Einleitung

In der neuesten Folge von ‚Benzingespräche‘, dem Podcast für die deutsche Automobilwirtschaft, begrüßt Tim Klötzing einen besonderen Gast: Sebastian Henssler, den Herausgeber von elektroautonews.net. In diesem Gespräch tauchen wir tief in die Welt der Elektromobilität ein und erfahren, wie Henssler es geschafft hat, eine der größten Informationsplattformen in diesem Bereich aufzubauen.

Der Weg zur Elektromobilität

Sebastian Henssler, ein gebürtiger Heidelberger, begann seine Karriere in der Automobilbranche bereits 2003 bei der Odenwald Chemie, einem Zulieferer für Automobilhersteller. Seine Leidenschaft für die Elektromobilität entfachte sich jedoch erst 2016, als er begann, sich intensiver mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Diese Neugier führte zur Gründung von elektroautonews.net, einer Plattform, die heute monatlich über 1,1 Millionen Leser erreicht.

Die Entwicklung von elektroautonews.net

Was als Nebenprojekt begann, hat sich mittlerweile zu einer umfassenden Informationsquelle für Endkunden und Brancheninsider entwickelt. Henssler und sein Team, bestehend aus Freelancern und Journalisten, liefern täglich aktuelle Nachrichten, Testberichte und exklusive Einblicke in die Elektromobilitätsbranche. Der dazugehörige Podcast und Newsletter ergänzen das Angebot und bieten wöchentlich spannende Interviews und kompakte News.

Die Herausforderungen und Chancen der Elektromobilität

Im Gespräch mit Tim Klötzing betont Henssler die Bedeutung der Elektromobilität für die Zukunft der Automobilbranche. Trotz der Herausforderungen, die der Wandel mit sich bringt, sieht er immense Chancen, insbesondere in der Aufklärung und Information der Verbraucher. Die steigenden Zugriffszahlen auf elektroautonews.net spiegeln das wachsende Interesse und die Relevanz des Themas wider.

Ein Blick in die Zukunft

Henssler ist überzeugt, dass die Elektromobilität weiter an Bedeutung gewinnen wird. Er plant, seine Plattform kontinuierlich auszubauen und noch mehr Menschen für das Thema zu begeistern. Mit einem klaren Fokus auf Qualität und Relevanz will er weiterhin als verlässliche Informationsquelle in der Branche bestehen.

Fazit

Das Gespräch mit Sebastian Henssler zeigt eindrucksvoll, wie wichtig es ist, sich neuen Entwicklungen zu öffnen und Chancen zu ergreifen. Die Elektromobilität bietet nicht nur Herausforderungen, sondern auch enorme Möglichkeiten für Innovation und Wachstum. Mit elektroautonews.net hat Henssler eine Plattform geschaffen, die diesen Wandel begleitet und informiert.


Show Notes & Key Takeaways

Themen:

  • Werdegang von Sebastian Henssler
  • Entwicklung von elektroautonews.net
  • Herausforderungen der Elektromobilität
  • Chancen für die Automobilbranche
  • Zukunftsaussichten der Elektromobilität

Key Takeaways:

  • Elektromobilität ist ein wachsender Markt
  • Information und Aufklärung sind entscheidend
  • elektroautonews.net erreicht über 1,1 Millionen Leser monatlich
  • Henssler hat erfolgreich den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt
  • Die Plattform bietet umfassende Informationen für Endkunden und Brancheninsider
  • Die Zukunft der Automobilbranche ist elektrisch

