Einleitung

In der neuesten Episode von ‚Benzingespräche‘ besucht Tim Klötzing das Autohaus Bellendorf im Ruhrgebiet. Im Gespräch mit Geschäftsführer Tobias Bellendorf erfahren wir, wie das Familienunternehmen mit seinen Marken Seat und Cupra die Automobilbranche prägt.

Die Geschichte des Autohauses Bellendorf

Das Autohaus Bellendorf ist seit 30 Jahren ein fester Bestandteil der Automobilwelt im Ruhrgebiet. Gegründet von Tobias‘ Eltern, begann das Unternehmen mit nur vier Mitarbeitern. Heute zählt es rund 70 Angestellte. Tobias Bellendorf, der fast im Autohaus aufgewachsen ist, führt das Unternehmen mit derselben Leidenschaft wie seine Eltern.

Der Weg zum Erfolg

Tobias Bellendorf begann seine Karriere nicht direkt im Familienbetrieb, sondern sammelte zunächst Erfahrungen bei einem anderen Autohaus. Dort lernte er die Bedeutung von Kundenbeziehungen und Servicequalität kennen, was ihn nachhaltig prägte. Diese Erfahrungen bringt er heute erfolgreich in das eigene Unternehmen ein.

Markenvielfalt und Innovation

Das Autohaus Bellendorf ist offizieller Händler für Seat und Cupra. Besonders die Marke Cupra, die aus der Rennsporttradition von Seat hervorgegangen ist, wird hier mit Begeisterung vertreten. Die Verbindung von Tradition und Innovation ist ein zentraler Bestandteil der Unternehmensphilosophie.

Der Mensch im Mittelpunkt

Ein zentrales Element des Erfolgs von Autohaus Bellendorf ist die Begegnungsqualität. Tobias Bellendorf betont, dass es entscheidend ist, wie Kunden im Autohaus empfangen werden. Ein freundlicher Empfang und eine persönliche Betreuung sind für ihn selbstverständlich.

Fazit

Das Autohaus Bellendorf zeigt, wie man mit einer klaren Vision und einem starken Fokus auf Kundenbeziehungen in der Automobilbranche erfolgreich sein kann. Mit den Marken Seat und Cupra ist das Unternehmen bestens für die Zukunft gerüstet.

Themen:

  • Geschichte des Autohauses Bellendorf
  • Karriereweg von Tobias Bellendorf
  • Markenstrategie mit Seat und Cupra
  • Wichtigkeit von Kundenbeziehungen
  • Zukunft der Automobilbranche

Key Takeaways:

