In der achten Folge des Pink Network Specials von ‚Benzingespräche‘ spricht Tim Klötzing mit Daniela Bader, Geschäftsführerin der Bader-Meinzel-Gruppe. Das traditionsreiche Autohaus in Oberbayern steht für Innovation und Mitarbeiterzentrierung. Erfahren Sie, wie Daniela Bader die Herausforderungen der Automobilbranche meistert und welche Strategien das Unternehmen für 2024 verfolgt.
Die Wurzeln der Bader-Meinzel-Gruppe reichen über 100 Jahre zurück. Ursprünglich als zwei separate Unternehmen gegründet, fusionierten sie 1999, um den Anforderungen der Automobilhersteller gerecht zu werden und um besser wachsen zu können. Heute besteht die Gruppe aus zehn Betrieben an vier Standorten und beschäftigt rund 400 Mitarbeiter.
Daniela Bader legt großen Wert auf die Mitarbeiterbindung und -gewinnung. Eine Arbeitsgruppe wurde gegründet, um Strategien zur Personalgewinnung und -bindung zu entwickeln. Flexible Arbeitszeiten, Jobrad-Programme und regelmäßige Mitarbeiterveranstaltungen sind Teil der Maßnahmen, um die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern.
Ein bedeutender Wandel im Autohausgeschäft ist das Agenturmodell, das Daniela Bader als Chance sieht, die eigene Marke zu stärken. Ohne Nachlässe muss das Autohaus durch Service und Kundenerlebnis überzeugen. Diese Umstellung erfordert eine klare Markenstrategie und ein starkes Branding.
Die Bader-Meinzel-Gruppe setzt verstärkt auf Social Media, insbesondere auf Instagram und Facebook, um ihre Marke zu stärken und mit Kunden in Kontakt zu treten. Tägliche Posts und Storys sollen die Sichtbarkeit erhöhen und das Autohaus als modernen und kundenorientierten Betrieb präsentieren.
Daniela Bader führt die Bader-Meinzel-Gruppe mit einer klaren Vision in die Zukunft. Durch den Fokus auf Mitarbeiterzufriedenheit, starke Markenpräsenz und innovative Geschäftsmodelle positioniert sich das Unternehmen als Vorreiter in der Automobilbranche.
📄 Vollständiges Transkript
Benzingespräche – der Branche- und Personality-Talk der deutschen Automobilwirtschaft. Der Podcast für und mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind, erzählt zu werden. Es geht um neue und verschiedene Blickwinkel auf die Autobranche und persönliche Meinungen zukünftiger Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, Content-Creator und freier Automarketing-Berater. Bevor es nun losgeht, ein kurzer Hinweis auf einen starken Partner, der diesen Podcast möglich macht. CarWow! CarWow ist die führende Neuwagen-Plattform für Autokäufer, Händler und Automobilhersteller. Wussten Sie schon? Mit über 3 Millionen Besuchen pro Monat ist CarWow eine der einflussreichsten Automotive-Media-Brands und bietet Herstellern und Händlern Zugang zu Deutschlands größter Neuwagen-Audience. Mehr Infos auf carwow.de Herzlich willkommen zurück bei den Benzingesprächen und heute wieder mit einem Pink-Network-Special mit der lieben Juliane Schleicher. Folge 8 inzwischen. Hallo Jule. Hallo Tim. Folge 8, das ist verrückt, wie die Zeit rennt. Ihr habt schon viele tolle Folgen und diese wird auch wieder eine ganz besondere. Absolut und ich verrate schon mal eins, du stellst ja jetzt die Gästin vor und es wird bayerisch. Ja, es wird sehr bayerisch, denn ich habe mit Daniela Bader gesprochen. Sie ist Geschäftsführerin von der