Einleitung
In der neuesten Episode von ‚Benzingespräche‘ spricht Tim Klötzing mit Ralf Missi, CEO und Co-Gründer von e-Mobilio, über die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen in der Elektromobilität. Ein Jahr nach ihrem letzten Gespräch hat sich viel verändert, und e-Mobilio hat bedeutende Fortschritte gemacht.
Entwicklungen in der Elektromobilität
Ralf Missi betont, dass trotz des Wegfalls von Förderungen die Elektromobilität weiterhin eine wichtige Rolle spielt. Die Politik sendet mit plötzlichen Änderungen ein verwirrendes Signal an den Markt, was zu Unsicherheiten führt. Dennoch sieht Missi keinen Grund zur Sorge um das langfristige Wachstum der Elektromobilität, da die Argumente für diese Technologie zu stark sind.
Wachstum und Erfolge von e-Mobilio
e-Mobilio hat in den letzten zwölf Monaten ein ungebremstes Wachstum erlebt. Mit knapp 60 Mitarbeitern und über 400 Partnern im Autohandel expandiert das Unternehmen kontinuierlich. Ein wichtiger Meilenstein war die erfolgreiche Finanzierungsrunde, die das weitere Wachstum sichert.
Neue Märkte und Innovationen
Das Unternehmen hat seine Aktivitäten auf Österreich ausgeweitet und bietet nun auch intelligente Stromtarife an, die den Stromverbrauch von E-Auto-Besitzern optimieren. Diese Innovationen ermöglichen es den Kunden, erhebliche Kosteneinsparungen zu erzielen.
Strategische Partnerschaften
e-Mobilio hat bedeutende Partnerschaften geschlossen, darunter mit dem ADAC und Toyota. Diese Kooperationen ermöglichen es, ein breiteres Publikum zu erreichen und die Elektromobilität weiter voranzutreiben. In Kürze wird ein weiterer großer Automobilhersteller als Partner bekannt gegeben.
Optimismus für die Zukunft
Ralf Missi ist optimistisch, dass e-Mobilio seinen Wachstumskurs fortsetzen kann. Der Markt für Elektromobilität wächst stetig, und e-Mobilio trägt mit seinen Dienstleistungen und Produkten dazu bei, den Übergang zur Elektromobilität zu erleichtern. Mit 250.000 durchgeführten Kaufberatungen versteht das Unternehmen die Bedürfnisse der Kunden und kann gezielt darauf eingehen.
Fazit
Die Elektromobilität steht vor großen Herausforderungen, aber auch vor enormen Chancen. Unternehmen wie e-Mobilio spielen eine entscheidende Rolle dabei, diese Chancen zu nutzen und den Wandel in der Automobilbranche aktiv mitzugestalten.
Show Notes & Key Takeaways
Themen:
- Wegfall der Förderungen und Auswirkungen auf den Markt
- Wachstum und Entwicklungen bei e-Mobilio
- Expansion nach Österreich und neue Produkte
- Partnerschaften mit ADAC und Toyota
- Optimismus für die Zukunft der Elektromobilität
Key Takeaways:
- Elektromobilität bleibt trotz politischer Unsicherheiten zukunftsfähig.
- e-Mobilio wächst kontinuierlich und erweitert sein Produktportfolio.
- Intelligente Stromtarife bieten erhebliche Kosteneinsparungen.
- Strategische Partnerschaften stärken die Marktposition von e-Mobilio.
- Der Marktanteil von Elektrofahrzeugen wächst stetig.
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Benzingespräche – der Branche- und Personality-Talk der deutschen Automobilwirtschaft. Der Podcast für und mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind, erzählt zu werden. Es geht um neue und verschiedene Blickwinkel auf die Autobranche und persönliche Meinungen zukünftiger Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, Content-Creator und freier Automarketing-Berater. Herzlich willkommen zurück in meinem Podcast Benzingespräche. Heute mit einem Unternehmensspecial und zwar mit e-Mobilio. Und da haben wir erneut im Talk CEO und Co-Gründer Ralf Missi. Hallo Ralf. Tim, grüß dich. Es ist wunderschön, wieder in deinem Talk zu sein. Ich war sehr gerne schon dabei, aber es bewegt sich immer so viel, es ist immer so viel Neues. Ich glaube, wir haben viele spannende Themen heute miteinander. Absolut. Es ist ziemlich exakt ein Jahr her, wo wir das letzte Mal gesprochen haben. Und wenn wir jetzt mal zwölf Monate einfach mal so ganz schnell vom geistigen Auge ziehen lassen, da war schon wieder eine Menge los im Markt. Und ich würde am liebsten mal so fragen, weil ihr seid ja da auch an der Quelle. Wie beurteilst du denn die aktuellen Entwicklungen wie den Wegfall der gewerblichen Förderung und des Umweltbonus? Kann man sich da Sorgen machen um das Wachstum und die Zukunft der E-Mobilität? Mal so ganz groß gefragt. Nee, ich finde persönlich, im allerersten muss man sich mal Sorgen machen um das Verantwortungsbewusstsein der Politik, weil es ist natürlich am Ende so, Elektromobilität ist die Technologie, die wir für die Zukunft wollen und brauchen und die auch gesetzt ist, wie glaube ich ja auch alle wissen. Und dann ist es natürlich einigermaßen