# Das Ende der Händler-Website durch KI

URL: https://www.tim-kloetzing.de/podcast/umparken-im-kopf/10-das-ende-der-haendler-website-durch/
Reihe: Umparken im Kopf
Folge: 10
Datum: 06.11.2025
Dauer: 23 Min

## Worum es geht

Wie durch Künstliche Intelligenz das Internet disruptiert wird „Deine Website wird nicht mehr besucht – sie wird nur noch benutzt. Und zwar von KIs, nicht von Kunden.“ Das Internet verändert sich – radikal.Was über Jahrzehnte das Rückgrat digitalen Marketings war, bricht gerade weg: der Website-Traffic.Google, OpenAI und andere KI-Plattformen behalten die Nutzer auf ihren Seiten, liefern Antworten direkt – und nehmen den Händlern den Klick. Wir erleben den Beginn der Post-Traffic-Ära.In dieser Folge erfährst du: warum klassische SEO- und SEA-Strategien massiv an Wirkung verlieren, wie Google mit den neuen AI Overviews und dem AI Mode das Suchverhalten umkrempelt, welche Rolle Google Vehicle Ads und OpenAIs Sponsored Answers künftig spielen, und wie du als Händler darauf reagierst – mit technischer Sichtbarkeit in KI-Modellen und echter lokaler Präsenz. Denn: Das Ende der Händler-Website ist nicht das Ende des Handels –es ist der Anfang einer neuen Ära.Einer Ära, in der Mentions wichtiger sind als Klicks,und in der das Autohaus als Local Hero seine Stärke wieder ausspielen kann. Zentrale Learnings: ✅ Die Klickrate über Google sinkt um bis zu 84 % bei organischen Treffern. ✅ KI-Systeme wie ChatGPT liefern Antworten – keine Besucher mehr. ✅ Sichtbarkeit entsteht künftig über Erwähnungen in KI-Antworten, nicht über Seitenbesuche. ✅ Händler müssen ihre Websites KI-lesbar machen (Bing, robots.txt, JavaScript). ✅ Wer heute lokale Erlebnisse schafft, baut Vertrauen – die wichtigste Währung der Zukunft.

## Zum Thema

[GEO und KI-Suche im Autohandel](https://www.tim-kloetzing.de/wissen/geo-ki-suche-autohandel/)

## Passende Beratung

[KI-Beratung: Für Autohäuser](https://www.tim-kloetzing.de/ki-beratung/autohaendler/)

## Gespräch als Text

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[00:00] Umparken im Kopf. Dein KI-Podcast für die Autobranche. Die Automobilwelt steht vor einem gewaltigen Umbruch. Künstliche Intelligenz verändert alles. Wie wir Autos verkaufen und warten und vor allem, wie wir denken. Wir sprechen über neue Trends, Chancen, mutige Entscheidungen und echte Praxisbeispiele, die den Autohandel von morgen prägen werden. Ich bin Tim Klötzing, KI- und Marketingberater und jemand, der glaubt, wer heute im Kopf umparkt, fährt morgen ganz vorne mit. Schön, dass du dabei bist. Lass uns gemeinsam den Blick auf die Zukunft richten.

[00:50] Das Internet, wie du es kennst, verändert sich gerade grundlegend. Und zwar so massiv, dass wir wahrscheinlich in ein paar Jahren zurückblicken und sagen, das war der Moment, in dem sich das alte Online-Marketing drastisch verändert hat, beziehungsweise wo es gestorben ist. Ich bin Tim Klötzing und in dieser Folge Umparken im Kopf. KI-Wissen für die Autobranche geht es genau um das. Das Ende der Händler-Website, wie wir sie kennen. Warum der Traffic verschwindet. Wie künstliche Intelligenz die Spielregeln im Netz neu schreibt. Und was du jetzt tun musst, um in Zukunft noch sichtbar zu bleiben. Wir stehen an einem fundamentalen Wendepunkt. Das Geschäftsmodell, das den digitalen Erfolg der letzten 20 Jahre getragen hat, also die Generierung von Besuchern auf der eigenen Website, die dann konvertieren, die zu Kunden werden, das zerfällt gerade. Was bisher geschah. Je mehr Menschen auf deine Website kommen, desto erfolgreicher dein Marketing, dein Online-Marketing, deine Leads, deine Sales. Doch diese Gleichung, die funktioniert nicht mehr richtig. Warum? Weil künstliche Intelligenz die Mechanik des Internets verändert.