Bader-Meinzel-Gruppe im beschaulichen Bruckmühl in Oberbayern, südlich von München. Und das Beste daran, ich habe sie besucht, ich durfte mal wieder ein bisschen Autohausluft schnuppern, habe mit ihr gesprochen, mit Kollegen gesprochen, es war sehr nett. Und ja, sie ist auch eine Vollblutunternehmerin und Geschäftsführerin seit einem Jahr in diesem Traditionsunternehmen. Dritte Generation, über 100 Jahre alt. Es war sehr spannend. Und ich wollte wissen, was sie so bewegt, wo die Herausforderungen für 2024 für sie und ihr Team sind. Und es war wieder eine sehr unterhaltsame und spannende Folge. Absolut, absolut. Ich habe ja auch schon reingehört und es ist wirklich, wenn man jetzt so Oberbayern und so hört, nee, das ist schon ein großer Betrieb. Ich glaube zehn Betriebe haben sie insgesamt. Aber bevor wir jetzt hier zu viel verraten, würde ich doch sagen, Jule, was machen wir? Wir hören wie immer rein. Viel Spaß dabei. Ganz genau, viel Spaß. Hallo aus Rheuffeld in Bruckmühl, Oberbayern, südlich von München zur bereits achten Pink Network Podcast-Folge. Ich sitze heute hier im Autohaus Bader-Meinzel. Mir gegenüber sitzt Daniela Bader, Geschäftsführerin. Hallo Daniela. Hallo liebe Juliane. Ich freue mich sehr, dass du heute bei mir bist und dass ich dabei sein darf. Ich freue mich auch, dass du mich eingeladen hast. Vor allem freue ich mich, dass ich mal wieder live vor Ort sein kann. Das ist immer viel schöner als am Rechner zu sitzen und sich nur über den Bildschirm zu sehen. Du hast mir dein wunderschönes Autohaus auch schon gezeigt und haben auch schon ein paar Mitarbeiter getroffen. Wir haben jetzt Jahresanfang 2024. Stell dich doch den Hörerinnen und Hörern mal vor. Ja, sehr gerne. Mein Name ist Daniela Bader. Ich bin 33 Jahre alt, habe einen wundervollen Ehemann und eine Tochter mit fünf Jahren. Ich bin seit genau einem Jahr jetzt in der Geschäftsführung bei Bader-Meinzel zusammen mit dem Roland Meinzel. Wir führen praktisch das Geschäft zusammen. Autohaus Bader-Meinzel ist, glaube ich, dem einen oder anderen noch so ein Begriff getrennt. Erklär doch einfach mal ganz kurz die Unternehmensgeschichte. Wie ist das alles bei euch so verlaufen? Also die Wurzeln der Firma Bader-Meinzel liegen schon über 100 Jahre zurück. Das hat angefangen auch mit dem Herrn Meinzel Senior, der etwas Kleines aufgebaut hatte. Ebenso parallel mein Opa, der aus dem Schwabenland hier runter kam. Tatsächlich bei dem Herrn Meinzel auch seine Lehre begonnen hat, hat sich dann selbstständig gemacht. Auch mit Landmaschine, mit Mercedes. Und jeder Betrieb ist dann für sich gewachsen. Und im Jahr 1999 wurde dann die Entscheidung getroffen, dass die Firma Bader und die Firma Meinzel fusionieren. Auch aufgrund der Herstelleranforderungen, auch der örtlichen Nähe, dass man einfach besser wachsen kann und sich für die Zukunft aufstellen kann. Wir haben damit den Betrieb in Verkirchen-Westerham und in Heufeld begonnen im Jahr 1999. 2010 haben wir dann einen neuen Betrieb in Rosenheim gebaut. 