Einleitung

In der neuesten Episode der Benzingespräche-Podcastreihe begrüßen wir Carima Knigge, eine aufstrebende Unternehmerin, die das Autohaus Wolfmann in Bremen in der fünften Generation führt. Erfahren Sie, wie sie die Herausforderungen der Automobilbranche meistert und welche Rolle Tradition und Innovation in ihrem Unternehmen spielen.

Familientradition und Innovation

Carima Knigge ist seit zweieinhalb Jahren im Familienunternehmen tätig und hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Markenentwicklung und das Business Development voranzutreiben. Mit einem Portfolio, das Marken wie Ford, Jaguar Land Rover und MG umfasst, setzt sie auf eine strategische Erweiterung durch neue Marken wie Electric Brands.

Erfahrungen mit dem Agenturmodell

Ein zentrales Thema des Gesprächs war das Agenturmodell, das Carima mit der Marke MG eingeführt hat. Sie beschreibt es als ein stetiges Lernfeld, das sowohl Herausforderungen als auch Chancen bietet. Die Agilität und Entscheidungsfreudigkeit des jungen Teams von MG tragen maßgeblich zum Erfolg bei.

Regionale Verwurzelung und Engagement

Die regionale Verwurzelung ist für Carima von großer Bedeutung. Das Autohaus Wolfmann engagiert sich in verschiedenen lokalen Initiativen und Vereinen, um den Standort Bremen zu stärken und zu fördern. Carima betont, dass die Kenntnis der regionalen Kundenbedürfnisse entscheidend für den Erfolg ist.

Frauen in Führungspositionen

Ein weiteres Highlight des Interviews ist das Thema Female Empowerment. Carima war kürzlich auf dem Cover der Zeitschrift Bremissima, wo sie zusammen mit einer anderen Jungunternehmerin über die Herausforderungen und Chancen als weibliche Nachfolgerin in einem Familienbetrieb sprach.

Fazit

Carima Knigge zeigt eindrucksvoll, wie man Tradition und Innovation in Einklang bringt. Ihr Engagement für das Autohaus Wolfmann und die Region Bremen ist inspirierend und macht sie zu einer wichtigen Stimme in der deutschen Automobilbranche.

Themen:

  • Familienunternehmen in der Automobilbranche
  • Agenturmodell mit MG
  • Regionale Verwurzelung und Engagement
  • Frauen in Führungspositionen
  • Tradition und Innovation im Autohaus

Key Takeaways:

  • Carima Knigge führt das Autohaus Wolfmann in der fünften Generation.
  • Das Agenturmodell bietet Chancen und Herausforderungen.
  • Regionale Verwurzelung ist entscheidend für den Erfolg.
  • Engagement in lokalen Initiativen stärkt den Standort Bremen.
  • Female Empowerment ist ein zentrales Thema für Carima.
  • Tradition und Innovation gehen im Autohaus Hand in Hand.
📄 Vollständiges Transkript
Benzingespräche – der Branche- und Personality-Talk der deutschen Automobilwirtschaft. Der Podcast für und mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind erzählt zu werden. Es geht um neue und verschiedene Blickwinkel auf die Autobranche und persönliche Meinungen zukünftiger Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, Content-Creator und freier Automarketing-Berater. Bevor es nun losgeht, ein kurzer Hinweis auf einen starken Partner, der diesen Podcast möglich macht. CarWow! CarWow ist die führende Neuwagen-Plattform für Autokäufer, Händler und Automobilhersteller. Wussten Sie schon? Mit über 3 Millionen Besuchen pro Monat ist CarWow eine der einflussreichsten Automotive-Media-Brands und bietet Herstellern und Händlern Zugang zu Deutschlands größter Neuwagen-Audience. Mehr Infos auf carwow.de Herzlich Willkommen zurück bei den Benzingesprächen und heute schon mit der dritten Ausgabe der Pink-Network-Serie von und mit Juliane Schleicher. Hallo Juliane! Hallo Tim! Ja, da sind wir wieder mal, ne? Ja, ich freue mich. Gute Folge schon. Ja, es geht schnell. Und du kommst immer wieder mit tollen Gästen um die Ecke. Wen hast du diesmal im Interview? Diesmal habe ich ein sehr nettes Gespräch geführt mit Carima Knigge vom Autohaus Wolfmann in Bremen, die das Autohaus in der fünften Generation zusammen mit ihrer Mutter führt. Und ja, ganz viele spannende Themen waren da, worüber wir uns unterhalten haben. Eine total nette junge Frau, sehr engagiert, hat ganz viel Lust auf die automobilen Themen und ich würde sagen, am besten reinhören. Ja, würde ich auch sagen. Ich bin nämlich auch total gespannt schon, weil die Carima habe ich auch schon immer wieder so auf Social Media wahrgenommen und die war ja auch auf dem einen oder anderen Panel schon und hatte leider noch nicht das Glück, sie persönlich zu treffen. Umso mehr freue ich mich jetzt da reinzuhören, worüber ihr gesprochen habt. Und von daher würde ich sagen und du glaube ich auch, lass uns reinhören und starten, oder? Ja, viel Spaß beim Reinhören. Ganz genau. Dann geht es los jetzt damit. Viel Spaß. Hallo zu einer neuen Ausgabe des Pink Network Podcast, die dritte Folge schon. Heute begrüße ich eine liebe Freundin, die Carima Knigge, bei mir hier am Mikrofon. Hallo Carima. Hallo Juliane. Danke für die Einladung. Ja, sehr, sehr gerne. Für alle, die dich noch nicht kennen sollten, was ich mir fast nicht vorstellen kann, stell dich doch gerne mal vor und auch dein Autohaus, was ihr so macht. Ja, gerne. Also ich bin Carima, komme aus Bremen, bin jetzt fast 27 Jahre alt und bin seit rund zweieinhalb Jahren bei uns mit in der Voltron-Gruppe beschäftigt. Ein Familienbetrieb in mittlerweile der fünften Generation, seit 1906. Und ja, bin dort verantwortlich für die Markenentwicklung unserer neuen Marken, fürs Business Development. Und ja, wir haben rund 220 Mitarbeiter an sechs Standorten mit den Marken Ford, Jaguar Land Rover, MG, Ineos und ja, zukünftig Electric Brands. Und ja, bin froh, hier dabei zu sein. Dankeschön. Ja, klingt spannend. Wir haben uns, glaube ich, vor anderthalb oder zwei Jahren kennengelernt im Rahmen eines Interviews. Da ging es auch um MG. Da habt ihr ja sozusagen als einer der Ersten das Agenturmodell auch mit MG begleitet. Wie sind deine Erfahrungen nach den anderthalb oder zwei Jahren? Ein stetiges Lernen, würde ich sagen. Also es ist total, erstens, ich sag mal, ich bin ins Unternehmen gegangen und mehr oder weniger die erste Aufgabe, die wir dann irgendwie für uns oder für mich dann gefunden hatten, war auch dann MG, weil wir gesagt haben, Mensch, Agenturmodell kennt irgendwie, kannte man, glaube ich, von ganz