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Benzingespräche – der Personality- und Branchenpodcast der deutschen Automobilwirtschaft. Der Podcast führt mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind, erzählt zu werden. Es geht um neue und verschiedene Blickwinkel auf die Autobranche und persönliche Meinungen zukünftiger Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, Online-Marketing-Spezialist, Unternehmercoach und Agenturinhaber. Bevor es losgeht, ein Hinweis auf einen starken Partner, der mich bei meinem Podcast unterstützt. Yareto. Bei Yareto können Autohändler in Deutschland Absatzfinanzierungs- und Leasingangebote von mehr als 10 Finanzdienstleistern auf einen Blick vergleichen, anfragen und abschließen. Und das alles mit nur einem Login. Wer Yareto ausprobieren möchte, bekommt mit Hinweis auf meinen Podcast exklusiv für das erste abgerechnete Geschäft eine 250 Euro Stück Prämie. Das ist doch was. Einfach auf Yareto gehen oder bei deren Vertrieb melden. Herzlich Willkommen zurück bei meinem Podcast Benzingespräche. Und heute habe ich wieder einen Gast, der, glaube ich, auch auf die Idee kommen könnte, meinen Podcast umzubenennen. Aber keine Sorge, wird nicht passieren. Herzlich Willkommen Sebastian Henssler, dem Herausgeber einer der größten Plattformen oder Online-Plattformen für Informationen im Bereich Elektromobilität. Und zwar der elektroautonews.net. Hallo Sebastian. Servus Tim, hi, schön hier zu sein. Ja cool. Ist ja wieder kurios vor kurzem oder im Moment führe ich häufiger Gespräche auch so im Thema Elektromobilität. Und da werde ich halt immer wieder gefragt, Mensch, der Benzingespräche und so, muss das nicht mal umbenennen und so. Sagst du, nein, das sind Benzingespräche für mich nach wie vor. Ja, kannst du ja beibehalten, aber auf lange Sicht wirst du ja um die Umbenennung nicht rumrumkommen, weil da musst du ja noch einen anderen Claim mit dazu nehmen. Ich weiß nicht. Pass auf, lass uns einfach weitermachen. Ist vielleicht besser, bevor wir uns da fest beißen dran. Ja, nachher muss ich mich irgendwie dazu äußern, das mache ich nicht. Also, du bist ja auch in dem Sinne Content Creator und hast dir ja inzwischen echt was aufgebaut mit elektroautonews.net. Mir war das gar nicht, ich bin halt nicht so tief in dem Thema drin, ich beschäftige mich so gelegentlich damit. Und als wir uns so kennengelernt haben, habe ich da mal so geschaut und du hast mir ein paar Zahlen auch mal genannt. Und ich dachte so, alter Schwede, okay, das ist groß. Welche Reichweite hast du denn so monatlich mit der Website? Du machst auch einen Podcast, du hast eine Newsletter. Gib uns doch mal ein Gefühl dafür, was du da so für eine Reichweite hast und wie viele Menschen du da so informierst. Sehr, sehr gerne. Also zunächst, bevor wir da Zahlen in den Raum werfen, muss ich sagen, ich mache das natürlich nicht alleine. Ich habe da mittlerweile auch ein Team mit dabei an Freelancern, an Journalisten, die da mit reinschreiben. Weil sonst wäre das an der Masse der News gar nicht mehr zu bewältigen alleine, auch wenn ich es mal so angefangen hatte. Wir erreichen mittlerweile im Monat ja so knapp 1,1 bis 1,2 Millionen unique Leser, die auf unserer Plattform die News eben konsumieren. Dort vorbeischauen, sich über aktuelle Entwicklungen informieren und Testberichte lesen sozusagen. Du hast erwähnt, wir haben einen Podcast, der geht jede Woche Sonntag online, wo wir eben auch mit Branchenentscheidern oder Marktteilnehmern sozusagen im Umfeld der E-Mobilität miteinander sprechen und uns austauschen. Und wir haben noch einen Newsletter, der dreimal die Woche, Montag, Mittwoch und Freitags, ich sage mal, kurz und kompakt die News der Woche raushaut. Und die gehen auch an knapp 15.000 Menschen, die wir dann auch damit erreichen. Also es ist schon tatsächlich eine Anzahl, wo ich auch selbst immer wieder überrascht bin davon, wie viele dann doch bei uns vorbeischauen. 1,1 Millionen unique Visitor im Monat, also nicht wiederkehrende, das muss man schon erklären. Das sind jetzt nicht irgendwie, ich sage mal, 10.000 Leute, die x-mal im Monat auf die Website zugreifen. Nein, das ist tatsächlich unique und das macht es auch für uns besonders. Da ist natürlich auch der Anreiz, über E-Mobilität ein Stück weit aufzuklären oder zu berichten. Und wir haben da auch eine Vielzahl von unterschiedlichen Zielgruppen, die wir da tatsächlich ansprechen. Ich glaube, das erklärt auch irgendwo die Reichweite, weil wir richten uns zum einen an den klassischen Endkunden, der vielleicht vor einer Kaufentscheidung steht, der sich zum Thema E-Mobilität, Elektroautos schlau machen möchte. Wir berichten aber halt auch aus der Branche heraus für Marktteilnehmer. Sei es jetzt im Bereich Batterieentwicklung, sei es, dass wir über Neuentwicklungen aus dem Hause Mercedes berichten, wo vielleicht auch der Audi-Mitarbeiter mal vorbeischaut, um zu schauen, was passiert denn da sozusagen. Und vor allem mit unseren Podcast-Interviews und tiefer gehenden Gesprächen gibt es dann natürlich nochmal die exklusiveren Einblicke, wo du dann ja noch ein paar Infos mehr mit auf den Weg bekommst, als du es jetzt aus Standardpressmitteilung sozusagen bekommst. Ja, ist ja Wahnsinn. Da muss ja wirklich sehr, sehr viel Content entstehen. Und bevor wir da aber noch näher dran gehen, erstmal der Klassiker, jetzt erstmal der Blick in den Rückspiegel. Wir sitzen ja in einem virtuellen Auto, wenn man so möchte. Und da schauen wir erstmal auf deinen Werdegang. Du bist ein Baujahr 86, du bist gebürtig aus Heidelberg und du lebst auch noch in der Umgebung von Heidelberg und zwar in Neckarsgemünd. Du bist studierter Bachelor of Arts BWL und VWL 2012, 2013 damals. Dann warst du bei der Firma Odenwald Chemie im Produktcontrolling, Kalkulation, Analyse, Leitereinkauf 2007 bis 2022. Und Odenwald Chemie, da kommen wir gleich nochmal drauf zu sprechen, weil das nicht jedem was direkt sagt. Die Frage muss ich auch stellen. Seit 2016 bist du quasi der Herausgeber der elektroautonews.net bis heute. Und du bist darüber hinaus auch Inhaber der SH-Webdienstleistungsgesellschaft, wo es um die Beratung rund um E-Mobilität, Ladeinfrastruktur geht. 2020 gestartet und auch noch aktiv. Mit dem Blick auf deine Vita, ich habe es gerade schon ein bisschen vorweggenommen, so wenn man das Odenwald Chemie liest. Seit wann und wie bist du im Kontext Automobil denn tätig? Ja, im Bereich Automobil bin ich dann tatsächlich seit 2003 tätig, weil Odenwald Chemie ist ein Automobilzulieferer. Und liefert da aktuell auch