  • Das Autohaus Bellendorf verbindet Tradition mit Innovation.
  • Kundenbeziehungen stehen im Mittelpunkt des Geschäftsmodells.
  • Seat und Cupra sind zentrale Marken für das Unternehmen.
  • Der persönliche Werdegang von Tobias Bellendorf prägt das Autohaus.
  • Der menschliche Faktor ist entscheidend für den Erfolg.
  • Das Unternehmen ist seit 30 Jahren erfolgreich im Ruhrgebiet tätig.
📄 Vollständiges Transkript
Benzingespräche – der Branche- und Personality-Talk der deutschen Automobilwirtschaft. Der Podcast für und mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind, erzählt zu werden. Es geht um neue und verschiedene Blickwinkel auf die Autobranche und persönliche Meinungen zukünftiger Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, Content-Creator und freier Automarketing-Berater. Dieser Podcast wird präsentiert von Jaretto, dem Finanzierungsexperten für den Kfz-Handel. Auf jaretto.de könnt ihr als Autohändler schnell und einfach Autokredite für eure Kunden vergleichen, anfragen und abschließen. Und das mit Top-Zinskonditionen. Euer Vorteil? Sekundenschneller transparenter Vergleich, eine einheitliche Antragsstrecke und vieles mehr. 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Die letzte Zeche sind ein paar Meter hier um die Ecke und dann sind wir schon da, die in Deutschland geschlossen wurden. Okay, also jetzt habt ihr geografisch ungefähr mitgekriegt, wir sind irgendwo im Ruhrgebiet, am Ruhrgebiet dran, wie auch immer. Ja, warum sitzen wir denn heute hier? Ich kenne dich irgendwie, letztes Jahr ein Event, ich kenne dich über Paul Merten, was er so macht und ihr seid ein sehr individuelles Haushaus. Und da wollte ich mal so ein bisschen reinhören. Ihr seid 70 Leute in etwa? Ja, da sind wir mittlerweile hingewachsen. Hingewachsen, genau. Jetzt gleich kommen wir zur Historie. 70 Leute, ein Standort. Genau. Seid Markenhändler für Seat und Cupra. Ja. Okay, dann ist erst mal am Anfang ganz wichtig, wer bist denn du eigentlich? Sagt man im Ruhrgebiet so, ne? Ja, mache ich das doch einfach, wer bist denn du? Wo kommst du weg? Genau, wo kommst du weg? Also ich bin der Tobias Wellendorf, bin tatsächlich hier fast im Autohaus geboren. Also 500 Meter weiter ist mein Elternhaus und dann zum achten Geburtstag, damals hier eingezogen mit Autohauseröffnung. Bin im Autohaus groß geworden, habe nach der Schule dann den klassischen Weg Automobilkaufmann Ausbildung gemacht. Das erfolgreich abgeschlossen, dann über die Marke zum Serviceberater zertifiziert. Ja, über die Unternehmernachfolge und ähnliches und schwupps bin ich auf den Posten des Geschäftsführers gelandet. Das ist eine ziemlich verkürzte Geschichte, aber du warst also wirklich, bist quasi die ganze Zeit im elterlichen Betrieb? Ne, tatsächlich nicht. Also meine Ausbildung habe ich woanders angefangen. Damals auch bei einem Fiat und Alfa Händler hier um die Ecke in Herne. Und da hatte ich das große Glück auf jemanden zu treffen, ohne den ich glaube ich heute gar nicht hier sitzen würde. War damals der Raimund mein Ausbilder, der saß vorne an der Theke und hat mir gezeigt, wie viel Spaß es doch macht in einem Autohaus zu arbeiten, mit Kunden zu arbeiten. Ja und am Ende des Tages auch Begeisterung zu schaffen und neue Momente. Und da bin ich heute sehr, sehr dankbar drum und ohne den glaube ich vielleicht heute nicht hier. Ist doch toll, wenn man so ein bisschen Mentor-like jemanden hat, wo man sagen kann, der ist so prägend gewesen. Ja, natürlich. Also das auf jeden Fall. Die ganze Zeit war sehr prägend. Das Autohaus ist dann tatsächlich leider in die Insolvenz gegangen. Und dann bin ich im dritten Lehrjahr hier in den elterlichen Betrieb gekommen und habe dann hier meine Karriere quasi begonnen. Durchgestartet, Deluxe. Die einen sagen so, die anderen sagen so. Nein, also immer mit viel Spaß und Freude. Und da hat mir mein Papa halt auch echt einen großen Förderer, der mich hat machen lassen und Dinge ausprobieren. Und mit Sicherheit sind da auch Dinge bei gewesen, die im Nachgang nicht ganz so gut waren und umgekehrt. Aber genauso gehört sich ja auch. Du sitzt heute happy, lächelnd vor mir. Deine Frau ist auch da, die steht heute hinter den Kameras sozusagen. Und ich bin heute das erste Mal hier live hier und habe deinen Vater auch kennengelernt. Sehr lustig. Das ist gut. Ihr habt einen schönen Spirit hier. Da gehen wir aber gleich noch drauf ein. Vielleicht erzählt doch mal ein bisschen was zur Historie von eurem Haus, damit man das auch so ein bisschen einsortieren kann. Ja, auf jeden Fall. Wir sind hier jetzt seit 30 Jahren am Standort unterwegs. Mein Papa und meine Mama haben es damals insgesamt mit vier Mitarbeitern gestartet. Mein Papa ist ursprünglich in einem VW-Autohaus unterwegs gewesen. Als Werkstattmeister hat er auch ganz früh seine Ausbildung gemacht und auch die Meisterzertifizierung gemacht. Es ist sich dann irgendwann über die Zukunftsperspektive des Hauses nicht mehr so ganz klar geworden und hat dann hier ein grünes Feld gesehen. Also hier war quasi nichts und hat gesagt, das machen wir. Und die beiden zusammen sind dann damals hier gestartet, haben das Autohaus auch wirklich händisch erbaut. Also Stein auf Stein, jede Betonsäule, die hier gegossen ist, die weiß er. Da war er live mit dabei. Und das war auch, wie gesagt, für uns als Kinder zum achten Geburtstag, habe ich ja gerade schon gesagt, sind wir hier eingezogen. Und dann ein paar Tage später wurde das Autohaus eröffnet. In diesem Jahr sind wir 30 Jahre hier am Standort unterwegs und ich kann nur sagen mit der Begeisterung des ersten Tages und mein Papa hat einen ganz tollen Gedanken, ist gestartet mit dem Leitsatz spezieller Service ist unsere Stärke und das zieht sich bis heute durch und wenn du es dann auch noch so empfindest hier live im Auto, das ist ja umso viel schöner. Also ja, ist auch schwer irgendwie so zu beschreiben, weil man lässt sich ja sehr schnell beeinflussen irgendwie durch die Optik, jetzt habt ihr hier also der erste Bereich, wo wir jetzt auch sitzen, ist die Cupra Welt, wenn man so will und Cupra hat ja schon, ist ja sehr stylisch und das ist jetzt auch ein Teil des Neubaus, der seit drei, vier Jahren. 