2014 haben wir einen Betrieb in Wolfratshausen auch noch mit in die Bader-Meinzel-Gruppe mit aufgenommen. Das heißt, ihr habt vier Standorte? Genau. Und wie viele Betriebe insgesamt? Zehn Betriebe an vier Standorten. Okay. Welche Marken? Wir haben Audi, Volkswagen, Seat, Skoda, Cupra und Volkswagen-Nutzfahrzeuge. Also VW-Konzern vertreten. Okay. Und wie viele Mitarbeiter hat euer Autohaus insgesamt? Wir sind jetzt knapp 400 Mitarbeiter. Auszubildende habt ihr auch? Da haben wir insgesamt in allen Ausbildungsjahren meistens zwischen 85 und 90. Und von der Übernahmequote hin übernehmt ihr alle eure Azubis? Also die meisten übernehmen wir. Wir bilden auch aus mit dem Ziel, dass wir unsere Fachkräfte praktisch selber ziehen und die natürlich dann auch übernehmen. Das klappt nicht immer, aber die meisten übernehmen wir. Und jetzt haben wir ja das Jahr 2023 erfolgreich hoffentlich hinter uns gebracht. Gib doch einen ganz kleinen Rückblick auf das Jahr 2023. Wie war das für euch, für euer Autohaus oder für dich? Ja, also wir sprechen ja hier in der Firma überall eigentlich über das Jahr 2023 und wir haben da eigentlich eine ganz klare Meinung. Wir haben gesagt, das war extrem herausfordernd. Also in allen Bereichen war das sehr, teilweise anstrengend, herausfordernd und haben aber trotzdem glücklicherweise fast alle unsere Ziele geschafft und haben jetzt auch gesagt, jetzt machen wir einen Haken dran. Jetzt wollen wir damit mal eine neue Strategie, neue Motivation ins neue Jahr starten. Und komischerweise hat jeder ein gutes Gefühl. Also wir haben gesagt, jetzt abhaken, was war und mit Vollgas ins neue Jahr. Und das merkt man auch bei den Leuten. Es ist wieder ein Lächeln auf den Lippen und so soll es auch bleiben. Ja, Strategie hast du gesagt 2024. Was habt ihr euch vorgenommen für das neue Jahr? Also mir persönlich ist ganz, ganz wichtig, dass wir ganz klar einen Fokus auf unsere Mitarbeiter haben, unser Team, weil wir schon gemerkt haben, auch im letzten Jahr war die Mitarbeitergewinnung sehr schwierig. Das merkt man dann, dass es halt der ganze Druck, die ganze Last auf den bestehenden Mitarbeiter lastet. Und das ist was, wo ich mich auch schwer tue. Das wollen wir ändern. Wir haben auch viel getan. Wir haben zum Ende des Jahres eine Arbeitsgruppe Personalgewinnung und Personalbindung gegründet, wo wir uns zu sechs, zu sieben aus verschiedenen Abteilungen, auch aus verschiedenen Führungsebenen wöchentlich zusammensetzen und sagen, was können wir tun, wo kann man uns finden, was können wir auch auf Kununu tun. Einfach so die gewissen Sachen. Das ist für mich ein ganz klares Ziel, dass wir wieder ein Miteinander bekommen und dann auch wiederum natürlich zufriedene Kunden. Gibt es denn schon aktuell Aktionen oder besondere Sachen, die ihr für eure Mitarbeiter macht? Also wir haben ja das HM Wellpass. Das ist praktisch so eine Mitgliedschaft, wo der Arbeitgeber einen Teil dazu bezahlt oder wir bezahlen einen Teil dazu, einen Teil der Mitarbeiter, wo er kann in Fitnessstudios gehen, zum Klettern gehen, Massagen. Also ganz viele verschiedene Dinge für eigentlich einen schmalen Preis. Wir haben auch Jobrat. Das heißt, man merkt ja, dass das gerade das E-Bike-Geschäft anzieht und dass jeder ganz wild aufs Fahrrad fahren ist, gerade bei uns in der Region. Das haben wir mit bei unserem Portfolio. Wir machen regelmäßige Mitarbeiterveranstaltungen. Wir haben einmal im Jahr eine große Weihnachtsfeier mit allen 400 Leuten, dass wir einfach uns alle einmal sehen. Und unterm Jahr gehen die Standorte