[02:03] Künstliche Intelligenz ist sowieso in aller Munde. Es werden Prozesse digitalisiert und mit KI noch optimiert. Und all das, was da passiert, Robotik und Co., da wollen wir jetzt nicht drüber reden. Eher, was die künstliche Intelligenz für eine Auswirkung auf das Internet hat. Die Gatekeeper, allen voran Google und auch OpenAI inzwischen, brechen mit der alten Logik des Weiterleidens. Sie behalten die Nutzer auf ihren Plattformen und liefern Antworten direkt und nehmen damit all jenen Traffic, die bisher auf die Klicks gebaut haben. Wir treten ein in eine, ich nenne das mal Post-Traffic-Ära. Eine Zeit, in der Reichweite nicht mehr über Klicks, sondern über Präsenz in KI-generierten Antworten entsteht. Für Händler-Websites bedeutet das nichts weniger als eine, ja, echt strategische Zeitenwende. Google, also Google war ja über zwei Jahrzehnte schon der Motor des Internets und der wichtigste Lieferent digitaler Besucher. Doch dieses Verhältnis, das hat sich jetzt drastisch verschoben. Vor zehn Jahren hat Google im Schnitt einen Besucher für jede zweite erfasste, gescrapte Seite geschickt. Heute sind es noch ein Besucher für 18 gescrapte, besuchte

[03:26] Seiten. Also neunmal weniger. Der Grund, die neuen AI-Overviews, also die KI-Überblicke, die sollten in Deutschland inzwischen eigentlich jeder haben. Das heißt, du tippst da deine Suchphrase ein und dann kommt erst mal diese KI-Zusammenfassung und dann kommen erst die Treffer, die blauen Links. Was machen die Überblicke? Die fassen Inhalte aus Websites zusammen, präsentieren die direkt in den Suchergebnissen. Nutzer bekommen also Antworten, ohne überhaupt zu klicken. Und das hat massive Folgen. Laut internationaler Studien sank die organische Klickrate, also der klassische SEO-Traffic, also nicht bezahlte Anzeigen, sondern der organische Klick, von rund 4% auf nur noch 0,6%, ein Rückgang von 84%. Auch bei den bezahlten Anzeigen sieht es nicht besser aus. Die Klickrate international gesehen im Suchmaschinen-Ranking also sehr viel von 17,2% auf 6,6%. Also das sind 60% weniger. Nochmal, die Werte stammen zwar aus internationalen Untersuchungen, auch nicht branchenspezifisch automobil, aber der Trend zeigt auch hierzulande deutlich, dass das passiert und der wird sich auch weiter verschärfen, ganz klar. Jetzt ist es natürlich

[04:54] auch so, Google monetarisiert diese neuen KI-Antworten weiter über Anzeigen. Die sind ja auch nicht doof und verzichten in Zukunft auf das Google Ads, also das Anzeigengeschäft. Aber die ursprünglichen Content-Ersteller, also auch Händler-Websites, bleiben da außen vor, was den organischen Traffic so angeht. Der Traffic verschwindet und die Einnahmen fließen zu Google. Ja, Google, die Standardsuche. Was mit diesen KI-Überblicken begonnen hat, das wird jetzt nach und nach zum Standard. Und zwar nach den KI-Overviews, KI-Überblicken, kommt der sogenannte AI-Mode oder der KI-Modus in Deutschland. Google hat diesen Modus nicht mehr nur als Testlauf in den USA und Indien, sondern jetzt auch seit Herbst 2025 auch in Deutschland ausgerollt, beziehungsweise ist aktuell noch dabei. Das kann man aber auch sich ansehen, wenn man einfach google.com slash AI eingibt. Dann kommt man auch direkt dahin, ohne dass der schon ausgerollt sein muss. Nutzer bekommen in diesem Modus keine klassische Liste mehr mit den blauen Links, die wir so kennen, sondern im Endeffekt nur noch ein großes Antwortfeld. Du hast oben den Suchschlitz und unten kommt die Antwort, indem die KI-Inhalte aus verschiedenen Quellen zusammengefasst werden und direkt präsentiert werden. Und das ist auch

