nie losgelassen. Dass mich das jetzt beruflich wieder so eingeholt hat, das war nicht unbedingt geplant. Das war mehr so ein Zufall. Und dass ich jetzt heute Gebrauchtwagenhändler bin. Also meine Mutter muss immer schmunzeln, weil ich irgendwie mit drei Jahren schon auf ein Kilometer Entfernung bei jedem Kühlergrill sagen konnte, welche Marke, welches Modell. Und jetzt bin ich irgendwie Gebrauchtwagenhändler geworden. Das ist irgendwie verrückt. Ich finde das so schön, dass du Gebrauchtwagenhändler sagst. Für mich ist Auto1.com halt, ja, du hast natürlich irgendwo recht, aber ich würde es halt nie so formulieren. Es gibt immer zwei Pitches. Du kannst sagen, wir sind eine Digital Company und wir sind eine datengetriebene Company und wir digitalisieren Gebrauchtwagenhandel und machen vieles effizienter. Nun habe ich aber mit der B2B Welt zu tun. Also ich habe jeden Tag mit Autohändlern zu tun. Das sind meine Kunden. Und ich habe, glaube ich, das auch selber irgendwann einfach so angenommen, dass ich sage, ich bin Gebrauchtwagenhändler, Punkt. Ich mache das vielleicht hier und da ein bisschen anders, über andere Tools und andere Wege, die wir hier einschlagen, aber im Herzen bin ich Gebrauchtwagenhändler. Es ist auch für manche viel verständlicher. Sagen wir mal so, nicht im Business-Bereich, sondern wenn du vielleicht mal außerhalb des Businesses irgendwie einem den ersten Pitch gibst, dann ist es scheinbar erst mal so ein bisschen stumm. Es ist immer ganz witzig, wenn ich so beispielsweise jetzt in der Kita mit meinem Sohn, dann lernt man da irgendwie die Eltern kennen oder dann gibt es irgendwie so Vorstellungsrunden beim Elternabend oder so. Dann siehst du, dann sagt der eine, ja, ich bin Jurist. Der nächste ist dann Arzt. Die nächste ist Projektmanagerin oder Firmeninhaberin. Und dann bin ich dran und sage, ich bin Dennis und ich bin Gebrauchtwagenhändler. Und klar, es hat man schon so ein Image. Wenn man nicht in der Branche ist, dann denken die Leute immer, ich bin irgendwie auf so einem Schotterplatz in einem Container und handel da Autos. Da muss man drüberstehen. Und ich spiele natürlich auch ein Stück weit mit diesem Narrativ und mit dieser Wahrnehmung und mache mich da, habe da jetzt kein Problem mit, dass dann der Jurist neben mir selbstbewusster ist. Da muss ich eine ganz kleine Anekdote einbauen. Ich war mal im Skiurlauf mit guten Freunden und da war noch jemand bei, der so halb nur in die Truppe gehörte. Und einer von denen war auch in der Autobranche, hat mit Auktionen zu tun gehabt und hat in seinem Leben nicht nur 10.000, sondern 100.000 von Autos über die Jahre halt verkauft. Und die Person, die neu dabei war, hat das irgendwann so spitz gekriegt, aber nicht, welches Ausmaß das hat. Und dann sagte dieser Neue so, er wird auch mit Autos handeln. Wie viel machst du denn so? Und der hat sich erst mal gar nicht so davon gepitscht gefühlt, aber der hat nicht aufgehört. Und dann hat er halt irgendwann gesagt, ja, weiß ich nicht, ein paar 100.000. Und der Neue so, äh, äh, oh, Telefon. Ja, das war echt süß, ne? Die Beteiligten, der eine hört es vielleicht, der andere nicht, aber ist nicht schlimm. Aber das fiel mir gerade dabei ein. Schön. Welchen Elevator-Pitch jetzt B2B macht auto1.com? Was machst du denn, wenn du auf jemanden triffst, der euch vielleicht nicht so richtig zuordnen kann? Ja, ich sitze ja meistens vor Autohändlern oder auch vor Autoherstellern oder Vermietern oder Leasinggesellschaften auch. Ich sage immer, auto1.com ist Europas größte Gebrauchtwagenhandelsplattform. Wir sind in mehr als 30 Ländern aktiv. Wir haben über 60.000 angeschlossene Partnerhändler in diesen 30 Ländern, was echt eine Menge ist, die tagtäglich bei uns zukaufen und auch teilweise über uns vermarkten. Wir haben immer über 30.000 