Einleitung

In der neuesten Episode von ‚Benzingespräche‘ begrüßt Tim Klötzing Dirk Pape, Senior Lead Automotive & Mobility bei LinkedIn. Gemeinsam tauchen sie in die digitale Transformation der Automobilbranche ein und diskutieren, wie LinkedIn als Plattform für Marketing- und Kommunikationsstrategien genutzt werden kann.

LinkedIn: Mehr als nur ein soziales Netzwerk

LinkedIn hat sich in den letzten Jahren von einer reinen Jobplattform zu einem umfassenden Netzwerk für B2B-Interaktionen entwickelt. Dirk Pape erklärt, wie LinkedIn speziell für die Automobilbranche eine wichtige Rolle spielt, um Inhalte zu teilen und sich als Meinungsführer zu positionieren. „Es geht darum, wie Automobilhersteller ihre Marketingstrategien auf LinkedIn optimieren können“, so Pape.

Die Rolle von Content-Strategien

Ein zentraler Aspekt der Diskussion ist die Bedeutung von Content-Strategien. Pape betont, dass es wichtig sei, relevanten Content zu erstellen, der die Zielgruppe anspricht. Themen wie Elektromobilität, Nachhaltigkeit und autonomes Fahren stehen dabei im Fokus. Durch gezielte Inhalte können Unternehmen ihre Markenbekanntheit steigern und potenzielle Kunden ansprechen.

Persönliche Einblicke und die Liebe zum Automobil

Dirk Pape teilt auch persönliche Einblicke in seine Karriere. Ursprünglich aus der Geisteswissenschaft kommend, hat er sich in der digitalen Welt etabliert. Seine Leidenschaft für Autos begleitet ihn seit seiner Kindheit. Diese Begeisterung spiegelt sich auch in seiner Arbeit wider, wo er die Automobilbranche mit digitalen Lösungen unterstützt.

Die Zukunft der Mobilitätsbranche

Die Automobilbranche steht vor großen Herausforderungen, von der Digitalisierung bis hin zur Elektromobilität. Pape sieht LinkedIn als eine Plattform, die Unternehmen helfen kann, diese Herausforderungen zu meistern. Durch den Austausch von Wissen und Erfahrungen können Unternehmen besser auf die sich schnell ändernden Marktbedingungen reagieren.

Fazit

Die Episode bietet wertvolle Einblicke in die Synergien zwischen LinkedIn und der Automobilbranche. Dirk Pape zeigt auf, wie wichtig es ist, digitale Plattformen effektiv zu nutzen, um in der Branche erfolgreich zu sein. Die Automobilwelt befindet sich im Wandel, und LinkedIn bietet die Werkzeuge, um diesen Wandel aktiv mitzugestalten.


Show Notes & Key Takeaways

Themen:

  • Die Rolle von LinkedIn in der Automobilbranche
  • Content-Strategien für Automobilhersteller
  • Persönliche Karrierewege in der digitalen Welt
  • Herausforderungen der Automobilindustrie
  • Die Zukunft der Mobilität

Key Takeaways:

  • LinkedIn ist mehr als eine Jobplattform, es ist ein B2B-Netzwerk.
  • Relevanter Content ist entscheidend für die Markenbekanntheit.
  • Die Automobilbranche steht vor großen digitalen Herausforderungen.
  • LinkedIn bietet Werkzeuge zur Bewältigung dieser Herausforderungen.
  • Persönliche Leidenschaft kann beruflichen Erfolg fördern.
  • Die Zukunft der Mobilität ist digital und vernetzt.