immer noch Dichtungen dann hauptsächlich, Dämmung, Dichtungen für Fahrzeuge der deutschen OEMs hauptsächlich, aber auch europaweit. Und habe dort meine Ausbildung zum Industriekaufmann gemacht. Habe dann mit Unterbrechung von meinem Zivildienst dort dann wieder angefangen. Erst im Vertrieb, dann auch wie du es erwähnt hattest, im Produktionscontrolling, wo ich dann eben für die Arbeitspläne sozusagen zuständig war. Vereinfacht gesagt, bloß halt die Kosten hinten dran stehen, Werkzeugauslegung und so weiter. Über sämtliche Prozesse hinweg bei uns im Haus. Und habe mich da natürlich immer schrittweise auch weiterentwickelt mit internen Projekten. Da war auch eines davon dann der Anstoß in Richtung E-Mobilität. Weil 2016 dürfte es gewesen sein im Sommer, hieß es dann, wir müssen mal gucken Umsatzausweitung, wie kann man das angehen. Dann kam E-Mobilität irgendwie auf den Tisch und ich habe da halt Infos gesammelt für die Firma drin. Hatte vorher schon mal einen Blog in einem anderen Bereich, Lifestyle-Bereich. Und hatte dann gedacht, ja gut, wenn ich es jetzt hier schon in Wörtdokumenten festhalte, kann ich es ja auch ein Stück weit teilen. Bin dann über elektroautonews.net gestolpert. Habe mich da mit dem vorherigen Besitzer ausgetauscht, der das hat so ein bisschen brach liegen lassen. Wusste aber, wie herausfordernd das sein kann, ein neues Portal zu starten. Habe dann gedacht, ja gut, der hat ja schon mal so die ersten 5% gemacht, wo ich darauf aufbauen kann. Vielleicht wird man sich einig, wir wurden uns dann auch einig sozusagen. Und damit hatte ich eine Basis mit einer sehr, sehr schönen Domain natürlich. Deswegen, das erklärt vielleicht auch, warum da nicht DE oder COM steht. Sondern es war halt einfach, hat sich so entwickelt, hat sich für mich gut angefühlt. Und dann sind wir da Stück für Stück gewachsen. Das war, ich glaube, im Juni 2016, wo ich die ersten Artikel geschrieben habe. Und so Juli 2016, wenn man sich erinnert, hat die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel dann gesagt, okay, wir stellen mal die E-Mobilität hier in den Vordergrund, wir pushen das Ganze mal. Und dann hast du mal gesehen, wie innerhalb von einem Tag da die Zugriffszahlen ganz ordentlich hoch sind. Natürlich am nächsten Tag dann auch dementsprechend wieder runter. Aber ich wusste schon, oh, anscheinend hast du da irgendwo doch so einen wunden Punkt getroffen. Und von da aus ist das Portal dann gewachsen. Und ja, das war dann eben so der Werdegang. Parallel dazu habe ich mich bei der Ohrenwald Chemie dann weiterentwickelt. Wurde dann jetzt auch zum Ende hin Leiter Einkauf. Habe das ein, dreiviertel Jahre gemacht. Habe mich dann aber entschieden, ja ich sage mal, aufgrund der Umstände in der Firma, aber auch vor allem durch das Potenzial von ElektroautoNews.net, was ich auch heben wollte sozusagen, mich dann im Dezember 2022 damit selbstständig zu machen und da zu versuchen, Fuß zu fassen und das Ganze noch ein Stück weiter wachsen zu lassen. Ja, da ist auch wieder so der Faktor Timing, den höre ich da raus. Das ist echt Wahnsinn. Also ich habe schon ein paar Gäste gehabt hier im Podcast, wo man rückblickend wirklich sagen kann und muss, das war Timing, das war echt tolles Timing. Ja, das auf jeden Fall. Also das hat echt gut geklappt. Auf der anderen Seite, Timing ist immer eine Sache, genauso wie Glück. Arbeit muss man trotzdem reinstecken. Wir haben jetzt in den letzten sechs, sieben Jahren, die es sind, also wir sind damals mit 200 Artikel, die dort online waren, gestartet. Aktuell sind wir bei 12.200. Also da hat sich auch ein Stück weit was getan, zusätzlich zum Podcast, zusätzlich zu den Newslettern. Das war lange Zeit für mich wirklich ein Zweitjob, wo ich morgens um fünf aufgestanden bin bis kurz vor sieben, bevor ich in die Firma bin, gearbeitet habe dran und dann abends auch nochmal. Wo ich dann halt auch irgendwann die Entscheidung treffen musste, auch meiner Gesundheit zuliebe oder auch meiner Beziehung zuliebe zu sagen, ich setze da jetzt mal den einen oder anderen Fokus. Und da habe ich gesagt, gut, dann investiere ich lieber in mich und zahle auf mich ein. Und im Moment fühlt es sich noch richtig an, die Entscheidung. Wie gesagt, wir haben jetzt Anfang, Mitte Februar, wo wir hier aufnehmen. Schauen wir mal, wie es in einem Jahr ausschaut. Ja, guter Plan. Wir haben jetzt im Vorhinein ja auch ein paar Mal miteinander Kontakt gehabt und finde ich extrem spannend, dass du da auch den Schritt darüber gewagt hast und so. Echt cool. Da kommen wir aber gleich auch noch drauf zu sprechen. Eigentlich hatte ich jetzt noch so eine Frage, so ein bisschen, dass du dann irgendwann, hast du dich dann halt für E-Autos interessiert. Das kam aber auch so ein bisschen beruflich da rein. Und ja, dass du so ein gutes Timing mit so einem Portal hast, das ist natürlich echt cool. Also das geht ja nicht besser. Aber wie du sagst, innerhalb der letzten Jahre sind so viele Artikel entstanden und du warst noch Fulltime, glaube ich, bei dem Unternehmen. Das zieht dann schon. Ja, wobei ich da auch sagen muss, ich habe es ja schon erwähnt, eigentlich mache ich das ja nicht mehr alleine. Ich habe da auch Redakteure mit dahinter. Gerade Michael Neisendorfer kann ich da sehr positiv erwähnen, der mich, ich glaube, ab September 2017 dann auch seitdem unterstützt. Treu zur Seite steht jetzt auch, gerade Anfang Februar, nochmal ein Stück weit mehr Verantwortung im redaktionellen Bereich übernommen hat, weil er eben auch diesen Hintergrund aus der Zeitung hat. Und ich wäre nicht da, wo ich heute bin, ohne meine Partner, Freunde, Unterstützer, die das gemacht haben. Das ist tatsächlich so. Das wäre nicht die Größe und das würde auch nicht dorthin wachsen, wo wir es vorhaben, wenn ich da nicht ein Team mittlerweile dahinter hätte, auf das ich mich verlassen kann. Und da bin ich auch sehr dankbar dafür, dass ich die Menschen dann eben auch gefunden habe, die mir da eben Rückhalt geben oder Rückendeckung geben. Ja, ganz viele Bausteine. Die Sonneentscheidung gegen eine feste Anstellung in einem großen Unternehmen auf das, ich sage mal, bis dato, das ist schon ein bisschen mehr als ein Hobbyprojekt gewesen, aber du weißt, worauf ich hinaus will. Also man springt ja noch ein bisschen ins kalte Wasser dann nochmal. Und das ist natürlich auch ein mutiger Schritt. Und die Beweggründer hast ja schon so ein bisschen erzählt. Hast du dich denn vor 2016 schon mit E-Mobilität näher auseinandergesetzt oder kam das dann auch so ein bisschen jobbezogen? Das Thema kam eh