Fahrzeuge in unserem Bestand. Das heißt für dich als Autohändler, der bei uns zukauft, du kannst sehr skalierbar und breit gefächert bei uns auf eine einfache Weise Autos kaufen. Wir lösen also in gewisser Weise damit ein Beschaffungsproblem und zeigen eine Menge Fahrzeuge jeden Tag. Und die musst du natürlich auch digital und prozessual managen. Und ich glaube, das Wichtigste dabei ist, dass man das den Händlern so einfach wie möglich macht. Egal wo du sitzt, egal wo das Auto ist, für dich muss das keine Rolle spielen. Du musst in einer Auktion gewinnen und kriegst das Auto dann zu dir auf den Hof geliefert. Das ist das, was zählt. Zusätzlich bieten wir noch eine Remarketing-Lösung an, über die große Handelsgruppen, Leasinggesellschaften, Vermieter, OEMs und Co. Fahrzeuge vermarkten können über unsere Plattform. Okay, jetzt hast du so Elevator-Pitch. Hast du direkt mit welches Problem löst ihr aneinandergehangen, als würdest du meine nächste Frage kennen? Nochmal so, weil viele, die zuhören, sind im Autohandel wirklich tätig. Und wenn jemand sich jetzt, oder wenn die vielleicht auch schon mit Auto1 Kontakt haben, aber vielleicht noch nicht so richtig damit arbeiten, würdest du ganz plastisch sagen, wie helft ihr dem Auto an? Ja, ganz flach. Ich glaube, da musst du zwei Seiten betrachten. Du musst das Thema Beschaffung betrachten und du musst das Thema Vermarktung von B2B-Ware in Zahlungnahmen, Rückläufer und Co. betrachten. Bei der Beschaffung ist es natürlich eine Herausforderung, für Händler an Ware zu kommen, konstant. Gebrauchtwagen ist ein Trendthema über die letzten Jahre geworden und wird es immer mehr werden. Da können wir später gerne nochmal genauer darauf eingehen. Und insofern muss ich Ware erstmal finden. So, wie mache ich das? Soll ich mich jetzt auf die Straße stellen und irgendwie einen nach dem anderen ansprechen? Oder logge ich mich morgens auf auto1.com ein und sehe 30.000 Fahrzeuge und kann sie skanierbar zukaufen und das jeden Tag. Das heißt, diese Art von Verfügbarkeit, auch in der Menge, jeden Tag diese Auswahl zu haben, jeden Tag was zu finden, ist was, was wir lösen. Ist die Menge auch Spannweite? Also ich sage mal vom VW ab bis zum 7er BMW? Ja, alles. Also das ist wirklich von bis, also auch von verunverhaltenen Fahrzeugen bis wirklich sehr hochwertige Premium-Ware. Da ist eigentlich alles dabei. Mittlerweile auch sehr viele gebrauchte Elektrofahrzeuge tatsächlich. Also auch die kommen immer mehr zu uns. Spannend, wo die hingehen. Für uns sehr spannende Dynamik. Und das zweite Problem, was wir lösen aus Sicht eines Händlers oder aus Sicht eines Vermieters, ist das Thema Vermarktung. Ich klicke Fremdfabrikate als Entzahlungnamen rein. Ich habe Leasingrückläufer. Generell B2B-Ware, Ware, die einfach auch über eine bestimmte Laufleistung oder über einen bestimmten Alter liegt, die nicht Teil meiner Verwendungsentscheidung B2C ist, die muss ja tendenziell irgendwo hin. Ab einer gewissen Größe funktionieren vielleicht auch nicht mehr zwangsläufig lokale Aufkäufernetzwerke. Und da bedarf es natürlich Auktionsmodellen, die eine gewisse Reichweite haben. Und Zugang zu geben zu 30 Ländern und 60.000 Partnerhändlern, die auf deine Ware bieten, egal wo du sitzt, ist natürlich ein Riesenvorteil. Denn wir sind, um das nochmal einzuwerfen, immer dein Vertragspartner. Ist der Höchstbietende auf dein Fahrzeug aus Rumänien oder aus Schweden oder aus Portugal? Spielt das für dich überhaupt gar keine Rolle? Wir zeigen die Plattform in allen Ländersprachen, in diesen 30 Ländern. Ich glaube, es sind insgesamt etwas über 20 europäische Sprachen, die wir haben. Genau weiß ich es gerade nicht. Und dann haben wir lokale Teams, die das eben auch supporten. Okay, krass. Also das macht wirklich ja nicht an der nationalen Grenze