mal zum Go-Kart fahren oder mal zum Fahrrad fahren, dass da die Bindung sehr groß ist auch in den Teams. Wir haben Weihnachtsgeld, wir haben so eine Art Urlaubs-Anwesenheitsprämien. Wir haben uns ein bisschen umgestellt mit ein bisschen flexibleren Arbeitszeiten. Geht nicht immer und nicht überall in allen Abteilungen, aber auch von den Stundenanzahlen. Okay, was heißt flexibel? Kannst du ein Beispiel nennen? Wir sprechen jetzt wahrscheinlich nicht von einer Viertagewoche. Haben wir teilweise schon, vor allem auch an den Countern, die dann Viertagewoche haben, praktisch in einer Rollierung rotieren. Genau das haben wir. Das machen wir auch da, wo es möglich ist oder wo es irgendwo geht. Wir haben auch so Kernarbeitszeiten, jetzt auch in der Verwaltung von 9 bis 16 Uhr, alles davor und danach können sie sich selber einteilen. Die Flexibilität, einer ist der Morgenmensch, einer wird nachts fit, dass man das so ein bisschen individualisieren kann. Und du bist Geschäftsführerin seit einem Jahr, hast du gesagt. Was sind denn deine Hauptaufgaben hier im Unternehmen? Also ich bin verantwortlich für die Marken Audi, VW und VW-Nutzfahrzeuge im Neuwagenbereich, für unsere Autovermietung und eigentlich für die kompletten kaufmännischen Bereiche. Also Marketing, Buchhaltung, Personal, das sind so meine Hauptaufgabengebiete. Und ihr habt ja jetzt schon gerade bei VW und auch bei Cupra das Agenturmodell jetzt eine Weile in der Anwendung. Was ist so für dich der größte Unterschied zwischen dem Händlermodell und dem Agenturmodell? So mal wirklich aus der Praxis, aus dem Alltag heraus. Also der entscheidende Unterschied ist tatsächlich das Nachlassverhalten. Gerade bei Volkswagen sind ja keine Nachlässe mehr möglich. Und das ist für uns der größte Unterschied, neben natürlich, dass VW- und Lagerwagenregelung ein bisschen anders ist. Aber so kein Nachlassverhalten ist eigentlich schon ein großer Unterschied. Und wahrscheinlich ja dann auch so das ganze Thema Stärkung der eigenen Marke. Wie bewertest du die Stellung der eigenen Marke, gerade in Bezug auf das Agenturmodell? Also das ist tatsächlich das Allerwichtigste für uns. Das wird auch noch wichtiger werden, wenn wir jetzt dann mit Audi und mit Nutzfahrzeugen ins Agenturmodell gehen. Weil, wie ich vorher gesagt habe, wenn es halt keine Nachlässe mehr gibt, dann muss ich mich einfach mit meiner Dienstleistung, mit meiner Marke, mit meinem Service unterscheiden. Und da sind wir auch schon dabei. Aber wir möchten noch mehr tun, einfach auch, um die Kunden zu begeistern und ihnen einfach einen perfekten Service zu bieten. Und ich meine, ihr habt ja gerade hier in eurem Landkreis oder im Regionallokal ja schon eine starke Marke. Also Baader-Meinzel, meine ich, ist ja schon recht bekannt. Ja. Auch über viele Jahrzehnte auch. Ich glaube, da kann man, glaube ich, gut was daraus machen, das noch ausbauen. Bestimmt ausruhen darf man sich natürlich nicht. Aber deswegen wollen wir auch noch stärker und auch, dass praktisch Baader-Meinzel in Verbindung mit Kundenerlebnis einfach in Verbindung gebracht wird. Thema Branding. Wie seid ihr zum Marketing, beziehungsweise auch speziell im Social-Media-Bereich aufgestellt? Seid ihr da schon sehr aktiv? Ja, also wir sind tatsächlich, also vor allem, also