früher, kannte man dann ganz lange nicht mehr und kann jetzt neu auf, geringes Risiko, machen wir einfach mal. Und so haben wir dann damals gestartet und sind total glücklich. Also die Marke ist eine super Ergänzung bei uns im Produktportfolio. Das ist eben das, was wir eben mit unserer Gruppe eben auch versuchen zu gucken, welche Produkte können wir bei uns in der Gruppe integrieren, um unsere Kunden in unserer Region und das Stichwort Region ist dabei immer ganz wichtig, irgendwie abzuholen und uns dabei innerhalb der Marken nicht zu kannibalisieren. Ja, deswegen ist MG total interessant. Es ist eben auch ein total junges Team bei MG. Das heißt, dass viele Dinge auch sehr schnell entschieden werden, sehr agil sind in ihren Entscheidungen, auch mal andere neue Wege zu gehen. Ja, macht Spaß, ist herausfordernd, sowohl für mich als auch für die Mannschaft, die hinter mir steht, aber ist eine coole Marke. Okay, sehr schön. Jetzt sagst du Familienunternehmen in der fünften Generation. Wie groß ist der Druck? Ich glaube, den Druck würde man sich selber machen oder kriegt man von außen irgendwie zu spüren. Und das ist bei mir, um ehrlich zu sein, gar nicht der Fall. Also ich bin tatsächlich der Druck, den ich damals, bevor ich ins Unternehmen gekommen bin, war viel größer als der, den ich jetzt spüre. Damals war immer noch dieses Thema Mann, wirst du der Rolle gerecht? Du hast irgendwie von außen eigentlich nur mitbekommen, was deine Mutter da den ganzen Tag wuppt und weiß und kann und tut. Und hast mal gedacht, oh Gott, das wirst du nie machen können. Und das hat irgendwie spontan reingefallen und hat irgendwie dieses Learning by Doing am Ende des Tages und einfach auch viel Kommunikation. Und immer das Thema einfach auch damals, wenn du es, also machst, wenn du Lust hast, machst nicht, wenn du keine Lust hast. Es ist überhaupt kein Problem. Es ist, wenn du was anderes machen möchtest, dann ist das so. Dann kriegen wir das ja auch anders gewuppt und da wurde nie Druck aufgebaut. Und ich glaube, dadurch, dass wir bei uns im Unternehmen eine sehr offene Fehlerkultur auch leben, sowohl bei uns als auch mit unseren Mitarbeitern, wenn da mal Fehler passieren, dann macht das nichts, solange du halt irgendwie daraus lernst. Ja, letztendlich, gerade weil wir uns ja auch in so einer, Sprichwort Transformation, wie verwendet, befinden, weiß man ja eigentlich auch nicht so richtig, was man macht und was man nicht macht. Aber wenn man das Risiko einfach kalkuliert und auch die Sachen, die man dann auch tut und entscheidet, einschätzen kann, ist da, glaube ich, der Druck nicht so riesig. Und ich selber mache mir eben einfach auch nicht so einen Druck. Mal gucken, was kommt, so nach dem Motto. Wolltest du schon immer im Autohaus bei euch dann arbeiten oder hattest du zwischendrin auch mal andere Pläne? Nee, eigentlich war es das immer. Also meine Mama ist ja über ihren Papa mit reingekommen und wir haben eben, als Opa noch gelebt hat, viel über das Autohaus gesprochen. Der war mit 86 auch noch mal aktiv irgendwie, so eher weniger aktiv, eben auch die Seele des Unternehmens immer mit dabei. Und da hat man auch diese Begeisterung fürs Unternehmertum einfach auch verspürt und mitbekommen, glaube ich. Zwischendurch, wo man dachte, oh Gott, schaffst du es überhaupt, war natürlich auch mal die Frage, was könntest du sonst machen? Für sich einfach einen anderen Weg zu haben, um den Druck nicht zu haben, reinzumüssen. Da wollte ich dann irgendwann mal Tierärztin oder Psychologin werden. Das bin ich jetzt wahrscheinlich irgendwie so in meinem Hobby. Wir sind alle Hobbypsychologen. Genau, gefährlich. Aber eigentlich war es das immer. Ich habe ja von meiner Papas Seite, der hat eine Konditorei, also eine ganz witzige Konstellation auch. Mama macht Ausschluss, Papa macht Kuchen. Und das war aber nie für mich ein Thema. Aber auch da wurde nie irgendwie von Seiten meines Papas irgendwie gesagt, Mensch, willst du nicht auch mit rein? Ist auch ein Traditionsunternehmen seit 1800. Aber es ist jedem das Sein. Und wenn man eben