# Frank Fichert, Praxis-Verkaufstrainer und Geschäftsführer der Sales Quality

URL: https://www.tim-kloetzing.de/podcast/benzingespraeche/192-frank-fichert-praxis-verkaufstrainer-und-geschaeftsfuehrer/
Reihe: Benzingespräche
Folge: 192
Datum: 06.08.2026
Dauer: 43 Min
Gäste: Frank Fichert

## Worum es geht

Warum ist der Autokauf ein Erlebnis zum Vergessen? In dieser Folge spreche ich mit Frank Fichert, Verkaufstrainer und Branchenkenner, über die bittere Wahrheit hinter enttäuschenden Autokauf-Erlebnissen. Wir nehmen kein Blatt vor den Mund: Warum klappt der Autoverkauf so oft nicht – und ist wirklich immer der Verkäufer schuld? Gemeinsam tauchen wir tief ein in die Herausforderungen des Autohaus-Alltags, räumen mit Vorurteilen auf und zeigen, wie Führung, Motivation und Organisation den Unterschied machen. Ich teile meine eigenen Erfahrungen als Kunde und Brancheninsider und frage nach, was sich grundlegend ändern muss, damit Autohäuser wieder begeistern. Zwischen ehrlichem Austausch und klaren Worten bleibt eines im Fokus: Es geht um Menschen – und um die Zukunft einer Branche, die sich neu erfinden muss. Reinhören lohnt sich für alle, die echte Einblicke und Impulse für die mobile Zukunft suchen. Frank fichert auf LinkedIn: <https://www.linkedin.com/in/frank-fichert-sales-quality/> Sales Quality Website: <https://www.sales-quality.de/>

## Links aus der Folge

- [www.linkedin.com/in/frank-fichert-sales-quality](https://www.linkedin.com/in/frank-fichert-sales-quality/)
- [www.sales-quality.de](https://www.sales-quality.de/)

## Zum Thema

[Websites für Autohändler](https://www.tim-kloetzing.de/wissen/websites-fuer-autohaendler/)

## Passende Beratung

[Marketingberatung: Website-Projektlotse](https://www.tim-kloetzing.de/marketingberatung/website-projektlotse/)

## Gespräch als Text

Automatisch erstellte Abschrift, Namen abgeglichen.

[00:00] Benzingespräche. Der Branchen- und Personality-Talk der deutschen Automobilwirtschaft. Der Podcast für und mit Menschen aus der deutschen Automobilbranche, die etwas zu sagen haben. Wir teilen die Liebe zum Automobil in persönlichen Erfolgsstories, die es wert sind, erzählt zu werden. Es geht um neue und verschiedene Blickwinkel auf die Autobranche und persönliche Meinungen zukünftiger Geschäftsmodelle und Mobilitätskonzepte. Vom prüfenden Blick in den Rückspiegel bis zur spannenden Aussicht mit Fernlicht in die mobile Zukunft. Ich bin Tim Klötzing, Experte der deutschen Autobranche, Content Creator und freier Automarketingberater. Herzlich willkommen zurück bei den Benzingesprächen und heute wird nicht lang gefackelt, heute wird direkt begrüßt und zwar herzlich willkommen Frank Fichert, Praxisverkaufstrainer und Geschäftsführer der Sales Quality. Hallo Frank.

[01:02] Hallo Tim. Da sind wir mal, ne? Ja. Wir kennen uns schon so lange. Ja, genau. Ja, wir kennen uns, wir haben ja letztes Mal im Vorgespräch darüber gesprochen, wir kennen uns schon so lange und sind so häufig über den Weg gelaufen und haben auch immer irgendwie einen Plausch gehalten. Da wird jetzt einfach mal Zeit und da mich ja auch eine gewisse Frage bewegt, um die es nachher geht und du gesagt hast, das ist eine gute Frage, haben wir gesagt, das nehmen wir mal auf. Ja. Und erst mal vorab, ich hoffe, dass ich heute aus dem Podcast rauskomme, ohne ein Auto gekauft zu haben. Ja, ist ja nun mal. Ich durfte raus, oder was? Ja, ich hörte, du wärst ganz gut da drin. Also so gut, dass du auch anderen Menschen das beibringst.

[01:51] Ja, gut. Die einen sagen so, die anderen sagen so. Die einen sagen, Trainer sind Leute, die es in der Praxis nicht geschafft haben und jetzt anderen die Theorie vermitteln. Und die anderen sind bereit, ist ja mal vielleicht zu schauen, was kann ich mitnehmen und gehen im Zweifelsfall nicht dümmer aus dem Gespräch raus. Ja, aber in der Vergangenheit hat das ganz gut funktioniert und das ist auch der Grund, warum ich das Ganze mache. Ja. Ja, also ich bin eigentlich, also wenn ich ein Auto suche, bin ich echt eigentlich ein total einfaches Opfer, weil ich eigentlich genau weiß, was ich will. Und Anfang letzten Jahres war es so weit und da habe ich auch mal bei LinkedIn über meine Odyssee durch den Autohandel auch mal berichtet. Man will es ja nicht glauben, aber es war nicht schön. Und dann hat sich Gott sei Dank aus meinem Netzwerk jemand gemeldet und mich freundlich in den Arm genommen und glaube ich, dann auch echt keinen schweren Job gehabt. Also. Ja. Aber das ist vielleicht genau der Punkt, dass manchmal die Autoverkäufer auch aufgrund so ein bisschen der gemachten Erfahrung davon ausgehen, der Kunde weiß, was er will und braucht und ist dann damit gleichzeitig auch schon kaufbereit. Und dann kommen auch andere Hürden und Hindernisse dazu, aber ich glaube, da reden wir später drüber.

[03:10] Ganz genau. Der Spoiler ist, wir reden über ein mindestens 20 Jahre altes offenes Geheimnis der Autobranche. Okay. Ja, auf jeden Fall. Ich hoffe doch. Aber der übliche Rahmen. Erstmal Blick in den Rückspiegel. Bevor wir da einsteigen, bitte stell dich doch mal den Hörern vor. Wer bist denn du eigentlich? Ja, also die, die ich noch nicht kenne, die haben was verpasst, wollte ich gerade sagen, aber Spaß bei seid. Nein, nein, nein. Also ja, ich bin der Frank, Frank Fichert, bin Verkaufstrainer für den Autohandel. Und ich habe nicht als Verkaufstrainer angefangen. Ich habe eine Ausbildung gemacht zum, jetzt muss ich kurz überlegen, wie das hieß. Arbeitsvermittler war es nicht. Also irgendwie beim Arbeits am Dresden habe ich eine Ausbildung gemacht zum Fachangestellten für Arbeitsförderung. So hieß es. Genau. Ist schon zu lange her. Also öffentlicher Dienst. Und da habe ich dann auch ein Jahr gearbeitet. Man muss sagen, das war nicht so ganz meine Welt. Und mein Schwager hat das, glaube ich, erkannt. Der kam damals mit der Sächsischen Zeitung. Ich bin Ossikind, also wir haben in Dresden gewohnt. Und hat dann gesagt, du, die suchen da irgendwie einen Autoverkäufer von Stuttgart mit Zertifizierung.