📄 Vollständiges Transkript anzeigen

Benzingespräche – der Branche- und Personality-Talk der deutschen Automobilwirtschaft. Der Podcast für und mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind erzählt zu werden. Es geht um neue und verschiedene Blickwinkel auf die Autobranche und persönliche Meinungen zukünftiger Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, Content-Creator und freier Automarketing-Berater. Dieser Podcast wird präsentiert von Yareto, dem Finanzierungsexperten für den Kfz-Handel. Auf Yareto.de könnt ihr als Autohändler schnell und einfach Autokredite und Leasingkonditionen für eure Kunden vergleichen, anfragen und abschließen. Und das mit Top-Zinskonditionen. Euer Vorteil? Sekundenschneller transparenter Vergleich, eine einheitliche Antragsstrecke und vieles mehr. Mit über 10 Banken für Absatzfinanzierungen holt ihr einfach mehr für euch und eure Kunden raus. Yareto.de Herzlich Willkommen zurück bei den Benzingesprächen und heute aus dem schönen sonnigen München im Rahmen der IAA. Herzlich Willkommen Dirk Pape, Senior Lead Automotive & Mobility bei LinkedIn. Hallo Dirk. Hallo Tim, vielen Dank, dass ich da sein darf, gerade noch bei der IAA, ideales Setting in der Heimatstadt, perfekt. Ja, ganz genau, wir haben uns gerade schon darüber unterhalten, noch geiler vor der Haustür kann es nicht liegen. Ne, absolut, also für mich ist es absolut Win-Win, dann scheint auch noch die Sonne, auch wenn die Hörer es nicht sehen, aber es ist so. Ja, ist mega, ist wirklich mega. Jetzt habe ich mir schon fast gerade so ein bisschen die Zunge gebrochen beim Senior Lead Automotive & Mobility bei LinkedIn. Es ist ein komplexer Titel, da gebe ich dir recht. Und ein schöner amerikanischer Titel natürlich auch, quasi wenn wir so ein bisschen aufbrechen, also ich leite oder ich verantworte den Bereich Automotive bei LinkedIn. LinkedIn werden die meisten ja kennen, quasi eine große professionelle Plattform, soziales Netzwerk. Und da bin ich dafür zuständig tatsächlich, Automobilhersteller insbesondere zu beraten, was ihre Marketing- und Kommunikationsstrategien auf der Plattform angeht. Das heißt zu sagen, welcher Content, welcher Inhalt interessiert die LinkedIn-User, wie kann man das für Marketing- und Kommunikationszwecke nutzen, wie können wir User gut ansprechen und wie kann man dann möglichst digitalen Marketing-Erfolg auf der Plattform haben. Ah okay, also dann geht es wirklich so Richtung Content-Strategie, Beratung auch mit rein. Ganz genau, ganz genau. Wie kann ich mich auch als Meinungsführer positionieren im Thema Elektromobilität, Nachhaltigkeit, autonomes Fahren, wie auch immer. Aber letztlich auch, wie kann ich einfache Autos verkaufen. Okay, das ist, okay, das verstehe ich. Ja super, da sind wir uns einig. Alles klar. Ja LinkedIn, für mich persönlich, leichte persönliche, also ist so eine Plattform mit Rückenwind in den letzten Jahren. Wenn ich mir das so anschaue, hat das wirklich eine krasse Entwicklung genommen. Früher, ich habe irgendwann angefangen erstmal so zu singen und dann kam der ein oder andere mit LinkedIn um die Ecke. Hör ich immer noch oft die Aussprache, ja. Und dann dachte ich am Anfang, ja ja, für die Manager und Internationalen ist dann LinkedIn und singen ist hier unsere deutsche Bubble. Und dann habe ich aber irgendwann so gemerkt, so ah Mensch, so B2B, der Grad der Interaktion, der ist höher auf LinkedIn, weil auch mehr Tools da sind. Man kann Leute taggen, Hashtags benutzen, das kann die andere Plattform leider nicht so gut. Und dann bin ich ja ganz tief in der Automotive oder Automobil Bubble drin und da ist das überhaupt nicht mehr wegzudenken. Das ist ganz schön groß geworden in den letzten Jahren. Freut mich, kann ich bestätigen, wenn die Außensicht so ist. Die Innensicht ist auch ein bisschen so, ich bin tatsächlich seit zehn Jahren schon dabei. Ich glaube, ich war Mitarbeiter sieben oder acht in Deutschland, also wirklich sehr, sehr früh. Krass, okay, cool. Und es war nicht immer so die Wahrnehmung, also wir mussten sehr, sehr viel dafür tun, dass wir nicht als reine amerikanische Jobplattform angesehen wurden. Von daher, wenn du sagst, es geht schon Richtung B2B, es geht Richtung Content, es geht Richtung Inhalte, dann haben wir da viel auch Gutes und Richtiges hoffentlich getan. Und genau, mein Job ist halt, das dann der Automobilwelt zu erklären, dass da auch dann ein Platz für sie ist. Okay, ja, Blick in den Rückspiegel, der Klassiker. Werdegang, du bist im Baujahr 77, gebürtig aus Braunschweig und lebst in München. 2001 bis 2003 Online Software Editor beim Cornelius Verlag. 