[06:22] ganz spannend, wenn man das macht, weil von ChatGPT, OpenAI kennt man das ja auch so nachgedacht für so und so viele Sekunden. Das sieht man da auch. Und dann sieht man noch ganz kurz, wie viele Websites innerhalb von Sekunden da besucht werden, um die Antwort zu generieren. Das sind Hunderte teilweise. Das ist wirklich echt krass. Und das verändert eben alles. Denn die bisherigen organischen Treffer, also die, die deine Besucher auf deine Händler-Website bringen sollten, die rücken jetzt weit nach unten oder verschwinden halt eben komplett aus dem sichtbaren Bereich. Selbst bei Suchanfragen wie VW, ID, 4, Probefahrt Hannover, sieht der Nutzer oft gar keine Links mehr, wenn man in dem AI-Mode ist, sondern nur noch eine KI-generierte Zusammenfassung mit möglicherweise ein paar Anzeigen daneben.

[07:16] Das ist im Moment noch im Testing. Google schraubt da quasi auch noch, wie es jetzt genau ausgerollt wird. Nun, der Klick auf eine Händler-Website, der wird da eben zur Ausnahme. Und der Traffic-Collapse, so nenne ich das, der beschleunigt sich halt massiv. Was vor ein paar Monaten noch wie ein Test aussah, das ist heute halt schon echt Realität. Und das markiert irgendwie schon einen Übergang in diese von mir sogenannte Post-Traffic-Ära. Ja, bei dem Thema Google muss man natürlich auch definitiv das Thema für den Autohandel, was da hinzukommt, das Thema Google-Vehikel-Ads nennen. Definitiv. In Deutschland sind die zwar kurioserweise immer noch in der Beta-Phase, aber einige Händler, die testen das ja bereits auch durchaus sehr erfolgreich.

[08:08] Und es gibt diverse Agenturen inzwischen am Markt, die das auch organisieren, dass wer noch nicht in den Google-Vehikel-Ads nennen ist, da reinkommt. Beziehungsweise, wenn man schon, wenn man auch ein relativ großer Händler ist, kann man sich theoretisch auch an Google direkt wenden. Ja, dieses Anzeigenformat ermöglicht es ja, Fahrzeuge direkt in der Google-Suche oder im Shopping-Umfeld zu präsentieren. Mit Bild, Preis, Marke, Modell, Kilometerstand und letztendlich einer direkten Verlinkung auf die Fahrzeugtrefferseite. Für die Nutzer ist das praktisch. Machen wir uns nichts vor. Die sehen verfügbare Fahrzeuge direkt in den Suchergebnissen, ohne auf eine Händler-Website oder eine Plattform klicken zu müssen.

[08:56] Oder Autobörse, ohne irgendwelche namentlich zu nennen. Da müssen die halt nicht mehr klicken und suchen. Für dich als Händler bedeutet das, da ist ein neuer, potenziell sehr wirkungsvoller Marketing-Kanal, der die Customer-Journey auch durchaus ein bisschen verändert, weil man von Google direkt, da werden mehr Suchen stattfinden, die konkreter sind als früher. Aber gleichzeitig begibt man sich da definitiv in der Abhängigkeit von Google. Denn auch das ist klar, Google wird diese Vehicle-Ads, die ja super neu sind quasi in der Beta, künftig noch stärker in seine KI-basierten Suchoberflächen integrieren. Das bringt zwar mehr Sichtbarkeit, aber ich gehe davon ganz stark aus und Branchenkenner gehen da auch von aus, das wird zu höheren Kosten führen.