[04:28] Ich war 19 Jahre alt. Ich habe das nicht wirklich verstanden, aber ich habe irgendwie verstanden, Autos und Verkaufen klingt cool. Ich bewert mich. Und dann habe ich mich gewohnt. Und dann haben die mich trotzdem eingeladen. Und dann sind wir damals hingefahren mit meiner damaligen Freundin mit meinem Schwager. Sind wir dann in den Stuttgarter Osten gefahren. Und als Ostdeutscher kannte ich eigentlich fast nur neue Autos. Und da kommen wir da hin, im Stuttgarter Osten war ein Autohaus, was nicht so neu aussah. Und ich habe so gedacht, boah, da fange ich niemals an mit arbeiten. Wartet fünf Minuten, wir fahren wieder heim. Auf dem Parkplatz umgezogen. Und dann da hochgestiefelt. Und dann haben sie zwei Stunden gewartet. Und dann habe ich zu meiner damaligen Freundin gesagt, wir ziehen auch. Mal gucken, ob wir die Tick kriegen, aber wir ziehen auch. Und ich bin dann erst mal vorausgezogen. Sie ist dann nachgezogen. Und ja, dann habe ich angefangen als Autoverkäufer. Und am Anfang lief das nicht ganz so wie gedacht. Ich hatte viele Gespräche, aber wenig Abschlüsse. Und jeder, der im Vertrieb arbeitet, weiß, das ist auf lange Sicht schwierig.

[05:31] Okay, ja, also gegenüber dem Arbeitgeber wahrscheinlich, aber auch sich selber gegenüber. Ja, ist so. Und ich muss sagen, ich habe in einem Wettbewerbsumfeld gearbeitet, wo ich in der Form selten wiedererlebt habe, wirklich Top-Verkäufer. Also wir waren die beste Filiale mit dem besten Umsatz und Ertrag. Und da waren Verkäufer, das waren Haifischbecken. Die waren auch cool. Die haben am Feierabend immer erklärt, warum ich jetzt diesmal nicht den Auftrag bekommen habe, warum sie mir den Kunden geklaut haben. Und dann kannst du ja wieder daraus lernen und du gehst dann drunter. Und ich hatte auch das Glück, ich wurde unterstützt von meinem damaligen Verkaufsleiter. Liebe Grüße an der Stelle, falls er das hört. Er ist jetzt noch im Autohandel. Wir hatten vor kurzem auch Kontakt über LinkedIn. Und ihm habe ich auch sehr viel zu verdanken. Und ich habe damals dann auch angefangen, Bücher zu lesen.

[06:21] YouTube gab es noch nicht, Podcast gab es noch nicht. Und angefangen auch die Gespräche zu analysieren, was funktioniert, was funktioniert nicht. Und mit der Zeit ist dann irgendwann mal der Groschen gefallen. Und dann war es Tatsache so, um das ein bisschen abzukürzen, dann gehört es zu den Top 3, Top 4 Verkäufern, einer Handelsgruppe mit 16 Betrieben. Und das lief auch viele Jahre gut. Ich war dann später Ein- und Verkaufsleiter, Assistent der Geschäftsführung. Aber dann war es so, ich weiß es gar nicht mehr genau, ob meine dann Frau, also jetzt immer noch Frau, also es war nicht die, mit der ich umgezogen bin. Ja, wir sind noch gut miteinander in Kontakt. Aber das hat mich gehalten. Und ich glaube, sie hat einen passenden Deckel gefunden. Ich habe meinen gefunden. Und da war dann, glaube ich, genau, ich glaube, meine Frau war schwanger. Und dann meinte sie, ich weiß nicht, ob das für dich in die richtige Richtung läuft, reflektiere das mal. Du verdienst ganz gutes Geld, aber du bist, auch wenn du körperlich zu Hause bist, auch mental oft nicht da. Und wir hatten damals die Situation, dass wir ein Geschäft, ich habe einen Geschäftsführerangestellten, von dem habe ich ursprünglich viel gelernt. Bin ihm auch für viele Dinge sehr dankbar. Aber hat das Unternehmen mit sehr viel Druck und sehr aggressiv geführt. Und das hat halt immer wieder dafür gesorgt, dass dann Leute zusammengestaucht wurden. Und dann bin ich eingesprungen und habe dagegen gehalten und so. Und irgendwann habe ich mir die Frage gestellt, will ich das weiter? Und wenn ich das nicht mehr will, wo geht es denn dann für mich hin? Und dann war mir aber wichtig, und das mag ich noch ganz kurz sagen, Tim, ich hoffe, das wird nicht zu viel

[07:49] Monolog, war es mir wichtig, mit der Situation umzugehen. Weil ich dachte, wenn ich vielleicht irgendwo hingehe und diese Situation nicht löse, könnte es ja wieder auftauchen, so ein Problem mit einem Vorgesetzten. Und das wollte ich nicht. Ich wollte nicht, dass ich vielleicht die Ursache des Problems bin und merke das gar nicht. Habe ich damals in Persönlichkeitscoaching investiert, viel Geld damals, also jetzt immer noch, damals 5000 Euro, aber war schon ein Sprung für mich. Mittlerweile habe ich, keine Ahnung, locker um das 15-fache investiert oder so, aber damals war es der erste Sprung so. Habe gelernt, mit der Situation und mit der Person umzugehen. Und dann war es tatsache so, habe ich dann gedacht, nee, will ich nicht mehr. Ich mache eine Trainerausbildung. Dieses Wissen vermitteln, was mir vermittelt wurde, hat mir viel Freude gemacht. Ich war bei Quertensteiger, Ninioverkäufern und so weiter und wollte dann lernen, wie vermittelst du Wissen. Habe das nebenbei gemacht.

[08:38] Mein Chef hat gedacht, ich mache jedes zweite Wochenende Halligalli. Dabei war es eine Fortbildung. Super. Naja, gut. Und dann habe ich halt irgendwann die Klamotten hingeschmissen, hatte ein halbes Erkündigungsfrist und derzeit haben sie mir tatsache noch seinen Posten dann angeboten. Aber dann war es schon rum. Und jetzt machen wir das neun Jahre. Wir, das ist ein kleines Team, ein kleines feines Team. Wir waren gerade zusammen Mittagessen, haben so die letzten Erfolge mal gefeiert, weil oft ist es so, wenn es als Trainer funktioniert, bist du viel unterwegs, hast viele Coachings und so weiter und dann sehen wir uns gar nicht so oft. Und just heute Mittag haben wir uns mal Zeit genommen. Zwei Stunden waren wir beim Italiener um die Ecke, was leckeres trinken, was leckeres Essen. Sehr schön. Und haben mal so ein bisschen einfach mal so genossen, dass es gut ist, zusammen zu sein, zusammen zu arbeiten und das, was wir schon so erreicht haben. Genau. Und das machen wir jetzt im neunten Jahr, den Verkaufs-, den Handel unterstützen, vor allem die Verkäufer und Verkaufsdaten. Punkt. Okay. Punkt. Und in dieser schönen Grundstimmung, in der du dich so befindest und heute kann man den Podcast hören und ja auch sehen, treffen wir dich also an, strahlenderweise. Und ich habe eine gewisse Frage. Also der, es ist eine Frage, die mich total lange bewegt und die ich schon immer, sagen wir mal so, hier und da habe ich mit Sicherheit schon ein paar Leuten gestellt, weil immer wenn man auf Events ist, du triffst Geschäftsführer, Verkaufsleiter, Verkäufer, was auch immer. Und häufig poppt das Thema