unverantwortlich, wenn du als Politik hergehst und am 18.12. beschließt oder am 17.12. beschließt, dass am 18.12. Feierabend ist. Dann ist das natürlich ein ganz komisches Signal. Was macht das mit den Menschen, um das mal auch abzuholen? Das sehen wir natürlich durch die ganzen 400 Installationen, die wir in Deutschland haben, durch die ganzen Partner da draußen. Das führt natürlich zur Verunsicherung. Das war schon bei Photovoltaik so, bei Wärmepumpe so, das ist natürlich beim E-Auto genau das Gleiche. Wenn eine Förderung wegfällt oder wegbricht, ist das ja faktisch, in dem Augenblick denken sich die Menschen, Hupela, was ist denn das jetzt? Da habe ich doch mit gerechnet. Und natürlich führt das erstmal wie einen Freeze im Markt. Auf einmal ist Stillstand. Und das ist das, was wir natürlich gerade so ein bisschen haben. Ich persönlich vergleiche das oft mit dem Thema, das ist natürlich immer schon so gewesen. Das war auch wieder bei meinem Beispiel Photovoltaik so. Und eigentlich ist das ein bisschen wie bei einem Tsunami. Bevor die große Welle kommt, zieht sich das Wasser immer zurück. Und das ist der Effekt, den wir glaube ich gerade haben. Deswegen Unverantwortlichkeit in der Politik. Sorgen machen um die Elektromobilität muss man sich glaube ich ganz grundsätzlich nicht, weil einfach dafür die Argumente zu stark sind. Und am Ende ist es ja auch nicht eine Diskussion, wo man jetzt sagen muss, wir müssen jetzt so schnell wie möglich elektrisch werden, sondern wir müssen in der Geschwindigkeit elektrisch werden, wie der Markt das verträgt, wie die Hersteller das schaffen, wie der Handel das auch bewältigen kann. Das ist insofern vielleicht ja auch ganz gut, dass es zu einer gewissen Entzerrung kommt aktuell. Ja, da war Bewegung drin, gerade am Ende des Jahres. Und so über das Jahr hinweg, ich habe ja auch eine Menge zu neuen Marktteilnehmern, chinesischen oder asiatischen Marktteilnehmern auch eine Menge gemacht. Da hat sich viel bewegt. Agenturmodell ist echt ein heißes Thema. Teilweise noch da, wackelt gerade an allen Ecken und Kanten. Es ist natürlich eine verrückte Zeit. Ich meine, es passiert alles gleichzeitig. Auf der einen Seite ändert sich die Antriebstechnologie in ein Thema elektrisch, was für die Leute kompliziert ist, anspruchsvoll ist, viele neue Themen hat, herausfordernd genug ist in der Beratung wie im Kaufen. Auf der anderen Seite kommen eine ganze Menge Wettbewerber, die natürlich von Natur aus elektrisch sind, im ganz großen Stil. Ich meine jetzt gerade, wir haben jetzt alle die Fotos gesehen, der Frachter, die hier vom BYD anlanden und sowas, als Symbolbild für das Ganze. Wahnsinn, ja. Das ist natürlich absurd. Aber es sind natürlich noch ganz viele chinesische Marken ja noch gar nicht in Europa. Parallel ist die Kundenloyalität natürlich so gering wie noch nie die Markenloyalität. Also sprich, der Kunde wechselt sehr, sehr gerne. Ist natürlich auch nicht. Und obendrauf kommt noch das Agenturmodell. Das heißt, der Preis fällt weg als differenzierender Faktor. Beratung wird das neue Gold. All das passiert gleichzeitig. Und das ist natürlich, glaube ich, die herausforderndste Zeit, die man im Autohandel oder in der Autoindustrie je erlebt hat. Ich bin selber 35 Jahre jetzt in diesem Spiel. Und so viel gleichzeitig hat man noch nie versucht zu verändern. Und das ist natürlich anstrengend. Ja, absolut. Jetzt mal Fokus auf euch. Wie hat sich Immobilio denn in den letzten zwölf Monaten so entwickelt? Und was waren denn die wichtigsten und letzten Meilensteine und Neuigkeiten bei und für euch? Also wir erleben ein völlig ungebrochenes oder ungebremstes Wachstum. Das ist mal für uns extrem schön. Wir sind jetzt knapp vor 60 Leuten. Um mal so eine Größenordnung zu sagen. Das ist sehr, sehr schön. Aber vor allen Dingen auf Kundenseite extrem positive Zahlen. Wir sind bei über 400 Gruppen mittlerweile. Wir sind auf 430, glaube ich, Webseiten. Das heißt, wir wachsen im Autohandel eigentlich Woche für Woche. Ich glaube, man kann das ja auch so ein bisschen bei uns immer lesen und verfolgen. Woche für Woche kommt eine neue Gruppe im Prinzip dazu. Das macht uns extrem stolz, wie die Akzeptanz ist, wie wir auch Mehrwert stiften können mit unserer Art, wie man Elektromobilität verkaufen kann oder dem Kunden nahe bringen kann. Das macht uns extrem stolz. Auf der anderen Seite, wir haben letztes Jahr, was für uns wiederum ein wichtiger Meilenstein war, in der Weiterentwicklung des Produkts, auch des Wachstums. Dafür brauchst du immer Geld. Das ist bei uns wichtig, dafür eine Finanzierungsrunde abzuschließen. Wir haben eine gute und, finde ich, sehr erfolgreiche Finanzierungsrunde