2021 sind wir hier quasi mit eingezogen, genau. Und das wirkt super stylisch, aber es sind auch Holzelemente und man, das ist so warm, aber irgendwie war auch so ein, irgendwie so ein Vibe, keine Ahnung, also kommst du rein und irgendwie denkst du so, ach, das ist aber irgendwie nett. Ja und das ist unser Geschäftsmodell. Das ist, das ist die einzige Wahre. Tatsächlich, am Ende geht es immer um Beziehungen zwischen Menschen und Menschen müssen sich wohlfühlen und gerade in einem digitalen Zeitalter wird es immer schwieriger, das zu transportieren auch, aber ich sage auch immer, wenn die Tür aufgeht, dann kommt der Mensch hierhin, weil er sagt, ich fühle mich hier wohl und du bist die beste Anlaufstelle und hier kommt der richtige Mensch und sagt, was ist los, was ist dein Problem, was ist deine genaue Herausforderung, was können wir dir Gutes tun und deshalb lasst uns die Chance nutzen, wenn die Tür aufgeht, mit Menschen in Verbindung zu kommen. Und wenn man es dann merkt und das finde ich halt auch immer ganz schön, gerade du bist ja schon in der Automobilindustrie und Welt durchaus unterwegs, kriegst viele Autohäuser auch zu sehen von innen, sprichst mit vielen Leuten. Ja, da habe ich vorhin mit deinem Vater, glaube ich, drüber philosophiert, wie das Erlebnis in anderen Autohäusern ist oder waren wir, ich weiß nicht, ob die mit der Alkoholverwaltung waren, dass, dass so dieser erste Eindruck sehr differiert, sagen wir mal so, von, ich nenne es jetzt mal so, du wirst in Empfang genommen bis hin zu, du wirst gar nicht begrüßt und dann ist ja schon irgendwie klar und ich glaube, dein Vater erzählt es, dass jemand hier war und mehr, also auch eine Geschichte erzählte, dass er irgendwie überhaupt nicht begrüßt wurde in mehreren Häusern und hier wurde er empfangen und da war sofort klar, hier möchte ich ein Auto kaufen, also wie krass ist das denn wieder, ne? Ja, das ist halt so eine Geschichte und ich habe mit der Silvia Gerl da auch schon mal drüber gesprochen im Rahmen der Unternehmerkonferenz, genau, schöne Grüße gehen raus an dieser Stelle und sie nannte es Begegnungsqualität und damit, finde ich, hat sie es ganz gut erwischt, dass man einfach sagt, wie möchte ich denn selbst empfangen werden, wenn ich hier durch die Tür komme, kommt mir einer entgegen, steht einer auf, sagt Hallo, schön, dass du da bist, alles gut, wir müssen nicht sofort hexen und springen, aber zumindest die Wahrnehmung eines Menschen in unseren Läden und du sagtest es gerade, Cupra hat hier designtechnisch viel an spanischen Elementen, an Emotionen mit reingebracht, auch in den Läden und auch tatsächlich in Vliese, Optik und Wand und das müssen wir leben, diesen Spirit, das ist eine einmalige Chance, die wir hier haben für mich. Ja, absolut. Ihr habt schon immer, also ich denke mal, ihr wart Seat-Händler ab der ersten Stunde quasi, also für euch erste Stunde und dann kam Cupra dann irgendwann automatisch hinzu, wurde euch angedient oder ihr habt gesagt, oh, das Start-Up im Konzern möchten wir haben? Also es gab Cupra ja schon länger und tatsächlich ist es ja aus Seat entstanden und auch aus früheren Zeiten gab es immer die Sparte Cup Racing, das ist ja quasi die Zusammenfassung des Wortes Cupra und dann hat man einen mutigen Sprit gewählt und in Spanien vor sechs Jahren die Marke eigenständig gemacht und tatsächlich war es so, dass es immer ein Konstrukt war zwischen beiden Marken und wir haben uns da von vornherein sehr wohl gefühlt, weil auch die frühere Cupra-Welt schon immer unsere war und ja, spätestens mit Einführung des neuen Formentors, den wir ja auch hier stehen haben, ist da schon viel passiert und das, was man da baut und wie man auch die Marke positioniert, was man alles drumherum macht, wie das Erlebnis autoaus auch aufgebaut ist, ist für mein Verständnis ein richtig toller Weg. Aber ihr bleibt da, ich sag mal, als Händler für beide Marken relativ cool, wenn durch die Medien mal geht, ah Seat, wissen wir nicht, ob es weitergeht, nur noch Cupra und dann doch nicht und dann doch beides und noch mal mehr, da bleibt ihr entspannt? Also ja, wir bleiben entspannt, das auf jeden Fall, weil alles andere hilft nicht. Das sind auch Entscheidungen, also ich glaube fest, dass beide Marken in Zukunft ihren Platz haben werden, da glaube ich dran und mittlerweile auch auf allen öffentlichen Auftritten hat man sich darauf committet, dass es genau so sein wird. Auf der anderen Seite sage ich aber auch, unsere größte Stärke ist die Händlermarke und wir vor Ort müssen als Autohaus Bellendorf präsent sein. Mit den Marken zusammen und gerade mit Cupra haben wir was gefunden, wo wir sehr in Line sind und wo wir sagen, da fühlen wir uns auch wohl und da muss sich vor allen Dingen keiner darüber verstellen, mit Seat sind wir groß geworden und für uns ist das eine absolute Glückssituation hier. Ja, also das passt wirklich gut zusammen und das merkt man auch. In Vorbereitung