Einleitung
In der neuesten Episode von ‚Benzingespräche‘ spricht Tim Klötzing mit dem Social-Media-Manager und Performance-Marketing-Experten Paul Merten über die aktuellen und zukünftigen Marketingtrends in der deutschen Automobilbranche. Die Diskussion bietet wertvolle Einblicke in innovative Strategien und die Bedeutung von Corporate Influencern.
Der Weg zur Selbstständigkeit
Paul Merten, ein erfahrener Neuwagenverkäufer und Marketingleiter bei Skoda, entschied sich im letzten Jahr, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Seine Leidenschaft für Social Media und die Möglichkeit, kreative Marketingstrategien zu entwickeln, waren die treibenden Kräfte hinter dieser Entscheidung. Merten betont, dass der Übergang gut geplant und durchdacht war, was ihm den Mut gab, diesen bedeutenden Schritt zu gehen.
Erfolgsgeschichten im Social Media Marketing
Während seiner Zeit bei Skoda Liebe hat Merten maßgeblich dazu beigetragen, die Social-Media-Präsenz des Unternehmens zu stärken. Durch den gezielten Einsatz von Plattformen wie Instagram, TikTok und YouTube konnte das Autohaus eine beeindruckende Anzahl von Followern gewinnen. Merten hebt hervor, dass die Authentizität und der Mehrwert der Inhalte entscheidend für den Erfolg waren.
Die Rolle von Corporate Influencern
Im Gespräch wird deutlich, wie wichtig Corporate Influencer für Unternehmen sind. Sie verkörpern die Marke und tragen dazu bei, eine persönliche Verbindung zu den Kunden aufzubauen. Merten erklärt, dass ein gut geplanter Übergang und offene Kommunikation entscheidend sind, um den Verlust eines Influencers zu kompensieren und die Markenbotschaft weiterhin effektiv zu kommunizieren.
Marketingtrends 2024 in der Autobranche
Die Episode beleuchtet auch die bevorstehenden Marketingtrends für 2024. Merten und Klötzing diskutieren die zunehmende Bedeutung von personalisierten Marketingstrategien und der Integration von KI-Technologien, um die Kundenansprache zu optimieren. Die Nutzung von Datenanalyse und Automatisierung wird als Schlüssel zur Effizienzsteigerung im Marketingprozess hervorgehoben.
Fazit
Die Zukunft des Marketings in der Automobilbranche ist vielversprechend und voller Möglichkeiten. Unternehmen, die bereit sind, innovative Ansätze zu verfolgen und ihre Marketingstrategien kontinuierlich anzupassen, werden in der Lage sein, sich erfolgreich am Markt zu behaupten. Die Erkenntnisse aus dem Gespräch zwischen Klötzing und Merten bieten wertvolle Impulse für alle, die in der Branche tätig sind.
Show Notes & Key Takeaways
Themen:
- Paul Mertens Weg zur Selbstständigkeit
- Erfolg im Social Media Marketing
- Die Bedeutung von Corporate Influencern
- Marketingtrends 2024
- Integration von KI im Marketing
Key Takeaways:
- Corporate Influencer sind essenziell für die Markenbindung.
- Authentische Inhalte steigern die Reichweite.
- Personalisierung wird im Marketing immer wichtiger.
- KI-Technologien optimieren die Kundenansprache.
- Datenanalyse ist der Schlüssel zur Effizienzsteigerung.
- Ein gut geplanter Übergang ist bei Mitarbeiterwechseln entscheidend.
- Innovative Ansätze sichern den Erfolg in der Automobilbranche.
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Benzingespräche – der Branchen- und Personality-Talk der deutschen Automobilwirtschaft. Der Podcast für und mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind, erzählt zu werden. Es geht um neue und verschiedene Blickwinkel auf die Autobranche und persönliche Meinungen zukünftiger Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, Content-Creator und freier Automarketing-Berater. Kurzer Boxenstopp bei meinem Partner dieser Folge, Mehrkanal. Als führender Anbieter für Marketinglösungen bringt Mehrkanal die Werbemaßnahmen Ihrer Marke auf die Straße. So erreichen Sie Ihre Kunden automatisiert, hyperpersonalisiert und mit dem entscheidenden Plus an Relevanz. 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Absolut, absolut und da sind ja auch so spontan, da hatten wir noch gar nicht so viel Kontakt und da waren auf einmal so Ideen geboren, hey, lass mal bei der Essen-Motorshow was machen. Zack, haben wir noch mit unserem Kumpel, ach jetzt Andreas Stenzel, meine Güte, wie peinlich, der liebe Andreas, Grüße gehen raus. Wir haben mal eben spontan so ein Event aus dem Boden gestampft und das hat echt viel Spaß gemacht und da haben wir auch einige Marketer zusammen gehabt, das war schon ganz geil, spontan. Ja, auf jeden Fall, die Idee war geboren und dann haben wir gesagt, okay, wen können wir da ins Boot holen und da musst du ja auch direkt an dich denken, das ist ja auch geil, du kennst ja den Andreas jetzt auch schon ein paar Tage, das wusste ich vorher gar nicht und nee, es war auf jeden Fall cool, ein paar Leute zusammen zu bringen, bei der Essen-Motorshow als Auto-Event schlechthin und das auch mal zu sehen, was da für Liebe auch im Detail steckt bei der ganzen Tuning-Szene, bin gespannt. Absolut, absolut. Ja, so viel dazu, Blick in den Rückspiegel, das machen wir so ganz klassisch wie im Auto, gucken mal nach hinten, dein Werdegang, du bist ein Baujahr 92? 93. 