auf und das hat dich dann so im Bann gezogen? Also du hast es ganz gut umrissen sozusagen. Ich habe zwar in der Automobilindustrie gearbeitet, aber Fahrzeuge an sich, klar, schnelle Fahrzeuge, steigst du mal ein, fährst mit. Hat mich interessiert, aber nicht E-Mobilität. Und muss sagen, das ist dann, zunächst war es einfach ein Arbeitprojekt, wo ich dann Lust drauf hatte. Und dann ist aber auch die Begeisterung dafür gewachsen. Jetzt im Laufe der Zeit, wo ich einfach sage, das ist mittlerweile Berufung, das ist Hobby, das ist Freundschaft, das ist Freude, die mir das Ganze auch gibt und die mich das auch so durchziehen lässt sozusagen. Und das ist auch tatsächlich gewachsen im Laufe der Zeit und enger geworden. Das war zu Beginn gar nicht so. Da habe ich es halt einfach nur so als Themenfeld betrachtet, was potenzielles Neugeschäft sozusagen ist. Aber umso tiefer du da natürlich eingestiegen bist und dich schlau gemacht hast und dann natürlich auch gemerkt hast, okay, es interessiert anscheinend nicht nur dich, was du da an Infos online sammelst, sondern ein paar andere, ist das so wie so eine Aufwärtsspirale irgendwo geworden, die sich dann da selbst irgendwo verselbstständigt hat. Liegt das denn am Thema selber? Elektromobilität, Mobilität, Technologie? Das geht Hand in Hand, glaube ich. Also was da sehr viel zu tragen kommt, ist halt die Möglichkeit, dass ich da auch viel technische Themen betrachten kann, was mich auch sehr interessiert. Ich habe ja einen Beruf gehabt, der viel auf Fertigung auch geachtet hat. Also wie passiert was, warum passiert das? Dann kriegst du auf einmal da die Möglichkeit, relativ schnell auch bei Zulieferern in dem Umfeld beziehungsweise bei Herstellern hinter die Kulissen zu schauen. Du siehst da Dinge, die andere Menschen nicht sehen können sozusagen aufgrund einer Reichweite, die man sich da im Laufe der Zeit erarbeitet. Du kommst zu einem Gespräch mit Menschen, wo ich in meinen kühnsten Träumen nicht gedacht hätte, dass ich mit denen mal spreche, wo du vielleicht in der Zeitung drüber liest. Und von daher hat mich das dann auch immer mehr begeistert. Das sind eigentlich die Menschen auch tatsächlich oder das Umfeld, wo ich sage, wo mich dann auch fesselt. Natürlich ist es zum einen die E-Mobilität, die Veränderung, auch den positiven Wandel, wo ich immer noch oder wo ich sehr fest daran glaube, dass die im Zusammenspiel mit erneuerbaren Energien dazu führen kann, unsere Welt ein Stück weit grüner und besser zu machen. Das sind so die ganzen Antriebspunkte, die ich da irgendwo finde. Okay. In den Gesprächen, die wir so bisher hatten, habe ich auch immer so gespürt, du bist jemand mit, wie soll man das sagen, mit ganz vielen Ideen und Kreativität und dann noch gepaart mit Umsetzungswillen. Das sind so gleich drei Wünsche auf einmal. Das kennen wir irgendwo aus der Werbung von früher. Da sprühst du wirklich und ich habe hier noch ein Projekt und ich habe da noch eine Idee und auch mal gucken. Ich habe damit aber auch schon angefangen. Das ist echt cool. Das ist echtes Unternehmertum, spüre ich da bei dir. Woher kommt das? Was treibt dich an? Ja, keine Ahnung. Ich sage mal, was mich antreibt, es könnte der Fall sein, dass ich es überhaupt nicht leiden kann, wenn ich ausgebremst werde, wenn ich einen Antrieb habe, wenn ich Ideen habe. Und da ist es dann auch egal, ob ich jetzt gefühlt bei uns hier in der Dachschräge eine neue Garderobe hinmachen will, wo meine bessere Hälfte jetzt letztens ah, lass uns mal überlegen und schauen wir mal, wie es wird. Das war am Sonntag. Ich sage mal, hier ums Eck liegt die Garderobe. Die werde ich jetzt heute Abend dann noch da anschrauben, weil ich einfach sage, ich will dann auch was umsetzen. Ich mag Ergebnisse sehen. Und ich weiß halt auch, wenn ich andere antreiben will, egal ob es jetzt meine freien Redakteure sind, ob es Mitmenschen in anderen Themen sind. Ich kann das nicht von anderen verlangen, wenn ich nicht selbst mit gutem Weg vorangehe. Den Maßstab habe ich an mich. Und das, was ich von anderen verlange, das bin ich auch mindestens bereit, selbst zu geben, beziehungsweise noch mehr zu geben, dass ich auch sagen kann, hey, hier mit erhobenen Haupt voran sozusagen. Das ist alles zu schaffen, wenn man sich Mühe gibt. Und die beste Idee bringt einem ja nichts, wenn man nicht in die Umsetzung geht. Und natürlich gibt es da auch genug Themen, die ich angestoßen habe, wo ich mal einen Monat probiert habe und da habe ich gemerkt, naja gut, das ergibt vielleicht dann doch nicht so viel Sinn. Aber ich habe es versucht, das hätte ja auch funktionieren können. Und von daher bin ich da auch sehr, also streue ich erst mal breit sozusagen. Und das, was funktioniert, wird verstärkt, wird ausgebaut. Das, was nicht funktioniert, wird halt wieder in die Schublade gelegt. Und vielleicht war man einfach ein Stück weit zu früh dann dran. Ja, klar. Ja, aber es ist eine super Einstellung. Du sprichst da so selbstverständlich drüber, behalte dir das bloß bei, das ist nicht selbstverständlich. Das ist gut. Das werde ich machen. Also hier, wir sehen uns ja virtuell, zwei Daumen rauf gibt es dafür. Lass uns mal ein bisschen über Elektromobilität sprechen und ja, da denke ich, das Thema ist natürlich riesig, dein Wissen über die Jahre ist sehr tief geworden, wir könnten da tagelang drüber sprechen. Ich versuche es mal so, wie hat sich die Elektromobilität in den letzten drei Jahren entwickelt? So Kontext, die Fahrzeuge, der Handel und die Ladeinfrastruktur, weil jetzt haben wir ein offenes Feld. Viel Spaß. Ja, sehr schön. Also wie viel Zeit hast du? Nein, es ist alles gewachsen natürlich und das auch alles in unterschiedlichen Ausmaßen. Bei den Fahrzeugen bist du einfach breiter in die Masse reingekommen, also es gibt nicht mehr so diese Exoten wie damals den BMW i3, der 2013 auf den Markt gekommen ist, wo BMW echt seiner Zeit voraus war und leider dann hat auch ein Stück weit einschlafen lassen. Das war vielleicht auch so ein Projekt, wie ich es eben vorher gesagt habe, wo sie gestartet sind, aber waren einfach vielleicht ein Jahr oder zwei zu früh dran, was schade war. Nichtsdestotrotz sieht man gerade da in dem Massenmarkt, sowohl bei den deutschen Herstellern als auch hier in Europa, vor allem aber auch in China, dass sich da einiges bewegt, dass jetzt in den vergangenen drei Jahren immens viel Fahrt aufgenommen wurde, dass die alteingesessenen – nenne ich sie jetzt mal – eher Schwierigkeiten mithaben, aus ihrem Konzerndenken rauszukommen, was natürlich aufgrund der hohen