[10:07] irgendwie auf, aber dann spricht man so ein bisschen drüber und dann ist eigentlich so, ja, ja, ist ein offenes Geheimnis und irgendwie keine Ahnung, wie das geregelt wird. Ich mache das mal, also ich als Ruhrgebietler, ich mache das mal ein bisschen platt und konfrontativ. Mal gucken, wer mich danach zerfleisch. Warum funktionieren Autoverkäufer nicht? Und warum ist der Autoverkauf sehr, sehr häufig ein Erlebnis zum Vergessen? Also erst mal ist es traurig, dass du das so schilderst, aber es ist leider etwas, was man häufig verliest und mitbekommt. Und wenn wir auch gelegentlich, das machen wir nicht ständig, wir haben das jetzt von den größeren Kunden gemacht, zu den langjährigen Kunden, haben wir mal ein paar Testkäufe gemacht und da habe ich gedacht, komm, dann machen wir es gleich übergreifend, nicht nur für diesen Kunden, sondern viele Autoren, ich will da wissen und dann machen wir einen kleinen Ratgeber draus, das meistens macht dann so ein Riesending draus. Und da ist tatsächlich so, auch wenn du merkst, wie sie mit den Online-Anfragen umgehen, das ist teilweise gruselig. Aber ich verstehe voll, was du meinst und ich mag eine sehr einfache Sprache da auch, weil das ist auch das, was bei den Menschen einfach ankommt. Und wenn du sagst, warum funktionieren die nicht, schlagen bei mir zwei Herzen. Das eine ist so, wenn du dieses Wort funktionieren benennst, dann denke ich automatisch an den Begriff Human Resources. Das heißt also, ja, natürlich,

[11:32] ein Mitarbeiter muss funktionieren, hat eine Aufgabe, hat einen Auftrag und das gilt ganz besonders für die, die unmittelbar Einfluss darauf haben, was der Kunde für Geld ausgeht, also für Verkäufer. Aber eine Ressource, ein Mensch als Ressource zu bezeichnen, vergisst manchmal den Mensch dahinter. Ich weiß, dass du das nicht so meinst, das will ich dir auch gar nicht unterstellen, aber genau das ist ja das, was den Kunden auch oft fehlt, wenn die eine Anfrage stellen oder Interesse bekunden, dass sie das Gefühl haben, der sieht mich gar nicht aus. Mensch, was ich will, ja? Und das ist ein Problem. Und das Problem mit dem, warum in Anführungszeichen funktioniert der Verkäufer nicht, ist ein flächendeckendes Problem und zum großen Teil selbst verursacht. Und das ist aber viel vielschichtiger. Du kannst nicht einfach sagen, das sind die Leute, die keinen Bock haben. Die gibt es auch. Es gibt Autoverkäufer, die haben einfach keine Lust.

[12:34] Wo ich mir dann denke, warum, Gottverdammt, bist du in den Vertrieb gegangen? Du wärst doch besser gewesen in der Buchhalter, aber vielleicht hapert es dann daran, mit den Zahlen umzugehen. Und genauso gibt es auch Autoverkäufer. Wir hatten gerade jetzt die Tage, hatten wir Jendrik Schwede, der Sterneverkäufer, vielleicht kennst du ihn über Instagram, hatten wir zum Interview bei uns hier im Büro. Und das ist so ein Verkäufer, er ist mir sehr, sehr sympathisch, ein total bodenständiger Typ. Und er sagt, weißt du, Frank, der kam hier auch nicht mit, Rolex aufgetreten und so weiter und so fort. Und er sagt, ich gucke einfach, ich würde gerne immer wissen, kannst du mir vielleicht noch einen Tipp geben, wo kann ich noch mehr rausholen? So, und das ist aber ein Typ, der macht schon 250 Einheiten im Jahr. Die gibt es halt auch. Und um deine Frage zu beantworten, ich habe das hier gerade noch kurz bevor wir den Podcast eingeschaltet haben, habe ich das gefunden. Schau mal, wir haben bei der BFC, die machen ja immer so Projektstudienarbeiten für die Studenten, loben die aus. Und da hatte Silvia gerne mich angerufen, letztes Jahr irgendwann war das. Er hat gesagt, du, Frank, willst du vielleicht da auch dich bewerben mit so einer Arbeit? Weil das sind ja normalerweise Autoräuser.

[13:40] Und da sage ich, Silvia, das wusste ich gar nicht, das ist auch kein sozial. Aber du machst doch Automotive, du bist quasi auch Autohandel. Mach das mal. Hast ein Thema. Ich sage, ich habe ein Thema. Ich sage, das Thema, was mich beschäftigt, ist, dass der Fokus auf dem Vertrieb verloren gegangen ist. Verkäufer machen heute alles, aber die geringste Zeit verbringen sie mit dem Kunden. Und das ist eine riesen Herausforderung. Und am Ende, wir haben es gerade schon gesagt, ist der Verkäufer ja auch ein Mensch. Und der ist ja selber, genauso wie du, genauso wie ich, genauso wie die Zuhörer hier gerade, ist ja jeden Tag den Nachrichten auch in gewisser Weise ausgeliefert. Du machst das Radio an, du gehst ins Internet, du kriegst das mit. Du hast kein Vertrauen in die Politik. Du siehst, okay, wirtschaftlich wird es mit Deutschland bergab gehen. Du schaltest mal eine Woche kein Radio ein, schaltest wieder ein und schwupp, irgendwo ist wieder ein Krieg ausgebrochen. Ob dem Trump da gerade langweilig war oder ob ein anderer durchgedreht ist, völlig egal. Und das lässt sich natürlich schon ein bisschen den Glauben an die Menschheit verlieren. Und dann schwankt das so ein bisschen negativ und dann kriegst du noch mit, wie ständig Stellen abgebaut werden. Deine Kunden halten ihr Geld fester. Wenn du eine Online-Anfrage kriegst, dann sollst du als Verkäufer schnell reagieren, reagierst schnell und dann hörst du vom Kunden nichts mehr. Der große dich.