2003 bis 2006 Online Editor bei Aperto IBM. 2006 bis 2013 verschiedene Positionen bei Google wie Account Strategist Automotive und Key Account Manager Automotive. Ja, und dann seit 2013, also Mitarbeiter Nummer 8. Witzige Anekdote am Rande, ich habe vor einiger Zeit den Alain Visser, Link & Co. Global CEO interviewt. Und der hat bei Link & Co. wirklich die Personalnummer 1. Wow. Der ist wirklich, der hat mit denen damals gesprochen und dann haben die gesagt, machen wir. Und er war der Erste. Und die erste Amtshandlung war, er ist einen Schreibtisch kaufen gegangen. Ich kann nicht ganz mithalten, also wir hatten auch keinen Drucker als ich angefangen habe, aber Schreibtisch hatte ich schon, ja. Und ja, bei LinkedIn verschiedene Positionen, Account Director, Multiverticals, muss ich so ein bisschen betonen, das klingt so, wow, International. Und International gibt es auch weiter, Account Director Automotive & Travel und seit 2019 schon Senior International Account Director Automotive & Mobility. Auch schon ein paar Jahre dabei. Kann man sagen. Alter Hase, danke sehr, dass du dabei bist und uns ein bisschen Wissen shares. Ja, meine Ehre. Ja. Ja, deine Vita, wenn man so ein bisschen querliest, ganz schön digital. War das für dich immer irgendwie so klar, auch so nach Ausbildung und Co., das wird was Digitales werden? Digital Native oder? Es ist großartig, dass es nach dem roten Faden aussieht, nach außen, das gibt ihn nicht. Also ich habe tatsächlich, ich habe studiert Anglistik und Germanistik auf Lehramt. Also ich habe überhaupt keine. Herr Lehrer. Genau, Herr Lehrer, wird mir manchmal auch nachgesagt, etwas so sehr lehrerhaftes. Ich weiß nicht, ob es ein Kompliment ist, aber egal. Genau, aber ich habe mich dann relativ schnell entschieden, während des Studiums nicht Lehrer werden zu wollen. Dann dachte ich, was mache ich denn dann mit Geisteswissenschaften und wusste sehr schnell, ich muss mich irgendwie anders qualifizieren. Und über viele Zufälle bin ich tatsächlich dann ja in den Schulbuchverlag geraten als Student und da ging es gerade los, digitale Anbindungen von Schulbüchern. Da habe ich ein bisschen Digitalerfahrung. Das hat mich zum nächsten Job in eine Agentur gebracht als Student. Und letztlich hat damals dann Google, die fing natürlich an mit Suchmaschinenmarketing, sind in den deutschen Markt eingetreten und die haben Leute gesucht, die ein sprachwissenschaftliches Studium haben, aber auch Digitalerfahrung, letztlich um Keywords zu optimieren. Und so bin ich da reingerutscht und ich wusste nicht mal, wie Google sein Geld macht, dass es da Anzeigen am rechten Rand gibt, als ich mich beworben habe. Aber ich wurde genommen und seitdem habe ich mich quasi in der digitalen Welt hochgearbeitet. Schöne Geschichte. Digital schwingt ja überall mit, aber auch das Thema Automotive. Wann und wodurch kam das denn dazu? Eigentlich schon mein ganzes Leben Autofan. Genau, Kindheitserinnerung, immer sonntags hat mein Vater, mein Bruder und mich zu irgendwelchen Tag der offenen Türen bei Autohäusern geschleppt, wenn neue Modelle vorgestellt wurden. Oma hatte Autobild Abo für uns abgeschlossen und Automotorensport. Und ich war immer schon ein großer Autofan. Und als ich bei Google angefangen habe, war es tatsächlich so, die haben sich dann nach Branchenteams aufgestellt. Der Europa-Chef hat mich damals gefragt, welche Branche möchtest du denn betreuen? Ich habe gesagt, alle, um mir die Chancen zu eröffnen. Auch Chemie und Energie. Und ich so, das vielleicht dann doch nicht. Ja, was sind denn deine Interessen? Dann bin ich unter einem Auto geraten. Ach, für Auto brauchen wir jemanden, dachte ich. Dann dachte ich, Jackpot. Der größte Glücksmoment in meinem Leben. Und das hat sich bis heute durchgezogen. Und ich bin so froh, dass Hobby und Berufliches zusammenkommen. Mega, mega. Bei mir ganz ähnlich. Auch total autoinfiziert seit kleinster Kindheit. Und ich habe fast durch mein ganzes Berufsleben hindurch Kontext Automobil irgendwie zu tun gehabt. Und das ist einfach toll, wenn so das Hobby so mitschwingen darf. Ja, absolut. Also jedes Mal freue ich mich. Auch wenn manchmal Dinge im Job oder so nicht so toll sind, denke ich, ich habe immerhin noch die Autos und das Thema interessiert mich. Und das ist echt gut. Was sind denn deine Marken? Ich muss jetzt natürlich relativ neutral sein, denn ich habe gestern gerade einen Kunden getroffen und der hat mich dann angesprochen, warum ich gepostet habe von einer Konkurrenzmarke und ihre Marke noch nicht. Aber du bist ja auch nur ein Mensch mit deiner persönlichen Vorliebe, ne? Ja, ich stehe tatsächlich auf italienische Autos. Ah. Und ich hatte jetzt ja lange einen Lancia Delta, was schon sehr speziell ist. Nicht aus den 80ern, also kein Integrale und so weiter. Okay, du siehst meinen laugenden Augen. Das hat dann doch nicht gereicht. Und interessanterweise habe ich mir dieses Jahr ein neues Auto gekauft. Das ist ein BMW Z4 geworden. Schön. Ich wollte immer mal ein Cabrio haben. Schönes Auto. Ja, absolut. Und handgeschaltet. Definitiv. Ja, man