Einleitung
In der neuesten Episode von ‚Benzingespräche‘ spricht Tim Klötzing mit Patrick Möltgen über den Stand des Online-Marketings im deutschen Autohandel. Möltgen, ein erfahrener Berater im Bereich digitales Marketing, teilt seine Einblicke in die aktuellen Trends und Herausforderungen, denen sich die Branche gegenübersieht.
Der Status Quo im Online-Marketing
Am Ende des Jahres 2022 befindet sich der deutsche Autohandel in einer guten Ausgangslage. Die Ertragssituation und die Nachfrage sind stabil, was es den Händlern ermöglicht, in die Zukunft zu investieren. Möltgen betont jedoch, dass der ‚Brandbeschleuniger‘ der letzten Jahre nun aufgebraucht ist und eine Neuausrichtung erforderlich macht.
Unterschiede zwischen großen und kleinen Händlern
Ein wesentlicher Unterschied zeigt sich in der Herangehensweise an das Online-Marketing zwischen großen Händlergruppen und kleineren Autohäusern. Während größere Gruppen über spezialisierte Teams verfügen, die sich um verschiedene Aspekte des Marketings kümmern, fehlt es kleineren Händlern oft an In-House-Know-How. Hier wird häufig auf externe Agenturen vertraut, was zu Wissenslücken führen kann.
Die Bedeutung von Content-Creation
Möltgen hebt die Bedeutung von Content-Creation hervor und prognostiziert, dass der Job eines Content-Creators im Autohaus in Zukunft unverzichtbar sein wird. Inhalte sollten idealerweise aus dem Autohaus selbst kommen, um Authentizität und Relevanz zu gewährleisten.
Fazit
Der deutsche Autohandel steht vor der Herausforderung, sich im Bereich Online-Marketing neu aufzustellen. Dabei sind Investitionen in Personal und Wissen entscheidend, um die Potenziale des digitalen Marketings voll auszuschöpfen. Die Episode bietet wertvolle Einblicke und praktische Tipps für Händler, die ihre Online-Präsenz stärken möchten.
Show Notes & Key Takeaways
Themen:
- Aktuelle Trends im Online-Marketing für Autohändler
- Unterschiede zwischen großen und kleinen Händlergruppen
- Die Rolle von Content-Creators im Autohaus
- Herausforderungen und Chancen im digitalen Marketing
Key Takeaways:
- Der Autohandel muss sich im Online-Marketing neu ausrichten.
- Große Händlergruppen sind oft besser aufgestellt als kleinere.
- Content-Creation wird immer wichtiger.
- Investitionen in Wissen und Personal sind entscheidend.
- Online-Marketing bietet ungenutzte Potenziale.
📄 Vollständiges Transkript anzeigen
Benzingespräche – der Personality- und Branchenpodcast der deutschen Automobilwirtschaft. Der Podcast führt mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind, erzählt zu werden. Es geht um neue und verschiedene Blickwinkel auf die Autobranche und persönliche Meinungen zukünftiger Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, Online-Marketing-Spezialist, Unternehmercoach und Agenturinhaber. Kurzer Boxenstopp bei meinem Partner Autoscout24. Mit Autoscout24 machen Sie Ihr Autohaus fit für die Zukunft. Profitieren Sie beim Innovationsführer vom Marktplatz der Zukunft und steigern Sie Ihre Verkäufe. Autoscout24 – einfach ein starker Partner. Herzlich willkommen zurück bei meinem Podcast Benzingespräche. Und meinen heutigen Gast kenne ich schon länger, aber hauptsächlich virtuell über LinkedIn. Er ist mir immer wieder in meinem Netzwerk aufgefallen durch echt guten Input im Bereich Online-Marketing für Autohändler. Und darüber möchte ich heute mal mit ihm sprechen. Herzlich willkommen, Patrick Möltgen. Hi. Hi, ich freue mich da zu sein. Ja, perfekt. Ich freue mich, dich da haben zu dürfen, sozusagen. Ja, wir hatten auch schon vor längerer Zeit Kontakt. Das kam, glaube ich, auch damals, meine ich, ich weiß gar nicht mehr, beim Posting, auch Kontext Google Universum. Und da hatte ich dich schon so auf dem Wunschzettel, dass wir mal miteinander sprechen. Jetzt haben wir endlich mal ein bisschen das persönliche Kennenlernen vorab geschafft, den richtigen Termin gefunden. Jetzt haben wir uns hier. Ja, also ich freue mich auch. Und ich glaube, das war ein Posting von dir ursprünglich mal zum Thema Bewertungen, dass das doch schon 20 Jahre gefühlt her ist. Und ja, warum das denn immer noch Sorgen bereitet. Ja, total, total unverständlich. Also Google Bewertung ist ja eigentlich so alt, wie es Google noch nicht gibt. Also das ist ja Wahnsinn. Und jedes Jahr wird diese Sau nochmal durchs Dorf getrieben. Und scheinbar erreicht es ja auch noch irgendjemanden. Weil sonst würden ja alle mit dem Kopf schütteln. Immer wieder spannend. Aber da kommen wir gleich auch noch drauf zu sprechen. Alles klar, machen wir. Genau. Dann werfen wir erstmal einen Blick in den Rückspiegel. Ein paar Hard Facts und so zu dir, deinem