# Kennzeichnungspflicht von KI-Inhalten

URL: https://www.tim-kloetzing.de/podcast/umparken-im-kopf/12-kennzeichnungspflicht-von-ki-inhalten/
Reihe: Umparken im Kopf
Folge: 12
Datum: 09.12.2025
Dauer: 14 Min

## Worum es geht

Wann muss man Ergebnisse mit Künstlicher Intelligenz kennzeichnen? In dieser Episode von 'Umparken im Kopf' wird die Notwendigkeit der Kennzeichnung von KI-Inhalten im Kontext des EU AI Act diskutiert. Der Host erklärt die vier Risikostufen des Gesetzes und welche Anwendungen strenger reguliert werden müssen. Zudem werden die rechtlichen Aspekte, insbesondere in Bezug auf Datenschutz und Urheberrechte, beleuchtet. Praktische Tipps zur Kennzeichnung und Nutzung von KI im Autohaus runden die Episode ab. Takeaways Der EU AI Act klassifiziert KI-Systeme nach Risiken. Nicht jede KI-Anwendung muss gekennzeichnet werden. Deepfakes erfordern eine klare Kennzeichnung. Transparenz ist entscheidend, wenn KI-Inhalte veröffentlicht werden. Menschliche Prüfung kann Kennzeichnungspflichten reduzieren. Urheberrechte liegen immer beim Menschen, nicht bei KI. Echte Personen dürfen nur mit Zustimmung in KI-Inhalten verwendet werden. Kundendaten sollten niemals in offene KI-Tools eingegeben werden. Es ist wichtig, eine KI-Richtlinie im Unternehmen zu haben. Die meisten KI-Anwendungen im Autohaus sind von minimalem Risiko.

## Gespräch als Text

Automatisch erstellte Abschrift, Namen abgeglichen.

[00:00] Umparken im Kopf. Dein KI-Podcast für die Autobranche. Die Automobilwelt steht vor einem gewaltigen Umbruch. Künstliche Intelligenz verändert alles. Wie wir Autos verkaufen und warten und vor allem, wie wir denken. Wir sprechen über neue Trends, Chancen, mutige Entscheidungen und echte Praxisbeispiele, die den Autohandel von morgen prägen werden. Ich bin Tim Klötzing, KI- und Marketingberater und jemand, der glaubt, wer heute im Kopf umparkt, fährt morgen ganz vorne mit. Schön, dass du dabei bist. Lass uns gemeinsam den Blick auf die Zukunft richten.

[00:50] Hallo und willkommen zurück bei einer neuen Folge Umparken im Kopf. KI-Wissen für die Autobranche. Heute geht es um die Frage, die Garde überall auftaucht. Müssen wir KI-Inhalte eigentlich kennzeichnen? Und wie spielen die vier Risikostufen des EU-AI-Act in unseren Autohausalltag hinein? Okay, hier wird es schon komplex. Ihr merkt, es gibt Regulatorik, es gibt die Autohäuser, es gibt viele Nutzer, es gibt viele Fragen, es gibt viele KI-Inhalte inzwischen. Ich habe gerade gestern erst von einem Freund ein Video, ein Instagram-Video zugeschickt gekriegt und sagte, ah, guck mal hier, wie geil. Und ich guckte ihm das an und sagte, ja, total geil, nochmal zweimal hingucken, weil es ist künstliche Intelligenz, hat er nicht gesehen. Anyway, ich möchte das heute ein bisschen hier besprechen und da verspreche ich euch, das Thema wirkt komplex, ist aber gut beherrschbar, wenn man es in klare Schritte zerlegt. Und genau das machen wir heute, das absolut Verständnis und ohne Juristensprache des EU-AI-Acts, der auf jeden Fall komplex ist. Also, was bedeutet der EU-Act eigentlich in ganz einfach? Der EU-AI-Act, der ordnet KI-Systeme nach Risiken ein. Nicht jedes Tool ist

[02:18] gefährlich. Nicht jedes Feature muss kontrolliert werden. Aber manche Anwendungen haben so viel Einfluss auf Menschen, dass die Regeln einfach strenger werden. Da gibt es vier Risikostufen und die lauten ein unakzeptables Risiko. Das ist verboten. Und als Beispiel, das sind Systeme, die Menschen überwachen oder manipulieren. Denk mal an Software, die zum Beispiel im Autohaus Gesichter der Mitarbeiter scannt bei der Arbeit und Emotionen auswertet. Das ist nicht erlaubt. Hochrisiko. Das betrifft KI, die über wichtige Entscheidungen mitbestimmt. Kreditwürdigkeit, Bewerber, Bewerbungsauswahl, sicherheitskritische Systeme. Hier sind Dokumentation, Risikomanagement und Nachweis Pflicht.