dann einfach Schluss. Das ist dann wahrscheinlich auch ein Schlüssel, wenn ein Fahrzeug im ganz lokalen Markt, beim Händler vor Ort halt, ich sage jetzt mal nicht funktioniert. Wenn es in Deutschland möglicherweise nicht funktioniert, du hast gerade auch Elektroautos angesprochen, die möglicherweise, wenn wir als Beispiel in Deutschland schon so den ersten Rush zurückkriegen und der hier sich im Moment aufgrund der allgemeinen Situation schwierig gestaltet, dann könnt ihr halt international das trainen. Genau. Das ist auch, glaube ich, eine unserer Kernkompetenzen. Wir nennen es dann Cross Border. Wie viele Fahrzeuge verlassen das jeweilige Land? Also auch Fahrzeuge, die aus Frankreich heraus verkauft werden, aus Spanien heraus. Wir sind ja überall auch vertreten mit An- und Verkauf, zumindest größtenteils. Haben wir eine sehr hohe Exportdynamik, die wir in Europa sehen. Bei Elektrofahrzeugen natürlich noch mal viel mehr. Ich glaube, da sind es deutlich über 70 Prozent, wenn ich mich nicht irre, die das jeweilige Land verlassen. Und dann geht natürlich größtenteils nach Skandinavien. Aber es gibt auch jetzt Überraschungsländer, wie beispielsweise Portugal, die massiv gestiegen sind im Sourcing von Elektroware. Hat dich auch so nicht auf dem Schirm. Okay, ohne da ins Detail zu gehen. Aber ihr seht schon anhand der Daten, wie die nationalen Fahrzeugströme international gehen. Ich komme gerade drauf, weil ich habe gerade so aus der deutschen Brille heraus, wer weiß, wie viele Fahrzeuge nach Frankreich gehen. Aber es gehen ja auch französische Autos nach Deutschland. Nicht so viele, weil ich kann schon sehen, dass Autohändler in Deutschland gerne auch deutsche Ware kaufen, die in Deutschland steht oder zumindest Herkunftsland Deutschland hat. Da ist noch eine sehr geringe Bereitschaft da, würde ich sagen, international zuzukaufen. Das trauen sich viele vielleicht noch nicht, weil vielleicht gibt es Vorbehalte bei der Qualität oder ähnlichem. Aber das können wir möglich machen, weil es soll für dich als Händler gar keine Rolle spielen, wenn du in Berlin sitzt und wir haben ein Fahrzeug angekauft, in beispielsweise Paris oder in Amsterdam. Dann sollte das für dich absolut keine Rolle spielen, weil du sie Transportkosten kriegst, das Fahrzeug in wenigen Werktagen zu dir geliefert und du kannst möglicherweise sogar noch vom lokalen Ankauf Niveau profitieren und hast eine höhere Marge in deinem Land. Ja, das ist ja genau so ein Asset. Auktionshandel, Transport organisiert ihr dann? Ja, du musst am Ende jegliche Friktion eigentlich aus dem Prozess rausnehmen, auch was steuerliche Themen beim Export betrifft. Du musst das alles lösen und es dem Kunden so einfach wie möglich machen. Und dann kannst du natürlich auch in dieser Größenordnung mit hunderttausenden Fahrzeugen, die wir handeln, arbeiten. War wahrscheinlich in der Sonnenplattform entwickelt, sehen wir von heute auf morgen. Und da war ja wahrscheinlich, du sagst gerade Friktion, Störungen im System, das war ja wahrscheinlich nacheinander hat man sich immer noch eine Störung im System vorgenommen. Es war wahrscheinlich dann jeweils immer ein bisschen schmerzhaft, das zu regeln. Aber wenn das einmal dann seamless, also durchgängig geht, ist natürlich geil. Ich glaube, ich bin aber kein Gebrauchtwagenhändler oder Autohändler, ich glaube, dass das viele nicht in der Tiefe so wissen. Ist nur meine kleine Vermutung, weil ich höre, ich habe viel mit Händlern zu tun. Und das Thema Gebrauchtwagen, sagtest du, kommt immer mehr aufs Tableau, wenn man so möchte. Und ich merke, dass dann immer noch viele so strugglen. Ja, wir kaufen jetzt mehr zu. Und der Satz impliziert ja schon, es ist noch keine Lösung da. Und deswegen ist es gut, dass wir darüber sprechen. Ich glaube, viele diversifizieren