Werdegang. Du bist im Baujahr 88, du bist verheiratet, hast einen Sohn, 14 Jahre jung. Dafür siehst du aber ganz frisch aus, muss ich sagen. Monate, Monate, nicht Jahre. Entschuldigung, Monate. Deswegen sage ich auch, siehe so frisch aus. Er kriegt noch Schlaf. Genau. Du lebst in Warkhäusel, Geburtsort Bruchsal. Warkhäusel, wo in Deutschland verorte ich das? Ja, das ist so die Ecke im Prinzip zwischen Mannheim, Karlsruhe, Heidelberg. Für die Motorsportbegeisterten, die kennen sich ja den Hockenheimring. Zwei Ortschaften weiter ist Warkhäusel. Ein Träumchen. Zu deiner Ausbildung. Du bist ausgebildeter Automobilkaufmann und Assistent der Geschäftsleitung 2009 bis 2012. Hast dann ein Studium zum Bachelor of Arts Betriebswirtschaft, Automobilhandel und Verkäufer. Als auch den Leiter Gebrauchtwagenmanagement beim Autos Renk-Weindl gemacht 2012 bis 2015, parallel. Spezialist Online-Marketing Automobilhandel bei der Screen Group, nee anschließend war das 2015 bis 2017. Dann 2017 bis heute Spezialist Digitalisierung der Handelspartner bei der BDK. Und gleichzeitig bist du auch freiberuflicher Berater für Autohäuser und Werkstätten im Bereich digitales Marketing und Vertrieb, auch 2017 bis heute. Ja Patrick, ich nehme dich ja so als versierten Berater im Online-Bereich halt so wahr, Online-Marketing, Digitalisierung. Aber mit Blick auf den Lebenslauf in der Vorbereitung ist mir dann auch klar geworden, du kommst ja wirklich aus dem Handel. Also direkt von der Schule in die Ausbildung, dabei geblieben. Was war da los? Wie kam das dazu und woher kam die Liebe zum Automobil und dein Wunsch, damit beruflich zu tun zu haben? Ja, also damit musste ich jetzt erstmal selber nochmal länger nachdenken, woher das denn tatsächlich kam. Sehr schön. Ist immer nicht so offensichtlich, aber ich glaube, ich habe ganz gute Kindheitserinnerungen tatsächlich noch, als ich mit meinem Papa damals einfach unterwegs war in Autohäusern, aber auch so unterwegs auf dem Privatmarkt, wo wir halt damals schon Autos, Transporte, Maschinen gekauft haben. Und mich hat das sehr beeindruckt, einfach mit den Leuten ins Gespräch zu gehen und auch Thema Preisverhandlung, also so Vertrieb. Und ich habe da noch sehr genaue Erinnerungen tatsächlich, als ich als kleiner Bursche da mit im Autohaus dabei war und so. Die Erinnerungen sind sehr klar noch da. Okay, das ist aber krass, dass du danach gesagt hast, das hat dich irgendwie so beeindruckt. Vielleicht als kleiner Junge in so einem großen Autopalast mit Neuwagen und so, dass das irgendwie doch so einen Eindruck hinterlassen hat. Ja, und dann im jugendlichen Alter dann so das Thema Handel auch. Also relativ früh, ich glaube mit 13 oder 14 ging es dann mit dem ersten Ebay-Account los und mit dem ersten Shiro-Konto. Da habe ich verstanden, Mensch, ich kann ja hier mein Taschengeld aufbessern. Und also Thema Handel schon immer. Ja, im weiteren Verlauf dann so ein bisschen ins Erwachsenwerden mit dem ersten Führerschein, dann so die Tuning-Geschichten natürlich, ja. Aha. Welches Modell, welches Fahrzeug war denn da der Wunschtraum? Bei mir war das ein Astra F tatsächlich. Ah, okay. Diese ganz alte Runde noch, ja. Ich sage jetzt mal was halb Böses. Du warst von der dunklen Seite der Macht. Bei uns hier im Ruhrgebiet waren wir die Golf-GTI-Fraktion. Dann von der dunklen Seite, ja. Ja, das war damals schon so krass, dass das halt nicht ein normaler Astra war, sondern da war halt eine zweieinhalb Liter Maschine aus einem Omega drin. Es ging dann schon gut los. Und das in dem Alter. Ah, das ist sehr geil. Da haben wir im Vorfeld gar nicht drüber gesprochen, aber das finde ich echt cool. Weil zu der Zeit, also damals war ja viel so dieser, also ich sag mal, der Golf und der Astra waren in meiner Welt waren immer so Anti. Das waren immer so entweder warst du da oder du warst Golf oder du warst Astra und das war echt cool. Ja, das habe ich tatsächlich auch noch so in Erinnerung aus der Zeit, ja. Die andere Seite der Macht. Ah, klasse. Ja, herrlich. Ja, also da hast du ja wirklich dann aus dem Interesse, hast du dann gleichzeitig den Beruf gemacht und bist halt immer dabei geblieben und hast dich da auch immer weitergebildet. Und neben Auto und dem Handel hast du dich dann halt auch aufs Online-Marketing spezialisiert. Und da würde ich ganz gerne mit dir darüber sprechen. Und erst so ein bisschen im Allgemeinen und dann würde ich ganz gerne noch mal ein bisschen näher dran gehen an das Thema Google-Marketing. Und erst mal als erste allgemeine Frage, wo steht denn so der deutsche Autohandel am Ende des Jahres 2022 im Online-Marketing? Ja, gute Frage. Ich glaube, wir