93, okay. Das wusste ich jetzt nicht ganz genau, da bin ich schlecht vorbereitet, ihr habt mich alle erwischt, aber ich weiß, du bist gebürtig aus Zittau und lebst in Leipzig. Das war meine erste Frage. Ich weiß vieles. Du hast eine Ausbildung zum Automobilkaufmann gemacht in einem kleineren Betrieb, du bist dann 2015 rüber nach Leipzig gezogen und da hast du bei Skoda den Neuwagenverkäufer gemacht, du hast dann den Betriebswirt an der guten, lieben BFC oder andersrum bei der BFC, bei der guten Kollegin gemacht in Nordheim, die Kollegin ist die? Frau Gerl. Natürlich die Silvia, wir kennen sie ungefähr irgendwie alle und ich treffe auch immer irgendwie auf BFCler, das ist immer total schön. Dann warst du von 2020 bis 2023 bei Skoda Liebe Neuwagenverkäufer und dann auch Marketingleitung und jetzt kriegst du so ein bisschen die Kurve, wo wir auch heute so hinwollen und ja, im letzten Jahr hast du den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt und da erstmal eine ganz direkte Frage, du hattest einen guten Job bei Skoda Liebe, du warst tief im Team integriert und du warst ja auch dann auf gewisse Weise das Gesicht von Skoda Liebe so in den Socials, Stichwort Corporate Influencer. Was hat dich denn bewogen, da so Oldschool-Sprichwort den Hut zu nehmen und in die Selbstständigkeit zu springen? Tja, also die Geschichte ist natürlich ein bisschen länger, das ist mir nicht eines Morgens dann eingefallen, wo ich dachte, jetzt muss ich das machen, so war das nicht. Ich habe tatsächlich, als ich 2015 schon nach Leipzig gezogen bin, habe ich irgendwie das erste Buch in die Hand bekommen von Tim Ferris, die glaube ich vier Stunden Woche hieß das Buch und ich fand das irgendwie total spannend, was aufzubauen, eine eigene Firma. Ich dachte so, boah geil, irgendwann würde ich das gerne machen, aber ich wusste lange Zeit nicht womit und wenn man nur Autos verkaufen kann, also nur in Anführungsstrichen, denkst du so, was soll ich überhaupt machen? Soll ich jetzt ein Autohaus aufmachen? Und da dachte ich, Mensch, ganz genaues Invest. Und daher hat sich dann so ein bisschen auch die Chance ergeben, als ich dann bei Skoda Liebe, der ein Neuwagenverkäufer war, ich dann mal eines Tages zu meinem Geschäftsführer sagte, du, was machen wir eigentlich im Marketing? Und so ist dann… Daraus entstanden, dass wir Instagram gestartet haben, kontinuierlich, dass wir die nächsten Socials aufgebaut haben. Und dann dachte ich irgendwann so, ich glaube das ist es jetzt. Jetzt habe ich es gefunden, jetzt weiß ich, womit ich mich selbstständig machen kann. Und so ist das dann Anfang letztes Jahr dann entstanden. Ich habe wirklich lange darüber nachgedacht. Ist das jetzt das Richtige? Sind die Zeiten so unsicher? Machst du doch eigentlich einen guten Job, du hast es ja gerade gesagt. Ich war intim integriert, ich hatte ein gutes Standing. Warum sollte man jetzt das alles wegschmeißen, in Anführungsstrichen? Aber ich dachte, komm, ich mache das jetzt. Und ja, so ist das Ganze dann entstanden. Um das mal so einzuordnen, du hast ja Autos verkauft und dann bist du ins Social Media Marketing so eingestiegen, bei Skoda Liebe. Hast du mal ein paar Zahlen, wie sich das während deiner Begleitung dann auch entwickelt hat? Weil ich weiß, glaube ich, dass die nicht, also die sind eindrucksvoll, so rum. Ja, also wir sind halt damals gestartet. Klar, ein Facebook-Account war vorhanden. Es war auch ein Instagram-Account vorhanden, der hin und wieder halt gepflegt worden ist. Und als ich das halt angesprochen habe, beziehungsweise ich dann den Account übernommen hatte, war das Ziel, das war im August 2021, und war das Ziel, bis Ende des Jahres die tausend voll zu machen. Also von 300 auf 1000 Follower, und das hat man halt nicht ganz geschafft. Das waren irgendwie 996 im Januar. Und dann haben wir so erkannt, okay, da geht ja doch ein bisschen mehr. Und das Interesse der Leute ist schon da, so ein bisschen mal hinter die Kulissen von so einem Auto aus zu blicken. Und mir war halt auch immer wichtig, nicht diese klassischen Marketing-Werbebotschaften nach außen zu tragen, wie, ey, wir haben hier ein richtig krasses Angebot und du sollst jetzt unbedingt das Leasing-Angebot hier annehmen. Sondern irgendwie, ja, so ein bisschen um die Ecke. Ja, wir bieten dir einen Mehrwert. Und dass dann eine Anfrage daraus entsteht, davon bin ich überzeugt. So, und dann hatten wir quasi einen guten Start hingelegt. Und das war so ein bisschen auch der Test, den ich bekommen hatte. Paul, ja, bringt das überhaupt was? Das ist immer die Frage. Und deswegen hatten wir es dann durchgezogen. Und dann sag ich so, gut, jetzt müssen wir den nächsten Schritt gehen. Wir müssen schauen, dass wir nochmal eine Schippe drauflegen, dass wir qualitativ noch ein bisschen mehr machen, dass wir schauen nach links und rechts. Okay, es gibt ja noch andere Plattformen, die kann man auch nicht alle bespielen. Aber dann haben wir einen zweiten Mitarbeiter ans Boot geholt, auch direkt in Vollzeit, weil wir komplett davon überzeugt waren. Und hatten natürlich auch das Glück, dass es ein Videografer, Fotografer war, der dann natürlich nochmal für uns auch und auch in dieser Zusammenarbeit zwischen mir und ihm nochmal einen ordentlichen Schub nach vorne gegeben hat. Und dann haben wir auch mal YouTube-Videos machen können. Dann haben wir gedacht, okay, dieses TikTok 2022, das müssen wir auch unbedingt machen. Aber wir beide tatsächlich, ich zu dem Zeitpunkt 28, er 30, glaube ich, haben es probiert und irgendwie hat das überhaupt nicht funktioniert. Und dann kam auch durch einen Zufall ein junges Mädel, die hatte ihre Schule fertig und wollte einen Nebenjob machen. Und mal so ins Autohaus mal reinschnuppern. Und ich habe mit der gesprochen, weil ich so ein bisschen Marketingvertrieb machen wollte. Und ich habe die gesehen, ich habe mit der gesprochen und ich dachte so, ey, du bist perfekt für TikTok, also dich brauchen wir da. Haben wir eine Minijobberin eingestellt, weil wir auch nicht wussten, klappt das mit dem TikTok. Und haben dann auch, dank ihr, also das ist ein großer Verdienst auch von ihr, dann