abgeschlossen. Immer noch ist die Mehrheit der Firma in Dennis‘ und meiner Hand. Insofern, das ist extrem schön. Insofern geht die Post ab. Wie gesagt, ich vergleiche das ja oft gerne mit dem Thema, wenn man in einem E-Auto mal das Gaspedal durchgetreten hat. Die Beschleunigung ist extrem und so ist die Beschleunigung bei uns halt auch. Ja, super krass. Ich nehme das ja auch immer wieder so auf LinkedIn wahr. XY ist jetzt bei euch Kunde. Das sind immer wieder tolle Namen, die man da so sieht. Ich denke immer so, meine Hüte, machen die da eine Welle. Da war aber unter anderem, ihr seid auch im Thema Ausland, Richtung Ausland expandiert ihr. Richtig, wir sind nach Österreich expandiert, zusammen mit unserem Kunden der ersten Stunde im Prinzip, mit der AWAG zusammen. Da sind wir in Österreich erfolgreich gestartet. Wir haben das Thema, wir haben ja in das Ökosystem grundsätzlich jetzt, also neben Fahrzeug, Ladelösung, Installation, Photovoltaik, THG-Quote, Fördermittel, Fördermittelspiel ist eine geringere Rolle im privaten Bereich aktuell, haben wir jetzt ganz neu vor ein paar Wochen ja auch das Thema Stromtarif inkludiert. Das alleine ist super spannend. Das heißt, da geht es im Prinzip darum, das E-Auto ist ja der größte Stromverbraucher der Menschen, wenn die ein E-Auto haben. Also ist es super relevant, welchen Stromtarif habe ich da zu Hause? Und da gibt es intelligente Stromtarife, die halt Lastspitzen regeln, die auch Best Price regeln, mal um es verknappt zu sagen, die dynamisch sind damit. Und diese Dynamik löst sich aus oder drückt sich aus in 35% möglicher Kosteneinsparung auf den Strom. Das haben wir jetzt auch inkludiert. Das heißt, alle Kunden, die den E-Kaufberater, glaube ich, wissen die Kollegen ja da draußen, den E-Kaufberater auf der Webseite haben, die haben jetzt neben allen anderen Leistungen eben auch die Möglichkeit, ihrem Kunden einen Stromvertrag zu verkaufen, was natürlich ganz toll ist. Tolle Provisionen und natürlich ständig. Also plus unsere Kunden kriegen auch noch das erste Jahr ohne Grundgebühr. Das heißt, super spannendes Thema. Auch das ist alles noch passiert. Also neben Kundenwachstum auch noch Ausbau des Produkts, auch noch neue Releases. Es gibt Reichweitenspinne, es gibt TCO Calculator, es gibt einen Firmenwagenrechner neu. Also alles, alles, alles, alles da drin. Es passiert halt viel gleichzeitig. Ja, da greife ich mir das eine oder andere nochmal raus. Da waren aber unter anderem, weiß ich, dass ihr ja nicht nur so konkret in den Handel reinarbeitet und die größten und größeren Gruppen da für euch gewinnen könnt, sondern eine Meldung war ADAC und ich weiß, dass ihr auch bei Herstellern sehr erfolgreich unterwegs seid. Richtig. Also klar, ADAC, großer Start für uns Anfang des Jahres. Natürlich riesen Zugang auch zum Markt. 22 Millionen Mitglieder, die über uns jetzt Wallboxen beziehen können, Installationen beauftragen können, die ganze Peripherie machen können. Superspannend. Wir sind parallel bei Emil Frey gestartet. Haben wir jetzt gerade so ein bisschen fast vergessen. Es ist fast ein bisschen unverschämt, dass man da Emil Frey bei vergisst. Wir haben aber auch eins gehabt, was uns jetzt als Team extrem stolz gemacht hat, nämlich Toyota hat sich gewünscht, mit uns langfristig zu verlängern. Das ist einfach das Beste, was da passieren kann. Wir sind seit zwei Jahren bei Toyota, bei allen Toyota-Händlern und Toyota kam auf uns zu und hat gemeint, sie wollen die Kooperation gerne langfristig ausbauen. Ist natürlich extrem schön und ich will das jetzt nicht schon mit Namen nennen und nicht zu weit aus dem Fenster hängen, aber in ein paar Tagen wird man den nächsten OEM lesen. Das heißt, der nächste Autohersteller, Partner mit uns im ganz großen Stil. Und das ist natürlich wahnsinnig schön, wenn du die Chance hast. Auch da geht es ja immer auch um die Handelspartner der jeweiligen Marken, wenn du die Chance hast, das eben da halt auch zu machen. Ja, sehr spannende Aussichten, die du da teilst. Was macht dich denn optimistisch, dass Immobilio seinen steilen Wachstumskurs, anders kann man es nicht mit den ganzen Erfolgsmeldungen ja sagen, den steilen Wachstumskurs auch in einem schwierigen Marktumfeld fortsetzen kann? Danke, also absolut. Grundsätzlich muss man zum Markt ja vielleicht mal sagen, letztes Jahr ist der Anteil der EVs am Gesamtmarkt um 39% gewachsen. Das heißt, Elektromobilität wächst ja, im Gegensatz zu Verbrenner und Diesel. Das schrumpft ja ganz leicht. Ich glaube, die Kraftfahrtbundesamt-Zahlen kennen ja auch alle. Bei einem eigentlich nicht mehr wachsenden Markt. Das heißt, es findet natürlich, wie lange auch immer sie dauert, eine Umverteilung