haben aktuell eine sehr gute Ausgangslage, wirklich mit der Ertragssituation und auch mit der Nachfrage, sodass man jetzt die Zeichen der Zeit sozusagen erkennen muss und natürlich die notwendigen Investitionen jetzt für die nächsten Jahre einfach jetzt schon zu tätigen. Also ich glaube, wir haben eine sehr gute Ausgangsposition und habe aber so ein bisschen das Gefühl, der Brandbeschleuniger ist jetzt leer. Ja, ich glaube, jeder weiß, was mit Brandbeschleuniger so die letzten zwei, drei Jahre jetzt gemeint war. Und im Prinzip steht man jetzt so vor der Neuausrichtung. Was macht man jetzt die nächsten zwei, drei Jahre? So habe ich das Gefühl. Wie würdest du differenzieren Online-Marketing? Wie weit ist das bei großen Gruppen und bei kleinen Händlern, speziell jetzt wirklich Online-Marketing? Ich sage immer, Wissen macht Umsatz. Und kleine Händler, kleinere Häuser vertrauen oftmals einfach blind auf die Agentur, stelle ich jetzt so in meinem täglichen Beratungsdasein einfach fest. Das heißt, ich habe gar kein In-House-Know-How bei den kleineren Händlern. Die größeren Gruppen merkt man natürlich schon. Die haben natürlich Personal dafür abgestellt und teilweise die ganz großen Gruppen haben ja schon eine eigene In-House-Marketing-Agentur mit sieben, acht Mitarbeitern, die alles komplett abwickeln. Und da ist also das Wissen schon da bei den größeren. Okay, also bei den kleineren Häusern ist auch teilweise, da ist das Team oder häufig ist Online-Marketing ja auch beim Geschäftsführer oder beim Verkaufsleiter irgendwie verortet. Ist ja nicht so, als wäre den langweilig und die freuen sich auf das Thema. Absolut, oder dass die Disposition das als eine Drittelstelle nebenbei machen muss. Alles schon gesehen und gehört. Aber ich merke das ja selber als freier Berater auch, es ändert sich ja so viel tagtäglich. Selbst mir fällt das ja schwierig, dran zu bleiben. Und wenn man jetzt den ganzen Tag mit noch anderen Dingen im Tagesgeschäft zu tun hat, dann wird das ja noch mal schwieriger, da auf dem Laufenden zu bleiben. Ja, ist schon schwierig, weil der ein oder andere Hörer oder Händler ist oder Dienstleister, was auch immer, wird ja auch sagen, so ja Marketing und Online-Marketing ist jetzt auch nicht der Nabel der Welt sozusagen. Ich will damit nicht sagen, dass das ist, aber es wird schon ganz schön unterschätzt, was da möglich ist. Aktiv, ja. Also ich merke halt, es scheitert oft an den Basics, dass gerade das Fundament halt so ein bisschen auf wackeligen Füßen steht und man irgendwelche fancy Sachen machen möchte, aber im Prinzip das Fundament dazu noch gar nicht da ist. Bei den größeren Gruppen, wo so Teams da sind, hast du da auch Kontakte hin? Schulst du da oder wie beurteilst du da so den Wissensstand, wie aktiv sind die? Also sehr, sehr gut. Ich bin überrascht, ja. Es gibt größere Händlergruppen, da gibt es einzelne Mitarbeiter, die sich halt nur um den Online-Shop kümmern. Ein anderer Mitarbeiter kümmert sich um Grafiken, Videogestaltung. Heißt nicht unbedingt, dass ich jetzt als Autohaus, sage ich mal, drei, vier, fünf, sechs Mitarbeiter dafür brauche, gar nicht. Ich glaube, der wesentliche Schritt, so um zu beginnen, ist eigentlich Inhalte zu produzieren. Also ich bin mir felsenfest davon überzeugt, dass es in den nächsten Jahren den Job eines Content-Creators im Autohaus bedarf. Also gar nicht mal so sehr der Techniker-Agentur-Typ, sondern eigentlich jemand, der eigentlich ständig nur Inhalte produziert für die Websites, Social Media und andere Dinge. Finde ich einen guten Ansatz. Marketing-Teams, ja, klar, das ist jetzt nichts Neues, dass sich dann Mitarbeiter gezielt, also Social Media-Manager, Performance-Manager oder sowas, okay, das schon gehört. Aber so den Content-Creator habe ich so gar noch nicht formuliert, aber du hast vollkommen recht. Und das sollte ja auch immer aus dem Autohaus selber rauskommen am besten. Ja, also ich habe jetzt tatsächlich die ersten Content-Creator-Stellen mal so im deutschen Automobilhandel gefunden. Also einige sind da schon dabei, da zu investieren, aber in der breiten Masse ist das wohl noch nicht so angekommen. Da freut sich wahrscheinlich der eine oder andere auch. Jetzt hat er einen Marketing-Manager, jetzt hat er vielleicht einen Online-Marketing-Manager, hat vielleicht einen SEA-Spezialist oder einen Google-Spezialist und jetzt hört er was vom Content-Creator. Am besten, so ist ja immer der Wunsch, soll eine Person ja alles abdecken im Online-Marketing. So die eierlegende Wollmilchsau, die von A bis Z alles kann. In der Praxis sind es ja aber einzelne Jobs tatsächlich. Wenn man sich das anschaut am freien