sich ja auch, was ihren Gebrauchtwagenbestand betrifft. Und den Trend siehst du ja vor allem auch im Vertragshandel gerade. Also es ist auch ein notwendiger Trend, weil jetzt mal Agenturmodell hin oder her und das pausiert jetzt alles ein bisschen. Und mal gucken, wo da die Reise hingeht. Aber wenn die Reise Richtung Agenturmodell geht, ist es extrem wichtig, sich auch als Gebrauchtwagenhändler einen Standbein aufzubauen. Und dann musst du das Knowledge haben. Dann musst du auch die Fazilitäten haben, um die irgendwo zu lagern. Du musst vielleicht auch eine White-Label-Brand bauen, weil viele dich als Marke vielleicht mit Neuwagen identifizieren und mit einer bestimmten Marke. Und jetzt kommst du an und gehst in die Breite und sagst, gut, ich bin BMW-Händler und ich habe jetzt bei mir auch irgendwie Ford. Und ich glaube, deswegen erwischen wir da auch ein gutes Momentum, um für viele da zu sein und auch in gewisser Weise mit unseren Teams eine Beratungsleistung zu erbringen, die richtige Ware zu finden. Wir haben ja, es ist schon ein menschengesteuertes Geschäft. Also im Autohandel menschelt es. Das ist so. Beim Kunden, aber auch in der B2B-Beziehung. Und wir haben Vertriebsteams, wir haben mehrere hundert Leute in diesen 30 Ländern, die alle als Ansprechpartner für unsere Kunden fungieren. Das heißt, auch in Deutschland hat jeder unserer Kunden einen festen Ansprechpartner. Das ist nicht eine Hotline oder irgendwas und die telefonieren. Also Händler, die bei uns wirklich sehr, sehr viel Ware zukaufen im Monat, die telefonieren dann jeden Tag mit ihrem Account Manager oder Senior Account Manager und sprechen darüber, was sie heute zukaufen können, was vielleicht gerade wie gut abfließt. Also da sind wir auch irgendwie Partner, Berater, wie auch immer du es schimpfen möchtest. Wo wir bei dem menschlichen Faktor sind. Wie sieht so konkret eine Zusammenarbeit aus? Ein bisschen hast du gerade angerissen. Und mit welchen Tools arbeitet ihr? Oder ist es quasi ein Tool, was alles erschlägt? Und vielleicht kannst du da das auch nochmal plastisch machen. Ja, also zum Punkt eins zur Zusammenarbeit ist es sehr wichtig, einen telefonischen Kontakt zu unseren Kunden zu haben, zu den Händlern. Das heißt, von Beginn an weißt du als Händler, wer ist dein Ansprechpartner. So, kennst den mit Vor- und Nachname, E-Mail-Adresse, Telefonnummer. Und dann probieren wir natürlich eine Beziehung aufzubauen, Vertrauen zu schaffen, um gewisse Vorbehalte abzubauen, um auch dafür zu sorgen, dass sich jemand traut, online skalierbar zuzukaufen. Vielleicht wollen auch einige Händler immer noch Ware irgendwie vor Ort sehen, im physischen Auktionszentrum. Das kann man nun nicht bieten. Und zum Punkt zwei, das ist am Ende eine Plattform. Das ist eine Website und am Ende aufgebaut wie ein Shop. Du siehst in verschiedenen Auktionskanälen oder Zukaufskanälen die Ware. Kannst dann auswählen, möchtest du in unserer 24-Stunden-Auktion Fahrzeuge in der Auktion teilnehmen. So, jetzt habe ich das Wort gefunden. Und da mitbieten. Möchtest du im Sofortkaufen-Bereich zum Festpreis kaufen? Möchtest du in unseren Händlerauktionen B2B-Ware skalierbar zukaufen von Leasinggesellschaften, Vermietern, Handelsgruppen und Co.? Also, es gibt unterschiedliche Möglichkeiten. Da hast du natürlich viele intelligente Tools, also von Filtermöglichkeiten über, jetzt haben wir seit Neustem KI-gestützte Fahrzeugempfehlungen. Das ist ein echt cooles Feature. Und so bewegst du dich dann eben in so einem Raum, in so einem Online-Raum am Ende mit dem Support am Telefon, mit deinem Ansprechpartner. Du kannst auch komplett autonom bei uns zukaufen, wenn du nicht willst, dass wir regelmäßig quatschen und sagst, ich bin Profi, ich mache das, ich weiß, was ich zu tun habe. Kein Thema. Wir werden