irgendwie selber eine gute und glückliche Entscheidung trifft, ist das fein gewesen für alle. Du erwähntest gleich zu Beginn das Thema Region oder Regionalität. Wie wichtig ist dir das in deiner Arbeit oder auch für euer Autohaus? Extrem wichtig. Wir haben es letztens ganz schön beschrieben, indem wir gesagt haben, wir als Menschen sind super divers. Und Länder unter sich sind noch diverser. Und selbst Deutschland vom Norden bis Süden ist so unterschiedlich. Die Menschen sind so unterschiedlich. Seinen Kundenkreis zu kennen in seiner Region ist, glaube ich, für uns ganz wichtig, um zu wissen, wie gehen wir in die Zukunft, mit welchen Leuten gehen wir in die Zukunft, welche Produkte müssen und welche Dienstleistungen müssen wir für unsere Kunden in der Region finden und ansprechen. Klar, auch der Name macht einem natürlich das Ganze auch in seiner Region einfacher. Wenn wir jetzt mit Woltmann nach Hamburg gehen würden, ja, das ist halt was anderes. Wir wollen eben regional wachsen. Regional heißt auch, wir gucken ein bisschen außerhalb von Bremen, aber regional heißt nicht für uns, wir gehen irgendwo nach Nordrhein-Westfalen oder was auch immer, sondern eben für uns und unsere Kundengruppen hier im Norden, Nordwesten. Engagiert ihr euch auch regional oder lokal in Bremen? Genau, also wir sind in verschiedenen Foren oder verschiedenen Vereinen mit drin. Das eine ist zum Beispiel Unternehmen Bremen e.V. Das sind so eine Zusammenkunft von Unternehmen, die hier in Bremen verwurzelt sind, um einfach auch den Bremer Standort an sich als attraktiv auch in die Presse zu geben. Also häufig wird, ich weiß nicht, vielleicht ist es auch in anderen Städten so, aber wird immer irgendwie das Haaren der Suppe und das Negative über die Stadt und die Region irgendwie ausgepackt. Eigentlich haben wir in der Region so viel Gutes und so viel Industrie und so viele tolle Unternehmen, die einfach auch als Verneuerer und gute Arbeitskräfte total interessant sind, um sich da einfach auch aufzustellen, sagen, wir können was und wir sind was. Und wir sind nicht nur die kleine Schwester von Hamburg. Und ja, dann Thema Women Empowerment. Da haben wir mit einer Zeitschrift zusammen, sind wir Sponsor bei einer Women’s Charity Night. Genau so engagieren wir uns eigentlich hier. Sehr schön, da leuchten deine Augen, wenn du an Bremen sprichst. Und ich habe dich ja besucht und ich war wirklich auch sehr positiv überrascht, wie schön Bremen auch ist, auch die Innenstadt oder so. Also geht alle nach Bremen, besucht Bremen. Gerne und kommt vorbei. Kommt vorbei und trinkt deinen Kaffee bei Karima. Du erwähntest gerade diese Zeitschrift, Bremissima. Du warst ja letztens Covergirl, sage ich mal so, mit einer anderen Unternehmerin, Jungunternehmerin. Worum ging es da? Tatsächlich ging es da rund um die Nachfolger. Also Bremissima ist ein sehr positives Magazin hier in Bremen. Wird tatsächlich wahnsinnig viel gelesen. Das dachte ich immer gar nicht, wie viele Leute einen dann doch irgendwie darauf ansprechen. Und da geht es einfach eigentlich auch um Women Empowerment. Frauen in Bremen, deren Geschichte zu erzählen. Und in dem Fall eben auch, meine Mama und ihre Mama waren vor einigen Jahren auch schon mal auf dem Cover des der Bremissima und so. Da kannte man wirklich so ein bisschen das Einweiten der neuen Generation. Auch in den Familienbetrieben der Mütter, was ja auch nicht alltäglich ist, sagen wir mal so. Die Generation damals, ich glaube, es ändert sich jetzt auch mehr, Frauen in Führungspositionen und so weiter und so fort. Aber damals war es eben, glaube ich, auch nochmal ein bisschen was Besonderes. Und jetzt die Töchter noch mit dabei zu haben, glaube ich, war eine ganz spannende Geschichte. Da ging es auch um Lust oder Last als Nachfolge. Und ja, also ein spannendes Thema, was glaube ich, was die Leute auch interessiert. Wir können ja gerne den Link in den Shownotes nochmal abbilden. Wer das dann lesen möchte, kann das gerne machen, genau. Female Empowerment oder Women Empowerment, wie wichtig ist dir das? Findest du, das