[14:53] Und Verkäufer hat heute tausend Dinge zu tun, die nicht nur mit der Verkaufsvorbereitung zu hören. Die machen teilweise Dinge, die mit dem Vertrieb wenig zu tun haben. Rechnung stellen, Rechnung prüfen. Gehörte bei uns nie dazu. Geldeingang prüfen. Teilweise fahren zur Zulassungsstelle. Ich habe Mercedes-Verkäufer im Coaching, die müssen eine S-Klasse ausgeben und haben dann selber Geld zusammengelegt, damit sie da so ein Tuch, was man drüber legt, neu kaufen können. Weil das Tuch, was sie haben, ist einfach für 17 Löcher drin und der Unternehmer, der nach außen sich groß präsentiert, ist zu geil, sich da 100 Euro auszugeben und das ist die andere Wahrheit. Und dann bearbeitest du das so nebenbei. Das ist teilweise auch selbst verursacht. Viele Verkäufer sind schlecht organisiert. Das sind dann so Dinge, die wir beibringen. Wie kannst du die Schulden auf andere schieben? Wie kannst du die Eigenfahrenden übernehmen? Wie kannst du dich selbst besser organisieren? Deinen Tag strukturieren? Deinen Kunden besser führen? Wie kannst du dich selber motivieren, wenn es mal schlecht geht? Das sind Dinge, die können wir gut.

[15:52] Das ist nicht reine Verkaufstechnik, was wir vermitteln. Aber wenn der Fokus auf den Verkauf verloren geht, dann hat jedes Unternehmen ein Problem. Und der Autohandel, glaube ich, hat in vielen Betrieben den Fehler gemacht. Die haben gesehen, es wird weniger verkauft. Also haben gesagt, kann ja der Verkäufer mitmachen. Und schwupp, wirkt ein Mädchen für alles draus, der dann auch schnell eine Ausrede findet, warum er keine Zeit hat. Manchmal ist es begründet, manchmal ist eine Ausrede. Oder Verkäufer, die müssen Unterlagen scannen, damit der Hersteller sagen kann, wir sind digital unterwegs, für den Hersteller, für die Bank die Unterlagen einscannen, macht der Verkäufer. 25, 40, 50 Seiten Leasingvertrag. Völlig verrückt. Ja, das klingt auf jeden Fall so. So, und dann kommst du als Kunde rein, Tim, und du sagst, hey, ich will doch eigentlich nur mal beraten, während ich weiß so grundsätzlich schon ungefähr, was ich will. Ja, ich will nur noch ein sicheres Gefühl und ein konkretes Angebot haben, dann kann ich mich auch für entscheiden, so wie du vielleicht unterwegs bist. Und dann triffst du da einen Verkäufer und denkst, der hat keinen Bock. Dass der aber völlig overloaded ist, dass der gar nicht weiß, wo du im Kopf stehst, dass der gerade wieder eine Reklamation hatte, weil der Herrscher ein Auto ausgeliefert hat, was noch gar nicht marktreif ist. Und der eher das ausbaden muss, dass der Kunde damit ein Problem hat, dass Navi nicht funktioniert, dass Head-Up nicht funktioniert. Und das ganze Klinbin, schau mal eine Auslieferung heute, da gibt es Verkäufer, das ist auch der falsche Weg, die nehmen sich ja 2,5 Stunden Zeit für eine Auslieferung, da hast du für nichts anderes mehr Zeit. In gewisser Weise aber verstehe ich das, wenn du sagst, ich muss doch das Ganze online connecten. Dann habe ich einen Rentner

[17:21] vor mir, der hat gar keine Ahnung, der hat vielleicht gar kein Smartphone, der weiß gar nicht, wie es in der E-Mail-Adresse lautet. Dann muss ich dem Kunden noch sagen, der wollte keine Probefahrt, aber der muss ankreuzen, dass er eine Probefahrt gemacht hat. Dann reicht es nicht, wir sind zufrieden, wir sind begeistert, sonst wird die Marge gekürzt. Das alles weiß der Kunde nicht. Nee, ich muss mit zwei Stichworten reingrätschen. Die beiden Stichworte sind Verallgemeinerung und Erwartungshaltung. Verallgemeinerung in der Frage, die ich gestellt habe, die hast du ja wunderbar auseinandergenommen mit dem Funktionieren. Da ist aber ja eigentlich noch was anderes drin. Autoverkäufer ist ja eine Verallgemeinerung. Und das ist ja pauschal erstmal nicht richtig, weil genau wie du sagst, du hast letztens bei dir jemanden gehabt, der super empathisch, sympathisch und alles ist und in Anführungsstrichen entspannt 250 Autos im Jahr verkauft.

[18:11] Mehr oder weniger entspannt. Von daher ist es Licht und Schatten. Das ist ja erstmal das Erste, was man da auch noch ein bisschen zur Ehrenrettung auf jeden Fall einbauen muss. Und das andere ist, du hast jetzt quasi so erklärt, was die Gründe sind, warum das möglicherweise bei einigen so ist. Das trifft aber ich bin ja auch schon lange in der Autobranche aktiv und ich verstehe das, was du sagst. Aber wir haben doch, ich bin ein großer Freund von Blickwinkelwechsel und wenn ich den Blickwinkel wechsle oder in mein Erlebnis gehe, ich habe als potenzieller Kunde eine Erwartungshaltung. Da steht ein großes Haus, da sind Autos drin, wow, ist ein Autohaus. Da haben wir schon mal in den Treffer für mein, für das, für das, was ich kaufen möchte.

[18:59] Genau. Und dann gehe ich ja dahin oder gehe auf die Website und habe eine Erwartungshaltung, dass mir jemand bei meinem Anliegen, Mobilität zu wechseln, ich nenne das mal ganz neutral so, nur Autos zu kaufen oder zu leasen, was auch immer, dass die mich dabei sauber unterstützen. Und dann kann es doch nicht sein, dass dieses Unternehmen und jetzt sage ich bewusst nicht der Autoverkäufer, dass das Unternehmen das nicht hinbekommt, die einzige Erwartungshaltung von dem Job, den die machen sollen, nicht zu erfüllen. Ich habe es jetzt mal anders formuliert. Du kannst aber auch, Tim, du kannst auch gerne sagen, das habe ich ja, vielleicht ist das ein bisschen zu kurz gekommen, ich möchte hier nicht alle Verkäufer flächendeckend in Schutz nehmen.

[19:48] Ich erlebe auch diese Verkäufer und das ist dann auch die Person, wo ich mir sage, Alter, warum nimmst du deinen Job nicht ernst? Das habe ich erst vor kurzem gehabt bei einem Kunden, den wir langjährig schon betreuen. Da war ich mit einem Teil der Verkäufer in dem Workshop und dann erzählte ich mir alle, dass sie keine Zeit haben. Und dann komme ich runter in der Pause und da stehen zwei an der Kaffeemaschine. Zwei Verkäufer unterhalten sich. Ich war nicht in meinem Workshop. Die kannten mich noch nicht. Einer war neu und der andere, den hatte ich noch nicht. Also das sind halt viele Verkäufer dort. Und wir begleiten die komplett und dann haben die da, wie gesagt, sich unterhalten, Kaffee getrunken, haben sie gefragt, was sie zu machen und so weiter und so fort und dann haben sie schon mitbekommen, alles klar, das Verkaufs-Trenner, die kennen wir ja, fichert, aber schon nirrt.