statt, vom Verbrenner zum E-Auto. Was motiviert mich, was macht mich positiv? Zum einen natürlich das, dass ich sehe, der Markt entwickelt sich in die Richtung Stück für Stück. Auf der anderen Seite natürlich auch das, was wir selber beitragen können. Wir liegen jetzt bei 250.000 durchgeführten Kaufberatungen mit dem E-Kaufberater. Das heißt, wir verstehen extrem gut, wie der Endkunde seine Kaufentscheidung für sein neues E-Auto trifft. Darum geht es ja am Ende des Tages. Wie schafft man es, schneller und einfacher E-Autos zu verkaufen? Und wie schafft man es, mit der Peripherie Geld zu verdienen, indem man an Wallbox und THG-Quote überall verdient? Das heißt, da haben wir sehr viele Insights. Das entwickeln wir natürlich im Produkt immer weiter. Es kommen immer wieder neue Feature. Wir lernen immer, immer mehr. Das ist super spannend. Und damit passen wir uns immer mehr an den Bedarf des Kunden an. Und dadurch, dass wir personell auch wachsen und natürlich sowieso ein tolles Team haben, sind wir natürlich in der Lage, das immer schneller zu machen. Das ist super spannend. Also es macht einfach auch richtig Spaß hier jeden Tag ins Büro oder in die Calls mit den Kollegen zu gehen und einfach so inspirierte Menschen zu sehen, die so viel bewegen wollen. Das ist am Ende superschön. Das ist auch einer der größten Gründe, wofür ich das ja mache oder wofür Dennis und ich das ja am Ende machen. Auf der anderen Seite sehen wir natürlich auch, eben diese Umverteilung ist geprägt durch Klimaschutzziele, ESG-Ratings auf Flottenseite. Der ganze Flottenbereich wächst für uns sehr stark. Das heißt, wir sehen da natürlich einfach einen sehr positiven Markt. Aber natürlich, wie gesagt, ich habe nie davon geträumt, dass Elektromobilität über Nacht kommt und dann bei 100% ist. Ich habe auch nicht davon geträumt, dass das die einzige Antriebstechnologie ist, die uns die nächsten Jahre beschäftigt. Das heißt, ich habe eigentlich mit dem gerechnet, wie der Markt sich jetzt entwickelt. Deswegen sind wir super zufrieden und super positiv für alles, was vor uns liegt. 250.000 durchgeführte Kaufberatungen sind ja auch einfach ein Datenschatz. Das ist ja echt wertvoll. Wahnsinn. Unendlich. Daraus kannst du natürlich genau ableiten. Gar nicht nur Autos. Ja, du kannst auch Autos ableiten. Aber du kannst natürlich auch daraus ableiten, welche Wallboxen solltest du im Portfolio haben, weil eben eine Wallbox gewinnt den Krieg ja nicht. Du musst dir ein Portfolio anbieten können, damit du den Kundenwunsch perfekt treffen kannst und der Kunde wirklich zufrieden ist und nicht nach dem Autokauf dann enttäuscht ist, weil er bei dir oder beim Händler für viel Geld ein Auto gekauft, geliest und am Ende hat er dann eine Peripherie wie eine Wallbox, die vielleicht nicht zu seiner Photovoltaikanlage passt oder perspektivisch nicht dazu passt, dann ist er super unzufrieden. Also all das kann man natürlich lernen. Und man kann vor allen Dingen lernen, an welchen Punkten ist Elektromobilität für den Käufer, für den Kunden oder für den Mitarbeiter bei einem flotten Unternehmen so komplex, dass er zurückschreckt vor dem ganzen Thema. Und das ist ja glaube ich das, worum es gerade jetzt auch im Markthochlauf, gerade wir wissen alle die Zahlen. Ich war vor ein paar Wochen in München in einer Konferenz. Audi Vorstand auf der Bühne, 20 neue EVs vorgestellt oder 20 neue Autos vorgestellt grundsätzlich mal für 2025. Da kommt ja eine Riesenmasse Autos von Herstellerseite. Jeder Hersteller bringt mindestens 5, 6 neue EVs teilweise. Und all das muss ja in den Markt. Und damit das nicht verramscht wird, damit das zu guten Preisen in den Markt kommt, muss das natürlich auf Akzeptanz treffen. Also muss man den Kunden abholen, muss den Kunden in diese neue Technologie führen. Und das ist ja genau das, was wir machen mit dem eKaufberater oder auch mit vielen anderen Sachen. Ja, dann ist so meine nächste Frage so beinahe hinfällig, die da lautete, ob Elektromobilität jetzt gerade schon an der Schwelle zum Massenmarkt ist oder ist das, ich sag mal, ein Thema von in 5 Jahren? Na, wir sind so an oder vor oder in der Schwelle, muss man so sehen. Also die Early Adapter, wie man das in der Zielgruppensprache, Zielgruppendeutsch nennen würde, die sind mehr oder weniger jetzt durch. Aber was heißt denn das? Das heißt im Prinzip, am Anfang kamen lauter Kunden vorinformiert, hoch informiert, wussten viel mehr als der Verkäufer, hatten auch kaum Fragen, weil sie am Ende des Tages alles bereits wussten, vorrecherchiert hatten und, und, und. So jetzt, je mehr der Massenmarkt sich öffnet, das ist natürlich genau das, was passiert. In dem Augenblick, wenn auch günstigere