niemanden belästigen. Und wenn du dir das aber wünschst, dass jemand da ist, auch im Falle von Liefervorzug, Reklamationen, all diese Themen, die eben passieren können, die auch dazugehören im Großhandel, dann sind wir eben da. Okay. Was mich noch interessiert, wie ist denn so eure Kundenstruktur oder dein Wunschkunde? Jetzt hast du wahrscheinlich eher den Fokus Deutschland. Wir strahlen auch auf Deutsch aus, also in Deutschland. Also, die Kundenstruktur ist, würde ich sagen, sehr breit gefächert. Klar, wenn du eine Großhandelsplattform bist, die viel Einzelware anbietet, dann hast du wahrscheinlich eher einen größeren Fokus bei freien Händlern, die bei uns zukaufen. Das ist definitiv die Mehrheit. Aber wir sehen, dass Vertragshändler mit einer der stärksten wachsenden Kundengruppen sind, aus den genannten Themen eben auch heraus. Und das sind eigentlich so die zwei Arten. Von der Größe ist es auch sehr unterschiedlich. Also, wir haben Händler bei uns, die mehrere hundert Fahrzeuge im Monat kaufen. Ja, also wirklich groß, groß, groß, auch große Ketten, die man kennt. Aber wir haben auch sehr viele, die wirklich sehr vereinzelt mal ein Auto im Quartal nur kaufen oder eins im Monat, weil sie jetzt nicht den größten Hof haben. Aber für die sind wir eben eine willkommene Option. Ja, das sind oft ja Ein-Personen-Betriebe, Ein-Zwei-Personen-Betriebe, die jetzt auch nicht in der Republik rumfahren können und irgendwie jetzt diverse Online-Anzeigen durchforsten können, Kunden besuchen können. Die bestellen sich die Gebrauchtwagen quasi bei uns. Kennst du noch diese alte RTL-Folge mit den Gebrauchtwagen-Profis? Das lief aber nach der Formel 1 so zwei, so ein Schotter-Händler in Köln mit so zwei Typen. Ja, da klingelt was. Ich weiß nicht mehr, wie es heißt, aber vielleicht wisst ihr das ja, wie es heißt. Ich stelle mir gerade vor, wie deren Geschäft damals gelaufen wäre, hätten die euer Tool. Wenn da irgendeiner so auf den Hof läuft, das war ja immer so, da kommt einer auf den Hof und da wurde immer irgend so ein Auto verkauft, was gerade da war und dann könnten die so und die machen so zack, zack, zack, ich verkaufe dir, was weiß ich, einen Twingo. Der dauert nur zwei Tage, der kommt aus Griechenland. Ja, genau. Ja, also ich glaube, die hätten auf jeden Fall mit uns und durch uns deutlich stärker wachsen können und das ist auch etwas, was wir über die Jahre sehen. Wir haben bis heute Händler, die seit Gründungsjahr teilweise bei uns zukaufen, 2012, 2013 und wo wir sehen, wie stark die gewachsen sind. Also die haben ihre Plätze vergrößert, teilweise mehrere Filialen mittlerweile eröffnet. Klar, weil wir es ermöglichen, skalierbar so viel Ware zuzukaufen. Und das ist, glaube ich, ein Riesenpunkt für viele, die diesen Zugang eben nicht unbedingt immer hatten oder eben haben und das Personal vielleicht auch nicht haben, damit auch Wachstum zu erzeugen. Okay. Ihr seid jetzt ein großes Digitals-Unternehmen, auch wenn hier fünfeinhalbtausend Menschen all over arbeiten, die Zahl kannte ich übrigens nicht. Ich bin sehr beeindruckt gerade. Kannst du was über eure, ich sag mal, aktuellen Entwicklungen und euer Angebot nochmal so ein bisschen plastisch machen? Was ist denn so der heißeste Scheiß? Ja, der heißeste Scheiß ist sicherlich unsere Auto1-Finanzierung, die wir letztes Jahr im Oktober schon in Deutschland eingeführt haben, auf sehr kleiner Flamme und dann dieses Jahr in die Vollen gegangen sind, wo wir eine Finanzierungslösung für Autohändler anbieten. Das ist quasi eine Kreditlinie integriert auf auto1.com, mit der du Fahrzeuge, die du bei uns kaufst oder wo du Hilfsbietender bist, direkt einfinanzieren kannst. Das ist wirklich heißer Scheiß, weil das ist eine verdammt innovative Lösung und vor allem ist es eine Lösung, wo du kein Eigenkapital