Mitarbeiteranzahl, der Prozesse, die dort gelebt werden und die auch notwendig sind, um so ein Apparat am Laufen zu halten, schwierig ist, sich da auch einiges zum Positiven verändert hat. Natürlich wünscht man sich da immer noch mehr und noch schneller, das geht aber natürlich nur mit einem gewissen Tempo, aber ich glaube, das wird in den nächsten Jahren natürlich noch mehr Fahrt aufnehmen, weil wenn so ein Ball meines Rollens kommt bei so einem Hersteller und dann die Prozesse dementsprechend auch mal stehen und Modelle kommen, dann wird da mehr Druck draufkommen auf die ganze Geschichte, sieht man bei VW meiner Meinung nach sehr gut. Die Steine des Anstoßes mit waren sozusagen, darüber offen zu diskutieren, aber die jetzt auch vieles richtig machen oder vieles auch richtig gemacht haben jetzt in den letzten drei Jahren und parallel dazu hast du den chinesischen Markt, den man beispielhaft nehmen kann, du kannst auch nach Kalifornien rüberschauen mit den ganzen Start-ups, die es da gibt, die jetzt mittlerweile auch nach Europa drängen und die dann halt alle auch irgendwo die Kunst haben oder die Grundlage haben, auf einem weißen Blatt Papier aufbauen zu können, eben ohne diese Struktur und wo du dementsprechend auch schneller was aufbauen kannst. Das ist natürlich nicht 100% perfekt und da gibt es da und da den Makel dann, aber das sind alles Themen, die kannst du hinterher wieder ausbessern sozusagen. Da geht es auch eher schnell, Produkte auf die Straße zu bringen und dann zu schauen. Du warst ja jetzt gerade letztens mit NIO im Austausch und auch ein chinesisches Unternehmen, was immens viel Fahrt in den letzten drei Jahren aufgenommen hat, wo jetzt Schlag auf Schlag neue Modelle, Batterietausch, Technologie, Schlag mich tot auf den Markt bringen und die scheinen auch noch genügend Ideen zu haben. Also da bewegt sich so, so viel, dass du gefühlt denkst, du die letzten drei Jahre, das waren so 30 Jahre, also ist so mein Empfinden jetzt mal auf der Modellebene und bin da auch sehr zuversichtlich, dass wir 2023 noch einiges sehen werden. Ladeinfrastruktur, das ist noch als Stichwort genannt, da hat sich auch einiges getan. Da wird zwar natürlich immer wieder darüber gemotzt, dass sie nicht ausreichend ist, ich komme gut von A nach B und gut von A nach B heißt für mich nicht nur hier von daheim zum Discounter zurück, sondern auch nach Holland, Amsterdam, Rotterdam, wo ich hinfahren kann. Ich komme nach Frankreich, wenn ich will, Südtirol bin ich unterwegs. Das ist natürlich je nach Land mit der einen oder anderen Herausforderung verbunden, weil das natürlich noch nicht so stark ausgebaut ist, wie man sich das wünscht, aber es ist wesentlich besser geworden, wenn man mal sieht, inwiefern der Fernverkehr oder die Netze an den Autobahnen gewachsen sind, auch mittlerweile von 50 kW auf 350 kW Ladehoch, da tut sich immens vieles. Es gibt hier in der Stadt Neckargemünd, ist jetzt in Anführungsstrichen eher kleiner, gibt es auch in den letzten drei Jahren sind hier neue Ladestationen mit dazugekommen, Schnelllader, normale 11 kW oder 22 kW Lader, da tut sich schon einiges im Kleinen. Zudem gab es die KfW-Förderung, die ja auch die Wallboxen daheim gefördert und gefordert haben, dann eben auch nach vorne zu bringen. Ich denke, jetzt ist ein wichtiger Punkt, dass auch Unternehmen für Mitarbeiter auch gerne abgerechnet natürlich den Strom zur Verfügung stellen, dass man genau dort laden kann, wo die Fahrzeuge stehen, weil ich brauche nicht 350 kW immer zum Laden, das ist schön, wenn ich irgendwo unterwegs bin und muss mal 500-600 km am Tag kloppen, weil ich in Urlaub fahre, da will ich natürlich schneller laden. Aber wenn du daheim bist, da laden kannst oder das Auto bei deinem Arbeitgeber acht Stunden auf dem Parkplatz stehen hast, da ist dir doch egal, ob das jetzt mit 11 oder 22 kW lädt, am Ende vom Tag ist er trotzdem voll. Absolut. Hast du auch eine Meinung zum Autohandel, was der so in den letzten drei Jahren mit diesem Shift in Richtung E-Mobilität erwischt hat? Ja, da habe ich eine Meinung dazu, da bin ich natürlich auch ein Stück weit geteilter Meinung, weil es da auch verschiedene Ansichten oder weil es verschiedene Ansätze gibt. Wenn wir jetzt gerade mal kurz auf die neuen Player am Markt zu sprechen kommen, die fahren ja auch teilweise neue Konzepte, 100% Online-Direktvertrieb, der Händler ist nicht mehr Händler, sondern eher Berater in dem Sinne, wo er dann auch eben, ich sage mal, über E-Mobilität an sich erstmal aufklärt, wo es noch gar nicht um das Produkt an sich geht, ob das jetzt das richtige Fahrzeug ist, sondern wo vielmehr auch erstmal über E-Mobilität, Rekuperation, Ladern und das ganze Umfeld ein Stück weit aufgeklärt wird, was immens wichtig ist, wenn man sich mit so einer neuen Materie als potenzieller Kunde beschäftigt. Zum anderen ist es halt auch ein komplett anderes Vertriebsmodell. Ich könnte mir immer noch nicht vorstellen, ich bin digital, nativ, sag ich mal, gut unterwegs, aber ich könnte mir nicht vorstellen, mein Auto hier mit drei Klicks zusammenzustellen, das vorher nicht gesehen zu haben und dann zu kaufen, geschweige denn irgendwie zu finanzieren oder leasen. Ich mag das schon immer noch mal irgendwo gesehen haben oder zumindest mal eine Erfahrung damit gesammelt haben. Und dafür ist der, ich sage mal, alteingesessene Autohandel immer noch top, aber da muss ich sagen, da habe ich leider auch die Erfahrung gemacht, dass man sich da dem Thema eher noch verwehrt hat. Das war letztes Jahr dann doch der Fall, wo ich dann auch so gemerkt habe, da wirst du noch zum Verbrenner hingequatscht, obwohl du schon mit der festen Überzeugung hingehst, du würdest dich gern zum E-Auto beraten lassen. Und dann kannst du dem Verkäufer dann noch den Unterschied zwischen schnellem und langsamem Laden erklären, wo ich mir halt auch wünschen würde, dass da auch ein bisschen Offenheit oder der Wille zum Wandel da ist, weil ich denke mal, da wird so viel Geld mittlerweile investiert, da gibt es keine Abkehr mehr davon von der E-Mobilität. Also muss ich mich, wenn ich ein guter Verkäufer sein will und Auto verkaufen will, unabhängig vom Antrieb, halt damit beschäftigen und notwendigerweise vielleicht auch mit den Grundlagen. Natürlich ist mir klar, dass der Handel damit auch mit der Wucht überfahren wurde. Also so schnell konnte man das gar nicht aufarbeiten, so viel wie da passiert ist, das ist mir auch ganz klar. Nichtsdestotrotz sind wir da jetzt auch schon ein paar Jahre drin und ich bin der Meinung, wenn man 2023 da nicht in der