haben wir nur relativ kurz gesprochen, also dafür, dass wir heute hier ein Video-Format machen, normalerweise habe ich immer so eine Vorbereitung, einen roten Faden, den beide kennen und das haben wir heute mal hier überhaupt nicht Freestyle. Finde ich aber auch schön, dass wir einfach mal so entspannt mal sprechen können, weil ja, ich habe schon mit vielen großen Händlern gesprochen, die was weiß ich nicht, 10, 20, 30, 40 und mehr Standorte haben, wo dann die Gesprächspartner natürlich auch, ich sage jetzt mal, eine gewisse Flughöhe haben und dann nicht mehr so nah am Kunden dran sind und das fand ich jetzt mal so, mit jemandem zu sprechen, vorhin sprachen wir hier, saßen hier schon halb, dann ging die Tür noch mal auf und du sagst, Moment, wie kann ich Ihnen helfen? Direkt am Kunden und das ist euer Ding, ne? Also definitiv ist das wichtig und ich habe einen Heidenrespekt vor den ganzen Geschäftsführern dieser Welt, die genau sowas koordinieren über mehrere Standorte, Marken und, und, und, und, und. Ich fühle mich wohl in unserer kleinen Welt, muss ich auch ganz ehrlich gestehen, auch wenn sie gar nicht ganz so klein ist, aber trotz und alledem. Und genau das ist unser Ding, wie ich es dir gerade sagte, wenn ein Mensch hier durch die Tür kommt und hier Fragen drinsteht, dann muss ich aufstehen. Und wenn ich dann als Chef nicht vorlebe, wie soll ich das von irgendjemand anders erwarten, ne? So und genau das ist es, wo wir einfach sagen müssen, wir müssen das vorleben und in diesem Moment, die Dame wurde abgeholt und da gibt es auch keine Öffnungszeiten, die hier dranstehen oder nichts, sondern das Einzelschicksal zählt. Und das ist für uns hier in diesem Laden essenziell. Das Vorgespräch habe ich noch mit einem Bekannten, der mit euch zusammenarbeitet, geführt und der hat mir so ein paar Stichworte da so reingeworfen, der liebe Paul. Paul, hallo. Also ich grüße jetzt mal in die Kamera, auch wenn er da steht. Er sagte, sehr familiär, hier regionalen Markt im Griff, das ist schon so euer Hometown. Du hast auch gerade gesagt, dass wenn ihr Fahrzeuge verkauft, am liebsten eigentlich hier in der Region. Also wenn ich wünschen darf, mache ich das Geschäft in unserer Region. Das ist definitiv unser Auftrag hier auch an alle Vertriebler, die wir hier sitzen haben, dass wir einfach sagen, diese Region hier ist für uns die Stärke. Hier kennen wir uns aus, hier kriegen wir auch die größte Wertschöpfung. Und wenn ich einen Kunden mit diesem persönlichen Service bedienen möchte, dann ist halt auch irgendwann mein Radius endlich. So, das kann ich nicht deutschlandweit bieten, sondern kann es im besten Falle halt hier vor Ort. Und das ist unsere große Stärke. Und genau deshalb versuchen wir es auch auf diesem Markt, uns über andere Herangehensweisen darzustellen. Weil da ein nördliches Ruhrgebiet, Jager, keine Frage. Wir haben viele andere Unternehmen hier drumherum, die auch Autos unserer Marken verkaufen. Ich hörte davon. Ja, und auch da, Grüße gehen raus an jeden Einzelnen. Also tatsächlich sind wir glücklicherweise in der Lage, mit allen ein durchaus, ja teilweise wirklich freundschaftliches Verhältnis zu haben. Und das ist für mein Verständnis wichtig. Muskelschmunzel. Im Bottrop teilt ihr euch den Markt ja mit der kleinen Marco Brabus. Aber mit denen kommt ihr klar. Zum Beispiel. Der Konstantin ist schon, es wird schon klappen. Das geht schon klar. Nicht ganz die Überschneidung, aber wir holen stark auf. Er muss noch was Neues raushauen oder so, wenn er zuhört. Ihr macht dann auch bald Boote, ne? Ja, wer weiß. Also auch da, Cupra macht die ersten kleinen Yachten mit Antonio zusammen in Spanien. Waren jetzt in der letzten Woche noch in Barcelona, haben uns die Vorstellung des TerraMars angucken dürfen. Mit dem Americas Cup zusammen. Und auch da, das ist halt genauso dieses Markenbilding, was man da auch vorlebt und was wir hier regional halt auch machen müssen, das Ganze weitertragen. Wie, du hast gerade gesagt, wenn du das als, ich sag mal, ich will gar nicht mal das Chefwort jetzt mal ranziehen oder als Verantwortlicher hier so vorleben kannst. Wie schwer ist es, das im Betrieb so aufrecht zu halten? Fällt dir das oder fällt euch das schwer? Oder ist das, ihr macht einfach? Also vieles ist, wir machen einfach. Das ist definitiv richtig und auch aus der Historie geboren. Und für mich, das ist fast so wie in der DNA drin. Also wenn ich hier morgens reinlaufe, ich laufe wirklich gerne hier rein. Und das kannst du mir glauben. Wir wohnen 200 Meter die Straße rauf. Also ich habe nicht ganz so weit. Aber jedes Mal, wenn ich hier hinlaufe, denke ich mir, boah, toll. Und tatsächlich der Grund, warum das so ist, das sind etwas über 70 Mitarbeiter. Das ist so ein Talente-Pool, solche Leute, die das mitnehmen, die das annehmen, die das auch mitspielen und die ganze Entwicklung, die wir in den letzten Jahren gemacht haben, die wäre ohne die Menschen nicht möglich gewesen. So Kunden und vor allen Dingen Mitarbeiter. Und da freue ich mich drauf und es geht morgens bei der Begrüßung los. Also was ich gerade zum Kunden sagte, müssen wir hier halt auch intern leben. Wenn ich hier durchgehe, sage ich auch jedem hallo. Und glücklicherweise kenne ich in der Größe noch jedes Einzelschicksal meiner Mitarbeiter hier. Ja, schön, so ein Zusammenhalt. Also das ist echt toll. Vorhin kamst du auch vorbei, hattest ein Telefon am Ohr und warst mit jemand sehr persönlich am Sprechen, meiner Meinung nach. Und dann kam aber eine Frage auf und dann hast du das an deinen Vater vermittelt. Und