wird gerade so ein bisschen eher gehypt? Oder sagst du, höchste Zeit und hat viel zu lange gedauert? Ich glaube, es ist super wichtig. Aber ich glaube, es ist nicht nur die Außenwirkung, sondern auch die Leute selber zu ermutigen, die Schritte zu gehen und sich selber einfach das zuzutrauen, einfach mal zu machen und auch mal Fehler zu machen. Und ich glaube, ich finde nicht, dass es so ein Lifestyle werden sollte, sondern dass es einfach echt gelebt werden sollte. Und was ich natürlich immer wieder mitbekomme, was an sich auch für mich was Positives ist, aber Frauen werden nach wie vor wahnsinnig unterschätzt. Und ich merke das halt immer wieder, wenn man auf irgendwelchen Veranstaltungen ist oder irgendwo unterwegs ist oder was erzählt. Man wird im ersten Moment, so empfinde ich das immer mal wieder, nicht richtig ernst genommen. Und darüber hat man auch die Chance, sich auch besser oder überraschenderweise noch darzustellen. Also wenn man dann irgendwie was sagt, was irgendwie Hand und Fuß hat und was nicht erwartet wird, dann wird man gleich mit großen Augen angeguckt und bleibt auch dann, ich sage mal, im Kopf. Das sollte eigentlich ein Selbstverständnis werden. Ich freue mich, dass gerade in der Automobilbranche die Frauen zusammenkommen und einfach sich auch austauschen. Ja, vielleicht ist es irgendwann so, dass man auf einer Veranstaltung 50-50 ist und nicht nur drei unter 100 Männer in Anzügen stehen. Ja, das ist immer noch so. Aber wir arbeiten ja fleißig dran mit Pink Network. Du bist ja auch eine Teilnehmerin der ersten Stunde und unterstützt das auch. Und zusammen mit deiner Mama bin ich ganz toll und bedanke ich mich auch. Wie wichtig ist auch Netzwerken? Also außerhalb natürlich jetzt von den Frauenrunden, aber wie grundsätzlich wichtig ist das Thema für dich? Ich würde von mir selber behaupten, ich bin ein schlechter Netzwerker und ich mache das nicht super gerne. Andere würden sagen, was? Das kann ich mir gar nicht vorstellen. Ich sage mal, in meinem Privatbereich bin ich immer sehr zurückgezogen mit meinen engen Freunden und gehe auch eigentlich gar nicht so gerne raus. Aber ich habe gemerkt, dass es einen extremen Mehrwert hat für mich, weil ich über meine Grenzen hinausgehe, weil ich sage, okay, ich tue etwas, was ich nicht unbedingt super gerne tue. Aber wenn man am Ende des Tages zum Beispiel bei einer Veranstaltung nach Hause geht, hat man ein total gutes Gefühl. Und das fühlt sich dann einfach auch irgendwie ein bisschen bestätigt, dass man sagt, okay, das ist das Richtige. Und eben um neue Facetten und neue Eindrücke, neue Ideen mitzunehmen, ist es unglaublich wichtig. Gerade jetzt, wo sich sowieso alles wandelt, wo die Hersteller sehr interessante Wege gehen, wo der Handel irgendwie auch sich gegenseitig unterstützen muss. Das ist extrem wichtig und da gehe ich dann auch gerne mal außer meiner Haut. Ja, also was ich auch feststelle, auch im Rahmen der Planung von den Neomobility Rockstars, im Event für jüngere Führungskräfte, wo du auch dabei bist, deine Generation oder auch die darunter oder darüber sind jetzt nicht so die Netzwerker. Viele müssen sich, glaube ich, überwinden. Ich kenne das selber von mir auch. Man muss sich natürlich erst mal überwinden, gerade wenn man alleine irgendwo hingeht, noch nicht so lange im Business ist. Dann muss man sich trauen, einfach hinzugehen, sich in die Gruppe zu stellen, zu sagen, hallo, hier bin ich und das mache ich. Und so, glaube ich, das ist schon erst mal eine große Hürde für viele. Man muss sich trauen und das machen einige. Nämlich nicht oder machen weniger jetzt in der jüngeren Generation. Also die älteren Generationen, die sind da Forscher oder die sind da irgendwie schmerzfreier. So, kriegst du eine Einladung, gehst du hin und dann wird gequatscht. Das ist so ein bisschen gehemmter noch. Ja, ich glaube, es sind zweierlei Dinge. Ich glaube, zum einen haben die natürlich noch ein anderes Selbstverständnis, sind schon länger mit dabei, haben ein anderes Selbstbewusstsein, auch da reinzugehen, haben mehr Erfahrungen als