innerhalb von eineinhalb Jahren, ich glaube, jetzt sind es mittlerweile noch mehr Follower, als ich gegangen bin, waren es 10.400 auf TikTok. Auf Instagram 16.000, als wir gegangen sind. Auf YouTube auch so ein Kanal, wo alle immer sagen, ja, mega zeitintensiv. Haben wir auch eine smarte Lösung gefunden und haben jetzt auch über 1.200 Follower aufgebaut. Und das ist natürlich schon eine Menge an Publikum. Und ja, also das macht dann Spaß, auch mit denen zu arbeiten, mit den Leuten, also mit den Followern meine ich. Ja, absolut, absolut. Du, ich habe ja vorhin schon das Stichwort Corporate Influencer genannt. Und du warst ja auch dann sehr stark in den Socials halt unterwegs für Skoda Liebe. Und ist ja irgendwo Gesicht der Marke, Markenbotschafter, damit wir das Wort Corporate Influencer mal ein bisschen übersetzen. Und dann hört dieser Mitarbeiter in Klammern du auf. Wie geht denn das für das Unternehmen dann weiter oder wie habt ihr das bei Skoda Liebe organisiert? Ja, also natürlich am Anfang, als wir uns von beiden Seiten einig waren, die Zusammenarbeit geht jetzt bloß noch bis dem oder dem Tag, war es natürlich auch von denen, ist ja auch ein Prozess, das war meine Inhalte, die hatten jetzt nicht mehr zu dem Zeitpunkt eine hohe Relevanz, dass das Themen aus dem Auto aus Liebe sind. Das heißt, das ist auch ein stetiger Prozess. Und was natürlich dann auch wichtig ist, dass man ein sauberes Ende hat. So, das geht natürlich auch nur, wenn man offen miteinander kommuniziert und das haben wir ja getan. Und ich hatte dann im Endeffekt, um diesen Schlussstrich zu ziehen, ein paar Leute haben es gesehen, habe ich auch einen LinkedIn-Post darüber gemacht, dass es eine geile Zeit war, was wir da geschafft haben, aber dass das Kapitel jetzt erst mal für mich vorbei ist. Und dementsprechend habe ich nie irgendwo gehört, dass man jetzt sauer darüber ist oder dass, habe ich auch noch nie gehört, dass irgendwie Leute gesagt haben, Paul, filmst du uns auf dem Skoda-Liebe-Kanal? Habe ich nie gehört. Also Corporate Influencer, werden wir ja später nochmal darauf zukommen, die sind natürlich sehr wichtig. Aber an denen hängt nicht alles, so ehrlich muss man sein. Also nur weil jetzt ein Mitarbeiter geht, geht es am Ende immer weiter. Das ist ja durchaus eine Angst von Unternehmen, die Mitarbeiter, die Corporate Influencer anzuverlieren. Und wie geht es dann weiter, wenn man das auch, ich sage mal, forciert und auch investiert hat. Und ich glaube, das ist halt eine Frage der Abstimmung. Und wie geht es dann weiter, dass man das sauber organisiert in dem Sinne. Wir springen mal jetzt ein bisschen auf unsere Themen, weil eigentlich sprechen wir über Marketingtrends 2024. Das folgt in Kürze. Vielleicht noch so ein kurzer Rückblick von dir, wenn wir so auf die Autobranche blicken und die Anforderungen ans Marketing und so eine spezielle Branche durchaus. Wie würdest du so ein kurzes Wrap-up machen? Wie hat sich das Marketing in den letzten, sagen wir, drei bis fünf Jahren deiner Meinung nach entwickelt? Ja, auf jeden Fall mega, mega rasant. Der, also früher oder vor fünf Jahren, wenn man die Zeitspanne aufgreift. Ich war aber zum Verständnis. Ein Mechaniker macht seine Arbeit und das Unternehmen verdient damit Geld. Ein Autoverkäufer verkauft Autos und das Unternehmen macht auch Umsatz. Marketing hat lange Zeit ja nur irgendwie Geld ausgegeben, aber es kam scheinbar nie richtig … Kostenstelle. Ja, es war eine Kostenstelle. Und da ist natürlich die Frage, warum soll ich Geld investieren? Also kriegst du ja nicht zurück. Natürlich auch damit geschuldet, Zeitungswerbung, Radiowerbung. Kann ich es denn richtig messen? Das hat sich in den letzten Jahren natürlich ein bisschen gewandelt. Natürlich auch mit der Generation, die folgt, die dann sagt, hey, wir müssen in den Online-Kanälen, ob das auf Google ist, ob das in Social-Media-Accounts sind, wir müssen da halt präsent sein, weil, das wissen wir auch alle, unser Kunde kommt heute nicht noch mal siebenmal ins Autohaus, so wie es früher war, sondern der ist vorher top informiert, kommt dann rein und sagt, jo, kaufe ich. Oder kaufe ich halt nicht. Deswegen, also es hat sich halt stark online verschoben und das ist auch völlig okay so. Dementsprechend ist auch diese Stelle natürlich deutlich wichtiger geworden, das Marketing, ja. Und dadurch, dass ich halt alles tracken kann, messen kann, ist es dann auch für einen Geschäftsführer oder Abteilungsleiter aus Vertrieb und Service natürlich auch, wo sie sagen, okay, das haben wir jetzt ausgegeben, das ist dabei rumgekommen, aber wie professionalisiere ich das jetzt? Ja, weil im Endeffekt nur, weil ich Fotos hochlade, ein paar lustige Videos, ist ja noch nichts getan, ja. Und damit beschäftigen sich die Leute mehr und das ist total, total wichtig. Corona hat dann noch mal einen ordentlichen Schub gegeben, klar, weil die Autohäuser zu waren, mussten das irgendwie online verlagern. Und seitdem, muss ich sagen, ist es halt, es ist ja wirklich total, total krass, wenn man denkt, 2012 habe ich bei dem kleinen Autohaus, wo ich meine Ausbildung gemacht habe, Facebook gestartet, haben mir ein Auto online gebracht. Haben wir gedacht, wow, geil, zwei Likes. So, dann kam dann irgendwann Instagram, YouTube ist ein Thema geworden, auf einmal kam TikTok, dann kommt LinkedIn, eine Zeit lang war ja Sing noch mit am Start, auch so ein Business-Netzwerk, was ein bisschen, was nicht mehr da ist, so richtig, wie man es damals genutzt hatte. Und womit beschäftige ich mich als erstes? Und da brauchst du halt Leute, die fit drin sind, die sehen, okay, dieser