einsetzen musst. Du kannst also nach der Auktion direkt das Fahrzeug mit der vollen Summe, mit Transportgebühren, mit allen Zusatzgebühren einfinanzieren. Kein Kapitaleinsatz. Quasi Einkaufsfinanzierung. Ja, Einkaufsfinanzierung, genau. Du musst aber eben kein Eigenkapital zwischenfinanzieren, wie es oft ist und das nutzen unfassbar viele Händler. Wenn ich das so sagen darf. Wir rollen das jetzt auch aus. Frankreich kam dann nach Deutschland dran dieses Jahr. Jetzt gerade rollen wir Belgien und Niederlande aus. Also das sind irgendwie diese geilen Ideen, woran man gerne arbeitet, wo man sieht, das mögen die Kunden, da haben sie Spaß dran. Das enabelt unsere Kunden, das sorgt für Wachstum, das ist Win-Win für alle und das ist eins. Das zweite hat mit dem Remarketing-Bereich zu tun. Wir haben einen neuen Auktionskanal dieses Jahr eingeführt, der nennt sich Händler-Auktionen, wo wir Ware von B2B-Einlieferern in Blöcken zusammenfassen können, auch mit Label und Logo speziell bewerben können und damit ein bisschen besser in der Lage sind, B2B-Ware zu clustern und zu vermarkten, zu bewerben. Das heißt, wenn ich jetzt großer Einlieferer bin, sagen wir mal, ich bin großer Vermieter, ich möchte 100 Autos vermarkten, dann kann ich einen eigenen Auktionsblock quasi generieren auf autoeins.com, der zu einem bestimmten Datum eine Hotbit-Phase hat, wo dann ein Auto nach dem anderen durchläuft. Damit haben wir nicht das Rad neu erfunden, das möchte ich auch sagen, aber es ist auf autoeins.com ein Novum und wir haben sicherlich das Rad ein bisschen runder gemacht, wie man B2B-Ware international verauktionieren kann. Okay, wenn wir schon bei solchen Themen sind, wir sind jetzt Ende 2024, jetzt gucken wir ein bisschen in die Zukunft, Blick auf die Autobranche 2025. Welche Herausforderungen und Chancen siehst du denn für den Autohandel? Also ich glaube, wir sind in einer sehr transformativen Phase gerade. Mal wieder, genau. Also man muss auch echt sagen, es wird ja auch gerne mal gemeckert, aber was dieser Autohandel hier seit 100 Jahren macht, ist ja echt schon krass. Also was, wie viele transformative Phasen es da schon gab, wie viele Krisen es gab, wie viele überwunden wurden und wie dieser Handel auch irgendwie immer stärker rausgegangen ist, ist ja schon beeindruckend. Das mal als Disclaimer. Aber die Herausforderungen, die ich sehe, kommen aus verschiedenen Richtungen. Du hast einmal klar das Antriebsthema und vor allem leider Gottes da auch das Fragezeichen. Verbrenner, Elektro, Marktanteile, das ist das eine. Du hast veränderte Vertriebsstrukturen, Agenturmodelle, die eigentlich hätten kommen sollen, jetzt aber teilweise nicht kommen oder in geänderter Form. Und ich glaube, das sorgt auch für eine gewisse Unsicherheit. Das wiederum sorgt aber auch dafür, dass Gebrauchtwagen eben dieses Trendthema wird. Und ich glaube, viele haben es erkannt, viele haben es wirklich erkannt, gehen da voll rein. Und ich glaube, man sieht auch bei einigen Handelsgruppen, wie erfolgreich das aufgehen kann. Und dann haben wir natürlich noch in gewisser Weise chinesische Hersteller, die auf den deutschen Markt kommen. Und die sehe ich jetzt gar nicht unbedingt als Bedrohung, weil als Händler spielt es keine Rolle. Ich kann die ja mit reinnehmen ins Portfolio und haben viele gemacht. Fraglich ist eben nur, welche Marke etabliert sich wie gut? Und ich glaube, das ist ein großer Faktor. Die Zusammenarbeit zwischen Hersteller und Händler-Netz, wie gut funktioniert die? Und ich glaube, ohne jetzt da Marken und Namen nennen zu wollen, da gibt es definitiv einige chinesische Marken, die das ganz toll machen, wo das gut funktioniert. Es gibt welche, wo es ein bisschen stottert. Also das sind irgendwie so die Faktoren, die, glaube ich, auf den Autohandel gerade