Lage ist, über sein Autohaus eine vernünftige Grundlagenberatung zu gewährleisten, dann ist man 2024 vielleicht nicht mehr so der entscheidende Player da in der Umgebung. Das muss man ganz klar sagen. Das könnte passieren. Und da gehe ich halt schon stark von aus und da geht es ja auch nicht darum, dass der Verkäufer dir dann bis ins kleinste Detail erklären kann, auf was für einer Technologie die Batterie aufbaut, aber er sollte halt zumindest mal einen Unterschied zwischen langsamem und Schnellladen wissen, übertrieben gesagt, und sollte dir grundlegende Dinge an die Hand geben oder sollte dann auch irgendwo auf weiterführende Informationen, sei es jetzt auf der eigenen Firmenwebsite verweisen oder auch wie bei uns auf der Webseite, wo wir auch entsprechend über Grundlagen aufklären oder auch bei unseren Marktbegleitern, die da unterwegs sind und da auch sehr wertvolle und wichtige Arbeit machen, beispielsweise electrive.net, die vor allem im Business-to-Business-Bereich dann auch unterwegs sind, wo ich sagen kann, auch da gibt es sehr, sehr viele wertvolle Inhalte, die das Team dort abliefert und warum dann nicht? Ich muss ja nicht alles selbst wissen, aber ich kann ja dann an die Experten entsprechend weiterverweisen und kann sagen, hör mal zu, dann informiere dich doch da und da und wenn du dann weißt, das ist für dich das Passende, du willst E-Auto fahren, dann kommst du zurück und dann kann ich dir zu deinem VW, zu deinem Skoda, zu deinem Mercedes, zu deinem Audi und wie sie alle heißen, dann kann ich dir die Tiefenberatung geben und kann dir sagen, welches unserer Modelle für dich das Richtige ist. Okay, ja wir sind jetzt schon genau an der Schnittstelle, wo ich eigentlich auch hinmöchte, weil jetzt nehmen wir den Blick aus dem Rückspiegel raus und machen das Fernlicht angucken nach vorne und das ist im Grunde genau die gleiche Frage, nur jetzt halt in die Zukunft gerichtet. Wie ist deiner persönlichen Meinung nach der Ausblick auf die Entwicklung der E-Mobilität in den nächsten Jahren auch wieder, sagen wir mal Fahrzeuge, Handel und Ladeinfrastruktur? Ja, ich denke die Ladeinfrastruktur, um damit vielleicht anzufangen, die wird weiter wachsen, die muss weiter wachsen. Ich habe es vorhin gesagt, Unternehmen werden getrieben sein, ihre Flotten darauf umzustellen, gerade im Bereich der Automobilindustrie, das geht ja auch. Das schlussendliche Ziel ist ja, CO2-Emissionen zu reduzieren, das muss man sich ja vor Augen führen. Das schafft man im Verkehr durch CO2-neutrale oder lokal-neutrale Fahrzeuge, kannst du das schaffen. Du kannst es in der Herstellung der Fahrzeuge auch nur schaffen, wenn du deine Lieferkette CO2-neutral bekommst und wenn du das halt ganzheitlich betrachtest, gehört damit auch dazu, dass die Mitarbeiter deines Lieferanten CO2-neutral zur Arbeit kommen, sei es mit Bus, Bahn oder E-Auto eben. Das ist ganz weit gesponnen, aber das wird ein Thema werden, wenn man die Ziele erreichen will. Das heißt also, um das zu erreichen, muss die Ladeinfrastruktur dort ausgebaut werden, die Außendienstler müssen mit E-Autos unterwegs sein oder sollten mit E-Autos unterwegs sein. Also da wird ein Ausbau stattfinden, ich denke, es ist ja mittlerweile ein Muss bei Neubauten, dass da auch Ladeinfrastruktur entsprechend vorgesehen wird. Ich sehe es bei mir im Freundeskreis, die Wohnungen haben, auch wir haben hier überlegt, uns Ladeinfrastruktur aufzubauen, wo man einfach sagt, okay, es wird einfach ganz natürlich darüber nachzudenken. Deswegen ist es einfach eher ein Spiel auf Zeit, meiner Meinung nach, weil der Bedarf da ist. Die Hersteller drängen mit neuen Modellen auf den Markt, da wird es jetzt wahrscheinlich 2023 nochmal ein Stück weit ruhiger, es gibt ja sogenannte CO2-Flottenwerte, die die Hersteller erreichen müssen, bevor sie Strafzahlungen bekommen. Da ist jetzt die nächste Verschärfung, ich glaube 2024, 2025 angedacht, 2025 eher in die Richtung. Das heißt, die werden natürlich im Moment wahrscheinlich so viele E-Autos auf die Straße bringen, wie sie brauchen, um ihre Werte zu erreichen, werden dann noch aktuell so viele Verbrenner wie möglich verkaufen, weil da einfach die Marge im Moment noch besser ist, um das zugegen zu finanzieren, kann ich vollkommen nachvollziehen. Spätestens 2025 wird dann nochmal so viel Druck auf den Kessel kommen, wenn da die Strafzahlungen hochgehen oder die Werte runter für die Strafzahlungsgrenzen, dass man da, glaube ich, nochmal so einen richtigen Schub im Markt merken wird, das hat man vor der letzten Verschärfung gesehen, da waren teilweise E-Autos für 5 Euro im Monat zu lesen, wo ich Angebote bei uns reinbekommen habe, wo du einfach gemerkt hast, dass es für die immer noch günstiger ist, als wenn die ihre Strafzahlungen dann hinterher machen und da wirst du definitiv auch Bewegung sehen und das Ganze spielt sich ja dann in der Summe auch auf den Autohandel durch, dass der auch dementsprechend aufgestellt sein muss, der muss zum einen natürlich die alte Verbrennertechnologie noch verkaufen können, muss Ahnung davon haben, zum anderen muss er sich für das neue Feld dort öffnen, muss vielleicht auch neue Konzepte gehen, so wie die jetzt beispielsweise ein Polestar mit an den Weg bringt, das gibt halt nicht mehr diesen klassischen Handel, sondern es geht eher in Beratung, auch allumfassend, es gibt diese Spaces, die ja andere Marktbegleiter eben auch machen, NIO hast du dir ja angeschaut gehabt, die das ja auch gut umsetzen, wo dann eben ein ganzheitlicher Ansatz eben gefahren wird, wo dann auch über die Antriebstechnologie hinaus gedacht wird und aufgeklärt wird und das wirst du auch noch eine ganze Weile machen müssen, weil in der Bubble selbst, in der wir uns bewegen, ist E-Mobilität selbstverständlich, aber wenn du dann mal ein Stück weit rausgehst und in Anführungsstrichen ich nur mal mit meinem Vater spreche darüber, dann ist das schon mal davon gehört, schon mal mitgefahren natürlich über mich, aber alleine eine Wallbox daheim zu installieren, woran musst du denken, kann ich das mit einer PV-Anlage koppeln, wie denke ich das, wie fahre ich auch tatsächlich nachhaltig damit, weil mir bringt das ja nichts, wenn ich ein E-Auto habe und dann hole ich meinen Strom aus Kohle beispielsweise, also da ist noch viel Aufklärungsarbeit von nöten, aber ich glaube, das Rad ist schon am schwingen und da ist schon zu viel Geld geflossen oder da fließt schon zu viel Geld rein, als dass das nochmal gestoppt wird aus meiner Sicht. Fahrzeuge? Fahrzeuge, ja, da wird sich auch einiges tun. Ich