Kanal kann mir das bringen. Und deswegen, diese Geschwindigkeit braucht Top-Leute. Absolut, also Geschwindigkeit, oder andersrum, Corona nenne ich mal so ein bisschen ein Riesenschiff im Marketing, speziell in der Autobranche, wenn ich überlege, was wir mit der Agentur damals für ein Business gemacht haben, bis Corona, relativ Print-lastig. Wir waren aber schon gut aufgestellt, nur das wurde noch nicht so richtig abgefragt. Und dann konnten wir zu Corona echt den Hebel umlegen. Und dann war Print mehr oder weniger Geschichte. Das war schon echt krass. Da gebe ich dir in all den Punkten auch mit der Geschwindigkeit, der Relevanz, der Messbarkeit, gebe ich dir ja überall komplett recht. Und das ist genau jetzt der Punkt, wo wir, glaube ich, mal ins Fernlicht springen. Blick raus aus dem Rückspiegel. Wir gucken mit Fernlicht in die Zukunft. Deswegen habe ich dich hier geangelt, damit wir mal sprechen können. Marketingtrends 2024 im Allgemeinen, aber dann doch jetzt speziell für die Autobranche. Du hast mir so eine Shortlist gegeben. Ich würde die mal vorlesen, Punkt für Punkt. Und du sagst, zack, zack, das sind deine Infos und warum du es ausgewählt hast. Social Media allgemein und aktuell ein Riesentrend in der Autohaus-Welt. Man merkt es daran, dass die Offenheit oder das Bewusstsein, dass es ein guter Kanal ist, der wird immer größer. Vorher, auch in den Gesprächen, die ich jetzt mit Kunden habe und zukünftigen Kunden, war es immer okay, wir machen Social Media, verkaufen wir dadurch ein Auto. Dann sind viele damals gestartet. Jetzt ist aber das Wissen da, eigentlich können wir damit erst mal kurzfristig kein Auto verkaufen. Das heißt, die Leute werden wacher. Die Azubis, die jungen Fachkräfte, die steigen in das Thema ein. Die sind damit groß geworden. Dementsprechend sind dann auch die Führungskräfte, die daraus entstehen, sagen, wir müssen Social Media machen. Weil ich selber vielleicht auch 3-4 Stunden dort unterwegs bin und mich dann auch über andere Sachen informiere. Es ist ein Bezugspunkt. Ich muss so viele Kontaktpunkte wie möglich sammeln. Deswegen kommst du an Social Media 2024 auch zukünftig nicht dran vorbei. In E-Commerce, also gerade im Online-Geschäft, wo vor allem TikTok auch mega Wert drauf legt und Instagram jetzt auch nachziehen wird, dieses Social Commerce, dass man quasi ein Produkt irgendwie bewirbt, ohne es wirklich zu bewerben, aber du direkt in der App kaufen kannst. Und wenn sich so ein Trend in E-Commerce abzeichnet, dann ist es klar, dass wir da auch in der Autobranche hinterher sein müssen. Wir haben ja, das muss man ja auch ehrlich sagen, wir haben das deutlich emotionalere Produkt. Also das nicht zu zeigen, ist ja wirklich ein Unding. Absolut, absolut. Emotionen. Es ist halt so gesehen kein Sale-Kanal. Es ist Branding in erster Linie. Wobei ich aber auch den Eindruck habe, dass so in den letzten ein, zwei Jahren darüber durchaus was bewegt werden kann. Also es schließt Sales nicht aus. Also das schon ist natürlich immer das, was du nach draußen gibst. Irgendwas kriegst du ja zurück. Und jetzt bloß mal als sehr banales Beispiel. TikTok wird ja lange Zeit immer für irgendwelche Tänze belächelt. Aber wenn du natürlich nur Tänze machst, dann wirst du jetzt nicht irgendwie als Experte für eine Marke irgendwie dastehen. Aber vielleicht dann als Tanzpartner. Dementsprechend, wenn du dich irgendwie als Experte positionierst für ein Thema, wirst du auch zu dem Thema auch Rückfragen erhalten. Und dann ist es natürlich die Frage, wie gehe ich denn damit um? Und ich will es gar nicht so weit ausschweifen. Das wäre nochmal ein extra Thema. Aber wenn ich jetzt so eine Nachricht bekomme, antworte ich einfach nur so, ja, danke für deine Nachricht. Oder versuche ich vielleicht dann aus dieser Nachricht mal gucken, ey, wie ist denn dein Bedarf? Also jetzt nicht, wie ist dein Bedarf, aber ey, was fährst denn du gerade für ein Auto? Wir können ja spontan den Punkt vorziehen. Community Management. Community. Okay. Darauf willst du hinaus. Genau. Weil Community ist dann der nächste wichtige Punkt. Jetzt hauptbekomme ich da Kommentare auf meine Videos, auf meine Fotos oder bekomme auch mal eine Nachricht auf den Kanälen. Und nächstes ist halt schlimmer, wenn ich irgendwie drei, vier Tage keine Antwort bekomme. Dann denke ich auch so, ist irgendwie nicht nötig oder warum machen die denn das? Also dementsprechend Nachrichten beantworten, super wichtig. Hinter jedem Follower sitzt ein Mensch, auch wenn der erstmal einen blöden Kommentar schreibt. Aber der hat irgendwas, was vielleicht an dem Video nicht gut war und vielleicht hat er sogar damit recht. Oder vielleicht ist auch das, was du sagst, weil vielleicht du gar nicht der Fachmann, das ist ja auch so ein Thema, gar nicht der Fachmann für gewisse Autos bist und das vielleicht gar nicht weißt, aber da halt besser wissen. Wie geht man dann mit denen um? Und man muss da halt jeden ernst nehmen, weil das kann immer ein Kunde werden. Und diese Interaktion mal da hineinzugehen, das mache ich auch ab und zu, wenn ich eine Nachricht bekomme, dann sage ich, ey, es war cool, dass du uns folgst. Was würdest du denn von unserem Kanal erwarten? Und das ist eine mega, mega Wertschätzung dem gegenüber. Ja, ist jetzt ziemlich kleinteilig, ist halt mit Arbeit verbunden, aber ich denke, wenn man immer diesen kleinen Schritt mehr geht, dann wird das auch gut werden. Ein ganz schnelles Beispiel zu Feedback, weil Feedback muss ja auch nicht immer positiv sein oder eine Frage sein, sondern kann auch natürlich negativ eine Meinung geäußert werden. Und ich habe jetzt