[20:34] Dann haben die Kaffee getrunken und dann sind die rausgegangen und dann haben sie sich später nochmal gesehen, Zigarette rauchen. Also die haben das auch nicht mal kombiniert. Und dann laufe ich nochmal ein bisschen später durchs Autohaus, will zum Geschäftsführer und sehe eine Verkäuferin, wie sie an ihrem Handy ist. Der Schreibtisch komplett aufgeräumt. Ich weiß nicht, ob sie was geschäftlich gemacht hat oder privat, aber es hat von außen nicht gestresst geübt. Und mir geht es auch nicht darum, dass die Leute per se gestresst sein müssen. Überhaupt nicht. Aber wenn mir Menschen erzählen oder auch, was ich früher schon hatte, ich hatte mich mal erkundigt bei einer anderen Marke, wo ich damals im Autohaus war für meine Frau und dann hat der Verkäufer gesagt, alles klar, ich melde mich. Da hörst du nie was. Das ist wirklich, also das ist so oft, ja, wo ich dann einfach denke, warum machst du deinen Job nicht?

[21:23] Und dann machst du den Markt, dann machst du die Kunden, dann machst du deinen Chef, dein Herrscher für verantwortlich. Nein, du machst deinen verdammten Job nicht. Ja, also hör auf, die Schuld auf andere zu schieben. Das ist die Kehrseite, das ist der andere Blickwinkel. Und du als Kunde, ich habe das auch damals gehabt, kennst du das Modo aus Bräuninger? Gibt es das bei euch in der Region? Ja, ja, klar in Düsseldorf. Ja, also genau, gibt es nicht überall. So, und da habe ich früher gerne eingekauft. Wir hatten bei uns hier auch im Bräuninger und da war auch meine Verkäuferin, die hat mich da, ich habe dann gedacht, das gibt es doch nicht und so. Ich weiß gar nicht mehr genau, was da war. Auf jeden Fall war sie ein bisschen kurz angebunden, ein bisschen unfreundlich und so und da habe ich gesagt, was das soll, ich bin hier Kunde, ich will hier einfach in Ruhe einkaufen und da hat sie sich ausgekotzt. Ich verstehe das als Mensch, ja, aber die war den dritten Samstag alleine dort. Aber ich als Kunde kann nichts dafür.

[22:10] Du als Kunde kannst nichts dafür. Und wie du es vorhin gesagt hast, da ist ja der Rahmen auch wichtig. Wie wird der gestaltet? Wie können diese Verkäufer davon wirken? Es ist beides wichtig, Rahmen und Inhalt. Und deswegen kann man nicht pausieren, menschal sagen, der Verkäufer ist schuld, das Unternehmen ist schuld. Man muss sich das genau angucken, woran liegt es? Und das ist etwas, Tim, das kläre ich auch immer am Anfang einer Zusammenarbeit, das ist etwas, was wir ganz klar, immer respektvoll, aber was wir ganz klar ansprechen. Weil wir können nicht helfen, wenn wir nicht über die Wahrheit sprechen. Und manchmal ist die Wahrheit, dass die Führung nicht führt. Manchmal ist die Wahrheit, dass der Verkäufer zu faul ist. Und manchmal ist die Wahrheit, dass der Verkäufer schon will, aber nicht kann, also müssen wir ihn befähigen.

[22:57] Ja, absolut. Was, aus deiner Erfahrung, was ist denn am häufigsten?

[23:11] Ich wünsche, ich könnte jetzt sagen, es ist das eine. Aber es ist am häufigsten der Sache eine Mischung draus, dass die Führung nicht konsequent führt. Und das ist ja auch so, wenn du in einem Unternehmen einen Verkäufer hast, die 300 Autos machen bei einem Volumenverkäufer und die Masse deiner Verkäufer macht 100, 120 und sagt, mehr geht nicht. Dann ist das ja auch etwas, was die Führungskraft erlaubt. Der Verkäufer, der 300 Autos macht, der hat einen anderen Anspruch an sich. Und der würde damit auch nicht klarkommen, wenn der nicht top organisiert wäre, wenn der nicht stringent wäre, wenn der nicht merken würde, okay, jetzt habe ich dem Kunden das Auto verkauft, ich habe das ja, jetzt halte ich nicht nur eine halbe Stunde Smalltalk, dafür habe ich keine Zeit. Der macht das trotzdem gut mit seinen Kunden, sonst würde er nicht so viele Autos permanent verkaufen.

[23:59] Aber er hat klar im Fokus, ich will Drehmoment machen, ich will erfolgreich sein. Und der andere Verkäufer oder die Masse der Verkäufer sagt dann halt, reicht mir so, okay, ich will, ich springe nur so hoch, wie ich muss. Und da ist doch die Frage, warum lässt das der Verkaufsleiter zu? Und das andere ist, geht es gar nicht um Druck. Viele Führungskräfte gucken auch nicht genau hin. Das ist ganz oft so, Tim, ich hoffe, ich hole nicht zu weit aus, aber wenn ich auf irgendeiner Automotive-Veranstaltung bin, mittlerweile sind wir im neunten Jahr im Trainergeschäft und mittlerweile kennen uns auch viele Leute, wir haben einen recht gewohnten großen YouTube-Kanal, der eine oder andere hat schon mitbekommen, dass die Arbeit, die wir leisten, nicht geschwätzt ist, sondern wirklich handwerklich sehr gute Arbeit ist.

[24:46] Also, dass wir den Handel wirklich unterstützen und das nimmt dann ab. Aber es ist häufiger noch so, wenn die Personen uns nicht kennen und dann bin ich nett mit jemandem im Gespräch und die kriegen dann raus, als ein Trainer gehen die gefühlt ein Stück zurück. Und ganz oft wird das belächelt vom Handel. Das möchte ich auch mal ganz klar so ansprechen, war gar nicht so geplant, aber es passt gut rein, dass es einige Unternehmer oder Führungskräfte gibt, die belächeln Trainer, Coaches und Berater. Aber es gibt auch viele Coaches und Berater, sorry, die das Geschäft besser im Griff hätten. Ich sage nicht pauschal, aber es sind nicht auch alle pauschal Trainer oder Coaches, die keine Ahnung haben. So, und dann haben wir auch schon erlebt, das wird heute anders ausgesiebt, habe ich am Anfang mal in einer Trainertätigkeit, dass dann der Geschäftsführer, der Verkaufsführer zu seinen Jungs sagt, ja, wenn der Fischer kommt, aber das sagt das und das nicht.

[25:31] Und das habe ich mitbekommen. Und dann sage ich, wie soll ich euch helfen, wenn wir uns gegenseitig die Unwahrheit sagen? Du musst doch wenig zu dem ehrlich sein, den du bezahlst, um dich zu unterstützen. Und deswegen, es ist eine Mischung vielleicht ein guter Punkt. Wir wären in den letzten Jahren ganz häufig wegen zwei Dingen gebucht. Das eine ist, kannst du wieder mehr Drive in unser Team reinbringen, die hängen ein bisschen durch. Und wir wollen mehr unsere Bestandskunden oder regionalen, gewerblichen Kunden nutzen, also die anrufen lassen, aber das hat bisher nicht funktioniert. Und warum funktioniert die Akquise nicht? Weil es der klassische Autoverkäufer nie gelernt hat? Das wird auch bei den Herstellern, die oft mittlerweile gute Schulungen geben, das ist nicht alles Schrott.