denke, da bewegen wir uns jetzt gerade halt am oberen Ende, oberes Mittelklasse-Sequenz, jetzt kam mein deutscher Hersteller gedacht und Luxus, wo viel kommt, wo auch viele tolle Modelle auf dem Markt sind, wo du aber halt auch einen entsprechend hohen Preis dafür hast, der natürlich im Rahmen der Positionierung der Fahrzeuge gerechtfertigt ist, wo aber der Massenmarkt natürlich zu Recht sagt, kann ich mir nicht leisten, also Porsche Taycan, tolles Auto, würde ich jederzeit wiederfahren, mein Geldbeutel erlaubt es mir halt dann doch nicht, dass er hier auf dem Hof steht. Auch bei Volkswagen, die namensgebend für den Volkswagen sind, für das Auto, fürs Volk leistbar, sagen halt im Moment ist es finanziell nicht darstellbar, ein Fahrzeug für 20.000 Euro auf den Markt zu bringen und das sind halt aber die Fahrzeuge, die benötigt werden, weil ich sage mal, was man ja auch bedenken muss, es geht ja nicht nur um Neufahrzeuge, der Gebrauchtwagenmarkt speist sich ja aus den Neufahrzeugen mit einem gewissen zeitlichen Verzug. Wenn du da halt aber nur ein EQS da hast, ein Tesla Model S, diese ganzen hochpreisigen Fahrzeuge, dann werden die natürlich im Gebrauchtwagenpreis ja auch entsprechend hochpreisig sein und dann auch nicht leistbar. Also es müssen mehr Fahrzeuge wie so ein Dacia Spring beispielsweise auf die Straße kommen, die jetzt natürlich nicht die eierlegende Wollmilchsau sind, aber die einfach gute, vergleichbare, günstige Mobilität anbieten und die auch den Einstieg da möglich machen. Ich habe ja viele Hörer direkt aus dem Autohandel und den Herstellern. Wenn du denen einen Rat geben solltest, was würdest du denen sagen? Das würde ich mir gar nicht anmaßen wollen, denen da was zu sagen, vor allem den Herstellern, weil ich glaube, die haben da schon ihre Experten an der Hand, die da noch um einiges klüger sind, aber ich wage es natürlich trotzdem, das ist ja sehr gut, das habe ich verstanden. Generell sollte man vielleicht an den Handel gerichtet dann mal sagen, das ist kein Übel, die E-Mobilität, das ist eine wunderbare Chance, auch ein neues Geschäft zu machen. Also wir hatten, es gibt auch ja Vorzeigerhändler und die habe ich auch in meinem Netzwerk, die die Chance der Zeit erkannt haben, die dann, ich sage mal, einen Elektriker mit eingestellt haben und dann haben die als Dienstleistung halt noch die Wallbox-Montage verkauft. Das ist ein schönes Zusatzgeschäft, weil da gleich eine andere Marge dazu ist. Du musst den Kunden dann gar nicht mehr gewinnen, der hat das E-Auto schon bei dir gekauft, du verkaufst ihm noch eine Wallbox mit dazu, vielleicht gibst du ihm auch noch den Ladetarif von dem Hersteller mit dazu, die es ja auch mittlerweile gibt, wo du auch nochmal eine Marge dran verdienen kannst. Es ergibt sich ja viele Synergien und weiter gesponnen, einen Hersteller, oder einen Händler kenne ich, der hat einen kleinen Elektriker mit aufgemacht, der bietet jetzt mittlerweile die Montage von Photovoltaikanlagen an, der kauft Batterien auf, macht Batteriespeicher draus. Du kannst über alles motzen und sagen, ist alles schlecht und so, oder du erkennst das Zeichen der Zeit, gehst in Vorleistungen und machst. Da sind wir wieder beim Thema von mir vorhin. Ich stoße verschiedene Dinge an, das, was klappt, wird vertieft, wenn es nicht klappt, lässt es bleiben. Ich meine, was ist denn die Gefahr, dass die Wallbox vielleicht nicht verkauft wird? Gut, wie groß ist die Chance? Relativ gering, weil die müssen ja irgendwo laden, die Eigentümer von dem Fahrzeug, die neuen Besitzer. Warum nicht einfach mit anbieten? Da gibt es schon viele Themen, wo ich einfach sage, der Zug ist durch, Immobilität wird kommen, wird bleiben, sei offen dafür, stell dich den Chancen oder nutze die Chancen, die da sind. Versuch es zumindest und wenn du nur 5% besser wirst, Bis jetzt sind es 5% mehr, die du vorher nicht hattest, und das ist, glaube ich, viel wert. Und auf Herstellerseite ist es nochmal eine Nummer schwieriger, weil da gibt es natürlich die Konzernstrukturen, das ist klar, aber auch da kannst du es in beide Richtungen sagen. Da würde ich sagen, lernt voneinander, die Jungen von den Alten und umgekehrt, weil ich glaube, da machen beide Seiten verdammt viel richtig, auch verdammt viel falsch, aber warum versuche ich nicht, das Positive rauszunehmen, was der alteingesessene OEM macht, und warum versuche ich nicht, das Gute zu nehmen, was auch ein Junger mit an den Markt bringt. Und ich glaube, da gibt es sehr viele Schnittstellen, die man auch ineinander unterbringen kann, trotz eventueller Strukturen, die vorhanden sind. Ja, ich glaube, der Herr Dieß war ja schon ein kleiner Elon-Fan, also der hat sich das, glaube ich, schon durchaus angeschaut, was der da so treibt. Das glaube ich auch, und das ist ja auch richtig so. Und auf der anderen Seite glaube ich, dass Tesla auch tief genug bei Volkswagen und auch bei anderen Herstellern reingeschaut hat, wenn man mal sieht, woher die kamen, die machen natürlich in Sachen Software noch mal eine ganz andere Nummer mehr richtig. Verarbeitung, wenn man das jetzt mal wieder aufbringt, können sie von den Deutschen doch noch einiges lernen. Da ist halt bloß die Frage, die haben halt den Schwerpunkt erkannt, es interessiert einfach nur noch die Software in Zukunft, oder was heißt nur noch, aber die Software kriegt einen höheren Stellenwert, als es die Hardware mittler oder aktuell noch hat. Und ja, da muss man sich halt auch drauf einstellen. Das wollte ich gerade sagen, dass Tesla ein Konzern ist, der in Zukunft vom Verkauf von Autos leben wird. Ich glaube nicht, dass man das einwandfrei so sagen darf oder sollte, weil die haben einen anderen Business Case. Nein, das glaube ich auch nicht. Genau so ist es, die denken ja auch über das Fahrzeug hinaus. Ich finde Tesla, also aktiellmäßig, ich finde es ziemlich gehypt. Ich kann es in dem Ausmaß nicht nachvollziehen. Ich mag, was sie machen. Wir fahren selbst einen Tesla Model 3 jetzt für noch ein paar Monate über ein Abo-Modell, wo wir nutzen. Also auch nicht der klassische Handelsautokauf, sondern eben auch da eine Möglichkeit mal rein zu blicken. Aber die machen vieles richtig, können aber auch noch vieles lernen und so wie du sagst, da ist nicht mehr der Business Case, das Fahrzeug zu verkaufen, einmal verkauft und gut ist. Ne, da kannst du halt irgendwann vielleicht mal dein autonomes Update dann noch für 7.000 Dollar mit dazukaufen, wo du gleich nochmal einen Kunden hast, du verkörperst den mal über deine Solarpfirma noch die Wallbox mit PV-Anlage daheim. Das