in irgendeinem Trendreport von einem Beispiel von einem Anbieter, ganz andere Branche, ich glaube für vegane Fleischpatties oder sowas, irgendwas gelesen. Und da hat irgendjemand drunter geschrieben, so, würde ich niemals essen. Und dann sind die von der Company mit dem Social Media so ein bisschen in Kontakt und so, ja, ein bisschen in Austausch, ließ sich aber nicht belehren, war aber auch okay. Die haben aber nachher eins gemacht, die haben eine Social Media und Out-of-Home-Kampagne mit dem Produkt gemacht, User Martin sagt, würde ich niemals essen. Sehr geil, habe ich auch gesehen. Aber das ist halt so ein mega, mega Beispiel. Und jetzt mal auf unsere Branche übertragen, ich glaube, jeder, der Social Media für ein Autohaus macht und der vielleicht schon mal ein E-Auto online gebracht hat, hat bestimmt schon mal so ein Kommentar bekommen, was das schön für Mühe sein sollte und dass sich das nicht durchsetzt. Ja, das ist doch dann mal interessant, vielleicht mal die Hintergründe zu erfahren, weil nicht nur für die künftigen Beiträge, sondern das, was zu häufig nicht gemacht wird, dieses Zielgruppenverständnis. Also, was sind denn die Probleme oder wo sind denn wirklich, also wirklich die Herausforderungen und warum will der denn wirklich kein E-Auto fahren? Das mal zu hinterfragen, das ist halt mega interessant und würde ich in einer Marketingstrategie immer nach vorne bringen. Ich hatte jetzt letztens auch in dem Bezug einen Kunden von mir, der spricht über US-Fahrzeuge und da gab es jemanden, der hat gefühlt irgendwie jeden Beitrag kommentiert, dass diese US-Cars so hohe Verbräuche haben. Ja, das stimmt, ist halt so. Liegt halt auch dem geschundelt, dass in den USA weitere Strecken sind, als hier in Deutschland. Aber der hat so häufig darum gemeckert und dann sage ich, beziehungsweise mein Kunde sagte dann zu mir, du Paul, was machen wir mit dem? Sag ich, du, ich schreibe den jetzt, wir treffen uns im Autohaus. Und dann sagt er, also mein Kunde Felix sagt dann so, ja nee, ich will den jetzt nicht treffen. Sag ich, ist völlig okay, gut, ich frage den mal nach der Nummer, ich rufe den einfach mal an. Und den habe ich dann gestern, gestern habe ich den angerufen, also wirklich sehr, sehr frisch die Story und habe mich mit dem ausgetauscht. Und der hatte eine total bewegte Reise, der ist in sehr vielen Ländern rumgekommen. aus Schweden, Belgien, der kommt ursprünglich aus Osteuropa, wohnt jetzt irgendwo in Baden-Württemberg. Und da haben wir uns einfach über das Thema ausgetauscht und er meinte, ja, ich würde halt eher das so und so machen und ich finde das immer ein bisschen schwierig, wenn man das vielleicht so sagt, weil es ist ja irgendwie immer nicht die ganze Wahrheit. Ich glaube, wenn wir sein Produkt nicht schlecht machen auf der anderen Seite, aber dieses Feedback mal zu bekommen und auch diesen Follower, diesen Menschen dahinter ernst zu nehmen, dann ist das halt, das unterscheidet dann die Guten oder die Besserung von den Guten. Absolut. Also Community Management und auch Community Marketing ist, also das unterscheidet dann die, ich sag mal schon, Guten von den Sehrguten, würde ich jetzt mal so in Kürze sagen. Gehen wir mal einen Step weiter, LinkedIn wird Mainstream. Jo, auf jeden Fall. Also LinkedIn, das habe ich jetzt Anfang des Jahres noch mehr gemerkt, weil ich da auch sehr viele Fragen zu bekommen habe. Ja, LinkedIn, soll ich das machen? LinkedIn, soll ich mich da anmelden? Das war eine sehr häufige Frage, die ich aus dem Autores bekommen habe und dann sage ich so, na klar, mach doch. Schaltet ihr erst mal nicht, dort präsent zu sein? Und das habe ich dann auch in einem kleinen LinkedIn-Beitrag geschrieben, weil ich denke, dass das LinkedIn jetzt endlich Mainstream wird. Das hat ein paar Jahre gedauert. Letztes Jahr kam schon ein bisschen mehr, dieses Jahr kommt so die nächste Welle und dann wird das, denke ich, normal. Normal werden viele, die uns da nutzen, ein bisschen mehr, andere ein bisschen weniger. Aber dieses Jahr ist wirklich LinkedIn wird Mainstream. Da werden sehr viele Verkäufer, Serviceberater, werden alle online sein. Ja, und ich dachte letztes Jahr, ich hatte letztes Jahr auch schon echt einen Schub genommen. Das ist echt krass. Entschuldigung, ich würde da brechen, von den Leuten, die jetzt gefragt haben, die sind überhaupt nicht affilm, was Social Media angeht. Aber LinkedIn ist dann auf einmal so, ja nee, das ist okay. Weil man auch sagen muss, für die, die jetzt nicht auf LinkedIn sind, LinkedIn ist quasi Facebook im Coolen und da kriegst du nicht ganz so viele blöde Kommentare. Man kann sich wirklich auf Augenhöhe auch mal unterhalten oder mal schreiben. Deswegen ist es ja so interessant. Es ist ja eine B2B-Plattform. Also war es ja ursprünglich, dass man irgendwie Geschäfte macht miteinander und deswegen erkenne ich jetzt auch viele und das finde ich irgendwie auch ein bisschen übertrieben als die Plattform, wo ich jetzt ganz viele Autos drüber verkaufen werde. Das wird es nämlich am Ende auch nicht sein. Aber das ist aktuell noch so ein bisschen der Glaube und es ist auch völlig okay. Ja, okay, gehen wir mal zum nächsten Punkt. Mitarbeiter werden zu Markenbotschaftern beziehungsweise Influencern, Creatoren in den Autohäusern. Genau. Also das ist, also sehe ich jetzt bei einigen Herstellern, also nicht Herstellern, Autohäusern mit gewissen Herstellern, ist bei BMW ziemlich krass. Also da gibt es doch den einen oder anderen Influencer, Content Creator, die für ein BMW-Autohaus arbeiten, aber ihre eigene Werbung machen, beziehungsweise Werbung auch im Sinne des Autohauses, aber