hat es wirklich noch in der Hand, die Emotionen. Wenn wir mal über autonome Autos sprechen, dann bin ich offensichtlich die Opposition dazu. Ich pendel auch noch ganz stark in der Welt und ich habe eine Sonderserie mit den New Brands, mit diversen asiatischen Marken gemacht. Und die haben mich natürlich fast alle hops genommen. Ah, schön, dass wir hier als Elektroanbieter oder Elektromobilität in Benzingesprächen sind. Ich sage, ja, solange wir bei dir auch, wenn wir jetzt an dem BMW die neue Klasse oder der neue, wenn wir da stehen und uns über die Form des Autos unterhalten, ist für mich ein Benzingespräch. Punkt. Da kann mich jetzt auch jeder auseinandernehmen, wie er will. Ist so. Mein Vater hat sich mit fast 80 jetzt einen vollelektrischen Mercedes gekauft, Anfang des Jahres und der Sohn halt einen handgeschaltenen Benziner. Du, es wird sich alles irgendwann auch wieder weiterentwickeln. Vielleicht gibt es ja auch mal in der Richtung was. Ja, aktuelle Position, habe ich mir Notiz gemacht, haben wir schon darüber gesprochen. Digitaler Fokus und ja, beziehungsweise so ein bisschen der Blick aus einer digitalen Branche, LinkedIn, digitales Unternehmen oder digitale Plattformen, auf die Mobilitätsbranche, beziehungsweise so mit deinem Fokus auch ein bisschen mehr Hersteller, wenn ich das so richtig rausgehört habe. Was ist denn so das Spannende für dich dabei und was ist das Wichtigste, wie siehst du die Mobilitätsbranche? Das ist natürlich eine große Frage. Ich sehe sie, ja, seit fast 20 Jahren bin ich ja irgendwie in diesem Job, sehe sie großen Umbrüchen ausgesetzt und sie tut mir fast ein bisschen leid im Sinne von wie viel auf sie eingeprasselt ist. Ich kann mich noch erinnern, als es die Abwrackprämie gab und dann Dieselgate und die Finanzkrise und Corona und Ukraine und Chipshortage und was da alles passiert und jetzt Inflation. Also so viel in externen Zwängen ausgesetzt zu sein. Die schreien fast immer hier, dummerweise. Ja, irgendwie schon. Und so viel wieder los ist, so resilient hat sie sich ja doch gezeigt und auch letztlich so agil. Ich glaube, manchmal reden wir da auch den Geschlechter, als sie sind, natürlich auch von Eindrücken von außen. Ich glaube, was konstant geblieben ist, ist das Bedürfnis individueller Mobilität. Es ist nur die Frage, wie es gehandhabt wird. Es ist natürlich deutlich digitaler geworden. Ich weiß noch, was ich für Reaktanzen hatte, als ich diesen ersten Job bei Google hatte. Unsere Zielgruppe ist doch nicht im Internet und dann ging es mit YouTube los. Es gab keine Netzenvideos und kein Autocontent und sowas. Und das hat sich natürlich wirklich dramatisch oder im Positiven, finde ich, eigentlich verändert. Und dann natürlich die neuen Wettbewerber. Was bedeutet Mobilität heutzutage? Stadt, Land? Was machen neue Märkte? Was machen neue Wettbewerber aus? Von daher ist viel los, aber ich glaube, die Grundbedürfnisse nach individueller Mobilität sind geblieben. Hast du denn, auch wenn der Fokus eher bei OEMs und Herstellern liegt, der Handel der letzte Meter vor dem Endkunden, wenn man es mal so möchte. Wie siehst du den Autohandel, wie er sich so entwickelt hat, auch im Kontext durchaus Digitalisierung und Online-Marketing? Ja, auch da sehr differenziert. Ich glaube, es gibt tatsächlich auch noch Händler, die denken, man kennt sich, man kennt die Käufer, man braucht dafür nicht unbedingt das Internet. Aber viele haben auch gerade in Synchronisation mit dem OEM festgestellt, dass eigentlich das Internet ein sehr großartiger Vertriebskanal ist. Und im besten Fall, und das ist nicht immer so gut orchestriert, kann natürlich der Hersteller viel anfangs dafür tun, dass das Interesse geweckt wird für das Auto, das Bedürfnis abgeholt wird, übergibt dann einen qualifizierten Kunden den Handel, der ihn hoffentlich konvertiert und der das Ganze dann aber auch wiederum zurückspielt, sodass man eine ganze Kette hat. Ich glaube, Dinge wie Tracking, aber auch wie Lifetime Value, was passiert im Bereich Aftersales, individualisierte Ansprache, das sind alles wirklich große Möglichkeiten des Handels, von denen ich hoffe, dass sie es immer noch mehr und mehr nutzen werden. Ja, ist aber auch, die Hersteller übergeben die aufgewärmten Leads dem Handel, da tut sich ja jetzt auch einiges. Das wird ja jetzt mit dem Agenturvertrieb ganz anders gespielt. Das stimmt, da gibt es natürlich auch verständlicherweise Reaktanzen. Ich glaube, das ist eine große psychologische Herausforderung für beide Seiten, damit gut umzugehen. Ich hatte gerade bei einem Hersteller einen Termin hier auf der IAA am Standort auch gefragt, hier habe ich jetzt gerade umgestellt, zu diesem Vertriebsmodell, zum Agenturmodell, was sind eure ersten Erfahrungen? Und da hat man auch gehört, es gibt quasi alles in der Branche von großer Begeisterung