E-Autos, hat ja auch eine große Komponente natürlich da rein, in den Markt kommen. In dem Augenblick öffnet sich immer, immer stärker der Massenmarkt und der Markthochlauf wird bestimmt sein von uninformierten Kunden, die viele Fragezeichen im Kopf haben, viele Fragen an die Verkäufer stellen, viele Antworten brauchen, damit man eben schnell und einfach E-Autos verkaufen kann. Und umso wichtiger wird am Ende des Tages meines Erachtens die Beratung und die am Ende des Tages digital gestützt, entweder auf der Webseite oder eben halt, so wie unser eKaufberater ja viel eingesetzt wird, auch auf Tablets von den Verkäufern, im Gespräch direkt als Unterstützung. Also insofern ist es eigentlich super spannend, aber die Anforderung an das Thema und an den Handel wird im Prinzip mit dem Markthochlauf größer und nicht kleiner. Was sind denn dabei so die größten Herausforderungen, wenn man so auf den deutschen Markt schaut, in diesem Übergang? Findest du da Besonderheiten oder besondere Schwierigkeiten vielleicht sogar? Ja, man muss jetzt erstmal verdauen, dass die Förderung abgestellt worden ist, so wie vorher schon gesagt, auf eine sehr radikale Art. Das sorgt immer für eine Delle, das ist ganz normal, dass man das eine, das heißt der Markt muss sich einpendeln, es kann ja auch nicht dauerhaft die Lösung sein, dass die Hersteller es extrem subventionieren oder mit Handelsunterstützung ungefragt oder gefragt subventionieren. Das heißt, es muss ja wieder in ein vernünftiges Preisniveau, das ist natürlich super wichtig und dann müssen sich ganz viele Mechanismen ändern. Beispiel auch diese Diskussion, die ja sehr stark geführt wird, Restwertdiskussion von E-Autos, natürlich hochbrisantes Thema, weil natürlich E-Autos in einem anderen Maß oder eine neue Technologie, die sich schnell erneuert. E-Autos ist ja nicht eine Technologie, da kommt jetzt eine Generation E-Autos und die bleiben dann in der Art die nächsten zehn Jahre, sondern es kommen ja jedes neue Modell ist technisch einen ganzen Schritt weiter. Und das wird natürlich zur Folge haben, dass die klassischen Betrachtungswege, wie man Werte von Autos bewertet hat, historisch bei Verbrennern, natürlich einfach neu gedacht werden müssen. Und das ist natürlich auch herausfordernd. Das ist jetzt kein reines deutsches Thema. Es ist ein grundsätzliches Thema, natürlich die ganze Restwertdiskussion. Vieles muss ja außen rum gelöst werden. Aber das Entscheidende ist, glaube ich, dass genug Angebot im Markt ist. Und es wird natürlich, es gibt jetzt die Diskussion, ich glaube, haben ja auch schon viele gelesen, das Thema mögliche Zölle, also den Markt im Prinzip ein bisschen zu schützen mit der Idee von, im Grunde abstrakt gesagt, Einführzöllen. Das heißt, das ist natürlich auch was, was jetzt den europäischen Herstellern wieder guttun wird, um in einem Preiskampf, der natürlich gerade herrscht, zu bestehen. Aber ich glaube, das ganz Entscheidende ist, dass man erkennt, die Customer Journey oder die Kaufentscheidung eines E-Autos ist eine völlig andere als ein Verbrenner. Verbrenner ist, ich kaufe das Auto, ich schließe eine Versicherung ab und ich fahre zur Tankstelle und da weiß ich, wo die ist. Mit so einem E-Auto, ich kaufe das Auto. Ich muss mich fragen, wie lade ich, wenn ich zu Hause laden kann, was ja die überwiegende Mehrheit in Deutschland kann. Dann in dem Augenblick brauche ich eine Wallbox, dann brauche ich einen Elektriker, der mir das anschließt. Wenn mir das Haus gehört, in dem das Auto geparkt wird, dann werde ich eine Photovoltaik aufs Dach tun. Das interessiert die Leute extrem, erleben wir zum Beispiel. Weil man natürlich dann den Strom selber produzieren kann, dann fährt man praktisch umsonst. Superspannendes Modell. Und diese Komplexitäten, das in den Griff zu kriegen und die Chance zu ergreifen, das ist eigentlich die ganz große Herausforderung für den Autohandel. Und nicht diese Chance einem Energieversorger oder einem Baumarkt oder wem auch immer zu überlassen, der sich vielleicht denkt, hey wir können jetzt in Zukunft, wir machen alles andere, wir verkaufen dann irgendwann auch noch Autos. Sondern, ich sage das ja immer so ganz plakativ, der Autohandel ist in der Pole Position dieses Rennens und deswegen sollte man auch schnell starten. Weil wenn man dann wartet, hat einem die Pole Position auch nichts geholfen. Ja, absolut. Und du hast vorhin auch schon eigentlich mir ein Stichwort gegeben, kein nationales, das ist ja kein deutsches Thema, sondern wenn, ich sage mal, die Gebrauchtwagenpreise bei E-Autos unter Druck geraten, weil halt immer neue Generationen mit neuen Reichweiten, neuen Technologien daherkommen. Elektromobilität ist