ist halt auch schon breit gedacht über verschiedenste Wege hinweg und das ist das, wo andere auch lernen können oder ja auch machen. Ich meine, selbst VW geht ja auch schon in die Richtung und nimmt das mit auf und denkt da auch in andere Tiefen. Okay, wir kommen zu unseren Abschlussfragen. Da schauen wir mal, wo wir dich da nochmal nachher festgenagelt kriegen, aber ich würde mal was fragen, so auch mit dem Einblick jetzt auf E-Mobilität und Co. Wird es wirklich eine Mobilitätswende geben, weil vor Corona schien ja so die Individualmobilität, die war ja so auf dem Abgesang und ja, das ist jetzt ganz schön in die Vergangenheit so, das hat man gar nicht mehr so präsent. Wie wird sich die Mobilität im Kontext E-Autos wohl verändern? Hat das einen Einfluss? Wird es sich verändern? Wird es so bleiben wie jetzt oder hast du da eine Vorahnung? Vorahnung? Ich habe eine Hoffnung sozusagen, dass es sich wirklich ändert und dass wir auch weg von der Individualmobilität, also von dem Individual-Pkw kommen, sondern eher zu eher themenbezogener Mobilität, dass ich halt nicht alles mit dem Auto zurücklegen muss. Hier in der Stadt beispielsweise entweder laufe ich es, wenn es in der Nähe ist, ich nehme meinen Scooter, ich nehme mein Bike, mein E-Bike, wenn ich längere Strecken fahre, was natürlich auch Luxus ist, das verstehe ich, aber oder nehme den Bus, ÖPVN, es gibt ja eine Vielzahl davon, was du nutzen kannst, ich glaube, es wird eher zweckbezogener werden, die Mobilität an sich und da ist halt das E-Auto durch seinen lokalen nachhaltigen Antrieb dann schon die bessere Wahl gegenüber einem Verbrenner oder Diesel, aber es ist nicht die endgültige Lösung. Genauso wenig wie SUVs als Segment die Lösung für alles sein können, auch da musst du mal in Richtung Kleinstfahrzeuge gucken. Also wenn ich nur in der Stadt hier unterwegs bin, ich fahre nur von A nach B, warum muss ich einen riesen SUV fahren, wenn ich auch so ein schönes Auto wie ein Microlino oder sowas fahren kann, der in jede Lücke reinpasst, wie so früher die kleinen Smarts, du verbrauchst weniger, also bist schon nachhaltiger dadurch, dass einfach weniger Rohstoffe in der Herstellung des Fahrzeugs verbraucht werden und wenn dir das doch ausreicht, warum nicht? Also man muss da einfach breit auch denken und ich glaube, da wird schon ein Wandel stattfinden, weil der Umstieg auf E-Autos wird nicht die Lösung unserer Probleme sein. Es kann Teil davon sein, aber nicht alleine. Okay, ja dann kommen wir jetzt zu dem Klassiker, da kommt keiner hier dran vorbei. Wann sitzt du das erste Mal ein komplett autonomes Auto, sprich wirklich einsteigen, Kommando geben, fahre mich da und da hin, Zeitung auf und auf nichts achten. Ja, spannendes Thema. Ich habe gerade letztens einen Podcast auch zu dem Thema aufgenommen, wo es mich ein bisschen angefixt hat. Ich hoffe, wenn ich das nächste Mal in den USA bin, also ich war bisher nur einmal, das ist schon ewig her, aber wenn ich dorthin komme, dann wird das ein Thema sein, wo ich mir anschauen werde und wo ich dann auch nutzen werde, weil dort fahren die autonom fahrenden Fahrzeuge schon, zumindest in einigen Städten, da sind wir gerade wieder so Kalifornien da unterwegs, San Francisco beispielsweise und dann werde ich mich da definitiv reinsetzen. Aber das kann ich dir jetzt noch nicht beziffern, weil ich noch nicht weiß, wie ich hingehe und einfach nur mal wegen autonomem Fahren ist mir dann doch ein bisschen zu teuer und auch nicht so ganz nachhaltig, dann deswegen nur dorthin zu reisen. Ja klar, aber dann müssen wir das nochmal eingrenzen, weil das war keine Jahreszahl und keine Info hier in Deutschland, bei dir zu Hause. Hier in Deutschland, okay. In Heidelberg von mir aus. Ja, da glaube ich, das wird noch ein bisschen dauern. Da kommt drauf an, wie schnell es Fahrt aufnimmt. Ich denke mal 2030, 2035 könnte man vielleicht erste Testfahrten machen, vielleicht auch ein Stück weit früher im kleinen Prototypen Rahmen, aber in Serie wird das noch, sind wir hier glaube ich noch, haben wir noch ein paar Baustellen zu lösen. Da habe ich gerade erst mit jemandem drüber gesprochen, der aus Hamburg kommt und der sagte, ja das gibt es ja schon so zum Teil in Hamburg. Es gibt in Hamburg, nämlich in der Innenstadt, eine Teststrecke für so kleine vollautonome Busse. Da fährt aber sicherheitshalber noch jemand mit. Dann ist es aber nicht vollautonom. Ja, aber dann macht er eine Pause und sagt so, aber die habe ich noch nie gesehen. Und das ist schon seit Jahren. Hamburg ist meines Wissens auch eine Stadt, eine europäische Hauptstadt dafür, wo an neuer Mobilität geforscht wird, neue Mobilitätskonzepte und Co. Und deswegen fährt dieser Bus da glaube ich mit Sicherheit seit drei, vier Jahren schon. Und selbst Hamburger haben den noch nicht wirklich gesehen. Das ist relativ kurios, finde ich. Okay, ja, da haben wir doch jetzt mal eine Nummer von dir gehabt und Sebastian, ganz lieben herzlichen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, während der Betreuung deiner Plattform mit so viel Content, der da geschaffen werden muss, dass du da meinen Hörern auch ein bisschen Eindruck geben konntest zur E-Mobilität, weil ich wüsste jetzt nicht, wen ich sonst mal spontan ansprechen sollte, der so tief in dem Thema drin ist wie du. Danke. Vielen Dank, Tim, für die Einladung. War mir natürlich eine Freude, da auch die Verbrennerfahrer unter deinen Hörern sozusagen nochmal anzusprechen, aber wollte bewusst und will auch nicht predigen, sondern einfach offen sein für alles und sich das Anhören mal mit beschäftigen. Und dann kann man immer noch entscheiden. Aber da hat man auch eine Grundlage zur Entscheidung. Von daher vielen Dank für die Möglichkeit. War ein schöner Austausch und wird hoffentlich nicht der letzte gewesen sein. Nein, ich glaube nicht. Und ich habe ja auch schon, du hast mir ja auch angedroht, dass du mal mit mir quatschen willst. Oh Gott, das wird aber bestimmt spannend für deine Gäste. Ja, wir hören uns auch gerne hier die Sicht eines Verbrenners an, wobei du ja auch schon so langsam bekehrt wirst, wie ich mitbekommen habe. Aber ich finde es schon sehr spannend, die beiden Welten. Und deswegen musst du definitiv auch mal bei uns zu Gast sein. Ja, das kriegen wir hin. Okay, damit sind wir mit der heutigen Ausgabe durch. Und ja, vielen Dank, habe ich schon gesagt. Vielen Dank auch da draußen fürs Zuhören. Und wir verabschieden uns. Ich sage Ciao. Bis bald. Macht’s gut. Ciao. Tschüss.


Diese Episode ist Teil des Podcasts Benzingespräche von Tim Klötzing.