[26:17] Aber das wird oft nicht klar vermittelt, weil viele, die dort sind, es nicht können. Es macht einen großen Unterschied, ob sich ein Interessent meldet, der vielleicht bei dir ein Auto kaufen will. Der hat für sich klar, ich will oder brauche ein Auto. Und einen, den ich aus Heidremmel anrufe, wo ich versuche, jetzt dieses Kaufadresse zu wecken als Verkäufer. Da das Zweite aber die Verkäufer nie gelernt haben, agieren sie wie im ersten Fall. Und das funktioniert nicht. Und alleine schon deshalb, dass wir den Verkäufern offen gegenüber sind, dass wir sagen, pass auf, wir vereinbaren Spielregeln. Spielregeln lauten 100%. Miteinander, nicht gegeneinander. Kein Bullshit. Kein Handy, wenn wir miteinander. Sei pünktlich, hab Respekt vor den anderen, auch der Meinung der anderen und reflektiere das mal.

[27:04] Vielleicht kannst du eine neue Sicht annehmen, das, was wir gerade tun. Das sind Regeln, die klären wir vorher. Und davor ist noch wichtig, dass wir eine gewisse Akzeptanz haben bei den Verkäuferinnen und Verkäufern und auch bei den Führungskräften. Und die merken, das ist jetzt kein theoretischer Schwätzer, der es in der Praxis nicht geschafft hat. Der hat selber Autos verkauft. Der weiß das. Der sagt auch Dinge, die scheiße sind. Aber gleichzeitig sagt er, wenn du den Mist nicht aus dem Weg räumen kannst, dann hast du zwei Möglichkeiten. Lebe damit oder verlass das Spielfeld. Aber hör auf, dich drum zu kümmern. Guck doch, was in deiner Hand liegt, was du machen kannst, was du beeinflussen kannst, um erfolgreicher zu sein. Und das möchte ich mir mit euch gemeinsam angucken. Und dann zeigen wir denen, wie wächst du Kaufinteresse am Telefon. Wir machen denen das vor. Wir telefonieren mit denen gemeinsam. Wir bereiten auf die Einwände vor.

[27:50] Und das überzeugt. Und wenn ich dann manchmal höre, dass dann so Autos sagen, ja, unsere Verkäufer sind faul, die machen nie und hin und her. Aber eigentlich haben wir kein Budget dafür, müssen jetzt ein bisschen die Arschbahnen zusammenkleiden. Soll es von alleine besser werden? Nein, von alleine wird nichts besser. Nee. Das ist das, entschuldige, der letzte Punkt hier. Das ist das, das haben wir jetzt, das haben wir jetzt drei Studenten, die haben sich drum gekloppt, bei der Silvergerl, bei der BFC, diese Studienarbeit ausbauen zu dürfen. Fokus auf Vertrieb, weil die aus dem Handel kommen und das Problem kennen. Da habe ich drei super Studenten an die Hand bekommen. Wir haben am 23.12. morgens, ich war schon bei meiner Family, haben wir Teams miteinander gemacht. Da haben wir gesagt, wie gehen wir es an? Ja, wie gehen wir es an?

[28:35] Und dann haben wir die Best Practices rausgesucht. Wir haben Umfragen gemacht, über 300 Verkäufer, fast 80 Führungskräfte. Haben die besucht und gemacht und getan. Und was rausgekommen, und da haben wir viele Stunden mit verbracht. Die Studenten waren super. Wir haben es immer im Sparring da nochmal Feinschliff reingebracht, nochmal da habe ich in Kontakt gelegt und so weiter und so fort. Und das ist ein richtig, richtig wertvoller Ratgeber rausgekommen. Bei uns war wichtig, dass kleine, mittelständische und große Unternehmen für sich hier Tools und Lösungswege finden, womit sie den Fokus wieder auf den Vertrieb legen können. Weil wenn es vormittlich in Cash reinkommt, dann kannst du auch andere Probleme lösen. Das Problem müssen wir lösen. Okay. So, mit Weiß. Es ist ganz leicht. Ganz leicht in Rage gekommen oder angerascht. Motiviert.

[29:20] Motiviert. Motiviert. Vielleicht war es der Weißmann mit Mittag. Könnte auch sein. Wir sind schon so ein bisschen aus dem Blick-Rückspiegel eigentlich noch ein bisschen raus. Wir haben schon, normalerweise mache ich dann, so, jetzt warten wir mal, Fernlicht, Licht an, Fernlicht an, Blick in die Zukunft. Du hast schon einiges dazu genannt, was der Frage so ein bisschen vorgreift. Aber was muss sich denn verändert, damit das in Zukunft, ich sage mal, ganz doof, ganz platt wieder, besser funktioniert und der Verkauf und die so wichtigen Einnahmen und die Marge daraus, die ein Autohaus am Leben halten, ja, damit das wieder besser, hier steht dummerweise, wieder das Wort funktionieren, damit das besser klappt. Aber insgesamt muss es ja funktionieren.

[30:06] Das ist schon richtig. Es ist ein Wirtschaftsunternehmen, es ist ja kein Hobbyverein. Riesengeld. Und du sprichst genau den richtigen Punkt an. Im Durchschnitt waren es die letzten Jahre bei 1,7 Prozent und Fachpräsumente im ersten Quartal war es 1,1 Prozent. Ja. Das sind, jetzt kann man sagen, das sind die Rahmenbedingungen unserer Hersteller. Ja, das ist teilweise so. Aber der Handel hat sich ein bisschen dran gewöhnt, dass der Aktionsbetrieb das Geschäft betreibt. Das heißt, Hersteller macht eine Aktion, Preise gehen runter, rein damit in die Börsen und dann kommen Anfragen rein und irgendwas davon können wir aufschreiben. Und ganz viele leben dann davon, wuppla, leben dann davon, dass sie von dem Volumenbonus am Jahresende leben. Retroaktiv bekommen sie dann 3,5 bis 5 Prozent.

[30:52] Das ist ja auch grundsätzlich noch vernünftig stabiler Ertrag. Und dann ist ja auch so, dass dann da nicht retroaktiv irgendwie der Verkäufer Provision davon bekommt. Das ist also wirklich Ertrag fürs Auto. Das Problem ist aber, Aktion heißt hier nicht in dem Moment aktiv sein. Es ist immer nur ein punktuell betriebenes Geschäft und das ist kein Geschäftsmodell, was auf Dauer so funktionieren kann. Es ist doch logisch, dass dann der Ertrag und die Rendite zurückgeht. Was der Handel meiner Meinung nach wieder muss, und da gehören die Hersteller genauso mit in die Pflicht, aber ich sehe ein Auto aus als eigene Company mit einer GmbH, ja, im Regelfall, und die haben eine Eigenverantwortung. Und der freie Handel schafft das doch auch.