sich da eben selber ein Gesicht schaffen, eine Community schaffen, wo dann auch letztendlich Vertrauen aufgebaut wird. Und warum ist das so wichtig oder so interessant und warum ist es auch ein Trend? Wenn ich als Autohaus sage, ich habe die geilsten Preise, dann glaubt dir das keiner. Wenn ich jetzt aber als Mitarbeiter davon überzeugt bin, dass wir wirklich gute Preise haben und viele haben ja, differenzieren sich über den Preis oder differenzieren sich über einen tollen Service. Wenn ich das aber als Person sage, bin ich glaubwürdiger, als wenn das halt eben das Autohaus sagt. Und ich kann Themen als Mitarbeiter komplett anders aufgreifen, weil ich mich nicht an gewisse Themen oder Guidelines langhandeln muss, sondern ich sage es einfach aus meiner Perspektive, so wie ich das gerade empfinde und wie ich es gerade gut finde. Heißt aber auch, es gibt ja immer zwei Seiten der Medaille, hat ja natürlich auch Risiken. Also Markenbotschafter einfach so loszulassen und zu sagen, hier, das ist der neue BMW i5 und die Verbrauchswerte sind vergessen, ist auch für einen Markenbotschafter komplett schwierig. Also solche Geschichten muss man genauso berücksichtigen. Und da muss man natürlich dann auch, gehört es irgendwie mit zur Marketingabteilung, mal einen Blick drauf werfen, was machen denn meine Kolleginnen dort? Ja, da hast du total recht und das ist echt eine Grauzone. Ich glaube, dass eine gewisse Behörde in Deutschland das möglicherweise noch nicht auf dem Schirm hat. Das ist auch kriptisch genug ausgedrückt, ganz genau. Wir sind jetzt wieder still. Aber ja, das sollte man, man braucht eine Awareness und du brauchst, oh tolles Wort, eine Brand-Awareness im Endeffekt, du brauchst die Sicherheit für die Marke. Okay, nächster Punkt, Video first. Genau, also warum Video first? Also Video ist halt mega wichtig, weil ich sage mal so, ich sehe auch auf Instagram viele Bilder oder auf LinkedIn, sehr bilderlastige Plattformen. Du kannst halt bei Bildern relativ viel retuschieren. Ich sage mal, wenn du jetzt ein Bild von einem Auto machst und es nicht optimal beleuchtet oder ach Mist, da ist ein bisschen Dreck noch dran, habe ich gar nicht gesehen, beim Fotografieren kann ich das in der Nachbearbeitung immer irgendwie regeln. Das heißt, ich schaffe wirklich einen künstlichen Moment. Momentaufnahme, das ist das Wort, was ich gesucht habe. Eine Momentaufnahme. Eine Momentaufnahme, das ist richtig, genau. Genau, und die kann ich halt perfekt in Szene setzen. Sicherlich, ein guter Videograf kann das auch bei Videos, keine Frage. Aber wenn ich jetzt eben eine Person oder ein Auto präsentiere oder zeige, dann ist das viel, viel echter. Und wir Menschen, wir sehen ja auch nicht in Bildern, sage ich jetzt mal, unsere Augen sehen nicht in Bildern, sondern wir sehen ja eigentlich unser ganzes Leben wie eine Art Video. Und deswegen ist es viel natürlicher, jemandem beim Sprechen zuzusehen oder jemandem zuzusehen, wie er ein Auto präsentiert, als eben Fotos. Und auf der anderen Seite ist es halt doch deutlich authentischer, weil es echter wirkt. Dementsprechend, wenn ich Content mache, würde ich mich vorrangig auf Video konzentrieren. Und dann hast du ja auch die Plattform mit TikTok, die ja ursprünglich eine reine Video-Plattform war. Und von dem her macht das absolut Sinn. Ist natürlich für viele Bewegtbildproduktionen ist natürlich echt nochmal ein Level drüber, weil ich kenne es davon früher auch. Klar, an Inhalte zu kommen aus dem Autohaus ist jetzt nicht schwer. Wenn du dazu ein passendes, gutes Foto brauchst, dann wird es schon schwieriger. Und jetzt wollen wir auch noch ein Video haben. Gebt mir die Stimme direkt weg. Da wollen wir jetzt auch noch ein Video haben. Das ist natürlich dann, sag ich mal, für die Agenturen, und das merke ich ja auch in meinem Geschäft, das ist natürlich nicht so einfach, weil ich gebe das Thema bei einigen meiner Kunden ja aus der Hand. Das heißt, sie müssen ungefähr wissen, wie man eine Kamera hält, mit welchen Einstellungen ich da die Videos aufnehme. Und wie das ist, wenn eine Person redet. Du sagst auch gerade zu Beginn meistens, Person redet, auf einmal geht die Kamera irgendwie nach links, und man sieht die Person nicht mehr, aber die redet halt weiter. Das darf halt nicht passieren. Wenn jemand etwas sagt, sollte man in der Regel die Person auch sehen. Ja, absolut. Von daher ist natürlich da, sag ich mal, eine kleine Schulung notwendig. Das gebe ich dann immer mit. Und sonst, wenn ich es natürlich mit einer Agentur mache, die das im Full-Service anbietet und sagt, ey, wir kommen vorbei, wir nehmen das alles auf, dann braucht es halt extrem viel Vorbereitung. Also, was wollen wir da produzieren? Sind die Leute denn da? Und haben die denn schon die Hürde in der Hand und so weiter und so fort? Absolut. Wir springen mal weiter. KI im Marketing. Ja. Großes Thema. Der Experte, Tim, da bist du, glaube ich, noch ein bisschen besser unterwegs als ich. Richtig. Ich sage es dir jetzt einfach mal so aus meiner Sicht. Also, KI ist auf jeden Fall erst mal so an sich ein Trend. Das ist klar. Das war letztes Jahr schon so, als Chatship IT den Durchbruch erlangt hat, wo auch da, sage ich mal, künstliche Intelligenz mainstream wurde oder für viele erst mal relevanter. So, aber wie setze ich denn das jetzt ein im Marketing, gerade wenn ich jetzt im Autohaus tätig bin? Und da muss man manchmal gar nicht so kompliziert denken und irgendwelche digitalen Avatare erstellen wollen. Das geht natürlich alles, keine Frage. Aber wenn ich jetzt einsteige, ja, würde ich mich im ersten Schritt halt erst mal