kein nationales Thema, Punkt. Globales Thema, aber jetzt ist ja die Frage wieder auf Immobilio gemünzt. Mit welcher Entwicklung rechnest du so in Europa? Und, ich sage mal, welche Märkte habt ihr mit eurem Unternehmen im Visier, ganz konkret? Also, es ist natürlich so, die einzelnen Länder sind ja in einer völlig unterschiedlichen, sagen wir es mal Reifegrad oder wie auch immer. Wir wissen alle, die Nordics, also Skandinavien, Norwegen, ist extrem weit mit Elektromobilität. Der Marktanteil der Neuzulassungen der E-Autos ist extrem hoch. Das ist natürlich ein sehr ausgebauter Markt, aber natürlich jetzt ein relativ kleiner Markt, muss man ja auch so sehen. Also, ein sehr gut strukturierbarer Markt, gut strukturierbar war der Markt auch. Aber natürlich aus Sicht jetzt mal Handellokal oder auch OEMs, natürlich relativ kleine Märkte. Und so ist jeder Markt. Deutschland ist für ganz viele OEMs, vor allen Dingen für die Internationalen, das ist die Blaupause für die Welt. Das heißt, das was in Deutschland vertriebstechnisch funktioniert, wird man international ausrollen. Da haben wir einfach eine ganz große Chance hier in Deutschland, dass wir eine Führungsrolle in diesem Thema einnehmen können, wenn wir es dann annehmen. Wenn wir es dann nicht negieren und sagen, am liebsten würde man noch bis in 120 Jahren ausschließlich Verbrenner fahren. Das heißt, wenn man die Chance annimmt, hat man hier eine Riesenchance, an der Entwicklung zu partizipieren. Das ist ganz toll. Und so gibt es halt auch Märkte, die sind halt deutlich langsamer in ihrem Ausbau, weil sie vielleicht ein Stromnetz haben, das der Anforderung so noch gar nicht richtig gewachsen ist. Oder weil dezentrales Laden, also Laden unterwegs, ist in manchen Ländern tatsächlich eine ganz große Herausforderung. Wir denken immer, hier ist die Infrastruktur schlecht. In Wirklichkeit, wer elektrisch fährt, weiß, du findest eigentlich immer einen Ladepunkt. Das ist eigentlich gar kein großes Problem. Und hier ist die Infrastruktur in Wirklichkeit ja schon relativ gut. Und so sind die Märkte unterschiedlich. Und das ist natürlich aber auch ganz gut so. Für uns ist das toll, weil das natürlich für uns die Chance gibt, diese Märkte Stück für Stück zu machen und nicht die Herausforderung zu haben, gleichzeitig in zehn Märkte zu gehen. Das heißt, wir werden in den nächsten drei bis sechs Monaten, sind wir in dem dritten Markt neben Deutschland und Österreich, der nicht im Dachraum sein wird. Und wir sind gerade in der Endphase der Analyse. Was ist der nächste Markt? Und wir gehen natürlich typischerweise auch mit bestehenden Partnern in diesen Markt rein. Und insofern ist das super spannend. Ja, total cool. Und ich habe gerade so drüber nachgedacht, während du sprachst, wir schauen immer so hin, die E-Mobilität kommt und dann kommt meistens so das schnelle Thema der Infrastruktur. Und es gibt halt wenig, wo man hinschauen kann, wo man abgucken kann. Aber genau da guckt man ja dann wiederum nicht hin. Also wer hat sich denn jetzt schon Gedanken gemacht, wie es denn in Spanien um die Infrastruktur steht? Wahrscheinlich keiner. Ja, genau. Der spanische Staat arbeitet auch intensiv dran. Die Franzosen haben ein tolles Förderprogramm gerade. In Frankreich boomt das ganze Thema ja gerade. Merkt man ja auch, dass eine gut gebaute, schlaue Förderung gut in Frankreich ist, die immer so ein bisschen natürlich nationalistisch geprägt oder protektionistisch geprägt, wenn wir das nicht in die falsche Richtung interpretieren, ist das natürlich dann immer so ein bisschen so eine Sache auch dabei. Aber es ist grundsätzlich, man muss einfach eins sagen, ich glaube, wir kennen alle ja dieses Bild von der German Angst. Und ich glaube, wir müssen Obacht geben, dass wir diese Chance Elektromobilität nicht an uns vorbeigehen lassen in Deutschland, weil das Thema wird global kommen, der Reihe nach, in manchen Ländern sehr, sehr spät. Und es wird natürlich ganz lange Verbrenner geben. Ich meine, ich rechne selber mit drei von fünf oder jetzt mal gestützt auch von der McKinsey Zahl, die sagt, in 2030 sind drei von fünf neu zugelassenen oder neu verkauften Autos E-Autos. Das heißt, wir reden ja über einen ganz langen Übergang. Und das ist, finde ich, auch gut so, das ist die Chance, diesen Übergang gut zu meistern. Aber er geht halt schnell los. Und wer jetzt schnell losgeht, glaube ich, der gewinnt halt für sich selber. Marktanteile, Volumen, baut sein Image besser auf. Und das ist spannend. Und da muss man Obacht geben auf die deutsche Angst, also German Angst, dass man nicht einfach sagt, ich weiß nicht, zögerlich und so. Und dann hat man die Chance verpasst. Ich vergleiche