[31:38] Die organisieren sich die Ware selber, die kaufen frei zu, die verkaufen mit Aufzinsung, da gibt es ein paar, die machen das First Class vor, ob man das immer soweit treiben muss, noch jeder für sich entscheiden. Aber da ist eine Menge Luft, da ist eine Menge Luft, wo man Geld verdienen kann. Und der Handel kann nichts dafür, wenn sie jetzt E-Autos aufs Auge tritt bekommen, die sie im Markt so gar nicht loswerden können. Aber was der Handel machen kann, und das ist ja genau das, was dann die Führungskräfte sich auch wünschen von den Verkäufern, wenn wir mit denen zusammenwahlen. Eigenfahrt wird übernehmen und gucken, wenn jeder vor seiner eigenen Haustür kehrt, wird die Straße automatisch ein bisschen sauberer. Das heißt also, was kann ich denn tun? Wie gehe ich mit den Leads um? Nicht einmal nur noch mehr Leads, noch mehr Preiskäufe reinholen. Im Durchschnitt soll es 500 Euro pro, bei mobile.de kostet ein Auto, so rum, ein Auto über mobile.de zu verkaufen.

[32:26] So, wir haben Kunden, neue Kunden, ja, wir stellen das ab, die haben bei Lissi, Marc und Co., geben die mehr Geld aus für die Leads aus Reinkommend an Ertrag. Das macht keinen Sinn. Da legst du drauf. So, aber da kann man nicht einmal sagen, mehr hilft, viel hilft viel, sondern man muss sich mal angucken. Die Führungskraft muss sich die Zeit nehmen, mit den Mitarbeitern, im Vertrieb, das Task-Chef zu reflektieren. Wie gehst du mit den Anfragen rum? Greifst du zum Hörer, wenn du eine Rufnummer vorliegen hast? Wenn du keine Rufnummer vorliegen hast, sorgst du dafür, dass du die Rufnummer bekommst oder schickst du blind das Angebot raus, was du vorher schon online gesehen hast? Dann gewinnst du doch keinen Blumentopf. Warum wäre ein Angebot heute noch blind mit einem PDF versendet, statt mit einem Video? Das ist Pin-Hip halt. Da gibt es kostenfreie Tools online.

[33:11] Ja, Ich bin mir zu fein, davor für die Kamera zu treten. Okay, dann überlasse das einem anderen. Aber so weit müssen wir gar nicht treiben. Basic stelle ich immer wieder fest, Angebote werden nicht befristet. Wenn du ein Angebot bekommst, Tim, was keine Deadline hat, ist das das Papier nicht wert, auf dem es steht. Du hast keinen Grund, dich damit jetzt auseinanderzusetzen und du hast das Gefühl, es ist ja immer gültig, es ist nichts Besonderes.

[33:37] Und selbst wenn du im Einzelamt unterwegs bist, du siehst irgendwo, hey cool, da gibt es coole Sneaker, da haben sie jetzt nur, keine Ahnung, begrenzten Paar mit 30%. Du weißt genau, die könnten theoretisch, theoretisch könnten sie Nachschub machen, aber wollen die nicht. Dann weißt du, du musst jetzt kaufen. Richtig. Dann wird nicht nachgefasst. Kein Follow-up wird gemacht. Aber es prüft auch keine Sau. Entschuldigung, dass du deutlich sagst. Ist vollkommen okay. Es prüft keiner. Ja? So, die Verkaufsher sagen nur, es muss mehr verkauft, werden. Was heißt denn das konkret? Ja? Oder wir brauchen einen höheren Leasinganteil. Okay, deine Autos sind nicht mit Leasing ausgezeichnet. Finde den Fehler. Da geht es doch schon los. Und dann belachen sie, belächeln einige im Markt auf. Ja, Trainer machen alten Hut.

[34:24] Wir setzen jetzt auf KI. Ja? So, wir kaufen uns irgendein Plug-and-Play-Tool teuer ein, was irgendjemand toll labelt. Ja? Und denken, oh, das wird uns aber der heilige Kral sein und es die Kunden drin. Nee, wird es nicht. Hausaufgaben machen. Ja? Hands-on. Menschen kaufen von Menschen. KI ist nur der Rahmen. Kult schüttelt aus. Aber der Kern ist der Verkäufer. Ah, ich bin heute richtig dran durch. Du bist richtig on fire. Ich weiß auch gar nicht, was ich sagen soll. Entschuldige. Ich finde das gut. Und es sind so, ich musste gerade, wo du so vorgetragen hast, auch denken, alles, was ich so als Angebote und so bekommen habe, da war nirgendwo eine Befristung drin. Da war auch, da war kein Nachhaken, kein nichts. Und ich habe jetzt nicht irgendwelche Fiat Puntos angefragt oder Kleinstwagen oder sowas und das ist schon verheerend und vielleicht nur der kleine Gimmick da am Rande, weil ich gerade es auch ein bisschen so weg vom Verkäufer ins Unternehmen als Problematik genommen habe.

[35:26] Ich war zweimal in großen Autohäusern mit Premium-Marken, wo mich aber auch gar keiner begrüßt hat. Also im Sinne von gar keiner, keine Info. Dann läufst du durch den Service durch, keine Reaktion, am Verkauf vorbei, keine Reaktion. Wir haben ja auch zwei Ebenen. Wir haben ja einmal das Online-Geschäft, Leadbearbeitung und alles, was dazugehört und kein Bock und bringt ja eh nichts. Die Social Media Links, die Taugen ja eh nichts. Das gibt überall für Optimierungsvorschläge. Das kann man alles wunderbar machen, damit das auch Spaß macht und da Erfolgserlebnisse bei raus entstehen. Und vor Ort ist es wirklich, also es mag der ein oder andere mag sich jetzt hoffentlich angesprochen fühlen und sagen, bei uns ist das auf jeden Fall anders und das ist auch gut so.

[36:14] Aber viele werden auch sagen, bei uns ist es anders und dann kann ich ja gerne mal vorbeikommen und dann möglicherweise ein anderes Erlebnis spiegeln. Aber gut, Einzelfälle, Verallgemeinerung und so, das müssen wir mal ein bisschen aufbauen. Ich verstehe, was du meinst. Ich erlebe das ja auch häufig, wo du einfach denkst, warum verkrümmeln die sich jetzt? Wollen die nicht, und ganz ehrlich, ein Laufkunde, ich glaube, das wolltest du gerade damit auch sagen, das ist doch Gold wert. Ein Laufkunde, ein Laufkunde, der kommt, der ist heiß. Ja, was willst du mehr? Der bewegt sich physisch zu dir. Der hebt den Hintern vom Sofa auf, setzt sich ins Auto und kommt zu dir. Gott bewahre, dass der da was kaufen will. Wir haben genug zu tun. Wir müssen Unterlagen scannen, ja? Ich habe jetzt keine Sachen.