bis zu großer Ablehnung. Ich glaube, es ist tatsächlich eine Chance, sowohl für den Handel, für den Hersteller, aber auch für den Endkunden. Der Handel ist aufgefordert, sich zu differenzieren, nicht nur durch den Preis, sondern wenn der nicht mehr übrig bleibt, es ist eigentlich Service und es sind innovative Betreuungsmodelle. Das ist eine große Chance, das ist natürlich auch ein Umdenken. Aus Marketing-Sicht ist es auch eine große Chance für den Handel, denn ich komme im digitalen Marketing aus auktionsbasiertem System. Da kann man sich, wenn man sich für dieselbe Zielgruppe interessiert, sehr gerne hoch bieten als Handel. Also ich möchte irgendwie Mittelständler ansprechen, der Händler und Nächsthändler um die Ecke. Es wird teurer in der Auktion, wenn da wirklich in einem guten System der Hersteller irgendwie so ein bisschen den Überblick hat, das entsprechend verteilt. Wird es jetzt nicht für alle effizienter? Es gibt weniger Kannibalisierung, aber es erfordert ein Umdenken, es erfordert eine gute Orchestrierung. Ich habe jahrelang mit einer Marketingagentur den Autohandel betreut im Spannungsfeld, eigenes Marketing zu machen, aber im CI und WKZ Abhängigkeit von den Herstellern. Und dann kam ja vor Jahren, du hast auch gesagt bei Google, immer mehr Online-Marketing da rein und die Autos, also ich kann es nur für Deutschland sagen und für den Autohandel, das war dann so mit innovativen Marketingansätzen, da waren die schon ziemlich weit hinterher. Die Hersteller, die haben es gemacht, die haben sehr früh Programmatic Advertising und was weiß ich nicht alles, da waren die drauf, aber ich sage mal, zielgruppenorientiertes Online-Marketing, das machen immerhin und immerhin noch nicht alle. Das ist echt Wahnsinn, dass die da so hinten dran sind. Das ist immer so, mir blutet das Herz, weil ich auch so ein großer Autofan bin und der Handel ist so eminent wichtig. Selbst wenn der Agenturvertrieb kommt, die Rolle wird sich vielleicht ein bisschen verändern und das Margin-System auch, aber da bin ich für, ich bin so Autohandel-Fan. Ja, zurecht, zurecht. Ich habe noch etwas anderes. Jetzt habe ich hier jemand von LinkedIn vor mir sitzen. Zuletzt boomt der Begriff Social Selling. Und das nicht zuletzt überall, sondern auch in der Automobilbranche. Social Selling ist der Schlüssel. Damit kannst du noch deine B2B-Kontakte besser erreichen und Co. Kannst du aus deiner persönlichen Sicht Social Selling beschreiben? Und wie siehst du diesen Trend, dass das auf einmal so ein Buzzword ist? Oder war es schon immer da und hat nur einen Namen? Wahrscheinlich war es schon immer da, denn das, was der Handel gemacht hat in seinem regionalen Umfeld mit Leuten in Ansprache, war ja sicherlich auch schon eine Art des Social Sellings. Ich glaube, es gibt nur im digitalen Bereich andere Tools und auch andere Möglichkeiten, diejenigen zu entdecken, die man vielleicht bisher nicht entdeckt hat. Und ich glaube, dass sowohl im Bereich Marketing, wenn wir jetzt von einer Hersteller-Sicht sprechen, aber auch im Bereich eher Sales, von einer Händler-Sicht sprechen, wirklich ein gutes Tool ist. Also aus einer LinkedIn-Brille würde ich sagen, für den Handel insbesondere, ist es wahrscheinlich eher auch im Bereich B2B oder Flotte, muss man sich auch mal überlegen, das ist ja auch mal eine Eigenzulassung und irgendwie Autovermietungszulassung abzieht. Immer noch, gerade bei den deutschen Premium-Marken, das ganz große Geschäft eigentlich im B2B-Bereich ist, aber die großen Marketing-Helder ja eigentlich im B2C-Bereich sind, glaube ich, dass Social Selling eine gute Lösung ist, auch in einer One-to-One-Ansprache versus einer One-to-Many-Ansprache im Marketing. Das heißt, wir haben bei LinkedIn, das ist nicht mein Bereich, Sales Solutions nennt sich das Ganze, die Möglichkeit tatsächlich, LinkedIn als Identifikationstool zu nutzen und zu sagen, okay, wen habe ich denn, in welchen Branchen in meinem Umkreis sitzen, der eine Entscheidungsposition ist, der vielleicht lang genug dabei ist, der mitreden kann, welche Flottenlösungen ein Unternehmen hat, von Unternehmensgröße identifizierbar, jemand, der vielleicht im Finanzbereich arbeitet oder im HA-Bereich oder im Vorstand oder Eigentümer der Firma ist und da kann man natürlich eine super One-to-One-Ansprache machen. Im Handel vor Ort aber das Ganze auch gespiegelt als Hersteller einer One-to-Many-Ansprache, das ist wiederum mein Bereich, um eben Flottenentscheider anzusprechen. Was mir da immer noch ganz wichtig ist, ist nicht nur die Flottenmanager eine Flottenlösung im Unternehmen definieren, eben auch Stakeholder, ein ganzes Buying-Committee, was deutlich größer ist als die Person mit dem Titel Flottenmanager. Und ganz wichtiger Bereich auch für uns, User-Chooser, also Leute, die eigentlich ihren Dienstwagen haben, klassischer