[09:54] Grundsätzlich, wer da früh bei ist, und das kann ich nur jedem empfehlen, jetzt früh dabei zu sein, der sichert sich einfach Wettbewerbsvorteile, Erfahrungswerte. Der kann damit experimentieren, da hat man Wettbewerbsvorteile. Wer da wartet, riskiert meiner Meinung nach, dass die Klickpreise, also der Kost per Klick, später explodieren, sobald das Format flächendeckend ausgerollt ist. Neben Google haben wir ja noch einen anderen Player, der noch gar nicht so alt ist, aber das Internet aufräumt wie kein zweiter, ist OpenAI mit ChatGPT. Oder OpenAI ist das Unternehmen hinter ChatGPT, aber das sollten auch die meisten ja inzwischen wissen. Auch hier verschiebt sich das Nutzerverhalten dramatisch. ChatGPT entwickelt sich von einem reinen Dialogsystem, Frage, Antwort, hin zu echter Suchmaschine, weil viele stellen da ja schon konkrete Fragen rein.

[10:52] Und perspektivisch, ChatGPT, da vergeht ja auch kaum irgendwie eine Woche oder einen Monat, wo ein Update kommt. Perspektivisch entwickelt sich das ja zu einem KI-Assistenten und der liefert Antworten, zum Teil ohne Quellen zu verlinken, zum Teil hast du noch eine Quellangabe, aber das ist ja super zurückhaltend. Jetzt mal so ein paar Eckdaten dazu noch. Vor einem halben Jahr bekam eine Website im Schnitt einen Besucher für 250 gelesene Seiten. Das ist so eine Messzahl. Also ChatGPT OpenAI hat für 250 Seiten quasi einen Klick generiert auf eine Seite. Ja, das war vor gut einem halben Jahr. Heute liegen wir da bei Messwerten von 350 zu 1, 900 zu 1 und steigend.

[11:46] Das heißt, die Inhalte von euch, die werden zwar alle gelesen, aber es wird nicht mehr weitergeleitet. Die Menschen wollen keine Links mehr klicken, weil die bekommen ja sofort eine Antwort. Und da muss man jeder auch mal überlegen, wie er selber da so agiert. In der Antwort ist ja erstmal fein und dann wird gar nicht mehr auf die Website geschaut. Das ist natürlich schön praktisch und einfach. Parallel baut OpenAI aber gerade wirklich ein eigenes Ökosystem im Web. Und da ist jetzt vor kurzer Zeit ein komplett eigener Browser namens Atlas entstanden. Der ist in Arbeit, der ist jetzt ausgerollt. Und da hat man auch im Endeffekt einen Suchschlitz.

[12:33] Und die ersten Tests mit den Sponsored Answers, so nennen die das, die laufen bereits. Also das geht um bezahlte Erwähnungen. Da wird es ja wirklich spannend, denn das Ziel ist ja klar. Erstmal müssen die alle Geld verdienen, die KI-Systeme. Also das muss man vielleicht wissen. OpenAI verbrennt aktuell wirklich Millionen, ich glaube sogar am Tag, für den Betrieb von Chatschipity. Weil das so entwicklungs- und energieintensiv ist, was da läuft. Die müssen monetarisieren, ganz klar. Was die aber langfristig bauen wollen, die wollen schon ein eigenes, am liebsten natürlich geschlossenes System mit eingebauten, integrierten Werbeformaten, ähnlich wie bei Google.

[13:22] Marken können sich dann gezielt in KI-Antworten positionieren. Mit neuen Abrechnungsmodellen, Cost per Click, Cost per View. Da muss man auch noch sehen, da ist die Branche sehr uneins, wie das monetarisiert wird. Aber da muss man echt gucken, was da passiert. Damit entsteht quasi ein zweiter Markt neben Google. Ein KI-basiertes Werbe-Ökosystem, in dem Sichtbarkeit gekauft oder erarbeitet werden muss. Früher ging es darum, bei Google auf Seite 1 zu landen. Kleiner Exkurs. Man kennt alle noch die Zeit, bevor es Google Ads gab, da war es wichtig, ich will auf Seite 1 sein. Dann kamen die Google Ads und der Wettbewerb verlagerte sich dann gegen Geld auf die begehrtesten ersten fünf Werbeplätze oben.