la, diesel, la, la, la, la, la. Er so, ja, geh mal her, geh mal her. Ja, hallo, du und keine Ahnung. Und dann fragte ich so, sag mal, wer war denn das? Ein Bekannter von euch, der irgendwie Hilfe braucht? Nee, nee, ein Kunde, eine Kundin. Ich so, ah, okay, aber die kennt, nee. Sag ich so, mhm, okay, direkt geduzt, also direkt in den Arm genommen. Ist eure Philosophie so ein bisschen, ne? Also das definitiv. Das wirst du hier erleben. Und ja, das ist, wie du es auch beschreibst, das ist ein bestimmter Vibe, wenn du hier reinläufst. Und für mich ist das wichtig und tatsächlich mittlerweile auch selbstverständlich geworden. Also ich denke gar nicht mehr darüber nach, sondern ich mache das mit dem Duzen einfach nur so. Und jemanden zu empfangen auf Augenhöhe, das ist, glaube ich, eine ganz große Kunst. Und ich hoffe, dass uns das meist gut gelingt. Nur das ist genau dieser Weg, den wir umsetzen wollen, dass wir sagen, wir treffen uns hier auf Augenhöhe, gucken, dass wir für dich das beste Mobilitätspaket kriegen, weil das machen wir hier, also alles rund ums Auto und vier Räder. Und da müssen wir halt auch auf den Kunden individuell eingehen und die Ansprache am Anfang ganz klar, wo fühle ich mich wohl? Ich weiß nicht, du kennst die Statistiken wahrscheinlich auch, wie wenig Millisekunden man hat, um die Aufmerksamkeit zu haben, um Sympathie zu entwickeln und alles solche Ganzen. Zum einen das und zum anderen auch die Statistiken, die über die Jahre Besuche im Autohaus vor dem Kauf. Dann kommen wir irgendwie, wenn wir mal so 15 Jahre zurückspulen, ungefähr so noch so knappe vier vielleicht. Und jetzt sind wir aber stetig seit einigen Jahren bei 1. Aber die 1, die dann kommt, hat ja einen sehr hohen Kauf. Also die tendiert ja fast zum Kaufen. Ja, natürlich. Und das ist halt auch Ansporn, sich auf anderen Plattformen darzustellen, weil die Information des Kunden, die wird ja trotzdem eingeholt, die findet mittlerweile großteils digital statt. Und wenn er dann ins Autohaus kommt, ist er gut informiert. Und da müssen wir ihn dann sinnvoll abholen und persönlich beraten. Nur auch da, wie finde ich als Autohaus und als Standort, wie bringe ich diesen Vibe, wie du ihn beschreibst, wie bringe ich es denn rüber in ein digitales Zeitalter? Und alle solche ganzen Geschichten, da muss man sich halt auch was zu einfallen lassen. Weil die Wahrnehmung, wie ist der größte Einstieg in eine Fahrzeugsuche? Also die großen Suchmaschinen der Welt werden das relativ einfach beantworten können. Jetzt ist ja alles Ponyhof, die Welt ist bunt. Natürlich. Wie seid ihr denn so durch die letzten Jahre gekommen, die ja, ich sage mal, herausfordernd waren? Also herausfordernd waren sie mit Sicherheit. Trotz alledem kann ich ganz kurz zusammenfassen, dass es gut wäre, würde es aber auch nochmal eben ein bisschen erläutern. Wir sind alle gerade in die Corona-Jahre gestartet mit einer ganz großen Ungewissheit. Und auch hier gab es die erste Reißleine, als der Lockdown verkündet wurde mit, ja, wir schicken die Verkäufer in Kurzarbeit. Das war recht einfach. Im Nachgang betrachtet war das die größte Blödsinn, die wir jemals hier in der Firmengeschichte gemacht haben, weil sich alles nur noch verlaufen hat. Und genau diese persönliche Bindung, die uns hier ausmacht, war nicht mehr da. Wir haben untereinander nur noch über das Telefon kommuniziert. Du hast halt immer Abstand und, und, und, und. Rein wirtschaftlich gesehen, im Nachgang muss ich sagen, hat alles gut funktioniert. Wir haben einen großen Zusammenhalt und auch da 2019, als, ich sag mal so, die ersten Sachen rüber kamen und 2020 der Lockdown begann, haben wir oben auf dem Gebrauchtwagenplatz 4000 Quadratmeter gebaut und gerade die Erde abgeschoben gehabt. Da begann der Lockdown. So, ab dem Punkt ging niemand mehr raus und auch große Unwissenheit. Heute können wir sagen, ja, es ist gut gegangen, hat Spaß gemacht, alles prima. Aber in dem Moment stehst du schon da. Das war wirklich eine Katastrophe damals. Da wusste man wirklich nicht, wo einem der Kopf steht. Genau. Und genau das war das große Problem. Gut für meine Kinder. Ich habe ja zwei kleine Jungs, die hatten die größte Baustelle direkt vor der Tür. Niemand durfte raus und die konntest du da hinten in allen Löchern versenken. Schön über die Sandberge gerannt. Aber trotzdem, also geschäftlich selber, muss ich sagen, haben wir die letzten Jahre auch dank Unterstützung des Herstellers und Anpassungen und Lieferfähigkeit und Übernahmen, da haben wir im Dialog viel klären können. Und das ist cool. Und am Ende, muss ich auch gestehen, haben wir in der Zeit eigentlich das größte Firmenwachstum hier hingelegt, was wir in der Vergangenheit hatten. Also für uns war das wirklich ein Kicker, dieses Ding neu zu überdenken und zu sagen, okay, jetzt stehen wir hier gerade vor vielen Fragezeichen, aber was können wir denn anders machen? Wo kann es denn noch hingehen? Wie sieht es aus hier bei euch, Thema Mitarbeiter? Ich gehe jetzt mal einfach so ein paar Pain-Points durch, die das Autohaus so haben könnte. Thema Mitarbeiter, habt ihr da Probleme? Seid ihr gut aufgestellt? Also Probleme haben wir glücklicherweise nicht. Ich weiß nicht, warum. Und auch wenn ich mit vielen Leuten spreche, genau da gibt es ganz viele Herausforderungen. Wir kriegen glücklicherweise alles an Stellen recht schnell besetzt und fachlich gut besetzt. Da freue ich mich drüber, ja. Aber genau das ist auch der Gesamtzusammenhalt. Also es wird viel auch von unseren Mitarbeitern, natürlich bei anderen gesprochen. Und du kennst