rechtlicher B2B-Kunde, aber wir haben viel Marktforschung dazu gemacht, Nummer 1, Grund für einen Firmenwagen, Auto, was zu meinen privaten Zwecken passt, was oft das einzige Auto ist. Da sieht man schon, die haben ein B2C-Mindset, aber eigentlich ein B2B-Kunde und da ist auch Social Selling, glaube ich, eine gute Variante. Interessanter Ansatz. Ja, wenn man jetzt so sieht, du machst seit vier Jahren, bist du auf deiner Position, ich habe das so schön formuliert, LinkedIn hat scheinbar auch die Automotive-Bubble entdeckt. Okay, ist ein bisschen reißerisch, vielleicht ein bisschen Zeit hat die Automotive-Bubble auch LinkedIn entdeckt oder beidseitig. Ganz genau. Wie unterstützt ihr denn mit eurer Plattform die Branche? Mal so ganz platt gefragt. Verschiedene Möglichkeiten. Wir haben natürlich viele Buzzword-Daten, also wir haben viele Insights, wie LinkedIn-Nutzer LinkedIn verwenden und wofür die sich interessieren, mit welchem Content sie interagieren. Da sehen wir immer, dass in Deutschland, aber auch global, die Automotive-Branche eine der Top-Industrien ist, wo wir am meisten Content publiziert sehen, aber auch Engagement mit Content sehen und dementsprechend können wir das auf jeden Fall schon mal sagen, welche Subthemen der Automobilindustrie sind die besonders interessanten für LinkedIn-Nutzer, aber auch wer sind die Leute, in welchen Firmen sitzen sie, welche Ausbildung haben sie, welches Skillset haben sie. Also das ist ein großer Bereich. Es ist ja ähnlich bei euch wie bei Facebook, wo bei Facebook Unternehmensseiten aufkamen. Die Analytik, die auf einmal für einen Seitenbetreiber da war, weil jeder User, der sich ja angemeldet hat, hat ja seine Daten lieberweise preisgegeben und bei euch habt ihr ja nicht nur, ich sag mal, einen Namen und ihr habt ja, wo arbeitet er, wie lange arbeitet er, eine Firmenhistorie, da kommen ja auch immense Daten zusammen. Genau und was unser Datenbereich von anderen unterscheidet ist, wir nennen es ja immer schon First-Party-Data, also was man selber eingibt und definiert als Daten, die sind bei uns natürlich sehr akkurat. Du bist da mit deinem Lebenslauf, du lügst üblicherweise nicht auf deinem Lebenslauf, sonst kommt es irgendwann raus, wenn dich mein Headhunter anspricht. Du aktualisierst sie, das ist eine sehr, sehr, sehr hohe Datenqualität in auch einem Bereich, wir nennen es firmografischen Bereich, die man woanders so nicht hat. Das ist quasi das Quanti oder auch Qualitative und dann aber auch, warum man LinkedIn nutzt. Das ist ein anderes Mindset als bei anderen Plattformen im Sinne von, es ist weniger der Entertainment-Gedanke, es ist vielmehr der, wie komme ich weiter, was kann ich lernen, wer kann mir helfen. Also wir nennen das Ganze auch so das Professional Mindset und das ist natürlich auch super spannend für den Automobilhersteller, das zu nutzen. Es ist komplementär, nicht besser als das andere, aber insgesamt ergibt es halt einen sehr schönen Blumenstrauß, wenn man alle diese Kanäle bespielt. Ja, natürlich spannend, wenn so ein Setting, was ihr habt und dann halt, ich sage mal, Werbetreibenden oder wenn ihr in Content-Strategien auch beratet, darauf halt zurückzugreifen und klingt sehr interessant, muss ich gestehen. Ja, vielleicht noch ein Beispiel, auch wie du vorhin gefragt hast, wie sich Mobil- oder Automobilindustrie verändert hat in den letzten Jahren. Ich merke, es ist immer sehr interessant, ich habe so einen doppelten Hut auf. Ich spreche mit dem Headquarter, mit den Zentralen, aber auch mit den deutschen Vertriebsorganisationen, die auch nicht immer ganz kongruent sind in ihren Zielen. Der deutsche Automobilhersteller oder der deutsche Markt will natürlich Autos verkaufen und die Zentrale möchte so ein bisschen Branding machen und die Werte verstanden haben. Und was ich da viel mehr als früher merke, ist solche Geschichten wie, wir gehen Richtung Luxus, wir gehen Richtung Technologieführerschaft. Unsere Konkurrenten sind nicht nur die anderen Automobilhersteller oder die neuen Konkurrenten aus der Automobilindustrie. Unsere in der Nachhaltigkeit ist vielleicht ein Patagonia oder Stella McCartney. Im Luxus ist es ein Louis Vuitton oder ein Hermes. Wie positionieren die sich denn auf LinkedIn? Wie könnt ihr uns helfen, da mitzuhalten? Das heißt, wir nennen das so schön Ford Leadership. Wie kann ein Automobilhersteller als Luxushersteller wahrgenommen werden? Wie kann er als Technologieführer wahrgenommen werden? Welche Rolle spielen Vorstände? Welche Rolle spielt der CEO? Welchen Content kann der auf LinkedIn liefern? Und wie können wir das Ganze auch messen? Also das sind Dinge, die sich ganz massiv verändert haben, dass man nicht nur in der reinen Autobubble ist, sondern dass man quasi nach außen geht. Auch die großen Tech-Konzerne. Auch wenn wir im Bereich Employer Branding