[03:13] Dann begrenztes Risiko. Hier spielt Transparenz die Hauptrolle. Betroffen sind typische Autohausfälle wie Chatbots oder synthetische Inhalte, die halt erstellt werden mit KI. Dann gibt es noch das minimale Risiko. Spamfilter, harmlose Empfehlungssysteme. Ja, da gibt es im Grunde keine besonderen Pflichten. Damit kommen wir direkt zum Kern. Wann musst du KI kennzeichnen und wann nicht? Kennzeichnungspflicht, die eigentlich nur in wenigen Fällen wirklich relevant ist, weil viele glauben, wenn KI im Spiel ist, muss ich es sagen. Das stimmt so nicht ganz. Es gibt nur bestimmte Situationen, in denen du wirklich einen Hinweis brauchst. Da gehen wir mal so verschiedene Szenarien durch. Da fangen wir erstmal mit, ja, Deepfakes an. Ja, Deepfakes sind in aller Munde. Ich glaube, jeder kennt inzwischen Deepfakes. Das ist vor einiger Zeit, wo die ersten bildgebenden KIs bekannt geworden sind. Der Papst in so einer stylischen, weißen Daunenjacke von einer Luxusmarke und sowas. Wie auch immer. Wenn ein KI-Bild oder Video so echt

[04:37] wirkt, dass Menschen denken könnten, es sei real, musst du es kennzeichnen. Beispiele aus dem Autohaus. Ein KI-generiertes Video eines angeblichen Kunden. Ein KI-animierter Geschäftsführer, der Dinge sagt, die er nie gesagt hat. Eine KI-Stimme, die wie ein echter Mensch klingen. Lösung, ein kleiner oder ein klarer Hinweis. Entweder sichtbar im Video oder Bild oder gut auffindbar im Begleittext. Oder wenn es ein Voice-Bot ist, sollte er es meiner Meinung nach auch am Anfang sagen. Mindestens am Ende. Und da geht es ja auch so, da muss man vielleicht auch einfach sagen, es geht nicht darum, ich bin der KI-Bot von Autohaus XY, sondern ich bin der digitale Assistent von. Für mehr Informationen bitte anwenden an. Ja, da kommen wir auch schon zu den Chat- und Voice-Bots. Habe ich jetzt schon ein bisschen vorne weggenommen. Aber wenn Kunden mit einem System interagieren, sollten sie wissen, dass sie mit einem Bot sprechen. Ein Chat-Bot zur Terminvergabe, ein Voice-Bot, der am Telefon erste Informationen aufnimmt. Wie gesagt, da reicht ein Hinweis, sie sprechen mit unserem digitalen Assistenten. Ja, dann kommen wir zum nächsten Punkt. Offizielle PR-Texte ohne menschliche Prüfung. Wenn ein Text automatisch, also vollständig

[06:03] automatisch erzeugt wurde und du ihn ungeprüft veröffentlichst, solltest du es kennzeichnen. Besser ist aber, man nennt es Mensch in the loop. Das ist jetzt wirklich Denglisch. Im Englischen halt Human in the loop. Im Deutschen der Mensch im Prozess. Jemand liest gegen, korrigiert, übernimmt Verantwortung. Dann ist keine Kennzeichnung nötig. Social Media Postings, Blogartikel, Newsletter. Wenn du KI zur Unterstützung nutzt, aber selber prüfst, anpasst und veröffentlichst, brauchst du keine Kennzeichnung. Wichtig ist nur, keine falschen Inhalte übernehmen. KI kann Erklärungen oder juristische Begriffe erfinden, deshalb immer gegenlesen. Das ist dieses Halluzinieren von künstlicher Intelligenz. Und auch da wieder der Hinweis, wenn das wieder so echt aussieht, dass das Leute für nicht erkennendes KI ist, dann solltest du auch wirklich darauf hinweisen. Dann gibt es noch drei weitere Rechtsbereiche, die man kennen sollte. Da machen wir einen kleinen Exkurs, ohne jetzt zu tief einzusteigen, weil bei den Worten Urheberrecht und Marken, da können wir jetzt wahrscheinlich auch

[07:29] tagelang sprechen. Aber grundsätzlich, KI kann keine Urheberin sein. Urheber bist immer du. Aber die Nutzungsrechte hängen von den AGBs mit den Tools ab, mit denen du das machst. Also, achte drauf, was darf das Tool mit deinen Daten machen? Darfst du den Output eines solchen Tools kommerziell nutzen? Wenn du zum Beispiel ein KI-Maskottchen generierst und das langfristig nutzen willst, solltest du es schützen lassen. Ja, da würde ich auch keine Experimente oder KI-Experimente mit fremden Marken, Logos oder Prominenten im Marketing gehen. Wenn du einfach sagst, ey Mensch, ich finde eine gewisse Marke total toll. Mach mir mal für mich ein zum Verwechseln ähnliches Logo und ich fühle mich wohl und super oder mach einen Promi irgendwie in mein Autohaus. Schwierig. Sollte man darauf achten.