das, du gehst zur Berufsschule irgendwann mal, dann hast du da 30 Leute und ein paar Connections reifen niemals ab. Und dann heißt es, hey, du warst doch bei Wellendorf, wie ist das denn da so? Und das treibt tatsächlich schon das ganze Thema, plus unsere Außendarstellung im Bereich Social Media und ähnliches. Und trotzdem kriegen wir es immer noch familiär verpackt. Du hast es angesprochen mit meinem Papa, mit meiner Frau und auch meine Kinder, die am Ende des Tages ihre Hausaufgaben machen, so in der Richtung. Also das ist schon, da gehört ein kleiner Wohlfühlfaktor zu. Und da bin ich sehr stolz darauf, dass wir das genauso auch bieten können. Und am Ende führt es dann dazu, dass wir ein Thema Personal eigentlich kaum existent haben. Genial. Ja, und ich möchte mich lieber um meine Leute kümmern, die hier sind, die ausbilden, die weiterentwickeln, die voranbringen. Und das sagte ich gerade, dieser Talente Pool hier, das macht einfach Spaß. Ist das von Vorteil, dass ihr quasi genau auf der Kante noch zum Ruhrgebiet, dass ihr so einen Einzugsbereich auch habt, wo man nicht so lange fahren muss? Weil ihr seid auf der einen Seite Richtung, was kommt denn hier nach eigentlich? Da geht es dann Richtung Münsterland. Ja, da kommt nicht mehr so viel Großstadt, ne? Auf der anderen Seite. Da kommt dann mehr Land in die Richtung. Also ob das ein Vorteil ist oder nicht, weiß ich gar nicht. Also ich glaube tatsächlich, dass unsere Positionierung als Autohaus ein Vorteil ist. So würde ich es ja auch selbstbewusst einfach sagen, dass wir hier gerade in unserer Region und wir sind dem VW-Konzern natürlich sehr nah mit unseren beiden Marken, dass wir da hier auf ganz andere Händlerschichten, wir haben große Gruppen in unserer Region, in unserem Umfeld mit dabei und da sind wir halt als junges Unternehmen und ich sage auch jedem, ich möchte es hier noch 30 Jahre machen und mit aller Begeisterung und die ist wirklich nicht gespielt sein, die ist einfach da, das Ding nach vorne tragen und damit schaffen wir es wirklich, Menschen zu begeistern und auch von unserem Weg zu überzeugen. Vertrieb. Jetzt habt ihr zwei Marken, oder ihr habt einen Konzern-Konglomerat, was ja gerade medial auch für Aufsehen sorgt, aber Gott sei Dank jetzt nicht bei euren beiden Kernmarken. Volkswagen hatte eine andere Thematik mit der eigenen Marke. Nichtsdestotrotz, eigentlich alle Marken sind ja irgendwie gerade in der Umstellung des Vertriebs. Betriebssystems, Agenturmodell, ja, nein, vielleicht. Aktuell, genau heute, hat Skoda verkundet, dass sie es nicht machen. Vor einigen Wochen hat Celantis wieder gesagt, wir verschieben erstmal. Von Cupra Seat habe ich relativ wenig gehört. Wie ist denn da so der Stand der Dinge und wie geht ihr generell damit um? Wie ist denn so der Stand? Also Stand der Dinge ist, Stand jetzt, relativ einfach. Wir haben mit der Marke Cupra, mit unseren beiden elektrischen Fahrzeugen, also mit dem Cupra Tavascan und dem Cupra Born, die beiden Fahrzeuge im Agenturmodell. Alles andere, also die komplette Marke Seat und der Rest der Marke Cupra, handeln wir im Händlereigengeschäft ab. Kleine Ausnahme, bietet noch Großkundenagentur, aber das ist ja so ein Konzernthema, wo alles mit unterwegs ist, seit teilweise wirklich schon Jahrzehnten. Ich bin kein, ja, kein maximaler Fan, aber auch kein Feind vom Thema Agenturmodell. Also ich glaube, überall ist eine Möglichkeit drin. Wir müssen halt schnell sein. Wir müssen uns bewegen. Wir müssen als Autohaus Ideen finden. Wie kann ich mit dem Modell, was der Hersteller da gerade spielt, gut umgehen? Und vor allen Dingen müssen wir immer nicht nur uns selbst verwalten, sondern gucken, was möchte der Kunde. Wie greife ich den? Und im Agenturgeschäft, mir ist es zu einfach, vorne nur zu diskutieren, ob 1, 2 oder 3 Prozentpunkte mehr sein müssen, sondern ich bin eher dabei und sage, wir müssen uns über die Ausgestaltung Gedanken machen. Und das machen die Händlerbeiräte. Die müssen sich in die Tiefe da mit den Herstellern auseinandersetzen. Und ich denke, da wird es Lösungen geben, welches Vertriebsmodell sich aus heutiger Sicht durchsetzt. Ich weiß es nicht. Also es sagt sich beinahe so einfach zu sagen, wir machen es so, wie die Kunden das wollen, aber trotzdem an einen Hersteller, der schon seinen Willen hat. Ob das immer so sinnvoll ist, was der Hersteller möchte, was der Kunde erwartet, das mag jetzt mal so dahingestellt sein, aber da bist du ja auch nicht völlig frei einfach. Ja, also wir sind ja noch nicht in der echten Agentur angekommen. Wir sind noch in der unechten Agentur und da gibt es schon noch ein paar Themen, die zu einem Gestaltungsthema werden. Preishoheit liegt beim Hersteller, ja, und das finde ich auch grundsätzlich ein gutes Thema, dass man sagt, ich habe das Produkt und genau das spiegelt für mich auch den regionalen Markt wieder. Warum soll ich quer durch Deutschland fahren, wenn ich den gleichen Preis überall kriege im besten Fall? Und wenn der Preis das ausschlaggebende Kriterium ist, dann ist vielleicht die Agentur durchaus eine Möglichkeit, um ein preisstabiles Verkaufen zu gewährleisten. Mit dem heutigen Vertriebsmodell sind wir aber auch noch nicht am maximalen Limit. Also da gibt es noch Dinge zu optimieren und es wird immer ein Weg bleiben. Also wir werden uns immer verändern müssen und können und trotzdem müssen wir als Autohaus, wir müssen auf uns gucken, das können wir maximal verändern und das, was von außen eingespielt wird. Es ist ja auch nicht pauschal jeder oder jeder Autohändler gegen das Agenturvertrieb, das