es vielleicht mal so ein bisschen, was vielleicht ganz gut illustriert ist, wie 2007 das erste iPhone vorgestellt worden ist. Das war eine völlig neue Technologie. Das war teuer für die Leute. Es ist ja nach wie vor nicht günstig, aber es war teuer. Und es hat eine ganze Zeit lang gebraucht. Und das ist ein ähnliches Thema, in dem wir jetzt sind. Und es passiert aber etwas Ähnliches. Apple bringt jedes Jahr, das muss man jetzt beim Auto so nicht machen, aber es bringt jedes Jahr eine neue, also eine verbesserte Technologie. Und aus Handelssicht ist das eine Riesenchance. In der DRT-Studie steht ganz klar drin, die Verweildauer eines Autos, Haltedauer eines Autos beim Besitzer ist mittlerweile bei neun Jahren angekommen. Steigt jedes Jahr. Wahnsinn. Das ist für den Handel eine Katastrophe. Weil wenn die Leute die Autos immer länger behalten, verkaufe ich immer weniger. Das ist ein ganz einfaches Spiel. Und insofern ist auch eine neue Technologie ist für viele Branchen immer die Chance zu sagen, hey, wir haben eine neue Technologie, Aufbruch, wir verkaufen was Neues, neue Käufergruppen, zusätzliche Mengen und das ist eine Riesenchance. Und ich glaube, aus der Brille sollte man das Thema vielleicht mal sehen. So, Chancen. Welche Projekte, also womit man wieder Chancen machen kann? Ich muss jetzt mal versuchen, wie ich die Überleitung gerade hinkriege. Welche Projekte stehen denn bei euch, bei Immobilio, jetzt konkret in der Pipeline, die du jetzt schon nennen kannst, wo du so ein bisschen Neugier schüren kannst? Also Stromtarif, gerade schon gesagt. Wie gesagt, der ist brandneu. Aber natürlich bei allen E-Kaufberater-Kunden automatisch auf deren Webseite haben sich auch viele sehr, sehr positiv drauf gemeldet bei uns. Das passiert auf der einen Seite. Auf der anderen Seite, wir wachsen ja gerade personell auch stark im Bereich Betreuung der Händler. Das heißt so, dass ein viel persönlicherer Kontakt zu den Händlern möglich ist. Das ist ein wichtiges Projekt für uns. Das ist kein technisches Projekt, aber ein wichtiges Projekt am Kundenservice an sich. Und dann gibt es im Produkt an sich, also im E-Kaufberater, extrem spannende Ausbaustufen, die gerade kommen. Stichwort Bestandsfahrzeug-Integration ist ein spannendes Thema, dass ich eben als Händler auch die Chance habe, da gleich meine Autos reinzustellen und dem Kunden direkt anzubieten, welche E-Autos ich da gerade auch im Verkauf habe, die ich vielleicht auch auf dem Hof habe oder sowas. Das ist super spannend. Was passiert daneben? Daneben erleben wir das ganze Thema Standortelektrifizierung, Flottenelektrifizierung, also gerade Flotte. Flotte ist für uns ein super spannendes Thema. Wir haben eine ganze Reihe Händler, die machen mit uns im Schulterschluss ihre Flottenkunden. Das heißt, die verkaufen die Autos. Wir kümmern uns um die Beratung dieser Flottenkunden. Wie geht Standortelektrifizierung? Wie geht Mitarbeiterladen zu Hause? Wie komme ich an eine Ladekarte, Ladetarif und so weiter? Also insofern auch das ein super spannendes Thema, was hier parallel entsteht, haben wir jetzt gerade auf der Flotte groß vorgestellt und ist, glaube ich, auch eines der ganz großen Zukunftsthemen. Und so haben wir nach wie vor eine irre Menge vor. Aber deswegen sind wir hier. Wir sind angetreten, um Vollgas zu geben. Ja, ich finde das schön. Du hast vorhin so gesagt, jetzt Deutscher Markt ist so ein bisschen so der Testmarkt für die Welt. Und ich würde sagen, mit Immobilio macht ihr hier schon eine ganz schöne Welle in dem Thema. Und ich kenne auch keinen, der so unterwegs ist und auch, ich sage mal, die Kunden so überzeugen kann. Cool. Dankeschön. Also ich bin da extrem stolz drauf. Wie gesagt, tolles Team. Machen alle einen Wahnsinnsjob. Wir sind gut aufgestellt. Wir kennen uns teilweise. Wie gesagt, viele wissen es ja. Dennis Reich, mein Co-Freund und ich, wir arbeiten seit 16 Jahren zusammen. Wir sind sehr erfahren in dem, was wir hier machen. Und ich glaube, das zahlt sich aus. Und der Markt gibt uns recht. Und insofern ist es eine unglaublich schöne, spannende Reise. Ja. Du hast vorhin zwischendurch relativ am Anfang noch eine, ich glaube, auch relativ neue Neuerung. Tolles Wort. Jetzt komme ich nur auf das richtige Wort nicht mehr. Ich sage nur Stichwort Spinne. Reichwerdenspinne. Reichwerdenspinne. Das ist ein neues Feature. Das ist so unser Beitrag jetzt gerade zum Wegfall der Förderung. Mich hat das so genervt. Ich glaube, das hat man auch vorher gehört. Ich finde das verantwortungslos. Und daraufhin haben wir gesagt, okay, wie helfen wir jetzt unseren Partnern? Wir sind Partner des Handels. Wie helfen wir jetzt unseren Partnern? Und haben dann