Markt, jetzt mal außerhalb vom Autohandel, hast du ja echt einen Mitarbeiter, der nur die Ads schaltet auf Google. Gibt es im Online-Marketing für Autohändler in dem Setting, gibt es da gewisse Must-Dos und ich sage mal Nice-to-haves? Also ich finde immer, dass man ein gutes Fundament bauen sollte und ich meine klar, natürlich ist die Website immer im Mittelpunkt von dem allen. Website ist jetzt nicht gleich Website. Also ich finde eine Website muss heute eigentlich eher so zu einem guten 24-Stunden-Verkäufer werden, wo der Kunde sich selbst servisieren kann. Also seine Fragen auch außerhalb der Öffnungszeiten kann er hier sich selber beantworten mit einer guten Webseite. Und naja, neben der Website, ich habe es angesprochen, Basics gehen oft vergessen so ein bisschen. Thema Brancheneinträge, sehr großer Punkt, total viele neue Funktionen, die echt Besucher auch liefern können. Und bei den Basics zählt für mich aber auch beispielsweise ein eigener Newsletter dazu. Newsletter kennen wir alle schon 20 Jahre. Warum wird es trotzdem nicht gemacht? Ich meine, wir haben so viele Kunden, die Datenbanken sind so groß, wir sollten die E-Mail-Adresse haben. Warum bleiben wir darüber nicht in Kontakt? Viele Leute ziehen mehrmals um, die E-Mail-Adresse bleibt gleich. Ist ein totaler Schatz eigentlich. Absolut. Mit Brancheneinträgen meinst du hauptsächlich die Google-Plattform oder allgemein? Also ja, natürlich mit dem Marktanteil von Google ist das glaube ich gesetzt, das Google-Business-Profil. Ich empfehle eigentlich immer den Apple-Kartendienst auch mal zu checken, weil einfach mittlerweile haben ultra viele Leute halt ein iPhone, ein Mac oder sonst irgendwas. Und was man vergisst, wir haben ja alle in den neuen Autos CarPlay und Android Auto. Und die Leute, die mit CarPlay fahren, fahren halt oft auch dann mit dem Apple-Kartendienst, dass man da einfach connected wird. Funktioniert ähnlich. Man braucht natürlich kein Apple-Gerät. Kann ich über einen Online-Dienst mit einer Apple-ID, kannst du das anlegen. Und ja, wer stark im B2B-Bereich unterwegs ist, empfehle ich noch den Bing-Blazes-Eintrag. Ganz einfach, weil viele Konzerne so Policies haben, dass du die Suchmaschine oder so nicht ändern kannst. Ist relativ schnell einmal angelegt, bringt letzten Endes dauerhaft dann auch Wert ins Unternehmen. Jetzt fällt natürlich extrem weit auf, wenn ich frage, was sind denn Nice-to-Haves? Das ist natürlich immer höchst individuell, schätze ich mal. Ja, Nice-to-Haves, also schwierig zu sagen. Also wenn du mich fragen würdest, was man braucht, das wäre leichter zu beantworten. Die Must-Haves haben wir ja schon, die Basics, die du sagst. Also würdest du zum Beispiel einen sauber gepflegten Social-Media-Account und damit meine ich, ich sage mal Instagram inklusive Facebook-Account, würdest du das schon noch als Must-Have oder schon eher so ja, als Nice-to-Have bezeichnen? Hat sich bei mir jetzt über die Jahre stark verändert, muss ich sagen. Vor drei, vier, fünf Jahren hätte ich noch gesagt, ja, auf jeden Fall Must-Have. Mittlerweile würde ich sagen, tatsächlich eher nicht. Also organisch läuft über diese ganzen Social-Media-Apps sowieso sehr bescheiden. Also das heißt, Social-Media für mich eigentlich nur, wenn ich A, Budget reingebe für Ads zu schalten und auch nochmal Budget habe, auch ein Creative dazu erstellen zu lassen oder selber zu kreieren. Ansonsten würde ich eher sagen, lass mal lieber auf andere Dinge konzentrieren. Also beispielsweise gute Fahrzeug-Bestands-Einbindung, eine saubere in die Website. Dann Online-Terminplanung und ich meine jetzt nicht ein Kontaktformular ausfüllen, aber auch solche Dinge, du hast es vorhin schon angesprochen. Ein Inzahlungnahme-Rechner oder ein Kalkulator, was kostet mich das Auto monatlich. Großer Pain im Autohandel sind ja auch oft Personalfragen, Personal zu finden. Super Lösung mit Google Jobs, einfach die strukturierten Daten in die Website einzubauen und damit das Jobinserat direkt in die Google Jobs-Suche reinzuliefern. Also total viele Möglichkeiten. Das zieht sich Google dann automatisch? Also mit den strukturierten Inhalten, das ist so das eine. Und dann sollte natürlich sozusagen das Inhaltsverzeichnis von der Website zu Google übertragen werden. Ja, man nennt das Sitemap, die meldet man in der Search Console bei Google an. Und dann holt sich Google die neuen Jobs ab. Das geht relativ schnell. Am nächsten Tag sind die drin in der Regel. Okay, spannend. Wie sieht denn so ein Wunsch oder so ein empfehlenswerter Customer Journey eines Interessenten auf dem Weg, das er zum Käufer halt sich generiert, aus seiner Meinung nach? Wo