gehen, sozusagen. War of Talent, der Software-Ingenieur, möchte der bei Google oder bei BMW arbeiten? Auch solche Themen sind quasi im Alltag. Absolut, absolut. Persönlicher Einschub, ich glaube, mir fallen diverse Marken ein, die sich mal mit euch unterhalten sollten, um besser zu sein. Schick sie zu mir. Vielleicht machen die schon was. Vorhin auf Topic habe ich ein Beispiel erzählt, wo ich wirklich dachte, wirklich? Und das ist eine Anzeige? Dafür habt ihr Geld ausgegeben? Ach, come on, Leute. Ihr seid doch ein Riesenunternehmen. Das muss doch nicht sein. Wenn ich das nochmal sehe, leite ich ihr weiter. Ja, sehr gern. Okay, wir switchen. Wir nehmen jetzt mal so den Blick aus dem Rückspiegel raus und machen das Fernlicht an und gucken so ein bisschen in die Zukunft. Du blickst ja auf verschiedene Ebenen der Mobilität und hast so ein bisschen vielleicht so einen Blick auf das Ganze. Wo geht deiner Meinung nach so die Reise der Mobilitätsbranche in Deutschland hin? Wird sich die Mobilität verändern? So Fokus auf Deutschland? Siehst du da was kommen? Es ist ein bisschen wie das, auch was ich im Rückspiegel gesagt habe. Ich glaube, das Bedürfnis nach individueller Mobilität wird sich nicht verändern. Das wird bleiben. Und dem Ganzen wird auch entsprochen werden. Ich glaube tatsächlich, dass es deutlich kleinteiliger oder unterschiedlicher wird in den Möglichkeiten und in den Bedürfnissen. Das ist so ein bisschen das, was ich vorher gesagt habe. Auch was Stadt-Land-Unterschiede angeht. Riesenunterschied. Was Generationen-Unterschiede angeht, was Einstellungen angeht, vielleicht auch was soziale Unterschiede angeht. Und dem zu entsprechen, dem kleinteiliger und individueller zu entsprechen, ist, glaube ich, eine große Herausforderung für die Mobilitätsbranche. Viel mehr weg vom One-Size-Fits-All zu wirklich individualisierten Angeboten. Und da ist viel Trial and Error. Und das sehe ich. Das ganze Thema Auto-Abo, was sich teilweise auch schon verändert. Die Idee, ach, im Sommer fahre ich ein Cabriolet und im Winter irgendwie eine Limousine. Klappt vielleicht dann doch nicht so. Da muss nachgesteuert werden. Carsharing, ganz interessant, diese Now-Gruppe, die sich ja mit Mercedes und BMW gebildet hatte, so dann auch nicht in allem so erfolgreich war. Ich glaube, da wird viel getestet. Mikromobilität, letzte Meile. Ich glaube aber, was individuelle, automobile Mobilität angeht, glaube ich, nach wie vor eine große Zukunft. Und auch das Bedürfnis zu besitzen und nicht nur zu teilen und zu bleiben. Ja, das wird teilweise unterschätzt. Und das wird auch teilweise, gibt es ein schönes Beispiel, die Marke darf man auch sagen, Nio. Nio ist auf den europäischen, auf den deutschen Markt gekommen, Schlüsselmarkt. Und hatten bei dem Aufschlag in Deutschland, wenn ich mich recht entsinne, was sagte der Ralf? Nicht im Portfolio ein Auto zu verkaufen. Ja, stimmt. Und dann kamen die Kunden rein und haben gesagt, ist ja ein wunderbares KFZ. Ich möchte dieses KFZ gerne kaufen. Ich glaube, auch Lincoln Co. war dann auch ähnlich. Und da hatte ich das Interview mit dem Ralf Kranz, schöne Grüße an der Stelle, geführt. Und da sagte er auch, dass der interkulturelle Austausch mit China oder Chinesen oder den chinesischen Geschäftsleuten kann so und so laufen. Und bei Nio scheint es aber extrem cool zu sein. Und da wurde halt dieses Problem angesprochen. Und da wurde gesagt, ja, den Preis haben wir ja eigentlich. Schreiben wir dran. Und zack, gelöst. Ja, sehe ich aber auch so mit dem Ownership und so. Ich habe auch eine interessante Anekdote dazu. Ich habe ein Briefing bekommen für eine Autokampagne. Und da wurde explizit von uns eine Beratung gewünscht, wie man Modern Youngers erreichen könnte. Und damit waren tatsächlich gemeint diejenigen, die einfach irgendwie ökologisch bewusst sind und urban und eigentlich gar kein Auto mehr haben wollen. Ist ja uncool zu sagen, ich kaufe mir ein Auto. Aber das Kind muss ja trotzdem zum Flirtenunterricht gefahren werden und irgendwie zum Fußball. Und eigentlich brauchen wir doch ein Auto. Und dieses Mindset auf LinkedIn und wie wir abdecken können, wie wir dort identifizieren können, das fand ich sehr lustig, dass schon in der Mediaplanung das Thema so angekommen ist. Das Identifizieren würde ich ja noch sagen, ja. Aber das gut anzusprechen, ist sehr dünnes Eis. Ja, da sind die, was du gesagt hast, guter Content, gute Relevanz zu schaffen. Weil das kann auch ganz haarscharf Meilen weit daneben gehen. Absolut. Und Feedback kriegt man ja auch gleich in den sozialen Medien. Yes, yes, yes, yes. Ja, ich habe hier noch das Stichwort Vertriebsmodelle stehen und Agenturvertrieb. Da haben wir auch schon so ein bisschen drüber gesprochen. Wie siehst du, also ich denke, das wird auch relativ breit kommen. Die Diskussion hatte ich heute Morgen noch mit