# Onlinemarketing für Autohäuser

URL: https://www.tim-kloetzing.de/wissen/onlinemarketing-fuer-autohaeuser/
Stand: 23.09.2026
Autor: Tim Klötzing

Fahrzeugbörsen, Google, Social Media, die eigene Website. Diese Seite ordnet die Kanäle, erklärt die Reihenfolge und sagt, woran Sie erkennen, ob Ihr Geld ankommt.

## Die Reihenfolge, die fast immer stimmt

Die meisten Betriebe fangen bei den Kampagnen an. Das ist der teuerste Einstieg.

**Zuerst das eigene Haus.** Website, Fahrzeugbestand, Standortdaten, Bewertungen, Erreichbarkeit. Jeder Euro Kampagne läuft am Ende hier auf. Eine langsame Website mit unvollständigen Fahrzeugdaten macht jede Anzeige teurer und Interessenten (Leads) springen ab. Was eine Autohaus-Website leisten muss, steht auf der Seite [Websites für Autohändler](https://www.tim-kloetzing.de/wissen/websites-fuer-autohaendler/).

**Dann die Fahrzeugbörsen.** Für den Fahrzeugverkauf sind sie der Kanal mit dem klarsten Bezug zur Nachfrage. Gute Fotos, vollständige Beschreibungen, saubere Preisstellung. Das ist keine Kampagne, das ist Handwerk.

**Dann die Suche.** Wer nach Ihrem Betriebsnamen sucht, muss Sie finden. Wer nach Ihrer Leistung in Ihrer Region sucht, sollte Sie finden. In dieser Reihenfolge. Wer über Google seinen Fahrzeugbestand ausspielen will, findet die Grundlagen auf der Seite [Google Vehicle Ads](https://www.tim-kloetzing.de/wissen/google-vehicle-ads-autohaus/).

**Dann Social Media.** Für Reichweite, Nähe und Personalsuche stark, für den unmittelbaren Fahrzeugabverkauf schwächer, als die Anbieter versprechen. Verkauft wird hier über Menschen und nicht über die Betriebsseite, siehe [Social Selling im Autohandel](https://www.tim-kloetzing.de/wissen/social-selling-autohandel/).

**Und parallel dazu die Bestandskunden.** Der günstigste Umsatz im Haus, und der am häufigsten vergessene.

Was in dieser Reihenfolge fehlt, fehlt mit Absicht. Anzeige, Mailing, Tag der offenen Tür, Trikot beim Ortsverein: Das wirkt anders und wird anders gemessen und steht deshalb auf einer eigenen Seite, [Klassisches Marketing im Autohaus](https://www.tim-kloetzing.de/wissen/klassisches-marketing-autohaus/).

## Wo im Autohaus das Geld verloren geht

**Leads, die niemand bearbeitet.** Der teuerste Fehler und der häufigste. Wenn eine Anfrage vier Stunden liegt, ist sie in der Regel weg. Wer sein Leadmanagement nicht im Griff hat, sollte kein zusätzliches Budget in Kampagnen stecken, sondern in die Bearbeitung. Was zwischen dem ersten Kontakt und dem Abschluss tatsächlich passiert, steht auf der Seite [Funnel Marketing für Autohäuser](https://www.tim-kloetzing.de/wissen/funnel-marketing-autohaus/).

**Doppelte Beauftragung.** Drei Dienstleister, die sich in Teilen überschneiden, weil sie zu unterschiedlichen Zeiten von unterschiedlichen Personen beauftragt wurden.

**Kampagnen ohne Ziel.** Reichweite als Kennzahl. Reichweite ist kein Ziel, sondern ein Nebenprodukt.

**Und Budget, das nach Gewohnheit verteilt wird.** Ein Prozent vom Umsatz, aufgeteilt wie im Vorjahr, weil es im Vorjahr auch so war.

## Wie Sie zu einem Onlinebudget kommen

Die übliche Frage lautet, wie viel Prozent vom Umsatz richtig sind. Die Frage führt in die Irre, weil eine Prozentzahl nichts über Ihren Betrieb weiß. Zwei Häuser mit demselben Umsatz können völlig unterschiedlichen Bedarf haben, je nachdem, wie viele Standorte sie haben, wie bekannt sie sind und wie viel Personal sie suchen.

Der Weg, der trägt, geht andersherum.

**Erst die Aufgaben, dann das Geld.** Was soll im nächsten Jahr passieren? Mehr Gebrauchtwagen drehen, den Service auslasten, eine neue Marke einführen, Mechatroniker finden. Jede dieser Aufgaben hat einen eigenen Kanal und einen eigenen Preis.

**Dann die Pflichtausgaben abziehen.** Fahrzeugbörsen, Website, Hosting, Feeds, Werkzeuge. Das ist Ihre Grundlast, sie läuft, ob Sie planen oder nicht. In vielen Häusern frisst sie den größten Teil des Budgets, ohne je als Entscheidung behandelt worden zu sein.

**Dann das, was steuerbar ist.** Kampagnen, Anzeigen, Inhalte. Nur dieser Teil lässt sich im Jahr verschieben, und nur an diesem Teil lohnt sich die Diskussion.

**Und dann die Gegenprobe.** Können Sie am Jahresende zu jeder Position sagen, was sie gebracht hat? Wenn nein, ist die Position zu groß, egal wie klein sie ist.