einprasseln. Nebst klassischen Faktoren wie Personalnot, die auch irgendwie immer weiter zunimmt. Ja, schon Druck von vielen Seiten. Und ein Freund aus der Branche sagte, das können wir jetzt lange darüber diskutieren, aber ist so das New Normal? Es ist das New Normal und man kann sich darüber aufregen oder man kann einfach machen und überlegen, wie man da irgendwie an Lösungen arbeitet, um da jetzt gestärkt herauszugehen. Ich glaube, wir haben einen verdammt mutigen Autohandel in Deutschland. Wir haben verdammt mutige Akteure dahinter, die sich viel trauen und vor allem auch viele, die trotz der Unsicherheit gerade, Geld in die Hand nehmen und investieren. Und das zu sehen, finde ich klasse. Und ich glaube, genauso muss man auch vorgehen, weil jetzt geht die Flucht nach vorne. Ich würde zu meiner Abschlussfrage kommen, die heute fragend sind. Ich habe zwei aufgemacht und mitgebracht, weil die eine, ich habe gehört, ich muss die stellen, dann tue ich das auch nach wie vor. Die andere ist immer so ein bisschen persönliche Meinung, weil das ist immer eine persönliche Wertung drin. Welche ist deiner Meinung nach die, ich sage mal, aktuell so die innovativste Entwicklung im oder für den Gebrauchtwagenhandel oder Autohandel? Ja, das ist schwer. Also ich sage mal, welche, anders gesagt, welche Entwicklung, welche Innovation brauchen wir? Und das ist jetzt vielleicht eine etwas exotische Antwort, aber wir brauchen bezahlbare Neuwagen. Und das ist vielleicht jetzt gerade in der Phase auch in gewisser Weise Innovation. Und ja, die wir benötigen, weil ich glaube, daran hapert es und ich glaube, das ist auch ein großes Thema für viele Händler in Deutschland, die damit einfach Herausforderungen haben, zu kämpfen haben mit Preisstellungen im Neuwagen-Segment. Ansonsten, glaube ich, hast du viele Trends, auf die man schauen kann, wenn wir über Innovation sprechen. KI ist irgendwie in aller Munde, gibt auch schon einige Händler, die KI-gestützte Chatbots auf ihren Webseiten integriert haben, weil ich glaube, häufig ist es für Endkunden nicht so einfach, zu navigieren, sowohl online im Autohaus als auch offline und damit KI zu arbeiten und dem Kunden zu ermöglichen, schneller zum Ziel zu kommen, was den Service betrifft. Ich glaube, ein großes Thema. Alle Formen von Preisanalysen, die auch immer mehr jetzt auf KI basieren und Machine Learning, finde ich hochgradig spannend. Da sind wir ja auch sehr stark drin, haben wir auch seit geraumer Zeit, veröffentlichen wir auch jeden Monat unseren Auto-Eins-Preis-Index, haben wir einen riesen Pricing-Datenbank, bieten selber auch Tools an für Händler, Fahrzeugpreise, Transaktionspreise jeden Tag zu ermitteln. Ich glaube, alles rund um dieses Thema Pricing ist hochgradig spannend. Ich glaube, dabei kann man es belassen. Aber ich glaube, bezahlbarer Neuwagen ist echt eine Innovation, die wünsche ich mir für die Arrange. Da bin ich so komplett bei dir. Und auf der anderen Seite, die Barpreise, die sind Wahnsinn. Und dann, ich war gestern noch bei einem Händler, jetzt sage ich die Marke mal bewusst nicht, aber da war ein Modell genannt, was so ein Businessliner ist und dann wurde irgendwie gesagt, der scheint jetzt wohl auch mal wieder unter 200 Euro zu rutschen. Und ich denke so, wie? Oder der klassische Golf GTI für 49 Euro. Da fragt man sich so, was passiert da? Und das kann es ja auch kaum, nee, sagen wir mal so, das muss ja keinem Kunden erklären, der sieht den Preis, alles ist gut. Nur, wenn der Wagen dann mal wieder 250, 350, 400 Euro kostet, was ja eigentlich eine realistische Spanne ist, dann hast du den Kunden halt einmal versaut und den wieder einzufangen, ja, ist ja natürlich eine schwierige Sache. Okay, der Klassiker. Wann sitzt du das erste Mal in einem komplett autonomen Auto? Und ich hole