mit Chatship IT beschäftigen, gerade wenn ich Ideen suche oder wenn ich meine Zielgruppe vielleicht analysieren möchte oder welche Ideen für meine Zielgruppe interessant wären. Das ist ein guter Punkt. Was ich auch super gut machen kann, gerade wenn ich auf mehreren Plattformen unterwegs bin, ich schreibe einen Text zum Beispiel für Instagram, der unter dem Video ist, und sage, okay, ich weiß, dass bei YouTube Shorts zum Beispiel weniger Zeichen sind. Die mir zur Verfügung stehen. So, jetzt kann ich mir den Kopf zerbrechen. Wie kriege ich den Text so kurz wie möglich auf die maximal 100 Zeichen? Dann mache ich es mir halt einfach und sage, okay, komm, das ist der Text. Chatship IT, formulieren wir ihn bitte um, maximal 100 Zeichen. Und dann setze ich den bei YouTube Shorts ein. Dafür kann ich es halt auch nutzen. Oder, was auch sehr, sehr spannend ist, Kenva ist so ein Bildbearbeitungsprogramm. Da kann man ja Präsentationen erstellen. Man kann Instagram-Beiträge erstellen. Man kann so viel damit machen. Und das hat auch die Funktion, also in der bezahlten Version, glaube ich, ist das, wenn ich auch manchmal LinkedIn-Beitrag mache, und ich habe noch ein Foto und irgendwie ist nicht genug Platz, rechts und links, sodass quasi mein Kopf irgendwie abgeschnitten wäre in der Timeline, also in dem Feed oder Instagram-Feed. Und dann sage ich, okay, tu mir mein Bild verlängern, sodass ich halt quasi mehr Platz um mich herum habe. Und das ist halt auch schon KI, dass ich damit Bilder anpassen kann oder Fehler halt Adderer über den Pickel gehen kann oder wie auch immer. Das ist halt irgendwo KI. Ich nutze zum Beispiel Chatship IT inzwischen fast täglich. Und wenn ich das jemandem erklären wollen würde, es ersetzt nichts, sondern es erweitert mein Spektrum. Und ich gehe da immer so dran, wo habe ich Themen, wo ich vielleicht unsicher bin, nicht genau weiß. Dann ziehe ich Chatship IT hinzu, um mir noch eine Anregung, Inspiration zu geben, dass ich weiterkomme. Was ich aber auch festgestellt habe, ist, man kommt teilweise selber gar nicht auf die Dinge, wo man sich helfen lassen kann. Das ist, finde ich, die Krux. Also es ist wirklich ein sehr breites, aufgestelltes Tool. Und da haben sich jetzt so viele Updates noch ergeben in jüngster Vergangenheit. Sollte man ein Account haben und es ist egal wie und was, ob es Textvorschläge sind, man kann sich da Pläne erstellen lassen, was weiß ich nicht, also das ist schon wirklich Wahnsinn. Also ich würde nochmal zwei Dinge ergänzen, weil ich die fast auch täglich nutze in meiner Arbeit und das ist für jeden, glaube ich, ein echt geiler Mehrwert. Also wenn jemand irgendwie Bilder erstellt, gerade für Werbeanzeigen, für Instagram oder Facebook, ich schaue mir, also ich erstelle dann erstmal irgendeine Grafik, wo ich denke, okay, das könnte passen, könnte vielleicht den Nutzer ansprechen und du kannst ja jetzt auch bei ChatGPT, hast ja gesehen schon, Tim, Bilder hochladen und dann sage ich, ey, analysier mir mal dieses Bild. Das ist total spannend zu sehen, dass dann ChatGPT sagt, ey, du pass mal auf, die Schriftart ist ein bisschen zu klein oder das, was du da als Call-to-Action hast, also als Handlungsaufforderung an deinen Follower-Kunden, das ist nicht klar genug. Ja, oder die Bildaufteilung ist nicht klar, man erkennt nicht so richtig, worum es in dem Bild geht und das finde ich halt total spannend, einfach auch mal Dinge davon analysieren zu lassen. Genauso kann man auch, wo man irgendwie mal vielleicht eine recht coole Anzeige gesehen hat, das Bild sich mal, sag ich mal, screenshotten und dann einfach mal hochladen und sagen, ey, warum ist denn das so gut? Ja, weil wir bekommen da meistens selber nicht drauf, das ist das, was du meintest. Also das ist auf jeden Fall auch mega, mega hilfreich und noch ein Tipp, gerade wenn du jetzt vielleicht doch anfängst, LinkedIn-Beiträge zu schreiben, ich schreibe auch erstmal alles runter, was mir zu dem Thema einfällt, lass das doch mal durch ChatGPT rattern und dann sind immer mal zwei, drei Formulierungen oder Blickwinkel, wo ich dachte, ah ja, stimmt. Das macht total Sinn, das damit reinzunehmen und das macht die Arbeit schon leichter und effizienter. Ein Assistent. Ein Assistent, du sagst es. Genau. So, jetzt haben wir noch ein. Authentizität, mein Lieblingswort übrigens, normalerweise verspreche ich mich jedes Mal dabei, bleibt King. Authentizität bleibt King. Genau, das baut so ein bisschen eigentlich auf alle Trends oder viele Trends zumindest vorher auf und vor allem auch das Thema KI, heißt ja im Umkehrschluss, also wenn man jetzt mal von KI auf ein Risiko eingehen möchte, könnte ja jeder auf der Welt, theoretisch, könnte LinkedIn-Beiträge schreiben, könnte Bilder erstellen lassen, könnte Skripte schreiben lassen und so weiter. So, wir als Mensch lesen so drüber und denken so, ja, macht Sinn, aber so richtig haut mich das nicht vom Hocker, weil irgendwie trifft es mich nicht, also es holt mich emotional nicht ab. Und genauso ist es halt mit diesen Markenbotschaftern, warum, also wir vertrauen denen ja einfach mehr als Marken, wir vertrauen ja auch nicht so richtig oder einige nicht so richtig der Politik. Wir vertrauen halt lieber einer Person, die wir mal greifen können, die wir sehen können, die wir häufiger sehen. So, und das heißt natürlich dann auch, dass diese Menschen halt echt sein müssen, sie dürfen sich nicht verstellen, ich meine, mit deinen Freunden, da erzählst du ja auch nicht irgendwie, oder du sprichst extrem hochgestochen, sondern du redest einfach ganz normal mit denen und deswegen ist der vielleicht auch dein