[36:59] Ja, ganz genau. Also ich meine, wir sagen gerne im Ruhrgebiet, der Ball ist auf dem Punkt. Ja, genau. Aber wenn du beim Anlaufen tippen musst noch einschläfst, dann ist halt doof. Ja. Okay. Alles klar, Frank. Danke, dass du auf diese konfrontative Frage, die ich echt mal mit jemandem so besprechen wollte, wie mit dir heute, weil es hat halt so viele Ebenen. Es hat wirklich viele Ebenen und viele Komponenten. Und wir beide haben ja auch im Vorklapp auch einmal ganz kurz gesprochen, wobei ich die Frage noch nicht im Detail so ganz preisgegeben habe. Aber da sind wir auch so von Stock auf Stein gekommen und auch die Zusammenarbeit, worauf ist Sales denn noch angewiesen?

[37:45] Auf Marketing und auf Aftersales. Das ganze Bramorum ist ja auch nicht zu unterschätzen. Das können wir jetzt nicht alles beleuchten. Aber ich glaube, wir sprechen mal weiter, weil wir haben auch gemerkt, dass diese Abteilungsdenke, gerade jetzt Sales oder Vertrieb und Marketing, auch ein ganz interessantes Spannungsfeld ist. Das müssen wir auch nochmal beleuchten. Das machen wir immer. Ja. Aber kriegen wir heute nicht mehr unter. Nee. Nicht, dass die Leute dann draußen im Auto sitzen und gar nicht reingehen wollen, ins Auto aus dem Auto zu verkaufen, weil sie die ganze Zeit uns lauschen. Absolut, absolut. Ich habe noch zwei Fragen mit Hinblick auf die Uhr. Müssen wir die ein bisschen kurz halten. Alles klar. Wie sieht denn dein Blick mit deiner Erfahrung aus dem Autohandel auf die nächsten Jahre in der Autobranche aus?

[38:35] Mit bitte um kurzer Antwort, sorry. Nein, nein. Ich glaube, es wird weniger Händler geben. Das merken wir auch. Größere Händler kaufen kleinere auf. Das hat nicht immer damit zu tun, dass die nicht profitabel sind. Man kann sie keine Nachfolgeregelung, aber es wird weniger Händler geben. Und ich hoffe, dass es so ist, wie bei der Mode, dass Dinge wiederkommen. Ich vergleiche das gerne. Meine Frau kennt das schon. Irgendwann wurden die Bikinis immer knabbert. Da hat sie kaum noch Stoff und dann war wieder Währstoff in. Und vielleicht wird es im Autohandel auch so, wenn man sagt, vielleicht soll man wieder innen mit den Menschen zu tun zu haben und sich nicht hinter irgendwelchen anderen Dingen zu verstecken. Und ich glaube auch, dass KI, Robotik und Co.

[39:22] sogar zur rechten Zeit kommt und uns unterstützen kann, damit wir wieder den Fokus darauf legen können. Aber genau das sollten wir tun. Und ich glaube, die Unternehmen, die das nicht tun, die gehören halt zu denen, die auch übernommen werden. Ja. Okay. Alles klar. Dann die klassische Abschlussfrage. Wann sitzt du das erste Mal in einem komplett autonomen Auto? Aber Zusatz in Deutschland. Viele fangen dann an. Ja, hier in Austin, Texas, keine Ahnung oder wo auch immer. Ist das ja gar kein Problem. Ja, mag auch so sein. In Deutschland und auch wirklich so reinsetzen, abschalten, ankommen. Abschalten ist so die Sache. Ob du in der Zwischenzeit abschaltest oder eher arbeitest, da bin ich skeptisch. Ich war doch schlecht.

[40:07] Okay, am Anfang wahrscheinlich weniger, ja. Du, das ist eine Gefühlssache, weil man es ja nicht weiß. Also wie du schon gesagt hast, im Ausland sind sie zum großen Teil weiter. Wir fahren ja jetzt schon, finde ich, teilautonomen aus. Mein Auto hat Radarabstandstempo, mal Spurhalteassistent, lenkt alleine und so weiter. Also da ist schon schlimm, was ich alles nebenbei machen darf. Also nicht darf, kann. Ja, ja, ja. Gefühlt weiß ich nicht. Vielleicht, ich glaube, vielleicht in fünf Jahren. Aber wenn das soweit ist und ich habe ein vollautonomes Auto, dann habe ich aber auch noch einen wirklich manuellen Oldtimer in der Garage stehen. Ja, sehr gut. Ja, absolut. Mir fiel auch gerade ein, in Amerika eine der Treiber für autonomes Fahren neben Tesla ist ja Waymo. In Amerika gibt es ja ein paar Städte, wo das so ist. In London sind die auch schon zum Teil unterwegs.

[40:53] Und ich habe letztens irgendwo mitbekommen, es ist wohl auch in Deutschland eine GmbH, wie auch immer die genau heißt, im Kontext von Waymo auch gegründet worden. Also die gucken schon, auch auf den deutschen Markt mit allen seinen Restriktionen und dann noch der deutschen Regulierung. Die Firma, die du meinst, arbeitet, glaube ich, sogar mit Mercedes-Benz zusammen oder mit Volkswagen, also irgendein deutscher, größerer Autohersteller. Okay. Ja, ich glaube Volkswagen, weil da habe ich vor kurzem eine Diskussion, dass die Bosch raushauen in dem Bereich. Ja, wobei vielleicht macht so ein Waymo, ich weiß nicht, ob das die besten Kooperationen in Deutschland mit den deutschen Automobilherstellern aktuell sind. Aber du, kein Bashing hier an der Stelle.

[41:39] Du bist ja nicht unter Baustelle, wir werden es erleben und werden es dann wahrscheinlich nutzen. Ganz genau. Okay, lieber Frank, danke, dass du dir Zeit genommen hast, auch nach deinem schönen Mittagessen. Jetzt muss ich auch weiterfragen. Ja, jetzt müssen wir weiter schaffen, dass du mir da Rede und Antwort gestanden hast. Fand ich total interessant, weil man sieht, du hast das so schön auf den Menschen runtergebrochen und das ist so richtig und das geht halt unter. Es geht ja selbst in meiner Fragestellung unter und superschön. Vielen lieben Dank dafür und ich glaube, wir haben dann nochmal das ein oder andere Thema weiter zu besprechen. Das ist eine Drohung. Danke für die Einladung und auch für die Geduld, mit zuzuhören. Ich habe richtig Gas gegeben, aber manchmal muss es so aus.

[42:24] Du, es wäre jetzt komisch gewesen, hättest du da gesessen und hättest da so gelangweilt irgendwas von dir gegeben. Also man merkt ja schon, dass du dafür brennst und das ist gut so. Ja, super Tim. Also, danke für deine Zeit. Alles klar. Damit sind wir für heute durch hier mit den Benzingesprächen. Ja, schön, dass ihr dabei wart und ich würde sagen, bis demnächst. Macht's gut. Ciao. Ciao.