[08:29] Da sind wir auch schon bei Persönlichkeitsrechten. Echte Menschen in KI-Bildern oder Deepfakes ausschließlich nur mit Zustimmung. Kein Wenn und Aber, wäre ich echt vorsichtig. Also, ich habe in der letzten Zeit auch immer wieder sowas gesehen, wo durchaus auch B-Promis, C-Promis irgendwo aufgetaucht sind, wo ich denke, glaube ich nicht, dass die es Wissen freigegeben haben. Schwierig. Da könnte auch rechtlich was kommen. Rechtlich. Persönlichkeitsrechte. Ja, das ist es. Was haben wir noch? Datenschutz und Geschäftsgeheimnisse. Das größte reale Risiko.

[09:18] Daten. Da gibt es schon einige illustre Cases, wo Mitarbeiter Kundendaten in eine Free, also in eine Freeware geladen haben. Also ChatGPT zum Beispiel nicht bezahlt in Free Account, wo die Daten, jetzt bitte alle aufpassen, wer ChatGPT nicht bezahlt und damit arbeitet. Diese Daten sind Trainingsdaten für ChatGPT. Lädst du da Kundendaten hoch, dann sind die nachher frei. Im Internet kursieren die in anderen Anfragen. Das ist nicht gut. Preislisten, Verträge, interne Kalkulationen, Berechnungen, die gehören alle nie in offene KI-Tools. Also da wirklich echt aufpassen. Stattdessen Business-Tools mit Datenschutzvereinbarungen nutzen. Also mindestens schlau machen. Welche rechtlichen Dinge datenschutztechnisch bieten die Tools da an? Also einmal nachgedacht auf Nummer sicher gehen.

[10:22] Ja, oder aber es nutzen inzwischen auch einige Companies geschützte KI-Instanzen im eigenen Unternehmen. Da muss natürlich die IT-Abteilung mitspielen und sowas installieren. Und solange die Daten nicht das Autohaus verlassen, also nicht über irgendwelche Datenleitungen woanders in irgendwelche Rechenzentren gehen, das ist dann erstmal gut. Klar ist auch Aufwand. Aber gerade wenn Kundendaten und Co. ins Spiel kommen, unumgänglich. Ich habe nochmal so drei Mini-Checklisten für euren Alltag zusammengefasst, was wir hier gerade besprochen haben. Der Content-Check täuscht der Inhalt. Dann solltet ihr kennzeichnen. Ist ein Bot, Voice-Bot zum Beispiel im Einsatz, bitte macht einen Hinweis.

[11:15] Hat es ein Mensch geprüft, was ihr da macht? Ihr selber oder jemand anders? Braucht ihr meistens keine Kennzeichnung? In Klammern. Wenn das aber wieder zum Verwechseln ähnlich sieht, täuscht der Inhalt. Besser kennzeichnen. Nochmal unterm Strich. Ihr müsst es nicht zwingend immer kennzeichnen. Der Tool-Check. Nutzt ihr da eine Freeware, also einen Free-Account oder bezahlt ihr dafür eine Business-Version? Werden die Daten zu Trainingszwecken von den Anbietern genutzt? Gibt es einen Datenschutzvertrag? Darauf achten. Den Organisations-Check. Gibt es eine KI-Policy? Gibt es Richtlinien zur Nutzung von KI?

[12:02] Wissen alle bei euch, welche Tools erlaubt sind oder nicht? Gibt es einen Freigabeprozess für externe Kommunikation, wo sowas nach draußen geht? Ja, also. Im Grunde sage ich immer, erst denken, dann machen. Erst denken, dann reden. So sage ich gerne mal so eine Redewendung. Aber du musst nicht jeden KI-Text markieren und kennzeichnen. Entscheidend ist die Transparenz dort, wo Menschen sonst zu einer falschen Annahme kommen würden. Zum Beispiel bei KI-Fotos, KI-Videos oder Voice-Bots, weil die sind wirklich alle inzwischen extrem gut. Kleiner Spoiler an der Stelle, ich rede wirklich hier. Die meisten KI-Anwendungsfälle im Autohaus liegen im Bereich begrenztes oder minimales Risiko.

[12:55] Mit einem klaren Blick auf Transparenz, Datenhygiene und menschliche Prüfung bist du rechtlich relativ sicher unterwegs. Auch hier noch ein kleiner Einschub. Ich bin kein Anwalt, ich mache keine Rechtsberatung. Wenn du Praxisfälle hast, die wir uns mal anschauen sollen, dann schick sie mir doch einfach gerne mal. Und dann machen wir dazu einfach mal eine Q&A, eine Fragen- und Antwortfolge. Also, ich hoffe, ich habe ein ganz kleines bisschen Licht ins Dunkel gebracht. Sowas könnt ihr auch wunderbar natürlich online nachlesen oder meldet euch einfach bei mir. Ich kann euch da natürlich auch mit Rat und Tat zur Seite stehen und weiterhelfen. An der Stelle ganz herzlichen Dank fürs Zuhören heute und bald geht es wieder weiter mit interessanten neuen Folgen.

[13:43] Tschüss, macht's gut da draußen.