Eine Zahl nenne ich hier bewusst nicht. Jede allgemeine Faustformel, die Sie im Netz finden, ist an einem anderen Betrieb entstanden als Ihrem.

## Woran Sie erkennen, ob Ihre Agentur gut arbeitet

Sie brauchen dafür kein Fachwissen. Sie brauchen vier Fragen.

**War das Ziel dieser Maßnahme vorher festgelegt?** Wenn die Antwort erst im Nachhinein entsteht, war keines da.

**Wie bewerten Sie die Kontakte (Leads), die aus einer Kampagne entstanden sind?** Nicht die Zahl der Impressionen oder Klicks. Echte Kontakte. Hier kommt entweder eine valide Antwort oder die Gegenfrage nach den Kennzahlen aus dem Leadmanagementsystem.

**Was würden Sie streichen, wenn ich Ihr Budget um 30 Prozent kürze?** Eine gute Agentur antwortet sofort und begründet. Eine schlechte verteidigt alles gleich stark.

**Was läuft bei uns schlecht?** Wer über Monate nichts zu kritisieren hat, schaut nicht hin.

Das ist keine Misstrauensübung. Es ist Führung, und sie fehlt in den meisten Häusern, weil niemand da ist, der die Fragen stellen kann.

## Was Sie messen sollten, und was nicht

Messen Sie Kontakte und was daraus wird. Anfragen, Probefahrten, Werkstatttermine, Abschlüsse. Und die Kosten je Kontakt, getrennt nach Geschäftsfeld, weil eine Serviceanfrage und ein Neuwagenlead nichts miteinander zu tun haben.

Messen Sie nicht Reichweite, Impressionen, Follower oder Likes als Erfolgsgröße. Diese Zahlen sind nützlich zur Diagnose, aber schwach zur Beurteilung.

Und messen Sie monatlich, nicht jährlich. Ein Reporting, das einmal im Jahr kommt, ändert nichts mehr.

## Der Kanal, der gerade neu dazukommt

Zu den bekannten Kanälen ist einer gekommen, der sich anders verhält als alle vorherigen: die Antwort einer KI. Wer heute nach einem Händler oder einer Werkstatt fragt, bekommt zunehmend keine Trefferliste mehr, sondern zwei oder drei Namen.

Dieser Kanal lässt sich nicht buchen. Man kommt darin vor oder nicht. Was das für ein Autohaus bedeutet und was man dafür tun kann, steht auf der Seite [GEO und KI-Suche im Autohandel](https://www.tim-kloetzing.de/wissen/geo-ki-suche-autohandel/).

## Häufige Fragen

### Wie viel Onlinebudget braucht ein Autohaus?

Es gibt keine belastbare allgemeine Zahl, und die üblichen Faustformeln kennen Ihren Betrieb nicht. Sinnvoller ist die Frage, wie viel Sie derzeit auswerten können.

### Brauchen wir eine eigene Person im Haus oder reicht eine Agentur?

Sie brauchen jemanden im Haus, der die Agentur beurteilen kann. Das muss keine Vollzeitstelle sein, aber ohne diese Person entscheidet die Agentur über Ihr Budget. Alternativ macht bei größeren Marketingteams ein qualifizierter Onlinemarketingmanager durchaus Sinn.

### Lohnen sich Fahrzeugbörsen noch bei den Kosten?

Für die meisten Betriebe ja, weil dort die konkrete Kaufabsicht sitzt. Die brauchbare Frage ist nicht, ob sie zu teuer sind, sondern wie viele Ihrer Inserate vollständig und gut gemacht sind. Der Unterschied zwischen einem mittelmäßigen und einem guten Inserat ist größer als der Preisunterschied zwischen den Anbietern.

### Was ist mit KI-Werkzeugen im Onlinemarketing?

Sie helfen bei Texten, Bildern und Auswertung und ersetzen keine Entscheidung. Wer ohne Strategie schneller produziert, produziert schneller das Falsche.

### Sollen wir alles selbst machen?

Es kommt drauf an. Umsetzung gehört den Spezialisten. Die Steuerung und Entscheidung gehören definitiv ins Haus.

## Zum Nachhören

Folgen aus den „Benzingesprächen", in denen es um dieses Thema geht:

- [Folge 111](https://www.tim-kloetzing.de/podcast/benzingespraeche/111-benjamin-keller-global-client-lead-meta/) mit Benjamin Keller, Global Client Lead bei Meta, Automotive
- [Folge 126](https://www.tim-kloetzing.de/podcast/benzingespraeche/126-marketingtalk-mit-paul-merthen-videocontent/), Marketingtalk mit Paul Merthen, Videocontent
- [Folge 117](https://www.tim-kloetzing.de/podcast/benzingespraeche/117-paul-merthen-social-media-und-performance/) mit Paul Merthen, Social Media und Performance Marketing

## Wenn Sie das nicht allein machen wollen

Wo Ihr Onlinebudget heute steht und was davon wirkt, klärt die [Marketing-Potenzialanalyse](https://www.tim-kloetzing.de/marketingberatung/marketing-potenzialanalyse/). Wenn im Haus die Person fehlt, die Dienstleister beurteilen und führen kann, übernehme ich das als [externe Marketingleitung](https://www.tim-kloetzing.de/marketingberatung/externe-marketingleitung/).