die jungen Leute. Aber zum anderen, glaube ich, auch die ältere Generation, in Anführungsstrichen, die haben vielleicht auch in ihrer Freizeit und ihrem ganzen Data auch weniger Zeit am Handy, hinter dem Bildschirm verbracht, wo man sich ja auch in gewisser Weise verstecken kann. Dann dieses Thema, auf einer Veranstaltung rauszugehen, mit anderen Leuten zu sprechen, mit Leuten, die man nicht kennt. Das ist, glaube ich, auch nochmal so ein Thema, was vielleicht auch nochmal dazu kommt. Ja, klar. Also viele Netzwerke finden ja jetzt mittlerweile online statt, an sozialen Plattformen, per E-Mail, per WhatsApp. Da wird sehr viel kommuniziert, aber das ist ja nicht das Real Life. Von daher tut es immer gut, glaube ich, dann zwischendrin mal, wie du auch sagst, gerade in dieser Phase, in der sich der Autohand jetzt befindet, die vielen Umstrukturierungen, die Transformationen. Tut es, glaube ich, schon gut, wenn man einfach sich mal zwischendrin austauscht. Wie machen das andere so? Ja, und vor allem, immer mal wieder bin ich auch in diesen Onlineforen mit dabei, um einfach neue Erkenntnisse mitzunehmen. Und für einen reinen Informationsschluss ist das mit Sicherheit ganz interessant, Dinge mitzunehmen. Aber wenn man vor Ort mit den Leuten einfach kommuniziert, wenn man sich auf einer persönlichen Ebene einfach auch vernetzt, ist es natürlich dann viel langfristiger, weil man dann eben auch einen Kontakt für die Zukunft hat, wo man sagt, Mann, wenn ich mein Thema habe, Dann fällt mir derjenige ein und den habe ich doch auf einer Veranstaltung kennengelernt. Den rufe ich einfach mal an, da ist die Hemmschwelle eine ganz andere, als wenn ich den irgendwo auf einer Onlinebühne gesehen habe und gesagt habe, ja, klingt interessant, den würde ich vielleicht irgendwann mal anrufen. Und deswegen ist es total nett, ja, auch dieser gegenseitige Austausch. Also, wie du sagst, so rein für die Informationsvermittlung, glaube ich, hat auch jetzt Corona nochmal verschärft, fährt jetzt keiner mehr von Hamburg nach München für einen Tagestermin oder so, ja, auch einfach aus Nachhaltigkeitsgründen und auch aus Zeitgründen. Unsere Zeit ist knapp bemessen und man überlegt sich jetzt mittlerweile ganz genau, wofür fahre ich wohin und wen treffe ich da auch? Da bieten sich natürlich diese ganzen Seminare und Onlineforen super an. Alles darüber hinaus, gerade Business-to-Business-Bereich, finde ich Netzwerken einfach auch super wichtig. Wie sieht denn deine nahe Zukunft aus im Outdoors? Was sind eure nächsten Projekte, Pläne, was hast du auf der Agenda stehen? Ja, also ich bin ein großer Fan von vernünftigen Prozessen, muss ich sagen. Wir haben jetzt viel umgestellt und gemacht und getan, neue Marke hier, eine neue Marke noch dazugenommen. Da einfach einen vernünftigen Prozess im Hintergrund zu schaffen, dass diese Marken wirklich bei uns auch anwachsen, sowohl im Vertrieb als auch eben prozessstärker ja noch der Service, dass die vernünftig integriert werden, ein vernünftiges Standing bekommen, vernünftige Abläufe, dass der Ablauf zwischen den Abteilungen gut funktioniert, das ist, glaube ich, in nächster Zeit wirklich das Thema für uns intern, um einfach auch nicht zu viel Arbeit zu produzieren mit neuen tollen Dingen, die vielleicht alle super sind, aber die gegebenenfalls nicht nachhaltig sind, weil sie im Hintergrund einfach keine vernünftigen Abwicklungen haben. Und das ist, also Thema MG ist schon gut integriert, ist ja jetzt auch schon ein bisschen länger bei uns. Thema INEOS ist ein Thema, wo wir jetzt sagen, okay, da festigen wir jetzt die Prozesse mit den nächsten Auslieferungen, die laufen. Und dann eben Electric Brands, da, ich sag mal, ich bin gespannt, wie das weitergeht. Also wir haben uns jetzt unsere Region gesichert, wollen das auch gerne machen. Die Frage ist da, wann kommt das und wie kann das integriert werden? Das sind so Themen, aber eben auch Mitarbeiter, Mitarbeitergewinnung, Mitarbeiterzufriedenheit im Unternehmen und da einfach, ich sag mal, wir sind ein Traditionsunternehmen, wir sind kein