gesagt, eine typische Diskussion, die Verkäufer oft führen, ist, neben jetzt mal Total Cost of Ownership, also Kostenvergleich gegen Verbrenner oder Firmenwagenrechner, also sprich Steuersparnis, ist oft auch die Angst vor Reichweite. Das ist eine der großen dominierenden E-Themen. Und deswegen haben wir gesagt, wir integrieren in den eKaufberater direkt einen Reichweitenplaner rein. Das ist im Prinzip ein Routenplaner. Und wir integrieren einen Reichweitenrechner rein. Und das ist eine Spinne, um das ein bisschen zu illustrieren. Das berechnet im Prinzip, da gebe ich ein mit dem Auto, das ich mir halt gerade ausgesucht habe, wo ich bin oder wo ich hinfahren will oder wo mein Standort ist. Und dann berechnet das System mithilfe von Geodaten, was meine Reichweite mit exakt diesem Modell ist, in exakt der Batteriekapazität, Ausstattung, die dieser Wagen halt hat. Und wieso ist das eine Spinne und wieso brauchen wir Geodaten? Das ist eigentlich ganz einfach. Die Welt ist ja keine Scheibe. Also es wäre ja falsch, ein Zirkel zu nehmen und um den Punkten Kreis zu ziehen, weil gerade ich sage mal München als Beispiel, es spielt eine große Rolle, ob ich Richtung Österreich fahre, wo ständig Berge sind oder ob ich jetzt sagen würde, ich fahre irgendwie Richtung Stuttgart auch Berge. Das ist natürlich anders, als wenn ich jetzt sagen würde, ich fahre Richtung Nürnberg. Da komme ich ein bisschen weiter mit dem E-Auto. Oder im Ruhrgebiet bei den Flachland-Tirolern. Ja genau. Bei euch ist die Erde eine Scheibe. Aber in ganz vielen Bereichen ist die Erde keine Scheibe. Aber auch bei euch hat sie keinen Rand. Insofern ist das eigentlich ganz positiv. Aber solche Feature kommen zum Beispiel dazu. Und wir haben einfach gesagt, unser Beitrag zum Ausfall der Förderung oder zum Unsinn der Förderung ist, das kriegen alle Kunden dieses Jahr von uns für sich so als Beitrag. Damit können die in anstrengenderen Marktbedingungen, weil da müssen wir natürlich nicht drum herum reden, natürlich sind die Marktbedingungen anstrengender, natürlich ist die Kaufzurückhaltung zurzeit gigantisch, ganz grundsätzlich, aber speziell natürlich durch die Verunsicherung auch bei E. Und das ist unser Beitrag, den Partnern zu helfen und zu sagen, hier habt ihr ein tolles Feature, könnt ihr die Kunden leichter, einfacher vom Auto überzeugen. Das ist ja das Eigentliche, was der Händler natürlich im ersten Schritt immer will, um dann im zweiten Schritt zu sagen, so lieber Kunde, jetzt nimm dir fünf Minuten, dann hast du auch noch die komplette Peripherie mit einem Blick gekauft. Klasse. Ja, ich sage mal so, ich habe keine Fragen mehr. Das war ein super schönes Gespräch. Ich erzähle ja nie Unsinn, aber das ist tatsächlich immer schön, sich auszutauschen und ich genieße die Chance, einfach so ein bisschen, jetzt nicht immer nur Verkaufsthematiken zu erzählen, sondern vor allen Dingen auch so ein bisschen, wie verhält sich der Markt? Wie schätzen wir was ein? Wir sehen so viel und haben so viel Insights über alle Marken, über ganz Deutschland und darüber hinaus. Ich glaube, das ist spannend für die Händler. Und da kann ich nur sagen, auch das diskutieren. Ich habe gestern Abend bei einer ganz tollen Veranstaltung eingeladen mit Händlern auch am Tisch. Und ich diskutiere das sehr gerne. Das heißt, wenn Sie Lust haben, auch das mit mir zu diskutieren. Missy, wie siehst du den Markt? Wie müssen wir uns da aufstellen? Springen Sie das mit mir. Keine Angst, ich will nicht immer was verkaufen. Ne, das habe ich bei dir aber auch noch nie so wahrgenommen, bei keinem von euch. Und ihr habt einfach ein klasse Produkt und das bekomme ich auch immer so mit. Von daher, ich würde aber an der Stelle sagen, lieber Ralf, wir sprechen einfach noch mal ziemlich genau in zwölf Monaten und gucken mal, wo wir dann stehen. Absolut, das machen wir super gerne, lieber Tim. Alles klar. Dann sind wir mit dem Podcast für heute durch soweit. Und ja, danke für die Zeit. Dir natürlich, Ralf. Und ja, auch den Hörern da draußen, dass sie froh und munter mal wieder zugehört haben und häufig im Auto dabei sitzen und bitte auf den Straßenverkehr geachtet haben. Absolut, absolut. Aber das geht auch, wenn Sie elektrisch fahren, geht das super. Dann ist es ganz leise im Auto. Dann ist das sehr schön. Nein, vielen Dank. Vielen Dank dir, Tim. Absolut vielen Dank den Menschen, die sich Zeit nehmen, sich dafür interessieren. Und ich freue mich auf jeden, der auf mich zukommt oder auf einen meiner Kollegen hier. Super, mit den Worten sind wir raus für heute. Macht’s gut, ihr Lieben. Tschüss. Danke, gute Zeit. Tschüss.
Diese Episode ist Teil des Podcasts Benzingespräche von Tim Klötzing.