einem Branchenfremden, ob das wirklich für alle so kommen wird. Ich sage, für alle weiß ich noch nicht, aber die breite Masse wird darauf gehen. Und ist ja auch legitim, dass sie einen Vertriebsweg da anders gestalten wollen. Wie siehst du da die Chancen für den Autohandel, die zu positionieren? Thema, sprich Eigenmarke, starke Eigenmarke, weil sonst bist du komplett austauschbar. Und dann wiederum das Social Selling da drin. Ist das so die Lösung, dass man das, was du vorhin sagtest, was ein Autohändler sowieso vor Ort macht? Der Meier ist schon immer der Sponsor hinterm Fußballtor gewesen. Dass man diese Strategie auch, ich wollte gerade dringend sagen, dringend auch digital fahren muss oder sollte. Ist das die Lösung? Es ist da, wo es machbar ist, sicherlich ein ganz großer Teil der Lösung. Aber ich glaube auch da nicht unbedingt an einer One-Size-Fits-All-Geschichte. Man braucht natürlich eine gewisse Schwungmasse, die man mitnehmen kann. Man hat vielleicht in einer kleinen Stadt andere Skalierungseffekte, als man es in einer großen Stadt hat. Und auch andere Bedürfnisse. Von daher muss ich da leider auch eine sehr differenzierte Antwort geben. Aber man kommt natürlich nicht davon weg. Und es wird auf jeden Fall immer wichtiger. Und es wird auch vor allem erwartet von der Kundschaft, sich so zu positionieren. Okay. Ich habe gerade noch eine spontane Frage. Du für deinen Bereich. Ihr habt eine Menge Daten. Vorhin haben wir über Daten gesprochen. Sorry, dass ich da gerade so ein bisschen hake. Weil ich habe gerade tausend Gedanken dazu im Kopf. Seht ihr, siehst du für deinen Bereich demografisch eine Veränderung im Kontext Nutzung von LinkedIn gekreuzt mit Automotive-Themen? Ja, tatsächlich. Einerseits dadurch, dass wir gestartet sind, eher mit den Akademikern und mit den besser ausgebildeten Leuten. Da merken wir ganz stark, da hinkt Deutschland nicht nur auf LinkedIn hinterher, ein Aufholeffekt. Dass tatsächlich auch andere Gruppen der Bevölkerung angesprochen werden. Das heißt quasi Blue-Collar-Worker, Auszubildende. Wir machen sehr viel im Bereich Universitäten, Studenten auf die Plattform zu holen. Das Ganze also quasi zu demokratisieren. Das merkt man ganz stark. In UK oder in Holland ist quasi jeder Arbeitnehmer auf LinkedIn. Das ist in Deutschland noch nicht der Fall. Und damit zusammengehend auch gerade bei Automotive, wenn wir auch über B2B und Flotte sprechen. Zum Beispiel, wir merken vermerkt, dass Handwerker auf der Plattform sind, die natürlich ein wichtiger Markt sind für B2B-Bereiche. Von daher glaube ich, dass wir mehr und mehr die Bevölkerung einfach abbilden. Krass, okay. Super, vielen Dank. Jetzt sind wir im Prinzip durch mit dem Podcast, lieber Dirk. Dankeschön, dass du alle meine Fragen so cool beantwortet hast. Es bleibt nur noch die wirklich klassische Abschlussfrage, die ich auch… Ich habe vor ein paar Folgen die Folge 100 gehabt. Und die Frage habe ich jetzt inzwischen… Ich habe heute einen LinkedIn-Post dazu gesehen. Yes, heute, genau. Heute nehmen wir auf. Die Frage habe ich immer drin. Wann sitzt du das erste Mal in einem komplett autonomen Auto? Wirklich reinsetzen, im Zweifel vielleicht verbal ein Kommando geben und dann fährst du dich irgendwo hin, zur Arbeit, wo auch immer. Wann wird das soweit sein, deiner Meinung nach? Du meinst quasi wirklich Level 5 Autonomie? Ja. Ich habe schon mitbekommen, dass du auch sehr auf konkrete Jahreszeiten pochst und eine konkrete Antwort. Ich würde sagen zwischen 2035 und 2040. Okay. Ich weiß nicht, ob es im Privatmarkt oder… Ich sehe es eher im Bereich Shuttle-Services, vielleicht auch im regional begrenzten Bereich. Wir wissen ja, dass gerade der Stadtverkehr eine große Herausforderung dafür ist. Aber ich glaube, dass zumindest Testfelder und Feldversuche in diesem Zeitraum wahrscheinlich stattfinden. Okay. Nehme ich so. Das war sehr konkret. Vielen Dank. Du hast ja gesagt, das hast du schon mitgekriegt, ich habe schon die wildesten und lustigsten Antworten da gehabt. Da bin ich immer happy, wenn jemand konkret so raushaut. Was machst du, wenn es dann rauskommt? Wenn es möglich ist, verteilst du Preise? Ich gucke mal. Das ist eine geile Gegenfrage. Da muss ich auch mal Gedanken drum machen. Ja, du. Nochmal danke, dass du auch die Frage mitgenommen hast. Sehr gerne. Dafür sind wir mit dem Podcast heute am Ende. Cool, dass du dir im Rahmen der IAA Zeit genommen hast. Da ist auch viel auf dem Zettel stehen, denke ich mal, terminlich. Deswegen bin ich da sehr dankbar für. Ich hoffe, euch da draußen hat es Spaß gemacht. Da fand ich echt viele interessante Insights drin. Und ja, dann würde ich sagen, sagen wir alle nochmal Danke an den Dirk und sagen, ciao, wir sind raus. Ciao, vielen Dank und see you on LinkedIn.


Diese Episode ist Teil des Podcasts Benzingespräche von Tim Klötzing.