fängt es an und wo? Ich meine, zum Schluss ist ein Kauf, aber wie ist der Weg dahin, gerade online? Ja, also es gibt natürlich nicht die Customer Journey. Ich glaube, jeder Kunde ist einfach unterschiedlich tatsächlich. Es gibt aber gewisse Touchpoints, die in all diesen Studien immer wieder vorkommen. Das ist natürlich der Hersteller, ganz klar. Das sind Marktplätze, wo die Fahrzeuge angeboten werden. Das sind aber auch sehr stark Videos, wo die Leute sich einfach über Testberichte, so eine Probefahrt, mal einen Eindruck holen von dem Auto vorab. Du hast ganz viele Foren dabei, Preisvergleiche, Finanzierungsvergleiche, Brancheneinträge natürlich, wenn es dann in Richtung Autohaus geht. Und was mich aber besonders freut, die Händler-Webseiten spielen immer eine zentrale Rolle in dieser Customer Journey. Und das ist, glaube ich, für die Branche ein gutes Zeichen, dass bei all den Informationen und Touchpoints, die da draußen rumschwirren, ja, so dieses Vertrauen in den Händler, wo ich das Produkt denn auch kaufe, immer noch ein zentraler Punkt ist. Und ja, also ich meine, es gibt sehr, sehr viele Studien, auch von Google dazu, die älteste ist aus 2011, die Zero Moment of Truth, wo die halt einfach gemerkt haben, Mensch, die Leute kommen gar nicht mehr ins Autohaus. Davor passiert eigentlich online sehr, sehr viel, muss man sich mal überlegen, die ist jetzt elf Jahre alt, die Studie, aber immer noch top aktuell. Und da hat Google jetzt nochmal verschiedene Studien nachgelegt, fünf Shopping Moments, ja, auch da ist so im Prinzip gleiches Ergebnis. Man recherchiert relativ viel beim Hersteller und so weiter, passt das Auto zu mir? Wenn es aber darum geht, kann ich mir es leisten, wo kann ich es kaufen, wo gibt es ein guter Deal? Dann ist zentraler Ansprechpartner eigentlich in wesentlichen Punkten mit der Händler und die Händler-Website, also gute Zeichen, ja. Und da halt dann dafür sorgen, dass halt die Kontaktaufnahme so einfach, schnell und zentral wie möglich ist. Das, ja, und was man natürlich auch beachten muss, um als Händler jetzt weiter vorne sozusagen in der Customer Journey schon anknüpfen zu können, musst du natürlich reingehen, die Inhalte auch liefern. Also das, was klassischerweise heute solche Autoblogger machen, so ein Auto mal vorstellen, eine Probefahrt und so weiter, könnte ich mir vorstellen, dass das ein Content Creator aus dem Autohaus macht, sodass du einfach in einer früheren Phase schon diesen Touchpoint zum Autohaus hast. Ganz selten, ganz selten gibt es das ja hier und da schon, das ist dann aber häufig, weil die Autohäuser schon einen Mitarbeiter haben, der so ein bisschen kameraffin ist oder so, der da Bock drauf hat, aber es ist halt echt selten. Im Caravaning-Bereich finde ich das sehr stark, da stellen sich auch Geschäftsführer vor die Kamera und so, präsentieren die hier neue Reisemobile, also da ist es schon stärker ausgeprägt tatsächlich. Autohandel, ja, wie du sagst, hier und da mal, aber jetzt in der breiten Masse eigentlich noch nicht. Aber selbst wenn ich nur die Erkenntnis habe, ich muss jetzt gar nicht zum nächsten Videoproduzenten werden, ich könnte ja auch einfach ein Video-Ad vor das Video schalten, also das Video produziert ein Autoblogger und ich schalte meine Werbung davor oder dazwischen, also total coole Möglichkeiten. Also YouTube hauptsächlich? Genau. Ich würde nochmal so jetzt den Fokus auf Google Marketing legen, hier würde ich so ein bisschen spezieller so den SEO-Bereich ansprechen, wie kann man sinnvoller beziehungsweise besser Google so nutzen, dass man mehr Reichweite bekommt und Kunden nicht nur darauf aufmerksam macht, hey ich bin da, sondern vielleicht auch auf seine Angebote aufmerksam macht, schon in Google. Ja, was macht man da, wie siehst du das, erzähl mal aus deiner Erfahrung. Ja, also es gibt natürlich vielfältige Möglichkeiten sich da zu platzieren. Wir haben die Möglichkeit natürlich Produkte in den Google My Business Profilen zu platzieren mittlerweile auch schön mit einem Bild, völlig kostenfrei, super schnell angelegt, total unterschätztes Tool im Autohandel tatsächlich und natürlich auf den Webseiten geht es wieder darum so ein bisschen, so ein bisschen ist das ja Angebot und Nachfrage, also eigentlich sehr ähnlich zu dem Handel mit den Fahrzeugen, den wir tatsächlich machen. Wir müssen uns eigentlich im Autohandel überlegen, Mensch nach was sucht denn der Kunde überhaupt, was gibt der in den Schlitz bei Google ein, dazu gibt es natürlich ganz viele freie Daten, sei es Google Trends, den Google Keyword Planner oder andere Tools, wo ich einfach mal meine Ideen reingeben kann und schauen