[14:15] Tja, und in Zukunft, da geht es nicht mehr um Seiten oder Plätze, sondern um den einen Moment in der Antwort. Wer in der KI-generierten Antwort erscheint, sei es organisch oder als gesponserte Erwähnung, gewinnt die volle Aufmerksamkeit des Nutzers. Das ist der sogenannte One-Answer-Moment. Und genau dort entsteht der nächste Preisdruck. Unternehmen werden künftig dafür bezahlen, in dieser einen entscheidenden Antwort stattzufinden. Sichtbarkeit wird damit immer knapper und damit teurer und strategisch wichtiger als je zuvor.

[14:51] Tja, welche, da haben wir natürlich Hausaufgaben, Sichtbarkeit in der KI-Welt. Wenn der Klick auf die Website verschwindet, dann zählt künftig nur eins, wie oft deine Marke in den KI-Antworten vorkommt. Nicht mehr, wie viel Besuch hat meine Website, sondern wie oft nennt KI meine Marke. Das neue Paradigma lautet also Mentions are the new likes, Links. Also Erwähnungen sind die neuen Links und die Erwähnungen sind so wichtig oder wichtiger als der Traffic. Damit Händler-Websites in KI-Modellen überhaupt noch als relevante Quellen gelten, müssen ein paar technische Grundlagen echt stimmen. Erstens, die Bing-Optimierung, die Suchmaschine von Microsoft, viele KI-Systeme, allen voran ChatGPT, greifen auf Microsoft Bing als Datenquelle zu.

[15:45] Nur wer auf Google optimiert, verschenkt Sichtbarkeit. Ganz klar, ChatGPT baut zwar neben Bing auch den eigenen, ich sag mal, den eigenen Datenstamm auf, aber Bing ist da immer noch eine wichtige Datenquelle. Ich möchte das nur erwähnen, um keinen Fehler zu machen. Zweitens, OpenAI-Searchbot, den kann man steuern und den sollte man richtig steuern. Wie gesagt, OpenAI baut einen eigenen Suchindex auf und in der sogenannten Robots-TXT, das ist quasi auf der Website eine kleine Textdatei, eine Steuerdatei für Suchmaschinen. Da kannst du gezielt festlegen, welche Inhalte freigegeben oder ausgeschlossen werden.

[16:31] Da kannst du also bestimmen, welche Inhalte deiner Marke in KI sichtbar werden. Drittens, und das ist echt wichtig, JavaScript-Inhalte sichtbar machen. Viele Websites, auch Händlerseiten, die laden wichtige Inhalte wie Fahrzeugdaten und Bewertungen dynamisch nach. Jetzt muss man wissen, die Crawler, die KI-Crawler, die die Seiten durchsuchen, die können die oft gar nicht lesen. Also wenn du willst, dass deine Fahrzeuge und die Inhalte von KI-Modellen oder KI-Websites, dass die da auftauchen, ja, die müssen auch ohne JavaScript zugänglich sein, die Websites. Das ist echt relevant. Also da muss man wirklich nochmal gucken. Das sind auch Hausaufgaben, wo ich sagen würde, das ist nicht mehr nice to have.

[17:21] Das ist Mindestvoraussetzung. Da muss man echt dran, um in diesem neuen KI-Ökosystem überhaupt noch stattzufinden. Ja, wenn der digitale Klick verschwindet, dann gewinnt das reale Kundenerlebnis an Bedeutung. Und hier hat der Autohandel echt einen Vorteil. Du bist ja physisch präsent, erlebbar, regional verwurzelt, meistens mit einer 10, 20, 35, 50, 100-jährigen Historie in dem Unternehmen. Und da ist das Konzept des Local Hero, das ist genau richtig. Das Autohaus als erste Adresse für Mobilität in seiner Region.

[18:06] Und ich kann das gar nicht oft genug hervorheben, wie relevant und wichtig das ist. Und da werden so viele Chancen da draußen vergeben, um da auch nicht nur als Verkäufer, sondern als Teil der aktiven Gemeinschaft irgendwie wahrgenommen zu werden. Ja, wie geht denn das? Ich habe hier mal zwei, drei Gedanken dazu. Da gibt es so einen tollen Marketing, amerikanischen Marketing-Sprech, das Community Piggybagging. Community Piggybagging. Heißt so viel wie, setz auf lokale Netzwerke, Oldtimer-Clubs, E-Mobilitätsinitiativen, Sportvereine, Fahrschulen, Unternehmerstammtische. Wer echte Mobilitätsbedürfnisse unterstützt, der wird automatisch sichtbar, on- und offline.