nochmal aus, von A nach B, keine Ausrede in Deutschland, weil die Ausreden waren in meinen Folgen interessant, die ich gehört habe. Deswegen sage ich wirklich, A nach B, setz dich rein und liest Zeitung und lässt dich fahren. Ja, also hättest du es jetzt nicht konkretisiert, hätte ich auch gefragt, meinst du in Europa oder in den USA? Oh, machen wir es ganz hart in Berlin. In Berlin, ja. Ja, weil ich glaube, du hast einfach in der EU ein Thema mit autonomem Fahren und den Zulassungen und allem Drum und Dran. Ich glaube, dass es das teilweise etwas herausfordernd macht. Das ist nicht so einfach wie in San Francisco, wo, glaube ich, diese Waymo-Taxis rumfahren. Es ist in San Francisco. San Francisco. Da ist ja nicht weniger los in der Innenstadt, würde ich sagen. Das ist schon beeindruckend zu sehen. Also wirklich cool. Also ich glaube, in Berlin sitze ich in einem autonomen Fahrzeug, was mich wirklich ohne Fahrer von A nach B bringt, nicht vor 2035. Nicht vor 2035. Daran glaube ich nicht. Wir haben zwar jetzt die ersten Zulassungen bei Mercedes-Benz und ich glaube auch BMW. Gups Markennennung, sorry. Aber wenn wir über autonomes Fahren sprechen, ich glaube, das sind die beiden Vorreiter. Aber vor 2035 sehe ich das nicht. Ich sehe zu viele Herausforderungen, die einerseits mit der Zulassung zu tun haben. Ich sehe Herausforderungen, wie unsere Straßen vielleicht auch gebaut sind, in welchen Gegenden das möglich ist. In Berlin geht das noch am ehesten vermutlich. Also es würde mich freuen, wenn es früher passiert. Keine Frage. Ich bin noch nie in einem autonomen Auto. Bist du schon mal in einem gefahren? Komplett? Nein. Ich finde es auch irgendwie ein bisschen unheimlich. Ich bin hin und her gerissen, sage ich dir ganz ehrlich. Wenn ich auf der Autobahn fahre oder längere Landstraßen, die nicht unbedingt HTS-Kurven und so haben und ich bin im Geiste beschäftigt, also ich habe auch ein Fahrzeug, was sehr viel kann und dann stelle ich es ein und bin damit echt happy. Auf der anderen Seite mache ich es gerne aus und fahre so, wie ich will. Aber die Experience würde ich ganz gerne machen und ich werde wahrscheinlich Anfang nächsten Jahres irgendwann mal in China sein. Vielleicht gibt es da schon, dass man das mal testen kann oder so. Das würde mich schon interessieren. Allein die Aufnahmen, wenn nur der Beifahrersitz besetzt ist und da fährt ein Auto durch die Stadt. Schon spooky. Ja, da hat man irgendwie so ein mulmiges Gefühl, dass das alles funktioniert. Du weißt ja auch nicht, wie reagiert so ein Fahrzeug, wenn andere Verkehrsteilnehmer nicht regelkonform reagieren. Und ich glaube, das ist so die größte Angst, die viele haben. Aber langfristig, also schauen wir jetzt irgendwie 20, 30, 40 Jahre in die Zukunft, glaube ich kommst du nicht mehr drum herum. Die Welt wird autonom sein. Öffentliche Verkehrsmittel werden größtenteils autonom fahren. Da glaube ich ganz fest dran, dass das so passieren wird. Okay. Ja, Dennis, ganz herzlichen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast und jetzt auch in dem Video-Podcast, da gehört immer ein bisschen mehr Technik zu, dass das Setting hier so stimmt. Vielen Dank auch an alle, die so dabei sind. Hat mir ganz viel Spaß gemacht. Ich konnte da wieder eine Menge mitnehmen und bei mir fängt dann immer im Kopf irgendwie Pingpong. Ich kenne auch wen, der glaube ich nicht mit euch zusammenarbeitet. Den muss ich mal sagen, guckt ihr das an und da könnt ihr vielleicht noch irgendwie Hilfestellung leisten. Aber genug. Vielen Dank fürs Zuhören. Vielen Dank fürs Zuschauen. Es war mir eine Freude, mit dir zu sprechen, Dennis. Ebenso. Ich würde sagen, ciao. Wir sind raus für heute und der Dennis macht dasselbe, glaube ich. Ciao.


Diese Episode ist Teil des Podcasts Benzingespräche von Tim Klötzing.