Freund so oder Freundin und das kannst du, kannst du ja oder solltest du auch auf den Social-Media-Kanälen genauso machen. Einfach zeigen, wer ihr seid, also einfach echt sein, ja und Werbebotschaften, ich hatte letztens auch wieder das Thema, da ging es um ein neues Elektrofahrzeug bei Hyundai und ich habe mir das Skript durchgelesen, was der Kollege dort geschrieben hatte und ich dachte so, boah, also ist das Werbung, ja und wenn ich auf Social-Media unterwegs bin, will ich ja irgendwie keine Werbung sehen, ja, klingt jetzt irgendwie parodont, wir machen Werbung, aber es soll halt nicht nach Werbung klingen und wenn du irgendwie siehst, ja, die herausragenden Sitze des neuen Hyundai und mit seiner, weiß ich, so und so viel Reichweite ist ja der Beste in seinem Webbewerb. Also Werbesprech. Das will keiner, dann scrolle ich weiter, das interessiert mich nicht, aber wenn ich jetzt zum Beispiel, ich bin jetzt der Markenbotschafter, bin ja authentisch unterwegs, habe vielleicht auch eine Vorliebe zu Elektroautos und sage, ey du, wir haben den jetzt mal getestet und ich finde das schon krass, dass wir mit denen 430 Kilometer kommen und das glaube ich ja eher, ja, so würde halt jemand mit jemand anderem aussprechen im Freundeskreis. Das muss auf jeden Fall auch im Marketing normal werden, ja, vor allem auch auf Social Media. Absolut, da hast du auch mit einen der wichtigsten Punkte jetzt hinten raus wirklich nochmal drauf gesetzt, weil das, wie du sagst, Authentizität, jetzt habe ich es, super. Authentizität ist, du kannst machen, was du willst, wenn das nicht, wenn das unecht rüberkommt, ist, kannst du jede Botschaft versuchen zu senden, die wird nicht empfangen. Das kannst du vergessen. Ob das geschrieben, ein Foto oder ein Video ist, das kannst du dann einpacken. Wenn du, also erstmal bis hierhin, das waren so die sieben Punkte, die du so mal so rausgeschrieben hast, wo 2024 so die Trends in der Autobranche so sind, wo du die setzen würdest. Danke dafür erstmal für dein Wissen. Sehr gern. Ich würde an der Stelle so Richtung Abschlussfrage kommen. Die Abschlussfrage ist eigentlich klassisch. Kennen sie mal alle mit so einem autonomen Fahren und so. Ich würde lieber bei dir fragen, wenn du bei den genannten Punkten, auf was konzentrierst du dich am meisten? Im Idealfall würde ich alle. Gleichzeitig bearbeiten wollen, am Ende ist es immer der Fokus, dass man den irgendwie behält. Natürlich versuche ich schon, authentisch zu bleiben. Also ich weiß nicht, ob es mir gelingt, das kann ich halt selber schwierig beurteilen. Aber ich versuche das zumindest. Ich habe das damals schon im Verkauf immer so probiert, dass man einfach versucht, echt zu bleiben. Wo ich mich jetzt am meisten darauf konzentriere, ist natürlich LinkedIn. Warum? Weil wenn der Wettbewerb größer wird, muss ich noch besser werden. Das ist halt für mich ein Fokusthema. Gut, Markenbotschafter, da kann ich jetzt, ich bin mein eigener Markenbotschafter sozusagen. Richtig. Aber klar, ich konzentriere mich auch nochmal auf das Thema Content darstellen, also Content Creating. Weil das ist ein Skill, also eine Fähigkeit, die wird in der Zukunft mega entscheidend werden. Und wenn ich den beherrsche und ich bin vielleicht ein Verkäufer, eine Verkäuferin und frage mich immer, wie komme ich an neue Kunden? Und du hast da eine Affinität für, dann würde ich da zum Beispiel ansetzen. Weil das bringt ja nicht nur online was, sondern auch offline. Weil du bist dort auch eine andere Person, du bist anders wahrgenommen. Ja gut, aber bevor ich jetzt nochmal die Liste durchgehe, KI ist natürlich auch noch ein Thema. Das spielt alles zusammen. Das ist aber echt krass, weil der Autohandel ist so unterschiedlich aufgestellt. Der eine muss grundsätzlich Social Media nochmal überdenken, der andere ist schon weiter, der ist schon bei Videos und das ist echt unterschiedlich. Aber ich bin dir jetzt so für die letzten Worte auch echt dankbar, weil mich das auch nochmal bei ein paar Dingen, ich musste gerade auch an Kunden denken, wie man über solche Authentizität zum Beispiel nochmal anders kommunizieren kann mit seiner Zielgruppe. Und wie man sich da positionieren kann darüber. Das war schonmal auch echt ein super Input. Paul, dann sind wir heute hier mit diesem Podcast durch. Und da du mich gerade auch so ein bisschen nachdenklich gemacht hast, ich glaube wir sehen und hören uns wieder. Wir können ja bestimmt nochmal allein schon wieder Stunden über Marketing oder KI. Marketing ist ein riesen Thema nochmal. Also da bin ich auch sehr gespannt, was da noch möglich ist. Wir hatten vorhin ja schonmal kurz gesprochen, auch das Thema WhatsApp Newsletter, wie relevant ist das. Das finde ich auch total interessant. Würde ich auch gerne mal einen guten Case sehen, weil den habe ich bis jetzt noch nicht so viele gesehen. Ja, einen. Ich will jetzt keinen zu nahe treten, vielleicht gibt es in Deutschland irgendwo eine Gruppe, die das schon wunderbar macht, aber ich kenne sie nicht. Ich kenne nur aus Österreich oder der Schweiz die Hedin-Gruppe. Die macht einen, wo ich auch drin bin und die Nachrichten kriege. Also es ist noch nicht wirklich richtig geil entwickelt und das ist häufig ein Datenthema. Absolut. Da machst du ja gleich den Dienstbevorstand auf. Ja, absolut. Du, lass uns das nächste Mal weitersprechen. Okay, dann liebe Leute, ganz vielen Dank fürs Zuhören da draußen und wo auch immer ihr seid. Es geht bald weiter und ich würde sagen, der Paul und ich sagen, ciao, macht’s gut, bis demnächst. Ciao. Vielen Dank.
Diese Episode ist Teil des Podcasts Benzingespräche von Tim Klötzing.