[18:55] Erlebnisse schaffen. Physische Events sind ja wirklich nichts Neues, aber die erzeugen gleichzeitig organische Reichweite. Das passiert ganz natürlich über Social Media, WhatsApp, Stories, Fotos. Ich habe ein Beispiel, das ist jetzt relativ groß, aber das zeigt es ganz schön. Die Edel-Luxus-Marke Brabus, die die Mercedes nochmal High-End von AMG und so, ja, exklusiver machen. Und die haben einmal im Jahr, machen die eine Modenschau, wo Autos inszeniert werden. Da fahren die Autos in der Mitte über den Laufsteg. Das Ergebnis, die machen damit über eine Milliarde Sichtkontakte weltweit. Die Leute sprechen über sowas.

[19:41] Übertragen auf dein Autohaus heißt das natürlich, mach deinen Showroom zu einem Erlebnisraum. After-Work-Abende, die Girls' Days, die jedes Jahr stattfinden. Kümmert euch um den Nachwuchs an der Stelle. Oder E-Mobilitätsworkshops. Solche Momente, die schaffen doch Gesprächsstoff und Vertrauen. Denn Vertrauen wird definitiv eine neuen Währung. Denn je mehr Antworten von KI-Systemen kommen, desto wertvoller wird die persönliche Betreuung. Und Menschen wollen nach wie vor den direkten Kontakt und die wollen persönliche Beziehung. Gerade beim Thema Automobil. Ja, wir erleben gerade tiefgreifendste Veränderungen des digitalen Marketings seit dem Übergang von Offline zu Online.

[20:32] Meiner Meinung nach Suchmaschinenverkehr, wie wir ihn kennen, der stirbt. KI-Systeme übernehmen die Rolle von Informationsquellen komplett und die verändern wirklich dramatisch die Spielregeln für Sichtbarkeit und Markenführung. Für dich als Händler bedeutet das drei zentrale Handlungsfelder, meiner Meinung nach. Reagieren, vom Reagieren zum Agieren. Warte nicht auf den Traffic. Nutze zum Beispiel Micro-Audiences, also Mini-Zielgruppen-Targetings und spreche die gezielt an. Digitale Pflicht, KI-Siegbarkeit sichern, die technischen Grundlagen erfüllen. Dann schauen, dass man in Social Media und Co. erwähnt wird und nicht einfach auf die Klickrate achtet.

[21:17] Deine Marke muss in den Antworten vorkommen, nicht nur in den Suchergebnissen. Ja, die lokale Kür, ich sag mal, die Rückkehr zur physischen, starken Marke. Werde zum Local Hero. Ich predige das seit Jahren.

[21:34] Scheinbar kommt das nicht so richtig an, aber du musst Vertrauen aufbauen. Vernetze das reale Erlebnis mit deiner digitalen Kommunikation. Denn die nächsten, ich sag mal so, zwölf bis 18 Monate, die entscheiden. Was heute noch wie eine Zukunftsvision klingt, wird in rasanter Geschwindigkeit Realität. Glaubt mir, das ist irrsinnig, was da draußen gerade passiert und was da vorbereitet wird. Wer jetzt reagiert, pulsioniert seine Marke im KI-Zeitalter. Und wer die neuen Spielregeln zuerst versteht, der wird morgen gewinnen und der wird dabei sein. Ja, Leute, das sind so meine Botschaften, die ich zusammengetragen habe.

[22:20] Da habe ich zuletzt auch einen Vortrag zugehalten und mir war es wichtig, dass das auch mal so in die Breite geht. Ich hoffe, es war eigentlich so technisch und ihr konntet folgen. Von daher, ich bin Tim Klötzing und ja, das Ende der Händler-Website ist nicht das Ende des Handels. Also von daher, auf geht's. Ich sage tschüss, macht's gut da draußen und bis bald. Danke fürs Zuhören.