ist ja auch nicht so der Fall. Ist das komplex, wo interessiert mich jetzt mal persönlich, da müssen die anderen jetzt durch, Modelle im Agenturvertrieb zu haben und andere nicht? Also logistisch für euch, buchhalterisch laufen die? Also es bietet ein paar Herausforderungen, gar keine Frage. Also es geht schon los mit allen Rechnungen, Einpreisungen, wo bin ich mit unterwegs. Dann geht es ja auch um ein Standkostenrisiko beispielsweise. Also die Autos, die hier drin stehen, die gehören mir nicht. Da bin ich nicht für verantwortlich, die habe ich nicht bezahlt. Und alle solche Themen im Alltag selber, im Handling ist es aber gar nicht so schwierig, wie man es sich vorstellt. Also es gibt die Modelle, es gibt das eine Förderprogramm A und das andere Förderprogramm B. Der Einstieg ist ein anderer, aber generell ist das nicht, dass man sagt, das wäre jetzt Tag und Nacht oder sowas. Kein Beinbrecher sozusagen? Nee, definitiv nicht. Okay. Vor dem Hintergrund, wenn das ja nicht deine Fahrzeuge sind, muss man ja auch nicht finanzieren, ne? Ja, natürlich. Einkaufsfinanzierung ist auch teurer geworden, ne? Ein Vorteil bei dem Thema Agenturgeschäft. Und das Volumen, was dahinter steht, ist ja in einem Autohaus gar nicht so ganz gering, sondern da kommt ja schon eine ganze Ecke zusammen. Und da bin ich auch bei, das ist mit Sicherheit ein Punkt, wo ich aus Händlersicht sage, toll, Agenturgeschäft, ich habe nicht das Kapitalrisiko, kann ich mir das Leben einfach machen? Nur ist es immer das Richtige, sich das einfach zu machen, ne? Naja, manche mögen das so, ne? Oder haben sich irgendwie in ihrem Businessmodell dann irgendwann so zurechtgefunden und sagen, so, das läuft jetzt so? Natürlich. Alles gut, ne? Nur ich bleibe dabei und sage, die Veränderung ist wichtig. Wir müssen uns immer wieder anpassen und müssen gucken, wo sind die Lücken? Und die wird es geben in allen Geschäftsmodellen, ob Agentur oder ob Direktvertrieb oder was auch immer. Also ich für mich kann eins beeinflussen und das bin ich selber. Und mit dieser Laune kann ich rausgehen und mit ein bisschen Glück hier noch meine 70 Menschen mitnehmen und vielleicht auch zwischendurch mal dich oder so. Aber den Impact auf den Hersteller oder ähnliches, wir können das ansprechen und tun das auch, alles prima. Nur wir müssen in uns selbst kehren und müssen sagen, wir müssen uns verändern. Die Welt verändert sich, das Geschäftsmodell verändert sich. Wenn ich Phantasie, der ist damals angefangen, als die Verkäuferarbeitsplatzsysteme dann digitalisiert wurden. Nach zwei Tagen hat er mir den Computer dahingestellt und hat gesagt, gib mir meinen Kaufvertrag wieder. Fällt heute die Kiste aus, lege ich ihm seinen alten Kaufvertrag hin und sage, ja, kannst du doch noch so gut. Das ist halt alles nicht mehr möglich und da ändert sich die Zeit und die Welt und da müssen wir mitgehen. Und die Herausforderung ist, es wird immer schneller. Ja, also das ist echt ein Punkt. Und ich bin gerade noch bei einem Wort, was wir vorhin auch schon hatten, wo wir ein bisschen drüber philosophiert haben. Und das ist nicht direkt eine Brücke, aber Stichwort Kundenbeziehung. Und dann, es wird immer schneller. Schneller und schnelllebiger. Kannst du irgendwie sagen, wie sich so die Beziehung zum Kunden für euch als Autohändler in den letzten Jahren möglicherweise auch irgendwie verändert hat? Also genau fassen kann ich es nicht. Ich kann nur sagen, was unsere Einstellung ist dazu oder wie wir es im liebsten Fall haben wollen und durch unseren Betrieb treten. Ich sage einfach, für uns ist es wichtig, mit dem Menschen dauerhaft in Verbindung zu bleiben. Und da gehört nicht zu, jetzt einmal über ein Angebot irgendwie ein Auto zu verkaufen. Und dann viel Spaß, wir sehen uns in 36 Monaten wieder zur Rückgabe. Und dann rufe ich in sechs Monaten vorher an und sage, Tim, ich habe da noch ein Angebot für dich, mach es nicht. Das ist für mein Verständnis halt nicht das, wo ich sage, es ist Kundenbeziehung. Wir müssen halt zwischendurch immer wieder mit dem Kunden in Kontakt treten. Also ich sträube mich gegen Geburtstagsgratulation, weil ich immer sage, der ist nur einmal am Tag. Und wenn der auf einem Feiertag, ein Wochenende oder auf meinen Urlaub fällt, das ist immer schwierig. Du kommst halt auch schnell in die Schleife mit, ach ja, jetzt hat er den zweiten Jahr vergessen, so wichtig war ich ihm doch nicht. Und dass wir da einfach einen Aufhänger finden. Und wir versuchen halt auch immer, irgendwelche Highlights zu finden, die sonst keiner hat. Vorne steht hier so eine kleine Flasche Gin. Ah, da war jetzt eine elegante Überleitung. Ja, eine elegante Überleitung, oder? Das ist tatsächlich für mich so ein Thema, wo ich sage, eigentlich ist genau diese Flasche das Geheimnis von uns hier. Wir haben uns den Kopf dazu gemacht, wie wir Kunden in Empfang nehmen wollen und wie wir auch damit umgehen wollen. Und das ist jetzt so ein Thema, was wir machen im letzten Jahr mit einem Start-up hier aus unserem Dorf, die tatsächlich dann bei einer Markteinführung hier waren und dann abends besoffener Kopf, Schnapsideen und so, kennst du das, sind immer die besten, haben wir dann den Lager Gin da rausgebracht. Und das ist halt etwas, was es so nicht gibt. Also es war ein Fass, in dem es jetzt ein Jahr lag und gereift ist, das aber auch in der Farbe anders. Und das ist was, wo wir eine Geschichte drum bauen. Und wenn jetzt du hier einen Cupra kaufst und deine Unterschrift uns gibst, dann dauert es ja in der Regel, bis das Auto hier steht. Und die Zeit versuchen