Startup, aber auch da eine gute Arbeitskultur zu entwickeln, dass die Leute Lust haben, bei uns zu arbeiten, das haben sie, aber eben auch neue Leute mit ihr, die Lust haben, auch auf Autohaus. Das ist so ein Thema, wo wir sagen, das ist auch nochmal oben auf der Agenda drauf. Was tut ihr dafür, dass zukünftige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf euch aufmerksam werden? Tatsächlich ist es ein Thema, wir mögen es auch, es ist das Präsentieren nach außen. Wir, ich habe das letztens mit Mama noch so schön gesagt, wir sind Hanseaten, kommen aus dem Norden und haben so eine typische hanseatische Zurückhaltung immer sehr gelebt. Mein Opa war auch immer sehr zurückgezogen, nicht so viel von sich erzählen, nicht so viel Gutes, nicht so viel Schlechtes, einfach für sich. Und wir haben in den letzten Jahren gemerkt, dass es eben doch einen extremen Mehrwert hat, auch mit dem Ding einfach nach draußen zu gehen, sowohl von seinen Erfahrungen zu erzählen, als auch neue Sachen für sich auch mit aufzunehmen und auch das Unternehmen in den Medien zu präsentieren. Und das ist, glaube ich, ein Thema, was gut funktioniert, ich bin aber auch immer ein Fan davon, nicht alles und wahllos zu posten, nur damit man was zu erzählen hat, sondern es so schon Hand und Fuß haben und es sollte irgendwie, es sollte auch einen Mehrwert bieten. Aber das ist so ein Thema, wo man sagt, Employer Branding über das Erzählen, was geht im Unternehmen, was machen wir, was sind wir. Was machen wir auch gut, worauf können wir stolz sein? Und auch da sind dann auch die Mitarbeiter, können dann stolz auch darauf sein, in so einem Unternehmen zu arbeiten oder Teil des Ganzen zu sein. Und dann eben auch, ich sag mal, Mitarbeiter aus Freundeskreisen dann mit dazu zu holen. Und das ist, glaube ich, so Thema Number One. Auch dieses Netzwerk innerhalb der Verein Unternehmen für Bremen e.V., die eben über ihre Seiten auch Mitarbeiter dann suchen können. Also Mitarbeiterthema ist Thema Nummer Eins, ich glaube, bei fast allen. Wo drückt es aktuell am allermeisten bei euch, Thema Mitarbeiter? Ja, ich glaube, wie fast bei keinem, die Mechatroniker. Ja, also ich würde schon sagen, also Mechatroniker, die auch Lust auf Elektronik haben. Das ist mittlerweile ist ja ein Mechatroniker nicht mehr Troniker, sondern ein richtiger Techniker, der Diagnosen stellen muss, der da auch Lust zu haben muss. Und das ist, glaube ich, auch nochmal eine neue Ära von Leuten, die wir da akquirieren wollen müssen. Ja, es ist immer die Frage, wie kommt man an den Nachwuchs ran? Tatsächlich, glaube ich, echt das größte Thema jetzt so, weil du eben auch sagst, früher hat man halt irgendwie Kfz-Mechaniker oder jetzt Mechatroniker. So dann hat man vielleicht in den Berufsschulen oder in den Schulen dann auch geschaut. Aber ich glaube, so dieses technische Wissen oder auch Elektronik ist ja auch nochmal vielfach komplexer. Ja, und ich glaube, was eben vielleicht auch unsere Aufgabe ist, ist auch da, das Standing eines Mechatronikers im Unternehmen nochmal viel besser nach außen und nach innen darzustellen. Also wir versuchen das schon sehr stark über Wertschätzung auch zwischen den Abteilungen, weil das, was die da in den Werkstätten leisten, ist der Wahnsinn. Das, was die am Ende, ich sage mal, aus einem Unfallschaden oder aus einem riesen technischen Problem, wo sie das ganze Auto auseinandergenommen haben, um wieder zusammenzubauen, das ist echt Handwerk und Kunst fast schon. Und da einfach auch nach außen hin ein anderes Bild zu schaffen und die Leute auch stolz zu machen, dass sie sowas machen. Ja, cool. Vielen Dank für das Gespräch, liebe Karima, es hat mir riesig Spaß gemacht. Danke ebenfalls, Juliane. War mal wieder eine neue Erfahrung. Ich bin immer gerne zuhause, um über meinen Schatten zu springen und hier zu sein. Immer Neues ausprobieren. So soll das sein. Hier kommt man vorwärts, genau. Ja, sehr schön. Dann freue ich mich, dass wir uns bald in Köln sehen bei den Neomobility Rockstars und wünsche dir alles Gute und viel Erfolg. Bis bald. Tschüss.