wir machen auch ein bisschen YouTube, wollen wir jetzt auch wieder ein bisschen mehr machen. Vor allem Instagram und Facebook. Wir haben das vor circa einem guten halben Jahr, also wir haben es immer schon bespielt, auch regelmäßig, aber einfach nicht in dem Umfang, wie es der Algorithmus gerne hätte. Und wir haben es seit einem guten halben Jahr umgestellt. Wir posten tatsächlich täglich Storys und auch nicht nur immer Angebote. Klar muss man auch mal machen, kann man auch mal eine Werbeanzeige machen, aber ich denke, dass die Menschen halt einfach uns auch als Autohaus sehen wollen. Modelle, Produkte und uns auch als Autohaus. Und wir haben jetzt auch viel Produkt gemacht, auch viel viel selber bei uns abgedreht, so dass wir jeden Tag eine Story haben und zweimal in der Woche einen Reel und einen Beitrag und möchten jetzt aber dieses Jahr eine Social-Media-Kampagne auch mit Fokus auf den Mitarbeiter. Also ganz viel von uns, aus dem Betrieb, von unseren Leuten und kein Standard-Content. Das heißt, der Fokus liegt klar bei euch auf dem Thema Recruiting, wahrscheinlich ja auch Mitarbeiterbindung. Was für Herausforderungen habt ihr noch oder siehst du noch jetzt so, mit Blick auf 2024, auch vielleicht für die ganze Branche? Also wir sind alle sehr gespannt, wie auch der Absatz dieses Jahr auch gerade im Neuwagenbereich wird. Letztes Jahr war es noch super, weil die ganzen Fahrzeuge zumindest zur Auslieferung kamen, aber der Auftragseingang natürlich rückläufiger war und wir sind tatsächlich jetzt in diesem Jahr sehr gespannt. Wir haben auch gesagt, es ist wichtig, dass der Hersteller und auch die VW-Bank da einfach damit so steht und fällt, das ganze System. Das haben wir jetzt gemerkt, zum Jahresende kamen einige gute Aktionen, auch Leasing-Aktionen, aber es war echt super und da hat man schon gemerkt, dass der Markt auch wieder anzieht. Also wir hoffen jetzt, dass da noch einige gute Aktionen kommen, dass wir unseren Auftragseingang stärken können. Also das heißt, dass die Hersteller-Händler-Sammenarbeit funktioniert. Genau. Wie bewertest du das Thema Gebrauchtwagen? Wahrscheinlich, wenn der Neuwagen-Pkw-Absatz stagniert, wird das eine Rolle spielen. Habt ihr da ein Standbein bei euch zum Thema Gebrauchtwagen? Ja, wir haben tatsächlich einen Verkehrsinvestor, haben einen großen Gebrauchtwagenplatz, auch mit Audi GW Plus. Wir haben auch verschiedene Arten, also haben Jahreswagen, haben Halbjahreswagen, haben Leasing-Rückläufer, so eigentlich für die ganzen Bedürfnisse. Eigentlich das Passende auch da und das ist für uns auch ein sehr, sehr wichtiges Standbein. Das zweite wichtige Standbein wird, glaube ich, dieses Jahr der Service sein. Ja, weil ja viele Leute sich vielleicht auch kein neues Auto kaufen, kaufen können, leidern können, ihre Autos länger fahren. Wie wichtig ist das Thema bei euch? Extrem wichtig. Also das Thema Service verantwortet der Herr Meinzel schon sehr lange und ist damit auch sehr erfolgreich und das ist tatsächlich auch eines unserer sehr, sehr guten Standbeine und wird es auch hoffentlich noch länger bleiben. Da bemühen wir uns natürlich auch immer, das steht und fällt auch immer mit der Anzahl vom Personal und da sind wir schon sehr bemüht in allen Bereichen uns da super aufzustellen. Das heißt, wie