wir also ein bisschen zu überbrücken und schicken so vier bis sechs Wochen. Für jede Woche eine Flasche Gin. Ja, möglich. Je nachdem. Also wenn der Altglas wieder zurückschützt, nein. Also alle vier bis sechs Wochen schicken wir danach tatsächlich ein kleines Anschreiben mit zu, wo wir dann auch ein bisschen die Geschichte von unserem Gin erzählen und einfach sagen, guck mal, Kunde, die Unterschrift ist für uns etwas Besonderes. Und das muss es auch immer sein. Das ist kein Standardwerk, was mal eben schnell abgehakt wird, sondern das ist eine persönliche Beziehung, eine Kundengeschichte und im besten Fall eine ganz, ganz lange, in der wir zusammen unterwegs sind. Und das wollen wir damit halt auch unterstützen und sagen, guck mal, wir wussten nicht, was wir machen wollen, weil es ist halt einzigartig. Und deshalb haben wir etwas Einzigartiges gemacht, wo wir sagen, guck mal, wir nehmen dich mit auf unserer Reise. Und genau so muss es sein bis rauf zum Auslieferungserlebnis, Nachkontakt. Und wie gesagt, hinten raus auch mal die Frage, jetzt hat dein Auto Geburtstag. Kennst du die Erstzulassung, wenn nicht da einer anruft? In der Tat. Das habe ich auch letztens mal gehört, mit dem Auto Geburtstag quasi und dachte so, ich mache das schon relativ lange. Das habe ich vorher echt noch nicht gehört, obwohl es so einfach ist. Die Geburtstagsgratulation, die TÜV-Erinnerung. Irgendwann wird es halt viel. Ja, aber was kommt denn da noch irgendwie Cooles? Und dem Auto zu gratulieren, ist ja irgendwie eigentlich ganz nice. Ja, natürlich. Und da kann man vieles draus machen. Und das ist halt wichtig. Wir müssen diese Geschichten schreiben in einem Autohaus. Also dieses Produkt selber, Automobil, ist maximal emotional. Und ich meine, wir hatten es ja erlebt auf der Essen-Motorschau, wie viele Menschen emotional sich begeistern können für ein Auto, für alle Dinge, die da drum herum gestehen und weiterhin. Es wird öffentlich meist nicht so dargestellt, alles gut. Aber dafür sind wir ja in den Handelshäusern auch verantwortlich und sagen, wir müssen raus. Wir müssen den Menschen zeigen, was haben wir für tolle Produkte? Was passiert mit allen Antriebsformen und, und, und? Und ich glaube, da haben wir noch eine Menge Aufklärungsbedarf. Definitiv. Es geht ja auch nicht darum, irgendetwas zu verteufeln. Nein, natürlich. Sondern es hat alles seine Daseinsberechtigung. Genau. Und für jeden gibt es auch die passende Antriebsart. Und genau das ist es. Es ist individuell. Es ist wie die Flasche Gin. Die kriegst du ja nicht das zweite Mal genau so. Also wir planen noch ein neues Fasso, ist das nicht? Neuestes. Ich habe kurioserweise schon seit Jahren eine Idee zum Thema Gin im Kontext Automobil. Nur ich selber setze so eine Idee halt nicht um. Aber wenn die Kameras gleich aus sind, dann teile ich die. Und dann können wir mal gucken, was draus wird. Die ist echt gut. Ja, das ist total schön. Also ich kann es wirklich nur sagen. Schön, mit dir so entspannt, auch in so einer tollen Atmosphäre hier heute mal sprechen zu können. Und das Thema so Kundenbeziehung und diese Kundennähe wirklich zu spüren. Das spürt man hier wirklich, wie das ausstrahlt. Und das strahlt auch deine Frau aus. Auf jeden Fall. Hallo. Und ne, ist wirklich toll. Also vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast, dass wir da heute mal sprechen konnten. Und üblicherweise in meinem Skript ist immer noch die Abschlussfrage drin. Da kommen die Leute immer wieder darauf zurück, ob ich die noch stelle oder nicht. Ich hau die jetzt wieder raus. Ja, machen wir. Du kennst sie ja natürlich. Tim, hallo. Du weißt schon. Also wann die Abschlussfrage klassisch ist, wann fährst du das erste Mal wirklich komplett autonom von A nach B? Und dann sage ich immer einschränkend in Deutschland. Ich habe schon die geilsten Antworten gekriegt. Wo in Deutschland? Irgendwie Smartphone oder Watch und sagst, ich brauche jetzt ein Auto, 200 Meter von Hause zum Betrieb. Ich kann gerade nicht fahren, weil ich habe irgendwie, weiß ich nicht, einen Gin getrunken. Komm, setz dich rein, Zeitung auf und bis dann da. Also, du hast recht. Ich wusste, was kommt. Das sind wohl die guten Antworten. Da ich ja wusste, was kommt, habe ich die Frage heute Morgen einfach weitergegeben. Als ich mein Kind zum Kindergarten gebracht habe, habe ich genau diese Frage gestellt und habe auch eine Antwort gekriegt, die hieß, Papa, also so 10, 15 Jahre wird das noch dauern. Und das sagte mir tatsächlich mein vierjähriger Sohn. Ja, sein großer Wunsch jetzt auch Autoverkäufer werden. Ich hoffe, das ändert sich noch. Nee, aber also tatsächlich, ich denke, dass wir 15 Jahre, glaube ich, werden wir noch brauchen. Viele regulatorische und ethische Fragen, die noch dahinterstehen. Technisch gesehen würde ich behaupten, können wir eigentlich loslegen. Das haben wir da. Aber es gibt noch viele Dinge, die zu klären sind. Und deshalb, ich schließe mich den 15 Jahren mal an. Alles klar, gut. Du weißt auch, dass ich keinen ohne Zahlen hier auslasse. Ich habe es immer wieder den Versuch, dass Leute irgendwie ja, dann und dann. Nee, komm, konkret. Nee, wenn konkret, sonst gar nicht. Okay, ja, dann sind wir mit dem Podcast für heute soweit durch. Und nochmals vielen Dank für das Dasein dürfen und dass du so offen auch darüber gesprochen hast. Und dann würde ich jetzt in die Kamera sagen, macht’s gut da draußen und wir hören uns bald wieder. Und du sagst einfach dahin auch Tschüss. Ja, ich sage auch Tschüss und bis bald bei den Benzingesprächen. Ciao, macht’s gut. Ciao.