kann, Mensch was für ein Suchvolumen ist denn eigentlich dahinter, wie viele Menschen suchen das pro Monat, die Erkenntnisse muss ich nutzen und daraus Inhalte erstellen für meine Website und sozusagen noch Google sagen, wie sollen denn diese Seiten, diese Inhalte in Google dargestellt werden. Also ich rede da von den SEO-Einstellungen dann, Meta-Titel, Meta-Beschreibung, das ist ja das, was man letzten Endes in Google dann anklickt, um auf die Seite zu kommen. Das kann ich als Händler selber beeinflussen und wenn ich da jetzt dann die Nachfrage bediene, die ich aus der Keyword-Recherche einfach habe, wo ich merke, da ist ein Suchvolumen da, adaptiere ich das natürlich auf meine Inhalte und kennzeichne die entsprechend. Also ganz klassisch Angebot und Nachfrage, wenn man es so will. Das klingt so einfach bei dir. Aus der rauen Praxis weiß ich natürlich, dass in dem Prozess einer neuen Website für einen Autohändler mit Sicherheit, ich kann nicht die Hand dafür ins Feuer legen natürlich, aber das Momentum dieser Abstimmung, worauf sollten denn die Meta-Tags für Google und Co. und Site-Title und so optimiert sein, fast nicht stattfinden wird? Naja, es ist so, der Händler hat das Wissen nicht oder sagen wir, viele Händler haben das Wissen einfach nicht, die verlassen sich blind auf die Agentur. Agenturen sehen sich aus meiner Erfahrung raus sehr, sehr oft nicht in der Beratungsleistung. Also aus meiner Sicht müsste eine gute Agentur hergehen mit dem Händler ins Gespräch, da müsste ein Gespräch stattfinden über die Ziele der Website. Mensch, lieber Händler, für welche Dinge möchtest du denn gefunden werden? Wir haben mal recherchiert, hier ist das, was die Daten sagen, was sagst du denn als Branchen-Spezialist, passt das so? Also Agenturen müssen da viel, viel mehr in die Beratungsleistung rein. Ja, es sind ja auch nicht immer Agenturen, sondern es sind ja inzwischen mehr oder weniger technische Dienstleister geworden, die sich spezialisiert haben auf Website-Programmierung. Da scheint es dann vielleicht, wie gesagt, ich will jetzt keinem zu nahe zutreten, ich habe ja auch keinen Namen genannt, aber leichte Defizite zu geben. Das stelle ich fest und deswegen gebe ich ja auch Trainings, um genau das Wissen in den Handel reinzugeben. Also ich muss das vielleicht technisch nicht umsetzen können, ich muss aber wissen, Mensch, welches Stellhebel gibt es, was kann ich in Bewegung setzen? Und da einfach mal Unterstützung mit einem neutralen Blick drauf zu haben, kann eigentlich nie schaden. Ja, zumal eine Website ja immer, ich sage mal, beeinflussbar ist, dass man es nachpflegen kann. Wie du sagst, ja, es ist sehr schnell erledigt. Das ist so für mich oft so die letzten zehn Prozent, so eine Fleißaufgabe tatsächlich, die dann aber so ein bisschen fallen gelassen wird, weil man sie nicht direkt zieht. Ja, ich weiß, wovon du sprichst, absolut. Ich würde ganz gerne jetzt mal den Blick aus dem Rückspiegel rausnehmen, das Fernlicht anmachen, die Zukunft schauen. Und da habe ich noch ein Stichwort, das hat auch mit Google zu tun, und zwar Google Cars oder Inventory Ads bei Google. Was kommt da auf den deutschen Markt zu? Was ist das? Und ist das eher eine Chance oder ein Risiko für den Handel? Und wann kommt es? So, jetzt hast du alle Fragen. Okay, ich versuche mal, die mal Stück für Stück so auseinander zu dröseln, ja. Was ist es? Wir haben ja zwei Dinge. Also zum einen ist das Google Local Cars, zumindest hieß das so vor knapp über einem Jahr. Sozusagen die Autobörse von Google, innerhalb Google. Muss man sich vorstellen, wenn man heute in Google reingeht, gibt es ja auch eine Flugsuche, eine Hotelsuche, aber auch eine Jobsuche. Und das Gleiche wurde da eben kurzzeitig mal online geschaltet mit Fahrzeugen. Das heißt, damals, zwar nicht in Deutschland, aber man hat das einfach entdeckt, dass das live war. Und tatsächlich konnte ich zu dieser Zeit da auch mal ein Video aufnehmen, also wer interessiert ist, wie das mal ausgesehen hat vor einem Jahr, kann sich das gerne auf YouTube mal anschauen. Es sah damals, muss man sagen, noch ein bisschen primitiv aus, also zwar sehr clean, aber es fehlten noch so wesentliche Funktionen. Das Auto war gut beschrieben und so weiter, Preisvergleichs- und Preisverlauf war auch schon drin. Ja, aber da geht auf jeden Fall noch einiges. Zwischenzeitlich hat man das Ganze jetzt wieder abgeschaltet und einen netten Hinweis dazu gegeben, man arbeitet an der nächsten Version Autobörse. Müssen wir einfach mal schauen, wann die denn tatsächlich kommt. Das war so der eine Bereich und der andere Bereich waren ja die Vehicle-Ads oder Fahrzeuganzeigen, wollen