seid ihr im Service aufgestellt? Welche verschiedenen Bereiche habt ihr im Service? Wir haben die klassische Werkstatt für Wartungsarbeiten, wir haben aber auch an unseren Standorten überall Spenglereien und hier in Heufeld-Brockenmühl haben wir eine große Lackiererei, wo praktisch von allen unseren Standorten die Fahrzeuge her gebracht werden. Genau, wir haben für Nutzfahrzeuge auch noch extra Hebebühnen. Das heißt, das rundum sorgloses Angebot für den Kunden, dass er alles bei euch kriegt. Ja, kommen wir noch mal auf deine Position als Geschäftsführer und so, beziehungsweise ihr seid ja ein Familienunternehmen. Thema Unternehmensnachfolge, wie war das so für dich sozusagen ein bisschen in die Fußstapfen zu treten? Viele kennen dich ja wahrscheinlich auch schon von klein auf. Wie war das so für dich, dieser ganze Prozess der Unternehmensnachfolge oder da einzusteigen jetzt in die Geschäftsführung? Also es war ein sehr spannender Prozess. Wir haben das jetzt über, ich sage jetzt mal, ab der Fertigstellung vom Studium bis in die Position der Geschäftsführung waren es jetzt zehn Jahre und genau, ich war auch mal zwischenzeitlich in einem anderen Autohaus, um einfach auch mal die Perspektiven ein bisschen zu erweitern und auch noch mal ein bisschen was anderes zu erfahren. Das ist ja auch wichtig, glaube ich. Genau, absolut. Ich habe nach meinem Studium tatsächlich als Automobilverkäuferin angefangen, habe da auch ganz normal eine Zertifizierung gemacht, habe dann eben den Abstecher ins andere Autohaus gemacht. Als ich dann zurückkam, war ich mit unserer Finanzleiterin und habe praktisch den kompletten kaufmännischen Bereich geführt. Bin dann wieder ins Operative zurück und habe in Wolfrathshausen den VW-Pkw-Verkauf, war ich Verkaufsleiterin. Bin dann so immer Stück für Stück weitergegangen und war dann ja die letzten zwei, drei Jahre die komplette kaufmännische Leitung, hatte auch die Marke Volkswagen-Pkw schon in meiner Verantwortung und genau, zum Ende 22 hat mein Papa dann gesagt, er glaubt es, bin ich soweit und hat mir eben seine Rolle praktisch übergeben. Genau, das waren bis vor drei, vier Jahren waren das drei Geschäftsführer, also mein Papa und zwei von der Meinzel-Familie, die dann peu à peu auch ausscheiden und eine neue Generation praktisch nachrückt. Das heißt, der Prozess läuft? Ja, genau. Ich bin jetzt eigentlich so, ich sage jetzt mal, die erste Nachfolgerin jetzt in der Generation. Ich habe es mir auch, wie du vorher sagst, gerade hier in dem Betrieb bin ich ja immer schon gewesen und es ist aber tatsächlich so, wo ich auch sehr, sehr dankbar bin, dass sie mich alle respektieren, auch wertschätzen und das war bei uns halt immer das Wichtige, dass man auch diese Schritte macht, auch vom Vertrieb über einfach so ein bisschen normal beginnt und sich dann in verschiedenen Bereichen eben bis zur Geschehr, dass man sich seine Sporen sozusagen auch verdient. Reingeboren wird in eine gewisse Position. Ja, das war für mich auch sehr wichtig. Ich habe dann auch bei Audi die Geschäftsführerausbildung gemacht. Dass man halt einfach auch nochmal auf neutralem Wege, ja, erstmal hat man viel mitgenommen, viel gelernt. Aber auch, dass man halt nochmal, ja, ein Zertifikat, ein offizielles, von einer unabhängigen Stelle