wir das vielleicht einfach mal nennen zu deutsch. Ich glaube, jeder kennt, wenn er irgendwie mal nach einem Artikel auf Google sucht, nach einem Fernseher oder einem Fotoapparat oder sonst irgendwas, kommen ja oben immer so die kleinen Shopping-Anzeigen mit Bildchen, hier und da bei Mediamarkt kannst du die Kamera kaufen. Und das gleiche plant Google jetzt für Autos, dass dann einfach die Autos, Marke, Modell, Preis, Kilometerleistung und der Anbieter erscheint direkt oben in der Pole Position quasi bei Google mit Bild und der wichtigste Punkt ist die Weiterleitung auf die Händlerwebsite. Also Google möchte von diesen Anzeigen dann direkt auf die Händlerwebsite weiterleiten. Ja, das ist sehr spannend und das läuft tatsächlich in den USA live, kann man von Deutschland aus sich jetzt nicht anschauen. Man braucht einfach eine Location in den USA oder mit einem VPN oder entsprechenden technischen Dingen geht das dann schon und das scheint sehr gut zu laufen, diese Vehicle-Ads. Die sind dann aber zu buchen bei denen, gegen Geld. Genau, das muss bezahlt werden. Wie kann ich mir das vorstellen? Das ist im Prinzip, kann ich da gar nicht so viel einstellen als Händler. Also ich übermittel Google quasi meinen Fahrzeugbestand per Schnittstelle und Google macht da eine smarte Kampagne draus, wo die halt verstehen, okay, er sucht jetzt nach einem gelben gebrauchten Camaro. Mensch, genau der und der Händler hat das im Angebot, Entfernung passt auch, komm, wir liefern hier mal die Anzeige aus. Also ich selber als Händler kann gar keine Keywords und so weiter festlegen, einfach mein Budget halt und Google steuert das dann quasi automatisch aus. Okay, also die Fahrzeugdaten sind die Keywords letztendlich. Ja. Also ist ja wie Google Ads, aber mit Fahrzeugen. Mit Fahrzeugen, genau und Google Ads sind ja klassischerweise eigentlich eher, also diese klassischen Ads, einfach Text. Die Besonderheit dabei ist jetzt nochmal, dass Bilder hier reinkommen und dass ich halt in der Pole Position bei Google bin, ich bin ganz oben, die normalen Google Anzeigen sind da drunter noch. Also ich bin an Position 0 oben, sehr visuell aufmerksam und drunter habe ich nochmal die vier dann klassischen Google Ads tatsächlich und was Google jetzt in den USA festgestellt hat, diese Anzeigen sind komplementär. Wenn ich Vehicle Ads schalte und eine Textanzeige drunter, dann nehme ich sehr viel Platz ein auf dieser ersten Seite und die haben gemerkt, wenn das beides gleichzeitig geschaltet wird, steigen die Conversions um 25% an in deren Case Study und das Charmante dabei ist, du erscheinst natürlich dann zweimal, zahlst ja aber nur, wenn geklickt wird. Ja, gute Idee. Also da ist einiges, was da kommen wird, aber genaue Daten, wann das so den deutschen Markt trifft, gibt es da noch nicht. Ich denke, es kann nicht mehr so lange dauern, weil ich habe jetzt die ersten Richtlinien, die Beschreibungen zu diesen Google Ads öffentlich gefunden in deutscher Übersetzung. Also die Anleitungsartikel und so weiter oder Richtlinien sind da in Deutsch. Ich denke in den nächsten sechs bis zwölf Monaten, wenn ich eine Schätzung abgeben müsste, könnte das starten. Okay. Ich habe mal noch eine Frage und zwar habe ich das in der Vorbereitung auch bei dir gelesen, da vielleicht eine charmante Antwort zu Metaverse tauchte bei dir in den Stichworten auf. Was denkst du dazu? Ist auch gerade, also aktuell, die Berichterstattung ist ja, sagen wir mal, anders als wie noch vor ein paar Wochen, Metaverse und der Autohandel. Tatsächlich, wie du sagst, das war es jetzt in den letzten Wochen so, gerade von Zuckerberg und Horizon World so an die Öffentlichkeit kam, war ja, dass die mega den Spott eigentlich dafür geerntet haben, wie grafisch schlecht das denn noch aussieht. Also klar, ich glaube, wir sind da einfach noch was ahead of the curve, etwas zu früh unterwegs. Ich glaube aber natürlich auch, Leute überschätzen immer, was in kurzer Zeit möglich ist und unterschätzen halt, was auf lange Zeit jetzt da wirklich stattfinden kann. Ich denke, es wird so ein bisschen laufen wie bei den Social-Media-Plattformen. Es wird nicht das eine Metaverse geben, also der Zuckerberg baut dran, Microsoft baut dran, die haben Activision Blizzard dafür extra gekauft. Also es wird auf jeden Fall mehrere von diesen Welten geben. Apple mit Tim Cook ist kein Fan davon. Die setzen auf Augmented Reality, also dass ich halt noch echter Mensch bin, aber in der Brille halt zusätzliche Infos habe, aber jetzt nicht komplett in eine virtuelle Welt eintauchen. Ja, also ich denke einfach noch zu früh die Technologie, aber mega das Potenzial. Ist aber eigentlich eher, also mindestens jetzt so noch für ein paar Jahre, wenn überhaupt, was für die Hersteller. Ja, also einige Hersteller sind ja dort auch schon aktiv tatsächlich. Das Problem, was ich mir so ein bisschen stelle, man muss sich ja da sozusagen mit einem Grundstück einkaufen, sage ich mal vereinfacht. Ja, in welches Metaverse investiere ich denn jetzt? In das von Microsoft, in das von Zuckerberg? Soll ich überall investieren? Also schwierig, wenn es sich jetzt noch nicht so abzeichnet, wo was los ist. Und kleiner Schnack am Rande so. Der Prof. Galloway hat jetzt rausgefunden, dass auf MySpace, wer sich noch daran erinnert, auf MySpace wäre mehr Traffic als in Horizon Worlds von Meta. Ei, ei, ei. Okay. Ja, sprich jetzt nicht für eine blühende Landschaft auf jeden Fall. Schauen wir mal, was da kommt. Ich habe drei Stichworte hier noch im Gepäck und darf vielleicht eine kurze… Zur Meinung zu Digitalisierung. Ja, also brauchen wir aktuell, wir sind in einer entspannten oder guten Ausgangslage, müssen wir jetzt angehen. Okay. Agenturmodell. Wenn ich das jetzt für meinen Bereich, wo ich hauptsächlich unterwegs bin, also Marketing, ableiten muss, würde ich mir sehr, sehr stark überlegen, ein klares Markenversprechen jetzt aufzubauen. Zehn Gründe, warum Sie bei Müllermeier Schulze kaufen sollten. Weil wenn ich mir überlege, gerade die Elektrofahrzeuge werden überall den gleichen Preis haben. Ich muss an meiner Positionierung mehr als je zuvor gerade jetzt arbeiten, um ein konkretes Versprechen an den Kunde zu geben, warum er denn zum gleichen Preis bei mir kaufen soll und nicht nebenan. Okay, deckt sich interessanterweise auch genau wirklich mit meiner Meinung. Thema Antriebskonzepte. Ja, also ich denke, die Politik gibt ja sehr, sehr stark vor, in welche Richtung es geht. Ich denke, da wird sich nicht so viel dran rütteln lassen. Förderungen fallen jetzt mehr und mehr weg. Also die Hersteller werden dann schon mal gucken müssen, wie das dann weitergeht. Klar, ich meine, wir haben noch Alternativen zu Elektro-, Wasserstoff. Das sehe ich hauptsächlich jetzt in großen, schweren Fahrzeugen, Industrie, Züge, Flugzeuge, Schifffahrt und so weiter. Im Autohandel ist mir das jetzt noch zu stark entfernt, Wasserstoff. Okay. Ja, bis dahin schon mal ganz, ganz lieben Dank. Wir kommen zur Abschlussfrage. Normalerweise haben wir mehrere, heute möchte ich mich aber auf eine fokussieren, und zwar jetzt gerade haben wir über Antriebskonzepte schon gesprochen, das ist gar nicht so weit weg. Der Klassiker, wann sitzt du das erste Mal in einem komplett autonomen Auto und fährst von A nach B, steigst ein, achtest wirklich nicht drauf, was passiert, liest was und steigst nachher wieder aus? Ich könnte jetzt wie die anderen Gäste ganz, ganz lange drum herumreden. Ich sage 2029. 2029. Wie kommst denn du auf so eine krumme Zahl jetzt? Ja, warum nicht? Nein, ich denke, ja, wir brauchen einfach noch Infrastrukturausbau, gerade auch was das Netz und so weiter angeht. Und ja, ich glaube schon, dass das natürlich zunächst mal dann auf einer Autobahn oder so ganz, ganz gut vorstellbar, aber gerade in großen frequentierten Innenstadtlagen habe ich da schon noch meine Bedenken, ja. Absolut. Vor einigen Jahren, wo ich in Amerika war, sagte auch jemand vom Toyota Entwicklungsteam genau das. Wir haben jetzt ein Auto, was damals schon sehr zügig auf einer Rennstrecke sogar schon unterwegs war, voll autonom. Aber die dachten dann, dass wir das Fahrzeug jetzt nach New York City in die Stadt stellen und da loslassen. Auf keinen Fall. Würde nicht losfahren wahrscheinlich. Also er sagte so hinter vorgehaltener Hand, im besten Falle fährt es nicht los und im schlimmsten Falle fährt es los und weiß gar nicht mehr, was es tut und das möchten die Passanten nicht erleben. Nun gut, wollen wir jetzt hier keine Horrorszenarien malen zum Schluss. Lieber Patrick, ganz, ganz herzlichen Dank, dass du dich meinen Fragen gestellt hast und so ein bisschen aus deinem Alltag auch mit vielen Händlern, die du berätst, so ein bisschen berichtest, was du da erlebst und wo du da Ratschläge gibst. Und auf die Basics achten haben wir gelernt, absolut, und nicht nur auf die High New Technologies und sowas, sondern mit den Basics kann man auch wirklich viel gewinnen. Absolut, ja. Gerade in der Krise kommt es auf die Basics an. Ja, sehr schön gesagt. Gut, ja, mit diesen Worten vielen Dank dir und vielen Dank da draußen, dass ihr zugehört habt und wir hören uns bald wieder und wir beide, Patrick und ich, verabschieden uns. Macht’s gut. Ciao. Ciao, ciao.
Diese Episode ist Teil des Podcasts Benzingespräche von Tim Klötzing.