mitbringt, dass einem keiner was nachsagen kann. Jetzt habt ihr ja so ein bisschen, wie du sagst, du bist ja die erste Nachfolgerin in dem Sinne. Da habt ihr ja noch so dieses Seniorige und Junior. Aber funktioniert das so oder macht jeder von euch so sein? Der eine macht Service, du machst das ganze Thema Vertrieb oder Personal, wie auch immer das läuft. Jeder macht natürlich seinen Betrieb, aber nichtsdestotrotz sind wir ja trotzdem ein Team und ein Familienunternehmen. Und ich glaube, dass die Kombination ganz gut ist. Einfach aus, ich sag jetzt mal, lange und erfahren, aber auch jung und andere, gerade in der Führung, oder auch andere Ideen. Die Kombination ist, glaube ich, eine ganz gute. Klar, ich glaube, das ist für beide Seiten, für mich, aber auch für den Herrn Meinzel. Dann, weil wir halt einfach, ja, von der Generation her eine andere sind. Bestenfalls können beide voneinander profitieren und das muss ja auch sein. Ja, absolut. Wir haben uns ja, also kennengelernt haben wir uns schon ein bisschen früher, aber wir haben uns das letzte Mal getroffen bei Pink Network. Da der Pauline Thiemeier. Und wie wichtig ist für dich Netzwerken, gerade im Business-Umfeld? Bist du eine Netzwerkerin? Also ich finde es sehr wichtig. Ich finde es auch, gerade das Pink Network-Format finde ich sehr, sehr gut, weil es ja gerade in der Automobilbranche schon sehr männerdominant ist, was ja auch gut ist. Aber sich dann trotzdem nochmal so ein Netzwerk zu schaffen, wo man halt auch, ja, einfach mal mit Frauen, die ja doch teilweise ganz anders auch an die Sachen herangehen, sich unterhalten kann, austauschen kann, dann auch mal einen netten Abend zusammen verbringen kann, wo es dann auch mal lustig wird. Netzwerk an sich sehr, sehr wichtig. Man muss halt klar ein bisschen auffassen, dass man sich nicht zu vernetzwert. Dass man sich nur mit Netzwerken beschäftigt. Genau, so ein gewisser Format auf jeden Fall. Das heißt, bist du auch in anderen Unternehmerkreisen oder sowas noch aktiv? Also wir waren jetzt auf ein paar Veranstaltungen. Ich habe mir jetzt auch mal ein paar Unternehmerkreise angeschaut und jetzt schauen wir mal, wo es dann am besten passt. Ja klar. Genau. Der wichtigste Job ist ja dann hier. Ja. Und du hast mir ja vorhin auch erzählt, dass bei dir hier in Heufeld am Standort auch vier Verkäuferinnen sitzen. Das ist ja schon sehr ungewöhnlich. Wir haben tatsächlich also drei langjährige Verkäuferinnen bei uns. Das ist auch immer schön, so eine Frauenpower auch zu haben, weil es ja doch sehr untypisch ist. Das macht schon Spaß. Ja, es ist wirklich sehr schön hier, ein toller Laden. Abschließend vielleicht noch, wenn du es in drei Worten vielleicht sagen müsstest, für dich persönlich auch, was hast du da für Erwartungen an 2024? Also in drei Worten ist auf jeden Fall Teamwork, Freude in jeglichen Bereichen, ob es privat oder aber auch hier im Beruf ist und Struktur. Okay, genau. Gut. Ja, ich bedanke mich für das Gespräch. Ja, in diesem Sinne viel Freude dir und deinem Team für 2024 und wir sehen uns sicherlich beim nächsten Pink Network Event wieder. Hat mich sehr gefreut. Danke für die Einladung. Ja, vielen Dank. Hat mich auch sehr gefreut, war für mich etwas ganz Neues. Hast du gut gemacht. War sehr schön. Vielen Dank.